_ Badische Rück- und Mixversicherungs-Gesellsckoaft in Mannheim. Die Gesammt-Pramien-Etmxahme des abgelaufenen Geschäftsjahres betrug 3 780 044,35.“ gegenvoeéabrjge 3 647 080,88 „46 Von der ersteren Summe entfallen; au _ dre Fewerbrancbe 3 315 919,38 ..“ gegen 310012513 «46 1111 Vorjahre,“ auf di6Trans- portbran 6 31819299 946 Legen 412 241,72 946 tm Vonthe, auf die Unfall ranche 145 931, 8 .;“ gegen 134714,03 „44 1m Vor- jahre. Die Prämien-Reserve betragt total_1641255 ..“ „gegen vor- jäbrige 1 493 750,69 „ck und kommt abzugltch Retrozeswnen urzd Promfionen mit 752 277 „46 in der Feuer'branche, 32 600 „46 111 d6r Transportbranche und 50166 „44 m der Unfallbranche zum Vortrag. Dieselbe hat gegey das Vorjghr eme mcht unerheb- liche prozentuale Steigerung erfahrxxy Dre Schaden-Reserve steUt fich auf 327 670 644 gegen Vorjahrtge 306 302 „„U, „und tft damit reichlich hemeffen. _Dcrs emittierte Akttenkgwtal be- träst zufolge der 111 Gemaßhett des Bejehluffeß der außer- ordc'ntlichen (HeneralNrsammlung vom 26.Jum 1894 vorgenommenen R6duk110n statt 11116 bisher 2000000 „44 nur noch 1600000 „46 und die W6chs6106rbind11chkeit der Aktionäre durch die geletftete Nachzxth- lung von 300000 :16 nur noch 1200000544 Daa6g6n tftk'durch d16s6 TranSaktirmen nacb Deckung des letztjährigen VerlusbOaldos _ der Betrag 13011 31993,74 „44 krübrigt worden, we_l§h6r dcm _Kaprtal- Reserkaond zugeflossen ist. Der Effektenhefiß 111 vor- 395 290 .“ auf 542 730 „44 und die Hypothekenforderungen hqn __290000 «44 auf 375000 .«1 estiegen. Der Buchth des ©616111chaftshauses erhöhte fich dur Aufwendung der Kosten für den Rx_1*aratur- und Umbau auf 180 327,88 946 Die Guthaben 1161 Banquters nebst sonsti 6n zinstragenden Anlagen belaufen .fich auf 480 784,69 .“ gegen vorjä rige 114 023,45 „46, d1e Guthaben het Verfixloerungs-Geseüschaften und A 611ka611 auf 457 245,80 516 geg6n vorjahr1g6 480 285,21 «44 Das &ewinn- und Verlust-Konw weist einen Rerngewmn von 126 408,30 914 auf. ofen, 12. Juni, Nachmittags. (W. T. B.) W0llrr10rkt. arkt ist beend6t; 66 ist alles O_erkaust 513 (1111 1116111116 1611166111 brhandelte oder zu ho limitierte Stamme. Schluß ruh1g.
_ 13. Juni. ( . T. B.) Dcm diesjährigen Wo'Umarkt'wur- d611 1111 Ganz6n 6500 Ztr., etwa 600 Ztr. 1116111961 (119 1111 Vorxahre, zugeführt. Die Wäsche rr_c11 durchgehends gut, _zum 1561! sehr gut, das Schurgewicht zufr16d6n1t6llend 1111d das Geschaft- rx 6 und lxbhaft. Bevorzugt wurden 161116 und 110711161116 Woüen, wa 52111) 519 zum Schluß geringe und nicht gut 1011611126 ungewaschene 233011611 Vernach- läsfigt bli6ben. Die Pr6116 sti'ÜTLU fich für h0ch161n6D0m1n1a[-W0116 auf 160_170 „Fi, für 161116 auf 135-145, für fein-mittlere 115- 128, mittlere 100_105, Nustikal-Woll6 80» 90, ungewaschcne 38_ 45 «46 Wetter schön. _ ' '
Belgrad, 13. Juni. (W. T. B.) Die 161tens der Shezral- kaffen gemachten R1m€ff6n für d611 Kuponßdtenst 1:10 ]. Seme1ter cr. haben tm Monat Akai d. J. 1035000 Fr. 111 Gold betragen.
Der
Verdingungen im Auslanbe.
Ni6d6rland6.
19. Juni. Gasfahrik der Gemeinde Zutphen: 2161611919 0011 5850000 Gaskohlen Preißangahen 61nzusend6n Vor dem 20. Juni d. “ . an den Fahrik-Direkwr, 561 WL1chLm auch die B6- angungen erhältlich find.
21. Juni, 11 Uhr. 1116611619111; 111 (16 1116119176 11011811050116 979661111116 auf seinem Bureau. Agnietenstraat Nr. 5, in Utrecht für d16 Militärbäck6r61 111 Utr6cht: Lieferung 11011 20000 kJ weichen Weizens im Mindestg6w1cht Von 76 kg 1361 H6ktoliter. Bedingungs- heft zur Einficht im genannten Bureau 0011 9_12 Uhr Vormittags.
Verkehrs-Anstalten.
Der Meisthetrag d6r Postanxveisungen (1118 Dsutschland nach Queensland ist 11011 210 516 0111 400 946 erhöht worden. Die Taxe beträgt, wie bisher, 20 «5 für 16 20 „44
TU 5Yostdamyfer .Ohdam“ der Ni6derländisch - Amerikanischen Dampfschi ahrts-Geseklschau ist am 11. Jani in New-York angekommen. Bremen, 13. Juni. (W. T. B.) Norddeutscher L[_oyd. Der Schnelldampfer „(Hause" ist am 11.J11111 11 Uhr Vormrrtags von N6w=Y6rk 719. Southampton nach drr W6s6r abgegangen. Der Schnrlldampfer . SPrLS “, nach N6w-Y0rk bestimmt, hat am 12.Jun1 10 Uhr Vormittags Beachv H6ch1d pa1fi6rt. Der SchneÜdamvfer ,Werra', nach New-York bestimmt, hat (1111 11.311111 71 Uhr Abends Punta Delgada hasfiert. Der Prstdampser „Psalz“ hat am 12. Juni 2 Mr Morgens die R6116 11611 AUWNPM nach Br61716n fortgesetzt. Der Postdampfer ,Straßhurg', nach Brafil16n 56- stimmt, ist am 12. Juni 5 Uhr Morgens 111 2111119615611 ansekommen. Der Postdampfer ,Stuttgart“, von _Bccktimore kommend, 1110111 11. Juni 63 Uhr AbLnds auf der W616r ang6k0m111611. D6r Retchsx Postdampfer „Sachsen“, 5011 Australi6n kommend, hat am12.J11111 51 Uhr Mor 6119 Hurt Castle 111161661 und um 8 Uhr Vormittags die Reise na 2111119619611 170111166131. amburg, 12.Jun1. (W. T. B.) _Hamhurg-Ameri- kani che Packetfahrt-Aktiengesellscbart. Dkk Postdampsx'r ,Patria“ ist, Von New-York kommend, 1161116 M0rg611 8 Uhr 111 CuxhaV6n eingetroffen.
London, 12.Jun1. (W. T.. B.) D6r Union-Dampfer .Tartar“ ist Mittwoch auf der Au§r6116 11011 Madeira abgegangen. D6r Castlk-Da_mpfer .RoSlinCastU' hat heut6 aufderHetm- rkise Madeira 571111611. _ _
S. Paolo de Loanda, 12.Jun1, (W. T. V.) H6_1-16 sand in AnW6|6nheit des GouNrneurS, d6r Bkhörkkkl und Mr Kaufle11t6 d16 Betriebseröffuung d6c Tran901r1k0n11chen E116nhahn6n bis 111 der 303 11111 enjfernten Station Queta statt.
Theater und Pinfik.
Berliner Th6at6r.
Sud 6rmann*s wirkungszles _Schauspi61 .Heimath ' 111119 gcstern Ah611d Vor gut besuchtem Hamer unter lebhafter Thrilnahme der Zuschauer mit Frau Agnes Fréund als Magda 111 Scene. Da die Künstlerin dicseRoUe hish6r 111 Berlin noch nicht geg6b6n hat, wurde ihrer Darstrklung allgemUn 11111J11t6r6ff6 entgcgenges6hen, zumal fis! in ihren Leistungrn d6m 2166916161!)5 mit soh6d6u16nd6n Vor- gängerinnen, wie Fräulein Nnscha Buße, rau D1116 und Frä1116111 Rris611hofer ausa6sexzt war. Das darin liegende Wagnis; darf jedoch als doklständig 961111111611 h6z61chnct werden. Mit gros16m V61stä11dx11ß für die Ahfichten drs Dichters und mit sorgsamstrm Arif; ist Frau Frrund 1167111161) 1261111151 9711161611, ihre R01]? [6136113114116 zu gkstültkn. Von 1111111619611 der _f1'üh6r611 Darst6llc'rin1161111161chtfi6111 drr Auffassung d6r Magda 111 1016r11 ab, als fie mehr 016 rück- fichtsjr-sc Entschloffrnhrit und das stolz6 S6lhstgéfühl d6916m116rc1- 1116111609611, 1ch1v6r Jé'kkäUksLU W6ihrs (119 die Weichheit 1369 (He- 111111112 [361 der Rückk-xhr 111 die Hcimath, 1161111 W16der16h611 mit d6r Schw6116r und dem alt6n Vat6r hSrvortre-tcn läßt. Doch sand 716 auch 111 d16se11S66116n d611 11cht111611 Ton, 11111 1:16 Th61111ahn16 der Zusch0urr1n hohcm Maße zu 611611611. Von den 7151111911 Darst€116rn, nam6n111ch d611D11111611 Elsmgrr (Mari6), Wolff (2111911116) und 51111 Pöüniß (“'Franzi-Öka), sowie drn Herrcn N0961(Schwarxxc). W6hkliU (Ocffterding)- 0111.1er (K696r) und Böttcher (0611 W111dlowski), wurde Nr (55011 111 an6rk6n116119- Mrthcr Weise 1111161111161, sodas; 1116 ganz? Vr111611ung 6111611 1161611 Eindruck machte und 11111 1616116111 Beifakl 0111116110111111611 WUl'TL.
Konzerte.
' Herr Profkffor Julius HCV, d6r Lcitxxr d6r 587011111811 dramatischen S_tl1blldUUgÄsÖU18, aus welcher mchrere, zur JM 1116196110111116 BühnM- sauger und -Sängerin11611 hkrvorgc-gangkn find, v6ra11stalt616 (1111 Montag 1m Saal Bcckxstein 1101 61116111 9617115611611 Zu-
Arien und Fragmente aus Opern vyn Mozart, Weber, Wagner, Meyerbeer und Beethoven. Dte_ Vortragenden lteßen bei verschiedener mufikalischer Begabung eme rat1_onelle, kurzsi- erechte Verwendun ihrer M*ittelWor allem aber eme drama_ttfch Felebte, oft leidens aftliche Art des Ausdrucks erkennen. Em gletcbes Lob verdienten die Deutlichkeit der Aussprache und dre Art der Totxhtldung, mittels welcher auch die höchsten Töne u_11t sptelender L61cht1k61t erreicht wurden, wie dies z. B. tm Vortrag_ der rte der Königin der Nacht aus Mozxrt's .Zauherfiote“ durch die Konzertsängerin Fräulein A. Filmdetmgnn (hoher Sopran) hervortrat. Auch die Damen . Kneaer, _ . _Meyler, M. von Jamefelt. O. Hcy und L. Schuch91dt(Oper11sanger1n), fowte die Herren Hochstetter (Tenor) und der, Baxfist Herr Lqßhoft erfreuten reh einer günstigen Aufnahme von fetten des zahlretch 61sch16n_enen 9511511119. Die Klavierbcgleitupg hatte Herr Hey" selbst 11561- nommen. Daß leyterer fich cnt1ch10ff6n hat, noch langere sFejt'm Berlin zu verweilen, dürfte für Gesangstudierende von Jntere 6 sern.
Die internationale Preißbewerburrg um die Prämien der „Rubinstein-Stiftuna' find6t in d1616m Jahre, zwtsch'en drm 20. August und 5: September, im Saal B6chst_61n hierfelbst statt. Es find zwé'i Preise von 16 5000 779011915616 1: der eine für Komvofitionen (6111 Konzertstück für „Klavier und r- cbester, eine Sonate für Klavier (1116111 oder für Klavier und 6111 oder mehrere Streichinstrumente, und ferner einige kleine Klavierstücke), der andere für den besten Vortrag eines Klavierkonzerts Von A. Rubinstem, Von Werken von Bach, Haydn oder Mozart, B66thoven, Chopin, Schumann und Liszt. BUD? Präm16n können aber auch einem und demselben Bewerber zufaUen, wenn 6r111 beiden Eigenschaften als derselbkn werth 6racht€t wtrd. Jm FaÜe d6r Nichtzuerkcnnung einer oder beider Prämien können an ihrer Statt zW61 zweite Prämien von Jeringerem Berra bestimmt werden. Die B6werber (nur män11lich6n Geschlechts? müffen fich im Alter von 20 bis „26 Jahren befinden; Nationalität und Konfession find gleichgültt. Anmeldungen find schriftlich bis zum 10. August 1895 an das 5 ureau des St. Peters- burger Konservatoriums, Theaterstraße Nr. 3, zu richt6n, und„zugletch die nöthigen Dokumente oder deren amtlich beglaubigte Kopten über Personalien und WM beizufügen. Prospekte find auch 561 der KoLth-Direktion Hermann Wolff, Berlm, Am Carlsbad 19, zu a 611.
Manuigfaltiges.
Für das Schülerrudern 111 (Grünau, am 15. d. M., find 111 einer unt6r dem Vorfiß des Provinzial-Schulraths Dr. Genz ah- gehaltenen Versammlung von Vertr6tern der hetheiligten Lehranstalten nunnwhr d16 lsßten FLstsktZunaen getroffen wvrden. Die Schüler- regatta wird demg6maß am Sonnabend Nachmittag um 4 Uhr he- g1n116n. Auß6r dem Rudern um den Preis Seiner Majestät des Kaisers und Königs wird noch 6111 Ermunterungsrennen stattfinden. Um den Kaiserpreis darf 11011 jeder Anstalt nur 61116, die beste- Mannschaft starten; für die übrigkn Magn- schaften ist das ErmuntokrunJSrennen bestimmt, an d6m_aus 1r616r Entschließung auch die einzige Mannschaft der Ersten R6a11chu16 unter Vrrzicbtleißung (1111 das Kaiserpreisrennen theilnehmen wird. Es werden d6mnach starten im Ermunterungßrennen: Louisenstädtisches Real- ymnafium, Friedrichs - Realgymnafium, Andreas - Realg mnasxum, Kiedrich Wilhelms - Gymnafium, Leibniz - Gymnasium, r16dr1chs-
erdersche Ober-Nealxchule und Erste Realschule. Dem Ermunte- rungSrenn6n wird um 46 Uhr das Hquptrennen um den Kaiserpreis (61116 altgothische 711561116 Kanne) wlqen; es starten in d16s6m Rennen: Friedrich Wilhelms - Gymnasium, Louisen - Gymnafium, L61hniz - Gymnafium, Louisenstädtisch6s Realgymnafium, König- “1ädtisch6s Realgymnasium, Andr6as - Realgymnafium, Fri6drichs- ealgvmnafium und Friedrichs-W6rdersck6 Oh6r-Realschule. Der Kaiserpre'rs ist h6kanntlich 6111 Wandervreis, d6r in Verwahrung der Schul6 übergeht, w61ch6r d16 fi6116nde Mannschaft ang6hört. _ Nach der Schülerregatta fitgd6n die Vorkennen für die große; Regatta der beid6n nächsten Tage? statt. Das Hauptinteresse wendet mch 01165- 561 diesen Rennen 1761111611111611 um den Pr6is Seiner Majestät_ des Katsers und Königs zu,_ WL1ch€Z am Sonntag um 4 Uhr 15 Mrnuten abge- halten werden 1011.
Potsdam, 12. Juni. H6ute Nachmittag fand in „Sperlings- lust“ das R6116r16st des Berlin-Potsdamer Off1zier- Vereins statt. Um 5Uhr erschien Jhrengcstät d16Ka116rin und Königin mit Seincr Kais6111ch6n und Königlichsn Hoheit dem Erzherzog Franz Sawator im vierspännigen offenen Wagen; S61n6 Majestät der Kaiser undKönig1010161nzw61rßdrig6m Einspänner. Auch Ihre KöniglichM 0h6116n der Prinz und 1316 MM- zesfin „“Friedrich L6opold waren ers 1611611. Es fanden hier Reynen statt. ?In dem zweiten und dritten Rennen um die Preise des Ka1sxrs bezw. der Kaiserin üerreichte Ihre Majestät d611 Siegern d16 Pre1s6.
Breslau, 12.Jun1. Das gestrige Erdbeben ist, wie die ,Schleüsch: Zeitung“ konstati6rt, auf d6r ganzen Strecke von Glas? bis Neiffe, Stricgau und Hirschberg wahrg6n0mm6n worden. _ Na amtlicher Feststeklung find he1 d6m Brande 111 der „Gott6ss6gen- 911156“ zu Antonienhütfe 2 StSiger, 3 OÄUSr, 14 Gruben- arheiter und 1 Fuhrmann ums LLhen gekommen.
K161 , 11. Juni. Jm 211111171116 Seiner MajZstät des Kaisers und Königs hat. 11116 616 „K1616r Ztg.“ meldet, Profenor Ernst H6r161 111 Bsrlm cine M6daillezur-E11nn6rung an die Eröffnung des N 0 rd - Ostsee : „(1711111121 gsscvaffen. Dieselbe mißt 161196 3611111116161? 1111 anckpxm'ffer; auf der Vordersééite sieht man d16§1rvfilportrats der drci Kais6r, 1111161: d6r611 Regierung der h6d6utsam6 au hegonnerz, 1011116111hrt und voU6nd6t wurd6. Di6 Bildnisse smd 111 der W6116 gruvvicrt, daß 1165611 d6m Brustbild 16669 Herrschers 6111 Lorh6erzweig mit Wappen fichtbar wird; 66 smd dies der vr6uß11ch6 Adler. d6r R61ch§ - Adl6r 1111d das Wapv6n von SchleZwig - Holstein. Die Rückseite der MedaiUe zeigt 1316 V6reinigung der Nord- Und Osts66; d6r Vorgang ist 111 916161261 WSUS wie auf dem 111611611 9161161 dargestcüt, WSlchL§ die Thürwölbung der Einfahrt-Zleuchtk 5011 H0116nau schmückt. Das leßtgrnannte Bildwr'rk ist b6kanntlich 111 61116111 gelung6n6n Ahguf; 161,21 111 der Skulvtur6n- 0111116111195 der großen Knnstauésteüung 111B6rl1_11 311 165811. Die M6- daiU-x trägt das Datum 661: h6hyrstehcnden (Fröfrnung des Kana19.
Karlsruhe, 12. Juni. H61116 Vormittag fand 111 Anw61611h611 der Vertr6t6r Jhr6r Königlichkn Hrh6116n d63 Großh6rzogs und der Großherzogin 616 (5111591111115 des Denkmals für den Kunst- histortker W11h61m Lüdke stark; Profeffrr O6ch61h36u16r hislt die F6strkd6. '
Fünfkirchen, 12.Ju111. 3211161) 6111 einstündigéxs, 11011 Hag61- schlag 136916116165 0561911161 wurd6 hier und 111 Mr Umgegrsnd großer Schad611 (111661165161. Der Blitz schlug in zwei Orten 6111; 501161 stürzten die Mauern 11011 Hä11s6r11 ein, sodaß die betr6ff611d6n Wohnungen geräumt werd611 mußt6n. In der Nähe von Fünfkirchen wurden zwei Bauern 110111 BÜZ 6116111719611.
München, 12. Juni. Der städtische M011111116ntalhr111111611 auf dem Maximiliansplatz wurde als Abschluß des städtischen Waff6r- Mrsorgungßwcrkrs „heute unt6r d6m NaMn „Wittelsbacher- qunnen“ nach e_mer Rede des Ersten Bürgermeisters Worscht durch Deine Königlichc' Hoheit den Prinz-Regenth 111 7618711chLk Wéise d6111 Betriebe ühergrhen. Anwcscnd war6nsäm1ntliche Prinzen und Prinzessinnen, d16 Nkinister und obersten Hofcbargen, der Erz- bischof, der R6gi6rungs-Präfid6nt und die städtischen Kollegien. Schülergesänge mit Musikbcgl6itu11g hild6ten den Anfang wie den
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wurde der Michaels-Orden dritter Klaße, dem Prof or Hildebrand in Florenz, dem Bildner des Brunnens, die zweite [affe desselben
Ordens verliehen.
*(Forneßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
_ Wetterbericht vom 13. Juni, 8 Uhr Morgens.
Stationen. Wetter.
in “ Celfius 50T. =49R.
Bar auf 0 Gr 11. d. Meeressp. red 111 Miüim
Temperatur
„q S3 ck LG
bedeckt wolkig ,halh bed. jwolkig wolkenlos halb bed. bedeckt wolkenlos Regen wolkenlos
wolkenlos bedeckt
wo bal11ü66d. wolkig bedeckt wolkenlos wolkig halb bed. bedeckt wolkig
wolkig halb bed. wolkig
halb bed. wolkig bedeckt
Belmullet Aberdeen . . Cbristiansund . Kopenhagen Stockholm . Yaparanda. . . . . . ., t. etershurg . . . . “| MoZau. . . . . . . „;;-"62 Cork, Queenstown Cherbourg . [der . “vlt . amhurg winemünde . . . . Neufahrwaffer. . . . . . ; Memel . . ;_
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Triest. . . . . Uebersicht der Witterung.
Das Hochdruckaehiet umfat außer, wie gestern, Weft-Eurova heute auch Zentral-Eurova, wä rend über Skandinavien und Nord- rußland sowie über dem südöstlichen Europa die Deprxzsfionsxzehiete fortbestehen. Das Wetter ist in Deutschland zunächst noch verander- [ich, im Küstenstriche vielfach böig, Morgentemperaturen liegen bis zu 6 Grad unt6r den normalen, vi6lfach fiel gestern Ne'en. Die WCÜLL'L Verlagerung des Hochdruckgebiets nach Osten läßt ufklaren
und Erwärmung für Deutschland erwarten. Deutsche Seewarte.
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e"„Theater-Anzeigen.
Verlinkt Theater. Freitag (39. Abonnements-Vorfteüung): Der Herr Senator. Anfang 711 Uhr.
Sonnabend: Der Geizige. _ Der ungläubige Thomas.
SonntaK, Nachmittags “21 Uhr: Der Pfarrer von Kirchseld. Abends 74 hr: Der Geizige. _ Der ungläubige Thomas.
Bleuer- Theater. Schiffbauerdamm 4 a./5. eritagk Ensemble-GasYpiel der M11 [ieder des Carl Schultse-Theaters (Ham- burg) unter eitung des ireftors José Ferenczv. Tata-Toto. Vaudevikle 111 3 Akten nach Bilhaud und Barré don Victor Léon und Z Zell. Mufik don Antoine Banés. Anfang 76 Uhr.
rnnahend: Tata-Toto.
Theater Antrr den Enden. 2345411118555?- Direktion: Julius Fritzsche. Freitag: Miß Helyett. Vaudeville-Overette 111 3 Akten von Maxime Bouch6r0n. Deutsch von Richard Gené-e. Mufik 11011 E. Audran. Dirigent: Hm Kapellmeister Jedermann. Anfana 741 Uhr.
Sonnabend: Miß Helyett.
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Familien-Nachrichten.
[17439] Todesanzeige. „ Am Dienstag, den 11. d. Mis, um die Mittagsstunde, ist blkk nach längerem Leiden 1116111 lieber, 911161 Vater, Se. Excelleuz der Großherzoglich und Herzoglich Sächsische Wirkliche Gehetme Rath- Profeffor ])r. Franz Jordan von Ried- (Hroßkreuz des Sachsen-Ern6stinischen aus-Orde'ns, Großkomthurkreuz des Großherzoglich Sächsischen Ordens der Wachsamkeit oder Vom 196113611 Falken, Ritt6r anderer h0h6r und höchster Orden. Ehr611hürgcr der Stadt Jena 26. 26. sanft entschkafen. ' ,' ' . _ _ In 11616111 Schmerz 58111? 161,1 d166 nur hrerdurch, zugl61ch 1111 Namen meiner Geschwister und der übrigen Vkrwandten, an. Jena, den 12. Juni 1895. , Or.ErnstH61nrich 0011 Ried.
Verlobt: Frl. Hedwig PachUr mit Hrn. _AmtSrichter Harl Ulke (Ohlau_Fra111'6nst6111). _ Frl. Anna 913616 mit Hrn. Gu16r- Exped16n16n Reinhold Wald (Br6sla11). _ Frl. Clgra B6rndt 1n1t Hrn. Amtßrichtcr Ludwiß Jukiu-Zherg (B6r11n_N6u1t1dt).
V6rehelicht: Hr. LegationÉ-Skkretär, Rittmeqter d. R. C. G. yon TreUtler mit Frl. Wera 211116111 (Ncu-W61ste1n). “„ Hr. Vue- Konsul Vr.]11r.Gustav Tosti mit Frl. 911616 Bar16ls (San Remo).
Geboren: Ein Sohn: Hrn. Pr6111.-Li6ut. Rüdtg6r Graf?" W" der (53011; (Berlin). _ Hrn. Paswr Matt1n annnschmrdx (TCW! 5. 87155611). _ Hrn. Paswr PWM (Psarrhqus Straußenxv b- 311111011351). _ Ein6 T0cht6r: Hrn. Joachnn 'Von 5111113011) (Rzuäpow). _ Hrn. 8611162 11011 Sittmann ?Alrxanderth, 5. 6311111159- wiß). _ Hrn. Landrath Graf611 11011 2136111111 (2909116111). _ I..)!“- Prem.-Li€111. 11011 St6ch0w (Stadeé). „ „
Gestorben: Hr. Oberst-Li6ut. 3. D. Hans 11011 Lchwadt (K_onng- berg). _ Hr. Hauptmann (1. D. Oékar 5011 M6ll6nthm (Worlttz) _ Verw. Fr. Bürgermkistcr Hcinrick), geh. H0ff1ch1ld (Dt. Krone). _ Fr. Major von St6gmch1n11 (Berlin). _ »Or. Rektor 611161". H6111rich Groschc (Breslan).
Veran1w01111ch6r Redakteur: Siemenrotl) in Berlin. Verlag der Exp6dition (Scholz) in Berlin.
Druck der Nordd6utschen B11chdruck6161 und Verlagöanftalt, B6rlin ZW., Wilhelmstraße 32.
Sechs Beilagen
Schluß d6r Feier. In das Hoch auf den Prinz-Negenten
hörerkrcise' 6111611 VortragsMthrnd. Das Programm 50!
1116111116 die Volksmenge' 6111. Dem Bürgermeistrr Worscht
(einschließlich Börsen-B611agk).
N47? 139.“
'Erste" Beilage
zum Dcutsthen Rkichs-Anzciger nnd Königlich Preußischen Stauts-Anzeigcr.
Berlin, Donnersmg,;den_ 13. Juni
Deutsches Reich. Nachweisung
der Einnahme an Wechselstempelsteuer im Deutschen Reich für die Zeit vom 1259111895 bis zum Sch1uß des Monats Mai 1895.
,2.
Z. 4_ ' 4 5_ 6.“
“_Einnahme tm Mhnat Mat
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Ober - Postdirektions - Bezirke
H16r511 Einnahme
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Einnahme 111 dcm-
s6lh611 Z6itrau1n
111 dem Zusammen
]. Im Reichs-Postgehiet. 1) Köni sherg . . . . 2) Gum'innen . . . 3) Danztg .
4) B6r11n . .
5) otS'dam . . . 6) rankfurt a. O. 7) 1611111 . 8) Köslin .
9) ofen . ., .
10) romherg. . 11) Breslau 12) Li6g-11iZ .
13) Oppeln .
14) Ma dehurZ . 15) a_ 6 a. S. .
16) „11151 .
17) K161 . .
18) Hannov6r .
19) Münst6r
20) Minden .
21) Arnsberg .
22) Caffel_ . . . .
23) ranksurt a. M.
24) *öln . . . 25) Aach6n .
26) 510516113 .
27) Düff6ld0rf.
28) Trier . .
29) D169d6n Z)) LK61p-zig .
31) Karlßruhe . 32Z1K0nstanz .
33) Darmstadt . .
34) Schwerin 1. M..
35) Oldenburg .
36) Braanschweig
37) Bremen . . .
38) Zamhurg . . .
39) Gtraßhurg 1. E.
40) MCH . .
9654 ' 40 3613 . 90 9190 90 99 699 1 90 4349 _ 50 6710 1 70 7254 * _ 1689 - 60 4475 : 10 4777 J 40 15195 ; 90 8861 . 60 8285 * 30 14 788 40 7537 90 11476 , 30 8749 € _ 10 060 ; 50 4001 * 90 6952 ; 60 17097 . 80 8543 | _ 33 272 . 80 15 816 : 50 6389 . 50 4092 ; 60 45 661 60 1973 ; 30 18 440 . 20 44 961 : 90 20 927 ; 20 6603 : 10 13 439 ' 30 2944 10 4344 :* 80 5930 .? 20 17759 ? 50 87 951 , 90 17 482 . „ 2388 x 50
108 492 50
20751 I 10 7296 z 80 17 044 :“ 40 179998 110 9120 , 90 13346 *20 15 421 : 30 3603 ; 30 8802 740 8119 Z' 29516 (90 18002 F 70 15 679 Z 20 "25 781 , 30 18361 , 60 24077 |30 20120 50 19772 ;80 6696 *- 14132 | 60 32292 Z10 12 928 ; 10 61206 L 32 772 7 50 12015 ;30 8421 | 40 89 670 , _ 3753 20 36461 *80 92523 '70 40117 L 70 13 217 Z 20 25 785 4 80 6250 - 10 9014 30 10 876 , 80 37 912 * 60 167 629 80 32 811 : 90 5904 F90
/
1 1 » 1
10536 1 60 4351 ; 40 8652 1 70
560 * 668 ; *799 k *
28 194 731 64 ;“ 553 ; 251 673 | ' 1769 * 1058 F 374 1 2019 : ' 5 127 2019 ' 711 660 552 371 355 499 2420 2624 203 25 469 901 295 770 696 2374 ' 468 431 48 16 723 3 000 3 045 1 080 376 |
20191 7965 ; 17843 . 208192 =* 4040 ; 30 8389 ; ; 80 13410 . ; 60 14 867 , ; 90 3351 ; ' Z 60 9475 * : 10 9888 ; . _ 30574 ; * 60 17 628 = s 20 17698 , “ . 90 30908 , 80 16341 5 ; 40 23365 1 -. 50 19 460 ? ' 10 265 “ 20 20325 _ 3065 80 7067 7535 5 40 14488 1 15 694 ; _ 32791 - 6805 ,- 40 15348 ; 30558 ; 50 63831 ; 17159 20 32 975 Z 5600 1 _ 11989 x “ 4798 1 70 8891 44910 30 90571 ; 2075 = 80 4049 „ 17 250 1 80 35 691 1 46 865 z 10 91827 * 21565 ; 30 42492 - “ 7082110 13685,- 12777 ,- 80 26 217 . 3354 : 30 6298 * 4685 1 60 9030 3 5670 |_ _ 11600 , * 17152 80 34 912 ; 82723 *» 10 170 675 16410 | 50 33892 ; ' 3140 ; 40 5528
|++1++++++||4++1+++++++1|1++|+++1|+1+++1
1895-
fteigerungen im W696 der Zwan Svollstreckung nur eine S16U6r 0011 höchstens" 1,50 „45 zu erhe 611. *
_ Ahg. 511111116 (fr. 10111.) hegründct6 s6in6n Antrag mit einem -H1nw619 11111 Vcr1tcig6r11ng6x1 19011 kommunalem Eigenthum, 561 WWW St_n Gem61ndch6am16r als Protokollführer fungiert. D1616r könne mcht als offsntltcher Beamter im Sinne der vorltegenden Bestimmung angesehen w6rd611, sondern r65räsenti€re nur die Versteigernde G6U16inde.
Finanz:Minister [)r. Mi q 11 6 [:
M61ne H6r16n! Es li6gen zwei Anträge Vor.
Was zuvörderst d611 Antrag des Herrn Vorredners hetréfft, so 11151516 115 das hohe Haus bitten, demselben nicht heizus11n1m6n. Der OSN? Antragsteüer geht, 9161156 ich, von der irrigen Vorausseßung aus, daß bisher dieser Stempel heiZwangIdersWigerungen nur 1,5094 hstragen 511116. Das ist irrig. Wir haben 71616 ck des Reinerlöses abzüglich der Kosten «hohen; also nicht der inn6r6 11101611696 WMH, sondern das Erg6hn1ß d6r Zwangßversteigerung war die Grundlage der pro- z6ntual6n Besteuerung mit Z. N1'1n meint der Herr Vorredner, es werde dies 6 Zwangshersteigerung d0ch besond6rs zu h6günstigen sein. Ich 96116 zu,
623 344 60 - 61152 ; 40 21604 90
Summe 1 11. Bayern 111. Württemberg .
630 390 _
46 524 67
1253734 123645 * 44 061 ;
1207210 60 123578 40 45536 „ _
62 493 30 30
22 456 | 70
|4-+
UEherhaupt 706 101 90
Berlin, im IUni 1895.
715340 | _
90
1474 [| 40 |
+ 45116
1421441 ? 1376325 -
| 1
Haupd-Buchhalterei' 569 NeichsSchaßamts. B 16116 r.
Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten.
73. Sißung vom Mittwoch, 12. 311111.
Ueber den Beginn der Sißung ist „estern berichtet worden.
Auf der Ta esvrdnung stand die ortseßung der zweiten Berathung 569 tmurfs 611169 Stempelsteuergeseßes.
Bei der Tarifposition 5 der Vorlage _ antichretische Verträge werden analog den Pachtverträgen (mit einem 5Zehntel vom Hundert) versteuert _ beantragte der Abg.
rause (nl,), fte unter der Rubrik „Sicherstellung von Rechten“ 11th der W6chselskala (von 50 „Z bis zu 5 „75 steigend) zu 116116116111.
F1nanz:Minister ])r. Mique [:
M61116 Herren! Ich bitte S16, d611 Antrag abzul6hn6n. Die Lrgislatoren VON 1822 haben, glaube 1111, ganz gute Gründe gehabt, 11616 antichr6tifch6n Vkrträge steuerlich w16Pach106rträge zu thandeln. 6111 reiner Pfandhertrag [1691 hier nikht Vor; 69 handelt 114) hier nicht 6116111 11111 die Sicherung 6111611 Fordernng, sondern d6r an11chr6tische Vertrag giebt dem , Gläubiger das Recht, das Ohj6kt zu s61n6m 619611611 Vortheile zu 3611116611. Er zieht die Frücht6, und die Einnahm6n, die er aus dsm Objekt bekommt, trägt er allerdings ab auf Zinsen, hkziehungs1VS1s6 a1110111116rtfi6. Der wirthschaftlichen Natur dieses Vertrages steht 6111 Pachtvertrag, Welcher gleichfalls d6m Pächter das Recht giebt, das O'bjekt zu s6in6m Vortheil zu bMUZLU, weit 1111er Wi? dem 16111611 Pfandvertrag, einer Kaution gewissermaßen für 61116 bloße Fordsrung. In einem solchen Vertrage liegt das Recht der Nutzung zum 6igen6n Vorth611 in keiner Weise.
Nun hat diese Behaüdlung des antichretischen Vertrages auf Grund dss alten Stempelsteuergeseßes von jeher bestanden, zu wesentlichen Be- 1_chwerden nicht geführt; warum soU man also an dieser Sache etwas andern “.“ Als Jurist kann man ViLÜeichf dies 611 Vertrag unter den Begriff des Pfandr6chts bringen, obwohl er doch ein Verjrag besonderer Natur ist im Gebiet des Pfandrechts; aber wirthschaftlich steht er, MF gesagt, dem reinen Pachtverhältniß weit näher wie dem reinen SlÖUheits- oder KautionSderhältniß. Ich bitte daher, den Antrag abklilebnen.
Ick möchte noch darauf hinweisen, daß es fich hier um 61n6 „"ÖÜZÜM Finanzfrage handelt, wo gar kein (Grund vorhanden ist, "* dlesém Falle auf die Einnahme, die der preußische Staat von den “_"tichkktischen Verträgen seit dem Jahre 1822 bezogen hat, zu ver- UMM; denn ein besonderer Druck kann in solchen Fällen, wie ich fie gleich "MUM werde, nicht entstehen. Wir haben FäUe gehabt, das; ganze Berg- Werke, wo es sich also um Millionen handelte, in antichretiscbe Nußung einer
dritten Person 138985811 find. Hi6r in Berlin komn16n derartig6 anti- chr6tisch6 Verträge bci Häus6rn auch vielfach vor; es find große Objekt6, und es ist k6i116 Veranlassnng 96965611, da irg6nd 61116 56- sond6r6 Besch1196rd6 und Belästigung bisher nicht gefühlt und darüh6r besondere Klag6 nichl geführk ist, 111 dieser B6z16hung irgend 61116 AMderung zu machen. _ Ich hitte also, 69 1161 d611 Kommisfions- h6schlüff6n zu belassen.
Abg. Krause bestritt, daß es sich hier um große F1nanzau§fäll€ hax1d6le,_da 616 Zahl d6r antichretischen Verträges 61116 auß6r0rde11tlich 96111196 161.
Dcr Antrag des Ab . Krause wurd6 abgelehnt und die Position mit dem 111015615011 angenommen, 561 der Tarifßeüe „Pachtverträge“ darauf zurückzukommen.
Zu TarifstcUe 8 (AuflassUngcn 11. s. WH stellte der Abg. Jansen (Zentr) einen dem bLkSits zu arifstell6 2 Abs. 7 angenommenen Antrag analogen Abänderungßantrag.
Adg.Krause-Kön1g§her,z (ul.). richtete an die Regierung, d16 Frag6, dh, wenn in 61n6 G6seÜfchatt etwas 9161169 eingebracht werde und d16s6 Einbringung 111 Vermög6n60516kt6n hes16h6, d16 schon auf 0911111“ 611169 VOkZEleUskn Veräußerungsdcrtrags mit S16mp6l her16h6n 161611, auch noch auß6rd6m der für den Fall 6011 N696111hringung6n vorgeschr16b6n6 Stempel b6zahlt wrrden müffc.
Finanz-Minister O1“. Miquel:
Ich kann die Auffassung des Herrn Dr. Krause 5611711111611.
Abg. Noelle (nl,) sprach fich gegen den Antrag Jans611 aus.
Finanz-Minister 1)r. Miquel:
Ein sehr 6rh6511ch6s B6d6nk6n würden wir uns616rs6112 (1611611 den Antrag des Herrn Abg.Jan16n nicht zu 6rh6hen haben, denn wir find darüber einig, daß wir 111 diesen Fäklrn eine Doppélb6st6uerung nicht 113011611. Es kann aUerdings 111 solch6n Fällen, wo der Vertrag nach der Auflaffung geschloffen ist und nun die 14 Tage yersäumt w6rd6n, möglicherweise der betreffende Kontrahent um das Recht der An- r6chnung kommen.
Der Antrag wurde hierauf angenommen.
Nach der Nr. 9 des Tarifs (Auktionen) soll von Be- urkundungen von Versteigerungen nicht 11 den unbeweglichen Sachen gehöriger Gegenstände durch 5 entliche Beamte oder durch gewerbßmäßi 6 Auktionatoren 1/3 vom Hundert des Ge- sammterlöses nach dzug der Kosten erhoben werden.
Die Abgg. Freiherr von Zedliß und Neukirch und Krause-Waldenburg (fr. konf.) beantragten, hinter die Worte „öffentliche Beamte“ die Worte einzuschalten: „insofern diese nicht als Vertreter der Korporation, in deren Dienst fie an: gestellt sind, handeln“.
Abg. Jansen (Zentr) beantragte, für Zwangsver-
daß 111616 Fä116 Vorkommen, wo die Zwangsversteigerung den Zw6ck hat, jemanden zur Realisierung seiner wohlhrgründ6ten Forderung zu Verhelfen. Daß ah6r auch 51616 ZWangs196rst6igerung6n vorkommen, d16 111 k6iner Weise besonders zu h6günstigen smd, das brauche ich nicht Weiter auszuführen. (Sehr richt1gk rechts.) ES“ giebt aber auch viele Aliktionen, die nicht im Wege d6r gerichtlicth Zwangsver- steig6rung stattfinden, die ebensowohl unt6r d6m Druck eines ge- wissen 3111011969 11611611. Eine solch6 Unterscheidung kann nach meiner Meinung dah6r nicht zutreffend sein. Ich würde bitten, diesen An- trag ahzulehnxxn, dLr auch durchaus nicht ohne erhebliche finanzielle Bedenken ist und 1130 die 1613196 Vorlage an dem besteherndrn Rechte nichts änd6rt.
Was den Antrag des Ahg.Krause betrifft, so muß ich «617731111611, daß hier aUerdings 6111 b6fonderes Verhältniß Vorliegt, welches wohl in_Erwägung zu z16hen wäre. Jin allgemeinen hat der Herr Abg. Krause mit Recht darauf hingewiesen, daß nach der Auffas1ung der Staatßregierung der Grund der Besteuerung hier das Zwischen- tret6n eines Vermittlers ist, d6r 61n eigenes ProtÖkoU 1":er H3nd111ng6n, die Dritte interesfieren, aufnimmt. Nun hat man bisher aüerdings 111 der Praxis dann, wenn ein wirklich angestellter 2366th einer KOMMUUL dieses Protokoll aufnahm, mit Rücksicht auf seine 6176111111116 Sthung als Beamter 6111 solches Verhältniß als vorliegend angenommen. Große Unzuträglichkeiten find daraus auch den Ge- meinden nicht entstanden, weil wohl 111 dem meist6n Fällen wirkliche Pr010k0116 überhaupt nicht aufgenOMMLn worden find. Man kann ja sagem, daß solche Beamten doch nicht 6ig6ntlich den Partei6n, nam6ntlich den Verst6igcrnd6n kaeinden g6genü56r 013 Dritte zu b6handeln find, W611 fie hier fungiereén in ihrer Eigen- 7chaft als V6rtret6r d6r G61n6111d6, ohwvhl 116 als Beamteöffentlicben Glauben 116913611. Ich will daher in d1616r B6ziehung keinen ent- sch16d611611 Widerspruch enkgegenseßen; 5011 61n6r großen finanziellen Jmportanz ist die Sach6 aber auch für di6G61116ind611 nicht, 111611 611611, 1916 g6sagt, 111 den meisten Fällen wirkliche Protokoll6 über de':- artiTe V6rst6ig6rung6n 0011 Hölzern, Gras 11. 1.111. kaum aufgenommen Wur 611.
, Der Antrag der Ahgg.Freiherr von Zedliß und Neu- k1rch und Krause wurde angenommen, dev Antrag Jansen abgelehnt. “
u Tarifsteüe 10 Aus 61:11 1111 611 “ ' Scl)r1771111111561)?2 erklärte( auf f61116 Jlnfrch dxsonNYYOZhLYLZ der Fmanz: inistcr [)1'. M10uel: *
Joh 91.111196, ich kann d6n H6rrn Vorredner beruhigen. Die Be- stimmung, das; 0116 Urkunden 1111161 dem Werthts von 150 «44 frei find, 56116171 fich natürlich auch auf AusfertigungM. Ich habe doch recht V6rstand6n: man 1161111619161, 69 könnte möglicherweise d16s6 B6- schränkung hier nicht Play gr61f611. Sie findet aber 561 011611 Ur- kunden, f0lgl1ch auch 1161 Ausfertigungkn statt. E: liegt hier 61111: wesentlich6 Verminderung d6r Einnahmen der Staats- kaff6 Vor gegen die bi§h6r1g6n Vorschriften; denn in Zukunft find .Aquertigungen' nur wirkliche A11§f6rtix111ng6n Von vorhand6n6n Urk1111d611, während hish6r d6r sterr-rrlmäßigc' Bkgriff 5011 Ausferti- gungen (1116 Urkunden umfaßte, 116 111 irgrnd 61116r fcicr11ch6n Weise, 11116 1111111 111 unklarer Weise zu sagen Pfiegt, 11011 irg6nd 61n6r Behörde (1ng611611. In Zukunft find Ansfcrtigungen nur wirklich6 Wieder- 51'1U11J1'11 111 amtlicher Form 17011 Urkund6n, Welche h6reits 611sti6ren.
_ Nach Pofition 11 unterlie en Ausü 6 aus den 5116110175611 Verhandlungen, am_tg[ich gethZten Vüch6rn7lk5762 Jmtzrn Und ?)kechnuygen, 11161111 ste für Privatpersonen auf ihr 5lmuchcn ausgeferngt werden, einem Stempel von 150 „49 Besten find 016 auf Geburten, Heirathen, Sterbefälle u? s. m.
bezüglichen A1tszüg6 aus amtlich geführten Büchern und
Standeßre isxern. Abg. 5 169 (Zentr) heantragt6, hinzuzufügen „deSgleichen
Abschriften, Aus 11,6 und B6 61111 an 611
bei der KatasteerrZUltung 116761161166n gSchr11713s111ck261117“aus den F1nanz=Minist6r ])r. Miquel:
G6gen den letzterem Antrag 5056 ich nichts zu erinnern, er ist eine redaktionelle Verbefferung.
Was dcn Antrag d69 Hcrrn Abg. Mies betrifft, so 111öcht6 ich bitten, denselben, wenigstkns so, wie er 96116111 ist, nicht anzunehmen. Einmal wirft er hi6r56rsch16d6116P0s1110n6n durcheinander: Abschriften, AuGzüge und B6sch61nigung6n; d16s6lb611 enthaltsn verschiedene Positionen, und die ganze Bestimmung würde an fich 1116 Gesetz gehören und nicht hierher. Zweit6ns heißt es „aus den bei der Katast6r56rWaltung heruhmdsn Schriftstücken." Das ist auch nicht ganz zutreffend; es müßte heißen: „aus den yon der Katasterverwal- tung amtlich geführten Schriftstücken", das heißt aus solchen Schrift- stücken, die aus der Thätigkeit der Katastervexrwaltung hertwrgehen. Endlich ist der Antrag auch nicht nothwendig, weil in der Grundsteuerordnung akle Verhandlungen, die “fich auf die Fort- schreibung der Grundsteuer und GLhäudesteuer 561165611, und
die Abschriften und AuSzüge aus d6nselben schon für frei