1895 / 146 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 21 Jun 1895 18:00:01 GMT) scan diff

1887 im Namen des Reichs den Grundstein gelegt hat, _ die unmittelbare Verbindung der deutschen Meere _ steht vollendet vor unseren Augen. Ein betedtes Zeugniß deutscher Tbatktaft und vater- ländiscben Jleißes, ist es entstanden, begleitet von der hoffnungs- freudigen Tbeilnabme aller Glieder des Reichs unter dem sichtbaren Schuße des Himmels, dessen Gunst wäbrxnd dcs Baues vom Vaterlande jede Störung des Friedens ferngehalten hat. Und wenn Wir bqeute mit hoher Befriedigung die Erwartungen der Erfüüung nabbr geführt sehen, welche das Reich an die Herstellung einer für die Zwkcke der Kriegs- und Handelsfiotte ausreichenden Wafferftr'aße zwischen Nord- und Ostsee geknüpft hat, so gereicht es Uns zu besonderer Frkude, daß Wir umgeben von dem erlaucbten Kreise Unserer hoben Verbündeten in Gegenwart der Vertreter des Volks und unter der danke'nswertben Betheiligung dcr Abgesandten befreundeter Mächte, dsrxn Geschwader Wir in Unserem erstkn, ibnen gastlicb geöffnetem Kriegsbafen willkornmen [)xißkn, diese Straße dem Vérkehr übergeben können. Wie Wir Ls als die vornehmste, Von den Vätern überkommene Pflicht Unseres Kaiserlichen Amtes betrachten, durcb Erhaltung des Friedens die Er- rungensckpafien dex deutschen Stämme auf dem Gebiete der nationalen Wobifabrt, Freiheit und Gesittung in „ihrer Weiteren Entwickelung sicherzusteücn, so halten Wir fest an dem Bestreben, der vater- ländischen Arbeit im heißen Wettbewerb freie Bahn zu schaffen und sie zu schüyen Vor den ka0th ibrss Verriss. Aber nicht nur dem Vaterland und seinem Handel, seiner Schiff- fabrt und feiner Webrkraft soli der Kanal förderlich sein. Indem Wir ibn in den Dienst des Weltverkebrs steklen, eröffnen Wir neidlos allen seefabrttreibendcn Völkern die Tbeilnabme an den Vortheilcn, Welch seine Benußnng gewährt. Möge er, em Friedenswerk, allezeit nur dem Wettkampfs der Nationen um die Güter des Friedens diensibar sein! Indem Wir befehlen, daß der Kanal für die Sckyiffabrt aller Völker geöffnet werde, woÜen Wir zugleich, daß an der Stelie, an welcher derselbe in Unseren Kriegsbafen mündet, ein Dknkmal errichtet werde, welches der Nachwelt Kunde giebi von der durch Uns in Gegknwart Unserer hoben Verbündejen vollzogenen denkwürdigen Eröffnung der nenen Verkcbrsftraßex. Mit diesem Denkmal wünschen Wir zugleich 8111011 Theil des Dankes abzutragen, den das deutsche Volk dem großen Kaiser schuldet, welcher bor nunmehr fünf und zwanzig Jahren die deutschen Stämme zu einem ewigen Bunde geeint und in weiser Voraussicht das jetzt vollendkte Werk begonnen bat. Der reiche Segen, welcher das Walten des unvergeßlichkn Kaisc'rs begleitet hat, möge auch auf diesem Werke ruhen!

Gegenwärtige Urkunde baben Wir in zwei Auschrtigungen mit Unserer Allerböcbfteigenbändigen Namensnnterschrift vollzogen und mit Unserem größeren Kaiserlichen Insikgel versehen lassen.

Wir befehlen, die Eine Ausfertigung mit den dazu bestimmten Schriften und Münzen in den Grundstein des Denkmals niiderzuiegén, die andere in Unserem Archiv aufzubervabren.

Gegeben Holtenau, den 21. Juni 1895.

W il !) e l m. Fürst zu Hobenlobc.

"._.-“___"-

„[ (einschlie lich der kreditierten Beträge) an öblen und ge- meinschaftlichen Verbrauchssieuexn omie andexcr EMF nahmen im Deutschen Reich fiir die eit vom 1. April 1895 bis zum Schluß des Monats Mai 18.5: _ Zölle66969 062014 (gegen denselben Zeitraum desVorjabrs + 11202315 “(E), Tabacksteuer 1 238 018 ck16 (_ 82 862 „W), uckersieuer 12000810 014 (+ _1652 769 014), Salzsteuer 146 455016 (+ 249 901 514), Matscbbottich- und Vranmwein- materialsteuer 2470100 .“: (_ 787 038 „(H), Verbrauchs- abgabc von Branntwein und usch1ag zu derselben 18 953 551 „(4 (_ 667128 946), raufteuey 4783 224 «. (_ 79 428 014), Uebergangsabgabe von Bier 588 654 „44 (+ 22337 „FH); Summe 113149874 «14 (+ 11510866 014). Stempelsteuer für: &'Werthpapierx 2 879 312 „Fé- (+1 757 513,44 , 1). Kauf: und sonstige Anschaffungsgeschäfte 3608 439 „14 + 1702 371 „FH), 0. Loose zu: rivatlotterien 573638 „44 + 180 619 „E), Staatslottericn 1 7460.14 (+ 501604 (46), Spielkartenstempcl 185296 „(6 (+ 6158 046), Wechsel- ftempelsteucr 1421442 014 (+ 45117 „(la), Post- und Tele rapben-Verwaltung 47 583 917 „48 (+ 3922 634 «W), Rei s-Eisenbabn-Verwaiiung 10 914000 „14 (+ 512000 «(€). Die zur Reichskaffe gelangte Ist : Einnahme abzüglich der Ausfuhrvergiitun en und Verwaltungskosten beträgt bei den nachbezeichncien 'nnabmcn bis Ende Mai 1895: Z5110 57 478 625 «14 (+ 7787371 014), Tabacksteuet 1259 031 M- (_ 238 595 014), Zuckersteusr 15 750 2754/14 (+ 223 096 „FH), Salzsteuer 7 112 825 «14: (_ 68 549 016), Maiscbboiticb- und Branntweinmatcrialsteuer 3225 493 „(Ci _ "81293 M:), Verbrauchsabgabe bon Branntwein und uschlag zu der- selben 18 076 888 «14 (+ 593 013 314), Brausteuer und Ueber: gangMbgabe von Bier 4568 247 «(ck (_ 48396 «(H ; Summe 107471384 „46 (+ 7 157 553 046). _ Spie artenstempel 271850 „46 (+ 52338 ckck).

Pa mcisung der zur AnschreibunZ gelanHtcn Einnahmen

Der neuernannte Kaiserliche Botschafter bei der Hohen Pforte, Wirkliche Geheime Raik) Freiherr von Saurma: Ieltsch ist in Konstantinopel eingetroffen und hat die (Ge- schäfte der Botschaft übernommen.

Nach einer telegrapbischen Meldung an das Ober-Kom- mando der Marine ist . M. S. „Hyäne“, Kommandant Kapitän-Lieutenant Bachqm, am 20. Juni in Port Elisabeth angekommen und beabsichtigte, an demselben Tage wieder in See zu gehen.

sachseuo ' _ Ihre Ma'estäi dic Köni in cmpfin gestern Nachmittag in der Villa Étkehlen Ibis K*Lnigliche Hobeit die Prinzes sin Friedrich Leopold von Preußen, Hörbstwelchc zur Zeit zum Besuche Ihrer Hoheit der Herzogin zu SchieLwig-Holstein in Dresden weilt. Später sichiic Ihre Maxstät ins König-

Freiherr von Chlumeckt)

. & Württemberg. '

Der Finanz-Minifier Dr. von Riecke hat 111 der Kammer der Abgeordneten einen Nachirag zum Etat eingebracht, der durch Aenderungen im Reicbxhanshglt (Erhöhung der Matrikularbeiträge um 160000 „44 abkugxtch eines bereits genehmigten Etatssaßes „Quartierkostenen schad:- gung von 60000 016“), durch den, Noihstand des Jahres 1893 (Verlän erung der Anlehensfxist bis zum 1. De ember 1897, und 1 000 „46 zurd UdntexckxtudßnnFl FF (1333710111?! LFÜiftii li en Geno enscha en un ur ie e e ' IYni 1895, ffwelchefbinxn Kredit von 400000 016, vorbehaltlich nachträglicher Genehmigung der Verwendung, erfordert, vex- anlaßtnqrden ist.

&

Oesterreich-ngarn.

n der etri en Sißung des österreichischen nge- ordnJetenhiJiT-seß gab der neuernannte Mmrster-Prafideni Graf KielmaUSegg die nachfol ende Erklarung ab: _ Das nkue Ministerium bat die " usLabiZ, die“ [anfeziden G01chafte bis zur Konstituierung eines definitiven Kabinets zu fuhren, hiernach ist Vor allem der gere eite Gang des Staatshaushalts sicher zu stelixn. Das Ministerium, deFen neue Mitglieder Beamtx sind, erklnnx „im stärksjkn Maße die Notbwendigkeit an, bebuis ordnungsmaßiger Gebabrung des Staatshaushalts die Budgetberqibuug zum" Ab- schluß zu bringen. Um hierfür die nötbige 3311 zu gewabren: wird der Finanerinifter noch beute die Gescßsntwurse, betreffend die Forterbebung der Steuerabgaben und die BestrEitung des- Staats- aufivaxides während des Monats Juli überreichen. Ich bitte dabei, die Regierung bei Erfüüung ibrer schwierigen Aufgabe im allgemeinem Staaisintereffe wohlwollend unterstüßen zu wollen.

Der Ab . Herold stellte mit'RÜckficht guf die Notb-

wendigkeit, Faß das Haus nach einer derartigen Erklarung des neuen Ministeriums sofort Siebung nchnixn musse, den Antrag, die Sitzung abzubrechen und in_der nachsten Si ung die Debatte über die Erklärung einzuleiten. _ Der Prei ident erwiderte: angesichts der Erkin: rungen des Vorsißenden im Ministerraih und der Notbwendig- keit der Stellungnahme der verschiedenen Grnppen dxs Hauses schließe er die Sißung und beraume die nachste Sißung auf heute an. Der Antrag Herold wurde abgelehnt. Der bisherige Finanz-Mmister ])r. vdn'Plener ver- abschiedete sick) gestern von seinen Beamten miteiner Aniprache, worm er als besonders ungünsti das Zusammentreffen der politischen Krisis mit der Obstruktionstakiif der_ Opposition bx zeichnete, da dadurch die SteUerreform Wieder ins Stocken gx- raibensei. Er hoffe, daß es seinem Nachfolger gelingen werde, die Reform im Herbst um Abschluß zu bringen. Die Verhandlun e_n' mit der ungariscZen Regierung über die Banknoten und 30 weitere Einlösung der StaaTSnoicn seien im (Han e;. die Valuta:Neform schreitc langsam, aber sicher foxt. Die inter- nationale Regelung der Zuckerprämien sei als nacbster Züng zu eryoffen. Er hinterlasse an Kaisenbeständen 13 Mi ionen freies (8010, welches durch Valuta:Geseße nicht gebunden sei; er Hinterlasse also mehr, als er Übernommen hab?.

Der Klub der vcrcind ten deutschen Linken sprach

in seiner gestern Adcnd abge?) Ministern Dr. von Plener und- Gra! Wurmbrqnd- Stuppach, xmnz besonders 0er dem er teren, als seinem hochvcrdicnien Fiiiner, wärmsten Dank und Anerkennung aus nnd versicherte dieselbe'n seiner ungetheiltesten Sympathic'n.

In der gestrigen P(cnarsißung der ungqrischen Dele- gation wurde das Budget des Ministeriums des Aeußern in General: und Spkzialdebatte genehmx t. Zille Redner hoben die friedliche Bedeutung des Dreibun s

ervor.

Großbritannien und Irland.

Im Unterhause erklärte gestern der Generql-Post- meister Morte , er habe verfügt, daß alle Angebotszirkulare, welche zum Kan von Lotterieioosen aus fremden Ländernein- Lüden, nnier offenem Umschlag in das betreffende Land zurück- zusenden seien, aus welchem sie kämen.

Frankreich.

bespricht in einem „Ein Friedensfcst“ be: Rede des Deutschen Kaisers babe nici“)! nur in sehr trefflicben Worten vom Frieden gesprochen, sondern habe demselben einen wahren Dithnrambus gewidmet. Die Worte des Kaisers hätten den richtigen Ton gebabi; man habe gefühlt, daß der Kaiser ergriffen gowesen sei. und denUempfundenen Emdruxk treu wiedcrchebcn Habe. Die zivilinerte Welt _werde Mit Freude die Rede aufnehmen, welche der Kieler Feier den ge- ziemenden Charakter verleihe. Die „Liberté“ tellt fest, die Rede des Kaisers habe einen derart stark betonten friedlichen Charakter, daß sie überall mit Recht einen lebhaften Eindruck hervorrufen müsse.

Der „Temps“ iiiclien Artikel die vorgestriqe und führt aus: Der Kaim

Rußland.

Die Kaiserin:Witiwe hat, wie „W. T. B.“ meldet, gestern den Kaukasus Ukrlaffcn und sich in Batum nach Odessa eingeschifft. Der Grdßfürst-Thronfolger begleitete die Kaiserin bis zur Bahnstation Borsbom.

Italien.

Der Senai nahm gestern die Adresse zur Beantwortung der Thronrede an. _ In der Deputirtenkammer erklärte der Präsident Villa, daß er nach sorgfältigsten Erhebungen dic Usberzkugung gewonnen habe, daß bei sämmtlichen Ab- geordneten, welche an dem gestrigen beklagenSwertben Zwischenfall mehr oder minder theilgenommen hätten, cin einmüthiÖes Gefühl des tiefsten Bedauerns herrsche. Cibrario und enossen brachten darauf einen Antrag ein, welcher thunli ste Ver- Zchärfung der Disziplinarbestimmungen er (He-

chäftsordnung verlangt, wonach rubestörende Deputirte auf einen bis zehn Tage ausgeschlossen werden können. Dieser Antrag wurdc_mit allgemeiner Zustimmung der (Ge- schäftSordnungskommisston überwiesen, welcbe dkmnächst bc: richten wird. Sodann wurde die SiYung gcscbloffen.

Spanien. In dem gestern in Madrid abgehaltenen Ministerrat!)

erwähnte, wie „W. _T. B.“ berichtet, der Minister-Präsideni Canovas del Castillo die Rede des Deutschen Kaisers bei

Zaftbarkeit des Bund es

' erkennen ,

altenen Sitzung den scheidenden '

' Der Nationalrath» hat Zestem die unbeschränkte

ur die Verpflichtungen der dsb nk be lo en.,

unTZeraStärsiYerffath hat ,die vom BundeSrath. vorgez-

schlagene Verfassungörevisixon, welche dns gesatnmte

Militärwesen dem Bunde übertragt, fast unveranderi Mit 30

gegen 12 Stimmen angenommen.

Türkei- » 2le Montag Abend hat,- nach einer Meldung des „W. .

note an

die Botschafter Englands, Frankreichs und Rußlands gerichtet, worin sie erklärt, da

sie dis Vorschläge

führung der Bestimmungen des Berliner Vertrags an- wünsche aber, daß, gewYe Punkte der vorgeschlagenen Reformen noch einer „erathung unter- zogen würden. Schließlich spricht die 51310th die Zoffnung aus, daß in keinem Falle der Souveranitat und utorität des Sultans irgéndwre Abbruch Jeschehen werde. Die Botschafter Englands und Rußlands ba en sich gxstxxn bei dem französischen Botschaftex Cambon,welcher bxttlYerig 1ft, eingefunden und beschlossen, die von den Pforte m orschlag gebrachte Veratbung anzunehmen. Diese Antwort wurde

gestern der Pforte übermittelt.

Griechenland.

Der Minister-Präsideni Delyannis hat gestern der Kammer das berichtigte Budget vorgelegt.

Schweden und Norwegen. Nach einer Meldung des „W. T. B.“ aus Christiania wird der König, da die Neubildung des norwegischen Ministeriums gescheitert ist, heute von dort nach Stockholm zurückkehren. Amerika.

Einem in Madrid verbreiteten Gerücht zufolge wärw der kubanische Insurgenienfiihrer Maximo Gomez gefangen genommen worden.

Parlamentarische Nachrichten.

Bei der am 18. d. M. im 3. Kösliner Reichstags- W a l) [kreis e (Köslin, Kolberg-Körlin, Bubliß) vorqenommenen Ersaßwahl erhielten, dem _„W. T. B.“ zuiolgc, von Gerlach kons.) 7087, VLUOlf (fr. Vg.) 4663, LW (Soz.) 2418 und aasck) (Nntiscm) 1582 Stimmen. „Es Ut somit eine Stichwahl zwischen von Gerlach und Benoit erforderlich.

Entscheidungen des Reichsgerichts.

Wirkt jemand vorsätzlich anf den WiUen eines anderen'in der Weise ein, daß dieser etwas tbnt, was eine Beschädigung xeiner Gesundheit zur Folge haben, kann und auch tbatsachitcb hat, so ist nach einem Urtbeii des Reichsgericbjs, 17. Strafsenais, vom 30. November 1894, der Einwirkende wegen vor- sätzlicher Körperverlsßung zu bestrafen. _ Ein Lehrling war durch den Befehl feines Meisters dazu gebracht wordxn, ein nnbollständig aeriinigtts Stück Darm zu Essen, und der Lehrling erkrankte 'in olge hiervon. Der Meister, welcher sich bei seinem Befeh b-sWußt ewesen, daß das Vcrscblucken des ekelerrßgsnden Gegenstandes (_:ine_ rkrankung des Lébr- lings verursachen könne, wurde wegen Vorsaßlicher Kbrperverleynng verurtbeilt. Die Revifion desselben Wurde Vom Reichßgericht ver- worfen, indem es begründend ausfübrke: .Es unterliegt keinem recht- licbcn Bedenken, daß der objektiVL Tbatbeftand einer Körperverleyung nicbt eine unmittei are Einwirkung _an den Körper eines _anderen erbeischt, daß das vielmehr in der Weiie Ver- übk werden kann, das; entweder ein Dritter als Werkzeu- znr Verursachung einer Körpkrverleßung benußt, oder da der zu Verleßende selbst durch Täuschung over sonstwie. durcb recbZS- widrige Einwirkung auf seinen Willen dazu gebxacht wird, sich eine Körperverleßung zuzufügen. Und in letzterer Hinsicht ist nicbi er: forderlicb, daß ein Widerstand gigen die rechtswidrige Einwirkung ank dM Willen unmöglich ist. , .. Dcr_so fcstizestsllte Eventuaidolns genügt, die verursachte GLsUUÖHÜTSÖLiÖädigUMT als eine vorsatzltch verübte anzusehen. Nicht notbwendig ist, daß der Angeklagte kik) Erkrankung des Lebrlings als eine notbwendige Folge )emes Thuns vorausgesehen bat.“ (3937/94)

Vergeben

Statistik und V0lkswirthschaft.

Statistisches Iabrbuch für das Deutsche Reich.

In dem soeben erschienenen 16. Jahrgangs des „Statistischen Iabrbucbs für das Deutsche Reich“ schlikßen sich die einzelnen Tachcn durchaus an diejenigen des vorigen Jahrgangs 1894 an undkbilden eine Fortsk ung derselben; nur im Abschnitt [ „Gebietseinweilung und Bevölxrunß" sind zum tbeil Aenderungen in der Anlage der Tabellen erfolgt, wii- das in jedsm Iabrgang geschiébt, um den be- sondexs reichsn Stoff der Bébö1kerungs-Statistik nach und nach ans vericbiedenen Gesichtspunkten zeigen zu können.

An Versicherungen des Materials, gegenüber den vorhergehenden Iabangen, find folgende zu erwähnen: im Abschnitt 11 (Bewegung der 5 evölkerung) ist eine Uebersicht iiber die Eheschließungen, Ge- burten und SterbefälLe seit 1841 binzuaefüat; irnAbschnitt 711 (Ver- kehr) eine solche über die Länge und SÖiffbarkett der Waffenstraße"; im Abschnitt 111 (Verbrauckpsbereckpnungen) eine Berechnung uber den Verbrauch bon Getreide und Kartoffeln; und als ein ganz neuer,?lh“ schnitt (2117111) werdcn meteorologische Nachweise gebracht, die 17! knappster Form die wichtigsten'FakMen .der Witterung, wslcbc aus die Ernten nnd die Gesundheitsverbältniffe von Einfluß sind be“ handeln und hoffentlich zu einem blsibcnden Bestandtbeil des Zabr- bucbs gemacht werden können. _ .

An Kürzungen sind nur zu erwabnen: im Abschnitt 117 (VW“ stand) die Fortlassung der im vorigen Jahrgang egebenen_ ?rk nungen über die Bewegung des Viebstands und sein Verbaltmß zn Areal und Bevölkerung _ dafür sind Angaben über den Werth des Viebstands gemacht _ und im Abschnitt )(18 (Schußgebiete) W Fortfall des beschreibenden Tbkils , dsr fich auf die Erwerbung und Begrenzung der Gebiete bezog und im vorigen Iabraqng- wo zum ersten Mai ein Abicbnitt über die Schußgebiete erschien, wohl am Platz war, abkr nicbt jäbrlich wisderbvlr zu werden b_ra11chf-„

Unter den Ueberschriftcn der Tabeüen ist regelmaßtg dre QMM für, die Angaben des le ten Jahres bezeichnet“ für: die weitere Orientierung übEr den Ur vrung der Zahlen und “Für die „Verfol UW

derselben in den ausführlichen Verb entlicbungen ist ein Que “,'“

dem Festmahl in Hamburg und hob deren friedlichen

liche Lustschloß zu Pillnis über.

Charakter hervor,

Nachweis ge eben. _Bisber beschränkte sich das Literatur-Verzeichmß [ auf eine sytematijche Uebersicht über die Veröffentlichung?" de

B.“ aus Konstantinopel, die Pforteeine Verbal- _

der Mächte annehme, Sie müsse die Verpflichtung zur Aus- *

Eintbeklung des Iahrbuchs an für diejenigen bier- behandelt nicht im Kaiserlichen Statistischen Amt sind dies folgende: Abschnitt 171 ' Waarenzekxchen; 711, 1 bis 4: Post und Eisen

Kaiserlichen Statistischen Amts; Ykii . e enstände,

Unfall-, Invaliditäts-' und Altersversickoerun Veterinärwesen; 117111: Meteorologiscbe

S ußgebiete. ck Um für

; )(711

diese eben bezeichneten Gegenstände

Auswabl und Richtigkeit der Nachweise sicher ITU fein, mußte das

_ eichs- und Staats- bebörden, in deren Geschajtskreise fie liegen, in Anspruch nehmen. Diese ist ibm überall mit dankenswertber Bereitwilligkeit gewährt

Statistische Amt zum tbeil die Beihilfe der

worden. '

An graphischen Darstellungen sind dixsem Iabrbiuh fünf bei- gefügt, von denen vier IUustrationen zu Ab1chni117111 (Auöwättiger

Handel) geben und die fünfte zu Abschnit! 21111 (2.

das Anibeilsverbältniß der Deliktsarten an der Gesammt-Krimiiialität

veranschauliäpt.

Zur Arbeiterbewegung.

Ueber den bier in Berlin und Umgekzend ausgebrochenen

Ausstand der Töpfer (vergl. Nr. 145 d. B |Voff' tg'. in der Danach sind im Ganzen verbeiratbet und 163 ledig. nach dem Tarif Von 1886 anerkannt, sodaß im wird. Innungsbkschluffes die Forderungen ankrkannt.

)

Die Töpfermeister, zahlten , baben Ganzen bei 24

von Morgens 7) bis

zu Aniang dcr Wie demselben Blatt unter dem 18. d,M

weil die Arbeitgeber ihre Forderung um Nachlaß der elfsiündigen täglichen Arbeitszeit nicbt bewill Ausstand umfaßt 11er 700 Maurer.

Aus Charleroi wird der Berliner „Volks-Ztg.“ unter dem estrigen Tage berichtet, daß auf mehreren dorti en Gruben p[ößlich ein

,usstand ausgebrochenist. 5000 Bergleute aben niedergele t. Der Ausstand, welcher seinen Grund Lobnerbö ung hat, droht, ein allgemeiner zu werden.

Kunst und Wiffensthaft. In die Z

Heidelber als Mitglieder eingetreten. Es md ferner ernannt: zu Ehrenmitgliedern des Instituts

erlin,

zu ordentlichen Mitgliedern die Herren Louis Duchesne HiUer von (Gärtringen und August Kalkmann in Berlin, Iulius Lange in Kopenhagen, Erick) Pernice in Greifswald, W. M. Flinders Petrie in

_ die Herren O. N. art ,in Lausanne, Antonio

in Rom, Adolf Erman, Friedrich

London, éermann Winncfeld in Berlin, zu orrespondicrenden MitCZliedern

Askitis in Chalki, William

Casilli in Rhodos, ranz Cumont in (Gent,

Lyon, Halil Edbemnn Konstantinopel, Maurice Hoüeaux in Lyon, Alfred Körte tn Konstantinopel, Emanuel Manolakakis

in Karpathos, Ferdinand Noack in Darmstadt, in Grandhomc (Aberdeenshire), Stylianos Rhodos, Sam Wide in Lund.

Der Schriftsteller Jules Lemaitre ist, wie dem „M. T. B.“

unter dem gestrigen Tage aus Paris gemeldet wird, der Académie francaise gewählt worden.

Land- und Forstwirthschaft.

Saatenftand in Preußen nm die Mitte d Juni 1895.

Umdie Mitte des Monats Juni berechtigte Saaten in Preußen nach den Ermittelungen des Kön ichen Bureaus zu folgenden Erwartungen (Nr.1; NT. 2: eine gute, Nr. 3: eine geringe, Nr. 5: eine sebr weizen 2,6 (wie im Mai d. (wie im Mai), Winterspelz 2,4 roggen 3,1 (im Mai 3,4), Sommerroggen

Immergerste 2,6 (im Mai 2,5),

geringe Er

2,9

Erbsen 2,9 (im Mai 2,7), Kartoffeln 2,5 (im Mai 2,7), Luzerne) 2,0 (im Mai 22), Wiesen 2,1 (im Mai 2,3)

Diesen Ziffern smd in der „Statistischen Korresp Bemerkungen beigefügt;

Die WitterunqsverbältniYe sind im wesentlichen rockenbeit hat im Osten angehalten;

sollte nicht bald sich Regen einsieUen, fo erjcbeinen daselbst insonderheit _ Unterbrochen wurde die Durre nur durch einige am 11. Juni niedergegangene Gewitter, die aber nicht genügten, um die durch die audeößrrende Hive or die Provinzen Ost- und Westpreußen, Pommern und Posen unter dem Aus den Regierun sbezirken Frankfurt,

blieben wie im Vkai. Die

die Sommersaaten ernstlich gefährdet.

ursacbten Schäden wieder gut zu machen.

Mangel an Niederschlägen. PoiSdam und Liegnik wird zum größeren Tbe' fxu gemeldet. Weitere Kla en über zu große Trockenheit auch aus der Provinz burg, laut. Der ganze Westen hatte, einige Veri

sLnbuimen, fruchtbares Wetter. Häufige Gewitter brachten dort Agiebtgen Regen, verursachten aber auch durch Ueberstclbpwkmmung zum e Im ganzen Staathebiet- ist nach den am 11. Juni niedergegangenen Gewittern die Temperatur wesentiicb e-

odkr éagelschlag in einzelnen Bezirken

unerbe lichen Schaden.

funken; 43 Vertraucnsmänner melden für die Zeit

]5-„Juni Frost. Beschädigungen fanden statt durch wolkenbrucb- arttJen Regen 27, durch leichten Hagelschlag 36, durch s-hweren 12,

durch Frost 43. 13 Mal angerichtete Schaden ist

Die Provinz ann.;ver wurde 1 Provinz

selben aber in er

von 12 nieder egangenen agelwettern 6 anrichteien, war ies in der F

der „erste und vierte Berichtsbezirk (Re terungsbezirk OSnabrück).

inkficberung nichts gedeckt sei, hkk Erklarung finde. das; dc'r Berichtsbezirk ?"? vexbagelt Zei. Der Berichterstatter

"11 gleichen Kre

ergeftellt wird; und zwgr 4;- Patente, Feixbüßte Muster und

a neu“ . und Kreditwesen; _)(111, 1: Oraanisation und Geschäfte, der Gerichte; )(17, 1 bis 3: Kriegswesen; 2117, 1: Reichs-Etat; 21171, 2 und 3:

acbweise; FLF, 1 bis 3:

mittbeilt, Vorgestern in einer Versammlung bei eberstraße, die von etwa 800 Personen besucht war, berichtet. 407 Töpfer ausständig;

jeßt

. , Firmen Auch drei Innungsmeister *baben trotz des gegentbeiligen ' ' Ueber die ArbeitSzeit faßte die VersammlunJlemen Beschluß, wonach dieselbe aufs Kenaueste ' bends 5 Uhr innsgebalten werden so . Z

Schluß wurde noch die Unterstüjzungsfrage dabin erledigt, daß für die «rst? Woche keine Unterstüßung gezahlt und für die fernere Dauer des Ausstands die Höhe der Unterstützung in der nächsten Versammlung

olgenden Woche festgesetzt werden soll.

, aus Meran in Tirol gemeldet wird, haben die dortigen Maurer die Arbeit eingestellt,

. entral-Direkiion des Kaiserlichen Ar logischen Instituts find die .Herren Professor Loesch e in Bonn und Ober-Bibliotyekar Professor Dr. Zangemeister in

_ Seine Durchlaucht Fürst Radolin, Kaiserlicher Botschafter in St. Petersburg, und Herr Humbert, Unter-Staatssekretär im Staats-Ministerium in

eine mittlere (durchschnittliche),

J-), Sommerweizen (im Mai 2,1),

Hafer 2,6 (wie im Mai)

achsen, zumal dem Regierun sbezirk Merse-

2, die Rhein- Vom Hagel chlag betroffen; der durch den- , steter Provinz Ubebltckoer als in der zuleyt genannten; während in größeren , , beinprovinz nur tn einem bezirk - Jübcb (3) _ der Fal]. Am schwersten heimgesucht wurden des Kreises Bersenbrück ; Der Berichterstatter des erfteren Bezrks beziffert den Schaden auf 1000000 „14, wovbn durch eine Versäumniß, die

s sch'yt d' 1) lt Fr IS USM YZ“? e a teveragee äeau _ a und theilt mit,daß „Alles bis auf den Grund“ verhagelt sei. - Vom

es ein vollständiger, sich an die, endet Quellen- acbweis auch

deren Statistik

1T: Geld : Medizinal- und

der zweckmäßigen

Küminalftatistik)

rvurde, wie dix Nieft, 244 „sind die früher nicht den Tarif gearbeitet

um

einer Stunde an igt haben._ Der

bxreits die Arbeit in verweigerter

äo-

P. Dissard in

W. R. Paton Saridakis in

zum Mitglieds

es Monats

den Stand der tglichen Statisti- eine sehr gute, Nr. 4: Winter- 2,6

Winter- Mai 2,8),

nie):

(im Klee (aucb

ondenz“ folgende

dieselben ge-

ver-

allen leiden

chtbares Wetter werden dagegen

tsbc'zirke aus- nicht

vom 12. is

Haunsber

Schaden Berichts-

darin

bisher noch

Frost am meisten betroffen wurde die Provinz Brandenburg; doch be- schrankt sich der Schaden auf Kartoffeln,_ deren Anbgufläcben an Braak- und Wiesenrändern bel en sind.. In einigen Theilen Westfalens hat auch Buchweizen vom rost gelitten. _ Wahrend über Infekten- scbäden nur selten beri tet wird, sind die Klagen über das Ueberband- nehmen des Unkrauts um so größer. In einzelnen Berichtsbezirken uberziebt Hedericb weite Flächen chr Sommersaaten. .

Der Winterweizen zeigt einen befriedigenden Stand; nur in den östlichen Provinzen ift derselbe kurz geblieben und zum tbeil stark verunkrautet. In den Regierungsbezirken osen, Breslau, Magde- burg, Merseburg und Hildesheim ist der interweizen häufiger, in den übrigen Regierungsbezirken weniger von Rosi befallen.

_Der Winterroggen hat fast durchgehends eine vorzügliche Ylutbe ?ebabt; sollte die Witterung für die Ausbildung der Korner gunstig ein, so dürfte der durch die Auswinterung verursachte Schgden theilweise wieder aus eglicben werden. In dem rößeren Tbetl der östlichen Provinzen sin allerdings die Aebren kurz ge lieben; aucb droht der Roggen steüenweise infolge dsr anhaltenden Dürre notbreif zu werden. In der Mehrheit der westlichen Bezirke bat der- selbe dagegen lange, gut ausgebiidkte Aehren und verspricht einen guten, oder wenigstens mittleren Ertrag. Mehrfach haben die im _Westen niedergegangenen Gewitteiregen Lager Verursacht, so besonders in der Provinz Hannover. Vereinzelt ist auch Windbrucb beobachtet worden. Im aÜgemeinen hat sich der Stand des Roggens etwas gebessert. Vor alLen Dingen lauten die Berichte aus den beiden Regierun sbezirken Stettin und Köslin, “welcbe tm Maibericbt mit den'céchleZtesten Stand zu verzeichnen batten, etwas erfreulicbér, wenn- glei diexNote für Roggen in diefen beiden Bezirken noch erheblich unter 'Mlttkl bleibt. Nur ein Berichterstatter aus dEM Kreise [??Mbimilm meldet, daß der Roggen während der Vlütbe Frost gebabt

a en 0 .

, I)ie Sommersaaten Lind im Osten durch anbaliende Trocken- bzxtt tm Wachstbum zurückge alten worden und werden im Westen vielxrorts durch Unkraut überwucbert; in den links der Elbe gelegenen Bezirken steht die Sommerung im allgemeinen aut. _ Was die ein- zelnen rucbtarten betrifft, so scheint die Sommerger sie die Trocken eit am wenigsten gut vertragen zu haben; stellenweise wird dieselbe gelb, und mim befürchtet, falls die Niederschlä 2 noch lange ausbleiben, zum theil Mißernte. Im Westen verspri t Gerste eine gute M1ttelernt0. In einigen Berichtsbezirken der Provinzen Sachsen und annover richtet der Drabtivurm Schaden an.

er Hafer l_eidet unter Unkraut, besonders Hederich, welcher Lanze Leider überzieht. In den Provinzen Ost- und Westpreußen owie ojen gehen Hafersaaten von Tag zu Tag mehr zurück und zeigen bin und wieder bereits Brandstellen. Aus der Provinz Schleswig und den Regierungsbezirken Hildesheim, Arnbberg und Cassel kamen Klagen über Wurmfraß.

Die Kartoffeln sind fast ohne AuSnabme gut und gleichmäßig aiifgegangen und bqben zum großen Theil schon bebäufelt werden konnen." In'dxr Zeit vom 12. bis 15. Juni haben in auen Provinzen Nachtfiostx einigen Schaden angerichtet; doch dürfte fruchtbares Wetter denselben in Kürze wieder ausbeilen.

' Besonders erfreulich lauten die Berichte über den Klee und dis W ie s e n. Zwar ist der Klee in einigen östlichen Bezirken kurz geblieben und bat die Hoffnungen nicht erfüUt, die man im Frühjahr auf ibn zu sxßen berechtig_twi1r; dafür aber liefern andere, besonders westliche Be- zirke Kleeertrage, wie seit Jahren nicht. Vielfach ist der Klee schon geschnitten, zum tbeil auch schon geerntet. Hin und wieder Wird im Westen, der Wunsch nach beständigetem Wetter laut, bannt dxr reichliche Erkrag auch gui geborgen werden könne. Das Gleickpe gilt von den Wiesen. Im Osten find dieselbkn, ob- wohl fie a_nfangs einen uten Ertrag versprachen, infolge fehlender Niederschlage im Wachst um zurück ebliebe'n und zeigen wenig Unter- aras; in dem weitaus größeren Tbei des Staatsgebiets liefern dagegen besonders boxh gelegene Wiesen ganz ungewöhnlich große Erträge. Mehrfach wird allerdings das Einbringen des Heues durch häufige Regen- und Gewitterscbauer beeinträchtigt. In den an der Elbe und Havel gelegenen Bezirken sieben auch jetzt noch Wiesen unter Waffer.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten uud Absperrungs- Maßregeln,

Bukßarien.

Zufolge Beschlusses des bu gotischen GesundbeitSratbs find die seinerzeit gegen Herkünfte von Konstantinopel angeordneten Quarantäne- maßregeln aufgehoben worden. (Vergl. .R-Anz.“ Nr. 39 Vom 13. und Nr. 48 vom 23. Februar 13. I.)

Handel und Gewerbe.

Tägliche Wagxngestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind 'am 20.d.M. gestellt 11585, nicht rkcbtzeitig gesteUt keine Wagen. ' In Obcrscblcsten sind am 19. d. M. Zesteuj 3677, nicht rech!- xcitig gestellt kein? Wagen.

Zwangs-Verfteigcrungen.

Beim Könißlicben Amtsgericht 1 Berlin standen am 19. Juni die nach ezeichnsten Grundstücke zur Versteigerung: Kay- bacbstraße 27/28, dem Landwirt!) R. Maas gehörig, Nuyungs- wertb 11 140 „14 Mit dem Gebot Von 156 300 „14 blieb das Fräulein B. Langenbeck zu Berlin Meistbietende. - Yorkstraße 54, dem Architekten Gust. Ros etty geböxtg. Meistbietender blieb der Maurkr- meister Herm. Stay, VeUe-Aüiancestraße 100, mit dem Gebot von 306000 «16 _ Scharnhorst straße 20 und Kielerstraße 19, dcr Frau M. Zöllner gehörig. _Nußun Swertb 9070-14 Meistbietende blieb mit dem festgeseßten geringsten ebot Von 9000“ die Preuß. ypotbe'ken - Aktienbank zu Berlin. _ Putbuserstraße 24, dem Architekten R. von Stojentin gehörig. Nußungswertb 6650 .“ Mit dem Gebot von 109 400 „ja wurde der Kaufmann Georg Pinoff, Königstraße 55, Ersteher.

_ Berliner Wollniarkt, 20. Juni, Abends. Es ist auf dem offenen Markte bis zur Mittagözeit sehr ruhig geblieben, nur einzelne kleinere Abschlüffe wurden noch gemacht, ebenso still Jing es auf den Stadtlageru zu, der Markt ist omit als beendet zu etrachten. Em Posten von ca. _2602 kJ, wel er noch heute früh rnit der Nordbahn kam, wurde nicht mehr zu Lager genommen. Es Fugen im (Ganzen zum biefi xn Markte ein per Eisen- bn 6284 tr., per Achse oder son iger Gelegenbeit ca. 2000 tr., zusammen 8 4 Ztr. gegen 7422 Ztr. in 1894. _ Die Zufu ren betrugen 1893 11200 Zit., 1892 18170 In., 1891 10121 Ztr., 1890 12 676 Ztr., 1889 16 920 Ztr., 1888 23 305 Zit., 1887 20981 Ztr. und 1886 14804 In. _ Käufer waren namentlich abrikanten aus Werdau, Neudamm, Forst i. L., Wittstock :e. s wurden- für Schmuywoüen' durchs nittlicb 36-44 „14, für Bauerwoaen 92-100.“ gezahlt. Germgere ucb- i_md Stoffwollen brachten 95-110 „46, mittlere 112-125 „14, allkerfeinste 145-155 „14 _ Börse zu Dusseldoxf._ (Amtlicher Kursbericht vom 20. Juni, aufgestellt unt_er Mitwirkung der Börsenkommission.) (Berechnung in Mark fur 1000 kg und, wo nicht anders bemerkt, ab erk); _ Kohlen und Koks. 1) Gas- und Flamm- koblen: Gaskoble fur LeueYtLasbereitung 10,00- 1100, Generatorkoble 10-11, Gasflammförd _o le 8,20_9,20; 2) Éeükoblen: Förder- koble- 7,50_8,50, melierte beste Kohle ,50 -9,50, Koks- koble 6,50_7; 3) um ere Kohlen: Förderkoble 7_8, melierte Kohle 8_10, Nußkob e Korn 11 Anthracit) 18,00_20,00; 4) Koks: Gießeretkoks 13,00-14,50, Ho ofenkoks 11,00, Nu koks, gebrochen 13 75-15,50; 5) Briquets 8,50-11,00. _ rze; 1) Robspatb 7, 2) Spatbeifenstein 9;50-10,50, 3) So- mkMostw f. o., b. Rotterdam _, 4) nassauischer Rotbei enstein unt ca. 50 0/0 Eisen 800-8,50, 5) Rasen e franko _. _ Ro - eisen: 1) Spiegeletsen 18. 10_12 % Mangan 51,00, 2 wei -

trabliges Qualitäts - Puddelrobeifen: a. rheinisck) - w tfälis e sMarken, b. Siegerländer und 3) Stahleisen je 43-44 „14 mit

racht ab Siegen, 4) en lisches Veffemerxisen ab Verscbi ngs-

en _,_, 5) spani ches Beffememsen Marke dela ojf. Rotterdam -,-, 6) deutsches do. _,_, 7), TbomaSeisen frei Verbrau stelle 46,00, 8) Puddeleisen (Luxemburger Qualität) 36,00, 9) englis ,es Roheisen ,Nr. 111 ab Ruhrort 55,00, 10) Luxem- bur er „Gießereieisen Nr. 111 ab Luxemburg 45,00, 11) deutsches Gi erxieisen Nr.] 63, 12 by. Nr. 11 _ 13) do. Nr. 111 54, 1? do. Hamat1t63, 152 spants es Hämatit Marke Widela ab Ru rort 71_72. _ Sta eisen: Gewöhnl. Stabeisen 102_105. _ Bleche: . 1) Gßwöbnliche Bleche aus Flußeisen 110-115, 2) Keffelblecbe aus Flußßism 120-125, . 3) Keffelbleche aus Schweißeisen 150-165, 4) Jnktheche 115-125. _ Draht: 1) Eisenwalzdrabt -,-, 2) Stabl- waz ra _„-.

_ Die nächste Börsenverfammlung zu Essen findet am Montag, den 24. Ium,1895, Nachmittags Von 4 bis 86 Uhr, statt.

_'Die Gesgmmtemnabmen der Pfälzischen Eisenbahnen im Mai d. I. beliefen sich auf 1922 556,68 „jk ge en 1884 029,65.“ in demselben Monat des Vorjahres. In den er ten fünf Monaten dieses Iabres betrugen die Gesammteinnabmen 8576 291,67» 014, 6126,18 «js- mebx, als in der gleichen Periode 1894.

- Vexriebseinnabmen der Sacbsiscben StaatSeifenbabni-xi. Nach vorlaufiger Aufstellung wurden im Mai d. I. vereinnahmt: 2684 448 „14 un Perßonenverkehr (_ 571 278 „15 gegen den gleichen Monat des Vorjahres 5 347 617 „46 im Güterverkehr (+ 623 315,34), 451 350 „44 aus sonstigen Quellen (+ 70142 „je; , 8483 415 «x(. im Ganzen (+ 12217924). In der Zeit vom 1. anuar bis 31. Mai d. I. wurden vereinnahmt: 10 584 728“ 016 im Personenverkehr (_ 602 690 „,“: gegen den gleichen Zeitraum des Vorjahres), 24 780 897 «16 im Guterverkebr (+ 1710185 26), 2124 375 „ck aus sonstigen QueUen (+ 202 216 „x), 37 490000 „46 im (Hanzbn (+ 1 309 ?_11 046).

_ _ Sachs_ische Rentenvers_icherungs-Anstalt zu Dresden. Aux das Gxschaftsjabx 1894 kann die Anstalt, obwohl die allgemeinen wirtbscbaftlicben Zustgnde andauernd nu?,ünstig geblieben sind, mit Befriedigung zuriickblicken. „Zwar ist ei dem Stande dss Geld- marktes tm Berichtsjabre eme Erböhung des Zinsfußes der bei der Anstalt in Betracht komnienden Anlagen nicht zu erzielen gewesen, vielmehr mußten öfters Zinsfußcrmäßigungen bis zu 4% Zu estanden werden; der Durchs nittSzinsmß der Anlagen ist jedo kaum merklich dabon berü rt worden; er betrug 4,0127 0/0 gkgcnüber 4013190 im Vorjahre. Dieses günstige Ergebniß Wurde baupl- säcblicb dadurch erzielt, daß im Jahre 1894 Wertbpapieraniagen im Gesammtbetrage von1Nom. 438 900 „16 in Hypotheken umgewandelt worden sind. Die 1894er IabreSgesellscbaft ist die vier ,und fünfzigste der bisher überhaupt begründetm und inSgesammt noch bestehenden IabreSgeseÜschast€m In derselben find - abgesehen von einer im vergangenen Jahre eingetretenen, vor desskn Ablauf jedoch vcrstcrbcncn Yerson _ 1075 verschiedene Personen mittels Baarzablungén im esammt- betrage bon 320989 „54, beziehentlick) durch 637 Volleinlagen mit 191100014 und 1599 Stückeinlagen mit 129 889 „44, oder überhaupt 2236 Einlagen im Nennwertbe von 670 800 „FC. berficbert worden. Seit dsm Beiteben der Anstalt sind überhaupt 91591 Einlagen der Anstalt zngefübrt, davon aber bereits wieder 14 029 Ein- lagen aus“ dkm Wege der Schlußabferiignng erledigt worden, sbdaß am Schlusse des Berichtsjabres noch 77 562 Voll- und Stück- emlagxn bestanden, die, sich auf 43 283 bei der Anstalt ver- sicherte Per1oncn vertbeilen. Der zu Gunsten diefes Einlage- besiands angelegte Kassenbestand der Anstalt betrug am 31. Dezem- ber 1894 17 385 026,05 744, ist alxo im Jahre 1894 um 495 436,42,“ ewachsen. Dre Stückemlagcn aller bestehenden Iabresgeseüschaften md im Sammeljabr 1894 um 109_386,35 «44 baare Nachzahlungen und 173 657,20 .“ durcb Rentengutjcbrift vermittelte Nachzahlungen oder 283 043,55 „16 iiberhaupt eivachsen und hierbei Haben die " 852 ursprunglichen Stückeinlagen ?ich zu Volleinlagen ergänzt. Seit dem Bestehen der Anstalt ist überhaupt ein Betrag von 4663 45679534 auf ursprüngliche Stückeinla en baar nacb ezablt worden, wahrend den Stücksinlagen dur Rentenguts riftkn 3406 609,61 „“ zugewachien find. Dic Nußungen der Anstalt im Igbre 1894 Haben nach Deckuna sämmtliche'r Iabresrenten, Schluß- abfertigungen, Verwaltungskoite-n, Steuern und dergl. einen Ueberscbuf; von 114 811,58 „16 ergeben, UllUklI deZen die den einzelnen Mit- gliedern gebührenden Zinsrenten in den abrksbezügcn für das Jahr 1895 erhöht werden konnten. Bus mit 31. Dszember1894 sind über- haupt 3036 253,93 „16 an Jahresüberscbüffen Verwendkt worden. An IabreSrenten find bis Ende 1894 bon der Anstalt insgesammt 952715847 014 baar ausgezahlt wwrden. Zählt man dazu noch die oben auf 3406 609,61 „44 ange ebenen Rentsngutschriften auf Stück- xmlagen, so erbaltnnan als esammtleistnng der Anstalt gegenüber ihren Verfixbsrten seit ibretn Besteben die Summe von 12 933 768,08.“ Zur Erledignn “beziehentlicb Schlußabiertigung sind endlich im Jahre 1894 397 Vo Einlagen, 194 Stückeinlagen, 591 Einlagen überhaupt gelangt. Es sind dadurchk101636,80714 vererbt worden. Insgesammt ist 1611 dkm Jahre 1841 infolge Ablebens yon Mitgliedern die Summe von 1806 823,03 „44 an die Uebdrlsbenden vererbt und zur Erhöhung der „Jahresrenten verwendet worden. Von den Zinsen dcr iesch- Stiftunß, welche seit dem Jahre 1879 unter der Verwa tung der Anstalbste _t, und aus deren Erträgniffxn alljährlich mehrere Kinder durch dtc'biefige Loge zum goldenen Apfel mit Stückeinlagen bei der Anstalt eingekauft werden' sollen, find im Jahre 1894 fün Kinder init ebensoviel Einlagen im Wertbe bon je 90 „M und ein ind mit einer Cinla von 80 „ja eingekanft worden. Bis Ende 1894 find ans dieser tiftung überhaupt 47 Kinder mit zusammen 100 Stück- einlagen bei der Anstalt ylrstchert worden.

. _ Wsirtteuiberaische Staats - Eisénbabnen. Die (Einnahmen tm Mar 5. I. betrugen 3260 847 „44, gegen den gleichen Monat déß Vorjahres 51697 016 webt. Davon entfielen auf dcn PdrsonenVerkebr 1191673 «16, aus den Gütkrverkebr 2069174 „14 Die Einnahmen Vom 1. Avril bis 31. Mai beliefen sick) auf 63795 407 „44, 149 494 ck mcbr als in der gleichen Periode des Vor- 1a tes.

Verdingungen im Auölande.

' Niederlande.

2. Juli, 2 Uhr. Iustiz-Devartement im Haag: Lieferung von Band-kael-W-Stab- und Platten-Eisen , Schraubenstiften und Schraubxn 2c. für das Staatsarbeitsbans in Weenbuizen. Bedin- Znngen l_iegen zur Emsicbx auf dxm Bureau des Ingenieur-Arcbitekten ur Gefangnii e und Gerzcthgebaude im Iustiz-Ministerium auf, wo- selbst auch na ere Aufschlusse zu bekommen sind, und sind bei Franko- Anfragc ge en Bezahlung, von Fl. 0,28 erbältlich bei Gebrüder van Cleef, Bu handler, Sym 28, im Haag.

Verkehrs-Anftalteu.

Bremen, 20. Juni. (W. T. B.) Norddeutscher Lloyd. Der Pos'tdampfer' .KarZsrube', von Ost-Afien kommend, ist am 17. Juni Nachmrttags in „Aden angekommen. Dcr Schnelldampfcr .Fulda' ist am 18. Juni, 1 Uhr Mittags, in New-York ange- kommen. Dxr Posidampfer „Köln“, vom La Plata kommend, ist am 17. Juni, 9? Uhr Abends, auf der Weser angekommen. Dcr Postdamyfer .Oldenburg', von Baltimore kommend, ist am 18; Ium, 72 Uhr Morgens, auf der Weser angekommen. Dcr Reichs-Pystdanipfcr , Danzig“ ist am 18. Juni, 54 Uhr Nach- mittags,'in Kiel angekommen. Der Schnelldampfer .Labn ' ist am 18. Juni, 6 Uhr Abends, von New-York via Southampton nach der Weser abgegangen. Dex Reicbs-Postdampfer „Habsburq' ist am 18. Zum Nachmitta s in Kiel angekommen. Der Neichs-Postdampfkr „Prinz_-Reaent uitpold', nach Australien bestimmt, ist am 18. Ium, 5 Uhr Nachmittags, in Neapel angekommen.

,Hamburx, 20, Juni. (W. T. B.) Hamburg-Ameri- kanijcbe, Pa etfabrt-Aktiengesellsckpaft. Der Postdampfer . Prussia“ ist, von New-York kommend, in Cuxhaven eingetroffen. London, 20. Juni. (W. T. B) Der Uniondampfer

M„Mexican“ ist gestern auf der Heimreise von Kapstadt abgegangen.