1895 / 149 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 25 Jun 1895 18:00:01 GMT) scan diff

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Dentsthe Kolonien.

S Lome an der e des Togö'gebiets wird „dem „W.ATU. B.“ gemeldet, daß ftdie Führer der Togo-Expedttion ])1'. Gruner und ])r. Döring am 23. Zum gesund dasFlbst

angekommen seien.

Oesterreich-U11garu.

ie d terrei i e Delegatioq berith gestern_das MaZnebxdget. chDseé Chef der Marmeftknon des_ Krregß- Ministeriums, Admiral Freiherx von Sterneck exklarte, d1e österreichisch-ungarischen Ingemcure _setxn aUSgezetchnet und ernteten seitens hervorragender auslgrxd1scher Fachleute hokex Lob, ebenso die neuen Sch1f1e. Dx Schnelltg ett beim Schiffsbau hänge von Yen verfugbaren ' Geld- mitteln ab. diesem Jahre wurden noch 311161 nxue Schiffe vom Stapel gelaffert „werden. Mehr kyxme ryan mckzt leis1en. Bei den AuslaUDSre1sen der Krte'gsschtffe wurden 1112 Offiziere den ihnen übertragenen kpxnmerztellen Aufgaben vol]- kommcn entsprechen. Die E1111ch1ffung von_ HandelSagenten auf diesen Schiffen sei unmögl1ch. Das Marme-Budge1 wurde unverändert angenommen. Ferne_r wurden d1e Schluß- rechnunqen für 1893 und cben1o der Nachtr_ag§krekx1t für 1895“ behufs Gewährung von Zulggen an M 111 Wten wohnhafjen untexen Beamxen-Kategonen der gMemsamen Ministerien genehmigt und 1oda1111 1318 Berathung des Armee: 5 11 etc.?» be onnen. ' _ B ngasösJerreichischeAbgeordne1enhaus nahmmsemer gcstrigen Abendsißung eme Reihe von Vorlagen an, dar_un1er die Nothstandsvorlagen fÜr dw durch das Erdbeben betxoffetxen Vcwohner Krains und Steiermaxks, das HandclSuberem- kommen mit Spanien 2c., und erlcdtgtcsodazm 111 der General- debatte die Regierungsvorlage, bejreffend dte Vermehrung des

Fuhrparks der Staatseisenbahncn.

Großbritannien und Irland. _

Lord Salisbury kehrte gxftxrn Abend von Wmdwr nach London zurück. Es verlautet, daß dcrselbe den Versuch zur Bildunq eines Kabinets übernehmen werde. „Man glqubt, das neue Ministerium werde bis morgen zusamxnerxgesteklt 18111. Da-

egen vcrfichert die „Timcs“, Lord Saltsburt) habe den

uftrag der Königin weder gngenmymen n_och abge1ehnt. Er verlange, daß die Liberalen 11ch Hafur verburgtcn, 1316 Budget: annahme zu beschleunigen 11115 dtgParlamethuftosung zucht hinauSzuzichen, doch hätten d1e L1berqletz e1ne solche Z1111ch8Z rung zu geben verweigert. _Daher 181 [US 1281 noch kc1nerle1 bestimmte Entscheidung getxoften. _

Jm Oberhause the1lte' ge11ern Lord Noseherx) de11 Rücktritt des Ministeriums m1t, „Das Haus nahm „?1era11'f 51e Erste Lesung des (Heseßes, betreffend dw Seeßundn chere1 1111 nördlichen Stiklen Ozean, an und vertagte 11ch sodann (1111

eule. „__ h Jm Unterhause erklärte 132,17 Schaßkanzler _S1r W. Harcourt tief bewegt, die Ab111mm11ng 1111111 Fre11ag sei geradezu ein Tadelsvotunx egen 11811_Kr1eg§:M111_1stcr, dkn fähigsten, geachtetsten, 111111111111 ten M1m1tex, dsn es 12 gegehen habe, gewesen. Das Kabmet bejrachte 11ch1 als 1011dar11ch mit dem KriegS-Minister und „13008 deshalb 121112 Ent- laffung angeboten, die von dex Komgm angenommen worden sei. Das Kabinet werde du?: zur _Ernennung des neyen Ministeriums im Amt bleiben. Er_131tte Has Kaus 1111x,_ 1eß1 die dritte Lesung des Gefeßes, betre11end du: SeehundZWcheret im Norden des Stiüen Ozeanfs, _anzunehmerz. SU" . arcourt dankte schließlich für 1112“ 1Hm_zutk)e11 gexqordene nterstüßung und für die unveranderlube Courtorfte der Opposition. Balfour unterzog 1,1611 Entschluß, dxs Ka: binets einer Kritik und meinte, es wurde, dem konst1tUt10n§llen Regime mehr entsprochen Haben, vgs qulamcnt aujzulvsey, als die Bürde, die Geschäfte zu erledtgcn, Oer „Opposxnon (1111: uerlegcn. Das Haus nahm hierauf 1312 511116 Le111ng der 111 über die Seehundsfischerci an und vertagtc 11ch dann bis eute. _

le?Der Dampfer„Tan1ann Castle“, _an 11211811 Bordx fick) Gladstone befindet, ist gestern Vorm1ttag vqn derxzahrt nach Kiel wieder auf der Hohe von GravWend cmgetrorfen.

Frankreich.

Anläßlich drs Jahrestages Yer Ermordung" des Präsidenten Carnot wurden 112112111 111 allen großerc_n Städien Frankreichs Gedächt111ßgottcsdt_cn1te abgehalten. D1e öffentlichen und v'xele Pr1vat-Gehaudc_ hatten Flgggen auf aäbmast gehißt. Zn Par.»; 1and Vormutags eine edächtnißfeier im Pantheon statt, an _ryelcher der Präsident der Republik Faure, _ Yer Prandcnt . des Senats Challemcl:Lacour, der Prandent der Dcp1xttxtcn- kammer 231111011, die Minister, die Vertreter der au§w_art1gen Mächte, Senatoren und Dcputirte theilnahmen. D1e1elbxn begaben fick) in feierlichem Zuge zu dem Grabmal Carnots, wo der Zug um 101/4 Uhr eintraf. Ter Yafident Faure legte ei-ncnKran aufdaSGrabmalvicder mitden 'ortcn: „JmNamen der Repubéik lege ich an dem Tage, welcher 1112 Trauer de_s Vater- [anch erneuert, diesen Kranz auf das.(§rab des Prafidenten Carnot nieder.“ Eine überaus zahlre1che VolkSMenge hatte sich an den Eingängen des Pantheon_ cingcfuyden. 11111 1 Uhr fand auch in der MadeleinxKircbe „cm): (Gxdychtmßfewr 111111, welcher der Präfident Faure, Ca11m1r-Psr1er und zahlre1che Notabilitäten beiwohnten.

Rußland.

Die KaTserin-Wittwe 111, wie „W. T. B.“_bertchtct, gestern Abend aus dem Kaukasus 11ach_ Petkrhof z::ruckgekehrt. Der General-Admiral (811013111111 Alex1s Alexandro- witsch begiebt fick) nach Liban, woselbst er von dem Ver- weser des Marine-Ministeriums und dem Kommaqdwrcnden der Truppen des Wilnaer Militärbezirks erwartet 111111). Der armenis che Kath o l,1_kos 11111 heute von St. Peters: burg über Moskau die Heimrcqe an.

Italien.

Im Anfang der gestr'gM Sißyng dcr _De'putixteq- kammer, welcher der Ministcr-Präsrdent Crtßpt . sonne d1e

_ Übrigen Minister beiwohnjen, crmnerte Jmhrmngan dcn Jahrestag der Schlachten von_ Solfermo_ und, San Martino, welche den Beginn der Vc1re§11ng Jtal1en§ btlchcn; er entbiete infolgedcffcn dcr fran 0111111211 3111111111 emen Gruß. Der Präsident Villa 1 1013 11ch'namens der Kammer dem (53111132 variani's an. Werauf wurde

B1“: eidebaite b onnen. In Beantwortung einer Anfrage desdJadikalen Déepßutirten Colaxanni erklärte der Handxls- . Minister, daß die Verhandlungen wegen_ Abschlufxeßs eme_s andelsvertrags mit Rußland fyrtg est wurden. as d1e Zandelsbeziehungen mit Yankret „etreffe, 1131 erinnere er daran, daß Italien den „ertrag zmt_Frankre1ch erst dann ekündigt Yabe, als es dte Gemßhett erlan 1, hatte, _daß ?ankrmch denselben kündigen wolle. De_r mister fygte hinzu, die französische RegterunY habe die Absicht Jtaltens ekannt, jeden Vorschlag, der ayf eV_erbefferung der Handels- Zeziehungen mit Frankreich MYM wurde, gut_ aufzune'hmxn. Hierauf gab Vovio eine arung ab 1111er eme ne_u11ch tm „Secolo“ erfolgte Veröffenüichyng Cavallotn S_gegen CnSm, und fragte, was Cavallott't und 'CUSP'L zu thun gedachten, da es noth-« wendig sei, dieser Situgttqn e'm End? zu machen., Rednew fra te die Kammer, ob ste 111 dtesem _Smn zßu be1chl1eße11 bs: ab chtige. Der Präsident V11la erklarte, da , wexm 111 d1eser Angelegenheit ein Antrag emgebracht werde, dteser der_ e- schäftSordnungsmäß-igen Behandlung uxuerzogen Herden mu . Wenn dies nicht geschehe, dann konne er mcht zu e_ben, daß der Redner weiter spreche. Cavallottt _ e [arte, Bovio habe seinen Namen genannt _er habe „daher das Recht in eigener Sache zu sprechen.“ Der. rastdent thl_a verwetgerte ihm das Wort, worauf 1111) w1chen Cavqüotit, welcher_ zu reden verlangte, und dem Prä tdenten, der 111111 unter hefnYer Bewegung und großem Lärm des Hauses d1eses Necht „e- stritt, eme Diskusßon entsyann, m deren Verlauf 11ch der 'Präsiden1 bedeckte und d1e_S1Zu1_1g fUSpenpterte. Nach einigen Minuten wurde d1e Stßuyg . Meder auf 1»- nommen. Der Präsident Vill_a , verkund1gt€ sodgnn :e Anfrax Bovio's an CrisPi beézugltch der Veroffentl1chunge11 Cavalßotti's. Cavallotti ver angie aberxmals das W911 W eiaener Sache. (Großer Lärm und Wtdersprucl) „bet der Majorität.) Dcr Prästdent V1lla bedecxte 11ch wredxrholt und erklärte, dies zu thun, weil der Depunrte Czwallottt dax- auf bestehe, reden zu 1111111611. Nach kurzer „Zen wurye_ d1e Siyung abermals aufxenommen. Der 911,1n1ster_- Prastdent Cr1§pi erklärte, er wei e die Anfrage_B_omos zuruck, worauf Bovio erwidcrte, er habe kei_ne personl1che Frage aufwerfen wollen. Hierauf wurde die Stßung geschlossen. Gestern Abend fand e_ine von 241 Deputirten besychte Versammlung der Ma1ori1ät des Parlaments 11att. Der Minister-Präädenl CrisPL htelt unter hrausendem Berall eine Rede, worin er erklärte: der Schmuß 1e1ner_Ge ner konne ihn nicht berühren. Die (Gegner onten d1e erathung der Finanzvorlagen verhindern, er, aber wolle der traurigen Lage des Landes _em Eqde , machen. Die Majoritä1 werde dank ihrer ruh1 en Arbxn "emen _voll- ständigen Sieg davontragen. Nack) dex ede CrlSpl's erklarten mehrere Tepu11rte cinmuthig, man muffe'den Gegnern Sta1_1d baltcn. Unter lebhaften Dankes: und Be1fal1sbezeugungen fur CrisPi wurde die Versammlung geschloffen. , In den Wandelgängen der Kammer, verlautetei, d1e Majorität werde heute einen Antrag embrmgen, nxor1n als Antwort auf die Veröffentlichung CavallotU's CrtSp1 das voÜste Vertraucn ausgesprochen werde.

Die Stimmzäblung für die am Sonntag in Rom vqr: genommenen Munizipalwalen hat estern begonnen; dte- 12152 111111) wahrschcinlicb heutegm LFU e des TJ es Zu Ende qefübrt werden. Soviel- slch b1sher' ubersehen 1a 1, md alle 32 katholischcn Kandidatkn und 48 [1brraleKandtdaten gewählt worden. -

Zn “Verona wurde gestern der Gedenktag'der Schlacht bei 'S an Martino feierlich begangen. JmBemhause 111118111: eine “Messe zelebriert. Vertxeter der 311111; und Mtluar: behördcn 111111 VreScia, ver1ch1edene Vereme 13011 Veron'a und Brescia sowie ein Batailwn Jnfanteme und_ 1116 Besucher der Kriegsschule, welche einen Kxanz moder- iegtcn, nahmen daran 111811. Reden wurden xncht gxhaltcevn. Ems große Menschenmenge. wohnte der Fetxr ber.. *zn Mantua wurde der 25'äyrtgc Gedenktag an d1_e Err1cht1mg der BeinbäusLr zu Solfjerino .und San Martmo ge1e1e_rt. Der französische Konsul hielt 8111? Ansprache und legte 1m NÜMLU semer Regicrung einen Kranz 111de1".

Spanien.

Der Kriegs-Minifter Hat erYlärt, die nächste, au1 dyn Dszember fallende Heercsrekruttcrung _werde schon 1111 Oktober vorgenommen werden. Alsvaw wurxden .neue _Ver- stärkungen nach Cuba abgshen; auch wsrdc dre er1te Re1croe einberufen werden. _ ' ' _ _

Dic Tcputirtenkammer Hat _111 cmer 515 heute nul) 21/2 Uhr währenden Sißung das Budget angeno mmcn.

Türkei.

Aus Athen wird dem „W._T. B.“ berichiet, 'auf erta sei zwischen Bauern und türki1chen _Soldqten em bluttger Streit auSgebrocbcn, wobei 8111 Offiztkr, mer Soldaten und vier Bauern getödtct worden 121211. _ .

Die in Sofia erscheinende „Prawo“ publtzrert Depeschen Über einen Kampf dcr türkischer] Truppen m11 emer Bande Revolutionärer 1111 D111rikt_ Palanka. Das bereits signalisiertc Gefecht (11ehe dtc g€11r1ge Nr. dz Bl.) solle danach fünf Tage gedauert habe_n, Am'leßten skettag habe eine andere Bande, 45 Mann 11ark, bex Kratoxoo Wit türkischen Truppen und BaschihozukH c1nex1 Zu1ammcn1toß_ ge- habt; die Jnsurgentcn hätten 11ch 11111 gczucktcn Messern c1nen_ Weg durch die 112 umzingelnden Turken gebghnt. Emc ander: weilige Bestätigung dieser Meldung liegt mcht vor. _

Der Sohn des Königs Menelik von Abesstnien ist 111 Konstanjinopel eingetroffen; derselbe begrebt fich zur Begrüßung des Kaisers von Rußland nach St. Petersburg.

Serbien.

Wie in Belgrad versichert wird, beabsichtigt die_ Re, ierung, die Skupschtina zum 6. Juli nach Belgrad emzu erufcn.

Bulgarien. Ter bulgarische Agent in Konstantinopel Dimitroff ist mit zweimonatigem Urlaub in Sofia cmgetroffen.

Schmeden und Norwegen.

Aus Christiania bcrichtet „W. T. B.“, es verlaute daselbst, der beircffende Nuss chuß des Storthmg habe be- antragt, das Budget der Konsulate und des Axußern„_5arunter den Betrag. für die Wiener Gesandtschaft und dre von Schweden im leßten Jahre für das Budget des Aeußern gemachten Aus-

4 - “erika. . Der den Botschafter Freiherr,von Thiemann wurde, wie „HMT. B.“ meldet, g ern. m Wasknngton. durch den Legations-Rath Freiherrn von . etteleßrdem Staatssekretär des Auswärtigen Ol'ne vor estellt. D _ Botschafter mixt, dem Präfidenten Cleve and ein Beglauwgungsschretben tm Herbst d. J. überreichen. * '

Asten. Eine Meldung des Neuter'schen Bureaus“ aus Peking

„vom 22. d. M. theilt mt, daß der VertraJ, welcher das

Zollabkommen zwischen Yünnan und den ranÉsischen Besißun en in Ton king regelt, daselhst am .d“. M, von den ertretern C inas und rankre1ch_s unterzetchnet worden sei. Die Städte Meng und uto 1e1en an Frank: reich abgetreten worden.

Afrika.

Das britische Auswärti e Amt hat unter dem 23. d; M. aus Sanfibar eine Depes 1: erhalten, wonaclxN ber emem Angriff auf die Streijkräfte Kabaregq's der ajor Cun: ningham und der Zaupxmann Dunmng verwundet worden Yen, als 1ie den 5 ngrtff in emem chnoe auf dem Fusse

ruli geleitet hätten. Hauptmann Dummxß sei mfolge emer Wunden Ystorben, Major Cunningham b nde fich auf dem Wege der efferung.

&

Parlamentarische Nachrichten.

In der heutigen (79) S1§yng des . „auscs der Abgeordneten, welcher der M1n11ter der getst 1chen, Unter- richts: und Medizinal-Angelegetxhencn 13.1)1'. Bosse, und der Minister des Innern von Koller beiwyhnten, brldete den ersten Gegenstand der Taqesordnung dre von Hen Abgg. Sattler, Stengel und Graf zu Ltmburg-Sttrum em: gebrachte Interpellation folgenden Wortlauts:

Welche Maßregel bat die Königliche „StaaLSregierung ex- griffen, oder beabsichtigt sn? zu ergretfen , um 511: 111 dem Prozesse Mella e zu Tagx getretenen,“ der Mensch- .1ichkeit, den Erfordern11 en der arzt_lichen Wtffenschgft und 'den Gesetzen widersprkchenden Zustande, tn prtVaten oder unter Leitung von Korporatwnen „stehenden Jrrenbeilanstalten zu beseitigen und für eme durch-

reifende staatliche Beaufsichtigung solcher Anstalten ?Sorge zu tragen?

Der Minister der geistlichen 2c. Angelegenberten 1). ])r. B o 1 s e erklärte fick) zur sofortiaen Beantwortung der Jnterpellatwn bereit, worauf zur Begründung derselben das Wort „nahm Abg. Sattler (111.): Auf die Frage,. ob die _Einbrxngung' der Interpellation nothwendig war„ brauckye _1ch„_wobl n1ch_t_naher 911111:- geben. Schon die große Zalxl 18rerUnter1chrtrtenz§uat1urd1eR1chttg- . keitund Nothwendigfeit eines1olch€n VorgehenH. Dre Landesvértrkmng konnte nicht umhin, dic: Ereigntffe, welche 111" dem Prozeß zu Tage ctreten find und die Bevölkerung tm bo_chsterz Mgße errygt aden, [71er zur Besprechung_zu brmqen. Fur dte Gryße der E1- regung brauche ich nur auf das. Verhalten ,der Bewolkerung m Aachen hinzuweisen. Diese ist übxrnyeaxnd Yatboltsch und ultramontan gkfinnt, wie fich durch die fa1t_ etnfttxz1m1gZWabl der Herxen vom Zentrum dokumentiert 1111. Sie 111 germß ersuät Von dex boch1xen Vcr- ebrung für die Klöstkr Und die von den Orden _aus eubxe Kranken- PÜSJL. Und doch ist diese Bevölkerung Hurcb d1e organ'ge' „derart erbittert worden, daß man genöthigx wax, d1e AnZeUagten voltlellFb vyr Mißbandlungen zu schüßen. Das tft 8111 5011911111981 Bewets furstdte Erregung der Bevölkerung. Noch entsche1denderfur dre p(zrlat'nentarm' 8 Behandlung der Angylegenbeit war der Unzstand, daß 8111e Net Von Behörden kkine Vorkehrungcn_ zm; Verhtnderung Y_erart1gcr V?x- kommniffe getroffen hat. Wenn 111 emer 101chen _Wene; Me 63 11191" geschehen ist, die Einhaltung der Geseße vcrpacblasfiZt st, 10 tft d1e Volksvertretung sehr wohl berechttgt, dsn Ftngex au dte Wunde zu legen. Der Prozeß hat Zustände an das Tageskcht geh1ach1, w€lche Deutschland zur Unebrs gxre'icbeq. Was 111, durch den Prozgß fest- gesteUt morden? Es find ROÖÖLÜM und Mißbandlungen an Kranke'n vorgékommen, die man für unmöglrcb gehalten __hat, an ._Krankxkn, dre mehr als andere der Schonung bedürfen. CI 11111) Schluss mtt dem

jacksn angewandt mordetx; man ba: di'e Krankßn in die wgenannte 1chmu15111e Station cingewerrt, wohl die uyerhorteste der Vorgekom- menen Quälereisn. Es ist richtig, daß dlL Bebanylung der eren eine sehr schwierige ist. Man _kann es entschuldtgen, wenn tm Augenblick dxr Errkgung ein Cxceß vorkoxxtmt; 1ch gebe auchzu, „daß ein Tbxil der Mißbandlungen in emem veralteten Starryxn dsr Psychiatris früher auch. anpckr§wo_ Vorgexommerz 111. Der große Unterschied aber beruht. dgrm, daß alle ,d1ese M1 bank- lungcn im Klostér Mariaberg dthtpltna'nte-r und 11111111 (1111 nord- nung deS Arztes angewandt 1111115611. Ems: Erschwerung “ck_s Falles ist dsr Umstand, daß die Mrßbanklungen m emem Klost-Zr Vor- gekommen find.

Schluß des Blattes.)

Das Juni-Heft des „Zentralblatts für die ge1a1nmte Unterrichts-Verwaltung in Preußen“, beraysgcgebsn 111 dem Minésterium der geistlichen, Unterrichts- 11111) Medtzznal-Yngelxgen- beiten, hat folgenden Inhalt: 14. Zeugmßzwang m Dckz1plmav 1achen, betreffénd nichtrich1erliche Beamte. Erlaß vom 30.Ypr111_1.J. _ 13. Beurlaubung von Privat-Dozsn_ten 581 den thverfixczten. Erlaß vom 23. März 11. I. _ Vorschriften, betreffsnd dre Prumng rer Nahrungsmittel-Chemiker. Bekanntmachufn vom 10. Max 11. I. _ Erlaß, betrcffend den chbverkebr 311111 11. „der Koméhchen Univerfitäts-Bibliotbek zu Göttingen und der Paulmtschen Btb t'othek zu Münster 1. W.. vom 16. Mai d._J. _ Zulassung Von Lebrermnen zu “an für die wisse'nschaftlicbe Prüsung der Lehrermnen 111 Betracht kommenden Univerfitätsvorlesungen. Erlaß vom 17. Mar dJ _ (). Ernennun en der Mitglieder de_xs Betraxbs „des Komgbckxcn Kunstgewerbe- useumß zu Berlin fux dre Ze1t bts'zum 31. Marz 1898. _ 1). Die Gemeinden find n1cht daran zu btndexn, das Ge- halt M. der Lehrer an den von ihnen unterhaltenen hoheren Lehr- anstalten günstiger zu bemessen, als nach den geseßlr en Vesvm- mungen gefordert wird. Berechnung dcs StcxatsUZschu es. Erlgß vom 28. März d. I. _ Zusammenseßung dcr Konigltchen_wiffenschasx- lichen Prüfungskommisfionen Für das Jahr vom'1. Apnl 1895 1118 31. Mä-rz 1896. Bekanntma ung vom 27. Mac d._J. _ 112.311- weifung der Dienstwohnun en 111 den Semmargebaudeydurck) dle Königxichen Provinzial-Schu koUegten. Erlaß vom 2. Mar „11. I_. _ Vcrvachmna von Skminargärten an Anstaltslebrer Hatch dte Komg" lieben Provinzial-ScbulkoUegien. Erlaß von) 14. Ma: 11. J. __ Ver- legun eines Prüfungsrermms. _ 1“. Bcfahtgung der (zu hoheren Mäd enfchulen angestellten Lehrer. Erlaß ,vom 30; Apr1l d. I. _ (1. Mitwirkung der Beschlußbebörden bet Durchfuhruancr An rechnung der gesammten, im öffentlichen preußtsäpen Schu dtenst VU“ brachten Dienstzeit für die Bemeffun der Alterözulagerz, welche _von den Schulverbänden den Volksschulle rern und -lebrermnen gewahrt

das Budgetprovisorium auf zwei Monate bewilligt und die

lagen, zu bewilligen.

Schlüsselbund ausgetbeilt worden; es find Douchen, Tauchbäder, Zwangs-

werden. Erlaß vom 8. April d.J. - Geburtgregifter-Aussüge behufs ,

' * ckbo11Waisengeld an Lebrerwaisen. Eilaßvokt 13. April

_. _ - nweifung des erböbtép staatlichen Waise eldes für Lebte:- xdya'en auf Grund deZGxseßes vom 27. Juni 1890. Erlaß vom 20. Avril 5. J. _ Jabrltche FekekdesGedeuktags der Reformation in den Schulen. Erlaß vom 24. Ayril d. J. _ Einfü tun von Lebrbücbexn. . Erla vom 6. Mar 11. J. _ Not men 1 keit der alljabrltcben rneuenxng des Unterrichts - Erlaubnißs eins für Prtvatlebxer und Pavatlebrerinnen. Erlaß vom 7. Mai 11. J, -- Gewabruug von persönlichen Zulagen und Unterstüvun en aus dem Fonds unter Kapitel 121 Titel 358. des Staatshausba - Etats an Lehrer und Zehrerinnen an Rektor-„ Mittelschulen, gehobenen Schulen, höheren Madcbeyscbuxen u. a. Erlaß vom 11. Mm d. I. _ Das Ende . der Stbplpfltcht. tfx an kem bestimmtes Lebenöalter ge- knüpft. Dre Entscbetdqng btexuber' steht den staatlichen Auffichts- organen zu. Erkenntnis; des Könxgltcben Landgerichts zu K. vom 5. Oktolzer 1894. _ Recthgrundsa e des Königlichen Ober-Verwal- jun Saenchts. Erkenntn1ß_ des 1. nals vom 19. März 11. J. -- Nicßtamtltxbes; Jahresbxncht der unter dem Allerbäcbsten l?)rotektorat Jhrex Majeftat der Katsenn und Köni in Friedrich ste enden All- gemeiner) deytscben enfionSanstalt für Le rennnen und Erzieherinnen zu Berlm fur das abr 1894. _. Hospiz des Klosters Loccum im Nordseebade Langeoog. _ Perfonalten.

Nr. _30 dss „Eisenbahn -Verordnungs-Vlatts, beraus- egeben tm Mintstertum der öffentlikben Arbeiten, vom 22. Juni, Zar folgendenInbalt: Erlaß des Ministers der öffentlickoen Arbeiten vom 13. Zum 1895, heist. Vorschriften über dée Ausbildung und Yrüfqng fur hxn *H'taatsdt'enst im Baufacb Und die hierzu erlassenen nwetsungen1ur dle prakt1sche Ausbildung.

Entscheidungen des Reichsgerichts.

'Pgrtikxtlarrechtlicbe Vorschriften, welcbe das unbefugte offene M1ts1chfu_bren vqn Waffen unterStrafe stellen, sind, nach einem Urtbetl des Retctherrcbts, 111. Strafsenats, vom 24. Januar 1895, durch das Reickos-Strafgeseybuäo nicht au er Kraft geseßt worden. „Da das Reicbs-Strafgeseybucb in § 3 7 Abs. 1 Ziff. 9 eme Strafandrohung nur ge en den ausspricht, der einem gesetzlichen Yerbot zuwider die dort ezeichneten Waffen (Stoß-, ieb- oder "Schußwaffen, welche _in Stöcken oder Röhren oder in ähnltcber Weise rkjrborgexx find) 1eilhalt oder mit fich führt, im übrigen aber ketne Besttmmun enthält, welche kla: Erkennen ließe, daß es durcb jene orm die Materie kes VerbotSwidrigen Tragens von Waffen überhaupt in strafrechtlicher Beziehung habe erschöpfend 16118111 und daher alles Tragen von Waffen, welches nicht gegen die Best11nmung deY § 367 a.a.O; Yerstoße, fü_r straffrei erklären wollen, 10 mussen gßmafx § _2 des Emfübrungsch es zum Strafgesetzbuch Vom 31._Ma1 1810 dtejeni en vartikularrccht ichen Vorschriften, welche das unbemgte offene M111chfübren von Waffen unter Strafe stellen, als noch fortdausrnd gülng angesehen werden. Der Vorige Richter hat “daher rechtlich_nich_t geirrt, wenn er die hierauf bezüglichen Besttmmungen dcs 1ach111chen chbts als in Kraft bestehend behandelt hat.“ (4572/94)

_ Die Anstellung der Gemeindebeamten im Gkbiet der Pxeußiscben Städteordnungen vom 30. Mai 1853 und vom 19. Marz 1856 erfol t, Howeit es fich nicht um vorübergehende oder nur, mechantf e Dtentleit11ngen5andelt, nack) einem mit seiner bis- bmgeq Recht precbung überemsttmmenden Urtbeil des Reichsgerickxts, 17,'Ztvtlscnats, vom 25. Februar 1895, eseplich auf LebenSzeit; die m der Yustxllungöurkunde enthalte'ne Beécbrankung, daß der Beamte egen K_und1gung' angestellt set, ist unwirksam, und dieses

echt des Beamten w1r_d auch dadurch nicht beeinflußt, daß vor der Aufteilung desselben dre Stadtverordneten darüber nicht vernommen worden find. „Der § 56 Nr. 6 der Städteordnung vom 30. Mai 1853 besttmmt: ' „Dex Magtstrat hat als OrtSobriakeit und Gemeindeverwal- tungsbeborde dre Gememdebeamten, nachdem die Stadtverordneten daruber vernommen wordxn, anzusteUen und zu beauffichtigen. Die Anstellung erfolgt, sowett es fich nicht um Vorübergehende Dienst- letstvngen banhelt, auf. Lebenözeit; diejmigen Unterbeamten, welche nur zu_mxchan11chen Dtenstleistungen bestimmt smd, können jedoch auf K11nd1gung a_ngknommen werden.“ Nach der dxm Klagex vom Magistrat ertheilten AnstellungSurkunde rom 24. Marz 1885 111 Verbindung mit dem Umstand, daß er mehr als sechs JJbre lang 1:1e 111 jener Utkunre genannte SteUun bekleidet und das fu: [extere aungworfep-e JahreSgebalt bezogen at, kann es keinem Zwetfel unterltkgen, daß der Klä er als Gemeinde- begmter fest und ' nicht zu Vorübergehenden ienstleistungen an- ge11cllt worker) tft, und daß 1:18 lediglich das Verhältniß 1w11chen Magtstrat _ unk? StadtVerordneten regelnde Vorschrift, betreffend _dte vorpzangtge Vernehmung der Stadtwerord- n_e1en, du dem Kl ger aus seiner Anstkllung erwackzsenden Rechte 111cht beeinflußt., Ist aber der Kläger als Gememdebeamter an- Ystellt lyorden, so 111 auch, Wenn er nicht etwa nur zu mechanischen zenstletstungen' beßtmmt gewesen ist, seine Anstellung auf Lebenözeit erfolgt, und du, 111 dex AnstellungSurkunde enthaltene Beschränkung, MF 2eZZTt/Zxrxtmonc1t1ge Kündigung angestellt sei, hat keine Gültig- e1. .

Eutftheiduugen des Ober-Vertvaltungégerichts.

Nach § 57 Abs. 1 und 2 des Krankenverficherungsxxesetzks vom 10.Aprtl1892 w1rd die auf geseßlicher Vorschrift beruhende Ver- vßtchtunY von Gemeinden oder ArmenVerbänden zur Unter- stuvung tlfsbedürftiger Personen durch dieses Geses nicht berührt. „Sowett auf „Grund dieser Verpflichtung Unterstüßungen für einen Zeitraum geleistet find, für welchen dem Unterstu ten auf Grund dleses GeFeßes ein Unterstüyun sansprucb zusteht, ge 1 dkr leßtere im Vetta e der geleisteten Unterßüßung auf die Gemeinde oder xe? rmenverband über, 11011 welchen die Unterstü ung geleistet 111; In Bezug auf diese Befttmmung hat das Ober-* erwaltungs- ZMB?) 111. Senat, durch Urtbeil vom 26. Noyember 1894 aus-

*ro en:

]) EinYeseylicber Ueber ang (381111111) _des Unterstüßungsanspruäps von dem nterftüßten an den vorlaufig unterstü enden

rmenv_erba11d aux Grund der geleisteten Unterstüßung un , Wenn ds_m vorlaufi? verpflichteten Armenverbande von dem endgültig kasorgepf ichtigen ArmenVerbande Erstattung der aufge- wendeten Armenpflegefosten geleistet wird, ein _zweiter gesetzlicher Uebxrgan?_ (Zesswn) des UnterstüßunJSaMprucbs von dem nun- kakgkn G aubtger desselben, dem vorläufig verpflichteten Armen- Verband, auf den end ültig verpflichteten ' Armenverband auf d kund ,der geleisteten rstattung findet m dex Art statt, kaß bez ,vollständiger Befriedigung durcb dre Erstattung KN vorlau g verpflichtete Armenverband anz aufhöxt, Gläubtger der FWYenka e zu sein, und der endgültig fürgsorgspftichttge Armenverband

L_ln'lgxr laubiger der Kasse 1111117, und daß bei bloß the_tltpeiser . kmedtgung der zweite Ueber ang fich nur in dem Verhaltnisse" dxs v ctrqges der aufgewendeten rmenpfiegekosten vollzieht, „Yer enxpgu1ttg dZvfitchtetJArmenverband also nur in diesem Verbältn111xGlaub1ger lynfästusunngspruchs gegenüber der Krankenkaffe _wrxd und ,der m97811511,verpfluklxtete Axmenvetband im übrigen Glaubtger bletbt, 111be eme „verbaltnißmaßige Tbeilung des Unterstützungßanspruchs " " dezn he1dxn Armenverbanden eintritt.

[ei 2) Bet,d1esen geseßlichen Uebergängen '(Zesfionen) muß aber, ELWR? be1 den vutragßmäßigen, der es wnar die in gutem [affFnUbkn an den Zedenten geleistete Za lung gegen sicb gelten

Die Kellnerin H, ortSangebörig in der Stadt P-- 1121! vom 11

u Berlin behandelt und gwfiegt worden. Die K en der eu Zechs Woehen “"me OrtSchmenverband des Dimftoxtß Berlin?:stlk

und von den Ko pe; nxetteren 14 Tage erhielt er die Hälfte m 14 .“ von „dem defimtrv fursorgexfltcbttgen OUSarmenvetband . er- stattet. Dteser Verband klagte terauf gegen die Krankenka e der Gastwirtbe u Berlin auf Zahlung von 4 20 „Fi, 11 1 da lfte _des (1115 des per H. für die 14 Tage zustehenden ntersbeungSanspxuchs. Dre Krankenkasse erbob dagegen den Ein- wand, sie 111 gutem Glauben die échnlzén 8 „46 40 „_; für die leßten 14 Tage an den_ Armcnverband er in bezahlt habe. Die Beklagte wurde vom Be11rksausschu_ß zur Zahlung verurtbeilt, indem er annahm, daß es der Beklagten uberlaffen ble1ben müffe, den von dem Armenverband „Berlin' überbobenen Betrag wie 5 e r einzu - ziehen. 'Auf,d1e Revt on der Bkklagten hob das Ober-Ver- Yaltungßgencbt pte Vorent cheid_ung auf, indem es begründmd aus- fubrte: „Der be1,der vertmgßmaßigen Zesfion anerkanKte, im Interesse der Rxcbtsßtberbett des Verkehrs unentbehrliche und deshalb auch bei der geseßltchen Zession angenommene Grundsaß, daß der Zesswnar die im guten Glauben an den Zxdenten gele1stete Zablun gegen fich gelten zu [affen .babe. grei1t auch bei dem geseHJichen Ußber- gange Play, welcher s1_ch„von 132111 vorläufig fürsorgepflicbtigen Armen- verbayde auf den definmv Vkrvfttckoteten voklziebt. Esxgenü 1 dabei allerdings,. 1111: den _ uten Glauben außzuschließen und die ablung dem dkfimttv verpflx teten Armenyerbande gegenüber unwirksam zu machen, wenn nur bet der vor der Erstattung, die fich als" _Grund des zwetten Uebergangs darstxüt, geleistetsn Zahlung diejenigen That- 1 achen, Welche rech111ch den zweiten Uebergang [) egxündsn kqnnten,hekaz1ntwaren. Keblxe aber auch diese Kennt- 111ß, fo 111121131 dte Zahlung dcr, affe an den Zessionar des ursprüng- lichen Glaukxtgers, des Kaffenmagliedes, und demnäcbftigen edenten der dem zweiten Ushergange, d. 1. an den vorläufig fürsorgep ichtigen YrmerFerhzxszd,dw1rk1a11d1, 13115 l?lie Kaffe kann XQ auf “den Weg ner uru or erung es ? a tsn von de en 111 “än '

werden.“ (1111304) 3 ff 131 ger MWM?"

Statistik und Volköwirthschast.

Die zwanßsweise Veräußerun landwirthsckpaft-li cr Grundstücke in Bayern. ck

" „Juz Jahr? 1894 wurden 991 landwirtbschaftliäps AnMsen im KomgrerQBavern Verstsigert. Gegen das Jahr 1893, in wslchem 823 derartxge JUnwc-ksen zur ZwangSVeräußerung gelangten, haben 1111) dze Subhgstthnew um 168 oder 20,4 0/0 vermehrt. Dagegen bleibt 1712 l_etztjabnge Z1ffer kymter der Durchschnittszabl *der Sub- bgstatwnen mnkrbalb des vorausgegangenen Jahrzehnts (1884 bt_s 1893), welche 1225 beträgt, noch um ein Bedeutendes, namltch um 234 odsr'_23,6 Y/o zurück. Ver leicht man die im Jahre 1894 zwangsweqc Oexaußerje lankwirtßscbaftliché Fläche mit der 175111 “Jahre 1893, 10 xrgtebt fick), wie bei der Zahl der Sub- bsastatwnsx'alle, 10 „auch bet derjm Berichtsjahr? versteigertsn [äche eme Zuna511_1e. DW zwanYweüe Veräußkrte Fläche ist im abre 1894 vo_n 611821 118 des _Orjabres auf 7.384,98 1111 gestiegeU, und ztxar 561 den' klemerkn Anwe1ez1 von 223285 118 des Vorjahres auf 2043,15 118 1111 Jabre1894, bk! den mittleren Anwesen Von 413796 118 aux 4.324,81 1123 und 1281 den größeren Grundstücken von 347,40 113 (1111 457,02 1111. Von 1611 991 im Jahre 1894 außer Bkfi geskyten E1genthun18rn_ ker landw1rtbschaftlich2n Anwesen bsfa ten fich 497, d. 1. ubex 50 0/9 _ gegen 48 9/0 im Jabre 1893 _, außer der Landxytrtbfcbast noch mit anderen Erwerbsarten. Nach 3111- s1cht d'er Gemmndebebörden' wurden die im Jahre 1894 erfolgten Berstetgerungkn von 1an5wcktbschastlichkn Grundstücken weitaus am baußgsten_ dyrch ""g"".sÜZÉ Gutsübernabme, Uebersckouldung und Kapttalskuthgung bxrbetgs ubrt. Denznächst veranlaßte Mangel an Spar1amke11, Lmcht11n11 und Trunk1uch1 171€ zahlreicbsten Sub- haftatwnen. Alle Übrrgen Arten Von Ursachen treten gegsn die vorgerxannten „erhebltch zurück. Eine weitere Erklärung käme? bezugl:ch_ dxr tm Jahre 1894 Vorgekommenen ZwangSvkrsteigkrungLn und bezugxtch deren Zungbme gegenüber dem Vorjahre in der Kriss zu find_en ,L'Lln, welche dtex Landwirtbskbaft im Jahrs 1893 infolge ungewohnUck) trockener Wittkrung und dadurch hsrbeigkfübrter Futter- noth durckkzumachen'batte. Es zeigt fich nämlich, daß die Zunahms der landwtrtbschafthben Subhastatwnen gerade in denjenigen Regie- rungsbez1rkex1 am großten ist, 111 welchen der Rindviebbestand im Jahre 1893 gegsnuber dem Jahre 1892 am meisten 1"1ch vcrringerte.

. _ Zur Arbeiterbeweguna. , Zn Drte1en a.d.Ne15€ haben, wie im „Vorwärts' mitgetheilt Mrd, 14 Dxecbslex und Bildhauer der Holzbearbeitungsfabrik vonOtto ngler 111111ng von Lohnstreitigkeiten die Arbsiteingestellt. * In Roch1113 be1_Re1chenberg in Böhmen soll nach demsslben Blatt, da? anz? Ponnal dsr Baumwoll-Weberei von M. 81118113 116 rbe1t krngesxeüt haben, weil die Webstücke ssit langer Fett 10 111 und darüber langer warcn, als bezahlt Wurde. Dis Zahl der Ausständigen bkträgk 404). In Kaaden in _Böbmsp haben am 15. Juni über hundert Handjckxulxmaäoer _th 2115811 gekündigt; fie fordern Einhaltung pes elntundtgen Athenstags und 10_20 0/9 Lohnerhöhung. Wenn tbre Yrderxngen n1cht bewtüigt werdan, woÜen fie, nach M1ttbeilung des orwarxs“, (1111 29. Juni die Arbeit niederlegen. In Zür1ch finkx, wie der Berner „Band“ meldet, acht Buch- druchereten Überetngekommcn, Vom 1. Juli ab die m'unstündigk ArbeitSzeit einzuführen.

Kunst und Wissenschaft.

_Aus Tübingen xvird der Tod des berühmten Sanskritforschers Pxoreffors 1). Rudol1 yonRotb gemeldet. Der „,SÖwäb.Merkur' wtdmet dem'Gelshrten folgenden Nachruf: Die Landes-Uniyerfität bat schor1 wteder €1nen_ schweren, fast unerse lieben Verlust erlitten. Der Senwr des akgdem1s_chen L_Lbrkörpers, Profe or 1). Rudolf von Roth, Vorstankx der Unwerfitats-Blbliothek, ist in der Nacht vom 22. zum 23.J1_1n1_ges1orben. Gerade seit einem halben Jahrhundert, seit 1845, 11't_der,Verstor'bene, ein_e der bedextendsten Persönlichkeiten der Umverfitat, 111 Tübxngen tbat'tg geWe1en. Nach dem gewöhnlichen Btldungsgang der wurttxmbergischen evangelischen Theolo en ließ sich Myth, der am 321111111821 zu Stuttgart geboren it, 1845 in Tumeen als_ Privatdyzent für yrientaliscbe Philologie nieder. Schon 3 Ja te spgter erb1elt_ er eme außerordentliche Profeffur, und als 1856 em _ordentltcher Lehrstuhl für dieses Fach errichtet wurde, konnte fur denselben niemand sonst in Betracht kommen als_ Roth, de_r fich damals schon in den weitesten Kreien der Wtssenschast emen arFxsehenen Namen gemacht batte. ugleicb rvurde_ er zum Ober- tbltotbekar der Univerfitätsbibliotbek ernannt. Jr) betken Aemtern, dknen er nun fast ein halbes Jahrhundert vor- gx1tande_n, ba_t fich der_Vyrstorbene um die Wissenschaft wie um dre Umvxrfitat unvergletchltcbe Verdienste erworben. Mit seinem Namen 1st 'der Ruhm. unserer LandeLuniverfität bis in die fernstea Wettep der qehtldeten WeZt gedrungen. Eine überaus große'Zabl _wtsenschaftltcher Veretmgungen und Akademien rechnete fich 1e1ne Mtxgltxdschaft zur_ Eßre an. Das Hauptwerk Roth's ist das gxoße fiebenbandtße Sanskr1t1porterhuch das er in fast viertelbundert- jabrtger gemein amer Arbett mtt „Böbtlingk im Jahre 1875 vollendete. „Im Jahre 1877. hat 15111 die Univerfität Tübingen den Doktorntel 'der Tbeologu: 11011065, 01111511, 1889 die Uni- versität _von Edmburg 110110er 031153 den 1)r. „1111. verliehen. 1893 feterte Roth unxer _Yetbxiligung der gelehrten Welt von Rad urzd Fernksem flipfztgjabrtges Doktoriubiläum. Eine große ahl semxr Schuler bgt tbm damals eme Festschrift gewidmet. Der enat wabltc thn zwetmal zun) Rektor der Univerfität. Verschiedene Male bat Roth, auf dem Gehtet der Sanskritforscbung unbedingt der ersZe Gelehrte Deutschlands, emen ehrenvollen Ruf an andere Univer- sitatea erhalten; er hat fie alle abgeschlagen und ist seiner 1chwäbischen

4-Auau11 bis 29 S ' " ' - , . eptember 1893 im Wege der offentltche unen- Meg' auf Kosten dex Stadtgemeinde Berlin im Charité-Ktankmhanse

Bauten. .

_ Cin_Wettbewerb um dxn Entwurf einer feften Straßen- brucke uber den Rhein bet Worms wird, dem Zentr.-Bl. 5. Band.“ zufolge von der, Gro herzoglich Zessischen Neg1erung außgesäzneben. „Ja der Ab 1cht, bei großen und bedeut- fqmen Uxttexnebmungen in öffentlicher Bkhandlung den Berufékreisyn eme M11w1rkung zu ermöxsltcben. die Erftwicklun? zu fördern und

zuglejcb zu Yem weck, wi enschaftlicb und vxakticb reife, für eine mxmtttexbar folgen 6 Ausfü run verwertbbare Entwürfe zu erlangen, wtrd fur _den Bau einer traßenbrücke über den Rhein bei Wormx eme allgemeine Wettbewetbuna für Arcbitekten und Jngenmzre deutscher ReichsanZZbörigkeit eröFnet.“ Mit diesen Worten ergeht dte Aufforderqn zur etb'eiligung an dem bedeutsamen Wett- bexverb, dser h_offerxtlt , von gleich günstigem Erfolge gekrönt sein w1r_d, wte dre ahnltchen bekanyten Ausschreibungen zu großen Bruckenbau-Entwürsen im Verlaufe des leßten Jahrzehnts. Bau- programm und Bedmgqngen, nebst den zugehörigen Unterla en sind 13013 ,der. Abtbetlung 1ür Bauwxsen des Großbetzo lich esfiscben Mmtstemums der Fmanze'n M'beztehen. Die Entwü e müssen ,bis zum 15, L_)ezexnber d._ J. emgeretcbt sein; mit denselben können Aygebote fur dux Ausfuhrungen des Baues abgegeben werden. Ent- wyrfe, wxlcbe dte Bausumme vyn 3 110000 „14 übexjchxciten,. „haben kemen A111pru'ch auf Berückfichttgung bei Zuerkennung der Preise. Das ' retsZJencht besiebt_aus den HGran: Wirklicher Geheimer Rath Bgencb ('„erlmx Pro1e11o: Lapdsberg (Darmstadt), Präsident yon Letbbrand_(©tutkgart), Mmistertal-Ratb 1)1'. Schaeffer (Darmstadt) und'Gekßenxm Bauratl) Profeffor 1)1'. Wa(lot (Dresden). Der erste YU? ,bktragt 10000 .44; weiter können noch zwei, böchstans drei re11e tm Gesammfbetrage von 12000 «16 gewährt werden.

Handel und Gewerbe.

__ In der heute Vormitxag 10 Uhr abehaltenen Monats- 113111111 1799 Zentralmzsfchußes der Reichs ank wurde von dem Vornßendey, Wtrklchen Geheimen Rath 111'.K0ch hervor- gehoben, 111113 Hte Gelhfu'e noch größer sei als im vorigen Jahre. Me wre gxwohnluh in der dritten Iuni-Woche etwas gest1egene Anlage ist um 15 Miüionen niedriger als 1894, um 112M1111onc11 kleiner als 1893 und steht auch hinter der in den Jahren 1892, 1891 und 1890 zurück. Das Metall ist um 127 l_oe_zw. 202Mtllwnen, das Gold um 132 bezw. 203 MiÜionen Mark tar_ker als 1894 bezw. 1893. Angekauft an Gold sind seit * 111az1g d. J, 11ur_14331_3000 „__-4, da die Wechselkurse uns fett langexer ZKM mcht gunstig 111111. Die auf 1069 Millionen angewach1ene otenmenge 111 zu 100,4 Proz. durcb Metall bedeckt. Die Ueberdeckung dauert im Jahre 1895 schon 19 Wochen; nur im Jahre 1892, wo sie bis zum 23. Juni 17 Wochen geHauert hatte, war fie um diese eit um 38 Mtllwnen hoher. Eine Veränderuna des schon 1eit dem 5. Februar 1894 3 Proz. betragenden Diskontsaßes ist nicht 111 lusficht zu nehmen. , Die Wochenübkrfickyt der Reichsbank vom 22. Juni zeigt bei- e1nem_ Ge1a1nmtkaffknbestand von 1110327000 .14 der Vorwoche gegßnubxx eme Abnabms um 4909000 .14; dsr Metanestand allem 111-11m 3793000 „16 zurückgegangen. Der Bestand an Wech1eln 111 11111 8854000 „14 au?" 551406000 „16 und dsr Bestand an _Lombardfvrderungcn um 859000 .16 anf 70 355000 „14 gesttegkn; wdaß auf _diesen beiden Anlagekonten ein Zugang 131311 9113000 „14 €r1olgte. Auf passWer Seite hat der Betrag der umlaufenden Noten s1ch um 14734000 „14 auf 1,069. 291000 „46 erhöht, während die sonstigen täglich fäßligen Ver- bmdl1chke11e11 (Giroautbabkn) [781 einem Betrage von 558 432000 .“: dsr Voxwockyk gegenükcr eine Abnahme von 7362000 „14 ergeben.

Täglickpe Wagengestcllung für Kohlen und Koks

an der Ruhr und in Obsrscblcsien. An_1c-r Ruhr sind am 24 1“. M. gestellt 11648, nicht rechtzeitig gesteY S FLUX] 1" si _,„511 erf e ien nd am 22.1). M. 211er "235, ' t !- jétttg gestellt keine Wagen. J 0 mch rech

_ An der von dem Minister für Handel Und Gswerbe auf den 2. und _3. Juli 1. J. anbsrqumten Ko nfc r€11z zur Be'ratbung 11511 Web€1chylangelegenbe1tcn wsrden 14 Webschul-Direkkoren, 10 Fabrtkanten 1:2: Tkxtilbranche, f?rncr der Gkheims Re- 1€ru1xgs- und Schulrath Bertram in Berlin und dsr „egge-Jnspcktor dex Promnz Hannover tbeilnsbmkn. Die BS- rathungen werden ml; (1111 folgenquegenstände erstrécksn: 1) Ein- tbmlunZ dék Fachschulxn fur Weherei m „höhere Wébe'schulen', ,bes- schulen, 11111 .We_bere1_lekzrwer_fstatten“. 2) Obligatorische undfakultativk Unterr1chtsge_genstande 1n dyn hoberenWebescbulen, Webeschulen undWebe- rexlebrwerkstatten; Unterrtcht§gegenstande in den kaufmännischen Kursén. 3) O_auer der Lebrkursk, Vxxtbeilun der Stunden auf die eimelnen L€b_r1acher. 4) Abgangsxxumng' 1erxfungékmvmiss'wn; Prüfungs- Verfahrenz,?)rusungsgkge'n1tande; 811 111118. 5) Aufnahmcbedingungen (Alter, 1131 enscbaftltche u-nd techni1 e Vorbildung). 6) Schulgeld; SchulgelderlaZ; St1pend1en. 7) Lebrmntel. 81 Ausbildung und Fortbtlxung er Lehrer. _9) Inwektion dEr Schulen. 10) Erweits- rung bestehender und Errtcbtung neuer Fachschulen für Textilindustrie.

Magdeburg, 24. Juni. (W. T. B.) Zuckerberich1. Kornzucker exkl., von 92 !'/o _,_, USU? _,_. Kornzucker exü. 88 0/„ :)kxndxuzent _,_;_ neue _,_, Nacbvrodukte exkl., 75 0/9 Rendement' 665-150. Geschastslos. Brotraffinade 1_,_, Brot- raffitzade 11 _,-_-. Gem. Raffmade mit _,_. Gem. Mens 1 11111 Faß _,-- Ge1cha11slos. Ro zucker 1. rodukt YTFYT' fk) a. 924371 HÉmburg YJLXJ 6303? Ed., 9,421 r., Vr. u ,5ez., , _ r.,vr. uu , .,9,6' ., .“ - temer 9,70 (Hd.,29,75J Br. Matt.g cz Q Br vr Sep „eipzig, 4. uni. (W. T. B.) Kamm :: - T ' . bandes. La Platg. Grundmuster 13. vr. Juni --.z_ I.“, Fr:.mJRi 3,00 „44. vr. Augmt 3,00 .,“, pr. September 3,024 .“, vr. Ok- Iber 31213516“, vr.NoY_erer 30152294, vr. Q1.2,*Z?e?ze11111131.' 3,073; „44, pt. anuar , .“, pt. 8 war 3, „14, r. ("1 3,12 , . 31211824, pr, TIFF,]? .“ Y?mschß: x1)20000rz1(3. 1.“ N Avril *„remen . un, ( . . B,) (Bör1en- lu beri t. Rafßntertas Petroleum. (Ofßzieüe Notierung SLZ ßBreZe? * etroleum-Börse.) Fxst. Loro 7,50 Br. _ Baumwolle. e_hwack). Upland mtddl. loko 35 es. _ Schmal 1. Rubi . Yxlc-Zx 342 ÉBAZMOZT Field Fb „3, Cudabv 35 „z, ?airban . _ e . 111. ort cl “ddl“ ._ Tachk. mesaß: 21130 Faß KSSLZLUckv. M mt mg lo o 31 am urg, ' . uni. W. T. B.) Kaffee. Na “tt - bericht.) Good avaraHe Santos pr. Juni 74É, pr(. ScheYtteanr 745, pr. Dezember, 21, pr_. März 71F. Ruhig. _ ucker- markj. (Schlußber1cht.)_ Ruben-Robzucker 1. Produkt Ba 15 88 0/9 Rendement neue Usance, 1re1 an Bord Hamburg, pr. Juni ,40, pr. August 9,60, pr. Oktoher 9,95, Vr. Dezember 10.15. Ruhig. W_1en, 24. Junk. (W.T.B.) Außweis der österreichisch- YJZUWÉZ ÖZtFktsbÖkhnd (österrlßichisches Ney) vom 11. bis . um * ., 111 ereinna me e 1) Zeitraum des vorigen ngres 20 568 F1. 8 gen en entsprechenden London, 24.Jun1. (W. TB.) An der Küste 21 Weizen ladYJenIangeboteZ. [ '/0 ava'zu er oko 11Frubig. Rüben-Ro ne? 91 stettg, _ Chlle-Kuyfer 429/15, vr. 3 Monat 42152. er loko G1aögow, 24. Jun1.'(W. T. B.) Die Versckziffungen von Robejsen betrugen m der Vorigen W 4520 Tons gegen 6390 Tons m der entsprechxnden Woche des 11 Jahres. Bradford, 24.Jun1. (W. T. B.) Kolle fest, mitunter

Heimaib bis zu seinem Tode treu geblieben.

Yearer. Garne tbätig, Superluftres und Demi! es t _ - CTÜOffefabrikc111ten smd beschäftigt, "ftr beurer DU? _