lang auf den 31. Juli d. J. einzuberufen, vorher und zwar bis zum 22. Juli sollen jedoch die Zeche „Graf Biomarck', sowie Zerbe Schlägel u. Ei en und endlich die heute xticbt vertretenm Zechen tbre definitive Erklärung bezü licb drs Britntts abgeben. Vorstand erstatteten Ges äftsbericbt aß hervorzuheben, daß sub der Absa , namentlich soweit die Industrie 111 Frage koxnmt, anhaurmd gyt tet, wetm auch von dem Aufschwung, der sich tn der_Etsemndustne
71"- [hat macht, im Koblenabsaß noch nichts zu bemerken nt. 'Der, Absaß in Hausbrandkoblen ist entsprechend der warmen Iabreözxtt, nicht be- sonders rege. Es wird dies jedoch in) wesentltchrn druch pte aztdauernd uten Schiffabrtsverhältniffe auSgeglrchen. Auch dre bisherige ste_nke ernach1äsfigung drr minderbeliebten Gasflammkcxblensorten hat jetzt einem bessten Abra?) Play gemacht.. Der großeren Aquehpung ch Auswbrgeschäfts tritt die engltscbe Konkurrenz mxt (hren Schlkuderpreisen sebr erschwerend ix_t den Weg. Das qulen- syndifat glaubt jedoch auch unter dicxen Umstandkn den Kampf vol] aushaken zu müffen und hat tbatsäch1ich auch fortdauxr'nde, wenn auch grringe Vortbrile 'zu verzeichnen. Dte _Bethetltgungßztffer 521qu im Mai d. J. 3375 652t gegkn vorjabrige 2951002 (. Es bedrutkt dies unter Berückfichtiaung der ungleichen Zahl der Arbsitstage gegcn das Vorjahr eine Stcigsrung von 6,69 9/0. Dcr Absaß im Mai betrug 2910 048 ( gegen vvrjäbrige 2735 457 (, so- daß s1ch eine tbatsächltckye Einschränkung Von 13,79 cJ/o_ ergtkbt gegen 'vorjälérige 7,30 «,“0. . Disse Steigerung_ der _Etn?chranxung ist jedoch“ lediglich ("111€ Folge drr „yo außermdknxltch gez stiLg-enkn BetbeiligungZziffkr, ww?- 11ch daraus "(“rgtkbt, daß der arbritstäglichc Vsr1and i_m Mai d. J. 85 660 ( gegen vvrjäbrige 85400t betrug, alxo noch eine Steißkrur'g um 260 ( täglich aufwrist. Von 58:11 Versand im Mai mit_ 2,227 027 ( gingen 2020 309 r = 90,72 0/0 für Réchr-ung des Syndikats grgrn 90,91% im April. Verkauft "wurden vom 1. Mai bis 22. Juni d. J. fürs Zn-“and 2601191 (, zur Ausfuhr 813 824 (, inngammt 3 415 015 (. Dis Gesammtykrkäufs in dirxem qure strütrn sxch biéber auf 20 799 864 (, von denen „17061022 ( 7ür§ Jnlatxd uud 3 738 842 ( zur Ausfrthr bestimmk smd. *
Verkehrs-Anftalten. »
Die Post vpn dem am 23. M31_axz§ Skangbaj abgeßgngknen Reich§-Postkayxrxc_r „Karlsrubx' 11.1 m Nrare1 emgetrcsskn und Z(elangt für BMM vorauévchtltch am ".)-5. Zum Vormrttags zur
uSg-abe.
Jnternationassr Eiseanbn-Kcngreß in London.
Gestern wurdx, wie „W. T. B." aus Louron berichter, dcr Internationale Eijenbabn-K'ongrrß im .RciÖE-Jnstitut' Tafelbst' durch den Prinzen vor] WaleI Créffnrt. Tur 5Prinz begrüßte die Dklegirtrn und führt? aus, M Auégabe der Vcrfammlung sei die Bkrgthrmg Über Mittel (ur Bescblsunisung dsr ersonsnzügk 1011116 znr Erbökung Dxr Bequrmlicbfeit und der Séch€r5€it (Yer Réisendrn, fernrr Übsr rie Frag? dsr Klein- bahnxn; Sr LmrsaÖl den Delsgxrtkn den Besuch ron Manckzestrr, (3;er und anderen aroßen Eiscnbabnanlagsn des Landré. _ Gestern Abend wurdrn die Dslsgirten DSZ Kongrrffes im Answärtigen Amt vom Präfidentxn dcs Hanrrléamts Bryce e*mpfangen: bei dkm Empfang warsn auch der Prinz von Wales, der Hkrzog von Cambridgs, der Herzog von Sachsen-Coburg und Grtkya und Lord Noskbery anwe1end.
BTLMLU, 27. Juni. (W. T. B.) Norddrnrscber Lloyd. Der Schnelldawpfér .Saale' Hat am 2.4. Juni, NachmittagZ, die Reise von Southampton nach 'New-York fortgrsest. Der Post- dampfer „ Weimar“ ist am 25. Juni, Morgkns, auf der Wesrr angekommen. Der Réickxs-Poft'kamrfer „Prinz Heinrich“ ist am 24. Juni, Nachmittags, in «Hongkong angekrmmen. Der Schnell- damvfkr ,Saale“ hat am 26. Juni Morgens Lizard pasfisrt. Dcr Postdampfer ,KarlSrubr' hat am 26. Juni Margkns die Reise von Neapel nach Génua fortgcskyt. Dcr N61ÖÖ-Pkstk3myfék „Aachen“ hat am 25. JUni Nachts dis Rrisé von Corunna mul) Villa Garcia fortgeyerzt. Dcr Sclynrlldamvfkr ,Lakn' kat am 26. Juni Mkittags die Rsife von Southamvton nacb Bremrn fortgesé- (; überbringt 613 Paffaßiere unk: rolle Ladung. Dkk Reich- ostkampfsr „Prinz Heinrich" hat am 26. Juni Vrrmixtags dis ReZsZ yon Hongkong nach Singarrre fvrtgesétzs. Dcr SÖnLU- dampfer .Spree' ist am 25. Juni Mittags Von Nrw - York nach der Wuser abgegangrn. Der Schnelldampfer .Trare' hat am 26. Juni Vormittags D VVLr rasficrt. Tw ScanUkampfsr „EML' ist am 26 Juni Morgkns in New = York angrkommrn.
Theater und Mufik.
Jm Tömxrr Unxer den Linden finkcn nur noch drri An?- fübrrmgén (cr Aukran'wben Lrerstkr „Miß »Öslvcn“ statt. Am Sonntag 1ch1ießt die Saix'on dieser Bükne.
Dsr GMéral-Jntendant W GroßkcrzoFlichen Hof-Tk'raters in Weimar,Bron1artvon Schellendrrff hat, der .Tl). Korr." zufolge, seins Entlxtffung €i1_1gerxicht.
Der Startkjche nyangvrrkin (Dirkkwr: Prokrffr'r €F*Iricd- rich_G €r1_1§_k_:8_im) Hat ??karogramm für M1 krmmrnden intkr, wie folgt, sLUJSYLZZé szerstkn Krnzert am 4. NONmbrr 1895, WM “Todestage Felix “ _enkelÖ-wbw-Z, (langt dissks Deistérs Oratorium „sztlns“ (Soli: „Im von Zur-5 kühlen, Herr Abeékchaert :c.) zur Aufführung; wrann wérr am 17. Januar 1896 Ernst H. Skvffardt's ChorwerY ._Aus D.?utscbl-axds gryfzer 3611“ in Berlin zum Lrstén Male aufgsfübrt. Für das [€ 18 Konzert _ Ende März1896 _ hat der Vkrcirx Bash? Matthäu-Z-5 asfion gewählt. Die ersix Und Die drittL Aufführung werdén in dar Kaiyér Wilhélm-(HeräÖxniZ-Kirckye stattfinden.
Die 133535 3111111015318 (1113r3ro18 aus den Abruzzkn, Welch? die Uniform der jmlisnisckxrn Kürakfierc trägt, wird morgen Nachmittag 4 Uhr in Bößow's Brausrei, Prenzlauer Thor, rin Ko_nz€rt geben. Da? über fünfzig Perscnxn starks Irchsstkr man,; aus dem mufikalischen Kongréß 63 Kachen drn erstkn Prsié.
zu Rom im Jahre 1891 unter
Marmigfaltiges.
_ Nach vorläufiérr Festfjellurxg _besuchen dic Königliche .thcdrrÖ-thbé msx-Unwerxitat zu Bsrlin im laufenden Dommer-Skmester 4265 tmmatrikulierte Studierend€ (929711 4807 im chtxn thter-Srmester und 3840 im Srmmer-Semcster 1894), und zwar 403 eyangeltsche Theologen, 1218 Juristen, 1080 Médiziner und 1564 Etudterende der philosophischen DiZcivlinen. Von diesem stammen aus Prezzxzen 3081, aus kkn übrigen deutscbeu Staaten 531, aus dem euroVat chen Auslande 452. aus Amerika 189 und aus Asten 12. Außerdem haben noch 3430 Hörer die Erlaubniß zum Besqcb der Vorlesungen_ erhalten, sodaß die Gesammtzabl der Be- rxchttgten 7695 „betragt . (gegen 8659 im leytkn Winter- Oxmrster). _ Dte Köntglzche AlbertuS-Universität zu Konzgsberg wzrd an 756 (mmatrikulirrten Studierendrn (gegen 706 tm leßten Wxnter-Semester und 697 im Sommer-Semester 1894) und 26 orrrn, mögejammt alsp von 782 Berechtigten besucht, und zwar za'b't'dte evangebfch-xbeolrgtsche Fakultät 113, die juristsfche 216, dte medtztmsche 246 x_tnd dre pbtlosopbiscbe Fakultät 181 immatrikulierte Stydentxn. Unter dteset) befinden sich 702 preußische Staatsangehörige, 1_1 _wnst1 e deutsche Rethgebörige, 41 find Ausländer aus dem uhrtgen urqpa, x_e 1_ aus Amerika _und Afrika. _ An der König- ltchen Untyersttat zu. GreisSwald Int; 879 Studierende Yegsn 748 tm . leßten' Wmter-Semester un 815 im Sommer- , ester 1894)_1mmatrtkultert, 255 evangelische Theologen, 125 Zu- rtsten, 406 Medmner und 93 Studierende der philosophischen Disciplinen. 755 stammen aus;" reuZen, 102 aus dem übrigen Deutschland, 17 aus dern europats en usland, 2 aus Amerika, 1 aus Afien und 2 aus Afnka. Ay erdem habe!; noch 12 nicht immatrikulationsfäbige Preußen und Nr tyreußen dte Erlaubniß zum Besuch der Vor-
Aus den vom '
lesun en erhalten, soda die Gesammtxabl der Bereckiiateu 891 be- trägt? _ Die König iche Universität zu Breslau besuchen 1407 immatrikulierte -Studierende . (gegen 1282 un lehten Winter- semester und 1263 im Sommersemester 1894), urtd zwar 101 tht- geliscbe und 309 kaibolisthe Theologen, 354 Juristen, 338 Mediziner und 305 Studierende der pbichopbtschen DtScivlinen, außerdem noch 62 nicht immatrikulationsfäbige örer, inLgesammt also 1469 Berechtigte. Unter den immatrikulierten Studenten befindxn fich 1353 Preußen, 23 sonstige deutsche Reichßangehörige, 29 Auslqnder aus dem übrtgen Europa und 2 aus Amerika. _ Die Königliche vereinigte Friedrichs-Univcrsität Halle-Wittenberg zählt inSgefammt 1528 zum Besuch der Vorlesungen Berechtigte, unter diesen 1465 immatrikulierte Studierende (gegen_ 1553 un leßten Winter- Semester und 1540 im Sommer-Sxmester 1894), und zwar 499 evangelische Theologen, 270 _Jurtften, 2_41 Mediziner und 455 „Studierende dsr philosophijchen Fakxtltat. 1118 von ihmm sind Preußen, 218 Angehörige anderer deutjchen Staaten, 111 haben ihre Heimatb im ruropäisckoen Y_uéland, 17 in Amerika und 1 in Afien. _ Die Königliche Cbriftian-Albrecbts- Universität zu, Kiel wird von 757 inscrihierten Studenten (gegen 513 im 1813th 624 im _Sommer-Seznester 1894) und 18 uickxt immatrikulations- fähigen Hörern, insgsxandmt (1111) von 775 Berechtigten besucht. Von jen_en gehören drr evangexisch-tbeologifckxen Fakultät 72 an, der juri- ftijchen 150, der medizinixckxkn 402 und der pbilosophifchn 133. Aus Preußen stammen 573, aus dem übrigen Tcutschlcxnd 167, aus drm europäischn Auxland 12, aus Amerika 4 und aus Afien 1. _ An drr Königlichen Georg:A-ugusts-Universität zu Göttin- gen smd 879 Studikrende _(gegen 807 im le ten Winter-Semester unk 792_ im Sommcr-Skchtcr 1894) immatri [irrt, und zwar 155 (vanselixcbe Tblologen, 229 Juristen, 220 Mediziner und 275 Stu- d:rrende_ der vbilxsopbisMn DLinvlink-n Unter diesen béfindcn fich 671 Pröuxzen, 145“ sonstige dsutscl)? Mickysangehörige, 35 Ausländer aus anderen eurrpäifthen Staaten, 27 Ws Amerika 113112 1 aus Asien. 'aébsn dien inscribésrten Stud_1€r€nken 52113311 nocb 30 néch immatrikulatioanäbige Prrvßen uanickxwrCußcn die Erlaubniß zum Brsucb der Vor- l-Yjungrn. sodaß kia? (Hösammtzabl der Berkchtfqtcn 909 kcträgt. _ Die Königlxche Univsrsität zu Marburg zählt 982 zum Hören der Vorlesungen BerrcbiiZt-I, unxer diescn 955 immatrikulierte Sjukierende (gegen_ 799 im [exten Winfer-Srmrstcr und 842 im *Somrmr- Semrttcr1894), Mid zw;1r 124 evangelisch Theologen, 276 Juristsn, 254 M€d1z:n(r_und 331 Skalierends drr pbilosopkiscb-In Fakultät. 755 find Preußen, 140 Angshörige andkrer deutschen Staaten, 4621112?- laykxcr aus dem übrigrn Europa, 6 aus; Amerika, 4 aus Afien, 3 aus Afrika und 1 auZ Australixn. _ Die Rheinische Fri-Zdricb- thbe1n12- ULiverxifäT zu Bonn brsucßrn zur Zsit 1760 nnmatrxknlrxrte Ztquende (gegen 1539 im [23th WintLr-Smnkster und16_45 tm Somnwr-Scmcstxr 1894)“, 82 rwangeliscbe und 239 katholischa Thk-Zlogsn, 422 Juristen, 324 Mediziner und 693 Studie- rsndgxkr philojovbzsthén Déscéxlinen. VM diksrn befixzsn 1616 die préußtjchk Staa:§3ng€5§rigk€it, 96 6511112161! (11:5 and3rcn drufscben Staaten, 40 Nuß dcm Ükrigén Europa und 8 aus“ Amrrika. Außsrdkm (st noch 64 xnckxt immatrikthionÖfähige-„n Prrußen Und Richtpreußcn dte_Erlaubmß zum Hören drr Vor1ex'ungén erjkeilt wordcn; dic nyammxzabl _dér Bsrecbti ten beträgt demnach 1824. _ An dcr Kon1Z[1ch€nTHLO[Zgis(ZL n und Pb ilosovbischenAkaB-emie zu Muwnkr endlich1md 437 Studiercnde immatrikuliert (gegen 409 im lxxztsn Wmtrr-Sxmener Mk.: 425 im Scmmer-Sémester1894), und zwar zahltdtekat5011_1ch-tk)€ologi1che Fakultät 295 und dié vbrlofopbische 142. 1111181: den 5771an sich 397 Preußsn, 30 sonstige demx'ckxe RLUÖWnJLHerge, 7 Axxé-[än'dcr aus andrrrn (moräiscben Staaten und 3 aus Amcrxka. _ (Zinkchlicßliäo der ncch binzukommcndén 13 nicht rmmatrtkulattonsxäbigrn Preaßen und Nichtrreußen bcläuft fick) die Gesamszabl rer Brrsckßigtxn auf 450. _ Auf sämmtlichen prxußtjchrn Unchxmixäten einsch1i6ß1ich der Akademie zu Murxfter brnndcn ]" zur in1 13 560 immatrikulierte Studierende, das Und 397 mr_kr a.?» im lsßrrn Winter-Semester Und 1077 meHr als im Sommer-Semestrr 1894. Von diesenbabrn ihre Heimat!) in Prrußsn 11 021, 17 anders:: xxatscbcn Staaken 1463, im europäisejxen Ausland 790, m Jmerxka 259, in Wim *.*0, in Afrika 6, in Australien 1. Die kaachu115551 rer Stuxwrsmdén ykrtbsilt 'Ich im laufrnden Sommer- Seuxértxr folgendkrmaxZ-xngEZ zählt die Evangelisch Abrologische Fakultax_1'804, Di:? kar59111ch-tkeologischs 843, die juristische 3260, rte_nxe?rztmsche 3511 und dir philosophische 4172 Studierende. Ein- schlt§8311ch ker nichtimmaTrikUlatkonÖ-fäbigen Preuß?" un“: Üich1rreußen bctragt_dre Zahl aÜrx berechtigten Hörst zur Zeit 17305. An dsr- srlbexx_11nd Tir prkußikchen Univerßtäxrn in nachstskdrnder RciherÉolge 5615611191: _Berlin (“mit 7695, Bayou immatrikuliert 4265), onn (1824), YQUZ (1528), Breslau (1469), Marburg (982), (Hönrngrn_(909), GréisxwÜd (891), Könégsbera (782. davon imma- trikuliert -56), Kiri (775. kavcn immatriku1iert 757), Vkünstér (450). ZU ken] strkörrer er ?ämttztlich prsußUchen Unchrfitäten zählen im lauxendeU Sonxwxr-Scméxtkr 545 o_rdenrlicbs Proéefforxn, 20 ordent- liche HonorarvrMUNZn. 274 außerordentlich? Profefioren und 444 Priratkozrntzn, *zuxammcn 1233. Auf einen “Dozentrn cntfallen d?mnacb kurch1chmttlxch 13,49 Hörst. immatrikulicrtc Studiere'nde nur 10,57. Torx größtan Lcerkörker 5971151 unter den rréußisch€n Univer- fitäte'n B(Zrlm mit 351,_ kkn klcinsten _ abgksekycn von Münster mit 43 Lebrkratten _ (Hrcir-x-wald mit 85 Dozentxn ("2 wcnig-Lr als Kiel). _FraanurtUa. M. Jm nächsten Monat wird eine Dom „Freién deut1chcx1 HOÖWÜ' Veran1taltcte_ Ausstellung „Goethe und Frankfurt" tm_ Goetbebauje Eröffnet werden. Die „Frank- ruxnr erxxmg“ 7chrribt ("1er dieselbe: Das in ungéabnjer Füüe zuxammenZUterte Matchal ermöglicht LÖ, die Béziebungkn des Dtchters zn xeénkr Y_aterstakt, zu )einen Verwandtcn und Freunden in POUkOMMNZLr Weiye zur 21n1chauun zu bringen. WKL groß die sztrbunngr-art _war, dis Goethe's ' ame auf Bis bkdcutendsten mnrr Zrttgeprnrn ausübte, kömmt so recht zum Bewußtsein, wenn „man _ck: lange Reihe der hervorraßxnksn Männer und Frauen ubrrblxckr, dre 5111? stets wohlcmpfangene Gäste der „Frau Rat!)“ im Gyethshause werltrn. Die AussteÜung wird fi? fast lückrnlos in Bild ,ugd Wort vorxübxen. Dem rkgen Anläeil. dkn nxken L_)en btengxn und auswartigen Museen und Sammlungkn be- wndrrs' rte 5IthrankfurtLr Familien _ dem Unternehmen ent- gegenbrmgexx, , nt es zu Danken , daß bei dieser Gelkgenerit manch sorgxalttg gröütxtrr SML an Porträts, Stammbücbern, Sil- bquetten ::., der Fürxrrgc dss _ocbstifts anvertraut, zu Ta 8 tritt. Eznewbesondersn Anzirvvngspunkt für Literatur- und Kun freunde Mrd eme Anzcxbl der in; Jabke1760 von ren Frankfurter Malern im (Hoetbebaufg für dekn Königslieutenant verfertigten Gemälde bilden. Es gelang dxe noch _11) Frankreich lebenden Nachkommkn des Grafen Thorax? zur _Bctketltgung an der Aussteklung zu bewegen; 10 hoch- mterenante Büker, zu drnLn noch ein großes Gemälde aus dem Befiße des bekannter: Kenneré und (9.1 mm1ers Dr. M. Schubart-Müncben kommt, le_gen Zeu x_nß dayon ab, Oaks die: S_Lekas, Trautmann, Schüß, Junker 2c. fur den omgsxteutrnant (br Bestes geleistet haben. Die AussteUung w_1rd d'en BUMI liefert], das;, wenn des Dichters Vaterstadt noch kein etgentltches Goethx-MuWum brfiyt, zu dem in der Goetbe-Bibliotbek xmd den_Goet_be-T-ammlungen des Hochftifts eine ute Grundlage ge- 1chaffen rst, d(xs nur an Zern Mangel eeigneter Räumlichkeiten und mehr daran, lwgt, daß 11e_ in ihrer; auern nicht noch genug der schonsten Erxnnerungen an (Hren großen Sohn, deffen Familie und Freunde besaße.
Hildeshxim; Der berühmte. an der Annen-Kavelle des hiesigen Domks fiCch bmauxrankende tausendjährige Rosenstock drohte vor mehreren JabreL emzugrherx; er fing bedenklich an zu kränkeln, sodaß der Rath von Sachverstandxgen eingeholt werden mußte. Dank der u_terz Pflege hat dxr Nosenstock steh nunmehr vollständig erholt und afttg wetter entmckelt. Besonders in diesem Jahre wird er eine ZFH!) Pchöcht entfalten; schon jest zeigt die Südseitx eine reiche en e.
Winter - Semester und “
Nach Schluß der Redaktion eingegangene" * * Depeschen.
Kiel, 27. Juni. (W. T. B.) Die“ von reren Blättern gebrachte Mittheilung von der Berufung «Pro- fessors 1)r. Olshausen u Ihrer Majestät derKaiserin nach Kiel entbehrt nac?) zuverläsfi ster Information ]eder sachlichen Begründung; im Gegfolge Ihrer Majestät be: findet fich Allerbocbftderen Leibarzt, General-Arzt 1)r. Zanker. .“ Mitau, 27.3uni. (W. T. B.) Zur Feier der hundert- ]qhttgen Vereinigung Kurlands mit Rußland zele- b_rterte der Erzbischof gdestern Abend in der Kathedrale eine feier- lrche Seelenmesse für ie Kaiserin Katharina [l. und ihre ver: eungten Nachfolger. Heute Vormittag fand ein feierlichesTedeum in (Gegenwart der Behörden und der Vertreter der Stände statt,
Später wird ein Empfang beim Gouverneur und dann die'
Eröffnung des lettischen Sän tes und der landwirt a - lichen Ausstellung stanfindmgerfef hsch fd
(Fortjeßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.) _* Wetterbericht vom 27. Juni, 8 Uhr Morgens.
! ( Wind. 5 Wetter.
| !
2Z8a15 bed. 3xbedeckt 2Zwolkenlos 2;wolkenloö .* 61521574?! € Léwolkenlos ; 1jwolkenlos Z LFwOTkrzz . 1;w07kég ];wolkknkos : 1=bedeckt Z 2§beiter 2217121115, 3156722671 1Zwolfia FLiÜMoZÜZ 1xwolkenws Zwolkenlos stiUwoZZZJ * 35w91kig 3 wo1fig
Stationen.
Var. 7111f 0(Hr.' u. d. Mrrrc'ssp. Temvrratur in " Celsius 1506 -=- 4092
rrd.in§1)killim.
Belmullet . . . . . . . “ 760 Aberdeen . . . . . . . “' 760 Cbristiansund . . . . . . ( 761 Kopenbagen . . . . . . ' 762 “Stockholm . . . . . . . “ 760 “aparanda . . . . . . . 762 * oskau . . . . . . . , . 758
Cork, Queenstown . . . . & 763 Cherbourg . . . . . . . „ 763 [der . . . . . . . . . 763 c“*Vlt . . . . . . . . . 763 Hamburg . . . . . . . “ 763 Swiixsmündx . . . . . . ' 762 Neufakérwaffer . . . . . . * 759 Ykemrl . . . . . 757 Pari§_. . . . . . . . . 764 Münxkrr . . . . . . . . 763 Karlsruhe . . . . . . . = 764 Wirsbaden . . . . . . . 764 Müncth . . . . . . . 765 , Chemnxß . . . . . . . 764 JQ» 7 Blem . . . . . . . . _ 762 -zW 23wo1kenlo§ ; Wien. . . . . . . . 762 ZW 2zbedrck1 Brkslau . . . . . . . . . 762 ZWNW ZZbrdeckt Jl_e d'Aix . . . . . . . 764 Z sfiÜwolkig Ytzzg . . . . , . . . . “ 761 ; Tüüxbeiter ;? 22 ;Umt. . . . . . ' 763 Z st'xü'halb bed. ! 28 _. Uebersicht der Witjerung. Aux dem ganzen (Hebtet ist der Luftdruck ungewöönlicb gleichmäßig 1)?k1b€_1[t_ und,]:aber dre Luftbewegung überall scHWack); verbaltnißmäßig arg hochsten Ut der Luftdruck im Westen, am niedrigsten im Osten. Erne ftZcbe Dspxexfion liegt_über England und scheint sich ostwärts sortzupxlanzen, wdaß insbewndere für das nordwestliche Deutschland Zunahme der Bewölkung demnächst zu erwarten ist. In Deutsch1and 1_1t das Wther ruhig und vorwiegend heiter, die Temperatur ist fast uberall grttxxgrn, [(_rgt indenrn noch aÜentHalb-en unter dem Mittel- wrrthe. Ntkderxchlage werden nur aus Um östlichen Deutschland ge- mrldet. * Deutsche Seewarte.
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' Theater-Anzeigen.
Ierlmer Theater. Madame Anfang 71- Uhr.
Sonnabend: Madame SaW-Géue.
COZntag, Nachmittags 2x Uhr: Die Kreuzelschreiber. _ Abends (“€ Ubr:_Ter Pfarrer von Kirchfeld. (Leßte Aufführung vor den Thsaterxerien.)
Frkitag: Saus - Géue.
Neues Thkater. Schiffbauerdamm 4 :../5. Freitag: Euwmble-Gaftsvßel der Mitglieder des Carl SchulHe-Tbeaters (Ham- burg) zmter Lettung des Direktors José Ferenczv. Tata-Toto. Vaudrvrlle m 3 AFten nacb Bilbaud und Barréz von Victor Léon und F. 3211. Munk yon Antoine Vané-s. Anfang 74 Uhr.
Sonnaöend: Tata-Toto.
Theatrr Unter den Emden. Bebrenstr.55/57. Direfjion: Julius Frißfcbe. Freitag: Ms; HelYext. VaudeviUe-Overeße m 3_ Akten yon Maxime Boucheron. Deuts!) von Richard Genée. quk Von E. Audran. Dirigent: Herr Kapellmeister Jedermann. ARW'I 74 Uhr.
Sonnabend: Miß Helvett.
Schluß der Saison: 30. Juni. Wiedereröffnung: 1.August 1895.
- Familien-Nachrichten.
Verlobt; Frl. Jenny Bon-Neubausen mit Hrn. Landrath und Prem-Lteutenant drr Nef. Dr. _jur. Friß Schulte-Heutbaus (Neuhausen, Kreis Königsberg i. Pr._Deutfch-Krone). _ Frl. Elli von_Rum'obr mit Hrn. Lieutknant zur See Ludwig von Reuter (Plon-le).„ _ Anna Freiin von Level mit Hrn. Major von Ywdbetm _(Caffel-Stettin). _ Frieda Freiin Von der Zßexßéchm mrt Hrn. Lieutenant William Halling (Erfurt-
u .
Geboren:_ Ein Sohn: Hrn. Bergrath Otto Gutdeutscb (Sooden a. Werra). _ Hrn. Rittergutsväcbter und Rittmeister d. L. Robert Mengel (Tnenke). _ Hrn. Predißer Karl Wagener (Breslau). _ Hrn. Landratb Freiherrn Senfft von Pilmcb (Kammin).
Gestorben: Verw. Fr. Matöilde von Schmettau, geb. von Gorßzkowska (Hildeöbeim-Bunzlau). __ Hr. Oberft a. D. Karl von _Kebler (Merseburg). _ Hr. Regtrrun - und Baurat!) qu Krams (Freienwalde a. O.). _ Fr. Conßtance von Rudzinsb- Rudno (Troppau).
Verantwortlicher Redaktéur: Siemcnrotk) in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei d B San Berlin ZW., WilhelmstraFe1 32. erlag W
Sieben Beilagen. (einschließlich Börsen-Beilage).
PreUßiftber Landtag- Haus der Abgeordneten. 80. Sißung vom Mittwoch, 26. Juni. Ueber den Beginn der Sißung ist gestern berichtet
worden. Auf der Ta eSordnung stand die dritte Berathung 5813
r eines tem elsteuer e e cs. WMF) den bereits pmitgetheiltkexns usführungczn der ngg. von Eynern, 131". Krause und Richter ergrtff das Wort
Finanz:Miniftcr 1)r. Miquel:
Die bisher erörterten Fragen find in zweiter Lesung, tbeilwäse aucb schon in der ersten so ausführlich diskutiert worden, daß ich auf dieselben näher nicht eingehen will. Ich we'rde mich schwerlich mit Herrn Abg. vvn Eynern darüber einigen, welcher Mebrbetrag aus der ursprünglichen Vorlage der Regierung herausgekommen sein würde. Ich bleibe auch nach den ausführlichcn Verhandlungen in der Kom- mission und nach den eingehenden gewissenhaft aufgestellten, aker allerdings immerhin unsicheren Schätzungsn, die im Ministerium auf- gestellt find, bei meiner in der ersten Lesung hervorgehobenen §Z'lnsicht in jeder Weise stehen. Ick will aber auf die Einzelheiten, “016 der Herr Abg. von Eynern angeführt hat, nicht näher eingehen, zum erheblichen Theil beruhen sie geradezu auf Rechtsirrtbümem. Beijpiels- weise bin ich überzeugt, daß die neue DefinitZon von der steuer- pflichtigcn Korresvondenz in der Sache selbst, in der Besteuerqu gegenüber der R(gierungsvorlage auch nicht das geringste ('m-dert. Dre Definition läuft genau in der Praxis und Handhabung aas dasjenige hinaus, was bisher Rechtens war, und was nach der Stellung des Reichsgerichts in die Vorlage der Regierung aufgenommen worden 111. Ganz ebenso liegt es aber mit vkrschéedenen anderen Beispirlen, dre der Herr Abg. von Eynern angeführt bat; ('s find das ÜÜSÖ abgerbane Dinge. Ich bin in dieser Beziehung mit drm Herrn Abg. R(chTer ganz einverstanden: es kann darauf Heute nicht m(br “ankommcn, sondern beute handelt es fick) darum, die Grundlagen sür emen vollen Abschluß des Stemvägeseßes zu gewinnsn.
Im übrigen möchte ich gerade dem Herrn Abg. Richter gegen- über und seinen früheren Aeußerungrn in Beziehung auf die Tbätig- keit der Kommisswn dem Herrn Abg. Von Eynern in je5er Weise beistimmen. Ich glaube, wobl selten bat em-e Kommisfion mit solchem Eifer, mit solcher Gründlichkett und einer solchen Ausdauer rin so schwrres Geseß behandrlt wie das Vorliegende; in dieser Beziehung stimme ick) mit dem Herrn „ng. von Eynern überein, wenn auch einzelne Beschlüffe der Kommmwn mir höchst unbequem find (Heiterkeit), und ich fie noch heutr für durchaus ungerechtfertigt halte; das find aber Meinungéverschteden- heitén, dée aus der Verschiedenheit der Stcüung der Staatöregrerung gegenüber dem Hause fich von selbst ergeben, und man kann 1agen: darum keine Feindschaft nicht! (Hkitkrkeit. Sehr gut!) _
Nun hat der T(rr Abg. Krause den Wunsch geäußert, es moge in wéiterem Umfang als bisher die Selbstwerwertbung der Stempel grstafte: werden. Ich habe schon _ an anderer Stelle _ ÜUZJLsPLOÖ-CU, daß meine Abficht gérads in dersélben Richtung geht; ich thrixe die-An- ficht des Herrn Dr. Krauss, daß nicht in drr Abficht zu dewaudteren oder aus Vöéwilligkeit in den meisten FäUcn unrichtige Stemvel odrr aber gar krine Stempkl kassiert werden. Ich theile fsrner die Anfickpt, daß man in einem viel angedshnteren Maße, wie rs bisher der FU war, VOÜLÖ VertraUSn zu dsr erlichkeit drr Personrn, die m dicser Bezirhung mit dem Strmvrl zu bandbabsn haben, babcn kann, und daß es dabrr sebr wvbl getban ist, (1116) im Intrrefie des Fiékus in dieser BCIZLÖUUJ _ natürlich mit der erforderlichen Vorswbr, da ja die Kontrole srßr abg€schwächt wir's _ fick) webt (raf die ZuVerläsfi-gkrit, Elérsnbaftigkeit und aufmerksame
GLscbäftÖéükrung seitevs ker thbriligtkn zu verlaffen, ich bin dahér der Anfickyt, daß man da in Zukunft srbr: viel weiter gehen kann; es finB nach der Seite bin dir Einleitungsn schrn getroffen. Man würde es auch selbst dann thun können, wrmr dieses Gsset; garnicht zu stanxe käme. ,
Der Herr Abg. Richter hat Hier nun eine Frage aufzegriffen, 1:1? in Wahrheit hier doch nicht brrgrbört, nämlich di? Frage des RCÖÜI der Krone, (Erlaffe an einzelnen Stemplln im einxelncn Fall an:? BUi-skeitsgründen e'mkreten zu laffén. Darübe'r ist frübrr ausführlich diszÜiert Er bat fich dabei, bezog,?n auf einen B2sch1uß 61118! Reichstag'ékcmmisfion, d(ren Vrrfichder ici) war. Ja, wenn wir disssn Besch1uß wörtlich in Prsrxßen zur Anwendung kommen [affen woÜTc-n, so paßt 561-6118 garnicht auf die Behauptung des Hrn. Abg. Nichtrr. DNIU m Prsußcn ist e:“: V2rfaffung§rrcht, daß diE Krone berechtigt im, im einzelnen Fakl derartige Stemvel zu rrlaßcn, und amb kirser Beschluß steht vor dem bestebsnren ©6185 und vor “dcr Verfassung natürlich 7111]. Ob im Reich in dieser Bezxehung ein so weit- gehendes Recht dsr Reichsregierung bsstrbt, das ist sine anxsre Frage. Hier in Preußxn ist die Sache vvÜkommen unzweifelbast, und ich gsbe sogar sowcit, meine Hkrren, das;, wenn ein solche§ Recht nicht bestände, man im Jntereffa der Bevölkerung gezwungen wärr, c;; einzuführen. (Sehr richtig !) Keine große Verwaltung kann ohne das Recht, Bikligkéit waljen zu [affen im einzelnen Falle, existieren; das kann gar kein Privatmann, das kann auch keine Kommune, das kann am allerwenigsten ein großer Staat wie Preußen. Ick wil!
aber auf diese Sache nicht weiter eingehen, da der Herr Abg. Richter seiner Bemerkung ja keine Folge durch Anträge gegeben hat.
Wenn der Herr Abgeordnete nun aber bei der Gelegenheit fragt: wo denn das Geseß bliebe wegen Verwaltung von Einnahmen und AuSgabxn, und msint, wenn es mir nicht gelänge, den Reffortparti- kularismus meiner Kollrgen zu überwinden, wem solle es dann gelingen, und so würde man dahin gedrängt sein. bei einzelnen Gesehen im Einzelfalle diese Frage zu lösen, _ diese Fragen können aber nur im Zusammenhang eines allgemeinen, die Verwal- tung von Einnahmen und AuSgaben rcgelnden Geseßes gelöst werden,
, „ Erste Beilage . , zum Deutschen Reiäxs-Anzeiger und Königlich Preüßijchcn StaatH-Anzexgkr. NL“? 151.
Berlin, Donnerstag, den 27. Juni
kommen, wenn man sie im Einzelfall entscheiden woÜte. Ich glaube weder, daß dic Staatsregierung darauf eingehen wird, noch daß das Haus diksen Weg beschrsiten wird. Aber es ist auch gar kein Grund vorhanden, das; Das Haus glauben könnte, auf diesen Weg gedrängt zu sein; ich halte an der Hoffnung fest, daß es gelingen wird, ein solches Gesetz dem Hause der Abgeordneten vorzulegen. Jedenfalls sind in dieser Beziehung die Verhandlungen durchaus noch im Gange, und es ist gar kein Grund vorhanden, fich in dieser Be- ziehung einer gewiffen Verzrveiflung hinzugeben. Ick stehe noch heute auf dem Boden, daß es im höchsten Grade erwünscht wäre, ein solches Geseß mit dem Lartdtage zu verabschieden.
Meine Herren, ich werde mich, nachdem die Vertreter der großen Parteien im Hause fich im großen (Ganzen über den Inhalt des Ge- seßes geeinigt haben, an der Diskusswn über die einzelnen Punkte im Allgemeinen nicht betbeiligen, ich halte das nicht für nötbig. Ich kann auch meinerseits im Ganzen das Kompromiß acceptieren, wenn ich auch in einigen Beziehungen feinkn analk bedauere. Aber ich habe schon bei der ersten Beratbung gesagt, daß es unmöglich sein würde, ein solches schweres Geseß mit so vielen ein- zelnen Positionen zu stande zu bringen, ohne dax“; ein gegensritiges Entgegenkommen zwischen der StaatSregierung und dem Landtag, der Mehrheit des Landtags stattfindet. Man werde beiderseits da in vieler Beziehung Resignation üben müffen. _ Was die Schäßung des Herrn Abg. Richter über das Ergebniß des Gesammtgeseßes betrifft, wenn es zu stande kommen sollte, wie das nach den Anträgsn fich ergiebt, so kenne ich nicht die Grundlagen, auf welche der Herr Abg. Richtrr diese Scbäßung stößt. Ich kann ganz aufrichtig sagen, das; ich heute mit nicht mit Sicherbeit darülyer klar bin, ob das Gesetz Mehreinnahmen oder sogar einige Minder- einnabmsn bréngt. Das ist meine aufrichtige? Ueberzeugung; und ich glaube, ich bin aÜrrdings möbr in der Lage durch meine Stellung in der Praxis drr Vsrwaltung, diese Dinge beurtbrisen zu könrxen aks ein cinzclner Abgkorknetér. Ich Habe aber von vornßxrkin erklärt, dar"; es zwar wünschenswkrth wäre, wenn ohne _wsként- lichen Druck und Schädigxxng wichtiger aÜgemciner JUNKER eine Mébreinnabme aus* diesrm Gessßrntwurfe bkrrorsréex de:;n wir brauchen die Mehreinnabmen im Interesse des LandcÉ, 114.55: im Interésse ker Regisrung; das kann hier im Hauss ga711icht 1“?- stritten werdsn von denjenigen, die Ükerbaupx nur einen obsr- fläch1ichrn Blick auf unsere Finanzen und auf die Erfahrungen Der lsHten fünf Jahre geworfen haben. Nicht§rrstcw€niger aber hake ich den Werth diefes GeseZQs für so bedeutcnk, daß auch dann, wenn keinerlei Meßreinnahmen aus dem Gefeß Hervorgsben solltén, ich doch in demselben einen wesentlichen Fortschritt erblécke, und zwar nicht im spezifikchen Interesse der Staatéregierung und ihrer Béamten, somdern im Zntereffe der gesammten Bevölksrung. Ick will darauf nicht näher eingebrn; dir Zukunft wird das lehren.
Ick tbrile ganz die Anficbt der Herren Abgg. Richter und Krause, daß auch dieL Gesetz nicht 3116 RrchtSzwsifel abschneiden wird, daß (mcf) Hier und "da wieder neu€ Komrorerssn Lntstekxkn wxrdén. Wer aber die biZberige Dunkelbeit, Zweifslbaftigfeit, Bs- stritteabcit 1:4 dkn aUarwickytigsten Materien der biÖberiJen Stempel- steuergefesgebung ksnnt, der muß fich doch sagen: im Großen Und Ganzen find die Zweifkl abgeschnitten odsr es wird eine außerordent- liche Klärrmg dsr N€chtsv€rbältniffe eintrexen; namentlich wird es vicl l€icht€r sein für jeden Steuervflickptigen, fich durch die Einficht dissxs Gesexzrs und des Tarifs selbst klar zu machen, wrlcber S_tetnycl zu kassieren ist, Vökt wo es fich üZerbaupt um eins stemvklrxlichtrgk UkkUnkS bandélt. - __ .
Ick rmpfeblr also dem Hause di? Grundlage TLZ Krmvrommrs im A(lgemc'inkn. Ick) werds vielleicht hier und da im Einzslnrn noch msine abweichcnde Meinung ausdrücken müsseén; im AU-gemeinen _würYe auch ich mich über die unverändertk Annahme des Geseßsntrrurss mlt drn jest durcb Kompromiß unter den Parteien fkstgestxUtcn Amsndemenrs für befriedigt halten.
Abg. Von Puttkamrr-Oblau (kons): _ Mindersinnakmrn
dürfen auf keinen Fall bei der gegenwärtißen Fxnanzlagé emtxetan. TSL Schätzungen der Einnahmn rnxhrbren xder 11cheren Erunxlage; man soÜte fis deralb licbrr unterlameß. Wtr ((_ebrn au's kcnUs-lbrn Smnkpunkt, drn wir in dsr ersten Lexung emxnryxmsn kabrn, unk wkrdsn uns an der D€batte nur bétbetlt-gkn, wxun wir cinen prinziriéüen Sxxmdpunkt zu, , yertrkxen haben. Der Besteuerung der mundhcbén _ Mtrtcsvertragc babkn wir Urgestémmt, wxil fie TU_rchcxuS erorkerlrch 1ch1€n_ zuxran 9,11th TUckfük-rung rer MietbSverze1chmffe. T_te Nr*„tlnvenktgkerr rer 1.1;tkrcn zu dem Zw-Jck, djs zahlreichm_Steuerdesraudatwnxn 311451711er Tréißrn, ist uns Überzkugend nacbgcwisscn worderxx Ich bitte (212, Da.; Kompromiß anzunkbmen, da nur durch JessnYettthS Nachgeben Do.:“- Gssch zu stande kommen kann. “
Abg. Kirsch (Zenn): Wir haben nich_t aus cxÜxn Fordrrungen bestandrn, um das Zustandekommxn des GMT???" _mehr zu gchbrden. Denn wir find drr Ueberze'ugung, daß Das GUSS m xormZÜcrYCzwbung eine Verbeskrung brdeutet, und daß es eine große Anzabl (lerrchtZunge-n enthält. Namentlich glauben wir_ crr-Zicht zy „Haben. daß DtLS-tcner- pflicht zum tbeil von drn schxvacheren aus dre stJrkeren 'Scbyltsrn üb-xrtragkn wordrn ist. Abge1eben von dcn_ Anfragen, drk wtr zur Tarifvosuion 25ch1 gestrllt babsn, wollxn wxr dem„K0__mpxomrß 'zu- stimmen. Miaderrinnabmkn werden fur dl? StaatIkame Ueber mcbt eintreten. _ _ _
Abg. Freibßrr Von Zedlixz und Neukxzch (xt. kom): Im Namen meiner Parisi bittebicb, das Kompromrß und Das ganze Gejexz mö lichst ein'tirnmi anzune men. _ .
LAbg. Vojn Eerrn bemerkte, er" habe _ficb fur Vervfirxktct ge- halten, für die Thätigkeit der K_ommryfion _sngtrxten gegxnubrrßden abfälligen Urtheilen, Tie Zerade 111 km: Prene des „Herrn Rlcbtkr uber “ie aus (' kochen wor en men. _ " _ _ ' AégkpRicher erwiderte, dix Kotxnpijfion muffeßßch eben,!o,dre Kritik gefaUen [affen wie etch dte_Mn_nster. Dem Wanz-thster grgcnüber bemrrkte Redner, dxe_ uxerlme Vollmacht res Mongrchrn, aus irgend welchem Gruzwe ae[e liche Stegern zu erlassen. ser n_1cht verfaffunJSmäßig. Auch tm Ret gebe es eme solche Vollmacht nicht,
Finanz-Minifter 1)r. Miquel: . Ich möchte doch kurz dem Herrn Abg. Richter erwidern; ich habe gesagt: "wenn das in Preußen bestehende Verfaffungsrecht _ und das
die Befugnis; gäbe, Stempel aus Billigkeitsxxrünken irn einzelnen Fal! zu crlaffen, so müßte man diess Befugmß einfükren. Wenn ich dsr Meinung wäre, daß die Krone diese Befugnis; nicht besäße, so würde ich den Herren unbedingt
vorgeschlagen haben, in 'das ©8768 bezüglich der Stempel diese BS“
fugniß aufzunehmen, und ich bin überzeugt. das gesammte Haus wür5e mir beigeftimmt haben. (Sehr richtig! rechts.) Wenn ich anxrt dre einzelnen Fälle allergrößter Härte und Unbiüigfeit, die da vorkommen, vorlegte, so bin ich überzeugt, Sie würden dieses Recht der Krone hier durch besonderrS Gesetz übertragen haben. “Aber die- ganze Frage gehört jedenfaüs nicht in dies Gsies.
Ueber die Verfaffungsfrage selbst und die zweckmäßigs Art der Ordnung in einem Gesetz über die Verwaltung von Einnahmßn u'nd AuSgaben hoffe ich mit dem Herrn Abg. Richtrr noch demnächst em- gebender zu diskutieren.
Abg. Schenck (fr. Volkév.) erklärte, es sei richtig, daßrr bei “ver Gssammtabstimmung in 'der Kommission für das GMI gextmzmt habe. Er habe aber darum nicht darauf vrczicbtet, "_1 der zwettsn Lasung die ihm wünschenswertb erscheinmdsn Abankerungen zu brantragen. _ , Das Haus ging zur Einzelberathung uber und er- theilte den von Vertretern der beiden konscwattven,__ dcr nationalliberalcn und der Zentrumßpartei vcrembsrtew Kom- promißanträgen (Gump und Gen.)_l)1n11cht[1ch der ersten 24 Tarifftellrn ohne Debatte seine Zufttmmung. Danach wird u. a. der leßte Saß in Abs. 3 unter „Ab- tretung von Rechten“ dahin gefaßt: _ _
.ka Slemyel für Abtrstungen unterliegen aucb Antrags aux Umschrexbung vor Dem 1. Oktober 1881 aU-Ö-gestelltkr Namenaktien im Aktienbuch, ZQÜÉ- nicht eins mit dem tarifmäßigcn Stemvel ver- ssbsne Akkretungsurkunke errichtet ist.“
Der erhöhte Saß fÜr die Zulaffung „außer52u1_scher“ ?luswandcrUngEUntemehmer wjrd auf die „auslandnchen“ angedehnt. _ Jn TariffteUe 22 wird ein nach den Anlagrkosten avgrstufter Zxcmpel für Genehmigungen von. Pr-rvat: anschlußbabnen eingefügt, und zwar nach Stasrn, dre von 1000 auf 10 000, 20000, 50000, 75000, 100000 und dar- Über von 50000 zu 5000034 steigen, ein Stempelbetrag von 1 vom Tausend der oberen Grenze jeder Stufe.
Bri Tarifstelle 24, Fidcikommißstiftungen be: treffend, schlug Abg. Rickert vor, die hierzu beantragte .Re- 1" olution (Gump und Gen.), betreffend die Vorlr urig sm_axs Gsseßentwurfs über anderweite Regelu_ng des Fr erkommtß- wesens, nicht an diesrr ZteUe, “sondern erst nach Durchberathung des ganzen Geseßes Zu berathen. _
Abg. Graf zu imburg - Stirum (form.) Widerspruch. _ ..., .
Abg.Nich1€r bestritt die geschäft§orrnungsmäéige Zulaxngkxxt dsr R(srlutxon ükkrkxnupt. Es sei nicht angängig, ri rmc'r TLM" festsrrzung irgsnd einen kaxenstand nach der allgkmeinrkckytlickyen Ssxte bin za erört-rn. Das sei "Sache eine:? Jmitiafivantrags.
Präfirent yon Köller erklärte die Resolution für durchaus geschästIorrnungsgemäß, ka fie in rnger Bezirbung zu der 11“! Frag? kvmmetwén Tarifstslle stébk. _ _
Abg. Graf zu Limburg-Stirum bemrrkte, 1€ine vvlitischn “?rrunds hätten davvn Abstand genommen, brzüglich des Fiksikommiß- ;)tkmpels Anträgk für die dritte Lesung zu strllen, weil ihnen von DLK andern Partsikn, w€lch€ an drm Kompromiß bcthsiligt seirn, die_ An- nahme drr Vorliegenren Rksolution in 5Uu§ficht gekteül worden 'ei.
Nach längerer Diskussion beschloß dax: Haus, nach dem Vorschlage des Abg. Nikkrrt („u verfahren.
Bsi Tarifstelle 250, welche einen ainpwzentigen Stempcl auf das Einbringyn von nicht in (53610 besteßendem Vermögen in eine Gesellschaft legt, beantragte Abg. Richter, die Gkssllschaften mit beschränkter Haftung von nicht mehr als 500000 «sé Stammkapital auszuneymen.
Wos Richter (fr. Volksw.): Die Gesellschaüsn mit beschränkter Haftung mch; Sinkt bcsmwsrrn Bkstruerung zu untsrwsrfen, kann nach vsrschisdknxn Skiken bin zu Härten führen. Ick habe in zweixér Lesung einen noch, wsitsr gekénden Antrag gesteUt. (Tr wäre an- JCUOUUXWU worden, ann UnS Herr Kirsch nicht auf 171€ dritte Lesung vxrtröftet hätte, für Die Er 78155: ein-xn Antrag vxrsprach. Nun sxebsn wir abkr in dEr krittkn LSsung vor der chinefisch€n Manér der Kom- rrymißanträge, und Von Einem Antrap? Kirsch ist keine R91“? mrbr. Ich bittc also um Annahme msineÖ Amrazx.
Finanz-M'mister [)1', M 1 q :( e [:
Msi"? HMM! Ick) bitte Sie, dsr. AntraJ 5955 Hrrrn Abg. RiÖtcr abzulk-Hnrn. Ich Hab? scfwn mrbrfach außgrfübrt, daß an fick) schon ?ck Geseüschafx mit bsschtänkter Hafxbarkeit ganz aUkzsrordkntlick) PTZVÜTZÜEU worden ist, sir zahlt keinen Stempel für Aktisrn ste ist drr Nxßcb-I-Ztlmrelgksrtzzebung néclyt untsrwrrfen, fis zablr !Sine Eén- kkjnlnékxstäirk fie zahlt krine Kommunalstkuer, und diese Dinge schlagm „133.3 andkrs durch als ':cr Skavrl, der ikér bier aufgelsgt wird. Emc besrndkre writere Auznabms nun unte'r Verlust auch Von finanzisllen Einnabmcn zu machst!, dazu ist nicht “ker mindxste Grund, Und di? Stellung drr StaatSregierung xu dyn Komvwwixanträgm kann krch nUr im Ganzen aufchaszt wcrUn. WZ): vkrlicren beisvielswkise bsi der Auxgabe der münkkicbrn Misthévertcägr ganz außrrordentlicbe Summcn, sodaß ich sogar überzcugt bin, “ca:"; infolge der Grsammtheit der Erkcickpterungcn, die in Bszug auf dir Mictbévsrträge vorhanden find, mindestkns keine Mebreinnabms in Zukunft, auch nécht Durch das jest einzuführende Verzeickpniß für schriftlécbr Mistbsverträgs hsrauskommrn wird. Ich biTte also, den Antrag rex? Herrn Abg. Richtsr abzulehnen.
Abg Kirsch (Zenn): Ick) habe mir allerdings in drr zweiten Lesung vvrbsbaltkn. svätcr einen bescndsrén AnNag einzubringsn, habe (1er kanmss nicbt wiffsn können, daß zwischen der zweitm und “krittrn Lesung ein Komprom1ß abgkschloffcn werden würde. Infolge deffen sah ich Von Einbringung Links besonderen Antrags ab.
Der Antrag Richter wurde abgelehnt, die Pofition nach den Kompromißanträgen angenommen, wonach fie den fol- genden Zusaß erhält: _
„5 efreik ist das Einbringen don Nachlaßgcgenjtänden in Eine ausschlicßlich yon den Theilnrhmsrn an einer Erbßcbaft ge- bildete Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Zu den Tbeilnebmern einer Erbschaft wird auch der überlebende Ebegatie gerechnet, welcher mit den Erben des Verstorbenen Ehegatten güter-
erbob Dagegén
und wir würden in die allergrößte Unklarheit und Verwirrung
ist nicht bloß die geschriebene Vcrfaffung _ der Krone nicht
gemeinschaftliches Vermögen zu tbrilen Hat.“