1895 / 155 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 02 Jul 1895 18:00:01 GMT) scan diff

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eigener Wahl. Als lesicre ware!) cWZhli und gelangten zum _Vor- trag: „1.65 kkÖLUÜE'J“, sywpbomsche Dichtung Von Liszt (Regiment Nr. 6), „Wotans Abichicd und Feuerzaubrr“ hon Wagner (Regiment Nr. 34), Phantasie aus .Figarr's Hochzeit" bon Mozart_ (Regimetit Nr. 37), Vorspiel zur Orrr .König Manfré'd' bon _Nemecke (Regi- ment Nr. 46), Ouvertüre zu .Athalta“ von Mendels ohn (Regtmerit Nr. 47 , Andante? aus der Ü-UroU-Symphonte vo_n Schubert (Regi- ment . r. 49), .Jntermrzzo im Biwak“ V9." erprrcht (Regiment Nr. 50), „Historisches Potpourri“ von Kurier (Liisgrmrnt Nr. 58) und Andante aus der Symphonir Nr. 5 ((J-w__011) don Brethoven (Regiment Nr. 140). Um 8? Uhr 599911 _11ch die Preisrichter zur Berathung zurück, währrnd sqmmtltche neun Kapellen (über 400 Mann) gemrinichaitltch _ aui drm _großen Y_orplay zwischen Industrie- und Maickymrnhalic ems: Aussuhrurig veranstaltetsn, welche? mit Zavfeiiitr€ich_und Abrndgrbet schloß. Die Wirkung des Maffenklangs war eius i_iiachtige. DieBrrat_h_ungr_11 des Prcisgerichts führten zu drm Ergebniß, daf;_d_gsselb€ cmitimmig er- klärte, zwri erste Preiss vrrtherlrn zu muiirn, da zwei Kayellen voÜkommrn glricbwcrthig dir briirn Leistunaen _arrfzuweisen hatteri. Infolge drsirn Wurdé ssirrns dcs AusstrUungscomUss drr erstr Preis noch einmai- - zur Verfügung gritellt. Nacb_d€m frei) die Prrisrichtcr Und Kaprümeiiter auf_ dem Orcheitcr Vrriammrlt hatrrn, vrrkündrrr PrOfkffOr Joachim den _ Spruch _dss Prkts- gerichis. T-amach smd dir ersten Prriie __ rrtherlt wordexi den Karrllcn drs Grerxadicr-Rrgiments Gras KMU r*r'n Nhilrndhri (1. Wrstrr.) Nr. 6 Und das zwrirrn Nrrdrrschieiikcbrn Jnianwrix- Regiments Nr. 47, bridr in Poien m Ggrmshn. Dcr zwrrte Prris wurde drr KapeÜe dcs 3. Posrnichen Jniantsrie-ngimrnrs Nr.__58_ m Glogau umd drr drirte drr Kapelle des POWMWÖM F111_111€r- Regimrnts Nr. 34 in Brombérg zugriprrchrn. Dic _Sirgcr erhielten ferner rin künstlerifck) ausgestattrrrs, yon den_ Preisrichicrn und dem Ausstrliungscomité untsrzrichnetes Dipiom, jeder dsr 1121131 KJPEU- meister abrr als Erinnerung €in_€r_!_Ta_kr1trck h_on Ebenholz rnit Stlbkr- beschlag, die Stiftung LinLÖ funiiiinmgen PNSNL]: BUrgrrs.

Aus London erhalten wir dir Mittheilung. dasz am _vorigen Mittwoch die jungs Violinbiriuosin _Fräulrin RUS. Schindler aus Brrlin, Schülrrin drs Herrn Professors Joaihirn, im _Krmiali- Palast daselbst iich unisr großem Béiicili hören ltri;_. Sie iyreltr Swohr's brliebtr „Gesangsiccne“ und Einige nr_ucre St_uckc, in denen fir die schon irührr gerübintcnY-orzüge: tadrlloie Trrhntk und i_chwung- roU belebte Ausdrackswriis, glanzrnd zur Gelturig brachtr.

Mannigfaltiges.

Ein Verbrccbrn grgsn das Lebrn des Polizri-FI-berstrn KraUse ist durch die AUimerkiamkcir drr Poirbxhbrd€_glucklich ber- riteltwordcn. AusFürstenwalde Jirig, rvic hxeiigr Blatter brrichren, auf dem Packet-Poitamt in dor Oranienburgeriirane am Sonnabend ipär Abends Eine» Kiste ein, die in der Nacht ziim Sonntag um 2Uhr zur Briteilung zurrchtiirlegt wurde. Als ?_Lbiender_ war der Name C. Becker, als Adresai rer PoPri-Oberii Krauic 0117 Parket _Und Brgleit-Adreffe herzeiihnrt. Die Siegel, mti drnrn Oi? vsrichnurte Holzkiste bcriehen war, wiesen die Buchstaben „C. B.“ 0117. Drr diensthabende Postbeamir brmrrkte baid,_ daß das dsr Kistr, die 25 Pfimd ichwrr war, 81:18 Flüsiigkeit herausiickerie, die alsbald als Brnzin erkannt wurde. Tics nei um io mehr auf, als die Kistr den Vermerk trug: „Nahrungszxnttri, _[Ltlht drm Verderben ausgeseßt“. Als man die vrrrachiigr Kliff! m_:ihob, wurde? aus dem Innern heraus das Ticken Eines Uhrwerks horbar. Jerzt wurde das zuständig? Polizrirevier benachrichtigt, _drffrxi Vor- stand gegen Morgen mit mehreren Beamtrn Eintras. Auf dem Hofe drs Packet-Poitamts _ging man untrr Beobachrixng alier Vorsicht an die bolistandigc Oeffnung _ der Kiste; Dic keinéswegs gciahrlofe Orffnung erfolgte crm dem Hoi drs Packei-Postamis durch dic Polizai-Lieuteyants _Hetixhko und_ bon Moish. In der richtigen Vorausseßung, daß, rails die Krit; Erdioiions: itoiir Enthaltr, rs griährlich sein würds, drn Decks! drr Kritik zu öffnen, wähitcn iii? drn Bodsn der Kistr zum_Axisgangspunkt ihrer _Unter- iurhungrn. Durch cinr kieine Shaltc, die iir tn drm Boden der_Ktß; gk- macht hattrn, erblicktrniir 61116 W-Zckeriihr in einem ertrr von Zrmdiadrn. Diese Fäden wnrden mit großer Voriicht durchschnitten, und dara_uf fand mm:, das: die Weckeruhr mit einem klsinen LrsarrÖeux-Rrvolber in Bar- kiUkUiiZ stand. Der Abzug des Revolv-er war durch 8111 angebundenes gegipstes Stück Holz vrrlängrrt. Die Uhr und d(Zr Nsvolber waren an einem Breit irstgrmacht, das an dem Boden der Kiste beisstigi war. An dem Aufzngsiwparat drs Weckcrs, der aus 10 Uhr 30 Minuikn ge: steUT war, war eine Welle befestigt, die diirch eiiie Schnur rnit dem an dem Abzug drs Reroibrrs angebrachirn Holzsiück m der 51er Vcrbundrn war, daß, sobald drr Weckappdrat in Thätigkeit trat, die Entladung des Revolbcrs Erfolgkn mußts. Vrr die Mündung drs ReVolbers War rinr Mengr MrhlpulVLr gsitreut. Dieser ganzr Apparat war in einkm auf ihn gestülpien Kaiirn verstrckt. Außerhalb dicses Kastens befand fich eine: groß? Anzahl mit Mehlpulver gciüilter, durch Zündscbnürs mit einander bcrbundenrr PaPP-Paironrn, die auch au_ßerdem durch Zündicbnürc mit drm Pulverborrath in dem um- 8 tülpten Kasten Verbunden warrii, der dir? Weckrruhr und den - evolver bedeckte. Außkrhalb dieies Kastrns, inmitten drr mit

Ulber gefülltrn Pavphülicn 1ag€_n_ stehen mit Benzin gefülite laschen. Ihre Köpfe waren vcrgipii und durch Zündschnüre mit dem _Hanpierplofionshrrd Verbunden. Für den Fall, daß der Drckrl der Kiste? Vor dem Augenblick gehobrn werdrn ioliie, in drm fiel) der Wecker in Brwegung sei;,en wrrdr, war das an dem Abzug des Revolvrrs angebrachte Holzstück mit drm Deckek auch ndch durch zwei Schnüre Verbunden, sodaß das Abheben des Deckrls jedenfalls die Ent- ladung der Maschine zur Folge haben mußte. Drr Rrbolvrr war offenbar nUr in der Absicht angebracht worden, durch ikine Ent- ladung eine Explosion des Zulbers und des in den Flaschen befindiickyrn Bsnzins hrrbeizu übten. Der ganze Aprarat ist mit außerordentlichem Geschick von einem Mann hrrgesirllt, der mit drr Einrichtung Von Svrenganlagen :c. Vertraut ist. Versuche, die mit dem Apparat _angesteUt worden sind, haben bewiesen, daß sr Vorzüglich funktioniert und zweifellos großes Unhei1 angerichtet haben würde, rvenn man nicht rechtzeitig den Charakter der Sendung entdeckt hätts. Die Nachforickyungen nach dem Urheber drr Maschine haben ergeben, daß drr Weck. apparat, der Sonntag Vormittag um 10.) Uhr_ in Thätigkeit treten und die Entladung herbeiführen sollte, erst unmtttelbar Vor der Ver- packung drr Uhr gcsieÜt worden ist und außerdem allem Anschein nach auf künstlichem Wege in_seinen Funktionen gehemmt sein muß. Der Weckapparat hat eine aus zwölf Stunden berechnete Ablauszeit, und nur durch künstliche Miri?! kann der Gang des Werks so verlangsamt worden sein, daß, nachdem er Sounabend Abend zwis en 7 und 8Uhr gestellt wvrden. er erst Um 10? Uhr Morgens in Thatiqkeit Jetreten wäre. Es hat den Aniche1n,_ als habe_ fich der Urheber des .[nichlags zur Aufgabe der Kiste aus dem Postamt in Fürstenwalde einer anderen Person bedient. Diese wrrd von dem Beamten, der fie am Sonnabend kurz vor 8 Uhr Abends in Empfang genommen hat, als ein junger Mann im Alter yon 19 bis 20 Jahren beschrieben. Er war klein von Wuchs, schlank gebaut, hatte blondes Haar und eine frische rothe Gefickytsfarbe. Der Yostbeamte glaubt, daß der Mann in Fürstenwalde fremd war. Er icblie t darauf aus dem Um- stande, daß der Betreffende nicht mit dem ?Für tenwalder Postamt ber- trau! w_ar; er wußte nicht. an wen er ich zu Wenden und wem er seine Kiste zur Aufgabe zu übergeben hatte. Ursprünglich neigte man zu der Annahme, daß die Kiste aus Berlin nach Fürstrnwalde ebracht worden sei; doch sprechen verschiedene Gründe dafür, daß die Liste in

ürftenwalde mit ihrem Inhalt ?efüUt worden ist. Das Polizei-

räsidium hat durch “Säulenansch ag für die Entdeckung des Ab- enders eine Belohnung yon 1000 ck auSgescßt.

Der ehemalige Hofprrdi er, Konfistorial-Rath R ich a rd S chrad er,

Pfarrer in Deuts ch-_Wi mersdori bei Berlin, ist gestern Morgen infolge eines Schlaganfalls gestorbrn.

Die Direktion der Urania theilt mit, da , nachdem am 6. d.M. die polizeiliche Genehmigung der Bauplane _ Urania-Filiale in der Taubenstraße nuximehr m A _ Bis Ende dieses Jahres iol_1 derseibe sotht ge- fördert sein, daß man mit der Ausführung der_eigexiartigen Buhnen- koniiruktion drs wissenschaftlichen Theaters, sow:e mit der Aufstellung der Instrumente oc. wird beginnen können. _ Filiale ist für die Miitr des ersten Quartals 1896 in Ausficht ge-

ngegangen, der Bau der

nommen wvrdrn ist.

Die Eröffnung der Urania-

Heute Nachmittag 4 Uhr fand unter_ großer Feierlichkeit die Beerdigung der drei Opfer der am Freitag er- des Seekadetten Vahlen Torpedomairoirn Buhmann und Elster. Die Leiche des lrtsicren war rrit gestrrn bei Frirdrichsort ausgriunden worden.

folgten Explosion statt:

In drm Eiieldorfe Obe_r-Kai_l wüthet, wie der „Frankfurter Zeitung“ aus Trier geméidet Wird, seit Sonnabend Nacht eine Feurrsernst, Welche bereits 31 Wohn- häuser und 47 Wirthschaftsgebäude in Asche aelegt hat. _ sonrn find vsrlrtzt, auch ist viel Virh in dcn Flammcn umgekommen.

Frankfurta.M.,1.Juli.

Zwri Prt-

ka heutigen Délegirrentagc de_s bayerischkn Kriegerbundrs wohntrn Séine _Kömglicbe Hhhrit der Prinz Leopold und der Minister drs Innern Freihrrr Von Feritßsck) bLi. Die Versammlung, Welch? fich aus 296 Delegirtkn zuiamnien- ck) auf Seihe Königliche Hoheit dkn Prinz- ch auf Seine Majestat Oberst . einricb Übrrbrachte ,die Grüße: des württrmbergicben Kricgrrbundes, Dem Grsäxäftsbericht wurde Dr _ errhrilt; drrselbr weist 146 700 Mitglirrer mit einrm Bundeskaprial Die Ausgaben des abgeschlosienen Rrchnixnasi Für das T=€nk111al auf dem Kyffhaiisrr wurdrn 14 670 „46 bewilligt; désglsicben wurde einr writers Brrnck- sichtigung der geisleirh nichr Hinterblirbensn genrhmigi.

MÜnch-Zn, 2. Juli. Vohenstrauß (Obkr-Pfalz) steht drr benachbarte Yast boUständiq in F1ammrr1. _ _ folge wiirdrn 37 Anwesen und die Kirche Vernichtet.

München, 1. Juli.

setzt?, wurde mit Einem Ho _ Regenten Luitpold Eröffnet und mit einem Ho den Kaiirr gcschloffrn. Präsidentrn drs mann Von Sachs€n=W8imar

von 497 215 .14 cmi. jahrcs brtruaen 49 465 5-4

untersiüßtrn Jsvaliden rksp. ihrer

Nach rinem amtlichen Telegramm aus lrckrn Eslarn

,Ambergrr olkszeitung“ zu:

IT?. Mitteldeutsche Bundesichicßrn in Chrmnitz 1895 ist nunmkhr folgend? _Fest- 0 rd 11 n n g aufgciieklt worden: Sonnabend, dsn 6,Ju1i:_ Von Nachmittags 3 Uhr an Empfang der rintrrffendrn Scbüßrn im Gasthaus ,z_ur Linde“. Abenrs 7 Uhr: Schützenkommers und Konzert in der „Linde“. _ Revril]? Von hier Musik- der eintreffrnden

Chrmnixx,

rüh 5._i Uhr. _ s 1051 Uhr: Embian _ nhof und im Gast aus „zur Linde“. Vormittags 10; Uhr: Aufstellung des Festzuges auf dem Nrustadrer- drn angrenzrnden Straßsn. _ Ordnung wird besonders brkann_t gsgebrn.) Vormittags 11.1 Uhr: Abmarsch des Festzugrs durch verichiedene Straßrn der Stadt nach dem estmah1 111 der Fést- Von Nack)-

Sonntag, den 7. _Juli: abtheilungen. Bis Vormitta

Schüssen auf dem Hauptba

Nachmittags 2_Uhr: Nachmittags 4 Uhr: Konzert auf stZT _ mittags 5 Uhr bis 8 Uhr: Schisßen aus alie 38 SÖelb€n_(11€__bL Abends 7 Uhr: Konzrrt in der_FesthaÜe. (Militar- iontaa, den 8. Juli: Von Vormrtiaas 7.) Uhr bis Mittags 12-i Uhr:

eiiplaß in Altendorf.

Schießordnun ). kapeÜe.) _ _ Mittags 12 Uhr: Schießen nach 38 Schriben. _ Nachmitiags 25 Uhr: Beginn des Konkrtrrenz- Eine halbe Siunde nach Beendigung desselbrn: Fortießung des Schießens nach 38 Scheiben bis 8 Uhr Abends. Untsrhaltungstxiufik in der Feiihaük. _ _ Versammlung des Mitteldeutschen Schüßrnbundes im Scthnhause. Diknstag, drn 9. „Juli: Von Vormittags 7.)- Uhr bis _8Uhr Mittags 12.) Uhr: Tafel m der Nachmittags 3 bis 6Uhr: Unterhaltuxigsmufik ir_1 der Frit- Abends 7.) Uhr: Korizert und gro Geiangs-Yuifuhrung in (Städtische Kareüe und C emnirzer Sangerbund.) _ Mittwoch, den 10. Juli: Von Vormittags 74- Uhr bis 8 Uhr Abends: Mittags 12Z Uhr: Tafel in der Fest- Unterhaltungsmufik in Einsiedel. Aufführung Gruppenhilder ormiitags 7.) Uhr bis 8 Uhr Mittags 12É Uhr:

Tafel in der Festhaüe.

Nachmittags in der Festhalie, Abends 8 Uhr:

Abends: Sckoiéßcn nach 38 Schriben.

drr Festhallc.

Schießen nach 38 Sch€iben. Nachmittags 3 bis 6 Uhr; Nachmittags :__

Athleten-Klub _ _ Dvnnrrstag. dem 11. Init“: Schirßen nach 38 Sihriben. _ _ Nachmittags 3 bis 6 Uhr: Unterhalxurigsmuiik m der Monstrekouzrrt der stadtrschen und der Illumination des

Besuch drr Thalsperre

,Saronia'. (Marmor ruern,

der Festhalle. Abcnds 7._i Uhr: Militärkapeilr in der Festhaile. _ _ Festplatzes und drs Schüßrnhauses. _ Freitaii, den 12. Juli: _Von Vormittags 7; Uhr bis 8 Uhr Abends: Schießen nach 38 Scheiben. Mittags 12.) Uhr: Tafel in der Festhalle. Unterhaltungsnxysik in der Festhalle._ turnrrischr Autsührungrn (Turnverein) Großes Feurrwerk auf dem Festplatz. _ den 13. Juli: Von Vormittags 7? Uhr bis 6Uhr _Abends: Schießen Tafel in der FrsthaUc- Abends 7 Uhr: Großer Kommers in der Festhqlie.__ Sonnta_g, den 14. Juli: Mirtags 1 Uhr: Festtafeliür die M119lted_er_a1[er fur das Fest grbildeten Ausschüsse, für die htefigri] und auswartigen Festgaste und die Mitglieder der Privat-Schühengeielischaft mit Frauen in der Nachmittags 4 Uhr: _ _ _ Konzert in der Festhal1e. _ Deni Polizeiamt Chemnitz wurde Von der Königlichen Kreis-Hauvtmannichaft zu _ _ selbe das Gesuch drs Zentralausschuffes fur das Bundesschieiien, den Schüyengeiellsckoasten aus der Umgebun dem in ChemniZ-Altendorf geplanten _ _ statten, unter der Voraussesung zu genehmigen be1chlosien hat, daß bewaffnete Auf- upd Durchzüqe dur _ Zuzuge zu berührrnde Ortschaften_ur-érrblerberi._ _ Voraussetzung hat das Königlich sachfische Ministerium des Innern außersächfischen Schützengesrllschaften, die __ theilnebmen wollen, die Mitführung Von Waffen nach und Von Chemnitz gestattet.

Calw (Württemberg),

Abends 9 Uhr:

Nachmittags 3 bis 6 Uhr: Abends 7.) Uhr: Konzeri und der Festhalle. Sonnabend,

ck 38 Schriben. Mittags 12.) Uhr:

Preisverthrilunq. Abends 6 Uhr:

Zwickau eröffnet, daß die-

bon Chemniy den Zuzug zu st? mit den Waffen zu ge-

ch andere als auf dem direkten Unter der gleichen

an dem Vundrsichießen

Gestern Abend tobte hier ein e_twa 5 Minuren anhaltender Wirbelsturm,_ der von stärkstem Pageli chlag mii hühnereigroßen Schloffen begleitet war. Der St_urm richtete außerordentlich großen Schaden an; er deckte Dächer a_b, druckt_e Giebelwände von Gebäuden ein und zerschlug zahlreiche Scheiben. Die Baume wurden entwurzeit oder abgeknickt und dadur _ _ strecken zerstört. Auch der entstandene Feldscbaden ist sehr betrachtlich. Verluste an Menschenleben smd nicht zu beklagen.

cb ganze Wald-

Paris, 2. Juli. In den ersten Nachmittagsfiunden_des gestrigen _ in den großrn Werkstätten der God!! lot's abrik für Heeresausrüstunqsgegenitande_ eme furch e u e r s b r u n it aus, die in kürzester Zeit den ganzen Hauserblock zwischen den vier Straßen Petreüe, Rochecbouart, C__ondorcet und Trudame er- riff. Die rasche Verbreitung des Feuers erilart fich, der „Boss. Ztg.“ zu- lge, daraus, daß die Fabrik aus einem Einstweiligen lei ten Holzbau an Steüe des Backsteingebäudes bestand, das vor einem Ja re von einer Feuersbruqst zerstört wurde.

noch zwölf Nachbarhäusrr in svri en und das ganze Feuerwe r-Regimeni _waren um 2z Uhr z_ur Bei den Löichveriuchen wurden einige Feuerwehrleute theil-

Tages brach

anden außer der F b

Um 2 Uhr .er verfügbaren Dampf-

weise erheblich verle Herr zu werden.

Rostow a. Don, 2. Juli. Der Luftschiffer Kaéimir Krassinski_ it, wie „W. T. B.“ meldet, hier beim Hera lassen mit dem Fall1ch verungkückt. Derselbe stieg in seinem Ballon un- gewöhnlich hoch und wurde beim Herabsmken vom Winde dem Don- fluß zugetrieben, in welchem der Luftschiffér ertrank.

Madrid, 2. Juli. Eine Depesche aus Portorico meldet, daß in Barranquitas eine Feuersbrunst 31 Häuser zerstörte; Opfer an Menschénleben sind nichi zu beklagen.

Antwerpen, 1.Juli. .W._T. B.“ meldet: Heute Nachmitjag ist ein Sonderzug, w€lcher eme große Zahl holländischer Pilger nach Montaigu bringkn sollte, in der Nähe des Bahnhofs Antwerpen ent gleist. Ein _Waggon wurde umgestürzt und eine Dame getödtet. Mehrere Neiiende erlitten erhebliche Kontusionen.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Hamburgd, 2. Juli. (W. T. B.) Aus Friedrichs- ruh wird cm „Hamburgischen Korrespondenten“ ge- meldet: Das Befinden des Fürsten BiSMarck läßt seit _etwa einer Woche viel__ zu wünschen übrig. In psychischer Beziehung macht nch bei dem Fürsten eme _große Niedergeschlagenhrit _brmerkbar. Diese und die wieder heftiger auftretsndcn Gesichtsschmcrzen haben den Appetit bedezrterid herabgemindrrt,_i0daß der Furst seit einigen Tagen nur slÜsji e Nahrung za iich nimmt. (Hraf Herbert Bi5march _ist in_ riedrichSruh eingetroffen.

Konstantinopel, 2. Juli. 128. T. B.) Freiherr von der (HolZ-Vascha ist schwer an Lungrnentzündang erkrankt. Heute ist“ der Zustand etwas besser.

(Fortießung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.) _

Wetterbericht vorn 2. Juli, 8 Uhr Morgens.

zum Deutsch

M 155.

Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. 83. Sisung vom Montag, 1. Juli. den Beginn der Sißung ist gestern berichtet Auf der Tage-Zordnung stand

des (Heseßentwu s wegen Errichtung _v on Verpfl egungs: gethetlten Kompromißantrage

zunachst die dritte Berathung stationen, zu er die bereits mit eingebracht worden waren. Geheimer Regirrun s-Rath hon Trott zu Solz: Der entwurf h_at durch_dir _5 eschlüffe der zweiten Lesung eine Ges halten,__die ibn ur dre Staatsregierung unannehmbar macht. Tro der beiiimrrxt_ ab ehnendkn Erklärung des Herrn Finanz-Ministers it der_Staatsbeitrag m den Entwurf aufgenommen worden. übrigen könnrn di? Aenderungen der die Zustimmung

entscheidende

zweiten Lesun ni t dur w _ Staatsregier g ck ck eg ein Drittel

Verpflegungsstationen erforderlichen“

_ _ bestimmen, _ _ _ einzurichten standig die Reglements

Kreise), die in Wahrend die

öhe zu de_n K_osten heran ezogen werden, Das ist LME unmögli 8 Konstruktion. da der Von Ihnen orlage für uns unan-

4-1

__ rauche darauf nicht näher einzugehen, bexrylossrne StaatszuschÉ allei_r_1 genrYt,__die__ V enn asni t ie „ibi tdes () e gewessn ist, so kann ich nur drin end bitten, eines !) h n Ha nach Maßgabe der Anträge der

nehmbar zu machen. enderung, wrm tens erren Freiherr von Erffa u. Genésein- treten zu lassen. Der Antrag derHerren Von Brockhausen und Winckler macht den Eindruck, als ob die Antragstxller sich doch gescheut hätten, dieVor- shzrqlholitischen Bedeutung rundweg hinzialzLandtagen zur Begutachtung ein M_ante[chen, ein dekoratives Bei- gutachtung naher), nachdem Sie den Entwurf ß die Sache noch nicht spruch- haben nach einer er Verpflegungs-

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lage in ihrer humanitären und

Sie soil den Pro Vorgelegt werden. Das ist nur Was sol] diese Be abgelehnt haben“.)

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abzulehnen.

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_ _ _ Dem Einwand, da reif sei, muß_1ch_en_t1chieden widerspre mrhr als zwolfxahrigen Erfahrung die Wirksamkeit d

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Stationen. ,“Z-ZZ' Wind Wetter. ZGZ

ZK.Z Ze: U.

1 (IN ' QZ

IPHZ. KZT Belmullet 754 NRW bedeckt 19 Aberdeen . . 750 „MO bedeckt , 13 (Cbristiansund . 756 !NNW Dunst ** 14 Koprnhagen 757 *SO bcdrckt i 16 Stockholm . . . . . . 755 iW Regen ' 14 aparanda . . . . . . . , 757 SSW wolkenlos 17 t. Pstersburg . . . . . 761 SSW wolkenlos 19 Moskau . . . . . . . . Z 762 N bedeckt 14 Cork, Queenstown . . . . : 754 HNW Regen 14 Cherbourg . . . . . . . z 756 i-ZW wolkig 16

bedrckr 16 brdcckt 1 7 halb bedl) 18

Felder . . . . . . . . 1 754 SW «'ylt . . . . . . . . .“ 754 SSW amburg . . . . . . . » 757 SW

stationen beobachtet. Wir müssen zugeben,

theils gute, theils schlechte find; aber die G Durchführung.

Entwurf werden soll. Er Will keineswe s tarr an den '

Einrichtun en festhalten. Er trä g s btsb diesem Ge iete Rechnung, vor a Anpassung an die örtlicheii Verhältnisse". ls Arbeitsstatre mehr in den Vordergrund zu stellen, kann chten haben wir von allen Seiten eingefordert, ßsn, sondern aiich aus Oesterreich und der Schweiz. -Wanderbetteler und der Vagabonda e zu steuern, __ Scheidung zwischen iii de_r Hauptzweck der Vorlage. Lehnen fie in einer für die Re ierung unannehm-

d_aß unsere Erfahrun en runde für diese Vers ie-

Verpflegungsstationen t mannigfachrn Verbesserungen auf

en Dingen gestattet er möglichste Wo es fich embfiehli, d€n

Charakter a es gescbebrn nicht bloß aus Prsu

_ Schritt eine und Arbstiswilligen sein. Das Sie sie ab oder

rbeitsscheuen

Erste “Beilage

Berlin, Dienswg, den 2. Juli

Provinzen ein besonderes Bedürfniß besteht _ nun, dann mag die Prohinz dafür sorgen, aber wir woÜen vori Staatswegen nichts damit zu thun haben. _ Aehnlich waren auch die Ausführungcn des Herrn Von Brockhausen.

Wäre das richtig, dann würde es ja ganz unbiliig sein, rvenn der Osten in Form des Staatszuschuffes bezahlen sollte für den Westen, wo alirin ein Bedürfniß Vorhanden wäre; dann würde die Sache schon Von diesem Gefichtspunk1 aus lediglich als Provinzielie An- gelegenheit auch behandelt werden müffen.

Aber, meine Herren, "auch andere Gründk könnsn nicht die Behauptung rechtfertigen, daß hier die Weigrrung des Staats, seinerseits Mittel für diesen Zweck hrrzugeben, nothwendig das Gesetz zu Falle bringen müßte. „"Denn es ist, glaube ich, schon mit Recht gesagt, und namentlich HLN? bon Brockhauien hat das anerkannt, daß, wenn der Staat Bedürfniß- zuschüsie giebt, er doch unmöglich über die Höhe der Bedürfnisse und die Art der Bsfriedignng und die Einrichtungen der Stationen Andrre entscheiden [affrn kann _ und er soU ja bezahlen, was Von ihm von Anderen gefordert wird. Meine Herren, das Beispie1 der Matrikularumlagen im Reiche sollte uns in dieser BL- ziehung doch Erwas Vorsichtig machen. (Sehr richtig! rechts.) Wir sind darüber einig, daß das auf die Dauer ein unerträglicher Zustand ist, ;daß der Eine die Ausgaben Verursacht und waiUigt und drr Andere fie zu bezahlen hat. Genau ein ähnlichrs Verhältniß würde hier eintreten. Meine Herren, warum habrn wir denn bei dem Dotationsgeseß das System der Bedürfnißzufchüffe voUständig verlassen und isste Dotationen grgeben für bestimmte Zwecke? _ einfach weil dies die einzige Grundlage einer wirklichen Selbstverivaltung ist. (Sehr richtig! rechts.) Sowie Sie hier auf diriem Gebiet Bedürfnißzusihüffe hom Staat bekämen, würde die Selbstberwaltung auf diesem Gebiet wdt sein, das sage ich Ihnen im Voraus! Es handelt sicb hirr also garnicht um eine bloße Finanzfrage, sondrrn es hcmdelt sich hier um Ein? Frage der richtigen Organisation, der Vrrwaltung und der zweckmäßigen Verthsilung der Lasten.

Nun stehe ich abrr nicht auf dem Standpunkt persönlich, daß für den Osten die Sache gar kein Jnirreffe hat. Es ist ja ganz richtig, daß, wie die Verhältnisse sich heute gestaltet haben, wirklich arbeits- kräftige und arbeitswillige Personsn im großen (Ganzen im Osten eher in ider Lage sein werden, zu jeder Zeit Arbeit zu finden, als das in den schwankenden Jndustrieberhälfniffen im Wcsten vielfach der Fall ist _ und auch in den Städten _ das wiU ich durchaus zugeben. Aber daraus folgt noch keines- wegs, daß für den Osten überhaupt kein Brdürfniß ist. Wir haben

baren Form zur so trifft nicht die taatsrrgierung die

winemünde . . . . . . '; 758 SSO halb bed. 20 Neufahrwaffer . . . . . . ] 758 *O bedeckt 11 Memel . . . . . . . . 759 ZV wolkig 20 YFM . . . . . . . . . Z 759 SSW wolkig 17

ünster. . . . . . . . 1 757. SSW woikenlos 20

Regen 20

Karlsruhe . . . . . . 762 SW heiter 20

Wiesbaden . . . . . . ., 761 SSW

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Verantwortung, die Jh Scheitert das Grieß, schon bestehenden sege wird pon dcr Sozia als die Verpflegungsstationen, armer Wanderer und Arbeitsloser herporgegangen find. 611€ der Sache selbst bitte ich Sie, dieses Gsies nicht zum “& zu brtpgen.

Abg. Sieg (nl,):

_ o writ wie möglich entgegenkommrn wil]. so i_st der Zusgmmensturz der auf diesem Gebiet nsretchen Einrichtungen uber. Keine Einrichtung Pott und Haß verfolgt

[demokratie heftiger mit die aus christlichem Geist zum Wohl

Durch die Voriags wird nur bLzWSckt, her-

München . . . . . . . 765 W halb bed. 20 Chemniß . . . . . . . 760 SSW wolkig 22 Berlin . . . . . . . . ? 758 WSW heiter 22 Wien . . . . . '. . . . Z 761 W wolkenlos 22 Breslau . . . . . . . . 760 SSO “beiter 22 Jie d'Aix . . . . . . . ? 764 W 6'wolirß 18 Nizza . . . . . . . . . * 762 “still wolkenlos 23 Triest . , . . . 763 iiiÜ,wv1kcnlos 28

1) Nachts starkes eritirr. Uebersichr der Witirrung.

ist ostwärts nach England fortgeschrittrn und bérursackIt in Wachse

Deutschland demnächst wahrscheinlich. D e ! ts ch e S ce w a r t e.

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Familien-Nachrichten. einrichau_Glay). Viéeheriäyt: ?

Gräfin bon Ha Ernst von Wedel mit Frl. Margarcthe bon

baden-Osterode, arz). Prem.-Lieutenant von Oppel (Oschah).

Lange (Halle a. Saale). _ Fr. Geheime

"ck Be li . _ Yilcrxttowiß,rOnZerschl.).

krachte Institutionen, d

ie 1 kii t als lebens"äi w' mit anderem Gelde auf fck ck 7 hg er teien 58512"-

_ _ _ anderer Grundlage neu aufzubauen. L*?lf diese Vorlage ist, haben Sie aus dem ersehen, die Kommrssionsberathungen entstanden ist. daß drr Herr Minister des Innern

eingebracht hat. Verschiffen; Fingnz-Minister 700 000 ck geschayt. bald Verdrc'ifachcn.

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was aus ihr durch _Jch habe mich gewundert, _ _ _ _dxeie Vorlage überhaupt Es ware viel Einfacher, die Vagabunden nach Afrika ___ dieseA Leu? nicbt. _ _ _no tgrn us a en an“ Diese Summe ist Viel zu klkin, fiegwird fich etz naturgrmäß eine Masse zur Folge haben.

Die barometriichr Depression, welchr gestern vorm Kanal laß, wirkung mit dem 71er der Alpengegend befindlichen hohen Luftdruck“ frische südliche bis westliche Wind? in Nordfrankreich und im iüd- lichkn Nordseeqebiet. Bei im Osten _leichtkn, im Westen frischen, meist iüdlichrn und südWEstlichen Winden ist das Wetter in Deutschland warm und vorwiegend heiter. In Deutschland und Westösterreich ia_nden zahlreichs Gewitter meist mit reichlichen Negeniäüen statt. Keitum mrldet 20, Karlsruhe 24, _Mülhausen 26 mm Nrgen. Trubes, wiiidiges Wetter mit Regensäüen insbesondere für das nordwestlichr

Ferner wird dirscs Ges Von KZniraitbrüchen sriirns drr Arbeiter wenn fur die Vagabunden _10 gut gesorgr wird, werden viele Arbeiter

Was bisher nur als Wobithat galt, sol] jetzt also zu emrm Rscht drr Vagabunden werden. herauSgriieÜt, daß die Vorlage, chts taugt. Jsizt soi] wieder Alles umgeworien _ _ _n Lesung vrrbesieri wurdr, weil die Staats- regirrung es fur unvrrembar hält. Nun, für uns ist die Vor- lage unannrhmbar. Di€_ Sorge, daß ohne das Grsey die Zustände karin ich nicht Thriien. Ich kann Sie nur dringend _ge einfach abzulehnrn oder aber, wolien, zu beschiteßen, daß die Régierung durcb Z drr AuSgaben die Verantwortung mit trggcn ioÜ.

_ Abg. _Gretß (Zentr) Vertrat dieién Ausführungen gegetiüber die von ihm mriunterzeickynetrn Kompromißvorschläge, war aber im Einzelnen unverständlich.

Abg. h_on Brockhausen skons.): _Die Brdrnkrn, die schon in dem Kommrsfionsverhandlungrn aufgeworsrn worden sind, sind meinxs Erachtens entscheidend. Jah erkrnne an, daß in den bestehenden Ver- Pflegyygsstationen Etwas Großarti es gebertsrh Vorgeqangen werden so , Kommrifionsantrag will die probinziekle Regelung der_ Angelegenheit erwachienden Kosten

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einfach wcglaufsn. setzlich grregelt,

de_r zweirrn LSsung hat es sich bereits wie fie eingebracht war, ni Werdrn, was in der zwrite

schlimmer würdrn, bitten, drr Vorl Wenn Sie das nicht

Verlobt: Frl. Helene Grüttner mit Hrn. Lieutenant Hugo Kiesel uschuß einrs Drittels

r. Hans von Burngorff-Markendorff mit Emmy“

n (Schloß Kuchelmiß). _ ZYÉzeYYYbYFZMJ-é

Hr. Regierungs-A essor Frank mit Frl. Paula Hrckmann (Wies-

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Lieutenant SigiSmund von Schlieb- ting (Berlin). _ rn.„Pastor Hexicbenz (Hobeq-Carzig)- „_ Hrn- Hauptmann d. L. Edwin vhn Lieres und Wilkau (Wllkau). _ Eine Tochter: Hrn. Major Von (Hohler (Rastatt). _ Hrn.

rleistet worden; ob aber geseh- ii mir doch zweifelhaft.

find. Ein Bedürfnis; für diese Stationen _ das kann ich aus meinen eigenen früheren Erfahrungen bezeugen _ ist min- destens in einem großen Theile des Landes vorhanden; darüber kann gar kein Zwrifä sein, und ich muß auch durchaus bestreiten _ nach meinrr Erfahrung kann ich in dieser Beziehung das Zeugniß eines andsranerrn nur unterschreiben_daß untrr diesen Wanderern nur solche sind, die nicht arbeiten wolien, liederliches Gesindel. Man trifft sehr häufig ganz ohne akles Verschulden in Arbeitslosigkeit gerathsne Personen (sehr richtig!), und wenn namentlich _ worauf ich auch großes Gewicht lege _ der Anfang der Ent- wicklung der gewesen ist, ein größerer Theil durch Herstsllung von Arbeiterkolonien, zweckmäßige Arbritsgelegenheit auch für die

_ den Kreisen _ Provinzialvrrwaltung mrr aber sehr fraglich, ob den Provinzen noch weitere Lasten zu- Jch glaubs, es müßten zunächst genaue Erhebungen darüber angesteÜt Werdkn, in wie weit in den einzelnen Probmzen Verpflegun sstaiionen 110thrvendig erscheinen. Ich möchte nhörung der Provinzialverwaltungen Line nsue

Gestorben: Verw. Fr- Pastor UUAUfte Braun, geb- Kranis durch die

(Wulferstedt). _ Hr. Oberst a. D. Jacob Nebeltbau (Warburg). _ Fr. Johanna von Heüdorff Söhnchcn Hans Heixirich (Nauma- burg a. S.). _ Verw. Fr. Schulrath Bertha KUZMsT'eßNgetbh' u 15- (: Elisabeth von Wedderkop, geb. von Post (Eutin). _ Hr. General-Sekretär ])r. Hrinrich Bockemeyer( riedenauZ. _ r. Prem.-Lieutenant Hugo Grorg Alfred von arlshau en. _ r. Kammerherr Friedrich Freihcrr von Vincke auf Zeejen (Wiesbaden), _ Verw. Fr. General-Lieutenant Eugrnie von Dederrxoth, geb. von Hrn, Bergrath Sanner Sohnchen Kurt

gemuthet werden können.

wünschen, daß nach Vorlage gemacht würde.

Finanz-Minister Or. Miquel:

Die He'rren Vorredner haben die beste Rechtfertigung der Haltung der Staatsregierung in Bezug auf die Gewährung sines Staats- ZUschuffes gegeben, und ich könnte mich im Ganzen darauf beziehen. Wer konsequent denkt, der wird aus den Ausführungkn der Herren

Verantwortlicher Redakteur: Sie m e n r 9 th in V e r l i 11. Verlag der Expedition (Sch o l z) in B e r l i n.

Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlags-Anftalt. Berlin ZW., ilhelmstraße 32.

Sechs Beilagen (einichließlich Börsen-Beilage),

für die Woche vom 24. bis 29. Irmi 1895.

Zt. Erft um Mitternacht gelang es, des Feuers

Vorredner den richtigen Schluß ziehen: es würde eine verkehrte Lastenvertheilung eintreten, wenn der Staat zu Lasten aller Steuer- Pflichtigen ein Drittel der Kosten übernähme und die Sache nicht mehr einen rein provinzieilen Charakter hätte. uns ausführlich dargelegt, daß für den Osten kein Bedürfniß Im Gegentheib sagte er, Vorhanden;

Stationen herzustelien ist, die das nicht lokal befißen, dann wird man damit großen Segen erreichen, und man wird Per- sonen, die durch die Arbeitslosigkeit aufs Wandern gerathen find,a[1mählich_möchte ich sagen_ dadurch korrumpiert wurden, auf der Grenze stehen, ob sie ordentliche Arbeiter bleiben WoUen, oder Vagabunden werden, sehr häufig durch diese Einrichtungen erhalten.

Herr Sieg hat

Gefahr für den Osten stehen; die Wanderei nach Westen wird noch viel größer werden; wir

Kontraktbruck) wird sie nur richtig Verwaliet wird. Man kann die Stationen sehr wohl

auch ganze Bezirke im Ostrn, wo die Sache anders liegt. Denken Sie nur an Schlesien, wo ganz ähnliche Verhältniss in dirier Be- ziehung in industrieUer wie sozialer Natur wie im Westen vorliegen! Aber auch der zeitwrilige Ueberschuß an Arbeitskräften in den Städten ist im Osten nicht vorhanden, und es kann ein großes Interesse für dén Ostkn sein, durch zweckmäßigr Einrichtungen auch die Rückwanderung nach drm Osten der in die Städtr odrr nach dem Wrsten gewanderten Arbeiter auch scinerseits zu unterstüßen.

Also man kann nicht behaupten, das; gar kein Jntereffe Vorhanden ist. Es wird auch vielfach im Interesse der Humanirät liegen, auch im Osten für die Befriedigung derartiger Bedürfnisse zu sorgrn. Leugnrn aber will ich aÜerdings nicht, daß auch ich glaube, daß das Bedürfniß im Osten nicht so umfangreich, nicht so dringend sein mag, wie in anderrn Provinzen; das wiki ich garnicht bestreiten. Und daraus konkludirre ich eben, daß man den Provinzen in Beziehang auf die Abmessung des Umfangs drs Bedürfnisses und der Art seiner Befriedigung mehr Befugnisse einräumrn kann, und daß man sie ihnen nicht Einräumen könnte, wenn der Staat ein Drittel der Kosten zu übkrnehmrn hätte.

Wenn ich mir nun hier den Antrag, den Hcrr von Erffa, Greif; u. s. w. gesteilt haben, ansEhe, so failrn doch die Bedenken drs Hérrn Sieg in Beziehung auf die besonderen Verhältnisse? im Osten eigént- [ich weg. Denn hier ist ja ausdrücklich gesagt, daß darüber, an welchem Ort der Provinzrn Verpflrgungsstaiionen einzurichten und beizubehalten find, wie über drn Erlaß der Vorschriften bezüglich drr Ver- waltung" drr Stationen der Prbbinzialausschuß entscheidi't. Würd? der Provinzialaussckxuß nicht findkn, daß Lin großrs Bedürfniß Vor- handrn sei, so hättc es der Probinzialausschuß ja voliständig in der Hand, in dieser Brzichung Entscheidung zu irrffen. Ist das Bedürf- nis; im Osten geringer, bedarf es dort einer geringeren Zahl von Stationen, dann hat der Provinzialausschuß die Befugniß, drmgrmäß zu Verfahren. Ich kann nicht einsehen, daß namentlich diesrm Vor- schlage gegenüber die Bemerkungen des Hrrrn Vorrednsrs zutreffrnd

Ich behaupte auch, daß die Sache garnicht so theuer ist, wenn

sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des öffentlirheu Av eigers

(Kommanditgesellstbasten auf Aktien und Aktiengesells asien) _ namentlich in vielen Lokalitäten, ich wil! durchaus nicht behaupten

wollen überhaupt nichts Von der Sache. wissen, und wenn in einzelnen

wirkigm zu beiäwpfen. _Da_nun_die Verhältnin Probmzrn berichiedrnartig [Wii, 10 wäre es am besten, die Provinzial- Lgndtach noch Einmal _zu horen. Er theils mit dem Finanz-Minister die Ansicht, «daß dtL Form _des Bcdürfnißzuschuffes mit dem Wesen der Selbsihertvaliunw nicht vereinbar sei. Viel richtiger sei _ck, den_ Probrrize_n fur die wahrzunehmendrn ftichten die Pro- h_inziqldoiatwn zu L_rhohén. Drr Regierungskommi iar habe ein ähn- lichrs _Argument wir _drr Abg; von Pappenheim angeführt, das; nämlich dir brstrhcndrn Y_erdiixgungsiiqtionen rettungslos untergehrn würden, WS1111 nicht in dreirr Srsfion xm Grieß zu stande käme. Ein größeres r55111110i1111111 [)Zrichr'iabjg _hatte man dM gégenwärtigln Einrickytungen nicht ausstrllrn konnkn. Diesrs Argument habs Wohl auch nur den

en Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

1Z95.

in aÜen _ so einrichten, daß sie fast garnichts kosten, ja, Wenn man wollte, noch Ueberscbüffe hätten. (Heiterkeit)

Erfahrungen liegen in dieser Beziehung schon vor, beispielsweise in Düffeldorf sind sogar Ueberschüffe erzielt worden (Heiterkeit), ich will durchaus nicht behaupten _ das habe ich auch nicht so gesagt, daß es überaU der Fall ist; _aber eine zweckmäßige Verwaltung kann außrrordentlich auf Hrrabdrückung der Kosten LinWikkEn, und nach der Richtung ist es ganz zutreffend, daß der nächstbetheiligte Verband, der Kreis im wesentlichen die Verwaltung übt.

_ Nun sagen die «Herren: dis Sache ist noch nicht reif, wir müssen die Provinzial-Landtage hören. Ich weiß eigentlich nicht, worüber sie gehört werden soilen. Ueber das Prinzip, ob man fich überhaupt um die Wanderer brkümmern sol], in Welcher Wrise man die Verminderung der Vagabondags und Bettelri bewirkt, wie man das große Problem, welches der Herr Vertretrr des Ministers des Innern ganz richtig be- z€ichn€t hat: die ordrntlichen und gutwiÜigen, ohne Schuld auf die Wanderung Gerathénen Von dem eigentlichen Vagabonden zu trennen, lösen soil, darüber werden die Provinzen auch nicht mehr wissen, als wcis diese erleuchtete Versammlung, die aus aÜen Landestheilrn hier zu_iammenkommt und ihre Erfahrungsn hisr grgeniéitig austauscht, wtffen kann. Ich glaube daher nicht, daß es von großrr Bedeutung ist, die Provinzen zu hören; wir würdrn ini nächsten Jahrs dor derselbrn Frage stshen.

_ Das ist ailerdings richtig: im äußerstrn Falle ist der Antrag, di€_Provinzen zu hören, mir noch lieber als die nackte Ablehnung dreies Gesrßes. Denn wir behalten den Fadrn doch in der Hand, wir eritmuthige-n nicht (1118 die aus den freiwiiligen Beschlüssen der Gememdrn, der Kreise, bezw. aus der Prihatwohlthätigkeii hervor- geizangenen Einrichtungen, daß fie sagen: nun müffen wir uns auf- [ö]_en, so kann die Sache nicht bleiben; die Leistungen sind aui die Einzeknen Kreise viel zu ungleich drrtheilt, das können wir nicht mehr aushalten. Wir werden dann wenigstens das noch errLichen, daß fie sagén: dann wolisn wir bis zum nächsten Jahre die Sache? noch aufrecht erhalten in der Hoffnung, daß dann wenigstens

noch Stivas zustande? kommt. 21er das wäre doch für mich nur das Aeußkrste.

Mrine Herren, ich glaube, die Staatsregierung wird, wie der

Herr Vrrtreter drs Herrn Ministers des Innern bereits gesagt hat, im wesrntlichen das Gesetz für annehmbar erachten, wenn die grundsählichen Anträge des Herrn von Erffa und Genosien zur Annahme kommen.

Ich prrsönlich habe schließlich auch nichts dagegen, obwohl es

sehr weit geht, wenn nach dem Anfrage des Herrn von Zedliß und

Neukirch das Wort ,ob" noch eingeschoben wird. Dann ist aber

jed-rnfalis gar kein Grund mehr, dix? rein zur provinziellen Beschluß- famung gestellte Angelegenheit hier gänzlich von der TageSordnung zurückzuweisrn. (Bravo!)

Abg. von Papp rnheim (fon)") erklärte sich für das Kompromiß.

Dér Antrag Zedliiz würde den Freunden der Vorla e die A derselben Erschweren. Der Abg. Sieg habe sich ges? nnahme Rede ausgearbeitet, aber nicht bedacht, daß die Anträge der rechten SME kommen wiirden. Er_habs also nur gegen Windmühlen ge- kaznpit. D_ie Verpflégynßsstgtionen seien nicht brrkracht; sie hätten nur mrt finanziellen Schwur! kritrn zu kämpfen. Die Sache würde nun da- ngtck) €rl€tchte§t, dali, dir YZ

a Ln; außer ein iegr rs ja in der Hand des robin ial-Aus u Yrrpflegungsstarwnrn iiach Bedürfniß zu errichtY. .Bei-ta e masxéheute die Frage QL] (ÄÉÜNTULÜZ ()x-MMZ, so würdsn die no heute be- steheriden Orgamiationkn geradezu in Frage gesteÜt. Drr Finanz- JickerniFr h_Jbe_ g_anz rscht; _ Die L_UOrtffdelZ YeZwFltung sei die Haupt-

, [€ «)er*segung 01011 m ü 6 or ae 1 ni tn "

erhaltrn, sondrrn sogar Urberschüffe Erzielt. sch ck ur "Msi

ern eine schöne

rhhinzen zwei Drittel der Kosten aufzubrin en ffges.

Abg. Freihrrr Von Zedlitz (fr. kons.) glaubte, daß die Frage

zur Zeit zu Liner befriedigenden gesehlichrn Regelun no ni trei !A; die ganzr Anxielrgeriheit dürfe nicht einsritiggheréungriffenf werden,_ _sondcrn mrzffe_ tn organischem Zusammenhange rnit einer zwrckrnaßrgen Organisation des Arbsirsnachweises und der Arbeits- koiomen behandrlt werden, um die Wanderbettelei und Vagabondage

? in den Verschiedenen

work gehabt, die Hrrzen des Hauses Mich zu machrn. Wenn die

Verpflsgungsstationen auf so _schwachen Füßen ständen, dann seikn sis Zuck) wrrth unterzugehen. Die Verantwortung könne das Haus ruhig ragen.

Abg. von Berg (kons) bcfürcbtete, daß in absrhbarer Zeit über-

hauptiem derartiges _Geseß zu stande kommen werde, wrnn heute nicht 1rgend_etivas geichkhe. Dir Vrrpflegungsstationcn hätten sich durchaus _bewahri. Sein Eigener Kreis habe 100 Gemcinden, und diese brachten iur zwei erpilegungsstationen 7000 .“ pro Jahr, 20 „zs. pro T_ag und ]Edk einzelnc Grmrinde 20 „_5 pro Tag auf. Das wäre doch 21116 JSYMZZ Abgabe für eine_n sehr nützlichrn Zweck. Man hielte fich damit die Strolchr Vom Halie, welche mit einem Almosen von 5 „5 nicht Einmal zufrtedrwseien und, wenn es darauf ankomme, den Lruten _deri rothen _Hahii aufs Dach sexzen. Das Gesetz sei schon des- halb nothxg, um diejenigen Bezirke», wclche Verpflegungsstationen be- iaßen, entipreckxend zu entlasten. Er bitte um Annahme der Kom: missionsVQrschla

e. Abg. von iZiedcmann -Labischin (ir. kons.) sprach über seine

Erfahrungen über die Vsrpflegungsstationen in der rovin oen' diese _haxten fich dort ntcht_ ut bewährt, dagegen hubby eine zerYeistrro' Y_Y_? m __Pssen Legensreichzß

_ im er a in 1": ere_i_rx, da die Sache den Kreien und w' uberlaffen bleiben m_unr. Er halte es auch nicht für riY vtnzen diesen Zwe_ck dre Provmzraldotatidnen zu erhöhen. Gegen den Staats- zgscbiiß set er auch deswegen, weil dann die Provinzen, welche weniger fur die Verpflegungsstgtionen auszugeben haben, zu den Kosten in anderen Probinzen beitragen müßten. Er stimme für den Antrag

ZedliZ.

bg. Schilling (kons.): Die Gegner der Vorla e alt d Gegenstand noch _nicht für spruxbreif, die Vorlage ist giechb Sith dT Kommission wie im Plenum eingehend berathrn und geprüft worden.

gewirkt, Er stimme mit dem Finanz-

tig, fiir