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ernannt. de Baux, Kauptm. und Komp. Chef vom 8. Inf. Regt. Zrinz Johann Georg r. 107,_ unter Beförerung Kum Major _und ewäbrung der Gebübrniffe dieser Charge, diesem e t. a regiert. Meisel, Hauptm. und Komp. Chef vom 9. Ins. egi. r. _133, unter Stellung & 18. 811MB diesrs Regis, zum Etsxnbabn-Kommiffar ernannt. unter gleicbzeit' er__Koiximaudierung auf ,ein, Jahr zur Eisen- babn-Abtbeilung des oriiglich p' scheii GroZen ' etalftcxbs. v. Dassel, Haupim. und Komp. C ef vom 5. nf. _egt. Pnrzz riedrich A uft Nr. 104, ein Patent seiner Charge verliehen. Die Z|“.LfSF1). rnswaldt vom 9. Inf. Regt. Nr. 133, Ackermann vom 7. Jnfanirrie-Regiment Prinx Georg Nr. 106, unter Ver- setzung in das 8. Inf. Regt. Prinz Johann Georg Nr. 107, Fleiscbingcr vom 1. (Leib-) Grsn.i)t*egt.Nr. 100, unter Versetzung in das Schüßen- (Füs.) Regt. Prinz Geox Nr. 108, _ zu Haupt- leuten und Komp. Chefs befördert. Be er v_om 6. Inf. Rigi. Nr. 105 König Wilhelm 11. von Württemberg, in das 7. Inf. RS_gt. *rinz Georg Nr. 106, 1). der Decken vorrr 5. Ins“. Regt. _rmz Friedrich August Nr. 104, mit der Erlaubnis; zum orttrage'n einer irbrrigen Uniform in das 1. (Leib) Gren. Rrgt. r. 100, _ ver- seßi. Die SLT. Lts.: SÖäiier Vom 6. Inf. Regt. Nr. 105 König Wilbklm 11. von Württemberg, Langheld vom 5. Inf. Regt: rinz Friedrich August Nr. 104, 1). Sch_roeter vom 9. Inf. Regt. - r. 133, _ zu Pr Lts., leßteren vorlaußa obne Patent, be- fördert. Köbli'r, Ssc. Lt. 513. 5111k€ dcs 7. Ins. Regts. Prinz Georg Nr. 106, unter Belassung TT- 13 8111136 des genannten Regt§., vom 1. Juli d. I. ab auf weitrre srcbs Monate beurlaubt. von Hoilrbrn, Port. Fäbnr. Vom 9. Ins. Rrat. Nr. 133, zum Sec. Lt; befördert. Graf v. Schimmklmann, Rittm. i_md Eskadr. Cbes Vom 1. KönigS-Hus. chi. Nr. 18, Ein Patent ssmcr Charge ber- liehen. Schuster. Untrroff. Vom 1. Feld-Ari. Regt. Nr. 12, zum ort. Fähnr. ernannt. LÜMLL, Hauptm. uiid Komp. Cbesbom Pton. Yat. Nr. 12, ein Patrnt skiner Charge berlisbcn. _
Jm Beurlaubtrnstande. 25. Juni. Die Sec. Lt§._ der Res.: v. Egidv des 1. Jäger-Bats. Nr. 12, Klug des?). Jager- Bats. Nr. 15, Wcrncr des 1. Ulan. Regis. Nr. 17 Katier Franz Josepb von Orsierreicb, König bon Ungarn, _ zu Pr. LM„ 131“.
aenle 11., Pr. Li. Von der Jrzf. 1. Aufgebots drs Landw. Bezirks lauen, zum Hauptm, Dr. Hoffmann, Sec. L:“. von der Inf. 1. Aufgebots dsssrlbcn Landw. BrzirkÖ, _Feustel, Sec. Lt. vom Train 1. Aufgrbots desselben Landw. Bezirks, _ zu Pr. Lts., _ befördert. _ _
Absckyiedsbewiliigungen. JmaktivenHeere. 1].J_ut_11, Lindemann, “Sec. Lt. Vom 1. Fcld-Ari. cht. Nr. 12, der Abicbied bkwilligt. _ _ _
25. Juni. Graf v. «Yolxxcndbrif, Haubtm. und_K0mp. Chef vom Schüßen- cLFU.) Regt. Prinz Grorg Nr. 108. m Gx- nkbmi ung ssiiirs Abs icdsgesuchrs zyli Psnfibn und der Erimibmß zum Zorttragcn der bisherigrn Uniform mr_t den vorgrzscbrisbenc'n Abzeicbrn zur Dikp. _gkfirllt. Strindori, cbaraktrrts. Oberst z. D., unter Forigcwäbrung d€r_ges€tzlichen Pension und mrt der Erlaubnis; zum Tragen der Uniform des 3. Inf. Regis.Nr.102 Prinz-Regeni Luitpold bon Bayern mit dén vorgeschrikbenen Ab- zeichen, bon drr Stellung als Kommandeur des Landw. Bezirks Bau Cn entboben. _ _ _
m Brurlaubisnstande. 25. Juni. 1)r_. Giesing, Sec. Lt. von der Inf. 1. AufgebotI des Landw. Bezirks Dresden- Wtii., Beuibner, Sec. Lt. von drr Inf. 2. Aufarbots des Landw. Brzirks lauen, Schneider, Pr. Lt. bon dsr Inf. 2.Au1?ebots de_s Landw. 5 ini'ks Pirna, Hstborn, Pr. Li. Von der In. 2. Aus- cbots dcs Landw. Bczirks Leipzig. Ebaus, _Sec. Lt. von der Inf, . Aufgrbots disselbcn Landw. Bezirks, Orbmrcben 1., Pr. Lt. dqm Train 2, Aufgebot-Z dcs Landw. Vciirks Wurzen, _ leßtereVzer behufs Uebsriübrung zum Landsturm 2. Aufgebots, _ der Abycbied bewiÜi !.
ng Sanitäts-Korps. 25. Juni. Dr._Merzd-ors, Assist. Arzt 2. Kl. vom 3. Inf. ngt. Nr. 102 Prmz-ngent Luttpold von Bayern. zum Assist. Arzt 1. Kl., Walier, Unterarzi Vom 2. Gren. Rrgi. Nr. 101 Kaiser Wilhelm, Köm V."" Preußen, Dr. S cbreber, Untrrarzt Vom 4. Jni.Regt. Nr. 10“ _;_ die Unterarzte der Res.: Or. Neidhardt des Landw. Bezirks Lxcbneebkrg, ])r. Barnick, Große, Hillmann, Or. Schwrdt, Franke, Stroicher, Meinsl der? Landw. Bezirk§ Lrtpztg, ])r. Haufe, Rumrelt, ])1'. Hopf, 131“. Beichorner, ()x. Bussen ? _des Ländw. Bezirks Dreßden-Altft., 1)r. Heiie, ])r'. Schnabel, rin- bardt, Unterärzie rer Landw. 1_. Ausgebrts des Landw. [Bezirks Leipzig. _ zu Wfist. Artzten 2. Kl., _ befördert. 1311 Trorßicb, Dr, H aas e, Stabsärzir der Landw. 2. Aufgebots des _Landw. Bezirks Leipzig, bebuis Ueberfübrung zum Landsturm ?. Aufgebots dsr Ab- schikd bkwilligt. _ _ _ __
Bramte der Milrkar-Verwziltiing. » _
Durch Vcrfügung desKriegs =Minifteriums. 8. Juni. Slevvgt, Obrr-Arotbsker drr Landw. 1. Aufgebots Vom Landw. Bezirk Léirzig, rer Abscbisd brwilligt. _ _
11. Juni. Posse, Zablmeister Von der _rettenden Abtbeil. 1. Feld-Art. Régts. Nr. 12, ZUM 1. Bat. 11. Ini. Regis. Nr. 139, Erler, ablmstr. vom 1. Bat. 11. Inf. Regis. Nr. 139, zur reitcnden ' btbrilung 1. Feld-Art. Regis. Nr. 12, _ unterm 1. Juli 1895 Versetzt. _ _
17. Juni. Rrißig, Proviantamts-Aifift. beim Provrantamt Freiberg, unterm 1. Juli 1895 zum royiantamts-Kontroleur ernannt.
18. Juni. Viuliinger, » brr - Avotbeker _der Landwrbr 1. Aufgebots ysm Landw. Bszirk 11 Cbemniß, dsr Abxcbied bewiUrgt.
Preußisäzer Landtag. Haus der Abgeordneten. 84. Sisiing vom Dienstag, 2. Juli.
Ueber den Beginn der Sißung ist gestern berichtet
worden.
Auf der Tageßordnunß stand die zweite_ Verathung des Gesehentwurfs, betreffend ie Errichtung _e_ine_r Zeniral- anstalt zur Förderung des geno11en1chaftlichen Personalkredits. _ _ _
Abg. Richter (fr. Vo): Die Kommikfißn bat die Bediirfmß- frage gar nicht geprüft; sie? hat das Bedürfmy, einfach als britebend angenommen. Auch die _Frage, welcbe Kreditorganixation für die Landwirtbichafi die beste isi, bat die Kornixiiistcm nicbt _imtxrsrxtbt. Bemerkenßwertb ist, daß _die Schulze-Delißich'schen Genomenjcbasten sowohl wie die Raiffeisen'!chen Kreditqenoffenscbanen dem Plane der Gründung einer Zentralgenossenschaftskaffe sebr Libs gegenüber ftxben. DL]: von dem Abg. von Brockhausen ge en die Schulze-DelYsch'Yben Genoffenicbaften erhobene Vorwurf, bags; mrbrsre dieser enonén- schaften verkracbt seien , ift obne Bedeutunß. Das kommt überall dor wo Diebstahl und Unterschlagung mög ich ist. Die ent- stririden'en Vcrxrrste sind aber minimal im Vergleich zu dem Segen, welchen die Genoffenickoaften dieser Art estiftet haben. Und wenn sie fich gegen die sogenannte entralgsno enschait§kaße erklärrn, wie es noch dieser Tage auf zwei erbandstagen_gescheben ift, io ist das nicht ohne Bedeutung. Man beruft fich aui seiten _der Freunde der Vorlage auf die Vorkonferen], welche _Von seiten des Herrn Finanz - ' ' ers einberufen worden ist. Ueber den Ver-
auf dieser_ Vorkonierenz smd nur sehr sparlicbe Nach- richten in. dre Oeffentlichkeit edrungen._ Mati_bat behauptet, nur der Vrrtreier der freisinntgen blk rtet _in dieser Konferenz habe Widx'rspruib gegen die Zentral-Geny ensäoastsfaffe xrboberz. Mit der égrt'kifteliu hängt die SteUuorJnabme nicht im mindesten zu- amm'en. Man hätte fiatt der V onserenz eine gründliche En uézie verrinitallen soliew Jetzt baden bei der Beratbun sebr erfa rene Keimer des praktischen Geno enfchafiswqsens ZI lt. Der Anwalt des MDMA 'schen énossensWSver rides „ war leider durch Univoblseüt ver ndert; aber auch 'der große weftfäliscbe Verband
ni t vertreten. Ein ar lau tün im Kabinet des Minister? konnten, nich! für diYaKl-rPY lliéiizseinheées'; wichtigen Sache, wie es 'die Grüninrug 'der Wal ffenschyftskake is!, (:ck-nchen. Zudem “babes; “sicb“: wie'es eißk; die Tbeilnebmer an diefer Konferenz mehr passiv. verhalten. Die Zentral-Geno enscbaftskaffe sol] besonders aanleichekdzvirkeß, Werm- eiuajBäuk d' en Zweck _ all, 0 daß sie;",nickk auf die Yad KZs! einzelnxr- VetiKSzwetge,_sonderu auf M “"SZ"-“i?“ Fiiixk “itsbasäév-YUM' erDYrSYi-YYUZZFK YHÜÜU ck Yo («Yen lieferte, ifthUrZai-isYali ':“und nicht der Wahrheit enxwresbend. Daß gegeii dies e chk Beschwerden über erdit- Verweigerung laut geworden sind, ist leicht verständlich. DaSjelbe wird auch bei der neuen Schöpfung der- all sein, wenn erst die Illusionen geschwunden sein werdsn, wel 8 sich jest noch daran knüpfen. Wenn auch bei dieser Gelegenheit wieder versucht wvrden ist, die ireifinnige Volkspartei als die Schüßerin des (Großkapitals binzuéiellen, so erinnert das lebhafi an die Wahlwacbr, welcbe neuestens von onsrrvativer Seite beliebt wird. Gerade jest, wo diese Wahl- macbe im Reichstagswablkreise Kolberg-KöSliw eine so gründliche Nirderlaae erlitten hat, ist ein sokéhes Vorgebsn beyonderinanigrerrbt. _ _ Minister für Landwirthschaft 2c. Freiherr von Hammer- tern:
Meine Herren! Sie wollen mit gestatten, dem Abg. Richter einige Wenige Worte zu erwidern.
Zunächst hat der Herr Abg. Richter _ wenn ich ibn recht ver- standen babe _ behauptet, in der Kommission sei die Bedürfnißstage für die Errichtung der Zentralkaffe nicht eröriert worden, und nur deren Organisation zur Erwägung gekommen. Ich muß diese Behauptung als unrichtig bezeichnen; man bat eingehend die Bedürfnißfrage für die Errichtung solcher Einrichtung geprüft (bört, hört! rechts), wie das ja auch aus dem Bericht, der über die Kommissionsverbandlungen erstattrt ist, den vielleicht der Herr Abg. Richter nicht gelesen bat, berdorgebt.
Dann bat der Herr Abg. Richter behauptet, die Schulze-
Delißscb'schen Vereine seien bei der Vorbesprechung nicht vertreten grweicn. Er hat eben srlbst angegeben, daß ein einzelner Herr durch Unwohlsein Verhindert war, daß ein zweites Mitglied anwesend war; Er bat abcr verschwiegen, daß ein Mitglied, der Senator Glackemeyer aus Hannover, in Vertretung der Schulze-Deliysch'schen Vereine an den Vsrbandlungen tbeilgrnommen bat. Ich kann feststelien, daß der Vertreter auß Hannover sich ganz entschieden für diese Einrichtungen außgesprochen, (Hört, bört! rechts), auch be- zeugt bat, daß er es für erwünscht halte, wenn die Schulze- Delißscb'ichrn Vereine fiel) zu provinzielien Vereinigungen zusammen- schlöffen, was bisher zum Nachtbeil der SÖulze-Deiißsch'sckyen Vereine nicht geschehen sei. 5:2 3 Dann hat der Herr Abg. Richter erneut auf einen Umstand bin- gewiesen, der schon mehrfach angsfübrt ist. Es ist tbatsäcblich richtig, daß durch ein Versehen rin Vsrtreter des westfälischen Verbandes nicbt eingeladen war, indessen smd die gleich- artigen Vérbände dertréten gemixsen; zu bedaukrn ist allerdings die nicht geschehene Einladung drs westfälischn Verbandes. Uebrigens war SÖlefien, was einen vollständig gleichartigen Verband vertritt, Vertreten. Die fachlichen Interessen also sowohl Westfalens wie Schlesiens sind in der Kommission dargelegt worden. Am überraschendsten ist aber für mich die Behauptung des Herrn Aba. Richter, daß die Verhältnisse des Kreditbedürfniffes für die Landwirtbschaft den aller übrigen Produktiv- ständen gleich wären. (Widerspruch'* des Abg. Richter.) Ich glaube, ich brauche das nicht zu widerlegen; in dieser Beziehung sisbt drr Abg. Richter mit seinen wenigrn Parteigenossen hier im Haus? wahrscheinlich isoliert da. (Scbr richtig! rechts.) Es ist doch kaum darüber zu streiten, daß die Kreditfrage für die Landwirtbschaft anders gelöst werden muß _ wenigstens sind ails Landwirtbe in den landwirtbscbaftlichen Vereinkn dirier Meinung _ als für das mobile Kapital.
Nun kommt im wesentlichen, glaube ich, der Widerspruch gegen diese Einrickytung darauf binaus, daß die Art der Geschäftsgrbabrung dieser Zentralkaffen dem mobilen Kapital eine Konkurrenz brreiten wird _ und andererseits fürchiei man vielleiibt, daß diejenigen Vor- tbeile, die das mobile Kapital baupfäcblieb bei der Reichsbank und bei der Seebandlung genießt, durch eine ähnliche Einrichtung auch der Landwirtbschaft zu gute kommen würdén. Ich weiß nicht, ob sich dies so verhält; aber durchsichtig scheint mir der lebhafte Kampf, der von der Skike (links) gegen diese der Landwirtbschaft dienen sollende Ein- richtung geführt wird, auf diesen Gesichtspunkt binzudeuten.
Meine Herren, dann hat der Herr Abg. Richter sich auf den Bsricbt des Caffeler Vrrbandes bezogen. Der Herr Abg. Richter bat den Hauptzweck der ganzen Einrichtung übersehen. Die Kaffen soüen nicht dazu dienen, einen AUSgleich in einem kleinen landwirtbscbaftlichen Bezirk, wie z. B. in der Provinz Hrffen - Caffe! herbeizuführen; die Zentralkc-ffe sol] eine Aus- gleicbsteÜe für das Kreditbedürfniß der Landwirtbscbaft der ganzen Monarchie sein. Da läßt sii!) eine Darlegung, die beweist, daß sich bisher bei der Genoffenschaftskaffe Heffen-Caffel ein solcher Außgleich voüzogen bat, ohne daß ein größeres Geldbedürfniß bervvrgetreten sei, als Beweis dafür, daß ein Bedürfniß, ein solcher Außgleich in der ganzen Monarchie nicbt nothwendig sei, meines Erachtens nicbt anführen.
In Hannover ließen die Verhältnisse wie in Caffel. Unter der Beibiife der Provinxialverwaltung, die der dortigen Provinzialkaffe einen größern Kredit eröffnet hat, ift bis jest auch dort ein Be- dürfniß, noch weiteres Geld heranzuziehen, nicht eingetretm; im Gegen- tbeil, vorübergehend ist die Geno'fienfcbaftskaffe in Hannover in der schwierigeu Lage gewesen, das ihr zu Zeiten im Uebermaß zuffießende Geld anzulegen. Aber auch in der Richtung, meine Herren, soll ja die Hauptkaffe das Bedürfniß befriedigen; wenn überflüsfiges Geld da ist, soil sie es möglichst "What anlegen.
So, meine_ Herren, glaube ich _ ich wia auf die weiteren Dar- legungen des Abg. Richter nicht eingeben _, daß aus dem, was er beute bier vorgextragen hat, nach meiner Meinung “eber ein Beweis für die Notbwendigkeit der Einrichtung einer solchen Zentral-käfse zu entnehmen ift, als das Gegentbeil. Ich bitte Sie, meine Herren, die Einrichtung einer saäogemäßen, sorgfältigm Prüfung zu unter- ziehen und sub durcb diese Art der Bekämpfung der Sache nicht irre machen zu lassen. (Lebbaftes'Bravo! rechts.)
Ab.voan'na"on,:Beider en un atder
. SFrnck ges“ [Z EsÜikßkkdixrs „)klare BeweisExseklirferLtTs erdZn, daß
B niß, r den ganzen Staat eine Zentralkane x_u“ rhaffeu, befkkbt- cm FU)?! b die Beschlüsse der Verbandska kn ins “eld aber wie WmMB Msi? u stande"? Mit fe der efie wird “dqfür agiüert. 51“er „*Heschküife sind ni t aus- eicbeud, so wichtige Vorlagen abzulehnen, und ich bitte Sie,
auf diese Beschlüffe keinen Wert_b zu le m._ Die Beschlüsse der Vorkon erenz sind allerdings nicht proto olltert, sind uns aber in den otiven der VorlaÉe erschöpfend _mitgetveilt _worden. An keiner einzigen Stelle des eseßentwurfs_ ist davon die Rede, daß der Staat umsonst seine Mittel zur. Vzrfugung stellen so_U. Im E entbeil, der Staat wia damit ein Geschäft machen, und die Kom- m on bat sick) veratla geieben, dm Prozeuxsaß von 5 auf _4 berabzuseßen, um dieses dium von dem Staat zu nehmen. Die Fineinziebung des Handwerks ist keineswegs nur dckdc_ , und die
entralkaffe soll nicht nur den bestehenden ' ffenschaften Iten Geschäftsverkehr erleichtern, sondern das Genossenschaßs-
eien als solches anreg_e_n. Es ist zu hoffen, dqß dqs Zandwerk äbnlicbe Geno1enscbaften bilden wird, wie die andwirtbscbaft. Herr von rockbausen hat über die GenoffensMfts- bank von Soergel, Parrifius u. Komp; durchaus nichts Unwabras ge- sagt, sondern nur den Bericht Vorgrle1en, der wörtlich die Aufichten des Abg. Schenck enthält. Die Position de_s Abg. Richter war brate sehr schwach. Ich will nur sagen: beute, ixisofern als er weiß, daß dieses Institut aüseitig im Lande Beifall findet, und daß dieses Jnsiitu_t vielleicht dazu angethan ist, der Gefahr. _daß das Genossemchaftöwesen fich in den Dienst einer politikcben Partei strllsn könnte, einen Damm Entgegenzuseyen. Schon aus diesem Grunde begrüßen wir dir Vorlqge_ mit besonderer Freude. In der Kommission sind einige Vor1_chriften binzugefüt worden, welche die Aufgaben des Instituts erweitern können; so it der Anschluß der Sparkanen an dasselbe ermöglicht worden. OHne diefen Beschluß hätte das Jystitut erhebliche Mängel. Der General- Sekretär des landwirtbschastlichen Zentralvereins für Littauen und Mayuren hat mir brieflich mitgetheilt, daß obne dieses Institut die Sparkassen im Osten wahrscheinlich nicht mehr bestehen könnten. Die ngikrung muß baldmöglichst durch Eixibringung eines neurn Spar- kasießxxsexzes den Anschluß der Sparkaijen an die Zentralkaffe er- mogi en.
Geheimer Ober-Finanz-Ratb Freiherr von Rbeinbaben: Der ZEN Finanz-Minister ist leider infolge einer Kommisfionsfisung des _ crrenbauses Vrrhindxrt, der Siyung weiter beizuwohnen. Hrrr Richter bat bon drr am 18. Mai stattgebabten Ko_nferenz als don ein paar Ylarzdrrstündchen beim Herrn Zinanz-Miniiter gesprockyen. Wer der
onserenz beigxwobnt bat, wei, wie sachli und eingehend die Ver- handlungen geführt wordrn find. In die elbstberwaltung der Ge- nossenschaften wil] das Zentralinstitut nicht eingreifen, die fernere Entwickelung drs Genossnschast§wessns nicht hemmen. Wenn betont wird, der_ Schulze-Delixzickp'säze Verband habe sich gkgen das dZMtFlilnstWt erklärt, [o ist das im aügemeinen dock) nicht er a . Glackemryrr, bat dczs Bedürfniß einer solchen Bank wobl anerkannt. Auch die Raiffeiskn'ickycn Kaffrn babrn nur, soweit sie zur Zentralkasse in Neuwied gebörsn, cine__derc_1rtigc Anstalt für nicht nötbig erklärt, Vsrtrrtcr andxrer Raiff€11€n'icheit Kassen erkennen das Bedürfniß wohl an. Auf der Konferenz am 18. Mai ist mit AuInabme des «Hrrrn Abg. Parrifius von alisn Tbeilnebmcrn die Brdürfniß- frage brjabt worden_. Es haben sich ja einzeine (Hrnossenscbaften zu Verbandsfaffen _ [ck will sie zum Unterschied Von dem Zentral- institut Yrovinzialkaffen nennen _ vereinigt. Aber aucb diese Pro- vinzialkasstn haben keinen Geldüberfiuß und müssen fi Kapitalien zu hohem Zinsfuß verschaffen. Die Handwerker haben a erdings zur Zeit solche Kasssn noch nicht, die Errichtung des Zentralinstituts soll ja aber grrade zur Gründung don Genossenschaften und Vereinigung derselben zu Vrrbanden, mit denen die Zentralkaffe arbeiten kann, an- regrn. Herr von Woyna hat richtig aus efübrt, der Staat one mit den fünf MiUionen kein Geschenk ma en; ein Geschäft hat der Staat aber ebensowenig mcicbkn onen, eine Verzinsung der Einlagen bis zu 50/0 sollte erst erntreten, nachdem der Reservefonds die Höbe von 25 0/0 der Einlagen erreicht batte. Eine Verzinsung der Einlagen bis 59/0 _liegt aber gerade im Jutereffe der betbeiligten Genossenschaften. Die vorläufige Au51chließung der Sparkassen hielt der Herr Finanz-Minister schon deshalb für geboten, weil bei den Sparkaffsn keine vollständige_ Trennung bon Personal- und Real- kredit stattfindet. Deshalb iollten fie vorläufig nicht in das Grieß einbezoge'n werden. Wir hoffen mit der Gründung der Zeutralkaffe einen wichtigen Schritt Vorwärts zu thun im Interesse von Land- wirtbscbaft und Handel. &
Abg. Sattler (nl,) wandte sich gegrn die_ Bildung der Legende, als ob die _Schulze-Drli sch7schen Genossenscbaiten inSgesammt Gegner der staailtchen_ Zentra kaffe wären, Die Vertreter der &nnoberschen Genoffenickpaften nach SÖuize-Delißsclx sebkn in der
ündung einer derartigrn Anstalt vielmehr ein Mittel, um das gesammte Genossenschaftswesen zu fördern; _
bg. Graw-Allenstein (Zentr) erklarie, das Gesetz ser auch für die Sckpulze-Delißsckz'scben Genoffenschafxen im Osten von hoher Be- deutun . Seine politischen Freunde standen dem Geseyentwurf sebr jymvat isch ge enüber. _ _ __
Abg. Ri ter (fr.V01k€p.):_ Politickpe Parteunxereffen find auch von Scbulze-Delißicb nie in die Geno enschaften hineinxietragrn worden, sonst hätte auch das ganze Genoscnschaft§wesen_ nicht die heutige Bedeutung erlangen können. Der Herr_ Landwirtbschafts- Minister meinte, ich könne den Kommrjfionsbertckpi K_lcbt gelesen Haben, sonst hätte ich nicht sagcn könncn, d_as Bedürfnis; eines Zentral- instituts sei nicht nachHewiesen. qu erfahrt aber a_us dem K_om- misfionsbeticht nichts äberes über die Zahl dsr Kreditnehmer, nichts über die Zahl und die Verbreitun der in Betracht kommenden Ver- bandskaffen. Es hätte nachgewieizen werden müssen, weicher Kredit von diefrn Kassen jest schon in _Anspruch genommen wird und ob die zur Zeit stattfindende Kreditgewahrung gn diese Kir en eine ungrnügende ist. Dann hat der Herr Landwirtbsckoafts-thier gesagt, ich hätte das Kreditbedürfniß der Landwrrthschaft für gleich- artig erklärt mit dem anderer Stände. Jch habe aber nur_ beryor-
eboben, daß das Kreditbedürmi aUer Geweroetretbenden gletchxnaßig Jerücksichtigt Werden muß. J weiß sébr geriau, daß es_bei dem jeWeiligen Kreditberürfniß aus den Umschlag, bei der Landwirtbscbaft also auf die Zeit der Ernte aniommt. Wenn der Herr Landwrribfcbaitsx Minister endlich meint, daß ich gegen das Gesc? mich aussprache, weil es fich birr nicht um das Interesse des _Gro kapitals, so_ndern der Landwirtbstbaft handle, so finde ich es nicht schön und nrcht_parla- mrntarisck), jemandem Yiotive unterzulegen, von denen er nicht ge- leitet wird. -
_ Minister für Landwirtbschafi 2c. Freiherr von Hammer: stein:
Ich habe die [este Bemerkung des Herrn Richter nicbt ibm unter- geschoben, sondern ich habe allgemein gesagt, der Widerstand von der linken Seite des Hauses gegen die Vorlage sei möglicherweise darauf zurückwfübren.
Berichterstatter Abg. von Mendel-Steinfels bemerkte, in der Vorkonferenz sei die Bedürfnißfrage auf das emgebendfte erörtert worden; ebenso in der Kommission, wo die Bedürfnißftage mit alien gegen eine Stimme bejaht worden sei.
Der § 1 der Vorlage wurde nach dem ._Komznisßonß- vorschlage angenommen. Dagegen stimmten die beiden frei- smni en Fraktionen. _ _ _
Zn § 2 hat die Budgetkommiifion die Befugmß der An- stalt, für fremdeRechnung Effekten zu kaufen_und zu verkaufen, dahin einge chränkt, daß Effextengeschafie nur für Rechnung derjenigen noffenschafisverbaiide _ welchxn die Abstatt Darlehen zu ,gemähxxn befugt ist, owre iiur Neéßnung der zu diesen Verbänden gehorenden Geno e_nsch _uw der- jen' en Personen, von welchen fre Gelder im Depofttm- und THYoerkehr oder Spareinlagen oder Darlehen erhalten hat, betrieben werden dürfen. _ _ _ _
Außerdem beantragte die Kommission den bereits erwahnten
Zusa , betreffend die eventuelle Ausdehnung des .Geseses auf die parkassen. _ _
Dkk Vertreter des Verbands für Hannover, Herr 1)r. *
A " Hammaeber "L) beantra te, di ' sdxeicthn, wonach die An e Bestimmung zu
cevtieren * auch gt ski" soil, Wechsel zu ae .
Ab Graw (Zervix) ersuchte die Re ierung um Auskunft über dß.St ng der Zentralkaffe zu den Spa affen.
_Gebeimer _Ober-Finanz-Rritb Freiherr v o n Rl) ein b a b en : Augen- blickltchfallen die Sparkassen nicht unter das Gase? erst nach Annahme des in der Komniissiqn beantrcx ten Zysaßes zu § “ wäre die Möglichkeit
«geben, sie m eine Gescher sverbrndung mit der neuen Anstalt zu ringen.
Abg. Hamrxtacher (nl,): Ick halte es für durchaus geboten, nicht den allgememxn Anschluß dsr Sparkaffen an die Zentralgenoffen- schaftsiaffe zu Vollztebxn. er Herr inanz-Minisier hat uns in der Kommission nacbgeWtesen, daß_c1n heil Sparkaffen garnich auf eine Forderung des Pcrionalkredtis _eingerichtet ist, sondern mehr auf dem is_alkredtt basikrt ist. Da die1e Sparkassen keinen Zusammen- haüg rnit der Idee des GeseßeY haben und nicht die Garantie dafür bieten, daß die ihnen e_twa gewahrten Darlehen im Sinne dss Gese es verwendet Werden, so ist es jedenfalls bessrr, keine aligemeinen * e- stimmungen iiber die Sparkaffen zu treffen. Man hätte die Regelung dieser Frage ckan allgemein einer Königlichen Verordnung überlaffen_können, dder ri tiger War es, gleich zu bestimmen, daß nur unter _gewrffxn Bedingungen eine Einbeziebun der Sparkassen in den Geschaftskrers de_r Zentralgenossenscbaftskaffe ?tattfinden sol]. Diesem Gxdankenrntspricbt der von der Kommission beantragte Zusatz zu §2. Eine__zweite Aenderung bat die Kommission bezüglich des Effskten- geschans der neuen Anstalt vorgßnommen. Die Regisrungéborlage wollte derselben gestatten,_unumschrankt Effekten zu kaufßn und zu ver; kaufen. Dadzirckx wäre die Anstalt in eine direkte Konkurrenz mit den andxrrn Banktystitrrten getreten und das entsprach nicht dem Sinne des (Heirßes. Die Kommtsfion hat im Intereffe der Solidität des mixen _Untrrnehmens das Effektengeschäst einakscbränkt. Ick) nehme an, dak; auch nach der neurn Lasung das Effrktengescbäft für Rech- nung der mrt Emlagerioder epofiten an dsr Anstali brtbeiligten Pcr_1_rnrn_ nur bis zur_ Höhe der Guthaben dcr lexzteren bsi derielbkn zulasfig ist. Ern Werterer Anirag von mir wiki die Befugnis; der Anstait, Wechiel zu accxvtteren, streichen. JH) Halti: das für unbrdan geboren. Y_Ote Zrntralgenoffenicbaftskaffe soll auf dem ) aarkredit _bajieren; mit Rücksicht darauf wird ihr _ _aus St_aatsmitteln ein Fonds bon 5 Mil]. Mark beimÜigt. Zweifellos muß die Anstalt das chbt habxn, Wechsel zu kauf€n_ und zu _verkgufen,_aber das Bedürfnis; für fie, Wechsel zu acceptieren, Verrieme :ck enttchiedrn. Dieie Briugniß würde: dem Geist des Gxseßes widerstreiten; Auch der Reichsbank und jedem anderen öffenilrchen, mrt Staatstmtteln unterstüßten Bankinstitut ist die'se Be- fugtziß versagt. Ob der Fonds VOL_l 5Mil1ion€n Mark ausreichen wird, weiß heute ntemcznd. _Wenn “[ich die Zentralgenoffenschaitskaffe aufeine außglsrchezide Tbattgkert beschrankt, is_t es möglich; wenn sis aber ihren zweiten Zwrck; Darlehen zu _gewabrcn. erfüllrn soil, ist es bei emer_ nur rmrgermaßrwglückltcben Entwickelung der Auftakt sebr fraglich; _Die Anstalt wurde_also auf Darlrben oder Depofiieii ange- wiexeii icin. Dartiacb sollte dieselbe unter den erleicben Gcstchispunkt6n wie irde ordentliche Depofiienbgnk verwaltet wcrdrn und die Acceytierunq bon_W_echseln_au§geychloffen wkrden. Das Brdürfniß zu dieser Befugmß ist vericbwindend klein gegenüber den Bsdenken, welche dagkgew sprerhen. Im Interesse der Solidität des Unter- nebmrns bitte ich Sie um Annahme meines Antrags.
Geheimer_Ober-Finanz-Rath Freiherr Von Rbeinbaben: Die Vorschlage bezuglich der Béfu..mff€ der Zentralgenoffenichaftskasse be- ruhen auf Ratbsßhlageki dss Herrn Reichsbank-Präsidenten. Bezüglich _des Effektengeschgfts liegt nicht die mindeste Gefahr wor, wénn die yon der Kommrxfion beantragte Einschränkun angenommen wird. Gegsn den Antrag_ des Abg. Hammacher mö te ich indeffen Ein- spruch erbxben. Fre Befugniß, Wschsel zu acckptieren. ist für die neue Aniialt fur den _ Fail vorgesehen, daß Ansprüche an dyn Kredit derselben_ _in einem Augenblick herantreten, wo die Mittel zur Befriedigung_ dieser Ansprüche nicbt üsfi find, die A_nst_a_li aber weiß, daß sie in bestimmter Frist diese * iitte wieder zur Beriugung haben Wird. Soll die Anstalt nun unter solchen Um- Landei: zum_Scha_den des _GenoffensÖastsweiens derartige Kredit- ansvruche zuryckweisen, vieiiercht gar mit Schaden Effekten aus ihrem Vesiß verkaufen? Ich meine, man wird der zukünftigen Leitung des Instituts das Vertrauen schenken können, daß fie die Befugniß betreffs der _Accepiierung bon Wechseln nur im Notbfall und in weiser Be- [chrankung geltend machen_W1rd. Von dem Vertrauen zu der Leitung wird uberhaupt zuin guten Theil der Erfolg des Unternehmens abhängen.
Abg. Richter (fr. VolkSp.): Wenn die ganze Sache bloß Ver- trauenssache ist, dann brauchte man den § 2 überhaupt nicht. Die der neuep Anstalt _gewabrien Befugnisse geben tbatsächlich ins Ufer- lose. Hier wird eine; zweite Seebandlung gegründet. Vergeffe man doch nicht, daß die Seebandiung schon zweimal verkracbt ist, uiid daß sie m_icb vor einigen Jahren wiederum Konkurs batte machen_ mussen, _ wenn der Staat ihr nicht zu Hilfe gekommen ware. Bei dem neuen Institut wird es nicht anders gehen. Wenn das Gesetz publiziert sein wird, werden Schaaren von g_eldsuchenden Leuten auftauchen, und über die Außdeb- nung _der Geschafte der Linstqlt wird jede Uebersicht Verloren gehen. Um _die a_uftretenden Bedurfmffe e_rfüllen zu können, wird die Anstalt die_ ihr tm_§ 2 erlaubten Geschäfte in großem Umfang betreiben mussen. Diedagegen yorgesebene_Klausel genügt keineswegs. Wenn man sagt, die Kornmtsfionsgescbafte sollten mö lichst eingeschränkt werden, so Widerspricht das den Gesetzen des Ge dverkebrs. Gerade die _Deponenten werden_ die o_Ausfübrung solcher Kommissions- geicbaste vkrlarz en. _ Wird dieses Verlangen nicbt erfüüt, so Wird_ der Gesch tskrers der Anstalt eingeengt werden. Es wird also arntcbt außbleiben, daß sich die Anstalt durch die Acceptierung von
ech_seln die Mittel schafft, deren fie bedarf. Auch mit dem Effekten- Lescbaft _durfte _man uble Erfahrungen machen. Die Seebandlung at_ babe: nach ihrem leßteu Geschäftsbericht einige 100000466» verloren. Fruber war der Verlust nych größer. Daß durch Königliche Verordnung das Gesc bezw. der Geschaftsvukebr der neuen Anstalt auch auf die Spar- kaffen so ausgedehnt werden können, halte ich für höchst bedenklich. In unsxren Sparkassen sind 3? Millionen Mark angelegt. Diese sqlien mit der ne_uen Anstalt in Verbindung gebracht werden, und d'rse Maßregxl, eme Maßrrgei von der weittragendsten Bedeutung. soll durch eme bloße Koyrglrcbq Verordnung ausgeführt werden! Warum _entziebt man _dtese wichtige Frage der Geseßgebung? Die Regierung hat eme solche Vollmacht garnicht verlangt; der Landtag_ verzichtet _also aizs freien Stücken auf sein Recht. Die gefahrltchite _Gesebgftsvarbrndung, welche es für Sparkassen Zeben kann, ist die uni Staatsmstttuten. Bei Ausbru eines rieges wußten dqraus die schwersten Krisen entstehen. J wende nnch noch zur konstttytionelien Seite der Sache. Eine Anleihe kann nur nach Maßßabe eines Geseßes abgeschlossen werden, hier aber soll MZF ?*“TWÜ-de ZoanbgesÉY-Z'w Darss Mpöiohßsiak wohl sener an, „een ca mm ie3annit
den konstitutioneüen Grundsätzen. p ck
Der Antrag Hammacher wurde abgelehnt und der § 2 angenommen.
Bei 5 wurde ein vom Ab . Freiherrn von Zedli gestelltxr ntrag angenommen, wel er bezweckt, daß eventue Furl) die Spaxkgfsen sich an der anxralkasse mit Vermögens- emlagen betberligen dürfen.
1: § 8 la der Antrag der Ab g. Gump und Freiherr vonHedliß (& ko_ns.9_ vor, den Fuß zu streichen, daß das _ rekiorrum ber _etner Verwaltung überall den Vor- chrrften u_nd Weisungen der Aufsichtsbehörde olge zu leisten hat.
Abg Freiherr von Zedliy (fr.kons.): Diese Bestimmung scheine
i Krediirrnsialt'müffe desbalb vor etivaigen Uebergriffen iibereifriger und
engberztger Geister im Finanz-Ministerium gefiküst wcrden. '
|___ Minister für Landwirthsehaft 2c. Freiherr von Hammer- tn:
Ich möchte doch bitten, die betreffenden Worte im § 8 stehen zu lassen. Es ist etwas wesentlich Anderes; wenn sie von vornherein sich nicht in der Vorlage befunden hätten, dann würde man mit Fug und Recht aus dem Eingangs schließen können, daß die dort fest- gestellte Oberaufsicht des Staats so weit geht, daß er fich nötbigen- falls in die Details der Anstalt mischen kann. Wenn die Worte aber einmal in der Vorlage standen und jetzt gestrichen werden _ die Kommission beantragt das nicht _, so macht das den Eindruck, als Wenn die im Eingange stehende Oberaufsicht des Staais dom Hause hat eingeschränkt werden sonen. Das ist jedrnfalls auch nicht Absicht des Herrn von Zedlitz.
Ferner wird fich später voraussichtlich die Anstalt zu großer, auch finanzieller Selbständigkeit entwickeln _ wenigstens babe ich diese Ueberzeugung. Aber augenblicklich werden außer drn fünkoil- lionen, die der Staat bergiebt, der Anstalt wahrscheinlich wesentliche Mittel nicht zur Verfügung sieben; und für den Anfang der Ent- wicklung und für den weiteren Ausbau der Anstalt wird nach meiner Ueberzeugung eine wesentliche Mitwirkung des Hsrrn Finanz-Ministers unentbehrlich sein, umsomehr, als er ja auch dann, wenn die vom Staate gewährten Mittel nicht ausreichen, auf anderem Wege der Kasse wird hilfreiche Hand leisten müssen, und dazu wird die Fi- nanzberwaliung umsomehr bereit sein, jemebr fie von vornherein ge- sichert ist, daß sie dir Transaktionen der Kaffe Vollständig übersieht und, soweit nöibig, becinfluffen kann. Man kann ja mit dem Herrn Abg. Freiherrn von Zedliy prinzipiklle Bedenken gegen diese Be- stimmung geltend machen, und ich habe das Gefühl, daß, wenn man fich lediglich auf den Standpunkt des Herrn Abgeordneten stellt, man geneigt ist, die Beaufsichtigung der Kasse durch den Staat zu beschränken; Sie wollen aber die Entstehungsgescbichte der Kasse im Auge bebalten. Sie wird begründet zunächst ausschließlich mit den fünfMillionrn, die die Staatsverwaltung bergiebt, und danach ist es berechtigt, das.; der Staat wenigstens zum Beginn fich einen weiter- gehenden Einfiuß reserviert, als solchsr in dem aklgemeinen Aufsichts- re'cht des Staats enthaltrn ist. Die Frage ist" ja in der Kommission in sehr ringebender Weise erörtert und schließlich bat fick) die Kommission damit einverstanden erklärt. Ich gebe mich der Hoffnung bin, das; auch das hohe Haus in dieser Richtung dem Beschluß sriner Kommission beitretrn wird.
Urbrr die koÜegialiscbe Verwaltung, die hier eingerichtet ist, mich zu äußern, babe ich eigentlich keine Vsranlaffung. Wir waren in der Kommission und auch bei der Staatsregierung der Meinung, daß die Sache fich so rntwickeln wird, wie Herr don Zedliiz es dargelegt hat; aber es ist immrrbin von Bedeutung, daß die Herren, welche dem Direktor zur Hilfe beigeordnet werden, eine autoritativere Stellung in der kollkgialischen Verwaltung erhalten, als wenn sie nur als bureaukratische Hilfsarbeiter fungieren.
_Geheimer Obrr-Finanz-Raib Freiherr von Rbeinbaben: Herr Freibrrr Von 3817er irrt. Wenn Er meint, der Geseßentmurf sei auf die Person des_ Herrn Finanz-Ministers zugeschnitten. Die in Frage kommende Vestrtnzmm?E ift wörrlicb dem § 27 des Reickisbankgeseßes entnommen. Meines rachtens ist sie unerläßlich. Der Herr Finanz- Minister hat das Gessi; ohne diese Bestimmung in der Kommission für unannebmbar erklärt. Ich glaube, die an die Bestim- mun geknüpften Befürchtungen nd unbegründei. Es kann wok) ein Fal] eintreten, in dem es flieht der; Finanz-Ministkrs ist, auch in die Details der Verwaltung einzugreifen. Die Anstalt wird staatlich geleitet, der Staat trägt für ihre Geschäfthebabrun die moralische Verantwortung. Er mu in der Lage sein, einzelne äd- liche Maßregeln zu inbibirren. offentlich wird ein solcher ali nicht eintreten, die Möglichkeit ist jedoch nicht außgeschlossen, und des- halb darf die Oberaufsicht des Staats nicht eingeschränkt werden.
Unter Ablehnung des Antrags der Abgg. Gump und Freiherr von Zedliß wurde § 8 in der Kommissions- fassung angenommen.
§ 13 bestimmt, das; dem Verwaltun Hausschuß von dem gssammten Stande der GesEZäfte Kenntni zu geben und daß er über gewisse Verwaltungs ragen gutachtlich zu hören ist.
Dazu erhielt das Wort
Abg. Gamv (fr. kons.): Wir hatten in der Kommission be- arxtragt, zu _den Sitzungen des Aussckpuffes auch Kommissare des land- wirtbscbaftlichen und des Handels-Mimsteriums heranzuziehen. Nach dem Kommrsfionsbericbt ist der betreffende Antrag abgelehnt worden. Der Herr Finanz-Minister hat nun in der Kommission erklärt, es sei beabsichtigt, unter allen Umständen Vertreter beider Ressorts in den
Ausschuß aufzugebmen. Ich möchte dies konstatieren; unser Antrag war damit xrledrgt. _
Die ubrigen Bestimmungen wurden ohne Debatte an- genommen. _ _ Es folgte der Bericht der verstärkten Agrarkommis ion uber den (Heseßentwurf, betreffend die Entschädigung ür Verliiste durch Schweinefrankheiten. Die Kommrsfion beantragte die Berathung des Gesek- entrvurfs zu vertagen und die egierung zu ersuchen, zunächst
annähernd festzusteUen, wie boch unter Zugrundelegung des Entwurfs bei Einrechnung der der rovinz bezw. dem Kreise für dre Verwaltung, für die örtliche Au ficht und für die Feststellung der Schaderx erwachsenden Kosten, der_ Versicherungsbeitrag vro_ Schwein sich a. für einen Provmzialverband, b. für einen Kreisverband stellen würde.
Ferner: die Regierung zu ersuchen,
für die'enigen Provinzen, für welche yon den zu errichtenden Land- wrrths fiskammern (landwirthschaftlrchew Provinzialvereinen) das Bedurfniß zur Einführung einer allgemeinen obli atorischen Ver- sicherung gegen Verluste, welche Befi er von weinen durch Seuchen_ oder andere Krankheiten der eßteren erleiden, anerkannt wird, die Einführung einer solchen Versicherung im Wege der Gesetzgebung herbeizuführen.
__ _ Minister für Landwirthschaft Freiherr von Hammer- ein: „ Meine Herren! Nachdem der Herr Referent die Ausführungen der Vertreter der Königlichen Staatsregierung in der Kommission und die Bedenken, welche in der Kommission gegen den Geseßentwurf vorgebracht worden sind, eingehend dargelegt hat, hätte ich eigentlich keine Veranlassung, auf die Aeußerungen des Herrn Referenten weiter einzugeben, Nur einen Punkt glaube ich herauögreifen zu müssen. Wenn in der Kommission die An- sicht hervorgetreten ist, daß die Provinzial-Landtage deshalb unge- eignet wären, über die Einführung eines solchen Gefeßes zu beschließen, weil sie wesentlich aus städtischen Vertretern zusammengeseßt seien, so ist diese Anschauung doch unrichtig. Ick glaube, daß sätnmtliche
ledigli auf die Person des gen inanz-Ministers zugeschnitten u sein._ Zs bestehe aber keine &Üerheizt, daß auch die künftigen Finanz- Mimster ein so warmes Herz für die Landwirthschaft hätten, und die
Provinzial-Landtage in ihrer weit überwiegenden Mehrheit au] Ver- tretern des Landes bestehen.
Meine Herren, ich will auf das Verfahren derKommisfion nicht weiter eiggeben. Die Kommission hat, wie mir mein Herr Vertreter mitgetheilt bat, „den materiellen Inhalt des Geseßes für den Fall, daß die von ihr gefqßtexi Beschlüsse hier im Hause abgelehnt würden, überall einer Beratbung nicbt unterworfen. Eigentlich hätte doch die? Kommission auch mit der Thatsache rechnen müssen, daß möglicher Wrise ihre An- träge abgelehnt würden. Die Kommission hat daher meines Er- achtens den Auftrag des Hauses nicht voilständig erfüllt, dahin gehend: dem Hause auch Klarheit darüber zuberscbaffen, ob der Geseßentwurf in dsr Form zur Annahme zu empfehlen wäre, wie die Königliche Staatsregierung und das Herrenhaus empfehlen. Ick will mich aber darauf beschränken, die Tragweite und die Be- deutung der Anträge, die Ihre Kommission gestelLt hat, klar zu legen. ch glaube nicht, daß auf dem Wege, den die Kommission betreten hat, Sie das erreichen werden, was die Kommission wünscht. Der erste Antrag sagt:
Die Königliche Regierung soll ersucht werden, annähernd fest- strllen zu wollen, wie hoch unter Zugrundclkgung des Grieß- entwurfs, betreffend die Entschädigung für Verluste durch Schweine- krankbeiten, bei Einrechnung der der Provinz bezw. dem Kreise für die Verwaltung, für die örtliche Aufsicht und für die Feststelkung erwachsendrn Kosten, der Verficherungsbritrag pro Schwein sich stellen würde.
Meine Herren, disse Ermittlang kann nach meiner Meinung nur gemacht werden, wenn Sie den Gesetzentwurf annehmen, wie ihn die Staatsregierung vorgelegt hat. Dann wird ein Provinzialverband _ und ein solcher ist in dsr Provinz Schlesien Vorhanden _ das Gesey einführen und aus der AusführUn-g und der Wirksamkeit dss Geseßes würden Sie ails diejenigen Nachweisungen erhalten, die bier der Antrag unter 1 von der Staatßrégierung erhalten will. Ick) glaube bestimmt sagen zu müssen, daß, wenn Sie so den Antrag, wie er hier von der Kommission formuliert ist, an die StaatSregierung stellen, diese außrr stande ist, diesen Antrag zur Ausführung zu bringen. Wie soÜ die Staatsregierung nach drr Formulierung, wie der Antrag bier [aut€t, einmal den Umfang der Schäden, die eingetrsten sind, nicht nur an Maul- und Klauenseuche und an Schweinefeucbe, sondern auch an allen übrigen Krankheiten feststelien, während nur für die eben Von uns genannten beiden Krankheiirn zur Zeit eine Anzeige- pflicht besteht; die Staatsregierung ist also garnicht in der Lage, fest- zustellen, in welchsm Umfangr Veriuste cm Schweinekrankheiten außer der Maul- und Klausnseuche und außer drr Schweineseuche eingetreten smd und wie boch der Werth der eingegangenen Thiere ist, während, wenn ein Provinzialvrrband _ und ein solcher ist Vorhanden _ das Geseß zur Wirksamkeit bat gelangen lassen, die übrigen Provinzialverbände, welcbe ruhig abwarten, wie dort fich dir Verhältniss gestalten, dann Vollständig dcn Beweis dessen erbracht erhalteri, was Sie hier in dem Antrags der Kommission wünschen.
Ich gkaube daher nicht Unrecht zu haben, Wenn ich behaupte der erste Antrag stellt an die Staatßregierung eine Forderung, der zu entsprechen fie nicht in der Lage ist. Ich will denn auch noch darauf hinweisen: es soli die Mittheilung auch getrennt für einen Probinzialberband und für den Kreiswerband gegeben werden. Ich bezweifle nicht, daß auch ein oder mehrere Kreise einen solchen Ver- band bildrn werden und dann bekommen Sie dadurch auch nach dieser Richtung das gewünschte Material. Also auch für den Kreiswerband werden Sie nur, wenn Sie das Geseiz annehmen, die Nachrichten erhalten, welche Sie wünschen.
Der zWeite Antrag sagt:
Die Durchberathung des Geseßeniwurfrs ....... bis nach Eingang dieser Mittheiiung zu vertagen.
Ja, wenn Sie bis zum Eingang dieser Mittheilung vertagen woÜen, dann ist der Geseßrntwurf voraussichtlich für immer ver: tagt; denn ich glaube überzeugend nachgewiesen zu haben, daß die Forderung, die Sie an die StaatSregierung stellen, von der Staatsregierung nicht erfüklt werden kann.
Dann kommt der dritte Antrag;
Die Königliche Staatsregierung zu ersuchen, für diejenigen Pro- vinzen, für welche von den zu errichtenden LandwirtbsÖaftskammern (landwirthschaftlichen Provinzialvereinen) das Bedürfniß zur Ein- führung einer allgemeinen obligatorischen Versicherung gegen Ver- luste, welche Besißer von Schweinen durch Seuchén oder andere Krankheiten der lcßteren erleiden, anerkannt wird, die Einführung ?inber solchen Versicherung im Wege der Geseßgebung herbeizu- u ren.
Meine Herren, ich nehme an, daß Sie damit den Grund- gedanken des Geseßes, daß das Gesetz nur Geltung haben soll auf Beschluß eines Provinzial-Landtags, ersrßen woÜen durch den Beschluß der Landwirtbschaftskammer des betreffenden Bezirks bezw. drs land- wirtbsrbaftlichen Hauptvereins. Darüber läßt sich reden. Ich glaube nicht, daß ein prinzipielles Bedenken für die Staatöregierung vorliegt, solchem Beschluß stattzugeben.
Um mich also kurz zu resümieren: eine Aenderung nach der lest- erwähnten Richtung lehne ich prinzipiell nicht ab, aber die beiden ersten Anträge halte ich für unausfübrbar. Ihre Annahme bedeutet, daß Sie das Gesetz überall zurückweisen, während doch der Herr Referent Ihnen klar gelegt hat, und ich tbue das nochmals, daß weite Kreise der Landwirtbschaft an die StaatSregierung das Ersuchen gerichtet haben, auf dem Gebiete der Schweinebersicherung besonders gegen die mehrerwäbnten perniziösen Krankheiten im Wege der Ver- sicherung vorzugeben.“
Nun, meine Herren, mache ich noch darauf aufmerksam: zweifel- los sind zwei Thatsachen nicht zu leugnen. Einmal sind die Privathersicherungsvereine für kleine Bezirke nicht potent genug, wenn eine bedenkliche Seuche Von größerem Umfang auftritt, dem Verficherungsbedürfniß gerecht zu werden. Dafür liegen Beweise vor. _ Zweitens babe ich darauf hinzuweisen _ und das ist zweifellos anzuerkennen _, daß in Preußen das Vicbverficherungs- wesen, speziell für Schweine, gegen die süddeutschen Staaten, über- haupt gegen andere Staaten in einer wenig vollkommenen Ausbildung sich befindet. In dem Reichslande, in Baden u. s. w. sind zweck- mäßigere Einrichtungen, die der Landwirtbschaft, namentlich der kleinen Landwirtbschaft, zur großen Wobltbat gereichen, auf dem Wege ge- schaffen, den jest die Staatßregierung betreten will. Lehnen Sie den Vorschlag der Regierung pure ab, wie das Ihr Kommissions- vorscblag will, so erklären Sie damit, daß Sie dem Wunsch der Beibri- ligten und dem Bcdürfniß, das Sie nicht werden bestreiten können, nicht Rechnung tragen wollen. Sie sollen ja nicht sofort gezwungen
werden, in jedem Provinzialverbande das Gries anzunehmen; Sie