[ebnen es aber ab, weil Sie irriger Weise fürchten, ein Provinziav Landtag könne die Einführung der Versicherung entgegen dem Interesse der Landwirtbe des Provinzialverbandes beschließen. Kein Provinzialverband wird nach meiner Ansicht, wenn nicht die Landwirtbe selbst die Sache wünschen, die Versicherung beschließen, am allerWenigsten Werden das die städtischen Vertreter im Provinzial- Landtag thun; das kann ich nach meiner sechsjährigen Thätigkeit als Landes-Direktor sagen, da fich dieselbe-n in landwirtbschaftlickyen An- gelegenheiten fast stets der Abstimmung enthalten, auch, weil fie in der Regel an der ganzen Sache garnicht interesfiert find.
Ich steÜe dabcr doch sehr zur Erwägung des hohen Hauses, Ob Sie dem Weg, den Ihre Kommisfion betreten hat, folgen wollen. Ich meines Orts würde wünschen, daß Sie die Kommisfionsanträge ablehnen und das Geseß an di? Kommisfion zurückverweisen.
Geschieht das, so wäre zu erwägen, ob nichk die Einführung der Versicherung statt vom Beschluß des Provinzial-Landtags Von dem der Landwirtbfchaftskammer abhängig zu machen ist.
Abg. Frenß (kons): Verficberun en genügen bier überhaubt nicht, man schüxzt fich gegen die" Viehseu 8 am besten, mdem man dre Tbierx sorgfältig pflegt und halt. Gegen Hagel muß, man fich ber- sichern, aber nicht gegen Dinge, dre man selbst „x_n 'der Hand bat. Geht das Geke durch, so werden dtexenrgen„ Land- wirtbe, w€lche ihre bien: ordnungsgema Halten, fur dre nachläsügé'n Landwirtbe mit bezahlen müssen. an, kann der Land- wirtbschaft nicht aus ibksr eigenen Taschebelsen. Dxe Zahlungen fur Verficherung gegen Hagel und Feuer, dx? unbermetdltch find, find schon hoch genug gestie en. Dazu ist dre soztale, Geseßgebung 52kz?- kommen, Welche gleichaüs die Tasche dss Landrbtrtbs [fark in - [bruch nimmt. Wte sol] dsr Landwirts) aÜes aufbrmgen konnen? Ich
kann di? zwan sweise Versicherung überhaupt nicht empfehlen. _
Abg. FreiZerr von Buddenbrock (kbnx) trZLt der Auffassung des Ministers entgegen, als ob die Kommrsßoxt dn; Saxbe me Vor- eingcnommenbeit bebandelt habe; von bornberetn [eren btele Sttmmen in der Kommission aucb gegkn den Antrag [auf gewvrden. Werde das GMB angenommen, so werde man sagxn können: Wobltbat wtrd Plage. Die Zwangéberfichetung werde etyerx ungxbeuren _Apbarat nötbig machen, wodurch die Verficherungsbet_trage, d1e schon 1831 sehr hoch seisn, womöglich noch 56er wexdén mußten.
Minister für Landwirthschaft Freiherr von Hammer: stein: .
Meine Hsrren! Der Erste Herr Vorredner bat fiel; auf dre TkltOMr Vérficberungsgknoffenschaft bezogen; aber das beweist nichts für ["ein-:, sondern gerade für 11181118 Ansicht. (Sehr richtig !) Ich babe ausgeführt, daß fich berausxgcstsüt habe, daß die kleinen Vieb- verficberungen _ und zu denen gehörte auch dis Teltower Verficbsrung _ dem Bedürfniß der Schrveinebcfißyr nach Verficberung zu genügen nicht im stande [LW, wsnn einmal eine größere Seuche au§bräche, und gerade dic Tkltower Vexficherungsgenoffenscbaft hat so umfang- reichs Schädsn nicht decken kbnncn.
Nun bak der HU Vorrednsr darauf hingewiesen, gegkn die SchWeinekrank5€iten könne fich ]Lde Landwirtb selbst schü§en. Ja, wenn der geebrteHerr uns nurdie Mittel angebkn onté, um uns immun zu Erhalten, so würdcsn wiribm außerordentlich dankbar sein. Die Von dem Herrn Vorrednkr empfoblénkn Mittel baben fich jedenfalls nicht bewährt, um Eine große Kalamität namentlich für mittlsre und kleinere Grund- bksiHLr abzuwkbren.
WEnn dsr erste «Herr Vorredner behauptet, daß in Nummelsburg die schlimmsten Mißstände daraus Entstében, daß die Schweine dort 0an Gétränk blieben, nicht gefüttert würden, schl€cht gewartet würdxn, so kann ich ve'rfichkrn: das; diese B€bauptung tbkils Übkrtrieben, tbkils unrichtig ist. Ich bin selbst 12ka zugegen gewesen, wis alle dis Tbiére, diE am Markt einzsln ber- kauft Wurden, einmal in cinem dort stébendkn Wafférbasfin zur Tränkung gebracht wurden, und übsraÜ wurdsn fie gefüttert. AußSt- dcm glaubs ich auch nicht, daß lediglich durch mangelhafte Pflyge und Wartung dic Kéime zanrankbsit gklsgt werden. Ich erinners an die Seucbknkalamität in Ungarn. Ich glaube, über dsn ZWCck dk?» Geseßes be'stcbt dock) MißWrständniß. Dcr [61516 HEN dener sprach bom allgemeinsn Vsrfichsrungszwang, den das GLsLH bkrbeifübren werde. Das ist ja nicbt dsr FaU. Das (Hessß wiÜ den Provinzial- berbändcn und einzebqkn KkéisM die Vefugniß 965811, im Rahmen be- stimmtcr Vorschriften für gewiffé Bszirk? dieses Kréises oder für dén Bezirk des Probinzialbérbandés, wenn die thbsiligten es wünschen, ein€n solchen Verfichkrungézwang berbeizufübrén. Das ist dock) etwas vollständig Anderss. Dann, glaubs ich, ist nicht zrvéiféllbs, was dEr dritte: Absatz der Kommiéfionßanträgs wiÜ. Ich babe densslben dahin bkrstandcn _ und ich glaubs. somus; manibnbsrstkben _ daß, während der Regikrungssnnvurf wiÜ: daH (3561613 sOÜL Lingsfübrt werdkn an Beschluß des Provinzialbsrbandks, 11.165 Km dritten Absaß der'Kbm- misfibnsanträge béstimmt werch ["bÜ: „auf Beschluß der Landwirtb- schaftskammsrn“ solle das Gesky eingéfübrt werden. So Wenigsxens vsrstsch ick) den Antrag.
DiE annäb€rnden 5101161: dsr Vérficberun-g wird ansn mein HCN: Vsrtretkr mjnbsilc'n könne'n. Djeselban kr- reicbe'n auch nicht annäbsrnd dsn bdn dkn Herrkn Vortexdnkrn bé- zcicbnstsn Umfang. WOÜLU Sie, Wil das dsr bktrsffsndé Anxrag wiU, vro "Schwein untxr Vérückstckytigung dsr aüsétnkinsn Und andérsr Kra11kb€it€n, alw aÜLr Krankheiten, 989611 rv-Zlcbe die Vsrfichsrang ge- schloff€n wcrden karm, 81118 statistisch Erbébung und Féststcüung dsr Koste'n babkn, so erkläre ick) bcstimmt, dat"; die Staatérkgierung Ihnen diéss Nackywsisung nicbt gcben kann.
GLÜÜMST- chicrungs-Ratb Frxibsrr bon Sebérr-Tboß: Genaus Crwjttelungcn' anzustcüen, ist 11:12 unmbzlick), da wir wegen _dér mcht QUJLUMCM durch?,sfübrtsn Anxsigspfiicht k€ir1 ficher85 Materxa] erlangen konncn. Da» dis jsxzt b€1teb€nden Vérfichkrunßsn tbkxxer Und, kommt daher, daß kcin VerficbérungZztDcmg bsstébt. erd _das Untkrnshmßn 1 auf dix? Schult€rn der Provinz ge- stsUt, [b werden_s1ch dle Kostsn aus 0,75 bis- 1,20 «44 rw Sebwein und Habt belauscn. Natürlich kann ich kkine Garantie? für die]? a-uf §chaß_ung berubcnden'Zablkn gebsy. Fast allePrbx-inzen, nament- 1_xch ;_;cklesn, und auch drk landwirtb1cha1tlichen chtralberLiUC babkn 71ch [ur den Entwurf ausgssprocben.
_ 521139. Bandelow (kons) erklärte, daß cr für den Gkséßentwurk smtrs e.
„_ Abg. _Gamv (fr. kom“); Dkk Geseßenthxrf wäre in der Kom- m11fiorz mrt _aUsn [3ng 2 oder 3 Stimmen abgelebnt kvorden, wenn wrr mcht dt; borltchnre Resolution Vorgeschlagen "Hätten. Wenn auch bxdauerltckyer W611: zu der in Rede stébéndkn Angelegknbeit keine staZtftUchen Dqtén vorlxbßxn, so läßt [?ck dieser Fsbler doch bkseitigen. Wir haben 1:1 STJTUUkén über“ Wkit gcringwertbigere Fragen; nxarum ]okl bxcr 'mcht auch EML Statistik geschaffen werden konnen? WMQ M HEUER WZ Sck_oléfißn dringend einkn solchen Gescyenjwurf wu'yxchen, was_m1r zweisklbaft it _ Graf Strachwiß 1st1z1der Kbmmmmon lebbaxx kagkgkn aufgetreten, _ so mag die Rögjcxung emen'Gkscßkntmxr' ;(:125277, der [:ck auf die dortigen VCrbältUlffS beztkbt. Jm dxr KcMmUfibn warsn alle einig in dsr
Ansicht, da man die Entscheidung darüber, ob eine Versicherung xin- zufubren e , ob der Landwirtbschaft neue Steuertx aufzuerlegen seren, nichtder ovinzialverwaltun übertragen dürfe. Dtese Entschetdungdarf nicht durch eine Majorität erbeigeführt werden, welxh'e ntcht an der Sache betbeiligt ist. Nachdem der Herr Fmanz-Mmtster sich erst estern entschieden egen einen StaatSzuscbuß zu „den Ve'rpflegtzngs- tationen ausgespro en bat, deren Verwaltung dre _Provmzen uber- nehmen sollten, soll heute das ent egengesxßte Prinz1p Platz rei_fen, daß die Landwirtbe zahlen und die Drbvinztalverwaltungen ent chetdxn sollen. Der Staat mag die ganze Zahlung übernehmen und em Pauscbquantum auSwerfen!
Die Anträge der Kommission wurden mit großer Mehrheit
angenommen.
Nach 4 Uhr beschloß das Haus Vert'agung, Nächste Sißunkg: Mittwoch 11 Uhr (Heseß über dte Zentralgenoffen: schafts affe, Jagdschein-Geseß, agdpolizei-Geseß, Antrag Ring und Antrag Letocha).
Literatur.
Geschichte.
11". „Publikationen aus den Königlick) preußischen Staats - Archiben.“ 61. Band. Erich Joachim, „Die Politik des [eyten Hochmeisters in Preußen Albrecht bon Brandenburg“, 111. Leipzi-g, S-Hirzkl, 1895. Pr.14_./ié_ Mit dem vorliegenden Bande erhält diese Publikation ibrenAb1chluß. Die erste'n beiden Bände zeigten uns die Bemühungsn des jungen, zum Hochmeister gewählten Hobenonernprinzen, den deutschen Ordkn, der seit 1466 ein Lebensträger der Krone Polen war, wieder unabhängig zu machen. Der Kampf, den er mit großer AuÖdaucr, aber wenig Glück darum führte, endete im Jahre 1521 mit einem vierjährigen Waffenstillstande, während dessen ein Schiedsspruch des Kaisers und des Königs bon Ungarn die Streitigkeiten zwischen dem Orden und Polkn schlichten sollte. Diese Frist suchte nun der Hoch- meister nach Kräften außzunußen: einerseits auf die beiden Schied§richter einzuwirken, um einén günstigen Spruch zu erzielen, andererseits [eine Macht möglichst zu Verstärken, um nötbigen- falls [Line Ansprüche mit Gewalt durchzusexzkn. Seine Lage war Höchst ungünstig. Die baaren Mittel hatte der Krieg ver1ch1ungen, dazu batte er beträchtliche Anleihen machen müssen, um deren Rück- zahlung Lk nun gedrängt wurde; die Einkünfte des ausgesogenen Ordenslandes reichten nicht zur Bezahlung der Schulden, noch weniger zu großen politischen Aktionen bin; überdies waren,die Dependenzen des Ordens in Dsutschland und Livland nicbt enetgt, fich für den Hocbmsister Lastkn aufzuerlegen, sondern suchten 1ch vielmehr Zlanzbon seiner Oberherrschaft zu emanzipieren. Troß alledem verlor [brecht dem Muth nicht und schmiedete die weitgreifendsten Politischen Pläns, um [165 led und BundsSgenoffen für den Kampf gegen Polen zu verschaffen. Seine berzweigten_ Untkrband- lungen mit (111811 Großmächten Europas zu [childerm ist unmöglich; wir onerx nur einige rojekte anführen, deren Abenteuer- lichkeit seine vsrzxvsifelte Lage am estkn charakterisiert. So sandte er 6111871 seiner Vertrauten nach England, um mit König Heinrich 1111. ein Bündniß 989911 die Türken abzuschließen: der König sollte den Hochmeister zum Hauptmann über ein gegen die Türken zu wkrbendes Heer ernsnnen und ihm die Werbungsgelder zur freien Versüßung überlaffen. Hier abgswiesen, trat kr bald darauf in Paris mit abn- lichen Forderungkn berbor; gegen eine Jabrespenfion Wollte Albrecht im Bund?! mit Christian von Dänemark und dem Kurfürsten von Brandenburg fich an einer franzöfifchen Aktion gegen England be- tbeiligxn: ein phantastischer Plan, der natürlich ebenfakls obne Folgen blieb. Nit ends also fand er wirksame Unterstützung gegen Polen; an das Reich, das er anrief, versagt: s1ch ibm, ebenso die Kurie, da in Ostpreußen die Reformation stetig Fortschritte machte und von Albrecht nicbt gehindért, von einigen seiner böcbstsn Beamten sogar nach Kräftkn gefördert wurde. Je wébr man s1ch daher dem Ende der Waffenruhe näherte, um so notbwendigxr wurd? die Ver- ständigung mit Polen. Da tauchte plößlich 'auf emen) Landtage der preußxsckyen Stände der Vorschlag auf, der Hochmeister [011€ dcm alten Glauben entsagen, fich berbeiratbsn und das Land axs erbliches Herzogtbum Von Polen zu Leben nebmen. Als dem Hochmeister dieser Vorschlag nging, war er sofort einverstandén: ein Z€ichen, daß er schb schon [x_inger mit äbnlichen Abficbten getragen, vi€Ü€icht jenen Ybr1chlag im Willen sslbst angeregt batte. Unter Bormittelung des Herzogs Von Liegniß gelang es _ freilich nicht obne mü_b€bol]e _ Verhandlungen _, Polens Zustimmung zu der Sakularisation zu erreichen: eine territoriale Vergrö߀rung aber, _ die Albrecht dringend Erstrebte, Wurde bcrweigsrt. S0 leistete- d€nn Albrecht am 10. April 1525 den Lebsnskid, der 136111 OrdsnslandE d€n dauernden ck??rixxdeén zurückgab und dem Hause Hoben- zoslcrn eine'n erheblichen Ma tzuwacb-Z brachte, aber zugleich 011€ Hoff- nungen AlbrkcthZ auf poxitische Selbständigkeit begrub, die cr im deutscbkn Jnterene mit großsr Zähigkeit und unbkrwüstlichcm Optimis- mus [ange Jahre berfochten batte.
Reisebücher.
_ Bstrachtungen eine_s in Deutschland reisenden Déat- 1cher_1. Von P. D. Fixcher. (Verlag bon Julius Syringer, Bsrlm). Preis elegant gebundkn 3 „sé _ Dxr Verfaffsr, dsr Untkr : Staatssekretär des Reichs -Postamts, geht in [einen Bctrachtnngen_ Von der Erkenntnis; aus, daß die wenigsten des ]Lßt_ 111 Dsutzcbland lebenden GZschlechts in deutschem Vokk und dkutkcber Art_ [0 r€cht Bescheid winen, obwohl 1395 neu geeinte Réifh doch alle ferne Angehörigen _auch in tausend Din en des täglichén beens nabe ZLTÜckT und au[ einander angewiesen [Sat. Die Folgén dxeFer Unkenntrzis; fiebt Cr in dem fich beute breitmacbknden unbe- rundetérn PsxfimismuF, dsr, weil nicht alles und sofort nach
Unxckd gébe, De_uUchlands _ Gkgenwart berabseße und an Dsytxcblands Zukunft bkrzweixle. an sucht er durch Line RUÖZ bon Yetrackptungen zu widkrlegen, die fich einem in Déutkcblan rZixenden Deutschsn [Mx selbst ergeben, 11761111 Lr die Augén 917€!) halt und Herz und Kbps auf dem richtigen Flsck bat. Dsr Vkrsaner will nicht nur zeigen, wie jSZt inmitten dés Ciscnbabn- FUNNY“; gereist wird, sondern auch, was man in Deutschland sehen kann, mch etwa bloß in 72611 sogenanntßn schönén Gegénden oder in déz-x aUgemxineu Zielrunkten unssrer Vexgnücxungs- und Erholungs- kklß'klkk'n, [ondern überaU, wohin Geschäft, Amt, eigéne Wabl [)de NStZunz den Béobachter führern. Deutschlands Waldrevieke, seine grbßer] Azkerbauprbbinzen mit _dem Leben und Treiben in Bauxrn- WLTTÖYÖJUTY und auf Gutsbbsen, seine Jndustriebezirke, die bund: Mannigfalttgkßit der dsutxchen Städts, _rix Eigenart unserer Wasser- kant', _das _[md Lk iebigs Fklder für ['Eine Neisebetracbtungkn, dsnen “[ich _enxe R81 e von Ausflügen in „Dichters Lande" ab- runden]? anxcbl'txßerz. Jm [831811 Abschnitt ist die Summe bon mxbr als 25 [abrzgcn Wabrnebmungen zusamangezogen in einer kaerficbt uber dte egenwärtigen wirtbschaftlichen, fittlichen und 'bzxalxn Zustande, in, L_utschland, auf Grund deren die Usberzeugung auFZerbckoexx wrrd, daß es fich in Dkutschland lebén lasse. Da es kgum Loeb em x_eutfxbks Gebiet giebt, das der Autor, den seine amt- ltch8 Stkklung 1a5r11ch auf ausgedehnte Reisen führt, nicht öfters ein- gebend uyd zu den verschiedensten JabrsSzeiten besucht hätte, so ge- wmncn 181118 Bktracbtunßen für den Reisenden in Deutschland auch noch de'n xaknjchen _Wertb Lines kundigen Beratbers, der jedLs Reise- buch vort e1lbast erganzt und der besonders beim Aufstellen des Reise- plans zur Hand genommen zu wc-xrden Verdient.
_ .Jn Hochregtone_n“. ]. Die wiffenscbaftlicbe Erforschung der 'O'stakpen, bon Ed. thhter. 11. Entwickelungsgeschichte dcs Ylpmtsmus und dsr alpinkn Techrxik von L. Purtscheller. (Autori- [1e_rtchr Abdruck aus der! Zkitschrist 1894 des Deutschen und Oester- r€1ch1schcn ?Llpenverems.) Mit 26 Illustrationen. Gr. 8. 184 S. Berltn 1895. R. von Decker's Verlag, G. Schenck, Königlicher Hof-
um rechten Genuß der Alpemvelt edqrf es nicht nur wiffenscbaftlicber Vorberettung, sondern auch te_chnischer Ausbildun . Die in obiger Schrift publizierten Arberxen bieten tn be der ins'ubt dem angebknden Hochtouristen wextbvolles Materigl. Das erk sei daher allen denen em foblen, welche Herz und Stun für die Schön- heiten der Alvenwet haben und jUJendlicbe Kraft und Kübnbeit enug in sich fühlen, um“ die Jährlich eiten derselben zu überwinden. Zn leßterer Beziehung ist die trefflicbe Arbeit urtscheUer's, einer Autorität auf dem Gebiet der Hochtouristik, wob geeignet, vor Un- borfichtigkeiten zu warnen, indem fie die Mittel an dre Hand giebt, um die schwierigsten Bergbesteigun en, Gletschertouren und Gipfel- erkletterungen mit Erfolg und Si erheit unternehmen zu können. Eine Reihe guter Abbildungen erläutert die Anweisungen des Textks.
Illustrierte Werke.
Jeremias Gotthelf's aus;;ewäblte Werke. Erste iUustrierte Prachtausgabe, nach dem Originaltext _berauSgegeben von Professor Otto Sutermeister. Vorwort von Dr. K. Schenk, Mitglied des schweizerischen Bundeskatbs. Mit 200 Illustrationen von A. Anker, H. Bachmann, W. Vigier. München, Karl Rupprecht's Verlag. _ Von dieser mit künstlerischen Ori inalzxichnun en escbmückten AuSgabe der besten Werke des gekchäßten ?chwetzer Vo ks- ?chriftstlllers, deren Erscheinen wir [. Zt.ankündigten, liegen jetzt fünf Lieferungen vor. Sie beginnt mit den „Leiden und ??reuden eines Schul- meisterS', welche 21. Anker in ihren packendsten Momenten vortrefflich illustriert hat. Ihr sollen folgen die Erzählungen: „Uli der Knecht“, „Uli der Pächter“, .Der Bauernspiegel', .Der Sonntag des Groß- vaters“, „Elfi die seltsame Magd“, ._Anna Bäbi Jowager". Daß der Heraukgeber manche Längen beseitigt, namentlich die allzu pastoral gehaltenen SteUen gekürzt bat, gereicht, der Wirkung der Er- zählungen nur zum Vortheil und kürfte die.!en auch bei modernen Lesern wieder Eingang verschaffen. In 20 bis 22_Lieferungen zum Preise von je 1 «ck 20 «3 soll die Publikation vollständig werden.
Karten.
Dislokationskarte der Heere Europas, heraus egeben Von Dr. Hermann Müller-Sagan, nach den neuesten amtli enQuellen bearbeitet Von A. He'rricb (Maßstab 1:3 250000). 4. Sektion( Blatt 1). Verlag bon KarlFlemming in Glogau. Preis 1,50 „zu _ Mit dicser, Norddeutschland, Großbritannien und die nordischen Staaten umfassenden Sektion liegt das interessante Kartenwerk nun- mehr vollständig vor. In überficbtlicber und qeschmackooUer Dar- stellung bxeitet fick) vor deém Beschauec das Bild der gesammten Heeresvertbeilung Europas und der angrenzenden Gkbiete Asiens und Afrikas auÉZ. Ntcht nur die Friedensdislokationen sämmtlicher Armeen Europas, [ondern auch ihre Kriegsformationen find Veranschaulicbt, soweit für diese zu Friedenszeiten bereits Cadres u. s. w. vorhanden find. Ane Truvvkntbeile mit ihren Gliederungen und Abstufungen bis zum kleinsten Detachement bcrab sind durch scharf aus- geprägte Signaturen gekennzeicbnet. Die General-, Divifions- und Brigade - Kommandos, die Stäbe und Depots der Regimenter, dsren Truppentbeile in zWei oder mehreren Garnisonen untergebracht find, die Landwebr-Bezirks-Kommandos und ähnliche Einrichtungen, alle Land- und Küstenbkfeftigungen, die Eisenbahnlinien, insbesondere auch die jüngsten Organisationsvetänderungen des deutschen Heeres baben Berückstckytigung gefunden. Besonders Wertbvoll find die dem Kartcnwsrk in Form einer Broschüre beigegebensn Erläuterungen, die nicht nur eine Angabe des bknußtkn Quellenmaterials und eine genaue Erklärung der anf dem Kartenbjld angewandten Zeichen, sondern auch eine knappe und doch erschöpfende Darstellung der Heeresorganisation jedes einzelnen Staates bieten. _Das Kartenwerk selbst in Verbindung mit diesen Erläuterungen wird [ür den Laien, der fich für Heeresfragen interessiert, für dsn Politiker, der fich informieren will, und für den Fachmann, der den einschlägigen Verhältnissen seine Studien widmet, gleich nützlich und lehrreich sein.
Unterhaltung.
_Als gewählte Lektüre für die Reise und den Bade-Aufentbalt meseblen fick) die neuesten Bändchen von Engelborn'S-allge- meiner Romanbibliotbek (Stuttgart, J. Engelhornz, deren Inhalt der bestén modernen Erzählungsliteratur aller Ku urbölker Zntnommen ist und jedem Txmperament und Geschmack des Lesers zu ßenügen sucht. Der laufende 11. Jabrgan btetet m den noch nicht angezsigtsn Nummern 8 bis 20 der vortre [ichen Sammlung zunächst zwxi liebenswüxdige, gcmütbvoüe Geschichten bon Franc,:ois Coppéze „,Die wabren Reichen“, worin der beliebte franzö 1sche Autor ein Jlücklicl) gewähltes Problem mit gewvbnter Feinheit variiert hat. Die .lmkrikanerin Annie Bock ist mit dem zwei ändigen Roman „Simson und Delila“ Vertreter], 611161" frisch und keck geschriebenen Künstler- geschichte bon Ergreifendsr Schicksaléfi'thrung und leidenschaftlich be- wsgtsr Handlung. Der beliebte ungarixcbe Romancier Maurus Jökai zeigt_fich in der Erzählun ,Die gelbe Rose“ ganz auf seiner Höhe und [childsrt darin das Le en der Pußta_in buntfarbigen poefievollen Bildern. „Verloren“, von dem FranzNen Henri Greville, ist eine anziehende, rübrcnde Geschichte, welch? die mode-rne franzöfische Schule bon dEr [*LsfM Séite zeigt. Spannend ist der ziveibändige Roman „Zwsi Herren“ der Engländérin W. M. Croker, noch fesselnder aber Beatrice Farradcn's Crzäblung „Schiffe, die fich Nachts begegnen“. Leytsres it ein ungewöhnliches, zum Nachdenk-Zn anregendes Buch, das troß seiner düsteren Grundstimmung 0611 Leser unwiderstehlich gefangkn nimmt, und dcm dahkr in England uvd Amerika ein sensationeller (Erfolg beschisdcn war. Der bei uns längst mit, Recht angesehene Jtaliencr Edmond!) de Amicis giebt unter dem Titel .Eine_Schul- tragödie“ Line Schilderung italienischkn'Schullebens und der ausdiesem deén Erwachsenden xrgreifenden Konfltkte. In dex sebr intkreffanten zWLibändigkn Hofgsscbicbts ,Sufi" (die wrr noch xmgebender zu wür- digen gsdsnken) bekundet der gesckyäßte Altmeister des deutschen Romans Friedrich Spiklbagen eine überraschende, iuaendlicbe Ge- staltunaskraft. DSr 19. Band bringt unter dem Titel „Tim' die ein- fach, aber rübrsnde Geschichte eines Schuljungen aus dem Englischen, 0an Angabe dss Autors. Im 20. Bande endlich, „Frauen“ betitelt, lsgt die Norwsgsrin Anna Munch an Ligem t:?f packenden Lebensbild dar, zn Welchen Abgründen die wilde Gabrung führen Yann, von der die nach Selbständtgkeit ringende Frauenwelt ihrer nordrschen Hsiznatb seit geraumsr Zsit ergriffen ist. _ Jeder Band der vierzehntaglich Hrschsinenden Bibliothek kostet 50 „3, elegant in Leinwand gebunden 5 8
b bä dler. eis 2 .“ _ a?:cfbborÖZouristinLn Ausfuxgen
_ Disjktztbbrliegenden 50 Lisfsrungen der wiederholt erwähnten, Von der Deutschem Verlags-Anftalt Veranstalteten Außgabe der aus- gewählten Werke von Georg Ebers enthalten die Romane: „Eine egyvtifche Kbnigötwckyter', ,Uarda', „1101110 811111“, „Die Frau Bürge- msisterin“, „DiS “Schrvcstern', „Ein Wort“, .Serapis“, die auch in elf cleganten Leinwandbänden zu je 3 «46 50 „_3 bezogen Werden können. Gegsnwärtjg wird eine neue Snbsfciption auf die 105 Lieferungen zu je 60 „1 umfaffcnde Gesammtausgabe der Ebersxsckpen Romane erbffnst, um den Büchersreundem die nicht gleich fünfzig Lieferungen abnkhmen wollen, die Erwerbung möglichst zu erleichtern. -
Verschiedenes.
Unter dem Titel „Bad Harzburg, Soolbad und Klima- tiscber Kurort, berauégegebcn bom Hsrzoglichen Badekommiffarjat,“ ist sosbsn eine elsgant ausgestattete Schrift in der Rud. StoUe'schen Verlagsbuchbandlung in Bad HarzburkL erschienen und wird von dieser auf Verlangen kostenlos versandt. „pas Büchlein belehrt in über- sichtlicher WLisE über (11168 Wiffenswertbe Von Bad Harzburg, über die Kurmittel, die Sbolbäder und den jetzt so sehr in Aufnahme ge- langten Crbdobrunnen (ein vorzügli wirkendes Wasser gege-n chro- nischen Ma en- und Darmkatarr , babituelle Stahlberstopfung, ZirkulationssZHrungen in den Unterleibsorganen, wie solche bei sißender chenSweife entstehen, Hämorrhoiden, chronischen Katarrh der Atbmungsoraane, skropbulöse Erkrankungen jeder Art, die Folge- krankheiten der Influenza 2c.), ferner über die Aerzte, Hotels, Som- merwobnungen und Penfionate, Spaziergänge, Unterhaltungen 2c. 2c, Die Schrift sei allen denen, welche fich über Harzburg orientieren wollen, warm empfohlen.
.
Y 156.
ZWLile Beilage * zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Mittwoch, den 3. Juli
8895.
*.
Handel und Gewerbe.
2. Juli. (W. T. B.)
Magdeburg, 92 0/o _._,
Kornzucker exkl., von
endement 6,70-7,55. raffinade 11 _,_. Meiis 1 mit Faß 21,75. Ruhig. Traufito [. a. V. Hamburg vr. Julj 9,70 bez.
Stetig.
August 980 bez. und Br.. vr. September 9,87.) (Hd.,
Oktober-Dezember 10,25 Ed., 10,30 Br. Leipzig, 2. Juli.
3,07É „ji, November 3,10 .“, pr. Dezember 3,12k .“ pr. ebruar 3,15 .,“, pr, März 3,174: .“, vr. Ä 3,17 „ji, pr. Juni _,_ .“ Umsaß: 75000 kg. Bremen, 2. Juli. (W. T. B.) Raffiniertes Petroleum. (Offizielle Petroleum-Börse.) Niedriger. Ruhiger. Upland middl. loko 351 „3. _
Taback. Umsatz:80§aß Hamburg, 2. u bericht.)
m a r k t. Rendement neue Ufanck,
1. Untersuchun s-Sachen.
2. Aufgebotc, ustellungen u. der [.
3. Unfall- und analidxfäts- 2c. erficherung. 4. Verkäufe, Verpachtun en, Verdingungen 2c. 5. Verloosung 2c. von ertbpapieren.
Zuckerbcri-HL. neue _,_. . 88 0/0 RMdement _,_, neue 9,80-10, Nachprodukte exkl., 75 0/9 Brotraffinade 1 , Gem. Raffinade mit Faß 22,25_22,75. Robzucker 1.
(W. T. B.) Kammzug - Termin- bandel. La Plata. (Grundmuster 13. pr. Juli 3,05 .“. pr. August pr. Septumbet 3,07k .“, pr. Oktober 3,10 .“, pr.
pr. Januar 3,15 .“, pril 3,173 „ji, pr. Mai
Börsen - Schlußberkcht. Notierung Loko 7,05 Br. _ Baumwolle. Schmalz. Wilcox 351 „91, Armour sbield 342 H, Cudaby 352 44, Fairban s 29.] 43. _ Speck. RUHE. Short clear middling loko 31.]. _
„ enjucky, 10 Faß Virginy. [. (W. T. B.) Kaffee. Good aberage Santos pr. Juli 73z, pr. Septem er 732, pr. Dezember 723, pr. März 72. Kaum behauptet. _ Zucker- (Schlußbericbt) Rüben-Nobzucker ]. Produkt Basis 88 0/0 frei an Bord Hamburg, pr. Juli 9,60, pr. August 9,75, pr. Oktober 10,15, pr. Dezember 10,373. Ruhig.
London, 2. Juli.
Kornzucker _,_ Brot- An der Ku Gem. Produk! und Br., pr. 9,97É Br., yr.
Manch ester, 2. Juli.
markt. Weizen loko 8,25. Leinsaat loko 11,75, August _.
der Bremer New-York, 2. Juli.
Rubi .
(Nachmitta s-
(W. T. B.) Die beute eröffnete Wolk- auktion war bei lebbafter Bétbeiligung 9111 besucht. Das Total- angebot 5617119 386 000 BAUM, beute Wurden 14 569 VaU-Zn (111116501911. Combing-Merino und Kapwvlle 71-
Auktionspreise, Faulfy-Merino unverändert. " e 3 Weizenladun en angeboten. 96 0/9 Jabazucker loko11§ruig.
ZZ ruhig. _ Chile-Kupfer 425/16, pr. 3 Monat 4211/16. (W. T. B.) 121: Water Taylor 5, 30r Water Taylor 63, 201: Water Leigb 5F, 30r Water Clayton 6F, 32r Yéock Brooke 6,1; 401: Mavoll 63, 40r Medio Wilkinson 71- 32r Warpcops Lees 53, 36r Warpcops Rowland 62, 36r Warpcops Wellington 73, 40r Double Weston 7F, 60r Double courantc Qua- 11151101, 32 “ 116 yards 16ckch16 grey Printers aus 32 r/461 147. Stctig. St. Petersburg, 2. Juli. Roggen loko 5,50. Hafer loko 3,35. Hanf loko 44,00. Talg loko 49,00, pr.
(W. T. B.) mit höheren Kursen, dann trat Reaktion ein und der Schluß war schwach. Der Umsaß der Aktien betrug 311000 Stück.
Wei zen eröffnete stetig, berlor aber im fernersn Verlaufeinfolge von niedrigeren Kabelmeldungen und besseren Ernteausficbten. Durch Realifierungen in New-York und durch die Bradstreets-Berichte fand der Rückgang nocb Weitere Unterstüßung. Als aber der niedrige Preis- die Zaussiers schritten, beförderte die stand zur Vornahme von Deckungen benußt wurde, wurde dieser die wesentli e Erholung schufen. Schluß fest. _Mais anfangs fallsnd, später Reaktion und schließlich wieder fallend.
Weizen pr. Juli 70, pr. September 713. Mais pr. Juli 443. Speck [bort clear nomin.
Umstand zu einer Queue wesentlicher Erholung, die auch bis zum Schluß er iebig blieb und denselben fest werden ließ. „_ Mais schwächte ck nach Eröffnung etwas ab infolge von beneren Ernte- ausfichten und reichlichen Realifierungen.
Oeffentlichee Anzeiger.
U
Cwßbreds 5 bis 10 0/0 übkr letzte New-Orléxn; 6"
Rüben-Robzucker loko 743, do. pr.
Nr. 7
(W. T. B.) Produkten- YorWoche. Weizen -
Die Börse eröffnete
C b i c a ? o , öffnung mfo gänge eine
ais 1ers mit
AuSgedelmte Exporr-
fracHt nacb Liverpool 1. vr. August 14,40, do. do. pr. Oktober 14,55. Spring Wbeat clears 3,10. Zucker 213/16. Kupfer 10,75. Der Werth der in der vergangenen Woche außgefübrten rodukte betrug 6746315 Doll. gegen 4972735 Dou. m der
atlantischen Häfen der britannien 58 000, do. Häfen des Kontinents 11000, do.
Einbuße. Die
Xchxrage führte später Erholung hcrbei und bewirkte einm stetigen W'aarcWe-récbt. Baumvac-Preis in New-York 73, do. in
16. PS wleum Stand. white in New-York 7,80, do. in
[)ÜEÜSWÖÄÜ 7,75, 50. rbbeö (111 Cases) _, do. Pipe line cert. pr. ul“; 1513 nom., Schmalz West.1team 6,67, do. Robe & Brothers 7,00. Mai:- pr. Juli 492, do. pr. September 501,“ do. pr. Dezember _. Rother Winterweizen 7547, Weizen pr. Jult 741), do. pr. August September 753, do. pr. Dezember 77 . Getreide-
Rio
Kaffee fair Rio Nr. 7 15, do. Msbl,
Verschifoungen der [sten Woche von den ereinigten taaten nach Groß- nach Frankreich _, do. nach anderen
bon Kalifornien und Oregon
nachQétroßbritannien 30 000, do. nach anderen Häfen des Kontinents _- s
2. Juli. (W. T. B.) Weizen erlitt nach Er-
ge von schwääÉren Kabelberichten und Zunahme der Ein-
erringerun der Engagements, zu wel er
war Lwegung :) ange, s ' ZW “,tsb [ l i erhebltchen Deckungen borgmgen und b1erdurch eine
Pork pr. JUN 12,17.
6. Kommandit-GeseÜsYaften au Aktien u. Aktien-Gesellsch. 7. Erwerbs- und Wirt
8. Niederkaffung 2c. bon Rechtsanwäkten.
9. Bank-Ausweise. ,
10. Vörschiedcne Bckanntmachungen.
schafts- Lnossenschaften.
1) Untersuchungs-Sachen.
[21463] Steckbrief.
Gegen den unten bsscbriebenen Restaurateur Carl Klößer, 650an am 2. August 1858 in Gräfentbal, zuleßt wo nbaft in Sonneberg, welcher flüchtig ist oder sicb verborgen balt, ist die Untersuchungsbaft wegen Betrugs [extens des Hkrzogl. Amthérichs zu Sonneberg Verbangt. Es wird ersucht, denselben zu v-Zrbaften und in das nächste Athgericht§gefängniß abzuliefern und Drabtnachricht anber zu gebén.
Coburg, den 29, Juni 1895.
Der Staatsanwalt. Kiesewetter.
Beschr€ibung: Alter 36 Jahre, Statur unterseßt, Au Unbrauen dunklelond, Größe „circa 1,71 m, Naée gewöhnlich, Haare dunkelblond, Zähne gesund, Gssickyt oval, Sprache Thüringer Dialekt, Geficbts- arbe gesund Bart rotbander Schyürrbart, Mund Fivöbt1lich,K[€idungbeUer, möglichensalls auch dunkler
aquetanzug. Besondsre Ksnnzeichen: R-Veine, skhk auffaUend lange, rotbblonde Augenwimpern, Sommer- spxoffen tm Geficbt und auf den Händen und auf held?" Unterarmen BäckkrWappen und 11.11. tätowiert.
[21464] Steckbriefs-Erledignng. _ Das gsgen_ den Kasßerer bei einem Karouffel Tischler) Alsons Eckert aus Beutben erlassene lthftTOUstreckunJSersuckyen vom 15. März 1894 ist er 8 lg . Hildesheim, 27. Juni 1895. Königliches Amthericht. D*.
[20063] Oeffentliche Ladung.
Die nachgenannten ersonen:
]) Christian Augu Bornträger, gkboren am 14. Mar 1870 zu Landsberg a. W., letzter Aufent- haltsort unbekannt,
Y) Otto Wilhelm Breitenstein. geboren am 4. ezember 1871 zu Landsberg a. W., leßter Auf- entbaltSort Schneidemübl, Kreis Kolmar i. P.,
3) Hugo Rudolf Paul Lindrum- geboren am 8. Nobember 1871 zu Landsberg a. W., leßter Auf- enthaltsort Landsberg a. W.,
4) Alfred LöWeuthal, Kommis, geboren am 18. September 1872 zu Landsberg a. W., leßter AufenthaltSort Berlrn,
5) Arthur Gustav Rottke, Gärtner, geboren am 13._September 1872 zu Landsberg a. W., leßter Auxentbaltöort Hamburg,
6) Adolf Friedrich Schröder, Kaufmann, geboren am 23. Februar 1872 zu Landsberg a. W., [ester Aufentha tsort -Warschau,
7) Karl Friedrich Thielsch, geboren am 3. Juni 1872 zu Landsberg a. W., [ester Aufenthaltöort Bremen,
8) Max Wittenberg,B§eboren am 22. Nobember 1872 zu Landsberg a. ., leßter Aufenthaltßort unbekannt,
9) Abraham Schivarz. geboren am 21. August 143823 zu Landsberg a. W., [ester AufenthaltSort
1) en, _
Werden beschuldigt, als Wehrpflichtige in der Ab- sicht, sich dem Eintritt in detx Dienst des tebendßn Heeres oder der,??lotte zu entzteben obne rlaubm das Bundesgebte verlassen zu a en oder na errei tem militärpflicbtigen Alter sich außerba des undeSgebiets aufzuhalten. Vergeben gegen § 140 Nr. 1 Str.-G.-B. Dieselben werden auf den 4,. Oktober 1895, Vormittags 9 Uhr. vor dre Strafkammer des Königlichen Landgertcbts zu Landsberg a. W., Richtstraße Nr. 72 73, zur Haupt- vexhandlun geladen. Bei unents uldigtem Aus- bletben wer en dieselben auf Grund der nach 472 der Strafprozeßordnung von dem Herrn ivtl- vo ßenden der Er aßkommißfion des Stadt- krei es Landsberg a. . über ie der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen auSge eÜten Erklärungen verurtbeilt werden. 111. 11.1 40 95.
Landsber a. W., den 17. uni 1895.
K nigliche Staatßanwaltscbaft.
2) Aufgebote, Zustellungen und dergl.
[21634] Zwangsverstei erung.
Im Wege der ZwanngbÜtrsckung soll das im Grundbuchs von 0811 Jnvalidcnbaus-Parzellen Band 11 Blatt Nr. 375 auf den Namen dks Rittsrquts- befißers Heinrich Schur hier, je 1 zu Charlottenburg, eingetragene, in dkr Borßgstraße 1 belegen? Grundstück am 18.September 1895, Vormittags 1035 Uhr, Vor dem unterzeichneten Gkricht, Neue Friedrich- strasße 13, Erdgeschoß, Fkügel ()., Zimmer 36, ver teigert Werden. Das Grundstück ist mit 17 340 „56 Nu ungSwertb zur Gebäudesteuer Veranlagt. Das Wettere enthält der Aushang an der Gerichtstafe1 Das Urtbeil über die Ertbsilung dss Zuschlags wtrd am 18.September 1895, Nachmittags 12T Uhr, ebenda verkündet werdkn. Die Akten 85. [(. 52. 95 liegen in dsr Gerichtsschréibérsi, Zimmsr 41, zur Einsicht aus.
Berlin, den 28. Juni 1895.
Königjiches Amtherickot 1. Abtheilung 85.
[21635]
Nach beute erlaffenem, seinem ganzen Inhalte nach durch Anschlag an dice Gerick)tstaf€lb€kannt gemachten
roklam ßnden zur Zwangébsrsteigkrung der Bruno
*och'schen Erbpachtbufkn Nr. 12 und 13 zu Gr.
Wockern mit Zubebbr Termine
1) zum Verkaufe nacb zuboriger endlicher Regu-
lierung der Verkaufsbedingungen am Sonn- abend. den 14. September 1895, Vor- mittags 9 Uhr, “ zum Ueberbof am Sonnabend, den 12. Ok- tober 1895, Vormittags 9 Uhr, zur Anmeldung dinglicher Rechte an das Grundstück und an dte zur Jmmobiliarmaffe dksselben gehörenden ngenstände am Sonn- abend, den 14. September 1895, Vor- mittags 9 Uhr. im Schöffengöricbjsmalc des hiefiFn Amtsgerichtsgebäudes statt.
Auslage der erkaufsbedingungen vom 31. August .I. an auf der Gerichtsschrctberei und bei dem zum Sequester besteÜten errn Kaufmann H. C. Jahn bieselbst, welcher Kan liebhabern nach boxgän- giger Anmeldun die Befichtigung des*Grund[tücks mxt Zubehör ge takten wird.
Teterow, den 26. Juni 1895.
„ GroßherzoJlicbes AmtEZTrZM.
Due vereini ten Er pachtbufen r. 12 und 13 zu Gr. Wockern aben einen Gesammtflächeninbalt von ca. 55 200 .Zu-Rathen, einen Hufenstand bon 4,2019/15 bonitierten Scheffeln und sind belastet mit etnem jährlichen Kanon von 448 Scheffeln 11 Metzen Roggen Rostocker Maßes in Baar.
Dex Acker ist in 7 Schläge 5 ca. 7200 Qu.-Rutben getbetlt; aüe Schläge find besteklt. Auf der Hufe be- ßnden fich ein Wohnhaus, ein Viehbaus, ein Schweine- haus, eine Scheune, zwei Tagelöhnerkatben mit Stall- gebäude und ein Wagenscbauer, ferner ca. 90011] festes Feldbabngeleise bis zur Koethel'séhen Scheide. [21630]
Zur, Zwangsbersteigerun der dem Erbpäckpter Frkedrt Fehlandt zu Gro Krams eböri en kanon- freten rbpachtbufe Nr. 11 daselbst ste tnaH dem vom Gro berzo lichen Amts ericbte am 10. pril 1895 erla enen erkaufsprok ame der Ueberbotstermin auf Fre ta , den 26. Jul11895, Mittags12 UYU Zm. Der elbe wird vorschriftsmä ig hierdurch öffent ich 111 Erinnerung ebracht mit dem emerken, daß in dem gestern stattge?undenen ersten Verkaufstermine ür das bere te Grundstück ein Bot nicht abgege en worden it. '
a euow, den 29. Juni 1895. rtyßherzogl. Mecklenb. Schwerin. Amtögericbt.
[21633
In acben des Kaufmanns Hermann Mewes in Braunschweig, Nadeklint, Klägers, vertreten durch den RechtSanwalt Aronbeim 11. daselbst, wider
1) den Viktualienbändler Julius Henties,
2) dis Ehefrau dss Häuslings HLF, Anna, géb. Henties, 3) die Ehefrau des Arbeiters Hermann Opper- mann, Hermine, geb. Hantics, 4) 5671 minderjabrigen Albert Henties, 5) den minderjährigen Robert Hkntkes, 6) dem minderjährigen WM Hknties, sämmtlicb in Bettmär, Bcklagts, tre en ForderunK, wird, nachdém die BéscblaJnabme-O nträge zurü : gsnommen, der auf den 19. „[ugust 1895, Morgens 10 Uhr, anberaumte Zwangsbersteigerungstermin damit wieder auf,;eboben. Vechelde, den 29. Juni 1895. Herzoglicbes Amtsgericht. ])r. Schilling.
[21631]
In der ZwangsbollstrkckungZsackye der Hkrzoglicben Leihhaus-Administration zu Hklmstédt, Klagerin, widkr dLn Arbc'itsr Friedrich Loock und déssen Ebe- sraxx, Sopbié, Jeb. Sckmüdk, daselbst, Beklagte, Wkgcn Fordexung, wsrdexn dic: Gläubiger aufgefordert, ibre Forderungen untcr Angabß des Betrages an Kapital, Zinsen, Kbstén und Nebenforderungen binnen zwei Wochen, bei Vcrmsidung des Ausschlu 89, hier anzumelden. Zur Erklärung über den Vert eilungs- plan,“ sowie zur Vertbeilung der Kaufgelder wrrd Térmm auf Mittwoch, den 31. Juli 1895, Vormitxags 91: Uhr, Vor kem unterzeichneten AmtIgerrcbte anbsraumt, wozu die Bstheiligten und der Erstsbcr bikrmif borgcladen Werden.
Helmstedt, den 27. Juni “1895.
Herzogltcbes Amthericht. (Unterschrift.)
[21643]
Von d€_m untexzeicbneten Axntsgerichte ist
1. bebu[s Ermcktelung aUer derc-r, welche auf das Hi-Zfige Debofitum Nr. 1916, wslcbes aus dem 33 0/9 prozkntigen Königl. Sächs. Staatsschuldscbeine Scr. 11 Nr. 101729 von 1852/68 über 300 „M und einem Leipziger Sparkaffenbuche Nr. 476 638 mit einer Einlage von 657 „ja 48 „3 besteht und aus einer im_ Jahre 1855 wegkn Veruntreuung ge en den Kellner Karl Jmmanusl Klopfer aus Glan an bei dem bereinigtkn Kriminalamte der Stadt Leipzig anbangig gkwcsencn Untersucbun herrührt, Ansprüche zu haben „vermeinen, sowic bcbu?s Ausschließung der- selben tmt diesen ihren etwaigen Ansprüchen und Herrenloserklärung des Depofiti,
11. behufs Todeserklärung
g.. des 'am 8. August 1844 in Leipzig geborenen Bäcker ebtlfen Theodor Eduard Grummich, welcher im Ja re 1872 mm Konnewiy weg auf die Wander- schaft gegangen ist und unter dem 11. Mai1872 von Wten aus die [SFT brieflichc Nachricht an [eine damals noch lebende utter gegeben hat,
1). „des am 7. Juni 1842 geborenen Handlungs- kommts Ernst Emil Meyer hier, Welchsr in den JabreZn 1872 oder 1873 in einem Kanal bei Pitts- burg tn Amerika verunglückt sein soll und Von desen Leben seitdem weder durch ihn selbst noch durch emen anderen Nachricht vorhanden ist,
0. des am 28. August 1846 in Kübnißsck), b. Wurzen geborenen, bei unterzeichnetem Amtsgertcht bevormundeten Zigarrenmachc'rs CarlTheodor Baum- welcber im ahre 1868 in die Fremde'gegan en und über dessen eben seitdem Weder dure? tbn no durch einen anderen NaYricht vorhanden it, ,
(1. des am 30. uli 1826 geborenkn WtrtbsZa ts- aehilfen Carl Friedrich Herfurth. 1velcher.im a re 1853 von Sta meln weg, woselbst er sich im mütter- li en Gut au gehalten, nach Amerika auSgewandert un seixdem über de en sten Weder dmc? ihn noch durch emen anderen achricht Vorhanden 11,
auf Antrag
zu 1., des Königl. Finanz-Ministeriums zu Dres- den, in allgemeiner Vertretung des Staatsßskus im Königreich Sachsen „
zu 11 a., der Frau Selma Emilte Wol , cb. Grummi , zu Oesscb und des Herrn Robert u ius Grummi , Kaisers. Eisenbabn-Güterexpcdient in
Straßburg-Neudorf,
zu 11 b., des Herrn Max Bernhard Méyer, der “rau Marie Franziska Verw. Schräpler, verw. gew. Franke, 995. Meyer, derIZrau Lina Schmidt, g'eb. Meyer, der Frau Clara otsche, geb. Meyer, der Frau Antonie Verw. GaÜaun, geb. Meyer, und des errn Max Bernhard Méyer, als Vormund des unmündigen Carl Max Méyer, allérskits in Leipziéz, zu 11 c„ dss Herrn Carl Friedrich Baum n Malkwiß bei Oschaß, 5,311 110., der Frau Johanne Amalie bkrw. Köster ter, das Aufgebotsberfahren beschloffen wordkn. Es werden daher zu 1. die etwaigen Berechtigten, zu 11 a._c1. die genannken Verschollcnen bezw. deren ekwaige Abkömmlinge, Erben oder Rechts- nächfolger, _ hierdurch geladen, in dem auf den 13. März 1896, Vormittags 11 Uhr, Vor dem unter- zsicbneten Amtsgerichte, Zimmer 206, anberaumten Aufgebotstermine ihre Ansprüche anzumelden, widrigenfalls auf_ Weiteren Antrag zu 1. die ettvatgen unbekannten Berechtigtkn wer» den für angeschlossen und ihrer Ansprüche für ver- lustig erachtet Werden, zu 11 u._c1., die Verschollenen Werden für todt' erklärt und deren Verlccthssenschaften an die Erben derselben oder deren Re tSUacbfolger Werden ver- abfolgt Werden. LeiJYzig, am 19. Juni 1895. onigliches Amtherickyt. Abtheilung 111. Steinberger.
einzuleiten
[21648] , Aufgebot.
Nachdem dre Ehefrau des Rentners Aygust Hart- mann, Friederike, geb. Grimm, aus Elbingerode, in erster Ehe verheirathet gewesen mit dem am 8. Mär 1885 zu Rübeland verstorbenen Partikulier Friedri Salzmann, als einzige Erbin ihres genannten (?rsten Ehemanns, glaubhaft gemacht hat, daß nachstehende, infolge Zession vom 16. Mai 1859 auf den Namen des 2c. Salzmann lautenden Schuldurkundyn, als:
1) die Obligation des Bergmanns Johann Friedrich Wilhelm Grtmm zu Rübeland ür Herzogliches Leihhaus zu Blankenburg vom 4. uni 1841 über annoch 98 Thlr.,
2) die Obligation des zu 1 genannten Grimm und der Ehefrau desselben, Christiane, geb. Gropp, in Rübeland Vom 27. Juni 1851 über 250 Thlr.,
abhanden ekommen seien und die Einleitung des Aufgebotsvchabrens gemäß Z 7 It. 5 des Aus- führungs-Gefetzes zur Z.-P.- . Nr. 12 vom 1. A ril 1879 beantragt hat, werden die unbekannten n- baber oben bezeichneter Schuldurkundcn aufgefordert, |ck) spätestens in dem auf den 29. Oktober1895, Morgens 10 Uhr, anberaumten Aufgkbotstermine zu melden, widrigenfalls die bezeichneten Schuld- urkunden dem Eigentbümcr der zur Sicherbett dkr verbrieften Forderungen Verpfändctkn Grundstücke gegenüber Werden für kraftlos erklärt Werden. WBlankenburg. den 25. Juni 1895.
Herzoglicbcs Amtsgericbx. Lämmcrhirt.
[21651] Beschluß. Auf Antra :
1) des Jakob cl], Teisendorf,
2) des Holzarbeitcrs Leonhard Albrecht in Obcr- ammergau. d 3) des Bauers Johann Peer in Enzcrwcis (Arns- or , 43 des Bauers Josef Demml in Regenstauf, 5 der Oekonomenstochter Therese Christian in Mitterdorcbing,
6) des OekonomenAndrkas Scl'impfic in Göggingen, früher in Niederau,
7 des Bierbrauers Franz Rauscher in Aibling, frü cr Bäckermeister in Trgunftein, __
8) des Bauers Sybald „Huber in Straßlocb, Pos! Ebenhausen, . . „
9 des Frivatiers Josc[ Wandingcr in Stetten, Pot Dor en,
Bauers in Straßberg, Post