nehmers Adolf Sotscbnik eingetragene, zu Friedenau an der BiSmarcksti-aße 23 und Albestraßen-Ecke, belegene Grundstück, Welches mit 4,68 .“ Reinertrag und einer Flache von 9,99 a zur Grund- steuer, zur Gebäudesteuer nicht veranlagt ist, mit dem Gebot von 136 000 .“ blieb der Schloffermeister Heinrich Klemme zu Friedenau. Meistbietender. _ Das im Grundbuchs von Schöneberg Barxd 36 Blatt Nr. 1383 auf den Namen des Maurermeisters Jakob Jakoby eingetragene, zu Schöneberg, Koburgstraß_e 7 belegene Grundstück, welches mit 1,32 .“ Reinertrqg und einer la_che von 6,21 a zur Grundsteuer, zur Gebäudesieuer nicbt veranla tit; mit dem Gebot von 113130 .“ blieb die AktienÖefxllsckpaZt fur Grundbesiß und Hypotheken-Verkehr zu erlm, Dorotheen- straße 95/96, Meistbietende. _ Das im Grundbuchs von Groß- Lichterfelde Band 43 Blatt Nr. 1301 auf den Namen des Architekten Paul B osWau eingetragene, zu Groß-Licbterfclde an der Sch111_erstraße belegene Grundstück, welches mit 1,71 .“ Reinertrag und einer Fl_ache vo_n 12,13 a zur Grundsteuer, zur Gebäudesteuer nicht Veranlagt ist, Mit dem Gebot von 46 600 .“ blieb der Kaufmann Hermann Franke zu Groß-Lichterfelde, Meistbietender. _ Das im Grundbucbe von Wilm ersd orf Band 45 Blatt Nr. 1356 auf den Namen_ der Maurer- meister Wilhelm Lünow und Wilhelm Koch zu gleichen Rechten und Anibeilen eingetragkne, zu Wiimersdoxf, Vrandenburgxschestraße 4, belégene Grundstück, welches mit einer Flaxhe vbn 6.69 8 zur Grupd- steuer, zur Gebäudesteuer nicbt veranla t ist em Gebot wurde n_tchi ' abgeYLben. _ Vertagt wurde das erfa ren der Zwangsberstetge- rung wegen des Grundstücks des Bauunterpehmers C. Rother zu Weißensee, sowie des (Grundstücks des Klstcnfabrtkanten Eduard Seidel zu Lübars belegen.
_ Dem Bericht über das elfte Geschäftsjahr des Vsreins ,Waarenbaus für Armee und Marine" vom 1.Apr1l189_4 bis 31. März 1895 entnehmen wir folgknde Mittbetlunaßn: Die Zahl der stimmbercckptigten Mitglieder betrng am 31. Marz 1895 41569, am 31. März 1894 40 090. Es traten aiso tm Laufe des Jahres mehr hinzu, als durch Tod 11. s. w. ausgsschteden fixid, 1479. Außerdem wurden Jabreskartcn an anßerordentltcbe Mitglieder aus- gegeben 2624. Der Gesammt-Umsqiz der bon dem Vereinshause ge- lieferten Waaren betrug 5343142 ck14; Hiervon entsaüen gui den eigenen Werkstättenbetrieb 1 774 254 .“ Der Ueberschuß betta t_nach erfolgter Abschreibung auf Waaren 192 419 .“, wovvn für 5 eiervx- steUungen u. s. w. verwcndet werden 23 692 «(6 Es ergiebt sich em Reinerträgniß in Höhe von 168 726 .“, welches durch Comitsbeschliiß wie folgt vertbeilt wordxn ist. Verzinsung von 2 814 000.“ Antheri- scheinen 140 700 .“; zur Amortisaiion des Garantiefonds werden 13 000 .“ nebst 5% Agio mit 650 .“, zusammen 13650 .“ ber- wendet. Dem Reserbefonds ist der gleiche Betrag mit 13 650 .“ zugewiésen und der verbleibende Rest von 726,85 .“ auf das neue (Geschäftsjahr 1895/96 vorgktragen worden. _
Magdeburg. 12. Juli. (W. T. B.) uckerbericbi. Kornzucker exkl., von 92 % _,_, neue _,_. ornzucker exkl., ZM/sRendement _,_, neue10,30_10,45, Nachprodukte exkl., 75 % Rendemeni Scbwäcbxr. Brotraffinade . 1 22,75, Brot- raffinade ]] 22,50. Gem.?)iaffinade mit _Faß 22,75-23,00. Gem. Melis ] mit Faß 22-22,25. Rubikx, stetig. Robzucker 1. Produkt Tranfito f. a. B. Hamburg pr. Jui 9,7% (Hd., 9.82.1- Br., pr. August 9,87x bez., 9,90 Br., pr.September 10,00 bez., 10,023 Br., pr. Oktober-Dezember 10,55 bei. 11. Br. Matt. _ Wochenumsaß nn -Nohzuckergejchäft 276 000 Ztr. _ _
ssen a. d. Ruhr, 12._Jult. (W. T. B.) Der ._bern- Westf. Z.“ zufolge betrug die Einschrankung beim Rbetnt]ch_- Westfälischen Koblen-Syndikat 14% _gegen 15%, wie ursprünglich beschlossen war. Die Absaßverbalinisse waren tm laufknden Monat gute. _
Leipzig, 12. Juli. (W. T. B.) K_ammzug - Termin- handel. La Plata. Grundmuster 13. pt. Juli 3,07? .“, pr. Au ust 3,07Z .“. vr. Septembc-t 3,10 .“, Vr. Oktober 3,10 .“. pr. o- vember 3,123 .“, pr. Dezember 3,123 .“, pr. Januar 3,15 .“, vr. Februar 3,15 .“, pr. März 3,173 .“, vr. 21er 3,20 .“, pr. Mai 3,20 .“, pr. Juni 3,20 .“ Umsaß 35000 kJ.
Bremen, 12. Juli. (W. T. B.) Börsen-Schlußbericht. Raffiniertes Petroleum. (Offizielie Notierung der Brunet Petroleum-Börfe.) Ruhig. Loko 6,95 Br. _ Baumwolle. Stetig. Upland middl. loko 35,1 «3. _ Schmalz. Höher. Wilcox 34 .es. Armour sbield 34 „5, Cudabv 35Z „,a, Fairbanks 29 45. _ Speck. Fest. Short clear middling [Okt) 31. _ Taback. Umsaß 14 Faß Kentucky, 100 Faß Stengel. _
(NachmrtiaZs- er
Hamburg,12. Juli. (W. T. B.) Kaffee. bericht.) Good average Santos pr. Juli 743, vr. Septem 74.1, vr. Dezember 734, pr, Marz 721. Behauptet. _ Zucker- markt. (Schlußberichr) Rüben-Robzucker ]. Produkt Basis 88 % Rendement neUe Uiance, frei an Bord Hamburg, pr. Juli 9,80, dr. August 9,92Z, pr. Oktober 10,273, vr. Dezember 10,474. Behauptet.
London, 12. Juli. (W. T. B.) Wollauktion. Preise fest, unverändkrt.
An der Küste 8 Weizcnladungen angeboten.
96% Javazucker ww 11T stetig. Rüben-Robzucker lolo 9Z tbatig. _ Cbile-Kuvfer 4ZZ. pr. 3 Monat 4315/16.
Liverpool, 12. Juli. (W. T. B.) Baumwollen- W 0 ck en ber i ch 1. Wochenumsaß gegenwärtige Woche 52 000 (vorige Woche 59 000), db. von amerikani1chen 49 000 (45 000), do. für Speku- laticn 1000 (1000), do. für Export 4000 (2000 , do. für wirklichen Konsum 44 000 (42 000), do. unmittelb. ex. S iff 56000 (55 000), wirklicher Export 3000 (10 000), Import der Woche 15000 (46 000), dabon amerikqniscbe 14000 (30 000), Vorrath 1518000 (1562000), davvn amerikanische 1390000 (1428000 , schwimmend FFKMéroßbr-itannien 58000 (58 000), davon amerianische 35000
Manchester, 12. Juli. (W. T. B.) 12r Water Taylor 43, 301: Water Taylor 65, Mr Water Leigb 53, 30r Water Clayton 6?, 321: Mock Brooke 6.2 40r Mayoü 6x, 40r Medio Wilkinson 7x, 32r _Warvcovs Lees 6, 36r Warpcops Rowland 62, 36r Warpcops leitngton 7, 40: Double Weston 71, 60r Double courante Qua- thxxtkWF, 32“ 116 yards 16ckch16 grey Printers aus 32r/46t 147.
€ ig.
Paris, 12. Avril. (W. T. B.) D_ie Zuckerbörse bleibt beute und Sonnabend, den 13. JUli geschlonen.
St. Petersburg, 12. Juli. (W. T. B.) _Produkten- markt. Weizen loko 8,00. Roggen loko 5,50. afer loko 3,30. Heiniaäw loko 11,50. Hanf loko 44,00. Talg oko 50,00, pr.
ugu _.
St. Petersburg, 13. Juii. Heute ist das Protokoll ver- öffentiicbt worden über die gestern erfolgie Verifikation und die Uebergabe folgender Goldbeträge aus der Umsaß- tame der Staatsbank an den Metall- Umwecbselungs- fonds: 98061276 Nubyl _als szablung eines Tbeiis der un- verztnstcn Scbuldkes Reichsicbatzes für die umlamknden Kreditbiüets Permanentkr Emdswn und 1125 682 Rubrl zum Umtausch gc'gen das im Umwecbielungssonds befindliche Silber laut Ukas des Kaisers vom
3. März 1895, Amsterdam, 12. Juli. ZW. T. B.) Iava-Kaffee good . Die Börse Lrbffiiete
ordinary 54. _ Bankazinn 3
New-York, 12. Juli. (W. T, B.) mit weichrnder Tsydenz; im weiteren Verlauf trat Ermattung ein; der Schluß war luitlos. _Der Umiaß der Aktien be'trug 255 000 Stück.
_ Weizen erbffnrte isst und bebauptete infolge un ünstiger Ernte-
bericbre und beffcrer Kabelmeldungen die Festigkeit wä rend des ganzen Börsenberlauxs. Eine wesentliche Untersiüßung Wurde dkrselben noch durch die Gerüchte zu tbeil, welcbe reichliche Käufe der (Exporteure meldeten. Schluß recht ikst. _ Mais stetig i_nfolge von umfang- reichen Kausatdres, gab im Wiiteké'n Verlauf aus Zunahme der An- künfte etwas nach und erlitt durch Verkäufe eine weitere Einbuße. Durch _die Festigkeit des Weizens wurde jedoch der Verlust wieder ausgraltchen und der Schluß war fest.
Waarenbericht. Baumone-Preis in New-York 7i- do. in Nm-Orleans' 62. Petroleum Stand.!»bite in New-York 7,65, do. in
Philadelphia 7,60, do. robes (in Cases) _, do. Pipe line cert. rr. Juli 155 nom., Schmalz West. steam 6,60, do.Robe & Brotbers 6,90. Mais pr. Juli 50, do. pr. September 50F,_ do. pr. Dezember _. Rother“ Winierweizen 72.1, Weizen pr. Jul: 712, do. pr. Au ust 71k, do. vr. Sevtember 723, do. x-r. Dezember 74F. Getre de- fracbt nacb Liverpool 2. Kaffee fair Rio Nr. 7 15:1. do. Rio Nr. 7 vr. August 14,70, do. do. pr. Oktober 14,90. Mehl, Spring Wbeaj clears 2,90. Zucker 25: Kupfer 10,75.
Baumwollen-Wo enbericyt. ufubren in allen Unions- bäfen 6000 Ballen, Aus br nacb Gro britannien 8000 Ballen, Ausfuhr nach dem Kontinent 11000 Ballen. Vorrath 385 R0 Bauen.
Chicago, 12. Juli. (W. T. B.) Weizen von Anfang an fest, blieb infolge höherer Kabelbericbte und Meldungen von Ernte- scbäden während des ganzen Börsenbcrlaufs_fest. _Vorgenoxnmene Realisierungen Vermocbten nur vorübergehend emen [e1cht_en Preisdruck aUSzuüben, da die Deckungen der Baiffepartetdenselben rk__1ch[1ch wieder paralysierten. _ Mais infolge unbedeutender Vorrathe und auf Ernteberichte aus dem Nordwesten durchweg fest.
Weizen vr. Juli 662, vr. September 681; Mais pr. Juli 45z. Speck short clear nomin. Pork vr. Juli 11.17.
Verkehrs-Auftalten.
Hamburg, 12. Juli. (W. T. B.) Hamburq- Ameri- kanische Packetfabrt - Aktiengesellschafi. Der Schnelidaxnpfxr .Normannia' und der Postdampfer „Prussta' find [)eute fruh m New-York eingetroffen.
London, 12. Juli. (W. T. _B.) Der _Castle-Dampfer „Garth Castle“ bat auf drr Heimreise Mittwoch die Cana- rischen Inseln pasfiert. Der Castle-Dampfer .Norham Castle] ist auf der Ausreise hkute in Durban (Natal) angekommen. Dre CastlexDamvfer .Grantully Castle“ und .PembrokeCastle' smd auf der Heimreise gsstern von Kapstadt abgegangen.
Mannigfaltiges.
Herr Rudolpb Herßoa Hat, wie die .Nat.-Ztg.' meldet, fü? di; tArmen Berlins ohne Unterschied der Konfession 30000 .“ ge pen e .
Görlitz. In den Tagen vom 20. bis 24. August d. J. findet in Görlitz die FILM. Wanderversammlunq des Deutschen Pboiograpben-Vereins statt. Mit dieser Wanderbersammiung ist eine Ausstellu n g vrrbunden, an welcher fich Mitxilieder und Nicht: mitglieder des Vereins betbeiligen können. Nichtmitglieder sind bet der Wandrrbersammlunq als Gäste gern gesehen und haben fich nur dkm Vorstand pcrsönlich vorzustelien. Anmeldurxgen zur Ausstellung werden an die Herrin ErnitHerbst u. Firl i_n Görliß oder an den_ Vor- Weyden desb _Deutschcn Photographen-Verems, Herrn K. Schwier m
eimar, er 8 en.
Gotha, 12. Juli. Ueber die verheerende Feuersbrunst in Brotterode entnehmen wir einem Bericht der „Goth. Ztg.“ noch die nachstehenden „Einzelheiten:
In einer Scheuer des Schneidermeistcrs Peter brach am Mittwoch, den 10. Juli, gegen 1 Uhr das FMS! aus, und obwvbl der Brandherd im oberen Ort, aber inmitten des dichtbeseßten Häuser- komplexes liegt, konnte bei den sofort durch die Ortsfezierwebr mit sechs Spritzen begonnenen Löscharbeiten an keine Bewaltrgung gedacht werden; denn die meist leicht gebauten Häuser, mit Futtervorrätben gefüllt und von schnell entzündbarem Tannen- rci1ig umlagert, welches den Leuten als Feuerungsmittel dient und von der meist armen Bevölkerung fel st im Walde geholt wird, fingen schnell Feuer, und bei der großen Dürre und dem ganz- lichen Wassermangel, da der den Ort sonst durchfließende Trnsenback) fast auSgetrocknet War, _zudem auch noch ein starker Südwxst herrschte, entstand Flugieuer. Hierdurch war das Schickjal d-s Stadtchens be- siegelt, denn nach kaum einstündigem Wütben des Elements stand der ganze Ort, mit AuSnabme einiger an die Berglebnen oder Fußer- balb erbauten Häuser, in Flammen. Von 395 Wohnbau ern sind 350 in Asche gelsgt, darunter die Kirche, die Post und das Amtsgerichtsgebäude; über 2000 Personen find obdachlos; etwa 1000 Einwohner haben nur mit Mühe das Leben gerettet. alle übrige Habe ging ihnen verloren. Ein großer Theil der Dom Brandunglück etroffenen hatte seine Habe in der Voraussicht, daß die Kirche erhaltkn bleiben werde, in diese gebracht, 61er als auch sie in Flammen aufging, war an eine anderweite Bergung dcs Eigentbums nicbt mkbr zu de'nken. Die Feuerwehren konnten wegen der großem Gluib nicht mehr in die Straße eindringen, und all? unglücklichen Umstände, wie Wassermangel, Wind und enge Paffage, wirkten Vernichtknd fiir den Ort; _der- selbe zählt über 3000 Einwohner, welcbe fich _btsher zumeist von der gering lobnenden Hausindustrie ernabrtsn, wihregd ein anderer Theil seinen Lebensunterbalt aus den Er- txägnincn des Waldes (Beeren und Kräutern im Sommer und Holz im Winter) erwarb. Trotz der tief hinter dem Inselsberg bcfindlicherx_Lage des Brandoris konnte man weit in Tbiiringen die bochauistsigenden Raucbmasien bemerken, und in einer Entfernung von 20 kw 'enseits des Gebirges wurden bei der Stadt Ohrdruf Briefe und Pappde el, welchevvn der beißen Luft aus dem brennenden Postbause entführt worden waren, aufgeleskn und an mehreren StCUen in Gotha ab- aeliefert. Touristen,welche deanselsber besucht Haticn,eilten zurHilFe- leistung herbei, mußten aber zurückwei en, da die Glutb einen Eni- griff unmöglich machte. Vcrfichert hatten die Unglücklichen, da die Armutb zu groß war, zum grö“ten Theile nichts. Die Industrie des Orts ist vernichtet, sämmtli e Waarenborräibe dkr Exportierenden Kaufleute. jeder Amboß, jeder Hammer, kurz jegliches Werkzeus, wo- m':t die armen Bewohner ihr Brot Verdienten, ist Verbrannt. Das Biel) läuft frei umber, und die Männer find auf der Suche nach ibrer Kub den Schweinen oder der Zi? 8. Das Bild. welches die Trümmerstätte bietet, ist jammerboll. Leider find auch Menschen- lxben zu Grunde gcaangen: zwei Frauen und vielleicht auch fünf Kinder smd in den Flammen umgekommen. Das Telegrapbenamt ist vrovisoriscb wiederhergesteüt und befindet fich mangels vgn Gebäuden im freien Felke an der Chaussee von Brotterode nach Kleinschmal- kalden. Die Post wird in der Wohnung des Försters eingerichtst. Sechs Sprißsn, wriche beim Ausbruch des Brandes nack) dem oberen Theile dss Ortes gefahren worden waren, smd verbrannt. Der Viebstand ist zum größten Theil vernichtet, in dem Chaos des weiten Brandfeldes lagen 1ieben todte Rinder, eine große Anzahl Schweine, Hühner und andere Haustbiere; an anderer SteUe lagen geöffnete oder gejchloiiene Geld- schränkk, deren Inhalt gleichfalls der Gewalt dcr Flammenzu1n_Opfer
kfallen ist. Groß ist die Noth der armen Leute um Obdach für die Nacht; von den Tausenden kauern viele an dyn BLrJiebr-en Hinter Straucbern, ibrc wenige gerettete Habe um fick) ber ausge reitet, a:]dere haben sich in Nachbardörfern in Scheuern und Stäükn mitleidiger Mcnstben einquartiert. Das Eisenacbér Bataillon 1563 5. TbüringisÖen Infanterie- ngiments Nr. 94 (Großherzog von Sachsen) soll nach Brotterode ab- rücken, um Zelte für die Einwohner auizuscblagen, das Genöral- kommando des T1. Armee-Korps in Cassel bat Pioniere nach_der Brandstätte beordert, Von der Reaierung werden Baracken gekliesert. Von Gesäpäftsbäuftxrn ist nur noch der Gasthof dZs Herrn Malsch „Zum Adler" vom Feuer vcrschont (;(-blieben. Seine Hoheit dcr Herzoa von Sachsen-Meiningen sandte aus Schloß Allenstcin feinkn Flügel-Adjutanten nach der Brandstätte und spcndste 500 .“ Ihre Durchlaucht die Prinzessin Marie von Sachsen-Memingen war 1elbst in Brotterode. Gestern erschienen auch Damen, wrlchezym the_il in drn benachbarten Vadeorten zum Sommeraufeytbalt weilen, m Brotterode, um Lebensmittel, die entweder selbst gsspendet oder e'ligst gesammelt worden waren, zu Vertheilen. Von Friedrichroda ging ein Wagen mit Betten und Matrapen für die schwer Ge- schädigten ab. Aber auch in Gotha tft man (chou helfend tbätig; die hiesige Bäcker- und Fleischerinnung _bat zuerst mit einer Sammlung von Lebensmitteln_ unter ihren Mit- gliedern begonnen, welche ein ,so reiches Ertragniß hatte, daß schon
beute Morgen eine Ladung Lekenßmittes nacb“ Brotterode ."
konnte. An den
während des Tex es Lebensmittel ein, die heute mit der SenduUJiÜ' Bäcker und Fleticher versandt werden. da der hiesige Stadtratb haben Sammel teilen eröffnet.
biefigen Annahmestellen von Liebksaaben
Der Frauen-Hilfsvere' Auch derlÉtY
ratb von Waltershausen bat amtlich ie Aufforderung zur Sa von LiebeSgaben ergehen laffen. Mmle
London, 12. gegangenen Depe (vergl. Nr. 163 d Hafen gebracht w öscht waren.
Madrid, 13. Juli. „W. T. B.“ meldet: Ein Bli eine Kirche zu Calasparra, Provinz Murcia.
sche ist der Bremer Dampfer „D
Juli. Nach einer bei Lloyds aus Gibraltar ej“,
- kachenfexx. , Bl.) wieder flottgeixtacht und in den doris orden, nachdem ungefahr 300 b seiner LadungY
„ schlu in
Die 1rche ck!
in bellen Flammen. Ein Kind ist getödtet, acht Personen find Verleyx
K
Nach Schluß der Redaktion eingegangene
St.
Petersb urg, 13. Juli.
Depcschen.
heute veröffentlichtes (Heseß werden die Bestimmungen bezüg,
lich der Reform der Reichswehr auf das
Zarthum
Polen aUSgedehnt; ferner wird durch dasselbe der Etat der Rei swehr der Infanterie des Warschauer Militärbezirks
festge eßt.
Ferner find heute die Geseße veröffentlicht worden, Wonach bei der Beitreibung von Abgaben rind Steuern aus den Arbeitslöhnen dcr Fabrikarbeiter bei jeder Lohnzahlung nich: mehr als ein Drittel des Lohnes von den unverheiratheten Arbeitern und nicht mehr als ein Viertel des Lohnes von den verheirathetcn Arbeitern oder Wittwern mit Kindern air
gezogen werden
darf. _ Ein weiteres Geseß gestatiet dem
Finanz:Minister, nötbigenfalls eine plößliche Revision der Bücher und Geschäftsführung der Bankanstalten und Wcchsei geschäfte vornehmen zu lassen. “
(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)
Wetterber
icht vom 13. Juli, 8 Uhr Morgens.
Stationen.
.]
Wind. Wetter.
Cel s ... 423.
Bar. auf 0 Gr. u d _Meeressp red. m Mtllim.
Teßxißchstisé " vÉ-"a.
Belmullet . Aberdeen . . Cbristiansund . Kopenhagen Stockholm . aparanda . . t. Petersburg Moskau .
bedeckt ( 1?) halb bed. ! 12 wolkenlos ! 16 Regen Z ]? Regen ( 13 wolkig 15 bedeckt 7 13 bedeckt ' 13
758 756 750 740 745 757 754 756
Cork, Queenstown Cherbourg . elder . . . . "yTt . . amburg winemünde . Neufabrwaffer . Memel
bedeckt , 14 wolkig “ 16 bedeckt Z 13 wolkigl) , 16 bedeckt?) ; 12 Regen : 13 wolkig ; 18 bedeckt Z 16_
761 762 754 744 745 744 748 746
Kais. . ünster . . . KarlSruhe . Wiesbaden . München Chemnitz Berlin
Wien . . Breslau .
vaio bed. (*13
Rekxen
wo kenlos ? balb bed. . 11 wolkiß halb ed. ) bedeckt [ Regen bedeckt
761 751 759 757 760 753 748 756 753
Ile d'Aix
Nizza . . . . .
Triest . . . . . 1) Abends Ge
Hagel.
764 ' halb bed. ?
757 2wolkig ? ' . . . . 753 bedeckt 24 WÜÜLT- 7*) Früh Gewiiter und starker RS,;kn U11
Uebersicht der Witterung.
Ueber den dänischen Inseln und Südschweden liegen tiefe Minim
in deren
bis südwestliche, a
östliche Winde webkn.
der Britischen bei starken bis bis nördlichen, s ist das Wetter in regnerisch, nur im
westen und Süden in erheblicher Menge, Borkum hatte 34, Hambur.
35 mm Niederschl witter. Orc") meld
gemeinschaftlichem, anz . , Depresfionßgebiet auf ihrer Südkieite virlfacb stürmische nordwknix-
Zentral-Europa bedsckendn uf der Nordseite in Mittelskandinavien stürxrxl" Ueber Frankreich und dem SU- Jnfeln übersteigt der Luftdruck 760 _!13111 stürmischen, an der Nordseeküste nordwcitirn onst meist westlichkn bis südwestlichen W111? Deutschland kübl und vorwiegend trübe, vielsä' Süden meist beiter; überall fiel Regen, im Nor
ag. Hamburg, Keitum und Breslau batten (5)! et 56, Kopenhagen 24 mm Re en. Deuts e Seewaxie.
Neues Theater.
Theater-Anzeigen.
Schiffbauerdamm 4 a. / 5. SMW
Ensemble-Gastsviel der Mit lieder des Carl SchulHe-Tbeatsrs (**
burg) unter Leitung des _
Vaudeville in 3 Akten nacb Btlbaud und Barts von
und F. Zell. Musik Von Antome Banss. Montag: Tata-Toto.
iektors os erec . Tata-T. r If F nzy VictorLé
Anfang 7x Ubk-
. . „/ ___-_-
__ _/_,.«-/
Familien-Nachrichteü.
Geboren: Ei
Derenibali (Karkow). _ Eine Tochter: Hrn. Rittmeister Frbrn.
rn. Ober t-Lie Gést o r b e n:s H
Pastor Karl Neumann (Bad Nauheim). _ Hr.
" Sol)": HM- Hauptmann d. L.__ 2015121- Hrn. Pké'anieut. Braun (KarlSruw-P von Hollen (SUN???- Wicse (NeusßlZ. MM,
1 . “_“.- ZLLF-PräW-Ü
utenant z. D. Arthur bon r. Profeffor Friedrich Froehde (Li
Rath Adolf von Nickifch-Rosenegk (Magdcburg). _ Hr. SU *
intendent a. D.
Johannes (531061 (GutenSwegen).
Verantwortlicher Redakteur: Siemenrotl) in Berlin Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags-AUÜIÜ'
LBerlin ZW., Wilhelmstraße 32. Sechs Beilagen (einschlikßlich Börsen-Beilage).
„)x, "1,5"
Königreich Preußen.
P r i v i l e g i u m zur Aus abe quf den Inhaber lautender Hypotheken- fandbr efe, Kommunal-Obligationen und Kleinbahn- bligationen für die Freußische Pfandbrief-Bank zu erlin.
Wir-Wilh elm von Gottes Gnaden König von Preußen 2c.
Nachdem die Preußische_ Hypotheken*Verficherunqs-AktiencGesell- schaft zu Berlin sich 111 eme Hypothekenbank unter der Firma: Ireußische Pfandbrief-Bank“ umzuwandeln beschlossen bat, wol1en
ir auf Grund des Gesetzes wegen Aussteliung von Papieren, welcbe eine Zahlungsvervfltchtung_an jeden Inhaber enthalten, vom 9. Juni 1833, der genannten thiengeseuscbaft unter der Vorausseßung, daß die Eintragung des betsolgenden, zur notariellen Verhandlung vom 10. Nobember 1894 von der Generalversammlung beschlossenen neuen Geseus_chafts iaiuts m das Handelsregister demnächst erfolgt, nach Maß- gabe dieses tatrzts durcb ?_egenwartiges Privilsgium Unsere landes- berrli e_ (Genehmigung zur ' us abe auf den Inhaber lautender, mit Zinss einen und Talons v_erse ener Hypotheken-Pfandbriefe, Kom- munal-Obxigationew und Klembabn-Obligationen, wie solche in dem Statut naher bezetchpet und in_deffen Gemäßbeit zu Verzinsen sind, mit der rechtlichen Wirkung ertbetlen, daß jeder Inhaber solcher Hypo- theken-Pfandbnefe, Koxnmunal- und Kleinbabn-Obligationen, Zins- scheine und Tglons die daraus berborgebenden Rechte geltend zu machen befugt tst,_ok_)ne deri Nachweis seines Eiaentbums zu rrbringen.
Das gegenwartige Privilegium, welches Wir Vorbehaltlich der Rechte Dr_ttter ertbeilen _und durch welches eine Gewährleistung des Staats, fur die_ Sixberbett der auszugebenden Inhaber-Papiere nicht übernommen wird, ist nach der Eintragung des neuen Statuts in das O_anäFé'egister sammt diesem Statut im gesetzlichen Wege zu Ver- 5 en en.
Urkundlich unter Unserer Höckysieigenhändigen Unters ri und beigedrucktem Königlichen Insie el. ck st
Gegeben Berlin, den 16. ärz 1895,
(T.. 8.) Wilhelm 12. Miquel. von Köller. bon Hammerstein. Schönstedt.
S t a t u t der Preußischen Pfandbrief-Bank Berlin.
Allgemeine Bestimmungen.
§ 1. Die auf Grund des _Allkrböchsien Erlaffks vom 21. Juni 1862 unter der_Äirma „Preußische Hypotheken-Verßcherungs-Aktien- Ge!ellschaft' errt tete Aktiengeieliscbaft sübrt fortan die Firma
Preußische Pfandbrief-Bank
und bat wie bisher ihren Siß in Berlin, sowie die Befugniß, Zweig- a_12_s_i_alten und Agenturen im Gebiete des Deutschen Reichs zu er- rt en.
§ 2. Die Dauer der Geselischaft ist der Fit nach unbeschränkt.
_§ 3. _Die Gesellschaftbat den Zweck, den eal- und Kommunal- kredit zu fordern, und fie ist befugt, innerhalb des zum Deutschen Reich gehör: kn Gsbiets
1) auf rundbesiZ unkündbare und kündbare durck) Hypothek oder Grundschuld Jefichxrte Darlehne zu gewähren;
_2) bvpot ekarische und Grundsckyuldforderungen zu erwerben, zu beleiben und zu versichern, die Anlegung von Geldern in Hypotheken und Grundschulden und den Umsaß bon bypotbekariscben und Grund- schuldforderungen zu Vermitteln, Hypotheken und Grundschuldbriefe in Verwahrung zu nehmen und die Einziehung und Außzahlung von Zinsen zu besorgen;
3) vbn landschaftlichen Vkreinen odkr sonstigen landesherrlicb konzessiomerten Bodenkredit-Anstalten die von ihnen auf Grund ihrer Ksnzesfion verausgabten Pfandbriefe oder die zu deren vorschrifts- nzaßtxéer Deckung dienenden Hypothekenforderungen zu erwerben, oder dresxl en zii beleihen, oder sonst mit diesen Anstalten Verträge abzu- schließen, inhalts deren d1€ Gesellschaft Hypothekkn-Pfandbrtefe ver- ausgczbt, jene Anstalten dagegen die EntsprechendM Verpflichtungen zur Verzinsung und Tilgung übernehmen;
4) an Provinzen. Kreise, Gemeinden, öffentliche: Genoff-Znscbaften und Landesmeliorations-Geseklsckyasten sowie andere öfféntliche Korpo- rationen auch ohne PfandbesteÜung Darlebne zu gewähren, sofern zu ?ZrY _?__l_ufnabme geseßmäßig die Befugnis; oder GéneHmigung er-
er t ;
5) an Kleinbghn-GeseUsÖaften beriebungswkise an Kleinbabnen Darlehne zu gewabren, wenn deren Verzinsung und Tilgung durch deutsche_ Kommunal-Verbände (Provinzen, Kreise, Gemsindsn) unter gesYZmatßinr Genehmigung der Aufsichtsbehörde selbstschuldnerisch ver urg ;
_6) _auf deanbaber lautend? Hypotheken-Pfandbriefe, Kommunal- Obquattonsn und Kleinbabnsn-Obligationen zu verausgabrn.
§ 4. Die Gesßllschast ist ferner berechtigt
1) K_affLnbestande nutzbar zu macbkn durcb Hinter- lLJUUg bei Bankhäusern und Bankanstalten , durch §Un- kauf und Beleihung der Von ihr ausgegebenen Hybo- Übeken - Pfandbriefe, Kommunal- und Kleinbabnen - Obligationen, ferner durch Ankauf von Wechseln und Wertbbabieren nach den Grund- saßen der_ Deutschen Reichsbank sowie durch Lombardierung von Wertbpapieren. Die Anlage im Lombardverkebr darf aber den Betrag dcs baar eingezahlten Grundkapitals nicht übersteigen. Der Kreis _der lowbardfabigen Papiere und die Höhe bis ziiläsfigen Beleihungs- Jayes ist durch den Aufsichtsrat!) fsstzusetzen. _ Von dieser Festseßung !it drr Aufsickptsbebörde beiEinreichung des jabrlichen Geschäftsberichts
nzetge zu machen;
_2) das Inkasso Von Geld, Wechseln, Anweisungen und Wertb- papieren zu besorgen, Wechsel und Geldanweisungen auszustellen und in Zahlung zu nehmen;
_ 3) Dcpofitengelder verzinslich und unberzinslicb anzunehmen; doch durfen jederzeit rückzahlbare Depofitengelder nur bis zum Betrage der Reserven an enommen werden;
4) den ommisfionsweisen An: und Vsrkauf bon Wertbpabieren zu betreiben.
__ _ _prkulaiionsgeschäfte für eigene Rechnung find der Gesellschaft
n er ag .
§ 5. Grundstücke zu erwerben ist dsr Geseliscbaft nur gestattet, Wenn sie dieselben als Geschäftsräume benutzen wi[l, oder wenn es ZLI) duk? Sicherstellung oder Verwertbung von Geselischaftsforderungen
n e .
_ §_6. Veröffentlichungen des Vorstands und Aufsichtsratbs haben für die Aktionäre Rechtßwirkun , wenn fie durch den „Dent chen RLichs-Anzeigeé“ oder ein künxtig an dessen SteÜe tretendes 5 [att stattgefunden haben.
Bekanntmachungen seitens des Vorstands find in derjenigen Form, welcbe für die Firmenzeichnung vorgeschrieben ist, zu boÜzieben; _ur_die Yorm der Bekanntmachungen des Aufsichtsratbs gelten die- ]?msen “ estimmun en, welche für die im Namen des Ausfichtsraths bkszsteÜenden Aus ertigungen im § 35 vorgeschrieben sind.
Grundkapital.
§ 7. Das Grundkapiial der Gesellschaft beérägt fünf MiÜione-n
TWK = fünfzehn Millionen Mark in zehntau end Aktien zu fünf-
zum Deutschen Reichs-Anze
Erste Beilage“ iger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Sonnabend, den 13. Juli
hundert Tbalern = fünfzebnbundert Mark. Dasselbe kann durch Be- schluß der (Hsncralverfammlung mit staatlicher Genehmigung erhöht werden.
§ & Die Aktien werden mit laufender Nummer im Namen des__Aufsichtsratbs ausgefertigt. Zur Zeit sind davon sechstausend Stuck vollxzezablt und auf den anaber lautend. Die übrigen vier- tJusendStucY lauten auf Namen, und auf deren Nennwertb sind fyniundzwanztg Prozent = dreibundertfünfundsiebenzig Mark baar exngrzablt; i_ur den Rest von fü'nfundsiebenztg Prozent =: elfbundert- funfUUdzwdnth Mark sind drei Solawechsel über je dreibundertfünf- undfiebenzig Mark, an die Ordre der Gesellschaft lautend und einen Mo_nat nacb Sicht in Berlin zahlbar, hinterlegt. Diejenigen Aktien, Wklche künftig voUgezablt werden, sollen in Aktien auf den angber um (wandelt werden. Der Vorstand wird beauftragt und ermachtrgt, a 1abrlich zur Eintragung in das Handelsrégister in Er- ganzung dieses Paragraphen anzumelden, wie viele Aktien im Laufe des boraiifgegangenen Jahres in anaber-Akticn umgkwandelt sind.
Aktien, welche in der Folge auSgegeben werden, lauten auf den Inhaber und wkrden nach näherer Bestimmung des Auffichtsratbs ausgefertigt.
Mit jeder Aktie wkrdsn Dividendenscheine "edesmal auf zehn Jahre und Talons in der born Auss1chksratb zu b? timmenden Form aus-
aegkben; gegen Einreichung der letzteren werden nach Ablauf des leisten
Jahres nc-ue TividendenfÖeine nebst Talons berabfolgt.
§ 9. Statt der Hinterlegung der Solawechsel für die nicht voll ezablten Aktien ist, soweit der Vorstand und AufsichtSratb dies aene migen, auch die volle Baarzablun der fehlenden fünfundsiebenzig Prozent statthaft. Jedesmal. wenn orstand iind AufsichtSratb Voi]- zablungen auf eine bestimmte Anzahl bon Aktien zulassen wollen, ist dies unter Bezeichnung einer Frist für die Anmeldung öffentlich be- kannt zu machen, und find die sich meldenden Aktionäre gleichmäßig zu berücksichtigen, soweit dies rechnungsmaßig möglich ist. Aktien, auf welche der ganzeNennwertb eingezahlt ist, werden vollgezablte genannt. Die Aktien neomsn nach Verhältnis; der auf fie geleistetkn Ein- zahlung am Dividendengenuß theil. Für diejenigen Aktien, welche hier- nach 0091." gemäß § 15 künftig bollgezabli werden, beginnt bezüglich der neu emgxzablien fünfundfiebenzig Prozent des Nennwertbs der Dibidendengknuß mit dem ersten Januar des auf die Volizablung folgenden Kalenderjabrks, während bis zum_ Schluß des Kalender- jabrks, in welchem die Vollzablung erfolgt, die neu eingézabiten fünf- undfiebenzig Prozent dom Zahlungsiage ab vier Prozent jährlich aus dem Reingewinn beziehen. _
Aktien, auf welche die Vollzablun geleistc't wird, find unter Rück- gabe der binterlsgien Wechsel _ dur einen vom Vorstande zu be- wirkenden Aufdruck _ auf den Inhaber zu stellen.
Die unter der bisherigen Firma ausgefertigten Aktien werden nach Bestimmung des Vorstands mittels Stempelaufdrucks mit der neuen Firma berieben. _ _
F 10. Jede auf Namen lautcnde Aktie hat im Aktienbuche der (Hefe schaft Lin Blatt, auf welchem Name, Wohnort und Stand des jeweiligen Ei entbümers eingetragen werden. Wenn das Eigentbum einer solchen ktie auf einen Andern übergeht, [so ist dies unter Vor- legung der Aktie und des Nachweises des Uebergangs bei der Gesell- schaft anzumelden und im Aktienbuche zu Vermerken. Die Eintragung des neuen Eigentbümcrs darf erst erfolgen, wenn dieser seine Sola- wecbsel hinterlegt und der Vorstand die Uebertragung gsnebmigt bat. Demnächst erhält der bisherige Eigentbümer seine Solawechsel zurück.
Der Vorstand kann die Genehmigung zur Uebertragung Versagen, obne zur Angabe von Gründen verpflichtet zu sein.
§ 11. Sind Aktien, Interimsscheine, Dividendenscbsine oder Talons beschädigt oder unbrauchbar geworden, jedoch in ihren wesent- lichen Theilen noch dergestalt erhalten, daß_über ihre Richtigkéit kein Zweifel obwaltet, _so ist der Vorstand ermachtigt, ge Ln Einreichung solcher Papiere auf Kosten des Inhabers neue glei artige Papiere unter der gleichen Nummer anszusertigen und auszureichen.
Außer diesem aiie iii_ die Ausfertigung und Ausreicbung von neuen Aktikn oder «zntkrimsicheincn _an Stelle b_on mangelhaften oder Verlorknen nur nach gerichtlichcr K*raftlbserklarung zulässig. Die Ausfertiguna erfolgt auf Kosten des Antraastellers _unter der alten Nummer mit Hinzufügung Links auf bis Kraftloserklarung bezüglicben Vormerks. _ _
Das Vcrfabren déi? Kraftloserkläxung untrrbrtcb! nicht die Wechsel- verbindlicbkkit des Aktionärs i_md bali die in den §§ 15 bis 17 be- zeichnetén Maßregeln nichtKaus. _ _ _ _ _
Das Verfabrsn der Krastlosrrklarung ist fur Dtbtdendenscheine oder Taions nicht statthaft. _ _ _
§ 12. Dividendrnxckykine, welche_btnnen vre'r Jahren nach Ablauf des Kalenderjabrks, in welch€m sie fallig wurd611,_ nicht borgélegt smd, verlieren ihre Güxtiakrit. und ihr Betrag Versaut zu Gunsten der Geseüfchaft. Wird jkdrck) bor Ablauj dieser Frist drr Verlust Lines Dividendenicbkins bei 161: Gessllichast schriftlich angkmeldet und der stattgcbabie Bisig durcb Vorzcigung der Aktie oder sonst in glaub- haftkr Weise dar Liban. so erfolgt dessen zZinszahlung an den An- meldenden nach ??ble diessr Frist gkgen Qutttung, wenn _der Divi- dendknscbein bis dahin nicht zur lebsung Vorgklegt ist. Die Gesell- schaft wird durch Annabme der Anzetgx bon _dem Verlust eines Divi- dendenscheins nicbt rsryflickxtk't, die Legitimation eines etwaigen Prä- senianten dessslb€n zu prüfcn 0de die Einlösung des Scheins zu Der- sagen. Dem Vcrliersr und drm Inhaber des Scheins bleibt viel- mehr die Geltendmachung ihrer Ansprüche gegen einander überlassen.
§ 13. Die neue Rcib€_bon Dividéndenschcinen nebst dkm neuen Talon wird, wenn der betrknendk zu deren Empfaygnabme bereckytiaende Talon nicht. eingsrsicbt wkrden kann, an dkn Eigenihümer der Aktie gkgen deren Vorzeigung berabfolgt, jedoch _erst da_nt_i, wknn dkr be- treffende Talon bis zur Fälligkeit des zwettén Dtvxdendenschems der neuen Reihe nicht zum Vorschem gekowmen ist. _
Wenn der Eigentbümer der Aktie bor Ausretchung der neuen Reihe von Dividkndenscheinsn _der Aushandigung derseiben an _den Prässntanjkn des Talons widerspricht, so_ ist der_Streit zur gericht- lichen Entscheidung zu verweisrn, und die Ausrerchung erfolgt erst
, nach dessen Beilegung.
§ 14. Jeder Aktionär hat einen Verhältnißmäßigsn Antheil an dem Vermögcxn, Gewinn und 5Ljrrlust der Gesellschaft._
Im Verhältniß zu der Ge1ellscha_st_ werden als Ergentbümer der auf Namen lautenden Aktien nur dtexemgen angesehen, welche als solche im Aktienbucbe verzeichnet sind. _ _ _
§ 15. Jeder Eigentbümer einer nicht bollgezabltxn Aktie ist ver- pflichtet, einer durch das Geseiischgftsblait veroffentlichten Aufforde- rung zur gänzlichen oder theilWetscn EngblmÉ3 oder einer an ihn gerichteten Aufforderung zur Erneuerung seiner echsel_sofort_Folge zu leisten, widrigenfalis er_ zur Zahlung von Verzugszinsen fur die geforderte Einzahlung Verpflichtext ist, und außkrdem je nach Ermessen des Aufsichtsratbs entweder die W€_chsel geltend gemacht werden oder das Verfahren nach V0rschrtft_ des Deutschen Handels- geseßbuchs zur Anwendung gebracht wird. Auch in leßterem Falie können die Wechsel zur Beitreibung des etwa der Gesellschaft ent- stehenden Ausfalls geltend gemacht werden. _ _
16. Wenn der Eigentbümer _einer nicht vollgezablten Aktie in Konkurs gerätk), oder gegen ihn_die_ ZwangsVollstreckurzg fruchtlos er- folgt, oder wenn ihm die selbstandt?e Verwaltung seines Vermögens entzogen wird, so hat er nach Au forderung des Vorstands m der ihm bestimmten Frist einen annehmbarer: Recht§nachfolg_er zu stellen oder den Betrag seiner Wechsel baar zu Hinterlegen, widrigenfalls nach
1595-
Ermeffen des AuffiÖtSraths entrveder feine Wechsel “geltend gemacht werden oder das Verfahren nach Vorschrift des Deutschen Handels- geseßbuch zur Anwendung ebracht wird.
§ 17. Im Fuße des * blebens eines Aktionärs und im Falle der Auflösung einkr in das Aktienbuch als Aktionär eingetragenen Firma Tritt das gleiche Verfahren (§ 16) gegenüber den Rechtßnachfolgern des Verstorbenen beziehungsweise gegenüber der Firma ein, wenn diese der Aufforderung des Vorstands zur SteÜung eines annehmbaren Rechtsnachfolgers oder zur Hinterlegung des Betrags der Aktienwecbsel nicht innerhalb sechs Monate entsprechen.
Bilanz. Reingewinn. Reserven. _ § 18. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Bilanz wird am EndeAjedes Kalenderjabrs durch den Vorstand aufgestellt. Für die ufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlust- rerhnung kommen die Vorschriften des Deutschen Handelßgeseßbuchs mri foigenden Maßgaben zur Anwendun : _ 1) In der Gewinn- und Verlustrexynung ist in getrennten Posi- tionen der Bstrag der eingegangenen Zinsen für hypothekarische und Grundschuldforderungen, Kommunal- und Kleinbabn-Darlehne, der Vcrwaitungskosten-Veiträge, der Provisionen und etivaigen sonstigen Leistunßcn der Schuldner, soweit sie nicht Kapitalsabtra sind, auf- zgfubren, ebenso die Summe der Von der Gesellschaft gezaJlten Zinsen fur Hypotbeken-Pfandbriefe, Kommunal- und Kleinbabn-Obligationen.
2) In der Bilanz sind in gesonderten Positionen anzugeben:
.4. unter den Aktiven: _ Q. der Betrag der zur Deckung der Hypotheken-Pfandbriefe be- stimmten bypotbekarischen und Grundsckpuldforderungxn; _1). _der Betrag der zur Deckun der Kommunal- und Kleinbabnen- Obligattbnen bssitmmtcn DarlebnsZNderungcn; 0. die Summe der rückständigen Jahresleisiungen der Schuldner; (1. die der Güsellschaft gehörigen Grundstücke nach ihrer Gesammt- zahl u_nd unter Ansatz des nach den Vorschriftkn des Deutschen Han- delsgexeßbuchs zu berechnenden Wertbs;
_ 13. unter den Passiven:
die ausgegebenen Hypotheken- fandbriefe, Kommunal- und Klein- babnrn-Obligationen nach ihrem ennwerthe.
3) Das gesammte im Betriebsjabre bei Begehung bon Hypo- tbeken-Pfandbriefen, Kommunal- und Kleinbabnen-Obliaationen ent- standen? DisaJio und die dsr Gesellschaft durck) diese Begehung er- wachsenxn Un ds_ten sind, soweit die Deckung nicht aus dem außer- ordentltchen Re1€rVefonds erfolgt, zu Lasten des Betriebsjahres zu bsrrscbnen.
4) Wynn bei Amortisationsdarlebnen im Fal] der Hinausrückung der Amortisation die Tilgungsbeiträge vorübergkhend zu Gunsten der Gefrilschaft berrecbnet werdkn, dürfen diese Forderungen _in der Bilanz nur als besondkre Aktivposten eingestellt werden. Dasielbe gilt bon so_nftigen, von den Darlebnsnehmern besonders übernommenen Neben- leistungen (für die Herstellung, Abstempelung und Begebung der Hypotbean-Psandbriefe, Kommunal- und Kleinbabnen-Obligationen, Provision u. s. w.); diese Beträge dürfen den Schuldnern höchstens auf zehn Jahre gestundet werden.
5) Unter den Passiven ist ferner aufzuführen:
&. der Kapital-Reserbefonds;
1). der außerordentliche Reservefonds.
§ 19. Im Laufe der ersten vier Monate des Kalenderjahres P für das verfioffene Kalenderjahr die Bilanz, die Gewinn- und Verluf - rechnung sowie ein den Vermögensstand und die Verhältnisse der Ge- skUscHaft entwickelnder Geschäftsbericht nebst Vorschlägen über die Gewmnvertbeilung vom Vorstand dem Aufsichtsrath vorzulegen.
§ 20. Aus dem (Geschaftsbericbt muß hervor eben:
1) der Gesammxbetrag der der Geselikcbaft zu?tebenden ländlichen und derjenige der stadtischen bypotbekarischen beziehungsweise Grund- s chuldforderungen ;
2) der Gesammtbetrag der mit sowie der ohne Amortisation ge- währten Darlebne;
3) die Zabl der bestsbenden Darlebne;
4) _die abl dsr Zwangsbersteigerungen und Zwanngerwaltungen (nacb l_andlicben und stadtiichen Grundstücken getrennt), an denen die (Heikliwbait im Brrickytsiabre bstbeiligt war;
5) die Zahl dkr Grundstücke. welche die GessÜschaft im Berichts- jabrck bat ÜernSÖMM müstrn, sowie die Verlusié oder Gewinne, welchc b€im Wiedervkrkaus bon erstandenen Grundstücken einge- treten sind;
6) die einzelnen Buchwertbe der Von der Gesellschaft erstandenen und noch nicht wiedsr verkauftkn Grundstücke;
7) die Von den dsr Gesellschaft zu entrichtenden Jahresleistungen vorhandenen Rückstände, getrennt nach den Jahren der Fäliigkeit;
8) die im Berichts'ahre im Weky der regelmäßigen Amortisation sowic die ans andsren künden erw gien Rückzablungen.
§ 21. Nack) Genehmigun der Jahresrechnungen durch die Gcnkralbcrsammlung wird der _ eingewinn, wie folgt, Vertbetlt:
&. fünf Prozent an den Kapital-Rcsexbefondxß, so lange er den zehntkn Theil des Grundkapitals nicht übcrjchreitei'
b. mindksteéns fünf Prozent an den außsrordentiickpen Reserbefonds;
0. sechs Prozent als TantiQ-me an den Aufsichtsratb. Die Ver- theilung an die einzelnén Mitglicder regelt der Aufsichtsrats;
(1. sechs Prozent als Tantié-me an den Vorstand und die' Be- amtkn, bcrtbeilt in Gemäßbeit der bestkbknden Verträge beziehungs- Miss nacb Bestimmun des AufsichiNaths;
(3. drr Rest gemäZ § 9 als Dividende an die Aktionäre, soweit nicht die Generalbersammlung ander-Zs beschließt.
Die Auszahlung dcr Dividende erfolgt _ falls Vorstand und Auffichtsratb nicbt Linen früheren Termin bestimmen _ spätestens am ersten Juli an den Ueberbringer des Dividendenscbeins.
§ 22. Der Kapitalrescrbefonds dient zur chkung eines aus der Bilanz sich ergebenden Verlustes. Derselbe wird nicht ab esondert verwaltet, sondern gehört zum Werbenden Vermögen der Geiixils aft.
§ 23. Der außrrordentlicbe Reserbefonds dient zur De ung eintrktender Schäden und zur Bestreitung ungewöhnlicher Ausgaben jeder Art namentlich auch des bei Be ebung von Hypotheken-Pfand- briefsn, Kommunal- und Klsinbabnen- bligationen enttebknden Dis- agios sowie der bei Erhöhung des Grundkapitals entste enden Kosten.
Auch dieser Fonds wird nicht abgesondert Verwaltet, sondern ist werbendes Vermögen dkr Geselischaft. _ _
Außer dem im § 21 unter 1) bezeichneten Antbeil am jahrlichen Reingewinn fließen ihm zu:
5. die nach § 12 verfalicncn Dividenden;
b. diejenigen Beträge, welche zur Deckung schon bekannter oder mntbmaßlicher Schädcn zurückgestellt werden;
(:. etwaige besondere Zuweiiungen nach Beschluß der General- versammluna. _
ULbLk Verwendungen aus diesem Fonds beschließt der Aufsichts- rath in Gemeinschaft mit dem Vorstande.
§ 24. Nach erfolgter Genehmigung dur dic Generalversamm- lung ist die Bilanz nebst Gcwinn- und Verlutrechnung obne Verzug in dem Gesellschafisblatt zu verö entlt_ en.
Von dem Geschäftsbericht ne | B: anz und Gewinn- und Verlust- Rechnung ist jedem Inhaber eines Hypotheken-Pfandbriefs beziehungs- weise“ einer Kommunal- oder Klembabnen-Obligation, welcher dies unter Vorle ung des Stücks oder des Talons bis Zum Schluß des- jenigen Ges äftsjabres, für welches der Bericht cr tattet wird, und später, so lange der Vorrath reicht, verlangt, kin Druckexemplar gegen