Schießgewehrs oder eine Gefährdung der öffentlichen Sicher- heit zu besorgen ift; _ 2) Personen, welche sick) nicht im Besitz der bürYelrli Ebrenrechte befinden, oder welche unter polizeilicher uficht
n, .
3) Personen, welche in den leßten zehn Jahren __ _ 3.dwegen Diebstahls, Unterschlagung oder Hehlerei wieder- 0 t, o er
b. wegen Zuwiderhandlung gegen die §“ 117 bis 119 und 294 des ReichS-Strafgeseßbuchs mit mindetens drei Mo- naten Gefängnis; bestraft smd. __
Der Jagdschein kann ver agt werden:
1) Personen, wel e in den leßten fünf Jahren _
3. wegen Diebsta ls, Unterschlagung oder Hehlerei em: mal, oder _
!).-wegen Zuwiderhandlung gegen die §§ 117 bis 119 de: Reichs:Straf esexzbuchs mit weniger als drei Monaten Ge- fängniß bestraft ind;
2) Pcrsoncv, welche in den leßten fünf Jahren wegen eines Forstdiebstahls, Wegen eines Jagdveyehens, wegen einer Zuwiderhandlung gegen den §_113 des Rei s-Straf eseßbuchs, wegen der Uebertretung einer 1agdpolizeilichen VorsZrift oder wegen unbefugten Schießens ( Z' 367 Nr. 8 und 368 Nr. 7 des Reichs-Strafgcfrßbuchs) be i_rFaft find.
Wenn Thatsachen, welche die Versagung des Jagdscheins rechtfertigen, erst nach Ertbcilung des Jagdscheins eintreten oder zur Kenntnis; der Behörde gelangen, so muß in den
ällen des § 6 i_ind kann in den Fälicn des F 7 der Jagd- chein von der “fiir die Ertbeiiung zuständigen Behörde für ungziltig erklärt und dem Empfänger wieder abgenommen wer en.
EinZ_NÜchvergüii_xng drr Jagdsckyeinabgabc oder eines Theil- betrags findet nicht statt. _ __ § u.
Gegen Veriügurigrii, durch welcbe der “Jagdschein versa t oder entzogen Wird, nndcn dic'knigen Nechißmiiiel statt, wel e in den §§ 127 bis 129 des srßes Über die allgemeine Lan- deswermaltung vom 30. Juli 1883 (Geseß-Samml. S. 195) gegen polizeiliche Vcrfügangrn (_:_egeben iind.
“' 1 .
Wrr die Jagd irirrrbciib der abgesteckten FesmngSrayons ZH 8, 24 des Rrich§:_:)iarrri_asi€§cs vom 31. Dezember 1871, eichs-(Hcseßbl. S. 4539) aU-Ziibeti wil], muß vorher seinen Iagdschrin von der Frisurigsbcbörde mit einem Einsichtßvermerk versehen laffen. ( »“ 11.
Mit Geldstrafe bis 51: 20 MH wird bestraft:
1) wer bei Ausübung der Jagd seinen Jagdschein oder die nach Z 2 Nr. 3 an deiirn Stelle tretende B€schcinigung nicht bei nch führt;
2) wer die Jagd innerhalb der abgesteckten Festungs- raygris ausübt, obne einen von der Frstungßbebbrde mit dem (EInXJtswermerk brrsebcnrn Jagdschein bei nch zu führen
8 12.
Mit Geldstrafe von 1.5 is 100 «11: wird bestraft: wer obne dcn bdrgricbriebrnen Jagdschein zu besiFn, die Jagd aUSÜbt, “odcr wrr von einem gemäß 8 8 fiir ungültig Erklärxrn Jagdsckicin Gebrauch macht. Zit der Tbäter in den [Mr_n fünf Jahren wegen der gleichen Uebertrciung vorbestraft, 10 können neben der Geld- strafe die Jagdgeräibc sowie_ die Hundr, welche er bei der Zu- widerhandiimg bci fick) gefuhrt hat, eingezogen werden, ohne Unterschied, ob der SciziiidigcQ (Zchthümer ist oder nicht.
' Tie Fristen m_: § 6 Zier 3", § 7 Ziffer 1 und 2, § 12 Abs. 2 beginnc_n__m1t dein Ablaui chjexiigen Tages, an wel em die Strafe vervu'zt, veriährt 0er erlaiien ist.
1
Für die Geldstrafen und Kosten, zu denen Personen ver- urtheiit x_verden, Miche unter der Gewalt oder Aufsicht oder im Dirnnx eines Andersn strhen und zu dessen HaUSJenoffen- schafi geboren, ist [eßicrrr fiir den Fail des Unvermögens drs Veruriheiitrn fiir lianbdr zu erklären, und zwar unabhängig von dsr L_twaigeri Strate, zu welcher er selbst auf Grund dieses Gexeßes odrr des §361 zu 9 des ReichßÉtrafgeseanchS verurtbeilt wird.
Wird fritgestellt, daß die Tbat nicht mit seinem Wiffrn verübt wordezn ist, oder daß rr fie nicht verhindern konnte?, so wird die „Hasibcirkeit nichi ausgesprochrn.
(Hearn die in Gemäßbeik der vorstehenden Bestimmungen als haftbar Erklärien tritt an die Stelle der Geldstrafe eme FreibeitSftrdie nicht ein. _
»“ 15.
“Di; vor dem Zbkrafiireten dieses Geseßes ausgestellten Fagd1cheixie brbaiten ihre Gültigkeit für die Zeit, auf welche 2 ausgeneUi worden und. _ Urkundlich unter _Umerrr Höchiteigrnbändigen Unterschrift und beigedrucktem Koniglichen Jnfiegel. Gegeben Neues Palais, den 31. Juli 1895. . 8. W i l h e l m. von Boetticher. Thielen. Freiherr von Hammerstein.
von Höller. Schönitedt.
Minifteriumdxr geistlichen, Unterrichts: und Medizinal-Angelegenheiten.
„TTM. Privatdozenten in der medizinischen Fakultät der Umveriitat Breslau Dr. Alfred Buchwald ist das Prädikat „PkofMOk“ beigelrgi worden.
Ministerium für Landwirtbsäzaft, Domänen und Forsten.
Bekanntmachung,
„Die Herren Forst-Rxferendare, welche in diesem Herbst die forstliche Staa_t_§prütung abzule kn beabsichtigen, haben die voricbritiswäßige Meldung bis päteslens um 10. Sep- tember d. J. emzurrichen. Terielben ist der acbweis über K_Tauer der aktiven Militärdienstzeit der Prüflinge bei- zUiugen- , _ _
Berlin, den 1. Augmt 1893.
Die Migliche Forit-Ober-Examinations-Kommisfion.
quYter, :. .
Die Nummer 29 der Geseß-Sammlung, welche von heute ab ur AWgabe elangt, enthälbunter
Nr. 67 das Gesßß, betreffend die Ergänzung des 98 der Hinterlegungsordnung vom 14. März 1879. Vom 14. uli 1895; und unter
Nr. _9768 das Jagdschein eseß vom 31. Juli 1895.
Berlin W., den 6. Augu 1895.
Königliches GeieFSammlungk-Amt.
In Vertretung: B at h. An g e k omm e n : Seine Excellen der Staats: und Usti - Minister S ck 6 n fte d t. z I z
Yichtamtliches.
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 6. August. " Seine Majestät der Kaiser und König sind gestern Nachmittag in bestem Wohlfein in Comes eingetroffen
_und statteten Ihrer Majestät der Königin Victoria in Osbornehouse Besuch ab.
_ Dem „W. T_. B.“ wird über den Verlauf der Reise und die_ Ankuyft Seiner Maiestät des Kaisers auf der Insel Wight berichtet: Seine; Majestät der Kaiser sind nach guter, schne1lerFahrt gestern Nachmittag um 3 Uhr vor Comes eingetroffen. Bis Do_ver war das Wetter schön, von dort ab durch den Kanai steifer Wind und große See. In Ports- moutb wurde die ckc:cht „Hohenzollern“ wegen des Nebels und Regens erst rz vor der Rhede sichtbar. Als der Salut gxgeben ixuxde, legten die Stadt, das Flaggschiff und die; Schtsxe im Oasen überall festlichen Jahnenschmuck an und bißtcn die dem1che Fl_aggc. Bei der ;[nkunfi der Yacht vor COWLÖ griben da; de_uiiche Vanzeerscbwadcr und das englische Wachtsch1ff „Aujtralia“ Saluiscbune ab. An der Landungs-
briiche_wurden Seine Maxestäi der Kaiser von Seiner Komglichen Hoheit dem Herzog von Connaught, dem General Mariball, dem Admiral Commerel und dem
Kaiserlichen Gefolge, welches vorher gelandet war, sowie durch den Geyeral Sir John McNeill als Vertreter Ihrer Majestät drr _Koxngin Victoria empfangen, Als Ehrengarde waren die Komglichen SchOMJch0U Schüßrn, die Leibgarde der Königin, aufgestellt 11111) präsentierten das Gewehr, als Seine Majestät von der Pmasr, von deren Bug die Kaiser-Standarte wehte, an de_is Land Ulkgén. Seine Majestät dankten huldvoil auf die begeisterten Zurufe der versammelten MMK L_Md begaben Sich sofort zu_ _Wagen nach Osborne, um Ihre8 ajestät die Königin zu _bcgrußexi.__Nach einem_Diner im Familienkreise kehrten Same Maxitat gegen Mitternacht an Bord der „Hohen- zollern“ zurück, -
Der Geheime Ober :Regierungs : Ruth und vortragcnde Rgih beim Staats-Ministerium von Rheinbabcn ist mit drr Fubruxigder (Heschäsie des Direktors der Siaat§:Archive bis zUr denmiwen Wiederbrseßung der Stelle beauftragt worden.
Der (Hencral-Lieuienani m_)n Klißing, Kommandeur der 1. (Harde-anantcrichivifion, i1t hierher zurückgekehrt.
Der K_öniglicbe Gesandte in Drrsden, Wirkliche Geheime Rath _ Gras Carl von Donhoff hat einen ihm Alierböchst beibiUigten_ Urlaub angetreten. Während der Abwesenheit debirlbrn fungiert de_r etatSmäßige Legations-Sekretär der Koyiglichen Gesandnchaft Graf von Bernstorff als Geichäftsträger
Ter _Obcr-Nechnungskammer-Direkior, Wirkliche Gebeime Lher-RegierqxigsMati) von Nostiß ist nach St. Ulrich in Tirol abgereijt.
Larit teixgrapbischer Meldungrn 011 das Ober-Kommando der MErine 111 S_M, S. „Moltke“, Kommandant Kapitän zur__See Schnxidxr, my 4. Angriff in Falmoutk) einge: ironex] und beabnchtigt,___di€12n Hafen am 9. August wieder zu verla118n_; die _1. Dibinon des Manöver-(Heschwaders, Chef Mze-AdMiral Koester, ist am 4, August in Comes eingetroffen; S. M; S. „Cormoran“, Kommandant Kor- vettcn-Kapitän Brinkmann, ist am 4. August in Jask an- Ykommen und an demselbrn Tage von dort nach BaSrah in
ee gegan en; _S. M. S. „Kaiserin Augusta“, Kom- mandant apitan zur_ See Lavaud, hat am 5. August und S. M. S. „Sto1ch“, Kommandant Kapitän zur See o_on S_chU_ckmann (Hugo), am 4. August von Tanger aus die Heimreise angetreten.
_Rüdesheim, 5. August. Seine Königliche Hoheit der Yinz Ge_org von Preußc_n ist heute Nachmittag aus
s aiif seinem Schlo_ß_Rheinnein eingetroffen; später wird der Prinz sich nach Rigi-Kulm begeben.
Baden.
_Zn KarlSrube _beqiug _ am Sonntag der badische Krieöqervereixi die Jubelyeier der Siege bei Weißenburg, W_ori_ l_md Spichereri, welche durch_das Erscheinen Seiner Kontgltchen Hohxit des Grogherzo s außgezeicbnet wiirde? O_mUZigentlicheZi KY der Fer i_cheieß der Na - mi ag () r an_ xn “ stzug an lie ende et- akt. _ Nach dem _Emtriit des mit Tusch empfangZanen Großherzogs m die Festhalle hielt Generql von Röder die Begrußungsx, _RegieriingKRatk) und Major, der Reserve Kopp aus Freiburg die Festrede. Seine Königliche Hoheit der Großherzog dankte der_i Rednern und richtete alsdann nach _der „Karlörrxher Zeitung“ die fol enden herzlichen Abschiedsworte an die Veteranen und Invaliden:
Gedanken, die wir eben mit reudigkeit vernommen und denen Sie zugeZkbelt haben, haben Ihr & tief, erschüttert und erfüllt. Es blei darnach nichts mehr zu jagexr übrig, Was die festlichen Empfin- dungen des heutigen Tages noch starken könnte, und doch ergreift “"ck der Anblick so vieler Veteranen, so vieler Tbeilnebmet an dem Krieg: von_ 1870/71 in einer Wein?, daß ich erinnern muß an alle diejeni en Krafte und Einrichtungen, welche uns wirklich zum Sieg gefü rt haben. Sie _babrn eben vernommen, wel die Entwickelung der Zeit war bis zum Kriege und seit dem rie 2. Wir müssen aber auch zurückblicken auf die Unternehmungen, wel e es möglich gemacht haben, zu siegen. Wir müssen ziemlich Weit zurückgeben, wenn wir die anze Bedeutung desen eriaffen wollen, was wirklich zum Siege
efü rt hat. Ich denke dabei zuerst an die großen und unsterblichen
erdiensie Kaiser Wilhelmis des Großen, _der von früh an, als er i_wcb_Prinz von Preußen war und hier im Lande den Aufstand bekampite, von da an seine ganze Kraft der Neugestaltung und Be- festigung der Armee gewidmet hat. Die Erfahrungen, welche er darnals gemacht, haben ihn veranlaßt, bei dem König Friedrich Wilhelm 117. Bestimmungen zu erwirken, die eine vollständige Ver. atherun kes Auöbildungßmodus der Armee herbeigeführt haben. Ja dieren edanken, die der damalige Prinz von Preußen kund egeben, liegen die Anfänge dessen, was von nun an die Armee Gro es und Bedeutendes gelxistet bat. Sein Gedanke war: jeder Einzelne muß ""Fit nur ausgebildet, sondern auch_erzogen Werden, und das ist durch- gesubrbioordsn. Jcb wiki mich aus einzelnes nicht einlassen, sondern nur im allgemeinen sagen: es ist durchgeführt worden mit der Geixiffenbaftigkeit, die nur ein solches Offizier. korpß zu_ leisten vermag, wie es auch jest noch das deuticbe iii. Nur wenn diese Voraussetzung besteht, ist es möglich, diesen Gedanken von der Ausbildung und Erziehung drs Einzelnen ganz und vvlL durchzuführen. Meine Freunde! Sie Werden verstében, was ich damit meine. Es ist nicht nur die Armee, Es ist das Volk, das aus diese Weise erzogen wird, und Sie alle' bgben diese Schule durchgemacht. Ich spreche also zu solchen, die UN Eriabrrxn für 11ch baben_und die diese Erfahrung angewendet haben ix_i ernste ist Zeit, und richte mich nicht an diejenigen, die seit drm Krieg gedient haben und vieileicbt noch einmal berufen werden konnten zu dienen, also in der Lage sind, zu bewähren, was fie gkle'rnt baben. Sehen Sie, meine Freunde, diese dem Individuum gewidmete Aufmerksamkeit, diese Erziehung de:? sm_zrlnen Mannes, nicbt nur da er Waffen in drr Hand bali und_den Rock anzieht, nein, da er mit Geist und Herz dxbki 111, das führt zum Sieg, das muß erhalten bleiben. Reislich ab_rr müssen wir auch gedrnken dessen, Was der Hochselige Kaiser wahrend drs Krieges geleistet bai. Denn er hat dort ein Beispiel gegeben, das uns eiiien zur Näcbeisrrung dicent: ein Beispiel drr Hin- gebung, der Aufovicruna und der Lirbe. Ja, meine Freundc, es sind eigkntlich nur zwei Empfindungrn, auf die wir den größten Werth lsgrn müffrn, damit sie ancrzogen i_vxrdrn, wo sie noch nicht vorbanden smd: das find die Liébe. dirgrößrr ist als alles Uebrige in der Welt, und der Geboriam. Der Grborsam, mcine Frsunde, wird oft auch Disciplin ge- nannt. Jcb nrbme das Wort gxrne in den Mund. Gehorsam ist ailen xiüße; denn wrr sich nich unterzuordnen versteht, der kann auch nicht führen. Unkrrordrung unicr die große Ordnung des Staats und des Reichs ist etw.].ä, wak- auch in der Armee Zelerni Werden kann und grlcrnt wird. Sie alls, mrine Freunde, die Sie hier vor mir ste_ben, haben das bewäbrt._ Ich spreche alio nur zu solchen, die mit mir empfinden und es betbatigt baden. EZ gewährt große Befriedigung, solch? Leute vor 1ich zu babxn. ch bringe aber auch noch eine Mahnung, meine Freunde: wirkén Six in Ihren Kreisen auf die bxranwiicbsende Jugend, daß fie dieie beiden Grundpfeiler des öffentlichen imd drs staailichen LEbens in der Familie mebr m _ 11ch aumebme, die Liebe und drn Gehorsam. Trachten _Sie darnach, daß damit alle jene Bestrebungen bekämpft werden, die nur darauf biriausgrbcn, diese feste Ordnung zu stören, 1a zu gefabrdsn. Tabor müiirn wir uns Hüten, und dafür brlft nichts Anderes als die Schuie kcÖ Deerrs. Bkdrnken Sie, mrine Frcunde, daß "das Wort ,Grborxam' cines drr böcbstcn, ja das börbste Beispirl in iich ychlirszt, wrnn wir 235 sslbsi brtbätigM. Ich sage: „(He- borsam bis zum Tore? am Kraaz!“ das ist das Vorbild, dem wir nacbzrxstrkben babkn, das ist 622, was Cdristkn auszeichnet im Sirrbm und Handeln. Trin iolgcn wir nacb, das tragen wir im HMM, damit &? anrn und un»? allen Zur gebe. W311" wir Einen kurzen Niickblick ivcrfxn woiirn aiif _ dic T_.äii.ikrit unjrrcß-Z bochbsrebrten HOMSKJM Kaisers, so_wrll :ck tmc!) ganz kxxrz kamen. Wélch schönrs Bild iii LH! Das wiffen dicjsnizxrn, dir es- erich babrn, und auch dirjenigsn, die__€s durch die Traditibn erfahren haben. Stelien Sie sich den Kairrr bor an drr Spise des Hserrs, begleitet bon dcm größtcn Siratrgen der Gegenw_ari, ia, ich möchte faxen, auch der Vergangrn- beit, Moltke, bon )einen Ratbgebern, srinrn Helden, bon eincm Staatdmann wir BiSmarck, der berufen war, das Deutsche Reich zu begründen, Von einem Organiiator wie ROON, von dem der Kaiser vit geiagt bat, ibm bérdanke er kie_gute und unvrrgleichlichr HrrreWrgani- sation! und so biele_And6re warrn noch zu nennrn, die mitgewirkt babxn. Jeb bxscbranke mich aber aus zwei Heerfübrer, die dem Katjer am nächsten standrn: den_ bockyvrrebrten Kaiser Friedrich und den Prinzen Friedrich Karl; Leider find beide früb beimgeaangrn, aber ibr treurs Vorbild beiirbt für ails Zukunft; solchen Geistrm yachzustreben, das ist die wabre Schuie der Armee. Ich nehme Ab- icbied, m€ine_Freunde, Von Ihnen mit diesen leisten Worten, in dcr Hoffnuyg aus Wiedersebrn, wo es auch sei, hier oder im Jenfrits. Ickx rufe anen noch einmal „zu: Halten Sie fest an dem, was gr- bolien bat, Six ziim Siege zu fü ren; verbrriten Sie diesen G6- Tanken in 75911 Krciieii der Jbrigen in brster, xireignrtfter Weise und bestätigen SL mit die Empfindung, die Sie beute im Herzen baden, damit. daß Sie einstimmen in den Rur: „Unser deutsches Vaterland. das Trutjcbe Reich und unsere Heimath leben boch!“
Sathsen-Coburg-Gotha. Ihre Kaiserliche und Königliche Hoheit die Herzogin und Ihre Koniglichen Hoheiten d_ie Prinzessinnen
Alexandra und Beatrice smd gestern Nachmittag von Coburg 110ch Schloß Reinhardsbrunxi abgereist. In Begleitung der_Hoch1tcn Herrschaften befanden iicb Seine Durchlaucht der Prinz von Ratibor und äulein Passavant.
Heute wird I re 'önigliche Hoheit die Prinzes s in Fetrdxnand von umänien in Schloß Neinhardsbrunn em remn,
Anhalt.
ZhreHobeiien der Her og und die er ogin von Anhalt, die Prinzessin Älexandra, diHe Ösrzoginnexi Marie und Jutta von Mecklenburg:Strelrß nebst Gefolge sind am Sonntag Abetid nach „Berchtesgaden ab- ?Oereift, um dort für längere Zeit Aufenthalt zu nehmen. er Großherzog und die Großherzogin von Luxemburg haben sich am Somitag na Luxemburg be»- geben. Der Kronprinz von Danemar nebst Gerolge ist gestern von Deffau _nach Alexisbad abgereist, um der Herzoginittwe riederike von Anhalt-Bernburg dortselbft emen Besuch abzutatteii.
Oesterreich-Ungarn.
Erzherzo? Ludwig Viktor und der deutsche Botschafter
Graf zu Eu enbur trafen ostern Vormittag in Ischl ein.
Nachmittags sind da elbst auch er König und die KöniLKT e
_ „Vor Abschluß der Festlichkeiten lie t es mir am en, anen meme Gefühle außzusprechm. Die begei erten Worte thriotifchen
vori Rumänien mit Gefolge angekommen. Die rumänis_ Maxeftaten wurden von dem Kaiser und der Kaiserin,
“ von dem Minister des Aeußeren Grafen Golychowski I:?“ dem Bahnho erwartet und bei ihrem Etytreffen aufs herzlichfte grüßt. _ Alsdann bestiegen dieseiben mit den Kaiserlichen Majesiäten sammt dem beide::- seiti en Ge olge die bereitstehenden Hof - Eqmpageiz, melZe die Uerhöchften Herrschaften n_ach _de_m_ .Hotel „Eli- sahejh“ brachten, wo der König und die Kom 131 Wohnun
Um 5 Uhr fand in der Kaixerlxcbe il_1a „Hoftafe statt, an welcher die rumänischen Ma estaten, die m Zschl meilenden Höchsten errschaften, der der:! che Botschafter raf „Eulenburg, der nister des AusYartigen GrafGoluchowski und die Gefolge thejlnabmen. Kaiser _Franz Joseph holte den König und die Königin von Rubicxmen um_ Diner ab. Abends wohnten der Kaiser, die rumamscben aFestäten u_nd andere Fürstlichkeiten nebst Gefolge der _Festvorteliqng im Theater bis zum Schluß bei; alSdann geleiteie der Kaiser das rumänische Herrscherpaar nach dem Yotel „Elisabetb“.
rinz Ferdinand von Co u_rg begab sick) geftrrn von arlsbad auf die Besißuygen setries Bruders Philipp von Cobur in Ungarn und Wird no im Laufe dieserWoche jn Ebentba erwartet, um von dort mxt seiner Gemahlin u_1_1d dem Prinzen Boris nach Sofie; zurückzukehren. Prmzesnn Marie Louise und Prinz Boris begaben sick) gestern von Schwarzau nacb Ebenthal. _
Der russische Oberst Prinz Lonis Napoleon_V_ona- parte ist unter drm Incognito eines Grafen Moncalicri aus Italien in Wien eingetroffen.
Frankreich.
Das Gesammtresultat der Generalrathswahlen liegt 1th vor; die Republikaner haben 90 Siße gewonnen _und er- halten im Ganzen 894 Sitze, die Radikalen 181, die Ral- liierten 74, die Sozialisten 26, die Konservativen 263 Siße,
Rußland.
Der Emir von Buchara ist dem „W. T. BIZ zufolge am Sonntag in Jalta eingetroffen und gedenkt drei Wochen lang daselbst zu verbleiben. “
Italien.
Der Herzog von Genua ist gestern in Rom eingetroffen. Nach einem Besuche bei dem König und bei dem Marine- Minister reiste der Herzog Nachmittags nacb Turin.
DLL" Senat begann gestern die Veraihung der Maß- nahmen des Finanz- und Schaß-Minifteriums. Es wurden mcbrerc Reden ebalten, auf wclche dcr Finanz:Min_i_ster Bosclli, der SZUH-Minister Sonnini und der Minister- Präsident CrisPi antworteten. Sodann _wurde die (General- diskusfion durch die mit sehr großer Maiorität erfolgte An- nahme einer Tagesordnung qeschWssen, welche von den Er: klärungen der Regierung Akt nimmt. Heute beginnt die Beraibung der einzelnen Artikel. _ __
Wie die „Agenzia Stefani“ meldet, hat der italien11_che Gesandte in Brasilien, der sich gegenwärtig in Italien befindet, die Weisung erhalten, 1ich sofort nachRid de Janeiro zu begeben, um dort die Frage betreffs der italienischen Re- klamaiionen zur Entscheidung zu bringen.
Türkei.
Ter „Politischen Korrespondenz“ wird aus Konstaniindpel gemeldet: Von gewöhnlich gutxinformierter, vertrauenswurdiger Seite verlaute, der russische Botschafter von Neltdow babs kürzlich auf der Pforte, als man ihm" zu verstehen gab, die dcpiante Berufsertheilunq sei mit Rückncbt auf Rußland unterblirben, erklärt, die russische Regieruxig habe nichts mehr gchn die in Rede stebsnden Zugeständniffc gn das Exarchat einzuwenden. Diese Erklärung soil einen großen Eindruck ge: macht haben. Vorläufig liegt indessen für diese Schwenkunq Rußlands, welche auf einen Erfolg der Deputation zuriick- zufiihren wäre, keine Bestäiigung bor. Solche Schwenkung würde Übrigens, wie in der Mkldung hinzugefügt wird, mcht_ im Einklang mit der sonstigen Haltung Rußlands iti kirchlichrn Angelegenheiten strhen, da aus diescr_ hervorgehr, daß in St. Petersburg Intentionen vorhanden wien, die Aufhebung drs bulgarischen S WWW und die Verrinigung mit drm ökumenischen airiarchat vorzubereiten. Als _ein Zeichen hierfür werde in den beiden kirchlichen Kreisen Konstantinopels die Thatsache hervorgehoben, daß es dem Metropoliten Klement gestattet wurde, in_ St. Petersburg in drr Peter- und PaulS-Kaibedraie dir Meise zu lesen und ein Requiem abzuhalten, was früher nicht möglich gewesen wäre.
Wie der „Vol. Korr.“ ferner gemeldet wird, dürfte der Zlufenthalt des Khedive in Konstantinopel noch drei Wochen auern.
Serbien.
_ Die Blättermelduxigrn über die beabsichtigte Reorgani- sation des Auswärtigen Amts sowie Über die Berufung
neuer Sßkiionschefs sind, dem „W. T. B.“ zufolge, durchaus unbegrundeb
Schiveden und Nortyegen.
Im ersten Monat des laufenden inan 'a res uli er: gaben die Zölle in Norwegen eine EYMÜHLJZWHVOU 33482) 891 Kro_nen gegen 3642 319 Kronen im gleichen Monat des vorigen Finanzjahres.
Dänemark.
Nach dem gestern _auf _Schl_oß_ Bernstorff ausgegebenen Bulletin leider der König haufig an Schmerzen infolge eiiier Prostatitis; die lebte Nacht war _weni er gut, doch ist kein Fieber vorhanden. Der Appetit ist be iedigend. Pro- ieffor Studsgaard, welcher das BuUetin mit dem Professor Petersen unterzeichnet bat, weilt seit gestern auf dem Schloß Bernstorff, um die chirurgische Behandlung des Königs fori- dauernd zu übernehmen.
Amerika.
Wie_amtliche Depeschen aus Kuba melden, wurden die Aufftandischen in vier Treffen geschlagen. Die Spanier über- yxschten de_sonders das Lager der Bande von José Mareo. * ehn _Aufitandischr wurden getödtet, zahlreiche verwundet. Die
panierbatten emen Todten und zwölf Verwundete. Da die Aufstandischxn _durch Zerschneiden der Drähte den Telegraphen- dienst unmoglich ma_chen, bat Martinez Campos um Mittel gebeten, um die oytif en Telegraphenftationen zu vermehren, mit denen je t die erbindunßxszwischen Manzanillo und Bgyauzo aufre terhalten mird. soUen dann nach Holguin, Victoria la Tunas und Puerto Principe Verbindungen gw
schaffen werden. um 9_ A . 10 436 Reserveklaffe 1891 Inberufen, uguft smd Mann der
Aken.
Einer Meldung dés „Neuter'schen Bureaus“ aus Täbris (Perfien) zufolge demolierte der P_obel estern NachmittaZdas „Haus des Kaimakams, welchem die Zutände, die die rot- rawalle veranlaßten, zugeschrieben nzerden. Der Kaimakam reichte seine Entlassung em, worauf die_Bebörden eine Herab- seyung des Brotpreises bis zum nächsten Tage versprachen. Die Aufregunq dauert fort. Viele Frauen _flüchtcten in das Haus des russischen Konsuls. Die Bazare smd geschlossen.
Aus Shan hai berichtet das „Reuter'sche Bureau“: Eine zahlreich besYchte öffentliche Versammlung nahm gestern eine Resolution an, welche dahin laiitet: die betreffenden Regierungen direkt um Schuß gegen die Ausschreitungen der chinesischen Bevölkerung zu bitten, sowie auch wegen der un- Jenügenden Maßregeln, welche egen die Personen in Anwen- ung gebracht wurden, die sic!? der früheren Ausschreitungen schuldi gemacht hatten, zu appeUieren. - Die Leichen der bei dem ordüberfall auf die Missionsstation in Kutscheng (He- tödteten sind in Futschau angekommen und wurden i_n der Nacht dort beerdigt. In Hongkong _umlaufrnden (Heruchien zufolge soUen weitere Meutereien naher bei Futschau statt: gefunden haben. _ _
Wie aus Yokohama gemeldet wird, smd wegen ihrer Verdienste im lebten Kriege _die Grafen Ito, amagaia, Oyama und Saigo zu Marquts, die Vicomtes O_odzu und Kabayama zu Grafen und der GencralKawakazsowre Admiral Jto zu Vicomtes ernannt worden.
Entscheiduugeu des Obn-Vemaltungsgerichts.
Durch die Bestimmung des § 11_Abs. 2 der Kreis:)rdnung vom 13. Dezember 1872: _ _ „Den Städten bleibt die Beschlußnabme darüber, wie tbre Antbeile an den KreiSabgaben ausgebracht werden folien, vorbehalten" - _ ist, nach einem Urtbeil des Ober-VeertunngerWtJ, 11. Senats, vom 30. März 1895 den betreffenden Kommunen daduréb, daß sie von dem darin ibnen vorbebaltenen Rechte der _Uebernabme ibres Anibeils an den Kreisabgaben auf den städtischen Haushalts- etat Gebrauch machen, ermöglicht, auch den_Fiskus, welcher nach § 14 der Kreisordnung zu den Kreisabgaben nicbt herangezogen werden kann, mittelbar zu den von ihnen grleistxten Antbeilrn aii den Kreisabgaben, in der Form bon Gemeindesteuern, bkkan_3U312_[)€n. Durch das neue Kommunalabgabengesetz vom 14. Juli 1893 l_ft dieses Récbt der Stadtgémeinden auch den Landgemeinden geivabrt. _- Die städtischrn Körperschaften der Stadt Cz. in der Provinz Poieri babcn beschlossen, das auf die leßtere enifaUcnde KreiSabgabensrJU aus den städtischen Hausbaltéeiai zu übrrnebmen. _Jnioige deffrn ist der der Gemeinde aegpnüber einkommensteuerpfiichge Eisenbabnfiskus pro 1892/93 und 1893/94 um inSgesammt 577 «14 höher zur Gexnemde- Einkommensteuer beraugrzogrn worden, als dies der Fall gewejen sein würde, Wenn die Stadt Cz. von drr ihr durch § 11 Abs. 2 der Kreisordnung gewäbrtrn Befugnis; nicht Gebrauch cFrrncichx hätte. Die Klage des Eisenbahnfiskus, welcher fi _ a_u7 das ibm nacb § 14 der Krriswrdnung_ zustrbendix Kreis- Struerprivilegium berief, wurde VLM Bezirkxiausicbuß abgemiesen, i_md auf die Revision des Klägers bestatigte das ObYr-Verwaitmigsgrrickyt die Vorentscheidung, indem es bearündend aussübrw: ._Das Ober- Verwaltungkgericbt bat fick) von jeder in konstanter RechtwrechunZ zu der von dem beklagten Magistrat brrtretcnen Auslegung des_ F 11 Abs. 2 der KreiSmdnung bekannt. Schon in dem Endurtbeil Vom 12. September 1876 ist ausgesprocbe'n, daß da? in_deni 1. Absaß _des ? 11 der Kreisordnung b?bandelie Rechtswerbqltmß eine wesentliche Aenderung in denjenigen Fällen erleidet, wo die Antbeile der Stadt- gemeinde zufolge drr im 2. dortigen Absaß den Stadien grwabrien Befugnif; nicht im Wege der Uniervertbeilung nach _dem Krets- abgabenmaßsiabe, sondern in anderer Wei!_e (aus drn bereitrn Mitteln der Kämmereikaffe, im Wrge der städti1chen Ko_mmun_albestru_rrurig u. s. w.) aufgebracht wsrden. _ An dissen _Grundjäyen i_st bis in die neursie Zeit festgehalten. Aendern_ aber, wie fich aus diesrn Grund- sätzen ergiebt, die KreiSabgaben m drn Faklrn drr Urbernahme der- selbkn auf den Kommunalsiat in der Tba_t_dergesta_[t ihre rechtliche Natur, daß sie aufbören, Kreisabgabrn zu yeni und Kbmmimalczbgaben werden, so sind die Konsequenzen, die der Klqgkr bekambst, nichr gb- zurreisen, da sie fich unmittelbar aus _dem Geier; ergebei], und e5_laßt fick) auch nicht anerkennen, daß dirie Auslegung injoiern zu 81116711 unlösbaren Widerspruch zwischen §§ 11 _und 14 drr KreiHordxiung führe. als die dem Fiskus im § 14 Ab!- 2 a. a. O. grwabrlerfteie Befrriung Von den KreiSabgaben wegeii des aus Grundbksiy, (He- werbe- und Bergbaubetrieb fließeriden Einkommens durch die Ueber- nabme des Kreiéabgabensoüs aui _den K_ommunal-E_iat iUuiorzfgb wurde, der Geseßgeber dem Fiskus mri der emen Hand eine Jmmunttat gegeben und mir der andern sie ibm Wieder genommen bee. Denn es steht zunächst außer jedem Zweifel, daß die Jmmunitat des _§ _14 an sich völlig unberührt bleibt durch die [L_ebernabme. Das Kreis- abgabensoll als solches bat ksinen Raum _f_ur eine Heranziehung des Fiskus aas seinem Einkommen aus dem Eiiezibabnbenieb, und doch ist es nur das Kreisabgabensoli,_ das im Wege der Korri- munalbesteuerung auigebracbt wx_rd._ Andererseits ab_er_ ist dem enfiten ein direkter Einfluß auf die Gestaltung de_s stadtischen Laus alts-Eiats nicht gegeben. Er kam; seine Steuerpflicht mit _dem tat nicbt dergestalt in eine Wechielbeziebung seyen, daßer fie dtesxr oder jkner Etatspofition gxgenübrr in _Frage stelLt. Die im_ Etat fur KreiSabgaben etwa vorgejebene Positiozi hat daher für dt_e Steuer- pflicZJgen genau dieselbe Bedeutung wre alLe übrigen Positionen, die im ege der Semrindebrsteuerung ibre Deckung finden. - -_- Nach § 91 des KommunalabgabenJeseßrs von) 14. Juli 1893_bleibt, wie den Städten, auch den „andgeznernden die Beichlußfqffung darüber Vorbehalten, in Welcher Wrise ihre Antbeile an den Kreis- steuern aufgrbracbt werden.“ (11, 497.)
Handel und Gewerbe.
Die .Rbein.-Westf. Zy.“ berichtet vom rbeini_sch - west- fälischen Eisen- und Otablmarkxt: Die berbaltnißmäßig ünsiige Geschäftslage der lrßten Wochen hat auf dem rbeinisch-west- ?äliscben Eisenmarkt angebglten. Die Kauflust bat eher zu- als ab- genommen, und die Verhaltnisse in anderen Eisenzentren smd wobl derart, daß man auf eine allgemeine Belebung der Industrie sich Hoffnung machen kann. - Die Nachfrage in Eisenerzen ist im
Siegerlande eine regelmäßige; die Aufträae, Welche vorliegen, bis 4 Monate und würden
erstrecken Hub auf etch 3 _
bei einges ränktem _Brtrieb eme regelmäßige Förderung er- mßglichen, die augenblicklich, um_ die bestehenden Lagervorratbe zu ver- niindern, eine beschrankt ist. _Die Preise findzwar fest, jedoch nur für die gbut vorgericbteien und mit den besten Betriebßmiiteln arbeitende_n Gru_en einigermaßen lobziend. Luxembur -Lotbrin er Minette sowie spanische Elze sind unverandert. - Auf (dem Robeisenmarkt bqt sich die Nachfrage in_leßter Zeit'etwas lebhafjer Zestaltet, und die Hutten_ konnten für emen Monat wieder Aufträge nchen; für einen reYlma igen Betrieb reichen Lie jedoch kaum aus, und die Lager sind da er (; eicbbleibeud, dürften ogar steilenweise noch etwas zunebtyen. - Auf dem W_alzei anarkt bat die lebhafte Beschafti- gizng _in den meisten aklen angehalten“ sowohl im Jnlande wie tm Aus_lande herrscht mehr Vertrauen in die Lage, und man hat im allgemeinen einen re elmäßigen Eingang von Auf- tragen zu_ verzeichrxen. Stabeisen at sich seit der leisten Woche wenig verandert; die Werke sind in re elmäßigem Betrieb, vereinzelt
wird auch wohl ein kleiner Preißaufsch ag erzielt, doch verhalten-die
' Käufer sicb „vorläufig noch stark ablehnend. Jn Trägern ist der
Absaß noch immer befriedigend, doch sind die Preise nach wie_vor gedrückt. Bandeisen bat befriedigenden Absaß bei festen Preisen. In Grobblechen, speziell in Keffelblecben l_aufen Anfragezi und Bestellungen in befriedigender Weise em, _sodqß die Geschäftslage wobl im Ganzen als ziemlich gunstig_ bx- zeicbnet wetdkn kann. Auch die Preise sind nicbt mehr so niedrig wie trüber. Für Mantekbleche aus Schweißeisen wird 140-150, _fur Bördelblecke 180 ck, für Feuerblecbe 210 „“ notiert. In_ Feig- blechen ist die Beschäftigung noch ziemlich gut, doch bleiben die Preise noch immer auf dem bisberiaen Niveau. JnWalzdrabt und Drabierzeugnissen hat der Absaßfich gebeffert, doch siiid die Kreise nocb ungünstig. Nieten sind immer noch siark_vernachlassig_t.
ie Beschäftigung der Eisengießereien ist noch maßig; auch die Mas chinenfabriken und Konsiruktionörverkstättexi sind nur ver- einzelt befriedigend beschäftigt, dabei sieben die_Preise in durchaus keinem Verhältniß zu den Robmaterialien. Die Geschaftslage der Babnwagenanstalten ist unberändert.
Verkehrs-Anftalten.
London, 5. Au ust. (W. T. B.) Der Union-Dampfer ,Scot“ ist auf der uSreise Sonnabend bon S_outbamptbn ab- egangen. Der Union-Damvfer .Tartar“ ist auf der Heimrxise ?Sountag in Plymouth angekommen. Der Castle-Dampfer „(Garth Castle“ ist auf der_Ausreise beute von Southamptoix abgegangen. Der Castle-Dampicr „Pembroke Castle“ ist aus der Heimreise heute in London angekommrn.
Theater und Musik.
Zn Kroll's Theater bringt dir Königliche Ober_nwrg€n Otto Nicolai's „Lustige Weibrr bon Windsor“ zur Aunübrung.
Die BeseßunJR ist folgendx: Falstaff: Hrrr Siammrrx Flath: Zen Betz; sicb: Herr Mödlinger; Fenton: Herr Sommer; CajuZ: Herr Schmidt; Frau Fluid:
bärlicb: Kerr Lieban; Frl. Distri ; Frau Reich: Frau (Höss; Anna: Frl. Weiß. Kapeli- meister Wringartner dirigiert. _
Jm Königlichen Schauspielbaiiie wird morgen Moretois Lustspiel „Donna Diana“ mit Fräulkin Poppe in der Titelrolle ge- geben. Die Donna Laura spielt Frau von Hockprnburaer, die Donna Fenifa Fräulein Lindner, den Don Cesar Herr Matkowsky, den Perin Hsrr Purschian, die Floretia Fräulein don Mayburg.
Im Deutschen Tbeatrr tritt morgen Nina “Sandow ibi: Engaaement an, und zwar_als Viaddaiena im .Taliéman'; den König Astoli spielt wirdxr Herr Kainz, den Niccola Herr Reicher; die Rolle des Omar ist aus Frrdmand (Gregori übergegangen.
Die neus Spielzeit des Ber1iner Tbraiers unter der Direktion d€s_bisb€_rig€n Mannheimer Jntrnrar-ten AloyZ Prasck) wird am 31. AngiUi mit .Yentbrsilra' ron Hsinrick) bon Kleist rr- bffnet werden. Als erste Schauibirlnovitäi wird „Bernhard von Weimar“ von E. bon Wildenbruch in Scrnr gebe". „Der Scbla - baum" Von H. Les ist als ersie Lusisvirlnovität in Ausfi t genommrn. Herr Prascb bat ferner die nachstehenden nenen Stücke _rrworben: „Pan Cezar', Schauspiel von A. Weber, .Der Psrnnigreitsr', Schauspiel von Wald-Zedwiy, „Dcr Schuß", Schauspiel von R. Presbkr, „Joachim von Brandenburg', Schau- spirl bon M. Mrßner, .Der Mottenmajor“, Schwank bon Horst und zander, „Einrr wie- der Andrrr', Schwank bon Eduard Krämer. Im Laufe dér_Spi€lzeit sol] 61118 Reibe klaisiscbrr Werkr, u. a. „Götz bon Brrlicbingen', „Dir Räuber“, „Wiihrlm TSU“, „Juditb' von Hébbel, „Wie es euch grsällr“ nru in Scrnr gescßt werden.
Im Lessing-Tbeater wird morgrn die ,Scbmeitrrlings- schlacht“ bon Hermann Sudermann wiedrrbolt. Das Stück ist bei der Wiederaginque in dicser Sbislzrit mit Beifali aufgenommrn wvrden und ichemi sich auf dem Repertoire halten zu wollen.
Mannigfaltiges.
Zu der am Sonntag, den 1. September, Vormittags 10 Uhr, stattfindrndcn Einweib un g der Kaisrr Wilbelm-Gedäcbtniß- kirche ergeben schon jetzt die Einladungen bom Kabinet Ihrer Niajsstät der Kais_erin. (Es werden gegen 2000 Einladungskarten vergeben, alle aus drn Namrn der eingeladenen Pétionen aus- gésteUi. Jede Karte bcrrcbtiat zum Eintritt nur für die darauf be- zeichnete Prrson. Auf j_€drr Einladungskarte brfindet sich ein Plan, «Us welcbem ersichtlich ist, an w€lchem Portal sich die Eingeladenen Linzufinden baben, um in die Kirche einzutretrn und dann sofort ibre Pläße im Inyrrn an ewiesen zu erbaltkn. Der Eingang erfolgt glsichzritig durcb sammili e Portale. Dur die: drei großrn Haupt- portale zieben ein die Geisilicbkrit, Jbre ajestäten der Kaiser und die Kaissrin, die fürstlichen Prrsonen, dir Generale und Staats- Minister, die höchsten Beamten, die Deputatibnen der Städte, K'irchkn, sowie ein Theil der Donatoren; _im Ganzen etwa 1000 Personen. Einladungen erhalten: die grxammie Gxneraiiiäi, die Staats- Minister, dir bbchftrn Staats- und _Kixcbrnbeamten Berlins, Débutationen der LLib-Regimenter des Kaijers Wilhelm L., die Regiments - Kommandeure des Garde - Korps, Deputationen der Gemcindrn Berlins und Charlottenburgs, bor aliem derjenigen Kirchengemeinden, welche zu dem Bau bedeutende Summen beigetragen haben, wie a. a. die Luisengemrinde in Charlottenburg, die St. Georgengemeinde in_ Berlin, die Grmrinde Rosenthal bei Brrlin, die Domgemcinde, die Gemeinde| St.Mattbäus u. a., ferner Deputationrn bon Kriegervereinen, Hochschulen, Gymnasien u. s. w., die Bauleute und Bauhandwerker. Die Luisengemeindr in Chur- lotienburg wird als Muttergemeinde mit einer besonders großen Zahl von Einladungen bedacht werder), die übrigrn Pläße find für die Donatoren bestimmt, welcbe natürltck) nachMöglichk€it berücksichtigt werden mußten. Es gehörrn dazu der Zofstaat und ein Theil der Dienerfchast _ Kaiser Wilbelm's ]., zahlreiche 5 _ürger aus allen Stadttbeilen Berlins und Charlottenburgs, der Magistrat von Charlottenburg, Potsdam und Spandau und eine nicht unbedrutende Anzahl von Herrrn und Damen aus den Provinzen, einzrlne auch aus dem übrigen Deutsch- land und aus dem _Auslande. Da sämmtliche Pläße Vergeben find, so dürfen weder die Eingeladenen Angehörige oder Freunde mit- bringen, welche keme_Einladun_gskarien haben, noch können an das Kabinet Jbrer Majestat der Kaiserin diesbezüglich gerichtete Wünsche berücksichtigt werden.
Ueber Kriegs -Erin ne r_ung sfeiern liegen beute folgende weitere Nachrichten aus deutschen Stadien vor:
Breslau, 5. August. Auch der heutige Schlußakt der Jubel- feier des Breslauer Kriegervereins nabm Linen erhebenden Verlauf. Die Feier am Vormitta fand pro rammmäßig statt. An drm Nach- mittags im Breslauer onzertbauize veranstalteten Festdiner nahmen 200 ersonentbeil. Wie.W.T.B.“meldet,brachteGeneral-Lieutenant von “ignis nach einem Hinweis auf die Notbwendigkeit einer militärischen Ausbildung und nach Empfehlun größerer ußtouren für die Abthei- lungen der Kriegervereine, das och auf eine Majestat den Kaiser aus. Regierungs-Präfident von eydebrand und der Lasa betonte als Aufgabe der Kriegervereine dieP ege vaterländiicher GeWnung gegen- über den Umsturzgelüsten. Hauptmann der Landwehr endt dankte den fremden Vereinen. Heute Abend finden Feiern der einzelnen Kom agnien in verschiedenen Baksälen [fait-
rankfurt a. O., 6. August. Anlaßltch des Tages von Spicheren and heute Parade der ganzen Garnison statt, an welcher auch die iesigen Kriegervereinc sowie diejenigen von Berlin und Fürsten- walde tbeilnabmen. Divisions-Kommandeur General-Lieutenant Vogel von Falckenstein hielt eine Ansprache,_ in wel er er auf die rubmreichen Tbaten der Jahre 1870 und 71 hinwies; [) erauf folgte der Parademarsch. Abends finden Festlichkeiten in den Kasernen statt. Die Stadt trägt Flaggenschmu . _ _ _
Saarbrücken, 5. August. Seine Königliche? Hoheit der Groß- herzog von Baden, welcher das Protektorat über die hier stattfindende Gedenkfeier übernommen hat, ist heute Nachmitta egen 1 Ulk bier
eingetroffen. Zur Begrüßung batten fich am Wa n die die pißen