1895 / 205 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 28 Aug 1895 18:00:01 GMT) scan diff

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“kum Kommandanten S. M. Kanonenboots _ .Lorxley' ernannt. Goette als Adjutant zum Kommando der Marmesiatton-der Nordsee Xonmandiert. Glaßel von der Stellung als Adjutant bei dem Kommando der Mannestation der Nordsee entbun_de_n. _ _ Berlin, 19. August. v. Colomb, Kapitatz-Lt. «_141 511119 des See-Offizierkows, pkrsönlicber Adjutant Setnxr anigltchxn Hoheit des Prinzen Heinrich von Preußen, unter Emrangierung m «das See-Offizierkorps, mit dem 15. September 1895 von seiner jeßigen Stellung enjbunden. Müll er, Korv. _Kayitan, uiiter Stel- lung 5. 19. 8111138 des See-Offizierkorps und Einr__eib_ung m die Ad- jutantur-Offiziere der Königlichen Prinzen, z_um_ personlichen Adjutanten Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Hemrich Von Preußen ernannt.

' gedenken heute Nachmittag Schloß Wil

Yichtamtliches.

Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 28. August. Ihre Kaiserlichen und Köni lichetx Majestätcn Jelmshohe zu verlaffen

"UNd am Abend auf der Wildparkstatidn bezw. im Neuen Palais wieder cinzutrcffsn.

Der hiesige Kaiserlich und Königlich österreichisch:ungarische Bojschaftcr von Szögyény-Marich_ hat _zur Fortseßung Feines unterbrochenen Urlaubs Berlin Wieder verlassen. ,Während seiner Abwesenheit _fungiert der Botschafts-Raih Freiherr von Call als Geschäftsträger.

Der argentinische Gesandte am hiesigen Allerhöchsten de0 Herr Carlos Calvo ist von seiner Regierung mit einer zeit- weiligen Mission bcim Päpstlichen Stuhl betraut xvorden. Während seiner Abwesenheit wird dsr Erste SekretarHerr A. Guesalaga als interimistischer Geschäftsträger fungieren.

Der General der Kavallerie von Krdsi k, 3. 13 80116 des Leib - Garde : Husarcxi : Regiments und nspekteur der .:1. KavaUerie-Inspektion, ist Hierher zurückgekehrt.

Der Direktor beim Rechnungshofs des Deutschen Ncichs, “Wirkliche (Geheime Ober=Regierung§-Raih Naffauf ist von Feiner Urlaubsreise nach Potsdam zurückgekehrt.

Der bisher im Kolonialdienft beschäftigte Rxgierungs- Assessor von Salßwcdel ist der Königlichen Regierung zu Koblenz zur weiteren dienstlichen Verwendung uberwresen worden.

Bayern.

Seitens der (Hencral-Direkiion der Köziiglichcn VerkehrSanstalten wird, den „Münch. Neuest. Nachr.“ ufolge, am 2. September den in den Staatsbetrieben bc-

- chec3ftigicn Arbeitern, welche an dem FeldzUJe von 1870/71

' genommen haben, der ganze Tag und den 11 rigen Arbciiern der Tag von 4Uhr Nachwittags 05 unter Zahlung des vollen Lohnes freigegeben.

Auch der Magistrat von München nimmt bezüglich der Sedanfeier die glcichr_ Haltung ein. _ Entsprechend einem Antrag des Bürgermeisters Brunner, faßte er mit Einstimmig- keit folgenden Beschluß: Zur Feier des Scdantagcs find am 2. September die städtischen Bureaux und Kassen mit Aus- nahme von 10 bis 12 Uhr Vormittags geschlossen. Zugleich wird den sämmtlichen Arbeitern und Bediensteten in den städtischen Betrieben, soweit es obne Schädigung des Betriebs möglich ist, am 2. September Nachmittags unter Belanung ihrer Bezüge freigegeben.

Bei der Landtagß-Nachwabl fiir den Wahlkreis Weiden : Sulzbach erhielt von 111 abgegebenen Stimmen der Oekonom Pfister in Ullersricht (liberal) 65, ])1'. Heim in Wunsiedel ( Ultramontan) 45 Stimmen.

Baden.

Zn Villingen hat, der „Frankf. Zig.“ zufolge, gestern eine Versammlung von Gcwerbctrcibcnden aus den Bezirken ViUinIen, Triberg, Neustadi und Donaueschitigcn unter dem Voryiiz dcs MinisteriabRaths Braun beschlossen, eine Handelskammer zur Vertretung der Interessen des Schwarzwaldes zii gründen. Dieselbe wird 14 Mitglieder Umfaffen.

Sachsen-Vkeiningen.

Ter Gcseßeiiiwurf bctrsffs der (Zchalisvcrhältnissc der Gcistlichen ist von der Lanch-Srmode unter Hinzu- fügung dLr Bestimmungen angenommen worden, daß die (8318 Gehaltsstufe von 3500 „sé: auf 3600 «46 erhöht wird und das Gesetz bereits in diesem Jahr in Kraft treten soll.

Großbritannien und Irland.

Siatin Pascha Hai gestern England verlassen und ist Über Paris und Brüssrl nach Wien ereist; die Rückkehr nach En land erfolgt im Oktobr worauf Ylatin Pascha sich wieder (Z Egnpten zurückbcgeben will.

Frankreich.

Die am 25. d. M. vorgenommene Stichwahl eines Deputirte'n im dritten Wahlkreise von Lille endete mit dem Siege des fgrtschrittlichen Republikaners Obersten Sever, ehe: maligen Vornßenden des Prüfungßausschuffes der auf die National- vertheidiqung bezüglicben Erfindungen, von dem gele entlich der zu Gunsten Turpin's von einigen Zeitungen geZÜHrtcn Campagne viel die Rede gewesen war. * *berst Sever erzielte 5161 Stimmen, der komervative Kandidat Rogez 4213 und der Sozialist (TheSqUier-cs 3561.

Vorgestern wurde wiederum versucht, den in Havre beim Stapellcmf in (Gr enwart des Präsidenten der Republik auf_ dem Ztran stecken ebliebenen Kreuzer „Vothuau“ 11011 zu machen; aber 0 e Anstrengungen von vier Schleppdampfern Erwiesen sich als vergeblich, und man mußte nach _anderihaibstündiger Arbeit von dem frucht- wsen Versuche abstehen. Man glaubt, daß der „Pothuau“ erst mit der großen Fiuth im Laufe des September wird flott gemacht werden können.

Die AnZJelegenHeit drs Senators Magnier bezügli der Südbahn: esellschaft, deren Verweisung vor die Asisen Zefordert war, beschäftigte eftern die Anklagekammer. „3:18 auf den Grund des erithlichen Einschreitens einzugehen,

ärte die Kammer daS“ erfahren für geseßwidrig, weil das:

na

selbe vor Schluß der parlameniarischen_ Session eingeleitet

worden sei. .Wie ,W. T. B.“ vermmznt,_wil1 der Staatßanwalt

gegen diese Entscbeidung dic Nichtigkeitsbeschwerde einlegen. Italien.

Wie die „Perseveranza“ erfährt, _hgt der Arbeits-Minifter im Einvernehmen mit den iibri en M1mstern_ eme zusttmmende Antwort an die Schweiz bezuglich des_Simplon_tunne_ls festgestellt. Italien gewährt keine Subfidien, verpflichtet sick) jedoch, Zufahrtslinien zu bauen.

Spanien. Ein Bathillon dF _;mch Cuba bestimmten Truppen i' e si ge ern in (: ix ein. _ _ sch fftIn Barcelona verhaftete die Polizei, dem „W. T. B.“ zufolge, einen Russen Namens Ivan Ivanoff als Verfasser anarchistischer Schriften. Belgien.

In der Repräscntanten-Kammer_inicrpelliertc gestern der katholische Arbeiter-Deputirte für Brussel Colfs d_1e Ne- gieruna über die leHien Vorgänge im Congdst a at und wunschte zu wissen, ob die Mahdisten in das (Gebiet des_C011gdstaats eingedrungen seien, ob sie belgische__Siationen medergebran_nt und überhaupt die Waffen ergriffen hai_tcn. Er ersuchte die_Regte: rung um Auskunft darüber, ob Nachrichten von solcher) Kämpfen noch vor der Bewilligung der neuen Kredite _iti Brussel em eiroffen seien, und was der wahre Zweck der Expedition Jacques _et. Der Redner forderte ferner zur Feststellung der Wahrheit eme strenge Untersuchunq diescr Angeleaxtiheit durch eme parla- mentarische Kommiffion, welche Offizisrc, die im Congostaat

ewesc'n seien, eidlick) darüber vernehmen solle. Der Minister

Jes Auswärtigen de Burlet erwiderte, dem „W. T. B.“ zu- folge: Die JnterpeUation könne keinen Zweck haben, da Belgien nicht vor der Uebemabme_ dcs Congostaqts stehe. Dic belgische Regierung sei nicht verantwortlich für Kämpfe, welche stattgefunden haben k_önnte_n, noch für deren Erfolge; sie werde erst verantrvoriltck) sem, wenn die Angliederung des Conqdstaats an Belgien m_der Krimmcr beschlos1en sei. Wohl herrsche eine Personal-Umdn mri dem Congostaat; aber solange Belgien das Oberho_hc11§recht uber den Congostaat nicht ausübe, sei es daS Geieß von 1890, welches die Beziehungen zwischen _den beiden Stgaten regxle, Seit der Bewilligung der Kredite 1ei am Cdrigo nichts passiert und fein Unglücksfall eingetreten. Lediglich am Aruwxrm habe cs einige Unruhen gegeben, aber ohne besondere Bedru- 1ung; vielmehr werde aUch dort, wie UbLkaÜ, Ruhe geschaffxn werden. Demgegenüber warf der _Abg. L_orand dsr Regre- rung des Congdstaath vor, daß die1elbe die_ Vcrträgc_ verleßß und die Wahrheit verbeimlichc; sic treibe Velg1e_n 0111 einen Weg, dessen AuSgang garnicht zU übersehen sei. Die belgische Regierung werde fortgescßt getäuscht. Am CMY) gingen schr ernste Dinge vor, und der Congdstaat ha 8 sich durch die summarische Hinrichtung von Stdkxs En land gegenüber in eine sehr Üble Lage gebracht. Weiter e_rlärte Lorand, im Aruwimigebiet herrsche _AUsruhr; _Wcißc seic_n gc- 1ödtet worden; die Neger lshnten sich gegen die gegen sie bc- „aangencn Grausamkeiten auf. Dieser Krieg habe anscheinend 70000 Menschen das Leben gekostet. Belgien werde die Kriegskostcn an die Mahdisien und eine_En1schädigung an die Erben Stokcs' bezahlen müssen. Der Minister d e Burlci tadelte biercmfdic unpatridtifche SpracheL o_r (: 11 d “s. Diescrblicb indessen dabei, daß das T_Lfizit des Congostaats ziinchmen wsrde, und warf dcm Congditaat Sucht nach Expeditionen _vor. PÜicht der Regierung sei es, den Souverän des S_ongdftaats darauf aufmerksam zu machen, daß letzterer iiber 1eine Rolle Hindus: gehe. Colfs beharrte auf der Forderung einer pariamcniari1chcn Enquétc. Der Minister de Burlet wiederholte seine bereits gegen die JntcrpeUation vorgebrachten (Griinde und führte aus, man könne nicht eine Enquétc Über poliii che Angelegenheiten _cines fremden Staats vxrlangen. Die nnexion des Congdstaats stehe nicht zur Erorterung- Bezüglich der Angelegenheit Stdchi beobachte man in England eine flugs Reserve. Lorand babe keinen Grund zu der Behauptutig, daß der Congostaat Eroberungsziigc unter: nehme in das Gebiet, das ihm nur auf Grund eines Pacht- kdnirakts abgetreten sei. Gegkbcnen Falls worde Bel ien dcm Unabhängigen Congostaat die _ erforderlichen or- haltungcn zii machen wissen. Belgien 1owohl wie auch der Unabhängige Conqoftaat hätten die besten Beziehxmgen zu den auswärtigen MäcHten. Sodann verlas dcr Priindent die von Cdlfs beantragte TageSOrdnung, wclche cine parlamen- tarischc Enquétc Über die Vorgänge im Congostaat verlanqi. Worste erklärte eine solche Enquétc nicht für annehmbar, da der Congostaat unabhängig sei. Nach weiterer Debatte zog Cdlfs seineTageSordnung zurück. Damit war der Zwischen: fall ohne Abstimmung erledigt.

Serbien.

Nach Blättermeldungcn ist in dem Befinden des erkrankten Metropoliten Michael eine Verschlimmerung eingetreten.

Bulgarien.

Wie in Sofia crscheincndc Blättcr melden, hat die Negierrmg dcn Gemeindßrath don LowisckZa, dessen Ma1orität aus Radoslawomiften bestand, arifgelöt.

Montenegro.

In Antivari ist, wie dem „W. T. _B.“ aus Cciinie gemeldet wird, das russische Schiff „Roitow“ aus Kron: stadt mit 30000 Gewehren, 15 MiUionen Patronen, Ka- nonen, Mitrailleusen, Dynamit und anderem Krirgßmaierial als (Geschenk des Kaisers von Rußland an Montenegro ein- getroffen.

Amerika.

Bei der Insel Lobos an der peruanischen Küste wurde die britische Bark „Stuart Cäcilie Quick“ durch chilenische Krie sschiffc am Einladen von Guano ver- hindert und die annschaft in Haft genommen. Der Besehlshaber der Kriegsschiffe behauptet, daß die Insel nicht zu Peru, sondern zu Chile gehöre.

Parlamentarische Nachrichten.

Bei der gétrigenLandtagS-Ersaßwa lim 12.schles- wi :holfteinéchenWahlbezirk(Norderdit marschrrI wurde 110€ amtlicher Ermittelung der nationalliberale andidat Ka lke aus Heide mit 68 gegen 54 Stimmen gewählt, die auf den freisinnigsn Kandidaten Thomsen fielen.

Entscheidungen des Reichsgerichts,

Als Feilbieten Von ._Waaren_ im Umbxrzieben iMSinns der Reichs-Gewerbeordnung tft, nach einem Urtbetl des Reichsgerichts 11. Strafsenats, vom 15. Februar 1895, auch das von der Orts: polizeibebördezugela ene Avießen von Waaren 1m_Wege des Glücks. spiels oder der _ usipielung im _Umber ichen zu erachten Gleichwie das Fetlbtetcn tm Umberzieben ist an diese Art der Aus; spielung an Sonn- und Festtagerx v_erboten. Au_snabmen vo" diesem Verbot dürfen nur von den zustandigen Landratbeu (nicht von den Amtsvorstehern) zugelassen werden. (4859/94.)

- Die Strafbestimmung des_§1468. der Reicbs-Gewerbeordnung gegen die Zuwiderhandlung gegen die Ayordnungen _fur die S_on nta g. und Feiertagßrube findet, nach einem Urtbetl des Retchsgerchxg 11. Strafsenats, vom _15. Februar 1895, auch bei fahrlässigen; Zuwiderhandeln des Thäters Anwendizng. „.Die Strcäfbesitmmung des § 1469. ist polizeilicher Natur und Wurde 15an IM , die Sonntags. ruhe im Handengewerbe wirksam zu fiebern, verfehlen, wenn dig Strafandrohunß nur gegen dorsäizlicheZu_w_tderbandlungen gerichtex wäre. Deshal muß, wie bei anderen polizeilichen Strafnormen, au hinsichtlich des § 1463. Gewerbeordriung angenommex xverden, daß jede Verschuldung des Thäters, mitbrn aucb Fabrla1s igkeit, M Erfüllung des subjektiven Tbatbestandes genugt." (4859/94.)

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Entscheidungen des Ober-Verwaltungsgerichts.

Nach den Vorschriften des Gesetzes vom 25. Juli 1892, betr. das Diensteinkommen der Lehrer an den _nichtftaatlichex, Höbercn Schulen, haben die Gemeinden_für die n1cht_ voll bx, schäftigten Zeichenlehrer (wclche weniger als 14 Zendenstundß und 10 Stunden anderen Unterrichts in der W0che ertbeilen) und di? übri cn technischen Elementar: und Vorschullehrcx inner 015 der für die entsprechsnde Kategorie von Lehrern tm Normal. Etat bestimmten Grenzen_ die .Bcsoldung“ dergestalt festzustellen, kak; dieselbe hinter derjenigen der Volksschullehrer in dem bc“- treffenden Orte nicbt zurückbleiben darf und daß ibne_n außer- dem eine nicht pensionsfäbige Zulage Von 150 «M ewahrt wird, In Bezug aus diese Bestimmung hat das Ober- erwaltungs- gericht, ]. Senat, durcb Urtbeil Vom 8. Fcbruar 1895 ausgesprochkn, daß für einen diessr Lebrer_innerbalb_ der Grenzrn des Normal-Ctats (1400-2800 514) eine Beioldung gcwrdert werd€n_kann_, welche dem mit jenem annäbcrnd in gleicher La e b?find_lichen Volks. schullebrsr bewilligt ist; smd solche Volksßchullebrer uberhaupt nicbt Vorhanden, dann muß es der Stadtgxmeinde überlassen bleiben, dig Besoldung des Elenii'niar- imd VklkSicbullebrers zwar innerbalb der Grenzen des Normal-Ctats (1400-2800 .46), _im übrigen abe'r nach ihrem freien Ermeffen zu bestimmen. Ein nicht 13011 bescbäs. tigter Zeichenlehrer kann dabcr nur ems Besoldung innerhalb kkr Grenzen des Normal-Ctats (1400-2800 ..ck) fordern, nicbt aber die den Vollbeschäftigtcn Volksschullebrern durch Dienstalterszulach gswäbrts Steigerung des Gébalts verlangen. (1. 178.)

Statistik und Volkswirthschaft.

Einnaan, AuSgabe und Usberscbuß in Klein- und

Großbetrieben des Münchener Bäckergewerbes.

Bei der großen Wichtigkeit, wel e die Kenntniß der Eristrnz- bedingungkn dkr bandwerkSmäßigen 5 etriebe gegenüber den rubrik- mäßigen in der Gegenwart bar, sind Bemühungen, parteilos dicsrs Verhältniß zahlenmäßig darzulegen, beyonders dankbar anzuerkennen. Dieser Mübs bat fick) Dr. Philipp Arnold bezüglich dLÖ Münchenrr Bäckergewerbe's untrrzogen nnd die Ergebnisse in den .Münchrnxx Volkßwiribichaftlichen Studien“ (Stück 1711) veröffentlicht. Daß iki der Schwirrigkeit, gMaUL Zahlen namsntlich Von den 0an rccikx Bachfübrung wirtbsckyaftenden Handwerkern zu erlangen, _die WM“. nungen nicht in allen Einzelheiten auf den Pfennig emwandk-Zäi skinkönnen,1iegt ebrnso auf der Hand, wie das; die zablenmayx“, nicbt auSzudrücksnden persönlicher) Cigcnscbaften des Betriebsinhaber;- da§ G€schäft§erg€bniß im Einzelfaile erheblich beeinflussen. Das fan,". aber drn belebrsnden Wsrtb der nachstxbendsn Uebersicht dcr r.“.i Dr. Arnold festgrstelitkn Zahlen nicht Weientlicb beeinträchiigen.

Bäcke- xBäckc- Bäcke-Ö, BW?“ * BM“ - - - - - - [ fabrik ! fabrik rei mrt,rei mitrei mri; mit , im ]GL' 2 GK“ * 4 GS“ !4 Nr:? Gro: bilan [hilfen hilfen )bciiernZ Hr.“-

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Essind berkchnet: ; , _ an Anlag€kadital ..... Z' 4000? - ] “__ an Baukapital ...... * - 1,20 000 50 0 für Maschinen und Ein- ' I _ _„ richtung ........ 7 _ 200003001)

Die wöchc'ntlicben Yus- 1 Z gabensindberechnetsür2 ] ; Zinscn des Anlagkkapitals 5 _(50/0) 11111. . . . . ' ' Zinsen und Amortisation des Baukapitals (100/0) mit . Maschinen- und Einrichtungd- Konto (100/(;) mit . . . Abnußung und Reparaturen mit ......... Ladkxit- und Werkstattmietbe mi ......... Rohstoffe: Weizenmeblmit . Roggenmeblmit . Zuthaten mit . . Jsuerung und Bélcuchtmig mit . . . . . . . . Arbritslöbne inklusive Wok)- nung und Kosi mit . . . Arbeitslöbne irchluside_Wob- nung, obne Kost mit . . Arbeitdlöbne obne Wohnung, ohne Kost mit ..... Gebgtlt der Verkäuferinnen

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Gehalt der Komtoristen mit Miethe für Filialläden mit Wagen, Pferde, Kutscher mit Steuern und Umlagen mit . den Mshl- 2c. Handel mit .

Zusammen . .

Dic wöchentlichen Ein- nahmen sind berechnet aus dem Verkauf: von Weißbrot mit _. . . . 225 * von,Schwarzbrot_m1t . . . 56 350 von Kausbrot mit . . . . - 350 von3 og enbrot mit . . . - -- aus dem ndel mit Mehl Ic. T 400 mit 143 220 500 :__1_., Zu ammen. . 424 648 1488 227513219? Ue erschuf; . 61 100 181 282; 1" Es ist zu vorstsbendkn Zahlen noch zu bemerken: _ _ Bäckereien _mit 1 Gehil__fen finden sich in_ SWS,“ A"“??? namentlich in den außerkn Stadil eilen. Bei der Mieth? ck M "

' immer bestehende Wohnung nicht mitgerechnet. Das Mehl :::-ier"; Zn Klein er), regelmäßig auf Kredit, gekauft. Ein Viertel der Erzeugni x wird im eigenen Laden, drei Viertel werden an Wiederver aufer mit 200/0 Rabatt verkauft.

Bäckerei mit 2 Gehilfen: Es wird mit einer Teigtbeil- maschine gearbeitet. Zwei Drittel der Erzeugnisse geben an Wieder- verkäufer, ein Drittel wird im Laden verkauft oder den Kunden zugeschickt. Mebleinkauf wie oben. _

Bäckerei mit 4 Gehilfen: Der Meister ist Hausbesitzer. Cr kauft in größeren Posten ein, deshalb _u_m 1 «M für den Doppel- Zentner billiger. Die Gehilfen müssen sur das_Abendeffen __selbst sorgkn. Die Erzeugnisse werden zur Häler an Wrederverkaufer abgeseßt, der Rest in dem mit der Bäckerei verbundenen Ladengeschäft und zwei Filialladen verkauft. _ _ _ _

Brotfabrik mit 4 Arbeitern: _Sie arbeitet mit einer Knetmascbine und Fichten'fcben Oefxn mrt Kohlenfeuerung. Als Motor dient Wasserkraft, in Reserde kaaLmotor zu 3 Pferdekräften. Der Verkauf erfolgt direkt an die 5Z_)_ru)ati'undi-n mittels dreier Ge- spanne zu 2 Pferden. Ein Ladengescbast besteht nicht, desbalb auch kein Mehl- 2c. Handel. _ _

Brotfabrik im (Zroßen_: Beschafttgt find 58 Personen, davon 12 in der Bockerer ielbft. Es arbeiten 2 Dampf- maschinen, 3 Knetapyarate, 4 WafferbeizungS-Zfsn mit elektrischer Beleuchtun. Fair _sammtlicbe (Frzeygniffs werden in zwei eigenen Ladengeschäéten (Filialen) verkauft, in denen auch Mehl- :c. Handel getrisben Wird.

Verband der deutschen Erwerbß- und Wirtbschafts- genossenfcbasten.

In Augsburg findet in diesen Tagen der 36. Genoffenfcbaststag FW 011 emeinen Verbandes der auf Selbsthilfe beruhenden deutschen Erwer s- und Wirtbschafis enoffenscbaften statt. Nach dem Jahres- bericht hat sich die Za,l diefer Genossenschaffen von 9934 am 31. Mai 1894 auf 11141 erhöht. Es brsteben im Déutscben Reich 6417 Kreditgenoffensckoasten (5489 im Vor- jabré), 3188 Robstoff-, Magazin-, Produktiv- und Werkgenoffen- schaften, 1412 Konsumvereine _ und 124 BaugenoFJenschaften, Dix Zahl der Kreditgénoffensckyaiten sch1i€ßt auch die ogenannten Naiffkisen'schen Darlebnskaffen, welcbe besonders der Befriedigung des Kreditbedürfniffes der Landwirtbr dienen. in fich; dsr Bestand dikscr Grnossenscbaftkn beträgt rund 3800, die Zabl der (Ge- noffcnscbaften nach dem Svstsrw don Scionlze - Deliyscb rund "2700. Drci deutsche Gencffenjchaftkn haben im Auslande ibren Siy. - In der gestrrn Mittag abßehaitknrn Generalversamm- lung der Hiifskasscn der deutschen Erwrrbs- und Wirtbschaftsg€noffem schaften Wurde, wie „W. T. B.“ meidet, das Statut für eine Pen- fiVUÖkaffL beschloffsn, welche in Kraft triti, wcnn ein Reservefonds von Einer MiÜion Mark angesammelt ist. In drr Vordersammkung zam 36. Geiiosferxfchaftstage wurdc Prosbst-Mannbeim zum Erstsn Yorsnzxndsn gewahlt.

_ Zur Arbeiterbewegung.

Aus Halle 0. S. wird der „Mgdb. Ztg.“ geschriebcn, daß der Adsstand der dortigen Maurer (Vgl. Nr. 174 d. B1.) 56411st ist. Auf ciner Reihe von Bauten smd allerdings böbere Löhne bxwiÜigt worden, auf einigen Bauten sogar die Fordérung von 40 „s für die Stunde. Die Mehrzahl dsr Mcisirr ist aber von dem einmal bs- iriliigten Saize nicbt abgegangen, da fie wegkn der abgejchloffenen Baudsrträ obne große Opfer nicht einen höbersn Lohn bkwillige'n konnten. 11 einer MaurervrrsammlunH am Sonntag wurde erklärt, daß dsr Ausstand für dieies Jahr eine udsicht anfErsolg nichr habe. Im nächsten Frübjabr toll der Ausstand wiedkr aufgenommen Werden,

wrnn di? Meister die geforderte Lohnerhöhung auch dann nicht brwiüigen.

In Leipzig fand am Montag eine Vérsammlung der aus- ständigkn Maler: und Lackisrergebilfcn stait. (Vgl. Nr. 204 _d. Bi.) Es wurdk bekannt ge Eben, daß bis Montag Mittag 300 Aus- 7tändige bei dem Comité eingeécknikben worden seien, daß sich aber eine größrre Anzahl der Gehilfen, dir die Arbeit eingéstelit, noch nich 9601611781 hätte. 20 Meister - die Zahl der 561 diesen be- kchafttgten Gehilfen Wurde nicht gsxiannt - soÜcn die Forderungen bz-wiUi-gt und dies durch ihre Unterschrift brsiätigt haben. Die Be- dingiing, die Bewiüigung des Tarifs 1106!) schriftlich zu auszusprécbc'n, soil, wie die „25,4. Ztg.“ aus der Versammlung berichtrt, Vielk Visistcr rIranlassen, sicb ablkbnrnd zu verhalten.

Jn Fürth ist dsr Ausstand der Wrbkr in derBaumivdll-

wcbcrei von D. Reqknsburgcr beendet, da nach rinsr Mittheilung des „Vorwärts' den Arbciiern ibr€ Forderungen bewiiligt wurden. (Vgl. Nr. 197 d. Bl.). _ _ Hier in Berlin wurde am Montag in Liner Versamnilung der 1111101111111 ch€r bkschlossen, drn ailgcmeinkn Aasstand aufzuheben; ikdoch, wir die Blätter berichi€n, mit der Maßgabe, daß die Unm- [tüxungen an die ,Auögxspcrrten“ weiter gezahlt wcrdi'n und die Aus- 1tandsk0mmisfi0n bis auf weiteres bcstebrn bleibt. Einige? Anträge aiif Sperrung einzelner Werkstsiien wurdkn Von der Versammlung abgclkbnt.

Jn §Mailcxnd findCt, wie dsr .Frkf. Ztg.“ _gkmeldét wird, Vom 29.1115 31. August ein internationalcr Ci1enbabnarbciisr- K dngreß statt. Tbeilnebmer sind 4411416711le41 aus Jtalrcn, England, Frankreich, Spanien, drr Schwsiz und Oesterreich.

Kunst und Wiffenstlxaft.

Große Berliner Kunstausstellung. 711.3)

P o l c 11.

11.1(.- Dcr jüngste Geschichtsschreiber der modernen Malerei Richard Mather hat den Polen in seinem Werk keinxn iZleständigenPlaZ eingeräumt; selbst einen Künstler, wieH0inr1ck) “Tiemiradzki, der in der Entwicklung des modsrnen KoloriSmds zweifellos eine bedeUtsams Rolle gespielt hat, sucht mern M Muther's Darstellung vergebens. Dic neuestePUase der pointschen Knnstentwickelung, wie 0 auf der Lemberger Laxzchausnellung des vorigen Jahres in die Erscheinun, trat, laßt cs gerecht: fertigt erscheinen, daß die dieS1ähri e erlmer Ausstellung die Wrrkc polnischer Künstler als geézchloffene Gruppe vorfahrt. Nicht, daß die Polen in ihrer Malerei inhaltlich oder techmsch scharf hervortretendc nationale Besonderheiten zur Schau irrigen: chke un emöhnliche Anpassungsfähigkcitistes vielmehr, dreihnen HUM Erkiolge verhilft. Die meisten polnischsn Künstlerstudicrrn M) Auslande, dic Uebcrliefcrung dcr Krakauer Akademie ist Mit dem Tode Matejko's voUends ab ebrochen; aber dds Geschick, sich die Errungenschaften remder Kunst_wxise 331 Ligen zu machen, ist im Wachsen. Charakteristisch "1 „Ls- daß insbesondere Malerinnen den Namen der P0_lni§chen Kunst neuerdin s zu Ehren gebracht hczben. Dic_]ung verstorbene Anna ilinska fand fur ihre genialen Schopfungen mit Recht internationale BswnndcrungZ 0uch

lga _ von__-Bozn5nska, die von ihrem gegrnwartigen Wohnftß Munchen aus drei Porträts ur Bcrlmer_ Aris: ULUU'ÉJ gesandt hat, darf zu den Ührcndcn Bildnis;- malerinncn unserer Tage gezählt werden. Die an Whistler gxmahnrnde Feinfühligkeit des maleriéchen Vortrags Überrascht ZZ.?!" minder qls pas scharfe Chara terisierungsvcrmogen der

Unstlerm. Ste_blickt ihren ModeUen tief in die Seele und Versteht 89, in Wer Linie des Antli es, in Verve un und Haltung der Gestalt das vibrierende eelenleben feßzu alten.

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') S. Nrn. 104, 111, 117, 122, 145 und 160 d. Bl.

Am bedeutendsten tritt diese Befähigung in dem Damenbildniß (186) hervor, wenngleich ein Fegenwärtig in der Münchner Sezession aUSgesteUtes auenbi dniß ihrer und dem hiesigen n0ch an Feinheit und S ä e der Charakterschilderung überle en sein dürfte. Aber in all i ren Porträts kommt die geistige e- deutung der Dargestellten 11 einem den Beschauer beim ersten Anblick fesselnden Ausdruck? ohne daß man das Gefühl einer absichtlichen Steigerung der Mittel erhält. Jos ef Mek) offer, der in keckcr impressionistischer Farbenftellung zu skizzieren versteht, wie seine beiden kleinen Studien (2344 und 2345) beweisen, verleiht troß der etwas brutalen Behandlung seinem Atelier : Interieur eine packende Stimmung; der kalte Oberlichtraum mit dem fri'zstelnd nebrn dem Ofen hockenden Maler geben eine zwar pessimistische, aber wghr empfundene Schilderung aus „Künstiers Erdcnwalien“. Nicht minder echt in der Empfindung istHirSzenberng „Sabbqib: ruhe einer polnisch-jüdischen Familie“ (739), ein- Bild, das m_cht nur als charakteristischeVolkssckiilderung, sondern auch diirch seine technischen Qualitäten den Beschauer sesselt. _ Lebendige Wir- kun erzielen troéihrer etwas [alien und routinierten Malweise au die Bildnisc von Po walski, Myrton-Michalski und A. von Augustynowicz durch die 1cha_rf aingeprägte physiognomifche Charakteristik, die stets indioiducll zugespißt ist; ein Vorzug, der auch Makarewicz's Studiencyclus von Kirchensänqern aus Ostgali ien (1106-1111) nachzurühmen ift. Auffäliend leer und aus ruckslds ist im (Hegensaß dazu die Madonna in blühender Frühlingslandschafi von Constantin Mankows ki, der nicht verstanden hat, Gestalten und Landschaft init warmer Empfindung zu beleben. Bei idealen Stoffen läßt die polnischen Maler, wie es scheint, oft die Begabung im Stich: die siißlich:sentimentalen Gouachen von Peter Stachiewicz, die Volksfagen von der Mutter Gottes zum Gegenstand haben, die Heilige Familie von Suck) odolski, der Todesengel PrUSz: kowski's (1383), dem jede ernste Größe fehlt, geben die Belege für _diesen Mangel, während Chclmonski's Mond: nacht wenigstens landschaftliche Stimmung besißt. Von anderen poinischcn Landschaftsmalcrn ist besonders reich der in Berlin amäsfigc Julian Falat vertreten, der als Meister der Schncclemdscbaft dicranal in H. von Weyßenboff aller: dings einen gefährlichen Rivalen hat. Sehr pikant wirken Falat's Aquarelle, unter denen besonders eine rapide Momentstudie cines Charakterkopfs (460), die Fächermalerci zur Erinnerung an die Lembergcr Ausstellung mit ihren brillanten Farbcncffekfen (469) und ein Blick auf den Mont: martre=Kirckhdf (459) hervorgehoben zu werden verdienen. Die Liitauischc Wiese? im Winter von Weyßcnhoff (1886) mit ihrer plastischen Schärfe und Klarheit der Schnee- massen, ihrer Reinheii der Luft wirkt indes; nicht nur iiberzeugender als Falat's Bärcnjagd, sondern Überragt trois ihres geringrn Umfangs an künstlerischem Werth auch bei weitem Wywidrski's anspruchswollc Littauifchc Schneclandschafi (1909). Die _schwermiithigc Stimmung ddr polnischen Volkslieder spicgelt sich in der Mondscheinnackit von Sophie Stankiewicz, Kowalskks Wcidcbild und Chclmonski's Waldsee, 05110 daß es einem dieser Maier gelungen wärs, die Erinnerung an Joseph Brandt? Mcisterscböpfungen dieser Art zu verdrängen.

- Die Preis-Jury dcr Internationalkii Kunstausstrl- lung in Vencdig ist, wie „W. T. B."__m81det, aus folgenden fünf Mitgliedern gsbiidetworden: JuliuHLanac-Kopenbagen, Richard Mujbcr- München, WiÜiam Micha€1 Rthii-London, Robsrt Dslafirsranne- Paris, Adolfo Vénturi-Rom. Dix: Jury wird auf drn 3. Scptembkr einberufsn werdkn, um 1101111 Prrisc im Gesammtbeirage von 42 000 Fr. zur Veribeiiung zu bringen.

Literatur.

Patriotiscbcs.

_ Von litkrariscbsn Erscheinungen, welche auf die fünfundzwanzigsic Wiederkehr der rubnircichkn Ereignisse 13011 1870 Bezug babrn, liegen uns wieder eine Anzabl dor. Wir erwähnen zucrst ais bkacbtcns- wertbesie die Jubiläums-Ausgabe des bekannten Buchs von Gustav Höcker, „1870 und 1871, zwei Jabra deutschen Helden- tburns“. Dirscs i_m Verlag pon Carl Flemming in Glogau erschienene Werk, das schon vier Aurlageii erlebt hat, gikbi in anschan- licher DarsteUung den ganzen Verlauf der Kridgsereignisse wieder, wobcr die Urbersichtlichk€it der Gliederung seines Inhalts besonders bewor- gehoben zu werden Verdient. Zum Wort gkssilt sich auch das Bild: nicht wenigrr als 152Jliustrati0nen bewährter Künstler, wie W. Campbausen, C._-O0rn, Richard_Knötel, Tk). N0_choll, Chr. Spéyer, A. von Wcrncr, Erlautern und erganzen den gut ekcbrikbenen Text; 4 Karie'n dienrn frrnxr zur Orientierung. - WäJrcnd das eben besprochsnc Buch eine Gejqnzmtdarstkllung des Feldzuges zu gkben bestimmt ist, hat sin im MilitarVexrla von Max Babenzien in Rathenow Crscbeinkndes Sammexweér , von dem_ uns die erste Licfkrung vorlie t, den Zweck, Erlebniwx Einzelner zu schildern. „Deutschlands FTUÖMLÖTÜJL 1870/711n Schilderuxigen don Mitstreitern“ lautetderTitrl, unterdem diese FolFZegschemt. Das ersteHeft bkginnt mit den Erinnerungen vvn__Karl Gbit ils, der die von ihm Erlebten heiteren und Ernstsn Ediioderr zu_ emzelnen Genrebiidckxn zusainmcnsicüte. Das Lanze Wcrk wird in 35 bis 40, drei Bogen umfassenden, 14iä0igen Tiefe- rungen Zi 40 H abgesckyloffen sem. -_ Einen etwas weiteren Zeitabschnitt behandelt der Grneral dsr Infanterie 3. D. v on Kretschman in seinem Buch ._Unser Heer in de_n Kriegen 1864, 1866 und 1870/71“; doch 713111 dsr Verfasser darm keine zusammenhängende Geschichte der Feldziiga gkbkn, die Deutsxhlands Macht bkgründeten, sondern untsr Benytzung der etgc'nen Erlebnisse eine Darstcliung der wesxntlichstkn Ereignisse der dr€i enannten Kriege in einer Rerbe von Aufsaxzen, die im Ja rgang 1894/95 des „De_utichcn Soldatcnbortkz' erschie_nen smd. Durch seinen biÜigen PMI ist das Buch jedermann zuganglich und eignet sich ebenso für dsn S_oldaten _wie für den Bürger. Der Verlag Von Karl Sicgis- mund in Berlin hat dcm Buch eine demantsprecbcnd rinfach0, aber durchaus würdige Ausstattung Verlieben und in den Text eine größere Anzahl von Porträts und Karten ein efügt. Der Preis beträgt brosch. 1,20 «14, kb. 1,60 576 - ' erschiedcne Gaben in ge- bundener Sprache irtet der als vaterländifcber Dichter und Histo- rikrr gleich bekannte Ernst don Dest0uches unter dem Titel „Vaterlandsklänge aus großer _ eit.“ Das vornehm aus- estattete Heft ist im Verlag des Literarii en Instituts von 1)1'. Max Luftlkr in Münchkn erschienßn. (_64 Seiten gr. 8“; Pr. 2 34)

er Verfasser hat darin 25 semcr tiefempfundencn, von vaterländischr Begeisterung zeugenden Dichtungkn bereini-Zt, in welchen sich nicht nur die Geschichte der großen _Zeit yon 1870/71, sondern an jene des Bayernlandes poetisch Widerspiegelt. Professor August “pieß, der rübmlicb bekannte Schöpfer eines_Tbeils der Gemälde in den ayeri- schen Königsschlössern, namexitlick) _m Neuschwanstein, hat das Buch mit einem schönen Titelblatt geziert: einer voxi Fittigen schwebend getragenen Frauengestait, welche in der Rechten eme Leier, in der Linken boch erhoben über die von 2111le Gloriole um ebene Kaiserkrone einen Lorbeerkranz hält. - Als des_leßten in der eihe sei hier noch einss Vaterländische'n Festspiels Erwabnung gethan: ,Köxiigin Luise“ von Mathilde von Gellborn, 905. von Kleist, das für die * wecke des Vaterländischen Frauenveretns geschrieben ist. Es umfaßt Zehen dramatische Bilder aus_ dxm Lebkn der undergeßlichen Königin in fließender VerSfprache. Erkchtcnen ist da? Festspiel im Verlag von Albin Schirmer zu Naumburg 0. S. (Preis 1 .“)

* Bauten.

“Aus dem Re ierungsbezirk Liegniß wird eschrieben: Infolge des für Landes ulturarbeiten äußerst günsigen Wetters haben in den leßten Monaten die Arbeiten zur Regulierung des Schwarz- waffers im Kreise Glogau fertig ßesieUt und die Bauten zur Regu- lierung und Eindeichung der Ka bach im Kreise Liegniß und in dem anstoßenden Theile des Kreises Go dberg sowie die RegulierunaSarbetten an der Wütbenden Reise, an der Schnellen Reise und am Striegauc'r Wasser im Kreise Bolkenbain sebr wesentlich gefördert werden können. Im Stadium der Vorarbeiten besindrt sicb L_in Projekt, welches die Entwässerung eines circa 6000 Morgen _großen Gebiets dcr Kreije Löwenberg und Lauban mittels Drainage in Aussicht nimmt.

Land- und Forstwirthsthaft.

Würzburg,27.Au?_ust. Die 23. Versammlung deutscher Forstmanner wurde cute Vormittag hier in Anwesenheit Von 416 Tbeiinebmern eröffnet. Zum Ersten Präsidenten wurde der Direktor der Forstakadsmre Ebrrswalde, Ober-Forstmeister ])r. Danckelmann, zum Zweiten Präsidenten Forstmeister Carl-Mey gewählt. Ministerial- Ratb_Ritter von Gaygboser begrüßte: die Versammlung namens der bayerischen StaatSre i_erun , Bürgermeister 1)r. Steidle naMLns der Stadt. Nach _gLs aftlicßen Mitibeilnngen referierte Forstschul- Direktor Fürst-Aychaffenburg Übkk die Grundsätze der Eichennachzucbt im .Hochwaldc. Das Korreferat batti' orstmeister 1)r. KieniiZ-Cborin übernommrn. _ An diese Reicrate schlo sicb sink längere Diskussion, Nachmittags sand Ein Besuch der Nrfidénz stati.

Gesundheitswesen, Thierkranfheiten und Absperrungs- Maßregeln.

ngdtcn.

_ Zufolge Beschlusses ddr rrrmanentcn Kommission des imer- naiionaicn Gesundbeitßratbs in Alrrandrien Vom 17. d. M. smd Prodenienzen des Golfs Von Adalia - d. i. bon Kap Caledonia bis Kap Anamour - erst dann_ zum sreirn Verkehr in Egyptrn zuzulaffen, wenn fünf v_01]e_Tage seit Vkrlaffsn des Abgangdbasens derßossen find Und dir arztlich-Z Besichtigung ein günstiges Ergebnis; gehabt bat.

Handcl und Getverbe.

Täglich Wagongesiellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Obrrscblcsien.

_ An dér Ruhr sind am 27. d. M. grsiellt 11257, nicht recht- ze'ttig gcsteüt keine deen.

_ _Jn Oberschlesien sind am 261.213. grstallt 5518, nicht rkchi- zeitig gestellt kLML Wagen.

_- «10m_Saaxcnmarkt in Wicki; murde_ am Montag übrr rubigrs Gxscbaft zu 1ich etwas abschwächenden Preiien berichtet. Vom gssirigxn “Ta e liégen folgcndc Méldun 6n_ dss „W. T B." dor: Effkktivvekké r lustlos, still. TcrmingeZZZchäft _anfangs flau, später etwas crbolf. Mittags notierten: Weizen pr. «x)e'rbst 6,64, pr. Früh- jahr 7,09. Roggen pr.Hcrbst 5,84, Frühjahr 6,25.__Hafer dr. Herbst 5,97, pr. Friihjahr 6,25. Mais pr. Mai-Juni 4,79 050, 4,80 Br., pr. SeptembCr-Okwbcr 5,51. - Nachmitta s fait ksin (Effektiv- vrrkkbr; die Tendenz war ebsr matt. 11 Terminen fand ein mäßiger Umsaxz statt, jedoch bei mäßig__ angezogen_en Kursen; später [Lb (Lites Maisgescbaft bci strigendcn Kursen. Herbstweizen 6,64 5 6,65 GD„ Frühjahrsrvrizen 7,11 5 7,12 (Hd., Yrübjabrßkorn 6,26,

Hrrbstkorn 5,84, Nkumais 4,88 nach 4,84, Horbibafer 5,98, Früh- jabrSinrr 6,27. - 5 Uhr 40 VLinutsn Nachmittags. Am Termin- markt blicbcn Neumais und Roqaéxn zu höheren PkkisM bc- gc'brt. Herbstweizen 6,66 5. 6,67, Frübjabrßwsizen 7,11 94 7,10, Hkrbstkorn 589 5 5,90, Frühjahrskorn 6,28 5 6,29, Herbst- bafer 5,98 5 5,99, Frühjahrsbafcr 6,26 *.*1 6,27, Mai-Juni-Mais 4,85 21 4,86, August-Srptcmbcr-Raps 9,95 bis 10,05. - Der offizielle Säairnmarxtbkricbt lautet: Weizen; Umsaß 80 000 Meter-Ztr. fÜr österreichische Mühlen. Keinc Exportverkäufe; Sonnabendprcise nach Vorübcrgsbéndixr Abschwächung bcbauptrt. Roggen: Mäßiger Umsaß, Pk9118_ 5 Hr. Höbcr._ Gerstc: UmsatZ 80000 Meter-Ztr. Böhmtscbc', the_tlwmse? auch mabrischc und nirderösterreickyisckpe für Export bedorzugt. Feinstx Sorten höher, Mittrlgattimgrn bebauvtrt, mindere Sorten sdlbsx bk! nachgcbendcn Prsiscn schwer dcrkäuflick). Mkais: Preise umdrrandkrt, Umsatz gering. Hafrr: Preise underändkrt, Mablproduktc gayz _pcrnachlc'iiügt. Dcr Terminbandel cröffxiete auf _Griiiid der ErnteickUßnngcn fest, Preise Vorübérgehend abgeichwächt, ichlicßltch höher als am Sonnabend. Wie die „Presse" meldet, bc- scbloß die internationach Saaicnstands-Kommisfion, daß die Bestim- muxia Übrr die Abhaltung dss m_äcbftjäbrigen Saatenmarkts dkm

rasidium, welches sich mit der Kommission ins Einvernkbmcn zu eizenbat, dorbebaltsn bleibe. .

Königsberg, 27. August (W. T. B.) Gctreidcmarki. Weizcn WL1ch€nd. Roggen weichcnd, do. pr. 2000 fd. Zollgeint 107. Gerste ruhig. Hafer träge, do. ldko pr. 2000 fd. oUgewi t 114. Weiße Erbsen pr. 2000 Pfd. Zollgkwicht 105,50. Spiritus pr. 100 Liter 100 0/0 [dir) 37 Gd, do. pr. Juli 373 Br., do. rr. Séptembczr 37 Br.

Danzig, 27. August. (W. T. B.) Gctreidemarkt. Wcizcn loko niedriger, Umsaß 150 i, do. inländ. hochbuni 11. weiß 136, 00. inländ. heÜbunt 128, do. Tranfit bochbunt und weiß 103, do. bellbunt 98,00, do. Tcrmin zu freiem Vsrkebr pr. Sept.-O11. 133,50, do. Transit pr. Scpt.-Okt. 100, chulierungspri'is zu freiem Verkehr 134. No en lokc) matter, do. inländiscbcr 106, do. russischer und polni? er zum Transit 71, do. Termin pr. Sept. -_Okt. 107,50,_ do. Termin Transit pr. Sept. -Okt. 73,50, do. Regulierungsyrms zum frrien Verkebr 106. (Gerste, große (660-700 Gramm) 115. G_€rste, kleine (625-660 Gramm) 95. Fasst, inländischer 115. Erbicn, inländische 115,00. Spiritus oki) kontingentiert 57,00, nicbt kontingcnticrt 37,00.

Magdeburg, 27. August. (W. T. B.) Zuckerbcricht. Kornzucker, exkl., Von 92 0/0 -, neue -,-. Kornzuckcr Exkl., 88 670 Rendement -,- , neue 9,50-9,65. Nachrodukte exkl., 75 0/9 Rendement 6,75-7,35. Ruhig. Brotraffinadc [ -,-. Brot- raffinade 11_-,-. (Gem. Raffinade mit Faß 22,75-23,00. Gem. Melis 1 11111 Faß 22,00-22,25. Ruhig. Nobzucker 1. Produkt Tranfito s, a, B. Hamburg pr. August 9,35 (Hd., 9,40 Br., pr. Septembrr 9,35 bez., 9,37.) Br., pr. Oktober- Dezember 9,723 bez. und Br., pr. Januar-März 10,00 GD„ 10,02* Br. Ruhiger.

Leipzig, 27. August. (W. T. B.) Kammzug-Tcrmin- bande]. La Plata. Grundmustsr 13. pr. Septembcr 3,35 «, rr. Oktober 3,373 „16, pr. Nov-zmber 3,40 „jk, pr. Dezember 3,40 „ji, pr. Januar 3,422“ .“, vr. Februar 3,45 „44, Pr. März 3,45 „44, pr. April 3,47-Z «44, vr. Mai 3,473 «M, Or. Juni 3,50 «jk, pr. Juli 3,50 514, pr. August -- «44 Umsaß 105 000 kg. Fest.

Bremen, 27. August. (W. T. BZ Börien -Schlu?bericht. Raffiniertes §Y_etrdl cum. (Offizilüc iotierung der Bremer Petroleun1-_Bör)e.) Fsst. Loko 6,20 Br. Baumwolle. Ruhiger. Upland mtddl. loko 39 «5. Schmalz. Ruhig. Wilcox 33 41, Armour shield 323 „& , Cudabv 34 , Fairbanks 28 49. Wolle. Umsatz 383 Ballen. Speck. Ru ig. Short clear middling loko 304). Taback. Umsatz 16 Faß Kentucky.

Hamburg, 27. Au ust. (W. T. B.) Kaffee. (Nachmitta s- bericht.) Good aberage antos pr. SeZÉcmber 74T, pr. Dezem er 74, dr. März 72?, pr. Mai 72z. ubix. - Zuckermarkt. (Schlußbericht._) Rüben-Robzucker 1. Produt Basis 88% Rende- ment neue 11 ance, frei an Bord Hamburg pr. AUFTst 9,35, pr. Oktober 9,574, per Dezember 9,771), pr. März 10,07Z). UFZ.

London, 27.August. (W. T. B.) An drr Kütc 16 5 eisen- ladungen angeboten.

960/0 Iavazuckcr11§rubig, Nüben-Robzucker loko flau. - Cbile-Kupfer 475/16, pr. 3 Monat 4711/15.

Manchester, 27. August. (W. T. B.) 12r Water Taylor HY. 30r Water Taylor 61“, 20r Water Leigh 52, 30r Water Clayton 6 ,

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