Der Bundesrat hat in seiner heutigen Si ung be lo en
, vom 19. Zuni 1914 ab der Vergütun sßsaß füsxhvcsysllx
ändig verg llten Branntwein ( 1 JLbs. Z unterb, 1,3
:! Branntwünfteuerbefreiun Sordnung von 0,28 „16 auf
0,V5 „46 und der für unvol ständig vergällten Brannt-
wem (§ 1 Ab . 3 “unter b, 2,3 der Branntweinsteuer-
gsordnung von 0,14 „46 auf 0,13 «FH für daS Liter
ohol herabgeseßt Wird, die übrigen VergütungSsäYe aber unverändert bestehen bleiben. .
Berlin, den 18. Juni 1914. “
Der Reichskanzler. Im Auftrage: Meuschel.
Bekanntmachung.
Na dem ufolge amtlicher Mitteilun die Pest in a- vana fetgeste t ist, bestimme ich unter Hinweis auf die or- schriften de,S ByndeSratS über die esun heitliche Behandlung der _Sees tffe m den deutschen Häßen vom 29. August 1907 IT; Igedthl'VSÄ" 56T) auf (Hmnfdhdle?!) §K25 ?eS GeseHeS, e e en te eamp ng gememgeä ri er ran eiten, vom 30. Juyi 1900 (ReichSgeseHbl. S. 306): h
Dre aus dem afxn von Havana nach einem deutschen Hafen kommenden «chtffe und ihre Insassen sind biS auf weiteres vor der Zulassung zum freien Verkehr ärztlich zu untersuchen.
Berlin, den 18. Juni 1914.
Der Reichskanzler. Im Auftrage: Jsenbart.
...-*
Die Zentraldirektion des Kaiserlichen Ar äolo i- schxn Zystituts hat Für daS Studien'ahr 19h14/15 gzu thxzeédzaten ZF JZsMÉS Iikn der bAbtei unngür klassische
r aoog1e gema : r. . eu e auer, . . , Dr. J. MaSttthieSdYUd Ddr. KJLsaJte. r F Maß , gs xpen um, es, ntituts in der Abteilun ür chrx'stltche Axchäologte ist dieSmal gleichfalls geirxem klafftschen Archaologen, und zwar dem Dr. K. Menadier zu- gewandt worden. DaS AuSwärtige Amt hat diese Wahlen bestätigt.
Di? von heute ab zur AuSgabe gelangende Nummer 35 deS Re1chSgeseHbla1tS enthält unter Nr. 4393 daS Geseß zur Aenderung der §§ 74, 75 und des:t § 76 Abs. 1 deS HandengeseHbuchs, vom 10. Juni 1914, un er Nr. 4394 daS Geseß, betreffend Aenderung der Gebühren- oritmung fur Zeugen und Sachverständige, vom 10. Juni 1914, un er Nr. 4395 daSGeseH,betreffend Postdampfschi Sverbindun en mit überseeischen Ländern, vom 10. Juni 1914,ffunter g „ Nr. 4396 das (Heseß, betreffend Bürgschaften des Reichs zur deernn deS Baues von Kleinwohnungen für ReichS- und rlitärbe ienstete, vom 10. Juni 1914, und unter Nr. 4397 die Verordnun , betreffend Aenderung der Verord- nung über die Tagegelder, l??'Fukyrkosten und Umzugskosten von H„.- 4 “*.*“ chSyerxpaltung der Nei Seisenbahnen, vom
1914;
Kaiserliches PostzeitungSamt. Kr ü e r.
Königreickx Preußen.
Seine Majestät der König haben Mlergnädigst geruht:
. dem'Berghauptmann und Oberbergamtsdirektor Stein- brrnck m ClmZSthal den Charakter als Wirklicher Geheimer O_berbergrat m1t dem Range der Räte erster Klasse zu ver- lethen und
' infolge der von der Stadtverordnetenyersammlung in Neu- wxed getroffenen Wahl den Fabrikanten Friedrich Siegert da- selbst alS unbesoldeten Beigeordneten der Stadt Neuwied auf fernere sechs Jahre zu bestätigen.
Ministerium der geistlichen und Unterrichts- angelegenheiten.
Dem Observator am Geodätischen Institut bei PotSdam Dr. Wilhelm Schweydar und dem Dr. Ludwig Heinrich Diehl in London ist daS Prädikat Professor beigelegt worden.
Ministerium für Handel und Gewerbe.
„Bei dem Berggewerbegericht in Dortmund ist der Revier- bergxnspektor Anderheggen in Hamm zum Stellvertreter des Vorftßenden unter gleichzeitiger Betrauung mit dem stel]- vertretenden Vorsiß der Kammer Hamm diefes Gerichts ernannt worden.
Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten.
' Durch Allerhöchsten Erlaß vom 10. Juni d. I. ist die Wahl deS bisherigen LandschaftSratS, Rittergutsbesißers oon Hersberg auf Lottin zum Direktor deS Treptower De- partements der Pommerschen Landschaft für die vorgeschriebene 6jährige Amtsdauer landesherrlick) bestätigt worden.
Finanzministerium.
Bei der Preußischen Zentralgenofsenschaftskaffe sind die
Diätare Everth, Jaehn, Beushausen, Hamel, Harréz,
iebolz, Wirth, Ließ, Blende! und ElSner zu Buch- altern ernannt.
Die von eute ab zur AuSgabe gelangende Nummer 16 der Preußis en GeÖe'ßsammlung enthält unter
Nr. 11354 daS e eZ, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum StaatshaushaltSetat für daS EtatSjahr 1913, vom 10. Juni 1914.
Berlin 77. 9, den 18, Juni 1914.
Königliches GesßßsammlungSamt. r u e r.
** rden usw., derenMi liedér stch ausschließlich der
JichiamfliaheS.
Dentsthes Reich.
Preußen. Berlin, 18. Juni 1914.
Seine Majestät der Kaiser und Köni tatteten wie „W. T. V.“ meldet, gestern gegen Abend dZmsReichsx kanzler Dr. von Bethmann Hollweg einen längeren Besuch gb mxd rpurden von Ihrer Majestät der Kaiserin und Konigtyzxn ReichSYanzlerpalaiS abgeholt, von wo aus fich beide Maxe-Faten gememsam nach dem Neuen Palais bei Potsdam zuruckbegaben.
, Der Bundesrat versammelte sich heute zu einer lenar- s1ßung; vorher hiexten ixxr Ausschuß für Handel und Verthr, die verejmgten Ausschu e fur Handel und Verkehr, für Eisenbahnen, Post unh „Telegrap en, für das Seewesen und für Justizwefen, die yeretmgten Ausschufe für Handel und Verkehr und für Justrztvefen, der Ausf uß für Iustizwesen sowie der Ausschuß fur Rechnungswesen Sißungen.
'Der Königlich schwedische Gesandte Graf Taube hat Berln) verlassen. Während seiner Abwesenheit führt der ;LckßgchtttonSrat Freiherr von Essen die Geschäfte der Gesandt-
a .
Währenh der „weiteren Abwesenheit des peruanischen (éeßanthzen FMF? fttzhrther TkZert GeYndtschaft neu zugeteilte r e egaton erear r. icor narSS B [ U d ' Geschäfte der Gesandtschaft. e a n e dxe
VerkehrSeinnahmen der deuts en au t- und pollsyuriLen Nebenbahnen im Mcxhi 19?4 Jack) der un RetchSexenbahnamf aufgestellten Uebersicht: -
gegen das Vorjahr mehr, weniger
im ganzen auf 1 14111 ““ '“ ““ ““ | 0/0
* «;rsonenverkehr' 89 962 837 1 472 - 9437 854 -172)-10,46 uterverkehr . 188 376 778
3006 + 7264 813 + 83]+ 2,84.
' Bei der Beurteilrxng der Einnahmeergebniffe ist die ver- schxeden? Lage deS megstfestes (1913 ganz, 1914 nur teilweise tm Mm) zu berückßchtigen.
auf
im ganzen ] km
Hessen.
_Die Zweite Kammer trat gestern in die Beratung der Reg1erux1gSvorlage, betreffend die Revision der Geseße Über d1e religiösen Orden und ordenähnlichen Kon- gregationen, ein.
B
ur Begründung der Vorlage ergriff, wie „W. T. B.“ berichtet, er inistexdes Innern von Hombergk zu Vach das Wort, um den falschen Schlüssen und übertriebenen Befürchtungen entgegenzutreten, dienücb m" evangeltscben Kreisen an die Einbringung der Vorlage ge- knupft hatten. Namentlich trat er der Befürchtung entgegen, daß durch die Befümmu , wonach die Niederlaffun von religiösen . _ _ _ eelsorge widmen; "Futter werde, die uckebr der Jesuiten ermöglicht werde. Die ackkebr der Jesuiten sei und bleibe nach den bestehenden Gesa en auSgeschloffen und werde auch durch diese Vorlage nicht ermö li t. Sodann trat der Minister dem Vortvurf entge en, daß 11 die Regierung durch die Vorlage staatlicher Ho eitSrechte 529058. Die Vorhandenen Bestimmungen reichten Vollständig aus, um etwaigen Uebergriffen der Orden entgegenzutreten. Von diesen Bestimmungen habe die Regierung übrigens nicht nötig gehabt, „ebrach zu machen, da es im Interesse der Ordün selbst [lege, a es zu vermeiden, Was in Weiteren Kreisxxn Anstoß SerJS. Daß Proteste Fus ewangelischen Kreisen kommen würden, habe man Wranßgesehen; uberrascht habe nur die roße Zahl der Proteste. Da es, fich aber um eine konfesfionelle rage handele, in der eine Etni'gung nicht zu exzielen sei, so sei es umsomehr Aufgabe der Regierung, alle reltÉiösen Streitigkeiten und Spaltungen zu
vermeiden und den rieden zu Wahren. Die Regierung babe ng'aubt, mit dieser orlage berechtigten Klagen aus katholischen retssn entgegenzukommen. Wenn einerseits aber die Kon- zessionen als unzulänglich bezeichnet würden, und der Regierung andererseits vorgeworfen werde, daß fie fich staatlicher HoheitSrechte begebe, so Werde thr daS Bsstreben, den konfesfioneüen Frieden zu Wahren, erschwert. Die Regierung glaube, daß t_roZ des aUSJebrochenen Sturmes es doch möglich sein Werde, den konsesfioneüen Frieden zu erhalten, wenn man mit Sach[ichkeit und ohne Voreknaenommenheit und mit Hintanseyung aÜer Parteikntereffen an die Beratung der Vorlage herantrete und von der Ueberzeugung auSgehe, daß sie dem Wohl des Landes und der Erhaltung des religiösen Friedens diene.
Großbritannien und Irland.
Jm Unterhaus e fragte gestern der Abgeordnete Aubrey erbert, ob im Hinblick auf die drohende Erneuerung der eindseligkeiten Zwischen Griechenland und der ürkei die britische egierung die Möglichkeit erwägen wolle,
ihre freundschaftlichen Dienste anzubieten, und ob der Staats- sekretär Grey ferner die erforderlichen Schritte zum Schuße der sehr großen britischen Handelsintereffen in Smyrna und an der Mündung der Dardaneüen erwägen wolLe, wenn diese freundschaftlichen Dienste nicht angenommen würden.
Der Parlamentßuntersekretär Acland erwiderte, wie „W. T. B.“
meldet, daß die britische Re ierun gemeinsam mit den anderen
Mächten jede fich bietende elegen eit benußen Werde, die dem Be-
streben, den Frieden zwischen Griechenland und der Türkei zu er.
halten, dienen könne, aber gewöhnlich seien freundschaftliche Dienste nur wirksam, wenn fie von beiden im Streit begriffenen Parteien gewünscht werden. Auch die zweite Frage Werde erwogen werdsn.
Hierauf brachte der Erste Lord der Admiralität Churchill
einen Antrag ein die Marineverwaltung zur Aufwendung von
2,2 MiÜionen Pund Sterling zum Erwerb deS Aktien-
kapitalS der Anglo Persian Oil Company zu er-
mächtigen.
In der Begründung feines Antrages führte Churckoill obiger
Quelle zufolge aus, daß er allein die beste Art und Weise, den
nötigen Heizölvorrat für die Flotte zu einem annehmbaren Preise zu
1chern, in Betrackxt zöge, und nicht die Politik, etwa weitere mit el geheizte Schiffe zu bauen. Großbritannien würde fortfahren,
Kohle als die Hauptbewegungskraft für die Flotte anzusehen, würde
aber auch fortfahren, gro e Oelvorräte überall in der Welt zu
ortgeseßt werden, Oel aus Kohle zu ewinnen, und die N - Forschungen nacb Oel. innerhalb des Britischen Reiches würcxén Zefördert weLden, soweit sich dießfinamiell rechtfertigen ließe. Sein Vorschlag betreffe nicht etwa eme einzi dastebeude Quelle für Schiffsbxizöl, sondern eine allerdin s withige Hilquuelle, sowohl hitzfichtltcb der Ergiebigkeit, als au hinsichtlich des dadurch aus- geubten Einfluffes auf die Oelpreise. Die Admiralität habe schon lange ihr Augenmerk auf Perfien gerichtet, das eine BezugSqueÜe für den OelVOrrat zu werden versprochen hätte, und sie müßte ein Oel- gebiet in Händen haben, das annehmbar wäre, en im Be- triebe befindlitbes GeYiet mit ganz bestimmten Aussichten und großer Entwicklungßmoglickzkeit. Dieses hätte sie allein in Pers'ten gefunden. Er rechtfertißte die Erwerbung der Shares der genazmten Geseusckpaft und erklarte, daß die jeßt produzierenden Schacbte die Behurfniffe der Admiralität decken würden. Man wäre aber auch berechtr t, eine Erztwicklung dieser Werke zu erWarten, die einen großen Em uß auf die Lage_ des Oelmarktes ausüben müßte. Indem Churchill strategische und außenpolitische mit seinem Antrage m Verbindung stehendx Fragen erörterte, sagte er, es könne nicht be- hauptet werden, daß diese Exwerbung unerwartete Wirkungen auf die auswärtigen Beziehungen außuben würde; keine der in ersten bestehenden Schwierkgxeiten wurde dadurchschlimmer oder verwi ester werden. Die Admiralrtzxt glaube, kexnen Heizölmangel für Großbritannienin Krich- zeiten befurcbten zu mussen, und er hoffe, er würde kein unbegründetes Gexede zu hören bekommen, als ob das Britische Reich mit seiner Extftenz von einer Yleinen (L_rdölleitung, die durch GebirgSgegenden ihren Weg suchen mu e, abhange. Das Britische Reich beruhe auf dem Reichxum Groß ritanniens und auf der Stärke seiner Flotte. Die _Erdolfrage sei, keine Frage ersten Ranges für die KriegfuhrurZZ, fie set aber eine Angelegenheit das Friedens und der Jingnzen. Weiter kam Churchill auf die Gruppen, die den Roholmarkt beherrschten, zu sprechen und sagte, die RegZerxmg habe schon lange die Erfahrung gemacht, daß sie bestandtg von den Oeltrusts auSgepreßt würde, und daß die ihr abgefotderten Preise 'auf mehr als das Doppelte Von dem gestiegen seien, was [ie etmge Jahre zuvor gezahlt habe. Nach dieser Erfahrung fuhle _die Regierung die Verpßichtung, sich ohne Verzug eine besjere Stxllung zu chern. Die Regierung halte, die beantragte Kapitalßanlage für eine Vorsichtige und vorteilhafte Maßrqgel und eitzen geschäftlich gesunden Vor- schlag. Allxrdings konne sie" sich mcbt auf einen engen Händlerstand- vunkt beschranken, sondern tzmffe die Interessen der Flotte berückstcbtigcn. Wenn die Marinesacbverstandigen es künftig für nötig hielten, Oel bei schnellen Großkampfs iffey, kleineren Schiffen und Torpedosabr- 3741qu zu vßrwenden, o durfte die Regierung fich nicht wegen der S rvjerigkett Ykr Oelbxsckzaffung mit weniger wirksamen Krikgs- maschinen begnugen. Dre Oeltrusts hätten schon lange ein Augs auf Persien gewvrjen, und wenn die Politik der Regierung in dieser Frage mch1 die Zustmxmung des Parlamsnts fände, so würde zweifellos eine Verschmelzung traend welcher Art der Anglo Persian Oil Company mit, einer anderen Gxsellschaft eintreten. Churäyill Verteidigtx die Yolrtik der Admiralitat bei dem Abschluß des Abkommens mit der nglo Perßan Oilcompany von allen Gefichtspunkjen, hauptsächkich D'om mtlktarischen aus zmd erklärte, daß in KriegSzeiten niemals em Mgngel an Oel etntreten würde, worausJ-Zsßßt, das; Gros;- britanmen im Bekßße der Macht bkeibe, das Oel auf 19111 Transport zu schußen". 'Die _Oelzufubr im Krikg hänge ab Vym Preis und dxr tatsachlrcbcn Ma t. Die Regierung Habe berxits fur reichlichen Oelvorrat, der für a 8 KriegSzwecke reiche, für viele Monate Voraus gesorgt. Auf zrvei Straßen könne OST aus Perfien herangeschafft werden: durcl den SUEzkanal und auf dem Wkge uquas Kap der ©11th Ho nung. Dieser Weg werde Wahrscheinlich zu'nachst benußt werden, weil dic gegenwärtige Verteilung dcr Flotte es [exchter mache, den Handel m'tf diesem Wege zu cbü en. Wenn gesagt wordxn sei, daß Großbritannten fich selb't binfi tli der notwendigkn Bedurfniffe seiner Schiffe einer großen Militärmacbt ausliefere, so sei die Antwvrt darauf, daß die britischen Schiffe hauptsächlich Kohle brauchten und daß der Teil der Flotte, der Oel brauche, nur teilweise von der Zufuhr gas Persien abhängen würde. Ueberdies sei Groß- bxitannien durch seinen großen Oelvorrat Scherf und . .geschü t der fur eine lange Kriegßzxit auSreicbe. Das chlimmste, was äcß er- eignen köpne vom nationalen Ge2chtspunkt aus, wäre ein Angriff seitens emer gro en Militärmacbt auf ein britisches HandelSunrer- nehmen im Aus ande an dem die britische Regierung interesfiext sei. Es liege aber kein ermd Vor, eine solche Möglichkeit anzu- nehmen. Churäyill schloß, was für den Angriff einer großen Militärmacht gelte, gelte Zn noch großerxux Maße für die gewöhnlichen Störungen durch die emgeborenen Stamme. Die Sicherheit von Leben und Eigenttzm in den Oelqebieten und entlang der Röhrenleitung wche gegenWarti von persischen Wächtern aufrechterhalten, die Von den verfiscben * ebörden gestellt würden. In jenem Bezirk herrsche jxßt seit einiger Zeit Ruhe und Frieden, und die britische Regierung bea - sichtige, fich auf dre Ungeborene Poxizei und die Gendarmerie dcr pecfisckyen Regierung zum Schutz der Röhrenleitung zu verlaffen. Die KapitalSanlage und die Entwicklung Von Straßen, Eiten- bahnlinien und Industrie, an welchem die Stamme und die persische Regierung beide interesfiett seien, sowie das Oel, aus dem beide Nutzen ziehen, sollten doch die persische Re- Ferung stark und die Einaeborenen zahm mach€n. Schließlich ersuchte burchill das Haus, die Stellung der Regierung als die eines gxoßkn Oekkonsumenten anzusehen. Im Verlaufe dersDebatie fragte der Unionist George Lloyd, was dle Regxsruxtg zu tun beabsichtige für den Fall eines Angriffes auf das Etgentum, daS inmitten kriegerischer Stämme liege. Nach dem Hinweis darauf, daß die Stämme bereits anerkannt hätten, daß der Schuß der Oelquellen in ihrem eigenen Interesse läge, erklärte der StaatSsekretär deS Auswärtigen Amts Grey: Jede Verstärkung der britischen Interessen in Südperfien Vll"- mehre » er wolle nicht sagen die Verpflichtungen - aber das Interesse, das Großbritannien an dem Schuße der Handelsstraßen habe. Jede Ausdehnun des britischen Handels tue dies natürlich, und es liege im Jntere e Gro britanniens, daß der britische Landes nicht von Südpersien auSgeschlo en werde, während der russische ande! von Norden her eindringe. An der Konzesfion sei nichts Neues, das- einzkge Neue sei das Abkommen zwischen der britischen Regierung und der (Heseüschast. Die Konzesüon sei 13 oder 14 Jahre alt und sei in keiner Weise geändert worden. Er komme jeßtzu einem andercn Punkt: Zu der Gefahr, von der gesprochen wvrden sei, wenn der Oelvorrat von Nachbarn mit mächtigen Armeen bedroht Werden soÜte. Rußland und die Türkei seien die beiden Länder, die enannt Worden. wären. Er hoffe zuwerfichtlickp, daß die britischen eziehungen zu- dlesen Mächten immer gut sein Werden. Es sei äußerst wichtig, daß Großbritannien gute Beziehungen zu der Türkei unterhalte, und es sei auch tm Interesse des riedens und im Interesse aUes Wünsckysns- werten von vitaler Wicht erit, daß es die besten Beziehungen zur russischen Regierung ehalte. Zwei große Nationen, die“ so nahe und in so weiter Ausdehnung in Asien aneinander gren ten, wie Großbritannien und Rußland, hätten nur die Wahl zwi cbm zwei Möglichkeiten ihrer Beziehungen zueinander: Ihre Beziehungen können herzlich sein, oder fie können gespannt sein. Jndifferent können fie nicht sein. Die Reibung, die fich zwischen ihnen ihrer geographischen Lage we en aus Anlaß der großen Zahl kleiner Interessen ergeben mü e, sei so, daß e gespannte Beziehungen schaffen müsse, wenn nicht so berzli e eziebungen zwisckpen ihnen unterhalten würden, daß in der berzli en geis1i en Atmospäre wirk- lich guter Beziehun en diese Reibung, die ck) aus solchen un- vermeidlichen ZwisZenfällen ergeben müsse, verschwinde. ES sei stets sein Ziel gewesen diese Beziehun en herzlich zu &estalten, und das sei auch daS Ziel der russischen egierun kewescn.
S seien gro e Schwierigkeiten zu erörtern geWe en. Es gse außer- ordentlich s wierig, gewisse Zwikcbenfälle zu chlichten. Aber je
kaufen, und ebenso den be mischen Vorrat des in den Länden des Staates befindlichen Oels zu vermehren. Die Versa e würden
größer die Schwierigkeit wäre, veto mehr fühle er, und er laube, es werde auf beiden Seiten so gefühlt, die Notwendigkeit, de Be-
“ sLiLU iufolge
11 en: YUM) dk gesjalten. sodaß diäe Zwischenfälle in freund- ?TZYtLLÖerßWeise besvro en werden' kömxtxn. Angenommen, Groß- britannien hätte große chwterikx1ten unt der Türkei, und ange- nommsn- durcb irgeztd einen ung ucküchm Wech el der Politik auf beiden Seiten wurden die Beziehungen roßbritanniens zu Rußland weniger gut, al? fie es sind, dann würde der Schuß des Oelvorkommens in Sudperfien, obwobx dies von der russischen Grenze beträchtlich entfernt sei und séhwxeriges Terrain dazwischen liege, eine Quelle der Besorgnis werden, wie es der Schutz des bri- tisths" Handels und der Schu vieler anderer Dinge sein würde. Ramsay Macdonald babe die An rage gestellt, ob die britiséhe Ne- gierung an die ruf sehe in dieser Sache herangetreten sei. Die Frage sei mit der rusfiscbeN egierung niemqls besprochen worden, und dortwie hier habe die Oeffenk-li-ckpkeit nur durch dxe Presse davon erfahren. Der Gegen- stand sei niemals erörtert worden und die Konzesfion der An loperfian Oil Company habe bestanden, bevor das englisch-rusfischs bkommen geschloffen wordM sei. Die britische Regierung habe die Konzession “in keiner Weise geändert. ES habe keine Notwendigkeit vorgele en, die perfiscbs NLHWUJ zu Rate zu ziehen. Sie habe die Konzes wn vor 13 oder 14 Jahren erteilt und Großbritannien verführe mit der Konzession genau so wie fie erteilt woxden sei, ohne irgend eine „andere Konzessi-on na zusuchen. Die rusfi1che Regierung babe alles dies seit langem gewußt. und er g[aube nicht, daß das Gef äfr irgend eine Schwierigkeit zwischen England und Rußland scha en werde. Er könne nichl anN-khmen, daß es als etwas anderes angesehen werde als eine Sache, die nur Großbritannien betreffe.
Das UUterhauS nahm darauf daS Abkommen miT“ der Nnglopersicm Oil Company mit 254 gegen 18 Stimme-U an.
Frankreich. Der SWR begann -g7stern die Beratung deS Budgech,
Nach dem Bericht des .W- T. V.“ erklärte der Generalbericht- erstattet der Vudgetkommisfion Almond, seiner Meinung nach würden WWCL die Vorlage zur Einkommensteuer, die man in das Budget Von 1914 aufnehmen molle, noch die neue yon Nibot Vorgeschlagene Erbschaftssteuxr genügen, um das Defizit zu decken. “Man werde gleicb-xeittg zu direkten und indirekten Steuern gm'ifen müffen. FÜr den Augenblick xverde die Besteuerung (dss Alkohols einen wichtigen Beitrag liexern. Man werde wieder ein außerordentlicbes Budget aufsteÜen, aber man musse sobald wie mögl'iäp die dauernden AuSgaben durch dJUErnde Cin- nabmen dcäM. Nach Aimond sprach Cbéron fiel) in deYselHen Sinne aus wie der Vorredner und fügte hinzu, Zr sei bereit, fur eme Einkommensteuer obne Kontrolle der Steuererklarung zu stimmen.
Die Weiterberatung des Budgets wurde daW“: auf Heute
verschoben und die Sißung aufgehoben.
Rußland.
n der ReichSduma antwortete gestern der Gehilfe des MiniterS deS Innern auf Eine Anfrage ("ther dZe gegen den Gebrauch der polnischen Sprache gerichteten Maßnahmen deS Gouverneurs von Minsk, Kammerherrn von Glers. Nach langer DebaÜe nahm die DUma, wie „W. T. V.“.“ mxlyet, M11 ]18 gegen 54 Stimmen die von dem Polen waenztzkx bean- “tragte Formel an, die die Erk1ärung der Reglerung als un- befriedigend bezeichnet und die .VandkmgS-Zveise des (Gouverneur?- und der Polizei von Minsk ungeseß lch fmdet.
Scluveiz.
Der Naiionalrat hat gestern einstimmig daS nene Fabrikggesey angenommen. Wie „W. T. B'.“ 1nel_de„t, beruht das Geseß auf einem Kompronnß zwrschen Jyduftrxe und Arbeiterschaft; eS bringt dem ,Zehnstundeytag, sxhrankt dre Nacht- und SonntagSarbeit ein, verbietet dxese' fo Frau?]! und Jugendliche unter 18 Jahren, sth alS Mmdejtalter fur
Fabrikarbeiter 14 Jahre “fest und gewährt Wöchnerinnen-schu§ ,
bis zu 8 Wochen. Niederlande.
DKL Gesandten Oesterreich'-Ungarns Und Italiens Haben dem Minister des Auswärttgxn' aus Anlaß deS TodeS des Obsrsten Thomson einen Berletdshesuck) gemacht. WW „W. T. B.“ meldet, hat die niedchländ1sche Negterxxng das "Angebot LOesterreich-Ungarns, ein Torpedoboot zm; Beforderung der Leiche deS Obersten von Durazzo'nach Trtext zur Ver- “fügung zu steklen, angenommen und wxrd den TranSport von Triest nach- den NiederlandeU iibernehm2n. Hauptmayn Thomsop, ein Bruder deS gefallenen Oberstep, tß nach antest-Kabgeretst “mit dem AUftrage, die Leiche *in dle Hetmat zu uberfuhren.
Türkei.
Die orte hat dM Botschaftern, in Konstantinopel EiUL NonÜbermittelt, in der nack), emer Mexdung des „W. T.“. B.“ dargelegt wird, daß dle Yen Maxhten von Griechenland zugegangetwn „Berichte Uber, dre "AUS- wanderung der Griechen nichÉ dex Wahrhett entsprachen. Die Pforte gebe zu, das; Uwzuträ„ lichkettM vorgexommen des Umstandes, da Tgusende, dre aus Auatolien auswandern mußten, in GebxeteU dre von den Valkanstaaten 521th waren, eingewandert seteU. Aber der gute Sinn der anatolischen Bevölkerxung, sei zu „gut bekannt, als daß man zugeben könnte, da ste dre gngerhrten Hanh- lungen begangen hätte. Die P orkey vernzetst sodann auf dxe Maßnahmen, die ergriffen worden seren, nxsbesondere guf dre InspektionSreisen deS Ministers Talagt Bet nach Adrzaxwpel Und Anatolien. Dank der Täi'tgkett _ deS thsters seien die aufgeregten Völkerschaften berukzxgt Horden." In dem Wunsche, daß ihre Behauptungen uberpruft thxden, ersuche die Pforte darum, daß 6111 Delegiexter Talaax Vet auf seiner Reise begleite und daß je em Delegterter vox) jeder Bot- 1chaft nach Mazedonien en1sandt werde, um u bestatigen, „waS die Muselmanen erdulden, und um festzuste en, ob d1e Turket oder andere die wahrhaft Schuldigen an den gemeldeten Aus- schreitungen seien. '
=* Die Regierung hat der Kammer etye Vorlage zugehen laffLN, durch die dieVerlängerung des turk1sch-deutschen HandelSvertrageS von 1890tund deS Zusayprotokolls von 1907 um ein Jahr gutgeheißen wxrd. ,
Rumänien. P t . k) t st
Der Kon_ reß der konservaxiyen ar 21 a ge Zrn
an SteUe Majorqescus, der seine Demtsswn auS Gesundheitswek- sichten gegeben hatte, den früheretx "thstey. Alexander Marghiloman einstimmig zum Partetfuhrer erwahlt.
Bulgarien. . I t [1 ü "b
In der Sobran'e stand gestern eme n erpe a on u er
die riechenfeindlicjhe Bewegung auf der Tagesordnung. n Erwiderung auf die Interpellation_bestritt der Minister- Pkäfident Radoslawow, wie „W T. B. meldet, dacß Aus-
w . ' i ei von der Bexveguna überrascht worden in deFdFugeYckYJ seräxginsAtben mit eimgem Erfolge Schritte untxr- nommen habe, um der die öffentliche Memun in Bulgarien erregenden Bulgarenverfdl ung in Mazedonien ein nde zu machen.
' k b e aber enug gesunden Sinn, um Aus- ZTTitZYlYYÜY YFmeikTeE Die ZT-gierung babe vorsichtshalber
Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung getroffen.
Albanien. '
Nach einer Meldung der „Albamschen Koxrespondenz“ haben dre Regierungstruppen „un'ter der Fuhrung des Majors Vefim gestern nach hartnackj'gem Kmypfe mxt den Aufständischen die Höhen von Axdemca ersturmt 11111) hie Aufständischen unter Verlusten in dxx Flucht geschlagen, dre slch in der Richtung auf Ljufchna zuruckzygen. Dagegen hat der Angriff der Regierungstruppen auf 512 SteUung der Rebellexn bei Rastbuks mit einer schweren Ntederlage geendetx, Dre an dem Kampfe beteiligten, etwa 1000 Many starken Mmdzten und Mali'fforen wurden von _ den Aufstanknschxn durch 'emen scheinbaren Rückzug in die hmter der Stadt" slch aqurettende Sumpfgegend gelockt, umzingelt und zum großten Tetl niedex- gemacht. Nur wende SLteudtte entkamen und brachten dte Un lüchSna ri t in ie a . , " ,
gDer „Ylgénzia Stefani“ zufo_lge hqben dre Aufst_and1- schen gestern Durazzo plößlxck), mtedex *a'ngegrntffen. Man fürchtet, daß dieRebeÜen m d1e Stadt emdrmgen konnten, und trifft neue VerteidigungSmaßregely, um die Stadt zu halten, bis Verstärkungen von Norden emtreffen.
Amerika. . In der vorgestrigen Konferenz , dex axnerikanxschßn Delkgierten mit den Vertretern der Koyftxtuttonalxstey, d1e m Buffalo stattfand, ist der Versuch, dte Rebellen m Ueber- einstimmung mit den Zielen der Vernzérttlungskonferenz zu bringen, einer Meldtmg es „W. T. V., zufolge, geschettext. Die Konstitutionalisten teilten den Amerrkanern rxnt, daß fte nicht imstande seien, einem Waffenst1llstand zuzusttmmen“ und erklärten ferner, nur ein hßrvorragxyder Mann aus threzt Reihen sei für sie alS vorläuftger'Praftyent „annehmbar, Die Delegierten Huertas weigern stch thrersertS, emen Rebeüen als vorläufigen Präsidenten anzunehmen. ' - Die Bil! Über die Einberufung 6er mexikantschen Kammer zu einer außerordentlichetx Sefswn Hat daS Departe- MMk für auswärtige Angelegenherten der Kammer zugehen lassen. »- In einem Gefecht zwischen Huertas Kanonerxboot „ Guerrero“ und dem Rebeljenkanonenboot „Tampxco“ nahe Mazatlan ist die „Tampico“ uwterlegen.
Afrika.
Nach einer Meldung deS „W. TV.“ aus: Udschda Hattßn die Truppen der Generale Gouraud und Bqumgartexr m der Nähe von Taza vorgestern abermals emen hejt1gen Kampf *mit dem Ni-atastamme zu bestehen, der fich (sz dem in daS Jnauental führenden Pfgd versghqnzt hatte. Dte Franzosen hatten 11 Tote, darunter emen Offizter, und'53 Ver- wundete. Die Riataleute erlitten besonders duxch dte „fran- zösische Artiüerie große Verluste und flüchteten, mdem fte den Jnauenfluß durchschwammen.
Statistik und Volkswirtschaft.
D deut che auSrvärtige Handel im Mai und in den er 5sM0naten Januar bis Mai1914.
Wie das Kaiserliche Statistische Amt den) „W..T. B.“ mitteilt, hat im Handelsverkehr des deutschen Zollgebiets mrt dem Auslande im Yéai d. I. die Einfuhr betragen 6057 090 b, außßrdem 10 407 Pferde und 193 Wafferfahrzeu 6 (gegen 5 933 330 13, 11566 Pferde und 108 Wasserfahrzeuge km |Fai1913), die Ausfuhr 6089 804 v, außerdem 436 Pferde und 73 Wasserfahrzeuge (gegen 5770 559 b, “374 Pferde und 71 Wasserfahrzeuge im Mai 1913). In den 5 Monaten Januar-Mai d.J. belief fick) die Einfuhr auf 27 442 251 b, 61114 Pferde und 481 Wafferfahrzeuge (gegen 27 983 097 b, 67 675 Pferde und 357 Wasserfahrzeuge im gleichen Zett- abschnitt 1913), die Ausfuhr auf 30 389 576 l;, 2182 Pferde und 257 Wafferfabrzeuge c([;zegen 3Z3Z3132 1,9???)84 Pferde und 281 Wasser-
a ! en 6 im ent re enden 6 raum . ' f b zDJe Wertesperreichten (in Minkonen Mark): im Mat d. J. in der Einfuhr 903,0 an Waren sowie 16,2 an Gold und Silber (egen 873,7 und 29,6 im Mai 1913), in der Ausfuhr 880,7 an ???aan sowie 10,3 an Gold und Silber (ge en 820,7 und 5,1 tm Mai 1913) und in den 5 Monaten Januar - § ai d. I. in der Einfuhr 4593,1 an Waren sowie 107,7 an Gold und Silber (gegen 4570,2 und 134,2 im gleichen Zeitabschnitte 1913 , in der Ausfuhr 42492 an Waren sowie 41,8 an (Gold und Si! er (gegen 4136,4 und 46,5 im entsprechenden Zeitraum 1913).
Zur Arbeiterbewegung.
m Lau e des estrigen Tages isi der „Boss. Ztg.“ zufolae eine AnzaFl VerflineZ Kraftdroschkenfahrer von den Arbeit- gebern enilaffen worden, Weil fie fich geweigert haben, einen ihnen vor elegten neuen Arbeitswertrag zu unterschreiben. (Vgl. Nr. 139 d. ZU.) Wenn nicht im Laufe des heutigen ques noch eine Einigung erfolgt, ist mit der Aussperrung von annah'ernd 4000 Fahrern zu rechnen. Günstk ist die Lage für die Fahrer msofern, als eine ganze Anzahl mittelgroßer Firmen den Einigungsvorschlag des Gewerbe- ?erichts angänoZntZten und fich dadurch in Gegensaß zu ihrer Organi-
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t Di? svielfachen Versuche, im Kampfe in der Waffenindusirie Solingens Einigun sverbandlungen in die Wege zu leiten, haben, wie die „Rb.-Westf. tg.“ mitteilt, Wk," nachdem der Kampf schon 16 Wochen edauert zu einem Erfolg gefuhrt. Am Montaß fanden die ersten Äcrband un en zwischen den Vertretern des Ar eitgeber- und des abrikantenver andes einerseits und den Vertretern der be- teiligten rbeiterverbände andererseits statt. Die Verbaydlungen find noch nicht zu Ende geführt worden, man rechnet aber mtt einer Ver-
"ndi un . sta Ign Hilden Haben nach demselben Blatte Hie S neider- ehilfen eine Tarifbewegung ein eleitet, da sie mrt den Apen des m Jahre 1911 ein efübrten Düffe dorfer Lobntarifes 3. Kla € nicht zufrieden waren. d it dkeln ?rhöhten Forderungen haben fich 6 Firmen
jan en er är . bis XF YYY ist „W. T. B.“ zufol e eiU Ausstand der Kelln er auSgebrochen. Die meisten Kaffeehäu er der Stadt und sämtliche Wirtshäuser der Ausstellung mußten schließen.
In Baku ist, wie „29- T. B.“ meldet, der AUSstand der Naphtbaarbeiter in der Abnahme begriffen. Gegen 2000 Arbeiter haben die Arbeit wieder Fu FFM?!“ Blei F:?! UsTYmFrxtrW wi en Ausständigen un r e w gen n a a :ineschPerson getötet und eine verwundet. (Vgl. Nr. 136 d. Bl.)
Kunst und Wissenschaft.
ine vor e i tli e Höhlenwobnung, die am Fuß der KalksYinklipven gvosnÖGYweé an der Küste des Bristolkanals entdeckt worden ist, hat durch Professor Sollas, emen hervorragendsten Keunxr der Urgeschichte, eine gründliche Durchforscbung erfahren. ES ist dadurch festgestellt worden, daß die _von der Jagd lebenden Menschen, die in dieser Höhle ibren regelmaßigen Schuß fanden, einer"!)kaffe angehört haben, die „während des sogenanten Aurignacien den großeren Teil von Europa bewohnte. Diese Leute batéx'. «ein bereits ziemlich hoch entwickeltes (Gehirn, soweit man aus der orm _des Schädels und seinem inneren Naum schließen kann. xeabesaßen auch schon einige künstlerische Neigungen und Fahrakßüen, die aber nur in der Verfertigxmg von toben Schmuckstucken zum Ausdruck gekommen sind. Die": dienten ohne Zweifel_ auch als Zaubermiltel, da magische Zeremonien, insbesondere mit Rucksicht auf die Toten, eine große Rolle im Leben diesex Urmegschen spielten. Es ist überhaupt an fallig, daß fie eine verbaltniSmaßxg roße Achtung vor ihren Toten atten, Wahrend man von den alte ten Menschen sonst wohl annahm, daß fie ihre Verstorbenen hauptsächlich als Nahrungßmitfel betrachtet und auch ihre Kchhek-n mcbt verschont hätten. Daraus erklärte man wenigstens die Selxejméit von Menschen- resten aus diesen ältesten Epochen. Zeichtzungen "auf Stein oder Elfenbein, wie fie manche Zeitgenoffetz dteser Hoblenbevzohner in anderen Gegenden Europas zu ihrem kunstleriscben Vergnugen aus- zuführen verstanden, sind an diesem Platz zum wenigsten mcht erhalten geblieben, dagegen find in einer benachbartxn Höhle rote Streifen an den Wänden nachgewiesen worden als du:, einzigen Versuche einer Wandmalerei, die von dieser alten Raffe btsber aufgefunden worden find. In England und in Wales ist die Entwicklung und Yufein- anderfolge der menschlichen Bewohner noxh lange ni_cht so geklart wie in Frankreich, das namentlich in seiner sudlichen Halfte das klassische Land für das Studium des vorgeschlehtlickyen Menschen geworden ist. In Wales ist es bis éeßt nicht gelungen„ die Yorkaufer oder Nach- kommen jener Höhlen ewvhner in deutlichen Ueberbleibseln nachzu-
Weisen. Land- und Forfüvirtschast. Ungarischer Saatenstandsberickyt.
Na dem amtlichen Saatenstandsberiäyt des ungarischen Acker- bauminiYeriums herrschte in der ersten Junxwocbe zumeist 'Wechselndes, kühles und windiges, in der zweiten Woche UbkrWYSFcnd betßes Wetter; seit Vorigem Bericht regnete es fast Überall. Aus fast alle_n Komitgten des Landes trafen Berichte Über Hagelwettxr ein, das jedoch fernen Schaden anrichtete. Niedersckoläge und dre dakrauffolgende milde, warme Witterung konnten die Entwicklung der zuruckgebliebenen Halm- rücbte kaum Verbessern; mehr Nußen "brachten sie jedoch dsp Sommer- xaaten, Worunter Gerste und Hafer gro ere Beffxrungen zexßten. Auch Hackfrüchte, Futterarten, Weiden und Lesen wre (zac!) katarten pro- ßtierten von dem auSgiebigen Regen. Wenn man m Beru chtigung zieht, daß Wknterbalmfrüchte während der [Eten zwei Wo en nicht beschädigt wurden, vielmehr einen günstigeren tand aufwerfen, andere Saaten sach wieder wesentlich besserten, so kann Vom Geficbtsyunkte der allgemeinen lanwirtscbaftlichen Lage d'ie Wixte'rung als gynstig betrachtet Werden, inbesondere nach den tm Frubjahr Yonstatrerten Schäden. Weizen ist in 4 Komitafen gut, in 5 gutmixtel, m 27 mittel, in 16 schwachmittel, in 11 schwach. Die Anbauflache Von Weizen beträt 6,06, Roggen 1,94, Gerne 1,95, Hafer 1,87 MtUtonen KaTa traljocb. Weizen zeigt gegen pas Vorxabr 12 %, Roggen 2,9 0/0 mehr Anbaufläche, Gerste 3,8, Hafer 7,9 %, weniaer Anbaufläche gegen das Vorjahr. Rog?en ist, in 8 Komitaten gut, 10 gutmittel, 25 mittel, 13 chwachmütel, 5 schwach, 2 sehr scHWach. Gerste ist in 17 Komitaten gut, 17 gut- mittel, 2 mittel, 2 schwachmittel, „4 schwach. Hafer steht in 16 Komitaten gut, 21 gutmittel, 21 mzttel, Zschwacbmittel, 2 schwach. Die Schä un muß jedoch als provrsoriséh betxachtet werden, Weil von 300 rtf affen überhaupt noch keine Beruhte eintrafen. "Der Weizen schießt bereits überaÜ in den Halm und b"e kunt zu bluben. Aus den meisten LandeSaegenden werden Klagen u er kurze Aebren und schütten: und kleine Saaten laut. AuSnabmen bilden gut be- wirtschaftete, mlt Kunstdünger bearbeitete Herrschaftsfelder, die mehr Widerstand gegen die Unbilden des rübjahrßwetters zeiÉen, anderer- seits konnten fick) diese Saaten nach intritt des warmen etters besser entwickeln. Es ist nicht zu leugnen, daß das milde und regne- rische Wetter an den Weizensaaten vieles Verbesserte, zu bedauern ist jedoch, daß die Besserung in einzelnen Gegendxn durcb Verbreitxmg des Rostes varalyfisrt wird. Der Rost Verbrettet sich, da ex nxcht nur am Stenge1, sondern auch am Halm Haftet. Dres erklart dte Befürchtungen der [andwirtschaftlicben Berichkerstatter, da fie trotz des Eintritt günstigen Wetters ihre Klassifikationen nicht bedeutend wer- beffern konnten. Es ist jedoch nicht auSgescbloffen, das;, wie es oft [Yon vorgekommen ist, der Rost nicht so viel Schaden verurxachen w rd, als ursprünglich angenommen wurde. In dxesem FaUe durften die Ernteaus 1chten fi no um ein BedeutxndeSYerbeffc-„m. R oggen ist bereits in lüte,km lach and bereitSVerblubt. DieAebrenfindzumeist schön und groß, in vielen Ge enden litt jedoch der Roggen unter dem Mai- Frost und während der B üte unter den herrschenden starkxn Winsdcn. Die Sten el find genügend groÉ im allgememen rprrd jedoch uber schüttete aaten geklagt. Die erste steht bereits m Achten, wenn die Witterung sicb günstig gestaltet, dürfte das Ergebnis mittel, sogar gutmittel sein. Der Hafer wurde in per Entwickxunq durcb mildes warmes Wetter günstig beeinflußt und zexgteine entjcyiedeneBefferung. Die Stengel find im Verhältnisse zu den vorangegangexen Jahre;! zwar niedri , die Saat ist jedoch zumeist „schön und grun, und dre Ernteausfithen sind derzeit genügend ?umtig. " Dex Stand der Maisvflanze zeigt nach auSgiebigen Nederschlqgen ubexall Besse- rung, auch jene Saaten, welcbe mangelhaft auskermten und in der Entwicklung zurückgeblieben waren, entwickeln fix? nunmehr sehr vorteilhaft, und die Ergänzungssaaten keimteu u eral] gut. _Am schwächsten steht die Mais flanze in der rechts: und linkssezttgen Theißufergegend und bedar? milden ux1d warmez'. Wettexs. Fur die Kartoffelentwicklung War die thtexrunZ1 außerst Kunsüg. Die Frühsaaten zeigen dort, wo der Frost „den * nbau ni tvxrmcbtete einen günstigeren Stand als der Spatanbau. Der Frubbau Fsk bereits in Blüte. Zuckerrüben entwixkeln fich inx großterx Tetle des Landes günstig. Die Blätterung rst zumeist uppig grun_und esund, besonders ist der Frübanbau chön, dicht und kraftig. Das dritte Bebacken ist bereits im ngk. Von sebr vislen Ge enden treffen Kkagen über dur Insekten verursachten S aden ein. Die Futterrübe ist so ar be er als die uckxrrube. Rapssaaten stehen überwieJend mitte reien zwar gi t uherall gleichmäßig. Auch treffen Ber chte von vielen Gegexden uber schuttere Saat eln do hat der Schnitt schon uberall begonnen, und das Erträgnis ist überwiegend befriedigend. Am schwächsten ist Rapssaat am rechts- und links1eitlgen Thel "- Ufer. Die Garten gewäcbs e be erten sich infolge der Niedersch age um ein bedeutendes und der tand ist ge enwärtig im all emeinen befriedigend. Bohnen und sonstigeVéul enfrkxchte zeigen ene gute Entwicklun . Erbsen versprechen ein ittelertragnis, aucb, Krautatten entwickeln ck vorteilhaft. Ho fen entwickelt fich schön, msbesondere zwischen Donau-Tbeiß, die anken erxeichen eine öbe von 3
31 m. Hirse und Buchwei en entw1ckeln fich befr edigend. Hanf und lachs find in Blüte, ü erwie end ist der Anbau gro . und nur ellenweise tre en Klagen über keine Saaten ein. Beide P an
bedürfen warmen etters. Tabak wird bebackt, der Anbau ist e- friedißend. Der Weinstock ist im Landesdurchscbnitt befriedigend.
" i s tt 1: ii owobl qualitativ aks quantitativ befriedi- TZI. tlWeheeixd eK uundL Wsiessen entwickeln sich infolge des auSgiebigen e enwetters vorteilhaft, das Obst steht dort, wo Frost keinen S aden anrichten, gut und verspricht ein Mittelerträgnis. (Ungari-
sches Telegr.-Korresp.Bureau.)
scbxeitun e Grie en Vorgekom'men seien; die Kir en des kaech1schY1nPaäthrchats ckeien obne Ruhestörung in Besitz genommen
* (Weitere „Statistische Nachrichten' !. x s. Ersten Beilage.)"