1895 / 259 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 29 Oct 1895 18:00:01 GMT) scan diff

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Deutschland und Luxemburg. __ Aus dem Gefchäft§kreis des Zentral- Amts. _ Nicht_amtlicher Theil. Die öfterreicbikcb-ungarisÖe Enquéte über das Betriebßreglement. Zur Auslegung des Art. 37 Sax 1 des internationalen Uebereinkommens. Die große Sibirische Ei eubabu, Fortseyun und Schluß. Rechtsprecbunx. Verschiedene Mittheilungen. _ Verzei niß drr internationalen Tarife. _ Bücherschau.

Lübeck, 28. Oktober. (W. T. B.) Die Ausführung der Bau- arbeiten des Elbe-Trave-Kanals hat heute bei Krummeffe be- gonnen.

Bremen, 29. Oktober. (W.T.B.) Norddeutscher Lloyd. Der Schneüdamper .EmS" hat am 27. Oktober Abends von Southampton di? Reise nach Bremen fortgeseyt; _er überbringt 140 Pamaaiere und Was Ladung. DST Schn€1lramvser ,Fuld'a“ bar am 27. Oktober Abends die Reise von Southampton nach New-York, der Postdampfer .Mark“ die Reise nach Antwerpen for_t- Zksksk- Der Postdampfer „Pfalz“ hat am 27. Oktober _Abends die Krise von Villa Garcia nach dem La Plata fortgeyesi. Dsr Postdamvfer .Braunscbweici' ist am 26. Okkober Nachmittaßs von New-York nach der Weser abgegangen. Drr Reichs-Pot- dampfer .Pri'nz-Regent Luitpold“ hat am 26. Oktobxxr Abends die Reise Von Antwerpkn fortqeirßt. Der Reichs-P.)1idamvfek_ „Prinz Heinrich" ist am 27.0ktob€r Vormittags inShangbat angekommen. Der Reicbs-Postdampfer .Preußen“ hat am 27._Ok- tober Nachmittass dir__Rri*e von Port Said nacb Suez fortMeZt. Der Postdampfer „Kronprinz Friedrich Wilhelm“ ist am 26. Oktober Abends in Antwrrvén angekommen. Drr Reichs- Posidampfer .Oldenburg“ i1_t am 26. Okrobrr Nachmittags in Antwerpen angekommcn. " _

London, 28. Okwbrr. (W. T. B.) Der Uniondamvxer „Asbenian ' ist am Sonnabend auf der Aquaiie von Southampton abgrgangrxi. Der Uniondamvfer .G_uelpb' ist gestern auf der Heimrriie von den Canarischeq Injeln ab: gegangen. Der Union-Damvfsr „Swartan' i1t_g€stern aus dcr AuskeiseronMadeiraabgegangcn. DLTÜUiOUdQMPsLk-GÜU1“ iii gxstern auf der Außreiie in Kavstgdt angekommen und dsr Union- dampfé'r .Gooth“ auf drr Hrimrsixe von Kapstadt abgegangsw Dkk Castledamvfrr „Garth Castle" ist am Sonnabend aui drr Aqurise an Southampton abgegangen. Der Castlédamvfer „Lisinore Castle“ isi Sonnabrnd aufder Heimreise in London angekommen. _ _ _

Antwrrpen, 29. Oktobkr. (W. T. B.) Der Genirmderatb nabm einr Resolution an, nach wrlch€r Vom 1. Januar 1896 ab die in die Hafenanlagen Von Antwerpen einlaufknken Seesckyiffe eine Einheitßabgabk: von 50 CTS. für die Tonne an dir Stadt zu zahlrn [xabrm an Stckle_drr bisher gengltkn 94,3 Eis. Die Zu; schla Igedübren auf die verxäriedenen SchissabrtSabgabkn wrrden (Uls- gsho en.

Theater und Musik.

Konzerte.

Do:“; gestrige ZWthé Pbilbarmonischr Konzkri untrr Leitnng don Arskéur Nikisch begann mit drr bier bersits öftér gebörtrn und strts beifällig auigenomminsn Ouvertüre zu „Sakari- lala“ Von E. Goldmark. Dann folgirn,von Herrn Raimund don Zur-Mühlen korgetragen, zwei Gesänge? ans Wagner's „Meistkr- fingern von Nümberg'; der außrrordentliche Kraftaufwand der Stimme kam dem Vortrag drs Wrrbrgesangs sehr zu stattcn, wrniger jsdock) drm größere Zartheit erfordernden PrLiÖliLd. Das S1k81cht o:*ch€strr Wielt? dikrauixum 1. Mal: Präludium, Adagio und GQVVUL von Sebastian Back). für Streichorchester eingerichtet don S.Bachrich, mit vorzüglicher Präzision und Grazie des Auxdrucks. Die Gadotte mußte auf Wunsch wiedsrbolt werden. Die sodann folgenden Lieder- vorträge: ,Die Allntacht“_von Schubert, .Der Soldat“ Von Schu- mann und .MeinE Liebe ist grün“ von Brahms, welche dem Naturell

Die Ausführuxtg sämmtlicber Orcheßenvrrke unter der energischen und

umfichtigen Leitung des- Kapellmeisters Niki cb war eine sehr lobens-

wertbe; auch die Klavierbegleitunk zu den esängen, die sicb in den

Zxkscbickten Händen des Herrn Vi tor Beigel befand, verdient An- ennung.

Für die schon angekündigte, am Donnerstag zum Westen des .SonntagbeimS' in der St. Marienkirche stattfindende Auf- führung des Mendelsfobn'scben Oratoriums ,EliaS“ (unter

Kwirkung der Konzertsängerinnen Frau Müller-Ronneburqer und Frau Anna Fecht, der Herren Kammersänger Göße und Staudigl, des Otto S midt'scben Chors und des Neuen Berliner Symphonie- otcbesters unter der Leitung des Herrn Otto Schmidt) sind Billets zu 3, 2, 1 „kü bei Bote & Bock, bei dcm Küster Lehmann (Bischof- ftraße 5) und Abends in der Kirche zu haben.

Aus St. Petersburg wird dem „W. T. B.“ bsricbtet: Am Sonnabend Abend fand in den; voÜbese ten Saale der Adels- versammlung ein von deut!chen Ge angvereinen mit Sym- pbonie-Orcbester ausgeführtes Konzert statt, welchem der deutsche Botschafter Fürst Radelin beiwobnte. Zum Vortrag gelanaie auch

_ der „Sang an A*:gir'. Die Ausführung fand stürmischen Beifall.

Maunigfaltiges.

Im Verein zur Beförderung des Gartenbauezs wird am Donnerétag, den 31. d. M., Abend:? 6 UHr, Herr Profenor [)x'. Volkens eins:: Vortrag über den „Kilimandscharo und Wine Bedeutung für den Gartenbau“ halten. Die Versammlungen drs Vereins finden im Wintrr im großen Hörsaal 1)?! Königlichen Landwirtbschaitlicben Hochschule, analidenstr. 52, statt (Eingang von der Rückseite des Gebäudes). Gäste sind willkommen.

Der Vkrein deutscher Ingenieure Hat irn woriqen Jahre eine_ goldene (Hrar- bxxf - D enkm ünze gestiftet, welche zur Verleihuna an wlcbe Männkr brstimmt ist, die sich durcb wi11ensch3ftliche und vraktistbe: Leistungrn auf dem Gebiets drs Jngrnieurwesens angr- z€ichn€t babsn. Bisher ist diezse Denkmiinze Verliehsxi worden an die

errén Proféffor C. Bach (Stuttgart). Grbeimer Kommerzien-Natb 2- Schicbau (Elbing), Profrfior O. Jnße (Aacbcn), Gebeimrr Rath, Professor Dr". (H Zeuner (Dresden) und den inzwischen vérstorbenen Gebrimen Kommerzicn-Ratb H. Gruson (Magde- burg-Buckau). _ Um Entwürfe für die Begleit-Urkande zu diesen Denkmünzen zu Erlangsn, hat der Verrin j-Zßt einen Wett- bewerb ausgesckorikbrn und dafür1050 .46 zur Vrrfüaung gksteÜt. Die näheren Bedingungkn diksks Pirisaussckorribens sind dri der Geschäftsstekle drs Vkreins Deutschsr Jngcnirure: Berlin 17., Wilbekm- straße 80 3, unrntgeltlicb zu 'erb-alten.

Am Frritag, dxn 1.November, 2113on 8-1 Uhr, wird im Hörsaal der Königlichen Akademie der Künste, am SÖiUkEZPlQJ 6 1 (Bau-Akademie), cin Öffentlichr Vortra,; über .das Wesrn der Sirny- arapbis“ don dcm Zwritcn Vorfißrndrn dcs ältrsien Sjenograpdiscbrn Vsreins (gegr. 1844) Herrn L. Loepert grhalien werdkn, wozu der Eintritt jékérmann uncntgrlilicb ireistrkxt. Hieran wird der Vor- tra-gende einen Unterrichtg-Kursns in der Stolze'scben Stenogravbie (amtlich in ANWSUOULLZ im Nsicbsiage und in den preußischen Parlamentrn) anschließen, Übkk Wklckxen das Nährre noch brkarmt gemachf werdén wird.

In “dEr Urania wird morgen Abend Herr Dr Naß seinSn interr'ssanten Exvxrimcntal-Vortrag übcr (HaHalühlicbi, S::iritusszlüb- licht, Acetykn 2c. noch einmal wiederboken. Für die Übrigen Abende der Woche ist der neue dekoratiVe AusstattungWortrag „Vom Fels zum Meer" angessxzt.

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K_ultus-Minifter von Sevdewiß, der Minister des Innern von Mevsrb und die Svkßm_ der Behörden wohnten dem Feskakt bei. Der Minister hielt eine Ansprache, der Stadtkommaudant verlas die :- kunde. Vorher batten gekrennte Weibefeiern für den evangelischen und katholischen Theil der Kirche stattgefunden.

Laibach, 28. Oktober. Wegen Hochwassers ist der Babu. verkehr theilweise unterbrochen. Jm Morastgebiet sieben die Straßen bis 1? m unter Waffer. Die tiefer eTegenen Theile der Stadt Gottscbee sind überschwemmt. Unglücks älle smd bisher nicht gemeldet worden. '

Agram, 28, Oktobrr. Infolge anhaltender Regengüsse ist die Save im Steigen begriffen. Die Gefahr einer Ueberscbwemmuna steht bevor; auch Sissek ist gefährdet. '

Toulon, 28. Oktober. Ein Reitxyngsboot „des anzerscbiffs ,Devastation ' stürzte, als es aizfgebißt wurde, ins eer. Zwei Matrosen wurdsn von dem Boot erjchlagen, ein dritter ertrank.

Rom, 28. Oktober. Infolge des Regens ist das Waffer des Tiber bedeutend estiegen; (TZI Orte und Stimigliano wird gemeldét, daß an die Nebenflüne des Tiber beträchtlich anschwellen.

Sofia, 29. Oktober. Ueber die Ueberscbwemmung in Süd-Bulgarien wird dem „W. T. V.“ weiter gemeldet: Seit gestern ist die Eisrnbadnverbindung Sofia-Pbilivpopel wieder bergesteüt: an dyn unvassierbaren Sieüen wird der Verkehr durcb Umsieixien vsrmittslt. Blättermeldungen zufowe ist der durch die Ueberschwemmungen Vsruriachte Schaden größrr, als di? ersten dar- über einßelaufenkn Nachrich13n angaben._ In dem Dorf Seldschikowo find 150 (Gebäude zkriiört. Die L_Oörfer Nowy : Srlze und Pwliqurnowo sind fast ganzlich “verschwunden. In Stanimaka wurden, von anderen Verlusten abgesrhrn, 60000 cbm Holz weggeschwemmt. Dis Vor- stadt ron Pbilivpovel hat Viélk B(sciyädigungen erlitten. _ Prinz Ferdinand, Wklck)?! seine Rsife nach_Scfia in Pbilivyovel unterbrocbkn hatte, um die von den Usher!chwemmung€n beimgemcbten Stadttbeile in Augenschein zu nebmsn, rvurdé_ dem den armen, meist mobamrdaniscbrn Einwobnrrn herzliciyst begrüßt und übsrgab dem Präfektrn 10000 Fr. zum Brit?" der Béschadigten.

Nack; Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Wien, 29. Oktober. (W. T. B.) Der Wiener Gemeinderat!) hat 56111? Or. Lueaer mit 93 Stimmrn zum Bürgermeister gewählt; 41 weißeStimmzetth wurden abgrgrben, cin Gemeinderatl) vatte nch schriftlich ent1chu_l_digt.

Paris, 29. Oktober. (W. T. B.) Der Pränderzt Fauré empfing heute Vormittag Nihat, mit welxhem er die Lage besprach. Für Nachmittag wird er den Priimdrntcn des Senats Challsmel-Lacour _und dsn Prändenten der Dcputirtenkammer Vrisson 511 sich cntbirten (affen.

Konstantinopel, 29. Oktobrr. (W._T. B.) In den der Pforte nahestehenden Kreisen fährt man sort, dic Darstel: lungen dereuropäischcn Presse Über 81116 beunruhigend? Gestaltung der Dinge in Konstantinopel, Über entdeckte Vcr1chwörungen unter den Mohamedancrn, über Hinrichtungen xc. als jeder Glaubwürdigkeit entbehrendc Erfindungen zU bezeichnen. Diese Kreise zeigrxi große Zuversicht und erklären aUe BUorg- nisse wegen der weiteren Entwicklung der Dinge" für grundlos;

des Gesangssolistrn ganz besonders rntspracben. fandrn vielen Beifall. Den Beschluß des Konzrrts macHte die zweite SvmpbOnie (()-ck11»)

K!arbcsit drr Durckzfübrung bétrifft, drn bestyn klassischem Vorbildern nachstrrbt und von Sas zu Saß das Jnterssse des Zuhörérs steigert.

Dresden, 28. Oktober. In Treédexi-Albertstadt fand, wie __ _ „W. T. B.“ msldri. brut? Mittag die feierliche Grundstrin- von Brahms, die, was Originalttat der thema1i1chen Erfindung und legung 311 dem Thurm der Garnisonkircbe statt. Seine Majrstär der König, die Prinzen des KönigliÖrn Hauses, die Generalität, der Kriegs-Minister General-Lieutenanr Edler von der Planitz, der

in szid herrsckze volle Ruhr,. Bexäglick) Kretas liege nicht?- vor, was die beunruhigenden_Gerü päischen Presse rechtfertigrn konne.

te eines Theiss der euro-

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Brilage.)

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Wetterbericht vom 29. Ottobsr 8 Uhr Morarns.

Bar. auf 0 Gr. u. d.Me€1'c-ssp.

Sxationrn. Wind. Writrr.

in " (Cclfius

red. in Millim TemVLratur 50 C. = 40 R.

halb 59!)- halb bed. ' wolkig

Dunst

wald (ssd. ck bedeckt bedrckt

Belmullet. . 765 NNO Abkrdéen .. 761 NW Cbristiansund 755 WSW Kopenhagen. 757 SW Stockholm . 759 SW Wanda . 757 oskau. . . 756 RM Coerueens- ** town . . . ; 763 Cherbourg . é 756 ldkr. . . . -. 758 vlt ..... ? 755 burg . . ck 759 “winemünde & 760 Neufahrwaners 762 atis . . . . ' 758 ünsier. . . 758 KarlSrube. . | 762 _ Wiesbaden . 762 sii München . . _“ 764 W ."- Cbemniy . . ; 763 Berlin. . . . ; 761 Wien . . . . Z 764 Breslau. . . Z 763 Ile d'Air. . l 760 Z 5|Regen Z Nizza . . . . - 762 2w01kic: Triest . . . . ; 764 O 1wolkig 10 1) Reif. 2) Reif. Ukbersicht der Witterung. (Tine brsite Zone nirdrigen Luitdruckß erstrkckt fich von der Vianyasee nordnordviiwärrs nach Nord- norwcaen, während wrsilich von Irland rin baro- metriicbrs Maximum erschienen i't. Der _Druck- verti'ciiung entsprechend, wrben übcr dcn Brit11chrn Inseln mäßige nördliche. Üb?!) chtral- Europa schwach? südliche Winke. In Dsutschland dauert_da§ kühle, trübe Wetter mit gele'getijlichen Niedkrichlagen fort; siküenweise ist Schner geiaüen; Memrl batte Gewitter, zu nybaven und Wilbemebave-n wurde Wetterleuchten beobachtet. Fortkau-Ir der trüben Witterung noch wahrschrinlich. _ Deuticbr Seewarte.

* Theater. Üüuigjiüze §chayspiclk. Mittwoch: Opérn-

Haus. 146. Vorstellung. Fidelio. Ober in 2 Aktsn Von Ludwiß va:; Brktkéovrn. Text nach

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d(xm Franzöfischen Von Frrdinand Treitscbke. Neu! Donnerstag und Freitag: Der tapfere Car-

in Eren? 52818th vom Obkr-RegiffeurTeßlaff. Disko- rative Einrichtung vom Ober-Jnspektor Brandt. Diri.xent: Kaveümeister Weingartner. Zu Bégiiqn: „Ouvrrture Leonore (Nr. 3)". Anfana U Uhr.

Schausrielhaus. 235.V0rste[1ung. Ein Sommer- nachtstraym von WiÜiam Shakespeare, übersetzt yon Auguit Wilbrlm Von Schlegel. Mufik von Felix MOndrléirÖn-Bartboldy. Tanz von Emil ,raeb. In SCENE géirxzt vom Ober-Regisieur Max Grube. Tskoralivr Einrichtuna vam Ober-Jnspektor YrFihdt. Dirigext: Karkümsister Dr.Muck. Anfang 7 r.

Donnersia-z: Irernbaus. 147.Vo_rst€[lung. Der fliegende HoUäuder. Romantiyche Oper in ZNkkcn O_on Richard Wagnkr. Anfanz 7? Ubr.

Sébauwiekkzauö. 236. VrriieUung. Niemand weiß es. Drsi Bilk?!“ von Thecdvr Wolf. _ Frauenlob. Lustsrikl in Z Aaizügrn von Rudolph Lothar. Anfang 7"? Ubr.

Dentsrhes Chenin. Mirtwwch: Der Meister von Palmyra. Anfang 7.) Uhr.

Donnerstag: Die Mütter.

Frsitag: Robinsons Eiland.

Nerlmer Theater. Mittwoch: Nachruhm. Anfang U Uhr.

Donnerstag: Nachruhm.

Freitag (9. Abonnements- VorsieUung): Der Pfarrer von Kirchfeld.

Tesßng-Theater. Mittwoch: Gräfin Fritzi. Aniang 7 ck Uhr.

Doynerc-tag: Der Dorneuwcg.

Freitag: Madame Sans-Géue.

Residenz - Theater. Direktion: Sigmund Lauteyburg. Mittwoch: Der Rabcuvater. Schwank in 3 Akten von H. Fr. Fischer und Josef Jarno. _.Vorber: Aber die Ehe! Komödie in 1 Akt von P. Linsemann. Anfang 7k Uhr.

DonnerstaZlund folgsnde Tage: Der Rabeuvater. _ Vorher: ber die Ehe!

Friedrm) - Wilhelmaadiisches Theater. _ Chauffee'st'raße 25-26. Mittwoch: Gastspiel der Lilipntauer. Jeden Abend 74- Ubr: Die Reise nach dem Mars.

KMS Thrater. Schiffbauerdamm «.,.-5.

Mittwoch: Ter Militärftaat, Schwank in LAZER von Gas?» Von Pisser imd Tdiw vcn * ro a.

dunois. Schwank in 3 Akten von Alexandre

Bison. Deutsch von Lou Brion. In Scenr geseßt

von Sigmund Laufenburg. _ Vorher: Zehn-

tausend Fuß hoch! Plauderei in 1 Akt von Fris

Wangenbrim. Regie: Sirgfried Jelenko. Sonnabend: Der Militärftaat.

Theater Unter den Emden. Direktion: Julius Fri sche. Mittwock): Mit neuer Aus- stattung: am ersten Male: Die Kayw- schülcrin. Operette in 3 Akten vOn Hugo Witt- mann. Musik von Carl Weinbrrger. In Scene eseZt vo'm Ober-Reaiffeur Herrn Epstein. Dirigent: ZO"! Kapellmeister Jedermann. Anfang 75 Uhr.

Donnerstag: Die Karlsschülerin.

Adolph Ernu-Theaier. Mittwoch: Varade- bummlcr. Beseßung der Hauptroüen: Anna Bäckers. Josefine Dora, Ida Schlüter, Adolph EML, Ju_lius Eyben, Hugo Haßkerl, Richard Jürgas, Gmdo Ttelscher, Carl Weiß, Georg- Worlißsch. Anfang 71 Uhr.

Donnerstag: Dieselbe Vorsteüuna.

Sonntag, den 3.910dember, Mittags 12 Uhr: Zum ersten Molex Der kleine Lord. Kinder zabxen auf aßen Maßen die Hälfte.

Bentrnl-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. Dirkktion: Richard Schw. Emil Thomas (1. G.

Mittwoch: Eine tolle Nacht. Große Aus- stattungsvoffe mit _Gesang und Tanz in 5 Bildern von Will). Mannstadt und Julius Freund. Musik von Julius Einödsbofer. In Scene gefaßt vom Dirkktor Richard Schuss. Die Tanz-Arranqements vom Baüetmeister Gundlach. Anfang 74- Uhr.

Donnerstag: Eine tolle Nack".

Konzerte.

Uonzrrt-Hans. Mittwoch: Karl Meyver- KoUzcrt. Oui)..MarcoSr-ada'.Auber. ,Phézdre, M.;:énkt. .Banditsnstrriche', Suppé. ,Tigruner- ständcben“ yon Nebl. .Traum-Walzer“ von Millöcker. Phantasie aus .Der Frcischüß“ von Weber. Trou- badour-Pbantasie für Violine von Mark) (Herr Carnier). „1571131505- 'i)i'i11:1r1r6" für Piston von Arkan (Hrrr Wkrner).

Baal ;Errijuein. ??Linkftraß. 42. Mirtwoch. AnfangZUbr: Licdcr-Abend von Mary Forrest.

Zirkus Renz. Karlstraße. Mittwoch, Abends 7? Uhr: Gryße Extra - Vorstellung. Sen- sationeUer Erfolg! 1870/71. _Neu! Großes militärisches Ausstattungsstück mit Tanzen. Graphic: rungen. Gsfechten zu Fus; imd zu Pferde in zwei Abtbeilungrn von Direktor Fr. Renz und _dem Grcßderzoglicben Hoi - Vasletmsixter A. Steins. Außrrdem: .soo,]0u dippique mit 76 Frsibeits- Pferdkn. 1) Der osivccvßxsche Hengst Bl-wrel. 2).Die Spazierfabit cines Jagdbsrrn, aus.;exüdrt von 5 Rappbengsten. 3) MOnstre-Tableau von_ 70 der edelsten Freibeitßpseide. Sämmtlicbe P.'srde dresfiert und in rsibsit Vorgefiibrt Vom Dzrrkwr Fr. Renz. Herr ' ittcr von Rencoff miLLemem Schulpferde Sfobslyff. Zum Schluß der Schule: Original! Der phäuoyteugle Baguettesprnng. Original! El Bolero, Wanixche hohe Schule ge- ritten yon 6 Damen und 6 =I;)csrren. "l'ho mar- fellous ae [(ock-“l'rio. Auftreten dsr ber- vorragendsten Neitkünstlsrinnxn und Reitkünstler. sowie der vvrzüglicben excrntrijcben Clowns Gkbrüder Villand und des rénommierirn OriZinal-Clowns Mr. Gobert Bekling. AÜes Nähere aus Plakatrn und Austragezette'ln ersichtlich-

Donnerstag, Abends 7? Uhr: 1870/71.

_ Familien-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Anna Lüdke mit Hrn. Steuer-

ZSfozernumrrar Georg Ullrich (Oppeln_Volkers- 9 - .

Verehelicb't: Hr. Prem. - Lirui. Bodo von Tresckow mit Frl. (Emilie von Henninges (Lugano). _ Hr. Rittmeister . Weidlich mit Frl. Htxlene Von Doetinchem dr ande (Löws). _ Hr. „Yaris von Madsyski mit Frl. Clara Bracknkr(Ber1m_

Bladen). _ Hr. Lieut. Lothar Ganse mit Frl.-

Hedwig Zecbklius (Kreuzburg, O.-Schl.) _ Geboren: Eine Tychter: Hrn. Regierungs- Ratb von Borck (Eriurx). _ rn. Lieut. a. D Baron von Obeimb (Rittergut „außen). _ Gestorben: Vkrw. Fr. Lcontine Von Zakeltts, geb. Gräfin zu_ Lvnar (Eicvow). _ Fr. Anna von Teschen, geb. Oolborn (Berlin).

Verantwortlicher Redakteur: S i em e n r o i h in Berlin.

Verkag drr Ervcdition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddkutkcben Buchdru-Feréi und Vérlagé- An'stalt Berlin ZKM Wilkyelmitraße Nr. 32. Sechs Beilagen (einschließlich Bör7en-B2ilage), sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des öffent- lichen Anzeigers (Kommanditgesellschaften auf

Aktien und Aktiengesellschaften) fiir die Woche vom 21. bis 26. Oktober 1895.) __.

» zum Deutschen Reichs-Anz

.NTSSD.

Königreich Preußen.

' A n w e i s u n g über die Aufnahme und Eytlassung von Geistes- kranken, Idioten und Epileptischen in und aus Pvi-vat-erenanftalten (§30 der Gewerbeordnung),

“sswie über die Einriétung, Leitung und Beauf-

sichtigung olcher Anstalten.

Unter Aufhebung des Erlasses vom 19. Januar 1888 (M-Bl. d. i. V. S. 39) und der u seine_r Ergänzung später ergangenen, sowie der allgemeinen_ orschnfien in dem Erlaß vom 17. Juni 1874 (111. 2493) bestimmen wir, was folgt:

1. Aufnahme. § 1

_ Die Aufna me einer Person in eine Privat:Anftalt für Gmfteskranke, I ioten und Epileptische darf nur auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses erfolgen, aus welchem ersichtlich fizid: Veranlaffung zur Ausstellun und Zwrck dcs Zeug- mffes, Zeit .und Ort der Untersu ung, die dem Art ge- machten Mittheilun en einerseits und i_eine eigenen ahr: nehmungen andererßits. Das Zeugnis; 1911 sich darüber aus- sprechen, an welcher Form geistiger Störung der Kranke leidet, und begründen, weshalb er der Aufnahme in die Anstalt bedarf.

2,

In_ der Regel soll das Zeugnis; vom KreiSphyfikus oder, wenn d1e__ser behindert oder_21rzt der Anstalt ist, von dem für das Phynkat geprüÉtÉn KretSrvundarzte des Kreises, in welchem 'der ermke-Femen obnfiß hat, auSgesteUt werden. Ist auch dies nicht an_ ängig, so xrfolgt die Agsstellung durch einen anderen Phys: us odcr fur das Physikat geprüften Kreis- wundar 1. Der leßtere hat seinem AmtScharakter den Vermerk hmzuzu "gen, daß er für das Physikat geprüft ist.

, 3. Liegt _bereits ein den Anéordcrungen des § 1 entsprechendes Zeugnis; eines Arztes vor, so genügt 02, wenn der beamtete rzt 2) auf Grund persönlicher Untersuchung drs Kranken dem, Inhalt des Zeugnisses beiiritt.

§ 4.

In dringenden JäUen kann die Aufnahme vorläufig auf Grund eines nach orscbrift de§§ 1 abgefaßten Zeugnisses eines xrden“approbierten Arztes erfolgen. '

Auf diese Weise Aufgenommene müssen jedoch spätestens innerhalb 48_Stunden nach der Aufnahme durch den Phyfikus oder, wenn dteser_behinderi oder Arzt der Anstalt ist, durch den Für das Physrkat geprüften Kreismundarzi, oder durch den Phynkus eines benachbarten Kreises untersucht werden. Der Untersuchende hat sofort ein Zewniß auSzusteUen, welches für das Verbleiben des v_or1äufig _AUJZenommenen in der Anstalt oder für seine Entlaßung maßgebend ist.

__ In zweiie1haftrn Fällen *ist die Unt€rsuchung in kurzen Fristen zu Wiederholen; daZ Zeugnis; ist alsdann spätestens innerhalb zwei Wochen nach der AUfnaHme auSzu'ftrUen.

J" 5.

_Von der nachträglichen amtsärztlichen Untersuchrmg kann abgcjehcn wsrden:

1) wenn der Kranke mit einem privatärztlichcn Zeugniß, welches de_n Vorichrifien des § 1 genügt, auf Aritrag des ihm als Geivteskranken bestellten Vormundes aufgenommen worden ist;

2) wenn das nach Vorschrift des § 1 abgefaßte Auf: nahmezeygniß von dem ärztlickßen Leiter einer öffentlichen erexiamtalt oder einer psychiat 1 chen UniversitätsKlinik unirr Verfugung des Amtscharakters auSgestcllt worden ist.

- “1

Die Aufnahme eines Kranken in Eine Privatanstali darf nur innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach der leßten ärztlich8n Unterjuchung erfolgen,

Der Zeityunkt dcr leßten Untkrsuchung ist in dem ärzt- lichen Zeugniffe anzugeben.

7.

Die Uebernabxm eines Kranken aus einer anderen Anstalt _ sei es eine öffentliche oder eine private _ darf nur er- folgen, wenn von dercn Vorstand ein Uebergabe- schein und eine beglaubigte Abschrift des Auf: nahmczcugniffcs, zutrrffcndenfalls auch des Nachweises der erfolgten Entmündigung, sowie ein Zeugniß über dcn Fortbestand der Krankheit Übergeben wird. Das Zcugniß ist von dem ärztlichen Leiter der Anstalt aUSzustcUcn, in der sich drr Kranke bisher bcfundsn hat, Und hat sick) darüber auSzu: sprechen, ob daes Léidrn als 1)€i[bar anzusrhen ist.

§ 8.

Die Aufnahme eines Kranken ist binnen 24 Stur-den der für die Anstalt zuständigen Orts-Polizeibrhörde vertraulich anzuzcigen. _ _ _

Ist die Aufnahme ohne Wiiycn der Polizeibrhorde des Wohnorts erfolgt, so iir außerdem dirser Vrliörde binneii dcr- selbcn Frist unter Bxifügung 6171?!" brglaubigteii Abychrist dcr Aufnahmezcugniffe und der Ucbcriveiyungspapiere vertrau- liche Mitrhcilung zu machen. _ _ _

Innerhalb derselben Frist ist die Aumahme nicht _cnt- mündigier Krankrr dem Ersten Staatsanwalt dechyigßn Gerichts, welches für die Entmündigung des Kranke_n zu_1_tandig ist, oder fakls diese: Gericht unvckamit ist, dcm__Er74_en ;taatH: anwalt de-Ijenigen Gerichts anzuzrigen, in dcncn Bezirk die Anstalt lirqt. _ _ _ _

Die Aufnahme entmündigirr Kranker in dem zuxrandigcii Vormundschafthcricht anzuzeigrn.

9.

Bei Ausländern ist die 5 ufnahme auck) drm für dir Anz stalt zuständigen RégierungsWräfidentcn anzuzeigen. ),)icrbri ist die Person odor die Behörde, welche die Aufnahme ver- anlaßt hat, und der HeimathSort des Kranken anzugeben.

Erxste Beilage riger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, DienStag, den 29. Oktober

11. Entlassung und Beurlaubung. § 10. Die Entlaffung muß erfol en, weiin 1) der Kranke geheilt it, _2) sein geseßlicher Vertreter die Entlassung fordert. Ist der Kranke unter Mitwirkung einer Polizxibeyörde ayfgenommen, so darf die Entlaffung nicht ohne Zustimmung dieser Behörde erfolgen. § __

Beurlaubungen eines Kranken aus einer Privatanstalt dürfen die Dauer von wei Wochen nicht überschreiten und in dem Falle des § 10 Abzs. 2 nur mit Gruehmigung der Polixei: behörde stattfinden. Eine Rückführung nach Ablauf dieser Zeit gilt als Neuaufnahme. Z 12

Ein Kranker, welcher als für sich oder andere gefährlich zu betrachten ist, darf nur entlassen oder beurlaU'ot werden, wenn die Polizeibehörde de? ukünftigen Aufenthaltßorxs auf vorherige Anzeige der Anstat der Ent1affung oder Berw- laubUng zustimmi und wcnn für die naher? Ueberiührurig gesorgt ist.

Ist die unmittelbare Ueberéöhrung in eine _andere Anstali fichergestellt, so qenügt es, da die Polizeibehprde des Orks der entlaffenden Anstalt vorhxr1anachrichtigt mtrd.

Sobald die'Entlaffung eines Kranken thatsäch_lich erfolgiist, so muß davon den in Z 8 genannten Behörden )ofoLt Anzeige Jemacbt werden unter ngabe des__Tage_s der Enilanung und

es Orts, wohin der Kranke entlaUen ist.

Diese Bkhörden sind auch dann zu benachrichtigen, worm ein Kranker gestorben ist oder sich aus der Anstalt entfernt hat,

111. Bestimmungen über freiwillige Pensionäre. § 14. Beabsichtigt der Unternehmer freiwiUige Vcnfiomäre, d. [). Lolche Kranke anzunehmén, die (L_Us eigener Entschließung in ie Anstalt einzutreten wünschen, 10 bedarf er hierzu der Er: laubniß der Orts-Polizeibehörde. Vor ihrer Ertheilung hat sicbdie OrtL-Polizeibehörde der Fustimmnng dcs RegierungS-Präsidenten zu veryrchern, die in andkrcisen durch Vermittlung des Landraths einzuholen ist. Die Erlaubnis wird mir unter Vorbehalt des ]ederzeitigen Widerrufs ertheilt. Z 15.

“Die Genehmigung darsnur einer Anstalt er1heili werden, in welcher ein Anstaltsarzt WNW.

Zur Aufnahme eines Pensionärs ist erforderlich:

1) eine ärztliche Bescheinigung der Zweckmäßigkeit dsr Aufnahme vomwodizinischen Standpunkte,

2) die schriftliche Einwikligung des Pensionärs selbst, die, wenn er einen gefeßlichen Vertreter hat, von dirsem zu ge: nehmigen ist.

Die Aufnahme ist binnen 24 Siunden bei der Orts: Polizeibehörde der Anstalt eranulich anzuzeigen.

'I .

Anträgen auf Entlassung muß, wenn fie von den geseß- lichen Vertretern der Pcnsionäre ausgehen, in jedem *“aÜe ent- sprochen werden. Die Ablehnun eines von dem 5 msioriär selbst gestellten Antrags darf nur ?tattfindcn, wenn zuglei der AnstaltHvorftand das im § 4 vorgesehene Vrrfahreri ein eitet.

_ Dic Entlaffimg ist alsbald drr Orts-Polizcibehörde 16 Ab). 2) anzuzeigen. 11'. Einrichtung und Leitung. . § 18. _

Die Privatamtalten für Geisteskranke, Idioten und Epi: leptifche untcrlisgen den allgsmcinen gesundheitßpOlizeilichen Vorschriften über die baulichen Und technischrn Einrichtungen von Krankenanstalten. Außerdem grltrn für die Privaß anstaitcn folgende brsondcrc Bcstimmuugen:

1) Die AM'taltcn müßen, soweit es sich nicht Um wirth- schaftliche und Bureauangelegenhciten odcr um den Unterricht der Krankrn handelt, von einem in dsr Psychiatrie brwanderten Arzt grleitet werdrn, der diirch längere Thätigkeit an einer größeren öffentlichen Anstalt oder an einer psychiatrischen Universttäisklinik _ wenn auch als Volontär _ fick) die nöthigen Kenntniffe verschafft hat. '

2) Der Unternehmer der Anstalt bkdarf für die cigéne Ueberuahme der ärztlichen Leitung oder für die Anstellung des leitenden Arztks" der Genehmigung dsr OrtS=Polizsibch6rdr, die nicht ohne Zustimmxmg dcs chisrungS-Präfidenten zu er- theilen ist. _

Die Grnrhmigung kann zurückgenommen werden, torun die Unrichtigkeit der Nachweise dargkrthan wird, auf Grund deren sie ertheilt worden ist, oder wenn aus Haydlnngcn oder Unterlassungen des Arztes sich dessen Unzuvrrlässtgkcit in BezuZ auf die ihm übcrtragenc Thätigksit ergiebt.

') In Anstalten, in denen hcixbare Kranke Aufnahme: finden, odcr wslchs für mehr als 50 Geisteskranfe odrr mehr als 100 Epileptische bestimmt smd, muß mindestens ein nach Vorschrift der Nr. 1 ausgebildetcr Arzt wohnen.

4) Usbcrstrigt die Zahl der Geisteskranken 100 oder drr Episeptischcn 200, so muß ein zweiter Arzt brstclxt werden und in der Anstalt wohncn. _ _

Für 0611370011811 Arzt 111 zivar cbenfaÜE der Nachweis einer psychiatrischen Vorbildung erforderlich, dock) brauchen in diescr Beziehung nichi die Bedinmmgen erfüllt zn werden, die an dcn leitendcn Arzt zu stellen sind.

5) Sind. mehr aks 300 Geisteskranks oder nirkw als 400 Epiirptisckic in Böhandlung, so kann für je 100 (Heisteskranke und je 200 Epileptische dic Anstellung cines Weitercn Arztes angeordnet wxrdcn. _ _ _

6) Für jrdcri Kranken müffsn Pemonaxakten 111111071- laufsndcr Krankrngcsckxickztc vorhandon sein; außerdem mut; cm Hauptbuch (J) und eine ZUZ und Abgangéliste [Z) nach den beifolgcndr'n Anwciwngen chi??? wrrdcn.

8, - „„ _ Der Unternehmer hai drm (ritsndrn Arzt ::amrntlich folgende »„blicgcnßriicn zu ubrrtragsn:

1595.

1) Die Anordnung der Isolicxun eines Kranken _ ab- Ysehen von Noihfällen, in_ denen zedoZ) nachträgliche ärztliche

enehmigung erforderlich ist _, 1omte die Eintragung jedes Falz? von Isolierung in ein besonderes, hierfür bestimmtes u .

2) Die Anordnung etwaiger mechanischer Beschränkung eines Kranken durcb sogenannte Jacken, Binden oder ähnliche Vorrichtungen, sowie die Eintragung ]edes wichen Falls und des Grundrs der Anordnung in ein besonderes, hierzu be- stimmte?- Buch.

3) Die Anordnung der einzelnen Kranken zu gewährenden brsondcren Kost und Verpfsegung.

4) Die Bestimmung über die gesammte Thätigkeit des Wartsversonals, soweit es sich um die Krankrnpflege handelt.

5) Die Beantwortung alLer schriftlichen und mündlichen Anfragen von Behörden, Anysrwandten und grscßlichen Ver- Zreießn, sowrit die Anfragen 11ch auf den Zustand der Kranken USZW M.

Außerde'm darf der Unternehmer Verlegungen von Kranken auf eine andere thhciiung, die Beschäftigung der _Kranfen und die aUgemeine Regelung ihrer Beköstigung, wwie die Vertheilung des Warrepersonals nur miiZUstimmung de?- lriiendrn Arzt??) vornrhmeR,

?. Braufsichtigung. _ Tiex Priqaianitalien werden regelmäßig dUkck) den zu- nändrgsn thifris Odsr _einen zu deffrn Vertreter bestellten Medizinalbramren und außerdem dUL'Tk) eine von den Ministern der_Mediz'malzAngeiegenhritr-n Und dss Innern eianseHende Beiuchskommiiyion brüchiigt. . ., . Z "21- . Tre Beuchtrgungengmden unvrrmuthet )mit, und zwar:

_ 1) durch den Phyyikus oder dessen Stellvertrrter ohne bejondcren Auftrag aU1ährlich zweimal _ einmal im Sommer, Einmal im Winter _, _ _2) durch die_ __Besuchskomryiiiion in der Regel einmal ]ährlick). Tec zuitandrge thist har dieser Besichtigung beizuwohnen. _ __ _

Bei jeder Bcjtchtigung nnd dis Aerzte der Anstalt zur Anwesenheit und Ertheilung von Auskunft vawikichtet.

L 22.

Der Phyfikus oder des17en Stellvrrrrxrsr hat über jede von ihm vorgenommene Besichtigung dem ngisrUngsWräsi- ckan nach Anleitung des anliegenden Zch2mas ((') zu bx ri ten.

Außerdem ist betreffs des Wechsels u. s. w. der Kranken und der Zahl u. s. m. des Pers_ona1§ 'edeeZmal das bei- liegende bereits, vorgeschriebene statistisÉe Formular (])) auSzUiüllen.

§ 23.

__ Die Besuckzskommimon hat die unter 1 bis 111 des Schemas für dexi Bericht des Kreisphyiikus angeführien, außerdem sonst Wichtig erycheinende Punkte („außreichende Ver: sorgixtxg mit _Aer ten [, 18, 5], Verhalten des Wartepersonals, YoÜytandertt __er rankengeschickzten) zU brrücksichtigen, uber das rgebmg gn den Regierungß-Vräsidcnien zu berichten UPD hierbei “ur Abstellung vorgefundener Urbelstände die ge: ergneten Ma nahmen vorzuschlagen.

1'1. Schluß: und Uebergangsbestimmungen. . 24. _ Bei sämmtlichexi an __rund dieser Anweisung zu er- xtattendcnYnzeigm find, we_:_nn 1112 nicht mittels Postbrhändigungs: 1ch_eins erfolgen, die betrsffenden Behörden um rinr Empfangs- bestätigmrg zu er1uchen. § __ “€).

Als Aerzte im Sinne dicser Anweisxm sind UUr die im Tsutschen Nrich approbierten A*:rzts (J “' der Gewerk)?- ordnung) zu verstehen. _

Z' 26.

Ucberall, wo in dieser Anweisung vom Regierungs- Präsidenten die Rede ist, tritt an dessen Stelle für Berlin und Charlottenburg dcr Polixei-Yräfident von Berlin.

:.1.

Die Vorschriften diese'r Anweisung tretrn sofort in Kraft, soweit nicht in den folgenden Paragraphcn Etwas Andcres be- stimmt wird.

8 28.

Vrivatanstalten, denen die Genehmigung ziir Aufnahme frsiwilliger Pensionäre (Abschnitt 111) untrr arideren Voraus- seßungcn als drncn des § 15 ertheilt ist, dürfen künftig solche Kranke nicht aufnehmen.

Die Bestimmung im erten Saß? drs Z 14 gilt auch für bestehende Anstaltrn.

§ 29.

Bei den an Vrivatanstaltcn bsrsits thätigrn Nor ten kann, so lange sie bei derselben Anstalt verbleiben, vom » achweise der im F 18, 1, 3 und 4 gefordertßn Vorbildung mit Zu- stimmung des chierungS-Präsidrntcn abgcsshen werden.

Im Übrigen muß den Vorschriften des § 18, 3, 4 und 5, soweit sie nicht früher erfüllt werdsn können, bis spätestens zum 1. Oktober 1896 genügt wZezden.

Aus den im 8 18, 2 9'bs.2'9ngegeben_e_n Grüpden kgnn auch einem beim Inkrafttretrn diexcr Anmeiyung eme Anstalt leitendcn Arzte dicse? Lritunngthzogcn werden.

1

Auf die brim Inkrafttredten dirscr Anweisung bereits be- siehrnden Anstalten, deren Einrichtung der Pylizeiverordnun Über Anlagé, Ban und Einrichtung von offe_ntlichen un Privat:Krankcn-, Entbindungs: und Jrrenamtalten _vom 19. August 1895 nicht entsprechen, kommen die dort getroffenen Bestimmungen erst dann zur Amvexidung, wenn ein Neubau, Umbau oder Erweiterungsbau stattmidet.

Soweit die Brstimmungen der Pylizeivcrordnung m_)m 19. August 1895 8) nicht Maß grciscn, bcwendct _es für die chcffnna dcs jedcm Krank?" zu gcwährcndcn Luftraumq und für die Versorgimg dcr Annals nntBadccinrickxtungcn ber den bestohrndcn Bestimmungen.