" die Bemerkun nicht unterlassen, bas; es auffallen YYY, wenn eine grö ere Anzahl von Geistlichen Lemberg in dem An enblicke verlasse, in welchem der_ neuernzmnje Kardinal da elbst seinen Ein 11 _halte; denn dte_Verle1hung der KardinalSwürde an den ischof Sembratowrcz gelte axs ein Zeichen des hohen es, _welches sowohl_ der ngyt, als auch der Kaiser an dem Aufbluhen der ruth«e_mschen Kirche nähmen. Auch müffe er mißfällig bemerken), daß bie _Entsendiing dieser übergroßen Anzahl von _DcputatioixxMitgltebern eme ebenso kostspielige als angehörige DxmomtranZt) sei, welche sich keineSwe ?- als ein gceignetes Mittel zur Forderung des angestrebten wecks darstelle.
Der bea fichtigte Massenaufzug der Ruthepen durch die Stadt nach der .Hofbur war yon ber Polizei untersagt worden, Es fanden infolge effen keinerlei Ansammlungen auf
Stra en att. _ W Dasß ösTterreichische Angordnetenkjaus__ beneih aeftern, nachdem die Regierung dj_e Vorlage, betrenmd die Errichtun von landwirth1chaf_t11chen Yerufs- genossensZaften und vbn Rentengutern, zuruckgezogen hatte, übevden DiSpositionsfonbs. An der Debatte b?- theiligten fich die Abgg. Noske, Gra] Dubsky und Hagen: hofer, welche dafür, Pernerftorffer, 1)r._Lueg_er u_nd Lorse , wclche dagegen sprachen._ Lestércrerklarte, die fatbo- lische olkSpartei, welche sonjt eme zuwariende ;Hlexung ei_t_1- nehme, stimme nur angesichtsbxr Haltmig der ofnzwien Prey? g en diesen Posten. Der Ministßr- Branden! _Graf Babeni
lärtc, er erblicke in der Verbilligung des PapenH „DtSpo: fitionsfonds“ keine Vertrauensfrage. _Uebx-r d1e_ _Raten- verwendung werbe erin einem Jahre [eder xachl_1che:x_ Kritik Red_e stehen können. Hierauf wurde die Debatte geichlonen und bie Si ung unterbrochen. In der Abendnßung wurde der Dis- pontiontsfonds mit großer Mehrheit gxnebuiigt; fexner wurde das Gsies über das Urheberrecht _x_mt einigeZ AbanberunZen in der vom Herrenhause beschlove_ne_tz Fanung m_ a 211 Lesungen angenommen. Der Justiz-Mmmer Graf Gleisbach trat auf das wärmste für die beantrathn Aenbsrxmgen, b«_ sonders für die Ausdehnung der Ueberießimgsxrin o_ux dr_ei Jahre, ein und betonte, das Géieß bilde eineii_Mar_k_118m in der Entwickelung des Urheberrechts in den e_uropäixchen staaten.
Ter Budget-Ausichß genehmrgte das Budget- Provisorium bis Ende Marz 1896. -
Julien. _
Die Kommission dkS Senat?» genehmigte gestern, dcm Neaierungöentwurfe entipreckzend, die Verlangeru_ng der Gültigkeit der Außnabmegexeye gegen die An: archisten bis zum 31. Dezember 1896, _ _
Die Deputirtenkammer seßie gextern die Veraihtzng der Jnterpellationen über Y_frika _fori. TKz: Tepunxte Nttillio Luzzaii (regierungssrcunblich) begr_1_mdete_ eine Interpellation, worin er die Frage ftcUt_e,_ ob nch d1e_ R2: ierung nicht augenblicklich entscheidey_ mune, _entweder jeden JHedanken an eine Kolonialexpebition auxzizxzeben _obkr endgültige Anstrengungen zu machen,_ um die Schkarzg: keiten zu beseitißen und jxdcn Widerstand, der iich der Oberbsrrschafi Italikns m Eryzhraka und dem Enz: fluß Italiens in Acthiovicn enkgegkmteüe,_ zu br€chen. T_ie Teputirten di San Giuli_ano___(Oppojtiton), _Antonio Gaetani (radikal) und CLUU _(305) brgchten emxInter: pellation ein, in welcher ne 016 _gmkanichx Politik_ dex Regierung bekämpften. Dex Mimxter : Praxibent Crispi erqriff darauf unter allgemxmcr Aurmerkjamkeit des Hauses da?- Wort und führte, dem „V. T. B.“ zy_folge, aus, das; nichts geschehen i_ei, waH _begrixnbetex_Wene d_a_s Ver- :rauen des Parlaments in die qirikannche _Pol1t1k__der Regierung erichüttern kömxte. Tie rghmretche Ep11_ode von Amba-Aladji gehöre zu xerien, m_elcbe in _allen Koloma- kriegen unvermeidlich seien. Die Rexnerun konne nicht _dez; Unvorsichtigkeit geziebcn w-Zrden. Tex eral Baratieri habe das verlan 1, was er fur nothwendig gehalten habe, 11:11) die Re ierung abe mshr ge, eben, als er verlbngt hczbe. Die ersten 1achrichten von der emeguxia bes Feindes nammtcn vom 2. “Dezember. Er wolle baxnit mcbbwgen, daß der Gkneral Baratieri gefehlt habe. Die? ser ix_) wenig wahr, daß nach d_em Vorfall von Amba-Alad1i _ die Regierung den General Baratieri benachrichtigt habe, daß ne ihm_chr voilesBertrquen bewahre. Er weise die Beschuldigung *uruck, daß die_Regicrung geaexi das der Kammer gemachte ersprecben vernoßxxi hab?. Die italienische Flagge sei seit Juli in MakaUe gehißt, _und man sei nicht nach Amba-Nladji gegangen, un] das __Gebiet Talbos zu occupieren, sondern einfgch, um _e_i_ne ftrategnche_ Bewegung außzuführen. Der Minister - quyident seßie 1odann_ die Gründe aubeinander, welche es xen Dezember_ 1893 hatten rätb1ich erscheinen lasen, die Bewegung_ gegen T1g_re_zu urixer- anen. Alles, was seit Juli d. J. g_e1ch_eben, sei die lognche u nothwendige Entwicklung der Ekkl mffe imd dxr Verfolg eines Krieges, der von Italien nicht g ucht sei, und i_n ivel em es si in der Vertheidigung befinde. Es sei unmoglich, aß das arlament in einem Augenblick, in welchem gan_z Itqlien die egierung auffordere, ihre Pflicht zu thun (stürmische Unterbrechungen auf der äußersten*Linken und lebhafter Bei- faU auf der Rechtexn), es ablehne, _ das Wirken der Regierung zu würdigen. Ter Minier=Präfident schloß damit: Die Regierung wolle _den_ occupierten Pro- vinzen den Frieden bringen, die italienischen Grenzen befestigen und in Zukunft _berartige bedaxicrnswerxhe Ereigniffe unmöglich mczchen. Die Regierung bejchränke nch ' est darauf, zu erklaren, daß _fie _ ca_tgegen dcn Ati: MÉigunxn ihrer (Hegner - mise, was tbre Y_flicks sci, und daß 2 dieselbe erfullen werbe. Der Deputirte ntonio Gaétani erwiderte auf die _Rede des Minister: Präsidenten und erklärte im_ Verlauf_1emer Ausführung, _daß er Republikaner sei. Diese Erklarung yerursachte emen lebhaften Zwischenfakl. Der Prafident ULf Gaéiani zur Ordnung und hob, als _Gaötzim zu _sprechen fortfahr, die Sißung auf. Rachdkm bie Stßung w:e_der _aufqenommen worden war, führte der Präjtdent aus, Gqstam hgbe, als er fiel; dem Ordnungswf nicht gefügt habe, die GeschajtsoxdnunZ verleßt. Der Deputirte Bovio bcnzerkte, Mazzmt sei an Republikaner gewesen. Der Präsidxnt ertmderte hierbuf, Mazz'mi habe auch nicht den Eid auf die Verfaffun _geleiftet. (Lang anhaltender, lebhafter Beifall a_uf allen eiteji _dcs Hauses, ausgenommen die äußerste Linke.) Der Minister des Auswä en Baron Blanc erklärte, er _behalix sich vor, bei der athung der Vorlage über die m A ka zu treffenden Maßregeln zu sprechen. Mehrere Deputirte rachten hixrauf_Anträge ein. Der Minister-Präfident Crisyi schlug v_or, diese Arzträge_m1 demselben Tage zu beratben, an dem die Vorlage uber die Maßnahmen in Afrika, welche die Re-
za: Veratbtmg Hunke. er Vorschlag wurde angenommen und darauf die Stßimg
„Fansulla“ meldet, das; dasKriegsschiff„Aetna“ von Ancona aus nach MassowababqYaugxnset; an Bord des- selben befinde sich derkontre-Admtral uri, welcher das nach dem Rothen Meerentsembte Geschwader befehltgxn wexde. Außer dem „Aetna“ umfasse das Geschwader _die Knegsschtffe„Cu_r- tatone“, „Seilla“, „Citta“, „Mtlarxo“, welche bereits vor Maffowah an elangt seien, „Etrurig“, das “ZF d_er Fahrt sei, und „ * aprera“, das unverzuglxch von (7qu abgehen werde. _ _ _
Die „Italia militare“ berichtet aus 1 beglaubtgier Quelle, wenn auch mit äußerstem _Vqrbe alt,_ dixß Nas Makonen dem General Baratiert emen Bnef uberfandt habe, worin er ' bitte, einen Friebenßunterhänbler zu senden. Ras akonenhabxselbstbtéFciedensbedxngung-Zn aufgestellt. *Der „Fanfulla“ verzeichnet e_m gleiches (Herucht, Die „Opinione“ erklärt das Gerücht von einer Unterzeichnung des Friedens zwischen Italien und Schga a_uf Basis des 853018 quo nach der Schlacht von Amba-Aladn fur volltg_unbe_ rmxdek _ Nach der „Tribuna“ würde die Regierung LMM _ red_1t_ von 15 Miklionen, nach der „Jtalie“ und n_ach der „Jtalia militaxe“ einen solchen von 20 Millionen für die Expedition nach Afrika verlangen. Der „Jtalie“ zufolge werde man 10-12000Mann dahin entsenden. _
Wie dkr „Offervatore Nomano“_ erfahrt, hat_d_er Papü außer der an den Patriarchen Azanan zur Unteritusungber Armenier gcsendeten Summe von'50000_ Fres. noch weuere 20000 Frcs. zu Gunsten der_anberen _christltchen Riten ange- hörigen Opfer der leßten Eretgmffe bemmmt.
Türkei.
Der russische Botschafter von Nelidow wurde, wie „W. T. V.“ meldet, am Sonntag von dem Syltan in Audienz empfangen und sprach dabei im Namen des Kaisexs von Rußland den Dank "dafür aus, daß der Sultan das genieixtxame Verlangen der Mächte hinsichtlich dér zweixen Stafionsnhme erfullt h_abe. Der Kaiser hoffe, die Pforte werde _giles auszeteri,_um_1veit_ere Unruhen zu verhindern. Von ruzmcher Seite_ x_eten ;:chxikte ein eleitet worden, um die Repatriierung von einigen Taujend naZ Rußland geflüchteten Armeniern zu veranlaffxn.__
Costaki Autopoubos, der _neuernamite turkuche Bot- schafter in London, hat steh auf ieinsn ijten begebexi. _ Reschid Bey, bisher Mitglied des Kaffanonsbofes, qi zuxn Zustizx-Jnipektor in Konstantinopel ernannt worben.-K1amtl Pascha, welchem in Smyrna nahegelegt worden war, es_ be- stehe die Abiicht, ihn zurückzubcrizfen, bat eZ, unter Bkruxxmg auf seine Gesundheit, abgelehnt, wlchLm_R1_ne Fqlge zu leuten.
Die Lage in den Provinzetx LUch€M1, mie „W. TV.“ aus Konstantinopel erfährt, e.?itxchieden gebeßert, da keine neuen Gewaltihätigkxitkn getnc'ldet ryorden imd. _ „Heute werden die Botschafter neueriich zu Bkjprechungen zujammen- treken,
Tie „Times“ melbct aus Konsxantinopeb unter dem 15. d. M: Es sei eine Sprzialfommisnon eingsjeßt xvorden, um das Budget und einen Entwuxf zur Verbesxerung der Finanzverwaltung vorzubereiterz. De_r Mmmex_der öffentlichen Arbeiten führe den Bars in diejer Komrmsnori.
Tas „Neuter'scbe Bureau“ beri tet_ aus __K re_1_a, dqß drei türkiiche Batailloge am 9. d. M. die Aumßndqchen _m Ap okorona an egrinen hätten; Der 11an hab? nä) auf die Dörfer ?Zrosnxro, Vryje und Alicampo erxtreckt; dabei seien fünf Chrißen getodtet und acht_ verwunbet worden. Die türkischen Truppen, welche auf Vampos zurückgegangen seien, hätten 24 Jodie und _32 Ver- wundete gehabt; unter den Tobsen bemndm sick) em ngbr, zwei Hauptleute und ein Lieutengnt. Zn Akicamvo YAL" von den türkischen Soldaten dm Greiye, _z_wei Frauezi und fünf Kinder getödtet worden. Die nge__1ei sebr exzmx-ZW Mann würden zur Verstärkung der turkixchen Garnuon nach
Canea abgehen. Rumänien.
Die Königliche Familie__ ist gestern um Winter: aufenthalt in Bukarest e_ingetronen__unb am__ahnhof von den äußerst zahlrcich Anweicnden begentert begrußt worden.
Serbien. _ _ _
In der Keitrigen Sißung der Skupychttna wuxde_ ein- stimmig beschlosxen, an dem Empfan _ der Konigizi Natalie iu (“0111016 theilzu_nehn_ie1_i._ Ter exchluß wurde mit stürmiichen Hochrufen auf die Komgm aufgenommen.
Bulgarien.
Die Konferenz vonDeleairten des macedonischen Comités bat die angeseßte Bergthung, bz: noch mele Mitglieder fehlten, vertagr Wie __m den Kxeixen der Tele- girten versichert wird, handele es nch um die Wahl eines neuen Präßdenten.
Yung heute einbringen werde, aufg
Amerika.
Der Jahresbericht des Sckzassekxetärs Carlisle weist, wie dem „W. T. B.“ _aus _Washington berichtet wird, folgende Zahlen auf: Die_ Einnahmen betruxzxn tm leßten Etatsjabr 390373203, die AUSJaben_ 433178426 Dollars. Die Einnahmen des aercs 1890 ubxrergen die des Jahres 1894 um 17 570 700 Dollars. Dre Em- nabmen bis Ende des laufenden EtatSmbres werden auf 431907407, die Außgaben auf _448907407 Dana_rs ge- schäßt. Die Einnahmen des nächsten, am 30. Juni 1897 endigenden Etatsjahres werdm a_uf 464793120, dte Aus abcn auf 457 884 193 Dollars geschaßf. Der Baarabszblu am 1. De ember 1895 betrug 177 406386 Dollyrs; c_s liegeba kein rund vor, daran zu Joeifelx, daß die Regierung in Lage sei, allen laufenden _erp uhtungen _gerechx zu werden. Am Ende des laufenden EtatS]a_hrck werde die N 1eru_ng, _ohne Erhebung einer usaßiteuer, emext bedeiztenden aruberjchuß haben. Der S assexretär Carlisle dringt _trohdeuz darauf, daß der Schahsekretär imme]: ermächttgi [em sblle, Bonds mit kurzem Fälligkeitstermm imb _1m_t niedrigem ms- Luß aUSzugeben, um einem etwaigen De_nzit m deuEmn _ nien egegnen zu können. Er verurthetlt das gegenwartige System, wonach die geseßlichen Zahlungßmittel _auSgegeben, wieder einge en und wieder aUSgegebLn warben, iind schlägL als [mittel vor, die Notxn, _welche die .Zuruck- ziehungen von Gold erleichtertxn, einzuziehen und zu an- nullieren und den Scha sekretar zur_ Ayßgabe von _ lang- schtigen, in Gold zahlbaren onds zu e_rrzmchngen, deren stfuß 3 Proz. nicht übersteigen solle. Dieje Bonds sollen gegen Vereinigte Staaten; und S aßnoten ÜWMWR oder tin Auslande gegen Gold verkau werden. Schaßsekrctar
ferner , bie'Noteoausgabe der "W „die ?Jx- auf dem im Umlon befindli-he
herabz'useßm, und verlangt, der Korzgxeß solle verbieten,
bei ' ' n von , en Staaten:, SM oder Banknoten die Noten auf Beträge unter 102311 [anboten. *
Aus Havanna wird gemeldet, der Oberst Arizon mit 500 Mann spanis er Truppen habe bei Malliempo in der Nähe von Las ruces 6000 quständige unter Gomez
urück eschlagen. Die Verluste dexAufftändischen seien sehr Keträch ' ; die Spanier hätten zwei OWM und 30 Mann an Todten, vier Offiziere und 40 Mann an Verwundeten
verloren. Afrika.
Die „A enzia Stefani“ erfährt aus Massowab der Major Gel iano habe aus Makalle vom 14. d. M. bx richtet, daß der Feind noch nicht weiter vorgerückt sei. Diese Nachricht werde durch die leYten Informationen bestätigt. Ras Man ascha solle dyxch Streifzüge der_ Schoaner sehr beunruhiY Jein. Aus Kamala berichte Major Hildalgo, daf; am tbara asics ruhig sei.
Eine bei der Regierung des „Unabhängigen Cougoslaats“ vom Congo eingegangene Depesche besagt, daß der Lieutenant Lothaire in einem Gefecht, welches am 18. Oktober aufdem rechten Ufer des Lomann stattgefunden habe, die Auf- ständischen vom Lualaba, denen fick) die bedeutenderen Häuptlinge der auffiändischeti Eingeborenen ange- ? [offen hüften, geschlagen und zerstreut habe. Der
ufftand gelte als endgülng unterdrücki» Die Aufständischen Filter! bedeutende Verluste erlitten, Lothaire habe eine große nzahl Gefangene gsmacht. Vor der Schlacht häztm zwei Abtheilungen der Truppen des Congoftaats, die eine unter dem Befehl Michans', die andere, unter dem_Smenson's, am 9. Oktober Zusammenstöße mit den Aufständischen _gehabt, bei Fßnßn ck_sxerer geschlagen worden, leßterer (1er «Sieger ge- ie en 1er.
Parlaumturisthe Nashrilhteu.
Ter Schlgßbericht über die gestrige Sißung dex! Reichstags benndet nch in der Ersten Beilage.
_ In der h_eutigen (10) Sisunnges Re_ichsta s, welcher der *Staatsxekretär des Innern, Staats-Mxmster . von Boetticher und der Staatssekretär deß Reichs-Schay- amis 1)1'. Graf vo n P os adowsky beiwohnten, nand zunächst die einmalige Birathung der Denkschrift über die 21qu ührung der seit dem Jahre 1875 erlassenen Anleibegeseße auf der Tagesordnung. Das Wort nahm zuerst der
Ab . Graf Janiß (d. kons.): Die _A aben des Reichs sind in neuerer YFU kosova! gsiiiegen, obne dai; die innabmen damit Schritt gebaljen haben. Die Handelsverträge haben durch die Vermiizderung det Zolleinnabmkn dazu beigetragen. 1894 wurbxn rund 43 Millionen T*ovvelientnkr Gefreixk, ungerxcbnek bie Mühlxnrabrifate, einge!übr_t. Nehme ich als Zollausiaü durcbxcbnitilich 1.4Q pro Dobvslzentner an, 717 bat sich unsere Einoabme kadurxb um43Mi11ionen Mark WMW PUT “kiefer Einnahm? hätten wir nicht 311 einer Vermehrung derReicbs- „schuld zu greifen brauäxen. Ich will kaxauf nicht eingehen, sondem nur auf sine Bemerkung TLZ A- . Bartl: m der Gkneralbebatte über den Etat. Er bat in nikiner bweicnbeit behauptet, ich habe in einer Wablveriammlung gesagt, daß sämmtliche HandelHk-ammcrbericbte sub ungünstig über die Wirkung Der Handeléyerixäge angeinscbm hätten. Dax"- i1t absolut unricbtig. 1?R'rr Bartl; bat mne Kenntnis rsrmujbxieh aus der „Freisinnigen Korreipoxdenz' gescbbvft. Ick babe dkren L_lrtikel bereits am 3. Oktober in der Preise _bkticbngt. Ich bedauere, dax: Herr Barth yon dieser Berichtigun kame Notiz genommen bat. Herr Barjb bat ferner am lkßten ittwc'ch gesagt, es wxire bedauerlich, Laß emfte Männer mit einer solchen bodenlojen_ Unkenntni an die Okffentlicbkeit träten. Das ist eine Ausdrucksweiie,_ deren i mich in kieiem Hauie nicht zu bedienen pfl? e. Jeb 51112 Herm Barth, ebe er derartige Vorwürfe gkgen Mag ieder deZHauies krbxbt, fich ctwa-F- genauer zu informieren. Dann mögs er 1141) auch einer milderen Auédrucksweise bedienen. _ _
Abg. Rickert (fr. VW.): WEnn mein Frrunk Barth hier wäre, würds kk sicherlich erklär?!» dat; er, Wenn kk gewußt baite, daß Graf Kunitz diese allerdings unerbörte Bebauvtun nicht ge: than bat, keinen Gebrauch davon gemacht _ba würde. Graf Kani); das aber übertrieben, _ indem _er jagte, daß ein' großer Tle der Hxndeleammerbericbte kahm laixtéxx. Wenn Graf Kaniß diese Gelegmbeit wieder benny: bat, um .Wir-:e _bekann_tm 43 Millionen binzuweism, die wir jeßt_bätten,_ wenn d_ie Tm e_mcht ic» gekommen wären, so wäre er zunächst verpflicbtct, bx 43 Minivan! zu “betaillieren. Dazu wird er nicht im stande sem; ich bkkkkeäe das auf dax"- vosttibfte. _ _
Abg. Graf Kaniß: Herr Rickert ichemt vorauSznse“e11, dF; wenn wir die HandclM-"rträge nicbtgxscbloffen hätterz, vermut _11ch yt 43 Millionkn Doppel-antner eingxsübrx worden w_aren; dqmtt wider- spricht er den früheren Behauptung:!) seiner P;:rtei, ?_aß dre Haydels- verträse die Einfuhr nacb DeuveYland nicht _ KMnn wuxderz. Ich erkläre hiermit auZ-dtücflich. dax,“ ick) nitxt Mags babe, _daß die meifien Hand:“lsfammnberichte sich über ble Handelsvertrage un-
ünftig ausgeirroch-kn babm, dazy kenne 1ch_ dre Hgndel-Zkammer- Zericbje viel xu genau; ionderq tch babe géxazt, bag nach _fast sämmtlichen Handelskammerbericbtkn dre _ a11_g_emetxie Geschäfts- lage ungünstig erscheint; und darauk- babe 1ch tur 1mch_den Schlgß gezogen, daß die erbyfften Segnungen der Herlsvertr € und der oße kommerzielle Aufkcbwung nicht eingetrxten _seten. Ich itte Herrn Rickert, seinen Fraktionsgencffen davon Mittbnlun? zu mache_n. _
Abg. Rickert: Weil die weiftxn Handels aminerk-eztcbte dj_e Geichäftk-lage unßünftég darstellen, ::)-eint Graf Kamy, _konnen die
delsverträge keinen «stigen (_Friolg gebabt babexz. (Abg._Gras
anis: Sehr richtig!) _ r einx iolche Logik ha!, unt dem konnen wir eine winbschaftspoläische Diskussion mit irgendwelchen: Erfolge nicht führen. _ _ _
Die Denkschrift wurde darnach durch Kenntmßnahme fue erledigt erklart. _ _ _
Auch die Uebersicht ber NuchSauSgaben u_nd Einnahmen fur 1894-95 wurde zur Kenntnzß genommen; _d1e_ m _decselben zu- sammengesteUJen UX, therlend EtaistcsZreitungen und außeretatömä igen uSga wur m_gene :g .
Die endgültige Uebersicht der Einnahmen imb A _ aben der Schußgebiete von Kamerun und Togo, sonne_des s weft- afrikanischen Sch ebtetö für__ 1892/93 und _fur 1893/94, die vorläufige eberficht fur 189394, die vorlaiifige Uebersicht der Einnahmen__und Aus_gaben de_r sämmtlichen afrikanischen Schußgebieie sur 1894192 und d1e__ a_11gememen Rechnungen über den Reichsbaushalt sur _1884185) bis 1891/92 wurden der Rechnuanommqswn zur Prufung uberwusen.
Bei Schluß des lattes wurde die Meru abgebrochene erste Berathung des Geseßentwurfs, reffend die Er- richtung von Handwerkskammern, fortgeseßt.
_ Der Vorftand des Reichstags bat beschloksen am 21. März, als am Tage der Eröffnung des ersten Deutschen Reicho- tags, im Reichstagsßcbäu'ce eine Feier zu veranstalten.
_Dér dem Reizstag zugegangen Geke entwurf, be- dßdes" V?xxekr Qt thteröuxßsesk NY:“! _ und eren ram eu, Made! in . .ve_r- öffentl'nbten Öortlut ein' _"ndernngm erfahren. Znaäcbft ist nicht 5 den Beamten der l_ixei, sondczu aucb -d_en von_-der Y_olizei- bebörde fttaatm Sachverstandmen dj_e Yefugmß verlixbezi, m den Räumen, in welcbkn Maxgarme, Mgcgarmekase uud Kuasiipetsefext ge- werbömäsiig hergestellt, aufbewahrt, fellgchalten und verpackt werkezi, jeder- xeit Reviswmn vorzunehmen. Sodann hat der §9 insofern eme neue Fassung erhalten, als der Bandeöratb ermächtigt ist, das gewerbs- mäßige Verkaufen und Feilbaljen vou Butter, deren ettgebalt nicht eine bestimmte Grenze erreicht odcr deren Wa er- oder SalFebalt eine bkstimmte Grenze übxrfchreitet, zu verbieten. Die dritte Abändrrusg bezieh! skb gleichfalls auf eine Ermächtigung des Buadeötatbß. und zwar auf diejenige, Gmudsäße aufzustellen, nach welchen die zur Durchiübnmg views Gesxßes sowiedesGeießes überden Verkehr mit Nahrungs- und_ Germxuäjtelu erforderlichen Unter- suäxungen bon Fetten und Kaser: vorzunehmen smd. Tie [este Abanderung betrifft eine Strafbefiimmung. Nach der neuen Fassung derselben wird mit Geldstrafe bis 150 .“ oder mit Hafi bis zu vier Wocheu bestraft: ]) wer den Vorschriften des § 3 znwiderbandelt; 2) wer bei der nach § 5 von ihm erforderten AqumftLertbeilupg aus Fahrlässigkeit :mwabte Angaben macht.
- Die Abgg. Antler und Genossen haben im Reichstag folgenden Antrag eingebracht: Reichstag wolle befchließxn__: die verbündeten Re*-ierungen xu ersuchen. angefikhts Yer Ergebnixxe der neuen Volkszäbkuna dem "(bstag in der nächsten Seifion das in F 6 des Reichswabl- geseyes vom 31. Mai 186§borgeiebene Reichgesetz über die Ab- grenzung “der Wahlkreise vorzulegen und bei d:: Neueintbeilung ker Wählbeise bie iki! 1867 vekäxiderien Bevölkerungsve'tbälwine in angxmeffener Wétse zu berücksichtigen.
_ Die 171. Kommission des Reich615g§zur Vorberatbung des EutwurfSeiueS Geseßes zur Bxkämrsung des unlauteren Wettbewerbs bat sicb k?nfkilmert und den Abg. de Witt zum Vorsißenden den Abg. Basjermann zum Stellvertreter des Vor- sxßcndtn, und die Y_bgg. Fußangel, Kraemer und von Werdeck- Schorbus zu Schrinsübrem gewahlt.
_ Die 1711.Kommission des Reichstags zur Vorberatbung des Entwurfs eines Geikse-Z, betreffend die Abäyderung des Ge- seßes über die Crw_erbs- ynd Wirfhicbaftsgenosien- schaften, bat iich gleicbmlls konstituiert und dkn Abg. “reiberrn ron Stumm:Halbera zum Voriißkndkm dsn Abz. 131“. S „neider zum Stellverjretkr des _Vorßßenden_und rie Abgg. Waitendorif und Wurm xu Scbtiitxübrkrn gewählt. "
Nr. 50 des „Zentralblatts der Bauverwaltung",
- bkrauöge ebea im Ministerium der öff-mtlichen Arbeiten. vom 14. De-
zember, t folgenden analt: Amtliclws: Dienft-Nachricbten. _ Nichtamtliches: Dax- neue Reichsgkricbtsgkbäude in Leipzig. „„Schluß.) _ Daß Sebiffébebswerk bsi Henrichenburg am Kanal von DMMK“ nach den Emébäftn. (FortießunJ) _ Spannungsverbälmifie ia Doppeldrob "gw. (Schw ) _ „bm Bau der Oberbaumbrücke in Bulin. _ * ktmiichtes: bewub für das kaerkéwuieum in Reichenberg i. V. _ WktthWerb für Entwürfe zum Ncubc-u eines Ratbbauies in_Duisburg. _- Preisbewerbung um Entwürfe iür Thür- und Fensterbepcblaas-Garmjuren. - “Staumauer von BKUZW bei Epinal. _ Neue Patente.
Nr. 61 des ,EisenbabnoVerordnunqsblattS', beraus- gegkben ix_n Mixiisterium dkr_öxxentlich»en Arbeiten, vom 14. Dezember, hat folgenden Inhalt: Erlaß? des Ministers der öffmtiichenUrbeiten: vom 4. Dezember 1895, ben. Jracbjbegünftigung für die Kaninchen- Auéstellzmg i_n Cbsmniy; vom 6. Dezember 1895, bett. Prüfungs- v-orsibrixien für Lokomotivführer; Dom 9. Dezember 1895, betr. Wiedereinzicbung _überzablicr Unfallrknte; vom 9. Dezember 1895, bktt. Frachtbegünftigung für die Kaninchen-Ausfiellung in Dresden; vom 10. Dezember 1895, Mr. Verbi'ztung von UUfäUEK beim Aus- steisen aus den Personenwagen außerhalb der Bahnsteige; vom 11. Dezember 1895, betr.Beite11ung von Amtskautionen. _ Nachrichten.
Entscheidungen des Ober-Verjvaltmkgsgerithts.
Nach §§ 49, 50 de:? Feld und Forchiizeigeießx-S vcm 1. Avril 18801at der Walbeigentbümer nicht nur da.; chbt. gegen den ibm bekannt zu machenden Antrag eines Anderen aui Ertbeilung xiner polizeilichen Genehmigung zur Errichtung einer Feusr- Zielke in der Umgebung einer Walduxig gemaß § 47 des (»He- 1eßes Einspruch bei der Behörde zu erheben, kondern auch das Recht der Klage im Verwaliungsürxiwerfabrengegen den Antragsteller und die Be- bbrde, wenn der WWU!) den Einspruch zurückweifi. In Bezug auf diese Bestimmung hat das Ober-VWaltungL nicht, 17. Ssnat, durcb Urtbeil vom 23. Oktober 1895 ausge?prochen: Ist der Béicbeid der Bebötdk kexn Eimrruche des Waldeisen- 1511ng entsprechend ergangen, 1_o muß die Klage des Antragstellers nicht nur gegen die Bcbördk, jondern a::ch egen den Wald- stgentbümer gerichtet werdm, und das zußändige Verwaltungs- FMN bat den Waldbesitzer als Mitbeklagten neben der den
nfrag verso enden Behörde, als Strkit enoffen der lesteren, zu be- tbeiligen. J dies unterblieben, so fie t dem Waldeigmtbümer die BÉFÜÜ zu, im Wegebrr Eiplegung d_es Rechtßmittels gegen die m ungünftige_erfnnftauzliche Cnncbeidung als Streitgenc-ffe der bki'lagten Behörde in den Rechtsftmt einzutreten. „Ein Dritter, der bei analoger Sach- und Rechtslage im Zivilprozkß als Nebeninterbenient Kemäß § 66 der Zivilprozeßordnung mit der Wirkung, daß er als Streitgenoffe der Hauvwöttei zu gelien bat, eintreten kann, ist auch nn analtun *fiteitverfabreu zum Eintreten in einm zwischen anderen Perionen an 'ngigen VerwaltunngecbtÉstreit aus ägenem Naht wenngiens daun befugt, wenn er in letzterem Verfahren _von vorn- bxkem als Partei bäüe zugezogen werden sollen. Daraus folgt, daß die _vom _Waldeigentbümer eingelegte Berufung gegen das Urtbeil des ertéauSschufses zulässig war; dmn die auch fur die Nebenintervention aux _Grund des FW -P.-O. geltende und analog anzuwendcnde _Beshmmung des 63 hi. 2 daselbsi gestattet die_ Nebenintervention tn eder Lage des Rechtsstreits bis zur_ rechtskräftigen Entscheidung Melbeäöuch in Verbindung mit der Einlegung eines Rechtsmittels.“
_ Wenn bei der Versicherung von Gebäuden gegen Feuersgefabr der Vetficberungénebmer gegenüber dem ichenmgs- Qxber und unter dessen mindestens stillschweigende!!! Einverftandni auf die _Rechte aus dem Versicherungsvertrag iu zulässiger und w' amer Wktse i tet bat, so darf für eine gleichzeitiéx genommene ander- Weite das polizeiliche Unbedenkli utsattefi nicht ver. sagt werden, welches nach der durch die höchste Kabinen]- or_dre_ vom 30. Mai 1841 auf Vers _g von Immobilien be! m- und ausländischen Feuer - Verfiiherun kgesellscbaften ans- kdcbztten Vorschrift im § 14 des «“e-se über das
obtliar-Feuervers'uberungkwesen vom 8. Mai 183 zur Aushändi- ?Yna sm_er Police oder eines Prolongationsfcbeins durch de_n Agenten» kkiorderluh tft. Dies gilt, wie für das Gebiet des A ememen Latzh- rechts, so M für das des Rheinischen Rechts. Insbe onder'e entbaZt N,“!b das es, betreffend die Haftung der Versicherungbgelder f_ur dle _Ansvtücbe der Inhaber von Privilegien und Hypotheken tm Bqn'k bes ehemaligen AppeUaTioUSgericbtsbofes zu Köln, vom 17. Mai 1784N§ch§95Wchwdck (Urtbeil des 111. Senats vom
- t .
" Nach dem Urtbeil des 111. Senats vom 27. Juni 1895 ist es szläsfig, bei einerBetriebs: Fabrik-)Kcaukenkasse die bis dab": auf 30/11 des durchsch 'cheu Tagelobns bemeffenen, zur
sze-kurfüeUeZ-KY1."Ja-§ZWW Zusi?" "* Isi; Jhe_ voa_ 4k'/o (einschließlich _des Antbeils dck_ Untern mers) die Zu: vom 1. September bis Ende Dezember jeden Jabres zu
-JmSinnedck §268. Abs.?Ziff.2 des Krankenversube- xungSgeseßes vom 15. Juni 1883/10. April 1892 fest die Trunk- iälli k_eit eiu amobnbeitSUäßiges Trinken voraus, liegt also nicht sch01_1 ! einmaliger odex gelegentlicher Tnmksnbeit vo.“. Als Schlä- em oder Naufbaudel laßt sich der einem Beamten geleiüxts Wire:-
and_m!b die aus die Uebmvinduua diefes Widerytandz gerichtete Thätmkett eiue! Polizeibeamten uicht beurtheilen. (Uribeil des 111. anats vom 26. September 1895.) *
Kunst und Wissensthaft.
Y_Aus ihrem reiehen Besitz [3.11 die Königliche National- Galerte „m_; Anlaß des acbtzrgjäbrigea Geburtstaaés Adolf Merzzeks eme stattliche Anzahl von Lithographien, Rabierunsen, Holzxcbmtten, ZÄYUYZM, Aquarellen und Gouatbcn des gefeierten Meisters zu einer __ estaussieilun_g_vkreinigt. Dax- Gsuie Mknxél's spießeln die _gxaybncbey Erzeugnisse sait noch vielseitiger und glänzender wider als keine O:“kblldkk; der Einblick, dm wir hier in die Werk- statt des raßloien Beobachtn§,_ des stets an sub und der Vkrvoll- for.:rmnunxx !einer Kunff arbeitenden Malers tbun, gewährt einm intimen Rex; 1an em: YTÄÖNUKZ 11:21?ka Wißen? vom künstlerisch Schaffen, die kein noch w ungkbegdes Studium seiner vollendkten Werke erixßen Yann. Die Bedeutung !einss Wirkens für die Entwicklung des Holz: xchnitts_ führen uns Menzel's Zeichnungen zu "den béricbiedenen Fridkrictamxéen Publikationen deutlich vor Augen. Er bat die Holzfchneiderscbule d_er beiken_ Unger, der Unzelmann und Gabi , der Brüber Vogel zu einer technischen Gewandtheit erzogen, di? noch cute, wo die Xylograpbie mij wkit komplizierteren Makeln arbeitst, dem BesÖaULr Beiyunderung _abnxötbigt. Die hohen Anfordkrungen, die er an dix auéxübrenden Dxlz1chneider 081112, die Sorgfalt, mit der er jedas Stadium dxr AUFxübrung überwachte, das fsine Gefühl für daß, was die_ Formxchnifttkcbnik wiüig bkrgiebt, wirkten zusammen, um eine Reform de; RerroduüianVeKabren-Z anzubabnen. Eigen- bändig versuchte sich Menzel aux "kein Gkbikx dk.»? StéinDrvcks und bfr Radierung. Seine _LüboxWbieni-olge „Künstxers Erdenwallen' (1834) und _ _;ablreiche nübe Gelegenheitéachiten, Adrksén, Ein- ladungkn, _Ttxchkarten :c. zeigen ncxcl) *die schlichte Jederzeickpnung auf Stei_n_übertragen; in ken .Denkwürdigkeiten aus der brandenburgisch- rreugiyaben Ekschichte_' (Berlin 1836 bis 18371 benutzt er nsben der Febkr bereits bis Kreide zur VorzxiYnuna und gklangt damit zu breiterer maleriscbz'x Halnmg. Jntsrenant find die neben Nn Drucksn ausgcfteüten,_iorgta1tig in Viki, Feder und Tusche ausgäüiorten Ent- würxe zu dieiér Litbograybixnxcigz. Auf französiscbe Anrkgung gsben dann die_ „Veriukbe aut Ztsin mit Pinsel und Schabeiim“ (1851) zurück, __Ue'MMZkl zum Vinuosen aus Wm Gébiet ker Steindruck- techn1k_1temreln. Sein Einzelblatt ,Cbriitus als Kuabe im Tsmpcl“ überraxcbt nicbt mindex kuxch ieinenkkckkn Naturalismus a]s kur-kb die feine maleritckzé Dur_chfübr_ung in Schabmanikr. Auch das- .Amxewxrk Friedrich? dx? Ercyxn“ („ 1851-57) muß zu kxn namhafteftkn litbo- gravbiichen Leißungen der int gkzäblt Werden.
Menzel'1t Radierun-Zen, von döner: cr bktkÜÖ 1844 ein Heft bon 6 Blättkm berauégab, zeichnen sich durcb un emsin feiniübligk Fükrung "rer Rabiemakxl aus. Noch im letzten „:bre steusrte dkr Achtzigjäbrige für bis Publikaxion TLZ Vsrliner Vereins für Original- radierung 6111 Biatt _bei, deffkn Titkl .Das Leske“ Hoffentlich kein Omen für die Zukunft bedkutet.
Was (1061: der Aw:";sieüung ihren Hauvtwerkb bkrlkibt, sind die zahlreichen Zeichnungen m Blei, Kreide und Feder, sowie die Aquarelle und Gouachen. Die Porträt- und Kostümitudim für die verschiedenen groß:“n Illustrationswérfk, soxxie zu den Oelbildern des Flötenkonzerts, des Eiiknwalzwxrks ix_n'd dsr Krönung König Wilhelm? 1. in Königs- berg, die entzücksnd skiichsn Gouacbcn und Aquareüe zu dem Kinder- alkum. soxvie die Entwürie zum Schmuck des Tajelgesäöirrs, das zur fikarnen Hochzeit d€s Kronvrinzen, nachmaligen Kaixers Friedrich im Jahrs 1883 in der Königlichen Porzéllanmanuiaktur bieriéibii bkrgefteklt marke, zäblen zn "rk“n fostbaritsn Scbäßen der Natibnal-Galkris. W-ZLÖ ein eiß und Ernst rbvi'wgncmiichkn ChäkäÜékadeÉ, irelébe likbkvc' eJntimiTät dé: Béxbaäanx, MlÖ ichalkbaftxr Ki122nbumcr, Mich? BMSLQké-ix re: 127111111211:le PHWTJÜZ kpwwt bier 12:11 Aux-Jmckß BYMTNZ 515.718!) 53112581: de: MMU Web rsa Taxi:"ism Kleik-init, wie "éine Pa?xelle (Nr. 477, 456. 494 und 506_de§ KRIK) bérréiisu: six sind mix einer Sikhkk- bei! drk Farbknzeichmaä-Z und einer_ geistreichen Flottbeit auf das Paxiet gxzauberx, die in scheinbaren; Wikersprucb mit der peinlichen GS- winenbastigkeit xfsbt, die axle Einzelstudien Menzel's auSzeichnel. Von der leytnen geben bag? en die zahlreichen Zeichnungen von Köpfen, Gliéd- maßen, Kostümen, erätben, Baulichxeiten einen erstaunlichén Begriff; sie sind The_ils, wie der Künstler selbst es nennt, „Erinnerungen", die von einem rabklhasten Gedä inis; zeugen, theils vor dem Modkü bis ins Lekßte durchgearbeitet. an erkennt aus ihnen, wie die Gewissen- baitig eit des Beobachtkts sich niemals genug :bun kann, wie jede Einzelheit wieder neue Probleme bietet und dkr Schaffenseifer nicht erlabt'ut, bis das künstlerische Motiv völlig außgescbövft ist. Als kulturgescbichtliche Schilderungen des Lebens unseres Jabr- bundens haben insbefqndere Menzkl's Gouachen einen Wkrtb, den ekü die Zukun7t_ ganz 1chäßen lehren kann. Seine Deckfarbenbilder aus Kijfingen und Gastein, skins kauten "bon Berliner Straßen A. sind so häufig als boUendete Meister- werke und Kabinetsiücke erübmt, daß es überflüssig erscheint, auf ihre Vorzüge von neuem inzuweisen. _ nn man bedenkt, daß die in der Ausstellung vereinigten Stücke nur einen Vruchtbeil deffen daxfieüen, was aüein die Königliche Sammlung von Menzel besitzt, daß am!) die Ausstellung in der Akademie troL ibrer ReichbaZtigkeit die Füue dcs bon ibm Geschaffenen keinesävegs ers öpst, so begreift man, welch eine Energie des Willens sich in diejem Mann mit dem R81?- tbum der von der Natur verliehenen Gaben paaren mußte, um ein s übkrreiches Schaffen zu ermöglichen.
_Die AntbropologiscbeGesellschaft beschäftigtesich, wie die „Nab-Ztg.“ berichtet, in ihrer Si8ung am Sonnabend mit der schon vielfach erörterten und umstrittenen rage des Darwin'- schen „1111881UF11Ü“. Der holländische Militararzt 131: Dubois aus Leyden, ker Entdecker der vielbesprochenen Skeletrefte aus Java, die zu dem sogenannten X'itbseantbroyus grezobus gehören sollen, batte selbst das Referat übernomuzen. Der Vortragende, der deutsch, wenn auch mit fremdländinbem Axcent, sprach, fesselte durch sein flaws und sachgemäßes Referat das Jntereffe der zahlreichen Zuhörer. An der Hand einer großen Reihe von aus- Rstellten Modellen, Bildern, Zeichnungen sowie der von ihm gefundenen
este selbfi sucht; er den Beweis für feine Ueberseugung zu erbringen, daß ein Maxelglied zwischen Mensch und Affen existiere. Er zog alle auch nur einigermaßen in Betracht kommenden Momente in Erwagung und verbreitete sich mit eingehender Fachkenntni? über die einzelnen Theile seines undes: über die Knochen, den Ober chenkel, den Schädel und die Zä ne des kjbbscanbtu'opus. Am Schlafs: führte er einen _ von ihm aufgestellten Stammbaum vor, der den allmahlickpen Ueber aus vom niederen Affen durch den kjvbsaankbro [18 hin urch zum Menschen erläutern sollte. In der sich anfchl' enden Diskussion, die wegen der vorgerückten Zeit sehr beschrankt werden um te sprach zu t Professor Nehring von der Laudwirtbschaftlichen o schule. Der elbe erklärte, durchaus _auf dem Dubotß'schen Standpunkt u sieben; besonders die undverbalt- nisse der S_keletresie und die Öeschaffenbeit der Zähne Wer: ihn zu dieser Meinung gebracht. Der folgende Redner, Professox Koll- mann-Basel, bekannte sich ebenfalls als einen eifrigen Anhanger der Lehre von dem kjtboaautbropus, glaubte aber auf Grund seiner eigenen Forschunken zu der Annahme berechtigt zu sein, daß das Gesch echt der X'jbbscanßbropus em Pygmäen-
gefcbhcbt gewesezi sei. Gsbeizner Medizüial-Raib- Profkffor Virchow verwies auf _sxmen sebon ofterb betonten. von dem Dnboiö'scbm abweltheudeu Staudvugkt. Au m_iigeu Schädelkepwuftrationm suchte ex klar zu machen, daß der Schadelrest auf keinen Fall von solch emen: .Asfeummschm'_berrübren könne. Er_ könne fich der Ueber- WJMI v_on_d_kr Unzulänglichkeit det DuboiS'nben Hypothese so lange nicht benchlieyeu, bis man ibm vollgültige Bewe'iie erbracht babe, und diese xeblten noch. _ Yael) einer kurzen Schlußbemetkung des Dr. 212111311142, die aegen Pryxenor Kollmann gerichtet ipar, schloß Profkffor Virc_b_ow die SPUR], indem er dem Vortragenben für seine intereficmtcn Auswbrimgen den Dank der Geixklécbaét a.:;BraÖ.
Gesundheitöjnsen, T ' eit jmd Ab 8- thkrulemex sperrug
Ergebnisse der Sammelforschung über das Diphtherie : Heilserum für das zweite Quartal (Avril-Juli) 1895.
Die Sammeiforschung d:s Kaiserlichen GesundheitSamts Über die Beobachtungen, welche während des zweiten Viertel- ]ahres 1895 mit dem TipbtherixHeilierum in den verschiedenen Krankenamtalten Teuwchlands gemacht wurden, umfaßt im GÜUZM 2130 Fälleaus1.2Krankenhäufern. Von diesen 2130 mit SexumBehandelten ftarbenM : 14,3Proz. ;nachAbrechnung der Hormungslos Eingelic-ferten, welche innerhalb der erstkn 12 St_gndxn nach der Aufnakimc starben, betrug die Sterblich- keitSziner yogar nur_13,3 Proz. Bei 1278 [60 Proz.) wurde Yurch die bakteriologiicbc Untersuchuna bis Tiagnoio „Tiviitbkrie“ nchergestellt; davon itarben 173 = 13,5 Proz. "Dis Geiammtzabl der als schwer be:;eiehnetcn Fälle betrug 1021 = 47,9 Proz.; davon genasen 731. Leichte Fälle waren es 710 = 33,3 Proz.; davon Wasen 709. Auch in dissem Visrtcljakzre ist die Sterbli kcitßziffer der Kinbex unter zwei Jahren insofern eine günstige, als von 259 „Kindern nur 97 (37,5 Proz.) starben, troßdem bie Mhrzabl der FÜUL als schmkr bezeichnkt wird. 841 Kranke zeigten bei der Aufnahme Diphtherie des Kehl- kopies. Davon mußten 588 tracheotomiert oder intubiert werden. In 253 FäUc-n konnte also ein opérativer Eingriff umgangen werden. Die Sterblichkeit§ziffer der 588 operiertkn Kranken betrug 29,9 Proz.
Je früher die Erkranktén Heilserum injiziert erhielten, um so gelinger war das Ztsrblickyfeitsoerbältniß: so betrug z. B. dalebe: __ __ __
e'i den am 1. ran eitsiag injizierién 5,4 ! roz . _ 6,7 Pk03-16“4 Proz. 10,0 » *roz,
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" * „ -- Z' „ t! „ „ „ 5. „ „ 23,1 - 193.
Als Nachwirkungen de's Serums wurden im weséntlichen nur HautmxSscblägc, Glieder: und Gelenkschmerzén '."owie leichte “ieberbewcgungen in einer Anzahl von Fällen bsobachtct. Érnstere Schädlichkeiten, die mit Bestinnntbsit auf die Wirkung des Miitcls hätten zurückgeführt werden können, "traten inner- halb der Zeit, während wxlchsr die Kranken nach der Injektion noch in d?" Krankcnhäuscrn Ucrblicben, nicbt bkrvor.
Auch das Ergebnis; dér Zanimcifo:schung OLÉzWSÜM Quartals ist ein derart günstiges, sowohl was die Erfolge als was die Unichädlichkeit des Heilserums betrifft, das; die weitere An- wendung desielben empfohlen werden kann. Ein sicheres Urtbcil Über den wirklichen Rayen der Serumbkbandlung wird sich allerdings erst durch die Zusammensteüung des Materials von mindestens einem Jahr 873181011 lsffen.
Der Raum des Blattes gestattet nicht, anf die Ein elheiten näher einzugehen; doch hat sich daS KaiserlicheGesundZeitSamt bereit erklärt, solchen Fachmännern, welche nch für die Sache interessieren, einen Abdruck zur Verfügung zu 6611211, soweit der zu dissem Zweck reservierte Vorrath reicht.
Handel und Gewerbe.
Ti; WWUÜHZÜÖT dsr incb-Zbank vom 14. Dezember weist :*?er 537317111022“: KIZMZÜMT 51:5 ::.-1 928 615000 .“, das ist der BMW ZZ'Z-J'TÜF'E? :*»xix-kr 375 0):- ;C; L“?! I)iktankitand aüein 5:1: 'LH 11:11 436 (“*I-3:4 J:“:TIÜKÖM T€? Beifanx 311 WZÖfélU zeigt mit 634 449 (00 :“ kin? Zunabmx Um 6 126 0.1) “. wäbixnr TTT Bestand an Lombarkiorkerungkn mit 81 530 W).“: Sins Abnabmx um 2 074sz€ng Diese bkiren Anlagekonten zusammsn babkn also Sin? V?xmebrung um 4052000 „sé erfahren. Auf yaifiver Seite erscheint dsr Bktrag der umlaufenden Noten mit 1086 877000 „46 um 5857000 „sé niedrigkr als in der Vorwvcbe, während die sonstigen täglich fälligen Verbindlickokeiten um 20145000 «sé auf 459 986000 .“ an- gewachsen sind.
Tägliche Wagengestellung für Kohls und Koks an der Ruhr und in Oberschle ten. An der Ruhr find am 16. d. M. JLstLUT 12 681, nicht recht- zeitig gefteÜt keine Wagen. Zn Oberschlesien sind am 14. b. M. gesteüt 5260, nicht recht- zeitig gestellt keine Wagen.
Auswxis über den Verkehr auf dem Berliner Schlachtbrebmarkt Vom 14. Dezember 1895. Marktpreise nach SchlachZJewicht; nur Schweine werken nacb Lebendgewicht ebandelt. inder. Y_uftrieb 3986 Stück. (Durchschnittéprets ?ür 100 kJ) 1. Qualijat 120_1'24 „46, 11. Qualität 104 bis 114 .“, 111. Qualität 90_100 „44, 17. Qualität 80-86 ck _ Schw ein e. Auftrieb 7574 Stßck. (Durchschnitt§breis für 100 kg.) Mecklenburger 90_ „FC, Landschwexne: 3. gute 84-88 „jk, 1). geringere 76-82 .“, Galizien“ __,- „FQ, leichte Ungarn _,-„-é bei 20 9/0 Tara, Bakonyer - „kö bei _ Tara pro Stück. _ Kälber. Auftrieb 952 Stück. (Durchs nittspreis für 1 1x .) 1. Qualität 1,10-1,20 „74, 11; Qualit_ät_ 0,96_1,08 .“, 111. nalität 0,88_ 0,94 „M _ Schqs_e. Austrieb 5286 Stück. (Durchschnittsvreis für 1 )J. 1. Qualitat 1,08_1,16 „FC, 11. Qualität 0,96-1,04 .“, 111. alüät _,_ „ki
_ Die Einnahmen der Hessischen Ludwigs-Eisenbabn- (Heiellschaft betrugen im November 17. J. 1901771 (+ 92 800) .“ und vom 1. Januar bis Ende November 20145105 (+ 749882) „46
Breslau, 16. Dezember. (W. T. B.) Getreide- und Frodukteximarkt. Spiritus pr. 1001 100 % exkl. 50 .“ Ver-
rauch§abgaben pr. Dezember 49,50, do do. 70 .“ VerbrauchSabgaben pr. Dezember 30,10, do. do. Rüböl vr. Dezember 45,00.
Verkehrs-Austalteu.
Infolge eiWetretenen Witterungßumscblags wird von der Schließung der asserumscblagsstellen zu Pöpelwiß und am Oderbafen in Breslau, welcbe laut Bekanntmachung der Königlichen Eisenbabn-Direktion zu Breslau vom 3. Dezember d. I. (vergl. Nr. 292 d. Bl.) vom 7. d. M. ab in Aussicht genommen war, bis auf weiteres abgesehen. '
Bremen, 17. Dezember. (W.T. B.) Norddeutscher Lloyd. _Der Reichs-Postdampfer .Karlßrube' ist am 15. Dezember Abends m Genua angekommen. Der_ Reichs-Postdampfer .Darmstadt" ist am 15. Dezembex Morgxns m Genua angekommen. Der Post- „ dampfer . Wittekind ' ist am 16, Dezember Nachmittags in Antwerpen angekommen. Der Postdampfer ,Straßburg' bat
am 16. Dezember Vormittags Prawle Point passiert. Der Post-