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Deu"19. MW Keiser, Lt. 1). SW : 51. Aufgékkz' ;
Landw. Bes. Neuarüuster, zum Obst. d. Seewxbr *I.- ch. héfötdert.
Königreich Preußen.
Der Staatsbauverwaltung wird aufGrund des Ge- seßes über die Enteignung von Grundeigentum vom 11. Juni 1874 (Geseysamml. S. 221 ff.) das EnteignunaSrecht zur Entziehung und Nik duuemden Beschrä'nkun des für die Hoch- wasserregulierungsarbeiten,an der. Elbe in Anßpruch zu nehmenden fremden Grundeigentums verliehen,
Berlin, den 22. SeptemBer 1914.
Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Seiner Majestät des Königs. Das StaatSminisierium. von Vreitenbach. vonSchorlemer.
, Dem Landkreise Northeim im Regierungsbezirk Hildesheim wird auf Grund des Geseßes vom 11. Juni 1874 ((Heseßsgmml. S. 221 ff.) das Recht verliehen, das Grund- eigeüwm, welches zu den Anlagen für die Fortleitung und VYrteilung des ur Versorgung des eigenen KreiSJebieis aus den staatlichen Kraftwerken im oberen Quellgebiet der Weser bkzogenen elektriYen Stroms in Anspruch zu nehmen ist, nötigenfalis im ege der Enteignung zu erwerben oder, Toßwert eg außreicht, mit einer dauernden Beschränkung zu be- a en.
Berlin, den 23. September 1914. Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Seiner Majestät des Königs. Das StaatSministerium. von Breitenbach.
Bekanntmachung. ; Gemäß § 3 des Geseßes über die Landmirtscbastökamrirern vom 30. Juni 1894 (Geseßsamml. S. 126), in Verbindung mit dem Allerhöchsten Erlasse vom 16. August 1914 (Gesetz- samml. S.153), mird hiermiigenehmigt, daß die Savungen der Landmirrschaftskammcr für die Provinz Han- nover in Hannover dahin abgeändért werden, das; dem Ab- saß 1 des §2 folgende Bestimmung als Saß 2 eingefügt wird: .Zu Erfüllung dreier Aufgaben“ ist die Lan-wi'tscbafts- kammer aucb bkrecbtigt, zur ertattung von Gutachten in jandwittsckoaitlichen Angel-qenb- ite" SachVLrftändige zu besteüen. “ Berlin, den 25. September 1914. Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Seiner Majestät des Königs. Das StaatSministerium. . Freiherr von Schorlemer.
Justizministerium. -erichtsrälen, “Geheimen Justi räien Christiani „ „74. | “d urg ,ist die ck-
», „** „„ „e; I;, kérxatx daSLMgerichkdasßibst _ kowski m Golxnow nach Landsberg a. W. “
Dem Notar, Justizrat" Naß aus AscherSleben ist der Amtssiß in Kalbe a. S. angewiesen.
In der Liste der RechtSanwälte sind gelöschi die Rechts- anwälte: Ju'tizrat Pohl bei dem Landgericht in Gleiwiß, Justizrat Nax; bei dem Amtedericht in Aschersleben, Schäffer bei dem Amtßgericht in Stade und Walter in Hamborn bei dem Amisaerickit in Duisburg:Ruhrort.
Ju die Liste der Rechtsanwälte sind eingxiragen: der Rechtsanwalt, Justizrat Nas; aus Asckiersieben bei dem Amts- ge'richt in Kalbe a. S., der frühere Rechtsanwalt Dr. Schub- mann bri dem Amté-gericht und dem Landgericht in Wies- baden, dichrichtéZaffefforen Obse, und Heinrich Brome bei dem Landgericht ] in Berlin und der frühere Gerichtßasseffor Dr. Meyersohn bei dem Kammergericht.
Der OberlandeSgerickitIrat Dr. Lorenz in Breslau, der Landgexricinsdirektor Haaso vom Landgericht 111 in Berlin, Tzic: IimtÖgeriMSréiic, (Miwimcn Znstizräte Friedländrr in 0“ 5111 Und Mai) in Strehir-U, dor Landrichrer Lit:)kkzn in Han- 110001“ Md drr Dimisrickztrr Blas“, in Herne find gestorben.
Ministerium der öffentlichen Arbeiten.
EtatSmäßige Stelien als RegierunngauMeister sind ver- liehen worden den Regierungsbaumeistem des .Hochbaufaches Steudel in Posen (im Geschäftsbereich dcr Eisenbahndirektion Posen), Garrelts in Posen (als Vorstand des Hochbau- amteßs 111 daselbst) und (Vreßenstein in Neumark in West- preu en,
Hauptverwaltung der Staatsschulden.
Bekanntmachung. Die im Etat-Zjahre 1913 eingelösten Staats-
ickxnl du-rkun den (Sckiuldverichreibungen und Schatz- anweisungen) iiber 898 616 840.4!» 62 „Z sind heute nach Vor- schrifr des §'16 des (Biesexzes vom 24. Februar 1850 mm der Staatsscbuwvnkommisiion und uns unter gcmcinsckwft- lichen Verschluß- genommen worden.
_ Verzeichnise der eingelösten Schulburknnden, geordnel nach Schuldgattungen, Litern, Nummern und Geldbeträgen, liegen in der Zeit vom 1. bis 31. Oktober 13. J. werktäglickx; von () bis 1 Uhr bei der Kontrolle der StaatSpapiere, :„erlin 811-168, Oranienstraße 92-94, Erdgeschoß links, am Schalter ]., zu jedermannH Einsicht aus.
Berlin, den 21. September 1914. „Hauptverwaltung der Staatsschulden. von Vischoffshausen.
Bekanntmachung. NWdem über die Rechnungen der Staatsschuldentilgungs-
e_ der oirYalkaffen. für das Etats“ :? 1911 von: Men HäuseraneoS ndtages Entlastung e' “ck worden ist,
.smd- .MMYüsm MWMékn-ÜM en »Ja,-b.
WWW yosm 13. einher 1912 in - „ _
«*NEUUsch*ukdu.xku.ydeq.*„über 258227 „ .' ., ** ,Z heute in Geinäßheit' des § 17 des Geseses vom 24. Je- bruar 1850 im Beisein von Mitgliedern der Staatsschulden- kommission und unserer Verwaltung durch Feuer vernichtet worden. ; . Berlin, den 21. September 1914.
Hauptverwaltung der Staatsschulden.
von Bischoffshausen.
Yichtamtlixhes.
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 26. September 1914.
Der Ausschuß des Vundeßrats für ZoÜ- und Steuer- wesen hielt heute eine Siyung.
Wie „W. T. B.“ mitteilt, ist nach einer dem Chef des kKßirldsanitätL-rvesens vorliegenden Meldung im Etappengebiet eine rankentrangportabteilnng, die mit dsr Herbeischaffung verwundeter Franzosen beauftra at war, am 23. September Vormittags von französischenFrankiireurS Überfallen worden. Sie verlor dabei an Verwundeten und Taten einen
Oberarzt und sieben freiwillige Krankrnpfleger.
Die englische Regierung hat ihren friiheren Veröffent- lichungen jeßt eine weitere Hinzugefügt. Sie läßt einen an den Staatssekretär des Auswärtigen Amts gerichteten V ericht ihres bisherigan otschafters in Wien Sir Maurice de Bunien erscheinen. Ueber den Bericht, der - vom 1. September datiert ist, also einen voÜen Monat nach dem Außbruci) des Krieges, schreibt die Norddeutsche Aligemeine Zeitung“:
Es ist cÖ-nso intexrcssant, wi nnicbwer, dic Tendrnz dieser Ver- öffentlickpung festzustellen. Ihre Absicht ist nicht nur, England von aller Schuld zu enxlastyn und diexe der deutschen und österrkichisch un ariscben Politik xuzui'cbieben, sondcrn sie sucht Dealscbland in briJerem Grade als Oksterreicb-Unqarn für den Krieg vyrankwoxtiickp zu mrchen und dadurch zwiichsn uns und unxerem Verbündeien Zwietracht zu säen.
Dcr emilisch Vot“chaft-r [sxf'xsa-gt sich rarüßrr, daß,; obwoiil dis deutkcbe RL„iCrung 'b-[)(11Pi*, sie babr Sic Edward 01-123 “„Br- mübungmi um den Frieden“ bi,? ans Ende in Wirn anttérnüßl, dcr rrutsaxe Vojsckyastcr VON Tschir'chky dabei seine (Vituscns) _UNT- wirk-ng ebensowenig wie die des r.:ssikcbsn und d-s iranzösi1chen Botschaftkrs nachgx-suckt habe. Defax Br*sÖrverrc ist einige Naivität nicbt abzusprechkn. Css wäre in der Tat böbi? außerordxnt- lich gewesen, wenn der deutsche Botschgftcr in W'rn bei sLan Schritten die Hilfe der V&treter drr Enrente erörtert hätte, nawdem bereits Sir Edward Greys _ kasuch, den scrbisch=österr€ichischen Konflikt zur Majorificrung O€1te*rrcich-Ungams vor das For:.m der Großmächte zu ziehen, als eine Jntriguc gcgen das deuticb-öster- reichische Bündws abzelebnt worden war. Die Ansjrengm-g-n der deutschen Regierung, die unabläisig [Zei unserem Verbiindstpn auf friedliche Entschießungen in einer Weise binwitkte, wie es E;:gland
Peteerurg zu tun v ? that, würden in ein sox-derwares
. „z, . „ , ?.Mbmder Rat- W M * n“ ' éspéücbs getreten wäre.
_„ „Land»; Série Vun nieskziebszmgen zu Oesterreich UnUarn .gefßbrden, wä-rend ngland fick) hütete, den Freund an der Newa zu verstimmen.
F-st noch weniger grscbickt ist die Weitere Behauptung, daß Deutschland am 31. Juli mit rauher Hand in die Erfolg Ver- spr€chenden Verhandlungen zwischen Wien und St. P texsburg dnrch i_eztn Ultimatum etnßegriffen habs, während „cinigr Tage Aufskbuv' (ruxopa eine furchtnxre Hrimsuchung erspart haben würden. Es sei demgegrnüber nur Haran erinnert, daß, wenn i-né nacb Six "Raurica de BUnsens Aurf-ffung Erfolg i)ersprkch.-nden Velhandlungen zwischen Oesierrcich Ungarn und Rußland bis zur letzten StuWe fortgeführt wurden, dies gerade auf div. ununle*brochcne Tätig- keit der deutschen Politak für die (?ihaltung des Friedkns zuriick- zuführen gewesen 119. Ohne diese: durch Dsuojchlands Arbetk auch in Wien nock) geschaffene Frist, die? England in St. PeterLburg ungenußt verstreichen lisß, würde dar 51:ng um m-brere Tage früher ausgebrochrn sein. Dünn schon am 24. Juli hat die rusfi!che Re:- gierung in :ckan amtlicßc-n Communiqué- erklärt, fie könne in sinem östcrrc'icbisch -1erbischen KNA kt unmöglich untätig blsiben Dieser Erklärung “folgten mixttärische Ykaßnabmcn aus drm Fuß, die den Brainn der von langer Hand vorbereitktkn M*obiltUUcbung dsr rutsiskhen Aimé? darstxütsn. In einem room Zaren am 30. Juli an dyn Demscbkn .iixiskr gs'ricbtkicn Teleg'amm (Anlage 23:1 des Deutschen Weißbch) wird (tus- drücklich mitgateiit, daß jene militärtkcben Ykaßr- 9111 schon dor fiinf Tagen, also am 25., be!:rbioffen worden seien agegen erkiä'te am 27. Juli der Kriegsminister Ssuchomlivow dem deutschen Militär-
attacbés ebrenwörtlich, daß noch keine Mobilnac1chungSorder ergangen»
sei, daß kein Pferd außgeboben, kein Reservist _eingezogen werde. Obwohl in dieser Unterredung dem russischén Kriegsminister kein Zweifel darüber gelaffen wvrden war, das; Deutschland Vkobil: machungßmaßnabmen gegen Oesterreicv-Ungarn auch für sich sslbsi als höchst bedrohlich betrachic'n müsse, liercm in den nächsten Tagen in rascham Tempo dic Nachrichten über die russische Mobili- sierung ein. Am 29. Juli odvkte die ruisische ?)kkgierimg die Mobilificrunq in Süd- und Siwrrcst-Rußland an, die am 30. auf 23 GouVernmm-nts aukgedebut wurde. F*Zt frblte, ivenn Rußland dcn Kxieg vorbeifübxcn onte, mtr noch ein Schritt, die (Hesamtmabilnmchung des rnssisckzen :Oceces. Dtksk Wurde während dis Bemühungen des Tcu1sch:n Kakjers um dem Fried» bei entgsgen- kommsnder Aufnahme in Wien fortdauerten, am 31 Juli Vormittags in St. Petersburg aubefoblcn Nock) um 2 Uhr Nachmittags am gkeickxcn Tage abcr telsgrapbtette der Zur an dcn Kaiser, es handle sich hierbei lediglich um durch OLstthLkÖS Vkobilifiérung nötig gew-ordene „mils- tärische Vorbereitungen“, deren Einstellung aus tychnischen Grüxjden unmoglich sci; er gab glcickzzcitig skin fcicxlickzcs Wort, daß er weit O_avorr c-ntfcrnt ici, dcn Krie'g zu wünfcbcn.
Bei w offkvbarec Dorprlaüngwi'eit drr russischen Politik wäre? ein w-iterer Aufschub auf unserer Seite géradezu ein Verbrechen gegen Deulschlands Sicherhrit und vm dem deutschen Volke: nicbt mchr zu vrantworien gewcsen. Daher erbiclt am gleicken 31. Juli der _Kaiiexckicbc Bytscbaftrr in St. Pe1er9burg den Befehl, der rusfi1chen R- ietung zu eröffiien, daß Deutschlaud a]s Gexenmnßrcgel
. géaen die (! ;“;LMé'ittc russi'che Mobilmachung Vorläufig den Krirgs-
znsi-nd in Deutsckokand verkündét babe drm die Mobilisation folgen müffr, w-nn Rußland seine UiiÜtäkiéÖén Maßyabmen nicht binnen 12 qunden einstci1_e. Hierauf ba! die tussiscbr :,)ie,.ieruna überhaupt keine Antwort gkgeb n, und es blixb der deutschn Regierung nichts übrig, „ls der rujfixchen nach Ablauf der_gesteütkn Frist am 1.Auqust e'klären zu laffen, das; wir uns als im Kriegszustand mit ihr befind- 11ch betrachteten. Schon am 1. August rückten russische Truppen auf deutsches Gebiet vor und Rußland begann damit den Lriea gcgen UFO
Dies ist in lüxkeuloscx chronoiggi1chacFolg€ der «Överbalt. 6 bleibt 4an nacbtxaglicbeqt AUsaxbUthM englijxher Diplomaten _zum
Ct UL MMU er aus den' * erlJM ck
..w FMK icbékanxker bereits am 3. August in seinem REYYJÜ "“ BWeißbucbe ausxaespro 11 hat: „Die russische
békt "def eukov chlagen. Die MobilifierungSwaßcegeln in Verbindung mit ihrer ortgesevten Ableugnung zeigen klar da Rußland den Krieg onte.“ Eine einfache Erk ä1ung aus London nach St, nslawistiscbe Bestrebungen Rußlands qxgen Oester- reicb-Ungatn dar den Oreiderbmd Zieht gedeckt s-ien, hatte genügt, um die russische Kriegeluit zu dämpfen. Und auch Frankreich rpürde Tick), beim Abrücken Englands von der Begünstigung elner aÜslaw1schen Politik, dem BündniSic-U haben entsieben können. Schließ" erinnern wir an den “von uns in Nr. 219 Yom 12 d. M. Vet ffentlichten Bericht des Königxixb belgiichen Geschafts. trägers in St. Petersburg B. de L'EScatlle, der unter dem 30.-Juli dem_besai1ch€n Minister der auSwärtigen An Yegenbeiien meidet: „Unbett-eatbar bleibt daß Deutschland sich bier St. Petérs. burg) ebc-nso sehr wie in Wien b-mübt Hat, irgendein Mittel zu finden, um einen allgemeinen Konflikt zu vmmeiden, daß es dabei qber einerseits auf die feste Entickxloffenb'eit des Wiener Kabinetts gestoßen ist, keinen Schritt zuruckzuwetchn, und a--der. !eits auf das Mißtrauen dos Petersburger Kabinejis.' U'nd :vekierbin: „England gab anfänglich zu versjebxn, daß es sich nicht in einen Konfitkt'bineinzichen lassen wolle. Str Georg.? BUCHU- nan (der britische Botschafter in St. Petersburg) iprach dies offrn aus. Heute aber ist man in St, Petersburg fest daVon uberzeugt, ja man bat soqrr die Zusicherung, daf; Enataqd Frankrexch beistehen wird. iiessr Beistand fäUt "ganz außerordentlich ins Gewicht und bar nichxf wenig dazu beigetragen, der Kriegßpartei Oberrvaffer zu Ver. scba en.' !uiesrs Zeugnis übsr Engiands Mitschuld am ObsiW-n der russischen KriegL-parsei ist durch den BU1118111chLU Bericht Muhr fort-
zuscbaffcn.
Der heutigen Nummer des „Reichs- und Staatsanzeigers“ liegen die Aitsqaben 49, 50, *.“)1und 52 der Deutschen Verhtstlisten bei. Sie enthalten die 35. Berlustliste der preußischen Armee, die 15. Verlustliste drr haye- rischen Armee, die 17. Verlustliste der sächsischen Armee, die 22. Verlusilifte der württxmbergtschen Armee sowie die 6.Vcrlustliste derKaiserlichen Marine.
,“ ? MHM haxdürZ. n &ubtlmacbuna die m bsame Vermittlangs.
Und England auch. Petersburg, daß .1
Oekerreich-Ungavn,
In einem in der „Neuen Freien Presse“ erschienenen, *)!rtikel beschäftigt sich der Agrarchemiker Stoklasa, Profkéxwr an der Prager TLC!) nischen Hochschule», mit der Frage derFlei cl)- Verpflegung in der österreichisch-un'aariichen Mon- archie für die Kriegszeit. Nach seinen Zusammensteklungen ist in Oesterreich-Utixrm'n imd Boönicn eine solche Menge Visi) 001 handen, das; derFleischbedarfOesterreich-Ungarnc3, das bezüglich dos Flrisci)r)2rvrcr1ichs 1111191“ (111811 Staaten an achter SteUe st€[)t, volkttäridiq gedeckt ist, daßalso die Monarchie geniigvnd Lebens- mittel fiir das Jahr 1914 besitzt, ohne auf die Einfuhr aus anderen Ländern angewiesen zu sein. Wenn schließlich rin Tell der außerordsntlich groszsn Rübenanba11fläche mit Brotsriichten bebaut winde, wäre auch bai einrr längeren Dgucr'des Krieges nicht der geringste Grund zu Besorgniffen himichtlick) drr Ver- pflegung vorhanden. Was die Düngung anbelangt, so Wird “k)„er- vorgevoben, daß im Jahre 1913 in Oesterreich-Ungarn ungefahr 900 000 Meterzentner Ammoniumsulfat erzeugt worden sind, wo- von 700 000 Meterzentner nach Deutschland und Jtalieii auSge- fiil)ri wurden. Dagegen betrug die Einfuhr von Chiliialpeter nach Oesterreich-Ungarn im “ ahre 1912 rund 1 000 000 Meter- zentner. Da aber der Sti sto in Form von Ammoniuzn- sulfat auf die Erhöhung der P anzenerzeugung und'die Giite des Ertrages die gleiche Wirkung ausübt wie Stickviofs rn Form von Chilisalpeter, so könnte Oesterreich-Unaarn sick).1mt Leichtigkeit von der Einfuhr des letzteren frei machenundsemen Bedarf an Stickstoff zur Düngung selbst decken.
Frankreich.
Der J.]Tarineministrr Augagneur teilte gestern, wie „W. T. V.“ mrldrt, im Ministerrat mit, daß dic Flott? in Aniiwari mchrcre Batterien schwerer Artillerie somio ein Artillrriokorps angesclÜfft Habe, die vom Lochn cms die Furies, die Stadt und den Hafen von Cattaro beschießen sollkn,
- Dic «Handelskammer von Dieppc hat die ngirrung rrsucht, fiir die Kriegsdaijer englisches Geld als gcsrß: licheeZ Zabinnthtnittel in Frankreich zuzulassen ziim Kurse von 125 zu 100 und 10 CentimW fiir den Pennr).
Rußland.
Die Regierung hat dem „Pestrr Lloyd“ zufolxxe den Führer der Polenpartei im Deulsckien Reichstage, den Fürsten Radzimill, der Anfang August in Wolhynien verhaftet worden war, nach St. Petersburg gebracht, wo seine Aburtcilrma wegcn Spionage erfolgen soli.
Italien.
Der Papst Hat gestern den bayerischen Gesandiqn am Päpstlichcn Hof Freiherrn von Ritter zu Grünstein m feierlicher Form zur Ueberreichung seines Beglaubigunch- schreibens empfangen.
Schweiz.
Einer schweren Verleumdung des deutschen Heereö tritt der schweizerische (YeneralstabsÖLf Oberst Sprechéi“ vou Vernegg entgegen. In der franzosenfrenndlichen „(Zinzcttr d:: Lausanne“ war“ kiirzlich ein Békickit erschi9nen, in dem LL) MUZ: Die Aerzte einer französischen RoteU KWUZÜthilUUg, dis mm 73211 Deutschen gsfcmgen aenommen und wieder freigaiaffsn morden warcn, Um an die sciiweizrrisciie (*ZZret-ze gebrirciii zn wsrdcn, erklärten, die Denisrben hätten il)nen aller- abgenommmi nnd sie 1[)W1' Instrumente, Uhren, Ringe und Vnrstbasl. beraubt. (Rexxcnsilzer diescr schworen Bcrlenmdmm vrröfsentlick)! Oberst Sprechr mm Werjiengt den Bericht “('e'-»I Plnßkmnmandoß Vaiel uber den Durchmarsch dieser fianzösisckxn *Ambulanzgrupr-s. Der Bericht [autet der Wismer „Reichxzpos “ zufolge:
Die: Orfizéere tragen ihre'Dskoratior-en und das Kreuz“ der Ebrxn- [Equ- “Jbrc Porn'femch-s waren" ieiäolicb mit *Grld weisehén. Ich fal) solche die ganze Bündel-WnTausendxFrancH-Noten bei siF) taugen. Jeb selbcr babe msbrkren aus Geiäüiixkeit Jiiaiziszranks Noten 96- nwckzsklt Auch die Dienst? drs chhsc'lburx-aus am Babybof wurdcn in Anspruch cenommen. Der beste Brweis, das; die franzöfisclor" Offiölkkfe nicht Von den Dkutsckpm aitsgeplündett wurden, liagi dwin, dasz vrrsckoisdene von ihnen (Ch,1mp.1gn€r von h(xrvorra.1cnd€n Markku zum Jmßiß im B.;Hnrefiaurant bestellten, wie ich PéksölLÜÖ ba1)6*f612“-
stLÜen können. _ Schweden. _ . Das Ministerium Hammarskjöld, das gebildet worden war, ,um die Verteidigungsfragc zu lösen, [)at seins. _Nemter dcm Könige zur Vcrfügung-grstelit, da die Fr'cjge 1575?
“ .'.“
atskanzleim kurz vor dem Erfolge „x., _ UF
,zs“*'é**fe*i. DeszFfo „Hufe die Miüister a “, u 111 ib . jx'Mitüßék' . beschlo en Zarauf, den Wunsch YS Hönig; ez'i:
Entsprechend ZL. .,srgervöhnlichY Weltlage bestimm't ein
. estern
eindliche Täétixrkseit.„ :Aquänder, dis fick)
einer der-
„tigen Tätigkeit [WWW --n'1achen-, werden ausgewiesen. Der-
„laß soll wreder „aufgehoben werden,
mal ist. „ or _ Serbien.
Wie die „Südslawis e Korrespondenz“ ie Behörden in, NL'U“ erbien in der unerhörtesten Weise ie deutschLn Landwrrtx die „seit Jahren in den ehemals „rkischen, (Hebieien arxgosreßelt smd, und die die einzigen busterer chafien; errichtet haben; Die deutschen An- edler, ie die - serbische „Slaawangebörigkeit “'nicht
aerbM WM"; ?[S diese Gebiete. an Serbien fielen, und ie unter der lgrirschenHeUchafi eine Sonderstellung ein- ahmen, werden ]eßt Do." den _serbischen' Behörden auF- efordext, das Land Und ihre Bes Hun en zu verlassen. Die usweisungen erolgen in der “brutalten Form undunter rohungen. Die deutschen Ansiedler schickten zunächst ihre rauen und Kinder 'nach-Salo;11iki, die aber“ auf der Flucht in ewgheli von serknschem Militär angehalten und belästigt .urden. Auf Veranlassung des deutschen Generalkonsulg jn aloniki begab M) M) Beamxer des dortigen italienischen onsulats nach Genzghelt, dem die Befreiung der Frauen und inder gelang. Die deutschen Anfiedler dürften ihr ganzes ab und (Hut verlieren.
Amerika.
Der 1ürkische Boischafter in Washin ion Nukem Ve ilfe dem Präsidentetx Wils'on einer Meldgung de15„§sLZ.T.B.2 folae mit, daß er dre Vereinigten Staatrn 'in zwei Wochen rlassexi werde. Nustem Ber) sol] den amerikanischen Einspruck) gen die NÖFchUsiung des Exterritorialitätßrechts der Ausländer der Türkei getadeli haben. .
“ ZWischM den mexikanischen Generalen Carranza und illa ist der [xing erwartete Konflikt ausgebrochen, iie dag qmertkamsrhe Kriegsdeyartyment erfährt, [)a'be Carranza uppen m Zacatecas ionzentrreri, wogegen 58an seine Armee
TWWU MUMM" Lehe. Die Bahnverbindung zwischen den iden Orten ist unte schen.
Afrika.
Wie die „;Politische Korrespondenz“ aus London erfährt, rd in unterrtcyteteuKreisen bestätigt, daß zmischen dem Vize- nig von Aegypten Abbas und der englischen Regierung
Ycharfer mrespalt entstanden ist. „ Zur Ueberraschung der gierung )a_t der Vizekönig .. gegen das Vorgehen der glander_ in Aegypten sebr entschieden Einspruch er- en up!“), ihnen das Recht bestritten, dort nach Gutdünken ' Mobilisierung 311 verfügen und andere Einschneidende Maß- ein zu twffet), wie dies in den leßtcn Wochen vorgekommen , Selbstverstcindlick) sei an eine Rückkehr des in Konstantinopel 1501er Abbas Pascha nach Aegypten bis auf weitere?- nicht
en en.
sobald, die Lage wieder
meldet, behandeln
_ Kriegstiaäjrichten.
Großes Hauptquartier, 25. September, Abends .J.-B.) Der Fortgang der Operationen Hat auf unserem ßerstsn rechten Flügel zu neuen Kämpfen geführt, ,denen eine Entscheidmig bisher nicht gefalLen ist. In der 1119. der Schlachtfront ist heute, abgesehen von einzelnen rsw'ßcn beidar Parteien, nichts geschehen. Als erstes der errforts südlich Verdim ist heute Camp des Romains. * St. Mihiel gefallen. Das bayerische Regiment von
Tann hat auf dem Fort die deUtsche Fahne gehth und ?ck Truppen haben dort die Maas überschritten. Jm qun weder im Westsn noch im Osten irgendwelche randerungen. »
___-„.___-
London, 26. September. (W.T.B.) Wie die Admirasität . Ulli, bat“ sie vom Vizeadmiral Vater) ein Telegramm er- ten des Jmhalts, daß Friedrich Wilhelms-Hafen, der ; der Regierung von Deutsch Neuguinea, von australi- n Truppen besexzt worden ist, ohne daß_ disse bc- kneten Widerstand fanden. Drr Feind war ofssnbar bei bertshöhe versammelt gewesen, wo Kämpfe stattgefuriden en. In Friedrich Wilhelms-Hafen wurde die britische We gehißt und eine Garnison eingerichtet. „Prätoria, 24. September. (W. T. B.) Nac?3 einer [WHM Reutermeldung hat sich der deutsche osten Uckmannsburg am Sambesi am 21. September der 'eslschen Polizeitruppe er g e [) LU.
Kunst und Wissensthaft.
Die Große Berliner Kunstausstellung am Lehrter "bos ist am Sonntag, den 27. September, zum lexzten Male dem ck Ikoffnet. Bei Eintritt de,: Dunkelheit wird fie geschloffen.
Literatur.
Daß dvr gkgenwärtige Krieg ein Kampf um_ die Stellung schcn Wesens, deutscher Gefittung in der Welt [st, diess Urbsc- "9 hat unser ganzes Volk -v()m ersten Augrnblick an durch- IM- In ausdruckSVoller Weise tritt das auch in dem_soabc_én enenku Krieqsbest der .Jnternationalc_n 9.169natßjcbrikt ' Wkis€nschaft, Kunst und Technik" (;Ü-ML'MÜ "“' "““-““'“."- “79 17011 'B. ('H. Tcubnsr, Wmig-erlm) „hervor. D!? H?" GSdanken der internationalen V-ritandtgvng vfteaonde Ök'fk Will jest der Wahrung von Deu1fchla;d,3-Stel!ung oem WM "aufgédrungenen - Krieg, nanmntkicb" aucb dW kk"! “xe" Meinung des neutralen Auslande"?! gcgennhgr mynxn. tiamsten Aeußerungen find die Ad. von Harnacks !" fk'knek
- “M auf einen ihm auf seine Rede zu“!“ „DeutsÖ-amr-tkamschen Patbiekundgebun'g' im Berliner Ratöaus , am U“ A"“"Ü yon englischen Gelehrten und Geistllkbén zugesandten
f-- Die„'(Engländer geben ihrem Bedaurrn Außdruck. MF- ' sw sagen,; A. von Ha nack „Englands „PUMPE n "“I“"“äkÜJ-“u Kriege als eincn Vitrat an der Zivilisai-on 18» „kt abek“. Darauf-anjwortet A. v.H., er babe zwar ykeseWorte . ge rauebt, .abrr, sie nähen aUetdings sein Urteil uber dicies alten ricHtiY “wieder ' Der Behauptung decEngländer axcrenuber, ud habe um zum W154: Serbiens und B'exgszxs in dcr; Krkcg Ziy- ÜL“, aniazoxtax'él. v. H„entjchiedrn und ;wurrig WTM;- “SW
“*" *kafen-für-militär-
- Englands Beweggrunde
Die .
wollen statt" der furchtbaren Situation, in die Serbien nnd Nu . land Oesterreich gebracht haben, nur, die Nöte eines bedrängteß'n „Kleinstaates Leben,. dem mau_ zu Htlie kommen müsse! So zu “uiteisen ist n th mkkr Blindheit, ja_es wäre eiii bimv-ei chreiendes VerbxeÖxp, wußte_ma_n „nicht, das; “fur Gmßbrit'annien Le “sfragm anbetrr Großmachte uberhaupt nicbtc'xibieren, wril es nur sums ,ekßenen Lebenßéragep u die solche: ch.nstaaten ,ézeUen läßt, dermiBestatxd _ür Groß x(ttgxmien wntvoll) ist.“." Und er ruft den ngkaudem zu: *„„wir verteidigen die„Akbeit von anderthalb Jahr- tqu]endm.ür ga"; EUropa und auch fur Großbritannien! Aber der Tau. da roßdritannien den Damm zerriß kann niémals in der Weltgescbickpte vergessen werden „ Und ihr Urteil wird lauten: An dem Tage "da fick) russiscb-asiatische Macht auf die Kultur West- europas iiurzte, xrklärte Großbritannien, es müsse mir Rußland qrben, n;)..eil ? die „Squyeränität des Mörderstaates Serpien ver- letzt sei! „„Wenn Englgnd „aüe „Gegensätze, die zwischen ihm und Rußland berieben, beiyerte' feyt,“ iserin„ es nicht nur die Horden“ der Russen auf "".“ best, jondern “auch skrupelios die Japaner, .die gelbe Gefahr“ uber ans “ und Europa berauibefchwört, wenn es also seine Pflithten gegen die “europäiche Kultur ins Meer ver- senkt '*- so gibt es daiür mir eine Erlärung und ein Motiv: Eygland glaubt, die Stunde fei gekommen, uns zu vernichten. Weil es unsere Kraft, unseren'Fleiß, unsere Blüte nicht dulden wil1! (Fine andere Erklärung gibt es nicht!“ Als eindrucksvoilcr Zeuge fur Deutschlands FriedenSliebe tritt A. von Harnack der be- kgnnte Kulturhiswriker H. St. Chamberlain zur Seite. Er, em geborener EnBände-r, sagt: „Seit 45 Jahren verkehre ich vorwissend mit rutschen, seit 30 Jahren lebe ich ständig in deutschen Landen; die Liebe zu deutscher Art, deutschem Denken deutscher Wiffenicbaft, deujscber Kunst ichärfte mir das Auge, ohne mies bjind zu machen Und meip Zeugnis lautet dahin: in ganz Deuschland hat in den Wien 45 Jahren ntcht ein einziaer Mann gelebt, der Krieg gewollt hätte, mcht..eirixr._ W-r das Gegenteilbebauptet, lügt - sei es wissent- lich, sei es UnwisseniLtcky.“ Bxsondere Bedeutung dürften Cbambe'rsains Arußerun en uber die personliche Stellung des, Deutschen Kaisers bkansvrn en. Er [ubri aus, er _sei „dem Kaiser nicht oft, doch unter besonders gunm en Umstanden begegneté außerhalb der Hoietikette, zu zwangloe-m, MeinungSaUSiauscb, unbelauscbt“. Er wü] auch 1le Von “dem (Hrimdsay, nichts* von den Aeußerungen des Kaisxrs mitzuteilen, nicbt abweichen. Doch bkgebe er kein? Indiskretion, Wenn" &„sage: daß' ihm „in dieser bedeutenden Per- sön1ichkeit zwei Zuge uber aÜes bemerkßnst erschienen, als die zwei „Dominantcn“ ihres ganzen Fühlens, Denkeris, Handelns: das tiefe nie weichende Gsiubl der Vmantwortung vor Goit und «* bier- durcb rng und streng bedingt * der energisÖe, hérrlscbe, ja, -- wenn es nicht zu paradox klingt - der ungsstüme Wilje, D-.ut1chland den FÜNF" zu bewahren“. Chamberlain schließt seine eindrucksvolien usfubrungenY „Schenkt aber Gott den deutscb-österreichischen Waffen den Steg, den vokjkommenen, niederscbmetterndeu “Sieg -- was wir alle von ihrn erfleben, auch wir Niebtdeutscben, insofern uns das'Wobl und die Kultur der gesittcten Menschheit böber steht als nationale Eitelkezit «« dann, absr auch nur dann, genießt Europa eines bundertxabrixgn Friedens. und der Wuusch dcs großen urid guten, von feinen Standeagenoffen so schmäbltcb betrogenen Fursten wird doch noch in Errülltznq geben, g!orr€ich€k, als er es sick) ßedacht batte, zußgleich ganz Deutichland zur Rechtfextlgung Vor Ver- .eumdung und Lage: erst recht Wird er dann .Friedenßkaiser' bkißen, da er „und sein_ Heer als ihr „ureigenes Werk den Frieden geschaffen haben Werder). ** Diesen beiden scbxieße-n sicb die anderen Betträge des Heftes wurdtg an, so der des Berliner Historikers O. Hinße, der auf Grundsemes umfasskndkn geicbicbtlicben Ueberblickcs über die tieferen Grunde des Weltkrieges zu dem gleichen Ergebnis kommt: .Wir sind in dgr g_luckltchen Hage, indem wir für unser natio- nales Dasein kampsen, zugl-icb die höchsten fittlicHen Güter zu verteidigen, die allem Volks- und Stxatßleben ers! den rechten menschl chen Wert verleihen.“ Und nicht anders lauten die Urieile des Breslauer Rechtsiebre'rs "R. Leonhard wie des Haüemee Theologen Friedr. Looks, während der geeks Führer" deubchen Volkßwtrrßäzaftslebra Ado] , Wagner *fé istellt, ju „seiner annahme “„am Kriege „ .die britische Habsucht und der boYmüti'e Wabn, «daß-xfie allein von Gott und der Natur zu Be errschgem der anzen *Welt- meere berufen und nach ibren nationalen Eigenjcbajen geeignet sxien', daß sein Haß fir? gerade egen uns kehre, ,weil wir die jungstcn Konkurrenten starkeren S lages für sie sind und am meisten Von ihnen nur als unberechtigte Emvotkömmltnae angesehen werden'. Auch die anderen Beiträge des Hefts sind eindrucksvoae Bekundunaen deutscher Gelehrten, fo Rud. Euckcns, des Jenaer Philosophen, über das Wesen deutscher Art und deutscher Wiffenkchaft inxbejondere, so drs Heidelberge'r, „nach Brrlin beru knt-n Theologen Ernst Troeltsch über die Stkllizng der deutschen iffenscbait zum und in dissem Krieg, der „selbst in seinem bisherigen Verlaufe zum quien Teil ein Wyrk des wissenscbaitiicben deujscben Geistes, des Geistes der Systematik, Otdnunq und Strenge und der deutschen Technik fei“. Umgekehrt WLW?“ ,die d€u1sch€ Wiffensckzait gerade in ihren gefchichtlich6n, sozialtvisssnschaitlichen und etbiichen Arbeits- richtungkn aus diesem Ktirge von neusm irrnen, welch unermeszlicha Bedeutung dem Staate und drr politischen Erziehung des Volkes Vor allen anderen geistig-n Mächten zukommt“. Der Berliner StrafrecblSlebrer Franz von Lis-t bezeugf, von den aus- ländischen (Gelc-brten fordkrnd, daß an der „Ehrlichkeit den scher Gisinn-ma, an drr Aufrichtigkxik deutscher Worte nicht ge- zwsthlt wxrde“, daß das Größtr in dtejcn Tagen sei, „das; das ganze thll7ch6 Volk nur eine einzige Seele habe“, daß von dsn „Lehrern der Weffe-r!chaft kein €inzi.cr anders denke und empfinde als die deuxscben Soldaten draußen in frindlichem Lande“. [va würdig schlteszt fich ihm die Erklärung der Bonner Historiker (Moritz Ritter, Friedr. v. Bezold, Ulrich Wilken, Aloys Schulte, Wilhelm Levison, Justus Hasbergen, Walter Playboff) an: „wen maß die nicht ergreifen: dicse stille Sicherheit und unwider- stehliche Tatkraft, mit der dicg (Grmeingefühl alle Schichten und Partcien unseres Volkes durchdringt und zur Aufopferung des individueüen Selbst wie zu etwas Sclbstvxrständlicbem fortreißt! Wer im Auslande unseren wissenschaftlichen Ar- keiten Wert beilegt. der möge auch diesem Ausdruck unserer bistoriscb-politischen Uchrzeug-ing die Aufmerkiamkeit nicbt veriagen“. So stellt das Heft eine niuckstige Kundgebung deutscher Wisen- scbaft dar, deren (Jewalt sirix das Ausland nicht wird cntzichkn können. Mit Recht darf der * erausgeber, Max Cornicelius,23er1in, in chm dem Heft vorausgesckoi ten Geleitwmi aussprechen, daß diesen Aeufzerungen drutsclxr Gelebrtsn geaenüber, die' sich den Kund- gebuvaen der „Fichte und Schleiermacher, der Steffens, Niebubr imd Böckb vor hundert Jaßren, CSL? Mommsen, Treiticbke, Dubois- kavuwnd 1870 würdka anycvliexen », „man Fock) an der sittlichen Bildungökmit unserer bautiat'n Kultur, ihrer Zxördcrung von Wahr- heit und Ruhl" gänzlich Verzweifeln müßte, wenn eine Verteidigung mitchsolchcn gcrstigrn Waffcu uns nicht mcbr wirksam zu helfen vcr- mr lc“.
Wohlfahrtspflege. ' ,
Nach dem Muster der Nbffauer Kriegsveksitkerung von 1870 bat nunm:k)r dic xemeinnüßige Deutjckp'e VolkSversicberung, Aktiengeic'llschaft 111 Berlin eine KriegsversiÖerunF-für das ame deutsche s)keichSgcbi€t ins Éebe'n gerufen, die als reines Woblfa ris- unteynelömen geführt wird. Die einriezablten'Befrä “_Werden nach Beendig-mg des Krisges voll uno unve-r ürzt au die ctegsiterbefälle nach dem Verhältnis der darauf geleisteten „ inzaöiungen Orrteilt. Ist die durchfchnitt1iche KriegssterbliÖke'it der Versicherten » von jetzt ab aereämet - nichrgrößer. als sie während des ganzen Feld- zuges 1870/71 wär, so wird die deuticbe ;Krie oversicberunß vn Ldfacbkn Bktrmx der Einzahlung auf jeden Sier'befa außzableni nnen. Bestimmtere A-ogabkn über die Höhe der Außzablun “lassen;, ck; im voraus naturgemäß nicht machcn._ Ist die St_cxbli keit gro r, siv wird die Auszalilurxz kieinvr, is? die Sierbliäßkxit "kleiner, _so wird d e Axrszayxuyg gxrszcr pin. Dee Einzahlungep. kownrn wor, :) „M an, in-
das; find'
ijschsusi fen von.“: n 5 ckck..- 551! zu _dem. Be! eino» M '.Cßj _ge- - 19.“ka en. Die eutsche VolksvetffcbérUÄris fllt irék „uzßn Beamteykörper evrenamtlitb in“ „„den „ „ sie,: den:! „ck __ Wx. *vxrsiäzex rung." _ e _bxel'teaz'rundla“ ..bkk'W WKL“! „ mms. . -batf§xyf_ “erungste “iscbett :“ ' „“aus „fta y! se„ ;Die . *rxung vOn „ßreigw en, z. B. von. ) mien, d e die K7 293- sttrbu keit in eterlnen Landesteilen un fin „butyflusßeln können, “wirdsrrdxxr “h“e “er an eglicben. sodaß“ Rt. „eiuer ver tnismäßka super!? tr urch1chultts terdllcbkeit ,aeré'cbnéx“wexden darf Nen- „artigzx ;; „el der; Kriegsse'rficherimg der gemeinnützigen Vollwerfisbe- ?rUuZ ,die wirklich “ciüfacbe und be ueme Form des Verfieberunss“ „ahi lusseI. Sie ermöglicht die IWW "ng ohne alle Wett- zlaufiskekxen auch im kleinsten xte ja sogar im Felde. Nach diesem Verfarren, das mit Genehmiguka des Kaner- 12chen Aufsichtöamts für Frivatversicherung gewählt ist, werden die Krie svetsicberur» pbed ugungen durch öffentliche Offerte Bekanntgege en. Der ersicherun sabfcbluß erfolgt durch Einzahlung des Vexxags hei , eder deuncben Yostan talt auf Postscbeckkonfo .14": = „Kriegsversi erung der chen Volksverslcberung
inerli-r'. Wesentliche Bedingun ist nur, daß ,der versicherte Kriegsteilnehmer auf dem linken Abßchnixt der ZabUarte, den die Post der, Deutschen Volksversicberung usendet, sTian mit Vor- und
ent
Zunamen, Geburtsdatum sowie Beru und Wo nung bezeichnet tft, . um Verivecbjlungen auSzuschließen. Die Ver erung beginnt ,bei genauer Bezeichnung des versicherten Kriegöteiluebmets "sosOrt mit der in) Poststem ex „angegebenen Stunde. Als Kriegsteilnebmer nd nicht nur V flrtarpersonen und Nichtkämpfer, die dem eere Vlg?"- sond-rn auc? die staatlichen Beamten und A1 eiter ' in den militärisch be evten Gebieten zur Versicherunkx); zuZelafsen. , Die Deutsche VoltSverficherung hofft, daß auch die Ar eitge er für tHre im Felde stehenden Beamten und Arbeiter sowie Vereine, Wohl- tatigkeitöunternebmen usw. für die ihnen nahestehenden Kriegs- texilnebmer Etnzablun en machen oder den Angehörinen durch Bei- brlten und nötigenia 9 durch Sammlungen die Mögiichkeit zur Ver- sicherung der Kriegsteilnebmcr verschaffen. Daß eine umfa ende ' Kriegsverfickyerung nicht nur für die Familien der Kriegsteisne mer, fordern schließlich auch für die gesamte deutjche VolkSwirtscbaft er- wunscht ist, bedarf keiner Begründung. Die deutsche Kriegsverficbe- tung lß aus_ der Not der Zeit entstanden. Einem Notstande vorzu- beugen, ist die beste Art, ihn zu bekämpfen.
Für das Zentralkomitee vom Roten Kreuz werden noch“ dringend Herren. die Automobile besi en und bereit sind, mit LiebeSquen auf Etappe zu gehen oder eleaierte nach den Kriegs- !cbauplaßen zu, bringen, esucht. Geliefert werden Verpflegung, Benzin und Ersaßbrretfuna. „P öglichst baldige Anmeldung nimmt der Auto- diarxst des Zentralkomitees vom Roten Kreuz, Berlin, Reichstags- gebande, Obergeschoß, immer 3, entgegen. .
Infolge des vom ;Toten Kreuz erfolgten Aufrufes haben die dem Verein der Brauereien Berlins und der Umgegend an- geschlossmxn Brauereien eine LiebeSgabe von 200 000 Flaschen Bier fur die in den Berliner Lazaretten ausgenommen!!! Vcr- wunketen zur *!*erfüg-ona gestellt. Die Spende ist bei den Ver- ivunreten mit großer Freude aufgsnommen worden. .
Der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege (Gefallenen (Berlin RN. 40, Alsenstrafze 11) find u a. von dem Geheimen Kommerzienrat Eduard Arnhold in Berlin, 25 000 „js überwiesen worden. ,
Em Aachener Männergesangverein -- Orpbea - bat seine goldene Mkdaille, die er in Brüssel beim internationalen Mufikwetistreik fich ersang und die der Köni Alberk von BelgienÖx- stiftet hatte, dem Roten Kreuz zum Eins melzen übergeben. ie hat einen Wer! von 800 .it. .,
; Dé'r-Verkebx bei» den PaM“) , ix: .der-Heimat „nach der Armee auf- TW - [d bearbeiten ...und-. sie, , darm“. bis an Die-Z .* .
nimmt dauernd außerordentlich) Yu,); “Bek '. samrmxlstéüe'W nebén' khr sind*-?'Kt“DÉl,kisch_ andere tätig - werden“ aUein éeßk'täglich “1300791“ ß , beutel mit Feldpostsendunaen a gesandt, darunter im Durch- schnitt 700 Beutel mit gewöhnlichen Xeldpostbriefen und Karten, gegen 500 Beutel mit Feldpostkartenlbriefen, während der Rest C'inftbreibbriefe und Geldbriefe enthält. Die Postsammelsiolxe in Berlin beschäftigt jest gegen 1000 Köpfe Pyrsonal. Seit der Mobilmachung, wo die Postsammelstellen tm „Deutschen NEU) in Wirksamkeit traten, ist allein die Berliner Post- samznelstelle allwöchcntlich um mehr als 100 Kräfte vermehrt mor en.
Von der Privatindustrie sind Feldpostkarten mit Antwort in den Verkehr gebracht worden, bei denxn die an- hängende Antwortkarte den Vordruck für die Adresse mcht innen, sondern außen trägt. Derartige Formulare smd vorsckirikts- midrig, weil die Postanstnlten, wenn der Absender beide Adressen UUÉKLfÜÜt hat, nicht wissen können, welche von beiden mgß- gebend ist. Das Publikum wird daher gewarni, derartige vorschriftswidrige Feldpostkarten zu benußen, da sie die Post nicht befördert, son ern zurückweisen muß.
Theater und Musik.
Deutsches Theater.
Als erster Abend Von Schillcrs Waüensiein-Trilogie, die dem Spielplan des Dealscben Theaters eingereiht werden soll. wurde geit-rn das Vorspiel „Wallensteins Lager“ unter der Spiel- leituna !).)iax Nrinbardts aufgeführt. Das Szknenbild zeigte vor dem Rundborizont ohne jede Kulisse auf einer Geländeerböbung das Marketenderzelt, vor dem fich das bume Lagerleben in den beweßkkn Soldatenaruvpen abspielte. Das An- und Abfrhwellen des Lärms war meisterhaft io abgetönt, daß kein. pesprocbenes Wort ver- loren ging und der Faden der Dichtung sub Kwan 105 bei den ck gut aus dem Gesamtbild bkrausbebenden Swechern er aupkko en foxtssvann. „Den Mittelvunkt diefer bildete der kernba te Wacht- meiter Wilhelm Diegelmanns, der an des Feldherrn Person den rechten,würdevollen Soldateuton gelernt bat. In wirksamem Gegen- sa? „zu seiner *rnbigon, aefesiigten Art tand der temperamentvolle bx) ktscbe Iäaer Iosevl) Danezzgers. und taitlickoe Fi ur machte auch ( Harl Eberts Pappcxnbeimer Ku-asßer. Diesen reibten ckck ane andxren, nntcr denen die .Hexren Klein (Trompeter), .Nemcß (Schacfstönße), Breidkrboff (Draaoner) nos? bvionders hervor ebobyn scicn würdig an. Auch Margarete Kupfers der «? Guslel ans Bla cwiv ist mit Änerkennung zu nennen. Dagegen verfkbite Hans Maßmann den vom Kapuziner anzyscblagenden Ton: Er spracb seine Säxe zu bnßig und kurzum:: und drang am!) mit dem Or an nk t genügénd dunk.“ an' in allem aber rvur'ds die. An fübnm dem prächtigen We k. das „mag. -- eine Seltenheit auf „un eren Bühnen -- einmal obne Kurzungen; genießen .konnte, völlig a-r'eébt. Den , „ !) batte ein szenischer roloig 1914 von Wilhelm Scbmidt- Bonn eröffnet. der in iymb-“li chen Gestalten (eine junge Frau, der Bauer, der Arbeiter, der 'Fabrikbkrr, der Krieg die Stimmuwg dikfér beweaten -it wiederzugcbxn versinkt? und mt einer im Chor W! den drei änncrn an dre Adress“- Englands gerikbtkten Drobéng ' schioß. Max Reinhardt bam der “WM GE-a-nbeitsdiebtun : deéu! " Wert nicbt ocb anzttstblagen ist, einen malerischen Rahm»? ' Eben. Lucie delicb sowie die Herren von Winteksién, FeldbamFKhYx-Msj“ *T- und Meidrrhok nahmr'a sicb dor (*inzklne-n Ro en wikLiY e' „(!"-'N'“; i
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