x 7.
(_...7-92-„2. “'*'F . '
MMW
* kommandierenden Generale statt.
An der am 18. d. M. stattfindenden eier pes "'“25jährigen Gedsnktages der Kaiser-Pro lamatton in Versailles werden auf Allerhöchsten VefehlAbordnungen derjenigen Regimenter theilnehmxn," deren Chef des Hoch: ""seli en Kaiser?- Wilhelm 1. Majesjax „gewesen„ sowie de_ren Ch SeineMaÉstäkt, dFkr Kmsert unkZFKcznthgÖLzlllex thchs1§s1TlZsithtdÉ - rdes1. ar & e 1mens . ., e rena 1er: 8 und um g Z1. Pommersches) Nr. 2, des
Grenadier-R-kgimcnts König Wilhelm 1. (2. WestpreußischFF)
Kömg Friedrich Wilhelm 117. Nr. 7, des Leib-GrenadierMegiments König riedrich Wilhelm
1. Brandenbur isches Nr. 8, des 2. adifchen Grenad1e_r- egiments Kaäer ilhelm 1. Nr. 110, deH Jnfanterte- Regiments Kaiser Wilhelm (2, Großherzogltck) Hrsßschqs) Nr. 116, desKönigs-Jnfanterie-Regiments Nr. 145, des ng1ments der Gardes du Corps, dcs Leib-Garde-HusarenMeqtmentS, des Leib:Kürasfie1-chiments Großer Kurfurst (Schlestsches) Nr. 1, dcs 1. Leib-Hu aren-Regiments Nr. 1, des 2._Le1b-Husaxext= ' kerin Nr. 2, des Husaren:Reg1ments .Kontg
' W1lhelrn 1. (1. Rheinisches) Nr. 7, des Königs-Ulanxn-Negtments (1. Hannoverschcs) Nr.]Z, des 1. Garde:Fcld-_ArtrchneMegtmexzts, des Königlich Bayerischen 6. InfaUterxx:9keg1ments Katser Wilhelm, König von Yrcußen, des Komgltck) Yayer1schen aiscr Wilhelm 11, „Komg von
Yrcußen, des Köni lick) Sächsis§hen 2. GrenadterMegtmentS r. 101 Kaiser ilhelm, Konig myn Preußen, 'Und des Königlich Württembergischen Jufqnterte-ngtments Kaiser Wilhelm, König von Preußen (2.W1'1rttembergtsch€s2' Nr. 120, bestehend aus dem Regiments-Kommandeur, 1 Lieutenant, 1 Fahne des Regiments bezw. der Standarte nebst_Fahney- bezw. Standartenträgcr und ayßerdem 1 Unterofftzter. Dte 'von auswärts hier eintreffenden ahnen und Standarten sollen am 17. d. M. auf em Potsdamer Bahy- hof gesammelt und demnächst von emer Kompagme des 2. Garde-Regiments zu Fuß nach Hsm Kytxthichen Schlosse abgebracht werden. Nach der Feicr1mzK'orztgltchen Schlosse am 18. d. M. wird bsi einigermaßetx gunsngem Wetter vor Seiner Majestät eine Parade*der htcßgen Garde:Truppen
Regiments Kai
1. Ulanen:Negiments
(ohne Rekruten), wobei (111613 zu Fuß erscheint, s1attfinden.
Der Kaiserliche Gesandte .im Haag, Wirkliche (HeheFme Rath Freiherr von den Brincken ist von dem ihm Allerhochst bewilliéen Urlaub auf ssinen Posten zurückgekehrt und hat
die Ge chäfte der Gesandtschaft wieder übernommen.
Der Kaiserliche Gesandte in Kopenha en, Geheime Legations -Rath von Kiderlen-Wacchter Ft von dem ihm Allerhöchst bewilligten Urlaub auf seinen Posten zurückgekehrt
und hat dieGeschäfte der Gesandjschaft wieder übernommen.
Der Kaiserliche Gesandte in Rio de Janeiro, Geheime LeZations-Rajh ])1'. Krauel Hat einen ihm Lerrhöchst be- wi igten Urlaub angetreten. Während der Abwesenheit des- selben fungiert der etatSmäßige LegationßSekretär der Kaiser- lichen Gesandtschaft von Erckert als (Geschäftsnäger.
Der hiesige Königlich bayerische Gesandte Graf von Lerchenfeld-Köferinq ist vom Urlaub nach Berlin zurück- gekehrt und hat die Geschäfte der Gesandtschaft wieder Über- nommen.
Laut telegraphischer Meldungen an das ObenKommando dex Marine ist S. M. S. „Hyäne“, Kommandant Kapitän- Lteutenant Deubel, am 30. Dezember in Kamerun an:
kommex; S. M. S; „Stein“, Kommandant Kapitän zur ee Rotger, beabftchngt am 15. Januar von Kingston (Iamatka) aus nach Havana in See zu gehen.
Württemberg.
Seine Majestät der König empfing am 30. U. M. behufs Entgegennahme des Beglaubigungsschreibens den neu- ernannten rusfischen Gesandtxn Fürsten Kantakusin, der hierauf auch von Ihrer Ma estät der Königin empfangen wurde. Abends war Galata el im Residenzsch1oß, zu der auch der rusfische Gesandte eingeladen worden war.
Wte der „St.-_A. f, W.“ vernimmt, ist angeordnet worden, daß zur Ermnerung an den 25. Zuhreötag der
Kaiserproklamation zu Versailles am 18.1). M. in
den éämmtlichen Schulen des Landes der Unterricht ausfällt
und tan dessen eine Schulfeier abgehalten wird. Baden.
Am 29. U. M. empfing Seine Königliche oheit der Großhxrzog in Gegenwart des Ministers onBrauer dext xujftsckxxn außerordcvtlichen Gesandjen und bevollmächtigten thxer Jutstey Kanjgkusin, welcher sein Beglaubigungs-
_ xn ubermchxe. Hterauf wurde der (Gesandte von Ihrer * Koniquchen Hohen der (Großherzogin empfangen. Um
schrei 71/2 Uhr fand *zuthren desselben Hoftafel statt. Lübeck.
Gestern feierte der Bürgermeister ])1'. Behn sein ün - .Undzwanzigjähriges Jubiläum als präsidierender 'Büfrgex-
ae "der Kaisek richteie,
),- uv'ecks. Seine'Ma e x L ' ' ' j esem' Anlaß an denselben
, Z'JleYr: züfolge, aus [pr : Eurer M
Mei en warms en Glückwun . freier:l Hansastadt Lübeck gewidmete Thätigkeit auch feWeir,l Feselgnex sem. e 111.
war im Könjglichén SAM? “Familien,: .*] Max
fizenz zum xßeuti en Jubiläumstage Möge IhIe dem Wohle der
Heute'5 Vormitta örten Séi'nek': Majestäidn aiser “im Neuen a aish die VortrRe des “Kriegs-Minlsters d des Chefs des ilitärkabinets. ends um 7 Uhr findet
der IaSpißGalerie des Neuen Palais das Diner für die
erner verlieh Seine Majestät dem Bürgermei . ehn Sein Bildnis; mit der eigenhändiggn Unterschrtft: „Wilhelm, [mysrabor KST, mit herzlichem (Hluckwunsche zum 1. Januar 1896. Möge Gottes Segen auf der Stadt und
Nach dem eule Vormittag aUSgeqebenen Bulletin über ihrem Haupte ruhen.“
das Be nden «einer Königltchen Hoheit Yes, Prinzen Alexanßer von Preußen schrettet_ die Ruckbtldung der Lungenerkrankung bei befriedigendem Kraftezustand langsam fort.
Oesterreich-Ungaru.
Der bisherige bayerische Gesandte, Graf von B_ray- Steinburg, ist am Dienstag Abend von Wien nach Munchen tten stel) der Minister des
Auf dem Bahnhofs er Ober-Hofmarschall (Hraf
Acußeren Graf Goluchowski, Szécsen, der deutsche Botschafter Graf ztx Eulenburg, sowie die Mitglieder der deutschen Botschaft emgefunden.
Die Mitglieder der ungarischen liberaxen P _ unter denen fick) auch die früheren Minister-PräftdenienTtsza und 131: Wekerle befanden, erschienen gestern in Budapest sehr zahlreich bei dem Minister-Präfidenten Baron Banffy zur üblichcn Neujahrs-Aufwartung. Auf die Ansprache des Ab . Berzeviczy erwiderte, wie „W. T. V.“ meldet, der Mtnister:Präsidcnt, indem er der Partei dankte und Um ihre weitere Unterstüßung er Uchte. Baron Ban die hochbedeutungSvoUen fir in erster Linie
wiessodannauf cnpolitischcnSchöp ngcnhin,wclche u fichern dte Regierung habe übernehmen er Unterstüßung de_r Partei großen Theils der öffentlichen Meinung Werk durchgeführt worden; daß diese Schöpfungen ohne Verleßung der und der (Gefühle der Koyfesfionen ins Blut der Nation Natton selbst zu dem Bewußtsein ür die nationale Ent- chritt des Landes noth- müffc gestchert werden, um ur Abänderung odcr Um- ig Parteien bildeten und
und eines sei das große nunmehr set nothwendig, Interessen übergingen und die „ daß diese Schopfung und den liberalen Fort wendig ei. “Disse Ueberzeugun es unmöglich zu nzachen, daß gehung ]ener Schopfungen planmä daß diese heimlich oder offen von solchen unterstüßt würdcn, welche glauben machen wollten, daß ihnen die Interessen Der Minister-Präsident erinnerte sodann daran, daß in diescm Jahre die Feier des tausend: "hrigen Bestehens Ungarns werde begangen werden. Das ahr müsse: als ein Jahr des (Hottksfriedens betrachtet werden; nothwendig, Freudenfest Regierung werde ergreifen, werde, die Millenniumfeier friedlich und Betreff der AuggleicheZverhandlungen mit Oesterreich wolle er sich nicht näher äußern, dock) erkläre er, in erster Reihe bestrebt zu sein, daß dieselben nicht um den Preis volkswirthschastlicher
Ungarns am Herzen lägen.
Gkgensäße gemeinsam und friedlich zu be: freudig die dargebotene Möglichkeit einträchttg
zu sech
Nachtheile geschaffen würden. 6 Gewicht darauf, daß dle Ausogleichswerhandlun gen an e der Session dieses Reichstags zu Ende geführt Er hoffe, daß die Gemüther im neuen Jahre beruhigt und die Gegensäße ausgeglichen würden, und glaube, daß die Verhäktnisse, die heute in ganz Europa sich zeigten und die besonders im Orient infolge der gemeinsamen ätigkeit der Mächte sich als günstig dar- stelLten, es ermöglichen würden, daß die Millenniumfeier frredlich we?:de begangen werden. Die Rede wurdc: mit lebhaftem Beifall aufgenommen. .
eute Abend werden stck) der Minister-Präfident Baron ft) und der Finanz-Minister Lucacs zu den AUSgleichs- verhandlun en nach Wien begeben.
udapester Blättern zufolge wird der Minister des Innern Perczel demnächst im Unterhause einen GeseY: entwurf Über die Verhinderung der Verbreitung ansteckendcr Krankheiten einbringen.
und einirächtigen Th
Großbritannien und Irland.
Die StaaTSLinnahmen in den leßten neun Monaten dieses Jahres sind im Vérgleick) zu derselben Zeit des Jahres 1894 um 6,390 000 Pfd. Sterl. gestiegen.
Der Staajsfekre1är für die Kolonien Chamberlain hat, Ufolge, gestern Nachmittag eine offtziclle olomalamts veröffentlichen lassen, worin angekündigt wird, daß der Staatssekretär seit qestern beständig bemüht sei, die Konsequenzsn dcs außergewöhnlichen Vorgehens dcs ]))“.Jameson gegen TranSUaal (s. unter „Afrika“) ab- Sir Hercules Robinson, der Gouverneur des Kaplands, habe durch eine Proklamation die Handlun emißbilligt und die britischen Untert cseß zu gehorchen und s1ch ruhig zu verhalten. ])1'. gleitung hätten den Auftrag zu hoffen, daß einZusammen- Jameson habe aber beim Vor- Der Staatssekretär ika-Kom agnie auf- on zu miß-
dcm „W. T. V.“ Mittheilung des
zuwenden. sweise des 131“. Jameson anen auf- fordert,dem ameson xmd die Beamten seiner Be erhalten, s1ch zurückzuziehen, und essei stoß werde vexmieden werden. ])1'. rücken die Telegrapbenlinie unterbrochen. theilt ferner mit, daß die britische Süd-Afr _ das Verhalten des Dr. Jame illtgcn, und daß die Kompagnie erklärt !) ehen Jamxs911's keine Kenntnis; gehabt. _stcr S1r_Cecil Rhodes habe erklärt, daß . ' m Vorwrffcn gehandelt habe.
Die gesmgen Londoner Abendbläjter beklagen die Vorfälle or dem Eintrcffen vollständigerer zu glauben, daß ])1'. Jameson g m Transvaal eingedrungen immig aus, diese Angelegenheit en Staat und müsse zwischen ein geordnet werden.
cfordewé worden sei,
von dem Vor der Premier: Jameson ohne se
ransvaal, halten es aberv Berichte für unmöglich,
ohne gewichtige Rcchtfertig Die Blätter führen emst
Englzmd undnTranSvaal a Prästdent Kruger stch, wie es heiße, an den ay den deutschen Konsul gewendet habe, dtrekt die Konvention von 1884 verleßt.
Frankreich.
Der Präsident dc'r Republik Faure *empfi den ncucrnannten bayerischen GeschäftSlräger und zu der Tann schafter Munir-Bc ' n den bki lcßtcrem l1chcn An prachen kam der W
Wenn der franzöfischen und so hatte er damit
am Dienstag reiherrn von , sowie den neuernannten türkischen Bot- t), der sein Beglaubigungsschrciben über- Anlaß auSgetaUschten herz- nach Erhalmng und
das Vertrauen des Königs zur Herrschaft beru habe durch die leßten „Wahlen auch das Vertrauen des Landes erhalten. Der Mimster-Präfident hob die Freiheit der
annkxei und „ der Türkei „um Ausdruck. Gestern Mpfing' “ Präßdent aus Aula des Jahreßwechsels das diplomaxisckw Korps. Der, päpstliche Nuntms Ferrata brachte, mte ,W. T. B.“ berichtet, dem Präsxdenten, we1cher in seiner Person Frankreich vertrete, die Glückwunsche des diplo- matischen Korps_- zum „Ausdruck. Der Präfident aure dankte dem dtplomattschen Korps für die ünsche für Frankreich und ihn, als Präsidenten und Fuhr dann fort: „Wir erwidern die aufrichtigen G ücktvünfche der StaatSUberhäupter und der Nationen, welche ich das lexck habe in ihren berufenen Vertretern zu begrüßen. Die Eretgnisse des vergan enen Ja'hres haben Frankre1ch au 3 neue die Gelegenheit ver chafft, ein unwandelbares Fe Halten an den Pxinzipién, von deneU immer die Handlungsweix der Republik m der Welt beeinflußt werden wird, zu bezeugen. Treu seinen edlen und hochhsrzigen Ueberließerunqen, widmet f1ch Frankreich ohne Zaubern den Werken er Einigkeit, der Freiheit und des ortschritts. Ob sein Eintreten fich allein Mei t, oder ob 1ch dasselbe im Verein mit verbündeten
äthcn in gemeinschaftlichen Zielen dargethan hat - überal], wo Frankreichs Bemü?ungen hervorgetreten smd, hatten fie einen Nu en für die Zivili ation odkr die Belfestigung des Friedens im efolge. Die Republik betrachtet es a 13 ihre heiligste Pflicht, allesxzum Triumph dieser Politik ins Werk zu seßen.“ Der Yrästdent schloß mit dem Ausdruck der Freude, daß er die „ympathien, die ihm ausgedrückt" worden seien, als glück- ltches und friedliches Vorzetchen für das kommende Jahr bc- trachten könne.
Italien.
Der Köni g und die Königin empfingen gestern Nach: mittag die Ritter des Annunziaten-Ordens, Deputationen des Senats und der Kammer, die Minister und Unter-Staats- sokretäre, die Staatswürdenträger, Repräsentanten der Armee und der Marine, der Provinz und der Stadt Rom, behufs Entgegennahme dEr Neujahrswünsche. Jm (Gespräche mit den Vertretern des Senats und der Kammer drückte der König die Zuverßcht auf günstige Nachrichten aUs Afrika aus.
Die „Agenzia Stefani“ meldet: Da die Tagesblätter troß der wiederholten Dementis das Gerücht von einer bevorstehen- den oder beabsichi tsn Prägung von 50 Millionen Lire erythräischer künze wied-sr aufnähmen, so Hei sie ermächtigt, aufs bestimmtsste zu erklären, da die italienische Regierung den Gedanken einer ähnlichen Prägung weder jemals in Erwägung gezogen habe, noch jeßt daran denke. Die einzige autortsicrt verbreitete Neuprägung (Lei durch das amtlich am 20. Dezember veröffentlichte Königli :? Dekret vom 19. Dezember verfügt mordkn und betreffe die An- kertigung von erythräischcn Geldforten in Ein; und Zwei- rankenstücken bis zur Höhe von 3 Millionen. Diese Mun en solljen zur Dotierung dcr Kassabestände dienen, nachdem ie Expedition den ganzen Vorrath an erythräischsn Münzen auf: Fbraucht habe. Das Scha3amt verwende boreits in seinem
efiße befindliche Silberbarren zu dieser Prägung und zieh? keinerlei Vortheilc aus derselben.
Schiveiz. Heute hat in Bern der Austausch der Ratifikations- urkunden für den Staatswertrag mit Deu1schland, betreffend das Dorf Büsing-Zn, stattgefunden. Niederlande. Der Gesandte des Transwaal im Haag Veelaerts va::
Blockland 1st gestern früh von dort nach Berlin abgereist. *
Belgien. Der Staats:Minister Frére:Orban ist, nach einer Mel- dung des „W. T. B.“ aus Brüssel, in dcr vergangem'n Nacht gestorben. Türkei.
Ueber das Ergebnis; eines dem Gouverneur von Marasck) ertheilten Auftrags, die Aufständischen in
?eitun zur freiwilli en Unterwerfung zu bemegcn, it
dem „W. T. B.“ znfo ge, in Konstantinopel noch nichts bx- kannt geworden. Die Botschafter hätten die Pforte an du: Erledigung ihres Vkrtnittelungs-Ancrbietens erinnert. Eine
Antwort der Pforte sci bisher nicht erfolgt; dieselbe dürfte; nach verschiedenen Anzeichen zusschließen, ableZtZe-nd lauten.
Im 17. Armee-Korps smd, da einige edif:Bataillone
des Fraternifierens mit der Bevölkerung verdächtig erschienen, Verseßungen von Offizieren verfügt worden. Die Verpflegung dcr Redifs stößt andauernd auf große Schwierigkeiten, sodaß das Krikgs-Ministcrium größere Entlassungen beantragt hat, wo- gegen jedoch" mehrere Provinzbehörden, _ insbesondere unter Hinweis auf die noch nicht bewerkstelligte Beruhigung der Kurden, Widerspruch erhoben haben.
Die „Kölnische Zeitung“ meldet ans Erzerum, daß am
Montag der dortige armenische Bischof auf Befehl der Regierung verhaftet und nach Konstantinopel befördert worden sei. Als Wokmfiß werde ihm Jerusalem angewiesen werden. Es seien Maßregeln zur Verhütung von Unruhen ergriffen worden, doch Zei die Stadt, nachdem das erste Auf- sehen vorüber gewesen . '
den Behörden als Führer der regierungsfemdltchen Bewegung gegolten.
ci, ruhig geblieben. Der Bischof habe
Rumänien. Die Deputirtenkammer berieth gestern die Adresse
an den König. Im Laufe der Debatte seßte der Minister- Prästdent Sturd zu das Programm derRegierung auseinander. Nachdem er in bewegten Worten seines Vorgängers Ivan Bratianu gedacht hatte, erklärte er, dem „W. T. B.“ zufolge, daß das Zurücktrkten der konservativen Regie- rung nicht dure? eine Laune des Königs hervor- gerufen worden ej. ,
daß neue Wahlen tkmen keme Majorität verfcha „en konnten. Das Land wolle nichts von ihnen wissen, weil te im Rück- Lchritt begriffen und mehr und mehr gewaltthätig geworden
Die Konservativen hätten gewußt,
eien. Sie seien uneinig, ohne Prinzipien und ohne festes kegierungsprogramm. Die liberale nationale z??artei sei durch en worden und
unter der cßigen Regierung vollzogenen Wahlen hervor, indem er ?
Katargiu verglich, und erklärte weiter, das anze Pro-
e mit den gewaltthätigen Wahlen unter
Fortemwickelung der alten Jreundf aftsbeziehungen zwischen
gramm der liberalen Partei, wie es in affy ver:
* gebrachten (53
kündet worden sei, werde e ünt werden. Die in der Königli en Botschaft ange ündigten Geßße_ seien nur "ein T eil ' dieses Programms und konnten in dieser Sesfion. zur Fertigdftqllun gexangen. Der Minister- räsident erläuterte un re tferttgte ,alle Theile des rogramms, welche in der Köni lichen Botschaft enthalten nd; er kündigte an, daß die Ge eße über Bergwerke, Kom- munalab aben und den Klerus, welche vgn den Ltberalen, als “sie 11? in der Opposition bekundet) hatten, angegriffen worden seen, alle geändert werden wurden; denn alle Zu- sagen ' der Liberalen würden erfüth wxrden. Aber man brauche “Zeit zu Studien, da du: Ltberalen aufbauen, nicht zerstören wollten. Be'i , der Vesprechutzg der aus- wärtigen Politik bemerkte der thfter-Präftdent, dte von dem un- sterblichen van Bratianu, welcher an der Gründun des Königreichs umänien mitgearbeitet Habe, vorgezeichnete 5Folitik werde weiter befolgt werden, diese Politik werde zur Kräftigung
des Königreichs führen: „Wir suchen keine theoretischen'
Lösungen'und klammern uns nicht an Worte, wir handeln im Interesse des Landes. Gregor Sturdza hat einst das Wort „Neutralität“ gesprochen, (Gewiß, niemand hat die Besorgniß, daß ir end ein Angriff von uns aUSgohen könne, aber eine Neutraßität müßte garantiert sein. Wir Haben eine solche Garantie im Jahre 1877 gefordert, ohne daß sie uns zu- gestanden wurde. Eine Neutralität ohne Garantien ist ein Wort ins Blaue; das würde unsere Lage verschlechtern. Aber auch ohne feierliche Erklärungen wissen alle, daß wir ein wichtiger Faktor bei den Bemühungen der Großmächte, den europäischen Frieden aufrechtzuerhalten, find.“ Darauf wurde die Generaldebatfe geschlossen. Die Adresse wurde sodann mit 108 gegen 4 Stimmen angenommsn.
Serbien.
Auf der TageSQrdnung der Jxstrigen Sißung der Skupschtina stand die Vorlage über 1eAenderungen'der Militärgescße. Nach der Verlesung des Berichts des'Milttär:
'auSsckmffes ergriff, wie „W. T. B.“ berichtet, der Prästdetzt der Skupschtina (Haraschauin das Wort und beantragte, mdem er die Wichtigkeit der Vorlage Hervorhob, deren ein- stimmige prinzipielle Annahme ohne Debatte; er schloß mit dem Rufe: „ES lebe der KHnig!“ Die gesammten Mit- gliedsr der Skupschtina erhoben f1ch und sttmmten in den Ruf ein. Der Präsident (Haraschanin fordcrte gemäß der Haus- ordnung zwölf Abgeordnete auf, seinen Antra zu unterstüßcn. Darauf erhoben sick) sämmtliche Mitglieder zum etchen der Unter- stüßung des Antrags. In weiterer Folge wurde die Vorlage ein; stimmigprinzipiell ohne Debatte unlerRufen: „Es lebe der König !“ angenommen. In der Spezialdebatte beantragte der Führer dsr Liberalen Gvodic unter mehrfachem Beifall einstimmige
.Annalzme der Vorlage ohne Spezialdcbatte. Der Abg.
Mihael Pavlovic unterstüßte diesen Antrag namens der F0rtschritt§partek Der Minister-Präsident No v a k o v i c dankte eitens der Regierun, dcr Skupschtina für thre Einmüthigk.-it. Die Abgeordneten na men sodann durcb Aufstehen einstimmig die Vorlage unter Rufen: „Eslebe derKönig!“ an. Hierauf unterschrieb der Präsident Garaschanin in Gegenwart Aller pen Beschluß und überreichte denselben dem Kriegs-Minister nut dem Ersuchen, ihn dem König zu unterbreiten und dessen Sanktion zu erbitten. Sodann wandte er sich an den Minister-Yräfidenten mit der Vittx, derselbe möge beim KöniÖ] dcr olmetscber für die bewiesene Einmüthigkeit und pferwiUigkeit für König und Vaterland sein. Der Kriegs-Mintfter sagte dies unter Dankesworjen zu. Die SißunYN Wurde dann auf eine Viertelstunde unterbrochen, der, imsterÜßräsi- dent und der KricgE-Minister begaben sch) zum önig. Nach ihrer kurz darauf erfolgtkn Rückkunft wurde die Sißung fortgesetzt. Nachdem ein Maß des Königs, durch welchen die Minister ermächtigt werden, Geschos- vorlagen, betreff-cnd die Verleihung neuer Privilegien an die serbische Gesellschaft vom Rothen eruz und die Umwandlung der bestehenden Theologcyschule in em internes vol]- ständiges Seminar, zu unterbreiten,!oekannt egeben worden war, theilte der Präsident Garafchanin mit, aß der König die Loeben angenommsne Vorlage, betreond die Militärgeseße, ercits sanktionierthabe, worauf die bgeordnetcnin lebhafte Hochrufe auf den König ausbrachen. Der Min 1 st er-Präsi dent_ theilte sodann dcr Skupschtina nut, er habe dem König von den Vorgän en bei der Annahquer Vorlage in der Skupschtina. Kenntniß gkgeben, worauf ihn der Köni beauftragt habe, der Skupschnna für diese patriotische "undgebung seinen
Dank und (Gruß zu überbringen. Die Abgeordneten brachen
in lebhafte Zivio - Rufe aus. Nachdem dann noch das Budgetprovisorium für 1896 angenommen worden war, vertagte der Präsident Garaschanin iM Einverständnis; mit der Regierung dk: *Sißungen bis zum 4/16. Januar. '
Bulgarien.
Die Sobranje hat in der Abendsißung vom Montag an dem vom Finanz-Minister in der laufenden Sesston ein- eeHentwurf Über die Gewerbepatente be- züglich derjenigen Artikel, gegen welche verschiedene Signatar- möchte mit Rucksicht auf die bestehenden andelsabkommen Einwendungen erhoben hatten, die entprechcnden Ab- änderungen vorgenommen. In der Sißung vom Dienstag wurde besckxlossen, die Voranschläge der Grundsteuer und der Steuer au Schafe und Ziegen um 5 Proz. herab- zuseÖFn. Der hieraus s1ch „ergebende Mindcrbetrag von 2 illionen soll durch Erhohung des Voranfchlags der Accisen und Zölle aus eglichen werden. Auch ein Entwurf zur Abänderung des Acciéegesxßes wurde angenommen. Hierauf verta te sich die: Sobrame drs zum 9./21.,Zanuar. er Kassationshoff Hat das Urthetl erster Instanz be- stäti t, durch welches der rühere Polizei-Präfident Lukanow, der SZ.ZolieiUKommissctr Totem und ein gewisser Sottarew wegen ißhandlung der seinerzeit we en eines Attentats quf den Prinzen erdinand angeklagten rüder Iwanow zu mer und zu drei ahren verurtheilt worden waren.
Amerika.
Der Präfident Cleveland hat zu Mitgliedern der Kom: mission zur Untersuchung der Gren en von Vxne- uela ernannt: D. I. Brewer, Richter des bersien Gertchts- ofes; Alder), Präsidenten des A(pSpellatiothofes; thte, „den üheren Gesandten in Berlin und t. Petersburg und ehemaltgen rästdenten der Cornell-Universttät; Coqdert, RechtSanwalt; Gilmann, Präsidenten der John- Hopkmß-Univerßtät.
Wie „W. T. B.“ beriYet, unterbreitete der Senator Sherman vorgestern dem enat eine Resolution , welche die Verwendun der zur Einlösung der Noten bestimmten Fonds zur De ng des Einnahmen-Defizits verbietet,§ wenn
nicht 100 Millionen Dollars in Golde von diesem Fonds zum .
Nach einer in Madrid ein aus Cuba se nsurgenten
cmün tem oder ungemünztem Tckkau “von Noten verwendet
getroffenen amtlichen Depesche ten die spanischen Truppen die Verfolqung der aus der Provinz Matanzas ien günstig für die Spanier surgenten in den leßten Tagen
ort, deren Nückzu nh bestätige. Mehrere Gefe te verlaufen. Der Verlust der n werde auf 1600 Mann geschäst
Der brajilianische K estern beendet. ßte auSeinander, daß es en von England vorqes gelegenheit der Insel Trimda de Moraes Barros hat ei im diplomatischen und Konsular-
on'greß hat seine Arbeiten vor- Dcr Minister des Auswärtigen Carval o für die Regierung unmöglich ei, nen Schiedsspruch in der An- nzxmehmen. - Der Präfident Dekret über Veränderungen Korps unterzeichnet.
Die „Age
a Stefani“ meldet aus Massowah vom 31. v. M.: Der
eneralBaratieri habe ein vom 28. datiertes Schreiben des Kommandanten von Makalle erhalten, worin weiterer Entfernun akaUe Bewegungen zwecks Erlan, ung von
siqnalisiert worden seien. . a es ruhig, in der Ferne sehe man das Lager von Dolo mit vielen Zelten. Man habe die Verschiebung einer Kolonne gegen Wssten beobachtet, welche wahrscheinlich mit einem Trupp von 300 Mann, dessen Bewegung
von italienischen Kundschaftern stgnal Ein Kundschafter berichte,
nischen Lager einige Fälle von Dysenterie vo Ras Michael
emeldet werd e, von Fort enSMitteln
herum sei
egen Antalo und Zukuta sei, zusammen- daß tm schwa- rgekommen seien. habe die Veranstaltung von Streifzü en, verboten vermöge dieselben jedoch nicht zu verhindern. choanis en Lager spreche man davon, zu feiern
Nathschläge Ns ck a n g 't
iert worden stoßen werde.
das Weihnachts- dann von dort
Michael's *in Maffomal) er berichteten, sie hätten am 27 Dezember er König Menelik in Borumieda Halt macht habe, um mit dem König von Gogqian, welcher den talienern treu geblieben sei, wegen Abfch1uffes eines Friedens zu Verhandeln. Die Nachrichten von dem schlechten Gesund: heitSzustand im Lager der Schoaner in Dolo bestätigten sich; auch verlaute wiederholt, daß die Ras bis zum 7. Januar dort bleibsn würden.
Aus Prätoria (TranSvaal) berichtet das_„Neuter'sche Bureau“ unter dem 31. v. M., daß eine 800 Mann starke bewaffnete Bande der englischen Chartered Company mit 6 Maxim-(Geschüßen und anderen Kanonen in Transvaal eingedrungen sei. Dieselbe befinde sichbereits in der Nähe von annesburg vordringen zu wollen. ort denBefehl ertheilt,das weitere Vordringen der Aufrübrer mit Waffengewalt zu verhindern und an alle Bürger einen Aufruf zur Vertheidigung erlassen, In der Nacht zum Diknstag hätten weitere 300 Beko Chartered Company die Grenze überschritten. Die sei enffchloffen, die Freibeuter mit Waffengewalt Ein Zusammenstoß zwischen Boeken und der Chartered Com- Jn Johannesburg sei ein Auf
vorzudringen, militärischsn maßgebend. troffene Kundscha dort gc-hört, daß
Nustcnbur
und scheine nacb Io Der Präfi
entKrügerbabeso
a nete der zu vertreiben.
am) werde erwartet. und aUSgebrochen.
Wie die „Times“ aus Kapstadt vom Z0.Dezember meldet, hätte ])1“. Jameson von der Chartered Company am Sonn- abend in Mafeking einen von Johannesburgs unterzeichn8ten Beschwerden aufgeführt würden un ' zu kommen; ])]: Jameson mit 700 Mann in d Grenze von Transvaal überschritten _und am 5 Uhr Malmami passiert.
hervorragenden Einwohnern
1)1'. Jameson gebeten auf diesen Ruf hin habe Mafeking die Montag früh
er Nähe von
Parlamentarische Nachrichten.
Graf von Pfeil:Bur Herrenhauses, ist, wie die berg gestorben.
auß, erbliches Mitglied des chief . Ztg.“ meldet, in Hirsch-
Statiftik und Volkswirthsckxast.
Das Wir'tbschaftSjabr 1895.
Der Jahresbericht der Handklskammer zu Hamburg über das Jahr 1895, wklcher der Versammlung „Eines EHrbaren Kauf- mannS“ am 31. Dezember 1895 erstattet werden soll und bereits in einer Beilage der „Hamb. Börsenh.“ wsröffentlicbt ist, macht über die allgemeine Gescbä tslage fol auf die GeschäftSentwi elung in di Bild, als es die vorhergegangenen Jahre boten. Auf den meisten Gebieten des Handels und Verkehrs re te fich wieder eine lebhaftexe Unter- nebmun,;slust. - Der Rückgang des insfußes und der dementjprechend hohe Kursstand der festverzinslichen Werthpapiere Veranlaßxen das anlagesuckpende Kapital zur stärkeren Betbeiligung an geschaftlicben Unternehmungen, wodurch eine GeschäftSbelebung gefördertwurde, die ihrerseits durch Schaffung Von Arbeit und Verdienst auf dte Kaufkraft weiter Kreise der Bevölkerung günstig einwirkte. In England wurde ang durch den großen Antbeil an den reichen Ergebnissen (mischen Goldgewinnung mächtig gefördert. einigten Staaten von Amerika war der Vor äbrigen Geschäftsstockung in diesem Jahre eine Wendung zum Be eren gefolgt. SZit dem zweiten Viertel des Jahres gingen von dort zahlreiche Aufträ e in Europa ein, an denen auch Deutschlands Handel und reichen Antßeik bajten. Manche vaeige der Textilindust einlaufenden Aufträge kaum bewaltigen. ' , waren gut beschäfjigt, so die Koblen- und Ei enmdustrie, theils in- folge des gesteigerten Verbrauchs von Kohle und Eisen in andexen Betriebsztveigen, theils infol e erhöhter Ausfuhr ihrer Produkte ms Außland. In leßterer Bezie ung hat der dxutsch-russische Handels- vertrag die Von ihm erhoffte Wirkun auf dre Steigerung der deut- Auch im ' erkehr Hambu Hamburgs Sees
an Dipbt erke aus den beiden Rosenthaler Vorstadt und aus Moaöit am zahlreicbsten gemeldet. Erkrankungen an Kindbettfieber wurden 5 bekannt. Rosenarttge Ent- zündungen des Zellgemebes der Haut wurden szlreichsr beobachtet; auch Erkrankungen an Keuchhusten, dia» in 17 Fällén tödtlieh endeten, waren haufig, wie auch rheumatische Beschwerden aller Art in großer Zahl zur ärztlichen Behandlung gelangten.
ende Bemerkungen: Der Rückblick e em Jahre zeigt ein freundlicheres
dieser Vor
der südafri In den Ver-
Jndustrie hren rie konnten die andere Industrien
s prägte sich
A s b s "bt. scben U f" 17 au geu jffahrt, die
die bessere Geschäftslage aus. ' im Jahre 1894 einen Raumgehalt der angekommenen Schaffe von
deutschen Häfen) aufwies, Zunahme erfahren. Bis zum Juli hatte der Raumgebqlt der gleichen Zett des Vorjahres um rund 160000 Register-Tonnkn übertroffen. In 'der zweiten Hälfte dss Jahres läßt die eiugxtretene Aenderung der Schiffs- Zunahme geringer erschexnen. _ anlagen erwiesen sieb, troß der auch fett dem Zoqazxscbluß mehrfach vorgenommenen bedeutenden Erweiterungen, zeitwetlt ungenügend. So konnten im Frühjahr nicht immer a en ankommenden
in diesem Jahre eine weitere
angekommenen
vermessung die Die Hafen- und Q
wiederum als
30. Dezembér vi)
Seeschiffen sofort Quaipläße angewiesen Werden. -- Dix Waarenverkebrs war noch größer alsdiedes “;;-* “"'-';»:- , . Schiffe der reaelmäßigenLinieu im Durchschnitt vokser beladm-W' Vorjahre. Die Preise der Waaren wann im allgemeinen zu ' , . „ Jahres aux emem Tiefstand angelangt, wie sie ihn kaum je KW bat_ten' be manchen Wagren _Zrat, der Besserung der gefamuüen-*W schaftsiagx entsprechend, *eme Steigerung ein, aber gerade verschiedeié uptarttkel des Welqtbandelé machten hiervon eine Außnabm. - Ju aFee war das Geschgft das ganze Jahr hindurch bei ziemli ua- Verandexten Preisen em recht mühsames. Reis und Salpeter evten' ;, sogar dre rückläufige Bewe ung noch fort. Zucker hat sich bei“ zeiti- - weilig sebr lebhaften chwankun en im Durchschnitt auf "dem „ niedrigen Stande gehalten. Dkk- etreideVreise hatten sich in der ersten Hälfte des Jahres nicht unerheblich erholt, sind dann aber . infolge großer Zufubren und guter Ernten in Europa wiede: “ annähernd auf den vorjäbrigen Stand zurückgegangen. Als bemerkeask * wertbe Erscheinung find die lebhaften Konjunkturen zu verzei Tjen, die sich in mehreren großen Artikeln entwickelten. Im Frühjahr chnelLten*.. « die Petroleumpretse um etwa 100 0/9 in die Höhe, um bald wieder" auf ungefähr den früheren Staud zurückzuÉc-hen Die Nachrichten über die angeblich stark verringerte rgiebigkekt der Petro- leumquyüen in den Vereinigten Staaten boten weder für das plößlicbe Hervortreten noch für die schnelle Beendigung der Bewegung eine genügende Erklärung. Für Baumwolle war zunächst,“ infolge der außergewöhnlich großen amerikanischen Ernte von fast zehn Millionen Bauen, der Preis auf einen Tiefstand gesunken, wie * er ihn wohl niemals eingenommsn batte; als dann die Berichte“ über ' die voraussichtlich viel kleinere diesjährige Ernte eintrafen, stieg der Preis Plößlich um 40-50 0/0, büßte jedoch einen Theil d_er Steigerun
wieder ein. In rohen Häuten Trat eine lebhafte Preiskteigergng, be
einigen Sorten bkszu 1000/(), ein; doch konnten sich die Preise nicht behaupten und sind wieder ganzerbeblichzurückgegangen- -Geld war
Tast während des anzen Jahres sebr flüsfig. und der Zinsfuf; dement-
prechend niedrig. elbst die Erhöhung des Diskontosa es der Reichsbank“ im November hat in dieser Beziehung keinen wcksent1chenEinflußaus-
geübt. Der Bericht geht dann auf die Konvertierun sfrage der Reichs-
und Staats-Anleiben und auf den Handel mit WertSvapieren ein und
bemerkt weiterhin: Der plößlickye Kurssturz vieler Wertbpapiere, der fich am 9. November an aÜen Börsen des Im und Auslandes vollzog und sich als eine 9198 der Ueberspekulation, nxmentlich auch in süd-
afrikanischen Wert en, kennzeichnete, bat mancßen Gewinn, der sich
rechnungsmäüig aus dem früheren hohen Kursstand ergab, ver-
scblungen. Die Krisis bat fich auf die am Börsengesebäft in Wörth- papieren betbeiligten Kreise bkschränkt, und es verdient hervorgehoben
zu werden, daß die deutschen Börsen in dieser Zeit eine Starke be-
kundet haben, die als eine Folge früher beobachteter Vorficht und Zurückhaltung zu erachten ist. In den leisten Wochen ist von neuem ein beträchtlicher Kursfall zumeist in Spekulationswerthen eingetrxten.
Zur Arbeiterbewegung.
Aus Berlin berichtetdie „Post“, der Ausstand der Kutscher der Taxameter-Droschken habe nach der Erkläcun der Droscbken- besitzer, daß sie die Zugeständnisse zurückziehen und ?ämmtlicb nur ein Tagegeld Von 1 ck und_ 25 9/0 der Einnahme gewähren wollen- nur eine Vsrbältnißmäßtg (;;-ringe Ausvehnung ewonnen. Ein Theil der Ausständigen hat die Arbeit bedingungs 95, ein anderer ge en das Vkrfprechen, zur Zeit dsr Gewkrbsausstellung die_L“öbne zu er öhen, wieder aufgenommen. Das Comité der Ausständrgen giebt bekannt, daß sich 357 Kutscher noch im Ausstande befinden,
Aus G ent wird der „Köln. Ztg.“ geschrieben: Eine Abordnung der ausständigen Fabrikarbeiterinnen hat den Gouverneur um seine Vermittelung gebeten. Dieser sprach sein Bedauern über die Lage der Yusständigen aus, Verbeblte aber nicht, daß die Arbeit- geber gegenwartig kaum eine Lohnerhöhung bxwkÜigen könnten und- bei Fortdauer des Ausstandes genötbigt seien, ihre Fabriken auf das Land zu verlegen. Dkk Gonderneur versprach, mit dsa Fabrifxnten zu Verhandeln. (Vgl. Nr. 306 13. Bl. von 1895.)
Kunst und Wiffensthaft.
“ "““"v
Wie die Londoner „Allg. Korrespondenz“ meldet, ist der Dichter,
Journalist und Kritiker Alfred Austin zum 130st 1anrsabu5 er-
nannt worden, welcherZFosten seit dem Tod? Alfred Tsnnyfon's un-
beseßt war. Dem räsidenten der Königlichen Akademie Sir F rederick Leighton wurde die PairSwürde verliehen.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiien und Absperrungss , Maßregeln.
Der Gesundheitsstand in Berlin war in der Woche vom 15. bis 21. Dezember ein günstiger und die Sterblichkeit eine niedrigere als in der Vorwoche (von je 1000 Einwohnern starben, aufs ngr berechnet, ' 16,5). Unter den Todesursachen kamen akute Entzünoun en d'ex- AthmungSorgane, wenn auch noch immer in großer _:ab[, so doch erheblich seltener als in der Vorwoche zum Vorschein und endeten auch in selteneren FäUen tödtlich. Erkrankungen an Grippe Wurden Fleicbfalls seltener beob; tet, jedoch noch immer 4 Todssfälle info ge von Grippe eme det. Dagegen wurden- akute Darmkrankheiten etwas [) ufiger als Todesursachen mit- getbeilt. Die Betbsiligung des Säuglingßalters an der Sterblichkeit. blieb eine geriygex Von je 10000 Lebenden starben, aufs Jahr be- rechnet, 48 Sauqlmgk. - Von den Infektionskrankheiten blieben Er- krankungen an Typhus vereinzelt. Erkrankungen an Scharlach kamen in fast gleicher Zahl wie in der Vorwoche, Erkrankungen an Masern und Diphtherie in geringerer Zahl zur Anzeige und zwar wurden Erkrankun en an Masern und Yarlacb aus dem Stralauer Viertel, „onisenstädtischen Stadttheilen, der.
Handel und Gewerbe. Ausweis über den Verkehr auf dem Berliner
Schlachtviebmarkt vom 31. Dezember 1895. Marktpreise nacb SchlachtZKewicht; nur Schweine werden nach Lebendgewi
ehandelt. inder. Auftrieb 296 Stück. (Dur nitts re ür 100 kg [. Qualität "",-* «Fi, [[. Qualitächsch p
t--
,
111. Qualitat 94-98 „M, 17. Qualität 80-90 »“ - Schweine. Auftrieb 3318 Stück. (Durchschnittsvreis für 100 kg.)- Mecklenburger 94 «Fl, Landscbweine: &. gute 90-92 „ji, 1). 84-88 “M, Galizier -- „ji, leichte Ungarn -,-.,x bei 20 Bakonyer - sii be - _ Auftrieb 555 Stück. (DurlbsFnittsvreis für 1 1:3. [. Qualität.
1,30-1,40 «ji, [[. Qualität 1,20-1,28 „ji, lll. nalität 1,10- 1,18 „ji - SchaFZ. Auftrieb 515 Stück. (Durchsxbnittßpreis 'für llüäktg.) [. Kualatat -,- „Fi, 11. Qualität -,- .“, Ul. Qua-
Heringe“ /o Taka- Tara pro Stück. -- Kälber.-
Verkehrs-Anftalten. - Bremen, 31. Dezember. (W.T.B.) Norddeutscher Lloyd.
Dxr Postdampfer „ ohenftaufen' ist am 29. Dezember Voe- “ mtttags auf der We er angekommen. Der Postdampfer „Braun! ereigZ ist am IZZIezembesxd Mitftags ZM FLIE'YOU niaäh W cer a gegangen. er _ o amp er , . . 2 er" mk. 28. Dezember Abends in 9? y Postdampfer ,Darmstadt' ist am 29. szember Vormitk' ;! der Weser angskommen. 'Der R:ich3-Postdampfer .PreWek ist am 29. Dezember Na mtta s in Suez angekommen.
ew-York anaekommen. Der R
(W T B. er ostda er . absb ja'“ n S mqu a H MSDE“; ““
autos nacb Bab gegangen.