.,..
“Abzuliefern mit Zins
16933, 16935 bis 16 948, 16950 bis 16 966, 16968 bis 16 972, 16 974, 16 976, 16 978 bis 16 982, 16984 bis 16 995, 22458. zusammen 113 Stück über 'e 200 Thaler = 22600 Thaler oder 7800 „kü
Dieselben werden den Vesißern zum 1. Juli 1896 mit der Aufforderung gekündigt, die m den aUSgeloosten _Nummexn verschriebenen KapitalbeträZZ nebst den Stückzrnssn fur die Zeit vom 1. Januar bis . Juni 1896 "gegen QUltkUiJg und Rückgabe der Aktien und der nach dem Kundigungstermm FHDW, werdenden Zinsscheine Reihe 111 Nr. 8 bis 10 nebst
nwetsungen für die nächste Reihe vom 1. Jill! 1896 ab bei der Staatss ulden-Tiigungskasse in Berlin, Taubsn- straße 29, zu erhc rn. Die Zahlung erfolqt von 9Uhr Vormit- tags bis 1 Uhr Nachmittags, mit Ausschiuß der Sonn- und Festtage und der leßten drei Geschäfistage jedes Monats.
Die Einlösung eschieht auch “bei dcn Regterun s-Hbgupt- kaffen und in Frank urt a. M. bet der Kreiskasse. Yu tesem Zwecke können die Effekten einer dtrser Kassen s on vom 1. Juni 1896 ab eingereicht xverden, welche fie der Staats- schulden=Tilgungskasse zur Prufung vorzulegen hat mid nach Feststellun die Auszahlung vom 1. Juli 1896 ab bczmrkt.
Der Hetrag der etwa fehlenden Zinsscheme „Wird vom Kapital zurückbehalten. " . '
Vom 1. Juli 1896 ab hort dre Verzinsung der verloostrn Aktien auf.
Zugleich werden die berciis friihcr ausgeioosien, noch rück- ständigen Aktien:
Aus der Kündigung zum 1. Juli 1890. . Abzuliefern mit Zinsscheinen Reihe 111 Nr. 2 bis 10 und Anweisung zur Abhebung der Reihe 114
Nr. 16231.
Aus der Kündigung zum 1'. Juli 1893. Abzulicfern mit Zinsschcincti Reihe 111 _Nr. 5bis 10 und Anweisungen zur Abhcbiing _derRrrhe1s unter Vergütung der Stückzinsen fur dre Zeit vom 1. Ja-
nuar bis 3035111189 . Nr. 5284 5328 5351. Aus der Kündigung zum 1. Juli 1894. Ab uliefern mit Zinsschcinen Reihe 111 Nr. 6 bis 10 1:11?) Anweisungen ziir Abhrbunx der Reihe 17 unter Vergütung ber Stiickzinseii ciiir die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1894. Nr. 18950 18954 19018.
Aus der Kiindi, ung zum 1. Juli 1895. ?Mian Reihe 111 Nr. 7 bis 10 und Anweisungen zur Abhebung der Reihe 117 unter Vergütnng dcr Stückzinsen für die Zeit vom 1. ZanUUr bis 30. Juni 1895. Nr. 148 150 156 158 162 164 221 238 244 262 wiederholt aufgerufen.
Die Staatsschulden:Tilgungskasse kann sich in einen Schriftwechsel mit den Inhabern der Aktion iiber die Zahlungs- leistung nicht einlassen.
clF)ormularr zu den Quittungen werden von den oben- bezei netcn Kassen unentgeltlich verabfolgt.
Berlin, den 2. Janixar 1.896.
Hauptberwaltung dcr Sjaatsschuiden. von Hoffmann.
Abgereift:
„ Seine Excelienz derfStaats-Minister und Minister der offentlichen Arbettcn Thielen, nach dcr Rheinprovinz.
Yickjtamtlickjes.
Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 6. Januar.
„Seine'Maxejstät der Kaiser und König und Ihre Maxestat die Kaiserin und Königin kamen, mtr „WTB.“ meldet, am Sonnabend Nachmittag nach Berlin, fuhrrn vom Potsdamer Bahnhof nach dem Palais Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Alexander und vermeiiien daselbst längere Zeit. Gegen 5 Uhr be abcn Sich Ihre Majrsjätcn nach dem König: lichen Schlosse. bends gcgen 9 Uhr eilten Ihre Majestäten noch emrnal an das Krankenlager des hohen Patienten uni) verblieben _bis nach 11 Uhr im Palais. Der Tod des Prmzsn trat m (Hegewwart Ihrer Majestäten um 10 Uhr 40 Minuten Abryds ohne. Kampf ein. Nachdem Ailerhörhst: dieselben noch eimge Zcit m stiller Andacht am Sterbebett des entschlafenenuPruizen zaZebracht hatten, fuhren Jhre Majestätrn nach dem Komgltchrn Schlosse und übernachteten hicrselbst.
_Gxstern Vormittag rim 10. U r begaben Sich Beide Majestaten nach der Kaiser W11hem-(Hedächtnißkirche und wohnten daselbst dem Gottesdienst bei. Sodann empfingen _Seme Majestät der Kaiser, dem „W. T. B.“ zufolge, im Schlosse den Prqfessor Messel und den Chef des Zivilkabmcts, Wirklichen Geheimen Rath Dr. von Lucanus, zum Vortrag. Nachmrtiqgs gegen 3 Uhr statteten Seine Majestät dem Reichs- kanzler Fursten zu Hoheniohe einen längeren Besuch ab und kehrten uni 4 UJr 5 Minuten von hier nach dem Neuen Palais zuruck. 3 re Majestät die Kaiserin hatten Sick) bereits um 3 Uhr 5 Minuten dorthin zurückbegebcn.
- Heure Vormittag um 9 Uhr empfingen Seine Ma'estät der. „Kaiser im Neuen Palais den Chef des Zivil: kabmets zum, Vortrag nahmen um 10 Uhr den Vor- trag des Ministers bes Köni lichen Hauses und hieraus die Marinevoririjge ent e en. 1? en 1 Uhr Mittags hatte der Staqtssekretcir der ii afrikanißchen Republik, Dr. W. J. JYZS/ddte Ehre, von Seiner Majestät in Audienz empfangen
er en.
*Die vereini tenuAusschüffe des Bundesraths ür andel und Verkehr un fur Justizwesen hielten heute einefSiFung.
Mit Rücksicht auf die bevorsxehxnereierdes 18.3anucxr im Weißen Saale des Komglt en Schlosses ist m zahlreichen FäUen der Wupsch um Zuiaffung als Zuschauer geäußert worden. Es mird nun mit xthetit, da diesen Wünschen nicht wird entsprochen werden onnen, da nach den im Weißen Saale vorgenommener! Umbauten ein Raum zur Unterbringung von Zuschauern mcht vorhanden ist.
Der Beybllmächtigte zum Bunchrath, Königlich bayerische Ministerial:D1rektor von Herrmann ist hier angekommen.
Der bisher dem Landrath des Kreises Greifenhagen ur ilfeleistrzng zugetheilte ReYerungs-Assessor ron Boetti er
it der, Komgiicben Polizei- irektion in Danzig zur weiteren dienstlrchen-Verwcndung überwiesen morden. -
Der. Regierungs:Assessor Dr. „jur. zur Nieden aus Miriden ist dem Landrath des Kreises Niederbarnim und der Regreruygs-Affessor Dr. „jur. Ikier aus Aachen dem Landrath des Kreises Greifenhagen bis auf weiteres zur Hilfeleistung zugethetlt worden.
Der Regierungs:Affessor Wolf aus (Gumbinnen wird von Anfang Februar d. I. bis auf weiteres dem Landrath des Kreises Nagnit zur Hilfeleistung zugetheilt werden.
„ Köln, 4. Januar. Das in Deu“ , Ku'rassier-Regimrnt Grqf (Heßler hemischcs) Nr. 8 beging heute in festlicher Waise den 25, rinnerungstag des Gefechts bei S_apignies. Seine Majestät der Kaiser sandte, der „Köln. Ztg.“ zufolge, dcm Regiment folgendes Telegramm:
„Boi drr 25. Wiedrrkrbr des Gedenktags des Gefechts bei Sapigniss erinnere Ich Mich gcrn und dankbar der dort bon drn rheinischen Kürassierrn brwiesencn Tapferkeit.
Wilhelm. 1.11.“
SeineKb'ni, licheHohcit derGroßherzog von Sachsen, als Chef des egiments, telegraphicrte an dcn Regiments- Kommandcur Grafen Lüttichaux
Brin) heuiigrn Ehrenlage meines lieben Regiments bin ich von Herzrn met drmsrlbcn. Ganz besonders sagen Sie dieses, mein [isbrr Graf, dem Rr'gimrnt und auch den Veteranrn drsseibcn. Dir Er- mnerung an __kas unberglrichlich glorreiche Jahr, in erchem, Gottlob, auch mrineK'ürsssiere fich ausaeichnen konnten, bleibe ihnrn ein stris leurhiendrs Vorbild für alle Zritcn. Kari Alexander,
„Bonn,“ 5. Januar. Der altkatholische Bischof - 1)r. Reinkcns Ut gestern Abend gegen 11 Uhr hier gestorben.
qarnisonierende
Oesterreich=Ungarn.
Der Kais er ist, wie die „Wien. Zig,“ meldet, am Sonn: abend Abend von den Jagden in Steiermark wieder in Wien eingctroffen.
Dic Konfercnzrn dcr beiderseitigrn Minister über den österreichis_ci):ungartschcn Ausgleich wurden am Sonnabend foxtgcscßt. Dic dreistündigen Berathungcn betrafen haupt- sächlich dic Bankfrage.
Großbritannien und Irland.
_Der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain empfing vorgcstcrn eine Deputation südafrikanischer Kaufleute und erwiderte denselben, wie „W. T. B.“ be- richtet, auf ihre Ansprache, daß er ihnen für die' Billigung seiner Handlun smeife danke. Er verlas sodann bis ihm bc-rciis ugegangencn “ eprsrhen, welche im Verein mit späteren fest- ellten, daß der PräsisentKriigrr versprochen habe, Johannesburg mchr zu belästigen noch cinznschließcn, und fügte hinzu, soweit vorausgcsc en werden könnte, sei die Wahrscheinlichkeit weiterer Unruhen cseiti t. Die Regierung hoffe, drr freundschaft- liche Rath, wel en sic Transvaal gcgrbcn habe, werde dazu führen, dsf; man den Klagen dcr Uitlanders günstiges Gehör schenke; „sie sei zu dieser Erwartunq durih die Beweise der staatsmännischen Mäßignng, welche räsidcnt Kriigcr gegcbcn habe, crmuthigt. Dic Regierun halte an der Konvention von 1884 fest und dieselbe in (: en Punkten aufrecht. Nichts sri eingetreten, was die Regierung veranlassen könnte, von ihrrm Standpunkte abzugeben.
Frankreich.
Der Minister des Acußern Berthelot empfin ', dcm „W. T. B;“ zufolgc', am Sonnabrnd Abend den Präéidentcn ber franzöjifchcn Südafrika-Bank Herbault und ficherte dem:. sslbcn den sorgfältigen Schuß der franzöfischen Jntrressrn in Transvaal zu.
Die Fahne des 200. Regiments, welche die Expedition nach Madagaskar brglettct hatte, ist vorgestern im Beisein von Abordnungcn ailrr in Paris garnisonierenden Regimrntcr nach dem Dom dcs Jnvalidenhauses gebracht worden.
(Gestern ist es in Paris bei einer Manifestation der Sozialisten am Grabe B_lanqui"s auf dem PSre Lachaisc ?u eincm Zusammenstoß zwrschen Polizisten und den Demon- tranten ge ommen, denen die Mitnahme drr rothen Fahne xintersagt wurde. Der Polizripräfekt erhielt Fauststöße; jchließlich wurde es dem Sozialisten aber doch gestattet, Kränze am (Grabe niederzulegen.
.;
Türkei.
Die Dragomane der Botschaften hatten, wie ,W. T. B.“ „aus Konstantinopel erfährt, am Freitag eine Be: iprechurtg rnit dem Minister des Aeußern Tewfik Pascha uber ine Einzelheiten der Intervention zur Unterwerfung dcr Aufstaiidischen in Zeitun.
Die DemobiliZierung der seit dem Sommer wegen der Bcw'egung" m. acedonien einberufenen Redif-Regi- menter m Gumürdzina ist anqeordnet worden.
Aus Drgrbekr vom 2. d. M. wird eine große Panik gemeidet. Die Leute seien in die Kirche geflüchtet. Das enerZische Verhaiten des Militär-Kommandanten und Abdullah Pas as habe ine Kurden jedoch an weiteren Ausschreitungen verhindert.,
„In Wien einZketroffene Meldungen aus Konstantinopel besiangexi die achrichtetx von neuen Gewaltthätig- keiten m Urfa,„B1reditk und anderen Orten, während der Ausbruch derselbezi in Aintab noch im lesten Augenblick verhindert worden set. Die Schuld an den Ausschreitungen
werde Bachri Pascha zu eschrieben, wel e v' - Posten als Vali in dieser? Distrikt bekleiiii.r pr.“ “sonsch den
„ Die Feindseligkeiten vor Zeitun seien noch nicht völlig eingestellt; die Operationen der türkischen Truppen ur Ein- schließung des Plaßes würden in der Hoffnun fort eizeßt, mit Hilfe der erwarteten Verstärkungen noch vor em azwischen- treten dxr Vertreter der fremden Konsuln die Bezwingung durchÉlufuhren. . *
uf Kreta smd bisher drei Bataillone angekommen, drei weitere folgen nach.
Rumänien.
Jm Senat hielt vorgestern, nach einer Meldung des „WT. B “ aus Bukarest, der Minister:Prästdent Sturdza bet der Abreßdebai'te eine längere Rede, worin rr besonders dre Theorien der Junimisten bkkämpfte, deren Anwendung ein Unglxtck fur bie rumänischen Interessen bedeute. Der Minister- Präsrdent erklarte sodann, dgß bei den Wahlen volisiändige Freiheit grherrscht habe, und „wies ztfxermäßig nach, daß troß dieser Frei- heit dic Wahlergebnisse für ie Liberalen giinsti er ?ewesen seien, als für 512 Zummtsten im Jahre 1888, wo die ILM) en unter Ge- waltthäiigkciten vorgrnommen wordenseien, Der Minister des IxinernKlrva stellte darauf in Uebereinstimmung mit dem uni- mrstxn ax'oresco gleichfalls fest, daß die Wahlcn unbeein ußt geblieben seren, was nicht nur ein Verdienst des Ministers dcs Innrrn, sondern der Grfammtregiernng sei. Der Minister bestritt, "daß im Schoße der Regierung Uneinigkeit herrsche, und crklartc, er werbe solange auf seinem Posten bleiben, als es der M1mstrr:Präs1dent verlangen werde. Schließlich wurde die Adresse xmi 97 gegen 3 Stimmrn angenommen.
Der Konig empfing am Sonnabend cine Abordnung der Kammer, welehe ihm die Adresse überreichte, und sagte; u. a. Folgendes: „Während der ganzen Dausr meiner Regierung war ich von dem Wunsche belieelt, das Laub vor Erschütterungen zu brmahren, und abe eifrig dat'ubcr gcwacht, setxic Einrichtungen zu befestigen und bnfruchtbar§n_ Agitqttoncn vorzubcugen. Denn nur so ist es moglich, dre , mxunterbrochcne Entwickelung “und déi], wahrhaften Fort chrrtt sicher zu stOULU. Mit roßem Ver- gnugen empfange i die Versicherung, daß die Kammer ent-
schlosset) ist, meiner chisrung ihre Unterstiißung zu leihen.“ Auch eme Abordnung des Senats wurdc vorgestern vom Das Parlament vcriagte sich bis
König empfangen. zum 820. Januar.
Serbien.
Die zwischen Serbien und Belgien abgeschlossene Auslicferunqs-Konvention ist, wie „W.T. B.“ berichtet, am Sonnabend in Belgrad unterzcichnet worden.
Amerika.
Die Grenzrcgul'ierungs-Kommission für Be- nezurla hat am Sonnabend ihre erste Sißung in Washington abgehaitcn. Dcr Ober-Rickßcr Brewer wurde um Präsi- drnton gewählt. Die Kommission vertagte sich5 sodann auf eine Woche.
EML amtliche Dcpcsche aus Havanna meidet, wie „W. TB.“ aus "Madrid brrichtet: die Aufständischen hattcn 'm der'Nahe von Pozo Redondo die Eisenbahn Ubrrschrittrn, die von Havanna nach Batabano führe, und zwar an der Strlle, WU. dchrlegraphendrahtabzivcigc, welcher Havanxia mit dem östlichen Theil Cubas verbinde. Es solle die Abkicht ber Aufständischxn sein, in die Provinz Pinar del Rio einzudringen, wo sich schon einige Scharen von Aufriihrern gebildet hättrn.
Nach ciner aus Havanna in London eingegangenen Depesche begänncn dic Jnsurgentrn die Stadt Havanna e1nzusch1teßrn._ Es schrinr, daß die spanischen Truppen noch sehr weit entkernt, östlich von Havanna ständen.
Von heute Wird aus Madrid gemeldet: cincr Depesche aus Havanna, zufolge sei ein Eiscnbahnzug mit 300 Personen, unter denen sich zahlreiche Soidatsn br- funden, hätten, auf dcr Linie Nucvitas-Pucrw Principe Gegenstand eines Dyiiantitanschlags scitens der Aufständischen gxmrsen. Dieselbcn hätten eine Dynamitbombe auf die Hckzirnen __gcir, 1, welche mit einem ihrer Posten durch eme elcktri1che éeitungprrbrmden gcmrsrn sei. Im Augenblick drr Explosion sci cine Kolonne Spanier gerade noch zur rcchten Zcit angelangt, um dir Aufrührcr zu zrrstrcuen. Der Heizer drs Zuges sei gctödtct, mehrere Pasjagicre verwundet worden.
Der Ncw-Yorkcr „World“ vcröffcntlicht ein Telegramm aus Caracas, 1vonach dcr frühere Präsidcnt von Venezuela Hermogcne_ Lopez verhaftet wurde; es werde be- hauptct, daß ein revolutionärer Briefwechsel bci ihm vorge- Éundcn worden sci. _ Dcr Präsident von Venezuela Crespo abe einen Aufruf erlassen, worin er dem Präsidenten Cleveland für sein Vorgehen in der (Grenzfrage danke und die Aufforderung aussprechc, daß die Vcnczolaner den englischen Einbringlingcn gegeniiber cinmiithigen Widcr: stand leisten sollten. Der Präsident rathc aber Ruhe an, so lange das Vorgehen seitens der Vercinigten Staaten noch nicht beendet sei.
Asien.
Das „Rcutcr'sche Bureau“ meldet aus Yokohama von gestern: Drr anze Distrikt nordöstlich von Tam-sui auf Formosa beßndc sich seit dem 28. “Dezember im Aufstande. 10 000 Rebellen hätten Thai-pe am 1. Januar angegriffen, seien abrr an demselben Tage zerstreut worden. Weitere Er- hebungcn wiirden erwartet.
Afrika.
Die „Agenzia Strfani“ meldet aus Mass owah vom 4. d. M.: Die le ten Briefe des Kommandanten des Forts Makalle an den eneral Baratieri bestätigten die Meldung, daß die Schoaner noch immer in Dolo lagerten. Die von Soldaten verschicdemer Ras unternommenen Beutezüge hätten unter den Ras starke Meinungsverschiedenheiten hervorgerufen. Im Lager der Schoancr erhalte sich das (Gerücht von der demnächstigen Ankunft des Königs Mcnelik, welchem jedoch die Berichte der aus Adigrat eingetroffenen italienischen Kundschafter widersprächen.
Von gestern meldet die „Agenzia Stefani“ writer: Es seien zwei eingeborene Notabeln im Lager von Adigrat an- gekommen, welche aus eigener Initiative bei Ras Makonen gewesen wären, um für die Einstellung der Feindseli keiten zu wirken. Sie hättc'n dem General Baratieri die rüße Nas Makonen's überbracht und ihm mitgetheilt, Ras Makonen habe ihnen erklärt, er sei noch immer geneigt, in Friedensver- handlungen einzutreten, und werde, wenn dies nöthig sein sollte, !eibst nach Adigrat kommen. Die beiden Notabeln hätten sich odann nach dem Lager der Schoaner zurückbegeben.
Der Präsident der Südafrikanischen Republik ?bat, dem „M. T. B.“ zufolge, an Seine Majestät den “Deutschen Kats er folgendes Telegramm gerichtet:
,Ich bezeuge Eurer Majestät meinen sehr inniqén und tief-
efühltesten ank wegen Exner Majestät auirichti en Glückwunscbes.
it Gottes Hilfe hoffen Wir weiter alles Mögli e zu thun für die
Handhabung der tbeuer bezahlten Unabhängigkeit und die Beständig- eit unserer geliebten Republik. Präfidrnt Krüger.“
Nach einem bei der Londoner Geschäftsstelle des „Johannes- burg Standard“ und der „Diggers News“ eingetroffenen Telegramm hat der Präsident Krüger am 30. v. M., also einjen Tag, bevor Jameson in Transvaal eindrang, den Uttlanders große Konzessionen zugestanden. Das Telcgramm besagt, Präsident Krüger habe in Erwiderung auf die Forderungen eincr Deputation die Zölle auf Nahrungsmittel aufgehoben, ferner allen Schulen, welche Sprachen auch immer in denselben gelehrt “ würden, gleiche Unterstüßung zugesagt und versprochen, besondcrc Maß: nahmen in Erwägung zu ziehen, um die in der Arbeiterschaft vorhandrnen Schwierigkeiten zu lösen, endlich sich bereit erklärt, das Wahlrecht zu befürworten, vorausgeseßt, daß alle sich dem (MM), und dcr Ordnung fügten.
Das Londoner Kolonialamt erhielt vorgestern Vormittag cine Depesche aus Kapstadt mit Einzrlheiten über den Kampf ])1'. Jameson's mit dcn Boeren. Der Kampf fand am 1. Januar bci Krähersdorp statt und währte von 3Uhr Nach: mittags bis 11 Uhr Abends. Am Nachmittag dcs folgenden Tages ergab 11ch1)r.Jameson. SeineTruppcn hatten die starkeStellung der Bosrs dreimal vergeblich angegriffen. ])r. Jameson wurde mit 550 Mann nach Kriigersdorp und dann nach Prätoria gebracht. ])r. Jameson ist nicht verwundet. Nach „einer weiteren Depesche des Gouverneurs des Kap: 'lands Sir Herkules Robinson hatte der britische Agent in Prätoria Demet gemeldet, daß von der Truppe Jameson's iiber 30 Leute verwundet seien, welche sich fämmtlick) wohl versorgt in Krügersdorp bc: :.fändcn; einig:: 70 seien getödtet, jedoch finde man immer noch hirr und dort Tobie. Die Leichen würden auf der Steile! beerdigt; die Zahl der Grfangencn bctrage ungrfähr 500; Ok. Jamrson, Major Sir J. Willoughby und Kapitän White seien in Prätoria im (Hefängnifz.
Aus London von gestern brrichiet „W. T. V.“: Der Staatssekretär der Kolonirn Chamberlain habe am Freitag an den PräsidentcnKriige-r telcgraphiert, sr vertraue auf seine Milde, hoffe, daß er die Gefangenen nicht crschicfzrn lassen werdr, und habe hinzugefügt, Sir Cecil Rhodes habe das (Brrücht, daß sich eine bewaffncie Schaar-in Buluwayo versammlc, für durchaus falsch erklärt. Der Präsident Krüger habe darauf am Sonnabend erwidert, cr habe keinen Befehl geqcben, die Gefangenen zu Erschiéßéil, ihrc Sache wiirde virlmchr streng nach den Traditionen drr "Re- publik und in scharfem Grgcnsaß zu dem unerhbrten Vorgchen der Freibeuter entschirden werden. Der Präsident habe hinzugefügt, das Vertrauen zu Sir Cecil Rhodes sei "so erschüttert, daß selbst dkfsen Ableugnung der Vor- gänge in _Buluwayo mit äußrrstcr Vorsicht artigenommen werden müsse; zudem habe er selbst soeben die Nachricht erhalten, daß si Bewaffnete an der Grenze» Transvaais zusammrnzögcn. Er ho e indessen, daß es dem Einfluß der britischen Rc: gierung und Sir Hercules Robinson's gelingen möge, weiteren Eiiifällen vorzubeugen. In seiner Antwort habe dann der Staatssekretär .Cbambcrlain sein Vcr- trauen zu der Hochbcrzigkeit dcs Präfidenton ausgesprochen und erklärt, es sei rin Regierungsbeamtrr nach Buluwayo gesandt, nm die Möglichkeit eines weiteren Einfalls zu verhindern. Er vcrsichc're dem Präsidenten, daß cr _qcnau dir Verpflichtungen dcr Konvention vom Jahre 1884 aufrecht erhalten wrrdc.
Aus Kapstadt meldet das „Rruter'sche BUrcan“, der Premier=Ministcr Sir Cecil Rhodes habe sein Amt niederlegen wollen, Sir Hercules Robinson aber habe sich gewrigert, die 'Drmission anzunehmen.
Die Congo-Handclsgcseilschaft in Antwerpen hat, wie „W. T.. B.“ berichtet, aus La Moqalla, stromaufwärts von Neu-Aniwrrpcn am Congo gelegen, bie Nachricht erhalten, das; ihre am oberen Congo belegenc Jaktorci von den Ein- geborenen angegriffen worden sei. ie Besatzung der Station habe sich zurückziehen müffrn. Die Truppen des Congostaats unter Führung des belgischen Lieutenants Liebrccht hätten
war den Eingeborenen dann eine Niederlage beigebracht, es icheinc jrdock), daß die Eingeborenen cinen Gegenangriff ge- ma t hätten, bei wclchrm dcr Lieutenant Licbrccht und der
Chr der Station am obcrsn Congo Devaddrr gefallen seien. .
Die Lage in dicser (He end scheine ernst, die Nachrichten be: dürften indcsscn drr Beiztätigung.
Entscheidungen des Reichsgerichts.
Für falsche AuskunftSiértbrili-ng über die Krrdit- Würdlgkkif. eines Dritten baftrt, nach eincm Urthc'il dcs Rricstrrtchts, 1. Zivilsrnaw, vom 12. Oktober 1895, im (Hrbirie drs Preußischen Aligemeincn Landrechts der AurfaufSerthrilrr de'm gischädigtrn Krcrtt- geber ohne weijercs auch dann, rvenn dicsrr einen über dxe vom Aus- kunftsertheiler empfohlene Grenze hinaus:]ehenden Kred it ge- währt hat; in jedem Fal] abrr kann drr Auskunitrrtbeiler über die von ihm empfohlene Kreditqrenze hinaus nicht in' Anspruch ge- nommen wrrdkn. Der Lauf der dreijährigen Verjahrunxxsfrtst der Entschädigunßsklage gegen den Auskuuitsrriheiier bCJiUnt erst rnit dem Zeitpunkt, in welchem der Schaden drs K'rrdiigebrrs auch dem Betrage nach feststeht, aiko bei einem Konknrse über das Vermögkn des Kreditnehmers mit der Vrendigung des Konkuxscs. (181/95.)
- Durch das prcußische Geseß vom 12.251,11111894' ist das geseßlicbe Pfand- und Retentionsrecht des Yermtethers an den Illaten des Mietbers hinsichtlich _drrjknigen (“Trichem weiche nach § 715 Zivilprozcßordnung der Pfändung nicht „unter- worfen sind, aufgehoben worden. Dieses Grscß ist „am 1. Oktober . 1894 in Kraft getreten. Das RricbéZgrrtcbx, 17. 'Strafscnat, hat nun durch Urthcil vom 15. Ofwber 1890 aus eLprochrn, daß die vor dem Jukrafttrctxn jenes Gcsé'ßes gescble ene Entfernung von nicht pfändbarcn Zliatc'n 11116er des Mtexhrrs aus dem Hause gegen den Willen des Vermietbrrs auch nach drm Inkrafttreten jenes Geseßes ohne Riicksicht auf dasselbe ais strafbarer Eigennutz aus §289 Str.-G.-B. geahndet Werden karin. __ Em Mietber hatte ein ihm Sehöriges Bett am 11.Juli1894 ohne Bezah- lunfg der rückständigen Miet e wider Wissen des Vermietbers fortgescbafft. Au den Strafantrag drs Eigcnthümers wurde der Miethrr abs § 239 Str-G-V. angeklagt. Die Strafkammer sprach ihn aber srri, weil mit dem 1. Oktober 1894_das Pfandrecht dcs Vermicthers an dcn nich1pfändbarcn Betten fortgefalien 2Fei, die That des Angeklagten daher gemäß § 2 Abs. 2 St.-G- . nach dem 1. Oktober 1894
,überhaupt nicht mehr bestraft rrerden könne. Auf die Nevifion
des Staatsanwalts hob das Reichsgericht das te Urt eil auf. indem es begrüiidend ausführte: „Der § 2 Abs. 2ersStr.-G.F)B. (.Bei Verschiedenheit der (Geseke, von der Zeit der begangenen Hand- lung bis zu deren Aburtbexlung tft das mildrfte Geseß anzuwenden.") findet nur Anwendung bei Verschiedenheit der Strafgeseße. Das Gesetz vom 12. Juni 1894 beseitigt nur das Pfandrecht des Ver- nztetbers an' den der Pfandung nicht untrnvorfenen Gegenständen, iZI69/(9l5e1): die Bestimmung des Strafrechts ganz unberührt .. .“
Entscheidungen des Ober-Vertvaltungsgerichts.
In der Diskontierung von Wechseln seitens einer Kredit- bank, eingetragenen Genossenschaft, bei welcher weder der AuIsteÜer noch der. Bezogkne, sondrrn nur der Verkäufer des Wrebsels Mitglied ist, liegt, nach einer Entscheidung des Ober- Verwaitungsgsrichts, „7. Senats, 1. Kammrr, vom 9. April 1895 kein Hinausgrhen ihres Geschäftsbetriebrs über den Kreis ihrrr Mitglieder; wohl aber liegt _eiu derartiqks Hinausgehen in der Besorgung von Jnkassogef'chaften für Nichtmitglirder gegen Ver- gutizng _ wenn auch'm geringem Umfangs -, und die Kreditbank ist m diesem Fall emkommrnsteuerpflicbtiq (§ 1 Nr. 4 des Ein- kbmmensteuergrseßes: .Einkomwensteuerpfiicbtiq find . . . diejrnigen xmgetraqe'nen' Genoffknschaften, deren (Geschäftsbetrieb über den Kreis ihrer Mitgltrder hinausgrht'). _ In drm zu Grunde lie endcn Faüe handelte es fich um Jnkassogeschäste der fraglichen redit- _bank für, andere Banken in ganz griingem Umfange. „Ma 23 immer sern“, führt das Ober-Verwaltungsgericht aus, „daß ein er- kehr _der' Banken, „wie er hier zu Tage tritt, allgemein üblich, aucb geschaftltcbzwkxkniaßrg und bei dsr Beschwerdeführerin bisher nicht besonbers emtraglich 1st. Das'Alies erscheint aber ungeeignet, den obxrkthen Thatbestand zu beseitigen, der den Ausschlag giebt, daß der Geschaftsbrtrieb der Bank über den Kreis drr Mitglieder hinausgeht. Ob dieses Hinausgehsn ein mrhr oder minder umfanéreiches, ein finanziell mehr oder mmder ergirbiges ist, bleibt ohne Bedeutung.“ (Nep. 7. 11. 710/95.)
- Nach § 38 des Gcwrrbcstrurrgesrtzes ist, wenn fiel) ein Gewrrbebetrieb über mehrrre Kommunalbezirke erstreckt, die Zerlegung des Steuersaßes in die auf die einzelnen Betriebs- orte entfaüenden Theilbeträge von drm veranlagenden Steuer- ausschuß zu brwirken. In Bezug auf diese Bestimmung hat das Ober- Vrrwaltungsgerickpt, 171. Senat, ]. Kammer, durch Entscheidung vom 18. April 1895 aushesprocben: Die Unter- haltung eines reinen, irdiglich zur Untrrbringung der zum Transyort bestimmten Waaren dienenden Speditionsiagers be- gründet für den Ort, an dem es sich befindrt, an sich und ohne Hinzu- trrten writerer, auf einen örtlichen Brtrieb hindeutender Umstände noch nicht die Eigrnschaft eines Britiebßortes. „Denn es dient im wesent- lichen nur zur Ersparnis; bon Kosten dumb bessere Ausnuhung drr Transportgklegcnheit und dergleichrn, während nichts auf die Absicht dss Untrrnehmrns hindeutet, grrade an dem Orte, wo es sich bcfindrt, irgend einen Gewerbebrtrirb auSzuüben. Insbesondkre betreibt dcr Untrrnehmer auch nicht etwa an diesem Orte das SpeditionsMwerbr, da die hirrauf aericbtrtr Thätigkeit von anderen, in dem Orte angeseffenen Gewerbetreibenden ausgeübt wird.“ (NL),). 71 (1. 813/94.)
Kunst und Wissenschaft.
Die Jubelfeier des 50iährigen Vrstehens drr „Phy- sikalischen Gesellschaft" ist am Sonnabend in festlicher Weise bcgangen worden. Im großen Hörsqale des physikalischen Instituts der Universität, in drm der wiffensckxaiiiicbe Theil der Yrier stattfand, hafte sich eine zahlreiche Versammlung bereinigt. Jn * ertretung des Ministers der geistlichen 2c. Angaiegenheiten 1). Ok. Bosse warrn die - Gchrimen Obrr- Regirrungs -Räthe Wehrenpfennig und Naumann und „drr (Geheime Regi27ungs-Ra1h Schmidt er- schienen. Die Univerßtäten Leipzig, Göriin rn und Kiel hatten Vertretrr e*ntsandt. Von den Gründern drr rscllschaft wohnte nur drr Geheime Medizinal-Nath, Professor 1)r. DuboisxReymond der Frirr bri; der zwrite noch lebende Gründer, Profezffor Karsten in Kiri war durch ssin hohes Alter am Erscheinrn brhindrrt. Jn_dem Saale Waren zahlroiche JastrumenW aufgesteüt. Die wissenschaftliche Feier selbst bestand aus einer Reihe intrrkffanter Drmonstrationen. Der Direktor des physikalischen Instituts, Professor Warburg wirdrrholte dir Vrrsuchex bon HRZ; , Profrffor König zeigte zum ersten Mal Vor einem rößcrrn . krise die interessanten Ent- färbungserschkinungen drs Seiivurpurs; Professor Vogei von dcr Trebnischcn Hochichule führte Versuche übcr Farbenempfinduna vor; andere Demonstrationrn endlich betrafrn den Wechselstrom und sonstige
Erschrinungen drr Elektrizität unter Bezug auf die ausgefüllten
Instrumente. Dsr Jubrlfißuna folgte ein Festmahl im Reichshof, an wricbrm 150 Herrrn und Damen Theilnahmen.
Land: und Forstwirthschaft.
Saatenstand in Spanien. Drr Stand der Wintersaatcn ist nach drn bis jr t vorliegrnden Nachrichten durchweg 9111. Nur aus einzrlnrn Ortrn 'ndalusiens und Estremaduras werden Kiagcn über zu große Feuchtigkeit grmkldkt.
Saatenstand in Srrbien. Die Witterung war wäbrrnd des vergangrnen Monats sehr milbe und brachte reichliche Niederschläge. InfolJe drffen haben sich die Wintersaaten kräftig entwickrii und zeigen cm gutes Aussehen.
Ernteausficbten in Chile.
Nachrichten aus Concebcion zufolge waren Mitte Nodrmber v. I. im Süden Chiles die Aussichten für die dissjährige Wexzenernte _in- fol e außergewöhnlichrr Nässe? in der Regrnprriode recht gute." Ob11ch dieß? Aussichtrn auch Verwirklichen werden, Wird davon abhangen, ob die Witterung ferner günstig blribt und ob nicht, wie das im vorigen Jahre der Fail war, das Einrrnten durch Regen unterbrochen und beeinträchtigt wird.
GesundheitZtvesen, Thierkrankheiten und Absperruugs- Maßregeln.
Portugal.
Durch Verfügung drs Königlich portugiesischen Ministrriums dxs Innern find die Häfen Orsterreich-Ungarns seit dem 1. d. M. fur rein von Cholcra eiklärt worden. (Vergl. „R.-Anz.“ Nr. 216 vom 9. Scptrmber v. J.)
Handel und Gewerbe.
Tägliche Wagengestellung für Kohlen, und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 4. d. M. grsteÜt 12 051, nicht recht.
zeitig gestellt keine Wagen. _ Zn Oberschlesien sind am 3. d. M. gestelit 4962, nicht recht- zeitig gefreut keine Wagen.
Zwangs-Verßxigxrunaen.
Beim Königlichen Amthericb-t L* Qerlkt Landen _m- 3. und 4. Januar die nachbezeicbneten Grundftücke ur“ „ : Theilunq halber, RüderSdorferstra e 53 und?“ enerstraße , dem Fräulein A. Tinius und* der ittwe Lui e feiffer geb. Klopsch, eböria; Fläche 3,77 a'; Nu ungswertb 9 80 .“; Mei - bietende bl eb die Wittwr Lutse feiffer, geb. Klopf , Rüdersdorferstraße 54, mit dem Gebot von 151000 „44 _- Dunckerstraße 87, dem Fischbandler Wilh. Traeder „jr. gehörig; Fläche 10,30 &; Nuvungswerth 12600 „M; mit dem festgesrßten geringsten Gebot von 1600 «zu blieb die Aktiengesell- fcbaft für Grundbesiß und Hypothekenverkebr, Dorotheen- straße 95, Meistbietende. - Dunckerstraße 86, den Zimmer- und Maurermeisiern W. Breßke und H. Eckert gehörig; Flache 10,12 a; NußungSwerth 11 800 „is; mit dem Zeitgeseßten ering ten Gebot von 800 „11; wurde die Aktiengeselischaft ür Grundl) 113 und H potbeken- verkehr Ersteherin. _ Am Weidenweg 16, dem Bu druckerei- besißer Ernst G [obig gehörig; Fläche 4,51 &; Nuyungswerth 5910 sik; mit dem Gebot von 105000 .,“ blieb der Maurermeister Jos. Grund, Frankfurtkr Allee 121, Meistbietender. - Marien- burgerstraße 3/4, der Frau M. Bohne gehörig; [äche 13,80 &; NuZungswertb 20 000 „js; für das Meistgebot von 26 900 „Q wurde der praktische Arzt 1)r. m6c1. Sally Alexander, Fehrbelliner- straße 86, Ersteher. __ E in gestellt wurde das Verfahren der Zwangsvsrsteigerung wegen des Grundstücksantheils Von Gontard- straße 5 und Königs-Kolonade 24_26, dem Kaufmann Julius Steinschneider gehörig.
Ausweis über den Verkehr auf dem Berliner Schlachtviehmarkt Vom 4. Januar 1896. Auftrieb und Markt- preise nach Schlachtgewicht mit Ausnahme der Schweine, welche nach Lebendgewiiht gehandelt werden. Rinder. Auftrieb 3366 Stück. (Durchschnittsprris für 100135.) 1. Qualität 114-120 „s, 11. Qualität 104-110 616, 111. Qualität 94-100 614, 17. Qualität 84-90 „M "- Schweine. Auftrieb 9042 Stück. (Durchschnittspreis für 100 kJ.) Mecklenburger 92-94 „;ck, Landschweine: Z.. gute 88-90 ck16, b. geringere 84-86 ck, Galizier -,- „16, [richte Ungarn _,- «s, bc'i 20 0/9 Tara. Bakonyer -,- W bei - 1ch Tara pro Stück. _ Kälber. Auftrieb 1412 Stück. (Durchs nittspreis für 1 1ch .) 1. Qualität 1,20-1,30 „zs, 11. Qualität 1,10- 1,18 6-6, 111. nalität 1,00- 1,08 „,s _ Schafe. Auftrieb 6590 Stück. (Durchschnittsprets für 1 KZ.) 1. Qualität 0,92-1,04 M, 11. Qualität 0,80-0,88 W, 111. Qualität -,- «js
- Vom oberschlesischen Eisen- ixnv Ziykmarkt beriéhiet die „Schl. Ztg.“: Die Lage des oberschlcfi1ch€n Eisenmarktshat sich in der Vorigen Woche gar nicht Verändert. Wie. in der Weihnachts- rvochc stets, so ist das Geschäft auch diesmal ruhig Verlaufen, dg die Werke und die Händler mit der Aufn ah me der Inwenturen b€schgitigt sind und die Verladungen sowohi wie die Crthetlung von Sprzifikationen deshalb ruhen. Du rcbweg haben bis Werke aber umfangreiche Besikllungcn notiert, sodaß sich das Etseygescbaft nacb Neujahr wieder günstig entwickeln kan n. In den Verbaltnifien drr Hochofenwerke ift akles beim alten gebliebrn und der Abtack des produzierten Roheisens wird für das erste Semester dur" die vorlirgenden umfangreichen Abschlüsse volikommen gesichert. - Fiir Walzeisen herrscht andauernd teac Nachfrage, sodaß, die Stabilitat der Kreise, soweit das Inland _in Frage konzmt, zthfellos erscheint. In olen ist die Tendenz des Eiienmarkts gletcbfalis emefeste, Weninger aber in Rußland, wo bereirs Preiskonzesüonen gemacht werden mussen, um gegenüber den Angeboten der südrusfischyn Werke konkurrenz- fähig zu bleiben. Nach den nordischrn Ländern baben die Vcrscndungen wegen Vereisung gänzlich aufgehört. Die Ma- schinenfabriken, Gießereien und Konstruktionswerk- stätten smd im aÜgemeinen mit Anferti ung von , im Frühjahr lieferbaren Besteliungrn befriedigend beschäitigt, weil ihnen in neuerer Zeit umfangreichere Bestellungen zugegangen sind. Die RöbrknWaszwerke und Röhrengießereixn haben ihren Betrieb Linqksckpränkt, da die Brzüge der Händler stark nczchgelassen haben, doch lirgen in den oisizieilen Notierungen keine Ver- änderungen bor. Das Blechgcichäft ist grgenwäxtig befriedigend, Draht- und Drahtnägelwerke sind weiter voll beschäftigt, jedoch kommt, wir stets im Winter, der größte Theil ihrer, Fabrikaie aufs Lager. - Auf drm Zinkmarkt bewegt sich das Gcfchaft m nur engrn Grenzen, und die Preise babrn nruerdinss nachgegebe'zi. Auch in Blei war das Grschäft eringfügig. London meldete wreber etwas niedrigere Notirrungen, 0 ns daß aber hierdurch bis jekt die hiesigen Prcise breinfiußt wwrden sind.
Washington, 6. Januar. Der Scbaßsekretär Carlisle hat ein Zirkular eriaffen, welches bekannt giebt, daß versiegelte Offerten auf 100 Millionen mit Kupons beriebeyer oder registrierter, mit 40/0 verzinslicber Bonds bis zum 5. Februar Mitrags angenommen Werden. Die Bonds werden auf 50 Doilars oder auf durch 50 thrilbare Summrn lauten, werden Vom 1. Frbruar 1895 datiert und nach 20 Jahren in Metall- geld rückzahlbar skin. Die Käufer müssen die Bonds uni) dre nach dem 1. Februar 1896 fälligen Zinsen in Gold 9er m Goly- zertifikaien zahlen. Die Zah1ungen müssen an das Schaßamt, dre Unter-Schaßämter oder in San Francisco zum Wech,eikurs bo_ti New-York geleistet werdrn. 20% sind zu zahlen, ' sobald die Offerten angenommen sind, birrauf aÜe 10 Tage weitere 20 0/9. Die Käufer können jedoch, nachdrm die Offerten angenommen sein werdrn, die ganze Summa in Einem zahlen, wenn fie wünscbrn. Die Bonds werden am 15. Februar zur Lieferung brreit sein. Das Zirkular giebt außerdem bekanni, daß, wenn eine weitere Emisfion Von Bonds zur Aufrechterhaltung dcr Goldreieroe des Schaves vor dem 5. Februar genehmigt wird, perfiegelteOfferten auf diese Bonds zur “leichten Zeit und zu den gleichen Bedingungen an- genommen werden.
Verdingungen im Auölande.
Spanien.
30. Januar, 1 Uhr. Dir66016n (16116161 (16 Sbkü-Z kübiiaas (Uinizwrjo (16 komimro) in_ Madri d: Bau des metaiienen Theils der Brücke' über die Barca an der Chaussee von Pontevedra nacb Grobe (Provinz Pontevedra). Voranschlag 127 409 Pesetas 28 Centimos. Kaution 6500 Pesetas. Ausführungsfrist zwei Jahre. Voranschlag, Bedingungen und läne zur Einsicht tm U1U18Wk10 (16 1101116610 und im Provinz-Zivi Gouvernement zu Ponrevedra. Aus- zug aus dem Voranschlag und Angebotschema in spanischer Sprache brim „Reicbs-Anzeiger“. ,
Serbien.
16. Janbar 11. St. Direktion der Misitär-Montierungskammer zu Belgrad: Liefcrun von 24 000 Zeltfiügeln und 15000 Brot- beufeln. Muster und edingungen in der Kanzlei obiger Direktion,
Kaution 20 0/0. '
27. Februar n. St. Direktion der Königlich „serbischen Staats- Klaffenlotterie, Belgrad: Pläne und Voranschlagx für Erbauung eines Direktions ebäudes. Höchstbetrag 120000 Dinars in Silber. Mündliche Aufkglärungen, ituationsplan und Nivellemement in obi er Direktion, Notchaiska Mixa Nr. 2 Das Gebäude soll ent alten: Parterre mit fünf, em Stockwerk mit zehn Räumen. Einzureichen sind: 1) Situationsplan mit ein ezeichnetem Gebäude und angedeutetem Dach, Maßstab 1:500. 2) rundri des Patterns . mit Kellern und erstem Stockwerk, 1:100. 3)_Fa6a en von wei Stra en, 1:100. 4) Drei Querschnitte 1:100.“ 5) Pup v- Ansi t. 6) Genauer Vorgnschlang. Exile Prämie 2000 inars, wo ür Refiektant verp icbtet ist, spater a “ gegen weitere MoDinm Entschädi ung die etails und „ Auf auszuführen-
Präkxnien eßt die Direktion fest, deren E gentkum vie bezahlkkyx- . „? wer en. „ _. *