_ aufdie “ Jeie'r des18.Ianuar iar eißen Saale des !! niglichen Schlosses it in pblreichen Fällen der Wupsch um Zulassung “ als ZÜUs auer Bänken wyrden. Gs mtrd nun mitßetheilt, da diesen
ünschen nicht wird entsprochen werden im Weißen Saale vor enommenen Umbauten ein Raum zur Unterbrmgung von Zu chauern nicht vorhanden ist.
Der Empfang bei der Ober:Hofmeisterin Ihrer Majestät der:;sxaiserin und Königin, Gräfin von Brockdorff fällt am morgtgen Donnerstag aus.
Die Trauerparade für Seine Königliche Hoheit den Prinzen Alexander von Preußen mird der (General- Major Herwarth von Bittenfeld, Kommandeur der 3. (Hardy- InfanteriesVrigade, kommandieren. Dieselbe beste t aus xe inem Bataillon des Kaiser Franz Garde:Grena ier-Regt- ments, des Kaiser Alexander GardeYGrenadier-Regiments und des 3. (Harde-Negimcnts mit Fahnen und unter „Befehl des Oberst-Licutenants von Elpons vom Regiment Kmfer Franz, ferner je einer Eskadron des Garde-Kürasster-Regiments mit Standarte, des 1. und 2. Garde-Dragoner-Negiments und des 2.Garde-Ulanen-chime141s unjcr Befehl des Ma ors von Kramsta vom Garde:Kürasfier-Regiment, endlich drei atterien zu je vier Geschüßen des 1. (Harde:Feld-Artillerie:Regiments unter Befehl eines. Stabsvffiziers. Die Aufstellung der Truppen der Trauerparade wird auf nachstehenden Pläßcn er- Ylgen, auf denen auch die seitens der Infanterie und
rtiÜerie abzugebenden Salven geschossen werden. Artillerie: mit en en Intervallen zwischn den Geschüßen an der West eite des Lustgartens, Front gegen das Wasser, linker Flügel an der Schloßbrücke; Infanterie: im Lustgarten vor dem Koniglichen Schlosse; Kavallerie: in der Oranienburger- straße und auf der nördlichen Seite des Monbijou-Plaßes, Front egen die Kirche. Sämmtliche Truppen haben bis 111/2 UJr Vormittags ihre Stellungen einzunehmen.
In dem jährlich vom Auswärtigen Amt herUUSgegebcnen und im Verlage der Mittler'schen Hofbuchhandlung hte elbst erscheinenden amtlichen Verzeichnis; der Kaiserlich deutchen Konsulate wird auf Seite 3, Anm. 5 darauf hingewiesen, daß es fichempf-ehlt, Schreiben, in welchen die amtliche Thätigkeit einer Konsularbebörde in Anspruch genommen wird, an das betreffende Konfularamt (die dreffe in lateinischcr Schrift: ])SUTZGUSZ (018116ng NCH) ](0118'111313), also nicht an die Person des Stelleninhabers zu richken. Die Nichtbeachtun, dicses Hinweises kann zur Folge haben, daß Schrei en mit persönlicher Adresse, wclche einem aus dem Amt auSgLschiedenen oder für längere
eit beurlaubten,Konsul nachgesandt werden, erst eine DLL“- pätcte oder überhaupt keine Erledigung finden. Auch in ällen, wo _das Verzeichnis; Konsularämter als zur Zeit vakant ezeicbnet, smd die Schreiben an die betrcfstndeKonsularbehörde u richten, damit sw von dem zuständigen, wenngleich in dcm köerz-eichnisz nicht namhaft gemachten Verweser erledigt werden nnen.
Der Kaiserliche Gesandte in Brüssel, Wirkliche Geheime Rath Graf von Alvensleben ist von dem ihm Allerhöchst bewilligten kur en Urlaub auf seinen Posten zurückgekehrt und hat die GeschäZte dcr Gesandffchaft wieder übernommen.
Laut telegraphischer Meldung an das Ober:Kommando der Marine ist S. M. S. „Kaiser“, Flaggschiff der Kreuzer-
Divifion, Chef Kontre-Admiral Hoffmann, gestern in Yongkong und S. M. Kanonenboot „Iltis“, Kommandant
apttän-Licutenant Jngenohl, an demselben Tage in Amor) angekommen.
Bayern.
Das Kultus:Ministerium hat, der „Allg. Ztg.“ zu- folge, angeordnet, daß am 18. Januar in allen Schulen die Erinnerung an die Neubcqründung des Deutschen Reichs entsprechend zu feiern sei.
Sachsen.
Die Erste Kammer ist estern wieder zusammengetreten.
Es wurden in der Sißung ' etitionen erledigt und die in
den IaZren 1893 und 1894 vorgenommenen Veränderungen im Staats omänenfonds genehmigt.
Baden.
' S_eine KöniglicheHoheYt der Großherzog empfing gestern, wie dte „KarlSr. ta.“ ber1chtet, den bisherigen kommandieren- den Genergl des 17. YrmeezKorps, General der Infanterie FonTSchltchttng und uberretchte demselben den Haus-Orden
er reue.
Oldenburg.
Das heute Uher das Befinden Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogrn aUSgegebene Bulletin lautet: Die Leiden „Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin, welcbe Esten] sebr gesietgxrt waren, erfuhren durch vielstündigen, wenn auch nftltch berbetgefubrten Schlaf Linderung. Jedoch bleibt die Er- nährung unzureichend. Die Kräfte nehmen ab.
Braunschweig.
. Seine Königliche Hoheit der Prinz Albrecht von Preußxetz, Regent des Herzogtbuxns Braunschweig, und Fre K_omgliche oheit die Prinzessin Albrecht sind gestern
achm111ag von annover wieder in Braunschweig eingetroffen.
Bet d'en Betseßungsfeierlichkeiten für Seine Köniz liche Hohext'de'n Prrnzen Alexander von Preußen wir Seme Komgltche Hoheit der Prinz Albrecht, dem
W. T. B.“ zufolge, durch den personlichen Adxutanten,
Major Jrexhexm yon und_ zu C' loffstein vertreten werden. Seme KomgltchekHohett 5er Örinz riedrich Wilhelm hat ßch am 6. d..M. m Beglettungseines kilitär-(Houverneurs,
nnen, da nach den “
des Haupimanns von der Lancken, von nove: nach Berlin begeben. Ihre Köni lichen Hoheiten die rinzen riedrich Heinrich und Joa im Albrecht find estern in egleitung des Majors von Arnstedt nach Bonn zu ckgekehrt.
' Sachsen-Colmrg-Gotha.
Seine Köni liche Hoheix der Jer og emp'äng vorgestern
in Gotha den isherigen osterrei is :unqarisäoen Gesandten
am Herzoglichen Hofe Grafen Chotek in Feierlicher Abschieds-
Zu???) „lSpäter nahm der Gesandte an der Herzoglichen a e e:.
Neuß j. L.
Das Ministerium hat angeordnet, daß am 18. Januar in sämmtlichen Schulen der Unterricht ausfallen und ein Festakt ßattfinden sol]. '
Oefterreich-ngarn.
In der estrigen Sißung des böhmischen Landtags beantwortete er Statthalter Graf Thun die Interpellation in Betreff der_Kanalifation der Elbe und der Moldau zwischen Ausstg und Prag dahin, das; die Ministerien des Innern und der Finan en ihre Geneigtheit aus- gesprochen hätten, die Auskührung des Kanalisations-
nternehmens mit einem (Gesammtkosten : Aufwande von 12 950000 Fl. zu „enehmigen, wenn das Königreich Böhmen und die übrigen ntercssenten die Hälfte der Kosten übernähmen; in diesem Faüe würde zu Anfang des Jahres 1897 mit dem Bau begonnen werden. Dic „Wiener Zeitung“ veröffentlicht cin Kaiserliches atent, durch welches dcr ursprünglich für den. 11. Januar embcrufene dalma_tinische Landtag auf den 23. Januar zusammenberufen wrrd.
.*)" Großbritannien und Irland.
Der Premier-Minister Lord Salisbury kam gestern nach London und Hatte im Auswärtich Amt eine Unterredung mit dem Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain.
Wie die heutige „Times“ berichtet, ist der Befehl er- lassen worden, unverzüglich sechs Schiffe zur Formierung eines fliegende11„(§3eschwadcrs in Dienst zu stel1en, unk) zwar zwei erstklasstge Schlachtschiffe, zwei erstklassige und zwei zweiiklafstge Kreuzer. Tas neue Geschwader soll bereitstehen, überall hinzugehen, wo cs verlangt wird, entweder um die bereits im Dienst befindliche Flotte zu ver: stärkcn oder eine besondere Streitmacht zu bilden. , erner schreibt die „Times“, da[; beschlossen worden sei, ein Beschwader nach der Delagoa:Bai zu senden. _ Der „Daily Telegraph“ mrldet, daß sich die Regierung ent- schlossen habe, ciligst Verstärkungen an Kavallerie und Infanterie nach Kapstadt zu senden; ein 1000 Mann starch Regiment, welches auf der Fahrt von Indien nach England begriffen sei, werde in Kapstadt bleiben. Ein Kreuzer erster Klasse sei nach der Delagoa-Bai beordert worden.
Der britische Kommissar, welcher gemeinsam mit dem deutschen Kommissar die Grenze Kameruns am Old Calabar festgestsllt hat, ist, dem „M. T. B.“ zufolge, von Accra in L iverp ool angekommen. Das von den Kommissaren bereiste Land sokl außerordentlich fruchtbar und sehr reich an (Gummi sein.
Frankreich.
Das Erträgniß der indirekten Steuern ist für den Monat Dezember um 51/2M1Uionen Frcs. hinter dsm Voranschlag zurückgeblieben; ebenso trugen die Zölle 7 Miüionen weniger ein, als veranschlagt war.
Türkei.
Nach den dem „W. T. B.“ aus Konstantinopel zu- gegangenen Berichten sollen die Aufständischen in Zeitun ihren Proviant für einige Monate ergänzt haben und auch mit Munition versehen sein; Schwieri„keiten solle Nur die Verpflegung der dort versammelten [ü tlin e bereiten. Wie weiter gcmeldet wird, wären die Lufständiéchcn entschlossen, s1ch nur bc'i Gewährung gewisser Privilegien zn unter- werfe'n. Die Intervention der anderen Mächte scheine sick) schwierig zu gestalten; in den [83th Tagen hätten wiederholt Zusammensjöße stattgefunden. Der starke. Schneefall erschwere die Fortseßung der türkischen Offensive und die Verpflegung der türkischen Truppen.
Amerika.
Jm Senat brachts, wie „W.T.B.“ aus Washington berichtet, der SenatorJone-Z gestern den bereits mitgetheilten Gegenge eßentwurf zu dcr Bonds-Bill ein.
Eine cpcsche des Madrider „Jmparcial“ aus Havanna meldet, das; die Jnsurgenten immer weiter vordringen. Eine zahlreiche AbtheilunF sei in die Provinz Pinar del Rio eingebrochen und is Cabairas und Seiba del Agua vorgedrungen, welche Städte geplündert und in Brand gesteckt wurden. Eine weitere Depesche theilt mit, daß die Znsurgenten sich der Stadt Alquizar bemächtigt und die dortige Kirche mittels Dynamit in die Luft gesprengt Hätten. _ Die Madrider „Correspondencia“ berichtet, die Jnsurgenten hätten Hoya Colorado, drei Mkilen von Havanna, an- gegriffen ; die Spanier, dur die Ueberzahl der Feinde gezwungen, hätten sich ergeben. _Zn adrid eingetroffene Privatdepeschen melden von Zusammenstößen bci Tontina, wo José Maceo und 50 Jnsurgenten verwundet, Tenar und 4 Jnsurgenten sowie auf Seiten der Spanier 6 Mann ge- tödtet wordenseien. Die Bande Rabi's sei nach Verlust von 14 Mann zersprengtworven; die Spanier hätten dabei 6 Todte uvd 27 Verwundete verloren. Dcr Maxschall Martinez Campos habe die Znsur enten in der Nähe von Havanna geschlagen. Das Kanonen oot „Ardilla“ habe 4Fahrzeuge der Insurgenten genommen, welche jedoch entkommen seien.
Afrika.
Die „Agenzia Stefani“ meldet aus Massonxah vom 6. d. M.: Den leßten Nachrichten zufolgeträten die tm Lager der Schoaner umlaufenden Gerüchte über die Ankuyft Menelik's weni er bestimmt auf; infolge der tm Vormarsch des egus eingetretenen Verzögerung seien Mißhellißkeiten wischen Ras Mangascha und Ras Ma onen entétanden. Der Kommandant von Ma- kalle habe am 4. d. M. an den General Baratieri einen
Vergleich
Berl t gesandt, worin er die do ' e La e als gut-darstelle. Am J. H..M. habe eine itali'enis Wbthei ung von Adigrat aus eme Nexo noszierunß üdöstlick) von Sincatu vqrgenommen; du:"kxlbe habe as and ruhi und vom einde kerne Spur gefu en. Major Hidalgo hgabe am 6. . M. aus Kassal_a telearaphiert, daß die Lage dort unverändertsei.
Nach emxy Meldung des „Reuter'fchen Vureaus“ ging gestern dem brtnschen Kolonialamt eine Depesche des Gouver- neurs des Kaplands Sir Herkules Robinson aus Prä- torig zu, der zufolge im Auftra e des Gouverneurs an die Behorden der SÜd_-Afrikagekzellschaft in Buluwayo im Namen. der Komgtn telegraphisch die Aufforderung ge- richtet worden_i_st, den Munitionsvorrath der Gesellschaft an einen zu d1e1em Zweck v_on der englischen Regierun nach Bqumayo „ entsandten Offtzier zu übergeben. An den Yytlbehordey von Buluwayo seien bestimmte
etsungen erthetlt _worden, nach welchen ste die Bürger auf- zufordern'haben, dte Ordnung aufrecht zu erhalten und sich ]eder Tberlnahmx an feindseligen Bewegungen zu enthalten. Dxn Befehlen set streng Folge geleistet worden. Gestern habe er Herkules Robin on in Prätoria eine Berathun mtt der„Re ierung der SÜdafrikanischen Republi? gehabt, uber cn Gegenstand derselben könne indessen, wie das Kolonialamt bekannt giebt, eine Mittheilung noch nicht ge- macht werden.
Aus London von heute berichtet „W. THB.“ weiter: Das Kolonialamt habe in der leßtcn Nacht zu später Stunde von Sir Herkules Robinson aus Prätoria fol endes, vom gestrigen Tage, 3 Uhr Nachmittags, datierte?- Te egramm erhalten: Der britische A, ent De Wet in Johannesburg benachrichtigt mich, daS er dem Präsi- denten Krüger mitgetheilt habe: „Das Rcform-Comité- hat durch semen 'Aufruf an die Bürger, die Waffen nieder- zulegen, dem Ultrmatum der TranSvaal-ngierung, welche er- kxärt hatte, Johannesburg müßt? diE Waffen ausliefern, ehe in. eme Erörtxrung der Beschwerden eingetreten werden könne, “Folge geletstct. Das Comité hat erklärt, daß es diesen
ntschluß im Vertrauen darauf gefaßt habe, daß die Transvaal-Regierung die', Ordpung in Johannesburg aufrecht erhalte. DJS Comrtéz läßt ftch hierbei von dem innigsten Wunsche lerten, die Rettung Zameson's und seiner Bsgleiter zu stehern und mit der N?xxierung einen frem-idsckmftlichen ' . zu erörtern.“ De Wet fügte dM Vorschlag bet: dre Transvaal:Ncgi-3rung soUc gcmeinschaftlick) mit. denm 'Rcform:C0mité3 die Wiederherstellung normalcr Ver- haltxnffe in Johamwsburg, dis, wie er glaube, leicht in wcmgen Tagen erreicht Werden könne, anstrebe'n. Sir Her- kules Nobtnson spricht am Schlusse seiner Depesche die Hoff- nung auß, daß es ]cHt möglich sein werde, mit dem Präf1-
“denten Krüger wsgen der (Gefangenen und wegen Absteüung
der Beschwerden in Johannesburg zu verhandeln.
Dem „Reutcr'schen Bureau“ wird aus Johanncsburg vom 2. d. M. gemeldet: Mit Erlaubnis; des Kommandenrs der Boers habe der Korrespondent ch „NWtkk'sZhLM Bureaus“ einc Unterredung mit ])]: Jam eson, dem Major illoughbt) und-
Kapitän W [) ite ,» «habt, wclchczwar (xroßeZurückhaltung m ihren '
Aussagen beobachtet, jedoch mitgßtheilt hätten, daß ihr AUschlag miß1ungcn sei, weil die Hilfe, wclche sie von Johan7:csburg glaubten erwarten zu dürfen, ausgcblieben sci. Von K'rügers; dorp würden sw indessen auch ohne die erhoffte Hixfe, ent- kommen sein, wenn die Eiscnbahnschienen aufgerissen gewesen wären; die Boer?» hätten nämlich ihren Schießbcdarf aufge- braucht gehabt, aber neue Vorräthe mit der Bahn erhalten. (Gegen Ende des Kampfes seien die Leute dcs 1)r. Jamejon von dxr Uebermacht dcr Boers völlig cingeschloff8n gewesen, und 518 einzige Wahl für sie sei gcmssen, sich zu crgcbcwoder vexmchtct zu werden.
Der Regieruug dss Unabhängigen Congostaats .*
ist, wie „W. T. B.“ aus Brüssel erfährt, ein Tclxgramm zugegangen, worin der Sieg des Hauptmanns Lothaire über die Aufständischen ix: Luluavurg bestätigt und gemeldet wird, daß die Offrziere Franken und Auxxustin, sowie der Sergeant Langerock am 18. August in (Randa
und der Lieutenant Sandrat, sowie der Sergeant Dccorte .
am 13. September am Lomami gctödtet worden seien.
Parlamentarische Nachrichten.
Auf der TageSordnung für die morgige Plenarfißung dcs Reichstags steb€n_dié Wahl cines Mitgliedes zur Reichs- schulden-Kommisjion sowis die' erste Beratbunq des (Entwurfs
eines Börsengese 3388 und des Entrvmfs eines (Heseßes, _l»€kreffend,. ; die Pflichten der Kaufleute bsi Aufbewahrung s1'6mder |-
Werthpapiere.
Entscheidungen des Reichsgerichts.
Hat ein Gläubiger dem Schuldner gegenüber einen vcrtrags- *
mäßigen Anspruch auf ein fand behufs Sicherung seiner Forderung'und klagt er, ohne die? en Pfandrechtsansvrucky gcltend zu machen, seme Forderung ein, und läßt Lr fokann auf Grund des er-
langten Vollstreckbaren Schuldtitels jenen Pfandgegenstand im Wege“ . emem ,
des Zwangsvoüstreckungsverfabrens pfänden, so ist, nach Urtheil de(Z Reichsgerichts, 111. Zivilsenats, vom 18. Oktobkr 1895, diese Pfändung,
irma batte mehrere
wofür diese als icherheit die Bestellung einer Hypothek auf ihrem Grundstück zugesagt „batte. Hypotbékenbesteüung verfolgte ayck) die'Ftrmcx H. gegen die Firma S. dur besondere Klage und ,erwtrkte eme ent1prechende Verurtbeilung, der eklagten. Das Urthe1l konnte aber wegen der inzwischen ein- getretenen Konkuröeröffnung Über das Vermögen der Beklagten nicht mehr zum VoUzug gebracht werden. Daneben hatte H. gegc-n S. auf
ablung der Wechxelschuld geklagt und noch vor dkr Konkurseröffnun die
erurtbeilung derFirma S. zur Zahlung sowie auf Grund dieses Urt eils '
eine richterliche P f a n d r e ck t 5 v o r m e r k u n g auf demselben Grundstück"
erwirkt. Diese Vormerkung Wurde sodann vom KonkursveWalter aus ' IZM Z. 2 der K.-O. angefochten, weil zur Zeit der Eintragun der -'
ormerkung die Schuldn'erin bereits ihre Zahlungen eingestellt atte. Die Anfechuxng wurde tn beiden Instanzen für begründet erachtet, undydte Remfion der Beklagten H. wurde vom Reichsxxericbt zurück- gewiesen, indem es begründend ausführte: „Auf eine richterlicbeYHand- rechtsvormerkung hatte die Beklagte aus dem Versprechen der uld- nerin, welches auf eine vertragSmäßige, also wesentlich anders geartete Pfandbestellung gerichtet war, keinen Anspruch . . .“ (166/95.)
Wenn fie nach_ der ZahlunJZeinstLÜxxng- des -_ Schuldnsrs erfolgt ist, als eine S1cherung,_ welche dkr Gläubiger ;. nicht zu beansprucken hatte, aus § 23 Z. 2 der Konkuröordnung I “anfechtbar. _ Die F . darunter eine Weck) elforderung über 7113 „M, gegen die Fixma S., _ VertragSrnäßigen ' Diesen Anjpruch auf -
Forderungen, *
- Das Recht des Kommissionärs, als Selbst.
kontraxent einzutreten (Art. 376 H.-G.-B.), ist nach einem in
Ueberein immung mit der bisherigen Rechtsprechung erganJenen Urtbeil des Reichßgerichts, 1. Zivilsenats, vom 9. November 895, nicht an* eine * 'mmte Frist gebunden, die Ausübun desselben setzt keine ausdrückli eErklärung voraus, sondern kann cmchonkludent geschehen; der Selbsteintritt ist nur dann ausgeschlo en, wenn der Selbsteintritt vertrassmäßig außgeschloffen ist oder der Kom- mis onär die Ausführung der Kommission durch Abschluß mit einem Dr t/thz) den er benennt, dem Kommittenten angezetgt hat. (215 5.
_ Ist eineWaare von einem anderen Orte in manßxlbafter Verpackung dem Käufer übersendet worden, Wodurch te an fick) vertragßmäßige Waare selbst Schaden erlitten hat, so besteht, nach einem Urlbeil des Reich§gerichts, 1. Zivilsenats, vom 16. Oktober 1895, für den Käufer nicht die im Art. 347 des Handelsgxseßbuchs für die Uebersendung einer vertra swidrvigen Waare mxrgeschrtebens so- fortige Anzeigepflicht. Eine erspatxzng der Anzede des Schadens we en mangelhafter Verpackung unterwirft den Kaufer xncht d'em PxÉjudiz der Genkbmigung aus A'rt. 347,_ sondern_ Verpfluhtet thn nur zum Ersa des dem Verkäufer durch d„te_Verspatung erwaäZsZnen Nachtbeils. „ in Mangel der vertragsmaßtgen oder geseßma tgen Beschaffenheit der Waare könne zwar auch in d_er Art der er- packung liegen, z. B. bei mangelnder Haltbarkert der Verpackung, in der die Waare weiteerräufxert werden foÜe, 0de her Nicht- beachtung der Vorschriften des Käufers über„Ver'packung etrzer be- stimmten Stückzahl in jedem Bkbaltntß“ aber, tm vox- liegenden Fall treffe dies nicht zu, da dem Landgertcht mcbt darm beigestimmt werden könne, das; eine Abweichung Von der bedungenen seemäßigen Verpackung fich als ein der 'Wa'are selbst qxxbaftender Mangel derselben darstelle, sondern diese St1pu11erung, daß dte Beklagte die Gefahr, von der die Waare auf dem , Seetransport betroffen wurde, ihrerseits u tragen hatte, an fich nur dte dexutung „bqbe, dtese Gefahr für die Beklagte zu vsrmindern, wogegsn dre seemaßtgx Yer- Packung auf die Brauchbarkeit der Waare und auf deren Vexkayfltcb- keit kemen Einfluß gehabt habe, die Art Her VLrVaxkung mlthm als ?itZ4Q91ZaFitätsMangel der Waare selöst mcht erschemen könns . . .“ 1 ,“ . .
_ Die Verjährung eines SkrafVerabrens gngn ein ReichStagSmitglic-„d, MUM 1301: dem Beginn der, Stßyngs- periode begonnen baxtL, ruht, nach einem UrtheZl des Re1chMertchts, ]. Strafsenats, Vom 17. Oktober 1895, nicht wahrknd der Glßungs- periode, wenn der Reichstag nichr die Aufhebung des Strafverfghrens für die Dauer der Sißungsperiode ' Verlangt hat. _ Vergl. dte _Be- gründung dieser Entscheidung in der besonderen Verlage zum „Retchs- Anzeiger“ Vom 17. Dezember 1895 Seite 324 ff. (3394/95.)
_ Hindert ein Zahnarzt oder Zahntechniker wegen eines yon ihm reparisrtkn und zur Probe eingeseßten Zahngebtffes “yen Ciaenthümer desselben, der sofortige Zahlung für die Reparatur mcht leistet, an dsr (Entfernung aus seinem Lokal bi? zur Hergus- gabe des Gebiffks, so macht er fich, nach einem Urtbetl deßthchs- ericbts, [17. Strafsenats, Vom 22. Oktober 1895, im Gebzete' des _ reußifch-Zn Allgemeinen Landr€chts nicht einer FrStHetts- beraubung (§ 239 Str.-G.-B.) schuldig. „Wenn dem Zahn- techniker A. noch eine Forderung an die B. wegen der Réparatur des Gebisses zustand, so durfts Lr das l_thtexe „nach den §§ 536 ff. [ 20 A. L. N. bis “zu seiner Befmedtgurzg zurückbehalten. Dadurch, daß Von seiner Gehilfin der B. das Gebt nur zur Probe einaeskth wordßn War, hatte Er seinen BENZ no nicht aufgegeben. Da ihm Zahlung oder Rßckgabe des Gsbtsses troZ seiner Auffordkrung Verweigert wurde, 10 , war er nach den §§ 143 ff. 1. 7 A. L.-R. befugt, zu. dessen Wtedkrerlanguné Selhst- hilfe anzuwenden, zumal der Herbeigerufene Schußmann Lin Ern- schreiten ab Llehnt hatte. Wenn der Angeklagte aus djescm Grunde mit Hilfe einer Gehilfin die B. Verbinderte, sich mrt dem Gebiß aus séinem Gsscbäftslokal zu entferne", so konnte ebensowohl der Vorsaß der Freiheitsberaubung wie der Widerrcchtlichkeit angescbloffen erscheinsn.“ (2909/95.)
Entscheidungen des Ober-Verivaltungsgerickzts.
Das Ober - VerWaltungsgericht, 17. Senat, hat fich neuerdings wkedcrum auf die Klaxxc Linas Interessenten gegen den Ober-Pra- fidenten der Provinz Brandenburg mit der Prüfung der Rechts- gültigkeit des § 5 der Baupolizeiordnung für d ieVororte Bsr [ins Vom 5. Dezember 1892, welcher dix: landhauSmäßige Be- bauung gewisser Grundstücke Vorschreibt, befaßx und durch Urtheil vom 28. September 1895 die Rechthültigkett jener Baupolizei- ordnung und insbesondere ihres § 5 au5gesprochen. In der ausführ- lichen B'gründung dieses Urtheils hat das Ober-Verwalfungßgericht folgende bemerkenswerthcn Rechtssäße angesprochen:
1) Unter den für die landhausmäßige Bebauung in der erwähnten Baupolizeiordnung gegebenen Vor chriften sind keine Bestimmungen entbaltsn, aus denen sich mit S1 erbeit als Zweck der Verordnung nicht Sanitätsrückfichten, sondern die Herstellung, „eleganter Villenviert el _ welcher chck über die dem pollzellichen VL!“- ordnungsreckyt geseylick) gezogenen Schranken hinausgehen würde _ entnsbmen lisße. „Die Klägerin weist in diessr Beziehung namezntlich darauf hin, daß man nur die Errichtung von Gebäudsn,'welche ausschließ- lich oder zum überwikgenden Theile W ohnzwecken dtenqen sonn, zuge- lassen habe, und daß'die Einrichtung von Gefchaftsladen an den Straßmfronten und Von Werkstätten kleineren Umfangs an den Seiten- und Hinterfrontkn von dem Ermessen der,Pol!zeib_ehörden abkängig gemacht worde'n sei (§ 5 Z. 1). Die rechtliche Zulajfigkeit dicser Vorschrift braucht hier nicht bis in ihre Einzelhkiter] geprüft zu Werden; denn nicht darum handelt LS 1111), 01) fie m VoÜem Umfange aufrecht ethalten werden kann, sondern darum, Worauf sn? ihrer Tendenz nac!) abzielt. Das; nun aber, Zvenn in einem bestimmten Bezirke nur die Errichtung von Gebauden qkstattet wird, welche ausschließlich oder zum überwisgenden Thejl Wohnzwecken dienen sollen, damit nur Villen und Rubefitze'für dle wohlhabenden Klassen der Bevölkerung zugelassen worden seren, ist nicht richtig. Die Bestimmung bietet keine Handhabe dafür, Miethshäuser _ auch solche, wel :? mit kleineren Wob- nungen besetzt werden sollen _ auszu chließen. Und was den auf die Einri tung von Geschäftsläden und Werkstätten kleineren Umfangs geri teten zweiten Theil * der Vorschrift anlangt, so ist aueh bei ihm als Zweck erkennbar, den wohnhaus- mäßigen Charakter des Bezirks festzuhalten und zu fich€rn. ., . Nun ist es zWar richtZiZ, daß die hier in rage stehende Vorschrift des § 5 auch solche etriebe mitbktrifft, de durch sich selbst urzd unmittelbar eine Gefahr für die Gesundheit des Publikumß nicht tn fich schließen. Inwieweit etwa hieraus Bedenken gegen dte,Nechts- gültigkeit der Vorschrift berzuleiten sein möchten, kann dabmgestellf bleiben; sollte die Polizeibehörde bier in der That zu weit gegangen sein, so läßt fich doch hieraus _ und darauf allein kommj es an _ nicht entnehmen, daß sie mit der Vorschrift nur das Wohlleben und die Ruhe der beffer_ gestellten GesellschaftsklaYn im Auge gebqbt, nich?, abérk von sanitats- und feuerpolizeilichen efichtspunkten gelettet wor en 8.“ .
2) Die Bestimmung des § 5 Z. 4 der erwähnten Bauposizei- ordnung (wonach nicht mehr als zwei zum dauernden Aufenthalt von Menschen bestimmte Ge chosse über einander angelegt werden dürfen, jedoch zu dem glei en Zwecke das Dachgeschoß bis zur Hälfte und das Kellergeschoß bis zu drei Vierteln eingerichtet x_verden können) gestattet, da? das Dach- und Keller;?escboß soweit es uberhaupt zum dauernden Au enthalt von Menschen e ngericßtet werden darf, nicht nur für HauSangeböri e der Bewohner des ersten und zweiten Geschosses, sondern zu selb ändigen Miethswohnungen
Wendet werden darf. .Wenn in der Kommisßon die seiner Zeit von den Ministern des Innern und der öffentlichen (Arbeiten mit der Aufgabe betraut worden war, zu einer Baupolizeivrdnung für die Vororte Berlins angsmeffene Vorschläge aussuarbetten, die Meinung vertreten gewesen sein sollte, daßdas Dach- und Keller eschoß. soweit es zur Benußung als dauernder Auéentbaltßort für Mens en freizugeben war, für die Dieners aft estimmt sei, so würde bierauf ein entscheidendes Gewicht ni t zu legen sein. Es liegt zwar nabe, hier an Fremdenzimmer und an Schlafräume für jün ere Familienmitglieder zu erinnern, für die man ficherlicb, Selbst bei denjenigen Wohnhäusern, die nur von einer amilie bewohnt Werden, das Dachgeschoß mit in Betracht gezogen ba en wird. Aber es kommt Hierauf nicht an, weil die Verordnun selbst keinerlei An- halt dafür bietet, das; das Dach- und Kellerges oß, soweit es über- haupt zum dauernden Aufenthalt von Menschen emgerichtet werden Fgrx, nicht auch zu selbständigen Wohnungen verwendet werden nr 2.“
3) Csist polizeirechtlicb zulässig, verschiedene Theile des- s elben für die Polizeiliche Regelung in Betracht kommendenBezirks in ungleicher Weise zu bslasten. „. . . Der Gerixhtsbof kann hier nur wiederholen, wie es keine positive RechtSnorm gtebt, welche dazu nötbigte, alle baupolizeilich€n Gebote oder Verbote nur derartig zu erlaffßn, daß durch fie alle Bewvbner odex Grundstücke e_in und des- selben Polizeibszirks in ganz gleicher Werse upd tn glerchexn Maße betroffen würden, und wie' daber_auch kaum eme Baupoljzerordnung für ein größeres Gemsinwesen gefunden werden dürfte, dte nicht, sei es in aÜqemesinen Vkstimmungen, sei es in dem Institut der Dispense, den unerläßlichen Außgleich berechtigter disparater Interessen in einer Verschiedenen Bébandlung won Griindstücken und Personen suchen müßtk“. (17. 1322.)
_ Bei einem gewerblichen Unternehmen, wechés fiel) aus zwei Verschiedenen Geschäftszwägen _ aus Fabrikation und Handsl _ zusammensc-Zt, yon denen der eine in Preußen, der andkre im Ausland betrieben wird, ist, nach einer Entscheidung des Ober-Verwaltungsgerichts, 1.71. Sénats, 1. Kammer, vom 7. März 1895, der auf Preußen enffallende, der Gewerbesteuerpflicbt daselbst unterrvorfene Theilsrtrag nicht lsdiglich nach dem Verhältniß des in beiden Staaten örtlich angxlegten Kapitals festzusteÜen, sondern es müssen dabei der Natur der Sache nach die ge- sammten g€schäftlich€n Verhältnisse des Unternehmens berück- fichtigt werden. Es wird dabei insbesondere darauf an- kommen, ob es fick) um «?in Unternehmen von bedeutendeqm Umfang handelt, bei wklchcm die kaufmännische Leitung naturgemaß schWerer in das Gewicht fäÜt, odcsr ob das Gewerbe Wegen skiner geringeren Ausdehnung einer Handelstbätigkeit weniger Raum läßt, und ob die Art des Fabrikats, je nachdem es einen Absaß nur in enghegrenztém Kreise oder auf die weitestexx Entfsrnungen gestattét, einen xjgentlxchen Handelsbétrikb kaum nötHig macht oder umgekehri tn hervvx- ragendem Maß erfordert. In Ermangelung besonderer, für pte Géwinnerzislung wesentlickjer Umstände wird füglich' dsr em- zige AUHWeg in der g leichmäßigen Verthetlung des Gesammtbstrags, js zur Hälfte, auf die Fabrikation und den Handel bestehen. „Die Entscheidung der Frage lediglich unter Berückfichtigung des örtlich angelegten Kapitals würde unter Außerachtlaffung gerade dss unter Umständen überwiegenden Ein- flusses der kaufmännischen Thätigkeit auf die Erzielung des Gesammt- ertrags in 511197: FäÜEn zu Unrecht eine Beworzugung der Fabrikations- tbätigkeit zur Folge habén, Mil für die Anlage und den Betrieb der Fabrikation regelmäßig ein größerss Kapital erfordkrlicb ist, wie für den Vkrtrieb der Fabrikatü Und überbaupk für die kaufmännisch? Leitung des (Geschäfts. _ Bei freier BeurTHLilung fehlt nécht allein jeder Anhalt dafür, daß die lediglich in Preußew stattfindende Fabrikation in dem Vorlicgenden Fall auf die Erzielung des Gesammtertrages des Von der Beschwerdeführerin bctriebenen Unternkbmens Von erheblicherem Einfluß sei, als die Rc!) im Ausland voÜziehende kaufmännische Thätigkeit; es spricht vieLm-br dagegen schon wesentlick; der Umstand, daß der gesammte Vertrieb der Fabrkkate vom Ausland, dem statuten- mäßig€n Sitz der GeseÜscbaft, aus zum größten Theil im W696 588 Exports nach überseeiscbkn Ländern erfolgt. Es ist demnach gegen eine Vertheilung des Gesammtertragés zur einen Hälfte anf das Ausland, zur anderen Hälfte auf Preußen nichts einzuwenden.“ (Reg. 71 G. 532/94.)
Statistik und Volkswirthschaft.
Zur Arbxiterbewegung.
Aus Aach€n wird dür „Frkf. Ztg.“ unter dcm 3. Januar ge- schrieben: DLL? Ausstand der Weber bEi der Firma Gebrüder Wallach in Aachen ist beiqelegt; die Weber haben, nachdem ihnen eine Aufbessc-rung der Löhne zugesagt ist und das Mitglied des Fabrikausschuffes, We1ch€s von der Firma entlaffen war, er- klärt hat, nicht wieder bei der Firma arbeiten zu woaen, heute die Arbeit wieder aufgenommen. Die 104 entlassensn Arberter der irma Arnold und Schäl! haben nirgends Beschäftigung Zefunden, do hat auch die Firmx keinen Ersaß für dia entlassenen ente aufzutreiben vermocht. Jn Eupen find noch heute die schon seit zrvei Wochen ausständigen Websr der Firma Johann Jansen im Ausstand. Sie haben eine gsringe LobnerhöHung, die ihnen die Firma angeboten hat, abgelehnt. (Vgl. Nr. 3 d. Bl.) _ '
In Berlin hat, wie die Berliner „Volks-Ztg.“ bertchtet, der Verband der Möbelpolierer sein btsheriges Verhältniß mit der General-Gewerkschaftskommission gelöst, weil die Lokalorgani ation, Welche Von den Gewerkschaftskongressen als Organisation nicht an- erkannt werde, zwar -a11e Psticbten, aber, keine Rechte haben soÜe.
Aus Carmaux melder? „W. T. B.": Die sozialistischen De- putirten, die zu Schiedsrichtern zwischen dem Fabrikbestßer Neffeguikr und seinen Arbeitkrn gewähkt waren, haben entjcbieden, daß die „76176119 ZUK 701'1'161'8“ in Albi gebaut werden" sol]. Diese Entscheidun gab Veranlassung zu heftigen Protesterklarungen gegen diese sozialiZischen Deputirten; die Mitglieder der Munizipalität Von Carmaux haben ihre Mandate niedergelegt.
Bauten.
Zur Erlangung von Entwürfen für ein Konzert- und Restaurationslokal in Hagen schreibt die Aktiengesellsckyaft „Hagener Stadtgarten“ ein.?n allgemeinen Wettbewerb aus. Für die besten Arbeiten smd ein erster Preis von 2500 «M, ein zweiter von 1500 „M und zwei dritt? Preise Von € 750 .)“. angesth. Das Preiérichteramt haben übernommen die erren Professor H. Stier in Hannover, Baurat!) Stübben in Köln, Stadt-Baumeister Rath, Fabrikant und Stadtwerordneter Altenlok) und Ober-Bürgermeifter Prenyel in Hagen. Von dem leßtgenannten Herrn find die' Wett- bewerbs-Unterlagen kostenfrxi zu beziehen und an ihn auch dre Ent- würfe bis zum 1. April d. J. einzuretchsn.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten uud Absperruugs- Maßregeln.
P o r t u g a [. Dur Verfügung des Königlich portugiesischen Ministeriums des
Innern it der Hafen von Alexandrien für choleraverseucbt erklärt worden. (Vergl. auch .R.-Anz.' Nr. 256 vom 25. Oktober 1895.)
Niederlande.
Zufolge Bekanntmachung des Königlich njederländifchen Ministers des Innern vom 30. v. M. ist die ge cn Herkünfte von Marokko angeordnete Quarantäne, soweit die Heißen von Tanger und Tetuan
iB tkom „ f bmworden. Vergl..R.-* “'N-x „'Im MW??? 13335“ (
Der Gesundbeüsftand in Berlin blieb in der Woche vom 22. bis 28. Dezember v. J. em günstk er und die Sterblichkeit eine niedrige (von je 1000 Einwohnern star n, aufs Jahr berechnet, 16,2b). Unter!" den Todeöursackoen waren akute Entzündun en der At mung!- or ane und Katarrhe de'r Luftwege no immer vorberrschend,' docß wurde der Verlauf im allgemeinen ein milderer. Erkrankun en aa Grippe wurden weniger beobachtet, die Zahl der durch tippe bedingten SterbefäUe jank auf zwei. age en kamen akute Darmkrankheiten etwas mehr zum. Vo cbein und ,endeten auch etwas häufiFer tödtlich. Die Bstbejltgung des Säuglingöalters an der Sterblicb eit blieb die gleich germge wie in der Vorwoche; von je 10 000 Lebenden starben. aufs Jahr berechnet, 47 Säuglinge. _ Von den Jnfektionßkrankbeiten blieben typhöse ieber selten. Erkrankunsen an Masern kamen etw§xs weniger, an cbarsach und Diphtherie etwas bäufi er zur Anzeige; und zwaregelan ten Er- krankungen an Masern auÉ dem Wedding, cm Scharlach m der riedricb- stadt und Schöneberger 5 orstadt sowie im Stralauer Viertel, an Diphtherie in der jenseitigen Luisenstadt, dem Stralauer Viertel, der Rosenthaler Vorstadt und in Moabit am zahlreicbsten zur Anzeige. Erkrankungen an Kindbettfieber wurden 2 bekannt. Nofenartige Entzündungen des Zellgervebes der Haut waren nicht selten; Er- krankungen an Keuchhusten, obwohl noch häufig Vorkommend, zeigten eine Abnahme der Zahl der Sterbefälle. Zahlreich kamen rheumattsche Beschwerden aÜer Art in ärztliche Behandlung. *
Handel und Getverbe.
Tägliäye Wagengestellung für Kohlen Und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.
An der Ruhr find am 7. d. M. gestellt 11639, nicht rechtzeitig gestellt keine Wagen.
In Oberschlesien find am 6. d. M. gestellt 69, nicht rech?- zeitig gestellt keine Wagen.
_ Die „Monatsschrift für Handel, Industrie und Schiffahrt für den Regierungsbezirk Magdeburg“, die als amtliches Organ dkr Handelskammsr zu Halberstadt von dem Syndikus 131". Franz Siewert heraus ege'sen wird, hat in dem Januar- heft folgenden Inhalt: Bekan'ntma ungen. _ Die ZuckersteuerVorlage. _ DLT gegenwärtige Stand des kaufmänniscbkn Fortbildungsscbul- wesens in dEr Provinz Sachsen. _ Die Verpflichtung zur Lieferung .von Rechnungsauszügen an Schuldner. _ Firmenattefie. _ Probe- nebmerwesen. _ Schiedsgerichte. _ Ausschußfißung des Deutschen Landelstags am 2. Dezember. _ Exportnachrickyten. _ Export nach
Hina. _ Eisenbahnwerkehr. _ Binnénscbiffabrt. _ Fragen des Kleinhandels. -- Die Sonntagöruhe im Handengewerbe. _ Perso- nalien. _ Firmenrkgister. _ Konkurse. _ Genossenschaftsregister. _ Musterregister. _ Patentliste der Erfinder aus der Provinz Sachsen und Thüringen. _ Kleine Mittheilungen. _ Literatur.
Königsberg, 7. Januar. (W.T. B.) Getreidemarkt. Weizen behauvtkt, Rog en ruhig, pr. 2000 Pfd. Zollgewicht108_109. Gerste unwerändert, „Zafer unverändsrt, do. loko pr. 2000 Pfd. ZoÜgewicht 108,00. Weiße Erbsen pr. 2000 Pfd. Zollgewicbt 105, Spiritus pr. 100 Liter 100 0/9 loko 30,75, do. pr. Ja- nuar 31,00, do. pr. Frühjahr 31,40.
Danzig, 7. Januar. (22.37. B.) Getreidemarkt. Weizen loko ruhiger, Umsaß 100 «, do. inländ. bochbunt und weiß 145, do. inländ. bellbunt 141,00 do. Transit hochbunt und weiß 108, do. beklbunt 105,00, do. Termin zu freiem Verkehr pr. April-Mak 146,50, do. Tranfit vr. April-Mai 112,50, Regulierungsvreis zu frexem Vsrkebr 142. Roggen [oko unVerändert, “do. inland. 110-111, do. _russtscbßr und polnischer zum Tranßt 76,00, do. Termin pr. Aprrl - Mat 116,00, 170. Termin Transit pr. April - Mai 81,00, do. Regulierungspreis “zum freien Verkehr 111. Gerste, große (660-700_Gxamm) 115. Gerste, kleine (625-660 Gramm) 98_100. Hafer, tn1andtscher 98_102. Erbsen, inländische 110,00. Spiritus loko kontmgentrert 50,00, nicht kontingentiert 30,50.
Breslau, 7. Januar. (W. T. B.) Getreide- und éroduktenmarkt. Spiritus pr.1001 100 0/0 exkl. 50 .“ Ver-
rauchsabgaben pr. Januar 49,30, do. do. 70 „zz Verbrauchsabgaben pr. Januar 29,80, do. do. Rüböl pr. Januar 45,00.
Magdeburg, 7. Januar. (W. T. B.) Zuckerberickot. Kornzucker exkl., von 92 0/0 11.30_11,45, neue _,_, Kornzucker exkl. 88'9/1 Rendement 10,80-11,00, neue _,_, Nachprodukte exkl.. 75 0/9 Rendement 7,70-8,70. Stetig. Brotraffinade [ 23,25. Vrotraffinade 11 23,00. Gem. Raffinade mit aß 2325-2350. (Gem. Melis ] mit FaZ 22,50. Fest. Rob- zucker 1. Produkt Trans. f. a. B. amburg pr. Januar 10,873 bez., 10,90 Br., Pr. Februar 11,00 bez. u. Br., pr. März 11,073 Ed., 11,10 Br., pr. Ayril 11,15 (Hd., 11,17Y Br., pr. Oktober- Dezember 10,80 Ed., 10,90 Br. Ruhig.
Leipzxg, 7. Januar. (W. T. B.) Kammzug-Termiu- Handel. La Plata. Grundmuster 13. pr. Januar 3,15 .“, VFW Februar 3,15 „ji, Fr. März 3,17? «ckck, pr. April 3,20 „41, vr. ai 3,22É „ji, pr. Juni 3,224' .“, pr.. Zub 3.25 ski, Dr. August 3.27Y .“, pr. Septc-mbsr 3,27Z ck“, Dr. Oktober 327,15“, vr. Noyember 3,27.) „sé, pr. Dezember 3,27z .,“ Umsaß 10000 kJ. Ruhig.
Yxcmen, 7. Januar. (W. T. B.) Börsen-Scblu bericht. Raffiniertks Petroleuzn. (Offizielle Notierung der remer
etroleum-Börse.) Niedriger. Loro 6,75 Br. Russisches Petroleum. qko 6,40 Br. _ Schmalz. Sehr fest. Wilco 30T 41, Armour sbreld 30 «J, Cudahv 302 41,„Choice Grocery 31 -e§- White label 31€ zs, Farrbanks 26 45. _ Speck. Höher. Short clear middling loko 25 „_z, Extralongs 26 „3. _ Neis fest. _ Kaffee unver- verändert. _ Baumwolle. Matt. Upland middl. loko 42§ „3. Wolle. Umsatz: 173 Bauen. Taback. Umsaß: 31 Faß Kentucky.
'Hamburg, 7. Janugx. (W. T. B.) Getreidemarkt. Wetzen loko xuhig, holstetmscher loko neuer 142_148, Roggen lofo ruhig, btefiger_ _,_, mecklenburger loko neuer 138-140, russ1scher [oko rubtg, 82_83. Hafer ruhig. Gerste ruhig. ' Rüböl (unvkrzoüt) ruhig, l_oko 48. Spiritus ruhig. Ur. Januar-Februar 16Z'Br.,'pr. Februar-Marz 16§ Br., pr. Aprtl-Mai 16.) Br., pr. Mat-Jum 16ck Bx. Kaffee ruhig. Umsaß 1500 Sack. Petroleum fest, Standard whtte loko 6,85.
Kaffee. (Nackmxinaac-bericht.) Good average Santos pr. Janyar 70Z, vr. Marz 692, vr. Mai 68Z, pr. September 65. Ruhig. - Zuckermarb. (Schlußberich) Rüben-Robzucker 1. Produkt Basis 88 0/9 chdkMMt neue Usance, frei an Bord Hamburg pr. Januar 10,873. pr. März 11,10, per Mai 11,224; pr. August„11,50. Ruhig.
Wien, 7. Januar. (W. T. B.) Der hiesige Vize-Generak- konsul der Veremigten Staaten und Chef der irmen Otto Maaß ynd Sohn und Haasenstein und ogler, Otto Maaß, tft heute früb,gestorben. “ “ “
London, 7. Januar. (W. T. V.) An der Küstel Weizen- ladung angeboten. !
96% Javazucker 135 stetig, Nüben-Robknckek M 1013/16. Fest. _ Cbile-Kuvfer 40z, pr. 3 Monk 40F-
Lonpon, 7. Januar. (W. T. B.) Der Weékb der Ein- fuhr weist im Jahre 1895 eine Zunahme von nahezu 33, der M der Ausfuhr eine Zunahme von beinahe 10Z MMM?" KW das
Jahr 1894 auf. Liverpool, 7. Januar. (W.T.V. Baumwone- Umsaß 3110722? B.,„kdavfoct'; Lfürf SpekulaFZkb undstetixxorJt 500B- SU4 ," 1 . amen ani e ie erungen: i, anFFÖ' Wk Käufervreis, ?ebruar-März 4954“.- äufer'orkis, 17 Wk“ “" 475/54 Verkäu erpreis, April-Mai 4x Käu" '
Verkäu-erprets, August-Sevtember UEK“
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417/54-49/u Käuferpreis, Oktober-November 418/2- v.» &