1896 / 8 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 10 Jan 1896 18:00:01 GMT) scan diff

Am Nachmittag des 9. Januar ist der Kaiserliche Geheime WMierungs-Nath und vortragende Rath im „Reichsamt da AuZust Busse einem. GehirWaZe !" . Januar 839 eboren, wüm'iebe e'r' . ck

der wiffensckmftliYZn Vorbildu

im Jahre 1867 die- rüfung als er eine ZZeit lang mit privaten Arbeiten beschäftigt gewesen, unrl» er m Jahre 1876 in das Ministeriab-Baubureau des König- liö preüß§schen Krie -Ministeriums berufen und entfaltete hier als Gatmson-Bauin pektor unter anderem bei dem Neubau der

t-Kadettenanstalt zu Lichterfelde eine umfangreiche Thätig-

Im ahre 1879 trat er in den Neichsdienst und wurde bald daran zum Regierungs-Rath und ständigen HilfSarbeiter im damaligen" Reichskanzler-Amt ernannt;" 1884 wurde er , vortra enden Rath und 1889 , zum- Geheimen Oberz;

ierungß- ath befordert.

In dieser Stellung bot Fick) ihm ein weites Feld für die Betbätigung seiner reichen künstlerischen Be-

. Die Monumentalbauten des Kaiserli en bentamts und eine Schöpfungen; die

des Reichs: Versicherungsamts md

Neubauten der" Phyfikalisch-

- ischen Reichsanstalt und des Kaiserlichen Gesundheits-

anrts werden nach seinen Entwürfen zur Ausführung

gebracbk Daneben betheiligte er sich in Verbindung

'mit Frau Schwechten an dem Wettbewerb um das Reichs-

gebäu e und sah den in gemeinsamer Arbeit entstandenen

' , urf mit einem Preise gekrönt. Der Kommis ton für die

Errichtun desRei sta sgebäudes hat er von An ang an als “Fünßluis er Beirat ge ient.

Ausgezeichnet durch hervorragende Begabun , hat er, in lauer Pflichterfüllung bis zum leßten Tage gseines Lebens Warrend, dem Reich wertlFolle Dienste geleistet. Die Reichsverwallung wird sein ndenken dankbar in Ehren

halten.

In cini en eitungen ist um die Mijte vorigen Monats über das ers winden des Mechanikers Bluhm vom Zeu'erwerks-Laborawrium in Spandau. berichtet und * abei bemerkt worden:

„In der Fabrik bekleidete Bluhm verschiedene Vertrauens- sxellungen. In dieser Eigenschaft hat er mehrere hundert Mark r fick) verwendet. Als sein Vergehen entdeckt wurde, erfolgte seine Entlassung.“ _ ' _

Kn dieser Dartellung trifft dte Angabe nicht zu, daß d1e Entla ung des Bluhm erfolgt sei, nachdem sein Vergeben ent- deckt wurde. Bluhm war bereits am 7. Dezember 1895 vom Jmerwerks-Laboratorium wegen dienstlicher Vernachlässtgung entlassen worden.

Von der Unterschlagung von Privatgeldern und von dem Verschwinden des Bluhm hat die Direktwn des Feuerwerks- Laboratoriums erst am 9. Dezember 1895 Keqntniß er- "Y-«lten. Dem Bluhm war von seinen Arbeithenoffe'n Uhertragen worden, Gelder für gemeinsam beschaffte Kohlen von den Arbeitern behufs Abfü rung an den Lieferanten ein- zuziehen. Von diesen Privatgel ern hat er einen Theil nicht abgeliefert.

Nach wei ung der auf deutschen Eisenba' nen - jchlie lick) Ba 'crns - im Monat Novem ex 11. I. “gekommenen etriebsanfälle warenÉu verzeichnen:

Entgleisungen auf reier ahn 1 in "tationen . . 21, Zusammenstöße auf freier Bahn . 4 in Stationen . 20 - sonstige Betriebsunfälle. . 173 zusammen 228 Dabei wurden: thtet “Rei“ende......“.......1 Ba] beamte und Bahnarbeiter im Dienst . . 42 Posh, Steuer-, Tclegraphen-, PolizeeiBeamte 2c. imDienst..........., de Pe onen, einschließlich der nicbt im Dienst b ndlicben Beamten und Arbeiter, oder au§schließlich der Selbstmörder .

zusammen

Die den Reisenden zugestoßenen Unfälle JW auf folgenden Bahnen vorgekommen: * ' ermaltungsbczirk der Königlichen Eisenbahn-

Direktion

in Altona .

Elberfeld.

urt .

"aus-

E en . . . . . Yankfurk a. M. .

agdeburzÖ Röniglich württem

e'rgi'sché Staätséisebbähnén : wie vor . Bei denLZFZZtÉßbsYnZäller wurden 5 b__ch xen a na rzeuge er e 1 113 unerhekack)

1414111111

Mchädigt. 'Von den BetriebSunfällen ereigneten sich: auf den Staatsbahnen bei einer Betriebslänge von 367241ka. . . . . . . . . . .216Fä11e, auf den Prwatbahnen bei eZner Betriebslänge * von 111111. Je ein Unfall kommt auf

Tausend Zugkildmeter

Kilometer Betriebslänge

"5,er Staatsbahnen 170 120 ßer den Privatbahnen 171 79 Wenn die Verwaltungen nach bem geometrikchen Mittel aus den Vetriebslängen und den geletsteten Zugki ometern ge- Wuet „werden, so treten an die ungünstigste Stelle: bei den Staatsbahnen die Verwaltungsbe irke der Königlßchen Eisenbahn- Direktionen m rankfurt a. M., m Essen und in Berlin, bei den Privatbahnen die Lübeck-Büchener Eisenbahn, die be s1sche LudwiÉsbahn und _die O tpreußtsche üdbahn.

„.___-„__.-

.„ aüfgeno'mn'ke'n , “und die Besch“ '

der im NeichßEisenbahnamt aufxestellten Nack):-

V0k= -

Die BevollmäZ igten zum Bundeswth, Königlich württem-

be is xxSWirYli er.Ge _mer „Kei ih vozt orion . .,exlegen._- «u H YhMMUM WWW Mimftxr ql-Rath *

déin *Zk'BKWÜM * aameifiéths. Nachvkm"“*

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„*., *" .s'x «. „.; 3, , . D*e'r bis “'klx'éüäaub'te“ ' 'iÉtsn „'.-'A or Gra von" b M.. ä" ?" *

Keyserling aus Naugard _ Königli en Regierun? zu Könzgsberg zur weiteren dienstltchen Verwendung uberw esen wor en.

Bayern.

Die Kammer der Abgeordxxeten hat vorgestern iLre durch *die Weihnachtsferien unterbrdcheixen S' un ck .wie er _ _ , ' ung? uber“ m Eisen- bahNé-Eta-O e_ixxsehlägigeund m] inWausschuß bereiss vor- berathene "Petitwnen um neue ' Haltestellen 2c. begonnen. Die Berathungen über den Etat des Innern im Finanz- aus chuß wurden bereiis am 7. d. M. fort esth und dürften bis ttte der nächsten Woche zu Ende gefü rt werden.

Württemberg.

Seine Majestät der König hat befohlen, daß an der am 18. Januar zu Berlin stattfindenden Feier des 25jährigen Gedenktags der Kaiserproklamation in Versailles auch eine Abordnung des Württember ischen JYanterie-Regiments „Kaiser “Wilhelm,*König von- eußxn“ r. 120, beste end aus dem; Regiments-Kommandeur, eme'm Lieutenant, e ner Fahne des Regiments nebst Fahnenträger sowie einem Unter- offizier, theilzunehmen hat.

Oesterreich-Ungaru.

Jm böhmijchen Landtag beantragte gestern, wie „W. T. V.“ bertchtet, der Abg. Engel Jungczeche) die Wahl _einer Bud ck_kommisston von 22 it ltedern, die aus 18 Neben ttgliedern des Großgrund esißes und der Landgemeindekurie und aus acht Mitgliedern der Städtekurie bestehe_n soll. _Ru-ß bezeichnete den An- trag Engel als emen Angrrff der C'eehen auf die alte Pofition der Deutschen im böhmiscZen Landtag und schlug vor, daß dte Wahlen zu den Kommissionen aus dem ganzen Haus?; vorgenommen werden. Der Vertreter des GroßgxundbeßlzeK-„Bouquoy beantragte, daß die Wahlen für dte Komm1snonen- zur Hälfte aus den Kurier: und zur anderen" Hälfte aus dem Janzen Hause vorgenommen würden; betreffs ' der Budget ommisfion sei er für die Wahl von 24 Mitgliedern, von denen je vier aus "eder Kurie und zwölf aus dem ganzen Hause zu wählen f1€ien. Der Statthalter Graf Thun hob hervor, es könnte leicht wie ein Unrxcht aussehen,- wenn man die Zahl der Vertreter dLS deut1chen Volkes im Vergletcb zu dem czechixckxn Volke ver- kür en wollte, er halte den Wunsch der Deut chen nach einsr vo kommen _gleiclYn VertretUUÉ in den "Ausschüssen für gerecht. Bexde olksstämme öhmens seien vollkommen gleichberechtigt. Frieden könne nur darm herrschen, wenn alles vermieden werbe, was in einem' Volksstamme ein Gefühl erlittener Unbrll wa'chrufen könne. Nach längerer De- batte wurde, der Antrag der Zungczechen mit den Stimmen des Großgrundbestßes und der Deutschen sowie der Antrag der Deutschen mit den' Stimmen des Großgrundbefißes und der Czechcn abgelehnt und sodann der Antrag Bouquor) mit den Stimmen de_s Grbßgrundbefißes und der Deutschen ange- nommen. BSL der hterauf vorgenommenen Wahl für die Budget- kommiffion wurden aus der Städtekurie zwei Deutsche und zwei Czecben, aus 'der Landqemeindekurie_ drei Czcchen und ein Deutscher gewählt. Der Großgrundbestß wählte seine vier Kandidaten. Die'Übrigen zwölf Mitglieder wurden vom Gesammt-Landtage gewählt, und zwar viex Großgrundbefi er, *fünf Deutjche. und drei Czechet). Soma ist jede der rei ;Za_rteien m der "Budgetkommtsston mrt acht Mitgliedern ver- re en.

Jm mährischen Landtag ist, einer Meldung des „W. T. B.“ aus Brünn ufolge, von denAbgg. Zacek und Genossen ein AntraJMauf rrichtun einer böhmischen Universität für ähren eingebra t worden.

In der gestrigen _Sißung des ungarischen Unter- hauses_legte der Mmister für Ackerbaxx ])r. Daréxnyi einen Geseßentwurf, betrc end staaxlicheHilfeletftung für die durch *die Ph lloxera heimgesu ten Bekker von Weingärten, vor und bat um eschleunigungder Behand ung der Vorlage im Ausschuß. Die Abgeordneten der äußersten Linken Helft), Szederkenyi und-Sima Lorderten die Regierung auf, für Absteüung der Mißbräucbc ei den Wahlen zu sorgen. Graf Apponyi er- klärte in peréönlicher Sache, sein Fnedensangebot bedeute kein Aufgeben eines parteipolitis en Standpunktes. Der Minister-Präfidenf _ Baron anfft) widerlegte die Klagen der Opposttion. Über Wa lmißbräuche; er vcr- Lüge ' nicht ““über d1esbezügliche aut entis «Daten, doch önne er _jeßt schon erklären, _daß ast" alle bisher Ygen die ZusammensteUung der Wählerlisten_ beim obersten

erichtshof eingercichten Appellationen von dtesem als vol!- ständig unbegründet zurückxxewiesen worden seien. - Bei der sodann folgenden Bud et erathung brachte Ugron einen Besckzlußantragein, na_ welchrm ,die Ausgleichsverhand- lungxn mirOe'fterreich unterbrochen w'erden sollen, weil dasStreben nach -r“ascher Beendigung dieser Verhandlungen im einseitigen ntereffe Oesterxejchs liege. In Oesterreich herrsche kein kon titutionelles Regnne. Graf Appom): führte aus, daß er bezüglich der AUSgleichsverhandlungen mit Ugron ni t einer Memung sei, doch wünsche auch er den Abbruch die er Verhandluygen, wqil cr Bw Regierun kein Vertrauen habe. Der Mintster-Prästdent aron Banßfy erklärte, die Regierung erachte es al§__ik)re Pflicht, die AUSJleichsverhand- lungen fortzuseßen, _rme im Geseß vorgeschrteben ei. Er könne die Exnwcndungen U tons bezüglich der

er'faffungsMäßigkeit der Regierung in esterreick) nicht gelten lassen; dieselbe sei der Verantwortltchkeit gegenüber dem Par- lamente ni 't ent?oben. Bei den Ausglei Sberbandlungen ten die nteref en beider Parteien berü sichtigt werden; do dürfe Ungarn kein Opfer bringen, welches unberechtigt und für Ungarn selbßschädigend wäre. .

Großbritannien und Irland.

Der Staatssekretär für die Kolonien“ C amberlain gab gestern, wie *„W. T. B.“ aus London me det, dem Gouver- neur- der Kapkolonien Sir L Robinson nach Prätorra tele-

rapbisch den Auftrag dem räsidenten Krüger folgende epesche zu übermitte n:

*

.Ich habe von der Königin den Befehl erhalten, Ihnen mü- zutbeilen: Ihre MakeLfiät hat mit Genu tbuung erfahren da Sie „Mehieben .baben, d „;Gefangxnen der egierung der önig Übergebxy. -Diele:Hcm'dl __ werk E_urer Excellenz zur Ehre gereichm und- -wikd .Was-» zum? riedey fur Süd-Afrika und um barmo- nis-Keanfanxmenxvirken “ker "m_gltscben und bolländis en ace, welches Fot Öveth t rst fur die Enkwrcklung und das Gedei en derselben in er u un .*

Italien.

Der Köni?) und die Königin wohnten aestern, nach einer Meldung es „W. T. B.“ aus Rom, im Pantheon der Seelenmesse fur Kömg Vrctor Emanuel bei. Von Vertretern. der Gememde und der Provinz sowie von Vereinen wurden. KränYZ am Saxge niedergelb t.

_ - _ :e „Jtalra militare“ eSchreibt, es sei anzunehmen, daß BesttmmungenzurEntsendun weiterer fünfBataillone Verstärkungen nach Massowaß getroffen würden.

Spanien.

Der gesterp _unter dem Vorfiß der Königin-Regentin- abgehaltene thsterrath beschloß, dem „W. TB.“ zufolge, die vo_n Martmc?j Campos nachgesuglse Entlassung abzulehnen und dre Sce- un Landstreitkräfte fur Cuba zu verstärken.

Niederlande.-

_ Die olländiZch-südafrikanischeVereini,unghat, ww „W. . B.“ aus Amsterd am berichtet, besch offen, den beroorragendsten Blättern des Auslandes eine an das englische Volk gerichtete Adresse zu senden; dieselbe ist von * den Pro- fessoren der Amsterdamex Universität Gunning und Spruyt untcr- zetchnet; Nach Ausdrucken des Unwillens des niederländischen Volks uber den _Einfall Jameson's in die Südafrikanische Ne- p_ub[1k rtchtet_ du: Adresse einen Appell an das englische Volk, dlz? Autonomw einer schwächeren Nation zu achten, welchexbe- wgesen habe, genug Kraft und die Fragen im Innern u regeln. Eine FirenKe Aufrecht- erh„altung des Rechts un der Moral könne a ein das er- schutterte Vertrauen wiederherstellen und die Entwi'cklung. Transvaals fichern. -

Schroeden und Nortoegeu. Der Königliche Hof legte für den verstorbenen Prin ew Alexander von Preußen auf sechs Tage Trauer an.z

Amerika.

_ In den z1_1_Wasl)in ton erscheinenden Blättern wird ein Brtef des Prastdeyten C eveland an den Senator Caffery- vom 5. d_. M. veroffentlicht, in welchem „durchaus in Abredc gesteUt wrrd, daß die RegieruanBmit einem Syndikat zur, „Aus- gabe vpn Bonds irgendwelche erhändlungen eingeleitet habe.

Du: Jysurgenten auf Cuba steckten, einer Meldung aus Madrrd von heute zYolge, 30 Häuser in Rocca, in der Vrovmz _ Matgnzas, in rand. 'm Bataillon Marine: JnMytyrte gm fte an und schlug sie in die Flucht. 5 rllronen Si ber und eine MiUion Gold find' nach Cuba geschickt worden.

Die Mittheilung dcr „Ncw:York World“ aus Caracas, nach" welcher Venezuela sxck) im Revolutionszustande befinde, erklart das „Reutersche Bureau“ für vollständig un begründet.

In Buenos Aires nahm gestern die Dcpuürtenkamm'e'r den (Hefe entwurf, betreffend die Eisenbahngarantie, mit kleinen bänderungcn an. Die Vorlage gebt nunmehr an den Senat.

Asien. ,

Vom japanixßchenParlament wurde, nach einer Mel- dung des „WT. .“ aus Yokohama von heute, ein Adreß- entwurf an_die Krone, welcher die Re ierung wegen des Rück: zugs aus Ltaotong tadelt, mit einer8 ehrhcit von 70 Stimmen abgelehnt. - Nach Formos a werden bedeutende Vcr- stärkungcn gesandt.

Afrika.

Die „Agenziq Stefani“ veröffentlicht eine Depesche des Generals Baratteri, in welcher der Gcneral-meidet,» daß die Schoaner_ am 7. d. M. Makalle ange riffen haben, aber mxt großen Verlusten zurückgesZlage-n worden find. Das Telegramm lautet: *

Ich übermittele den Inhalt eines mir soeben. zugegangenen Schreibens des Kommandanten von Makalle vom 7. d. M.: „Seit heute früh sieht man von Celigot herkommende feindlicbeKolonnMNch im Süden des Forts entwickeln und im Thale AufsteUung nebjnén. Um 10 Uhr taucht eLWa 7 bis 8 km südlich das rotbe Zelt'des Negus, rings von weißen Zelten umgeben, auf. Seitlich von Celigol ber bcfilieren unausgeseßt Heereskolonnen. Um 101-111): fallen einige Schüsse unserer an der südwestlichen“ Um- wallung stehenden Posten; um 10Z Ubr verstärkt sich der Angriff im Südwesten und Südosten. Unsere Vorposten ziehen reh, nachdem fie die Vorgescbobcnen FeldbefestigunFn in dißLust ge- prengt haben zurück. Mittags tritt eine Unter rechung ein.“ Ein zweites Schre15en des Fortkommandanten von Makalle von8 Uhr Abends desselben Tages meldet weiter: .Der Angriff, wecher Mittags für *einen Augenblick eingestellt war, wurde wieder auf- genommen. Der Feind gab mehrere Schüsse aus Schnellfeuerkanomxn ab, die Geschosse gingen jedoch über das Fort hinweg. Um 4 Uhr entwickelte fich der Angriff auf al18n Seiten mit Au9nabme der nördlichen. Der Kampf wird lebhafter, das_ ganze Lager Menelik's entfaltet sich. Bis jeßt sind folgende Verluste emeldex: Drei unserer Askaris tobt, zwé: italienixche Soldaten drex „Askaxrs und eine rau verwundet. Man konnte onstatieren, bas; d'er Femd beträchtli e Verluste erlitten bat. Nach 6 Uhr Abends verlor“ der Angriff immer mehr an Nachdruck, beim Einbruch der Nacht wmye er gänzlich eingesteüt; der Feind 399 slch m der Richtung auf _sem La er zurück.“ General * aratiert fugt diesen Meldungen _bmzu, da soeben zwei weitere Bataillone und eine Batterie in Adigra-t em- getroffen seien. _ , _

Der „Italia militare“ ufolge verfugt General Baraxtert in Adigrat nunmehr über 1 000Mann und 28 Feldgesxhuße; außerdem smd noch 5000 Mann von Maffowal) nach Adigxal unterweYs).k - DW Lage 111 Kassala _ König enelik Tat nach dxn Aussagen dreier in_xAdxgrat angekommener Kun schafter mlt Takleat Manot Frieden ge- schlossen und war am Sonnabend in Scelrcot angekommen- Diese Nachricht soll durch einen Bericht des Komümndaxnen von Makach an_ General Baratieri vom 6. d. bestatigt worden sein. Ww andere, aus der Gegend bes Achangt- Sees angekommene Kgndschafter melden, habe Konig enelik diese, Gegend jedoch mcht passiert, und die Ankündi ung der Ankunft Menelik's sex nur ein Manöver der Ras. Nerds" Schoanery erhalte stch das Gerücht vqn einem Frtedens- schluß mxt den Italienern; sollte der Friede nicht geschlosse-n

werden, so würde Menelik bis Hauzen vorrücken.- Den erstexen |

Kundschaftern zufolge soll König Mcnelik im Lager von Saeltcot_ Geschü e haben, und es sollen seine Streitkräfte denen der Ras g ich sein.

festen Willen zu bestßen, um.

-_n'icht z-uselafsen die konfessionslose

, unberü 1 ti t - bleibt. "Reibe?tsch g

* irn obißen Sinne zuzulassen habe.

ist unverändert. -

Aus Prätoria berichtet das „Neuter'sche Bureau“ unter dem 9.5. M,: Bei .der Re ierung. erregt die_läsfige Art und Wise,“. in'welcber „.die Vevöl erung _des' Randdtstrikts der Auf- fordern , die Wa-YM undzultefern, Gehorsam leistet, „me MMlligung. on dreißi tausend Personen, welche nach Berichten -Waffen befiße'n, ha cn nur zweitausend dieselben abgeliefert. ' Heute Nachmittag erging eme Bekanntmachung, durch welche der Randdistrikt aufgefordert wird, alle WaFfen vor morgen Abend .6 Uhr einzuscbicken, sonst wur_de nach den geschlichen Befjimmungen verfahren werden. th jenigen, welche den Anordnungen nachkommen, sollten Ver- eibung erhalten. Keine Milde jedoch würde gegenüber de_n

ädelsführern des Aufstandes angewandt werden. - De Gerüchte von__ feindlichen Bewegungen in Rhodesra gegen Transvaal sollen nach einem Telegramm des Verwaters yes Matabelelandes an den General-(Houverneur Nobmson unbegründet sein.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Bericblüber die gestrige Sißung des Reichs- tags befindet sich in der Ersten Bettage.

-- An der heutigen ( 12.) Sixun des Reichstags welcher der preuxische HandclS-Mimster ,;reiYerr von Verlepfck), der Staatssekretär des Neichs-Iuftizaznts Nieberding und der Präfident des Reichsbank-Direktor1ums .])r. Koch beiwohnten, wurde die erste Berathung des Entwurfs eines Börsen- gcseßes und des Entwurfs eines (Heseßes, betreffend die Yflicbten der Kaufleute bei Aufbewahrung frem er Wertbpapiere, fortgeseßt. '

In der Debatte nahmen bis zum Schsuß des Blattes die Abgg. V1". von Cunt) (nl,) und Frisen (Zenn?) das Wort.

- Die Kommission des Reixhstags zur Vorberaibung des Entwurfs eines Geseßes, betreffend dte Errichtung von Hand- werkskammern, hat sich folÉendermaszen konstituiert: AngÉZaffer- mann (Vorüßender), Letocba ( teUbertreter des Vorfißenden, ,_ Schmidt und von Viereck Schriftführer), Bock (Gotha), Ckgielskt, Euler, Gamp, Harl Frei err Heyl zu Herrnsbeim, 131". Hiße, Jacobskötter, Iorns, ])k. Kropatscheck, Marbe, Metzner (Neustadt), Mükler (Har- burg), 1)r. Pachnicke, Reißhaus, von Werdkck-Schorbus, Weiß.

Nr. 2 der „Veröffentlickyungen des Kaiserlichen Gefundbeitßamts“, vom 8. Januar, hat folgenden Inhalt: Gesundheitsstand und Gang der Volkskrankheiten. - Sterbefälle im November. -- Zeitweilige Maßregsln gegen Cholera 2c. - In- fektionskrankbeiten in Mittelfranken, 1893.- DeSgl. in Niederbayern, 1894. - DeSgl. in Schwaben. - Gesundheitsstand in Stockholm, 1894. -- Geseygkbung u. s. w. (Deutsches Reich.) Schweinesenckye u. s. w. - Dtpbtberieserum. - reußen. Reg.-Bez. Bromberg. Wild- ,und Rinderseuche. - ( éecklerxburg-Schwerin. Rostock. Seequatantäneanstalx. - (Braunschwetg) Schweineseuche und Rotblauf. - Vtebeinkubr. _- (Reuß i. L.) Hebammen- wesen. -* (De_sterretcb.) Eisenbahn - Personenrvagen. - échl€üen.) Lederflexsch. - (Karnten) DeSgl. -- Schweiz.

anton St. Ggüen.) L'c-bc-nSmittes. - Gang der Tbierseucben im Deutschen Rerch, Dczembcr. - Dségl. in Italien, 30. Juni bis 28. September. - DeSg1.'m Skrbicn, ]. Juli bis“ 30. September. - DeSgl. in Bulgarien. -- Zeitweilige Maßregeln gegen Thier- seuchen. (Preuß. Reg.-Bez. Trier, Norwegen.) -- Vermischtes. (Frankreich. Marseille.) Kanalisation. - Geschenkliste. - Monats- tabeUe über die SterbefäUe in deutschen Orten mit 15000 und mehr Einwohnern, November. - Desgl. in größeren Orten des Auslandes. -- Wochentabelle über die Sterbefälle in deutschen Orten mit 40 000 und mehr Einwohnern. - DeLal. in größeren Städten des Aus- landes. -- Erkrankun en in Krankenhäusern deutscher Großstädte. - Desgl. in deujschen tadt- und Landbezirken. _ Wifterung.

Entscheidungen des Ober-Verwaltungsgerichts.

Das Urtbeil des 1. Senats des Ober-Verwaltungsaerickots vom 18.Juni18,95, betreffend die Volksschulen im Gebiete des Preußischen Allgemeinen Landrechts, worüber an dicker Stelle seinerzeit kurz berichtet worden ist, und welches nunmehr m Wortlaut vorliegt, enthält folgende bemerkenSWertben Reckptssäße:

1) Im Gebiete des Preußischen Allgemeinen LandrecKts ist Schule, 1). _. eine

der das Religionsbekenntnis; der Kinder grundsä?lich Lehrer und Ertbeilun des Unterr cbts

Dagkgen find zugela en in erster die konfessionellen chulen, in Welchen bei Ansxellunz der Lehrer und Ertbeilung des Unterrichts ein bestimmtes Bekenntniß ausschließlich oder - falls auch die Kinder axtderer Bekenntnisse die Schulen besuchen - doch vorzugßweise be- rucksichtigt wird, und daneben die Simultan- oder richtiger pari-

Schule, in bei Anstellung der

tätts ch e n S ch u l e n , in denen Lehrer verschiedener Konfesfion neben '

einander, angestellt und ihrer Befähigung gemäß mit entsprechend Teichen Rechten tbätig smd. „Indem das Allgemeine Landrecht in itel““12 Theil 11 die öffentlichen Schulen zu Anstalten des Staats erklärt 1), desen Ausüäot unterwirft 9) ' und den Zutritt zu ihnen Jedem ohne Unterschied des Glaubens Iftattet 10), fteUt es zwar den Grundsaß auf, daß die

- : olksscbule nicht mehr Anstalt der Kirche als der organisierten

Religionsxzesc-Uscbaft sein und deren Aufsicht und Leitung nicht ferner

c-un'terworfen bleiben soll, aber _nicht auch den ferneren Grundsatz. daß

derStaat bei der Einrichtung seiner eigenen Anstalten auch seiner- Fits diereligiöse Ueberzeugung der zu der konkreten Schule gewiTenen

inwobner unberückfichtkgt [affen müsse, nur konfesfionslose S ulen Jm Gcgentbeil gestattet der § 30, an demsel en Orte mehrere gemeine Schulen je fur die Einwohner verschiedenen Glapbens zu errichten ; es bildet der Religionsunterricbt einen wesentlichen Theil der Lebrae enstände 11); es sollen Aufficbt und Leityng zwar der staatlichen O tigkeit, jedoch nur unter Zuziehun der Getftlichkeit, der Gemeinde und der Kirchenvorsteber zustehen GZ 12, 13), und. es soll lediglich der .Seelsorger' darüber beßnden, ob das Kind die ihm nothwendigen Kenntniss erfaßt hat, ob es zu entlassen, oder ob zur FortsetzunYL des Unterrichts der Schulzwang weiter anzuwenden ist ( 46). enn andererseits Jedem ohne Unterschied der Religion _die

taatsscbule mix der Einschränkung offen steht, daß ein Anderßglau- biger dem in 1hr ettheilten Religionßunterricht nicht beizuwobnm braucht 10, 11), so kann hieraus doch nicht ?efolgert werderz, da die ückfichten, wel 6 bei der Schuleinr cbtung auf dre G aubenSmelnung der Einwo ner genommen Werden sollen und welche sogar den Gesetzgeber zur Bet eiligung der kirchli en Organe an der Leitung der Scbulx peranla t haben, lediglich Fund allein auf den Unterricht in der RLÜJM bes ränkt wären und gegenüber dem Unterricht in den anderen egenftänden nicht'beständen; die aUgemeine &an der §§ 12 bis 17, 25 und 27, insbesondere aber des § 46 dür e jedes entgegenstehende Bedenken beseitigen. Ienen Rückstehten

wird am einfaebften und fickxersien dadurch Rechnung geira eu, daß

der Lehrer derselben Konfessio

a ng el) 5 rt. Eine zwingende Norm

-R. zwar nicht ;

Mg. L- Ortscbaften keine

oder doch Minderheiten bestanden, ' Mebrbett „ein wesentlicbex Antb'eil an d auch tbatsacblicb entbehrluh,

und den

der irgend erbeblicben Minderheit nacb

Schule der Majorität zu entziehen, indem tbre Konfession errichtete.

Ungeachtet des

zumal es in den s § 30 freistand, fie eine zweite Schule für Fehlens jener Norm sind

n .wie die zu

Le renden

solchen Inhalts enthält das fie war damals, wo in den einzelnen

kit lichen

nur vers wkndende konfesfionelle

Oraanen der

er Leitung und Aufsicht zustand,

eltenen Auönabmefällen

ihre Kinder der

die [andrechtlichen Vorschriften von der thatsäcblicben Vorausseßung

m_:s er augen, da fur _ nderßgläu ige bestjmmtes *

mäßige Berückfichtigun lassung der

geschritten. . .

2) Die landrechtliche Pflicht

Verleßende B e ke n n t n i L e b r e r w a b [ berücksichtigen werde,

.paritätißcb a_uSgeschlosfen war -- doch eme konfessionelle im obigen Sinne sei. Z?

in welchen schon damals abweichende Ver ältniffe bervvrtraten ?Neu- Ostpreußen und Schießen),

die Provinzicxlgeseßgebung,

vermeiden, , inbesondere daß fie - obwohl die gleich- zweier ,oder mehrerer Konfesfionen, die Zu- en' (S1multan-) Schulen,„rechtlich nach der tbatsacbli en Re el ür diejenigen „andestb le,

ist auch bezüg

aber

lich der Lebrerwabl

die Staatsschule in ihrem Unterrichte zwar aUes aber doch

ein bei der

nicht

ofytt

set es abändern», sei es ergänzend, cm-

der Hausvätersozietäten ist

nur eine subsidiäre, wenn und soweit ein anderweit Pflichtiger

nicht vorhanden ist; daher ka bezirk auch freiwiüig die Schullast anstatt der SoFietät tragen, a 5

liebe Schulwesen

malig errichten oder von

Hat die bürgerliche

eine

nn für einen bestimmten Kommunal- Gemeinde die gesammte öffentliche das gesammte öffent- Kommunalanstalt

erst-

der aufzulösenden Sozietät übernehmen.

Gemeinde

sammten Volksschulwesens, d. i.

Bezirks kann ste

ohne von

“(Geseß vom 26. Mai 1887) angehalten werden, den konfessionellen Schulen der konfessionelle Schulen für Für wie christlichen Konfesfionen (ob auch für Altlutb eine solche Leistung zu erfordern,

beit zu errichten.

Unterscb

ied des

also der Zweckmäßigkeit und ni

die Sonderschulen der Jude § 67 Nr. 3 des Gesetzes vom 23. greifen.

der Juden, Play Leistung alles im wendigen yon den

öffenilicben

fern ausdrückliche Vorschriften des

Die konfesfionelle Schule ist ge solchen für die konfesfioneüe Mi konfessionelle -Schulen f fich Verlangt werden, sofern jene nacbzuprüfen -- durch. das öff wird. Zu deren Errichtung verpfli des § 30 A. L.-R. ][ 12 zwar nicht. die Soztetät, Mebrbett

fesfionsfchulen für die bürgerliche

die

Gemeinde, kraft freiwiüiger Entschließung das eine Kommunallast untkrbält, nicht nur für die Angehörigen für alle Einwohner ohne Unterschied des Trifft Für die klagende Stadt zu. nur konfesßonell-evangeliscbe Sch und demzufolge auch die Verpflichtu katbolisckyen Schule mik einem katbo

welche

die

konfessionellen die konfessionelle große Minoritäten und für welche ercmer und Reformierte) des Bedürfnisses, cbt des Rechts, während für n die §§ 64 ff. und insbe[ondere Juli 1847, betr. die Verhaltnisse Schulaufsicht Unterrichtsintere e Schulunterbaltungspflichtigen nicht entgegenstehen. se lich statthaft; die Errichtung einer 11 erbeit darf daher in Bezirken, wo ür die Mehrheit bestehen, an - Was vom Verwaltungßrickyter nicbt entlicbe Unterrichtsbedürfniß erfordert chtet ist nach der

ist Frage

„*Die

dann, w

ngen

ng zur Eni

für alle Glaubens

Geseßes

an SteÜe öffentlich

Glaubens

Behörde mit Recht festgestellt.“ (1. 856.)

Unterhaltung Einwohner übernommen, _, so der Schulaufficbtsbebörde bezw. Beschlußbeborde neben den

Mehrheit aucb

unterhält ,

des ge- ihres

esteben-

Minder-

kann die Notb- er ordern, so-

Spezialborscbrift w:!che die Kon-

wohl aber einer Sozietät

Schulwesen als enn sie die Öffentlich Schullast iner bestimmken Konfesfion, sondern

trägk. Letzteres

dieselbe, _in welcher bisher len bestanden 111 das Bedürfnis;

cbtung einer besonderen lischen Lehrer von der zuständigen

Statiftik und Volkswirehsehast.

_ Zur Arbeiterbewegung. Aus Aachen wird der „Frkf. Ztg.“ geschrieben

Von Arnold und Scbüll hat fich info

: Die Web erei [ge Vermittelung der Be-

hörden, deren Hilfe die ausständiaen Weber anZerufen hatten, bereit

erklärt, den größten Tbcil der Weber unter i gungen wieder einzusteklen. Es haben daher am von 105 Webern die Arbeit dsr übri en Weber

einstellung Arbeiter finden an mehr. Tagen beigelegte

aufgenommen. hat die Firma verzi tet. in anderen Tuchfabriken keine * eschäftigang Der bei Gebrüder Wallach ausgebrochene, nach wenigen Ausstand der Weber ist aufs neue ausgebrochen.

ne? günstigen Bedin- (“

ten Dienstag 89 uf die Wieder- Diese

Auch diese Firma hat die Weber jeßt nach dem erneuten Ausstand,

endgültig enilaffen.-

Zn Olten fand gestern, Versammlun bes Wer statt, in welcher beschlo und einen ebentuellen A

meldet wird, eine

Kunst und Wissenschaft.

* Der Vorstand des Vereins für Deutsches Kunst- gewerbe besteht nach den in der Generalvcrsammlung am 8. Januar

vorgenommenen Wahlen Hoffacker, Architekt; 1. Stellvertreter: ])r. Bibliothek des Königlichen ofrath Schröer; Schaßmeister:

Geheimer

waaren-Fa rikant; Schriftführer: ]. Stellvertreter:

Ydtifäoen Webescbule ;

erliner Gobelin-Manufakxur; Bildhauer ; Ausschußmitglteder: Ober-Regierungs- Möbelstoff- abrikant, A. Müller, rikant Louis Schluttig.

licher Geheimer Ludwig Lüdtke,

Eduard Puls, Goldwaarcn-Fa

Laud- nnd Forstwirthschaft.

aus folgenden Herren: V . Jessen, Direktor der 2. Stellbertreter:

Kunstgewerbe-Mu mms;

Lüders,

wie dem „W. T. B.“ aus Bern ge- schweizerifcber Brauerei-

en Wurde, gegen einen Bßerboykott

usstand energischen Widerstand zu letstxn.

orßyender: Karl

Gustav Ravin .* Metall- Ernst Flemming, 1. W. Ziesch- 2. Stellvertreter: Profeffor .Scblev, Professor E. Doepler d. ., Wirk- Rath K,.

ebrer der Inhaber der

Tischlermeister

Weinernte Italiens im Jabre1895. Amtlichen Schätzungen zufolge

italienischen Weinernte im 25 816 588 111 im Vorjahre.

Jahre

sich das Gesammtergebniß, wie folgt:

1895 au

stellt

«5 das Ergebniß der 21343400 111 gegen Auf die verschiedenen Regionen vertheilt

Neßionen

Erträg der Weinernte _

1894

] 1895

Prozentsaß 1895 gegen 1894

5Yiemont ...... Lombardei ...... Venetien

Ligurien ....... Emilien ....... Umbrien

Toskana ....... Latium

Adriat. Südre ion . . Mittelmeer-S dregion . Sizélien ....... Sardinien ......

111 3 825 367 1 434 130 1 206 439 279 087 1 718 022 1 478 241 2 595 633 934 171 3 221 568 3 168 091 5 124 830 831 009

111 3 698 400 1 498 000 1 044 700 212 600 2 543 900 1 431 200 1721 100 607 200 2 229 000 1 920 800 4 205 100 231 400

Im Ganzen . .

25 816 588

.___-__|

21 343 400

Kunstschloffer_

Ernteergebnik in ver; robin; Manitoba (Tanaka)- im abrez1895. - ' Einer von dem“ Voyart-Smsnt. of" 1011155143 in BÜROS unter dem 10. v. M. veröffentlichten ne cbt über das . der Getreideernte in der Provinz Manitoba entnehmen wir, 7 .“ _ hej

Zusammenstellung : Erft - a I... AMW „... ...“... m Busbel 1 140 276 27,86 1 010 186 482 658 413 686 153 839 119 528

1895 1894 1895 1894 1895 1894

Weizen .

Hafer Gerste .

Handel und Gelverbe.

Die Wochenübersicht der Reichsbank vom 7. JanuaMigt bei einem esammten Kassenbestand von 897 988 000 „44 der Vom „gegen- über e ne Zunahme um 19 582 000 .“; der Metallbestand aUem bat fich um 16 068000 „165 vermehrt. Der Bestand an Wechseln zeigt mit 690 117 000, «“ eme Abnahme um 78 894000 36 und der Be- stand an Lombardforderungen mit 140299000 „44 eme solée um 70 895000 «8; auf diesen beiden Anlagekonten zusammen it also ein Rückgang um 149 789000 „FQ ein etreten. Auf passiver Seite erscheint der Betrag der umlaufenT-“en ' oten mit 1227 202000 „ji um 92 887000 „46 kleiner als in der Vorwoche, und die sonstigext täglich fälligen Verbindlichkeiten ' find um 40 905 000 „sé auf 398644000 .“ zurückgegangen.

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.

An der Ruhr find am 9. d.M. gestelit 12 511, nicht rechtzeitig gestellt keine Wa en.

Jn Obers lesien find am 7. d. M. aestellt 5263, nicht recht- zeitig gefüllt keine Wagen; am 8. d. sind gestellt 5365, MM recht- zeitig gesteüt keine Wagen.

Zwangs-Versteigerungen.

Beim Königlichen Angericht 1 Berlin standen am 9. Januar die nacbbezeicbneten Grundstücke zur Versteigerung: Bre :- m'erstraße 49,:dem Maurermeister Gustav Kraeutlein ebörig; Fläche 17,77 a' Nußungswertl) 20140 26; mit dem Meistae ot von 402500514 blieb der Banquier Oskar Haffer, ändelstraße 12, Meisibietender. - Freienwalderstr. 6, dem auunternebmer Will). Lüdecke gehörig; NußuMwertb 1270-54; Meistbietender blieb der Tischlermeister F erd. ü [ler, Soldinerstraße 14, mit dem Gebot von 20000 ck -- Bremerstraße 53, dem Maurer- meister Gustav Kraeutlein gehörig; Fläche 5,56 &; _Ntzßungs- wertb 7630 554; mit dem («bob von 121000 „44 jblieben dre Ge- brüder Müller zu Berlin Merstbietende. _

Beim Köni lichen Amtsgericht 11_Verltn wurde das Verfahren der Hwangsversteigerung des tm Grundbuchs von Friedenau Ban 5 Blart Nr. 603 auf den Namen der v?x- ebelicbten Bildhauer Vanille, geb. Wenzel, zu Friedenau em- getragenm, daselbst Niedstraße 5 belegenen Grundstücks aufgehoben.

- DieVertreter der Rbeinisch-Westfälischen Stabeisen- industrie beschlossen, wie die .Rbein.-Westf. ZZZ." meldet, einstimmig eine Preißerböbung um 2 „14 für die Tonne. ie Engrospreise für Xlußeifen wurden auf 105, für Schweißeisen auf 110 «74 f igeseßt.

r Vorschlag über die Ausführung von Vorarbeiten zur tldung ejnessSbvndiktats wurde angenommen. Die Beschäftigung ist allgemein eme e r gu e.

Magdeburg, 9. Januar. (W. T. B.) Zuckerberiäpt. Kornzucker exkl., von 92 9/0 11.30-11,45, neue -,-, Kornzucker exkl. 88% Rendement 10,75-11,00, neue -,--. Nachprodukte exkl.. 75% Rendement 7,70-8,65. Ruhig. Brotraffinade' [ 23,25. Brotraffinade 11 23,00. Gem. Raffinade mit Faß 2325-2350. Gem. Melis ] mit Faß 22,50. Ruhig. Nob- zucker [. Produkt Trans. f. a. B. Hamburg pr. Januar 10,80 Ed., 10,85 Br., vr. ebruar 10,90 (Hd., 10,95 Br., pr.Mckrj 11,02z Ed., 11,05 Br., pr. bril 11,10 Gd.,'11,15 Br., pr. Oktober- Dezember 10,75 Gb., 10,80 Br. Still.

Wien, 9. Januar. (W. T. B.) Der in der beutiéxen General- ratbsfißun der österreichiscb-unaariscben Ban voraelegte Bilanzabsxluß für 1895 beziffert die Gesammtdividende für 1895 auf 43,20 Gulden auf die Aktie, auf den Kupon des zweiten Semefters 1895 entfallen 29,20 Gulden. Die beiden Staatswerwaltungen partizipieren an dem Erträgniß. Die Gewinnantbeile betragen" zu- sammen 338 985 Gulden. Die Notensteuer der Bank bett gt 196 429 Gulden.

Verkehrs-Auftalteu.

Ueber Verkehrsstörungen, die durch Schneeberwebungen und andere unLünst'xge Witterungsverbältniffe hervorgerufen wurden, liegm. foxgende ' achrtcbten des Wolff'Fen Bureaus vor:

Kattowitz, 9. Januar. Yen Schneeberwehung ist der Gc- sammwerkebr auf der Strecke uchelna - Troppau auf vor- aussichtlich msbr als 24 Stunden gesperrt.

Husum, 9. Januar. Die Dampfschiffabrten zwischen Hover- schleuse; und Sylt smd von heute av Eises halber [318an weiteres; wieder emgestellt.

Oedenbur , 9. Januar. Abends traten große Sebneever- wehquä? ein. er Bahnverkehr auf der Südbahn ist gänzlich, emge e .

Bremen, 9. Januar. (W._T. B.) Norddeutscher L*l'ovb'. Der Schnelldampfer „Havel' rst am 9. Januar Morgens aüfé'dev Wes ex angekoxnmemDer Schnelldampfer , Aller“ hat am 8. Januar Nachtmtta dre Reise von Southamptovx nacb New-York fort- geseyt. er Postdamvfer .Craigearn' ist am 8. Januar Abends» in Antwerpen angekommen.

London 9. Januar. (W. T; B.) Der Union-Dampfeu ,Trojan' ist auf der Auskeise Mtttwoch von Madeira abgegangen.

Theater und Musik.

Konzerte.

Ein junger, sebr begabter Violin vieler, enr Su estefrti11s imMSaalstxeFtSian-tAkanbenkZ H :; Q ck, gab roeor ann a geeeen i armoni _en r e e ' welches die Reibe der Vorträge mit der Ouvertfücrb; zu „AFAM; * von Cberubjni eröffnete. In dem hierauf fol enden 141-5110qu von _Mendelssob'n ließ der Künstker eine wet entwickelte M ??erttgxeit, gerauscblose Bogenfübrung und warm empfin de , ebendxge Vortragsweife erkennen. Daß sein Spiel nicht immer Ü ' genug war, um das Orchester zu beherrschen, mag wohl an* .““m zarten Ton seines Instruments gelegen haben. Troßdem wurde ihm lauter Beifabl nach diesem Werke sowie nach dem 1)-«1u , YYY; Yint,*uq?chde1Ö2§aLcsitatio7x1Z r;pon ganinl-Wklbelüij' m“ " a, tarmom : r er u em atem eline Furtentanz aus Gluck's .Orpbeuö“ aus.“ S G' g 11 noch dm

Der Komponist Norbert ot inx-Mü ' piatersiW TWY &?er 7a HWS „an. "KY HYMY, ener ng an re', r n*" voUendet. 8 über eewä UÜWLYÉKK VM-

u den schon _ _ _ „Ode an die deuxscben Heere von 187 1“ und", * "

die neue Schöpfung eine sümmungsvoueUaW . _

e ein Konzert mit dem vom '