Us Tribün im in län erer Rede Peßaloui' zu würdigen.- Mit dem Hymnus „Z'; Dräger sch oß darauf die schöne Feier.
“ '- Die Trauerfeier für den verstorbenen" Geheimen Ober- - erungs-Rab Busse aus dem Reichoamt des Innern bat estern mitm unter sehr zahlreicher Betbeiligung in der Wo nung
des Eulsch afenen, am Kurfürfteridamm 20, stattgefunden. ür das Reichöamt, deffen erster bautechnischer Rath er geniesen, ers ien, der Staatssekretär des Innern Staats-Minijter Dr. _von Boelticber persönlich; demselben battcn sicb _Ministerml - Direktor Rothe und alle Rätbe des Reichsamts des Innxrn angeschlossen , die zugleich emen kostbaren Kranz wid- meten. Das Reichs - Justizamt wixxde durch den Staats- Hretär Nieberding vertreten; vom Kaiserlichen Fatentamt,_ deffen onumentalbau ein Werk des Entschlafenen ist, wo nie der r_asident, Wirklicber Geheimer Ober-Regierungs-Ratb von Huber der eier bei; auch das Reichs-VetfickoerunJSamt, das dem Verstorbenen gleichfalls seinen neuen rachtbau verdankt, Hatte ein'en Vertreter abgeordnet, eben o das Ministerium der öffentl:chen_ Arbeiten und “das Kriegs - Ministerium, dxm Busse fruher ais Garnison-Bauinspektor hervorragende Dienste geleistet hat, und die Ministerial-Baukommission. Der Architektenverein ließ einen, Kratzz niederlegen, der Verein ,Motiv' entsandte eine Kranzdeputatton mit dem Banner. Auch die dem Verstorbenen speziell unterstellten Bau- beamten hatten einen Kranz gewwxnet; Die Rede hieit General- superintendent aber. Auf dem Friedricbs-Werderschen Kirchhof fand
die Beiseßung Lait.
In dem Etat für das Verwaliun?sjabr 1896/97 hatte dkr Ma- gistrat für Neu- bezw. Umpflaterungen etneq Betrag von 4500000 „F6 vorgesehen. Das Mggistrats - Koüegium bat be- schlossen, diesen Betrag a'uf drei Miiltonen Mark herabzizsxßen. _ Der ArchitekienVerein, welcher eine neue 5.)).uflctge [eines _vor Zwanzig Jahren erschienenen Werkes , Berlin un d s e_tne Bauten “ zu veranstalten gedenkt. bat fich an den Magistrat wegen Subskripjion auf eine ngiffé Anngl von Exemvlgrext fur den städtischen Dienst gewendet. Mit Rücksicht auf die Nußltchkeii des Werkes, we1ches die bauptsächlicbsim Monmnenjaibauten der Reichs- bauptstadt bis zur Gegenwart enthält, hat der Magistrat beschldssen, die erforderlichen Exemplare zu etwerben. Hierfur will der Magistrat „von der Stadtverordnctenversammlung 9300 «;ck durch besondere Vor- lage erbitten.
' Na denNeuwahlenzurStadtvexordneien-Versammlung und der onftituierung der le teten ist die Mit liederzabl der einzelnen Fraktionen folgende: Fra tion der Linken( orsiyender Justiz-Ratb Mcyer): 54 Mitglieder; neue Fraktion der Linken (Vorsitzender Dinse): 27 Mit lieder; Fraktion vou 1884 (Vorsitze'nder Gkbei'mer Ober-Regierungs- at!) Spinola): 25 Mitglieder; syztaldemokrgttsiioe
raktion (Vorfißender Singer): 16 Mtiglteder; Burger-Yariet: ('m
kiiglied (Stadtverordneter.Preise!); kemerßraktton geboren an„die Stadtverordneten Horwiß, Neumann und Yrrchow. Im Ganzen zahlt die StadtverordnetenxVersammlung 126 Mitglieder.
Jm städtischen Obdach befanden sich (1171 1. Dezember, 1895 15 Familien mit 42 Personen, darunter 7 Sauglmge, und 46 Einzelri- personen. Am 1. Januar 1896 war der Bestand 27 Famrlten mxt 79 ersonon, darunter13 Säuglinge, und 54 (Einzelpersonen. Jm Lau e des Monats Dezember wurde das nacbiliche Obdach daselbst von 34 054 Personen, und zwar von 32 785 MannerU und 1269'Fchuen benußt. Von diesen Personen wurden 14 dem Krankenhause Friedrichs- bain, 52 dem Krankenhause Moabit, 16 der Charité- 19 der Kranken- station dss Obdacbs, 3 der Anstalt Wublgartcn, 1 der Jrrenanstali Herzberße überwiesen und 500 (488 Manner, 12 Frauen) der Polizei
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vorgefü Nachdem der Firma Siemens 11. H.]Wke die Genehmigung zum
Bau und Betrieb einer elektrischen Stadt- (Hoch-) Bahn
Wetterb r vom 13. Januar,
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Celsius 5" C. = 40 R.
Stationen. don Karl
Bar auf 0Gr .t. d. Meeressp. red in Millim
Tempkratur
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Belmuilet. . 763 Aberdcxen . . 754 Cbristtansund 736 Kopenhagcn . 750 Stockholm . 746 'Haparanda . 735
CoerULens- town . . . 766 764 . . . . 758 ylt ..... 752 Hamburg . . 755 Swinemünde 755 Neufabrtvasser 755 Memel . . . 754
Kris . . . . 765 ünster. . . 758 Kaxssruhe . . 765 WLLÖbadIU . 762 München . 764 Cbemniß .. 762 Berlin. . . . 758 Wien . . . . 766 Breslau . . . 760
wolkenlos
Ni za . . . . 761
Triest . . . . 761 beiter 1) Nebel. LNebel. 3) Abends Schnee, Dunst.
4) Gestern S
bedeckt Haid bed. wolkenlos Regenl) bedeckt bedeckt
Halb bed. bedcckt wolkig bedeckt bedeckt 7) bedeckt 3) bedeckt bedeckk
bedeckt Regen Schnee bedecki4) bedecki Schnee bedeckt wolkenlos bedeckt
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Gretel.
fang 7T Uhr.
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nee. _ 7 Uhr. Uebersicht der Witterung. Ein ungewöhnliä) tiefes barometrisches Minimum '- unter 729 mm liegt über dem nördlichkn Norwegen, aegenüber einem HoÖdruckqebiete über 765 mm über Frankreich. Dementsprechend weben über Nord- uropa lebhafte, meist südliche Winde, uriter deren Einfluß die Temperatur fast übexal] gestiegen ist. In Deutschland ist bei frischen südlichen bis wefxlicben Winden das Wetter trübe und allenthalben warmer. Fast allenthalben ist Regen g_efal1en. Die westliche rost renze verläuft von Neurabrwaffcr uber Ca el und aris nach dem Alpengebiet. Fortdauer der trü en Witterung und Ausbreitung des Tbauwetiers nach Süden hin wahrscheinlich. Deutsche Seewarte.
Öji|.[[.|.[.[[.|.[[[-[lllll-lllllllllllsk Theater. Königlirne §chaurpiele. Dienstag: Opern-
in 3 aul Block.
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von Julian Sturgis, deutsch von 'H. Wittmann. Ju Scene gese t vom Ober-Regtffeur Tetzlaff. Dekorative Einri tung Vom Ober-Inspektor Brandt. Dirigent: Kapellmeister 131". Muck. Anfang Zé Uhr. Schauspielbaus 14. Vorstellung. Zum _501abrigcn Bübnen-Jubiläum des Hsrrn Friedrt Der Köni slieutenant. uleow. Regie: Herr A.Plasci)ke. (Grgf Tborane: Herr Friedrich Haase, als Abschiedsrokle in Berlin.) Anfang 74- Uhr. Mittwoch: Opernhaus. 14. Vorfieilung. Lyhen- rin. Romantische Oper in 3„Akt6n vonthcbard Zßagner. (Lohengrin: Hr. Emtl Göße, Konrgltcber Kammersänger, als Gast.) Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. 15. Ottokars Glück und Ende. 5 Aufzügen von Franz Grilivarzér. Anfang 7 Uhr. Opernhaus. Donnerstag: Bajazzi. im Bremer Rathskeller. Phantasien im Bremer Rathskeuer. Sonnabend: Der Evangelimaun. im Bremer Rathskellcr. Anfang 7 Uhr. Sonn- tag; Unbestimmt. 25 Uhr: Die Tochter des Regiments. Schauspielhaus. Donnersta : Das Hungcrloos. Freitag: Die Onißow's. , 1812. Sonntag: Die Hermanusschlacht. An- (KroÜ's Theater): Abends 7 Uhr: Das Huugerloos.
Mittwoch: Der Vcrsrhivender. Donnerstag: Faust. .
Wesfing -Theatec.Dienstag : Comtesse Gnckerl.
Anfang 76 Uhr, Mittwoch: Comtesse Guckerl. Donnerstag: Comtesse Gnckerl.
Residenz - Thenior.
Laufenburg. Diensta : Hals über Kopf. Schwank Akten von A exandre Biffon, _ Vorher: In doppelter Ve- ehrnng. Plauderei von Paul Linsemann. Aniang
r. Mitbvocb und folgende Tage: Hals über Kopf. _ In doppelter Bekehrung.
Friedrich - Wilhelmßädtisrheo Theater. Cbäuffeeftraße 25-26.
wi der Warschaueiftraße und dem Nollendorfvlaß et- ibeisléerl'vordm ift werden auf Ersuchen des Polizci-Yräfidenten an den Ma iftrat' die Baupläne, soweit sie das Berliner Weicbbild be- irtffßn, auf die Dauer von vierzehn Tagen vom 13. d. M. ,ab inder städtischen lankammer (im Ratbbause, Zimmer 98) zu Jedermanns Einsicht o en liegen. Etwaige Emwaxndixn en egen die Pläne nd innerhalb der obt en Frist bei der stadti] n * au-Deputation, b- tbxilung 11, schri lich einzureichen oder mündlich zu Protokoll zu ge en.
Der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller veranstaltet Sonnabend, den 1. Febtuar, in den Gesammträumen des Kroll'schen Etablissements ein Ballfest, für dkffen glänzenden Ver- lauf durch ein reichhaltigcs, auch die kommende Berliner, Gewerbe- Ausfteaung berücksichtigendes Prograxnm Sorge getragen 1st. Vor- merkungen werden schon jest (Berlin, ZW., Krausenstraße 55) an- genommen.
Das Comité für die Betheiligung Dkutscbiands an den Olympischen Spielen, welche im Frühling dieses Jahres in Athen siatifinden soilen, eiläßt einen Aufruf an glle deutschen Sportsleute und Turner zur Betheiligun . Eine Druckschrift, welche den Plan ausführlich behandelt, wird vor ereitet. Der Schrififübrer, ])r. W. Gebhardt. Berlin W., Kurfürstenstraße 109, eribeilt jede nähere Auskunft. Am 16. d. M., Abends 811 U r, findet im „Nord- deutschen Hof", Mohrenstraße 20, eine Versammlung statt, zu welcher Freunde der Sache geladen md.
Der Zirkus Renz brachte am Sonnalzcnd am Schlyß seines equestriscben und artistischen Programms eine Wiedkrbolung'der früher mit großkm Erfol € aufgefübiten ziveiaftigeu Paniomtme „_Ein Künstletfest", die wo [ seit der Uebexfiedlung des beliebten ehemaligem Clowns und Mimikers Godlewski, der darin die Hauvtrolle spielte, an das K. K. Hof-Opernbaüet zaKWien, erubt hat. In Herrn Lee, der neulich den zaghaft-komiscben Komponi ten in der gknanyten Pantomime darsteüte, scheint die Direktion indessen einen tüchtigen Nachfolger gefunden zu haben, und so konnte das an überraschenden Wirkgngen zu Lande und zu Wasser reiche Werk in neuem Glanz in lT_ckcene geben. Außer einer erstaunlichen Prachtenifaltung ap neuen Kostumen war der Schwerpunkt der sich dem Auge darbteieyden Genüsse auf die elektrischen Lichtkffekte verlkat Worden, die m großer Fülle und Mannigfaltigkeit die Grupvkn von (1111311 Seiten bcleuchteicn. Das Füllen de'r ManSge mit Wasser gZscbab ir) ganz neuer Weise, nämlich nicht wie sonst durch von den Seiten einströ- mende Kaskaden, sondern durch einen in dsr Mitte der Arena aus einem Rohr von mindestens 50 am im Durchme er bervorsprudeinden Sprinßquell, der sick) „Prächtig ausnahm. , en Schluß bildeie wieder eine bis zur Decke binanstetgende Fontaine, die im Lichte eines oben abgebrannten Plafond - querwerks in aUen Farben schillerte. _ Das der Pantomime worauf- gebende Programm bot ebknfalis dks Skbenswerthen die Füiie. Her- vorragendes leisteten Miß Amalie und Mr. Ja'mcs Ice ais Doppel- jockeys, Welch? die schwierigen Sprünge auf ein ungesattelies Prxrd mit unfeblbarcr Sicherheit ausführtkn, und die dressierte Meute des Herrn W. Jmmaus. Auf die auSgezeichneten Lcistungexi dcs„Schul= reitkrs Mr. James Fillis braucht kaum von neuem hmgswresen zu Werden.
Glogau, 11. Januar. Die Königliche Betriebs-Jnspekiion macht bekannt: Heute Mittag um 1 Uhr 20 Minuten entgleiste in der EinfahrtsWeicbe auf HaltesteÜe Fröbel der von Giosau kom- mende Personenzug 108. Der Heizer Mobr aus Grunberg wiirde getödtet, der Lokomotivführer leicht verletzt. Reisende, Wuxden nicbt verleßt. Die Ursachen des UnfaUs konnten noch nicht festgestellt werden.
Schleswig, 12. Januar. Das, Husaxen-Reqiment Kaiser Franz Joseph Von Oesterreich, König von Ungarn
Zum ecstcn Male: und Louis Herrmann.
ch Haase: Lustspiel in 4 Aufzügen
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Neues Theater.
vom K. u. K
Lustspiel in Z ? Fabrice Carré. n_ Scene geießt Anfang 725 Ubr.
Vorstellung. _König Traueriptel in
PYantasien Freitag: Hansel und Freitag: Der Herr Direktor. Phantasien "_
(Kroll's Theatér): Nachmittags
Julius Fr' sche. Dienstag:
onnabend: Prolog, und Requisiten:
vz und Paul F?rrier,
Chilperich.
Bei halben Preisen :
Loben rin.
Dienstag :
Direktion : Sigmund
vou Wi . von Julius Einödsbofer. Direktor Richard Schulß.
deutsch von
Der Huugerlcider. _ stattunqskomödie in 12 Bildern von Julius Kelier für Musik Von Louis Roth. In Scene gesetzt von Julius Fritzsche. verkauf der BMW beginnt Donnerstag, den 15. Ja-
Schiffbauerdamm 4a. / 5. Dienstag: Gastspiel des Herrn Franz Tewele . priv. Carl-Tbeater in Wien. Herr Direktor Ensonßjour lo directeur).
1th Von Alexandre Vision und Deujsch von Ferdinand Groß. Von Siegmund Lautknburg.
Mittwoch: Der Herr Direktor. Donnerstag: Der Herr Direktor.
Theater Unter den Winden. In durchaus neuer glänzender ?usstattung an Dekorationen, Kostümen König Chilpericb. Aussiattungs-Operette in 3 Akten (5 Bildern) von deutsch bearbeitet von duard Jacobson und Wilhelm Mannstädt. *.Musik von Herbé. Jn Scene gesetzt von Julius Frisscbe. Dirigent: Herr Kapellmeister Jedermann. Anjang Deutsches Theater. Dienstag: Romeo und 71 U Anfang 75 Uhr. Mittwoch: Florian Geher. Donnerstag: Die Jüdin von Toledo.
__“- Abends 71 Uhr: König Chilperich. Oerliner Theaier. Dienstag: Faust. Anfang
r. Mittwoch und die folgenden Tage: König
Sonntag, den 19. Januar, Nachmittags 3 Uhr: Der Bettelftudent. _
Adoipl) Ernu-Thratcr. Dienstag: Fran Gesangsposse in 3 Akten, nach dem ranzöiscben bearbeitet von Ed. Jacobson und . Mannstädt. Kuplets von Gust. Görs. Musik von Gust. Steffens. Anfang 7-1' Uhr. C. Mitiwvch: Dieselbe Vorstellung.
Zemral-Theater. Me Jakobstraße Nr. 30, Eine tolle Nacht. .Groß stattungs osx)?“ mit Gesang und Tanz in 5 Bildern annstädt und Julius Freund. Musik Zu Scene gefaßt vom ie Tanz-Arran «ments vom VaÜetmeifier Gundlach. Anfang 71- :. Mittwoch: Eine tolle Nacht.
(beleswi -“Holsieinsches) Nr. 16 begin beute in feftl
Weise die Egyinnerung an die Tage von Le Mans undiFf: Kämpfe von 1870/71. Der österreichisch - ungaris Militär. bevollmacbtigte Prinz von Schoenburg- rtenstein na m an dem Fest tbeil. Nachdem zur Eröffnung der Feierlichkeiten bereits estern Abend ein Kommers abgehalten wvrden war. wurde beute im Bom ein feierlicher Gotiesdienst veranstaltet, be! we1chenz der Divisions- pfarrer Büttel die Fesivrediqt hielt. Hierauf fand eme Parade des Regiments vor dem Schlosse Gottorp statt, an welcher zahlreiche Veteranen tbeilnabmen. Der Regiments- Kommandxur Oberst von §Schm5§litim verlas bei derselben folgende D ep esche S et n er Majestät es a ers:
„Be Vionville, Orleans und Le Mans erfochien die Schleswig- éolfteinschen Husaren reichen Sieges-Lorbeer. Bei der 25. Wieder. 851: der Gedenktage Von Le Mans erinnere Ick Mick) dessen gern und sende dem Regiment wie seinen alten Kriegern Meinen Gruß.
Wilhelm 1. K.“
Alsdann hielt der Oberst eine Ansprache _an das Regiment und brachte ein Hoch auf Seine Majéstät- den Kaiser aus. Auch eine längere buldyylie Depesche des Kaisers“ Franz Joseph kam zur Verlesung. Die Parade nahm emen glanzenden Verlauf. Der Inspekteur der 2. Kavallerie-Jnspektion, General der Kaballerie Edler von der [ani , der Divisions-Kommandcur, General-Lieutenant von Alten, enera Von Tbümen und der Brigade-Kommandeur Freiherr von Neukirchen genannt von vaenheim nahmen an derselben tbeil. Nach der Parade Vereinigten fick) die Veterqnen zu einem Festmahl, bei welchem Gkneral Edler von der Plants das Hoch auf Seine Majestät den Kaiser Wilhelm und General von Tbümen ein Hoch auf Kaiser Franz Jofc-ph ausbracbte. Um 4 Uhr fand im Kafino des Rc iments ein Festmahl statt, an welchem die Spitzsn der Behörden tßeilnahtnen. Ab:)nds "werden für dre einzelnen Eskadrons Festlichkeitsn veranstaltet. '
Paris, 11. Januar. Der Forschungsreisende Fabert, Weicher während der Madagaskar - Expedition ißt.“ die „Agence HavaS“ korrespondierte und kürzlich iiach Marseille zurückgekehrt War, ist gestern dort an dsr Malaria gestorben.
Rom, 11. Januar. Berichte aus den Abruzzen und aus Sardinien melden, daß die Verkehrswege und Eisen- bahnen infolge starker Schneefälle unterbrochen sind. In der Provinz Sas sari sind mehrere Gemeinden Vom Verkehr vollständi abgeschnitten. Der Schnee erreichte eine Höhe yon 2 m. _ Na ielegrapbischenMeldungen ans Porto Ferrajo sind zweiSchiffe daselbst verunglückt. Die Bemammngen Warden gerettkt.
Bern, 11. Januar. Zur Erinnsrung an den Geburtstag estalozzi's (12. Januar 1746) fanden heute auf Veranlassung der iegierun en und Schulbehördxn in den Schulen aller Kantone,
von der ksieinsten Bergschule bis zu den Univerfitäten,„Feiern mit Vor- trägen über Pestalozzi statt. Sein Bild wurde m_: dre gesammte Schul- jugend vertbeilt. Außerdem wurdenGesmtgvortrage, !cenische Darstellungen und Sammlungen 11 (Gunsten geistig oder körperlixb verwahrloster und bedürftiger Kinder iowie zur Bildung von Pestalozzi-Fonds veranstaltet. In allen größeren Ortschaften finden morgen Fcierlichkeijen'statt, die meistens in den Kirchsn abgcbaltcn wcrden und in Vortragen über Pestalozzi und Konzerten bestehen. Dabei werden auch all emein Geldsummlungen für den Pestaioyi-Fonds veraqstaltei. Dur ihre gleichzsitige stoße Bkgebung . gestaltet fick) die Feier zu einem nationalen Gedenktag. Für den Pestalozzi-Fonds sind bisher 25 000 Frcs. eingelauskn, darunter 14000 Frcs. von Schulkindern.
Kopenhag-xn, 12. Januar. Der Kommandeur a. D. devin Baron von Dirckinck-Holmfeld, welcher anfangsder vierziger Jahre in preußischen Marinedienften Chef der _Nangnonssckpule und 1845 Erster Kommandant des preußiscbsn Kriegss iffs .Amazone“ war, ist heute hier im Alter von 93 Jahren gestorben. (Fortseyung des Nichtamtlichen in der Erstsn Beilage.)
bumorisiisäyes Potpourri (neu) bon Linke. .Romanze“ Violine von Svendsen (Herr Carnier). „7.3 Sträußli“ für Piston Von Hoch ( )err Werner). Sonnabend, den 18. Januar: Fest- onzert.
Aus- Der Vor-
Iaal Lechsiein. Linkstraße 42. Dienstag, Anfang 7 1 Uhr: 111. Kammermusiker-Abeud von Halir, Markees, Müller, „Bechert„ unter ge- fällig'r M'twirkung des Königlich kreußtschen Hof-
Der pianisten Herrn Professor Heinr. Barth.
Zirkus Renz. Karlstraße. Dienstag: Abends
75 Uhr: Große brillante Vorstellnyg.' Ein Künstlerfest. Luxus-Ausstaiiungs-Paniomtme in 25115- tbeilungen dom Großbx Hor-BalletmetstcrA. Siems, aus das Glänzendste mscemert dom Direktor Fr. Renz. Unter Mitwirkung des gesammten Personals. Neue Musik-Ginlagen. Jm Rosenduft, schWe- disches Volkslied, vorgetragen von 40 Damen, mit Begleitung des eigens hierzu engagierten arsen- Virtuosen Herrn H. Voß. Bauer von 100 (1111611. Kinder-Orchester. Großer Blumen-Korsq. Nacht- fesi auf dM! Gartensee irn Künstlerbetm. Erste Abtheilung: Das Festcomité in Thätigkeit. Zweite Abtheilung: Vollständig neu! Jm Waser. Voli- ständig neu! Gran“- Finale: Plafoud-Pracht- Feuertverk. Außerdem: Austreten don m_ir Künstler- Spezialitäten aiierersten Ranges. Vorsübren und Reiten der bestdresfierten Freiheits-, Spring- und Schulpferde. Auftreten sämmtlicher Clowns. Mittwoch: Ein Künftlerfeft.
Familien-Nachrichteu.
Verlobt: Frl. Ida Meßmann-Soest tyit Hrn. Referendar Max von Briefen (Göttingen 7- Caffel). _ Frl. Lotte Radkcke mit Hrn. Dr. ])1111- (Gustav Christ (Berlin), ,
Gkboren: Ein Sohn: Hrn. Rittergutsbesiyer
Krautwasd (Volkmannsdorf). _ Erne
Tochter: Hrn. Kammerherrn Joseph Frbrn. von Malßabn (Mirow).
Gestorben:_ Hrn. Pastor, David Schwarßkodff Tochter Katbchen (Berlin). _ Konventualm Elise von Der 911 (Ribni ). _ Fr.Dberförster Agathe Stump „geb. von raunschweig (Kolberg)- -- Hr. AmtSrichter a. D. Hillmann (Ober-
Direktion :
Burleske
e Aus-
(Breslau).
__-
Verantwortlicher Redakteur: Siemenroth
Monzert-Qaus.
Konzerte.
Karl Meyder - Konzert. Dienstag: Ouv. .Libuffa'. Smetana. .Simiramiß",
in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.
Anstalt Berlin ZW., .Wilbelmstvaße Nr. 32.
(Glogau). _ Hr. Rechnungs-Ratb Robert Igel
Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlass“
Daus. 13. Vorstellung. vauhoe. Romantische
Vom 13. bis inklusive 22. Januar geschlossen.
Rossini. ._Rübezabl“, Flotow. '.LenzeSzauber',
Sechs Beilagen
Oper in 4 Akten von rtbur Sunivan. Nati) Walter Scott's gleichnamigem Roman bearbeitet
Donnerstaa. 23. Januar: Mit großartiger Aus- stattung an Dekorationen, Kostümen und Requisiten.
Walzer (neu) von Wolff. Musikalische Revue,
- (einf'chließlicb Börien-Beilage). (57T)
zum Deutschen Reichsan
M 1.91
Erste Beilage
Berlin, Montag, den 13. Januar
eiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
ZM.
Deutscher Reichstag.
13. Sißung vom 11. Januar 1896, 1 Uhr.
TachordyUng: 2?*ortscßxmg der ersten Berathung des Entwurfs eines örsengeseßes und des Entwn'rfs cines Gesechs, betreffmid die Pflichten der Kauf: leute bei 5ufbemahrung fremder Werthpapiere, und erste Bcrathunq dcs Geseßentwurfs, betreffend den Ver_kehr Mit Butter, Käse, Schmalz und ihren Ersaßmxtteln.
Ueber den Anfang der Sißuug wurde in dsr Nummer vom Sonnabend Wichtel.
„ Nach dcm Abg. Bachem nimmt béi dcr Bcrathmig dcr erxtgenannicn beiden Vorlagen das Wort Abg. ])1'. Hab n _(b. k. F.): Ensrgischsr noch und rücksichis10icr als Herr YFM: k)»?t sick) HLW: Fischbcck gegen die Interesfcn dcr Miike!- ständc aiisgkelasrerz, Usher seine Tonart muß ich mich se-Hr wundkrn, namenjltch uber dr? Art, wie er unskr Verehrtés Mitglied an Grafcn KaniZ bcba'ndeltc'. Er wre vchrschi€dene andere Gégnsr könnt:»n Vom Grafen Kamy 11067) manchzs [LME]!- Seine Ausfiihrungen ZLiCann fich durch sa'ÖVLLstaki'ding Eindrinßen in die Materie aus, das wird aach don smnen wtr1bschthspolrttschcn Gegttsrn anérkannt. VLM sucht dis Baußrn gigen die Junker, gegxn dsn Adsl aufoWii'JLlii. 21er die Bansin m. Nord'rbkstdeutscbland. wo ich wohne, die Siraudsachscn und die, freién Frtcjsn Haben dicielbcn Interessen zu Verfechten wic dkr Adei; 118 haben alle"d€nselbcn Kampf zu kämpfen gegLn das internationale RicyenkaYitai; Burgér, Banki und_ Edelmann gehörén in diesern Kanipffeimmsr zufar-Umen. Hkrr Fi7chbeck mcinte, dic rusfifchcn und argentimfxben ,Bauern zahltsn böbers Zinsen als die deutschsn. Das mgg richtlg'sSM, ab€r man wsrgißt dabei imm€r die Vaiuiadiffcrknzcn. Dic? argsnimtschzzn Bauern könnkn bsi dem hodkn Goldagio immxxr 1106") ganz Erbkbitche (Gewinne erzieicn; es so!]e'n bsim Körnkrbau noch 40 0/0 dort bkrdiedt szrden. Daß der Térrninhandel PreiSdiffe-„renzén ausgletcbt, ist „richtig; ,aber indem er größere Differénzen ausgl€ichx, schafft cr,for1'wabxend kiinstlich 116117." kleine Differenzsn. Dia künst- lichenPreistrerbCrLiLn woilen _wir aber durch das GLiLL eindämmkn. Ueber den Börsenausschuß 1106) WNW zu dsrlieren, hiéßc Calc?" nach Aich iraaen. Dkk Börsenaussckyuß ist in scinsr jetzigen Zusammsn- ssßung getadeit worden _ Wohl nnr, WLil man dcn Vorschlag dss Graskn Kami; überxshen hat, daß Line Reichs-Emissionsbsbörde gk:- 1chaffen !vcrdcn soi], fiir Mick)? zwingende Gründe spr€chsn. Dis Entwicklung des großen Banerxkséns, diE Vérschmelzimg de-r Diskonwbank mit dsr Norddeutjchsn Bank in Hamburg, die Ausdkhnung der Dkutschen Bani“, dsr Drssdnkr Bank u. s. w. zeigt, daß die Minen Bankch verschwindcn. DLM müsskn wir entgcgcnwirken; wir müs1€11 61116 ReichZ-Emisfionsstkllk fchaff€n. Vkan wird sÜJCU, man 1011? die Interessenten Unter sich bleiben lassen. Das könntiz nur geixheben, Wenn sti? das allgemeine Interesss wahrnebmsn, wenn, sw dic genügende Intelligenz bSsi en, 016 man erwarten könnts. Wesandcrs a[s durch die mangelnde Zn- teiiigenz sind die vielen MißFtffe zu erklären? Warum sind in den MotiVLn die ausländischen nleihen und dis Emissionsfirmen nicht mit Namen. gknannt? Ich kann den dsrbündeten Jitgieru11J-3n den Vorwurf nicbt ersparen. daß sie bei manchen Emissionen es an dsm nöibigen „Rath 565811 1851811 lassen. Die VLrbündctkn ngicrungsn kanuten dic Entwrckclung PNÉULals und Argentiniens wohl zur Ge- nügx, um ihre warneyde Stimme zu erheben. Es ist gk- fordxrt wwrden, daß die Regierung Schritte für iioibieidénde PIPER? thun sollte:. Dsr Rsicl)skanzler Graf Caprivi er- klacte nur„ daß das geschcb€n _würde, aber das ist nicht gsxzug. Wir müssen den bctreffendc'n Staaten etwas mehr zu LEUN?“ JLHLU, z. 23. Portugal auf kokonialem Gebiste. Problnz Busnos AKYLI, welche einen großen Aufschkvnng JEUOUUUM bat, abcr troydkm ihr? Zinsen an diL deutsch€n Gläubiger nicht bc?- zabli, sollts das Auswartige Amt etwas näher trctsn. Hättsn wir ein “Börscngesxtsi schon gehabt zu Bsginn des Exporis deutschkn Kapitals ins Ausland, so häiien wir nicht so große: Verluste kritiken. Dic Emissioxisfirmen möchiern gcrn unter fich blciben; Hsrr Fnchbxxk betrachtcie es als eine Bélkidigung, daß man sich in die Geichaste dcs Kaufmannsstandes cinchischcn Wolle. * ber die Emissions- baujer arbeitEn ja nicht bloß mit ihrem eigknen Gelde, sondern mit dem Gelde des Publikums. "Dl? antralstech würde: sich ein Uribeil bilden müssen über die Verhaltnisse des Auslands, iiber die Dampf- schiffs- und EisLnbalmuntkrnehmungén u. s. w. Von dieskn Dingcn dcrsteben die Bank-Dirkktorcn nichts, die doch an dsr Börse ihxet1'21nfa11g gemacht habknßa Der Börsenkommissar, der sich bloß Unt der Kursfcx-tstciinng beschäftigte, würde eine läch€rlichk Figur sein. Der Kommissar soll vorgeht?" könnkn gegen die Ausschreitungen dss Vorbörjen- und des Nachbörsenbsxkehrs,"g€g€n die Ausstreu- ungen Von falschen Nachrichten u. s. w. Vox zwcki Jahren habe ich vorgkschlagen, eine Auskunftsstell: fiir Wertbpapiere zu schaffen; ich wurde daxnals don Herrn Richter ausge'lacht, wéil ich Geheime Papicr-Räthc schaffen 11191118. Der Börscnkommiffar wäre dis ge- etgiiete Perjönlicvkeit dafür. Wenn eine Reichs-Börscnstcile g€schaffen würde?, würden wir in die Lage kommen, an der Thätigkeit der großen Börsenfirmsn Kritik zu üben, wozu jest gar keine Gelsgenbeit 90ng211 ist. Der Kommission empfehle ici), ihre besondere Aufmerksam- ksit dem Pfu1chmaklcrtbum zuzuranden. Zu Bsdenkcn giebt das uniolide Zeitgeslchäft Anlaß, weil nur ein bcstimmter Typ an der Borse gehandct wird. Für Kammzug giczbt es z. B. 30 Sorten, Ib“ nur ein Typ wird an der Börsa gehandklt._ Man will den K_ammzug-Terminbandel beibehalten, weil wir sonst von Beigién ab- bangig werden würden. Es würde doch Mittel und Wega geben, um Bßlgién von einer solchen Ausbeutung des dsutschkn Marktes abzuhalten. Wir haben ja auf anderen Gebieten, z.B. bei der Arbeitsrberßckzerung, den'Anfang gemacht; warum soll es nicht auf diesem Gebiete geschshen? Venn T_crmingsschäft en1scheidet die Börse nicht bloß über ihre ei enen Jntercsjen, sondern über das Wohl und W858 Weiter Volks reise, namentlich auch der deutschen Landwirtbschast. Es muß besonders darauf gejonnen werden, den Handel mit Gstreide im Interesse der-Land- wirthschaft unabhängig zu machen vom Termingssck)äfk. Ber dem Tesrmingescbäft in Effekten ist zu untsrscheiden zwischen den Papieren mri festen Zinsen und denen mit Dividenden. Das Publikum sollte Von dem Geschäft mit Dividendenpapiereu vollständig sern gklmlten werdku. Das Börsencegistec wird ganz gcsignet skin, das Publikum Vynzdem Termin eschäft nach Kräften abzuhalten, zu welchem jetzt dis Schlepper das ublikum heranzuziehen suchen. Die großen Firmen Werden ja das Publikum nicht berauschlcppen, aber sie gestatten dein Pyblikum zu leicht die„Betk)eiligung an der Ultimospekulqtion. :Dieklemen Kommisfionsgeschafte Werden Veidrängt durch die großen “Banke'n. Die Kinder der kleinen Banquicrs haben für die Zukunft nur die Aussicht, Bankbeamte zu werden. Ich möchte das sozialpolitische Gewissen anrufen. Ich habe mich gefreut, daß die Banken Geld Jesammelt haben für die Boeren, die bci dcr Zurückweisung des Dr. Jameson verwundet wurden. Aber ihren Angestellten“ gegenüber lassen es die WHM Banken noch manchmal an dem Nöthigften fehlen. Es istbedauerli „daß für diese Privatbeamten ein Beamtenrecht noch Flchk.besteht, daß sie in Bezug auf ihre Pensionierung auf die Gnade ibrcr rodgeber angewiesen sind. Hoffentliä) verschwindet diese Anregung, dieich Yeute gegeben habe“, nicht wieder Von der TageSordnung. Die Beamten befinden fich oft in einer schlechterkn Lage als die Hand-
Auck) der *
arbeitsr, für Miche die: Sozialdemokraten aUein sorgén WOUM. Die Emissionsfirmen haben niemals dis nationalen Interessen gkwahrx. Die fremden Werthe Von Freund und Fkind find nach Deuischland gekommen. Trochm Dänemark im Fa 2 eines Kovfiikts nicht auf dkutscber Sante sieben wird, find dänische Weytbe Eingeführt worden, und man bemübt sich auch leider wieder, russi1ch6 WErtHe Linzufübren, obglétci) es [*Mit wäre, die russischen Werthe auf den französischen Markt" zu verwexssn. Die Agrarier wenden fich gegen die Auswüchse dss Borsegternzinhandels, weil sie? am meisten darunterleidkn; die Börse hai s1ch_fur die HandelIVLrtragswolitik aus;]esprochsn, Weil fie an dem mterxzalwnaiey Verkßhr das größte Interesse hat. Das solide, noth- WEndlgE Borwngéskhaft wasn wir nicht stören, (1581: wir wsrdc-n in der" Komm1ssion Mittel und Wege finden müssen, das Publikum zu scbuxxsn. Die Vorlaxxe soil nicht bloß ein kalinieckndss Tränklein sßi'n, sondern imr mümcn durch eine griindlichs Operation den kranken Korpör zux _Gesundyng' fiibrcn. Der wirthschaftiiche Körper leidei an Liner JCWtÜLn kawtialtsilschkxi Fettleibigkeit, durch Welche die Beine HtßscikywaM smd. Wir wollcn 171€ Beinc, d. i). di? produktiVLn Stäxide, ar sn.
. Abg. Fürst Radziwill erklärt namens der Poién, daß die Porlage dsr „verbündsten Negikrungen dis Billigung seincr Fraktion finds, UNd syr1cht seine Freude darüber aus, daß danach gsstrebt werde, drs nachihstitg§n Wirkungcn der großen TranIaktionen an der Börse auf das Mrtbjcbaftitche Lkbésl zu verhindern.
_ __ Damit schlicßi dis Debatts. Die Vorlage wird einer Kom: rmsjion von 21 Mitgliedern Überwiesen.
„'Abg. GY? Kaniß (dkons_.) bittet dkn Präsidsnien, der Kom-
mUswn im Interesse, der Bertahtßrstaitung Skenogxaphen beizugkben. Abi]. Spghn (Zunft.) glaubt, daß man der Kommisfion über-
lasssn konne, eme Anxegung nach diessr Richtixng bin zu gsben.
[„Abg. Graf Kants: Dadurch wiirde die Kommission eine Siyung ver terc-n, _ Präsidxzit Freiherr Von B uol- V ere nb erg Wcist daran hin, daß in d€r Vorigen Session der Kommission für die Veraibung des Aytiags Kamy ebeUfaÜs Sisnographen beigegeben worden seien, aber auf 15an Antrag.
Das Hqus überläßt die Angelegenheit der Entscheidung dsr Kommission.
Es folgt dis erste Veralhung des Geseßentwurfs, be- treffe)» den Vcrkehx mit Butter, Käse, Schmalz unc?)s Ihren Ersaßmrtteln. Das Wort ergreift zu- mi t e::
"Abg. Baxchcnz (Zentr.): Nax!) dém Vorlikgkndsn Entwurf soÜen «nachst Geschaftsraume und sonstige Verkaujxssiskien sowiedie Fabriken 1charf kontrolicrt „wsxden. Das kann nur gebiliigt Wkrden. Daß dczr Bundesratl) ermachtigt werden solle, das gewerbsmäßige Verkaufen und Fcilhalién Von Butter, deren Feirgebalt nicht eine bestimmte (Grenz? Lericht „oder deren Waffer- odi-r Salzgehalt eine bestimmte Grenze übsrfckyreitet, zu verbieten, Halte ich für völlig berechtigt. Auch an der Börse kann “1.1 das Angebot von minderwcribigsm Getreide Verhindert Werden. Ich wünschte, daß der Bundeérath Von dieser Befugniß, den Handel mit minderweribigxr Waare zu verbictcn,'r€cht außgedebnterx Gebrauch xnakbte. Wenn das Geskiz das Erfordcxmß deriangt, daß in dxn, G21chäftsräur11€m w:) Margarine oder Kunstspersefe'tt gewerbsmaßtg verkauft wird, an Liner in dis _Augsn fallenden StelTe die deutliche und nicht Vc'rwischbare Zuschrift „Verkauf chu Margarine 2c.“ zu sehen iSi" soÜ, so wird man s1ch fragen, ob nicht auch für öffsntiicbe Loka itäten, wo zwar kein dirckter Verkauf statistndei, aber doch Margarine verwendet wjrd," sei Es zum Braten dss Flcisches oder zum BLstreicbsn dcs Brots, eine ahnliche Bestimmung Lingefubrt werdsn müßte. Ich erinnere an den Fal], wo ein Mann auf einer Rélse auf jedem Bahnhof sich ein bclegies Bnt'terbrOT geben „[teß. und Fchlisßlich sich Herausstelltk, daß fast sämmtliche quie mrt Margarine bestrichen Warcn. weiß nicht, ob diesc Geschichte wahr ist. (Abg. Richter: Erfundsn!) Nun, dann ist fie Wenigstkns gut erfunden. Hiergegen muß man Ysckxüßi Werden. Der an sich sebr, guten „ «stimmung, daß in
äumen, woselbsi Butter gewe bsmaßtg hkrgcsteilt, aufbkwabrt oder dsrpackt wird, die:.ysrsteliyng, AÉexvabrung oder Verpackung bon Mar- garine? untcrsagi ist, Wird die SPZZL dadurch wieder abgebrochen, daß Von ihr das Aufbewabrßn der fur den Kisinbandel Erfordc-érlicbcn VLdarfsmengen in öffxntitchkn "Verkaufsstätten wieder ande- nommen ist. Die (H(Zfaßs und aixßerexi Utnbüllungsn, in denen Margarink bsrkauft wird, sollen die' nicht Verwischbarc? Inschrift „Maraarine“ 1ragcn. VwMicht mnpfieblt es sicb, gewisse Formen vorzuschreiben, in denen nur dic Marggrms verkauft wsrden darf. Dkk Gedanke dsr Färbu'ng ,der Margarine, die' von manchen Seitén Vérlangt ist, ist mn? nicht sympathisch, Mil weite Kreise daran Anstoß nehmen würdsn. Ick) persönlich WÜWL xs nicht thun. Der erstrébte Zwsck, ilioyale Konkuxrenz abzuschnxiden, würde dadurch auch kaum erreicht. Das Geses Wird aber „_ [ck spreche aUerdings nur in meinem eigenen Namen _ dtclietchtso auszugestaltcn sein, daß dic: Butterproduktion erleichtext Wird. Die Margarinefabrikation it seit 1887 von 15 auf 90 Millione'n Kilogramm gkstisgen _und wird demnach 'nach weiteren sieben Jahxcn VieUeicht. auf 200 bis 250 Millione'n Kilogramm gestiegen skin. Hat da nicht der Staat dis Pflicht einzuscbreiien, um die Butier produzierenden Erwerbs- zwcige zu schüiZyn? Die Möglichkeit, die, Produzierte Butter anzubringkn, ist schon jest „außerordentltxb erschwert, und die Butter produzierende Bedo'lerung wird immer mehr gsfährdet. Da muß man der Frage emer Besteuerung dcr Margarine kühlen Herzens gegenübsrtreten. Dkk Staat Fann die an fich gesunde Entwicklung der Margarinefabrikation_ ja nicht abschnkiden, aber er kann sie zu verlangsamen suchen, datnit fick) m der Zwischenzeit die Butterproduzxnten auf diese Konkurrenzverbältniffe einrichten können. Man spricht zwar von einer Vertbsuerung dsr Lebensmittel; aber die Besteuerung würde die Marxöarine nicht VertheULrn, dkzm die Fabriken arbeiten mtt cinem sshr bown Gewinq. Der Verdienst der Fabri- kanten würde also Vermindert und damxt, der Anreiz, neue Fabriken zu gründen. Dann schwindot auch dre Netgunq dss,Zwischen- handels, mit aller Kraft auf die Verbkßitung'der Margarine hinzu- wirken. (Eine Erhöhung des Marqarmedretsks ware ichw?r, weil sich sonst der Preis der besten "Margarixe dem „Prets'der ge- ringsten SortL Butter zu jebr nabern wurde. ("Eine weitere Ge- fährdung der Butter produzierenden Bevblkcrung Wu'rde wieder zahl- reiche kleine Bauern in die Großstadte trxtben, dort dt; Arbetxslosi keit vermehren, einen koloffalen Druck auf 17:9 Löhne ausuben, die S ul- lasten, Armenlasten u. s. w. und damit die Kommunalsteusrn steigern. Die Steuer könnte nach den Farbensiufcn progressiv bemessen werden. Das klingt zunächst etwas scherzhaft, aber wem dargn liegt, da seine Margarine aussieht wie Butter, der kann rizbig eme höhere teuer bezahlen. Was niißt es, Wenn einie Margarmesabrikanten gute Ge- schäfte machen und tausende und a ertaufende von kleinen Bauern- e'istenzen geschädigt werden! Unsere steuerlich stark belasteten rbeinischen Vanern insbesondere haben u'nter der Konkurrepz des boliändis en und überseeischen Schlachtmehs und der Mit ' der mangelba ten Kontrple verknüpften Verseuchungsgqfahr Vte[ zu leiden. Der Margarinekäse ist heute ein noch sebr wenig verbreitetes ro- dukt; in 10 Jahren aber dürfte diese Produktion denselben ' gf- scbwung genommen haben, wie die der Margarinebutter. Es ware deshalb sehr am Plaße, dem Gedanken einer Margarinesteuer näher
zu trctén. Ich beantrage, die Vorlage einer Kommission don vier- zebn Mitgliedern zu überweisen. _
Abg. von P_od bielski (dkon7.): Ich be rüße die Vorlage als einen erheblichen Fort1chriit und hoffe, daß es gc ingen wird, in der Kom- m1ssion das Gesetz auszubauen und zu Verschärfen. Wirksam werden kaijn'das Geseß, wenn die Ermächtigungen, welche dem Bundeßratb extbeilt werden soÜen, wirklich durchgeführt werden, Wenn wirklich eme gerecht)? und sirsnge Kontrole eingeführt wird, damit nicht Waare derkaujt wird, welche dem nicht ent]pricht, als was fie bezahlt wird. Es„w1rd ubsrbauvt auf Grund des Nahrungsmittelgeseßes zur Grundunxz von Untersuchungsanstalten in größerer Zahl eschritten 119€rd€n_ miiffsn. Ich kann es nur dankend anerkennen, daß der Éorredner, xm stadtisch-er Vertreter, so Warm für den Bankrnstand eingetreten isi, d€r sich in emer bölhst schwierigen wérkbschaftlicben Lage befindet. Daß ,der _Buiterprers nicht'gesunksn sexi, muß ich bestreiten; wir find xeßt im Winter auf emen Butterpreis von 95 „16 gekommen; iin vorigen Sommer betrug der Preis 78 «16 für Landbutier, d. [). ore BUILT d,?s kisinsn Landwirths war iiberhaupt unverkäuflich. Die Margarine ist fiir die Volksernährung von großcr Bedeutung; wir Wonn den Vékkébk darin nicht unterbinden. Aber bekbmmt denn dqr Ar'beiieriür s€in Geld die Waare, dis er erwartéi? Das müssen Wir mri ._nein“ bcaytnxorten; es findet eine Täuschung des Konsumenten siqti. DiE Margarmesabrikaiion ist entartet. Man benutzt nicht nur xx-mx Olko-Margarine, sondern auch das Stearin; Und um das Fett ixr€ichbarjzu machen, wird Cottonöl zugeseßt. Pian hat früher über die Tizlgltchtsr Verzehrenden Kosaken gelacht; jkßt yerzkbren wir das Stearm, rpklches zur Lichtfabrikation verLndet Mrden solitß. Bei 1761: Fabrikation don I.)?argarinc Wkrden vislfach Rückstände don Viel) . bi'nuyi, vor deren Genuß viele Käufer von Margxzrtne' doch. zurückkehrecken würden. Die eingeführten Robstoffe fur dll? FabriYation müßten einer strengen Kontrole unter- wvxfen werdsii. Dre Farbung dcr Margarine kann man miter- [ÜÜMZ denn Eixnnai kann die Farbe dvch leicht wieder Entfernt, oder durch agiderx Farbung so, geandert werden, daß die Farbe dsr Butter- farok aynltch ward. DlSjGLiL gebung ist in Belgien am weitesten gsgangexx. Man bat die S eidung_ dcr VerkaufSräume absoiut durchgxfithrx, ohne: daß es zu Schwierigksiten geführt hätte. Es be- steht ernte Strxtt'sragc'darüber, ob die Zumischng von Milch zu ge- fiatten ist; darübsr ist man aber Einig, daß für die Kunstspeisefette dre meschung dsrbxten "werdcn müsw. Der Berliner Butterkrieg hai zu dem Ergsbmß gefuhrt, daß die Butterbändler fich bei Ver- mxxchimg derfButt'cr und der Margarine? immer damit entschuldigt haben, daß dies ssxtens des _Lieferanich oder seitens der Angesteaten aus Yersebkn gescheb€n sLt. Um ?olchéx Verssben zu Verbindern, muß kme Txenn"una der Verkaufslokaliiäien Erfolgen. Die Fabrikation chu Max armckase Hai „zugenommen, aber es giebt wohl niemand, der wissentlt Margarmekase gegessen hätte. Es wird so geben wie nnt der Bitttsx; Margarine wurde als Fakioreibuitkr nach England VeraUst, bis die deutjche Buttqr das Vertrauen verlor und der ganze Export stockte; so wird es t'mtß dem Margarinekäse schließlich auch geben; DM bundert Margarmexabriken stehen Tausende don Bauern gegenuber, ivxlche sich auf die Viehzucht gelegt haben, weil der Körnkrbgu iiicht: mébx lohnt. Dissen Bauern macht die Margarine eine bedenkliche Konkurrcnz. Deshalb muß das Gefeß so ausgestalisx wexdkn, daß es wirksam wird für Unsere deutsche Landwirtbschaft, fur. dkn dsutschen Bauernstand. Wir beantra en eilyxefaÜs die Vkrwstsung dar Vorlage an eine Kommission von 14 it- 9 re ern.
215,1.Krüger (ni.) ist im aligsmeinen einberstanden mit der Vorlaxze, tvenn_1k)nt auch dre Kontrole der Fabrikationsräume und der Lagörraume eiiie zu, wettgebende scheint; namentlick) müßte den BSÉMÜM _ebezixo wre dxn Fabrikinspekforen Wahrung des (Ge- schaftsgebktmnxs1€s zur Pflicht gemacht wvrden. Daß die .kaugniß zithrlaß xvsrtchr Anordnunqin dLm Bundesratk) übertragen sei, sei richtig: Werl dadurch die Einheitlichkeit des Verfahrens gewahrt WSrdS. Nednxr empfiehlt ebenfalls die EinsYung einer Kommission.
Abg.„Mu[l€r-qud€ck (deutsch-foziale 5 Sformp.) spricht seinen
Dani dafur„aus, daß diz? Regisrung sich entschlossen habe, den pro- duktibxn Stgndkn auf diesem Gebiet zu Hilfe zu kommen; aber be- dauerlich set es, daß'dte Negiexung dM betretenen We nicht bis az1s Ende gegangen et; hoffentlich gélinge es in der ommission, dre Regtcxung Von der NothWendigkeit der Verschärfung der Vor- 1agezu iiberzeugexz. Rednxr bedauert ferner, daß die Motive noch immer nicht 'gsnitgkzzd Riicksicht darauf nähmen, daß der Name Buriter aÜem fur, die Butter reserviert bleiben solle, und , daß „man eme gesundheikspolizeiliche Kontrole der Fabrikation "fur ynausführbar halte, iroßdem doch eine solche „.Znirols „fur die solide Fabrikation von großer Bedeutung ware. „Dic Trennzmg der_ Verkaufslokalitäten [affe sich in den Stadien sehr leicht duxxhsuhren; auf dem Lande ebe es keinen eigentlichen Buiterbaudsl, die Konsumenten könnten sie?; leicht beim Produzeniens unt Butter bersorgen. Die Färbung der Margarine sei nicht moglich, Jvetl sie Lm sehr weit verbreitetes VolkSnabrungs- niitte'l treffsn wurde,; Aber umgekehrt würde es vieÜeicbt durch- fuhrbar sein, das Farben der Margarine, um sie der Butter ähnlich zu mczcheri, zu Verbieten. _Man brauche bei der Behandlung der Materie nicht so sébr zartfublend zu sein, denn die Oleo-Margarine, welcbe" zu'r Herstellung der Kunstbutter verwendet werde, komme hauptsaxiyltcb an's, dsm Auslande; die einheimische Produktion sei dabei nicht bethetltgi. , " Abg. Krzyminski spricht fix!) namens der Polen ebenfalls fur die Vorlqge aus; es set erfreulich, daß die Wissenschaft ein sehr gytes Ersaßmtttel fur Butter geschaffen habe, und es sei zu hoffen, daß die Vorla „e den urilautxren Wettbewerb bei der Fabrikation behindern werde. , me'Preisstctgeryng, wie sie die Agrarier erbofften, werde ivobl nichi eintreten; Wie denn überbaupt die ganze Frage nur vom gcsundbettlrchsn Standpunkt aus beurtbeilt werden dürfe.
Schluß 41/2 Uhr. Nächste Sißung Montag 1 Uhr.
Nr. 2 des . entralblatts für das Deutsche Reich“, herausgegeben im eichsamt des Innern, vom 10. Januar, bat ol- genden Inhalt: Kolomalwesenz ErmäYtigung zur Ausübung der e- rxcbtsbarkert erster'Jnstanz sowie zur ornabme von Zivilstandsakten fur das Schußéebiet der Marschall-Jnsekn. _ Bankwesen: Status der deiztfchen ' otenbayken Ende Dezember 1895. _ Polizeiwesen: AuSweisung von Auslandern aus dem Reichsgebiet. '
Nr. 2 des ._antralblatts der Bauverwaltun '- herausgegeben tm Ministerium der öffentlichen Arbeiten vom 11. Ja- mxar, hat folgenden Inhalt: Amtli es: Dien t-Na richten. -“- Nichtamtliches: Der Neubau der Moa iter Brü e in erlin. _ Der Wettbewerb für das neue Provinzial-Mufeum in Hannover. (Schluß.) _ Der heutige Stand der Wiener Wa erver'orgung. _ Verechnung von Mauerankern. _ Vermischtes: uSzeiébnun en an Baubeamte der Stadt Berlin. _ Preisbewerbung für einen onu- ' mentalbrunnxn in A cbaffenburg. _ Preisbewerbung "r Thür- und . Xensterbescblagc. _ er ahren zur Trockenle an von an ruben. _ WidmungstYel an der chack-Galerie in iin en. _ esucb der Technischen ochschule in Berlin.