“MHM und - ar en, die Generale der Infanterie, det Damnerie "LÜK Aßtillerie, die _Admirale, dre Staatx- Mister und der Minister des Koniglichen Hause:?lxi dre CurraL-Lieutenants, die VizwAdmirale und die W: ichen
Oeheimen Räthe erschienen, und _cs_ haben dre_ Herren '“ vom großen Vortritt und der Mmrfter des Komglrchen Hauses r ts vom Throne, die Generale, dre Staats-Mmzster und die irklichen Geheimen Räthe dem Throne gegenuber ihre Stellung eingenommen. Links vom T?MW _treten _dte EenerabAd'uxanten, die Generale und Adrn rale 3. ]8. 8111138 und die Fl gel-Adjutanrcn, der Geheim? Kabmets-Rath Semer Majestät des Kaisers und Königs, forme das _Prrnzltche Gc- fo e, welche sah in der Rorhen (])ray (101_“-) Kammer de:?ammelt hatten und dem Zuge nach dem Rtttersaale ge-
ßnd Bei dem Herannahen des Zuges e_rtönt von den im Rittersaale stehrnden Trompetern cm kurzer Ruf, welcher von den auf dem silbernen Chors stehenden aufgenommen wird. Sobald dlc Sptxe des Zuges den Rittersaal erreicht, seßx auf dem stlbernen Chor eine schmetternde Fanfare e_m, welche _so_lange dauert, bis Seine Majestät der Katser und Komg den Thron
bestiegen haben.
8.
Seine Majestät der Kaiser und Ko_n1g, bedeckten auptes, besteigen den Thron,_ lassen Slck) auf den hronsessel nieder und ertherlcn dcm OrdenS-Zeremomey-
meister den Befehl zur Einführung des Generals_ derng_al1erre und General-Adjutantén,_ Ldand; ofmetsters rm Komgrercl) PreuenGraenvon e)n or . _ ierauf Zegcbcn sich die' als Parrains asststiercnden Kapitel- mitglleder, der Staats-Minister Graf zu Eulxnburg rznd der General der Artillerie und General-Adxntant Frxrft Rad iwill, nachdem sie sick) vor SeinerMaxcstat dem Katser und önige verbeugt haben, unter_Vort_r_11t de_r Hrrolde, und eführt von dem Ordens:Zercmonrcnmenter, m dre Branden- Jurgisch'e (Rothe Adler-) Kammer, empfqngep dort den_ vor- - enannten Neuaufzunehmenden, welchxm fte _brs zur Beendtgrmg er Zeremonie als Parrains zur "Sem: bletben, und geleiten denselben bis an die Stufen des WWW. D_aselbst angela_ngt, verbeugen fich Alle vor Seiner Majestät dem Katser Und König. _ _ _ Der Ordens-Schaßxversier trrtt unterdessen zu den dre 1 nien tra enden Ho pagcn. InsgDer OrdZns-Zeremonirnmeister nimrnt seine Stellung dem stellvertretenden Ordens-Kanzler gegenüber an den Stufen zur Rechten des Throns em. _ _ Bei dem Erscheinen der neu zu mvestrcrenden Ritter im Rittersaal ertönt von den daselbst auf- gestellten Trompetern eine kurze Fanfare, welche von dem silbernen Chor aus nachgebla en wrrd und ver: klunacn ist, sobald die neuen Ritter vor dem Thron angelangt sind.
9.
Seine Majestät der. Kaiser und König lassen ]eßt durch den Stellvertreter des Ordens-Kanzlers dem Ordens- Sekretär einen Wink crtheilen, um dre das Aufnahme- gelöbniß betreffenden Artikel 10 und 11 der Ordens-Statutcn :vom 18. Januar 1701 zu verlesen. _
Nachdem dies geschehen, reicht der Ordens - Sefretar, “welcher ftck) zur Linken des Stellvertreters des Ordens-Kanzlers aufgcstellt hat, dem erteren das Statuterrbuch offcn, welches dieser ebenfalls geöffnet in _die Hände Sem er _Majestät des Kaisers und Königs mcdcrlegt. Allerhochstdiesclben richten odann an dkn neu aufzunehmenden Ritter die Frage, „,ob de elbe geloben wolle, die ihm soeben bekannt gemachten Nitterpflichten zu erfüllen“,_worauf dcr Befragte, an den Thron, Hinantretcnd, indem er sem; Rechte (die_bloße Hand) auf das Statutenbuch 1egt, an Etch Statt erwrdert:
„Ja, ich _aelobe es!“
Der Stellvertreter drs Ordens:Kanzlers empfängt aus den ,änden Seiner Ma]cstät des Kaisers und Königs das tatutenbuck) zurück, um dasselbe dem Ordens-Sekretär wieder zu übergeben. _ _ _ _
Der neu aufzunehmende Ritter be iebt srck) m seine frühere Stellung zurück und wird nunmle, nachdem derselbe das Band des Ordens abgelegt hat, von den beiden asftstierendcn Parrains mit dem Ordenßmantel bekleidet.
Während dieser Einkleidung ertönt von dem silbernen Chor herab eine altdeutsche längere Fanfare.
Der Stellvertreter des OrdenS-Kanzlers überreicht sodann auf einem rothsammetnen Kissen, das er vom Schaßmcister empfangen, Seiner Majestät dem Kaiser und Könige die Ordenskctte für den neu aufzunehmenden Ritter.
Hierauf tritt dieser zum zweiten Mgl an die Stufen des Throns, läßt sich vor Seiner Maxestät dem Kaiser und Könige auf das durch cinrnLFa en herbeigebrachte Kissen mit dem rechten Knie nieder, un er Allerdurchlauch-
tigste Großmeister gcruht demselben die Ordenskette umzuhängen und die Accolade zu ertheilen. Die Trompeter im Saale lassen einen neuen Ruf ertönen, welcher vom silbernen Chor aus mit einer dreimaligen Fanfare erwidert wird.
Der neu aufgenommene Ritter tritt auf scinen Plaß zurück und wird nun von den assistierender: Parrains, unter Geleitung des Ordens-Zeremonienm sisters, zu r H a n d r ci ck 1: n g und dann zu dem Play geführt, welchen derselbe" unter den KapitelfähLiZen OrdenSrittcrn einnimmt.
ährend der Handreichung ertönt ein OrdenS-Marsck). Hierauf kehren dre Parrains auf ihre Pläße zurück.
§ 10.
Seine Majestät der Kaiser und König ertheilen demnächst dem Ordens-Zeremomenmeister den Brfehl zur Ein- führung des Generals?- der Infanterie und General-Adjutanten, Chefs des Militärkabmets von Hahnke und des Generals der Infanterie 3. D. vo_n Sch1ichtin .
Hierauf begeben sich die als arrains assistierender: KapitelSMitglieder, der Staats-Ministcr Graf z_u Eulen- burg und der General_der_Artillerie, General-Nd1utan1Fürst Nadziwill, nachdem ste srch vor Seiner Ma'cstät dem Kais er und Könige verbeugt haben, unter ortritt der
erolde, und geführt von dem Ordens-Zeremonienmeister, in dre Brandenburgische (Rothe Adler-) Kammer, empfangen dort die vorgenqnnten beiden Neuaufzunehmendcn, welchen fie bis ur_ Beendtgung_ der Zeremonie als Parrains zur Seite [erben, und gelerten dieselben bis an die Stufen des Throncs. Daselbft _angelangt, vxrbeugen sick) AÜe vor Seiner Majestät dem Katser und Konige. _ Ber denz Erscheinen der neu zu investierenden Rttter rm Ntttersaale ertönt von den daselbst aufge-
llt n Tram eiern wiederum eine kurze Fanfare ft:)eelckßc von Um ßlbernen Chor aus nachgeblafer; wird und verkl-ungen ist, sobald dre neuen Rüter vor
dem Thron angelangtÜmd.
Seine Ma'estäl der Kaiser und König laffep ]th wiederum die das1 Aufnahme-Gelöbniß betreffenden Nrttkel10 und 11 der Ordens-Staluten durch den Ordens-Sckretär _ver- lesen und richten sodann an die neu aufzunehmenden Rttter nach einander, und zwar zunächst an den dem_Patent nach ältesten, dic Rage: „ob derselbe geloben wolle, drc rhm soeben bekannt emachten Rittcrp ichten _zu erfullcn“€ worauf der jechmal gVefra te, an den hron mantretend, mdem er [eme Rechte (die blo e „Hand) auf das tatutcnbuch legt, an Erbes
Statt erwidert: „Ja, ich gelobe es!“
Der Stellvcrrreter des Ordens-Kanzlers empfängt _aus den änden Seiner Majestät des Kaisers und Kdrrtgsdas tatutenbuch zurück, um dasselbe dcm Ordens-Sekrctar rmeder einzuhändigen. _ _ _
Die neu aufzunehmenden Rüter begeben srch m thrc früheren Stellungen zurück und werden, nachdem _ fie das Band des Ordens abgelegt haben, von drn beiden assistierenden 5Y_Jrrains mit dem Orden-Zmantel heklcrdet.
ährend dieser Einkleidung ertont von dem filbernen Chor herab eine altdeutschc [ßngerr Fanfare.
Der Stellvertreter des Ordens:Kanzlers uberretcht nun- mehr auf einem rothsammetncn Kissen, das er vo_m Schuß- meister empfangen, Seiner Majestät dem Kaser und Könige die Ordenskette für den dem Patent nach altcsten der neu aufzunehmenden Ritter. _ _
Hierauf tritt dieser zum zweiten Mal an dre S_tufen des Throncs, läßt sich vor Seiner Majestät dem Karser und Könige auf das durch einen Pagen hcrbeigebrachte Krsserr mrt dem rechten Knie nieder, und der Allcrdurchlaucht_tgste Großmeister geruht demselben die Ordenskette umzuhangen und die Accolade zu crtheilen. _
Die Trompeter im Saale lassen emen neue_n Ruf ertönen, welcher vom silderncn Chor aus mrt einer dreimaligen Fanfare erwrdert wird. _
_cZkOer neu aufgenommene Ritter tritt auf fernen Play uru . z Dieselbe Zeremonie wiederholt sich bci dem zweiten der neu aufzunehmenden Ritter.
Die somit investierten beiden Ordeysritter werdengrun gleichzeitig von den assistierenden Parrams, untrr (Helertung des Ordens-Zcremonienmeisters, zur _Handrerchung _und dann zu dem Plaße geführt, welchen ste unter den Kaprxcl- fähigen OrdenSrittcrn ctnnehmen. _
Während der Handreichung ertönt sm_OrdenszMarsch.
„Hierauf kehren die ParrairL? auf ihre Ploch zuruck.
Seine Majestät der Kaiser Und K_önig erheben Sich, um das Ordens-Kapitcl abzuhalten. Dres geschreht im Kapitelsaale, wohin sich vom Rittersaalr aus in der unter, §6 beschriebenen Weise der Zug, in welchen an den entsprechenden Stellen die investierten neuen Ritter eingetreten smd, in Be- wegung seßt.
Die im Riitcrsaale aufgestellten Trompeter betonen die Beendi ung der vaestitur-Fcier durch einen Ruf, welcher auf9 dem silbernen Chor aufgenommen wird. Eine kräftige Fanfare begleitet den Zug der thter aus dem Saale.
Die Herolde, welche dcm Zuge wieder vorgetreten smd, bleiben in der Rothen Sammetkammcr am Eingangs zum Kapitelsaale stehen. Nach Eintritt der Ritter, und nachdezn die Pagen den Kapitelsaal verlassen haben, wird die Thur desselben geschlossen. _
13 Hiermit endigt der Akt der Investitur, und das Kaprtcl eginnt.
Von den im Rittersaalc zurückgcblicbcnen Zuschauern der Investitur:Feier erwarten nur die dienstthucndcn die Rückkurrft Seiner Majestät des Kaisers und Königs und Ihrer Kömg- lichen Hoherten der Prinzen. 3
§ 1 .
Sobald der Allerduräxlauchtigstc Großmeister das Kapitel ges [offen hat, formiert der vorbeschriebene Zug slck) in um- geke rter Ordnung. ierauf erheben Seine Majcstät der Kaiser und König [llerhöchstsich an der Spiße sämmt- licher Ritter nach der Schwarzen Adler-Kammcr, wosclbst dic Mäntel abgelegt werden.
Berlin, den 15. Januar 1896. Auf Seiner Kaiserlichen und Königlichon Majestät Nllcrgnädigsten Spezial-Befehl. Graf A. Eulenburg, Zeremonienmcistcr des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler.
Aqullerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs findet die Feier dcs Krönungs- und Ordensfestes am Sonntag, den 19. d. M., auf dem König- lichen Schlosse hierfelbst statt, wozu die Einladungen an die Herren Ritter und Inhaber Königlicher Orden und Ehren- zeichen nach Maßgabe des zur Verfügung stehenden Raumes diesseits ergangen smd.
Berlin, den 16. Januar 1896. _
Königliche Gcncral:Ordens-Kommrfsion.
Ministerium der geistlichen, Unterrichts: und Medizinal-Augelegenheiten.
Königliche Technische Hochschule zu Berlin. Bekanntmachung.
Die Technische Hochschule wird das (Habu rtsfe st S eincr Majestät des Kaisers und Kdnigs am 26.Januar d.J., Abends 6 Uhr, in ihrer Aula fcstlrch begehen.
Der Zutritt ins Hauptgebäude fmdet nur durch den Haupteingang statt; es wird ergebenst ersucht, die Emlaßkarten am Eingange zur Aula vorzu ctgen.
Charlottenburg, den 15. anuar 1896.
Rektor und Senat. _ Müller-Breslau.J
Bekanntmachung.
Am Sonnabend, den 18. d. M.,_ find aus Anlaß der er des Gedenktages der Neubegrundung des Deutschen “chs die Königlichen Museen (Altes und Neues Mr_xFerfs Museum für Völkerkunde und Kunstgewerbe-Museum) e 0 en. g Berlin, den 15. Januar 1896. General-Verwaltunq cJer Königlichen Museen. one.
Bekanntmachung.
Seine Ma'estät der König haben dur AUerhöchftcn Erlaß vom 6. d. .die Einberufung des 22. rovinzial: Landtags der Provinz Brandenburg zum 16. Je: bruar d. I. zu bestimmen geruht. _
Die Mitglieder desselben smd rnfol _e dessen ein eladm worden, sich an dem gedachten Tage, * tttagsz 12 UZr, im _Landfshause zu Berlin zur Eröffnungssrßung zu der- ammk 11.
Den Herren Abgeordneten wird - wie früher “ Ge“; legenheit geboten sein, gemeinsam an dem Sonntagsgottesdienst in dcr Dom-Jnterimskirche im Schloß Monbijou-(Harten therl: zunehmen.
Potsdam, den 13. Januar 1896. Der Ober-Präsident der Provinz Brandenburg, Staats-Minister „ v on Ack en back). '
Bekanntmachung.
Des Königs Majestät haben mittels Allerhöchsten Erlasses vom 9. Dezember 1). J._die Berufung des Provinzial: Landtags der Provrnz Westfalen zum 9. Februar d. I. nach der Stadt Münster zu genehmigen geruht.
Die Eröffnung Findet an dem gedachten Tage nach vor: gängigen: (Gottesdiént, welcher rm Dome um 91/2 Uhr und m der evangelischen Kirche um 101/2 Uhr beginnt, um. 121/9 Uhr Mittags im Ständehause zu Münster statt.
Münster, den 12. Januar 1896.
Der Königliche LandtagdKommiffar, Ober-Präsident von Westfalen, Wirkliche Geheime Rath Studt.
Yickztamtliches.
Deutsches Reick).
Preußen. Berlin, 16. Januar.
Seine Majestät der Kaiser und K_önig nahmcn' heute Vormittag die Vorträge des Kriegs-Mintsters und des Chefs des Militärkabinets entge'gcn und empfmgen Mittags- den Gesandten ])r. Krauel.
Jbre Königlichen Hoheiten der Prinz Albrecht vr-_n Preußen, Regent dcs Herzogthums Braunschweig, und dre Prinzessin Albrrcht sind heute 31; den bevorstehenden Hoffestlichkeiten aus Braunschweig hier crngctroffen.
Der Bundesrat!) versammelte sick) heute zu _cinrr Plenarsißung. Vorher beriethen die vereinigten Aus1chüfsc für Handel und Verkehr und für Rechnungswesen sowie die vereinigten Ausschüsse für Rechnungswesen und für Elsaß- Lothringen.
Am 18. d. M. wird vor der im Königlichen SchloJo stattfindench Feierlichkeit in der St. „Hedwigskirchc cm Hochamt mit Tedcum abgehalten werden. Es wird ch- halb der Gottesdienst in dieser Kirche nicht um 101/4 Uhr, wre in der Ansage dcs Reichskanzlers vom 6. d. M. und in dem
um 91/2 Uhr beginnen.
Mit Rücksicht auf die beiHofc und vor dem Universitäts- gebäude stattfindenden Feierlichkeiten ist die von drr__h1es1gen Königlichen Friedrich:Willwlmö-Unirersrtat auf den 18. d. M., Mittags 12 Uhr, fcstgcseßte Ferer auf 1Uk)r verschoben worden.
Das Ministerium der öffentlichen Arbeiten ist von einem überaus schweren Verlust betroffen worden. Am 15. „d. M. ist der Oder:,Baudircktor Lorenz nach kurzer, ursprzmgltch leicht aufgetretener Krankheit an Influenza, Lungenentzundung
und erzlähmuwg gestorben. _ _ _ im Jahre 1838 m Komgs:
tto Ferdinand Lorenz, _
berg i. Pr. geboren, wurde, nachden": er 1860 die Bau- xührer- und 1866 die Baumeisterprufung m1t_ gutem Er- olge abgelc'gt hatte, zunächst m_ dem Negterungsbeztrk Potsdam mit Bauausführungen beschaftigt und erhielt sodann im Jahre 1868 die_speiel1e Bauleitung des neuen Straf- efängnixses am Pldßen ec. _ _ _ Zingeben e Eifer und das hervorragende arch1tektonrsche wre
größere Bauausführurm in gleicher Weise wie alle übrigcrl rhm während seiner späteren, leider zu kurzen amtltchen Thätigkeit gestellten, immer wichtigeren Aufgaben erfaßte und zu vollem Gelingen brachte, lenkte schon daxnals dre Auf- merksamkeit der StaatSregierung auf rhn. _ _ wurde, nachdem er in der Zeit vom_ 8. Ayrrk 1872 bis zum 12. August 1873 als Land-Baumerster der der Re- ierung in Liegniß thäUÉz gewesen war, als Baumspektor an Lie hiesige Ministerial- a
dieser semer Stellung neben vielen anderen Bauten den de_s Krrminalgerichtßgebäudes 'm Moabit zu letter:. Arn 16. Aprtl 1884 wurde er zum Regierungs- und Baurath m otsdam
ernannt und nach vorangegangener kommissarischer eschäfti-
gestern veröffentlichten Programm angegeben ist, sondern bereits
Der unermüdliche, ernste und-
administrative Geschick, mit welchem Lorenz diese seine erste“
Lorenz.
ukommission verwßt und hatte in-
gun im Ministerium der öffentlichen Arbeiten am 26. Juni ] zum Geheimen Bau: und vortra enden Rath in der Ab- theilung für das Bauwesen_ ernannt. Im Jahre 1893 erfolgte seine Beförderung Fm Gehermen Ober-Baurath und am 31. Juli 1895 diezum Ober- audtrektor. Lorenz war ordentliches Mitglied der Akademie des _Baywesens und des technischen Ober- Prüfungsamts, _ sowre tm _Besiß des Rothen Adler:Ordens dritter Klasse mrt der Schlerfc und des Kronen-Ordens vierter la & K ffDas Ministerium der öffentlichen Arbeiten verliert in dem so unerwartet früh Dahingcschiedenen eines seiner auSgc- eichnetsten und hervorragendsten Mitglieder, der Staat einen Beamten, dessen Thätigkeit zu den größten, 1th leider zu (Grabe getragenen offnun en berechtigte. In dem Vcrcwigten vereinigten slch in cltener eise frttlicher Ernst, strenges Pflicht: efühl, rastloser und unermüdlicher Diensteifer, unbedin te Loya- Jität und! uverlässigkeit, lautere Gssinnung und becheidene Selbstlosrg eit, reiche architektonische Bcgabunq und ein übrraus großes VermaltungsZefchick. Wie in allcn feinen Stellungen, so hat er auch in ferner Stellung als_ vortragender Rath, in welcher ihm hauptsäch1ich dic Lcrtung der sämmtlichen Univerfitätsbauten zugcfaUen war, und in seiner Stellung als Ober-Baudirektor den höchsten Anforderungen voll entsprochen. Für diese leßtere Stellung, die er leider nur wenig länger als fünf Monate bekleidet hat, bcfähigten ihn in ganz hervorragender Weise seine Vertrautheit mit (111211 organisatorischen und ver- waltunasrechtlicben Bestimmungen, seine auschehnte Personal: kenntniß, dre Schärfe seines Vcrstandcs und die Milde und (Gerechtigkeit in seiner Beurtheilung Anderer, Seine [eßten Arbeiten, welche an seme Thätigkeit die wcitgehendstcn An: forderungen steUten, waren die Entwürfe für den Umbau der Charité und dre Verlegung drs Botanis en Gartens, sowie die Bearbeitung einer neuen Auflage der ienstanweisung für die Baumspekwren der Hochbauverwaltung. Sein Andenken wird in dem Minästcrium der öffentlichen Arbeiten wie in dem ganzen Baufachc ein gcfegnetes bleiben.
In der Nr. 141 des „R.- u. St.:I .“ vom 17. Juni 1892 war eine Auskunft über die Vertheilung des Nachlasses des im Jahre 1791 in Amsterdam verstorbenen Kaufmanns Johann Conrad Brandt veröffentlicht und am Schluß angekündigt worden, daß unter den obwaltenden Umständen das Auswärtige Amt und die KöniYich niederländische Regierung Eingaben in dieser ' ngclegenheit nicht mehr beantworten würden. Troßdcm Haben die vermeinrlichen deutschen Seitenverwandtcn des Erblassers nicht aufgehört, in zahlrerchen (Besuchen amtliche Vrrmittelunq zur Durchführung ihrer Ansprüche auf dcn Brandt'schcn Nachlaß u erbitten, wobri src wiederholt die Behauptung aufgestellt ha cn, daß die zweite Hälfte des Nachlasses, die Ursprünglich dcr Urenkelin des Erblassers zugedacht war, odrr doch ein Theildavon noch heute entweder von dem Königlich mederländischcn Finanz-Ministerium oder von der Messkammer _in Amsterdam odcr emer ähnlichen Behördr oder von einer Agens zu diesem weck eingeseßten Kommission verwaltet werde. Von-andcrrr eite wurd? auck) vorgetragen, daß bei dem Bankhausc Lippmann, Rosenthal u. Co. in Amsterdam Gelder aus dem Brandt'schcn Nachlaß hiuterlegt scrcn.
Alle dieseBehauthngcn haben sick) als unrichtigerwiesen.
Nack) amtlicher Auskunft der Königlich niederländischen Regierung werden weder von dem "inanz=Ministcrium noch von einer sonstigen staatlichen odcr stä tischen Behörde im Haag
oder in Amsterdam, noch unter An sicht einer solchen Veéörde “
Theile dcs Brandt'schen Nachlasses verwaltet. Desgleichen hat der Inhaber des genannten Bankhauses die Versicherung ab- gcgcben, niemals (Gelder aus dieser Verlassenschaft in Ver- waltung gehabt “1: haben.
_ Bcr diescr ach1age kann allen denen, die ihre vermeint- ltchrn Ansprüche auf den Nachlaß weder verfolgen wollen, ledrglick) überlassen werden, src auf dem Prozeßwegc gegen die RcchtS11achfolger dcr ursprünglichcn Empfänger des Nachlaß- pcrmögens geltend zu machen; eine amtliche Verwendung zu thren Grmstcn kann nicht gewährt wcrden, und Gesuche solchen Inhalts werden künftig u:“alrerücksichtigr bleiben.
Es mag noch bemerkt wcrden, daß schon in früheren JaHrcn eine Reihe von Zivilprozcffcn wegen Herauögabr dcs Brgndt'schen Nachlasses gegen die Eheleute van Meurs _efuhrt worden sind, die, soweit bekannt, fämmtlick) mit der Zldwersung der Kläger geendet haben, die ihre Verwandtschaft Mit dem Erblasser nicht u beweisen vermochten.
_ Dre Führung diefes. eweises dürfte auch künftig schwerlich geltrxgcn. Denn trdß cingchrnder NachforschnnYn ist es nicht geqlückt, den GeburtSort des Erblassers mit icherheit _fest- zuteUen. _Der ein ige Anhalt dafür findet sich im Amter- damer Heirathsregiétcr, wo unter dem 30. Januar 1730 Johann_ Conrad Brandt als aus Hannover gebürtig einge- tragxxr rst. Ob hiermit dicStadt oder allgemein das damalige Kursurstcnthum Hannover gemeint ist, hat sich nicht feststellen lcrffcn. Alle von den vermeintlichen Erben bcigcbracbten Stamm- bgume undsonstigen Urkunden leiden unter dem Mangel, daß drr Identrtat des darin aufgeführten Johann Conrad Brandt mrt dem Erblasser nicht erwiesen ist.
Unter diesen Umständen kann nur nochmals empfohlen wcrdczr, auf die Verfolgung derartiger aussichtsloser Erb: anspruchc weder Geld noch Mühe zu verwenden.
Gemäß der bezüglichcn Brkanntmachung des Ober- Fräsrdcnten der Provin Brandenburg, Staats: Ministers 1". von Achenbach trat geZtern der 68. Kommunal:Landtaq der Kurmark unter Vorsiß des Geheimen Regierungs- und Landrgrhs von Winterfeldt-Menkin im Landeshause, Mattharkirchstrgße 20/21 hierselbst, zujammcn.
De_r Vorstßende eröffnete den Landtag mit einem Hock) auf Seme- Majestät den Kaiser und Kömg, in welches der Landtag dreima[ lebhaft einstimmte.
Dxrckx Krankheit werden dem Landtag für die Dauer der Sesston fern __ Kehalten die Abgeordneten: Seine D_urchlaucht der Furt zu Solms - Baruth, Graf von chkcnstem, Kelch _und Be er. Die Vertreter sind ein- eladen und erscl)rer1_en._ Gn Stelle der verstorbenen
bch' Ehrenberg und W908, deren Andenken der Landtag dur Erheben von den Plaßen ehrte, sind die Abgg. Präker UNd Stadtratk) Schmidt em etreten, deSgleichen als Vertreter der adligen Ma1orate_ und i_deikommiffe der Graf von Arnim- Boißenburg. Dic Nrederlausrtz wird in Angelegenheiten der Landfcuersozietät durch den Landrath Freiherrn von Manteuffel: Krossen und den Landsyndikus Sack-Kremmen vertreten.
* Nach Mrtthetlung dieser Personalien konstituierte der Vor- fißende dxn Landtag, mdem er den Abgeordneten für Brandm- burg, Burgemxeifter „Hammer zum Schriftführer und den Abgeordneten furPrenzlau, Bürgermeister Mertens zu dessen Stellvertreter berref und zwei Ausschüsse bildete, den 1. für die Apgelegenbetten der Landfeuersozietät der Kurmark und der Nredxrlaustß _und den 11. für diejenigen der Kur- xnarktschen Hrlfskaffe des Kriegsschuldenwesens und der mnpren Verwaltung. Zum Vorfißenden des 1. Aus- schusses wurde der Major von Bredow : Buchow- Carpzow_ und zu dessen Sterertreter der Hauptmann von Thumen auf Stangenhagen, zum Vorsißenden des 11. Ausschusses der Regierungs- und Landratk) von Gers- dorff zu Beeskow und u des_sen Stellvertreter der Ritterguts: besrßer (Graf von der chu endurg auf Trampe ernannt.
_ Dem 1. Ausschuß wurden sofort 10, dem 11. 50 und dem thterschaftlichen Konvent 3 Sachen überwiesen. 17 ein- gegangene Dankschreiben für Bewilligungen des 67, Korn- munal:Landtags an milde Stiftungen wurden durch Kenntnißnghme dcs Landtags erledigt. Der Ausschlußtermin fur den Emgana der in der gegenwärtigen Session noch zu verhandelnden Sachen wurde auf den 21. d. M. einschließlich und _dre nächste Sißung des Landtags mit Rücksicht auf die Arbeiten der Ausschüsse auf Montag, den 20. d. M., Mittags 11 Uhr, festgeseßt.
Die Berdllmächtigtcn zum Vundeksrath: Köni lick) bayerrschcr Mrmsterial-Rajk) v o n (53 eig er, Königlich sächsißcher thmmer Rail) ])1'. Rü „aer, Präfident des Königlich wurttemberg1schen StaatL-Ministeriums Dr. reiherr von M_rt_tnacht, Fürstlich schwarzburg = rudolstädti cher Staats: thster von Starck, Landes:Direktor des Fürstenthums Waxdeck und Pyrmont von Saldern, Fürstlich schaumburg= l1pp1schcr StaatEMinister von Wegnern, Senator der freien und Hansestadt Lubeck ])1'. Klügmann, Bürgermeister der freten und Hansestadt Hamburg Dr. Versmann und Senator ])1'. Burchard smd hier angekoMMen.
_ Der Präsident des Königlichen Ober-LandeLkulturgerWt-L, Wrrklrche Geherme _Ober-Negierungs-Ratk) Glaßcl ist am 14. d. M. hrcrsclbst 1m «Lebensjahre verstorben.
Bayern.
Wie die Münch. ,Allgcmeine Zeitung“ vernimmt, findet am 18. d. M. im Neßdcnzsrhlosse zu München eine Gala- tafel statt, zu we'lcher außer den (Gesandten der deutschen Bundesstaaten und dem gesammtrn StaatS=Miniftcrium auch alle in München lebenden (Generale geladen sind, welche der Kaiferproklamation beiwobntcn.
_ Bei der gestrigen Berathung des Antrags der Abgg. S_oldner und Genossen (Zentr.), betreffend die Konver- tr_erung der vierprozcntigen Anleihe, erklärte der
manz-Minister Dr. von Riedel in der Kammer der
_bgeordnrten: er halte den gegenwärtigen Zeitpunkt für dre K_onvrrsron nich_t Tür geeignet; da er auch einen künftigen Termm heute rrnmog ich bestimmen könne, wünsche er, daß der Antrag, der dre Wahl des Zeitpunktes der Regirrung Über: laßt, zur Annahme gelange.
Oldenburg.
Das heute Über das Befinden Ihrer Königlichen „Hoheit der Großherzogin ausgegebene Bulletin lautet dcm „W. T. B.“ ?ufolge:
Der Schla Jbre'r Königlichen Hohrit war in dsr vergangenen Nacht_bedeutend besser und das AUgemeinbefindc-n befriedigrnd. Die bdbe Franke fühlt fich brate viel woblrr und kräftiger, dcr Appstit mmm zu.
Oesterreiéh-Ungarn.
_ Wie das „Frcmdenblatt“ erfährt, hat der Statthalter von Y_ohmen Graf_Thu11 am 7, d. M. die Regierung ersUcht, Ferne Demrsston dem Kaiser zu unterbreiten. Diesem Nn- rtchen tft Fdlge; gegeben und glcichzeitig Akt von der patrio- trschcn Berettwrlltgkcit drs Stqtthaltcrs genommen worden, bts zrrm _SckZluß der Landtagssefsron die Geschäfte fortzuführen; Zugletrk) rst er Statthalter ersucht worden, für diese Zeit in er schwierigen_, verantwortlichen Stellunqu verbleiben.
Zur gememschaftlichen Feier der * egründung des neuen Deutschen Reichs und des Geburtstags Seiner Majesrät des Deutschen Kaijcrs veranstaltet die deutsche Kolonie in Wien ein Festessen.
Jm ungarifchen Abgeordnetenhause entwickelte
estern der Führer der Nationalpartei Graf Apponyi sein Yrogramm. Er erklärte unter anderem, er wünsche keine
enderung des Systems, auch keine Aenderung des Wahl- gescßes, _er wünsche Verschärfung im DiSciplinarvorgehen gegen dre Beamten, welche die Wählerlisten zusammen- stellen, und das Verbot der Theilnahme der Beamten an Wahl- aktionen. Der Redner schloß, cr denke nicht daran, feine oppofitionelle Politik aufzugeben. Miniftrr-Präsrdent Banffy erklärte darauf: Er erkenne die Berechtigung der Vorwürfe be- züglich der Wahlen nicht an; die neue VolksPartei habe die Erregung hervorgerufen, da ihre Bestrebungen auf die Um- wälzung der bestehenden gesellschaftlichen Ordnung ge- rtchtet seien. Auch er wünfche, daß eine die Sicherung der Wahlfreiheit bezweckende Vorlage über die Gerichtsbarkeit des Obersten Gerichtshofs in Wahlsachen durchgeführt werde. An eine eingehende Revifion des Wahlgeseßes könne nicht gedacht werden; eine derartige Reform könne nicht jnajäsnßxüirsr behandelt werden. Die Regierung arbeite nach einem festqesteüten Programm. Sie habe das, was src vor einem Jakjre versprochen habe, eingelöst, soweit die Zeit es gestattete. Sie habe die kirchenpolitischen Vorla en zum Geseß erhoben, sie habe die wirthscha tlichen Interessen gepfle t. Die Regierung habe die Abtcht, die Vorlage Über ic Kurialgertchtsbarkeit möglichst noch vor Ostern zu verhandeln; das Haus könne noch länger tagen, da unter an- deren wichtigen Vorlagen auch der wirthschaftliche Aus- leich mit Oesterreich in Angriff genommen werden müsse.
pponyi's Friedensanerbietung nehme cr namens der Re- gierung und ihrer Partei innerhalb gewisser Gre_nzen und mit der von ihnen gegebenen Jnterpretierung _an. Dre Aeußerung des Abgeordneten Szederkeoyi von_ emerrr „Herumtasten“ der Regierung weise er zurück. Dre Regrerung habe alle
Zusa en auf kirchenpolitischem und landwirthsrhtjtllch Gebiet, erfüllgt, bezüglich des leßteren durch Regelungen im Eisenbahn- wesen _und durch einheirliche Regulierung der Donau. Er Öffe, daß dre Regierung noch im Laufe der epenwärti en _ ef- _ debatte eme Vorlage über die landwrrthscha li Kre ite vorlegen könne, Die Regierung werde na dem Budget den Entwurf über die VerwaltungSgerichte zur Beralbung- bringen und spärerhin wahrscheinlich nach einigen kleinerm .' Entwürfen denjem en über die Kurialgerickztsbarkeit. Er halte ' es auch für we mäßig, die Bankenftage, das JZoll- und Handelsbündni und dre Ouatenfrage vor den Ferien zu erledi en. Mit einigem guten Willen werde also as Haus die ..,- öglicbkeit haben, daß, wie_ Graf Apponyi es wünsche, uber die Gerichtsbarkeit der Kurren verhandelt und die von, diesem gemachten Vorschläge erörtert werden. Es werde nicht im Interesse dieser oder jener Partei, auch nicht im Interesse des Hauses, sondern im Interesse des Landes liegen, wenn . Alle ihren Pflichten bei friedlichen objektiven Berathungen “ entsprechen konnen.
Frankreich.
Eine gemeinsame Versammlung der republikanischen Gruppen des Senats steklte, wic „W. T. B.“ aus Paris berichtet, als Kandidaten für den Präsidentensiß im Senat Loubet mit 96 Stimmen auf gegen 78 Stimmen, welche auf Constans entfielen.
Die von der Kammer eingeseßte Kommission für die Ausstellung des Jahres 1900 beschloß mit 7 ge en 4 Sttmmen, dre AuSstellung ganz auf dem linken Seine-U er abzuhalten; eine AUSnahme wird nur bezüglich des Trocadero gemacht.
Türkei.
Der britische Botschafter Sir Ph. Currie hatte, einer Meldung des „Neutcr'1cbcn Bureaus“ aus Konstantinopel zufolge, gestern eine Privataudicnz bei dem Sultan, in welcher er demselben ein eigenhändigrs Schreiben der Königin Victoria überreichte.
Die Konsuln in Aleppo reisen Heute nach Marafch ab.
Bulgarien.
Aus Sofia meldet „W. T. V.“, daß gestern der Finanz- Minifter Gefchow in das Ausland abgeretst sei.
Die 111 einigen Blättern des Auslands fortgrseßt er- scheinenden Meldungen über Meinungsverschiedenheiten Mischen "oem Prin en Ferdinand und seinen
inistern erklärt die „ genre alcanique“ als jeder Grund- lage entbehrend. Diese Meldungen erschienen zur Evidenz durch die Thatsachen, namentlich durch die in vollem Ein- verständnis; mit dem Kabinct erfolgte Reise des Prinzen in das Ausland, entkräftet.
Amerika.
Die Deputirtenkammer der Argentinischen Republik nahm gestern, wic „W. T. B.“ aus Buenos Aires meldet, eine Gescßcßvorlage, betreffend die Gewährung xiner Zuckerausfuhrprämic, an. Der Senat dürfte ]edock) diese Vorlage wahrscheinlich nicht mehr in der gegen- wärtigen Session berathcn.
Afrika.
Der „Agenzia Stefani“ wird aus Massowak) vom gestrigen Tage berichtet: Nach einem Telegramm des Generals Baratteri vom 14. d. M. enthielt cin demselben zu- gegangenes Duplikat des vom Kommandanten von Makalle am 11. d. _M. abgesandten Schreibens die Meldun , daß der Femd fick) in vorgerücktcr Abendstunde zurüx- grzogen habe; Viel? Schoancr wären unter dem Schuß ernes gegen dre Befestigungen unterhaltenen Gewebrfeuers mit dem TransPort von Todten und Verwundeten beschä ti t ge- wesen. An diesem Abend habe man nicht bemerkt, (: sich dre feindlichen Kolonnen dem Fort wieder näherten, wie dies an den Tagen vorher der Fall gewesen sei. Wie ein Kund- schaftrr versrchert, hat am_Sonntag und Montag früh keinerlei Angrr stattgefunden. Dre Nachrichten in Betreff der schweren Vrrlu te der Schoaner bestätigen stck). Wie General Baratieri werter m_eldet, steht das Hauptquartier mit den vorgefchobenen Posten m tclegraphischer Verbindung. _ Ein Kundschafter, welchrr das Lager der Abessinier am Montag Nachmittag verlassen hat, berichtet, das; der Feind am Montag das Fort Makalle angrxff, aber mit noch größeren Verlusten als am - Sonnabrnd zurückgeschlagen wurde. Derselbe Kundschafter sah,_ daß Askarrs zwecks Verfolgung des Feindes das ort“ verlrcßen, daß andere srch der Quelle näherten und den Wa ser: ' vorratk) er änzten.
Aus 5 rätoria meldet das „Neuter'sche Bureau“, daß der britische Gouverneur des Kaplandcs Robinson und die chrcrung pon TranSvaal am 13. d. M. u einer end- gültrgen Veremhbrzrung gelangt sind, nach wel cr Jameson und dessen Offtzterc_ als Gefangene zur Aburthrilung nach England geHZnund dte gefangenen Mannschaften der englischen Regierung _ uber eben werden, um nach England oder x_hrem sonstrgen ohnort übergeführt zu werden, damit gegen fte nach dem Ermeséen der xnglischen Regierung verfahren werde. Dre Mann chaften sm_d bereits in VolkSrust ein- getroZen; Jameson und die Offrziere werden nach der Grenze von _ atal abgehen, sobald der (Gouverneur von Natal d1e nötbrgen Vorkehrun en zur Uebernahme der Gefangenen ge- troffen hat;-YOer ouvrrncur von Natal Hely-Hutchinson versrcherte m emer Unterredung dem Präsidenten Krüger: Er habe m1t_ Zroßem Schmerz von Jameson's „Handlungsweise, ehört, namerrtlt da „es merstens Engländer gewesen seien, wel (: den Angriff aUSgefuhrt hätten; er beglückwuns e den Präfidenten zu der wrrksamen, schnellen Abwehr des 11 riffs. Der (Hou- verneur der Kapkolonie werde fortgeseßt a es an bieten, den erden unter den Völkern Afrikas zu si ern. Der
_rasrdent Kruger _antwortete: Das Eindringen Iameson's ker eme der schandlrchstcn Handlungen, die je be augen worden e_1en_; er freue fich/ da die rechtlich denken en Engländer hteruber enxrüstet se_1en_; die Regierung der Südafrikanischen Republzk set auf chrtstltchen Grundsäßen begründet, und sein, des Prasrdrnten, Bestreben _sei es, da die Politik der Republik dteselbc blethe. *- Der btsherige remier-Ministerdes Kap- landes_Cec1l Rhodes sol! gestern von Kapstadt nach “London abgerxtss sein. B __ d d P
e er das e n en es rinzen von Vattenber im Aschanti-Land berichtet daS „Neuter'sche Bureau“ au? Prcrnsu_von__gestern: Der Prinz hat eine unruhige Nacht geharzt; dre Korpertemperatur ist jedoch niedriger, der KräFte- Zustand befriedigend, sodaß der Prinz die Reise nach der Krste ortseßen konnte.