. "ZW*_ Deutsches NUÖ.
Preußen. Berlin, 22. Iak'uar.
Seine Majestät der Kaiser und Köni cute Vormittag um 10 Uhr den Chef des
ichen Geheimen Rath Dr. von Lucanus zum Pprtrag. Darauf nahmen Seine Majestät im Neuen Museum dtexemgen Arbeiten *in Augenschein, welche bei dem Wetthewerb zur hr- derung des Studiums der klasüschen Kunst emgegan en md und wobei es sich um die Ergägzung des den Mu een ge- hörigen Tarsus einer tanzenden Manade handelt.
empfingen
Die vereinigten Ausschüsse des Bundesraths für Zoll- und Steuerwesen und für Handel und Verkehr htelten heute
eine Sißung.
Die Bevoümächtigten zum BundeSrgth, Staatssekretär in Elsaß-Lothringen von Puttkamer, Burgcrmeister_dcr freien nseftadt Bremen 131". Pauli, Senator der freien Hanse- tadt Bremen 131: Marcus und Bürgermezster der fretxn und Hansestadt ,Hamburg ])r. Bergmann smd von Berlin
abgereist.
Nach einer bei dem Ober-Kommando der Marine ej):- ge angenen telegraphischen Meldung smd S. .M' Sch1ffe „ tein“, Kommandant Kapitän zur See Röt er, gnd „Stosch“, Kommandant Kapitän zur See Thiele ( lugu sc ), gestern in Havanna eingetroffen.
Tilsit, 21. Januar. Seine Königliche Hoheit der Prinz Albrecht von Preußen, Regent ch Herzogthums Braunschweig, ist heute hier eingetroffen, Dre Stadt war festlich geschmückt. Das Infanterie=Negiment von _Boyen 5. Ostpreußisches) Nr. 41, Vereine und Schßlcr bildeten
palicr. Auf dem Kasernenhof fand eine Bestchnguq? des Dragoner-Regiments Prinz Albrecht von Preußen (ththarn ches) Nr.1statt. Nachmittags um 3 Uhr folgte dann die Be- sichtigung der Remonten in der Reitbghn. Um 6 Uhr nahm Seine Königliche Hoheit mit den Offtzirren des 1. Dragoner- Negiments im- Kafino das Diner „ein. Abends lFand Illumination der Stadt und eine militärtfche Rextervorste ung in der Reitbahn statt.
Friedrichsrub, 21. Januar. Furst Biszn_arch_ laßt in den „Lamb. Nachr.“ folgende Danks a gun g vcroffentl1chen:
Zur ubelfeier des 18. Januar Habe ick) von meinen Mitbürgern in der Heimatb und in der Fremde so zahlreiche Zuschriften und telegraphiscbe Begrüßungen erba ten, daß ich Leider mit mrinen Arbrits- kräften nicht in der Lage bin, den Eiuzslnen meinen Dank aus- zusprechen, und bitteich deshalb Aus, die meiner bsi dieser'Gechenheit so freundlich gedacht haben, meinen herzlichsten Dank htrrdurch ent- gegenzunehmen. yon BiStuarck.
Baden.
Der „KarlSruher Zeitung“ zufolge beabsichtigrn Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Groß- (Zerzogin am 25. d. M. nach Berlin zu reisen, um an der
eburtstagsfeier Seiner Majestät des Kaisers Mil: zunehmen, und bis zum 29. d. M. dort zu verweilen.
Oldenburg. , (11 Das gestern ausgegebene Bulletin über das Be: finden *hrer Königlichen Hohett“der Großher ogin lautete: Die [esten 24 Stunden wurden fast ohne nterbreckpung in wvblthuendem Schlafe verbracht.
Sclxaumburg-Lippe. Ihre Durchlaucht die Fürstin ist gestern im Fürstlichen
Schlosse zu Bückeburg von Liner Prinzessin glücklich ent: bunden morden.
Oesterreich:Ungarn.
'Der Erzherzog und die Erzherzogin Karl Ludwig forme de_r Erzherzog Ferdinand Karl und die Erz- hrrzogrnnryMaria Annunci-ata und EliÖabeth traten
enern Abend eme auf drei Monate berechnete rientreise an. Yöchstdieselbcn bcgeben srck) zunächst zum Besuch OY Erszherzogs alätina.
MUZ FerdJnanh nach Assuan und sodann na m bohmtschen LandtaÉ brachten getern die Abggö
eseßesvorschla rin, betreffen , _ ßaatlichen, Ge- memde- und Beztrksbehördcn sowie bei dem Landesaussthuß
Pacak und Genossen einrn dte Regelung der Sprachenfrage bei
xmd den Schulen. Der Entwurf verlangt, daß jede Eingabe m allenthzstanzen in der Sprache erledigt werden solle, in welcher ste emgrbrachx worden sci; sonach müsse "eder Staats: und Lgndesheamte'm Bohmen der beiden Landeé1sprachen mächtig sem; b1s dahm solLe em fünfjähriges Provisorium cin efüßrt werden. Bet der ersten Lesung des Antrags des Abg. JVM en Adglbert Schorndorn, betreffend die Einführung des obltgatortßchew Unxerrichts in beiden Landes- sprachrn fur dre Mittelschulen erklärte fich der Abg. Schlestnge'x tm Namen der Deuts en gegen den Antrag;die Deutschey wurden aber für Ueberwri ung des Antrags an eine Kommrsjton sttmmen, weil fie dcr Berathung über die Mittel für eme roßere Verbreitung der Kenntnis; der anderen Landes- spra e nicht auSwetchcn, xedock) ]eden Zwang vermeiden wolltcn. Im Namen der 'Jungczechen erklärte der Abg. Engel sich Legen die Ueberwetsung an einje Kommission, Weil der Gegen- tand Vexanlaffung zur Auffrtschung des nationalen Zwistes geben wurYe. Nachdem noch die Ab g. Bareuiher, Lippert und Iro uber d_en Antrag drs GraHen Schoenborn gesprochen, wurde derselbe elner Kommisston überwiesen.
Großbritannien und Irland.
Bet emem Bankett, welches gestern Abend in London im ,Hotel Metropole“ zu Ehren des neuen Gouverneurs von Querysland, Lamington, unter dem Vorsiß des Staatssekretärs Fr dte Kolrnlen CyZMberlain stattfand, hielt dieser eine
ede, „worm er, __wre „W. T. V.“ berichtet, ausführte, die Err] msse _1n Sud=Afr1kcz würden den Gegenstand einer gert fliehen Untersuchung m England und in Afrika bilden.
ivilkabinets, _
Redner versicherte, die Engländer würden beide Theile hören, ' *.*-ein Urtheil abzugeben wersu „ _ aschieKTngzayd all_ein end, umgeben von ei“ .; „H' ' „„ kern und emer ganz und ar unerwarteten ?-'-*; gkeit. "Unsers Differenzen mit an. eren Nationen, welche fett lan er Zeit bestehen, nahmen plößltck) drohende Ver- hältnisse an, un von Seiten, von denen wir in Anbetracht zmserer Ueberlteferungen und einer gewissen Znteressengememschaft Freundschaft und Achtung erwarten dmxten, wurde uns
plö lich mit Argwohn begegnet und selbt mit Haß; wir mu ten sehen, wie unsere Friedensliebe a 15 ein Zetchen txon Schwäche und unsere Gleichgültigkeit 1]? xn auswärttge Kritik als eine Aufforderung zu Be et rgun en ange- ehen wurde. Wir mußten darauf JLfaßt sein, ß unsere iederla e mit schwer verhüllter Genugthmxng von unseren Nebenbu lern betrachtet werden würde_. Kein besserer Dienst wurde uns jemals geleistet, als daß _wxr in den Sxand geseyt wurden, aUer Welt gegenüber zu zetgen, daß, wahrend wrr en chloffen find, unsere Verpflichtungen zu erfüllen, mtr ebensq ent [offen sind, unsere Rechte aufrecht zu, erhalten. Vor dret Wo en stand das Mutterreick) gänzltck) rsoltert, jeßt steht es ficher in der Kraft seiner etgenen Htlmetttel m_1d ,der Loyalität seiner Kinder im ganzen Reßche. In zukutz'ftt er Zeit wird der Bund des „ErsakSr 131113111“ mcht nur fur "re eigene Sicherheit sorgen, sondern ein mächtiger Faktor fru.“ die Aufrechterhaltung des Weltfriedens sem. Chamberlazn schlug darm cinen Trinkspruck) auf den an dem Bankett thezl: nehmenden italienischen Botschafter vor und sagte, dasnitalte- nische Volk sei ein treuer Freund und beständiger _Vrrbundeter des vereinigten Königreichs gewesrn. „Das italten1sche_Volk hat fich mtt uns in das schwxer1ge_Werk der Arxsbrettung der ivilisation in Afrika getheilt; wrr bewundert) dte Tapfrr- keit einer Soldaten, sowie seine Standhaftingt und, ferne Entschloffcnheit. Mit Freudyund Vertrauen bltcken tmr auf seinen lthen Erfolg.“ Der 1talienische Botschafter Ferrero antwortete in herzltcher Weise. ' , ' _
Zn East-Grimstead hielt gestern bei emem umqmsttschen Bankett der Erste Lord der Admiralität Goschen emeYede, worin er besonderen Nachdruck auf die schnelle AUErujtung des fliegenden (Geschwaders legte und erklärte, das Geschwadrr
abe keine versiegelten Ordres gehabt; daSsrlbr solle nur fur edes Vorkommniß bereit strhrn; auck) scx Mit der anxcnft: stellung des (Hesckxwadrrs keine Drohung gegen trgend em Land brabsichtigt morden.
Frankreich.
In dem gestern im Elysée abgkhaltencn Ministerratl) theilte der Krwgs-Minister Cavaignac eine Drprscbe dcs GFZLWFÖ Dncheßne mit, wonach auf MadagaIkar alles ru rg it.
Die Drpukirtenkammer begann gestern dir Berathung der Vorlage über die Aufnahme einer Anleihe von 80 Millionen Frach für Tongking. Der Drputirte de Montfort verlangte die Anstellung einer Untersuchung über die vorher für Tongking einchangencn Vrrpflichtungrn und !)cantragte die Vertagung der Vorlage. Dcr Ministcr für dieKolonicn (Haie y s se widersprach diesem Antra, ?, da er dirRe: organisation Ton„ki11gs verzögern würde. er Deputirtr Etienne, dEr früßere Sekretär der Kolonien, des1cn Haltung durch den Brrichtrrstattcr über die Vorlage _artadelt wurde, untrrstüßtr den Antrag auf Anstellung einer Erhebung. Die Berathung Hierüber wnrde darauf auf Donnerstag festgescxzt.
Ein getern zur Vsrtheilungägclangtes Grlbbucl) enthält das Abkommrn zwischen Frankrei ) und Großbxitannien in der Mekongfragr. Darin wird, wie bereits in Nr. 14 d. Bl. mitgetheilt wurde, der Mekong als Grenze zwischen dcn_ britischen und französischen Vcsißungcn festgesQZt. Ueber die in der Presse behaupteten Zugeständnis e, welchc _ Frankreich angeblich England im „Betreff der Halbimcl Malakka gemacht habe, ist in dem Gelbbuck) nicht?- enthalten. Außerdem bringt dasselbe cin Uchcreinfommcn, wonach Großbritannien und Frankreich eine Kommission zur Festseßung der Grenze für das Gebiet westlich vom unteren Niger ernennen und die Zollfrage br: treffs Tunesiens regeln wexdcn.
Schiveiz.
Der VundeSratk) hat, dem „W. T. B.“ zufolge, br: schlossrn, alle RrgirrnnYen EuropW zu einer Konferenz 5an “Zweck der chelnng er besonderen Vrrhältniffs für Fort: ßßung der Statistik der europäischen Eisenbahncn
urch das Zentralamt für internationalen Vabntransport cin- zuladcn. Dic Kmxfsrenz soll im Frühjahr 1896 in Bern zu: sammentrrte'n.
Belgien.'
Die chräsentantenkammer hat, wie „W. T V.“ berichtet, beschlossen, eine Erscßvorlage in Erwägung zu ziehen, durch welche der Gewerbesteu ersaß für außwärtige Aktiengesellschaften festgeseßt werden soll. Der Finanz: Mmistrr de Smet dc Nayrr gab zwar u, daß in dem zur _ejt geltenden Geseße Anotnalien bestän cn, machte aber betre s der in Frage stehenden Vorlage Vorbehalte.
Türkei.
Dcr bisherige türkische Botschafter am Wiener Hofe
thlib Bei ist bchufs Ucberrckchung seines Abberufungs: schreibens nach Wien abgereist. , . Der britische, französische und italienische Konsul m Aleppo smd, nach einer Meldun dcs „Reuter'scben Bureays“, unier Begleitung von 80 Sol aten am 19. d. M. pack) xmcr mühsamen Reise auf schlechten, schneebedeckten Wegen m Atntab emgctrofscn. Die Konsuln hoffen Marasch am 25. d. M. zu rrrichen.
. Serbien. Dcr Synod des orthodoxen Patriarchats in Konstantinopel ZFH'WLL „W. T. B.“ aus Belgrad erfährt, den serbischen rch1mandritcn Dionissie znm Metropoliten von Prizren grwählt. Bulgarien.
_ Die Rückkehr drs rinzen Frrdinand nach Sofia mird, dcr „Agence alcaniquc“ zufolge, spätestens am 15./27 . Januar erwartet. In parlamentarischen Kreisrn wird gehofft, daß die Ceremonie des Uebertritts des Prinzen Boris am 18./30. Januar möglich sein werde.
Dre S pbranje iF gestern wieder zusammengetrcten und hat die zwmte LeÉung es Strafgeseßes begonnen.
„ Dcr .Proze wegen der Ermordung Stambulowß durfte Mate Februar beginnen.
: „Vor, weni/Tln ,.
Makka. . Amtliche [(HS-t, welche in der Nacht zu DienSta Havanna in „ avid, eingetroffen find, melden, daß “F?, Lage " süg sei; das "Gros der *Aufftändixclxen werde von den * panilcben Kolonnen lebhaft ver o gt; es sei zum Verlassen der Provinzen Pinar del Rio und Joanna gezwun en worden und ziehe sich in östlicher chtung zurück.
11 Versuch Maceo's, sich der Stadt Pinar del Rio 1; nähern, ist gescheitert infolge emes Gefechts, in welchem re Jnsurgenien einen Verlust von etwa 30 Todten und 300 Verwundeten und die Spanier nur einen Verlust von 4 Todten trnd 21 Verwundeten gehabt hätten. Unter den «- fallenen befmde s1ch der InsurZetxten-Chef Bernadez. Maceo habe an der Spixe der_ Kavaüerte die spanische Infanterie an- gegriffen, diese abe jedoch Carrés formiert und den Stoß standhaft auszuhalten, bis Verstärkungen angekommen seien, welche die Aufständischen auSeinander gespren t hätten.
Der chilenischen Gesandtschaft in erlin sind, Wie „W. T. B.“ berichtet, Nachrichten zugegangen, wonach die in der leßten Zeit verbreiteten Gerüchte über Schwierigkeiten in den Beziehungen Chiles zu der Argentinischen Republik vollsjändig unbe ründet feien. Zwischen beiden Ländern herrsche vielmehr vo ste Uebereinstimmung.
Asien.
Das „Reuter'fche Bureau“ meldet aus Yokohama, daß der frühere japanische Gesandte in Soeul Vicomte Miura und die anderen der Betheiligung an dem Staatsstreich in Korea im Oktober 1894 Beschuldigten mangels Beweises freigesprochen worden seien.
Parlamentariséhe Nachrichten.
„Die Schlußbcrichte drs Rejcbstags und des Hauses der Abgeordneten be- ftndcn s1ch in der Ersten und Zweiten Beilage.
-Jn der heutigen (21.) Sißun des Reichstags, welcher der Staatssekretär des Innern, taats-Minister 131“. von Byettickxer und der Staatssekretär des Reichs-Zustizamts Nrebrrdrng bciwoZlnten, muror zunächst die Berathung über den Antrag der bgg. Bassermann (ni.) und Genossen begonnen. Dersxlbe fordert die Vorlegung eines Geseßentmurfs, purck) welchen dte Banhandwerker und Bauarbeiter für tbre aus ihren Arbciten und Lieferungen an Neu: und Umbquten erwachsenden Forderungen gesichert werden, wobei insbesondere die Einräumung eines geseßlichcn Pfandrechts an de'r Liégrnschaft in Erwägung gezogrn werden sol], welches den durch ihre_Lcistungen geschaffenen, durch gericht: [tche Schäxzung fcstzujtsllendcn Mehrmcrth erfaßt und allen Yk) othekarischen Ansprüchen vorgrbt, soweit solche den gericht: .i festzustellrnden Werth drr Liegenschaft zur Zeit des Bau: beginns überschreitrn,
Mit diesem Antrnge zusammen wird 1"er den Antrag dxr deutsch-sozialen Reformpartei vch-IUNN, welcher fur die betreffenden rechtmäßigen Forderungen i.:-.c Eintragung einer Vorrechtshypotbek verlangt.
Abg. Freiherr von Stumm bcantragte, in dsm Antrag Bassermann dcn leßten Theil zu streichen, sodaß auf die Art und Weise der Sicherung in dem Antrage kein Hinweis ent: halten sein soll.
Bei Schluß des Blattes Hatte der Rb,].Vassc1'mMU ("[-) das Wort zur Begründung.
- In der heutigen (4.) Sißung des Hauses 1721 Ab- geord_nrten, 1v„e1chcr dcr Finanz-Ministrr 1)1'. IKLÜLZU, drr Munster der offentlichrn Arbeiten Thielen, der Minister fur Larxdwrrthschaft LC. Freiherr von Hammerstein und. der Justtz-thuer Schönstedx beiwqhntcn, erbat Und erhielt zunächsx drr Präsrdent von Koller dre Ermächtigung, Seiner Maxe tat dem Kaiser und König zum (Geburtstage die Glück: wunsche dcs Hauses darzubringen.
Sodann ehrte da? Haus das Andqucn des verstorbenen Abg. Lassen (Däne) m der üblichen Werse.
Ruf der Tagesordnung stand die Fortseßunq der erstrn Berathung des StaatshauskkaltsWtats für 1896/97. ,. Abg. Bachem (Zentr.): Sowob der Finanz-Ministrr, wie Graf thnburg-Stnum haben auf die Notbwendigkrit der Reichs- inanz- 76101111 hmgrwiesen, damit Write're Ueberweisuugen an die Einze staatmx gemacht werdrn könnkn, Weil dem Reich die große Einnahmequeüe dor mdtrcktsn Struern überwiesen sci. Abér dem Reich sind auch die gro'ßsn Auögqbrn überwiesen. .Die Frage gehört in den Nezchßtaß, und wir thun brffrr, uns mit der Frage zu be- schaft1grn, _wie dir Sck/wierigkeiten auf dem Gebirt der Einzel- staaten beteiligt Werdc'n können, da sie aus überwiegende'n Gxßnden auf _dem Gcbict drr Reichépolitik nicht zu be- srttrgrq smd. Dre Ausdrbnung des Extraordinariums ist ein Mittel; exn 111ther6 war die Ueberwsisung dcr Einkommrnstruerübcrschüffe an dre Staatskasje als Brtrirbsfonds. Die Schroankungen der Eisen- bahnüberschüjse fink) rin Haupkgrund der finanzicllen Mißstände gemesen; wir find bereit, das Eiscnbahngarantiegeseß unz- zugestaltrn. Es bleibt dann ,nur noch die Ungewißhett hkk dkn Urberweisungen und J.Matrikularbriträgrn. Bei der 1parsamexr Wirtbschaft, die seit drsi Jabrkn im ReichItag geübt wird, schlteßen dir Rrichs-Etats günstiger ab, der jslzt mr Beratbung stehende wahrschsmlick) mit eincm Ucberschuß. Hier soÜte eingrseßt werden, um eine weitere Ausleeicbung der großen Schwankungen zu erre1chrn. Wäre Tie Finarxzreform genehmigt, so würde Preußen xeßt keine Ueberschüsse bekommen. Man könnte disse Uebrrschüfse 19131, „in einen ReserVefonds legen, um später erforderliche Brttragr gn das Reich daraus zu zahlen. Graf Limburg wrrd zugestehen müssenxdaß man im Reich sehr viel sparsamer gewvrden ist als früher, namentlich als in der Periode1887-90- Auch bei der Post und Marine it die Sparsamkeit geübt wordey; namentlich die Post ist mit ihren nforderungkn für Bauten sebr yrel Ynügjamcr geworden, und der Marine-Etat wird fich erbebltche
bstrtche_ gesaUen lassen müssen. Die Aufwendungen flxx Justizgebaudr entfallen hauptsächlich auf Berlin, sodaß die Axußerung drs, Berliner Ober-Bürqermeisters, daß Berlin das A1ch811blödkl set, nicht zutrifft. Wir haben gar keine Urs9ch5 das, ohnrbin schon begünstigte Berlin noch mehr zu berückfichttgen- Be: "rrr Struc-rreform haben wir die Achht gehabt, die Grund- ynd Gebaudcsteuer möglichst zu entlasten. Das ist nicht ganz erreicht wordcnz „übe'raklnsorgt die Staatßregiecung dafür, daß die Real- steuern bis zur “außer"sten Grenze herangrzogen werden; fie werden durchweg um dtr. Halfte höher belastet als die Einkmnmensteuer. Wtr haben Gemexnden, welche heute 400 0/0 Realsteuern zahlen. ist als? berechttgt,_ daß wir der Regierung den Ways unterbrexten, daß m dieser Weise nicbt fortgefahren wud- fondern daf; eme Erleichterung des Realbesiyes angeskk?bt xvird, „zumal der Grundbesitz in einer mißlichen' Laß? tft. F1!!! den kleinen Grundbefiß soll das Anerbenrechk fur antrngutcrngeschqffen werden; nach dieser Richtuzxg bin bringt ““ck das neue Burgerltckpe Geseybuch eine Besserung fur das Erbrechk 5“
über die gestrigen Sißungen.
(
Mn xu jahre ang
en werden soll. Ich muß unserm Bedauern
e Ausdruck eben, daß man diesen Weg der Einzel- ,seßgebun bescbr tten hat. Das Zentrum , und ich glaube, “ die onxervativen sieben der StaaZSregierung zur Verfügung, ein vollstandigks Schlgxskß .im christlichen Sinne zu machen; die christliche Schule allem wrrd die Jugend vor sozialdemofrati- cb?" Irrungen fichern; der Monreal ist heute noch so günstig wie früher, Sehr lebhafx behauern wtr, daß die Regelung der Krabbofs- frage, die wir selbst m dre Hand genommen hatten, settens der Regie- run nicht 'erfylgt. Wir b9tten unseren Antrag nur deshalb auf- egLJM- wetl die Regierung em Gesc? versprach. Für die evan elischen
jxchen werden alle Beschwerden chleun1g durcb 'Geseße eseitigt, *aber für uns thut man nichts. Es fehlt auch eine neue Regelung des Wahlrechts; denn mtt dem kleinen Geseße, welches man er- lassen hat, ist das Versprechen der damaligen Tbronrede nicbt exfüslt. Das Wahlrecht hat je 1 eme plutokratische Zuspiyun erhalten- die mcbt mehr erträgli ist. Im vorißen Jahre babei eine Statistik darüber gegeben; ich könnte diesel e vervoUs-Éändigen, Halte es aber'nicbt für nötbig, Weil niemand Widerspruch erhebt. Die „Kreuz-Zettung“ hat vorgeschlagen, die unleidlickye Thatsache, daß die gebildeten Stande; von den höheren Abtheilungen ausgeschloZen smd, dadurch zu besettigxn, daßxine gewisse Struerzahlun?l die 5 e- xechtigung zur_Wabl in emer gewissen Abtheilung fiebern fo . Dieser Gedanke ist dtskutabel. Die Regierung hat anseheinend auf eine Ver- schärfung des Vereinßaeseßes Verzichtet; ich sehe daria einen Abschluß der Bestrrbungen, durch Syndrrbesttmmungen die Sozialdemokratie zu be- kämpfen. Wohin man mit solch€n scharfen Maßnahmen kommt, fikbt man in Sachsen und Bayrrn, wo trotz dsr straffen Handhabung der Polizei die Sozialdemokratie ständig wächst. In Köln ist es den Parteien ßbnePolizeimaßregeln gelungen, die Sozialdemokraten zurückzudrängen. Das ist ein Erfolg der katholifchcn sozialen Arbeiterbewrgung, daß die arbeitenden Stände selkst sich wieder auf das Christe'ntbum besonnen “haben. Wenn man auf diesem Wege weitergeht, dann wird die sozial- dkmokxatische Bewegung bald risckgängig Werden. Bei dem Vegräbniß des KardinaJs Me!chers Wurden die Staatsbeamten angewiesen, ;fich daran nicht zu betbeiligm. Es würde fich niemand darüber„be- klagt haben, wenn die Regierun fich rein passiv verhalten hatte. Aber daß man aktiv eingegriffen at, bat schmerz1ich berührt. Be- sonders schmerzlich aber ist es, daß drr Präfidenr des Ober-Landes- erichts in Köln den be1reff€nden Erlaß skinkn R1chtern zur strengen & achachtung empfohlen hat. In Vozm lfat dagkgen .der Ober- Präfident der Beerdigung des altkatholijchsn „Bischofs Remketzs hex- gswohnt. Die Schulschwsstern werdrn tmmer noch chtkantrrt durch Polizeimaßreaeln. Begreifkn Sie denn _ nicht, das; swb der ganze katholisch? Mensch darübsr arszaumen muß? Ich könnte noch Hunderte so1cher Besch1vrrdcn vorbrmgen; ich kann Sie nur auffordc-rn, sich endlich zu crmannen und diese kleinkichen Gesetze, auch das Iksuitengesrß, zu beseitigsn und Ein Zusammenarbeiten der evangelischen und katholischrn Elemrntr, das dringend nothwendig Grgenübkc diesen Wüxschrn Treten un_sere Br- abcr auch nur dicskm
ungen. Durch die Vorl e des ld tatiohs Mal der Standpunkt ait;!ufgesekénchu wyelebe'ü SWW
UM denn
ist, zu ermöglicben. " schWerM auf finanziellem Grbwt zuruck;
Gebiet wird dir Gleichberéchtigung dcr Katholischrn außer Acht
elaffcn. Jr? habe dem Hause im vorigen Jabxr eine abeUe kari't'Er vorgelrgt. Herr von Cynern w01lte etwas Anderes gefunden Haben. Ick) habe die Tabrlle dryckrn lassen, und ,ich bitteHerxn von Eynern, die Unrichtigkeit nachznwctsen. Wknnsman folchr Vrjchwerden vorbringt, dam: sagt man immer“: drr katholtschrn Bischöfe werdkn besser behandelf, als die rvangclifclysn Oupertntendentrn. Man Vergißt "cabki, daß dicsr Leistungsn cm die Bischöfe auf recht- lichen Verpflichtungen beruhen. Redner führt „an, xp'rlche Mehr- bewiüigungen in den letzten Jabxcn für kvar-geltsche Kzrcbrn Erfolgt sind; für die katho1ischrn Kirchen seien sCbr erbebltch germgrre Summen ringrstsllt oder gar 211911riche 6119191. Wenn man steht, das; Jahr aus Jahr ein der protestantisch Thcjl der Bevölkerung so [*e- bandelt wird, dann verstehtman rs, daß ch „Rrruz-Zcitun “ ungehalten darüber ist, das; ein Katholik Obkr-Präfikm't von S lefirtz Wurde. Die Rheinlandr haben noch nirmals €an" katholischen Ober-Prafidenten gehabt. (Zuruf des Abg. von (Eynrrn: Wir habrn xa cine'n katHoli- [chen Reichskanzler.) Ja, nachdrrn wir 25 Jaßre lang ewangqltsche Reichskanzler hattkn. Der .Rriclyébotr“ kat ganz gla1tnsrg geschrrehen, die Régierung könne dis Wünsche nicbt Erfüllen, Wktl dre Katbohkkn “Ultramontane seien. Wir smd ultramontan grwrsrn, ebe drr preußtsche Staat bestand, und werdm cs blriben, Mun der pregßqche Staat, was Gott verbüken möge, vsrschwindrn soll» Das tft 1a grrape, als wenn man den Katholiken die Wünsche mcht erfüllen W111, weil fie katholisch find. Darauf kommt es schließlich hmaus. Sie müssen uns dasselbe Recht gkben, wie Sie (3 vrrlangen, und die Regierung muß endlich nachgeben. Die katholischen jungen Leute steüen fick) cht mehr dem Staate znr Vrrfügung als früher, man Follte ihnen auch noch bei Brsrßung drr Beauxtenstrürn cn1geg2u- kommc'n. Wir sind Weit davon entfernt, an Dmgr,“ w1€ „den Fall Hammerstein, zu rühren Und uns dadurch von dé" K'onserv-attvrn trennen zu lassen. Aber dam: sorgen Sie? auch dafür, daß nicht andßre Dinge uns trennrn, daß endlich unsrrr Forderungrn Erfüllt Wer ('n.
(Schluß des Blattes.)
_ Dem Herrenbause ist der Entwurf Linrs Geschs übrr das Grundbuchwesen und die Zwangsvollstrrckung tn das un- bew€gliche Vermögen im Kreise Hrrzogthum LauenYUt'g, dem Hause der Abgeordnrlen dir Urbersicht der Von drr Staats- regierung gefaßten Entschließungen auf Auträge und Resoluxttonkn des Hauses der Abgeordneten aus der Scsswn 1895 zugegangrn.
- Der Ober-Bürgcrmcistrr von Danzig 111: Baum: bach , Mitglied des Herrenhauses, ist gcswrbrn.
Nr. 3 des , entralblatts für das Deutsche Reich“, herausgegeben im eichsamt des Jnnrrn, vom 17. Januar, hat fol- aen'den Inhalt: Marins uud Schiffahrt: Bctrichordmmg für dcn Kaxser Wilbrlm-K'anal. - Konsulatwrsru: Neueintbekiung drr „Kon- sulatsbczirke in den vereinigten Staaten von Venerela; Erchhti- JUng zur Vornahme von Zivéls:*ank§akten. -- Véllitärwcscn': Bcrtchtk- VMI des Verzeichniffks “der Zivilvorfiyenken der Ersaßkorpm1sfi9ncn.- ' oltzeiwksen: Ausweisung pon Auslätxdern aus dem thchsgeber.
Kunst und Wissenschaft.
. kasucbe, wclche Profcssor von Mosetig m WWF am Dtenßjag an zwei zu operierenden Krankrn :-nitRöntgen1chen Ü-Strgblcn angesteüt hat, waren, wie „1113- T. B.“ mélhék- V0," voaständtaem Erfolg begleitet. Die pbotoaraybtschrn Btldsr zrtgrn 'Mit Rößler Schärfe und Präzision die Defrkte an der durch, emen
evolverschuf; verleßten linken Harxd eines Mannes 11111) trutlxxb dcn
,16 des kleinen Projektils, sowie auch..bei einem Makchxn, ber dkzn eme Operation vorgenommen werden sothr, ganz deuxlchl krn Sly 11118) das Wesen einer'Mißbildung am linkrn Fuß. Dre. ufnabme'n iefekn sonacb eine Handhabe für die genaue Bestnnmmjg der
ationspunkte. „ „
"* Zur Erlan ung von Entwürfen für Bogenltchttrager, Welche „auf den Échußinseln des laßrs vor dem Brandenburger Tbokbrerselbst aufgestellt werden so en, bat die städtischeDeputatwn fur Kunstzwecke unter den Berliner Künstlern einen Wett,-
elverb auSgeschrieben. Die Bedingungen können gegen kostenfreta Einsendung von 1 „;ck von dem „Vereinigten Vurrau“ des Magistrats zu Berlin, Ratbhaus, Zimmer Nr. 21, 128309611 werdcn.
festgehalten hat, daß ein umfassendes SakalkZ'e'v- on
. “. _, IWW?“ esu: «MWM!!!- lmk MOW.
Malta.
_Zufylge Verfügung der Lokalregierung in Malta vom 10. “d. M. ist dte fur Herkünfte aus Tanger angeordnete Quarantäne wieder auf?,eboben worden. (Vergl. .R.-Anz.“ Nr. 226 vom 20. Sep- tem er v. I.)
T ü r k e i.
ür digProvenienzen aus Egypten ist, wie „W. T. B.“ aus onstantmxpel meldet, eine 5tägige Quarantäne in den Laza- rethen von Verruf, Tripolts, Klazomenat, Abu-s-Saba und Kamaran angeordnet worden.
Handel und Gewerbe.
Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien.
An der Ruhr smd am 21. d. M. gestellt 12 872, nicht rechtzeitig grsteklt keine Wagen. _ , Jn Oberschlesien find am 20. d. M. gestellt 5422, nicht recht- zextig gcstellt keine Wagen. „
_Königsberg, 21. Januar. (W. T. B.) Getreidemarkt. Werzex fest. Roggen fest, pr. 2000 Pfd. Zoklgewicht 109. Gerste uanrandert. Hafer unwerändert, do. loko pr. 2000 Pfd. Zoll- gcnncht 107. WeißßErbstn pr. 2000 Pfd. Zollgewicbt 105,00, Spimtus pr. 100 Liter 100 “),/0 [Okt) 3071, do. pr. Januar 301,
do. pr. FrühjaHr 311.
Dcznztg, 21. Januar. (W.T. B.) Getreidemarkt. Weizen loko, !)„cher, Umsay 200 v, do. inländ. hochbunt und Wei 149, do. mland. bellbunt 145,00, do. Transit hochbunt und wei 113, do. beÜbunt 110, do. Termin zu freiem Verkéhr pr. Aprtl-Mai 149,50, do. Transit pr. April-Mai 115,50, Rexxulierungspreis zu freiem Vcrkehr 146; Roggen loko fest, do. inlandischer 114, do. _rusfische_r und polnischer zum Tranfit 78,00, do. TerminNYr. Aprtl - Ma: 118,50, dy. Termin Transit pr. April - ai 83,00, do. Regulierungsvrcts zum freien Verkehr 114. Gerste, große (660-700„ Gramm) 116. Gerste, klrine (625-660 Gramm) 98. Hafer, uxlandtsxher 102-106. Erbsen, inländische 112,00. Spiritus loko kontmgenttert 50,50, nicht kontingentiert 31,00.
Breslau, 21. Januar. (W. T. B.) Getreide- und Pro- duktenmarkt. Spiritus pr. 100 1 1000/0 Exkl. 50 «ck Verbrauchs- abgaben vr. Januar 49,50, do. do. 70 3/4 Verbrauchsabgaben pr. Ja- nuar 30,00. 4 . Magdeburg, 21.Januar. (W, T. B.) Zuckerbericbt. chrnzucker exk1., von 92 % 11,80-11,95, nrue -,-, Kornzucker exkl. 88.17. Rendrmrnr 11,20-11,50, neue Nachprodukte exkl.. 75 0/c andement 8,10- 9,10. Ruhiger. Brotraffinade [ 23,50. Brotrafßnade 11 23,25-23,37Z. Gem. Raffinade mit Faß “1330-2375. «:*-m. Melixs _; mit Faß 23,00. Fest. - Robzu-Fer 1. Produkt Tranj. ?. a. B. Hamburg pr. Januar 11,25 bez., 11,273 Br., pr. Februar 11,25 bez., 11,273 Br., pr.März 11,323 bez., 11,35 Br., vr. April 11,40 GD„ 114232312, pr. Oktober- Dezkmhrr 10,92Z (Hd., 10,97é Br. Ruhig. Stetig.
Essen a. d. Ru'br, 21. Januar. (W. T. B.) Die „Rhein. Wkstf. Ztg.“ rnrldct, m der gestern abgehaltenen Hauptwe'rsammlung drr Siegerlander Verkaufsvereine Wurde frstgestellt, daß die Ansträge fast die ganze Proyuftioy des zweiten Quartals decken. Die AusbebunZLder Produktionsemschrankung Wurde vertagt. Augenblicklich find alle erke Voll brschäftigt.
Leipzig, 21. Januar. (W. T. B.) Kammzug-Termin Landes. La Plata. Grundmuster 13. pr, Januar 3,223 ssi, pr.
ebruar 3,223 „ji, vr. März 3,25 „sé, pr. April 3,273 „44, pr. Mai 3,30 .“, pr. Juni 3,30 „M, Pr. Juli 3,323 „B., pr. August 3,32Y „44. p:. September 3,35 M:, vr. Oktober 3,35 3-4, yr. Nowember 3,373 akk, pr. Dezember 3,371 .“ Umsatz 125000 ](Z. Ruhig. _
Brrmen, 21, Januar, (W. T. BZ Börxcn-Schlußbericht. Raffinieries Petroleum. (Offizieüc 5kokierung der Bremer Yekroleum-Börse.) Srbwächer. Loko' 6,35 Br. Rusfisches Petroleum. Toko 6,05 Br. - Schmalz. Stétgrnd. Wilcox 3142 41. Armour sbirld 31 „,s, Cudabv 32 „x., Choice Grocerv 323 43, White label 321“ „1, Fairbanks 263 41. - Speck. Höher. Short clrar middling lolo 28 „3. - Reis ruhig. - Kaffee ruhig. _ Baum- wolle. Stetig. Upland middl. loko 42,“ ,s. - Wolle. Umsaß: 120 Ballsn. - Taback. Umsaxz: 186 Srronen Carmen, 53 Fässer Ohio, 15 Fässer Scrubs, 18 Fässer Mary1and, 65 Fässer
Kentucky. (W. T. B.) Gstreidemarkt.
Hambur g, 21. Januar. Weizen loko fest, holsteinischer loko nLUEY 146-150. Roggen ' loko neuer 138-144,
Toko fkst, htefiger -,--, mecklenburger _ rusfislbé! [Okt) fEst, 84- 6. Hafer fest. Grrstr fest. RubölFunver- zollt) fest, [Okt) 48. Spiritus fester , yr. Janchr - Fsbruar 16? Br., pr. Frbruar-März 16T Br., pr. AprtleMat 16§ Br., pr. Zai-Juni 17 Br. Kaffee ruhig. Umsatz 2000 Sack. Prtrolrum majt, Standard white loko 6,35. „ _
Hamburg, 21. Januar. (W. T. B.) Kafxex. (Nachmrftags- bericht.) Good averagr Santos pr. Januar 701, Dr- Marz 69T, pr.211ai 68.1. pr. September 64T, pr. Oktober 623, pr. Drzember 613 Schleppend. - Zuckermarki. (Sch1ußberichx.) Rüben-Robzucker 1. Produkj Basis 88 % chde-ment neue Usance, slk“! an Bord Ham'vurq vr.Januar11,27Z, vr. März 11,35, prr Mai 1.150,53 August 11,721, pér Oktobcr 10,921, per Dezember 10,95. Stetig. '
Wien, 21. Januar. (W. T. B.) Der Werth drr Einfuhr nacb Oestrrreick; - Ungarn im Monat „Dezem'ber bstrug 63,3 Millionrn Gu1drn, .d. i. 900000 Fl. WLMJCT al's 'tm Drzember drs Vorjabrrs; der Werth der Ausfuhr betrug 60 Mtlltonen Gulden, was ein Minus yon 6,3 MiÜionen Gulden gegenübrr pkm Dezrmber 1894 ausmacht. - Dechrtk) der Einfuhr nach der österrerchtsch=unckgrxschen Monarchie während des ganzen Jahres 1895 bctrM_727,4 Mtlljone'n Gulden, d. i. gexxen das Vorjabr mehr um 27,3 ' xÜtoncn Guxden; 1er Werth der Ausfnbr betru 742,5 Millioncn, d. 1. 52,4 MiÜwnen Gulden weniger als im Ja re 1894. Das AktiVum der gtxdrls- bilanz beläuft fich auf 15,1 Nkillionen Gulden gegen 94,8 I.) tlltonen Guldkn im voxbergegangenen, Jahre.
Wien, 22. Januar. (W. T. B.) Die Brutto-Einnabmxn der Orientbahnen betrugen in der 1. Woche (vom 1. :;axzuar [1137 7. Januar 1896) 160 001 Fr., Zunahme gegen das Borxabr 6400 Fr. * „
London, 21. Januar. (W. T. V.) Wolxauktiwn, Pretse fcst, anziehend, gegenwärtig beste, greasy Z, mrttlere WoUe 3-2, scoured 1 Penny üker Dezrmberpretfx. _
%% Javazucker, 13 stettg, Ruben - Robzucker loko 113/11; stetig. - Chile-Kupf er 415/15, pr. 3 Monat 4111/16.
Libervool, 21. Januar. (W. T. B.) Baumvvolle. Umsaß 10000 Ballen, davon für Spekulation und nyort 500 BaUrn. Steigrnd. Amerikaner 1/.q2 höher. L_Riddl. _amertkamsche Laie- femngcn: Fest. Januar-Februar 427/64 Verkaufexvrxts, . Februar-Marz 413/32-427/54 do., März-April 41332 do., Apnl-Ma: 495/55-413/32 do., Mai-Juni 495/54 Käuferpreis unixJuli 425/64 do., Jult-August 425/64 do., August-September 4 Verkauferpreis, September-Okwber 417/64 do., Oktober-Novrmber 41/64 1). do. „
Manchester, 21. Januar. (W.T.V.) 121! Water Taylor 5x,
__.,-.-'
30; Water Taylor 73, Mr Water Leigh 6F, 30r Water Clayton 7 , 32-1: Mock Brooke 7, 40r Mavoll 71, 40r Medio Wilkinson 8, 32r Warpcops Lees 62, 36r Warpcops Rowland 71, 36: Warpcops WcUington 72, 40r Double Weston 81, 60r Double courante Qua- lität UK, 32" 116 yards 16 )( 16 grey Printers aus 32 r/46r 161. Fest.
Paris, 21. Januar. (W. T. „B.) (Schluß.) Robzucker fest, 88 (1/9 loko 28,75 5 29,25. Wetßer Zucker stramm, Nx.3, :. 100 kg, vr. Januar 31,871, pr. Febr. 32,1211, pr. März-Jum 32, 5, pr. Mai-August 33,125
St. Petersburg, 21. Januar. (W. T. B.) rodukten- markt. Weizen loko 8,00. . Roggen loko 4,90. Haer loko 3,40.
Zeinsaat, lolo 10.50. Hanf loko --„--. MW Wü?“
uaust -. 7 Amste da , 21, , .W. . _ . „ ordinary 52.7 _mBancIkinxxrzzé T B) Java Leffe: aud,
Verbingnngeu im Auslande.
Oesterreicb-Un am:
10. Fehruar. Kommisfioxj für die onauregulierung in Wien: Donauregulteryn Sarbetten zwtscben der Mündung der Isper und den! Tbasgraben bet ürenstein. Voranschlag 1 800000 Fl. '
„ Großbritannien.
29. Januar, Mittags. Robert Miller, ssorobary ot“ rds ZSUJÜ Uaxzpur Railway Somyanx, 132 Srsszbam 15101188, 016 From!- Irrssr London 111. (ck.: Lieferung von stählernen SchienenlasY Fits [FFW und Schraubenmuttern. Näheres in den Räumen
: e a .
„5. Februar, 1 Uhr. A. P. Dunstan, Isarsbary of 1116 Last; 111613n 115111va _Sompany, U1611018818U6, London X']. (ck.: Ltefxrung von ,1) Kreuzungen und Weichen, 2) Stablschienen für Brucken. Verdmgungsbeft in den Räumen der Gesellschaft für 21 sh. zu 1 und 10 fl). 6 1). zu 2,
Spanien,
30. Jazmar, Mittags. Stadtverwaltung in Soria: Einrichtung der eleftn chen, Stadtbeleuchtung in Soria. Konzesfionsdauer: 20 Jahre. autcon 1000 Peseten. Näheres bei obengenannter Brbördc. ' 18. Februar, 2 Uhr. Stadtverwaltung in Badajoz: Errichtung rtn_er Markxhaae. Voranschlag 193 904 Peseten. Kaution 9695 Pesetm. Nahrrks bet der Stadtverwaltung.
„19. Februar, 2 Uhr. Provinziaweertung von Barcelona: Errichtung emrs Justtzpalastes in Barcelona. Ilkuthmaßlicher Vor- anschlag 347 543 Pesrten. Kaution 17 377 Pesetrn. Näheres bei obiger Verwalbung.
, 29. Februar, 2 Uhr. Ministerium des Innern in Madrid: Konzrsfion dcr elektrtschen Beleuchtung in Sainte-Croix (Teneriffa). Konzesfionsdauer 35 Jahre. Kaution 12000 Peseten.
Niederlande.
28. Januar. Verwaltung der „LJUÜHQUMSWUSWSanwZ YanäboasxbshmZ“ in Bruinisfe (Zeeland): Lieferung von 59000 ](I Cbtlefalpeter. Bedtngungen bei dem Sekretär genannter Geseklsckpaxt J. Gondzwaard. .
1. Februar:. Die „1.71nc1130ux'77é3r99111xjuZ ](1'0p8W01ä6 611 JUTZHNZS“ m Kropswolde: Lieferung yon 24 600 kJ Chile- a pe er.
10.“ Felxruar, 101" Uhr. Ministrrium für Wasserbau, Handel und JUdUstrte, m den Raumen der ProvinzZalrc-gierung in Maastricht: Verhreiterung des Kanals von Lüttich nach Maastricht, zwischen den Schleusen 5 und 6 (Gemeindegebiet von Maastricht). Voranschlag 12400 Fl. Verdmzzungsbeft bci drn Gebrüdern Van Cleef, Buck)- handlcrn rm Haag, Spuk 28 &.
Rumänien.
27. Januar ,n. St. „Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Bukarest: Err1chtnng emkr Holzbrücke über den Domnei-Fluß bei Purcaren. Voranschkag: 82 802 Fr.
Norwegen.
, 5. Febryar, 7 Uhr Abends. Eisenbahnverwaltung in Chri- sttanta: Lteferungfxxon 210 Lamvrn für Personenwa en. Angebote im geschloffen8n Briefumschlag mit drr Brzeichnung , agenlampen' (Yo,?111ampe3r) Werden tm Expeditionskomtor der Verwaltung in Ovrxsttania, Jkrnbanetorret 8/9, entgegen enommen. Zeichnungen, Bedmgungen und Normalproben smd im ureau des Direktors der Maschinenabtheilung einzusehen.
Verkehrs-Anstaltcn.
Der nächste deutsche Dampfer der WOZrmann-Linie („Melita Voblsn“), der nach “„Deutsch-Südwestafrika bestimmt ist. wird“ Hamburg am 31," d. M. Ycrlgffen und nicht nur Swakopmund, sondern auch den Hafen sur den sudltchen Theil des Schußgebiets, Lüderiß- bucht, anlaufen. _ Außer Passagi'eren und Frachten befördert der Dampfrr auch Postpackete und Briefe, die auf der Adrrfse den Ver- merk tragen: „UeberLÉTZamburg mit deutschem Dampfer.“ - Dem Dampfer „Melita oblen“ werden in Zwischenräumen von zwei Mxnaten writers Heutsckw Damvfer folge'n, sodaß jeßt eine resel- maßige zwrimmxatbcbr Verbindung zwischen Deutschland (Hamburg) und Dcujsch-SudMstafréka (Swakopmund und Lüderißbucht) besteht.
Brexnen, 22.Januar. (W.T.B.) Norddeutscher Lloyd. Der Postdampfsr .Halse“ hat am 21. Januar Mittags Gravesend passiert. Der Postdampfer „Mark“ ist am 21. Ja- nuar _Vormittags in Antwerpen angekommen.
Hamburg, 21. Januar. (W.T.B.) Hamburg-Ameri- kanische Packexfabrt-Aktien-Gesellscbaft. Der Post- dampfer .Phönicta“ hat heute NachmittaZOScilly pas'iert.
London, 21. Januar. (W. T. B.) _ er Castle- ampfer ,RoZlin-Castle“ ist gestern auf der Außreise in Kapstadt an- ekommen. Der Castle-Dampfer ,Tantallon-Castle“ hat Leute auf dcr HsimrrixeMakzeira passiert. Der Union-Dampfer „Guelpl';* ist auf 1:82: Heimreise gestern von Kapstadt abge- gegangrn.
Theater und Musik.
Deu tsches Theater.
Djs Tragikomödix „Lebensrvende“ von Max Halbe, dem Verfaßrr des Schausptels „Jugend“, erschien gestern Abend zum ersten Male auf der Bühne dss, Deutschen Theaters; [rider ist wieder von cim'm M_if;€rfolge zu brrrchter), „den auch der laute Brifall der An- bängrr der modernrn naturaltfttschen Schule nicht verwischen konnte. Die naturalistischen Dramatiker scheinen ihr Heil in wachsendem Maßr in Aeußrrlichkeitrn und unklaren Andeutungen ihrer künstlerischen Ziele zu suchen; Wenigstens konnte man einen tieferen Sinn auch in ,Lebenßwrnde“ nicht entdecken. Die Schilderung eines Mi1ieus erscheiz1t (115 dix'dichtrriscbe Hauptleistung. Halbe's Tragikomödie führt m cm Mtlteu „cm, in dem die Leute eine an- ständige Wohnung haben, gut gekleidet„ geßen die bittersten Lebens- nötbe geschüßt find und,durchschntttl'ich eme ogenannte gute Erziehung genoffen haben; ihr stttlrchrr und gxtsttKer Standpunkt erhebt fie aber kauaj über jene Armscltgen, die tm amps ums Dasein unterlagen und durch des Lebens Sorgen und Qualen zerrieben und ver- wildert find. Weder der rrichgewordene Deutsche eyne aus Amerika, noch der nüchkerne Techniker Wehland oder sein reund, der infolge vielen Trinkens stetTunzurecbnungsfäbi e Student bert, noch endlich die Zimmerwirtbdm „Olga Hense mit ihrer .Ver- angcnheit" und ißrrr [W M den Kern verdorbenen Nichte Bertha scheinen eine Ahnung von anständiger Gesinnung und guter Sitte zu haben. Sie bewe en ficb erschreckend un- gezrvungen, sprechen und handeln mit ergstaunlicber Unziemlicbkeit und scheinen das allrs für selbstverständlich und natürlich zu halten. Einzelxxe bochtönende Schlagwörter, die in die platten Alltagöreden des Dialogs eingestrcut find, wirkrn nur peinlich und un- wahr, und die meisten Zuschauer und Hörer haben sicherlich einen tieferen _Sinn hinter ibnen ebenso wenn? entdeckt, wie in den Schlußworten von dem kämpfenden „Mann“, der im Vorgbefischen Fechter symbolisch rrsrßeine'. Gegen die Bekanntschaft und den Umganxx mit solchen Personen wte fie tn der,Lebenswende“ gezeichnet werden, straubt sicb edcr_Mens ; "„Ab weniger gelüftet es ihn, sie zu studieren; der Verfa er btetet aber ntcbts als eine unklare Charakteristik dieskk Menschen und ihrer zweifelhaften Umgebun . Das Bedürfnkß nach Handlung in einem Theaterstück wird auch in dies er ragkkomödie völlig mißacbtet. - Zur Darsteklurx water! die tüchtthen Kräfte der Bühne heran ezogen; die Herren Net er, Rtttner und issen und die Damen Else ebmann und Paula Eberty bemühten fich redlich, dem Stück zu einem Erfolge zu verhelfen; troßdem war aber eine unbebagléebs Langeweile nicht ganz zu verbannen.