1896 / 20 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 22 Jan 1896 18:00:01 GMT) scan diff

* * .tv-mere. . Die begabte ianißin SandraDrouker aus St. Peters- kaka. eine ülerin nton Rubinstein's gab gestern im S aal BeYein ihren ersten Klavierabend.- it staunensweitber Kraft m ftblags und interessanter attierungsweise spielte Hie die „symphonisaben Enden“. von umaim, die bekanntli _eme oße Beherrschung aUer erdenklichen technischen Scbw-eriZ- keting beanspruchen. Diesen Anforderungen genügte die Künstlerin vo - ständig. Ein gleiches Lob verdient die Jeinsinnige Wiedergabe der Fönen, melodiereicben Präludien von C opin, der Rhapsodie von rabms, der Barcarole in S-äur und des Walzers in 118-(1111' chu Rubinstein. Der lebhafte Applaus veranlaßte dix Konzertgebertn éiobch zur Zugabe eines kleinen Pbantafiesiücks von ihrem berubmtcn e rer.

An demselben Abend fand in der Sing-Akademie das Konzert der stets gern ebörten, aus der Schule O. Eichberg's bervorgegangeyen Me zosopranitin Adelina Herms stati. Das Pxogxamm enthielt auskebließlicb Werke des Wiener Kompomften_ i_ind Pianisten _R o_bert Sound. Die Mehrzahl der Lieder konnte freilich nur durch die_reiz_ende VortragsweisederSängerin eine Wirkungerzielen, indessen find die Lieder .Der Zeifig', ,Nelken" und „Rosenzeit“ recht ansvxechendx Kompo- sitionen und wurden auf Wunsch wiederholt. _ Die Snmme_ der Sängerin klang vorzu Sweise in der M'iircllage frisch und beit, wie_es schien, 11045 an Wok) klang und Umfang zugenommen. Die Konig- lieben Kammermusiker . Straß (Violine) und Eugen Sandow (Violoncello), die am_ Anfang des Kynzerts inGemeinscbaft mit dem Komponisten sem Trio («_. 6) a_usfuhrten, das besonders in den beiden letzten Säßen SelbsiandtgkNi de_r_Er- findung erkennen Ließ, betheiligtcn sich außerdem _nocb _mtt einigen Solo'vorträgen, die gleich den Leistungen der Sängerin mri lebhaftcm Beifali aufgenommen wurden.

Im Königlichen Opernhause wird morgen Richard Wagner's ,Lobengrin“ unter Kapxllmcister ])1'. _Miick's L81tung «"sieben, Der Königlich bayerische Kammersanger Hkrr Heixirich Vogl aus Munchen gastiert in der Titelroüe. Die Elsa singt Frau Pterfon, die Ortrud Frau Sucher, den Telramund Herr Biilß. In der am Freitag stattfindenden Aufführung von Meyerbcc'r's ,Hugcnotien“ singt die Kammerfängerin Fräulein Emma Teleky _ vom Dreßdkner Hoftheater die Königin Margarethe von _Valois. Herr Otto

oÜdack, welcher zur Zeit mit _ Géqebnngung der Gxneral- Intendantin nack) Mainz bkurlaubi ist, tritt als Raoul _de Raum? auf.

Im Königlichen Schauspielbaitse geht _morg-zn Richard Skowronnek's .Halali“ zum 39. Male in Scene. Hieraus folgt des- selben Autors Schwank „Die: stille Wache“. Am Sonnabend findet die erste Aufführung von Richard Skowronnek's_ neuem Lustspiel „Die kranke Zeit“ statt. In dkn Hauptroüen smd die Damen Poppe, Schramm, _ und Molenar bcscbafti t. _ _ _ _

Jm Lessing-T eaier gelangt die dreiakttge Komödie ._Untreii“ von Roberto Bracco am Freitag zur ersten Yufsübruyg. _Dte zweite Novität des Abends ist das einaktige Lustspiel „,Fraulem Wittwe“ von Ludwig Fulda. _

Jm Schiller-Tbcater beginnt am 30.d.M. das_111.Abonne- mentöquartal. Abonnementsbefte, enthaltend sechs Eintrittskaxtkn für sscbs verschiedene Vorstellungen, gültig für einen beliebig_zu wahlenden Wochentag in vierzehntägigem Turnus. werden_ ii] der Billctabthkilung des ((Schiller-Theaters und in der Trautwein'1chen Buchbgndlung, Leipziserstraße 8, Verabfolgt. _ Die Preise dcr Einzelnen Plaße find aus den Tagesanzeigen ersichtlich. _ _ _ _

Jm Friedrich-Wilbelmstadtischen _Tbeater begmni die morg__ig_e1 _Frstaufführung der Ausstattungs-Komödie „Der Hungerleider“ um r.

Mannigfaltiges.

Das Post - Mu s eum ist wxgen bauliÖ-xr Veränderungcn vom 23. Januar ab auf etwa eine Wohe geschlossen.

_ 47“

Conrad, von Mayburg, Hauöner und die Herren Vollmew

Dkr Zentralverein für Arbeitsnachweis_bat, wie der Vorfißende des Vereins Vr. reund in der leßten Sißung des Ge- sammtvorstankes mittbeilte, m vaflo enen Jahre eine erfreuliche Thätigkeit entiiiickeln können. Es ha 1! sich in den Bureau: des Vereins im. Jahre 1895 inSgesammt 23 573 arbeitslose Personen ge- meldet, von den 17 098 in Arbeitsstellen gebracht wurden. Jus- besondere haben sich die neu eingerichteten arbarbeitönachweise durcbgus bewährt. Verein unterhalt fünf btheilungen: für männlt e ungelernte Arbeiter (Kutsoher, Hausdiener, Arbeitsburschen u. s. w. , für Maler und Anstreicher, für SY:) er, für Klempner, fiir Maurer und Zimmerer sowie für weibliche r onen (Fabrikarbeitermnen).

Während der Monate Oktober bis Dezember1895 befanden sich im

"städtischen Arbeitshause durchschnittlich täglich 1646 Korrigenden

und 372 Hospitaliten; unter Hinzurechnun der durcbschnittlichen Kopfstäike von 163 Zöglingen des Erziehungs auses waren im Durch- schnitt täglich 2181 Personen von der Arbeitsbaus_- Veiwaltung zu verpflegen. In der Schule des Arbeitsbauies erhielten am 31. Dezember 1895 19 jugendliche Häuslinqe Unterricht. - In der städxischen Waisenpfleqe befJnden sich am 1. Januar 1896: 4610 Kinder (2424 Knaben, 2186 Madchen). - Zu derselben Zeit bkfanden sich in Zwangskrziebung 431 Kinder (357 Knaben, 4 Mädchen?. Von diesen waren entlaufen 39 (32 Knaben, 7 Mädchen) und im Ge ängniß 8 Mädchen.

An Vermächtnissen und Geschenken sind bei der Haupt- Stiftungskaffe des Mag istrats im Monat Dezkmber 1895 eingegangen 13 210,70 „44, darunter 3821,55 ck aus der Ablösung der Neujahrs- gratulation.

150 hilfsbedürftigen Wittwen verstorbener Kriegs- veteranen von 1813/15 konnte durch das Comit5,_ auf deffen Sammklihätigkcit seiner Zeit an dieser Stelle binaewresew wurde, eine Weibnachtsfreude bereitet worden. Wie der Sckpaßmeistsr des Comiiés 131“. Natge-Teiiipelhof mittbeilt, ergab die Sammlimg dcn Betrag von 10500 9-4 Davon wurde die Hälfte am Weibxxackits- abend an die Wittwen vertbeili, während der Rest zu ts_gelmaßigen Unisrstüßungen an besonders Bedürftige und Kranke m nachster Zeit verwendet werden wird.

Nachdem in der leßten Hauptbersammlung der Korporation Berliner Buchhändler der Antrag des Vorstandes auf Be- gründung Liner Bibliothek einstimmig genehmigt_worden, ist dsr Vorstand der Ausführung dieses Unternehmens naber getreten. Aus den von der Hauptversammlung dafür bewilligten Mitteln soll nunmehr mit der Aufsieliung geeignetkr Regale zur Aufnahme der Bücher und Schriften begonnen werden. Das ngmeln d€c Büchcr, ihre Katalogisierung u. s. w. hat Herr Bruno Jacobi übernommen. Es wird beabsichtigt, eine auf Berlin bkschränkte Bibliothek einzurichten, für die Xcrfonalia und Generalia gesammelt Werden soklen. Als Personalia ind u bezeichnen (1116 auf einzelne Personen, sowie auf Vereine bezügli en Aktenstücke, wie Zirkulare und Anzeigen, die sich auf die Gründung und die Verände- rung der Geschäfte beziehen, Briefe, Gelcgenbeitsscbriften, Festpro- gramme, Jubiläumsschriften, Fcftreden, Biographien, Nekroloae und Aehnliches, sowie die von Verlinkt Buchbändlern unter eigenem Namen odcr anonym und pseudonym_veröffent1ichten Schriften aUer Art; ferner die Statuten, Mitgliederverzeichnisse', Jahresberichte und Zeitschriften der Berliner _Vereitie, die zum Buchhandel und den_ verwandten GeschaftsTWetgen gehören, endlich die von _Verlmer Firmen birausgege enen Verlags-, AntiMar- und Sortimentskatalogtk. Als Generalia sind zu bezeichnen axle ktenstücke und Schriften, welche sich auf den Berliner Buchhandel und dessen verwandte Geschäftözweige im aUgemeinen beziehen: auf seine Ent- wicklung, die Geschichte der Preßgesetzgebung und des Urheberrechts, das mittelalterliche Zunft- und das modern; Ko_nzessionswssen, _die Privilegien, das Bu händlerexamen, die Tbatigkeii der Sachverstan- digenvereine u. dgl. ierber gehören auch Streitschriften und Prozeß- darstellungen,

andere Einr tungen, soweit ck den Buchhandel u. s. w. au ebt, über de Bewe ua in der Nabattfrage und Aehnlich“: eiträge sind durch die «stellanstalt oder direkt an die „Korporationz, Bibliothek im Buchhändlerbause' zu richten.

Eberswalde. Die bie'sige Forst-Akademie beging die Iubelfeier der NeubegründunÉ des Deutschen Reichs durch einen Festkommers auf dem .esundbrannen in Eberswalde Festreden hielten: auf Kaiser und Reick) Ober-Forstmeisier [)r. Dunckel: mann, auf den Fürsten Wißmarck Gebeimrr ngieiungs-Rath Pro- fessor 1)r, Remelé, auf das deutsche Heer und die Krieger der „grünen Farbe" der_Studierende der Forst- Akademie Arendt. Der [“Me Redner erwahnte, daß 73 ehemalige Angehörige der Forst-Akademje EberSwalde durcb Verleihung des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet seien. Unter den Festlixdern-verdient ein von dem Forstmeister Bandy zur Gedenkfeier der Kaiser - Proklamation verfaßtes Gedicht hervor- gehoben zu werden. Huldigmigs- und Begrüßun «Telegramme würden an Seine Majestät den Kaiier und an den 'ücjtcn ViSmarck ab-

csandt. Vom Fürsten BiSmarck kam ein 11.40 Uhr Nachts jn

Ykriedrichärub aufgkgebenes Dank-Teskgramm an. Die Festfeier, in der die Bedeutung des Tages 'zum vollen Ausdruck gelangte, nahm einen glänzendkn Verlauf.

Ulm, 22. Januar. Erdbeben wahrgenommen. nach West. _

Jekaterinoslaw, 21. Januar. Die ank der durch den Theaterbrand (7. Nr. 19 5. Bl. unt-r St. Petdrsburg) ums Leben Gekommemén wird nunmehr auf 21 fssigestellt. Das Feuer war in der Garderobe anSgebroch-an und batte fich mit raséndcr Schnelligkeit in dcm Holzbau Verbreitct. Das Publikum béfand fich anläßlich der Zwiich€npauie theilweise in dc'n Gängsn und konnte sich zum größten Theil rsticn; kin kleinerxr TbCii, Vornehmlich Kindér, blieb jedoch auf der Flucht in dem Ankleidezinimcr dsr Schauspieleiiimeu stecken und kam 5971 in den Flammen um.

Meiringen (Kanion Bern),_ 22. Januar. Gestern wurdcn in Guttannen Haslitbal) béim qubolen fünf Männer von Liner _Lstawinx xers üttLt. Drei find todt, eincr schwer berlstzt, «iner t gere .? .

Um Mitternacht wurde hier _ein leichtes Die Richtung des Stoses ging von Ost

Christiania, 21. Januar. DLL" Polarforscher Eivind Aftxup, Line'r dcr Tbeiinebmer an den Pkary-Exiicditionen, ist heute in LLÜCelvedalen todt aufgefundsn worden. Astrup batte _kurz vor Weihnachten dem Ort Dobre verlassen, um eine Schii€eschui)sahrt zu unternehmen, und war seit dieskr Zcit Vermißt worden. SeiiSonnTag waren bereits durch eine gkößer Anzahl yon Schnsi-ichuhläufern Nach- forschungen angesieÜt worden.

Sydney, 2]. Januar. In Neuiüdwales “dauert die außer- axwöbnliche Hitze cm; 35 TodesfäUe wurd-Zn fksigestxÜt. Die Einwobnsr siiid, wis „R. B.“ meldet, Von_ ClnLr Panik erfaßt; __ÖFLÖLÜL bon ihnen Verlassen die Skadi, um kublc-re Gegendsn aufzu- u kn.

Nach Schluß der Redaktion eingegangen? Depeschen. Konstantinopel, 22. Januar. (W. T. B.) Mit der EntlassunK von 35 mobilen Redif-Bataillonen beim „1. und [U. orps ist begonnen worden. Es verbleibkn noch 128 mobile Bataillone beim ]., 111, 17. und 1'. Korps; diese werden jedoch auf eine Stärke von 400 Mann herabgescßt.

(Fortseßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten

Schriften zur Gewerbefreibeit, über postalische und

Beilage.)

om 22. Januar, Morgens.

Weiterbe 8

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Wind. Wetter.

Stationen.

Bar. auf 0 (Gr. u d Meeres 5 9 C. = 49 R.

nutten.

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3 bedeckt 4 balb bed. 8 Re en 3 Ne el 4 bedeckt 2 wolkig 1 bedeckt 2 heiter

2 halb bed. 2 bedeckt 5 wolkig 5 bedeckt 4 Re en 4 Ne el 3 Dunst 3 bedeckt

2'bedeckt Nebel Dunst ' bedeckt bedeckt Nebel Nebel bedeckt

Velmullet. . Aberdeen . . Cbristiansund Kopenhagen . Stockholm .

_Prxmdcö .

. e ers urg Moskau . . .

CoerueenE- town . . . Cherbourg . 770 elder . . . . 767 vlt ..... 763 Hamburg . . 766 Swinemünde 767 Neufabrwaffer 768 Memel . . . 768 aris . . . . 771 ünster. . . 768 KarlSrube . . 771 Wiesbaden . 770 München . 770 Chemniß . . 770 Berlin. . . . 768 Wien . . . . 774 Breslau . . . 770 Dunst e d'Aix . . 770 Nebel Yza . . . . 772 beiter T est . . . . 772 wolkenlos

Uebersicht der Witterung.

„Eine tiefe Depression, nordostwärts fortschreitend, Liegt an der mittleren norwegischen Küste und bat ihren Wirkungskreis über das Nord- und Ostsee- _gebiet ausgebreitet; der höchste Luftdruck, 780 mm, agert über Ungarn. Beischwackpen meist, südlichen und südwestlichen Winden ist das Wetter in Deutsch- land mild, stark nebli , im Osten, theilweise auch im Südwesten“ beiter, igonst allenthalben trübe; meß- bare Niederfchfäge werden nicht gemeldet. Deutsche Seewarte.

_ ___.«__.___._____.__ Theater.

Königliche Zrhauspiele. Donnerstag:Opern- haus. 22. Vorstellung. LoheWrin. Romantische O er in 3 Akten von Richard agner. Jn Scene ZIL est vom Ober-ReYffeur Te kaff. Dekorativik

inrichtung vom Ober- nspektor randt. Dirigent: FapFUuÉeöiftxrüZr. Jitck. ?Zobengrin:MHr. Heinrich

0 , m , er ammer anger aus. " , ls Gaéi.) An ang 7 Uhr. unchcn a

Howe aus New-

PPU'WWSHDOOUO x-“x-i-dp-i-ww» OWZ-QWW-q in 9 CL

wende.

Donnerstag:

nußun Louis

Schauspielhaus. spiel in 4 Aufzügen von Richard Skowronnek. In Scene ??seyt dom Ober-Regiffeur Max Grube. -- lle Wache. Richard Skowronnek. Regisseur Maschke. Freitag:,Opern-baus. 23. Vorstellung. Die Huge- Große Oper in 5 Akten von Giacomo Meyerbeer. Text nach dem Französischen des Cugé-ne Scribe, überset von Ignaz Castelli. Margarethe bon Balois: Frl. Mary ork,a[s Gast; Raoul: Hr. Hoüdack.)

Schauspielhaus. 24. Vorsieliung. Sonderabonne- ment 13. 4. Vorstellun . Der Revisor. in 5 Aufzügkn von Iicolai Gogol, deutsch von Elsa von Schabelsky. Anfang 73 Uhr.

Deutsrhes Theater. Donnerstag: Lebens- Anfang 7») Uhr.

Freitag: Der Meister von Palmyra. Sonnabend: Florian Geyer.

Berliner Theater.

Anfang 7;- Übr- Freitag: Bei aufgehobenem Abonnement: Faust. Sonnabend: König Heinrich.

Messing-Theatrr. Gnckerl. Anfang 73 Ubr.

Freitag: Zum ersten Male: Untreu. Komödie in drei Aufzügen von Roberto Bracco, von Otto Eisenschiß. -- Male: Fräulein WittWe. Aufzug von Ludwig

Sonnabend: Comtesse Guckerl.

Emil Graeb. Z An_f_c_1ng 73 Uhr.

Residenz - Theater. Laufenburg. Donnerstag: Hals über Ko f. Schwank in 3 Akten von Alexandre Biffon, Paul Block. - 7ehöllt)ng* Plauderei von Pau Linsemann. Anfang

r. Freitag und folgende" Tage:" Hals über Kopf - Ju doppelter Bekehrung.

Fciedrich - Wilhelmßädttsches Theater. Chausseestraße 25-26. _ Mit gro aktiger Ausstattung an Kostumen, Dekorationcn und Requisiten. Zum ersten_ Male: Der Hungerleider. Aysstattungskomödie m1t Gesang und Ballet in 10 Bildern von Julius Keiler und Louis einer Idee des Mark Twain. Musik von _ _ otk). In Scene gesetzt von Julius Frißsche. DirigentZ Herr Kapeümeister Winné. nabmsweise 7 Uhr.

Freitag: Der Hnngerleider.

23.Vorsieliung. Halali. Lust- Urne; Theater.

Schwank in 1 Aufzug von Vom K. u. K.

In Scene

gefeßt vom Anfang 73 Uhr,

ustspiel in 3 abrice Carré. n Scene geseßt Anfang 73 Uhr.

Tanz von Freitag: Der Herr Direktor.

Lustspiel

Julius F

glänzender usstattun

ervé und aul Ferrier,

""" von

Donnerstag: Fedora.

7 ZFUY. re a Chilpergich.

und die folgenden

[ester großer Maskenball.

Donnerstag : Comtesse

deutsch Hierauf: Zum ersten Lustspikl in einem

Fulda. Franzö schen

“"""“ Freitag : Dieseibe Vorstellung.

Direktion : Sigmund eutsch von

n doppelter Be- stattun

Vorher :

Freitag: Eine tolle Nacht.

Schiffbauerdamm 4 a. / 5.

Donnerstag: Gastspiel des Herrn Franz Tewele ll. priv. Carl-Tbeater in Wien. err Direktor Uousionr lo directeur). kten von Alexandre Vision und Deutsch von Ferdinand Groß. Von Siegmund Laufenburg.

Sonnabend: Der Herr Direktor.

Sonata : Der Herr Direktor.

Voranze ge: Sonntag, den 26. Januar, Nach- mittags 3 Uhr, findet zu halben Preisen eine Auf- führung des Schwankes „Der Rabeuvater“ statt.

Theater Dinter dcn Emden. sche. Donnerstag: In durchaus neuer an Dekorationen, Kostümen und Requisiten: K nig Chilpericb. Ausstattungs-Operette in 3 Akten (5 Bildern) von Neu deutsch bearbeitet von 1WzDam n - duard Jaco son und Wilhelm Mannstädt. Musik D s k '

Hervé. In Scene geseßt von Julius Frißsche. a Diriacnt: Herr Kapellmeister Jedermann.

Sonnabend, den 23. Januar:

Sonntag, den 26. Januar, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: Der Zigeunerbarou. - Abends 73 Uhr: König Chilperikh.

Adolph Ernü-Thrater. Donnerstag: Fran Loben tin. Gesangsposse in 3 Akten, nach dem bearbeitet von Ed. Jacobson und W. Mannstädt. Kuplets von Gust. Görs. Musik von Gust. Steffens. Anfang 74 Uhr.

Zentral-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30.

Donnerstag: Eine tolle Nacht.

stofse mit Gesang und Tanz in 5 Bildern

von W lb. Mannstädt und Julius Freund. Musik

von Iulius_ Einödsbofer. In Scene geseyt vom

Direktor Richard Sebulß. Die Tanz-Arran ements vom Balleimeister Gundlaib. Anfang 73 Ußr.

Zing-leademie. Donnerstag, Anfang 8 Uhr: Liedcr-Abend bon Ant. Sistermaus.

Der (.Winterreise' von F. Sckpuberi)

Philharmonie. Donnerstag, Anfang 8 Uhr: Russisches Konzert. Lsiter: W. Safonoff.

Sol.: Jos. Lhövinue (Kl.) Das Philharmo- nische rchefter.

Baal NOKON". Linkstraße 42. Donnsrstag,

Anfang 8 Uhr: KoWert mit Cigcnen Kompositionen von Leop. Carl olf.

Zirkus Renz. Karlstraßk. Donnerstag, Abends

71 Uhr: Gala-Vorüelluug. Gin Künstlerseft. Luxus-Ausstaxtunßs-Pantomime m 2 Abtheilungen vom Großherzog! chen Hof-BaUetmeister A. Siems, auf das Glänzendfte insceniert vom Direktor Fr. Nene Musik-Eiulageu. Ballet von Kinder-Orche ter. Erste Abtheilung: Festcomité in TbätWeit. Zweite Abtheilung: Vollsiandig neu! Jm asser. Volisiändig neu! am ersten Male in Berlin: Die gigantische euersäule. u_m Schluß: Plasoud-Pracht- euerwerk. u-gerdem: Auftreten von nur Künstler-Spezialitäten allkrersten Ranges, Voxfübren der berühmten Original-Dressuren dcs Direktors

r. enz. _ Yätag: Gin Künstlerfeft. _ nntag: 2 Vorstellungen: Nachmittags 4Ubr (ermäßigte Preise und 1 Kind unter 10 Jahren frei): 1870/71. Abends 79“ Ubr: Ein Künstler-

fest.

Direktion :

Burleske

Anfang Tage : König Zweiter und

Familieu-Nachrickzten.

Verehelicbt: Hr. Frxiberr Robert von Schroetikr mit Fkl. Louise Dusiault (Köln).

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Hauptmann Hausbalier Sierakowo bei Rawltscb). - Lr!!-

Große Aus- Kastor Sieg tied Müller (Zülzendor ). - rn-

egicrungs-Baumeister Janeyki (Oppeln),

e iorben: Jr. General der Infanterie 5. 51)-

Ludwig von pangenberg (Frankfurt a. M.). ““

Hr. Hannovers er Rittmeister a. D. und Land-

schaftsratb Eri bon Leuthe (Oberaut Leuthe).-

Hkn. Achim voti Karstedt Töchterchkn Hildegard

Fre dorf). _ Verw. Fr. Geheime Kommerzlk'"

Konzerte.

Dotinerstag: _Ouv. Herrmann, mit tbeilweiser Be- "1812 Tschaikowsky.

„Berliner Kinder" von

Anfang aus“ „Ick, fende dicse Blume Dir“

Wagner (Herr Werner).

Eonzert-Hans. Karl Mehder - Konzert. .Der Maskenball“,

.Pique-Dame“, Phantasie aus .Lobengrin' von Wagner. Walzor Kéler-Véla. 084)"er für Violine von VieuxtempUHerr Carnier).

at Auguste Dierig, geb. Werner (Oberlangew

bielau).

Verantwortlicher Redakteur: Si em e nr o il) in Berlin. . Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin-

Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlags“ Anstalt Berlin ZW., Wi elmstraße Nr. 32.

Sechs Beilagen (Linscial'eßlich Börscn-YeilagZ).

Verdi. Suppz.

Kanßaßis

für Piston von

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

„zk, 20.

Königreich Preußen.

P r i v i l e g i u m wegen Ausfertigung auf den Inhaber lautenderAnleibe- scheine der Stadt Stargard i. Pommern im Betrage von 1750000 «76

Wir Wilhelm. von Gottes Gnaden König von Preußen 2c.

Nachdem die städtischen Behörden der Stadt Stargard i. Pomm. beschlossen haben, die zur Tilgung älterer S ulden, zur Erbauung eines öffentlichen Schlachthauses, einer Wa erleitung und einer Kanalisation sowie_ zur qupflasterung von Straßen erforderlichen Mittel im Wege einer Anleihe zu beschaffen, wollen Wir auf dem An- trag des MagistraLS daselbst,

zu diesem wecke auf jedey Inhaber lautende, mit Zinsscheinen

versehene, eitens der Glaubiger unkündbare Anleihescheine im

Betrage von 1 750000 „Fü ausstellen zu dürfkn, da sich hiergegen wedxr im Interesse der Gläubiger noch der Schuldnerin etwas zu erinnern gefunden hat, in Gemäßheii des § 2 des Gesetzes vom 17. Juni 1833 zur AusstkÜung von Anleihescbeinen zum Betrage von 1 750 000776, in Buchstaben: ,Cinér Million sieben- bundert und fünfzig Tausend Mark“, welche in Stücken von 5000, 2000, 1000, 500 und 200 «74 nach dem anliegenden Muster aus- zufertigen, mit drei und einem halben Prozent jahrlich zu verzinsen und nach dem festgestellten TilgungSplane mittels Verloosung oder Ankaufs jahrlich vom Jahre 1897/98 ab mit wenigstens einem und einem balben Prozent des Kapitals, unter Zuwachs der Zinsen von den getilgten Anleibescbeinsn, zu tilgen sind, durch gegenwärtiges Pri- vilegmm Unsere landesherrliche Genehmigung ertbeilen. Die Erthei- sung erfolgt mit der rechtlichen Wirkung, daß ein jeder Inhaber dieser Anleihescheine die daraus hervorgegangenen Rkchtc geltend zu machen befugt ist, ohne zu dem Nachweise der Uebertragung des Cigenthums verpflichtet zu ein.

Durch_vorstebendes Prtvileqium, Welches Wir vorbkbaltlich der Rechte Dritter ertbeilcn, wird für die Vefcisdigung der Inhaber der Anleibescheme eine Gewährleistunz seitens des Staats nicht übst- nommen.

Urkundlich unter Uaner Höchsieigenhändigen Unterschrift und beigedrucktem Königlichen nfiegel.

Gegeben Neues Palais, den 30. Dezember 1895.

(11.8) _ Wilhelm K. Zugleich für den Minister des Innern: Miq nel.

Regierungsbezirk Stettin. (Stadtwappen) Anleihescbein

der Stadt Stargard i. Pommern Buchstabe ..... Nummer ..... über

_ _ . . „M Reichswäbrung. AuEgefertigt m Gsmaßbeii des landesbcrrlicben Privilegiums vom . . . ten ...... 189 . (Amtsblatt dsr Königlichen Regierung zu Stettin vom . . .th ...... 189 . Rr. . . . Seite . . . und

Geseß-Sammlung für 189 . Seite . . . lfd. Nr. . . .).

Auf Grund _der_ von dem BezirkSausschuffe zu Stettin genehmigten Beschlüsse der stadtischen Behörden der Stadt Stargard i. Pommern vom 1. und 5. Juli 1895 wegen Aufnahm€ einer Anleihe 5011 1750000 „74 bskcnnt sich der Magistrat der Stadt Stargard i. Pommexn namens d€r Stadt durch disse, für jeden JnHaber gültige, seitens dLS Gläubigers unkündbaxe Verschreibung zu Link!: Darlebnsschuld von ...... .,“, wélcbe an die Stadt baar gezahlt wo_rden___und mit drei und einem halben Prozent jährlich zu der- zm en 1 .

Die Rückzahlung der ganzen Schuld von 1750000 „M erfolgt nach Maßgabe des genehmigten Tilgungsplans mittels Verloosung der Anleibescbeine oder durch Ankauf Vom Jahre 1897/98 ab bis spätestens 1931/32 einschlikßlick) aus einem Tilgungssiock, welcher mit wenigstens einem und einem halbkn Prozent des Kapitals jährlich unter Zuwachs der Zinsen von den _getilgten Anleihescheinen gebildst wird. Die Ausloosung geschisbt in dem Monat Dezembsr jeden Jahres, zum ersten _Mal im Dezember 1897.

Der Stadt bleibt jedoch _das Recht Vorbehalten, den Tilgungs- swck zu verstärken odsr auch sammtlicbe noch im Umlauf befindliche Anleiheschkine nach Ablauf von 10 Jahren seit Auflegung der Anleihe auf einmal zu kündigen.

Die durch die verstärkte Tilgung ersparten Zinsen wachsen eben- falls dem Tilgungssiock zu. _

Dic außgeloosten sowie 1316 gekündigten Anleibescbeine werden unter Bezeichnung i rer Buchstaben, Nummern und Beträge, sowie des Termins, an welchem die_Rückzablung erfolgi'n soli, spätestens drei Monate vor Um Termm der Einlösung öffsntlich bekannt gemacht. Diese Bekanntmachung erfolgt in dem„Deutschen Reichs- nud Preußischen Staats-Anzeigcr“ und dem Amtsblatt der Königlichen Regikrung zu Stettin. _

Jn denjenixéen Fällen, in denen die Tilgung durch Ankauf von Anleihcscheinen ewirkt worden isi, wird dieser, unter Angabe des Betrags dlr angekauften Anleihescheine, alsbald nachdem der Ankauf erfolgt ist, in den Vorstehend bezeichneten Blättern bekannt emacht.

(Hihi eines die er Blätter ein, so wird an dessen Statt von dem Magistrat der tadt Stargard i. Pommern mit Gcnébmiqung FLZKöNZglichen Regierungs-Präsidmten zu Stettin ein anderks Blatt 6 imm .

Bis zu dem Tage, wo solche'rgestalt das Kapital zu entrichten ist- ivird es in halbjährlichen Terminen am_ 1. April und ]. Oktobkr mit drei und einem Halben Prozent jährlich, Von heuie ab Jsrcchnet, verzinst. Die Aussablurxg der Zinsen und des _Kapitals kkalgt gegen bloße Rückgabe der failig gewordenen Zinsscbeme bezw. dicses Anleibescheins bei der Kämmcieikaffe zu Stargard i. Pommern und den durch die oben bezeichnetkn Blätte'r bckannt zu machenden etwaigen anderen Zahlstsllcn, und zwar auch in der nach dem Eintritt des FäUigkeitstermins folgenden Zsit. Mit dem zur Empfangnahme

Provinz Pou-:mern.

' ks Kapitals eingereichten Anlcibesckpeine find auch die dazu gehörigen

insscheine der fväteren Fäüigkeitstermine zurückzulie'fern. Für die fEernden Zinsscbeine wird dLr Betrag Vom Kapital abgezogen. Die qundigten Kapitalbeträge, welche innerhalb dreißig Jahren nach dczm Uckza[)lungstkrmin nicht erhoben werden, sowie die innerhalbdixr Jahren, nach Ablauf des Kalenderjabies, in welchem sie falltg Éworden, nicbt eibobenen Zinsen'verjähren zu Gunsten der Stadt tar ard i. Pommern. as Auf ebot und die KraftloSerklärun verlorener oder Vcr- Ui,ch_ieter AnleiYefcbcine erfolgt MY Vorschrißt der §§ 838 ff. der Wllprozeßordnung ür das Deuts 8 Reich vom 30. Januar 1877 ( ejckW-Gesexszblatt . 83) bezw. nacb § 20 des AuöfübrungSgeseßes im? Deutschen Zivilprozcßordnung vom 24. März 1879 (Geiers- Samnzlun S. 281).

Zinss eine können weder aufgeboten, noch für kraftlos erklärt werden. Doch soll deméenigen, welcher den Verlust von Zinsscheinen For Ablauf der vierjä rigen Verjährungsfrist bei dem Ma istrat 5U: Stadt Stargard i. Pommern anmeldet und den stattge abten Töss? der insscbeine durcb Vorzei un des Anleibes eins oder sonst U (! UUbba ter Weise darthut, na A lauf der Verj hrungsfrist der

Berlin, MitWoch, den 22. Januar

Veirag der angßmeldeten und bis dahin nicht vorgekommenen Zins- scherne gegeii Qu11tung_au§gezablt werden.

Mit diesem Anleioesäpeine find halbjährliche inssibeine bis zum 1. _April 190 . . aus egeben, die ferneren insscheine werden gleichfalls _ für zehn & rige Zeiträume anage e en werden. Die Außgabe einer neuen eibe von Zinsscheinen erfo gt bei der Kämmerei- kasse zu_Stargard in Pommern gegen Ablieferung der der älteren

Zinsscheixireibe beigedruckten Anweisung. Beim Verlust der Anweisung erfolgt die Aushändigung der neuen Zinsscbeinreihe an den Inhaber des Anleibesxbeins, sofern dessen Vorzeigung rechtzeitig geschehen ist.

_ Zur Sicherung der hierdurch eingegangenen Verpflichtungen haftet die Stadt Stargard :. Pommern mit ihrem Vermögen und mit ihrer Steuerkraft.

Dessen zu Urkunde haben wir diese Ausfertigung unter unserer Unterschrift ertbeilt. Stargard i. Pommern, den .......... Der Magistrat.

(Eiginbändig'x Uyterschrift des Magistrats-Dir'ixieiitén' und 711189 anderen MagistratSmitglteds unter Beifügung der Amtstitel und des Siegels.)

Provinz Pommern. _ Regierungsbezirk Stettin. Zinsschein Nr. . . .

. . . . Réihe zu dem Anleihchbeine der Stadt Stargard i. Zommern Buchstabe . . r. . . . über . . . . Mark zu 33 rozent Zinsen über . . . Mark . . Pf

_ Der _anaber dieses Zinsscheins empfängt gegen deffén Rückgabe in de_r Zeri vom . . ten ....... ab die Zinsen des vorbenannten Anleiheschems für das Halbjahr vom . . ten . . . . bis . . ten . . . . _ _ _ mit...Mark..Pf. bei der Kammexeckasse zu Stargard i. Pommern. Stargard !. Pommern, den ......... Der Magistrat.

(Fakfimi'le' der Üiitcer'sciprist des MagistratsLTÖiik-Jeiit'eii 'U11d eines anderen Magistratßmitglieds.)

_ (Eigenhändige Unterschrift des Kontrolbeamten.) _ Dieser Zinsschein ist ungültig, wenn dessen Geldbetrag nicbt MZLZHÜW 'ViiFr Jahren nach Ablauf des Kalenderjahrs der Fälligkeit er 0 en WU .

Regierungsbezirk Stettin. A n w e i s u n (; zum Anleibesch8ine der Stadt Stargard i. Pommern. Buchstabe . . . Nr. . . . über . . . „74

Der Inhaber dieser Anweisung empfängt gegen deren Rückgabe zu dem obigen Anleihesckyeine die . . . te Reihe yon Zinsscheinen für die zehn Jahre . . . bis . . . bei der Kämmereika :: zu Stargard i. Pommern, sofern nicht rechtzeitig von dem als solchen sich aus- weisenden Inhaber des Anleihescheins dagegen Widerspruch er- hoben wird.

Stargard i. Pommern, den ........

Der Magistrat

(Faksimile . dei. Üiitérs'chrift des _Magistrats -Dirigentcn .und Lines anderkn Magistratsmitglieds.)

(Eigenhändige Unterschrift des Kontrolbeamien.) Anmerkung: Die Anweisung ist zum Unterschied auf der ganzen Blattbreite unter den beiden [eßten Zinsscheinen mit datwn abweichenden Lettern in nachstehender Art abzudruckcn.

Provinz Pommern.

. . . ter Zinsschkin. _[ . . . ier Zinsschein.

Anweisung.

Bekanntmachung.

Nach Vorschrift des (Ge eßes vom 10. April1872 (Geseß-Sammi. S. 357) sind bekannt gema t: _

1) der Allerhöchste Erlaß vom 22. August 1894, betreffend die Vérleihung dks Enteignungsrcchts (m_dcn Landkreis Bromberg zur Entziehung und zur dauernden Beschrankung des für den Bau der Kleinbahnen ]) bon Sckpleujenau bei Bromberg nach Krone a. Br. mit Abzweigungen nach Mühltbal und Trischm, 2) von der Moltke- grube bei GoScieradz über Trzcmcntowo und Kasprowo nach Suchary mit Abzweigungen nach Samficczno und Mariensee, 3) Von Martbazs- Hausen nach Kasprowo, 4) von Trzkmentowo nach Wiérzchucin in Anspruch zu nehmsnden Grundeigentbums, durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Bromberg Nr. 49 S. 509, ausgegeben am 6. Dszember 1894;

2) der Ailerhöchste Erlaß vom 16. Januar 1895, betreffend die Verleihung des Enteignungßrxchts an den Kkkis Wirsiy zur Eiitziehung und zur dankrnden Beschränkung des für_ den Bau der Klembahnen ]) von Weißenhöbe über stsens nacb Witoslaw mit Abzweigung von Czaycze nacb Wissel, 2) von Dcmbowo nach Rakel mit Abzweigung von Waltershausen nach Eilan, 3) Von Naksl über Suchary bis zur Grenze mit dem Landkrsire Bromberg m Anspruch_zu nebmenden Grundeigentbums, durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Bromberg Nr. 8 S. 49, außgcgeben am 21. Februar 1895;

3) das am 28. “sptember 1895 Alierböckst vollzogene Statut für den Ent: und Bewässerungsväband_B_aumgartit_n Elbinger Deich- verbande, durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Danzig Nr. 47 S. 419, angegeben am 23. NOVLmber 1895;

4) der AÜerhöchste Erla? vom 28. September 1895, betreffend die Anwendung der dem Cmusseegeldtarii Vom 29. Februar 1840 angehängten Besiimmungkn Wegen ds_r Cbausseepolizeivergeben auf die Chaussee von ane nach Scherl im Kreise Altena, durch das Amtsblatt dkr Königlichen Regierung zu Arnsberg Nr. 49 S. 690, ausgegeben am 7. Dezember 1895; _

5) der AUcrböchste Erlaß vom 6. Oktober 1895, betreffend die Verleihung des Rechts zur Chausseegelderhebung an den Kms Garde- legen für die von ihm erbaute Chaussee von Vinzelberg bis zur Kreis- grenze bei Wittenmoor, durch das Aintsblatt der Köni lichen Regierung zu Magdebur Nr. 48 S. 467, ausgegeben am 30. obember 1895;

6) der .Lleerhöchste Erlaß vom 4. November 1895, betreffend die Anwendung der dem E ausseegeldtarif vom 29. Februar 1840 angehängten Bestimmungen wegen der Cbauffeepolizetvergeben auf die von dem Kreise Marienburg gebauten Chaussexn: 1) voxi Thier artb über Kampenau bis zur Grenze mit dem Kreise Stuhtxi m der ich- tung auf Alt-Dollsiädt, 2) von TbienSdorf_nach Dreirosen, 3) von Gr. Lesewiß über Kl. Lesewiß bis ziir KretschaMee Neuteich-Gr. Mausdorf, 4) von Ladekopp über Ttege n_ach arienau, 5) von Orlo erfelde nacb Fürstenwerder, 6) von Schoneberg bis Sorge-Trift mit bzweigung nacb Yalschau, 7) von Kaltbof nach Trampenau, 8) yon Ticgenbof über ückenau bis zur Grenze mit dem Landkreise

1893.

Elbing beiKl. Mausdorf, 9) von der Kreischauffce Alt-Münsiexber -

lossowo nacb Werandorf, durch das Amtsblatt der Kön UK; Re ierung zu Danzig Nr. 50 S. 439, auS-zegeben am 1 . . zem er 1895;

7 der Allerhöchste Erlaß vom 4. November 1895, beire end die Gene migung des 11. Nachtrags zur Ostpreußiscben Lands ftSord- nun vom 7. Dezember 1891 und des “7. Nachtrags um revi'dierten Reg ement der Feuersozieiät der Osipreußiscben Lands aft vom 1. No- vember 1886, durch die Amtsblätter

der Königlichen Ne ierung zu Königsberg Nr. 49 S. 485, aus- ge eben am 5. ezember 1895, der öniglichen Regierung zu Gumbinnen Nr. 49 S. 447, auSqegeben am 4. Dezember 1895, der Königlichen Regierung zu Marienwerder Nr. 49 S. 363, ausZegeben am 5. Dezember 1895; .

8) der A erböchste Erlaß Vom 4. November 1895, betreffend die Herabskßung des insfußes der von dem Kreise Tondern auf Grund des YUerböchsten ribilegiums Vom 1. November 1882 außge ebenen Anlxihescheine von 4 auf 33 0/0, durch das Amtsblatt der Kömglicken Regierung zu Schle6wig Nr. 60 S. 475, ausgegeben am 7. De- zember 1895;

9) der Allerhöchste Erlaß vom 4. November 1895, betre'ifend die Hembseßun des Zinsfußes der von der Stadt Wiesbaden auf Grund des Yllerhö sien Privilegiums vom 15. Dezember 1890 aufgenommenen Anleihe von 4 auf 33 oder 30/0, durch das Amtsblatt der König- lichen Regierung zu Wiesbaden Nr. 51 S. 397, ausgegeben am 19. Dezember 1895;

_ 10) das am 4. November 1895 Allerböchst vollxogene Statut für die Ent- und Bewä erungögenoffenscbaft zu Kadlub-Turawa im Kreise Oppeln, durch das mtsblatt der Königli en Regierung zu Oppeln Nr. 48 S. 373, aus egeben am 29. Novem er 1895;

_ 11) daß am 4. obember 1895 Ailerböchst voüzo ene Statut für die Cntwäsierungsgenoffenscbaft zu Podlefie im Krei?e Pleß O.-S., durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Oppeln Nr. 49 S. 382, ausFZeben am 6. Dezember 1895;

12) der erböchste Erlaß vom 12. November1895 durcb Welchen der Stadtgemeinde Aachen das Recht verlieben wvrden ist, für die Zwicke ihres Wasserwerks das der Gemeinde Raeren im Kreise Eupen an dem Grenzwkxze „Kinkebabn' zustehende Eigentbuerecht mit einer dauernden Veschrankung zu belasten. durch das Amtsblatt der König- lichen Regierung zu Aachen Nr. 56 S. 411, aussegeben am 19. De- zember 1895;

13) der AUexböchsteErlaß vom 14. November 1895, betreffend die Herabseßung des Zinzsfußes der von der Stadt Kottbus auf Grund des Allerhöchsten Primllgiums Vom 18. Dezember 1889 aufgenommenen Anleihe von 3:1; auf 3%, sowie die Tilgung der Anleihe außer durch Ausloosung der Anleibescheine durcb freihändigen Ankauf derselben, durch das Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Frankfurt a.D. Nr. 51 S. 387, außgegeben am 18. Dezember 1895"

14) das Aaerhöchste Privilegium vom 18. Novemßer 1895 Wegen Ausfertigung auf den Inhaber lautender Obligationen der Provinz Hannover im Betrage von 15 000000 .,“, durch die Amtsblätter

der Königlichen Regierung zu Hildesheim Nr. 51 S. 403, aus- gegeben am 20. Dezember 1895, der Königlichen Regierung zu Lüneburg Nr. 52 S. 401, aus- gegeben am 27. Dezember 1895, dEr Königlicbm Re ierung zu Stade Nr. 51 S. 405, aus- gi'geben am 20. ezember 1895, der Königlichen Regierung zu OLnabrück Nr. 52 S. 367, aus- gegeben am 27. Dezember 1895, dsr Königlichen Regierung zu Aurich, Jahrgang 1896 Nr. 1 S. 1, angegeben am 3. Januar 1896 (zu Vergleichen die Bekanntmachung Jahrgang 1895 Nr,4 S. 590);

15) das AUerböchst€ Privilegium vom 25. November 1895 w_e en Ausfertigung auf den Inhaber lautender Anleihescbeine der Königl: en Haupt- und Residenzstadt Hannober im Betrage 5011 800000094, durch das Amtsblatt für den Regierungsbezirk HannoVLr Nr. 52 S. 331, ausgegeben am 27.Dezember 1895;

16) das Allerhöchste Privilegium vom 9. Dezembex 1895 wegen Ausfertigung auf den Inhaber lautender Anleibescbeme der Land- Xmeinde Groß-Lichtlrfelde im Betrage Von 2 321000 „ji, dur das

mtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam und der tadt

Berlin, Jahrgang 1896 Nr.2 S. 5, ausgegeben am 10. Januar 1896.

Deutscher Reichstag. 20. Sißung vom 21. Januar, 1 Uhr.

_Tagesordnung: Fortsetzung der zwsiten Verathung des Reichshausha1ts-Etats!, und zwar des Etats der Reichs-Post- und Telleaphenverwaltung.

Der Referent Abg. Dr. * ürklin erstattet über die dem aufe zugegangkne, auf den Posi-Eiat bezügliche Petition das Magitrats zu (Gerresheim Bericht. Die Petition, wslche auf Ermäßigung der Fernspreckpgebübrsn abzielt, soli nach dem Antrag der Budget ommisfion den verbündeten Regierungen zur Berücksichtigung überwiesen werden.

Abg. Lenzmann (fr. Volk»): Die großarti e Entwickelung des deutschen Rcichs-Post-_ und Tele rapbenwesens it tbatjächlich in der Hauptsache ein Verdienst des srrn Von Stephan; aber das war noch der alte General-Postmeister Stephan, nicht der heutige Staatssskreiär dés Reichs-Postamis. Ick wünsche sehr, daß es ihm gelingen möchte, seine frühere Friiche in vollem Maße wieder zu ge- winnen; denn ich Zivünfche_ keinen Wechskl in der obersten Spi e des Reichs-Postamts, und ich glaube, daß von ihm noch man 6 Reform zu erwarten ist, wenn er seines Amts in voller Rüstigkeit Mitac walten kann. In den [681811 Jahren ist, wenn man auch einige kleine Fortschritte anerkennen kann, doch im Ganzen zu wenig gLschebsn, um die berexhtigten Klagen sowohl des Publikums wie der Beamten zu beschwichtigxn. Auch sind an vielen Stellen im Lande die postalischen Verhaltnisse nichts weniger als befriedigind geordnet. Redner führt d_arauf_ emen bezüglichen Fall aus seinem Wahlkreis näher an und_fabrt sort: Aber besonders auf dem sozialpolitifcben Gebiet bat die Verwaltung in leßter Zeit fast Alles zu wünschen übrig gelassen. Wie käme es sonst, daß fast alle Unterbeamten Sozialdemokraten Zub? Die Landbriefträger erlangen erst mit 18 Jahan die uciennitätsberechti ung, während zahlreiche junge Leute schon mti 16 Jahren in vo en Dienst eingestellt werden. Warum wird die berechtigte Klage der Ober-Postsekretäre auf Er- höhun? des Maximalgehalts nicht berücksichtigt? Weshalb macht man mmer noch Schwierigkeiten bei der definitiven Anstellun als Posischaffner? Aüerdin 6 kam der Schaßsekretär der Pot . waltung zu Hilfe. Er ebnte i_edes Eingehen auf die nanziellen Wünsche ab, so lange der Reichstag keine neuen Einn "men also neue Steuern oder ein neues Monopol bewilligt hätte. Solche Drobun en aber verfangen beim Reichstage nicht. Herr von St ban weisi au? die großen Ueberschüffe seiner Verivaltun “bin und ben: von Stumm bebt herYor, daß die Post doch v Ueicißt mit einem Defizit arbeiten wurde, wenn sie die Leistungen der Eisenbahn bezablxn müßte. Das beweist, da die rein kau - männischen Verdienste der Postverwaltung d nitbt. so to be; find, als Herr von Stephan gestern behauptete. Ju dieferHinfiÖt wurde mehr gewvnnen, wenn an den Bauten mehr gespart würde.