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bu Winfast:- Buiu ffungeti durch die lebende “Natur. Ja der dureh das Mikroii:p erschlossenen Lebewelt der niederen iwxn stelXten uns nach und nach immer deutlicher und in immer größerer Anzahl Faktoren von un eabnter Be- deutung dar. Dieser Forschungsiickptung hat sich me 1? und mehr eine so re? Arbeit, begleitet von so vielerlei Erfol en, zugewendet, daß es fat scheinen könnte, als sei auf das chemlsZe Zeitalter jest eine andere Erocbe ge'folgt, die eine Zeit lang die Führung zu übernehmen bestimmt ein könnte. Stellen sich ja doch viele all- emein in der Natur verbreitete Prozesse, welcbe früher für rein ischen Charakters gehalten wurden, 1th als Wirkungen spezifischer OraamSmen dar, Wie die (Häbrungen, die Fäulnißprozeffe, ge- wiss? Oxydations-, und DeSoxydationSvorgänge, wie die Nitri- fikatuxn und Demtrifikation im Erdboden. Und anz besonders erschetnt auch im Pflamenreicbe vieles in einer eikettung mit Organismen oder als unmittelbare Wirkung solcher. In schon frühe eit zurück reicht die Entdeckung gewiffer niederer Pflanzen, besonders ilze, und niederer Thiere, welche als Parasiten der Pflanzen deren Entwicklung hindern; nur brachte erst die neuere Zeit mit ihren gründlicheren biologischen Forschungen bessere Auf- klärung über die EntwickelungSweise dieser Feinde und übcr deren Bedingungen und fügte noch zahlreiche Entdeckungen derartiger Pflanzen- feinde hinzu. Aber nicht bloß soläxe OrganiSmen wurden bekannt, welche die *flanze direkt beschädigen, sondern wir kennen jeßt auch solche, wel 2 unmittelbar fördeind in die Lébenéprozkffe derselben ein- Zeifen; Es ist bis? die Symbiose gewiffsr Pflanzén mit niederen rgantsmen, rvobei die leyteren bei der Nahrungserwerbung jener die wichtigsten Dienste leisten und zu Woblthätern der Pflanze, ja unter Umständen zu unentbehrlichen Genossen derselben werden, ohne welche die Pflanze nicht gedeiht.
So ist bezüglich der Fragen nach den Bedingungen des Pflanzkn- gedeihens je-ßt ein weites Gebiet der Phyfiologischen Aera zugewiesen. Und heute kann noch niemand sagen, wohin die1e Forschunge'n noch führen Wkldk'n; denn noch bkfinden fie fich in aufsteigender Entwicke- lung, überall finden sie neue Fragen und nsue Arbeit Vor, selbst- verständlich aucb störende Strömungen. Denn es ist wobl begreiflich, daß eine so vsrlocken 8 Idee wie die, 'das; mikroskopisch kleine Wesen die Ursache großartiger Erscheinungen in dsr Natur smd, manchen Enthusiasten varleitet, obne zwingknden Beiweis auch Dinge den kleinen OrganiSm-zn zuzuschreiben, an denen dieselben thatsäcblich keine Schuld tragen. So kommsn einerseits Stimmen, die womöglich aÜe nuten Naturprozesse, wie je" lichk's Ge- deihen der Pflanzen und die Erzeugung werthvvüer Sto e in den- selben, auf Wohljbätige Bakterien zurückführen! möchten, andererssijs aucb Stimme"", welche für jede Besxbädigung der Pflanze womögiich gleich ein böses Bakterium bei der Hand haben. Und umgekehrt, be- ne nen wir solchen, we1che in altfränkischen Anschauungen bkfangén, si mit der Organismenthkoris überhaupt nicht befrkunden und am liLbsten überall wieder die anorganischen Ursachen kinscßcn möchtesn.
Aber größer als diese seitlichen ÖSMMLUDCU Strömungen ist die (Schwierigkeit, welche diese Forschung auf ihrem eigentlichen Gange direkt vor sich hat. Wie ViLlLS birgt das Pflanzeulsben noch Unerforschtks und nxis viele Krankheiten gisbt es bei den
flanzen, wo die Wisjenschaft noch nicht im klaren ist! Was die *andwn'tbe mit unbestimmten Ausdrücken, wie „M*ißwachs“, „BLfaÜ“, bezkichnen, daß ist ja zum theil allerdings won dsr Wissknscvaft auf ganz bestimmte Ursach€n, auf je-wsils VLTickÜLkEUC Arten von Parasiten zurückgkfükUt worden. Abkr noch hcuiigen Tages bekommen wir es mit Pflanzenkrankbeiten zu thun, wo uns die génauxrß Unter- suchung bisher unbekannte und nicht unjsrschi€dene Parafiten entdecken läßt. Es mag nur aus die ULULU Gstreidsvilzk des Jahres 1894 Verwiesen Werdkn, won dLnen ich in Deutschland Elf Artsn auffand, deren mehrere Erst in den [Wien Jahren als Getrßide- parasiten erkannt worden marin, manche überhaupt erst in jenem Jahre Entdkckt wurden. Und so bkruht di? Forschung auf diesem Gebiete manchmal nur darin, daß fie Line unbeantwwtkie Frage in eine? ganze Reihe nc-usr Reitbsél fick) auflösen stkht. Das mahnt uns recht eindringlich, wie bsscheiden wir die“ Unwoljständig- keit unserer Kenntnisse Linse'ben sollen, wic? jvknig selbst uns noch die Worte dés mittklalterlicben Scholaren anstehen würden: „Wie wir es nun so herrlich WLit gebracht“. Es sch€int unter den Land- wirthkn die Meinung in gar zu bohkm Grade? zu besikhen, als wären aÜL die Vyrschisdknkn Bisckyxidigixngen dsr Kulkurrflanzsn draußen auf dsm Felde in der W1s1enschast bsrcits so génau be- kannt, daß man uns nur zu fragen brauchte, um Antwort zu Erhalten. Denn dis Von dLm Fcldc kommenden Z).)kkldungsn und Einskndunnén kranker PflanzM find, wie das ja auch ganz naTiirliÖ ist, fast sterkotyp von dem Ersuchen begléixe't, die: Ursache VLS Schadens und die Mittel zur Abhilfe angeben zu onen.
Di? Mittel zur Abbilfs! Ia gcwiß isi dic: Aufsucbung deslibLn das höchste Ziel des Pflanzknscbußks. Aber selistversjändlicb kann daVOn Lrsi bsi denjenigkn Krankheitén Und Bkschäkinungkn dis Rede? sein, denn Wesen und Ursachen genüg€nd aufgeklärt sind. Und selbst unter dLn Pflanzenkrankbeitkn, ivo das dsr Fall ist, giebf es manche, gkgkn die noch klin brauckzbarks Mkttkl nks'unden ist. Es kann gyschek)€n, das; die giiindlichste und nxübeVoUste Er- forschung einer Pflanzenkrankheit Endlich belohnt wird mit N'!" Er- kknnxniß, daß in der Natur selbst die Unmögl'chk-Zit odkr dock) zu- nächst eine unüberwindliclye Schwierigkeit der Bekämpfung liegt: sei es, Mil der Feind zu aUnemsin vsrbréitst ist, ssi es, weil er (LULU bisher erprobtkn Gegknmittc'ln trotzt, sci ('s, weil wir zivar Gcgsn- mittkl ksnnen, die Anwendung derselben in der Prnxis aber zu kostspielig oder zu scbwikrig Oder geradkzn mii TM sonstigen An- fotdkiungc'n dss Pflanzenbaus in Widerspruch kommsn würde. Solche Mittel, auch WCM] fic sich als wirksam L_kaLisLU, sind doch eben keina Mijtcl für die Praxis, In solchen Fällsn bat Eben dEr Pflanz€n1chu13 auch noch nicht seine Aufgabe gelöst.
Aber es giebt aucb bcrkits tine große Anzahl Von Pftanzéno bescbäiigungen, wo es in menschlicher Macht likgt, dkn betx'effsndcn Feindxn MrkungSVoÜ entgkgsnzuarbcitc-n, Wanche geradszn anözurottc'n.
Lasskn Sie mich hier «anz kurz die©€fichtspunkte andeutkn, unter welche diese Maßregeln fallen:
1) Man soll 1de Kulmipflanze mönlicbst nur in solchc-n Länkkrn und aus wlcben Lagen und Böden anbanén, wo 1ka klnnajisäyc-“n und sonstigen äußeren Bedingungen am voÜständixxsth cr- füUt sind. Die Kulturpflinzen Erlienen manchmt Fcindsn [ckckth da, wo sis €Ugl€ich tlimalikchn Scbwißrigkciten bkgcgnkn. Cin 1cbr deutlxck) auszeiprockykner Fall dieser Alt ist der, daß dic Zuckcrtiibs, derkn Siamniwrm dw beständigkn F uch1igksit dW Scestxandc's, wo fie wild wäcbst, angepaßt ist, in Sommern mit langer Trocken- heit und in Lach, daten Unterniund bei langym chsnmangcl aus- trockn-t, in ihrem Durstzustande empfänglich wird für dsn die Hsrz- und Trockenfäule erzeugenden Pil; 10101116 ]ZSTZS, während für die' 111cht dürstende Rübenpflanzé dieser Pilz fast ganz unschädlich zu skin scheint. Unsere östlichen Provinz€n,Sch11-fi€n und Polen, stkhcn unter der Fascbaft des konkinentalen Klimas res Osténs; die bäufize
iederkebr trockner Sommer hat in jknen Ländern diese Rübenkraukbsit zu einem bedsnkl1chkn Uebel gemacht, während unsere mittleren und wsstlichsn Rübingegenden mit ihxen im Ganzen regenreicheren Sommern bei nEit-m nicht in didsem (Grade von der Krankheit zu leiden haben. Der Rückgang des Rübsn- baues, der s1ch jtßt in Sch1esien voUziebt, 1ft zum tbcil mit anf diesen Umstand zurückzufnbren. „
2) Ein möglichster Fruchtwc-cbscl ist Ein aÜJLMLMLÖ Fates Hilfs- mittel gegen manche Krankheiten und Feinde der Ku ;urpflnnzen. Denn ein ykrstäxkter Anbau einer und dérselben Fiucht veistärkt auch dis: Feinde derselben, weil diese dadurch mit "geiüchjet werden. Im aÜgemeinen können die Keime der parafitaren Organißmen nicht sehr lange im Exdboden ruhen; bietet fich ihnen die geeignete Nabrpflanze recht bald wiedsr. so wird ihr Ausstejben verhindert, wäb1end das [essere um so Heberer erfolgt, je länger es dauert, bis die geeignete Näbrpflanze wieder eifcbeint. Dns R!cht-Aufkommen- lassen eines Feindes nfolae fortwährender Wiederausbungemng kann freilich in derjenigen Fällen nicht gründlia) erhofft we1den, wo der betreffende Parasit auch noch auf andern Pflanzen
besonders auch auf Unkräutem 25, sich einigerma eu erhalten kann. Der deutlichste Beweis„ daß durch vermebrten nbau einer Kultur- pflanze ihre Feinde mit großgezogen werden, sind die_ Rühm- nematoden in unseren eigentlichen Rübenßegenden. „Auch die einde der Obstbäume, der Neben und der Wald äume, bet welchen Y anze-n iki eben von einem Fruchtwubsel im Sinne des Ackerbaues nicht die ede sein kann, machen aus diesem Grunde dem Pflanzenschuß Schwieri keiten. '
3) ie richtige Vestellzeit kann gegen gewisse Feinde em vor- zügliches Schußwittel sein. Zwar sind im allgemeinen_die Para- siten in ihren Entwickelungszeiten denjenigen ihrer Nabrpflanzen angepaßt, aber in manchen Fällen können schon eine oder wenige Wochen Zeitdifferenz. die man willkürlich für die Bestellung em- treten lä t, bezüglich des Befallenwerdens der Pflanzen ausschlag- gebend sein. Es ist eine längst ervrobte und gerade in_den lxßten Jahren wieder vielfaeh bestätigte Thatsache, daß man die Winter- etreidesaaten vor den verderblichen Getreideftikgen, bxsonders der Frit- und effenfliege, schüxzen kann durch möglichst fpatx, jedenfakxs nicht vor * itte September erfolgende BesteUung, Well dann die Zeit des Eierlegens dieser Insekten vorüber ist, die Saat als? davon verschont bleibt. Um ekebrt liegt für das Sommerge_treide ein Schuß vor dem Befa durch die Frühlingßgeneration dieter Fliegen in einer mögliÖst frühen Besteüung. Weil diese_ Insektkn verbaltniß- mäßig spät dem Winterlager entschlüpfen und die inzwischen schon er- starkte Sommersaat weniger nern von den Fliegen zum" neuenBrut- play, gewählt oder dann doch Wenigstens minder beschadtgt wird als eine eben erst aufgekeimte Saat.
Auch die Herz- und Trockenfäule der Zuckerrüben stebt, wie ich jüngst ermittelt?, in einer Bkziebung zu den (Entwickxlungs- perioden dc'r PfTanze. Bei der fiblichen frühzeitigen Bestsllung rückt die Rübenpflanze mit der Pkriode ihres lebhaftksten Wachs- thums und größten Waffkrbkdürfniffes gerade in die gewöhnliche Zeit dsr Sommerdürre hinein und ist dadurch der größten kaahr der Erkrankung durch N110m8. ZSOÜS aus;;eseyt. Darum hat sich eine sehr späte Besteüung als Schutzmittel erwiesen; die Pflanzen sind dann bei Eintritt der Sommerdürre noch so in der (Entwickelung zurück und im Waffcrbedürfniß niedrig gestimmt, daß sie ohne Gefahr durch die Dürreperiode hindurchkommen. Und so glückte es auch, die fxük) beste!]ten Rüben durch künstliche Zurückhaltung ihrer Venetasionstöätinkeit bei Eintritt der sommerlickysn Trocksnbeit, nämlich durch Absckynkiden dks Blätterkopfks, den fie später wieder erseytem durch die kritische Zeit g€sund bindurcbzubrinnen.
4) Die Beseitigung oder Zkrstörung der Ernterückstände, sowie aller dkrjenigcn Abfällc- der Pflanzkn, wc-lche Träger dsr Parasiten sind, kann in vielsn Fäklkn ein sicheres Sckyutzmittkl für die' nächst- folgende Pflanzenentwickelung werdén. Vislfacb hat nämlich die Natur dis" Erhaltnng dk'k Parasiten dadurch zu fiebern Wucht, daß sik die für das nächste Jahr [)(-stimmten Ksime oder sonstigem übsr- winterndkn Organe dkrselbc-n an diejeninen Thcilc ker Räbrpflanze knüvfte, welch€ vor dsm Winter von der Pflanzc abgeworfcn wsrdkn 0er sonsjwie von der Pflanze zurückbleibén und so in unmittelbarster Nahe fich erhaltcén, von wv aus fie im nächstenF-rübling am leii'htc'sién
den Weg nach dem Oite ibrer Bestimmung WiLdLLfiUdkn. Die Wurzel- und Stoppclrückstände auf dcm Acker sind für Eine ganze Anzahl Von Parasitsn die Tiäger der für _das nächste Jahr bestimmtcn und die Saatkn Von neusm bedrohendkn Keimc; es sei nur erinnért an die. Wintkrsporen der Rosipilze, an Die Pkrithecién dl's Wiizenmeblthauex, dss Rvggcnbalmbrecbers und des Weizcnbalnitödtlrs, an die Laws der Getreidsbalch'Ipc, an die alten Blättkr und Wurze'ln dEr trockenfaulkn Rüben mit dyn auf ihnen fißkndkn Friicbtkn von 10101111; 1361-86. Die Unschädlich- machung dicser Ueberblcibs€1 durch geeigneie Beseitigung oder tiefks Untkrpflügen kann als allgemcine Sanierungsmaßrkgsl nicht genug empfobkcn Werdkn. BLi dkn Bäumen kommt hi?!) das zurück- bleibende Herbstlaub in Bktracbt, da es bLi zahlre-ichkn Schmaroyer- pilzen “der Bäume dsr aljcinige Trägcr des überwinikrnden Pilzss ist. Alle durch solche blattbswobnendén Pilze bervvrgcrufcnen Baum- krankbciten Entstehen nur dadurch, daß das altc Hörbstlaub ungsstört erhalten bleibt; fic' sind un-fkblbar zu wsrbütcn, sobald ijCs in gé- signeter Weise zkrstört, also Einfach im Herbst oder Winter unter den Bäumkn zusammennéharkt ODU" Von den Bäurnkn abgcstre'ift und dann Pérbrannt wird, Wodurch z. B. im ?iltenlanke in der Provinz HnnnoNr sLWiL in ÖL!" Provinz SchleSwig-Holstsin die dUrch den Qnomonin-Pilz Verursachte Kirschblattskucbe bkséitigt wordsn ist. Das'Annloge gilt Von dkiianigkn Parafitkn, Welchk in den! Von ihnen wkrdorbcnen Obstfrücbtsn zurückdlkibkn odür mii dcnscWe'n abfaÜcn. Durch flsifxigxs Lluflesen di's Fallobstks kann diédutck) den Apfelwicklsr Vsruriachtc' Wurmsiicksgkeit der WWU und *Birnsn xerbütct, durch dns Absammeln der madigsn Kirschen! diE Kirschcn- flic'ge' ysrtilgt werden.
5) Durch dirkkte DLSinfckti-ons- odkr störungSmitte! läßt fick) in der Vkriilgung ker Pflanzxnfcinde ebenfalls ViklkÖ auxricbten. Als wirklich exfolgreiche nnd praktisch ausführbare derartige Mitt?! würdcn folgende in BytraÖi kommc-n. Die Dssinfektion der Samen, Um dic'jcnigen Parasiten zu zer- stören, wslcbe an ?kn Samenkörnern Haften und 11111 dénsklbén wkrschchvpt wkrden. Wir dsnken hisr an die Bsizung dks WLians mit Kupfermittéln, wodurch die SPOTM der Brnndpilze, abexr aucb and??? am kakéidkkom haftende Pilzkcims Liödtkt werden. Der in den (Erbie'n sisZi'ndL Erbsknkäfer kann 1714cm eine kurz dausrnde Bkhandlung dsr Erbsen mit Schivefclkoblenstoff 1)le mit Backofcn- wärme, wodurch dic Kcimfäkyigksit dkr Samen Ebenfaüs nicbt lcidst, zc'rstört wsrdkn. An d?" veg€ti€rmiden Pflanzen selbst nehmen wir Besprixzungcn rnit pilz- oder insekténwidrigen Mitteln Vor, Wii“ das Schivefeln dsr Wkinstöckcx JCJLU den Traubknyilz und die Besprißung mit Kuvférprävaratcn gegexn die P:?ronospora. Gegén tbicrisch Feinde? find im Laufe der Z€it eins Mknne Be- iprtyungsmittel empfohlen worden, bei dsncn xs aber auch auf die Bedingung ankommt, das; sie einerseits die Insckten ficbkr 1001911, andérerseijs dsr Pflanze nicht schaden. Darum sind die meistin diessr Mittel nicht von befriedigkndim Erfolg. Doch schcinkn j izt gseigneis Pktkoleum-(qulsionen größkre Hoffnung zu SkW*'ck('11. Weniger [)(-denklich fiir die Pflanzk ist div- Anwendung insekticider Mijtel da, wo ('S sich nicht um dic MWsiildllCiWn griinen Blälter, sondkrn um die Obl'kftäÖL dcr Baumstämme und Acstc handelt, weiche dM Abfrnykn der rnul)erkn Borke und dss MOOsLs. die Mkckmnijcbc Bkbandluvg mit Bürste oder kräftigeien ch€misch6n “)x-'iitti-ln Vér- tragén, wie bei dsr Blutlaus und andorén an dcr Rinde dir Obst- bäume lebx'nden Insßkjkn.
Wieder in andersn Fällen kommen wir zum Zis! durch direktes Abfangen der schädlichen Insekten an der Pflanze sklbst oder in deren Umgebung. Ie nacb dkn Verhiilt- nissen giebt es hier verschiedene vortrtfflick)? Mefboden. Die Kleb- nürtel an den Obstbamnstämmen, vvrscbrrftImäßig und zur richtigen ZLit annelsgt, sind ein sichres Schutzmittkl gegen den Forstspanner, die Rötbung und Tbcerung der Kiéfernstämnie_ in Brusthöbe ein ebknsolcbes Mitte-l gkgsn den Kiefkrnspinner. Handelt es sich um Infeklen, Welche fliknend zu den Pflanzen gelangen, besondkrs um solche, wslchs zur Dämmexunns- oder Nachtzeir flicgkn, so läßt fich durch Fanglaternen erfolgreich wiklen. In den Wkinbergsn fängt man durch Abknds anxuzündende Lämvchen zahlrkich die in der zweiten Hälfte Mai fliegenden Traubenwickler. Mittels rößerer, auf frsikm Felke zur Abendzeit brennender gokignetcr ,aternen farmen sich in dem Sommexmonaien viele Hunderte von Saateulen, WkichL, nicht in dieser Weise unschädlich gemacht, ihrs Ei?]; in den Acket'boden absyßen und kaduxch zur Entstc'bung der der Landwirth- schaft io sebr schädlichen Erdraupen Varanlaffung geben würden.
In manchen FäÜen hat das Abfangen durch Menschen- hand zu g-schehen. So bleibt gegen den Maikäfer noch immer das beste Mittel der in der ganzen Gegend gemeinschaftlich organi- sierte Vernichtungskrieg durch Aufgebot möglichst zahlreicher Leute, besonders auch der Schuljugend. Manchmal können an Stelle der Menschenhand prompt albeitende thierische Kräfte treten. Eintreiben von Hühnern oder Enten in Rübenfelder, welche vom Schildkäfer oder Aaskäfer befallen sind, ist neuerdings mit Erfolg angewendet
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worden. Man hat dazu eigene fahrbare Hübnerftälle konsiruierß
um das Geflü el tagelan auf den fern vom Hof gelegenen Feldern zu halten, bgi] auch in 25er Pflege der Thiere ausprobiert, wie e am besten an isch zu machen und zu erhalten find. Unter di en Gefichtspun ?allen auch die nützlichen wilden insektenfreffenden Vö el, von denen Staar und Krähe dem Landwirtb wvbl manche Hil?e leisten; doch fehlt es hier noch an Feststellungen darüber, welche der insektenfresfenden Vögel auch wirklich landwirtbschaftlick; schädliche Insekten vertilgen und in welchem Grade dies der Fall ist.
Endlich komme ich zu dem radikalsten ZerstörungSmittel der Pflanzenfeinde: die Vernichtun der befallenen Pfau en selbst, womit eben die gleichzetige Vernichtung der Para ten bezweckt wird. Es ist freilich kein Heilmittel, wenn wir den Patienten selbst tödten. Aber im Pflanzenbau kann es doch ein Mittel zur Einschränkun weiteren Umsichgréians und ein Vorbkunungsmijtel für die Zukunft Lein. Hier denken wir in erster Linie an die Zerstörung und Desinfektion der yon der Reblaus befaÜenen Weinberge: ein Nadikalmittcl, Wklchks in Frankreich und anderen südlichen Ländern, deren Klima die Reblaus Besonders zu begünstigen scheint, ohne Frage annszeigt ist. Auch wir haben es zu unserer Beruhigung nachgeahmt. Ungewis; bleibt es freilich, ob dadurch nicht vielleicht dem Weinbau größere Wunden gcschlagen Werden, als es die Reblaus bei uns jhun würde. In den FäUen freilich, wo der Farafit ohnedies die befaÜenen Pflanzen sicher in kurzer Zeit zer- iört, da ist das rasche Vernichtungswerk durcb Menschenhand bestimmt angezeigt. Dabin gehör! die Zkrstörung dcr Kleeseidcstellen in den Kleeschlägen und besonders auch das Vorgehen gegen die Zwergcikade. In dkn zum Glück seltenen Inbren, wo dieses Insekt in verheerender Menge das Sommergetteide befällt, rücken die Thiere in den Schlägen von dsn Rändern bkr aUmäHlick) Vor, und die kaarkationslinie des Aufmarsches ist genau zu erkennkn, bint€r sick) Vsrwüstung zurück- laffend, sodas; bier Möglichst frühe Zkrstörung ökr ersten AUEJangs- punkte angezeigt ist,
Zuléyt wäre auf die Mktbode dcr Fangpflanzensaaten zu VLBWLisln. Ihr lic-gt dsr Gedanke zu Grunde, den Parasiten ab- sichtlich die gekignete Nährpflanze darzubieien, damit fie fich auf dsrselbsn vkrsammeln und fcstscßén, dann aber kie lkßtere zu einem Zeitpunkt zu vernicht€n, wo der Parasit skine Entwick'c-[ung noch nicht abgkschkossen hat und mit der Näbrpflanze zu Grunde gehen muß, wenn man die lctxtere durch A1israuf€n oksr Untkrpflügen zerstört. Solche Fangpiwnzxnsaatcn könnsn ii)).“S Aufgabe auf zwsierlei Wkgen lösen. EUTWSÖLT läßt :::an vor dem Anbau der gLfäbrdeten Frucht auf Um bstreffendén Acker eine oder mehrere Fannyflanzrnsaaten worhkrneben, wie Es Kühn geg€n die Rüben- nematoden worgkschlagsn Hat. Oder aber man könnte die Parasiten Von der Hnupjkuljnr nblciie-n, indem man nebsn dem zu bcstälenden Schlage gerade zu de'r Zeit, wo die Thiere ihrk Näbrpranje'n auf- suchkn müsskn, Streifen oder Piä e mit den Fangyflanzen bssäct. wsiche nackybsr zu zsrstören Lud, sodaß die später als die Fangvs'lanzkn 981191116 cinenilicbe aat Vsrscbont blsibt, was gegen Frii- und Hcffenflikgc, auch gegen die Lupinenfliegk, zu empfeblén wäre.
Aus dsr Skizzc', 019 ich sOLÖLU Entworfsn babe, WLkdén Sie erkennen, wis Z).)isniclxnwiy anch auf dic'seni GLbiLt nach Mitteln gesucht Hat, dsr Lnndwirtlschast zu bklfsn. Die Miitel, auf die ich [)isr hingewiksen, sind keine bloß 1h€9r€tischen, fie find Praktisch ausführbar, und Von Viélln dkrsklbcn ist erCils erprobt, daß fie die bctxeffsndcn Feinde wirklieh v?xtilgsn oder doch wesent- lich vermindkrn. EI sLT)“ nur daran, daß die Landwirtbe viélfach nicht dariibcr aufnciläit und darauf bingkwisscn Miden, das; vielleicht bikr und da auch das Erforderliche? Vi'rständniß und di? nötbige Enkrgic fkblkn; auck) könnte in manchkn FäÜkn durch eine zwkckmäßiqe InitiatiVC dcs Sjaats visULichT noch nichr gelsiste! wsrren. Es ist wahr, daß dis Bkbördkn in Bszug auf €inz€lne Pflanzknfeinde für dic systematische Ausführung gkeignktér Maßregeln Sorge ge- tragen haben; ck maß anerkannt werden, dns; die Verschicdsncn Ver- Line für Landwirtbscbafk und Gartenbau manches in dieser Richtung thun, und daß naméntlici) aÜLn voran die Deutsche Landwirtbschafts- gesellschaft auch daiin segenöreick) zu wirken sucht, das; fie durch ihren Sondsraussckmß fiir Pflanzenschutz und durch ihre über das ganze: Di-uticbé R€ich Vértbciltkn Auskunftsstellen dic Landwirthe auf die Pflanzknfeinde aufmc'rksam zu mncbc'n und “W? zum Kampfe gegsn diesslbsn ("!JUWJCU und zu unisrstüsscn sacht. Abkr noch fsblt LI vielfach an Einen! thLiUsmncn Vorgebcn namentlich gknkn die schlimmsten FCjndk dcs Pflunzcnbmws; denn cin solchks gcbört gkrndc: auf die'smn (Hebiktk: mit zu den Bkdingungkn dss Erfolgs. Würden wir nicht Bcdkutsnkcs leistkn können, wenn anstatt, daß nur dsr 61118 oder andere? Landwirll) für sich allein Schußmaßrkgeln ergriffk, übérall systematisch in dcr giLiÖCU Richtung vorgsnxmgen würde? Nicht darauf kommt Es an, sogleich für das ganzs HM dsr Ver- schisdénen Pflanzenstinde €in€ prakiisck)? Ornani1ikrnng der Gkgen- maßng-in zn gewinncn. Gkgkn visle Pflanzcnfsinde gicbt es ja noch ki'inc praksisch anwsnrbarcn Miitcl; in 70107811 FÜULU, wo es eben noch ksin€n Pflmzcnsckyuy giebt, kann ein solche'r auch nicht organisiert wsrdcn. “21er wie vikl würdk schon gkniixxt Mrdkn könnsn, Mun man Vor der Hand nur einig? der verderbücbstcn Feinde, einige der Verhältnißmäßig WLlligM, dnrch wclche wirklich größe? Wkrtbs im Pflanze-nOau fast alljährlich V€k111chfkt Mrdkn, hchÖ-wäer'n und auf (Grund der bikanntcn Und bewäbrxsn Bciämpsungßmaßrsgeln eine strennkré allgémkine Organisation des Kampfks in die Wege leiten WOÜTS, in dcrscklbcn Art, wi? jn gkzién manchs Pflanzknfeinde sirkngch Bestimmungcn und Einrichtungsn bérsits bkstehen! Der Reblaus ist ja schon die' strengste Obhu! und gsnau gsregclte Be- kämwfungéwsise sciWns dcs Staats gsfichkrt. Auch gegen den Koloradokäicr w::rds sogleich mit aÜer En€rgik yorgcgangsn. Be- ircffs d:“k Zersiöiung dcr Ranpcnncstlr an dem Obstbämncn bestebm polizeiliché Vorschriftkn. Dsr (Hnomonia-Pilz dcr Kirschblattseuche kann dank dcs cnsrgiscbkn Vorgklycns dcr Regierung in den Provinzen Hannotn'r und Schlcx-wig-Holstein als auögcrottct betrachtet werdkn. Gchn die K'irschmadenpinnc ist durch die scitsns der Be- hörden empfohlencn zwsckmc'iszigcn Maßre'gcw erfolgreich eingcschrittsn Words". Es ist nur zu WÜUichLU, daß derartige polizeiliche Vcr- fünungkn und Ermahnungen! nicht mit der Zeit in dem Aktc-n bkgrabkn wsrden, sondern daß sie jedks Jahr zur kritischen Zeit ernsuert iind in gkcigncter Weise ibis Ausiübrungkn überwacht WLkdkn. Und ware nicht noch manches Von dcm, was ich Vorhin crwäbnt habe, dazu reif zum praktischsn Pflanzénschulz angestnltet zu Werden?
Verschiedene Wege waren hierzu denkbar. P01izeiliche Vor- schriften würden fich in solchen Fällen ethlen, wo eine Kontrole leichtc'r möglich ist.
Oder dis Gemeindcn könnten fick) zu einem solchen, mit vxr- einten Kräften zu führendkn 1ystematischen Kampfe verbindkn. In manchen dkutschin Gegenden giebt es bereits Flurgenoffenschnften behufs Auskottung der Unkräytkr; die bexreffendcn Gemeinde- vorstände haben die Pflicht, ancil)rlich zu JLWlssLr Zeit alle Grund- stücke auf das Vorhandensein yon Unkraut zu besichtigen und die nachläsfigen Vksiyer oder Nutznießer znr schleunigen Vertilgung'des Unkrauts aufzufordern, im Unterlassungi-falle es durch die Gememde auf Kosten der Säumigen vornehmen zu lasen. Es ist klar, daß durch solche Ginossenschattsn dsm Pflanzenscyuye in noch vicl weiterem Umfange gedient WleLn könnte.
:I '_|(Schluß1in der Zweiten Bei!age.)2
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Unzeiger.
„E: 24.
(Schluß aus der Ersten Beilage.)
Ein anderer Weg wäre der, geeignete Personen hierfür, in Dieng zu steUen, eine Art Pflanzensckpuymänner. Auch hier ltxße fich orbandenes benutzen oder Weiter ausgestalten. Es könnte daran gedacht Werden, die landwirtbschaftlickzen „Wanderlebxer noch mehr zur Wirksamkeit in dieser Richtung heranzuziehen., In manchen Ge enden hat man Baumwärter, die von der Pryvtnz o_der vom Kreise untkrbalten werden und den Obstbauern die nötbigen An- weifungen im Obstbau zu ertheilen haben. Vielfach giebt es Feld- büter, denen die Obhut über die__Fluren anvextraut ,ist. Solche Leute ließen fich vielleicht auch "zr geWiffe Dienste im Pflanzen- schuß auIbilden, Denn dazu wurden kemeSWegs „Gelehrte noth- wendig sein; man brauchte solchen Leuten nur bestimmte, auf den
ftanzenschuß bezüglicbe Regeln zu uberweisen, über deren AuMndung
€ Anleikung zu erthcilen und ieren Ausführung sie vielleicht auch zu kontrolieren hätten. „Eine ganze Reihe der Bekämpfungézmafzregeln, von denen vorhin dre Rehe war, ließe sich durch solche Bkamte systematisch in die _Praxis binsinpranzen._
Auch noch em Weg zur Organisation des Pflanzenscbußes würde sich bieten: das Mittel ÖGS gedruckten Worts, über welches die Behörden, dte großernGefellschafien' und Vereine, aber auch die kleineren lokalen Vexeme, sowie die einschlägige Preffe verfügen. Damit wäre, eine nicht 'zu „untersckpäßende Beeinflussung der Land- wirtbe zu exztßlen _durcb eitißrmglicbe Ermahnungen, die zur kritischen Fit regelmaßig die allgetneme Aufmerksamkeit auf die nothivendigen
aßre eln zu [enfin battkn. In den Bläjtern mancher land- wirtbf aftlichen Vermne der Rhsiniandkr steht zur kritischen Zsit in jeder Nummer des Blattes am Kopfe desselben mit großen fetten Lesern: .Sprißt die Weinberge!" Odsr ein andkrss Mal: „Legt Klebgürtel an di? Obstbaumstämmex“ Dasselbe Mittel würde fich noch gegkn manchen anderen gemsingxfälstlichen Pklanzenfeind empfehlen, wenigstens da, i_vo man W mit einer intsÜigLnten Bevölkerung zu thun bat; aÜerdmgs laut und deuilich und immer wiederholt und rccbtzeitig müssen solche Ykabnungen erschallen.
So branchte vielfach nur an Vorhandenes angeknüpft oder Vor- handenes wetter ausgkstaltct zu werden, um Millionen Von Wertben dem Pflanzenbau zu erhalten.
Aber ich komme mit diesen Betrachtungen wwbl schon von dem dem Forscher zugewiesknen Gebixt ab aus ein anderc-s, wo die Staats- vc-rwaltung den rechten Weg bes1er finden wird. Des Naturforschers Aufgabe ist vor aUem, dem Wesen der Dinge auf die Spur zu kommen; damit schafft er die Grundlage„ wslche die Praxis für ihre Methoden und der Staat für die Organisation der gesignetsn Maß- regeln für das allgemeine Wohl braucht.
Und so zeigt sich gkrade auf unserem Gebiete die? Erbkbende Thatsache des Zusammenwirkkns der Verschiedsnartiastkn Kräfte, um für die Menskbheit Segsn zu stiften. Wenn die Wissenschaft ihre Waffen schärft, wenn der Praktiker skine Wachsamkeit erhöht und seine Kräfte anstrengt, und Wenn die Staatsleitung ihre sorgende und schützende Hand wa1ten läßt _ alle zu dem einen Ziveck', der Landwirthscbaft Gedeihen zu fördern - so ist das ein herrliches Bild friedlicher Enjwrckélung eines Volks. Die Erinnerungstage an unsere roßkn nationalen“Ereigniffe, Welche kürzlich an uns Vorübergegangen iind, mahnen uns, daß 25 Jahre in dieser friedlichen Arbeit Ver- floffen find. Wir, denen der Schutz der heimischen Scholle Vor _iercr Zerstörung, nicht bloß vor derjenigen durch die kleinen Feinde der Natur, von denen ich vorhin gesprochkn, sondern auch vor der, welche der Krikg durch Feindeshand bereitet, ganz besonders am Herzen liegt, wir haben auch ganz besonders der göttlichen Fügung zu _danken, die vor 25 Iahrexn unser tbeures Vaterland Vor den Be- icbadigungcn dss Kriegks bewahrt und ihm eine -Machtstellung in Europa angewiesen bat, die ihm die Segnungen des Friedens auf lange Zeit sichert.
Ein großer prsußifckycr König und sein bkrübmter Rathgeber n'arkn vor einem Viérteljal)rhund€tt an dikschchöpfung des Deutschen Reichs wesentlich mitbctbeiligt. Sind auch die alten Hélden abge- trxkten _Vas Vaterland ist nicht arm an neuen Kräften, auf die wir mtt_V§rtraucn emporblicken, untkr dcnen aÜen Voran unser edler „Kaim und König steht. Hochangcsehen bei aUen Völkern der Erde, ist er seinem eigenen Volke das glänzendste Vorbild beständigér treuer Pflichterfüüung. Wie er auf scinsr hohen SteÜZ mit weit- ausschauendem Blick übe'r aUss wacht, was sein Rsicb und sein Volk angeht, gl€ichsam cine Schil'dwacb auf immerwährendsm Posten, um jkden Augenblick, wv es notk) thut, mit dem rcchten Wort und dcr rechten That einzugreifsn: so mahnt “er auch jeden Einzelnen Von uns, an dkr Stelle, die ihm im Staat angewiessn ist, mit Ein- sekung aUer seiner Kräfte zu wirken. Durch Arbeit und Pflicht- er üüung ist der preußische Staat groß geworden, durch Arbeit und
fliehterfüllung nur kann jsgliches menschliche Unternsbmen edeihen, 5 ünschen wir unserem crbabxncn König segenSreiches klingen feiner aus bestem Wollen entypxingenden schweren Arbeit! Bittcn wir Gott, das; er ihn dazu mxt körperlicher und geistiger Frische starken und MY über seinem ganzcn Hohen Hause beglücksnd walten mögk. Verspre en wir aber auch unserem König, ibm treue Ge- fährten, jeder an seiner SteUe, skin und bleiben zu wollen!
Alle diese Wünsche und Gelübde fassen wir zusammni in den Ruf: Seine Majestät der Kaiser, unser Allergnadigster König und Herr, lebe hoch, bock), hoch!
.Die Geschichte der Vetcrinärpolizei.“
Festrede, gehalten am 27. Januar 1896 zur Feier des Aller.
höchsten Geburtstags Seiner Majestät des Kaisers von
ProfefforEggeling in derAula dchbierärztlichen Hochschule zu Berlin.
Hochvkrebrte Versammlung! ,
Ein Festtag, dkssen Feier dem Staatsobérhaupt gilt, lenkt unsere Gedanken naturgemäß auf den_Tbeil des von uns vertretenen Faches, welcher das öffentliche Intereste am meisten erregt: auf, die Staats- Tbierbeilkunde, deren ZWeck es ist, die durch wissenschaftltcbe Forschung und Beobachtun gewonnenen Lebrsätze der hohen Aufgabe desStaats zur erfügung zu ste en. den wichtigkn Theil des Nationalvermögens_und der Burger,welchcn die landwirthschastlichen Hausthiere bilden, zu schuxzen, zu erhalten und zu verbessern. In keinem Lande der Erde find dre Ve- skrebungen der. Regierung zur Förderung und Ausbildung dieses Zwei es ker tbrerarztlichen Wissenschaft mehr hervorgetreten wie in Deut cbland und insbeßndere in Preußen.
Pisse Fursorge' at als schöne Frucht die Einrichtung einer Betermärpolizei gezeitigt, die dem Lande zum größten chkn gewordkn lst und um Welche andere Siaaten uns mit Recht beneiden.
.Um die Fortschritte auf diesem Gebiet recht zu würdigen und das verdienstvolle Streben der_StaatSregierung richtig zu erkennen, muß man an die Zustände Luruckblicken, WAY früher bestanden haben.
S on im Altert um haben die suchen der Thiere die Auf- merksamkeit der Aerzte, der Naturforscher, der Landwirthe und auch der Dichter “U&fich gezogen. Aus den Schilderungen von Aristoteles, YM“ ;P. | . H.
S e n erpe en rden der O sen verderblich wvrde, daß der Milzbrand die Rinder tödtete, die Klauenseuche sie lahm machte- daß UKW?!“ an Roß, die Schafe an den Pocken und an der Räude er-
egetius erkennen wir, da schon in der vorchristlichen“
Zweite Beilage
Berlin, Montag, den 27. Januar
1896. .
kranktcn. Colnmellcxund Vegetius empfahlen schon, die kranken Thiere abzusondern, die Werde zu wechseln, die verendeten Schafe mit der Haut zu Vi'kaabLU und jede Verbindung zwijchen den gesunden und kxanken Tbtßren aufzuheben. Mit dem Untergang des west- xomischen R€1chs und dem Einbrechen der wilden asiatischen Völker in Europa verschwand jede Spur einer wissenschaftlichen Tbierbeil- kunde und „wurden, die erwähnten Maßregeln der Römer vergessen. Wahrend erneY Zeitraums von circa 1000 Jahren war keine Rede mehr Hon Mitteln zur VerWahrung der Thiere vor ansteckenden Krankheiten. In Unkenntniß und Aberglauben befangen, nahm man zu beeten und Zaubereien seine Zuflucht, um die Thiere vor den oft wiederkehrenden ykrheerenden Thierseuckyen zu schützen. Es war be_fonders die Rinderpest, Welche zu jener Zeit als Be leiterin der haufigen eregszüge von Osten ber bis in die westlichen taaten ein- drang. Den ersten sachgemäßen Anmdnungen begegnen wir im Anfan des 18. Jahrhunderts. Ein österreichischer Erlaß und ein preußisches dikt vom Jahre 1711 ordneten Sperrmaßregeln für das aus dem Osten koxnmcnde Vieh an und Verfügten ein tiefes Verscharren der Kadaver. Die erstk'n wissenschaftlichkn Untersuchungen über die Rinderpest wurden von xinem Mediziner Ramazini in Italien ausgeführt, und die zweckmaßigste Maßregel zur Tilgun der Minderheit, deren wir uns noch heute bedienen, nämlich die soiortige Tödtung der erkrankten und der ansteckungsverdächiigen Thiere, wurde von dem Leibarzt des Papstes Clemens )(]. Lancifi im Jahre 1712 in Vorschlag gebracht.
ngen Ende des 18. Jahrhunderts veranlaßte das gefahrdrobende Auftrxten der Tyleutl) bei Hunden ein ausführliches Edikt der prsnßisckyen Regikrung, dessen sachgemäße Bestimmungen die Aus- breitung der Wurf) wirksam Verhindert haben.
Uni dieselbe Zeit Wurde auch die Lungenseucbe, Welche schon seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in Frankreich herrschte, durch die franzosischen Krixge nacb Deutskhland verschleppt.
Diese Verhaltnisse Veranlaßten den Erlaß des ersten größeren Scuchengeseßes, nämlich des Patents Wegen Abwendung der Viebseuche und anderer anstsckender Krankheiten, vom 2. April 1802. Seine zum gxößten Theil unzwsckmäßigen Bestimmungen Wenden sich vor- zugswÜse gegen die Rinderpest, wsniqer gegen die Lungenseuche, den Müzbrand und die Toklkrankbeit. Die Mängel des Edikts machten bald dkn Erlaß neuer Bestimmungen nöthi , Welche bksondexs gegen diE Lungenseuche der Rinder und die Pocken euche der Schafe gerichtet waren.
Die Veterinärpolizei war damals ein Nebenzweig des Medizinal- wxsenks. Dieser StLÜUng entsprach auch das nächste preußische Essex, namlich das Regulativ Vom 8. August 1835 _ betreffend die Ma - regeln gxgen die Verbreitung ansteckender Krankheiten. - Das Geseß handelt in s€i11em ersten größten Theil von den Seuchen der Menschen, und in dem zweiten Abschnitt von den Krankheiten der Thiere, Welche auf den Menschen übertragbar smd. Auch dieses Geskß mußte später durch viele Vcrfiigungen vkrändert und vervollständigt werden. Mehrere sebr _wtcbtige S€uchenkrankheitem z. B. die „Nauk- und Klauenseuche, die Näude und die ansteckenden Gesch16chtskrankheitem haben in beiden Geseßen keine Berücksichtigung gefunden,
Eine so mangelhafte Gesedebun in der Veterinärpolizei konnte die Ausbreitung der Seuchen ni tber indern, als durch den Bau der Eisenbahnen eine voÜständiger Umschwung in den Handels- und Ver- kehrswerbaltniffen eintrat. Den ersten Impuls zur Regelung dieser Gesißgebung ,gaben die Invasionen der Rinderpest in den sechziger Jahren und die schweren Verluste, welche Hannd und England durch diese Krankheit zu erleiden batten.
Am 7. AYril 1869 wurde das Gesetz -- betreffsnd die Maß- regkln gegen die Rinderpest - für den Norddeutschen Bund erlassen. Dasselbe „bewährte fich im nächsten Jahre beim Herrscben dieser Seuche Wahrend des Deutscb-Zranzöfiscben Krieges so gut, daß man es 1m Jahre 1872 zum Reichsge etz machte und 1873 mit einer ausführ- lichen Instruktion versah.
In Preußen ist das Jahr der Wiedergeburt des Deutschen Reichs 1870/71 auch zum Reformationsjabr für das Veterinärweskn geworden. Mit her UntersteÜun desselben unter das Ministerium für die Land- wirtbichaft bsgann Für die Veterinärpolizei in Preußen eine neue Zeit. Die lauten Klagen der Landwirtbe über die schWeren Verluste durch Viehseucben und die Bestrebunkxen der Tbierärzke, die wissen- schaftlichen Erfahrungen bei der Be ("impfung dieser Krankheiten zu Verwertbxn, fanden an dieser Stelle ein offenes Ohr. Unter dem sachversiandigen Bciratl) dc'r hervorra endsten Veterinäre, Mediziner und Landwirtk)? bearbeitete der Unter- taatssekretär von Marcard die Vorlage zu denz prkußiscben Seuchengeseß Vom 25. Juni 1875. Dasselbc, gleickyiam zur Prob€ für Preußen erlassen, „bewährte sich bei seiner AnWendung so Vorzüglich, daß es mit geringen Ab- ändsrungen am 23.Iuni 1880 zum Reichßgesey erhoben wurde. 'Eine Instruktion des Bundxßrach Vo_m 24. Februar 1881, ein preußisches Ausführun Sgesktz vom 12.Mc_1rz 1881 unix die Einrichtung einer Reicbs-Vie )seuchenstatistik vervoüständigten diese schwierige Arbeit. Die Eifolge dersklben Waren bei mehreren Tbierseuchen vorzügliche. Die Pockenseuche der Schafe verschwand infol e des Verbots der Schutz- impfung nach einigen Jahren ganz aus eutschland. Die Tollwuxb wurde im Innern des Landes getilgt und vorzugsweise gegen die östlich? Grenze zurückgedrängt, die Lungenseuche und Roykxankbeit haben sehr erheblich an Häufi keit verloren. Auch'die Schasraude ist selténer geworden, und die * inderpest ist seit vierzehn Jahren in Deutschland nicht mehr aufgetreten. '
Den Bitten der Landwirtbe um einen Erlaß, wélcber die Ent- schädigungen bei Verlusten durch Milzbrand regeln soUte, wurde durch ein (Heseix, im Jahre 1892kentsprochen. ' .
Das Viebseuchenüberemkommen mit Oesterreich pom 6. Dezexnber 1891 regelte den Handelsvsrkkbr nut landwirtbsckßaftlichen Hansthteren zwischen Deutschland und Ossterreicky-Ungarn, unh das d'HSarttge ?qu- treten der Schweincssuchen, welche bis dahin nicht nut geseßkicben Mitteln bc'kämpft wurde, machte die UntersteUuZJ „des Rotblaufes, dcr Schweineseuche und Schweinepest unter das eicbs-Viebseucben- geseß im Jahre 1894 notbtvendig. ,
Endlich forderte die außsrordentltcbe Verbreitun der Maul- und Klauenseuche in den Jahren 1888 bis 1893 eine Revi ion des Seuchen-
escyes, welche in der Royalle vom 1. Mai 1894 AuSdruck gefunden Fat. Hierbei ist auch die Frage der Lungenseuche-Impfung geregelt worden.
In der gegenwärtigen Fassung genügt das Reicbs-Vixhseucben-
gescxz den weitgehendsten Forderungen der"Veterm_arpolizei. Seine allgemeinen Bestimmungen bietsn den Bebordxn pie Grundlage zur Anordnung der erforderlichen Maßregexn, um die Viebseucben von den deuxkschen Grenzen fernzuhalten und tm Inland wirksam zu unter- drü en. „ Die Wissenschaft ist unausgeseyt bemüht, Mittel zur Vorbengung und Verminderun der Seuchen zu finden. Große offnungen knupfen fich an die Entde un gewiffkr Impsmetbodenszur mmumsierung der Thiere gegen die wi tigsten InfektiVnöqunkbetten. „ „ '
Die bisherigen Erfolge der Seuchxntrlgunzz verpflichten die Thier- befißer zum Dank gegen die StaatßreZierung fur den steten Eifer, mit welchem dieselbe bestrebt ist, die Seu engeseßgebung x_u fördern. Zu großem Dank sind der StaatSregiernng aucb dre Tbterarzte ve:pf_lichtet, denenidas UTeiés-Viehsektcheggxseß eme angemessene Stellung m der Veter mit o ize u ewie en a . „
7 MüvaoUe *iereit vieler Jahre ist erforderlich gewesen, um die Veterinärpolizei so zu gestalten, wie sie heute ist. Nur in Jahren des Friedens und unter dem Schuve unseres erhabenen Königs und
Kaisers konnte ein sol es Werk gedeihen. In Dankbarkeit blicken wir heute zu unserem er abenen Herrscher empor, der in steter Für- !orge um das Staatswohl jeder Wissenschaft und jedem Stande feinen Schutz und seine Unterstüxzunkg zuwxndet. Das bebte Beispiel, Welches er in der Erfüllung der Pfl cht [emen Untertbgnen giebt, soll uns mahnen, alle Zeit treu dem Berufe m reger Arbeit dem Staate und dem Gemeinwohl zu dienen! ' ' Gott schütze und segne Kaiser Wilhelm U.!
Yichtamtliches.
Großbritannien und Irland.
- Der Kreuzer „Blenheim“, der schnellste Kren er per englischen Flotte, ist vorgestern von Poxtland nach adeira abgegangen, um dort die Leiche des Prinzen von Batten- berg von dem Kreuzer „Blonde“ zu übernehmen und fie nach England zu bringen. - Nach seinem leßtwillig ausgesprochenen Wunsche wird der Prinz von Battenberg in der Kirche zu Wippingham auf der Insel Wight beigeseßt werden.
Frankreich.
Der Ministerrat!) hat sich neuerdings damit beschäftigt, die Form festzustellen, in der die Mächte vqn dem Inhalt des Vertraqs, betreffend Madagaskar, m Kenntntß eseßt werden sollen. Dem „W. T. B.“_“ zufolge wird diese oti: fizierun wahrscheinlich vermittels eines Rundschreibens erfolZen, 'm wel em der Inhalt der Hauptartikel des Vertrags urz zusammengefaßt ist. Die Urkunde, rpelche_ die Untersérift der Königin von Madagaskar trägt, Wird nicht vor Ab auf von sechs Wochen erwartet.
DieDeputirtenkammer seFte vor estern die Berathung Über die Anleihe für Tong ing ort. Der General- Gouverneur für Indochina Rousseau trat für die Anleihe ein und wies die Nothwendigkeit “ nach, die AUSrüstun Ton kings [le vollenden. Tongking und Annam würden fi ebenizo schne entwickeln, wie Cochmchina4 welches nichts me?; koste. Ein Mittelpunkt der Piraterie existiere, aber es wür bald Ordnung geschaffen werden. Die ganze Anleihe in Höhe von 80 Millionen Francs wurde schließlich bewilligt.
Italien.
Der König hat, Yem „W. T. B.“ zufolge, ein Dekret unterzeichnet, welches fur Erythräa und das dazu gehörige Territorium den Kriegözustand proklamiert und den Truppen entsprechende Indemnjtät und Vollmachten ertheilt.
Die Befreiung der Garnison von Makalle hat in ganz Italien lebhafte Befriedigung hervorgerufen. Zahlreiche Städte hatten vorgestern Flaggenschmuck ange egt, in einzelnen wurden Illummationen veranstaltet. Auch gestern dauerten die Kund ebungen untcr Huldi ungen für den König und die rmee fort. In Rom and gestern, als am Jahrestage der _ Schlacht bei Dogali, vor dem zur Erinnerung an dW Schlacht errichteten Denkmal eine Gedenkfeier statt, an der die Gemeindevertretung, ver- schiedene Vereinigungen und eine große Menschenmenge theilnahmen. Es wurden paxriotische Reden gehalten und enthusiastische Kundgebungen fur die in Afrika befindlichen Truppen veranstaltet. ,
Die deutsche Koxonie feierte vorgestern Abend durch ein Festmahl das_Iubxläumk der Wiedererrichtung des Deutschen „Reichs zugleich mit dem Geburtsta e Seiner MaxestäYdes Deytschen Kaisers. „Der deutsZe Botscha ter von Bulqw mit dam BotehaftSpersonal, der bayeris e Gesandte Freiherr von Tuch er und der deutsche *“ Konsul mit seinem ersonal__nahmen an dem Festmahl theil. An Sdeine Majestät den Kaner wurde folgendes Telegramm
2 an t:
g s „Die im Deutschen Künstlerverein zur Feier des filbernen Jubi- läums des Reichs und des Geburtstags Eurer Majestät versammelten Deutschen Roms legen mit den heißesten Seqenßwünschen für des Kaisers Wohl zugleich das feierliche Gelöbnis; am Throne nieder, aUezeit treu einzustehen für Kaiser und Reich.“
Spanien.
Der Ministerrath wird sich, wie „W. T. B.“ aus Madrid erfährt, heute mit der S affung eines Einfuhr- zolles für Cuba beschäftigen. Me rerexMinister verlangen, daf?f dieéeuSteuer sowohl auswärtige wie einheimische Produkte. tre en 0 e.
Der GeneralWeyler hat fick) am Sonnabend nach Cuba eingeschifft.
Türkei.
Die Ernennung des bisherigen türki chen Bots afters am Wiener Hofe Ghalib Bei zum Bots after in ' erlin ift wie „W. T. B.“ aus Konstantinopel berichtet, gestern amtlicé bekannt gemacht worTZen.
Aus amtlicher turkischer Quelle verlautet, daß nach den eingegangenen Berichten die Zahl der zur eit der Sinne: me der Kaserne von Ze1_tun durch die In ur enten in r- selben befindlichen türkis en Soldaten 56 tra ext" habe, wobei die Zahl d_er achmannschaften vnn End ek und Ghenksun nicht m11gerechnet sei. Von die en ' oldatea hätten sich zu verschiedenen Zeiten nur 97 m S1 erhett brin en können. In dem Bett des Zeitun durchflie enden Wa ers [Tien an 60 Leichen von Mohamedanern g nden worden. In allen übrigen Theilen des Reichs herrsche vollständige Ruhe und Ordnung. ' _ ,
Die mit der Vermrttelung m ?ettun beauftr ken"- KoMalarvertreter der Großmächte md am Sanna . in arasch eingetroffen.
Rümänieu.
In der vorgestriqen Sißung der Deputirtenkammer erklärte der Minister Fleva, daß er mit Riicksicht au die an ihn gestellte, aber zuruckgezogene Interpellation des !) entd- neten Czuresko sowie infolae des Kammervotums vom 24. . M. . welches einen indirekten Tadel gegen ihn enthalte . "eine Ent- laffung gegeben habe. leva verließ alsdann die mi * bank und nahm unter den A geordneten Play. »