1914 / 234 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 05 Oct 1914 18:00:01 GMT) scan diff

yrakxn; sie können auch zeitweilig auf Wochen verschwinden, is die ganze Ladung, nachdem das Publikum voll Nerger die zahlretchen_ Briefe bereits auf das Verlustkonto der Feld- post geschrieben hat, plötzlich an irgendeiner Stelle wieder auf- taizcht. Solche_Fälle sind „im jeßigen Kriege beispielsweise in Oytpreußeii bei der Invasion der Rasen vorgekommen, wo umfangreiche Pystep, die den Truppen von den Ortspostanstalten gci'ade auSgebandigt merderx sollten, infolge plöHlicher Alar- m1erung_ versieckt werden mußten, damit sie nicht in die Hände der Riisjen Pelett." Erst" als nach unseren großen, siegreichen Schlacht_en die _Ruiien wieder das Feld geräumt hatten, kamen diese Sacke mrt Feldpostbriefen, die inzwischen Wochen alt geworbeix waren, von neuem ans Tageslicht. In anderen Orten Qslprxußens haben unsere dculschen Postbeamten, als die Zinsen einnelen, auf Befehl der Militärbebörden die Feld- posten verbrennen müssen, weil kein sicherer Versteck melir ge- fnnden werden konnxe. Auch ist es vorgekommen, daß sich die Russen deutscher Posten bemächtigten, die jeZt nachträglich, teil- weise beraubt, von unseren Truppen in Rußland wiedergefunden 711de811; In anderen Fällen läßt sich im Kriege der Verbleib emxs zsldyostversaLdes in Feindesland überhaupt nicht nach- w;exsen_._ IV der Felbpost militärischerseits eine Etappenstraße zei1w6ilig m „der _Richtung nach der Armee gesperrt, um Siockungen fur bringende Munitions- und Verpfiegungstrans- port_e zu vexmeiden, ,so bemüht sie sich selbstverständlich, wenigstens emxn Teil der Postsachen bei den ins Feld ftihrenben Verpflegungskolonnen noch mit unterzubringen, damit Yese die Feldposlbeutel an den ihnen von der Feldpost bezeichneten («„Weil-371 unteimegs abgeben. Daß mm die Ab abe in jedem Falie “"ck an der richtigen Stelie geschieht, das; eine Versehen unterlcxuien _oder Verluste, zumal wenn solche Kolonnen untsrwegH unier 1emd11ches cFeuer geraten, dafür kann niemand die Feld- post veranimortli machen; es ist auch nicht möglich, den Fall iiachbex Mit aller Peinlichkeit zu untersuchen. Dazu gebricht es 1m_KriegZ an Zeit; auch fehlt, wenn die Etappenstraße in- 31U1|chM|lch geändert hat, oft jede Möglichkeit dazu. Aber auch dann noch, wenn die Feldposten den mobilen Postanstalten UU) Ende», der Etappenstraßen zugegangen sind, ist damit die Sicherheit für eine richtige und unverzögerte Zustelimtg der Felbpostbriefe an die Empfänger keineswegs gewährleistet. Zahlreiche Feldpostanstaiten sind schon im jeHigen Kriege unter feixidliches Infanterie: und Artilleriefciier geraten. Feindliche Flieger haben sie mit Bomben bomorfen. Daß sick) unter solchen Y_erbäliniffen nicht jyder Feldpostbrief in so guter ?)!)cklntit befinden kann wie die Post bei uns daheim, wird ein- eu ) en.

Wie kommen nun die Feldpostbriefe aus den Händen dsr Feldpostanstalt in die der Truppen“? EinßVestellimg der Briefe durch die Post im Felde gibt es nicht, weil das undurchführbar wäre. Die Sendungen werden mit Einschluß dsr Vost- anweisungen durch die Ordonnanzen bei den Feldpostanstalten im aligemeinen bataillonSweise abgeholt. Eine Ordonnanz empfängt also die fiir das ganze Bataiilon bestimmten Briefe als eine Ladung, die oft eine ZahlbonSäckenumfaßr. Lediglich Sache des Truppenteils ist es dann, diese im übrigen bereits in derHeimat bei der Feldpostsammelstelie nach Bataillonen usw. abaebimdenen Briefsendungen den Empfängern zukommen zu lassen Und auch die Postanweisungen an sie «USziizai)len. Nun denke man dabei einmal an solche Truppen, die auf Vorposten stvben oder die als Kavalleristen Erkundigungsritte aus- führen, oder man vergegenwärtige sich das Schicksal so maxicher von dsn Truppenteilen noch iiicht ausgegebenen Feldpostbriefe, wenn plötzlich Alarm gebiassn wird und alles zu 0211 (Hsmxlsen eilt. Nach dex Vorschrixt sollen die Truppen- teile die Post swr»?- pünktlich abholen. A er wie läßt sick) eine solche Vorschrift dann diirchfiihren, wenn einzeine Truppsn- teile, wie Fubrpark- und Bäckereikolonnen sowie namentlich die Lazaretie, 50 km Und mehr von dsr Feldpostansiali, die be- stimmungSgemäß beim Divisionsstabe mitmarxchiert, entfernt liegen, oder wcnn diese Trnppenteile bei em unaufhalt- samen Vorwängeben der Stäbe und Generalkommandos, wie es in diesem Kriege bis vor kurzem die Regel gebildet hat, den Stand des DiviiionÉ-stabes zeitweilig iiberhaupt nicht ermitteln können? Dann müssen eben die Feldposten bei der Feldpostanstalt so lange lagern, bis die Truppenteile Zeit und Möglichkeit haben, ÜL abzuholen. Nicht minder groß sind die Verzögerungen in der Aushändigung der Feldpost, wenn ein Gefecht stattfindet; dann ruht die PostaiiÉ-gabe übsrbaupt. Denn im Rücken der kämpfenden Truppen gebörcn die Straßen cms- scbließ'lici) dem Meldeverkshr, dem I)iunitious- Und Ver- pflegungsnacizschub sowie der schleunigen Riickbeförderung dc»; Voi“; wundeien. Jedes Fahrzeug der Feldpostanstali ha120 bis 30 1111 hinter der Schlachtlinie zu ballen, weil es die Kriegshandlung empfindlich stören wiirde. Die Feldpost kann bier nur insofern sich in dsn Dienst der fechtendsn Truppe stellen, als reitende Feldpostillione mit großen “Taschen versehen, oft selbstverständlick) Unter Lebenßgefahr, versuchen, Während einer Pause des Gefechts unter deiiTruppenFeldpostkarten zur Absendung einzusammeln. Nach der Schlacht ist der erste Ruhetag, den die Truppßn haben, für die Felbposianstalt, die bis dahin von früh bis spät mitmarschiert war, dieselben Entbehrungen mit den Truppen geteilt hatte, und die immer erst spät Abends, zumeist im Biwak, ihre eiqentliche Arbeit aufnehmen konnte, ein Tag ganz besonderer Anstrengung. Ießt strömen an die Feldpostanstalt alle die von den Truppen vor der Schlacht noch nicht aus- gegebenen Postsendungen zurück an inzwischen Gefailene, Ver- wundete ober Vermißie. Welche Irrfahrten sieben zahlreichen der Sendungen an Verwundete nunmehr bevor, weilniemand O_er “Feld- postanstalt sagen kann, wo der Empfänger verblieben iii, . 1), welches Lazarett ihn aufnehmen wird oder bereits aufgenommen hat! Während der Schlacht batten sich ganze Truppenteile aus ihrem Verbande auSgelöst und sind anderswobin geraten. Sol] es die Post etwa wissen, wo sie stecken? Anderseits melden sick) plötzlich Ordonnanzen zur Empfanqnahme der Postsachen fiir Truppenverbände, die zum Geschäftsbereick) der Feldpost- anstalt biSi)er Überhaupt nicht gehört haben. Wo kommen sie her? ES steÜt sich heraus, daß sie eigentlich Teile der Kriegs- besaßung einer Festung bilden, die vor der Schlacht schleunigst mit gebeimem Marschziel herangezogen worden smd und die nun |chon seit einer ganzen Reihe von Tagen sick) im k"elde befinden. Ihre Post lagert auIschließlick) in der Festung bei der dortigen stabilen Orthostanstalt, weil diese von dem Augmarsche des Truppenverbandes und auch späterhin von seiner weiteren Bewegung militärischerseits aus irgendwelchen Gründen, die die Post natürlich nichts an- gehen, nicht benachrichliat worden ist. Die Absender der Briefe an die Truppen dieses Verbands aber warten und warten und erhalten keine Antwort, oder diese lauten dahin, das; die Briefe den Empfängern nicht zugegangen seien. Selbstberständlich mißt das Publikum in Unkenntnis solcher Verhältniffe nur der

Post die Schuld bei, wenn fick) die Feldpostbriefe oft so erheblich verspäten oder wohl gar überhaupt nicht ankommen.

Ein a_nderer wichtiger Umstand, auf den in Beschwerden an die Vostbehörde jest vielfach hingewiesen wird und der dem Publikizm nicht ohne weiteres einleuchten will und auch nicht kann,_i|t der, daß die Briefe von der Armee schneUer laufen ach_ die zum Heere. Die Erklärung hierfür liegt einmal darin, daß die militärischen Traiisporte nach dem Felde zum Teil wesentlich zahlreicher und dringender sind als in Umgekehrter Richtung, sodaß die Postwagen, Vostautomobile, Bahnpost- und Eisenbahnposiwagen, die die bei den Feldpostanstalten auf- aelieferten Sendungen nach der Heimat zu befördern, viel mehr freiere Bahn baben als die ihnen en egenkommenben Trank,- porte. Sodann aber ist die Absendimg der Post von der Feld- postanstalt zum nächsten Etappenhauptorte ungleich einfacher zu bewerksteÜigen als die [* ufiihrung_ der Postbon diesem Orte zm: Feldpostanstalt. Die ,;elbpostanrtalt wxiß genau, wo dieser Ort an der Etappenstraße liegt. Dagegen ist die mobile Feld- postcmstalt, wie wir gesehen babsn, oft tagelqng unter den bisherigen Verhältnissen der Kriegslage fiir die Etabpenpost- behörde einfach unauffindbar. Feldpostbriefe ÜUS_Sch|L|WU und Sachsen branchen gegenwärtig, wenn unterwegs keine Stockungen in der Beförderung der Eisenbabnpostmagen und in dem Gange der Feldpostanwmobile auf 5911 Etappenstrafzen eintreten, 10 bis 14 Tage, bis sie bei mancher mobilen Feldpostanstali bes west- lichen Krieg§|chaup|aßes eintreffen können. Besonders schwierig ist die Beförderung der Feldpost, die fiir Belgien bestimmt ist oder über Belgien hinaus ilzren Weg nach Frankreich nimmt. Auf den Weg durch Bsigien bis an die französische Grenze sind im allgemeinen 8-4 Tage zu rechnen, weil die Eisenbahnen Hier außerordentlich bLlastet sind. CH ist in der ersten Hiilfte deH Septsmber vorgekommen, das; auf einer nur 40 11111 langen Eisenbahnstrecke in Belgien gleick)zeitig 127 Züge gelegen haben. Tagtäglich gingen beim Reicchpostami 0011 den Ober- Postdirektionen imd Armee-Postdirektoren telegrapbisckw 9,1721- bungen dariiber ein, das; Bahnpostmagen mit Felbposten nach der Armee, namenilich auf der Strecke Cöln Aachen Herbek- thai und darüber hinaus, iukxolge dringendkr militärischer Ver- sande vorläufig nicht weiter efördcrt werden durften. Vermcig die Postverwaltung Eine solche Stockung irgendwie voraus- zusehen, so sucht iie seibstverständlich die ein- odcr mehrtägige Verzögerung, die die Eiienbalmpostwagen sonst erleiden wiirden, durch deren Umleitimg über andere zwar längere, aber minder belastete Streckc'n möglichst zu verringern. In anderen Fiillen abcr sißen Eisenbabnpostwagcn, manchmal zu einem Dnßenb und mehr an der Zabl, also mit mehreren tausend Felbvost- säcken beladen, so fcstgekeilt in den Zugreibcn, das; jede Um- leitung au6geschlossen ist.

Von nicht geringerer BedeUiung sind dic Züblreichßn VET“- zögerungen bon FSibpostseiibungen, _die Trnppenverbänbe wsr- passen und deshalb nach längerer Zsit erst wieder errbichsn, weil, ohne das; die Postverwaltung darum wußte, plöleiche Truppenverschiebunqen eingetreten sind. So werden vielfach Pionier- odcr Fußartillerietmippen voriibergehend anderen Divisionen zugeteilt, oder es wechseln Reserve: und Ersatz- truppenteile ihr Armeekorps. In anderen Fällen, wo der Post- behörde von der Verlegung von Truppentsilen rechtzeitig Mit- teilung gemacht uud demzufolge postseiiig die andermeitige Leitung der Feldpost fiir diese Truppenteile alsbald verfügt war, stellt sich nachträglich, d. l). vielleicht erst nach einer Reibe von Tagen, Heraus, daß militärischerseits im 12131811 Augenblicke nock) AuSnabmen angeordnet werden mnßten und daß somit die Post fiir die davon betroffenen Truppen- körper einen ganz anderen Weg gcnomm-m hat und nun wieder zurückgeleiiet werden muß. Handelt LH sick) in diesen FäÜen auch nur um kleinere Triibpcntsiie, sb baben deren Ver- schiebungen, da sie sehr oft eintretcn, bbck) in ihrer GésämliMii zur Folge, daß vieleFeldpostsenbimgen Uiibsrl)iiltnic3niéißig 161169 unterwegs sein müssen, weil sie 5671 TUWPLUÜLU, fiir bmi sic bestimmt sind, in seiner urspriinglikbén (»ZLiLderimg nicht mehr antreffen und dann auf ZLitranßnÖLti Umwegen ihm nach: gesandt werden miiffen. Denn deS Arm-W hat ihre Ligi'ncn Etappenstraßen, die die Felbposten dann Hintereinanber in der Regel ganz durchlaufen müssen, weil Verbindungen zwischen diesen Etappenstraßen, die den Gang der Posten abkürzen könnten, zu Beginn des Krieges meist aus Sicherhciiéxgriinben sick) noch nicht hsrstbllen lassen.

Um wieviel mebr müssen größorb Truppknversäsebnngen die Leitung der FleposssMdimgCU michtriiglick) beeinflni'sen, wenn sie, wie es hier die Ncgel bildet, sich ganz im GLHLiMM vollziebcn. Fiir die Poskbcrwaliimg sind dicse Truppcn dann zunächst Uöl1ig verschwunden. Erhält die PostbeWrdc nachher bon dsr Acndorima “.Unchricht, so sind inzwischen .Himbcri- iausende von Feldpostsendungon noch den alten Weg gegangen, niimlich einmal auf deutsch-LMBUOM von der Aiifqabepostaiistalt bis zur (Bronze und dann aiif dbr EiÜPpLiistMße in Feindss- [and. Ießt beginnt “war nun vom Reich?:postamt aus der Telegraph nach 6 en Seiten 5111 zu spielen. Libor dor Hundcrte bon Kilometern lange wie Weg, dM diefs: Sendungen genommvn haben, die mmmsbr Wieder zuriick- NLlEilLt imb aiif cinsn anderen Zielweg gebracht werden müssen, kann dadurch nicht mehr wett gemacht werden. Jede größere Truppenverschi2bung hat unweigerlich fiir die davon betroffenen Feldpostsendungen » zumal die Eisenbabiilinien dann unter Umständen mehrere Tage für alle nicht militärischen Trans- porte, also auch fiir die Feldpost, gosperrt sind » eine Ver- zögerimg von 8 bis 10 Tagsn zur Folge, die sick) bis auf ?- Wochen ausdehnen kann, Mun fick) die Trnppenverschiebung über weite Entfermmgen erstreckte. Das ist ein Faktor, den das Publikum dnxchmeg bei seinen vieien Klagen iiber verfpätete Fcldpost- sendungen außer Betracht läßt, obwohl doch weitenKreisen nicht un- bekannt sein dürfte, wie oft und in welchem Umfange gerade in dem jeßigen Kriege Truppenverschiebungen bereits vor- gekommen md. Die Postverwaltung ist ihrerseitS nicht dazu berufen, das anliknm iiber so|che Vorgänge, die vitalsn militärischen Interessen entspringen, amtlich näher zu unter- rich1en, wie das im Frieden jederzeit sofort von ihr geschieht, wenn irgendwelche auch nur nennenswerte Stockungen im Brief- verkebr durck) außergewöhnliche Vorkommnisse, wie Eisenbahn- aiisck)lußverfeblungen und dergleickxcn, aufgbircten sind,

Die freie Hand, die die Postverwaltung zu Friedbnzzeiicn hat und die es ihr gestattet, ibrenBetrieb planmäßig zu regeln und durchzuführen, ist iizr im Kriege immer nur bedingt ge- geben. Auch vor 44 Jahren hat die deutsche Feldpost in den ersten Monaten nach Ausbruch des Krieges gegenFrankreick) be- sonders schwer mit den Hindernissen zu kämpfsn gehabt, d' die Kriegslage für sie schuf und die sich nach anfzen hin in zabx reichen Klagen und Beschwerden des Publikums und der Truppen Luft machten. Der |th so bxliebte Hinweis, das; die Feldpos11870 von vornherein vortrenlick) gearbeitet, habe, ist

durchaus nicht begründet. Wenn esbex ?ldpost von 18707166") einiger Zeit gelungen ist, der Schmierig eiten nach Moglichkeit Herr zu werden, so darf das Publikumbberzeugk |UU4 daß Mä) unsere jexzige Reichspost die Hände_ nicht m_ dex) ©ch0ß legt, sondern mit allen Mitieln bemüht ist 11110 die “"Ferste". An- strengungen anwendet, um dem brieflichen Verke r zivischen Heimat und Armee möglichst sick)ere Bahnen zu |chÜffM,UUd dabnrck) dem berechtigten Bedürfnis unseres Vblkes nach einem dauernd engen geistigen Zusammenhange von „Heer und Heimat Genüge zu tun. Dieses Ziel kann die deutsche Feldpost aber nur dann erreichen, wenn das Publikum selbst Nachhaltig bc- miiht Y, der Feldpost ihre schwere Arbeit nicht noch schwerer zu ma en.

Jene mannigfaltigen BetriebSHinderniffe mid Schwierig- keiten, die sich der Feldpost, wie Hier an verschiedenen Beispielen ausgefiihrt wordcn ist, tagtäglich und in oft wechselnder Ge- stalt entgegenstellen, sind 26 nicht aliein, die die glatte Ab: wick1ung des Verkehrs biEher vielfach so aufgßhalten haben. Ami) daS Publikum hat sein Teil dazu beigetragen und viele seiner Beschwerden selbst dadnrck) hervorgerufen, daß, ungeachtsi der auf Betreiben dsr Postverwaüung immer wieder in den Zei- tungen veröffentlichtenVersendungsbedingungen fiir Feldpostbriefe, tagtäglich große Mengen davon aufgeliefert werden, die mangelhaft oder falsch adressiertsind oder deren Verpackung für die weite und schwierige Beförderung nicht a11§reicht. In den ersten Wochen nach der Mobilmachung haben die Postf-ainmelsteüen zweifelhaft adressierte Sendungen, soweit sich nach ihrer Ansicht vielleicht doch die Möglichkbit einer Aushändigung an die gemeinten Empfänger bot, an die Feldpostansialicn noch abgesandt. Das:: geschieht seit kurzem iiicht mehr, weil die Feldpostanstalten außerstande sind, bei ihren fcbwierixikn Dienstwerbäitniffen auch noch znwifelbafte Briefadressen in großbn “.Di-„*iigen zu ('KÜL'ÜtsLlU. Seitdem werden alle Sendungsn dibser Art, die die Post- iammcxlsteilcén notgsdrimxien beanstanden müssen es sind das täglich miUDLstLUS 50 000 _ck, an den Absender Unter Angabe des Grundes 1019061" zitriickgcsandt. Dick- bedeulot natiirlich für bis Posismnniklsjelisn eine gaiiz erbeblickis ArbeiiS- zugabk. Jmmerbin liegt daI neue Verfabron mehi' im Juteresso ch Publikums, weil dis Sendungen mit mangel- hafter Adresse |th nicht mehr wochenlang im Fylde umherzii- irrren branchmi, der Absender bikiniebr schon nach 1-«2 Tagen über sein Verseheii aufgékliirt werden kann. Außerbsm wird durch da?: nsue Vsrfalxen dem nach Möglichkeit vorgebeugt, daß Warenkartonbriefe infolge unzulänglicher Vsrpackung unter- wegs; sich öffnen odsr entzweigeben, und das; ihr Jiibciit dann VLkstWUk im Postbentsl UOkgLsllUdLU wird, wenn er znr Feld- postanstali gelangt. AUE zahlreickien Meldimgen dcr Feldpost- anstalton aus den riickliegenbsn Wochen geht []LWOL', daß Feld- postschachtcl- und :kartenbriefe dort banernd in großer „Fabi so beschädigt eingsgmmen sind, daß sich Umschlag und Inhalt iibßrhaupt nicht msbr zusamnwnbringen ließen. Die Sendungen waren einfack) zu AbfÜÜLU geworden. Eine bayerische Feldposianstalt hat seit Beginn ihrer Tätigkeit nicht weniger ach 12 Säcke im (HS|ÜM1J?10|ch1 von 60 ](L', dic nur mit dLrariigem Inhalt gofiillt waren, wieder hsimeäris fcbickM müssen. Daß waren ÜULZ Fcldpoftbriefe, die nach der felsenfestsn Ueberzeugtmg dex" Absendsr diirch Bummslei bei der Feldpost verloren gbgangen iind, wiihrend mir Nacisiissigkeii der Absender e-Z VEr|chUist bat, das; diese Taussnbe von Sen; 131111419110)an Empfänger nicht errSickxn konnten. T6?- Publikum macht sich oben nicht binrcichcnd klar, daß Sendungen, 0101100) 56111 FOWL gab?", iingleick) boltbarer verpackt Mrbcn miisien, (1166 wenn si? im Inlanbe Usi'blsibxkn. Und 1016 ist es nim crsi mit deri BriLfabreffLn bestellt! Wie viele siiid unzuléingliii) 0591' ganz 11111121“|||111d[|(|)| In auderx-U FMM ist bis Adresse des: [mib falsch, wcil 001" Nbséildér besondsrs „sicher geben“ wollte und 118611611) nicht nur den TriipantLiL, insbesondere klsine Sonderfoxmatimien, bczßichnst hat, bei dcm sic!) ber Empfängßr jeßi befindet, sondern ÜUch noc!) den, bei dem er in JriedenSzeiten stand. Der grundsäiziicbb Untsrscbwd zwischen Linienz Reserve::, Ersa|5-, Landwebr- Und LaiidstUrmiruppbnteilen wird vielfach völlig 1111112011)th gklassen. Vinci) geben die AbsLnÖLk oft in der Adress, obwohl sie? bbslimmt wissen, das; sick) der Empfänger in der Heimat cm Einem festen Stmtdorte bLfindei, den 223€|'tin1111u11g§or_t nicht an, sodas; diE Sendimgkn darm crst aiif die Postiammelitelle geleilut tberd-Zn miissen und da- dnrcki mn Tage in der Ueberktmft verzögvrxr. iixiaciiiöbnlich gros; ist 016 Zahl der mangelbaficii Aörcsssn boi den Fslbpostsendimgén, dsrenC'mpfiing-xr sick) bci |clbstc'inbigen, also 11icht im Regiments- Ucrbande stehßnden Kolonnun bofinben (Stiibs, MimitionI:, Etappen:, Maqazinkolonneu |. Diese Sendungen tration iiberwiegend in dsr Adkesse auch noch bis Angabe dss Régimentö (“1151111010116 11111) der Eskeidrmi), von dsm dsr Empfänger 3111? 1101011119 (11)- koinmandikrt ist. Va (1er hier di? eine Bozeickmimg die andere anHschlichzt, ist damit die Po|ta|ische LLikng dsr Scnbixng nach 112111 richtigen Zielpunki gefährdet. Aehnlickx Doppekidressen kommen in Unmenge bei den Foldpostbrießn an Angehörige von Ersaßbataillonen 1101“, _indem noch das Regiment mit- angcgeban Wird, in dessen Kaseérne der Landmehrmami ziifc'iUig eingekleidet worden ist. Nicht minder schwierig ist fiir die Post- varwaltung die Bebandiimg von Feldpostscndungbn an solii)e Rescrbcz Ersas- und Landwcbrformationcn, die eben erst aus- geriickt odor Umrscbbereit oder noch in „der Vildiing bsgriffen sind. Mit der Zuführung der Feldpostsmidimgen an die Angehörigcn dieser zahlreichen aus dem sjabilen in das mobile VerhältniH Übergebenden Formationen kann bei den Postsammelstkslen erst begonnen werden, nachdem 213 der Militärverwaliung möglich war, der Yostbebördc den Auf- stellungSort und die AUNÜLDLNMJ diescr , ormationen innerhalb des Armeeverbaubcö mitzuteilen. Bic:- dahin müssen natürlich alle Feldpostsendungen dieser Art bei den Posisammelstellen lagern und versäumen infolgedessen in der Ueberkunft erheblich. Den Empfängern und den Absendern dieser Briefe ergeht es wie so vielen, vielen anderen: sie hören 11. U. 1voche_nlang vonein- ander nichts, und ihr Unmut über die Post, die Hieran nach ihreTr Ansicht aÜcin nur die Schuld trägt, wächst von Tag 11 mag.

3 Der Vostvcrmaltnn liegt es fern, das Vorkommen un 9- zählter Feldpostbriefe niit mangelhaften Adressen allein auf ie Absender zuriickzuschieben. In einem gewissen“ Umfange ist der Vorwurf, daß das Publikum die Xeldpostbriefe unvoÜständig adressiert imd sich deshalb nur ailein die Schuld an Ver- zögerungen zuzuschieiben hat, durchaus berechtigt. ES kann jedoch auch wieder kein Zweifel dariiber obmalten, daf; sehr viele Ab- sender bon Feldpostbriefen die Mängel der Adresse gar nicht ahnen, zumal wenn sie ihnm von ihren Angehörigen im Felde selbst in dieser Form mitgeteilt worden ist. Die Truppenbezßicbnmigen unserer Feldarmec sind nun einmal so iiberaus mannigfaltig und der Allgemeinheit teilweise _noch so fremd, daß auch Heereßangehörigen thher bei Mitteilung

ihrer Adresse nach der eimal vielfac? Fehler unkeriaufen sm_d. Die Militärverwaltung at deshalb ürli? erneut aligemein anordnen müssen, daß die Truppen im Ye de genau über die AdrFsft', dix? sie ihren Angehörigen anzugeben haben, belehrt wer en.

Das in weiten Kreisen des Voikxs iiber dix bisherigen Léislmigen unserer Feldpost gefällte Urteil bedaxf hieriiach doch sebr der Berichtigung. Daß im Feldpysibetrieb _bei der Be- arbeitung der Sendungen, die täglich einige Milliotien Stuck um affen, auch Sortierfehler vorgekommen sind, die die Ueber- kuii|i Wll Sendungen verzögert haben, und daß dies namentlich |U der allerersten Zeit der Fall gewesen ist, wo das mfolgß des Ylbgaiiqs von einem Viertel aller Beamten und von FW?! Fiinstclii «[[-„'r Unterbeamten zu den Fahnen und zur Feldpost mit zahlreichen Neulingen durchseßte heimische Personal sich mit dem ihm durchaus ungeläufigen und dabei sehr schwierigen Feldpostsortierdienste zunächst vertraut machen nmßte, soll hier keineswegs beschönigt werden. Andererseits geben vorstehende Darlegungen nicht etwa_ darauf 6116, die Postverwaltung zu rechtfertigen. Das Publikum solibieimehr durch das hicr in 00er Offenheit Mitgeteiltß emen Einblick in die Betriebswerhältniffe unserer Feldpost gewmnen _und sich da- durch Lin zusammenhängendes Bild voti deri manmgfachen iind großon Schwierigkeiten verschaffen, die sich abs unvermeid- liche Begleiterscheinungen der modernen Kriegsführung Liner mmerzögcrten und schnelien Posibeförderung entgegensteüen. Briefverspäiungen und auch Briefverluste smd im Kriege un- abwendbar. Ist es infoliie der Ktiengage möglich ge- worden, dem Felbpoftbetriebe diejenigs Regelmäßigkeit zu geben, auf die das ganze Bestreben der Postverwaltung mmblässig qsrichtet ist, so können piöleicl) große mili- 1c'ixische Aktionen, namentlich solche, die mit nmfangreichen T:“iippcnveischiebungen verkniipft sind, jenen giinstigen Verkehrs- ziistand wieder mit einem Schlage verschlechtern. Das 51511bli|kum mas; auch bei seiner Kritik über die Leistungen unserer Feld- post das Wichtig? Moment immer Wieder in die Rechnung mit einstellcn, daß unsere Armeen gegén mehrere Frontcn kämpfen, und das; (mich deshalb »- von der in den lthen Jabrzeimien citigéirétenen außerordentlichen Steigerung des Mitteilungk- bédlikfiliffes und anderen Faktorkn ganz abgeselxsn * die Auf- gabe der dcnischen Feldpost im jekzigen Kriege ungleich schmi9rigcr geworden ist als ekö 1870/71 der Fall war.

Fiir den Postverkehr im Bereiche dcs Kaiserlich Tcntscben GLtlk-ralJOUVLNWUWUÉI in Belgien werden, Wie „W. T, B.“ meldot, Frsimarken „Deutsches Reich“ zu 8, :I, 10, 20 „1 sowie einfache Postkarten imd Weltpostkarien zn .“) Und 10 mit 132111 Uoberbruck „Belgien“ und der WM- (111111102 8, 5, 10, 25 sowie 5 und 10 Centimes verwandt Merch. Zu Sammeleckkn werden solche Merkzeichen in einigen Tagen bei der Ko[onialwertzeicbenstelle des Briefpos- amts bikr (3.2, Königstraße 61, zum Verkauf gestellt.

Seit Anfang Oktober bat die deutsche Postvcrmaltunq, obigkr Quelle zufolge, in Brüssel den seit sechs Wochen Uiilerbroci)enen Postverkehr wiedcxr Es."- werdM offene Briefe nach und von D6171|ch1and mit AUS- lcinböpoito befördert. Zn Brüssel miiffc'n die Briefe im Post- Wilk abgeholt worden, da die belgischen Briefträger den Dienst Ueribeigertsn.

Jm din n5chs|9n Tagen Crfcbciiit Ein? 7176? Nnmmsr ch „Posi- bliiikI “, Qa? Lim? Bcilags ziim „RsiÖIiinzcigi'r“ bildet, (1591? (111113 fiir sich bszoxikn wcrki'n kann. Im „Posiblati“, das im Ri'icbspostamtznsammsn- §|0|10||1 wird, sind bis wichtigstkn Vcrssnbmigsbsdiiißiiitgcn und Tarife fiir PO|1|611Ö1111|1611Ü||lk Art sowic fiir Ti'lsgramnw611151711811. Auf die? seit BM! (“11'|("[)1_'|111*11 dsr Wmngkxmiigcncii Nitiiimcr (Anfang Juli) ein- Yikctcm'n Acnhkriixizicxi wird ix_i dcr m'iicn 9111111111817 durcb bbsbnbercn *«iiici' |SchUig|ckckiisick liiiigbwii-iun. Tax; „Pbsibiati“ kann ciucb ncbcn (721577011, 11111|01l||k§1ck361611 Hilfsmiiicln fiir 1911 Verkehr mik dcr Post 1771? Li'1€|ircipbic (Postbiicbcr, Post.: 11115 Tcisgrapbktmaclyricbtekn fiir “;;-«76 Pixblikiim Usw.) mii Vortcil 1171111131 MWM, Mi! 65 dikse bis auf 'Dii' :icii'cstc Zlik crziiinzi. Ds!“Bczngöprciö de's „Postblatts“ beträgt fiir (;;-„1:7 gaiizikJabr 40 „1, fiir diE cinzi'lmé Nummer 10 „_z. Bc'sieilmigsn 1116566 121311 dcn Postaiismitmi Entgegcngsiwmmkm.

(Es empfixbit 7111), die Wcibnaébtspakeie nach den übsrsceisÖen Ländern, mit denen ein Pakstbcrkebr zurzeit mögltck) isi, namentlich nach den Vereinigten Staaten bon Amerika schon Anfang JiOk-liilbkr bsi dEr Post einzuiiefern, damit die rkchtzeitige Aushändi- gung Oii'skk Skiibungen an die Empfänger gcfichcrt ist.

Wohlfahrtspflege.

“Zcit Ausbruch des Kxie'ciks find vom di'uiscbkn Roten Kkéiij 6116 eigeneinttsln UNI Sammslgeldern 24 Vereinsiazarett- zügk 0U|ck||€||l wox'den, 10 Vom antralkomitee in Bkriin, die übrkgm Von dyn LandeWersinen Wm Roten Kreuz in Baysrn, Württemberg und Badkn, Vom Roten Kreuz von Berlin, bom Roten Kreuz bon Schönxberg-Wilmeksdors usw. Bei anderem Landeßbereknen wild die Au'sii'llung Weiterer Vr'reinslazarkttziige vorbeieitet. Die Material- axlsijatiung eines 311976 hat einen Weit von durchschni|tiich einza 50 000 5115 60000676. Die bei Verwénbung der listenZüge gkmachtkn Crfab rana?" WUldé11_|ogleich zu Verbcfferungen verwertet. Alle Züge sind oder Werden 17131 auch mit Küchen- oder Speiservagen auxgxstattet und ent- iprkcben m' ärztlicher Beziehung hohen Ansprüchen. Jeder VLkSins“ Lazarettziig ist zum Transrort bon 320 liegenden Kranken einaeiichtet "ZW verleL Über_ 4 Aerzte, 4 Pfisgerinnen, 36 Pflegsr, ] Rechnungs- JHM, ] Sch|os1er, ] Diktier. Dcis gesamte Paryotml ist Vom Noten 5 Wk «Efiellt, die Aerzte und RxcbnungSiübrer wcrbkn ach) bon ibm FL; ?lpkt- Die borgcnannten 24 üge sind mit Aus'nabm: wsnigér im

e 1181) und Haben bereits vortre liche Dienste geleiste't.

Vom Johanniterorden wird "

_ „_ zurzeit ein „Hilfslazaretk- 3119 Mit 3,40 BMF?" suxVekw1indete ausgetüsict, dkl" seine Ersie Fahrt 11) M, 311)?!ka Halfte Mies Monats antreten soll. LiebesJabe" Rr 171211211" Zug an eixigemachtem Obst, Fruchtyäficn, Fruchtgelees, '“: kineralwastsrn, Weinep, Gemüsekonserven usw. werden im Hane der Landieuersonetät, Berlin W., Karlsbad 3, Hof Parterre, taglich viJn 9 bis 2 Uhr entgegengenommen. Ebsnfo Werben _doiti) n in derselben Zeit Liebesgaben, die zu unseren kampienden Tryppen mitbinausaenommen werden wilen, erbeten“. Hierfnr komuzen in Frage: onene Strümpfe, Pulswäimer, KnierDarrxter, Ohrenschujzer, Kopf|chüßer, wollene Halstücher, Unter- 1_acken, Hosentrager, Leinwand (zur Fußbekleidung). Tascheniücher, Hemden, Upterbeinkleider, onene Leibbinden, Zigarren, Zigaretten, Tabak (Pieifen). Schokolade, Kakao, Tee, Kaffee, Bouiüonkavseln Suppenwurfel. Taiche'nmesser, Zahnbürsten, Zahnpukar, Seife. Seifen- dosen, Sxearinkerzen, Streichhölzer mit Metalihalie, kleine '!iäbtäsÖcben- Fiiegenfanger u. a_._ Liebxsgaben für kinzeine Trurpenleile oder emzelne Pyrsoncn konnen nicbt angenommen werken. Barbeträge, _mir der _Bestimmuva, dafür Liebekgaben für unsere Soldaten zu kaufen, mmmx die Kasse des Johanniterordcns, Bprlin UT, Schöne- berger Ufer 19, entgegen. Ueber alle eingehenden Spenden wird im amtlichen Organ des Johanniterordens quittiert werdcn.

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eingerichtet.,

Kärlstad 7533 Windst. xvoirtg 2 1 Archangel - -- Petersburg -- - -- Riga

Göfis“ *

Rom NW bedeckt *

Fagliari NW Thoröbcwn ' __

Rügenwäiber-

Hammerbus Lerwick

Portland Viki | Biarriß

Nr.79 des , enlralötatls derBauverwaltuna',beraus- | gegeben im Miniterium der öffentlichen Arbeiten, vom 3. Oktober 1914 hat folgenden Iibalt: Amllxches: Runderlass vom 15. Sep- 1cmver 1914, betr. die Aufstellung und die Innebaitung der Kosten- anschläge. - Dienstnacbticbtcn. - Nichtamtliches: Der Bebauungs- plan für das Südgelände in Berlin-Schöneberg. - Beitrag zur Ent- wickiung der Naßbagger. ** Vermischtes: Alte und neue Spreebrücken des Oder-Svree-Kanals. - Metallbülse mii äußerem und innerem Holzscbiauben ewinbe zur Aufnahme der Schwellenschraube. _ M. Armand onfidSre 1“. Bücherschau.

W

Wetterberiebi vom 5. Oktober 1914, Vorm.“9x Uhr-

Niedeischlag in 24 Siunben 1:1")

Witterungs- Verlauf der Testen 24 Stunden

Wind-

richtung, Wind- Wetter

Name der Beobachtungs- station

in 45" Breiie in CelsiuZ _ SUÜK'L'Z'L'LY.*)

Barometerstand auf 0 Meeres Tempeiatur

niveau :: Schwexe Baéometerfmnd in

*- ds CO

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| Borkum 767,8 bedeckt Keitum - -

NachmRiederstbl.

|

|

Wetterbericht vom 4. Oktober 1914, Vorm. 91 Uhr.

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Hamburg 765,4 Regen

Schauer Swinemünde 763,5 _ beiter -

|

Witterungs- verlauf der ießten 24 Stunden

Wind-

richtung, Wind" Wettkr stärke

“chibcrc

in 45 Äreite

Name der Beobachtungs- station

Niederschlag in

in Celsius ' 2-1- Stunden mm

Baronie tekstand auf 0 Meeres Siuiemvcrtcn *)

Temperatur

UVLÜU U

...

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anhalt. Niedetschb

meist bewölkt Schauer Schauer Schauer

Neufahrwaffer 761,0 _ wolkig Memel “778,5" ** wolkig Aachen 771,2 bedecxt Hannover 7672 wolkig Berlin 765,5 bedeckt

»»|-“MO | 5-

Borkum 762,6 NW Regen Nachts NiedersÖL.

Dresden 766,8 wolkig Nakhts Niederschl.

wco-qoyoe-Q-a-Q x_- x..-

4 Keitum 759,1 NW 6wolkig anbalt.Niedetsch7.'

Schauer

Breslau 763,9 * bedeckt

Hamburg 760,7 W 3 wolkig _anbalt. Niederschl.

Bromberg 761,9 halb bed. Schauer

Swinemünde 756,7 WNW4wvlkig Schauer

QO “Q|

Metz 779,0 wolkig meist bewölkt

UIZÜO *I

Machts Niederschl. Nachts Niederschl.

meist bewölkt *(s Schauer

Neufabrwaffer 751,7 WNWZRk-xsen Memel 743,0 N LRc-gen Aachen 7674213 Z,;balbbed. annomr 762,7 W 1|bedeckt

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Schauer meist bewölkt anhalt. Niederschl. * Nachts Niederschl.

BQ *“ dH [D “3 OS “ck QO QQ OC

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_ |: Frankfurt, Ni. 770,7 _ wolkig |___ Karlörube,B. 771,2 bedeckt | | |

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München 770,7 4bxdeckt Zuasviße 531,3 8|Schnee

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Berlin , - - | -

Dreßden 762,8 'W L'bedeckt Breslau 760,1 W 5 bedeckt Bromberg 754,2 |W ()Regen Mey 766,2"; W 3|bedeckt Frankfurt, M '

1 'Rachts Niederschl- Nacbts Niederschl. Nachts Niedersihl. _xmeiixbewMZ"

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* Kiel ' *76TZZWNW'216edc-ckt

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Wilhelmsbäv. 766,8 |W 9Fwolkiq

Vorm. Niederschl. ___Skbaner____ Schauer

YstZYM _"763 5|WNY2|5415._bxd- 627316st é„759-7_|L§3____„21ckxxx„er_._ Caffel____h | 769,0_|W 1|bedeckt

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Caffkxl - 769,_2_|W_ 4|bebeckt __1_1|__1_' 0 | Schauer

"_ | KarlSrube,B. 7686 |WSW4|bedeckt , Münäésn 768,4 SW 6kwo1kig 10 ZuaiVitEk 534,4 iNW 5|bedeckt - Wilhelmshav. 761,8 W 3|balbbed.| 10

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719,9 Y_Y_„YWL 9,_1_0|_é5_*9iach1s Niederschl.

Schauer meist beka1__ “Mis NIMH "NachtsNievericbi.

GrünbergScbl 764,4 , TWZ YM“ Mülhausen,E. “772.5 W wolkenl. FriédriÉéhZf- -ZZYZ___„_„___ ijiizerg '"1 769,7 |W

Paris _- .- -- Vlisfingen 771,9 WNWbeedeckt Helder 769,9 MW 4|bsdeckt Bodö 755,7 W 4 Wolkiß Christiansund “761,4 NW 2 bédkckk

Skudenes 763,3 NNO Lbkbeckt

Q|C'|§- tch|5c

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64,794» .

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Ma_gd?kxxxxg„_|„_„ ___ , „, _,___„________ „.___, YrünbergSÖl|_759,7 W 5|6xxxckt „_ _NathNiederscizi. Miilbausxn,(5:.| 7714? WSW4|balbbe_b-__ _„JÜÉYYÄYZÜU FZZFWMKUW 1|bedeckt

_________ __ _ _________ |________ _meist bewisktW Bamberg , 766,3,W ZMSgen , Paris ' _ | | * | ; | Vlissingen | 768,0 |WNW4|Y_1_k_i_q__

Helder | | -- | - Bodö 750,8 W 4|wolkig

WHZHNTZJYY

; | | ; | , |

Yards 743,7 NW 7|Yxaen

Skagen 761,4 SO 1|beiter

Hanstbolm 762,0 NW 4|wolkiq |

| () =|» 76111»

Kopenhagen “762,3 W 2 Dunst Stockholm | - - Hernösand Haparanda

Christiansuud 754,3 Windst. wolkig

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Wisbv

Skudenes 756,0 NNW 4 Wegen

Karlstad ' |

Archangel *

|--ch:xch-- ! O;! ©|S|©|=

Vardö 737,9 W 6 Rauen Skagen -- -

Petersburg

Yanstbolm » | - | -

Riga

Kopenbases'ÜZT-T'NW 4|bedeckt S_xockhoim 751,0|N 2|wolkig

Wilna Gorki

HeÜösand _75720 _W Habaranda 751,1 NNW 4|wolkka 8, 7 |

Warschau Kiew

| 66, „_- - , _ „&--«-

Wien WNW 4 beiter anhalt. Niederschl.

Prag SW bedeckt Schauer

() 7 2|wolkenl.| L| 0 | 0 | ]

“Z| Rom SW ] ball) bsd. Florenz S ] bedeckt

Cagliari NW 3 wolkenl.

Wilna

Thorsbavn -

Sevdisfjord --

Warschau „Kiew

Wien W “_ Regen ' Prag NW Lbedeckt

mei||_ 5615ka Nachts Niederschl.

Florenz O bedecki |x_ " -- ' |wolk€nl._ _ -

Sevdisijorb _ ___

münde _ _ anbäit. Niedskscbi,

Nügenwalder- münde " balb bed.

Hammerbus " wolkig Lerwick prYand Bix] Viarriß Ciermonk Perpignan Nizza Zürich NO ' balbbed.|

“_ wolkenl.

2 (YM __„_ NNO Zheiter Lugano NNO 4 Säntis W 2 wolkig

Clermont

Wsénsfors - | » YYY?- ' - | " | - » Moskau - |

Perpignan

Brindisi SSW 1|wolken1.

Nina Zürich Genf

Triest ONO 5|wolkenl. Nachts NiedersÖl-

Krakau -- _

Lemberg -- _ - «-

Lugano

Hermannstadt « - _- - .. .- __

Säntis

Belgrad Serb. -- -- _ _ _

Helsingfors

Kuopio Moskau

Brindifi

Triest Krakau

bedeckt Nachts Niederscbj:

Lemberg - Hermanystgdt . Belgrad Serb. _ „_

ivoikcnl. Vorm. Nixbétscbl.

Reykjavik _ (5 Uhr Abends)

Budapest 7 65,2

(148811112)

(Gcht.

Horta -- -

Nachts Niederschl.

Coruna - - -- » -

Keil :":er Großbritannien, liegt über Frankreich. Ein zurückweiekendes Tie'diuckgebiet breitet fich von Nordwest- bis Viitteleutopa aus; cin Minimum von 745 111111 liegt östlich von St. Petersburg. *- In Deutschland' ist __das Wetter vorwiegend trübe und milder bei schwachen bis sinchen Westlichen, an der Westküste nordwesiikchen Winden ; der Nordwesten und Osten hatten überall Regen.

*) Aenderung bes Barometer! (Varometettendmz) von 5 bis 8 Uhr Morgen] nao

olgender Skala: 0 = 0,0 bis 0,4 nun; 1 = 0,5 bis 1 4 mm; 9 = 1,5 bis 2,4 wma = 2.5 bis 8,4 ww;4 = 3,5 bis 4,4 mm ; 5 = „5 hi] 5,4 mm; 6 = 5,5 bis

6,4 mm; 7 = 6,5 bis 7,4 mm; 8 = 7,5 bis 8,4 mm: 9 = nicht beobachtet. Bei negativen Werten der Varometertmdem (MinuizeMen) gilt dieselbe Cbiffreskalo.

Ein Hochdruckgebiet über 772 mm, mit einem ostwätts schreitenden

Reykjavik -- - (14155171) (51157: Abends) . *“

Budapest NW 4 | byiter Nachts Niedersckl. Horta - ' -- -- » Coruna - - - «*

| | | | |

*) Aenderung de! Barometer; (Qarometertendmz) von 5 bis 8 Uhr Kokam! naq

olgender Skala: 0=0,0 bis 0,4 mm; 1=0,5 bis 1,4 mm; 2 "1,5 bil 2,4 vu; = 2,5 bis 8,4 mm; 4 = 8,5 bis 4,4 mm; 5 = 4,5 bis 5,4 mm; 6 =- 5,5 U|

5,4 mm; 7 = 6,5 bis 7,4 mm: 8 = 7,5 bis 8,4 mm: 9 = nicht beoba tet. Del negativen Werten der Varometerdendem (Minukzeichen) gil: dieselbe Thi skala,

Das gestrige Hochdruckgebiet bat zuaenommen, es breitet sieb, von einem Maximum bon 775 111111 über Frankreich ausgebend, bis zum Nordmeer und der Weichsel aus; ein Tiefdruckgebiet unter 745 mm über Nordwesirußland entseniet szidosirriirtSFMeitende Nußläufer nach dem Skagerrak und nach Südwestrußland. -- In Deutschland ist das Wetter ziemlich trübe und etwas kälter bei schwachen bis mäßiven nordwestlichen Winden; überall haben Regenfälle stattgefunden.

Deutsche Seewarte.