1896 / 31 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 04 Feb 1896 18:00:01 GMT) scan diff

Mecklenburg-SW

Das Besmden Seiner Köni lichen Hoheit des Groß- erogs zeigt, nacheinem den Vßeckthachr.“ *zugegan ' en legramm aus Cannes von gestern, in le terZe1t eine richte Wendung zum Besseren. Nachdem die nwandlungen von Schwächexefühl seit etwa acht Tagen nach elaffen haben, treten an ; die Anfälle von nervösem Asthma ?

_ ett dxei Tagen 111 leichterer Form auf; die Kräfte steigen langsam, xedoch hat Seine Königliche Hoheit das Bett noch nicht verlassen.

Sathsm-Weünar-Eismuh.

Seine Majestät der Kaiser hat dem Staats-Minisier [)r. Freiherrn von Groß, der gestern d_1e _ Feier seines 50jährigen Dienstjubiläums beging, AUerhoch11sein Porträt mit eigenhändiger Unterschrift übersandt. Ihre Kön'tglichen Hoheücn der Großherzog und die Großherzogin mtdmeten dem Jubilar eine Marmorbüste des Großherzogs, Ihre König- liche Hoheit die Erbgroßherzogin das thdmß des ver- Yrbenen Erbgroßhcrzygs. Dkk Großherzog sprach dem inister persönlich seme Glückwünsche aus. Zahlreiche Ab- ordnungen überreichten kostbare Gaben, Adressen 2c. Abends

sand dem Jubilar zu Ehren ein Festmahl statt.

Oldenburg.

Die Beiseßung weiland Ihrer Königlickyen Hohsit der Großherzogin wird, der „Oldenb.Ztg.“ JUf0_[g€, voraus- sichtlich am Freitag stafxfinden. Turck) emen Erlaß des Staats: Ministeriums sind aUe 5118111116an Luftbarkkiten bis zum Tage nach den Beiseßungsfsiernckzksitkn untersagt wordkn.

Braunschweig.

Seine „9151119111111? „131111811 der Prinz Albrscht von Preußen, 371111391111 des Herzogxbums Braunschweig, hat sich in der vergangmsn Nack): W151 Enand 1321165611, um Seine Majkstät den 5251116: 13-11 der fsichr11chcn Bsissßnng der Leiche des Prinzen Heänrkcß vor". Bartsnberg zu vsrtrctcn.

Qefterreich-Ungarn.

Tie Österreichischen Ministcr Graf Badeni, ])1', von Bilinsfi und Freiherr Glanz von Eicha sowie die ungari- schen Ncssort-Miniftsr 1305111 111111111111 Budapest bei dem ungarischen Minister-Präsidentcn Baron Banfft) die Aus-

leich§verhandlungen wieder anfgenommen. Dem „W. Z. B.“ zufolge wurde von beiden Regierungen eine identische Note an 13112 osterreichisch-unanisch: Bank gerichtet, worin der- selben der Standpunkt der 215811 Regierungen in Betreff der Bankstagcn bekannt gegebcn wird; disse Note trägt den un: garischcn Wünschen und Ansprüchen auf Parität volle Rech: nung. Tie Banksrage ist voUständig geficbert; die noch im Umlauf befindlichen ungedeckten StaaLSUoth über 112 Millionen Gulden soUen binnen zwei Jaßren eingezogen Weren. Die Berathungkn werden Heut? fortgeseßt werden; es treffen dazu noch die Österreichischkn Minister Graf Ledebur und Freiherr von Guttenberg ein.

Im niederösterreichischen kündigte

Landtage

ZFftern der Statthaltsr (Hraf KielmanSegg namens der

egierung an, daß beim Wiederzusammentritt ch Reichs- raths em Gcs-ßentwurf werde vorgeleqt wcrden, bc- treffend die bkrufchnoffenschaftliche Organisation der Land: wirthe untcr Berücksichtignng dcr Bksonderheiten der ein- zelnen Kronländcr; in dem (Hcscßc'ntwurf werde der autono- mistifche Standpunkt eine stärkere Betonung erfahren. Der Landtag nahm die Régierungsvorlagc, betreffsnd Ab- änderun des Programms für die finanzielle Sicherstcllung der AUNÜHrung der Wiener Vcrkehrßanlagen, einstimmig 1111, nachdem der Berichterstatter 111". Lucgcr dcr chisrung und der Verkehrskommisfion für die Vorlagc, welche die Bevölke- rung Entlaste, gedankt und der Abg. Czedik die Verdienste dss Statthalters Grafen KielmanSegg um die Stadt Wien hervorgehoben hatte,

Dkk galizische Landtag hat gestern einem Antrag des Sonder-Ausschuffks für die Auswanderungsfragc 1111- genommen, wonach eine Resolution gefaßt wcrdc'n soll, in welcher der Landesausschuß aufgcfordcrt wird, auch fernerhin die AuswandurungS-Bewcgung im Lande zn beaufsichtigen und im Einvernchmen mit der _Regicrnng für möglichst energische Abwehr des Einflußes schädlicher Faktoren zu sorgen. Fernkr wird in der Resolution die Re: gierung aufgefordert, die AuSwanderungKAgentcn streng zu beaufsichtigen, d'u- vorkommenden Mißbräuche strengstsns zu ahnden und eine Novelle zum Strafgescß einzubringen, durch welche die unberechtigte Vermittelung und die Ermnnterung zur Auswankcrun verhindert wird. Der Vertreter der Regie: run betonte, da die Behörden bei der Ausfertigung von Rei cpässcn für Auswanderer gan vorschriftSmäßig verführen, und daß die Regierung bestrebt set, dcn schädlichen Einflüssen der AuSwanderungS-Agcnten entgegenzuwirken.

Großbritannien und Irland.

De_r Kreuzer „Blenheim“11'11nit der Leiche des Prinzen Heinrtch von Battenberg in Plymouth eingetroffen.

Frankreich.

. In der gestrigen Si?ung der Deputirtenkammer rtchtqte der Abg. Dussaus 01) eine Anfrage an den Ackerbau- Mtntstcr V1ger uber die Einfuhr fremden Viehs und klagte daruber„daß deutsche, yngarifche und amerikanische Hammel den franzöfischxn Markt uberschwcmmtcn. Der Minister Viger ührte “111 sxmer Antwoxt aus: er werde darüber machen, _aß dw htcranf _bezuglichen ministericllcn Verfügungen m strengxx ' We1se ur Anwendung kämen, be: sonders dxejentgen, nac?) welchen die Importeure ge- “'""an seren, dle „Hammel gcviertheilt mit daran Hängendem „esch mge über die Grenze zu hringcn. Die Kammer nahm hterauf, nachdem die Dringlichkett dafür erklärt worden war, ohne Debatte das Grenz: und Handelsabkommen mtt C htna an, welches im Juni vorigen Jahres in Peking unteréxelichnct worden 1st.. Alsdann wurde der Bericht über den ntrag dxr sozralistischen Deputirten erörtert, mona der fruhere Y_rbeits-Minister Raynal, welcher die Eisenbahn - Konventtonen abgeschlossen at, unter Anklage gestellt werden sollte. Dteser Veri 1 stellt fest, daß mit den Abkommen ein nüßliches Werk Yseha en-sei, und weist die Erhebung der Anklage zurück. Der eputtrte Berry Rechte) fand den Bericht unvollständig. Der so ialistische

eputirte Rouanet behauptete, die Kommisfion Zubo von

vornherein die Abficht g abt, Raynal zu rechtxertigen, und griff in seinen weiteren usführungen die Ab ommen leb- haft an. Die Tebaüe wird heute fortgeseßt werden.

Spanien.

Nach einer Meldung des „W. T. B.“ exklärte der Marschall Martinez Campos in La Coruna: Es 1ci dringend nothwendig, den Feldzug in Cuba durch alle möglichen Makel Ju beendigen, selbst, wenn dieses nothwendig sein sollte;

urch das Zugeständnis; der Autonomie; die ilfsquellen der Kolonje, fügte der Marschall hinzu, seien ers öpft. - Die Polizet in Madrid ließ gestern Maueranschläge entfernen, *!velche einen für den Marschall Martinez Campos beleidigenden

Inhalt hatten. Serbien.

Die Skupschtina hat den Antrag dcr Regierung an: genommen: fie zu ermächtigen, bei temporären Ausfuhr- verboten für die Ausfuhr von Schweinen außerordentlicha Erleichterungen im Verordnungswege zu gewähren, und so- dann in der Gencraldsbatte das Budget genehmigt. Dasselbe schließt in den Einnahmen mit 63659 720 Dinar und in den AUSgaben mit 63356906 Dinar ab. Mit diesem Budget werden gegenüber dem'enigen vom Jahre 1894 91/2 Millionen erspart. Das Einna mebudget wurde darauf auch in der Spczialdebatte angenommen.

Bulgarien.

In der Sobran'e nerlas, wie „W. T. B.“ aus Sofia erfährt, der Minister- räf1dent Stoilow heute eine Prokla- mation, worm die Schwieri keiten Hervorgehoben wsrdsn, welche fick) dem Uebertritt dcs rinzcn Boris entgegenstelltsn. Txoßdem Wkrde der Uebertritt des Prinzen zur orthodoxen K1rche am 14. Februar erfolgen. Die Proklamation wurde m1t Jubel begrüßt.

Schweden und NorWegen. _. Das norryegische Storthing wurde gestern in Chri- 1t1an1a eröffnet. In der dabLi vxrlkscnen Thronredc xptrd _dte Hoffnnn aanesprochcn, daß, wie dic beiden Reiche ]1ck) bisher volle ?Fre'tbeit des Handelns gewahrt hättcn, ohne ngendxvte'fremde Mächte zu ersuchen, während eventueller StreMgkctten und Vorwickslungcn H1lfe zu leisten, es dsn V_er_tretern des Landes auchfünftig vergönnt sein werde, eine solch? voll_tg unabhängige Haltung einzunehmen. Es sei fcrncr zu hoffen, daß,das Unions-Comitéz, welchcs zusammengetreten sei, eme Ueberetnkunft zum dauernden Glück der betden Völker anbahnen werde. Afrika.

Die „Agenzia Stefani“ berichtet ans Maffowah, Ras Mnkonen habe aus dym Lagcr von Farasmai dic als (Hetseln zurückbehaltenen italienischen Offiziere frci- Jlelas s 911; _dicsclben seien in ausgezsicknwtem Zustande gcstkrn

bend tm ttalie11isch2n Lager angckommcn.

Parlamentarische Nachrichten.

Der Bericht Über die gestrige Sixzung dcs NLiÖS: tags und der Schlußbcrich 11591 die gestrige Sitznng des anses der Abgeordneten bcnndcn sich in dcr Ersten und Zweitsn Beilage.

*Jn der heutigen (31) Sißung dcs Reichstags, welchcr dsr Staatssekretär des Innern, S111c1ts:Minis_tc1'1)1*. von Bocttichcr, der Staatssekretär des Rcich§-Ju1tizamts Nieberding und zahlreiche Kommissare bciwohnten, wnrde die erste Bcrnthun des Entwurfs eines Bürgerlichen Gcscßbuchs fortgskxeßt. Das Wort erhielt zusrst der

Abg. 1)1'. von Dziembowski-Pomian (Pole): Wenn man an die Kritik der Vorlage berantritt, jo muß man _fragkn, ob die Kom- mission etwas Neues geschaffen Hat; die Kommikfion bä1te fich Von allen Paxtikularrcclytlicbcn Strömungün frei machen n1üff1n. Es entsteht die Wkitcre Frank, ob die Umwandlung des bürgerlichen Rechts nicht die wirthschaftlichen Verhältnisse stört. Für den Anfang würde das fichcr dsr Fall sein; CS wird eine qswiése R1chtsuns1chcrb€it Play, 9161an bei dém Volks und bei den Juriten. Ich muß das GLsCYbUÉ) 911161 kurzkn Prüfung 1111111- ziebkn nach der Richtung, 01) es 111 p011111chcr, jnristisch=tcchn1schcr orkr religiöser Beziehung den Ansprüchen genügt, welche man an (in solch€s großes Wcrk stcklcn muß. Ich glaubs, daß die Vorlage fiel) nicht unb€ci11flußt gkdnltcn hat Von politischen Tendénzen, indkm fis z. B. die Anfisdlungß- géskßnebung ausschlicßt und damit für die polnischen Bauern cine AUSnabme schafft bezüglich dcr Erwerbung dcs Eigcntvnms. Für eine solche Aanahme müffkxn ganz andcre Gründe sprechen, es müßte das Reick) wirklich in Gefahr schweben Mön €*]. in politischcr Beziehung zeigen fich auch bei dem Abschnitt von dsn juri tischen Pcrsonsn. Die Vereine, welche Politik und Sozialpolitik treiben, soUen keins juristiscbc Persön11chkeiterl)altcn. Die ngelung des VLrsinSrcchts, wie fie der Entwurf bringt, paßt nicht für einen Rechtsstaat, sondern für einen Polizeistaat. Dem freien Ermessen des Richters ist zu viel Spielraum gelassen, die Richter selbst werden dadurch in cine sebr mißliche Lage kommen, so lang? die Wissenschaft und die Judikatur_ nicht vorgearbc'itet haben. Auch dem Partikularrecht ist zu vrel Raum gelassen. In religiöser Beziehung schließe ich mich den Ausführungen des Abg. Rintelen an. Wenn dre Zivilel12 aufrecht erhalten wird, dann entstehen Schwierigkciten mit den Nachbarstaaten; de'nn Rußland erkc'nnt z. B. 61116 vor dem Standesamt geschlossene Ehe nicht als eine Voügültige an. Rednsr schli6ß1 mit der Hoffnung, daß es gelingen werde, das Werk zu einem förde'rlicben Abschluß zu bringen.

Bei Schluß des Blattes spricht der Abg. Kauffmann.

_ - In der heutigen (12. Sißung des Hauses der Abgeordneten, welcher der imstcr für Landwrrthschaft 2c, Freiherr von Hammerstein beiwohnte, wurde die zweite

erathung des Staatshaushalts-Etats für 1896/97, und zwar des, Etats, der landwirthschaftlichen Ver: waltung, berm Kaprtel: „Landwirthschaftliche Lehr: anstalten“ fortgescßt._

Abg. Dßnkelberg'(nl.): Die preußischen Ackerbauschulen litten früher an elner zu gsrmgc-n Schülerzahl, weil die Arbeit auf dem Felde diesen zu weni Zkit lteß. Erst als durch das Dotationsgesky das landwntbscbaftlißoe UnterrichtSern auf die Provinzen überging, trat eine Besserung ein durch die Gründun der landwirthschaftlichen Winterschulkn. Namentlich der Erfol diekxsr Schulen im Rheinland zergt, da dieselben in bäuerlichen Kreikxen immer mehr Anklang finden. Die er te solcher Schulen in Wiesbaden wurde leider, nachdem

e an Preußen übergegangen war, 1876 aufgelöst, was sich als ein ch1_verer Mtßgriff erwtes. In Hannover sind die landwirthschaftlichen

tttelschulen hauptsächlich nur Realschulen und haben nur einen

nd Landwirthe, die anderen 42 0/0 gehören anderen Berufs.

flewissen landwirtbsckpaftlichen Anhang; nur 58 0/o der Schüler 1

änden an. Die welchen solche Schulen

Kommunen, in haben mehr an Realanstalten, als an

Interesse

liegen,

reinen landwirtbscbaftlicken Anstaltkn. Beira Gebiete müßten Von einander getrennt werden; die landwirtbsckxaftlichen Schulen allein könnten sehr gut bestehen und würden &) de'r Landwirjbfckxaft mehr Yen als die jesige Einrichtung. 11 dcr Landwirthskhaftlichen Akademie in Poppelsdorf bestcbt ('in Mißstand, auf welchen ich den Minister aufmerksam maehen möchtk- Dkk Lehrer dieser AUTÉAÜ find in Bezug auf 5211 Wolmu11nk'11t'ldz11fcbus; unnékkcbk beschrankt; sie müßten in eine höhere Servißklaffc ('kngcstcllt werdcn, um ihre bereeh- tigt en Klagen ein für aUe Mal zu bcseitigcn. ' '

Abg. yon ?appenbeim (ko11s.?: Die Notbwendtgkixtt, den Landwirtlyen me- 1: theoretische 3111111111 [se, 1,11 verschaffen, zetgt sich immer mehr. Dazu ist das geeignetste ).)kttte-l, zwtschen den Winter. s(bulen und dsr Akademie die landwirthscbaftlicben Mittelschulen ein. zuschiebsn. Dix Vorwürfe des Vorrednkrs gegen „diese Sébulen find ja in gewisskm Sinne berechtigt, aber fie likgcn 111 der Natur der Sache. Vielleicht wäre eine gemeinsame Vorschule und eine Trennung der VCTsChdeknln Fächer in den oberen Klassen angebracht. Schon in der Tectia wird sich übersehen lassen, zu welchemBerufÉstande der Schüler eine bksondere Neigung hat. Es darf bet dtefen Schnlkn Eben nicht darauf gesehen werdxn, raf; der Schüler 11111 das emjahrtge Zeugnjß erfi t, es muß die technische Vorbildung „fur „den Bkkus bsrückfichtigt 1061 811. Ich kann nur Empfehlen, dis btsbertge Dreitbeilang in dem landwirtbsckoaftlicben Untsrricbtéhanstaltc'n bejzubehalten und 14.1: Mittel- schulkn in dcr angégebcnen Weise zu formtexen. Die Winterschulen seUken rei11€ Kreisanstalten fcin, die Mitt.“:lxchulen Anstalten dsr be- treffsndcn Kommunkn und der intsresfierten Kreise und die Akademisn reine StaatSanstalten.

Gkhsitner Ober-Nenisrungs-Natk) Thiel [Egle dar, daß die Aufgabe der Schnle 111 Wißsbadkn nicht aus einer Abneigung gegen Winterscbulkn übcrhaupt erfolgt sei. Dic? Vorwürfé (1911971 die Mtttel- schalen find nicht gkrschtfertigt, sie Haben nicht 5911 Zw-éck, lediglich die Erwerbung des einjährigsn Zlunniffes zu erleichtern. Die la11dwi1tbschaftlichen Mittelschulén haben fich nicht auf Vkran. laffung dss Staats, sondern dsr Jntsrkffentkn entwickslt, und es wurde aus 5111 Jnterefféntenkrsiskn das Streben so mächtig, die Er- Mrbung des einjährigkn Zkugniffes auf diesen Schulen Erreichen zu könnkn. DéÖbalb mußke auch auf die aksgemeinen Kenntniffé Nückficbt genommsn 1111111611. Der lnndwixthschaftliche Unterricht wird dadurch nieht bsnacbtbeiliszt. (Line TWUUUUJ der Examina so, daß das (Exnmc'n in Spraäyen und all1;€111€i:1€r Bildung in dsr Sekunda, das Examen in dcr Landwirtbschaft in Prima stattfindet, bat fich n1cht als thunlick) erwiksen. Wir WOÜM wkrmsiden. daß ein großsr Tbkil unscérer Landwirtbs wohl eine aUgsmÜnk Ausbildung, nbkr keine gknügsnch Fachbildung Erhält. Dcr Wchnnngégeldznxckyuß 111 Pox-pklßdorf 111 (1118151111113 nicht gsnügcnd, 11115 wir find seit Jahren a'uf 81118 Abhilfe bc'daclst, abkr dcr Finanz-Ministsr kann nicht diess ctnzelnc (558111811151- in eine höhere Skrviöklaffe bringe'n. “Solche Miß- stände bastebkn auch an anders" O1tsn.

AH,]. Von IMCndel-Steinfkls (kons): Zu wxnig Wkrtb hat man Wber auf 5211 Untarriobt in dIr-Ha11dkxswisse11scbaft und Handsls- knnye gklcnt. Je 1112111 dic Landwirtbschnft in 11€('9€ldwirtbschaft 5111811111111125111111115, um so 1112111 111111"; 111 Landwirtb aucb Kaufmann skin. Jul) 5111 1811161385161 dsr Hßndslswiffenjckyaft 1111 dsr UniVSrfität Halle und s*[)L, 11111- rntxrxffant dicse? Vor1es11ng€11 1111161611jungénLandwirtkzenfind. An den la1111virjkckschaftlichkn_böbkrkn L?Hranstaltsn müffén auch 1111 5191611 Z1v€1g dcr Wissknscbcnt Lkbrkräfte angestkllt Wurdc'n; g€cinnct 11111an dazu aber 111111 Männkr, WÜÖS jclbst praktische Landwirtße find und ÜUch'ÖL11 HandklkucIr kMUCll.

* Mmtstsr f1'1r Landwirtbschaft 2c. Freib-xrr von Hammxrstsin er- klarte fich 561611, "rie'1c11_W1111sch in Erwägung zu „3165611.

Abg. Barthold (sr. k011s.) bsdauxrtk, daß di;- Vérbältniffe dcr Lehrkr (111 dsn l_andwirthschaftlickWn Pkiltélslhulkü noch nicht gkrc'gelt find. Zur Verorgung dcr Relikten kisse'r Le'bre'r tvkrfk dcr Etat nnr 1200, «_jß auI, LS müßtsn auch kik Kommunen zu Bci. tragcn 111611111 k)€rangczogc11 Mrden. OHNE Régélnng der L?Hrerv-Zrlyaljnißx 1111631611 diess Sclxulcn z11rückgche11 Fsrnkr 111811118 911111111, daf; di:? FortbildnngssÖUlén _an dym Lande 111cht nur kcipxn Vortbcil, sondsrn 911111415811 gebracht haben; die' dafür wasndctsn «1111115111616 sollts 111.111 licbkr de'n landwirtbsckxaftlichsn W111tsrschnlén z1111xc11ds11. Dil Wandkrlebrer untkrricbtkn dkn 9.111an Wzntcr brndnrcl) (111 den Wints1sch11lk11 11115 Schalten nur im Sommcr 31711, auf das 15.1111) zu (165111. Man sollrs DLÖÖÜW cis Zahl dsr Wandkrllbrcr 118111101111'21. _

(Gchcimkr OÖc1-chicr1n1ns-Rall) Tbikl: Es ist noch nicht g?- lungkn, d("U Nor111al-Etnt1'11111111 einznfülxrsn; es wird abcr fort- 810130011an _gcarbcitet, die Vcrbältnissc diessr chrér 111 rcgsln. Das Jyrtbrldnngsxchulwsssn anf dcannDS [3.11 sich 1111Westc11scbrg11tc11t- 1191ck1*lt,' 1111 Ojtcn nicht; VÜLULÜÖT lisst diss Taran, Daß man s1ch auf 81110 L111s€1tigc Wisdkrbolung DIV Elc111cntaruntcrrichts bcschränkt hat. Dcr Unterricht soll cht praktisch€r gemaxht wxrdcn und Kuratoricn für die c11151'l11c Schuxc LiUgLsTtZt WWDC". Es ist auFLYrdcntNch wichtig, daf; dic jUngl! 1291119 noch 111110 175111 Vkrlaffsn der „Ochnxcnn dcr Fombildunnsschulc fcstgkhalten Mrdcn, 11111 fie ciner gcw1ss811 DrSlein unterlicncn.

' Ab . Langcrbans (fr, VP,): EZ nicht 8111? 1110138 Mcngc [3011 1111111011 18111611, für 11)klch1 disln11d111111131chaft1ichcn Wintersch11l€11 nicbt 9191911116115, abcr dis Fo1tbildu11gsschulcn Lil! großsr chkn smd. thV-krbmdung dcs Fnchnntcrricbts mit der Fortbilquöscbnlk ist ja schwn'km, abcr 1111116 diktsn 11.11 die Schule vicl 111611111“ Werth.

' Abg. Glattscltsr (;chtr.) war dor Ansikht, dar"; die Fort- btldunnsjchulsn nnf 58111 “31111? nur NUBEU schaffkn.

Das Kapttcl wurdc bcmilligt.

Bm dcn ?lUSJabcn für das Vcterinärwcscn besprach

. Abg. Gras von _Hosnsbrocsch (Zéntrs) dis obligatorische T11ch111111scha11 auf (“Ml Land?, die durch Poliscinrfügungkn Ungcfübrt set und 11111 der th (11161) der Wkstcn bcnlückt sei. In scinétn Kreise Gcldc'rn ('N-orders die» Tr1chinc11scha11 jährlich 23 000 .M an Gebübrkn, 111„dc'n VT8111€11111gskZckzirx1'n Düffxldorf und Köln 400 000 „44; praktische JR 5011 Tr1ch111o1e_ 131111111 dicke Maßrchl dort nicht Véranlaßt, diesc _ u111m€11 wc'rkcn (1110 auMsgcbcn, 11111 keins Trichin€ zu finden, und M 91111an Stunt 111311)? steh diese Stsuer wvbl anf Millioncn be- laufen, T11ch1n§nvyrda-Yttg sci nur das Eingeführte amerikanisch? Schwmneflench; 111 507 1111611, wo Trichinose fkstgssteüt wctde', betrcffkn 4913118 amsrtkan1sche F etscb. Man soüte das eingeführte Fleisch (1qu schnrszte _kontroln'ren, unsckc'r Landwirtbschaft aber die Steuer der Trtch111x111cha11 abnebmsn. Die Gsfabr sci für die Menschen außer- orxsntltch gering. DU" Renie'rung bkgründe ibre Vsrfügung besonders 11111 dem. VNkchtnen 11011 annkn. Eo entsprsckoe zwar nicht dem An- sebsn 5181613 «OMUSI, dcn Bandwurm in die Debattc zu ziebcn; aber diskes klc'ine Uebcl dcs Bandwurms entspreche nicht der Ayfwsndung 11011 Hunderttausenden für die Untcrsuchung dé'r Schwems; Vorkommendcn Falls kaufe: 111.111 fich lieber in der Apotheke 031111111111111111015 und wart_c mit Gxduld dcn natürlichen Verlauf der (O_mge ah. Um den Konjumentcn Vor einer ganz Eringen Gefahr zu schuxzen, z1ebe 111.111 dkn Bauern das Geld aus der Tasche.

(Schluß des Blattes.)

Entscheidungen des Reichsgerichts.

, Nach § 43 W Zivjlvrozeßordnung kann eine Partei einen Rtchter1vegc11Besor niß der Befangenheit nicht mehr ab- lehnen, wenn fie bci dcmsgelben, ohne den ihr bekannten Ablehnungs- Jlrund _geltend zu machen, in eine Verhandlung ch eingelassen oder ', nftragx gestellt hat. In 23er auf diese estimmung hat das RUchSJSUchU 7. Zivilsenat, durch ' eschluß vom 9. Novembsr 1895 aliWk-sprochen, daß nur die Stellung solclxer Anträge welche den Außdruchtnes Ver trauens in die Unbe angenbeit des Richters und dLMJemaß einen stillschweigendenVerzicht aufdasAblehnungs- recht enthalten, das Ablebnungörecht aufhebt. „Prüft man darauf hin den in Bqtracht kommenden Vorgang vom 25. Juni 1895, so hat dazuals a_llerd1n s der proze bevollmächtigte AnWalt der Beschwerdefubkec emen . ntrag“ geste t, indem er im Verein mit dem Anwalt der

Klägerin und den beiden AnWIlten der anderen Beklagfen die An- heraumun eines neuenTermins .beantragt“ bat, wie es im Termins- rotokoll eißt. Aber in der Beschwerde wird mit Recht hervor- ebobkn- Daß dieser Antrag nichts weiter darstelle, als die Verlaut- ßarun der nach § 205 Abs. 1 Z.-Pr.-O. zulässigen Vereinbarung der a1te1en über die Aufhebung des Termins vom 25, weiteren richterlichen Kvgnition unterliege, und daß die An- heraumung eines nsuen Termins lediglich eine rein formale Thätigkeit de? Vorfißcnden darsteüe. Ein Antrag bei dem Gericht, der eme Unterwerfung unter die Entscheidung des Gerichts und damit den Ausdruck eines Vertrauc-ns in die dasselbe bildenden

- Richter Entbielte, ist gar nicht gkstkllt worden. Das Gericht hatte

weder über die dkl." frei?" Vereinbarung der Parteien unterlieglnde Aufhebung des Termins vom 25. Juni 205 Abs. 1 Zivilprozeß- ordnung) noch über die dem Votsißenden obliegende Anberaumung eines WWU Termins 193 Abs. 2) zu befindln. Dadurch unter- scheidet fich ker vorliegende_Fal1 von dLm Fall einc's von einer Partei ausgrbendkn, 1181111 Gerickyf zu stLÜLndet und von die'skm zu enjjchcidende-n Vertagungsnntrans, den die Mehrbeik der zivilprozxssua- [ischen Schriftsteücr (115 Vcrzicht auf den Ablebnungsantrag im Sinne des § 43 der Zivilprozeßordnung auffaßt'. (125/95)

- Die vom Käufkr zu tragknde Transportgkfahr einer von einem andern Ort überséndeten Wanke erstreckt fich, nach einkm Urtbeil des Reichsgerichts, ]. Zivilxénais, 1113111 16. Novkmbcr 1895, nur auf die Beschädigung, Welche “dic: bei dsr Absendung VertraJSMäßtg beschaffene Waare 511111 Transport und infolge desselbein erleidet, n1cht aber auf diejenige Verschlcchterung, welcbe zwar infolge des TranOports zur äußeren Erscheinung kommt„ aber ihren'Grund in der vertragswidrigen Beschaffenl)e1t'znr Zett der Absendung bat. „Steht fest, daß die Gexfts bet dkr Ankunft 'mit Geruch behaftet war, wird Von bc-rnfenen Snchvsrstand1ge11 begutachtet, daß dieser Manne! auf die i11n€1€ Vejckyaffknhett der Gerste bei der Absendung zurückzuführen ist, wenn wahrend dks Transports keine äußkren schadliche11 Einflüsse auf dteselbe eingewirkt haben; wird endlich dargktkan, daß es an jkdem Anhalt für dxrartige schädliche Einflüsse während des Transports fblt: so wird dadurch ern so hoher, dcr Gcwazbeit nabe kommender Grad Von Wabrsckoeinlich- keit für die mangelhafte Beschaffenbc'it dcr Gerste bsi der Absendung hergestellt, daß die nenkntbeiline Ueberzeugung auf das bloße außer? Ansehen derselbkn nicht gegründet 113911611 kann.“ (229/95)

Entscheidungen des Obcr-VertUaltungsgerichts.

Nach § 22 des Génwrbestcuergcskßcs Vom 24. Juni. 1891 find bei AuWittelung dcs Ertranxs nicht abzugsfähig Ztns9n_für Schulden, wclche behufs Anlage oder Erwsitsrung ch GLsÖÜstS, Verstärkung dss Betricbßknpitals oder zu sonstigen Vkrkeéffernngen aufgynommsn find. In Bezug auf diese Bestimmung hat das Ober- Verwaltungßgericbf, Ul. Scnat, ]. Kammer, dnrch E1ttjchcidun v0111 1821191111895 ausgesprvchcn, daf: untsr dissen aufgenommc'nen S ulden regelmäßig auch die bei Begründung] dcs Gswcrbcs 111 A11rkchnnng auf den Kaufpreis übernommenenHypotheksn,111clche 11111 dsn über- nommenen geWsrblickWn Jmmobilic'n dss Zenfiten baftc-n,zu1)crst€[)€n find. .Es kann zugsgxbsn wcrden, daf: unter bssonderen Umständen (Hypotheken laufende und Deshalb abzugsfähige (Hkscbäftßsgbulden (Art. 16117. 1 der Ausführungsanwkisnnn zum kaerbencuernéssß) darsteUen. Aber die chcl ist dié'I nicht; viklmc'br spricht die Vermntönng 11911611

den Charakter der Hypothekc'n als lanfkndo G€schäftssch1tld€11, und es.

wäre kWhalb Sache der Bcsckywsrdcführkrin (anfitin) gkwesen, die besondcrcn Umstände darzulegsn, 11101551“, in Abweichung 111111561 ngsl, ibre Hypotheken als laufknde Geschäftsscbulden erjchcincn lassen." (9119. 171. (55. 66/95.)

- Nach § 66 des Znständinksitsgesk'ßks 11131n1. Angust1883 findxt 969011 die Anordnungxn dsr für dis Wahrnébtnung dkx Maßst- Ooxlzei zuständigln Bebördc Mnsn Räumung von Gräbkn, Bächen und Wasserläufen als Rccht§mittekl dcr Einspruch an die Wasskrpolizsibebördc statt, und gcgen ÖLU Beschluß dsr Be- hörde findet die KNAUS im Verwaltungssßc'iWErfabrkn statt. Dsr lkßtc Absay W I' 66 lautkt: „Anf Gräbc'n, Bäch? und Wasser- läufe im Bezirke Links DCiäWkrbanch findén die Vor- stehendc'n Bestimmungkn k-Zinc Annwndung.“ J'n Bczng nuf diescn leßte'n Absax, Hat 11113 Ober- Verwaltungsxzerickyt, 111. Skunk, durch Urtbcil 110111 28. Iktobcr 1895 ausgswrochcn, das; Räumungsanordnnngcn dsr ordentlicbcn Wasssrpolizsi- behörde dcm Verfahrkn nach Maßgabc dcs F" 66 anch dnnn untcr- liegsn, wenn sie solcbé Gräbkn, Bäcbc und Waffsrläusc bctrsffen, die im örtlichcn Bezirk sines Dc*ich111'rba11dcs nelcnén find; nur RäUmungs- anorKnungcn, w1"lche nicht Von dkr ordcntlichcn Wasskrpolizc'ibcbörde erlaffkn find, sind auch nick)? cinkm Angriff auf Grund W „B' 66 des Zuständigkeitsaesk 162! untcrworfsn. „Räumungsanordnungcn dsr ordemlicben Wa krpolizcibcbörde können 111111161 nur auf dem im § 66 vorgkzcicbncten Wege angkfochte11 werdcn, nuch chn sn? s1ch aus Grabsn u. s. 111. 185165111, wclche im Bczirk Lines Dcichvcrbandcs gs- legkn find; insbesondere gilt dick; auch für 0911 Fall, daß dic Zu- standigkcit dersclbcn zum Erlös; dsr Räurnungöanordnung deshalb bc- strittcn wird, weil hierzu angeblich Line: anksre Bsbörde (Dcichbchörde 11. s. w.) ausschlicßlich bkrufen sein soll.“ (111. 1335.)

-- Eine Ortögemcindk, 111311 Wklchkr ein Ws durch eine- Nackpbargemcinde nacb e1nem drittsn Ort führt, ist, nach 91118111 Urtbcil dtjs Obcr-Verwaltungsgcrickyts, 117. SLUQTI, vom 11. De'zctnbér 1895, Ulcht legitimiert, gkgkn dic Nachbargemcindé im Vcrwaltungs- stxeitNrfabrsn zu klagkn, daß diesc dcn ch als einen öffent- 11chen anerkenns und de111161näß 311 dcn Unterbaltun skosten diésks Wegc's für dkn durch ihr (HlkÜks füvrcnden Theil entßprccbknd bei- steuxre; vielmehr ist dies Sache der zuständigsn Yolizeibkbörde. .er der Schuß dss Bestandes dcr öffentlichem Ege lediglich der P9l1zeibehörde anvertraut ist, so kann auch nur 1111 StreiWerfabren mtt dieser und egen ihr diesen Schutz bezwcckkndes Einschreiten die Frage, ob ein eg ein öffc'ntlichcr und als solcher zu unterhalten ist, zum Gegenstand der Entscheidung gsmacbt Werden.“ ([s. 1755.)

Statistik und Volkswirthst'haft.

Zur Arbeiterbewegung.

In Stettin fand gkstern eine Versammlung Von Schneidern Und Schneiderinnen statt, in welcher, wie die ,Ostses-Zeitung“ berkchtet, beschlossen wurde, in den allgemeinkn Ausstand einzutreten.

er der Abstimmung Wurden Von den etch 2500 anwesenden Psrsonen 620 gültige Stimmzettel abgegeben, daVon lauteten 609 für und 11 LE en den Ausstand. Die anMsendcn Schneiderinncn battkn sich, wie etgesteüt Wurde, überhaupt der Stimmabgabe enthalten.

In Lemberg ist, wie „W. T. B.“ meldet, ein Srßerausstand (mögebrochen. Die: Zeitungen erscheinen in Verkleinertem Format.

Kunst und Wissenschaft.

SeinerMajestätdemKaiserwurdebeiderGeburtstags- parole die neueste Erwerbung des .Köni lichen Zeu - bau es vorgeführt, die seitdem im Lichtbo? „ausgestellt Ft.

i,t eine sogenannte „goldene Kanone“, cm Stück, wie es kemes der großen europäischen Waffenmuseon besißt. Nur in Hamburg, wo die Kanone erworben, rst ein ganz gleiches Zwettes S_tuck verblieben. “_

Die außere Erscheinun des Gcßchüßes ist so schon und fein, wie es bei einem WHenstück ieser Art onst nixht an- QLTkOffen wird. Das schlan e, fast 3 111 lange ohr glanzt in

starker Feuervergoldun . ES zeigt neben profilierten Leisten und Ringen dret aus e obene und ziselierte Blätterfrikse zwei aus nackten Ringergeßalfen gebildete Henkel und als 5Éoden- stück eincn Elkphantenkopf. Die Henke sind durch die Größe

Juni, die keiner und Freiheit der Auffassung wie der Ausführung selbständige

Kunstwerke von höchstem Werthe.

Von gleicher, wieder ganz eigener Schönhkkt ist die Lafette, deren eichener Holzkern mit röth1ich schimmerndem Birnbaum- bolz fourniert ist. Darauf ftßen Beschläge, Pfanndeckel Bolzen und Rosetten von lichtem Eisen, durchaus mit herrlicß

eäHten Blumenornamentcn überzogen. Durch Ausfüllung es Acßgrundßs mit einer schwarzen Masse treten d'ie weißen Blumen leuchtend hervor. Zweimal findet s1ck) im Ornament die noch unerklärte Marke des _Aeßers: 11.12. 111. 1643. Merkwürdiger noch, weil einzig m ihrer Art, ist die Rohrkonstruktion. In keinem Handbuck) ist sie beschrieben, nirgends ist etwas Aehnlichcs zu sehen: ein Kupferrohr von 65 111111 Seelendurchmcffer und aus ]? cinem inneren und äußeren Mantel bestehend; als FüUung em Zylinder aus Kiefernholz, der seinerseits der Dichtung wsgcn mit Leder umgeben ist. Im Rohrboden findet sich eine antralzündung, die durch dcn Elcphantenkopf ver: schlossen wird.

Die Arbeit ist auch vom kunstgewerblichen Standpunkt

ein Vorbild ohne Gleichsn, und gerade darauf möge besonders hingewiesen werden. Denn die Verzierung von Waffen wird von den Heutigen Kunsthandwsrkern bezw. von den kunst: chcrbliche'n Lovrnnstalten nicht gsnügsnd beachtet. Vor: ilde_r zum Nachmachen geben dies? läZZst veralteten Konstruktionen freilich nicht, und wo affen kopiert werden, kommt es zn Geschmacklofigkciten; so, wenn eine Kanone oder Streitaxt zum “Thermometer, einc Helmbarte als Leuchter oder Kleiderständer verarbeitet wird. Was nicht zu kopioren, aber zu [LMM ist, das ist_die harmo- nische Vereinigung dsr Verzierung mit der zweckmäßigen Form. Der ernste Zweck der Waffe hat die alten Meistkr stets gc- zwungcn, sick) 111 der künstlerischen Ausstattung zu beschränken. Unpraktifche Formen und Uebertrcibungcn in dcr Verzierung, die heute an den meisten GebrauchSnegenständcn u. s. w. vorkommen, 1varenhierd11rchans achgeschlossen, weil sie VEU Anforderungen höchster Gkbra11chsfähigkcit nicht entsprochen Hätten. Was im besten Sinne stilvoll genannt wird, besißt ein anderer Gegen: stand scltsn in solchem Grade wie eine Waffe.

Ueber den Ursprung dsr zwci Gcschüßc hkkkscht noch Dunkkl, obwohl im 17. und 18. Jahrhundert vielfach davon gks kochen worden ist. Zuerst sprechen Oldenburgsr in scinem Reisebuch ,.,[*]16811111'U§ 1'131'11111 11111111031'11111“ (Gen 1675), dann Verken- mcyer im „Nen vermehrten curieusen Anliquarium“ (Ham: burg 1731) und Andere mit höchster Bkwunderung von den „güldcncn Kanoncn“. Nack) dicscn QueUen sind die bciden Geschüße lange vor 1675 einem ,amburger Kauf: 111111111 wcgcn cincr Schuld von 12000 cichsthalern abge- pfändct wordcn. Stilistische Gründe lassen darauf schließen, daß diess Rohre in .Hannd hcrgestxUt wnrdcn, und es bk 1th kein “Zweifel, das; Wcrthstücke so a11ßcrgcwöhn11cher Art nur auf Vkstcllung gefertigt worden sind. Wcr hat sie besteUt'? Unmillkürlich denkt man (111 den Großen Kurfürsten, dcr kurz vor 1643 in Holland gewesen war und der vor al11'n Fürsten seiner Zcit das rcgste Interesse für das (Jeschüßwcsen zeigte, der es vielfach Ukrändcrte und verbcfscrtc. Die Stücke könnten somit in Holland in Auftrag _cgebcn und bei dcr Ucbcrführung 111116 Deutschland dem „Zamburger Rheder gegen die oben gc'nanntc Summe, die er dem Senat schuldctc, abgenommen worden sein. Bis auf dic Thatsache der Pfändung bleibt dies indeß vorläufig Hypothese. Hoffentlich werden sich 111 den Hamburgcr Akten sichere Kach- richtcn findkn.

Die nene Zierde dcs Zeughanscs erregte 111 Hohcm Grade das Interesse Seiner Majestät des Kaisers. Sie ist uns der Sammlung bnmburgischcr Altcrthümer von dem Zeughaus: Direktor dnrch Tausch erworben. “Die (956gc11gave bildete nebsn tvcrthvoUcn (111 : hamburgischen Fahnen, Waffen, N11§rüst1mg§s1ücken 26. ein prächtiges Kanoncnrohr von Bronze, qkzicrt mit Wappen der freien Stadt und mchrcrcr atrizicrfmnilikn, mit Inschriften, Jahreözahl und dem Namen des Hamburger Künstlcrs, der es gegossen. Durch den Tausch 111 die kleine“, aber trefflich verwaltete Sammlung .Hamburgiscbcr Alterthümcr reich und schön vermehrt wurdcn. Anck) ihr ältercr Bestand ist in einem wesentlichen Theil von Preußen daHin gelangt Und zwar durch ein großes Geschenk des Königs, nachmaligen Kmscrs Wilhelm [. Im Jahre 1863 ließ der König die bis dahin im Zcughausc auf: bewahrten Vürgcrfnhncn, die einst von den Franzosen aus Hambnrg mitgenommen und dann auf dem TransPort von preußischen Truppen wicdcr zurückerobert worden waren, in Hamburg überreichen.f

In dem Pkotygraphiscben Vorlage von Rudolf Schuster (Berlin ZW., Jkruyalcmsrstraße 13) ist d_ie Von Herrn . Spieß 111 dkr ,Urania“ mittels derRöntgen'!che11 Strub en aufge- nommene und vorzüglich gelungene Photographie einer Damen- band erschienen. Diesclbc zeigt das ganzc Handskelett nkbst Ring, einschließlich des Handwurzelknochrns, mit großer Schärfe und Deut- lichkeit, während die Fleiscbtbeile nur schleierartig durchs einc'nd und in zarten Umriffen zu skbcn find. Die Pholographie it, fein auf- gezogen, zum Preise von 1 .“ käuflich.

Bauten.

Zur Erlangung Von Entwürfén zu zwei evangelischen Kir 611 für den Vorort Groß-Lichterfelde bei Berlin ist unter den deutschen Architekten ein öffentlicher Wettbewerb aus- geschrieben. Dic erste dieser Kirchén soll auf der Dorfaue errichtet wcrden. Als Preise für die dret besten Entwürfe zn“ derselben xmd 2000 „;ck, 1500 «16 und - 1000 „M ausgesest. Die Preise ür die zweite, auf dem Wilhelmsplatz zu erbauende Kirche betragen 1200 „411, 800 “56 und 500 „;ck Das PreiSrickpteramt haben übernomme'n die Herren Geheimer Regterunns - Rath von Tiedemann in Potsdam, Profesor Hehl in Charlottenburg, P(t)- feffor Vollmer in Berlin, Geheimer Baurat!) Huntemüücr und chte- rungs-Baumeistkr Atticus in Groß-Lichterfelde, sowie vier Nichtfacb- männer,darn11ter der Pfarrer und der Gemeinde-Vorßeber. Die Unter- lagen find Vom Gemeindebureau in Lichtcrfelde 311 ezieben, an wel es auch die Entwürfe bis zum 15. Mai d. J. emzureichen find. bleibt den Bewerbern überlassen, sich an dem Wettbewerb fur beide oder nur für eine der Kirchen zu betbciligen.

Land- und Forstwirthschaft.

In der gestrigen ersten Sitzung der TZls. Plenar- versammlung des Deutschen Landwirtbschaftöratbs bildete, wie schon gemeldet, den ersten Gegenstand der Tagesordnung:

die Nabrun Zwittelkontrole in Deutschland mit besonderer Rucksicht auf den Schuh der landwirtbscbaft- licher Produkte vor dem unlauteren Wettbewerb ihrer C rs a v m i tt e [. Professor May (Munchen) befürwortete folgendeNesolu- tion: „Der Déutjche.LandwtrtbschafLSratb wolle 1) fich an die einzelnen Landesregierungen m1t emer Vorstellung wenden, in wel er darzele t wird: 11. daß eine aügemxinere Durchführung und eine energ schere Hauß- habung der Nabrun Stntxtelkontrole im Interesse der Landwirtbscbaft und der landwirths aftltcben Nebennewerbe dringend geboten ist, b.daß zur Erreichung dieses Zweckes die E1richtu11g einer größeren Anzahl öffentlicher Untersuckzungsanstalten unerlaßliY ist, und daß in erster Linie die Errichtung staatxicher Unterfu ungsanstalten angestrebt werdsn sol]; 2) fick) an die e1nzklnen Landesregierungen mit der Bitte wenden, zur Veauf 1chtigung der ngriken und Verkaufsstellen für Mar- garine und Kunstpéissfettc, sowte zur Bea_ufsichtigung des andels mit Butter und Speisefetten sachvcrstandigc Jnspe toren anzusteüen, welchen inSbesondere auch die Aufgabe zu- fallen sol], in al]€n Theilen ihres Bezirks die Kontrole des Butter- und Fettmarktes zu organifisren, für die energische und nicht erlah- mende Handhabung der Kontrole Sorge zu tragen und durch fort- laufkndx? Berichterstattung die Bsbörden von a[le*n Vorkommnissen auf 111118111 Gkbiet unterrichtet zu halten; 3) fich mit dem Verbande der [andwrrtbschaf-tlichen Versuchsstationen im Deutschen Reich in Verbindung seyen und erwnken, das; in j€11en Gebietstheilen des Reichs, wo eine wirk- samck Kontroledes Buttermqutes infolne des Fehlens öffentlicher Unter- sncbunnsnnstalten brsher _n1cht eingerichtct werden konntk, die land- wntbschaftliÖen Versuchsstatwnen die erforderlich wcrdenden Butter- unter!uchungen gegen Line, mßnlicbst niedrige Untersuchungsgebübr übkrnebmen; 4) an das Katserl1che Gesundheitsamt die Bitte richten, es möge dafür wirken, daß die von dsr Nahrungsmittel-Chemiker- Versammlung in Eisenach am 4. August 1894 beantragte Kommission Von Nabrunn§1nittel-Chcmikern, welche dkr Reichs132rwaltung als tkchnischer Bcirntk) dienc'n soÜ, bald ins Le'ben trete“, und daß in diese Kommisfion auch ein Vertreter der landwirtbsckßaftlichen Chemie be- rufen werde.“

Der Korreferent, Geheimer Yegierungö-Rafb, Professor Dr. MÜLsTkek (Halls) stimm12 den Antragkn des Profkffors May zu; nur in Punkt 3 seines Antrags beantragte er einzufügen: „Die einzelnen Landesregierungen zu ersuchen, dkn mtt der Butter-, bezw. Nahrungs- mittel-Kontrol? zu bstrauendcn Vorstehern und ältkrm Mitarbeitern der landwirtbsckyaftlichLn Versuchsstatiynkn den Bxfäbigungönacbweis als Nahrungsmittel-Chemikkr zu Lrtbscken und denjelben hiermit eine antoritative SteUung zu schaffkn“. Ferner schlug derselbe Vor: staat- licherseits Sine Zentral-Untersuchungsstation für jede Provinz zu errichten, an die fich dic komnmnalsn Unte'xsnchu11géstnkionen anzulebnen hätten. Erst (“im: Entsprechend€ Organisatwn dkx U11tersuchungsstationen werde dazu führen, daß die Untersuchun€sstatwnen für Lebens- und Genuß- mittel dx111Publikum zum Port 811 gereichen. -- In der bisrauf folgenden Pauss einigten swb dn: Rekac-nten, den Passus 3 des Antrags May folgkndermaßkn zu sasstn: „Dte de'n land1virtbschastléche11 Ver- suchsstatione-n Vorgeséßten Behörden zu Ersuchkn, dahin 7.11 wirken, daß“ 11. s. w. -- In der Dsbatts nahm mtr Bezirks-Präfidcnt reiberr Von ammerstéin (Meß) das Wort. Nach einxm kurzsn Sch ußwort dLs rofsffors May gslangte de_ffen Antrag in der mitgethe1ltcn abgeändertkn Fassung, s owic Der Zu1aßantrag "OSE Profeffors 1)r. Maerckkr einstimmig zur Annabmc; - DSB _Voxfitzc'nde thkilte hierauf mit, das; der VNstand besckploßcn babe, 11111 Rücksicht auf die StcÜung des BundeSratbs zur Währunnsfragx lkxztere Von dsr TageSordnung ab- zusetzen. - Gkncral-Sckretar 1)1“. MueUer (Berlin) referierte hierauf über: Handel und Notisrungéwescn an den deutschn Schlachtviebmarkten' und Einführung des Handels nacb Lebcndgewicht; Dieser bcfü1wortcte, in Gsmein- schaft mit dem Korrsfsrkntkn Freiherrn Von Weisxr (Rambof in Bayern), folgenden Antrag _: .Der Dcu1sch€ LnndmirthaftSratb wolle erklären: 1. Die auf der K onsercnz Vom 6. und 7. 51101712111er 1895 in Berlin unteertbsiligung von Vkrtrctern des Deutschen LandwirtbsÖaftsrathRe- faßten Beschlüsse, bstreffknd: 111. dis, Einheitliche Normisrung des «6- griffs Schlachtgewicbt, 1). die "CÖUÜHLÜUUJ dEr" Lualitätögruppsn unter Fortfall der gkgsnwärtig gebrauchltchcn Klas11f1fation smd als zweck- mäßig anzux'rkennen. 11. Es tst anzustreben, daß, solange nacb Schlachtg€wicht gkhandklt und notiert wird, die Notierung einheitlich an 1111611 deutschen Viebmärktkn nach dsr unte'r [ b:»zrichnkten Grund- [ngc' vorgenxmmen wird. „111. Dcr Deutsch? LandwirtbschaftSratb Erklärt 111121611211, daß grnndfaletch d?!" Handél und die Notierung nacb stendgcwicht als der, dem JntLresse der LandwirtbsÖaft msist kutsprachsnde an1u1chi'n und 73817971 Einführung tbanlicbst zu fördern ist. Er 816511 fiel) deshalb für die in dcr genannten Konfrrknz in Bszug (1111 HandEl und Notiérung nach Lebendgewicht gcfaßtc Resolution und beschließt: den d€u1sch€n Staatßregierungen, untcr Darlsgunq dsr für den Handel nacb Lebkndgewicht sprechsnden Gründe, die Bitte" Vorzutragcn: _übsral] nacb Analogie de'r in dem Prsußisckyxn (5511113 K_ber dic Errtchtung der Landwirtbsckoafwkammern enthaltcnen Vorschrift ch § 2 Abs. 4 zu vgsranlassen, daß den land- wirtbschaftlichcn Jntsrsnsn-Bertretu11gcn gkctgncte Mitwirkung bei der Verwaltung der Märktc und kli“! Preisnotierungen gefich6rt wert?.“ - An der Dsbatts [1615911191111 fich AmWratb Sksr (Niscbwiß in Pose'n),

,reibcrr 11011 C1ffn (Bernburg in_ Sachsen), Oekonomie-Ratö

fannknstiel (Ncudors in Sachxen), Fretberr Von Soden (Fraunhofen 111_Ba1)er11), Oekonomis-Ratl) Godau (Bayern), Domänenpächter Thon (Pos Clarentbal in Nassau) und Jusjiz-Ratb Rkich (Mcvkkn in Ost- Preußkn). Die Rxfcrcntcn 1cbluncn Vor, den Passus ]] ibrks Antragks zu fassen: .Es ist anzustrebcn, das;, wo und so lange nach Schlachtgcwicbt gehandelt und notisrt wird, die NoNerungen dcr bctreffcndsn Visbmärkte auf _ dsr untsr [ bezeicbnktcn Grundlage Vorgkn9111111€n werdxn;“ rerner dem Anfrage hinzu- zufügkn: „Dkn jandwirtbsckyastlickdkn ' ZeanalVCrcinen nochmals dringend zu Empfehlen: 11. in 151611 V€z1rken für die Einführung des stcndgcwicht-Hankkls, 1). für dic Beschaffung von kanindewaagen 1111111611 ländltchcn Gcmkindcn zu wirkcn.“ _- Justiz-Ratb Reich (Menken) schlugxor, 1111 Paffus 7 de_s c'rstcn Absayks anstatt der Worte: ,und demcn Einführung tb1111l1chst zu fördern ist“, zu sagen: „mit allen Mitteln zu erstreben.“ * Dkk Antrag dcs Rcferenten Jelangte in dieser Faffung zur Annahme. Danach wurdc die Ver- ,antdlnng gcgen 3111131 Nachm1ttags auf béute Vormittag 9 Uhr Der agt.

Dic beutigs zweite Sißun eröffnete der Vorfißende, Landes- .Hnuvtmann Von Rödcr (Obcr-E gutb) mit dcr Mittheilung, daß der Vorstand des Dcutscbe'n Landwirtbschaftsratbs dem Wunsche des Ausschusses gemäß bkrcbloffen habe, das Zuckcrsteut'rgescy für heute Nach111ittag auf die Tageöordnung zu seßen, damit auch das Plenum des Deutschen Landwirtbfchaftsratbs Gelegenheit finde, zu dem Geseß noch rechtzeitig Stkllung zu nehmen.

Den ersten Gegenstand der Tagksordnung bildete: die Organi- sation des ländlichen Arbeitönachweises. Der Referent Landratb 11011 Werder („Valle a. S.) befürwortete in Uebereinstimmun mit dem Kortrferentcn Justiz-Ratb Reich (Meyken in Ostpreußen folgkndcn Antrag: ,1) Dic gcgenwärtige Organisation des land- lichen Arbeitsnachweises Onenügt nicbt überal], um eine fach- Iemäße Erhaltung und «Zertbcilunn der Arbeitskräfte auf dem

ande herbeizuführen. Es empfiehlt fich haber, da, wo das Bedürfniß Vorhanden ist, die Organisation des ländlichen Arbeitönachweises in Angriff zu nehmen. 2) Die Errichtung von Arbeitönaibweisen durch Kommunen und andere, nicht aus Landwtrtben gebildete Körperschaften in den größeren Städtenderschcint nicht geeignet, einen richtigen Aus- tausch der Arbeitskräfte zwischen Stadt und Land herbei- zuführen, begünstigt vielmehr einseitig das schädliche Ab- strömen der Arbeitvkrä te vom Lande nach der Stadt. Eine Organi- sation des ländlichen rbeitSnacbweises wird nur dann dem

der Arbeitgcber wie der Arbeitnehmer entsprechen, wenn ihr Triff? ein Verband von ländlichen Arbettgebern mit einer Zentralfkeüe

die in allen geeigneten Orten des Verbandsbejitks Arbeitwacbwrise- pellen errichtet und lettet. 3) Die Ausdehnung der

ation des ländlichen Arbeitönacbweises über das ganze Deutsche Reick mit einer einzigen entralfteae erstbeiut niit durchführbar. 4) Der Deutsche Landwirtb Öantatb woae beschließen: