1896 / 35 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 08 Feb 1896 18:00:01 GMT) scan diff

Die Q erette bleibt bis inklusive Freitag mit der schwedischen- bis um Ende des Krie es- SänYe !! als Gast in der Tiielroae auf dem Spielplan; 407 * Stationen. Von9 der 1 E V ' 1

m Konzerthaus e wird am Montag Herr KaveUmeister Felde 17 011 km Gesiände und Drabtleitunqen F r e e 1 a g e Meyder einen .Bestboden-Abend' veranstalten. _ In nächster eit 162 Stationen angelei worden. Der Staatssekretär, schloß I

wird Herr Dr. Reinicke seine Symphonie Nr. 3 in (3411011 hierse bst einem Ho? auf das aterland. Dem Vaterland und dem Fürstdei? . zum Deutschen R ei ck s-An z ei g e r und Königlich Preußischen Staats-Anzliger.

aufführen. Bisinarck- atte Geheimer Postratb Billig Dichtungen gewidmet die Damen fixiert, NY.“: 35. Berlin, Sonnabend, den 8. Februar 1896.

von der Festversammlun gesungen wurden. Auch Ebenderselb,

der Geheime Postratb iZZillig rn poetischen Worten.

batte xndlich auch mit dem Telegraphen-Direktor von Albedvkl-Dresden das reizende Genrebild .Der Feldpost Weihnachten“ gedichtet, dessen

d. h. der Ueherführung des Lagsrs in den freien Verkehr, beginnt, so lagern in der Regel zu entziehen ist, wenn die Lager

ist die längste Krkditfrist jkßi drri Monatk und kann nur für in der Hauptsache nur für einen Absatz nach dem In-

dasjenigx Gctrside erreicht werdkn, welches in den ersten Tagen des land benutzt werd en. Meine Herren, die Statistik auch des

*Stbülerin des rofeffors'Iedliczka, statt. Die Künstlerin hat seit „ihrem letzten uftreten tm Saal des „Römischen Hofs" erfreuliche ortsckrittx gemacht; sie bekundete u. a. in dem Quäaußo aon 731111210111 von Haydn und in Schubert's Sonate Zy. 120 Klarheit der Technik und eine befriedi ende uffafsung. Ein besdnderes Jntereffe erhielt das “Konzert dur die Mitwirkung des beliebten ehemaligen Hof-Opernsänßers Rudolf der, durch freudigen Beifall symvgtbtsÖZn Bariton -Stimme und meister- aftem Vortrag „einige Lieder zum Besten gab. Mit Recht konnte _man dabei fragen, warum man dem Sänger so selten in Berliner Kon ertsälen begegne. Eine weitere Unterstüyung crbielt du's Konzert dux Zkräulein Helene Jowien aus Hamburg, eine unt schöner, tiefer ezzosovranstimme begabteSängerin, welcbe Lieder

eine Länge von 10 830 1; * Staatstelegraphje sind!! knit.

Oberhauser, egrüßt, mit

einer youen, Mannigfaltiges.

Ter Arbeitsqusscbuß der .Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896" theilt mit, daß ihm im Auftra ? Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin nachfolgendes cbrciben zugegangen sei:

„Ihre Majestät die Kaiserin und Königin haben für die “Gruppen 111, für esundbeitlich beste Wohnung und deren Einrich-

*

Deutscher Reichstag. 34. Sißung vom 7. Februar, 1 Uhr.

Aufführung den Schluß des offiziellen Theils bildete.

. Die hiesige elektrotechnische Fabrik don OScar Baensch u. Co wird auf der '

v_on Jensey, Brahms, Massenet, R. Franz 11.21. Vortrag. Unzuläng- stch war bmg-den die Klavier-Bcglsitung des Herrn Karl Droem er,

die den Sängern ihre Aufgabe zu erschweren schien.

Das D eutsche T [) eater bringt in nächster Wockoe Wiederholungen

don Arthur Schnileer, in Ver-

bindung mit Kleist's Lustspiel „Der zerbrochene Krug“ morgen Abend,

Sonntag Abend.

VenediZl“ gegeben. Uf

des neuen Schauspiels .Liebeiei“

am Montag, Donnerstag und nächstfolgenden Fior- en Nachmittag wird .Der Kaufmann von m

Ja Mittwo

onnabend ek) dem, der lügt!" festgeseßt.

m Berliner Theater gsht morgen Nachmittag Raimund's „Verschwender' in Scene, Abends Ernst von Wildenbruch's Drama Lsßterks Stück wird in kommenden? Woche außerdem noch am Dienstag, Donnerstag, Sonnabend und Sonntag, den Jbsenis .Nora“ wird am Mittwoch zum Mal wisdkrholt. aufgeführt, Somqtag, den 16. Februar, Nachmittags,Anzengruber's „Pfarrer von Kircbfeld". , Im Lessing-Theater wird morgen daf; Lustspiel „Der Thron seiner Väter“ ron Fedor Zobeltiy zur erstkn Ausfiihrung gebracht und sodann am Mittwoch und Freitag sowie am nachsten Sonntag „Komteffe Guckerl“ wird am Montag, Dienstag

zur Aufiübrun gelanxzen. Am nächsten Sonnabend beginnt Hedwig Nikmann idr au? drei Abende berechnetes Gaslspisl im .Lesfing-Tbeater“ in Viciorien Sardou's Lustspiel „Madame Sans-Göne“, desskn Titc'lrolle die Mal in Berlin zur

chiller-Tbeaier kommt morgen Nachmitidg .Der Widkrspenstigen Zähmung“ zur Aufführung, Abends 8 * Am Montag wird zum ersten Mal „Ein toller Einfall“, Schwank in 4 Aufzügkn yon Karl Laufs, gegeben und am Dienstag und Freitag wiederholt. Am Mittwoch und Donnerstag finden Wiederholungen von „Romeo und Julia“ ist die [kßte Wochkntagsaufführung Von „Der

,K'önig Heinrich".

16. Februar, wiederholt. erst?" Mal aufgeführt und am Freitag zum erstkn Am Montag werden Frsytagis „Journalisten“

wiederholt werden.

und Donnerstag, sowie morgen Nachmittag

Künstlerin bei dieser Gelegknbeit zum CkstSU DarstellunÉbringen wird. Im

„Onkel Vrasig' in Scene.

ftatt. Am Sonnabend Widerspenstigen Zähmun

Das Repertoire des Zieu en T k) e atßrs wird auch in der nächsten Woche von Biffonis Lustspiel „Der Herr Direktor“ Morgen Nachmittag geht „Bruder Martin“, am Sonntag, den 16. Februar, Nachmijfags Von Donnerstag an wird Bisson's Lustspiel durch dkn einaktigen Schwank „Ein Zünd-

TeMle in dsr Titelrolle völiig beherrscht.

„Kabale und Liebe“ zu halben Preisen in Scene.

'hölzcben zwischen zWLi Feuern Linngeitet. Im Theater Unter den

Wetterb r "Vom 8. Februar, 9.

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f()Gr .'cs'sp. red. in Mrllrm Psc-xtur n " Cel

Wind. Wetter.

Stationen.

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wolkig bedeckt bedeckt Dunst Nebel bedeckt bedeckt wolkknlos

Velmullet. . Aberdeen . . Cbristiansund Kopenhagen. Stockholm . Zaparanda .

t.Petersburg Moskau. . .

CorlQucens- (“!!?an . . . er ourg . [der . . . . vlt ..... mburg . . winemünde NeufabWaffer Memel . . .

Mis . . . . "nster. . . KarlSrube . . Wiesbadc'n . Yünchxn emntß . . Berlin. . . . Wien . . . . Breslau. . .

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Regen wolkenlos Nebel bedeckt bedeckt bedeckt Dunst Nebel Nebel bedeckt Dunstl) 775 bedeckt?) 775 . Nebel 775 3 bedeckt 775 ][balb bed. 773 beedeckt Ile d'Aix . . 773 4wolkenlos Ni :: . . . . 773 1Rebe1 TkiIst . . . . 772 Zwolkenlos 1) Reif. 2) Reif. Uebersicht der Witterung.

Eine tiefe Depression ist nordwestlich dor) Schkoit- land erschienen, unter deren Einfluß dre thde uber den Britischen Inseln und im Nordskkgebret auf- Jefrisckxt sind; am höchsten ist der Luftdruck alm

iordfuße der Alpen. Ueber ganz Wesi-Europa ist das Barometer aefaÜen, dagegen tm Osten allent- haldon gekiie en. Bei an der Küste mqßigen bis starken We ili en und südwkstlicben, ini anxnlande schwachen südlichen bis westlichen Winden rst das Wetter in Deu1schland Vorwiegend trübe und mxld, obne meßbare Niederschläge; nur in Süddeutschland, ebenso wie im größten Theil von Franericb, herrscht noch leichter Frost. Fortdauer der wilden Witte-

rung wabrs einlicb. ck Deutsche Seewarte.

770 771 769 772 770 767 763 774 772 775

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Theater.

Königliche Schauspiele. Sonntag: Opern- haus. 37. Vorstellun. Mar aret ' Oper in

Ballet von Emil Graeb. Dekorative _, -' Dixi en :

öße, Anfang

Carré. richtung vom Ober-Jnspektor Brandt.

K 11 iter Sucher. (Faust: Herr Emil ?ZYYWL Kammerfänger, als Gast.) r.

iknsta kommt .Der Meister von Palmyra“ zur Ysind .Die Weber“, für Freitag „Hamlet“

Linden sdßt Frau Peiterson- Norrie ihr Gastspiel in Offenbach's „Die schöne Hesxma“ morgkn fort.

M

5Akten von Charles ounod. ext “aii; Wo! von Goethe's Faust, von Jules Barbier und

)(111, für Krankenwagen,

führung. und für

1000 Beamte beiwobntkn.

inne. der Minisikrial-Direktor Fritsch. liche

Uhr geht (Gesang der Nationalhymne.

Staajdskkretär ])1'. Von schaulich€§

Von 5101) ]xm.

Schauspielhaus. 40. Vorsieüung. Doktor Klaus. Lustspiel in 5 Aufzügen von Adolph L'Arrongk. In Scene géfeyt dom Obkr-Regiffeur Max Grube. Anfang 74 Uhr.

Sonntag, Nachmittags 31 Uhr: In Kroll's Theater: Der PostiUou vou Lonjnmean. Ko- mische Oper in 3 Akten von A. Adam. Text nach dem Französischen des Lenden und Brunswick, Von M. G. Friedrich. _ Slavische Brautjuqrbung. Tanzbild von Emil Graeb. Musik komponiert und arrangiert von P. Hcrtel. _ Abknds 73 Uhr: Vasantaseua. Drama in 5 Aufzügcn von Emil Pobl- mit freier Bknußung der Dichtung dks alt- indischen Königs Sudraka.

Montag: Opernhaus. 38. Vorsieüung. Die verkaufte Brant. Komische Oper in 3 Aktkn vdn Friedrich Sm€tana. Text von K. Sabina, deutkch von Max Kalbeck. Tanz Von Erml Graeb. _ Phantasien im Bremer Nachkellcr. ban- tastiscbks Tanzbild, frei nach Wilbelrw. auff, von Emil Grakb. Musik von Adolf Steinmann. Anfang 711 Udr.

Schauspielhaus. 41. Vorstellung.

Zeit. LuFtspiel in 4 Aufzügen von Richard Skowronne. Anfang 73 Uhr. ,

Opernhaus. Dicnstag: Gesibloffkn. Mittwoch: Subskriptionsbau. Donnerstag: Tannhäuser. Anfana7 Uhr. Freitag: !'11- Symphonie-Abend der Königlichen Kapelle. Anfang 7i Uhr. Mittags 12 Uhr: Oeffentliche Hauptprobe. Sonnabend: Lohengrin. Anfang 7 Uhr. Sonntag: Bajazzi. Mara. Phantasien im Bremer Rathökeller. Anfang 7 Uhr. (KroÜ's Theater.) Nachmittags 31 Uhr: Der Trompeter vou Säkkingen.

Schauspielhaus. Dienstag: König Richard 11. Mittwoch: Die kranke Zeit. Donnerstag: König Richard 11. Freitag: Die kranke Zeit. Sonnabend: 1812. Sonntag: Die kranke Zeit. (Kroii's Theater). Abends Uhr: Uriel Acosta.

Deutsches Theater. Sonntag, Nachmittags R Uhr: Der Kaufmann von Venedig. _ Adends 7? Uhr: Der zerbrochene Krug. _ Hierauf: Liebelei. _

Montag: Der zerbrochene Krug. _ Hierauf: Liebelei.

Dienstag: Der Meister von Palmyra.

Die kranke

Merline]: Theater. Sonntag, Nachmittags 2,1 Uhr: Der Verschwender. _ Abends 7i Uhr: König Heinrich.

Montag: Die Journalisten.

Dienstag: König Heinrich.

Tening - Theater. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu volksthümli en Preisen: Comtesse Guckerl. _ Abend?; 74; br: Zum erfien Male: Der Thron seiner Väter. Lustspiel tn 4 Auf- zügen von Fedor von Zobeltiß.

Montag: Comtesse Guckerl.

Dirnstag: Comtesse Gnaerl.

Residenz-Theater. Direktion: Sigmund Laufenburg. Sonnta : Hotel zum Freihafen. (h'uötol an [4 re Kebaueo.) Schwank in 3 Akten von Georges chdeau, überseßt und bearbcitet von Benno Jacobson. Anfang 711 Uhr.

tung, )(1, chirurgi che Instrumente und Krankenbaus-Einricbtungen, Tranéportwagen 2c., )(7111, Wohlfahrts- einricbtungen, der _Berliner GeWerde-Ausstellung 1896 4 goldene und 20 silbsrne Portratmedaillen als Ehrenpreise zu bewilligen gerubt, wovon ich Euer Hochwoölg€boren in Kenntniß zu setzen mich boebre. Ueber die für die 'erthcilunq diescr Medaillen kVLtltUSÜ zu ernennen- da den und dem PreisrichtLr-Koüegium beizuordncnden besonderen Preis- richter bleibt weiteres noed dorbkbalten. B. von dem Knesebeck, Königlicher Kammerherr.“

Die Festlichkeiten, welche die Post- und Telegrapben. d'eamten zur Erinncrung an die Thätigkeit der Féldpost und Fkldtelegrapbie im leßten Kriige geplant Habkn, begannen gestern mit einkm Fk stkdmmers in KroU's Etablissement, dem etwa Den Ebrknplaß an der mijtcisien Taft)! Hatte der Staatssekrktär des Reichs-Posiamts, Dr. von Stephan Jhm zur Seite safwn der Unter-Staatssekretär'1)r. Fischer und

Gebrime Ober-Postratb 1)r. Dambaoh dss Reicbs-Postamis. Zur Veribsilung kam em Gedenkbuck), das einen interessanten Uedérbiick qab über _ Jelegrapbie im Feldzuge 1870/71 und in goldenen Lettern die Namen dsr 145 Post- und Telegraphenbeamten enthielt, die im Kampf für das Vaterland gestorbc'n find. Der Umschlag zeigte zwei von Frenzel entworfene! Bilder. Den Vorsitz des Kommerses führte der Direktor im R€ichs-Postamt a.D., Wirklickye Gebéime Nati) Sachse. Eingeleitkt wurde dasZest dgrcb 6111611 vom Oder- poniertkn «zubiiaunrsmarsckx, den der Vom Ober-Telegraphkn-Asfistcntt:n Coßmarm geleitete MußkVerein des Vereins der Berliner Reichs- TclkgrapHenbcamten wirkungßyyll zum Vortrag brachte. Der vom Posi- direktor Holzendotff gesprochene Prolog klang in €inHoch aufScine Majestät den Kaiser aus. Während drs Hochs bob sicb der Vorhang der Bühne und zei te die Kaiserbüste, zu direkt Suiten 30 Postilione in Gala Auf- sie ung genommen hatten. Diese-[den bkgleiieten mit ihren Hörnern den Seiner Majestät dem Kaiser wurde ein Huldigungk-TeieFramm übersandt. Wirklichen (Gehe men Raths Sachse gipfelte in einem Hoch auf den' Sje'pban, der in seiner Erwiderung ein an- Bild der Thätigkeit dsr Feldpost und Feldtelegradhie im uxit Franz [2151er Krisge entrdllte. Die Zahl der im Feldpostdienst verwendeten Beamten bstrug danach 2140, unter den Fahnen standen von dem Per- sonal der Posiderrvaltung 3761 ; aus dem in Summa 5901 Mann ab;;egebc'n. 1933 Pferde und 465 Fahrzeuge gestellt. auf dem Kriegsschauplaße 411 Postanstalien von der verwaltung in Tbätigfkit geskyt, die Feldpostkurse Die Leitungen der Feldteiegrapbie

Föhr. FEM?! warsn zugegen ker Wirk- und zahlrsicbe Räthe der letzten

die LSistungen der Post und

Tklegraphcn-Assistenten Richter kom-

5805 „;ck an zwar für

Die Ansprache des Vorsixzrnken, für die

riedknspostdienst waren somit An Beförderungsmitteln wurde'n Jm Ganzsn wurden Bundedpost- battcn (*in? Länge erreichten

Montag und folgende Tage: Hotel zum Frei- hafen.

Friedrrrh - Wilhelmnädnsrhes Theater. Chausseestraße 25_26.

Sonntag: Mit großartiger Ausstattung an Kostümen, Dekorationm und quuisiten: Ter Hun erleider. Ausstattungs-Komödie mit Gesang und 5 aliet in 10 Bildern von Julius Keller und Louis Herrmann, rnit theilweiser Benußung einer Idee des Mark Twain. Musik von Louis Roth. Jn Scene gesetzt von Julius Frißscbe. Dirigknt: Herr KapeUmeistkr Winne“). Anfang 7T Uhr.

Montag: Dcr Hungerleider.

Neues Thenior. Schiffbauerdamm 44/5. Soyntag: Gastspixl des Herrn Franz Tcwclc vom K. u. K. priv. Carl-Tbeater in Wien. Der ?err Direktor (Uousleur lo vireeteur). Lustspiel in 3 Akte'n von Alexandre Bisson und Fabrice Carré. Deutsch von Ferdinand Groß. n cene gefaßt Von Sigmund Laufenburg, Anfang Ubr. _ Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Prcijen: Bruder- Martin. Volksstück tn 4 WM: don Carl Costa.

M*ontag (20. Abonnements-Vorstellung): 'Der Herr Direktor.

Dienstag: Der Herr Direktor.

Theater Unter den Linden. Direktion: Iulius Fri sche. Sonntag, Abends 71 Uhr: Gast- spiel der „, rau Pettersou-Norrie. Die schöne Helena. Komische Operette in 3 Akten von Meilbac und Halévy, deutsch von J. Hopp. Musik von Jacques Offknbach. Dirigent: Herr Kapcllmeisier Feder- mann. _ Hierauf: Musikalische Scher 9. Großes Baliabilc', arrangiert vom Balletmeiiier

J. Reissinger.

Montag: Gastspiel der 'Frau Petterson Norrie. Die schöne Helena. _ Hierauf: Musikalische Scherze. Großes Ballabile, arrangiert

vom BaUetmeister I. Reisinger.

Adolph Ernu-Thrater. Sonntag : Charlcy's Tante. Schwank in 3 Akten von Thomas Brandon. chertoirestück des (Globe-Tbeaters in London. In Scene gesetzt von Adolph Ernst. _ Vorher: Die Vajazzi. Parodistische Poss-x mit Gesang und Tanz in 1 Akt von Ed. Jacobson und 727-6176) Jacobson. Musik von F. Roth. Anfang , r.

Montag: Dieselbe Vorsteliung.

ZentrabTheater. Alte Jakobstraße Nr. 30.

SonntaÉ: (8le fstwaas as.f (G.it Hirte toute, Na t. ro e us a ngsvo e m ekang un Tan? in 5 Bildern von Wilh. Mannstädt und Julius Freund. Musik von Julius Einödsbofer. In Scene geseyt vom Direktor Ricbczrd Schulv. Die Tanz-Arrangements rom Balietmeister Gunk- lach. Anfang 7i Ubr.

Montag: Eine tolle Nacht.

teleybonische Uebertragung von Terram der AussteÜung einrichten. Die genannte Zwerk gegenüber dem, Eingang zum Hauptaus tellungSgi-bäude Linen PavtÜon, in welchem sich eine größers Anzahl von mit je 2 Versehenen Plätzen befinden wird. ' mm durcb Umschalt€n nach Belieben entweder die im König. lt en Opsrnbausx oder im Kroll'scben Etabliffemsntjeweils gegebenex Opern anzuhören vermag. wrrddurch transportableAccumulatorenerfolgsn, welchecbenfails einen Fabrikajionszweig dcr Firma bilden.

Dch Museum für deutsche Volkstxacbten und Er- zeugrrtsse des Hausgewerbes bier1€lbst (Klosterstraße 36) hat nxuerdtngs von Herrn Geheimen Medizinal-Raih, Professor Virckzow eme Anzahl interkffanter Photographien Dorfks“ auf dsr Aussteilung in Chicago, die Hsrr Architekt Klepsch aufgenommen hat, urbalten; fernrr einige Tracbtcnbilder aus Wyk auf Herr Franz Goerke brachte Von Bornholm 6 Nachbildungen Von dort noch erhaltcznen Runeniteinen Hälfte steirz in, der Kirche zu Aaiirkeby schrift diefes Taufsteins ist vor chte bis jkßt bekannte größere Ueber. rest "der alten gotbländisdhsn Spraächise mit «e_pragien Eigentbümlichkeitcn enthalte'n, so wie sich diéselven ungefähr 50 Jahre später in Runknkalendérn Von 1328 und um etwa 1348 m der altc'n Handschrift “oon Gutalag und Gutasaga wiederum finden.

Unterstüxxungen Wribnacbtsbeésckzeérung 4164 «16, für in der Cadrystraße Nr. 33 und dcffkn Ausbau 4579 ck und für die Verwaltung 1221 „iz. aus 6696 «M In dkm Vrrcinshaus wohnen 5. Z. 26 Blinde. Die Anforderungen an d(“n Verein wkrdc'n 181061" immar größkr, sodaß die skbr zahlreich einlaufcnden Gcsuche nur in berücksichtigt werden konntcn. Provinzial-Scbulratb Hermann und der ngicrungs-Ratb Zimmermann.

Berliner Gewerbe-Ausstellun? eine mikro.

Opernmu ik nach dem

irma Erbaut zu diesem

Hörapparat Dis Einrichtung wird so getroffeexi?

Die elektrische Beleuchtung des Pavilionx

drs sogenannten „Deutschen

und eine solche: von dem aus Jahrhunderts stammenden Tauf. aus Borriholm mit. In der In.

dks “Till.

ihren bestimmt aus.

„_ «„„ „„

„Der Moon'sche Blindenverein hielt gestern Abend im Königgraßcr Gattin unter dem Borsiß TCI Wictlichen Weveimen Ober. Regierungs-Ratbs Elsasser seine: 36. Der unter dém Protektorat Seine'r Majestät dss Kaisers stébenie Verein hatte im [Wik]! Jahre 19 738 „M brachten Kollekte und Beiträge“, 2181 “Fü (ringen als W811)- nacbtsgaben kin, 4695 «;ck ,als aUßc-i'drde'ntlickye Zuwendungen unk

Jahreswersammiung ab,

eine Einnahme Von 32420 .“;

Zinsen. Vcrairsxzabi Wurdkn 35109 «44 und an übsr 400 Blinde 24615 „;(,

das Vereinshaus Dcr Bastand vxrminderte sich von 8879 „(ck

den dringendsten Fälieu

Neu in drn Vorstand traten der

(Fortseßung des Nichtamtlichcn in der Ersten und Zweitsn

Beilage.)

Konzerte.

Konzerbiöaus. Karl Mehder-Kouzcrt. Sonntag Anfang 6 Uhr. Montag Anfang 7 Uhr. Beethoven-Abcud.

Dienstag, den 18. Februar; Faßnachts - Sub- skriptioustall. Karton *.*; 3 „ck im Burkart des Haukés. ____*___ “___“

Iing-Anadrmir. Sonntag, Anfang 711 Uhr: Einziger Klavier-Abcnd Von Clotilde Kleeberg.

Zaal Ocrhstein. Linkstraße 42. Sonntag, Anfang 71 Uhr: 111. Soirée des Klavierbumoristcn O. Lamborg.

Zirkus Renz. Karlstraße. Sonntag: Zwei "

Vorftcuuugeu: Nachmittags 4 Uhr: Große Vor- stellung mit bumoristiscbkn Entrécs und JUXf'ktnij/I Auf vielseitigcs Vcriangen: 1870/71. Ermäß- Preise und 1 Kind unter 10 Jabrkn frei. Abe»? 73 Uhr: Jubiläums - Vorstellung. Zu 250. Male in Berlin: Ein Künftlerfcß Auf das Glänzcndste insceniert vom Direktor Fr, Renz. Neue Einlage: Die Katastrophe dis Riesendampfers „Circcntia“. Außerdcm_ m beidrn Vorstellungcn: Auftrkten von nur Künstler- Spezialitäten aUerrrsten Rangcs. Vorfübrcn und Reiten der bkstircsficrten Freiheits-, Spring- und Schulpferde. , Montag: Ein Künstlersest. Nrue Einlage: Die Katastrophe dcs Ricscndampfers'„Cir- centia“. Seit 5 Monaten befindet sich in _Ein- studicrunq und scenifcher Vorbcreitung: Luftig? Blätter! W Faunlwu-Naäxrtckxteu.

Verlobt: Frl. Else Petersen mit Hrn. Ritt- ;neÉsteZ )Erich don Borcke (Neapel_Saarburg . ot r..

Vcrehelicht: Hr. Hauptmann Fritz Frhr. von Rheinbaisen met Frl. Alick Gavin (Altova? Hamburg). _ Hr. Bernhard von Wutbcnow mts Frl. Marv (Hrnencwald (Hamburg). _ Hr. Rx- gierunad-Affrssdr Max_ScholH m_it Frl. Makka Hcydecker (Trier). _ *Ok- Rittmeister JobstFka- don Oldersbgusen mil Frl. Ingeborg Kle'k (Wandsbek_Hamburg).

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Gerd Graf?" Baffcwiß (Lübburg). ,

Gestorben: Hr. Kommerzicn Rath Wilhelm Borchardt (Berlin). _ Hr. Major a. D. Otto Sommer (Görlitz). _ Hr. chdant Sigismund Dewiy (Vkrlin). _ _Verw. Fr. Pastor ATM Modr, geb. Hecker (Brcslau). _ Hr. Landgert _ts“ Ratk) a. D. Julius Heyer (Oberniaf). _ *Vk- Kreis-Baumcister Hugo Dobne (Neustadt QZ

Verantwortlicher Redakteur: Siemcnrotk) ir: Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck de Norddeutschen Buchdruckerei und Verlags“ Anstarlt Berlin ZW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen (einschließlich Börsen-Veilage).

Uebcr den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen Nummer des Blattes berichtet. Zur Begründun, seiner mit den 21ng. Szmuia und von Ploeß gemeinfchaftli eingebrachten Interpellation: Welche Anordnungkn Hat der Herr Reichskanzler infolge der am 14. März 1894 vom Reichstag b€sch10ff6nen Resolution, be- treffcnd dic Aufhkbung der gemischten Pridat-Trgnfitlager und des - denselben sowis dcn Jnhadsrn von Mühl-m gewahrten Zollkredtts getroffcn? nimmt das Wort der Abg. Graf don Schwariu-Löwiß (dk'ons.): Wir habsn zudarsichilich erwartet, daß die Vérbündkterr Regierung?" unsérkn vor zwei Jadr€n gcstc-[lien Antrag annehmen wurdén; weir! stens mußten wir das nach den entgrgsnkommcknden Erklaru'rrgcn 1 rsr Vertrctxr annehmen. Bei der Aufhebung des Jdentitgtsnachwcrses hat dw Regierung ebenfalls erklärt, daß die Tranfitlggkr und der Zoll- kredit bessitigt werden würden; nur aus dresém Grunde haden mehrere meinkr Freunde für die Aufhebrrng drs Identitats- nachweiscs géstimmt. Unser Vsrirauen ist leider getauscht wordxn. Dkk Staatsratk) hat beschlosse'n, daß die 'gcmtfciztcn Trarrfit- [äger nur aufrecht erHalten werdcn sollén, soweit sis dérn arzswartegen Verkehr di€r1cn; für den innerrn Verkehr soilten sienmcht wehr zugelassen werden. Von einer auch nur theilweisCwAusfubrtmg diesks Befcirluffes ist (1er nichts bekannt geworden; 6? bsftshen 227 germichte Tranfitlägkr und 150 Mühl€r1kmttcn ruhig werter, welch? Zolierdit- anstalien smd, dic: mit R€ich8ge1d spekulieren. Dkk, Landwrrih- schafts-Minister hat im prsußi1ch9n Abgeordrrctcnbauks sicb auch,?ur die Beseitigung dsr Tranfitlächr angesprdchcn, als Er die Minen Mitt€1 aufzähltc, die er anwcndkn woas, da ex; mri den großer] Mittsln zur Hilfe der Landwirthfcbaxi nichts 161. Es sind" drei Sorten Gkireide zu unterschsiden: erstens dasjénxge. wklches fur dxn Absaß inc! Ausland bestimmt ist, zweitkns dasUmge, Wechss fur das Awland oder Inland bestimmt ist, wo der Brsißer sick? dl? Ent- scheidung über die Vsrwcndung noch Vorbehalten 1391, und, drtttenas da?- jenige, wklcbes zweifellos für das Inland ÖEstltntUt ist. Fur die zweite Sorte sind Trapsitlagsr zug'rla'sfcn, dcren Senéhmtgyng ist abcr von dsr Bkdiirmißfragg abhangig gemawt, fur dre driits Sortc absr sind die' Tranjiiiäger und Mublé'rikonten einfach ungeseßiick); diesc babsi: aus 51011611 des N€ichs €:r16n_undcrech- tigten Vorzug. Es ist 08511010 kein Wurzdsr, das; dW Kaufmann- schaft der dcibeiligtcn Srädtc sick) gkgcn'die Ai,!fhsdurixr der Transit- lägkr sträudt. Dcr Antrag Paaichk will xg auch in dre1€r Brziehung Akndermtg schaffs". Wir wcrden 11111er Sikllungnabrrw zu dcrxrseldkn abhängig machen Von der Antwort, w€lche dic? "dcrbundcien Regierungkn beute? ngkn wcrdkn. Di? Jrrbadsr von Myblsnkonien, dcnen dsr Zoll Monat(x lang gc'stnndkt wird, sparen an 181261: Tonne Etwa 1 W; die Konkurrenten, w31che kein Z).)iül)lenkonw h_adLn, sind dadurch bsnacbtixciligt. Die große?" Mühlen hraucchn mFolgc des Kredits nur Y dss Kapitals, WL1chLI eigentlich erforderlich ware._ Der Schwerpunkt liegt adsr nicht in din gemischter! Trapsitlagern. Wir find gespannt auf die Antwort, welchc und dtle Regierung er- tbkilen wird. Six bat hicr Line Gclegendeii, wie niemals zaddr, zii zcigen, daß das eintrifft, was der Finanz-Mtnisier Miquel vor zwei Jahren außgefübrt hat, das; nämlich 811161? Periode dcr BWorzugung der HandLlsintercffen eine F?riodc der Bedorzugung der Landwrxih- schaft folgkn werde. Es tehcn hic'r die Jutkrkffen der Gstrxtde- spkkulanten und Großmüblcnbesiyc'r dc'n Interessen der Landwirtin? und der kleinun MüldlSnbefiyer gegenüber." Von_dc_r Antwort dEr Re,;icrung wsrdcn wir unsere? weitcrkrr Anfrage abhangig machen.

Staatssekrctär dss RcichS-Schaßmnts Or. Graf von Posadowskr):

Meine Herrin! Die: Resolution Vom 14. März 1894 ging dahin,

zuerwägcn, ob nicht die: gemischten Transitiager und di? Mühlkn- konten ganz aufzuheben oder zu bcschränken scien, und ob nicht in beidkn Fälicn dcr mit jenen Einrichtungen Verundenc ZdUkredit zu b§sckränken wäre. Wenn Sic fich die Verbandlungcn dss Reichs- tags dergegcnwärtigen bei Erlaß dss Zolltarifgescßss dss Jahres 1879 und bei dcr Zolltarifndche Vom Jahre 1882, durch welch [Wfkrks Geskß dic sogcnanntén Z).)iiiblenkdntcn eingeführt wordcn sind, so werdcn Sie sich crinncrn, daß die, Einrichtung drr gemischten Pridatiranfitlagkr und kbinfo der Z).)iühlenkontcn zunächst darauf basiert, daß durch dic' Zoildclastung das einheimische Gctreidc zu theuer gewvrdcn war, um auf dcm Wclttnarit wcitcr zu konkurrieren, und daß ebenso selbstverständlick) jedk Möglichkeit für dcn Handel auSgeschlossen blieb, zollbelastetrs ausländisches (Hstrkidc wisder zu Exportieren. Gleicbs Verhältniss lagkn sclbstvsrständlick) für das" Fabrikat aus dem Getreide, für das Mchl, dor.

Aus diesen Griindsn biklt man es fiir notthdig, zollfreis Zwischenlager zu crrichicn, dic dem Handel unsere'n Transit- verkehr mit thrcide und Mehl wicdcr ermöglichcn soUten. Man War aber ferner der Ansicht, daß im Hinblick auf die zeitweiskn Stockungen des Gcireidesxvorts, wolchc die Folge von Handkls- konjunkturen oder klimatischcnVerbältniffrn sind, und cbcnso im Hin- blick auf die Stockungkn dcs Meblsxports _ ich crinncre nur an Wassermangel, an Schluß der Häfcn wegen Eis _ man durch die zollfreien Zwischenlager eine Art Sicherheitödkntil in der Richtmrg schaffen müßte, daß diesklben, wenn fie durch Export ihr ZoÜkonw Nicht entlasten könnten, doch die auf dem Lager bcfindlicbe Brot- kacht durcb Abfuhr nach dem Inlandc, d. 1). durch Verzollung, ent- lasten könnten.

Die Verhandlungen ergeben aber auch ganz unzweifelhaft, das; [181 dem Erlaß jener beiden Gescße die Absicht ferngelegen hat, durch die gemischten Privattransitlager oder die Mühlenkontcn die Einfuhr fremden Getreides durch eine Abmindcrung der gesetzlichen ZoÜsäße zu begünstigen. Meine Herren, diesen Standpunkt hat sowohl der Herr preußische Finanz-Ministcr, wie ich selbst bei der Debatte über die Resolution vom 14. Dezember 1894 eingenommen, und yon diesem Gesichtspunkt aus ist auch die Prüfung dicser Resolution erfolgt.

Was zunächst die gemischten Pridattransitlager betrifft, so nahmen die verbündeten Regierungen zunächst in Berücksichtigung der "M Ihnen gefaßten Resolution Anlaß, die Kreditfrist, welche früher sechs Monate betrug, auf drei Monate zu beschränken. Nach den

jkßigen Bestimmungen über die Verzollung des auf Transitlagern

befindlichen Getreides wird im ersten Monat nach dem Ab- kÜUUUJSquartal die Zollfälligkeit endgültig festgestellt und beglichen; _da aber zolltechniscb alle Transitlager den Charakter des Auslandes ttasien und die Zollfälligkeit erst im Momente der Auslagerung,

sogenannten Abrechnungsquarials in den freien Verkehr üergéfübrt wird. Für d€n größsren Theii des Getreidks beträgt die Kreditfrist hiernach erheblich wknigcr als 3 Monate. Ich bemerke Hierbei noch, das; man _ ich glaube, es war in de'r Verhandlung des Land- wirthschaftßratbs vom Jahres 1895 _ in landwirthschaftlichen Kreisen von der Ansicht ausging, daß nach der Auslagerung dks Gkirc'ides und nach der Abrechnung démnäckyst noch ein Waiterer Zollkredit Von 6 Monaien bewilligt werde. Disse Annahme ist irrig. Sobald abgerechnet ist, muß in 8 Tagen die Zolifäiligkeit bezahlt WLden.

Msine Herren, abgesehkn don dieser w€s€ntlichen Verkürzung des Krkdits, hat auch die Prüfung dsr Frags Wkgén theilweissr Besei- tigung der gemischth Priwattransitlager inzwischen weitere Fort- schritte gemacht. Ursprünglich wurden die gemischten Transitlager nur an solchen Orién bswiliigi, welche bereits einen nicht unwssentlichen Transitverkehr dattkn. Aber infolge der Mißernte des Jabrczs 1891 und der hiermit Verbundenkn erbédlichsn Steigerung der Gstreide- preise gewährte man auch solch€n Orten gemischta Transitiagcr, wo sich erst inzwischen ein Tranfitdcsrkshr in Getréide gebildet hatte, odsr Von dem man annahm, daß die Bcdingungen für die Ent- wicklnng Lines Transiidsrkebrs vorlägen.

Es wird nun aUcrdings zuzugestehen skin, daß der Erlaß des Gesxtzes über dic? Aufhebung des Identitätsnachweisss in gswissem Grade gceignxt ist, die Wirkungsn dEr gemiscdtén Transit- iagcr zu alterierrn. DiE dcrbürrdetEir chicrungsn waren absr biöhkr der Ansicht, daß man die Wirkungen diescs GLsLHSS wc!) noch nicht sr) überscxhen könne, Um jetzt schon einschnkidende Maßregeln gkgenüdcr den gemischtcn Pridaiiranfitlagern zu ergreifen. Ich möchte hierbei dis Bemsrkung einschalten, daß der Herr Graf 5011 Schwerin es fick; nicht braucht gcceusn zn lassen, wenn Er skiner- zsit für das Geséß, bstreffknd dic? Aufhsdrmg dss Jdcntitätsnacbweisss, stimmté. Denn L's ist, glaadE ici), in den [6131811 Jahrkn kkin (Hessy ergangen, welcdes sich in seincn Wirkungen so auégczeichnet be'wäixrt hat (sehr richtig!) und wsichss dir! Zustimmung aller déibeiligten K'rcisc, sowohl der Landwirthc wie dir Vsrireétkr dss Handsls, in so 505817! Maße gkfundén hai. (SLHr richtig! r€ch1s.)

Wik! di€s€s GEW gewirkt hat, dafür ist meines Erachtens auch 010 Statistik ein schlagender Belveis, Wäbründ frübsr die Prsis- untrrschiedk zwischen undkrzolitsm Getreids und Verzolltem Getrride auf Ein Minimum herabsankén und somit dEr Zvi] zum tbeil wirkungs- los war, hat beispielswkiss dic? Preisdiffercnz bsi WeiZen Von AUS- landswaarc [md Inlandswaare im Juli V. I. an der Königsbergsr Börse 52 „46 betragen und im Mai 1), J. an derselben Börse für Roggen 40 „46 Bei Weizen hat an der Danzigér Börse dcr Preis- nryterschied zwischem Tranfitwaare und Inlandswaark im Juli U. I. 34 «M 85 „5 und für Roggen 35-76 38 „5, an der M'annhcimer Börse für Weizen im Novmnber 1895 41 ;16 20 .«Z, für Roggkn im Oktobe'r 1895 36 «M 30 «5 bctragsn. Es geht Hieraus [)chdr, daß das Jdkntitätsgksky die unzweifelhaftc Folge gchabt hat, daß der Zolifcbuß, dsr [»cadficbtigi war dnrch dic Zollgescchbung (Ls Jahres 1879, thatsächlich jktzt erst Voi] €rrcicht ist. (Skbr richtig! r8ch1s.) Meine Herrkn, die verbündetsn R€gierungen er- fi'lllli'n trotz dEr zögcrnden Stkilung, w€lch€ sie dishcr gegenübkr drm Krcditiagern und den Mühlcnkontin Titrgenomm€n badmr, dic eins Thatsachk unumwundcn an, daß dic Lagkrung großer underzolitkr (threidkmaffen irn Julande geeignet sein kann, Einen schädlichcn Preisdruck auf die Bildung dss Einheimischen Getreideprkisks auszuübcn. iSiZbk richtig! rcchts.) Man würde nun sagen können: wénn dic Krcditfrist für die: gsmischtcn Transitiagcr in ihrc'r größten Ans- dchnung nnr drei Monate bkträgt, dann ist eigentlich nicht recht ver- ständlich, daß noch irgcnd jkmand Von den gemischten Tranfitlagern Gebrauch macht, sondern daß er nicht Vorzieht, von dem allge- meinen ZOÜerdit Gebrauch zn macbkn, dcr gewährt wird, und der in jedem Falle drei Monate bcträgt. Darin liegt aber noch rin wesentlicher zolltecbniscber Untsrschied. Führt man 1000 Tonncn Getreids aus dem Auslande ein und sucht dsn aligemeinen Zoilkre'dit nach, dann muß man disse ganzen 1000 Tonnen nacb drsi Monaten verzollc'n; führt man aber 1000 Tonnen dom Auslande auf ein gemischtes Tranfitlager, so kann man, théoretiscb betrachtet _ Praktisch tritt der Fall nicht ein _ dieses Getreide fünf Jahre auf dem Lager unverzoÜt liegen sassen; der Zoll ist währcnd der Lagerfrist nur von der Quote des Lagers zu Entricht€n, die ins Inland übergeht. Die Herren werden daraus ersebc-n, daß zwischen der Entrichtung des all- gemeinen 301128 und des Transitlagerzolles noch ein cr- heblicber Untersehied lisgt. Alle diese Erwägungen haben nicht dazu geführt, wie der Herr Abg. Graf Schwerin sagte, einen vorhandenen Unfug zu duldcn, sondern dahin, daß der Herr Reichskanzlcr zunächst eine schärfereKontrole über den Verkehr auf den gemischten Transitiagern als Grundlage für künftige weitere Entschließungen ausübt. Zu diesem Zwecke ist eine Statistik aufgestelit über den Verkehr auf den gemischten Transit- iagern von 1891 bis 1893. Aus dieser Statistik hat sich nun ganz unzweifelhaft ergeben, daß ein erheblicher Theil der ge- mischten Transitlager eine Ausfuhr überhaupt nicht hat (hört, bört! rechts), sondern daß man lediglich diese ge- mischten Transitlager benutzt im Interesse der größeren Zollbegünstigung gegenüber dem allgemeinen Zollkredit. Der Bundesrat!) hat sich auf Grund dieser Verhandlungen veranlaßt gesehen, unterm 9. Mai 1895 den Beschluß zu fassen, daß in Zukunft alljährlich nach Abschluß des Kalenderjahres eine gleiche Verkehrssiatistik über die gemischten Transitlager aufgenommen wird. Zuerst ist diese Bundesratbsstatistik für das Jahr 1894 fest. gelegt. Ferner hat der Bundeßrath unterm 4. Juli 1895 unter anderem sicb dahin schlüssig gemacht, daß die ertheilte Genehmigung zur Lagerung von Getreide in gemischten Privattransit-

Jahres 1894 hat die gleiche Erscheinung ergeben, daß eine ganze Anzahl von gemischisn Transiilagern gar keine Ausfuhr babeti, daß mithin die Vorausseßung ihrer Begründung fehlt, und daß diese Lager nur eine Art Zollkreditanstalt darsieÜen. Ich glaubs, es wird für die Hcrren von einigem Interesse sein, wenn ich aus der bisher aufge- nommenen Statistik einige Zahlen mitthéile. Ick) weiß, der hohe Reichstag liebt es nicht sehr, mit Zahlen beheliigt zu werden; manch- mal find si? aber fkbr interessant.

Msins Herren, wir haben im ganzen Reichsgebiet 202 Transitlager, Welche auf 39 Ortschaften verihxxilt find. Den Herren ist es ja erinner- lich: das Tranfitlagerrecht wird nicht einem einzelnen Kaufmann er- theilt, sondern einer ganzen Ortschaft. In Preußen bestanden 1894 1.29 gemischte Tranfitlager. Von dem gesammten Bestand, welcher sich auf diesen gemischten Tranfitlagern befand, wurden im Jahre 1894 Von dem Bestand an Weizen 30 0/0, an Roggen 110/0 und an Hafer 32 0/0 ins Jniand eingeführt; der übrige Bestand wurde ins Ausland abgesstzt. Von den 73 Tranfitlagern in den übrigen Bundesstaatkn wurden Von dem gesammten Bestand von dem Bestand an Weizen 75%, an Roggen 53 0/0 und an Hafer 73 0/0 ins Inland geführt, und nur der übrige Theil des Bestandes gelangte ihaisächlick) zur Ausfuhr. Inzwischen ist auch- die Dsbatte über die gemischten Transitlager ziemlich lebhaft in landwiribschaftlich€n Kreissn entbrannt. Aber auch in landwirtbscbaft- [ichsn Kreisen _ die Protokolle dss Staatsratbs beweisen es _ hatte man doch die ernstesten Bedknkkn, sd Weii zu geben, die gemischten Transitiager etwa schon jeßt allgcmsiu aufzuhedsn. Ich werde mir nachher gerstattcn, auf diesen Punkt noch des näheren zurückzukommen.

Eins kann ich (1er jeZt schon sagsn: daß diese Statistik, deren Haupizahlén ick) hicrmitgethsilt hadi, Anlaß sein wird, daß der Reichs- kanzler beim Bundesrats) beantragt, eine ganze Anzahl gemischter Tranfitlagkr, d. i). solche, welche das Tranfitrecht nur benußen im Intkrkssé dcr ZoÜbégÜnstigung, zu schließen. (Zuruf rechts.) _ Das ist nicht wsriig gesagt, mcin dkréhrtkr Herr Abgeordneter; dsnn über die: prinzipiLÜL Fragk werden wir und nachher noch einigen.

Es ist auch in landwirtbscbafilickyen Kreisen der agrarische Stand- Punkt (16112110 gemacht wordsn, und das dsckt fich, wenn auch nicht ganz, mit dem Zitat aus dkn Protokolisn des Staatsratbs:

man soll? die gemischi€n Transitlager auf solche be- schränksn, wclche? dcm TransiWerebr dienen Und nicht für dcn Inlandsverkebr außgenußt Werden.

J:: diessr Fassung wäre die Ausführung aÜerdings unmöglich; denn sobald Von cinem gemischien Tranfitlager nicht mehr aus- gefüßrt werden kann, ist es eben ein reines Transitlager, und dann braucht dsr Jntereffent nicht ein gemischtes Tranfitlager nach5usuch€n, was ihm nach der Geseygkbung gewährt werden kann, sondcrn Er wird ein rsines Transitiagcr fordern, das ihm nach der GCsétngbung gcwäbri werden muß.

Meine Herren, ich knüpfe nun daran an, daß der BundeSrath zunächst dicsjenigsn Transitlagcr, die gar keins Ausfuhr nach dem Aus- lande? gehabt habßn und denen auch besondere exceptionelle Verhält- nisse für diese Erscheinung nicht zur Seite stehen, schließen will. Daß ein derartiger Antrag nicht die[ sagt, kann ich nicht zugeben. Denn die Frags, ob man die gsmischten Transitlagkr allgemsin schließen wiil, ist eine sehr tissgebendc), die mit unserem ganzen Export zu- sammenhängt und namentlich mit unsere'm Meblexport. Zunächst kommkn ja dci dieser Frage dis baltischen Häfen in Betracht. Selbst don agrarischer Skike isi ankrkannt, daß die gemischten Transitlager in dsn Häfen gc'eigncxt sind, die Yiischung, den Export und die Preis- bildung zu fördsrn. (Sehr richtig! rechts.) Ich kann aÜkrdings nach Lags dcr Gcscßgcbung nicht anerkennen, daß die gemischten Tranfitlager noch zur Mischung Von Getreide nötbig sind (sehr richtig! rcchts); drnn eine Mischung Von Getreide kann auch auf reinen Transitlagern crfolgen. (Sebr richtig! rechts.) Auch das Inlandsgetreidc', das in rein? Transitlager gebracht wird, behält die Eigenschaft einer Inlandswaare und erhält, wenn e's in gsmischtem Zustand ins Ausland außgefübrt wird, Linkn Einfuhrfchsin fiir die Quote, dic fich an Jnlandßgktreide in der Mischung befindet. Daß die gcmischtcn Transitiager, namentlich in 0811 Scestädtkn, zur Hebung des Getreidederkebrs außerorde'ntlich bei- tragen, wird man nicht bcstrsitkn können, und daß sie ferner nicht nur dM Export dkgünstigkn, sondern in dcn Skistädten auch geeignet sind, den Inlandspreis zu heben. Es ist ja eine alte Erfahrung, daß, je rnshr auf einem Getreidebandelsplaß Getrcide gehandelt wird, desto lebhafter die Nachfrage im einzelnen fich gestaltet, und desto eher es möglich ist, daß sui) die Preise auf solch einem Handelsplaß besser gestalten. Ist ein Getreidebandelsplaß todt, bat er geringen Getreideverkehr, so wird auch die Nachfrage gering sein, und das muß auch zurückwirken auf die Bildung des Inlandspreises. Ich spreche zunächst nur Von den Seestädten, will aber nicht bestreiten, daß es in Deutschland auch andere Orte giebt, wo die Verhältnisse für den Export ähnlich liegen mögen wie in den Seestädten.

Ferner kommt hinzu die Konkurrenz mit russischen Häfen und vor auen Dingen mit dem großen aufstrebenden Freihafen Kopen- hagen. Kopenhagen ist jeßt bekanntlich Freihafen, und es ist die Gefahr nicht ganz yon der Hand zu weisen, daß eventuell sich der Ge- treidehandel von den Tboren unserer Seestädte nach Kopenhagen und nach den russischen Häfen Riga, Liban u. s. w. hinzieht.

Endlich, meine Herren, muß endogen werden, ob die gänzliche Aufhebung der gemischten Transitlager etwa die Wirkung haben würde, daß fick) der Getreidebandel ins Ausland zöge und sich große Transit- lager dicht an unseren Grenzen oder im Freibafengebiet niederließen. Ich glaube, das sind alles Gesichtspunkte, die jeden- falls der ernftesten weiteren Erwägung unter Zuziebung von land- wirtbschaftlichen und Handelsintereffenten bedürfen, und die es durch-

aus gerechtfertigt erscheinen lasen; wenn die Regierungen vorläufiw