edor von Zobeltiß .Der Thron seiner Väter". Die ndlun verseyt den Zuschauer in em Milieu ähnlich wie in Moser's cbwan „Krixg im, rieden".' Die kleine märkische Stadt Zernow it zu der Wurde exper Garnisonsstadt erhoben worden, und mit ebnsucht erwarten. dre Einwohner den Ein ug der zwei Eskadrons Ulanen, wel bet ibnen Quartiere bezie en sollen. Die feier- liche Ankizn derselben und die komischen Ovationsn, die ibnen bereitet werden, schließen wirkungsvoll den ersten ein- führenden Akt ab. Nun entsptnnt sicb erst die eigentliche Handlung. Held derselben ist der Licuienant Christian )()(7111., Graf und Edler von Hegenau-Samst, Freiherr von Brasewi? und zur Linden, Vetter des“ regierxnden Fürsten eines vom Dichter upponierten kleinen sou- vxranen Furstent ums Hagenau. Der Tod des regierenden Fixrstcn und die Aufregungen, die Lieutenant Graf Christian als prasumtiver Thronfolger durcblebsn muß, bis die Annexion seines Ländchens durch reußen ihn der landesväterlichen Sorgen enthebt und in den tand setzt, eine ihm nicht ebenbürtige hübsche Cousine zu beirathen, machen, mit mancherlei luftigen Nebenepisoden und wi igen Schlagworten angeschmückt, den Inhalt der folgenden reiAkte aus.,Troß der harmlosen - liebenswürdigen Heiter- keit dieses Stoffes" vielleicht auch inle e derselben, fand sich unter den an derbere und gewürztere KostgewöJntc-n Zuschauern des Lessing- Tbeaters eine Oppositionspartei, die am Schluß der Vorsteüun recht Hörbar murrte. Die Mehrzahl der Anwesenden aber schien ficZ auSgezeichnet unterhalten zu Haben. Als Regisseur wie als Trägkr der ?HauptrolLe zeichnete fich Ludwig Stahl aus, der eleganteste Offizerdarsieüer, den Berlin augenblicklich befitzt. Auci) die Herren Sauer, Merken, Burg und Kriens verdienen als Vertreter der übrigen in dem Stück enthaltenen Sol- , dateniypen und die Herm: Gutbery, Susie, Vorwerk und Cramsr gls Ortseingeseffene Zernows boUe Anerkennung. Unier den Damen 1ft in xrster Lime Frau vonPöÜniß zu nsnnkn, welche als Vorsißende der „(“Aktion Zernow dsr großen internationalen Friedensliga' Linen unwiderstehlichen Humor entwickelte, während die weibliche Jugend in' dcn Damen Meta Jäger. Marie Eisinger und dem als Gast mit- wirkenden Fräulein sFaula Wirth Vortreffliche Vertreterinnen fand. Der anwesende Verfa er wurde mshrmalg dnrch Beifall und Hervorruf ausxxezeichnet,
Jm Königlichn Opernhause werden im Laufe des Fxbruar das Ballet .Laurin“ bon Taubert-Graeb mit Mufik Von Mosczkowski und Adam's Oper „Die, Nürnberger Puppe“, sNViL unmittelbar darauf Maßeagni's ,Ratcltff“ zum ersten Mal in Scene gshen.
Jm Königlichen Schauspielhause wird morgen Sbake- sveare's „König Richard der Zweite“, übersetzt bon Schlegel, in der Beaxbeitung von Wilhklm Oechslbäuser mit Herrn Matkowsky als König Richard gsgeben. In nächster Zeit kommt dasclbst ein neuer Schwank ,Die Höllenbrück'e“ von Wilhelm Wolff und Jaffés zur Aufführung. _ '
Die Königliche Kabel!? bringt in ibrcn beiden Konzerten am 11. und 12. Februar in der Albertballe zu Leipzig unter Flix Weingartner's Leitung nachfolgcnde Werke zu Gehör:
endelssobn: Ouvsrtüre .Hebriden“; Mozart: FZ-(111r-Sytnybonie; Bketbobsn: Ouvcrtüre „Leonore 111“, SymphonieK/und 1711; Weber: Ouverjüre „Freischüy“; Berlioz: 811116ij kQUthjqiis; Strauß: ,Tyll Eulenspiegel“; Wagner: „Tannl)äuser“-Ouvértür€.
Mannigfaltiges.
Der Verwaltungsratb des Kaiserin Augusta-Vereins für de'utscheTöcbter berichtet über die Thätigkeit des Vereins im Jabre 1894 olaendes: Die Ansprüche, welche von Töchtern der im Krikge von1 0171 gefallenen oder_ infolge des Feldzugks Verstorbenen Offiziere und Milttarbeamt'kn an die BeihilfS des Vereins im Berichtsjahre erhoben wurdkn, smd wiederum zurückgegangen _ die natürliche Folge de§ Zeitrauxns, w€lcher seit dem Kriege bereits verstrichen ist. Regel- uzaßige Crztcbungsbeihilfen wurden 6 Töchtcrn bkwil1igt, von denen eme wegen besonderer Dürftigkeit cine Unterstüxzung von 300 „44, Von diesem
Töchtern befanden sick) im Alter von 13 Jahren eine, von 15 Jahren zwei, von 16 Jahren zwei und von 17 Jahren eine. Von Töchtern, welche das erziehungsbedürftige Alter von 17 Jahren bereits über- schritten hatten, aber zu ihrer weitere'n Ausbildung für das Lebrfaeh oder einen anderen Lebenßbekuf noch einer Beihilfe benötbigten, erhielten 6 eine außerordentliche Unterstiißung von He 300 „js. Die Gesammtsumme der hiernach von dem Vereine aewä rten Unter- stüßungen betrug: im Jahre 1890 an 13 Töchter 2250 „M., 1891 an 13 Töchter 2250 „;ck, 1892 an 19 Töchter 3750 «jk, 1893 an 14. Töchter 2400 „M, 1894 an 12 Töchter 3150 M Dre vom Schaßmeister des Vereins über das Jahr 1894 gelegte Rechnung stellt sich folgendermaßen: ]. Einnahmen: Bestand aus dem Jahre 1893 1160 .,“ 95 „5, Zinsen belegter Kapitalren 658 „M 75 „__K, eingezogene Kapitalien 2000 „44, Summe der Einnahmen 3819 „36 70 Y; 11. Ausgaben: regelmäßige Er- ziehungsbeihilfen 1050 „16, außkrordentlicbe Unterstüßungen 2100 „M, Verwaltungsausgabc-n 25 «M 40 „3, Summe der Angaben 3175 «M 40 „3; mithin bleibt Ende 1894 ein Bestand von 644 „14 30 JJ.; 111. Vermögensbestand: an Effekten 15000 „kü, bierzu obiasr Ka en- beftand 644 „14 30 41, mithin Vermögensbcstand Ende 1894 15644 «16 30 «5. Am Schlusse des Jahres 1893 beirn? derselbe 18160 .46 95 „3, er hat fich also im Jahre 1894 verm ndert um 2516 ck 65 „F,.
Das alijäbrlick) von dem „Verein Berliner Prssse" ver- anstalteie große Vallfest fand am Sonnabend, wie früher, in den Sälen der Philharmonie statt, aber selten ist wohl in dkn letzten Jahren die Bethetligung cine so lebhafte gewesen wie dies- ma, cbon um 10 Uhr herrschte in dem Hauptsaal ein dichtes, festliches Gewo 8 Von Damsn und Herr_cn, ein farbenreiches Bild, wclcbes sich dur die Uniformen vikkkr Offiziere aller Waffen- gattungen noch'glänzeéndcr gestaltete. In der zwölften Stunde war der Zudrang ern so bxdeutender, da selbst demjenigen, der die bervorragsndsten Persönlichkeiten der erliner GeseÜschaft kc'nnt, die Usbersicbt fast unmöglick; wurdc. Etwa um diese Zsit erschie'n der Reichskanzler Fürst zu Holwnlobe-Schillingsfürst im Saale. Seine Durchlaucht trat mit dem Vorsitzenden des Vereins, dem Schriftsteller Hermann Sudermann, und dsssen Schriftführer, dem Redakteur und Hauvtmann d. N. Georg Schweitzer, einen Rundgan an und besichtigte dann die „Retmscbmie'de“ nebst der in TJätig- keit borgefübrten amerikanischen Seßmascbinc. Unikr dem hoch- gssieUten Ehrengästen dss Vereins befanden sich fsrner: der preußische Kriegs - Minisikr, General der Jnfanteric Brdnsart von Sibellendorsf, der Minister des Königliéhen Hauses von Wedel-Piesdorf, dcr General-Jntcndant der Königlichen Schauspiele Graf von Hochberg und der österreichisch-ungarisckpe Botschafter vvn Szögyényi-Maricb. In großer Zahl War die biefige Schriftstellecwe11 auf dkm' Ball erschienen, die König- lichen sowohl wie dre anderen htssigkn Theater hatten zu dem Fest Vertreter entsandt, und auch Malkr und Musiker hatten ein größeres Konting€nt gestellt. Im Konzkrtsaal wies nur das mit einer Freitreppe VLksLban Orcbystsr- Podium eine besondere Ausschmückung auf. Dort befanden sich in einem geschmackboll bergericbteten und mit Topfgewäcbsen geziertéu JÜL- die für die Tombola gsstifteten kainne, welche zumeist aus - emalden und Zeichnungen dsr Mitglieder des befreundeten Vereins Berliner Künstler und aus Prachiwkrkkn und Büchern bekannter Autoren und Verlagé-firmsn bestandcn. Unter 0311 ersteren bildetkn eine Federzkicbnung Adolf Menzel's, eine Porträtzsicbnung Jbrer Königlichen Hoheit der Großbekzogin Alexandrine bon Mecklenbur - Schnvsrin von dkm auf dem Baile an- wesenden sZiofeffoi Conrad Fkkvbékg, Wexke von Knans u. A. die begebrendwertbesten Gcwinne. Nach Mitternacht gelangte auch die übliche Darnknspcnde zur Vertheilung. Sie bestand dießmal aus einem Fächer, zu dem Profes1or Ebrentraut den maleriscbkn und Ernst don Wildenbruck), Ernst Wichert, Hermann Sudermann, Julius Stindk, Friedrich Spielhagen und Ludwig Fulda dM poc-tiscben Schmuck geliefe'rt hatten.
Stuttgart, 7. Februar. Ter Württembergische Ju, genreurverein hielt gestern Abend im großen Saal des oberen Museums „eine außerordentlich zahlreich besuchte Ver- sammlung ab. Erne hohe Außzeichnun wurde dem Verein dadurch zu iheil, daß Seine Majestät der önig zu derselben er- schienen war. Unter den,?lnwesenden bemerkte man den HNW Wiibelm von Urach, dre Staats-Minister Dr. von Faber, Freiherr Schott voix Schottenétein. Dr. von Riecke, den abmets-Cbef, Geheimen Nat Freiherrn von Griesinger, den Gencral-Adxutanten General-Lieutenant Freiherrn von Falkenstein die Generale von Oettinger, von Pfaff, von Schlotheim u. A. Der“ Redner des Abends, General-Lieutenant z. D. Graf v o„n Zeppeiin, syrach, wie schon telegrapbisch gemeldet, über seine Entwürfe fur [enkbare Luftfahrzeuge. Graf Zeppelin (derselbe, der im Jahre 1870 den berubmten Rekognoszierungsritt ausführte) ist der Ueberzeugung, daß sein Yrojekt aue Bedingungen er üUen werde, die man an das „Fa rzeug der Zukunft“ zu tenen babe. „ Er hat das (Gewicht aÜer zum Bau verwendeten Materialien genau festgestellt; die Herstellung der Seide für die Gas. b'üllen wird nach einem von ihm an c'gkbenen Verfahren bewirkt, und em Wasserstoffgas bon ungewöhnliZ) starkem Auftrieb soll zur Ver. Wendung kommen. Die Triebkraft wird erzeugt durch einen Daimler- schen Petroleummotor „von einer Pferdestäcke und 49 1: kaicht, dxr ein Paar symmetrisch zur Fahrzeuaachse angeordneikr chrauben- rader Mit je vier Flügeln treibt. Da die Berechnungen unanfachtbar seien, müsse das von dem Erfinder projektierte Luftschiff sich in die Luft erheben. Das Schiff wird durch ein Ruderwerk ge- steuerbund durch ein Trikbwerk in jeder Richtung weitergeführt. Die [xbwiertgste Aufgabe war. genügende Festigkeit des Schiffs mit erbkb. licber Fahrgescbwmdrgkett zu Veréintgen. Es gelang, durch eine
.Hyrizontalbersteifung des Ballons, mittels Einfübrnng eines Güter-
tragers 'in die Konstruktion, verbunden mit einer gleichzeitigen Herabmmderung des Motorengewichts disse Aufgabe zu lösen, so- daß der BZÜM, der die Form eines 70 m langen Zylinders hat, noch uber 400,1chZ überschüssige Triebkraft befißt. Durch ein' Lgufgxwtcht wird die Stabilität gesichert, beziehungs. weise die LangSachse des BaÜons in wagkrechter oder schräacr Richtun
gehalten. Der Erfinder ist der Usbkrzeuguna, daß dieser Baklon dur
Wind und Wetter mtt einer (Hestbwindigkxif bon 125111 in dsr Se- kunde fick) fortbc'we'gen werde, bei vöÜiger Lenkbarkcit und ohne Ge- fahren bei der Landuyg. Die Herstellung des durcb den Ballon getragknkn Fahrzcxigs ist aus Aluminium mit Kupferlkqikrung gedacbi. Zum Schlusse setnxr Ausführungen bemerkt? der RLde: „WM:! alles sitmmt, so wurden meine Fahrzeuge ibatsächlich verwirklichen, was die Mcxischhett so lange er trebt hat. Mit einer Gkscbwindig- keit, von uber 1000 km ,im Tage würden sie wochenlang dghmscbweben. Dabei würde ihr? Fabri eine wsit sicherere sein, als dze der SeeschtffL; denn weder Kltpvsn noch Stürme wärxn ihnen «- fabrlxcb. Jeb überlasse es - nicht der Phantasie _, wobl a er praktischem Uebcrlegen eines jedem, sicb auszudenken, wklcbc'n NuZen solche Fahrzeuge dem Weltverkebr jeder Art bringen müßten, der Post, der _Sch,1ffabrt, der Krikgiübrung, der Erforschung des Erden- run'des bis in' das Jnnerste dcr noch unaufgeklärten W611- tbetle und" bis an die ciéerstartten Pole.“ -- An dem Vortrag kmxpfie fich Eine kurze Diskussion an der Professor Exnst, Präsident Von Leibbrand, Graf Zeppclin und Pro- ft-Uor Bach'tlwilnabttxcn. Jm alichCinen trat die Ansicht ber- iwr, das; die? Vorschiags dks Grafsn Zcppslin volle Beachtung und quei) Erprobunq-vcrdtente'n. . Insbesondkré werds das lenkbar? Luft- 1chiff ber dkr Krikgführung cine wichti e RoÜe zu spielen Haben. Die v_on elner Sem: vorgeschlage'ne Herst? ung eines Fabrzcuges Von ae- rmgeren Dimenfionkn oder eines .Modsübalionß“ wurde von dem Er- findk-r selbst und von „Professor Bach als unthunlich bszeichnet. Der Erfinder be'recbnet die Kosten füx HersteÜung des Luftfahrzeugss auf circa 300000 «16, wahrend allerdings andere Scbäßungen weit böber (1 MilLion Mark) lauteten.
(Fortscßung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
fünf dagegen eine solch von 150 „W jährlich erbiklten.
Wetterbericht vom 10. Fsbruar, 8 Uhr Moraens.
Stationen. Wetter.
Bar auf 0G_r u. d. Meeresw. rcd in Millrm Temperatur in 9 Celsius 50 C. = 40 R,
p-i
' bedeckt ' wolkig Regen Dunst wolkenlos
Belmuliet. . Aberdeen_ . . Christiankund Kopenhagen . 764 Stockholm . 752 aranda . 741 Nebel t.Petersburg 748 Schnee Moskau . . . 746 W Regen
Cokaueens- town . . . 770 bedeckt Cherbourg . 773 bedeckt [der. . . . 772 wolkenlos vlt ..... 767 W balb bed. burg . . 770 bedeckt 1) winemünde 767 wolkig") Neufabrwaffer 763 Dunst") Memel . . . 758 beiter
Mis . . . . 774 bedeckt nster. . . 771 bedeckt KarlSrube . . 775 SW bedeckt Wiesbaden . 774 s [bedeckt München . 765 SSW beedeckt Cbemniß . . 774 SW 2Regen Berlin. . . . 770 W 4jbedeck1 4) Wien . . . . 773 W 37bedeckt Breslau . . . 771 W
O
4,“bedeckt5) [e d'Aix . . 776 Zzbedeckt 1“_kza . . . . 773 „2 wolkenlos T est . . . . 772 stillswolkenlos 1) Gestern Re en. 2) Abends Regen. 3) Abends Regen. 4) Aben s Regen. 5) Nachts Regen.
Uebersicht der Witterung.
Unter der Wechselwirkung eines 9 druck ebiets iiber Südfrankreich und einer umfangreichectkick DEPZession uber Nkord- und Nordost-Europa weben im Nordsee- urzd sudltcben „Ostseegebiete lebhafte, steUaneise sturmiscbe wetltche„thde, unter deren Einflu über der ganzen ordbalfte Europas die milde itte- rung fortdauert; nur am Weißen Meer und Umgebung herrscht noxb strenge Kälte. In Deutsch- land ist das Wetter mild und vorwiegend trübe, meist ist Regen gefallen“ die Morgentemperatur liegt überall, a_ußer am Bodensee, wo noch leichter Frost herrscht aber dem Mittelwertbe, bis zu 8 Grad im nordöstiicben Deutschland. Fortdauer der milden Witterung wahrscheinlich. _
Deutjcbe Seewarte.
___- Theater.
*Königlithe Zlhülsspiklk. Diénstag: Opern- baus: Geskhloffen.
USWUMS*]S
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p-z “ISIN SQOUWSWOQ SESSIONS
Schauspielhaus. 42. VorsieUung. König Ri ard der Zweite. Trauerspiel in 5Aufzügen von Wi iam Shakespeare, überssyt Von August Wilhelm Von Schlegel. ür die deutsche Bühne bkarbeitet von Wilhelm ecbclbäuser. Jn Scsne gesetzt vom Ober-chisseur Max Grube. Dekoratwe Einrichtung Vom Ober-Jnspektor Brandt. Anfang 73 Uhr.
Mittwvcb: Opernhaus. Snbskriptious-Ball. An ang 9 Uhr.
Schauspielhaus. 43. Vorstellung.
eit. Lustspiel in 4 Aufzügen
kowronnek. Anfang 73 Uhr.
Die kranke von Richard
Deutsches Theater. Dienstag: Der Meister von Palmyra. Anfang 73 Uhr.
Mittwoch: Die Weber.
Donnerstag: Dcr zerbrochene Krug. *- Hierauf: Liebelei.
Berliner Theatrr. Dienstag: König Hein-
rich. Anfang 73 Uhr. Mittwoch: Zum ersten Male: Nora. Donnerstag: König Heinrich.
Cening - Theater.
Dienstag : Comtesse
Gnckerl. Anfang 7.1 Uhr. Mitiwoch: Der Thron seiner Väter. Donnerstag: Comtesse Guckerl.
Krßdenz-Theater. Direktion: Sigmund Laufenburg. Dienstag: Hotel zum Freihafen. (l-“llötol au l-lbl'o eraose.) Schwank in 3 Akten von Georges Feydeau, übersest und bearbeitet von Benno Jacobson. Anfang 7é Ubr. [) ?)?ittwoch und folgende Tage: Hotel zum Frei- a en.
Frtedrtrh - Wilhelmßadttsches Theater. Cbauffeestraße 25-26.
Dienstag: Mit großartiger Ausstattung an Kostümen, Dekorationen und Requifiten: Der Han erleidet. Ausstattungs-Komödie mit Gesang und aÜct in 10 Bildern von Julius Keller und Louis Herrmann, mit theilweiser Benutzung einer
dee des Mark Tivain. Musik von Louis Roth.
11 Scene gese t von Julius ?riysckpe. Dirigent:
err_Kapelltneif er Winné. An ang 73 Uhr.
Mittwoch: Der Hungerleider.
Urne; Theater. Schiffbauerdamm «;./5. Dienstag: GastLpiel des Herrn rau Tewele vom K. u. K. pr v. Carl-Tbeater n Wen. Der err Direktor (Uou-lour lo ])u'oeteju'). ustsyiel in 3, Akten von Alexandre Bison und abrtce Carro. Deutsch von Ferdinand Groß. n Scene gesetzt von Sigmund Laufenburg. Anfang 71T Uhr.
Mittwoch: Der Herr Direktor.
Donnerstag: Der Herr Direktor. - Vorher: Gin Zündhölzchen zwischen zwei Feuern.
Freitag: Der Herr Direktor. - Vorher: Ein Zündhölzthen zwisthen zwei Feuern.
Theater Unter den Winden. Direktion:
Iulius Frißscbe. Dienstag: Gastspiel der Frau Pettersou Norrie. Die schöne elena. Komische Operette in 3 Akten von Meii c und Halé-vy, deutsch von J. Hopp. Mufik von Jacques Offcnbacb. Dirigent: Herr Kapeümeister Feder- mann. - Hierauf: Mnfikalisckxe Scherze. Großes Ballabxle, arrangiert vom Bailetmeister J. Reisinger. Anfang 74 Uhr.
Mittwoch: Gastspiel der Frau Petterson Norrie. Die schöne Helena. _ Hierauf: Musikalische Scherze. Großes Ballabile, arrangiert vom Baüetmeistcr J. Reisinger.
Sonntag, den 16. Februar, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen: Der Bettelftudeut. Operctte in 3 Akten Von J. Zei] und R. Genée. Musik von Carl Miüöcker.
Adolph Ernß-Theater. Dienstag : Charlev's Tante, Schwank in 3 Akten von Thomas Brandon. Repertoiresiück des Globe-Tbeaters in London. In Scene gesetzt von Adolph Ernst. - Vorher: Die Bajazzi. Parodistiscbe Posse mit Gesang und Tanz in 1 Akt von Ed. Jacobson und 7Lxckaibo Jacobson. Musik von F. Roth.“ Anfang
r. Mittwoch: Dieselbe Vorstellung.
Dentral-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30.
Diensta : Emil Thomas a. E. Eine tolle Nacht. 1: e Ausfjattungspoffe mit Gesang und Tanz in 5 ildern von Wilh. Mannstädt und
[1115 Freund. Musik von Julius Einödsbofer.
n Scene geseßt vom Direktor Richard Schuss.
ie Tanz-Arrangements vom Balletmeister Gund- lach. Anfang 73 Uhr.
Mittwvcb: Eine tolle Nacht.
Konzerte.
Monzert-Qaus. Karl Mevder- Konzert.
Dienstag: Ouvert. ,Maritana“, WaUace. ,Rienzi“, Wagner. Walzer ,Sirenenzauber' von Waldteufel. gik varjéz“ für Vioiinc von Viéu temps ( err (Tarnier). .Der Liebestraum' für Piixton bon och (Herr Werner)-
Dienstag, den 18. Februar: Fastua ts- Sub- Yxi tions-Ball. Karten z. 3 „ja im ureau des
u es.
Bing-Akademie. Dienstag, Anfang 8 Uhr: Lieder- und Balladen-Abeud des Kammersängers Carl Maher.
Baal Merhßein. Linksfraße 42. Dienstag, Anfang 7é Uhr: 11. Abonnements-Soirée des Böhmischen Streich-Qnartetts.
311711115 Renz. Karlstraße. Dienstag, Abends 73 Uhr: Gala-Sport-Vorstcllnug. Großartiger Erfolg! Ein Künstlcrfest. Auf das Glänzendfte insceniert vom Direktor Fr. Renz. Neue Einlage: Die Katastrophe dcs Riescndampfers „Ctr- centia“,." Außsrdcm: Auftreten von nur Künstler- Spezialttaten allerersten Ranies. Vorfübren und Reiten der bestdressierten Freiheits9 Spring- und Sämlpferde. Komische Entrées und Intermezzi. sammtltcber Clowns und des beliebten Original- Au ust Mr. Lavater Lee.
ittwoch: Abends 7,1 Uhr: Große Komiker- Vorftelsung zum Benefiz für den beliebte- „Ori inal-Augnft Mr. Lavater Lee. Mr. La- vater es stellt eine Flasche mit Geld im Scho)!- fsnfier des Zigarrsngescbäfts des Herrn Louis KMM. Jriedrichstr. 116 (am Oraniknburger TMZ aus. Der nhalt dieser Flasche wird demjenigen esucber der Vorstellung überliefert werden, welchsr den Werth des Geldes am genauesten errätb. Es wird gebeten. die geschäyte Summe, auf einem Zettel verzeichnet, mit Namenßunterscbrift und Angabe der genauen chbnungs-AdreYie1 bki Vorzeigung de-s Biüets ab- zugeben. Ein nstlerfest. Neue Einlage: Dte Katastrophe des Rieseudampfers „Cireentia“.
Familien - Nachrichten.
Verlobt: Frl. Dorothea Girodz von Gaudi mlt Hrn. Rittergutsbesttzer und Prem,-Lieut. d. L- Wilbelm von Kliying (Verlin-Kolzig). - Frl- Isolde von Arnim mit Hrn. Landstallmerfier Grafen Ernst zu Münster-Langelage (Dresden). “ - Frl. Hanna von Lindeincr mit Hrn. Lieut- Georg Kranold (Sckpweidni ).
Verehelicbt: Hr. Oberst-Lteui. 3. D. Johannes Kreß mit Antonie, verw. von Bargen, geb. Bolle Fiegen-Wiesbaden). - Hr. Lieut. d. 2)?- ans
one von Schwerin mit Ida Gräfin Von * ern- ftorff (Ankershagen).
Geboren: Ein Sohn: Hrn.Wc:ffer-Bauinspekwr Roloff (Oppeln). - Eine Tochter: 11- Profeßor E. von Esmarcb (Königsberg i._ Pr.-
Gesior en: Fr. Oberst Katharine Grafin voa Bredow, geb, von Wedemeyer (Charlottenbuxg- - r. Clara von Rabiel, geb. Nernst (Berlin- -- r. Superintendent Theodor Opitz (Prettin- Hr. Rittergutsbefißer, Lieut. a. D. Alexander von Wiiowski (Schloß Mokrau).
„-
Verantwortlicher Redakteur: Si emenr otb W B e r l i n. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin-
Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlags“ Anstalt Berlin ZW., Wi belmstraße Nr. 32-
Sieben Beilagen
(?iUsMießÜck) Börsen-Beilage). (2381)
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
M 36.
Berlin, Montag, den 10. Februar
Königreich Preußen.
Privilegium
wegen Ausfertigung auf den Inhaber lautenderAnleibe- scheine der Stadt Elmshorn im Betrage von 1500000 ck
Wir Wilhelm, yon Gottes Gnaden König von Preußen 2c.
Nachdem die städtischen Koliegien zu Elmshorn an_1 8. März 1895 beschloffen haben, die theils zur Abtragung älterer Schulden, theils zur Erbauung einer Realschule, zur Kanalisation der Stadt und zu Erweiterungsbauten am Krankenbause an der GaHanstqit und den Mädchenscbulhäusern erforderlichen Mittel im Wege Liner Anleihe zu beschaffen, wvÜen Wir auf dm Antrag der Stadtbertretung,
zu diesem Zwecke auf jeden Inhaber lautende, mit Zinsscheinen versehene, seitens der Gläubiger unkündbare Anleihescheine im Betrage von 1 500 000 «M aUSstLÜEU zu düern, _ . da sich hiergegen weder im Interesse der Glaubtger noch der Schuldnekin etwas zu erinnern gefunden hat, gemaß_§ 2 des Gesetzes vom 17. Juni 1833 (G-S. S. 75) und der Königlichen Verordnung vom 17. September 1867 (G-S. S. 1518) zur Aussieüung von Anleibcscheinsn im Gesammtbetrage Von 1500000 „411, in „Buch- staben: „Einer Million fünfhundert Tausend Mark“, welche in fol- genden Abschnitten: 900 Stück zu 1000 «16 = 900000 “M 1000 , , 500 „ =500000 , 1000 „ „ 100 , =100000 , zusammen 1 500000 „46 nach dem anliegenden Muster auSzufertigen, mit drei und einem halben Prozent jährlich zu bsrzinsen und nach dem fcsthsteUten TilgungSplan mittels Verloosung oder Ankaufs Vom 1. April 1896 ab 'äbrlich mit wcni stens einem und einem halben Prozent des Kapitals unter Zurecßnung dsr durch die fortschreitende Tilgxmg ersparten Zinsen zu tilgen sind, duxch gegenwärtiges Privilegium Unsere landesherrliche Genehmigung ertberlsn. Die Ertheilung erfblgt mit der rechtlichkn Wirkung, daß ein jsder Inhaber der Anletbescheine die daraus sich ergebenden Rechte gkltend zu chhen befugt ist, ohne zu dem Nachweise dcr Uebertragung des Etgentbums Verpflichtet ein. M sDurch Vorstehendes Priviieqium, we'lches „Wir vorbebaltlicb der Rechte Dritter crtbeilen, wird für die Befriedigung der Inhaber der Anleibeschkine eine Gewährleistung ssitens des Staats nicht über- nommen.
Urkundlich unter Unserér Höchsteigenbändigen Unterschrift und beigedrucktem Königlichsn Jnfiegel.
Gegebkn Berlin im Schloß, den 20. Januar 1896.
(11.3) Wilhelm K. Miquel. Freibsrr Von der Recke.
Regierungsbezirk
Provinz“ . leöwtg.
S leswi - olstcin. Sch ck g H Anlcibescbein der Stadt Elmshorn . . . tc Ausxgabe, Buchstabe . . Nr. . . . , über . . . . „M Reichswabrung.
Ausgeiertigt in Gemäßbeit des landesherrlicben Privilc'giums bom .............. (Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Schleswig vom . . ten ....... 18“. „ Nr. . . ., Skike . . . .
und GeseZ-Sannnlung für 18, ., Skit? . . ., laufende Nr. . . .).
Auf Grund dss von dem BszirkSausscbuffs zu Schleswig gs- nebmigten Vsschlusses der städtiscbcén Kolikgisn zu Elmshorn vom 8. März 1895 wexen Aufnahme einér Schuld Von 1500000 „44 bk- kennen sich der Bürgerm-ister, dcr Beigkordncie, der Stadtberordneten- Vorsteher und skin Stkllvertrste'r namens der Stadt durch disse, für ieden Inhaber gültig?, seitsns des Gläubigßrsunkündbare Verschreibung zu einer Darlebnsschuld Von ..... „sé, wélche an die _Stadt haar gezahlt worden und mit drei und einem halben Prozent jahrlich ju Vérzinsen ist.
Die Rückzahlung der ganzsn Schuld von 1500000 „;(. erfolgt nach Maßgabe des genehmigtsn Tilgungsplans MittéJls' Verloosung oder Ankaufs der Anleibescheine in den Jahren 1896 bis spätésiens 1931 einschließlich aus einem Tilgungsstock. welcbßr mrt wenigstens einem und einem halben Prozent des Kapitals zabrlich „unter Zu- wachs der Zinsen Von den gstilgten Anlerbeschemen gebildet wird. Die Ausloosung geschiebt in dem Monat Januar jedßn Jahres zur Auszahlung am 1. April iedkn Jahres. Der _Stadt bleibt jedo_ch das Recht vorbehalten, den Tilgungsstock za verstarben oder auch sammt- Fiche?i noch im Umlauf befindliche Anleihescbstne auf einmal zu ünd gen.
Die durch die _verstärkte Tilgung «sparten Zinsen wachsen eben- falls dem Tilgungsftock zu. ' " .
Die ausgeloosten, sowie die geknndtgten Anleihescbeitge werdkn unter Bezeichnung ihrer Buchstaben Nummern und Betta?e,_ sowie des Termins, an welchem die Rückzahlung erfolgen joll, patestcns dreÉbMonate Vor dem Termin der Einlösung öffentlich bekannt ge- ma t. Diese Bekanntmachung erfolgt in dem „Deutschen Reichs- und Preußisckjen Staats-Anzeigeé“. dem Amtsblatt derKomg- Ychen Regierung zu Schlcswlg und den in Elmshorn jk'ßt erscheinenden eitunakn.
Wird die Tilgung der Schuld durch Ankauf von Anleibcsckyeincn bewirkt, so ist dieses unter Angabe des Betrags dex eingekauften Anleibescheine alsbald nach dem Ankauf in_ gl€ich€r Werse bekannt zu machen. Gebt eines dsr vorbezeichneten Blatter ein, so wird„an' dessen Statt von der Stadtmrtretung mit GenebtniguF des Kontgltcben Regierungs-Präfidenten zu Sablkswig ein anderes Zlatt bestimmt.
Bis zu dem Tage, wo solchcrgestalt das Kapital zu entrichten ist, Wird es in halbjährlichen Terminen, 'am 1. April und am 1. Ok- tober, von heute an gerechnet, mit drei und einem baibsn Prozent jährlich verzinst.
Die Auszabjung der Zinsen und dees Kapitals erfolgt gegen bloße Rückgabe der fällig gewordenen Zinsscbeinc beziehungsweise dteseZs An- letbefcheins bei der Stadtkasse zu Elmshorn, und zwar auch in der nach dem Eintritt des Fäüigkeitstermins folgenden Zeit. '
Mit dem zur Empfangnabme des Kapitals eingereichtewA'nlet'be- schein? find auch die dazu gehörigen Zinsscheine der späteren Faux keits- termine zurückzulichrn. Für die fehlenden Zinsscbeine wird der 5 etrag vom Kapital abgezogen. Die ekündigten Kapitalbeträge, welche inner- halb dreißig Jahren nach dem 5 ückzablungstermin nicht erhoben werden, owie die innerhalb vier Jahren, nach Ablauf des Kalenderjahres, n welchem 1e !äÜig geworden, nicbt erbobenkn Zinsen verjähren zu Gunsten der Stadt. Das Auf ebot'und die Krartloserklärun ver- lorener oder vernichteter Aniei escheme erfolgt nach Vorschrit der . 838 ff. der Zivilprozeßordnung für, das Deutsche Reich vom 0- Januar 1877 (Reichs-Geseßblatt Seite 83) beziehungsweise nach
2() dxs Ausführungsgesetzes zur Deutschen Zivilprozeßordnung vom 4- Marz 1879 ((Gesetz-Sammlung Scite 281). _
ZMIscbeine können weder aufgeboten, noch für kraftxos erk_lart werden. Doch soll demjenigen, welcher den Verlust. von Zinsschemen vor Ablauf der vierjährigen Verjährungsfrist bei der Stadtver- walkung anmeldet und den stattgebabten BLM des Zmßscheins
durcb Vorzeigung des Anleibescheins oder sonst in glaubhafter Weise darthui. "((Y Ablauf der Verjährungsfrist der Betrag der angemeldeten und bis da in nicht vorgekommenen Zinsscbeme gegen Quittung aus- gezahlt werden.
Mit diesem Anleiöesäxeine sind balbjäbrige Zinsscbeine bis zum Schluffe des Jahres . . . . außgegeben; die ferneren Zinsscheine werden für fünfjährige Zeiträume ausgegeben werden. _
Die AuMabe einer neuen Reibe von Zinsschemen erfolgi bei der Stadtkasse in Elmshorn gegen Ablieferung der der älteren Zinsschein- reibe beigedruckten AnWeisung.
., Beim Verlust der Anweisung erfolgt die Aushändigun der neuen Zinsscbeinreihe an den Inhaber des Anleihefcheins, so?ern dessen VorzeigunÉrecbtzeitig gesckpeben ift. _
Zur icherung der hierdurch eingegangenen Verpflichtungen haftet die Stadt mit ihrem Vermögen und mit ihrer Steuerkraft.
Dessen zu Urkunde haben wir diese Ausfertigung unter unserer Unterschrifi eribeilt.
Elmshorn, den . . ten .......
Der Bürgermeister. Der Stadtwerordneten-Vorsteher.
Der Bsigeordnete. Der steilbertretende Stadtverordneten-Vorsteher.
Anmcrkung. Die Anleihefcheine find außer mit den vor- stehenden Unterschriften mit dem Siegel der Stadt zu versehen.
Regieruxxgsbezirk
Provinz ' SchleSwrg.
Schkeswig-Holftein. Zinsschein . . . . te Reibe zu dem Anleihescheine der Stadt Elmshorn, . . . te Auögabe, Buchstabe . . . . Nr. . . . über . . . . „M zu 3.) Prozent Zinsen über . . . . Mark . . Pfennig.
Der anaber dieses Zinsscbeins empfängt gsgen dessen Rückgabe in der Zeit Vom 1. April (beziehungßweise 1. Oktober) . , . . ab die Zinsen des Vorbenannten Anleibescheins für das Halbjahr vom . . . . bis ..... mit Mark . . . Pfennig bei der Stadtkasse zu Elmshorn.
Elmsborn, dc'n . . Der Bürgermeister.
ten .......
Der Stadtberordneten-Vorsteher.
Der Bsigeordnete. Der siellvertretende Stadtverordneten-Vorsteher.
Dieéer Zinsschein ist ungültig, wcnn deffen Geldbetrag nicht innerbal vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres der FaÜigkeit erhoben wird.
Anmkrkung. Die Namenßunterscbriftcn können mit Lettern oder Faksimilcstempeln gedruckt werden, doch muß jeder Zinsscbein mit der Eigenhändigen NamenSunierscbrift eines Kontrolbcamten ver- sebsn werden.
Provinz Regierungsbezirk Schleswig-Holstein. Schleswig. A n w e i s u n g zum Anleibescheine der Stadt Elmshorn, . . . Angabe, Buchstabe . . . Nr. . . . , über . . . . Mark.
Der Inhaber dieser Anweisung empfängt gegen deren Rückgabe zu dem obigen Anleibescheine dre . . te Reihe von Zinsscheinen für die fünf Jabra . . . . bis . . . . bei der Stadtkasse zu Elmsborn, sofern nicht rechtzsitig yon dem als solchen sich ausweisenden Inhaber des Anleibescheins dagegen Widerspruch erhoben wird.
Elmshorn, den . . ten .......
DLL? Bürgermeister. Der Siadtvkrordnsten-Vorfieber. Dkk Beigsordnete. Der sieUbertreicnde StadWLrordneten-Vorsteher.
Anmsrkung. Die NamenSuntcrfchriften können mit Lettcrn oder Fakfimiiestemvéln gedruckt werden, doch muß jede Anweisung. mit der eigenbändigsn Namensunterscbrift eines Kontrolbcamten verjehen werden.
Die Anwsisung ist zum Unicrschied auf der ganzen Blaitbreite unter den beiden [SWM Zinsscheinen mit da[)on abwsicbenden Lettkrn in nacbstebendcr Art abzudrucken:
. . . ter Zinsschkin. | . . . ier Zinssébein.
Anweisung.
Deutscher Reichstag. 35. Sißung vom 8. Februar, 1 Uhr.
Ueber den Anfan der Sißung wurde in der Nummer d. Bl. vom Sonnaven berichtet.
Die nur im Aus ug mitgetheilte Erklärung des Reick)?- kanzlcrs iirsten zu ohcnlohe- Schillingsfürst hatte folgenden ortlaut:
Ich habe vor Eintritt in 016 TageSordnung das Wort erbeten, um dem Reichstag auf seine vorjäbrige Resolution wegen Einberufung einer Münzkonferenz eine Mittheilung zu machen.
Meine Herren, im Verfolg der von mir in der Sißung des Reichstags Vom 15. Februar v. J. abgegebenen Erklärung babe ich die Frage der Hkbung und Befestigung des Silberwertbs mit den ver- bündeten Regierungen in eingebknde Erwägung gkzogen. Dabei leitete mich die Ueberzeugung, daß das Schwanken und das starke Sinken des Silberpreifes auch für uns ungeachtet unserer auf der Bafis der Goldwäbrung befestigten monetären Situation wirthscbaft- liche Nachtheile mit sich bringe. (Brady! rechts.)
Wie der Herr Staatssekretär des Reichs-Schaßamts in der Reichstagsfißung vom 16. Februar v. J. ausführte, kommt in dieser Hinsicht zunächst die empfindliche Schädigung in Betracht, die der drutsche Silbcrbergbau durch den Preißrückgang des Silbers erleidet.
Die deutsche Silberproduktion umfaßt etwa 90/0 der Silber- gewinnung der Erde. Für den überwiegenden, aus ausländischen Erzen dargestellten Theil dieser Produktion ist der Preisrückgang nicht von Belang; für den aus inländischen Erzen gewonnenen Rest bedingt er jedoch eine Wertbverminderung, die so erheblich ist, daß sie die Reniabiiiiät des auf Gewinnung von Silber gerichteten heimischen Bergbaues in Frage steÜt.
Dazu tritt die Beeinflussung unse'res Exports nach den Silber- ländern. Es unterliegt keinem Zwkifel, daß der Verkehr mit diesen
Ländern durch das Sinken und die Schwankungen des Silberwertbs'
erschwert wird (sebr richtig! rechts), wknngleici) die Schwankungen während der leßten Zeit sub in verhältnißmäßig engen Grenzen gehalten haben, und wenngleich für die Jntcreffcnten“ die Möglichkeit besteht, sich im Wege der Deckung gegen etwaige Verluste zu sichern. Auch die deutsche Exportindustrie, soweit fie für Silberländer
1Z96.
ist durch jene ValutaVerbältniffe in Mitleidenschaft ge- zogen. Ich unterschäße die Bedeutung dieser Einwirkung nicht; man wird fie aber auch nicht zu hoch veranschlagen dürfen. Unser Export nach den Silberländern beträgt seinem Wertbe nach nur 3 bis 40/0 unserer gesammten Ausfuhr (hört, hört! links), und bat fich ungeachtet der im Rückgangs des Silberpreises liegenden hemmenden Momente im Ganzen günstig entwickelt. (Hört, hört!)
Die freilich kaum ein völlig umfassendes Bild der Verhältnisse liefernden Ziffern der Reichsstatiftik beweisen dies.
Das Sinken der Valuta, wie solches für die Silberwäbrungs- länder aus dem Rückgang des Silberwerihs folgt, kann aber auch bis zu dem Zeitpunkt, wo eine AngleiÖung durch entsprechende Erhöhung der Inlandspreise und Löhne sicb vollzogen hat, zur Erleichterung der konkurrierenden Ausfuhr aus jenen Ländern beitragen.
Endlich liegt in der durch den Silberfakl herbeigeführten starken Unterwertbigkeii unserer Silbermünzen eine fortschreitende Deklasfié- rung derselben zu Krediigeld.
AÜerdings glaube ich betonen zu sollen, daß diese metallische Unterwertbigkeit eine Gefährdung unserer Reichswäbrung nicbt dar- steÜt, denn unser Verkehr ist mit Gold auSreichend gesättigt. Die Noten der Reichsbank finden in dem Goldschaße der Bank eine ge- nügende Deckung, und die Menge des umlaufenden Silbergeldes geht nicht über das Maß des Bedarfs hinaus. Selbst in kritischen Zeiten dürfte diefer Bedarf eine Abnahme kaum erfahren.
Wohl aber erscheint die Gefahr verbrecherischer Nachprägung durch die Unterwertbigkeit der Stücke näber gerückt. Bis jeßt ist zwar innerhalb Deutschlands nur in einem Falle aus dem Jahre 1893 eine derartige qualitativ sehr unbollkommene, quantitativ be- deutungslofe Nachprägung festgestellt worden. Wenn aber auch die seitherigen Erfahrungen weitgehende Befürchtungen nicht rechtfertigen, immerhin kann der Preißrückgang dss Silbers zur Nachprägung anrcizEn.
Erscheint nacb alledem die Hebung und Befsftigung des Silber- preisss als wirtbschaftlich und münztechnisch werthboll und demgemäß als ein erstrebenswertbes Ziel (hört, bört! rechtß), so waltet doch kein Zweifel darüber ob, daß dieses Ziel sich nur international ver- folgen läßt (sebr richtig! rechts), und daß seine Erreichung nur dann Lrbofft werden kann, wenn unter den sämmt- lichen, an dem Weltberkebr wesentlich betbeiligten Kulturvölkern über den einzuschlagenden Weg und die anzuwendenden Mittel Einberständnifz besteht. Für ein solches Einderständniß bietet sich nach meiner Kenntnis; der Ver- hältnisse zur Zeit keine Aussicht. (Hört, hört! links.)
Von bimetallistiscber Seite ist anerkannt, daß als Vorbedingung jedsr internationalen Maßregel zu Gunsten des Silbers die Wieder- eröffnung der indischen Münzstätten für die unbeschränkte Silber- prägung gelten muß. Ich kann dieser Auffassung nur beipflichten. Ick halte dafür, daß ohne dieses Zugeständniß alle Versuche, den Silberpreis zu heben, vergeblich skin würden. Ich babe aber auf Grund cines Vorläufiger! Meinungßaußtausches, der gsmäß meiner Wkisung mit der englischen Regierung gepflogen worden ist, die Ueberzeugung gewinnen müffcn, daß auf die Wiedereröffnung jener Münzstätten in absehbarer Zeit nicht zu "rechnen ist. (Hört, hört! links.)
Nack) alledem läßt fick) Von einer Münzkonferenz zur Zeit nicht erwarten, daß fie die Frage der Hebung und Befestigung des Silberwertbs ihrer Lösung praktisch näher rücken würde. Es er- scbcint daber auch nicht ratbsam, daß Deutschland die Jnitiatibe zur Einberufung einer solchen Konferenz ergreift. (Sehr wabr! links.)
Von dieser Ueberzeugung geleitet, haben die Verbündeten Regierun- gen einstimmig beschlossen, dem Beschluß des Reichstags vom 16. Februar vorigen Jahres auf Einberufung einer Münzkonferenz zur Zeit keine Folge zu geben. Ich darf jedoch binzufügen, daß, wenn yon seiten eines anderen Staats annehmbare, Erfolg versprechende programmatische Vorschläge gemacht werden soliten, ich meinerseiis gern bereit sein würde, die Betheiligung Deutschlands an einer inter- nationalen Beratbung solcher Vorschläge in Aussicht zu nehmen. (Braiw! rechts,)
Auf der TageSordnun steht die dritte Berathung des von den Abgg. Bartl), ?Kickert und Gen. eingebrachten Geseßcntwurfs, betreffend die Abänderung des Wahl-- geseßes für den Deutschen Neichstag.
Abg. Graf von Mirbach (dkons): Bei der früheren Beratbung haben Verschiedene Herren mich genannt und liebenSwürdig meiner Aeußerungen im preußischen HerrenbauCe gedacht. Ich acceptiere dieses Wohlwollen, aber ich muß Verwa rim dagegen einlegen, daß man aus meinen Aeußerungsn Schlußk:) gerungen zieht auf die Partei, der ich*angeböre; ich habe auSdrücklich erklärt. daß ich nur für meine Person gesprochen habe. Ich glaube aber, ich stehe in meiner Partei nicht ganz allein da. Ich ging damals von einem Aussprache dks früheren Reichskanzlers aus," der mir gesagt hatte, wir solltenkdie Majorität nicht_über dieYutoütat stellen. Darauf erwiderte ich, wie man die Autoritat (? enuber dem Reichswabltecbt, welches auf der Majorität berubt, anßü ren könne. Ich habe damals aucb, vom Staatsstreich sprechend, ausdrücklich erklärt, daß ich dabei nicbt an das Schwert denke. ch babe aucb ausdrücklich gesagt, daß auf Grund des bestehenden Wahlrechts niemals ein Reichstag zu erlan en wäre, Welcher die Initiative zur Aenderung des Wablrecbts ergr sift. Ich habe gemeint, das; das vorsichtige Zusammenwirken aller be- sonnenen Elemente eine Wablrechtßreform herbeiführen müsse. Jeb würde den Vorschlag machen, daß man das Wahlrechtsalter hinauf- se t, da das jugendliche Alter nicht geeignet ist, die Tragweite po itiscber Akte zu übersehen. Ich möchte jeden der Herren an sein jugendliches Alter erinnern. Die ganze Wablagitation, die jéht direkt zum Stimmenkauf efübrt hat, würde einen anderen Charakter annehmen, wenn das WaJlrecbt nicbt geheim wäre. Die Regierung und alle Parteien würden ihre Ansicht geltend machen, das ist ihr gutes Recht. Es würden dann keine perfiden Mittel mehr angewmdet werden. Es sind da Leute zu mir gekommen, die erklärten, da sie ja mit mir einverstanden seien, aber sie hätten eine Mark b ommen für eine anderweite Abstimmun, Ich habs den Leuten gesagt, stk sollten das Geld behalten und Stimmen, wie sie wollten. Aber die
nen haben nicht genug Vertrauen zur Ueberzeugungskraft ibrer
nfichten. Ich habe nur meine persönliche Ansicht außgesprochen: eine Aenderung wird in der nächsten Zeit nicht erfolgen. Ick bin
arbeitet,