j
* ' *Wandluns ekangendm Neft der TageSordnung-* ifi nur noch ein Wilka des Nauatisckpenng'ein'sz: der sich auf die Farbenblindheit eleute bezieht und von Dr. Noebt-Hamburg begründet wurde,
.von allgemeinem Intereffe. Der Antrag lautet: .Der Nautische , in zu Hambu-r Fkt es für wünschenSsvertb, daß Leute, die sich . dem Seemannoberu ( «Men )- widmen wollen vor der erstmaligen Anmusterun auf Farbenblind eit und Sehschärfe geprüfx werden,
und daß die e Unterkuchunadei dex Steuermanns- und Schif' rüfung
*wiedtxbolt_ Werde. Farbenbli'nd'e 'und solch; Leute, deren..Se schärfe,
_ 'iexnigeyalo. der, normalen beträgt... sollennicbt angemuftM. wexden,
Mm„ „soweié St_euermanns- und Schiff. k-As ,irqyten in Betraxbt kaen, soll denselben die efugniß sur „usü U ad dieses. Gewerbes vyxenibaltenwerden. ,Die rüfung aui'Farbenblin beit ist naeh dem Holmgreen'scbe'n Verfahren unter gleichzeitiger Anwendun von far- bigen _ eitenlicbtern zu. vollziehen. Der Verein hält die' 'e-Verufs- ens en chUft für die geeignete Instanz zur Ausführun? dieses Be- fiblu es.“ Der Antrag wurde angenommen und sodann d 8 Tagung geschlossen.
Laut Tele ramm aus Oberhausen ist die zweite eanlische Po)? über Vlisxingen vom 17. Februar aus- geb leben. Grund: Nebel au See.
Laut Tele ramm aus Herbesthal ist die weite englische Po t über Ostende vom 18.Februar aus;; lieben. Grund: Unfall auf der Strecke London_Dover. kx.- Laut Tele ramm von Köln (Rhein) ist die rückständige zweite engliJche Post über Ostende vom_ 18. mit der recht- zeitig eingetroffenen dritten Londoner Post mcht mitgekommen 1xnd Zvird vorausfichtlich nun erst mit der heutigen ersten Post einge en.
Bremen, 19. Februar. (W. T.B.) Norddeutscher Lloyd. Der Reichs - Postdampfer „Bayern“ hat am 18. Februar Nack)- mittags die Reise von Southamyton nacb Genua fortgeseßt. Der Reicbs-Postdampfer ., Preußen * ist am 18. Februar Vormittags in Suez angekommen. Der Postdampfer „Ha le“ hat am 17. Fe- bruar Mittags, Liza rd passiert.
Theater und Musik.
SGiller-Tbeater.
Fedor von Zobelti ' Schauspiel .Obne Geläut“, das vor zwei Jahren im Lessing- beater lebhafte Anerkennung fand. kam vor eftern auch im Schrller-Tbeater erfolgreich ÖM Aufführung. Die es märkische Bauernstück mit seinen knorrigen estalten, seiner
, kräftigen dramatischen Bewegung und mit seinem alten, hier im Sinne der verzeihenden cbristli an Liebe gelösten Problem von dem jungen Mädchen, das einma den Pfad der Tu end verließ, packte die Hörer wiedex mächtig und rief stürmische Beifa säußerungen hervor. Der allgemetne Eindruä, den das Stück im Gegensatz zu den bayerischen und österreichischen Bauerndramen hervorruft, ist ernst, raub, fast düster. „Mildere. jedoch keineswegs bessere Sitten als das märkische Bauernvolk, wie der Autor es schildert, entwickeln zwar die Yersonen aus der gebildxten bürgerlichen GeseUscbaft; aber es fehlt der
(bilderung dieser dörflichen Gemeinschaft jener Heitere, vom Humor erzeugte Lichtblick, der die süddeutschen Bauernstücke meistens erbelit. Das Stück wurde über Erwarten gut espielt. Fräulein Pauli wirkte in der Hauptroüe rührend durch S lichtbeit und Jnnigkeit ihres Wesens. Der schwankende Charakter des Gutsbefißers Moeller kam durch Herrn Bach trefflich zum Außdruck, und die cynische Lebens- anschauung des Kreispbyfikus entwickelte sich breit und sicher in der Darstellung des Herrn Laurence. Am kräfti sten und eindruckvvüsten traten die Figuren , des knorrigen alten Lebn?chulzen, der von Herrn
ategg. und des milden jungen Pfarrers, der von Herrn Patty mit
uSzeichnuna gegeben wurde, hervor.
dieSmalige *
Konzerte. "* '
Jm -Saal Bechstein veranstaltet am 6. März, Abends
74 Uhr Frau H. von Barby ein Konzert zum Besten der Auguste Victoria-Krippe in Potsdam und des Kaiser Lriedrich-Kinderbeims in Bornstedt. Profefsor Heinrich artb und Arma SenkrM-éofmann werden_ neben Frau von Barby ZZZäemWiZkeY. H?hrskhasta etäZ dieIFaixZZ riedrichssowie F?ndere *u oe rr “ en* aen r ', * enenzugea . mm zum Preise von 5 bezw. 4 und 3 .“ sind bei Bote u. BVL käufiich.
Im Königlichen Opernbause gelant morgen zum Ge- dächtnis; von Ambroise Thomas des KomponiLten Oper .Mignon' in“ folgender Besetzung zur Aufführung: Mignon: Fräulein Rotbauser, Wilhelm Meister: Herr Philipp, Pbiline: räulein ' Dietrich, Lothario: Herr Bes, riedrich: Herr Lieban, La'Értes: Herr Schmidt. Kapellmeister Sucher dirigiert.
Jm Königlichen Schauspielhause gebt morgen Richard Skowronnek's Lustspiel „Die kranke Zeit“ mit den Damen Schramm, Foppe, Conrad, von Mayburg und HaUSner sowie den Herren i oZmer, Molenar, Hartmann und Heinein den Hauptrollen zum 12.Mal n Ocame.
ür das Berliner Theater ist an Stelle des mit dem Ende der d esjährigen Spielzeit auss eidenden Ober-Negisseurs, . errn Carl Schönfeld der derzeitige Ober- eqisseur des prtbeaters in ldenburg, Hervé Georg Dröscher als Ober-Regiffeur und Darsteller verpflichtet wor en.
Der Hofpianist Georg Liebling wird an seinem zweiten Klavier-Abend in der Sin -Akademie (26. Februar) außer Werken von Beethoven, Schubert, hopin und Liszt auch vier eigene Kompo- sitionen zu Gehör bringen, welche soeben im Druck erschienen find.
Mannigfaltiges.
Die Freie photographische Vereinigung hältibre nächste Sißun am reitag, den 21. d. M., Abends 7& Uhr, im kleinen Saal ck Nr itekten-Haufes (Wilhelmstraße 92) ab. Die Tages- ordnung lautet: 131'. 11168. (H. SeUe: Ueber meine Versuche, in naturgetreuen Farben zu pbotograpbierkn; Geheimer Medizinal-Rath, Professor Dr. G. Fritsch: Ueber die Schwierigkeit der Wiederbelebung der Stereoskopie; Sana]. 1UZ'. Fans Schmidt-Müncben: Neue Ent- wickangSart von überexponierten ufnabmen; Vorlagen, Beantwortung von ragen.
Wißmar, 17. Februar. Bei, der alljährlich zunehmenden Ve- liebtheit der von dem hiesigen Kapitän Bade geleiteten Sommer- Ausflüge nach Norwegen ,und Spißbergen hat fich Letzterer entschlossen _ genügende Vethetligung Vorausgesetzt _, auch in diesem Sommer zwei solche Reisen nach dem hohen Norden zu veranstaltkn. Beide Fahrten werden dieSmal mit ganz besonders interesanten Ereig- ni en zusammentreffen. Die erste Fahrt, im Juni, wird sich dem Dampfer an cbließen welcher die kühnen chwedifchen Forscher Andrée und Ge- nossen nacß Spißbergen führen Tol], von wo aus diese mit ihrem Polar- Ballon die beabsichtigte Luftre se nach dem Nordpol antreten wvlicn. Auf der zWeiten Fahrt, im Nu ust, wird fick) die seltene Gelegsnbeif bieten, die dies abrige, im bo en Norden fichtbare totale Sonnen- Ztknsternix; auf pitzberqen beobachten zu könncn. Infolge diessr
aturer cheinuns wird fich der merkwürdige Fall ereignen, daß während des monatelangen Tages des arktischen Sommers auch eine "Stunde Polarnacht eintreten wird. Kapitän Bade trifft bereits jeyt seine Zimifsaffendsten Vorbereitungen für diese beiden außergewöhnlichsn ? en.
London, 19. Februar. Nach einer bei Lloyds eingegangenen Depeséhe aus Port Said Vom heutigen Tage ist der deutsche Postdampfer .Kanzler“, auf dem fich Cecil Rhodes befindet, gestern im S-uez-Kanal aufgefahren. Das Schiff wird aus- geladen werden. Die Schiffahrt ist gesperrt.
* interesanjen Aörölithe-i».
' stücke auch in den erstgenannten Provinzen *niedergegangen sein;)oé'
Mad'rid. ImMéteorologiscben Institut zu Müdriv
laufen, der „Köln. t „cksz ol e, n- immer Tel ,' „Zs f KandeeramMMane ab.;
roßen Theil Spaniens in
s stelité-ficbxje t Heraus, .daß die Erscheinung ni t nur in ei
sehr weiten Um eise gesehen, sondern daß auch. das Krachen "Y *
Explosion oder derExvlosionen. wxitbin, d. 1). mindestens. bis zum Ebrogebört worden ist. „(Gesehen wurde die FMM'JZÄedo den bisher vorliegenden Nachrichten in der, Provinz Valerimjck, ferner m den rovinzen Barcelona, ucßca, Saragoffa, Lo web“- in westlicher icbtung auf dem „ bservatorium der H; o, Estrella ( ortugal), ég sogar auf einem der Lissabon ÜLrn Lebenden, er e; in udlicberx. Richtung in Lucena (Cordoba) um“ a Carolina Jaen). Abgesehen vvn-Madrid selbst, follean-und der Provinz Valencia,_ in Fontrubi (Barcelona). j " Mataro (Barcelona) wolien eine Flamme ins Meer Wfa)" ehen“ ferner wurden Meteorfälie beobachtet in CaLpe, Moratä U;? ueb a, (Sarggoffa); bei Barbastro( ueSca) soll durch ein Bkuchstück eitii dOldivsxnharn in Brand geratben ein, von einem anieren Punkt w r a roüo) wi man mehrere Meteore aden fallen ehen. Der ?cheiniüberth„vielbelllxzchtend? Sonne;; etwa so, L?sls ,x)? dererZFeLlle; von e nem pte e zuru gewor en wür 8; er war o t rker a eines BliYes. Z) ls d" steklun der Richtung, die' das Meteor genommen hat. Das tn l?)ikadrit gsedeene Bruchstück wird auf seine chemischen Bestandthejxe n un er u .
Christiania, 18. Januar. Gegenüber den Acußerungcn des reiberrn vo'n Nordenskjöld schreibt Nansen's rivatsekretär andidat Christyfersen in der Zeitung .Morgenbladet': ansen köxm,
mit seinem Schiff den 85. Grad und von dort mit Schlitten »; Nordpol er_reicht haben. Alle Vermuthungen bingen davon ab, ob die Eisverbaltntffe im Fabre 1893 besonders günstige waren. Daß dies der Fall gewesen sei, bewiejsen Berichte, nach welchen am 24. SW- tember 1893 am 79. Grade Els nicbt angetroffen wurde. Um dies. Zeit Fönnte Nansen bereits den 85. Grad erreicht haben. Die Msg. lichkett hierfiir sei durch die Schnelligkeiten der Reisen Lockwood's und Payer's bewiesen.
D e n v er (Colorado), 18. Februar. Einer Meldung des „Renis:- schexz Bureaus' zufolge fand in der Koblengrube „ Vulkan “, im Bezirk Newcastle, eine G a s e x pl 0 s i 0 11 statt, durch welche 55 Gruben. arbeiter getödtet worden sein sokien.
Buenos Aires, 18. Februar. Wie dem .Reuter'schen Bureau“ aus Rio de Janeiro hierher gemeldet wird, sind aus Desterro Nachrichten eingetroffen, denen zufolge cine deutsch; wissenschaftliche E Pedition von Indianern überfallen und der Forschungsreisende rrmann Mevkr verwundet worden ski.
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
„ Wien, 19. Februar. (W. T. B.) Der Reichskanler "urst zu Hoshcnlohc-Scksllingsfürst und die Fürßin Zobenlohe md heute früh nach Berlin zurückgereist. Der deutsche Botschafter Graf zu Eulenburg und der Legations- Ratl) Prinz von Lichriowskt) hatten sich zur Verabschiedung auf dem Bahnhof eingefunden.
(Fortsetzung des Nichtamtlichen in der Zweiten und Dritten Beilage.)
onta „ “* ufregung verseßje „( ZJYNLFYZU
Lleiche von einem Stroblaßer gemeldet; in Agonciuo (Lok, *
ennoch verhinderte das Sonnenlicht die genaue Fes). '
Wetterbericht Vom 19. Februar, 8 Uhr Morgens.
._.-__
Stationen. Wind.
Bar. auf 0 Gr.
u d Meeressp Temperatur in 0 Celsius
'59 C. = 40 R.
céd.'in Millim
Belmullet. . Aberdeen . . Cbristiansund Kopenbalgen . Stockho m . xHTML '
. er urg Moskau . . . Coerueens- CtMlTn . . . er our . i.... „“.. vlt ..... burg . . wanßmün'yse en a rwa er Memel . . . xis . . . .
„a T.)“ *]
wolkenlos bedeckt Nebel 2wolkig S nee S nie
bedeckt beiter wolkenlos wolkenlos wolken1.1) bedeckt?) Dunst bedeckt wolkenlos wolkenlos Nebels) halb bed.4) wolkenlos halb bed.5) 769 3 bedeckt 770 stili bedeckt 771 O 2 bedeckt
*EUR] SINN) O'OO
YOOOSSWV
..) R] W | 7-1
774
752 760 764 767 767 770 773 772
764 765 767 767 7 67 769
» * »WMQUSSSWHWSWW
762 SSO 5 bedeckt . . . . 768 O 2wolkenlos . 768 still wolkenlos
N;)elxiiei'f.' 3) Dunst. 3) Reif. *) Reif. 5) Reif,
Uebersicht der Witterung.
Das Hochdruckgebiet, wel es gestern West- und Mttel- uroxl3a überdeckte, at sicb ostwärts na Rußland ver e t, während auf dem Ozean westli
von Irland e ne tiefe Depression eréckziene ist. bei
Herannaxen das Barometer au en ritischen
ehr lark * Zefallen ist. In Deutschland
ft , _s wachen süd.chen bis östlichen Winden das
Wetter 1 eiss beiter, theils nebli , im westdeutschen
Binyenlande _, iemli kalt, an iLexx Küste und im
en mild. ieder chläxe werden nicht gemeldet. W„,rmeres Wetter demn obst „wahrscheinlich. * Deutsche Seewarte.
I Theater. '
Wigliche §chauspiele. Donnerstag: Opern- haus.; 45. Vorstellung. Mignon. Oper in 3 „Akten vxns AZHWsts-YWZJ' THÜ WM:.
1) e' n oman , _ MIKE Leßrjabre' 'von Michel Carré und Iulx
WPQOQWWQWHWHW»__YUQO
Barbier, deutsch von Ferdinand (Humbert. Baliet von Paul Tagblioni. Dirigent: Kapellmeister Sucher. r.
Anfang 7.) U
Schauspielhaus. 51. Vorstellung. Die kranke Leit. Lustspiel in 4 Aufzügen von Richard
kowronnek. In Scene gefaßt vom Ober-Regiffeur Max Grube. Anfang 7.) Uhr.
Freitag: Opernhaus. 46. Vorstellung. Fidelio. Oper in 2 Akten von Ludwig van Beethoven. Text nach dem Französisäpen von Ferdinand Treitschke. Anfang 7) hr.
Schauspielhaus. 52. Vorstellung. Sonder-Abonne- ment 13. 8. Vorstellung. Wallenstein's Lager. Schauspiel in 1 Auszug von Friedrich von Schiller. _ Die Piccolomini. SYauspi-sl in 5 Aufzügen von Friedrich von Schlüer. nfang 7x Uhr.
Deutsthes Theater. Donnerstag: Liebelei. 7?) UZZPrhe-r: Der zerbrochene Krug. Anfang r. cFreitag: König Heinrich der Vierte. Sonnabend: Liebelei. _ Vorher: Der zer- brochene Krug.
Derlmer Theater. König Heinrich. Anfang 74 Uhr.
Freitag (23. Abonnements-Vorstcllung): Faust.
Sonnabend: König Heinrich.
Donnerstag:
Fiessmg - Theajrr. Donnerstag: Der Thron seiner Väter. Anfan 7) Uhr.
Freitag: Drittks Gaßspiel von Hedwig Niemann. Madame Saus-Géne.
Sonnabend: Zum ersten Male: Jungfer Immer- rjixt. Schauspiel in 1 Aufzug von Ernst von
11denbruch. (Hedwig Niemann als Gast.) _ Kieran)“: Zum ersten Male: Der Junge von
ennersdors. Volksstück in 2Aufzügen von Ernst von Wildenbruch.
Keßdenz - Theater. Direktion: Sigmund Laufenburg. Donnerstag: Hotel zum Freihafen. (1.116th an [„ihre Rebaueo.) Schwank in 3 Akten von Georges Feydeau, über eßt und bearbeitet von Benno Jacobson. Anfang & Uhr.
Freitag und folgende Tage: Hotel zum Frei- eu.
'edri -Wilelm ti ez T at . F" ck CbatklsjseeftranßiewWsÖhW "he er
Donnerstag: Mit großartiger Aus tattung an Kostümen, Dekor onen _und Requiéten: Der H Berleiber. „ usskattungs-Kom te„mit Gesanß un aUet in 10 “Bildern vpn, sus Keller, an Louis ann, mit. tbeilweißer, e_nnßung einer des des Mark Twain. Muß von Louis, Noth. SIMTEK t ZZ? IzulfiY ttpsFubDirigent: „ _ er an . n an r. ' Freitag: Der Hnngerleiber. g
Neues Theater. Schiffbauerdamm 44/5. Donnerstag: Gastspiel des Herrn Franz Tewcle vom K. u. K. priv. Carl-Tbeater in Wien. Der Yerr'Direktor (Monsieur le oltootour). ustsptel in 3, Akten von Alexandre Vision und abrtce Cartes. Deutsch von Ferdinand Groß. n Scene gesetzt von Sigmund Laufenburg. _ Vorher: Ein Zündhölzcbeu zwischen wei Feuern, Schwank tn 1Auizug nach dcm ran- 7Tfis1c1blxn des H. Honoré yon Géorg Hilti. Anfang Q
Freita und Sonnabend: Der Herr Direktor. Z Vor er: Ein Züudbölzchen zwischen zwei
euern.
Sonntag Nachmittag: u halbe i : D r Militärstaat. Z " Presen c
DW Baumeister-Gastspiel beginnt am 2. März.
Theater Unter den Qnden. Direktion: IuliusF sche. Donnerstag: Vorletztes Gastspiel der Frau etterson-Norric. Dieschöne elena. KoYZsMdOYIette Y 3 AktethZorsiikMeilJc und
y, eu von . ovp. u von acques Loffenback). Dirigent: rr Kapellmeister Feder- mann. _ Fterauf: Musikalische Scher e. Großeß Balla ile, arrangiert vom Valletmeiter I. Retfinger. Anfang 7; Uhr.
Freitag : Letztes Gastspiel der Frau Pettersou- Norrie. Die schöne Helena. _ Hierauf: Mufikalische „Scherze. Großes Ballabile, arrangiert vom BaÜetmetster J. Reisinger.
Sonnabend: Boccaccio. _ ierauf: Musika- lische Scher e. Großes Ballabi ?.
Sonntag, tacbmittags 3 Uhr: Bcibalben Preisen: Der Pettelftudeut. _ Abends 7) Uhr: Boccaccio. _ Hierauf: Musikalische Scherze.
Adolph EMWTULUM. Donnersfag: Char- leh's Tante. Schwank in 3 Akten von Thomas Brandon. Repertoirestück des Globe-Tbeaters in London. Ju Scene geseßt von Adolph Ernst. _ Vorher: Die Bajazzi. Parodistiscbe Posse mit Gesang und Tanz in 1 Akt von Ed. Jacobson und _??er Jacobson. Musik von F. Roth. Anfang
r. Freitag: Dieselbe Vorstellung.
Zentral-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30. Donnerstag: Emil Thomas a. E. Eine tolle Nacht. GroJ Ausstattungsvosx mit Gesang und Tanz in 5 ildern von Wi . Mannstädt und „[MS Freund. Musik von Julius Einödsbofer. Scene geseßt vom Direktor Richard Schultz. ie Tanx-Arrangements vom Balletmeifter Gund- lacb. Anfang 7x Uhr. Freitag: Eine tolle Nacht.
Konzerte.
Jonzert 151315 Y:karl Meyder - Konzert. onnersta : uv., arcoS ada“, A ber. .Di lustiger) Wei r von Windsor“,p Nicolail.l Wiegen?
lied von Schubert. Phantasie aus .Traviata'vm Verdi. Walzer „Wicner Modeln" von Zieirer. Potpourri ,Allotria“ von Linke. .Zigeunerrveisen' für Violine von Sarasate (Herr Carnier). .Edil- iveiß vom Simmering“ für Piston von Hoch (Hen Werner).
Baal NWÜLM. Linkstraße 42. Donnerétag, Anfang 8 Uhr: Konzert der Sängerinnen Breg- Behrens. Beihl. Benecke, Bachler. Huber- Kornatis„ Loffeu. v. Senfft, Stoeckiüjt- v. Türkheim, unter gütiger Mitwirkung Von Frau Amalie Joachim.
Zirkus Renz. Karlstraße. Donnerstag, Abend! 7) Uhr: _Gxierorskeliuug. Aufführung deé Llroßen miltiärischen Ausstattunaöfiücks 1870/71-
ußerdcm: Auftreten von nur Künstler-Svezialttaten aUerc-rsten Ranaes. Vorführung der berühmte" Original-Tressuren des Direktors Fr. Renz- Auftrcten fämmtlicher Clowns und des "081113th Original-August Mr.Lavater Lee. Alles Nahcre aus Plakatkn erKchtlich. .
Freitag, ' bknds 71) Uhr: Große humoriftlsihk Gxxra-Vorftenung. 1870/71. „
Sonntag“: Zivei Vorstellungen: Nacht!"trage 4Ubr (ermäßigte Preise und 1Kind unter 10 Jabs": frei): 1870/71 und Abends 7T Uhr.
«H- - .- -
Familien-Nachrickxteu.
Verlobt: Freiin Irene von Ende mit Hrn. FW- Lieut. Roderich von Roeder (Dresdkn-Neuiadt- Auf dem Hügel bei (Essen). - J" Gertruk Wagner mit Hrn. Jabrikbesißer Friß m (LMM bielau_Reichenba i. Schl. „
Geboren: Ein Sohn: rn. Franz von DON? (Rüagow). _ Hrn. Ham) mann voithto (OSK; _ rn. Oberförster Hoffmann. (,Psetlswalde ck Niko aiken, Ostpr.) _ Hrn. Amtsrichter OMD (Festenberg). _ Eine Tochter: Hr". Major“ ' von Reckow (Marburg). _ Hrn. Lieut. Grail" Carl von Pourtalé-s (Berlin). !
Gestorben: Hrn. Major Wirk Tochter erentrcncll (Meß). _ Hr. Kammerherr Carl von U?"- ZNkustreliß). - Hr. PfarrerKariSabolz KYD
lut). _ r. Geheimer Justiz-Ratb *
Eberhard (3 reslau). - Hr. Rittergutsbistift
Carl Tripke (Obexnlgk).
„-
Verantwortlicher Redakteur: Si em enroih in Berlin. Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin-
Druck der Norddeu en Bu druckerei und Verlass“ Anstalt Berlin FTM, Wk „elmstxaße Nr. 32-
Acht Beilagen (einschließlich Vörsen-Beilase)-
Erste Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
)Y' 44.
Berlin, Mittwoch, den 19. Februar
1596.
' | ' |M“,
Königreich Preußen. Finanz=Ministerium. Vekanntmachung, betreffend die Ausführung des Stempelsteuer- gcscßes.
Vom 13. Fsbruar 1896.
Zur Ausführung des am 1.“ April 1896 in Kraft tretenden Stempelsteuergcseßes'vom 31.3111; 1895 ((HcscßSamml. S. 413) wird vom Finanz-Mmister im Einverständnis; m1t den Minist-xrn "1: Handel und Gewerbe, dex iiffentltchen Nrbeitsn, dcr geist- lichen- Unterrichts: und Mcdtzmal:Angelegenk)eiten, der Justiz
und des Innern Folgendes bestimmt:*)
1. Abschnitt. Von der Pflicht zur Entrichtung der Stempelstcuer. ' ,u § 5 des Geskßes.
]) Uebkr die uias igkeit der im zweiten und dritte'n Absaß
erwähntén Stempklteuerbefremngkn pntscheidet dkr Finanz-Minister. Zu § 16 des Ge WW.
2) Wegen der Stewpt'lerxmttungen dcs zweit?" Absatzes kommt die Ziffer 18 Absaß 1 dieser Bekannxmackyung zur Anwendung.
3) Die in einer andererx ais der Reickyswäbrung ausscdrückten Summen werden _nacb dem fur dre Erhebung dcs Wechselstempels Vom Bundesrat!) festgetcßten Mitielwertbcn umgerechnet. **)
Zu § 7 dss Gesetzes.
4) chn dex Werth dcs Geacnstands einst Urkunde fick) nach dem Leiensaltsr einer Person barschnet, so smd die die Vkrsieuerung vornebmkndkn Behötrxcn und Béaniien einschliußlich der Notare ver- flichtet, die thbkrltgten über daS bekn-Zalter zn kcfragkn und das- kelbe, faUs fie cm? genügsnde Auskunft Criaiigi'kl können, auf dsr Ur- kunde zu Vermerken.
5) Die Festseßung und Einziehung de-r Ordnunqsstrafcn des zweiten Absaßek) crfolgt„nach frucistloscr _Androbung im nge den: Ver- fügung durcb dre Hauptamtkr. Jn dcnjsmgkn Fäükn, in denen das Ermit- telungLVerfahrén Vor den Stcmpeistxuerämtern schwkbi, ssZ-xn diesc dic Ordnungsstrgfezt fest und übeWcifen sik,- den Hauwtämtern zur Ein- ziehung. D!? im §15 dss kasßcs crwäOUtc'tchbörden und Bkamtcn haben unter Mittheilung dcr Yskbandlumien das zuständige Hauptamt um Festikßuna de'! Ordnnxigsxtrafsn zu Lrsnchcn. Sie sind von dem Ergebnis; durxh dlc .).)Juytamter zn bcnachrichkigcw
Gexen dre Strasscstjsßungsn findkt Beschwerde an dSn Provinzial- Steuer- irekwr statt.
6) Bei dcr Crmittclung dsr für die Berechnung dsr Stsmpsl-
_ steuer erford€rlichcn Gxundiagsn ist dic Enistshung von Kosten thun-
lichst zu Vcrm€id€n.
7) Di? Bestimmupg' über dix; Ausscynng der Zahlung des streitig Jsbliebenen Stkm'ch 11110100 L_kcjckxrcilung dcs Rech'rswsgeéz findet nur ,lnwendung auf diejenigen Betrags, Mick)? wkgen NicinnnJHVLrschieden- beiten zwiscbkn den StEULrbchördkn und Stcusxpflichtigkn über die Höhe des Wertbs dis Gegknstandcs strcitig geblicbcn sind, nicht aber auf dixjenigßn Stemvélheträgk, welchc streitig sind, Weil die Stéuer- Fflsickpjatgen ihre rcchtitche Vcrpflichtung zur Zahlung übsrhaupt e retten.
Die Ausscßung dkr Einziehuna des Stcmpcls bat zur Voraus- skßung, daf; die St€11crvflichtigcn dis Zustellyng dsr Klagk üblrzeugénd
nachweisen. Zu § 8 kW GEsLBLs.
8) Eine AUÖsCBimg dcr Mrstcncrung WME" Unbcstimmtheii dcs Wertbs des Gegknstaxzch ist dann nicht zulässig, we'nn L's möglich ist, den Werth dos (HkgcmtanBCs dcs Gsschästs, )1'1'1111 auch nur annähernd, sogleich fcstzustsklcn. Nur wenn ein Gcschäft sLian Inhalt nach so _unbcstimmt ist, das; fick) dex Werth dessklben auch nicht axmabernd schäykn läßt, ist die Erbkbung dss Stempsls bis zur erfolgten Ausxübrung dcs Geschäfts auszuskßin oder Wilm es fiel) um fortlaufende odcr zu gcwisssn Zsitcn wicderkchrknde LexstunÉen bandclt, Von 3611 zu Zsit _ etwa Ulljäbrlici) _ Vorzunebtnkn. Dkk erecbnung des Stempels [181_Ukk11110911 über Geschäfts der letzteren Art richtet fick) nach dem Gc1ammtw€rtbe dss Gcgcnstandes, dkrgestalt, das; auch die bei Vornahme dsr Einzelnen Vkrstcuc'rungién ]?0 .“: oder weniger bktragcxiden Wcrtbc nicht außer Bitrachtbleibsn durfen, sondcrrx dsn bsrcits werstcucrtcn Wcrtlykn bcbufs der Nach- Verteuerung [Unznzurecbnen find. Wsnn bcispiclswcise bci eincm leserungsvcrtrage dsr nach Ablauf des crstcn Vcrtragsjakyrks auf 450 „zs. fcstgestelite Licfkmngsprsiz mit ,; v.H., also mit 1,50 „44 Nr- sieuert worden ist und fich nach Ablauf dss zwcitkn VcrtragSjabres em Prcts yon 150 .)6 ergiebt, so sind diese 150 „16. nicht stLUerkLi, 1911de11 sie untsrlic'gen Lincm Stcmpkl Von 50 «3, weil de'r stkmpel- Mlchttgc Gcsammwreis am Schluß dss zwkitcn Jabrcs 600 „M (450 + 150 W) und dar davon 311 intrichtende Stcmpsl 2.44 bcträgt. „ Zu Urkunden, aus welchcn cin bestimmtsr Wcrtl) sogleich erfichtlicb ist, in dcnc'n aber außerdxm Lkistnngcn Von unbestimmten, erst später ichä8barsn Werther! ausbkdungcn smd, ist dsr Stempel von dem
*) Anmerkung: Dis Béstimnxnngsn, bstrxffcnd Das gerichtliche StemPklwxsM, wslchcs in eincr bkionderen allgcmkinkn Verfügung des „Finanzf-Mtriistcrs und des Justiz-Ministkrs gcrcgclt ist, sind hier nur insoweit aufgenommen, als sie fich aus Amlaffungen (Tarifstclle 8 dss Gese LI), und auf EintragungSanträge (Tarifstclic 2 lesaß 4 bis 8 und arrfftelle 58111 VCI Gesetz») beziehen.
**) Anmxrkun :
Gegenwartig )g'md folgende Mittklwerthe zu Grunde zu legen:
] suddeutscber Guldkn sowie ein Guldsn niederländischer Wäh- rung.........
1 Mark'Banko . . . . .
1 ßxtsrrexcbifcher Gulden Gold .
] oterreichtschcr (Gulden Silber oder Papier . . . . . .
1 österreichische Krone
1 Finn?) Sterling . . . . 1 finnische Mark,
» » o * IK
* .
x .
Op-k »»|-* ZFI ZZZ !
W K
rij „&?ij s t © ld
pam e e e a o .
1 !paniscber Piaster . . .
100 pani che Realer: . .
1 p„ortu iesiscber Milreis
1 turkisJer Piaster .
] rumanischer Xiaster
] rumänischer eu . .
1 polnischer Gulden . .
1 ru si; er Silberrubel.
1 ru si er Goldkabel . schwein che norwegische d ns e onen .
1 dänischer Ri sdalex
1 schwedtscher iksdaler Spezies RikZDaler . .
1 amerikanischer Donar
- .0 FTZZZY
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83359 I F Z.? Z
*
oder
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Zrfixbtltchen Werthe sogleich zu vermenden, die Beibringung des ubrigen Skemvels aber nach der Vorschrift des vorhergehenden Ab- saßes zu [)x-wirken.
_Ummttkibare xder mittelbare Staatsbebörde-n smd hinsichtlich der Von rbnen :mt Privatpersonen abgeschlossenen Verträge, bei denen der Wert)) d-xs Ge enstandes unbestimwt ist, Von der Pflicht zur Vorlegung an die Steuer ?börde entbunden und befugt, die Verstkuerung dieser Urkundan obne Mitwirkung der Steuerbehörden vorzunehmen.
Zu § 10 des Geseßes.
9), W21111 bei Rechtsgeschäften über mehrere, Verschiedenen Steuer- sätzeu unterliegende Gegenstände in der Urkunde das Entgelt ohne Angabe der, Einzelwertbe ungetrennt in einer Summe oder Leistung venrabredét rst (Zlso beispielsweise in einer den Verkauf eines Grund- sisucks nebst Bellas; enthaltenden Kaufurkunde nicht besondere Werthe fur das Grundstück und den Beilaß angegeben md oder ein Werk- verdingungsvxrtrag nichts darüberentbält, wievis von dkm bsdun enen Gesmewrerschf den Materialicnwertk) und wieviel auf Ar 8119- ergutung entfaüt), so haben die Steuerbehörden die Wértbe dec emzelnen ngenstände auf der Urkunde zu vermerkkn, sofern es Von den Urkundengussteliern oder einem dkrselben oder deren Vartretern oder Beyollmathtigtsn bei dcr Versteuerung vsrlangt wird und die im ZW dkTGejeßes angegehenen Fristen noch nicht abgelaufen smd.
er bszuglube Vexmerk tft Von dem Antragsteller zu unterschreiben uxzd Von _dem ausnebmcndcn Beamten mit dem Datum, der Be- zxtcbnung dcr Amtsstklle und seiner Namensunterscbrift zu versebsn.
' Gsben die gemachten Wertbangabsn bezüglich ihrer Richtig- keit zu Bedenkt) Anlaß, so hat die Stsuerbebörde aus der Vertragsurkupde emen Außzug, soweit er für die Stempelpflichtigkeit von Belatzm ist, oder auch nur einen Vermerk zu den Akten zu fertigen und dcmn'achst das Erforde'rlichk wegen Ermittelung und Vkrsteuerung ZLI iizlirsk711chen WettbG nach den Vorschriften des § 7 des Geseßes zu
Crana en.
11. Abschnitt.
Von der Erfüllung der Stempelpflicbt und den Folgen der Nichterfüllung.
Zu §§„14 und 15 des Geseßes.
10) DLL“ Vexkau; von Stempelmateriali-Zn ( Stempelpapier, Stempsl- markc'n, Stcmwcldruckformularan, Stkmveldkuckbogen) erfolgj durch die Ymisstklic'n dEr Verwaltung der indirkktenSteuern, nämlich dic Haupt- Steuer- und_Haupt-Zo[länztkr und die diesen nachgeordneten Neben-Zoll- und Steueramtsr (Unteramter). Außerdem smd zum Verkauf die Stemwelinsrtheilcr befugt, jSDOÖ nur innerhalb der in ihren An- stellungL-vxrfüguxgcn vorgeschriebenen Erhebungsgrenzcn. Diese StCUer- stLllsn _ die' Ste'mpelVLrtbciler indessen nur in den ikmen gestatteten Grenzsn _ sind fkrncr Verpflictht, zu schriftlichen Urkunden jeder Art jZ nach den Wünschen der Steuerpflichtigen das er- forderliche Stlmpklpapier 05er statt desselben Stcmpclmarkcn in ent- sPkLÖLnDCM WLttHL nacb dcr Vorsäyrift der Ziffer154 1 und 11 Nr. 1 dißscr Bekanntmackpung zu entwertbcn.
Außer den in dkm Wrbsrgebenden Absaß bszeichncten Steuerstellen find aÜe anderen Behörden und Beamte einschließlich der Notare vcrpfiichtet, zu den von ibnkn aufge'nommenen Verhandlungen, Eribeilten Ausfertigungen u. s. w. das erforderliche Stempel- papit'r oder die erforderlichen Markku nach der Vorschrift der Ziffer [54 1 und 11 Nr. 2 bis 4 disser Be- kanntmachung zu entwertben. Schiedsmänner sind zur Ent- werthung yon Stempelpapier und Stsmpelmarken befugt, ohne für dic Richtigkeit dcr Stemwelbcrechnung verantwortlich zu sein.
In gewissen Fällen (wsrgl. Ziffer 151; Visser Bckattnttnachang) ist es auch Priwatpersonen, Gesellschaftkn, Gettoffcxtschaf1€n u. s. w. gcstattet, Stcmpelmarken bis zu cinem bestimmten Betrage ohne amt- lichk USÖLUVQÖUUJ zu entwerthcn.
11) Die Haupt: und Untkrämter sowie: die Stémpklvkx'töeilcr haben fick) dsr Prüfung der ibnezi zur Verstkuerung yorgklegten Urkund-Zn Hinsichtlich ihrer Stempelpslichtigkcit zu unterziehen und da- nach dm Stcmpcl 511 bsrcchncn und zu entwerthen und zwar obne“ Rücksicht darauf, Ob di? Stcuerpflichtigen bezw. die die Urkunde Vorlcgenden 6111? Prüfung verlangen oder nicht. Wenn dix? Prüfung unterbleian muß, Mil der Vorle'gcr dc'r Urkunde die Einficbtnahms nicht gkstattst, so ist die Weigerung durch die Worte „Einfiéht dcr Urkunde Vsrweiasrt“ auf dcr Urkunde ersichtlich zu machcn. Entstehen 1":er die Rechtmäßigkeit der Stempelforderung odcr die Höhe des STEMPSW bei der die Entwertbung Vornebme'nden Stcuerstcile Zwsifei, so hat fie dkn nach ihrer Ansicht zum mindistcn erforderliche'n Sthpcl zu erheben und zu entwerthcn und demnächst die (Fntschxidung dcs Vorgcséyten Hauptamts bezw. des zu- ständigen Stcmpelstcueramts darübkr Einzuhole'n, ob der berechneie Betrag der richtige Odi“! wslcbec andcre Betrag zu Verbrauchen set. Hat nach dieskr Entscheidung eine Usbcrbebung Von Stempklgebühren stattgefundsn, so ist die Erstattung des zuviel gefordertkn Betrags Von Atntswegen zu ysranlasfen, während zu wenig entrichtete Stewpel ein- zuzicixcn und nachträglich zu cntwsrtHLn sind, ohne daß bei inzwischsn erfolgter Uebkrsckseitung der gks8ß1ichcn Stempelverwendungsfristen Lin Strafvxrfabrc-n cingsleitet wird.
12) Wcrdkn Urkunden, welche in einst anderen Sp'racbc als der dkutscben abgsfaßt sind, ziir Verstcucrung Vorgelegt, so ist die VCL"- stcuerung durch dénjknng Beamten. w:?lchcr der betreffenden Sprache mächtig ist, zu bewirken. Ist ein solcher Beamter bei der Steuer- bsbörde, Welck): die Verstempc-luna vo'rzunel)men hat, nicht Vorhanden und Entstehen hinsichtlich der Richtigkeit der An aben der Steuer- pflichtigen iiber den Urkundeninbalt Bedenkkn, so it die Urkunde oder eine von der Steuerbehörde zu fer'tigend'e Abschrist derselbsn an dsn Provinzial-Stcuer-Direkfor ernzuretcbst). Leßtercr läßt durcb eincn Beamten seines Verwaltungsbeztxks, welcher der Sprache, in welcher die Urkunde abgefaßt ift, mächtig ist, eine Uebsrseyung fertigen und auf Grund Yteser UeberseZung den erforderlichen “Stempel einziehen. Fehlt es an einem solchen 5 ' so kann die Ueberseyung, sofern „es sichpum, Urkunden handelt„ Wel “ im steuarlichen Interesse von Wichttgkett smd, auch anderweitig an Kosten dsr Steuerverwaltung bescha t wexden.
13) Die nach den bisherigen orschrtf_ten angefertigten und bis zum 1. April 1896 in Gebrauch befindlichen Stxwpxlwerthzeichen (mit Ausnahme der gxstempelten Formulare zu Retjepaffen und zu Befähigungs- und Prüfungözeu nissen für Seeschtffer, Seesteuerlcute und Maschinisten auf Skcdamp schiffen) treten ""t. diesenx Tage außer Gebrauch. Der Umtausch dieser Stempelmatertalten' ist bis zum 1. April 1897 zulässig und erfolxzt nach der in der Ziffer 17 dieser Bekanntmachung enthaltenen Betimmung. .
Die Provinzial-Steuer-Dtrektoren haben das Publikum auf dre den Umtausch der am 1. Aprii 1896 außer Gebrauch tretenden Stempclmaterialien betreffc'nden Besximmungen durch Bekanntmachung in den öffentlichen Blättern rechtzeitig aufm-Zrksam zu machen.
14) Vom 1. April 1896 ab werden die: nachstehend bezeichneten Stempelmaterialicn in folgenden Sorten zum Verkauf gestellt bezw.
b t elt: “ gesemp 1. Stempelpapier.
Der Bogen zum Preise vvn _ .“ 50 ' „4450.25; 3.4«35145075; .“; 15 „44; 20 „44; 25 „ii.; 3
H; :““;
4 .“
' ck;WW;100ck;150M;2 500-44;600- ;700W;800.-M;900./M
Stempelbogen zum Preise von mehr als 1000 „M werden auf bksonderen schriftlich8n Antrag von ckden Haupt-S'teuer- und Hauvt-Zollämtern ausgefertigt. Solche Bogen sind mtt folgendem Ausfertigungsvermerk zu veréséhen:
r ....... Gültig über . . . . „M . . . „3 Stempel buchstäbli
Ort und Datum (Tag, Monat, Jahr in Buchstaben). Das Haupt-Steu.r- (Haupt-ZoU-) Amt. ' SchwarzsteU-ipel. Unterschrift. 15. Stempelmarken. Das Stück zum Preise von 10 H; 20 „z; 50 „Z; 1 914; L&M; 2:74; 24214; 324; ZZ «;(-; 4.14; WW; 5-14; 6-44; 10916; 15 „16; 20 «16;25 W; 50 «56; 100 716
(J. Stempeldruckformulare und -Bogen.
1) Nachstehende nur mit einem preußischen Wertbsiempel (kleineren Formats) in Schwarzdruck Versehene Stempeldruckwrmulare bezw. -Bogen werden von den Haupt-Steuer- und Han t-Zollämtern, den Steuer- und Neben-Zollämtern zum Verkauf 98118 t: &. zu Gsrwerhelcqitimationskarten das Stück zum Préise von 1 c/j4_(T€triff4elle 26);
1). zu Passen „51; Reisen das Stück zum Prkise mm 1x „16 und .) W (Tarifstelle 49);
0.311 Paßkarth das Stück zum Preise von 14 «15 und & „zz (Tarifstxlle 49);
(]. zu Befahigungs- und Prüfungszeugniffen für Seeschiffer, See- steuerleute. und Maschinisten auf Seédampffckpiffen das Stück zum Preise von 14 „ck (TarifsteUe 77).
Außßrdem, werden zu Genehmigungen der Veranstaltung von Lystbarketten m der vorgedachten Axt abgestempelte und mit dem Lzordruck .Genebmigun zur Veranstaltung einer Lustbarkeit' ver- feHeZie Bogen das Stü „ zum Preise Von 1.) «;ck und .; „56 von den [)?le neten Steuerbehörden und auch Von den Stempelvertheilern zum «Yerkauf gestellt (Tarifstklle 39).
„D!? Versteuerung der vorbezeichneten Schriftstücke bat aus- schlteßlich durch die Verwendung von abgestémpelten Formularen und Bogkn zu erfolgen, dergestalt, daß die Verwendung von Stempel- papier und Stempelmarkkn nicht zulässig ist.
Der Verkauf der vorstehend aufgxfübrten Stempeldruckfor- mulaxe und Bogen darf nur gegen Empfangsbe cheinigung der zur amtlrchcn Ausfertigung dieser Formulare und ogen befugten Be- hörden stattfinden.
2) Auf Ansuchen von Behörden, kaerkschasten, Verficherungs- geseÜschaften und ahnlichén_Privatunternebmungen werden gedruckte Formulare oder auch bcschriebknc Bogen bei dem Haapt-Stempel- magazin gestempslt. „
AbFstsmpelt können insbesondere folgende Schriftstücke werden:
a. 3 estailungen (Tarifsiéüc 12);
1). Approbationkn (Tarifstelle 22 b);
(: Gensbmigungen zur Anlegung von Dampfkeffelit oder Aenderung der Dampfkeffelanlagkn sowie Bewilligungen von Fristverlän- gerUngen und Fristungen (TarifsteÜe 228); _
Psandleibgefchäfts
. Erlaubnißertbeilungkn zum Betrieb des (TarifsteÜe 22 1"); zum Gswerbcbetricb ker AuSwanderungS- unternehmer und Agenten auf die Dauer eines Jahres, sowie Vkrlängerungkn dieser (Genehmigungen (Tarifstelie 221 Abs. 2); ". Kuxschein€ (TarifjteUe 34); . Urkuuden übex die Bestätigung oder Anstellung vereidigtér Mäklcr ?Tarissteüe 40);
, Naturaii ationsurkunden (Tarifstélle 43);
“. Offizierpatente (Tarifstkllc 47);
. Päffc zum Transpoxt von Leichen (Tarifsteüe 49 Abs. 3 und 4);
. amtliche Zeugnisse m Privatsackysn, PrüfungSerzeugniffc u. s.w.
(TarifstLÜc 77).
Die Stempelung der Formulare 2T. erfolgt durch Aufdruck des Prcußischen Werthstempels in Schwarzdruck und des Borussia-Trocken- stempels, 1Zedocl) ohne den für das weiße Stempelpapier vorgeschriebenen farbigen ntkrdrack'.
Anträge auf St€mpelu11g find unter Einzahlung des Steuer- betrags und Beifügung der aldzustempelndcn Formulare rc. an das Hauptamt des Bezirks mittels einer in doppelter Ausfertigung ein- zureichen'ren Anmsldung zu richte'n. Handelt es sich um die Stempelung gcdruckter Formulare, so ist für je 20 Stück derselben ein über- schüssiges Stück als Ersa für etwa bei der Stempelung verdorbene Stücke beizufügsn. Die nmeldung ist mL dem anliegender Muster & aufzustellen und mit der Bezeichnung dss rts, dem Datum und der Unterschrift des Antragstellkrs zu verschen.
Eine Ausfertigung der Anmeldung, mit Quittung über den eingezahltkn Steuerbetrag versehen, wird von dem Hauptamt dem Antragsteller zurückgegeben. Die andere Ausfertigun it mit der Bcscbkinigung des Hauptamts über die Einzahlung des teuerbetrags nebst den zugehörigen Stücken dem aupt-Stempelma azin zu über- senden, w€1chcs nach Erledigung des tempelungßgeschä ts sämmtliche Stücke mit den etwa verstcmpelten und unbrauchbar gemachten über- sschüssigen Stücken an das Hauptamt zur Aushändigung an den Antrag- teÜer zurücksendet.
Für das Stcmpelungsgesckpäst selbst ist eine Gebühr ni t zu entxichten; jedoch hat der Antragsteller die entstehenden-Porto osten zu ragen.
15) Für die EntwertHung der Stempelbogen und Stempelmarken kommen folgende Bestimmungen zur Anwendung:
.4.Entwert1)ung von Stempelbogen und Stempelmarken durch Steuerbehördcn und StempelVertbeiler sowie
. Genkhmigungkn
und Schiedömänner.
]. Stempelbogen.
Soweit die stempelpflichtigen Erklarungen auf ganzen Bogen niedergescbriebcn werdext, bedarf es einer Entwerthung dieser Bo en nicht. Insoweit eine 1o1che Niederschrift nicht statt efunden [) t nd die zur Darstellung des gesetzlichen Betrags des Étempels erforder- lichewStempelbogen umzuschlagen und einzeln u entwertben, d. b. mtt einem Vermexk zu versehen, welcher die ezeichnun des be- urkundeten Geschafts, pas Datum der Urkunde, den Öertb des GeYenstYdes sowie die Namen der Urkundenaussteller enthalten mu , z.
Entwertbet zu dem am 1. April 1896 zwischen dem ...... ........ zu........ unddem............. ..... ". . . ebendaselbst geschloffenen Kaufvertrage über das Grundstuc'k ..............................
Berlin, den zehnten April eintausendackptbundert und sabo
und neunzig. Amtssielle. Amtsstempel. oder :
Entwextbet zu der von dem zu . . . . . . am 1. April 1896 auSgefiellten Sebuldurkunde über ein von den, ...... zu . . . . . . erbalteises Darlehn vou . . . Mark. Berlin u. s. w. wie vorstehend.“
eamtTZI/anderc Behörden und Beamte einschließlich der Notare
UntersÖÜft-