1896 / 48 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 24 Feb 1896 18:00:01 GMT) scan diff

.:»- “z, .- „,x-x_-

' .

"MMM“ ???I- WRKIF' »? «». .... .- .,; .-_ «.., :.:

maibematisÖ-astronomisibc Apparat und das Kabinet für mittelalter- und neuere KML.

Die aulinis e Bibliothek ist täglich mit Auenabme der Sonn- un eiertage von 10 bis 1 und von 2 bis 4 Uhr, während der akademis en Ferien von 10 bis 1 Uhr ?eöffnet. Zum Abholen der u entleibenden und zur Rückgabe der ent iebenen Bücher ist täg- lich ie Zeit von“ 11 bis 1 Uhr. wiihrend der akademischen Ferien von 12 bis 1Ubr bestimmt. Das Lesezimmer ist täglich von 11 bis 1Uhr ?nßbvon l_?ffbist 4 Uhr, während der akademischen Ferien von 10 bis

r ge ne .

Das akademische Lexezimmer ist den Studierenden ge en Erlexun eines balbjäbriqen Beitrags von 394 zugänglich. Dasse be ist t gli geöffnet an Werktagen von 8 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Abends, an Soun- und Feiertagen nur Vormittags Von 10 bis 1Ubr. ist ?)e? Anfang des Semesters ist auf den 15. Aprild. I. : ge e .

ünster, den 20. Februar 1896. Der Rektor. Ketteler.

In der Ersten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs- und Staats-Vlnßeigers“ wird ein Yrivilegium wegen Aus: fertigung auf en Inhaber lauten er Anleiheschcinc der (Ge- meinde Schöneberg, Kreis Teltow, im Betrage von 7000000 „414 veröffentlicht.

Yickjtamtliches. Deutsches Reick).

Preußen. Berlin, 24. Februar.

Seine Majestät der Kaiser und König trafen porqcstern Abend um 71/4 Uhr aus Wilhelmshaven auf dem BabnbofC-harlottenburg cm, brgabenSich von dort nach dem Konzert in der Kaiser Will)clm:Gedächtnißkirchc und fahren nach Schluß desselben nach dem Königlichen Schlosse.

Gestern Vormittaq wohnten Seine Majestät dcm Gottes- dienst in der Kaiser Wilhclm=chächtnißkirchc bci. _ _

Heute nahmen Seine Maisstät der Kaiser Vdrnntiags von 10 Uhr ab den Vortrag des Chefs des Zimlkabincts und die Marincvorträge entgegen.

Das „Marine:Vcrordnuxigsblatl“ vom 22. d. M. ver: öffmilicht folgende Allerhöchste Kabinctö-Ordrc:

Ich mache bicrdurcb Meiner Marine Meinen Srgclknite'r .Meteor“ zum Geschenk, indchch dcmsclbcn glricbzritig dcn Namrn ,Comet' bcilcgr, imd boffc, daf: dersi'lbe 11911) viele" Jahre dazu bei- tragen wird, den Sinn für das Segeln bri den Offizieren und Mann: schaften zu fördrrn, sowii' dir Ausbildung cines gutrn :Tiachtpkrwiiald zu sichern. Wegen Urbkrwrisuna dcr Yacht .Comrt' 1111 die Wurst xu Kiel und Zutbeilung derselbrn an 'OiL Mariucstaiion dcr Ostscs babe Ich das Weitere veranlaßt.

Berlin, den 10. Februar 1896.

Wilbrlm. An den Reichskanzlrr (Tiksickos-Marinramt).

Eine weitere Allerhöchste KabinUs-Ordrc bctrifft den Kirchrnbciuch 1111 S11n11:11nd Fentach und 11111181, wie folgt:

[im Mriner Mariiir c1'1iciit 511 rrkrmirn 1,11 gsbrii, wie“ sebr Mir die Erbaitung und Fördrrung 15.1 rrligiösrn “Sinnrs 11111 Horzrii liegt, nklän' Ick bikrmit aqurÜrkliCb- dax": die Bestimmung im „Z "35, Abs.1 (5 der Earniscnkienitvvcscbri't drm 13. Sertrmbcr 1585, nach 11*r[*,cr nnter grwöbniickorn Vékkkälkliiffkii klin Sridat an Sonn- und Fsst- tagen am Kirckocnbrincb bebindrrl wcrdrn '"rli, sicb aiich „1111 den frriwtÜi-grn Kircbrnb-ciucb (kiircrkt. Jiixbcirndrrr wünscbr Ick, daß es den Bciayungrn Meim'r Srbiffr, irweit es die Eigriiart dcs Borddirnsirs nur griiattc'i, rrmößiicbt wird, an Sonn- 11111“ Fésttagcn dr11 Gctte-Zdicnst zu besucben. Sir babcn kiéik Mrinc Wilichirimxng, 1:1 der Ich Viicb 1111: der 1:1 Vicincr Piarinr lrbrnkrn S*ia11briikireudig- keit eins wsiß, drrirlb-xn bskarmt 511 grbcn 111'd da;“? Writrrr 511 Man- [offen.

Iagdscbloß Habrriusitrck, Mi 15. Februar 1596. Wilbrlm. In Vrrirrtniig dss Iirichskan516152 YOUmann. An den Reichskanzler (Nricbsrüic'arineamix.

Tas Staatö-Ministcrium trat bruic Iiacbmitiag 2 Uhr unter dem Vorsiß des Ministcr-Präfidentcn Fürnen zu Hohenlohe im Dienstgebäude, Leipziger Plus 11, 511 einer Sißung zusammen.

Der Kaiserlich russische Botschaftcr Graf von der Often-Sacken und dessen Gemahlin werden, wie aus der im amxiichen Theil der heutigen Nummcr d.Bl.1)€r- öffentlicbirn Iinsagc iirrvorgclu, nunmehr die um Aller- böcbsien Hofs 11:5651111211 oder daselbst vorgestc ten .Herren und Taméx'. empfangeii. Dirsrr Enwfcma wird am Mittwoch, den 26, 1111d am Frriiag, drn 28. d. M., jcdesmal Abends von 91/2 bis 11 Ubr, iiatiiinden.

Der Anzug ist: für di? Tamin iii au§gcschniitenrn Kleidern, für die Herren vom Militär in fieiner Uniform, fiir die Herren vom Zivil in Frack mii Ordensband über der Weste.

Der General der Kavallerie von Krosigk, Inspekteur der 1. Kavallerie-Jnspektion, hat Berlin vcrlaffen.

Der Gencral-Lieutcnani von Ligniß, Aaerhöchst beauf- tragt mit der Führung des 111. ArmecRorpS, ist hier ein: getroffen. .

_Der vaoilmäcbiigtx zum Vundcßrath, Königlich württem- bergische Wirklich_e_ Geheime Kriegsrat!) von Horion ist nach Stuttgart abgereist.

Die Regierungs-Rcferendare Dr. iur. Graf von Mörner aus Köln, Dammann aus Minden, Dr. _jur. Freiherr von Vodenhausen aus_Potsdam mzd von Krosig aus Mersc- burg haben die zweite StaatSpruftmg für den höheren Ver- waltungsdienft bestanden.

Die iin NeichNEisenbahnamt au dslellie Uebers i t der,

Betriebs-Ergebnisse deutscher isenbahnen im_ onat Januar 1896 erikiebt für 61 Bahnen, die schon an Ja- nuar 1895 im Betr ebe waren, Folgendes:

Gesammtlänge: 39 612,89 km.

im gegeii auf gegen_ Einnahme Ganzen das Vorjahr 1 11111 das Vor]al)r

„16 „46 „M «461%

für alle Bahnen im Januar 1896

aus dem Ker- _ sonenverke re 22 268 266 +1 738 708 573 + 32 + 5,91

aus dem (Hüter- -verkel)rc . . . 70 698 036 +6 160 068 1 790 + 117 + 6,99

für die Bahnen mit dem Rccimungs'abre 1. April-31. März in der Zeit vom 1. pril 1895 bis Ende Januar 1896

aus dem Ver: i ] . sonendcrkchrc 270397736908 794 485 8 462 + 421 + 5,24 aus dem (Hüter- verkchrc . . . [640519581 +32131818 19 708,+ 593,+ 3,10

für die Bahnen mit dem Rechnungsjabrc 1.Ia11uar-31.Dezemberindcr Zeit vom 1. Januar bis Ende Januar 1896

aus dem Per- _ i ! ? ! sonenvcrkchrc 3883 471|+ 313 036 596[+ 35 + 6,24 aus dem Güter- ! + vcrkchrc . . . 10 271 485;+1 284136 ] 552;+ 158,+11,33

Schleswig, 23. Febrnar. „Heute Mittag 12 Ubr ist nach einer in der hiesigen Domkirche abgehaltenen kirchlichen Feier der 30. Schleswig-.Holstciniscbc Provinzial- ).andtag in (Hsgcnwait 11011 60 Vlbgcordncten von dem Ober- Präsidcntcn, Wirklichen Geheimen 911111) 111111 Steinmann mit nachstehender Ansprackw eröffnet worden:

Hochgecbrte Hrrrrn!

Bci Jbrcm ersten Znsammrntrctcn nacb dcn Ncuwablc'n des vorigen Jabrrs bringe ich ancn dcn (Törns; dcr Siaafsrrgicrung cut- gkgcn und heiße" bier iiamrntlicb dicjmiigcn Hrrrrn willkommcn, 10611126 dem _Yrovinziai-Landtagr ziim erst?" Mai als Mitglichr angebörcn,

„as vcrflvffrnc Jabr hat der Priwiuz die Eröffnung drs Kaiscr Wilbclm-Kanais gsbracbt, dercn Voiizirbniixi dnrib Seins Majcsiät den Kaiser und 31611111, 1111191 Thrilimbmc sämmtlicbcr drutscbcn Türsti'n und im Beisein drr Likrirrtcr aiiwr Scrmäcbtr, dic Größ? dcs Wrrks und dsffrii bobo KilliUkbi'Di'iitUliY, 111 wcibrvdlisicr Form zum Außdruck brachtcu

Dru in Jbrrr [9131911 Tagung grinssdn Vrsibiiiffcn rietsprkcbc'nd, ist durch Aliri'böcbstc Vi'kkkkliiiiig W111 3. August 1*.J'. dic Crrichiung dcr Landwirtbschaitskammrr flir 1111s1*r*'Pr1*1*1115 e*rfdlgt. Ibrc crstr Zusamtnrnbkrufimg wird im nächsten ".Di-Zimt ftaitfindrn.

Die Wabl dcs nrurn Landrs-Diirktors, wclcbr i11 drr [chrn Tagung des Prodinzial-Landtags stattfand, bat dir 5Iilicrbbchsic Bc- siätigung gciunden.

Das Wirtbsckwstslcbrn dcr Provinz zrigi lridrr dic lmigkrbofftc durcbgrrifrnkc Brffrrunn noch nicht, 11*-_*1111 auch fiir (“111581116 Zwrigc dcr Industrie“ rin." günstig? Windung alliiiäblick) crkcnnbar wird. Von förde'rndcm (Einfluß in dirskr lkytercn Richimiii vrrsprickIÉ die für (%R Sbmmer in Aussicht griiommcnr provinziclic Eiridrrbc-Ausstclluna, brrbiindcn mit 811121“ iiitrriiationaicn 111.11111111-311 Aiwsti'iiimg, iii Kiki 311 we'rdrn, für we'lcbi' Sir, wir ici) boffc, drm Anfraxi Jbrrs AilIsÖUffkö Foig-x xikbrnd, Jbr Jutsrrffe diirch B:"Tbrilixiixng 11.1 Provinzial- Vcrbankrd 1111 drin (35.17111111611'11d5 briiiäiigrn wcrdrn.

Dir Ernte drs 16151111S01111111'124 darf 6.151 ("1119 1111116151111“ br- zcicbnrt wérkrn. Nicht 1111crbrbiicb? BksÄJäkiziNiixiCii 1111 Tricbcn imd 'Ilsrkrr", '"1111111' .111 Valiii-Ökkiicn fix:? 1111 Laiiic di“; “Fabrcs diirch Stiirtnkiutii 1111d Ukbkrscbivrniui11111; bcibxigrfiid1't worden.

Drr Bait 1*1*11 Klriiwabiicn ist für Hchirdrnr Tbeilc der Provinz in Aussickyt 116119111111611 Und wird Sir aiich schon in dcr grgciiwärtigcn Tagunu. bricbäixi-gcn.

_ Poriagrn der Staatsrrgicrdng Wii bc'sdndkrrm Jnicrcffs babrn SWW!!! Lauierrcs Tagrns diesmal 1111131 511 gcwärtigrn. Jbre Arbkitrn We'kke'ki dköbnib wrscntlicb mir drii kig€1irn Angrlcgenbcitcn dcs Provinzial:Tisrbandrs gr *idmrt 18111. Ick IWC miri) der Hoffnung bin, dax": Sir birrbri insbriondcrc auf die „111Irriciyrndr urid z11*rcken11'b1“1'ch?nkc Auögrstaitimg drr Fürsorge für Jrr-Z 1111? Edili'ptikchsdackpt iicbmrn Wkkki'ii, wir fir drr Bsricbt Ibres Ausschusses tbrils zur aldbaldixicn “211111111“ng 111 Vorschlag bringt, tbrilé .1124 drtnnäcbst 511 rrstrrbciidrs Zirl andrurct. Nicbt miiide'r bcrtraiic iii), ddi; Sie bis don Jbrrm Ausschuß; in VQri-„blag gebrachtrn Bewilligungrii, namsntiicb die für Méliorations- und Vsrfcbrszweckc, brichiirßrn wsrdrn.

Indem ich drn Wunscb auIercbr, kai; Jbrr Arbeitrn aucb dics- mal zum Srgkn des Landxs gcrcicben 111511611, erklärr ick) 1111111116131? im Lislcrböcbstrn Liriitragc Srinkr Majrsiät des Kaisrrs und Königs den 30. _Sckplrswig-Hoistxinischen Proviiizal-Landtag für eröxinet.

Unter dcm Vorfiß des (111 Fabrrii ältesten Mitglieds der Vsriammiung, Bürgsrmcisicrs Meßtorfi-Ucterscn, wurde 111111214.“- Acciamaiion dcr Kidiierprddst Graf von Rcvcntldu- Prcex, wiedsriim 511111 Vdrfißrndsn drs ProvinziabLandta s und der Lbcr:BÜrgcrmeiitor 111111 Firnsbnrg, Gebeiwc e- gieruna-Z-Jiatb Toosbur) zum sthvrrtrcicndrn Vorxißcndcn gcwäblt. _

Ter VOYÜHMOS begrüßte darauf die Versammlung und brachic auf Zrinc Mawstät den Kaiser und Kümg cin drrimaiigss Hock) (11117, in wrlchks die Versammlung brgcistert cinstimmtr.

Oefterreich-Ungaru.

Dcr Kais er ist gestern friih von Wien nach Cap Martin abgereist. _ _

Dcr Wablrcformausfckiui; des österreichischen Abgeordnotcnhauses brgann am Sonnabend die Gcncraldcbatic über die Wablreformvorlagc. _Der Abg. Slavik bcfiirwortric das aUgemeinc, gleiche und direkte Wahlrecht. Der Abg. Nuß bemerkt?, wenn die geheime Wahl durch das (Heseß vorgeschrieben werde, so würde es nothwendig sein, einen Jntelltgenzcensus festzusc'ßcn, ohne welchen die schriftliche Form der

geheimen Wahl undenkbar séi. Der Redner erklärte, er werde -

dcn bezüglichen Paragraphen der Taaffe'schcn Wahlreform in die Spezialdebatte aufnehmen und eine Anßahl von Be; stimmungen für die Reinheit und Yciheit er durch das allgemeine Wahlrecht vorzunehmenden ahlen in der Spezial- debatte neuerlich beantragen; nur i_mter dieser Vorausseßung werde er in die Spezialdebatte eintritt. Der Abg. Klun verlan te eine größere Berück ichtigun der Slovenen und eine VcrmeJrung der Mandate in rain. » I sprachen dann noch die

Abgg. Graf F'alckenhain, Pri berq, Graf Potocki und 131". [ich für den Eintritt in die Spezialdebattc. Schwarzenberg betonte dabei den autono- miftis cn Standpunkt des konservativen Großgrundbefi es. otock i wünschte die Vermehru date, ])r. Menger wi'ms t bestimmungen recht für findet am

Friedrich Schwarzen- enger, sie erklärten sich

n der galizischen an: e die Aufna mc sirengerer Straf: _ 8, sowie das Wahl: onen dcs Hausgcfmdes. Die nächste Sißung ittwocb statt.

Der österreichische gestern nach längerer Debatte ein worin die Ansicht außgesprochcn wir unter der Bedingung auf Handelsbündnisses mit Ungarn zu dem bisherigen

ahlmißbräu

Landwirthschaftstag „nahm vor: stimmiq einen Antrag an, d, die Regierung sollte nur die Erneuerung des Zoll- und Gcgensaß affen würden, - der Landwirtbschaft Sollte das Biindniß auf solcher Grundlage ni kommen, so würdcn dic Landwirthe vor den fi Uriickscbrcckcn, selbst nicht vor Errichtung einer usaxzantrag Lienbachcr wurde ebenfalls m den Antrag an genommen. Derselbe lautet: Landmirthschafistng spricht zunächst die Hoffnung aus, daß die Regierung das Zoll- und Handelsbündniß rechtzeitig kündigen werde.“

Der Verwaltungögcrichtshof bat die von den ehe- maligen (Hemsindcräthcn 1)1*. Lucger, Neumayer und Kupka gegen die Auflösung des Wiener Gemeinderaths cin- gebrachten Beschwerden als unbrqriindct zuriick cwicscn.

Jm ungarischen Unterbausc brachte am ' onnabend dcr Abg. Josef Molnar (äußerste Linke) eincn Antrag cin, wonach das 3011- und Hai-idclsbündniß mit Oester: reich gekündigt, dic Ausz.]lcichsvcrhandlungcn abgrbrochcn und die nbtbigen Verfügungen bebufs Errichtung eines selbst: _ ständigen ZdUgebicts und selbständiger Handelsizcrtretungcn getroffen werden sollen.

Zur Frage der Vertretung des unqa rischen Mil [_ cnniumsfcicr erfährt der „Pester Lloyd“, cs sci nunmehr definitiv bestimmt worden, diesc Vertretung dcm Kardiiial:Fiirstprimas Vaszary zu übertragen.

Grundlagen ge; welche in auskeichendcm Maße den Inter- und des Staats entsprächen.

ergebenden olgen nicbt" wiscbcti-Zdll "mic.

Papstes bei der

Großbritannien und Irland.

In Montrosc ist am Sonnabend dcr ehemalige Minister John Morlct) ziim Mitglied des Unterhauscs gewählt tc Mit einer Mcbrhcit von 1993 StiMmcn ten Wilson. Zn Southampton wnrde dcr Liberale Sir *. Evans mit einer Mehrheit von 35 Stimmen gegen den kon crvativcn Kandidaten Candy in das Unterhaus

worden; cr sic uber den Union

Der Dampicr „Harlcci) Castle“, mit dem größten Thcil der Truppe O1".J111ncs011*s an Bord, ist gestern Vor- inttmg iii Plymouth angckowmcn. Behörden wurdc niemandrm gestattet, an Bord zu geben. In dcn Docks vcrsabcn Polizei und Militär dcn Dicnst zur Auf: rccbterbaltung dcr Ordmm , 110ch dcr Ankutift mittels “midcrzuacs nach London bc- fdrdcrt, wo sie Abends eintraf. der Behörden, die Ankunft gchcim zu ballen, [)atte sich doch eine groß: „51.121'nsc11c111ncngc vor dcm Bahnhofe cing zit weichem die Bevölkerung keinen Zutritt hatte. Als die Trupps dcn Walmiwf verließ, wurde mit anufcn begrüßt und erwiderte 19131er mit Horbruch. » Das Txransportschiff „Victoria“ mit Dr. Jameson sclbst und seinen Offiiicren an Bord ist qcstcrn Abcnd gcgen Mitternacht in den Hafen vonVlnmoutk) eingelaufen. Auch dort wurdc nicnmndcm der Zutritt an Bord gestattet.

Frankreich.

In dem am Sonnabrnd abgehaltenen Ministerratb _ Z. T. B.“ berichtet, der Minister dcs Acußcrcn Bcrtbclot mit, das; dem Deutschen Reichstag cin Gcscß- entwurf iibcr rine Abänderung der Zu die Cxporiprämic

Mit Aiisnabmc der

Troß der Bemühungen

sic von dcr Mengc

ibeilic, wic

ckcrstcucr zugegangen für deutschen Zucker Dcr Ministerrail) bcrictl) iiber die durch ein soiches Gcscß fiir den französischen Ziickcrmarkt Lage und iiber die Maßrcgc den Wettbewerb des französischen Zuckers mit dem d iiicr auf den ausländischen Märkten zu unterstüßen. Der 5 “mister drs Auswärtigcn theilic fe'rncr mit, daß ihm der Wortlaut des lessen, mit Madagaskar abgcschloffenen Vertrags Die Lago auf Madagaskar sei eine gute, sei auf eine zufriedenstcllendc Ari her:

erböbt wcrde.

, welchc zu ergreifen

ngcgaUgen sei. und diese

im Elyséc. cher Minister u_r1d begliickwunscbte Ministchräjidcnt B () urg c ois

cncral Duchesne empfing ihn inmitten sämmtli u scincn Erfolgen. Auch der te dem (General für seine militärischen Verdienste. DucheSne übergab dem Präsidenten Faure ein Handschreiben der Königin von Madagaska .

Bei einem Festmahl, richtung neuer Ateliers der

[ches gestern aus Anlaß der Er- Kunstgcwerbeschule in Chälons- Marne: stattfand, beantwortete der Minister: auf ihn a11Sgcbrachtcn Trinkspru fich übor die zwischen den Républikancrn ausiic'brochcnen Dcr Minister:Präsidcnt führte dies vcrständnissc zuriick, welcbe baid Hoffnung

vereinigen

Bonrgeois eincn AUiPMÖL, Ursachen de'! Spaltung vir: elbe auf Mis;-

sci)windcn wiirden, daß fick) um den enigcgenzutrctcn und den Geist des Handels : Minister worin er verfichertc, _ ne fortschrittliche und sozialistische as Ministerium habe en und sozialistischen Land zu verwalten; d Interessen und dem Ruhme

Anhänger

der Demokratie bekämpfen. sureur hielt eine Rede, KabinetWillenssri, 81 Politik 11 verfolgen. den Beweis geliefert, daß die forisch Republikaner im stande seien, d Kadinet werde nichts von den Frankreichs aufopfern.

Er hob hervor: d

-L oire vor- n Stcüe _des enn) - Samt-

Departement Maine-et rsaßwahl zum Senat wurde a ßigten Republikaners Barihél Hilaire der Konservative Demaille gewählt.

genommenen verstorbenen gema

Die Minister der öffentli cn Arbeiten)“ der inanzen und cute mit den Simplon-Uebereinkommen.

schof von Breslau Dr.

des Schaßes Schweiz das

Der Kardinal-Fürstbi heute in Rom eingetroffen.

unterzeichneten Kopp

Türkei.

Die aus Sofia zurückgekehrten türkischen Ab esgndten überbrachten demSu-ltan einHandschreiben des rmzen Ferdinand. _ _ _ _

Nach amtlichen türkischen Quellen Wird die Nachricht, daß in Kaisariek) anläßlich “der Ermordung eines Mohamedanexs ernßliche Ruhestörun cn vor ekominen seien, als gänzlich erfunden bezeichnet. uch im ilaxet Siwassei die Lage, entgegen den Nachrichten einzelner Blätter, wieder eine normale geworden. Die Bevölkerung gehe ruhig ihren Geschäften nach.

Griechenland.

Der russische Admiral Kalageras ist, wie „W. T. B.“ aus Atlken berichtet_ am Sonnabend Mittag gestorben. Die König 11 begab ich noch-an demselben Tage nach dem „Höre! de' Bretagne“, wo die Leiche des Admirals Kalageras aufgebahrt worden war, und verrichtete daselbst ein längeres Gebet. Dcr Ueberführunq der Leiche nach Rußland wird eine Trauerfeier vorangehen, ei welcher die (Harniidn von Athen und die Besaßung der im Piräus liegendcn russischen Kriegs- schiffe dem Verstorbenen die leisten Ehren erweisen werden.

Die griechische Regierung hat bezüglich der Unruhen auf Kreta eine Vorstellung an die türkische Regierung gerichtet.

Bulgarien.

Der deutsche Generalkonsul 116 jniexriin, Konsul Dr. von Voigts-Rhes ist, wie „W. T. B.“ bcrichtc_t, am Sonn- abenjd von dem Prinzen Ferdinand in Audu'nz empfangen wor cn.

Das Ministerium hat folgezide Umgestaltung erfahren: Stoilow bleibt Ministcr-Präsidcnt sowie Minister des Innern imd übernimmt intrrimistisck) das Ministerium des AuSwärligen, Natichewitsck) das Ministerium _f_ür Handel und Ackerbau, der frühere Kainmer-Präsident T eodorow das Justiz-Minisicrium, Wclitschkow das Ministerium für öffentlichen Unterricht und Madjarow das der öffentlichen Arbeiten.

Amerika.

Aus Havanna wird berichtet, cine Schaar Aufständischer babe Hoyo Colorad 0, ein _fünf Meilen von Havanna bele- genes Dorf, angegriffen, sei ]cdoci) von einer Abthrilung spa- nischer Truppen zerstreut worden. Der Führer der Auf- ständischen Jnglesito sci gefangen genommen worden und werde wahrscheinlich erschossen werden.

Afrika.

Aus Massowah vom Sonnabend berichtet die „Agenzia Stefani“: Der (General Baratieri habe am Freitag aus Nddi-Bichi tclegrapbiert, daß die Nbessynicr am Tage zuvor beabfichtigt Hätten, ihrLager abzubrechen, vormiegend deshalb, weil die ; utterpläße fiir das Vieh vollständig abgeweidct seien und Was crmangel eingetreten sei. Sie seien jedoch durch eine vom General Dabormida mit drei Bataillonen wcißcr Truppen und einer Kompagnie dcr Eingeborencn-Miliz unternommene chognonierungsbcwcgnn11 daran gcbindcrt worden. Am Freitag früh sei eine große Bewegung im Lager der Abessynier emcrkt wordcn; die Zelte der Führer seien auf die Anhöhe des Pik (Handabta gebracht worden, was von den italienischen Stcünngen aus genau habe beobachtet werden können. Zuerst sei das Gerücht umgegangen, daß ein Theil der Truppen der Abessynicr nach Süden zu abmarschiert sei und nach einem Marsch von einer Stunde bei Amba Scmraxata Halt gemacht Kade. Später sei in Erfahrung gebracht worden, daß die agcr dcs Ncgus Mcnclik, der Königin Taclaaimanot, des Ras Olie und des Ras Micaiél in der Weise verlkgt worden seien, daß sie eine auscdehntcrc Linie einnäbmcn. Ras Schal und _Ras Agosta?ari ständen drei Stunden östlich von Baraschit. Wie es heiße, seien die italienischen (He- kan enen nach Alitiena gebracht worden, wo fick) cine katho- 1s e S_tation befinde. Der Hauptmann chernardis, weicher 111 Baraschit mit einer Kolonne stehe, habe seine Zustimmung gegeben, daß der Kapuziner Gabre Crisios dic cfangenen dort besuche. -- Vom Sonntag berichtet die „Agenzia Stefani“ weiter, daß der General Baratieri am Sonnabend Abend gemeldctbabc, die Bewegung in Agame sei zum Stillstand gekommen. Der Kapuziner Gabre Cristos hqbe die italienischen Gefangenen bei Omfait gesehen, aber nicht mit ibncnsprcchcn können. Eine von Maimarat abgesandte Truppenabthcilung, welche eine Telcgraphenvcrbindung mit Adrigat babe herstellen sollen, sei im Dorfe Seguai in der Nähe von Bursaber auf die Aufständischen gestoßen, habe dieselben angegriffen und fie in die Flucht geschlagen. Die Auf- ständischen hätten 21 Todtc und viele Verwundete verloren, während auf italienischer Seite nur ein einéiger Askari gciödtct worden sei. Ras *Sebat habe Meneik um Hilfe Ybeten, worauf Nas Mangascba den Führern der ufftändischen von Asbi und Deffa Weisung ertheilt habe, sich mit Ras Scbat zu vcreinigen. Die Schoancr rückten vorsrcbti nach Süden und lagerten ungefähr 6 km von der Sie un“ der Italiener entfernt. Menelik befinde sich noch weiter ?üdwärts in der Richtung von Tiffa. Man sage, er wolle sich Tcmbien nähern, um dort LebenGmittel zu er- langen und zu versuchen, die Italiener aus ihrer Steüung bervorzulocken. Mcnelik sck)cinc aUc Getreidcoorräthe dcr Kirchengemeitischaftcn in Ndua wsggcnomnien zu haben und habe dem Kapitel in Ilcsum cinen Tribut aufcrlrgt.

Der Kommandant der Besaßung von Kassala bat telcgraphisck) gemeldet, das; die Militärpostcn, welche die Feld: arbeiten überwachten, vorgestern von Dcrwischcn angegriffen worden seien. Eine Kompagnie der italienischen Eingeborenen- Truppcn sei zu Hilfe gcetlt und habe nach einem kurzen Gefecht den Feind zum Rückzuge gc mungen. Dic Verliiste der Italiener betrügen 10 Table un 10 Verwundete, die- jenigen des Feindes ungefähr 80 Mann an Todtcn, Ver- wundeten und Gefangenen. Die feindlichen Streitkräftr, welchc deri Angriff ausgeführt hätten, würden auf etwa 600 JnÉan- tertsten und 500 Reiter geschäßt, die, wie ein gefangener cr- wisck) aUSgcsa t habe, einen Theil des Korps El-FaScer bildeten. Dices Korps sei nach Aussage des gexangcnen Derwisch ungefähr 5000 Mann stark und dazu csttmmt, Kaffala (1an reifen. Den lehren Nachrichten ufolge scheine der Vormars der Derwiscbe aufge eben zu icin" die ein-

?rebFrkne Landbevölkerung glaube ni t an einen Ängriff auf a a a.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Berichte über die vorgestrigven Sisungen des Reichstags und des auses der A geordneten b- findcn sich 111 der Ersten klage.

-- In der heuti en (26) Si ung des_f?au_ses der Abgeordneten, wel er der Minitcr der o entlichen Ar- beiten Thielen beiwohnte, wurde die zweite Bergthun _des Etats der Eisenbahnverwaltung bei dem Titel in- nabmen aus dem Güterverkehr -- 680300000 946“ fortgefeßt. Eine in Verbindunq hiermit zur Berathung _ge- langte Petiiion des Landwirt schaftlichen Vrovin ialvereips für Westfalen und Lippe um ufhebung der Vieh taffeltarife sollte nach „dem Antrag der Budgeikommisfion durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt werden, während Abg. Herold und Genossen (Zentrum und Kdnservatwe" aus _dem

essen) dieselbe der Regierung zur Bcrücktichtigung uberwrrsen wissen wollten,

Abg. Freiherr von Loi": (Zentr.) bezeichnete die Viebstaffeltarife als schädlich für den Westen; deshalb babe auch schon vor Einführung derselben der rheinische landwirtbscbaftlichs Verein gegen dieselben Widerspruch erhoben. Die Behauptung, daß die Noth der_Land- wirtbscbaft im Westen nicht so groß sei wie ini Osten, ist ein großer Jrrtbum. Der Getreidebau leidet bei uns wie im Ostxn, Weil er eeinträchtigt wird durch die hoben Löhne. Es hat auch eme Zeit gegkben, wo die Getreidepreise am Rhein niedriger waren als im Osten. WEU" das so weiter gebt, dannwürden dis Bauern den Körner- bau aufgeben und zur Viehzucht übergeben; dann würden die Vieb- kreise fallen und die Landwirtbschaft des Ostens bätte von den Vieb- taffrliarifen doch keinen Nußen. Unser Viebstand wird infiziert durch dgs eingeführte schleswig-bolsteinische_und dänische Vieb; 9/10 des danischen Viebs, welches auf den Kölner Viehmarkt kommt, ist infiziert. Von den Staffuliarifrn bat die Landwirtbschaft des Ostens schwerlich einen Vortheil, derselbe fällt hauptsächlich de'n Händlern zu. Redner bat, entgrgen dem Kommisfiondantrag die Petition aus Westfalen der Régierung zur Berücksichtigung zu überweisen.

Minister der öffrntlichen Arbeiten Thielen: Ich nehme an, daß die Ausführungen des Vorrednrrs, von denen ich nur sebr wcnig verstehen konnte, sich im allgrmeinen deckkn mit der Petition 1766 West- fälischkn Bauernverrins. Er bat angeknüpft an meine Aeußerung, in welchrr ich die Hoffnung ausgesprochrn habe, daß die Landwirtbfcbaft wieder in einen gedeihlichen und blühenden Zustand gelangen möge. In Uebereinstimmung mit dem Landwirtbschafts-Minisier bali? ich die Hersteliung der Viebstaffeltarife als ein geeignetes Mittel dazit. Die Pr- tition gegen die Viebsiaffeltarife bat eine große Aehnlichkeit mitdem An- sturm, der egen die Getreidestaffeliarife erbobcn wurde,insofer11 sdwobl dort wie ibier ein Beweis nicht erbracht werden konnte, das; dicse- Tarife der Landwirtbschast in den Westlichen Yrovinzen schädlich feier]. Es ist kein Beweis dafür erbracht, daß das Sinken der Getreidspreiic mit den Staffeltarifen zusammenhängt; und einkn solchen Beweis für die Viebstaffeltarife zu erbringen, bat die Prtition drs w-xstfälischrn Bauernvereins nicht einmal versuchi. Es werden iiur aligrmein tbedrriiicbr (Erörterun rn über den Notbstand dcr Landwiribiäiaft anziksteiit, daß dicsrr sich in g eicher Weise im Westen, in Mitteldeutsäpiand und im Osten findet; aber der Zusammenhang mit der Hersteilung dsr Visb- staffeltarife ist nicbt bewieskn. Ich Habe [Lider nicbt börcn können, ob der Freiherr bon Loö diefcn Beweis erbracht bai, aber ich glaube es kaum, denn ich halte ibn für absolut unmöglich. Berkits iu1 voriqrn Jahre ist der Antrag grsteilt, die Staffeltarifc, wis sie 1315er in Oberschlesien bestanden, auf das ganzr StaaiseisenbabnncY aus- zudehnen. Diese Petition wurde Vom Abgrordnstenbauis dsr Staats- regierung zur Erwägung, Vom Herrcnbauss sogar zur Berückficbtiguxig überwiesen, und der Staatskatb hat sich mit ].6 gegen 15 S'iitiiinkti für die Tarif€ aukgesprcckyen. Ja, die: Mrbrzabl dcr Land- wiribe hat sich dafür ausgesprochen. Es ist nicht zu [01:Jn611, daß die Preise in diesem Herbst silikiélidß JCWKsLU find, mit Auönabme der Preise Für Zuchwieb. Am ärgsten sind die Rück- gänge boi Sä7weineti. Diese Erscheinung triit aber in 'sdem Jahre auf, wcnn das Futter rricblicb geratbkn ist und WWW? drizien die Auf- zucht Vermehrt wird. Im aUgemeinen ist aber der Rückgang auch beim Mastvieb nicht in dem Maße verdorgstrrtexi, daß man daraus schließcn könnte, das; dieser Rückgang die Verbaltniffe der Landwirtbscbait wesentlich alteriert. (Es ist behauptet worden, daß dir Vikbsiaffrltarifr in großem Maße dem Ausland, bcsondkis Dänémaik, zu statten kommen. Das dänische Reich muß 3 Wochen Quarantäne halten, bis allkrdinxis auf 10 Tage verkürzt werdcn kann. Was da herauSgékdmmcn ist, das ist vrrschwindknd Bélairn und Hollan ist gesperrt für Rindvieh, Schafe, Ziegrn; ebenso Rußland. Schwrine dürfen nur in br- stimmie Schlacbtbäuser eingeführt wrrdsn. Oestcrkeicbist fiirScbwi*iiic und Schafe gesperrt; für Rindvieb bestebén gewiss: Svsrrgsbicte. Für Dänrmark ist die Landeiniubr gcfpsrrt. Aus dem Qnarantäne- ansiaiten Altona, Flensburg Ic. ist die ungebeurre Anzahldon 236 Stück Rindvicb, 1288 Schweine und feine Schafe befördert wordcn! Das ist die große Einfuhr don Rindvieb aus Dänemark, dir den Wciten schädigt. Wobin soll es kommen, w€n11 wir uns gegen das Ausland sperren und im Inland auch noch? Im aUgemeiiikn babrn dix: von mir ringkzogenen Brricbxe festgestEUt, daß sich bis jam das Bczugs- grbict nicht wesentlich gandert bat, daß aber crbkblick) zugriwmmcn bat der Vikbansiausch innerhalb dsr kurzcn Entfernungén, innerhalb 100 11111, auf welch? der Staffkltarif kcinrn Einfluß bat. Sprzirli ein Bericht aus aderborn bsstäiigt mir, daß Citi? große Vcr- scbiebung in den ezugöquclien bisbcr sicb nicbt gezcizt hat. Zu- genommen z. B. hat dir Ausfubr bon Visi) aus Hannover, welch», wenn die Ausführungen drs Abg. 1701] LOLA richtig wärrn, noc!) mrbr slitten baben müßtc durch diese Maßrsgel als Rheinland und Writ- alen. Der Zeitraum des Bestebens der Viebstaffritariic iir vici 511 Utz, um irgend welche Schlüsse aus den bisberißen Erfabrungsn zu ziehen. Im aligemeinen aber ist die Einführung der Staffrltarife für das Land eine Wobltbat.

Abg. Graw-Allenstein (381111!) bedauertc, dai: inicizir des russischen Handelsberirags die Grtrcidc-Siaffrliariic aiii-grbdb-rn 191911, troxzdem sie sicherlich dem Westen nicbt 10 geschadct babcii, wir Siwa die Einfubr argentiniscbcn Getreides. Die Brkämvfung rer Staéci- tarife für Vieb bringe nur Beunrnbignng 111 das Land. Dcr Bund der Landwiribe sei im Osten iür und im Wrstrn grsrn di:“ Staffel- txrife. Rcdner erklärts fick) 9811211 dcn Antrag Hrrdid.

Abg. Herrmann (Zimtr) frrack) sich in dcmiilbkn “Sinne aus; der Abg. Von Loi? babs 16111611 Br1rci§ dafiir brigcbracbt, daß die Staffcltarifc de'n Wésiéli zcscbädigt babrn. Emrirbicnswrrib ici rin? allgemeine Einführung drr Staffrltariir, aucb für dir Produkir drr Industrie. Im Osten hat dir Landwirtbickoaft auch mit bobcn Löbncn zu rechnen, weil die Zeit zur Bearbeitung des Bvcrns zu kurz ist und dir Lanrwiribichaft durcb klimatisch Vcrbäimiffr schlimmer beeinflußt wird als im W:"sti'ii. Die jungs" Leute gebrn vom Osten nach dem Westen, und wenn sie krank und fisch gkwordrn sind, belasten 11? die Hsimatb. Redner hat das" Hanz, rom Osten diesc schwaYe tüyc nicht zu entziehen.

_Abg. crold (Jenin): Jm Landcs-Eiixnbabnratb bat Emi K_amß, der den Osten docbgcwif: nicbt Vemackpiäsfigrn wird, brantragt, die Beschlußfassung ausznfcycn, um noch nicht Material 511 brisbaficn. K_s wird _uns vorgeworfrn, daß wir keinen zablcnmäßigrn Brwcis für die Schadmung beigebracht haben. Aber der Ostcn bat aucb krinm Be- weis des Nußezis bxigebracht. Dic Staffeltarifc für Zucker und («rmide u. s. w. fixed eingefuhrt worden im Jntcreffc do:? Konfumcntm, um die Waarcn biüiger zu machen. Sie üben also einen Yrcisktuck aus, und

deshalb wollen wir davon niwts wissen. Eine Sperrt“ im Julande

wollen wir ni t, aber auch nicht eme kimsilicbc Vcrscbicbung drr Froduktionsver ältniffc. Man meinte, daß durch die Staffcltarifc, wenn

2 über Berlitz binaus_ eltcn, die Bedeutung des Berliner Viebmarkts abgeschwäcbtwird. Dasi taberdqrcbaus nichtderFall. Wenn die "ndlcr den Berliner Markt umßrben wollten, könnten n' es aucb :) e die Staffcltarife. Die Not der Lankwirtbschaft i im Westen ebenso groß wie im Osten" ein Zei m dafür ist die Zunahme der Verschul- dung im Westen, die progres _w gewesen ist, wahrend sie im Osten ab- genommen bat. Wir sind immer mit praktischen Vorschlägen in ruhiger Weixe hervor ctreten, und zum Dank da 1“ gebt man mit solchen schäd genden ein vor. ,Das muß bitimmg bcrvvr- rufen. Die Regierung rlYen versprochen, krinc Gctrcidcitaffcitarifc

wieder einzuführen; die Einführung der Viebstaffeltarife 91MM„

diesem Verspreeben. , , , Ab? von Mxndel-Steinfels (kauf.): Bei dieser tages , es sich, der Eisenbabn-Minifter der mächtigste Mann in. St ist; denn die Tarifpolitik ist nicht bloß eine finanzielle sondern auch eine wirtbschaftlicbe Frage. Zur ruhigen Lösung dieser wirbti m Frage möchte ich beitragen; denn m_ein Wahlkreis t ein Interesse sowohl am Verkauf, wie am Kauf des Viebs. Zwischen den Getreidetarifen und den Viebtarifen ist ein Unterschied. Beim Getreide handelt es sich für die Landwirtbe hauptsächlich um den Absatz, um den Verkauf; beim Vieh dagegen nicht bloß um den Verkauf des gemäsieten Viebes, so_ndern auch um dkn Einkauf des Magerviebs. Wenn die preußische Landwirt!)- schaft auf sich allein angewiesen ware, würden wir uns leicht ver- ständigen, aber das Ausland spielt eine wichtige Rolle dabei. Es handelt sich um temporäre, vorüber chende Importen, die die P_reisbi[dun beeinflussen. Der Minister ?pracb von 336 ein efübrten danischen indern. -Aber _in der Quarantäneanstalt Babrenfeldt sieben augenblicklich 972 danische Ochsen. Die Quarantäne dauert auch nicht mehr drei Wocher_1, sondern nur zehn Tage. Und in wenigen Jahren wird es mit dem dan_1schen Viebimport anders aussehen als beute. Dem Handel wird durch die Viebstaffeltariie allerdin s ein Riegel vorgsscboben, weil drr Berliner Viehmarkt nicbt me 1 den Einfluß bqt wie früher. Es haben _sich dieselben Mißstände berauögebildet wre an _der Börse. Die Preise bestimmt der kapital- kraftige Viebkommisfionär, welcher auf die Verkäufer und auch auf die Großscbläebter drückt. Wolien die Kommisfionäre kaufen, dann drücken fir die Preise; wollen sie verkaufen, dann ieigern fie dieselben,_ dagegen i_önnen die Konsumenten fich ni t helfen; wenn der Minister da helfen will, so sind wir ibm, dankbar dafür. Das ist die andere Seite der Staffeltarife. Man wird sagen: der weiß ja selbst nicbt, was er wil]; er spricht für den Osten und für den Westin. Das möge man mir zu gute balten, weil ich aus der Provinz Sachsen stamme, die in der Mitte liegt, und ich die Sache ruhiger ansehen kann als andere Landstriche. Der Aus- tausch bon Zuchwieb zwischen _Süd und Nord und Ost und Westen wird durch die Staffeltarife erleichtert, was yon Bedeutung ist, seitdem Holland gesperrt ist. Eine Einigixng wird fich herbeiführen lasen, wrnn die Grenzen FSM die Viehieuchen so gewerrt werden, wie es in_England geschie 1, dann werden die Staffeltarife mehr Land- W1rtben 111115811 als schadrn, aber die Regierung soilte dann nicht bloß die entfernter wobnénden Konsumenten begünstigen, sondern auch auf kürzere Entfernungen oder ganz generell die Viebtransvdrte verbilligen. Dadurch würds der Ringbildung der Händler vorgebeugt werden. Ick möchte, daß ein _Zwieipalt der Meinungkn innerhalb der land- wirtbschaftlichen Kreise hier nicht zu Tage tritt. Die Maßregel wird giinstig wirkexi. wenn wir endlich den Schuß vom landwittbschaft- lich€n Minister bekommen, den wir dringknd fordern. Ich sehe nicht ein, warum nicht die Quarantäne straffer gehand- habt werdin soli; Durch den Seuchenschux3 wird auch die

Bildung der Preije günstiger werden, und ich babe den Mutb, zu sagrn, daß ick) bei dieser Frage immer wieder auch die Existenz- fäbigkrit dcr Landwirtbk in das Augr fasse. Ich bin überzeugt, daß die Miebrbeit des chufkd mir dabei zustimmt, und ich hoffe, daß auch dcr Eisenbabn-Minittcr bereit ist, der Landwirtbscbaft, soweit sein Ressort dabei in Betrgcht kommt, zu helfen.

_ Abs. Hirt (wm,) erblickt 111 den Staffeltariien eine wesent- licbe Förderung der landwirtbsckoaftliahen Absaßvethältniiie; er er- warirt den größten Nnßen für die Landwirtbscbaft, wenn durch die Tarife drr Ring auf drm Bérliner Markt gebrochen wird. Deshalb solitcn (111€ Landwirtbe auf diesem Grbietk zuiammenifebrn. Redner bai dieQR-Zgißrang, di? Staffsltariie aufrecht zu Erhalten.

(Schluß des Blattes.)

Kunst und Wissenschaft,

Im Verein für deutsches Kunst ewerbe wird am I)iittwoch, den 26. d. M., rr Proieffor 1)r. [fred Lichtwark, Direktor dir_KunstbaÜe in mburg, emen Vortrag balken über ,die :).)ie'daille 611111 und jSSt, ibre Gefcbizbtr, ihre Trebnik, ibre Zukunit'. Da der Griirnstand mi_i_ Rücksicht aui die Ausstéüungen dieses Jabres von besonderkm Interrme ist, so find aucb Geist? aus weiteren Kreisen willkommcn, Die Sitzung findet im großen Saale des Architektm- hauses, 8x Ubr Abends, statt.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

- Italien, _ Zuiolgr fcrsanitätspolizeiliäyer Verordnung vom 31,1). M. ist die Einfuhr von gesalzenem, geräuchertem oder auf andere Weiss er Aufbewahrung zubereitetem Schweine- fleisch aucb ausC-erbien grstatiet. Bkdingung iii jrdocb, daß die Sendung Von 91118111 Grsundbeits-Uriprunss-Zsugnir'; brsleitct iii. (_Vrrgl. „„IT-Anz.“ Nr. 303 vom 20. Drzkmber r, J.)

Handel und Geiberbe.

Täglicbe Wagengestellung iür Kobler: uud Koks

an der Rubr 111112111 Obxricbleiien.

An der Rubr sind am 22. d. M. ,“,N'irlit 11345, ckck: rubrieitig Zksirlit kcine Wagen.

JnObcrschlefieri find (11:1 21. d.M. seiteüt 4295, nicht nSt-

zritig gestellt keine Wagen. _ - Von den Aeltestrwder Kaufmannicbaii von Berlin wird a!!- jabrlick) ein ,Verzeicbnix; sämmtlicber Mitglieder der Ker- Poration der Kaufmanxiscbaft von Berlin 1111! ibm bei der Korroxation angrmrideirn .:,“andcls-Firmrn. dakgleiÖen cin Vers ZEiÖUÖZ der bsi drr Korporation angritclitsn Beamten, rkrkiretca Ma_k1_er_11nd Waarrn-Taratrrrn "virie dcr vrrcidrtkn Sach- eritandigcn“ bcrau-degcbcn. Dir Auégabr iür 1396 112,5: gesen- wartig vor.

-- Wie die ,Nbeiri.:Wkii*'. Ztg.“ auF- Esien meldet,. wurde 13 der chbrnbcsikrr-Vrriammlung dcs Nbciniicb-Weß- iäiiicben Koblenirndikais am Sonnabend über da; WGKD gang im Monat Januar Brricbt crixattkt. DM;.B bcziffrn !*:Ö die Bcrbciligungssummc aui 3461983 :, tbzß'éobiicb ;äérdcrt 1711727171 3 340 930 i. die Einicbräxikuxg bcnägt „11% 1:71 05-5 : :*drr ZZ“ (' 9 917521: 3.45 (' 0 im Nrkcmbrr. “2,12 c' 91111 Tczcmbrr 15593 1111? 9- 9:7 9 «. 1111 3.1ka 1895. Tir Viriand brtru; "Z 31; 0261. 11797. an*ROÖNM; 111“; Syndikats "2 305 696 r odcr 91.710 T*rr 21-41?an 5111171“ FH M dw»: Arbeit!“- tzg. _aus 9957 Trkrciwxgm, s:"rn dkki vrriäbrixrri Zanuawkrianbäu taglicbrr berbcxrag ron 16:71 „agen. Dic Abnabwc rntäi der-d-ürie und dir Handlcr war 5111. WWW dicieu1gr, welchc auf Röck:- ickxiifcn _cr'oign._ Dcr Februar kN mms TGW brgorma, veu- girick: dic Induktric nach wie v:": sat „1131111311111. Alsdann wude be- !cbic cn. zu drr im vorigen Jab! aus bciondnw Gründen verlas» Mr: edc zurückxnkcbnn und die Monarc März » Angus ck Sommermonate zu betrxcdtrx, ziir iii: Mit 3211 einc UKW ron 1511» cinmn'n zu iaßcn.

-- Dkk Vern'ieb dcs Mineralwasser! aus dern 541-11- krumm: in Gerolstein wird eine erhebliche W W ; in näÖKterit sou _dcrt cin (.er “adrikgebäwde W

-_- Dte kxMaan Mcß-Aus e inna WMine deutsÖt! Papiervr_rerns1os,31t 47 d. 1.1 fi-dei vm 3-41. M i- Kaufmänniicdm Vemnsbaaie in Lei xis kak.

Wien. 22. Februar. (W T'. I.) Dit brut'ige PW EbnerUYsYme" det“! Qestcrreiäiiju Zu»: okskakn na m na n M* w drt abstiebloiime M ua WWUedmbko-vu n. »

Laut Tc! am an Horde“ 11 ik dir um englisckze PoWderOßenT-dc mV. , Grund: ZUM __m WM _