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Preuß“ «ck Laisha». Haus der Abgeordneten.
26“ SFW“ vom; P:"; Februar 1896. , * ueber den WWW“ “WW 6 gestern berichtet..»
worven. , Das us se t die zweite Bera an des Etats der Eisenbahßberwaßltung beidem Tittel? .„ innahmen aus dem Gülerverkehr.- 680300000 716“ fort.
Ministerder öffentlichen Arbeiten Thielen:
Meine Herren! Ick babe leider von den Ausführungen des Herrn Abg. FwibmnbonLoöuur sehr wenig verstehen können, aber ich
nehme an, daß diese Ausführungen sich im allgemeinen decken mit den
Ausführungen 'der Petition des landwirtbschafiiicben Provinzialvereins für Westfalen. Verstanden babe ich den Schlußsaß, der anknüpft an die Aeußerungen, die ich im Laufe der vorgestrigen Debatte gemacht birbe, andern die Hoffnungen, die ich ausgesprochen habe, daß die Landwirtbschaft bald wieder in gedeihlicbe, blühendere Zustände ge- langen möge. Meine Herren, in Ueberxinstimmurig mit dem *Herrn Landwirtbschafts-Minister halte ich die Herstellung der Viebftaffel- tarife für ein geeignetes Mittel dazu. (Sebr richtig !) Meine Herren, die Petition gegen diese Viebstaffeltarife hat im Großen und Ganzen eine außerordentliche Aehnlichkeit mit dem Ansturm, der seiner Zeit gegen die Getreideftaffeltarife erhoben wurde (sebr richtig!), - eine große Aehnlichkeit auchinsofern, als Weder bei den Getreidestaffeltarifen, noch viel weniger aber bei den Viebstaffeltarifen ein Beweis hat hergestellt werden können, daß diese Staffeltarife der Landwirthsckpaft der westlichen Provinzen schädlich gewesen sind. Meine Herren, es ist kein Beweis dafür erbracht worden, daß das Sinken der Getreidepreife im Westen und Süden mit den Staffeltarifen zusammenhängt; einen solchen Be- weis für die Viebstaffeltarife zu bringen, hat auch selbst die Petition des Westfälischen Provinzialvereins nicht einmal versucht. Es ist keine einzige Thatsache angeführt worden, aus dcr diefer Schluß zu sieben wäre; es sind nur allgemein theoretische Erörte- rungen angestellt worden Vornehmlich über den Notbfiand dsr Land- wirtbscbaft in Bezug auch auf den Zweig der Viebproduktion und daß dieser Notbstand sich gleichermaßen in West- wie in Mittel- deutschland und im Osten kund gebe. Aber der Beweis für den Zusammenhang mit der Herstellung der Viebstaffeltarife ist nicht ver- sucht worden. Ich habe leider nicht hören können, ob der Herr Abg. Freiherr von Los diesen Beweis in seinen Ausführungen gebracht hat, ich möchte es aber wirklich bezweifeln, denn ich halte das zur Zeit für absolut unmöglich.
Meine Herren, es ist, wie Sie wissen werden, im vorigen Jahre bereits in diesem boben Hause und auch im Hrrrenbause drr Antrag gestellt worden, die Viebsiaffeltarife, wie sie bisher von Schlesien und überhaupt don den östlichen Provinzen nacb Berlin bestanden, aus- zudehnen auf das ganze Staatseisenbabnncß. Diese Petition ist nach langen eingehenden Erörterungen seitens des bobrn Hausts der Staats- regierung zur Erwägung überwiesen worden. Meine Harten, das Herrenhaus ift weitergegangen und bat die Petition der Staats- regierung zur Berücksichtigung überwiesen, dcr Staatsraib bat fick) ebenfalls damit einverstanden erklärt. Der Landeseisenbabnratb, den wir gehört haben, bat allerdings mit 16 gcgen 15 Stimmen sich da- gegen ausgesprochen. (Abg. Freiherr von Los: Hört! hört!) Wenn der Herr Abg. Freiherr von Los sagt: Hört! hört! so möchteich ihm darauf bemerken , daß die Landwirib-x in der Mehrzahl sich dafür ausgrsprochen baben, (Hört! hört !) und die Majoriiäi nur brr- gesteiit ist durch ein gewisses Kompromiß der wcstlicben Industrie mit der wcftliéhcn Landwirtbschaft.
Meine Herren, es ist nun nicht zu leugnen, daß die Viebpreise in diksem Herbst und Winter sinkend find mit Ausnahme: der Prrise fiir Zucbtvieb, die steigend sind auch im Wrstcn, das wird Herr Freiherr von Los ebenso gut wiffen wie ich. Am sclpärfsten find die Rückgänge bei den Schweinen. Die Erklärung dafür ist aber i'd klar, daß es mich sehr Wundert, daß drr Wcsifälisrbe Probinziaiverein, der die Verhältniss so genau übrrseben kann, das nicht erwähnt. Diese Erscheinung tritt in jedem Jahre anf, wenn das Futter rcichlich geratben ist und infolge drffen die junge Aufzucht brdeutend Vermehrt worden ist. Vermebre ich die Aufzucht, so vermebre ich das Angebot; Vermehrt sich das Angebot, so sinken die Preise. Das trifft in be- sonders bobem Maße bei den Schweinen zu und wird übereinstimmend von allen Behörden, die darüber gehört worden smd, bestätigt. Es ist nicht etwa der Wrstrn, der dadurch brsondcrs geschädigt worden ist, der Rückgang voÜziebt fich ebenso im Osten und in Mittel- deutschland.
Dann isibebauptetworden in derPetiiion -- und ick) glaubs, soviel wenigstens gehört zu haben, daß auch Herr Abg. Freibrrr von 5306 dieselbe Behauptung aufgestellt hat - daß dieser Viebstaffeltarif im großen Maße dem Auslande zu siattcn käme, Meine Herrcn, nun mirß ich mich sebr darüber wundern, daß der Westfälische ProvinziaWerein an- scheinend noch nicht wkiß, in welchem Mas; unsere Grcnzen grgcn das ausländische Vieb angsperrt sind. Verstanden babe ich, daß Herr Abg. Freiherr von 5306 gesagt Hat, dcm däniscbrn Vici) würden ganz besondere Begünstigungen xu tbeii. Meine Herren, eine der Haupt- begünstigungrn ist die, daß das dänische Vieh Quarantärre balken muß, wclche die Rrgierung auf drei Wochcn brstimmen, abrr auf zehn Tage abkürzen kann. Was aus dicsrr Quarantäne nach dem Inland herausgekonimen ist, wissen wir, und das ist bis jetzt verschwindend. Mriue Hcrrrn , ich darf vielieich, da das drm Wkstfäliscben Probinzialdrrein unbrkannt zu sein scheint, bier mirtbeilen, daß Belgien und Holland gesperrt sind gegen die Einfuhr von Rindvirb, Schafen, Scix-WLinen und Ziexrcn, daß Rußland gespcrrt ist für die Einfuis bon Rindvieh, Schafcn und Ziegen; Schweine dürfen nur in einigxn Scblacbtbäusrrn bon Oberschlesicn LiUJLfübrt Werden; in Ocfterrrirb bestkbcn für Rindvicb bestimmte Sperrgebiete; im übrigen ist di:: Einfuhr nacb iirrschiedrnen Schlacht- bäusern zugelaffcn. Däncmark und ganz Skandinadikn smd gesperrt für die Landcinfubr, zügc'iaffcn ist iiur die Srcciiifubr in béstimmte Secquarantäne -Ansiasien. Ich habe sähen mitgribeilt, daß die Quaraniäne auf drei Wochen bestimmt ist und auf zrbn Tage nach
' Bestimmung des Regierungs-Präsidenten eräfzix'xt wird. Aus diesen
Anstalten zu Altona, Hamburg, Kiel und Flensburg ist in den Monaten Oktober bis einsckx-iirszlich Dezcmber 1895 nach Rheinland und Westfalen befördert worden die Zahl von 236 Stück Rindvieh, (Heiterkeit) - das ist die große Einfuhr von Rindvieb aus Dänemark, die den Westen ichädigen soll-
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Aber, meine Herreii, es liegt doch klar auf der Hand: jemebr aus veterinärpoliaeilicben Gründen die Einfuhr. gesperrt oder durch Quarantäne ballen erschwert wird, was ja zur Fernbaltung der Sxychengngthm erxereffe _der Landwixtbsckpaft durchaus nothwendig 4 HZÜxoikrswn geräYiFÉÜgziiist, destqfnotbwendissr und drirr'gktider "wié'vTas Erfsrdemißx' doch7wenigsténs das Inland zum Aüstauscb seiner Viebbeständekzu befähigen. (Sehr wahr!) Wohin soll es denn kommen, wenn wir' däs Ausland gegen uns sperren und dann auchiniWéirie-Sverre “ein“iicbl'en'im Imier'n selbst? (Sebr richtig !) Gékade “dieser"Grund ist 'für den Herrn Landwirtbscbafts-Minifter,* der mit mit vollständig auf demselben Standpunkt in dieser Frage steht, maßgebend gewesen, für die Einführung der Viebsiaffeltarife einzutreten.
Meine Herren, im allgemeinen haben die von mir eingezogenen Berichte, und zwar nicht nur die Berichte der Eisenbahnbebörden, sondern auch der aUgemeinen Verwaltungsbebörden festgestellt, daß bis jetzt das Bezugßgebiet von Vieb sich nicht wesentlich geändert hat, daß aber erheblich zugenommen hat der Viebaustauscb innerhalb der kurzen Entfernungen, innerhalb 100 km, auf die der Staffeltarif keinen Einfluß bat. Daß dieserAustauscb auf kurze Entfernungen sebr erheblich zugenommen hat, liegt in der Natur der Sache: bei der gesteigerten Anzucht von Zuchtvieb, insbesondere don SchWeinen, muß lebhafter Austausch stattfinden und hat zunächst der Austausch statt- gefunden auf kurze Entfernungen. Wir haben beispielsweise, wie Herr Abg. Freiherr von Los weiß, in Westfalen große industrielle Anstalten, die sich mit der Zubereitung von Schweinefleisch namentlich zum Export und zur Schiffsversorgung beschäftigen. Dabin find große Mengen von Schweinen in diesem Jahre abgeführt worden. '
Im übrigen ist mir noch heute Morgen ein Bericht der Dirrktion Elberfeld zugegangen, welche ihrerseits sich mit den sämmtlichen Behörden ihres Bezirks in Verbindung geseßt und über die sämmtlichen Viebmärkte, die gerade in ihrem Bezirk sehr bedeutend sind, sich informieri hat. Dieser Bericht brsiätigt durchaus, daß in den Bezugsquellen des Viebes sich große Verschiebungen bisher nicht gezeigt haben, Wohl aber, wie ich vorhin schon gesagt babe, der Austausch bon Viel) auf kurze Distanzrn ganz erheblich zugenommen hat.
Meine Herren, ich glaube daher, wenn ich mich resumicren darf, daß zunächst der Zeitraum des Bestehens der Viebstaffrltarifc ein viel zu kurzer ist, um irgendwelche Schlüsse aus den vorliegenden Er- fahrungen zieben zu können. - Dic Petition des Westfälischrn Pro- vinzialvereins giebt selber zu, daß sie keinerlei Zahlen beibringen könne, weil das Besiebrn des Tarifs noch ein zu kurzes dazu wäre. Zweitens aber bin ich, folange mir nicht dcr Gegenbeweis rrbracbt wird, der Meinung, daß unter drn obwalienden Umständen die Ein- führung des Virbstaffeltarifs für das Land im allg-Jmeinrn cine Wobitbat gewesen ist. (Brady!)
Abg. Freiherr von Plettenberg (koris.): Dcr Wesien 1011 dort der Abwendung drr Arbeitrr aus dem Osten bizsonde'rs Vortheil haben; aber das bc'zirbt sich nur auf die' Industrtr, nicht auf_ die Landwirtbscbaft. Die Staffeltarife für die Industrie nuxien" dixsr'r und den Verbraucbsrn ihrer Produkte. Im Westen zikbt die laiidircbe Bevölkerung ebenfabis in die Jndustrieorte. Es bestebt em Arbeiter- mangel, der Ausschuß aus Holland ist für uns genugend zu Groß- knechten. Die Viebpreise im Westen, 11110 erheblich gefallen, rind zweit gerade seit dem Okiober, seit drr Einfuhrung drr Staffeltartfr.“ DW Aufhebung der Staffeltarife für Grtreidcf hat'sich wobltbattg im Westen bemerkbar gemacht. Wenn. die Viebvreise im ganzrn Lands gefallen sind, so liegt das an den billigen Importiartfrii. Dir Ameri- kaner smd darin praktischer. Sie babén biÜige Tarife aufs drm Bmgrn- lande zur See, aber umgrkebrt rrcbt bdbe Frachtsaße. Di? Quarantanr- frage könnsn wir wwbl bsi andcrer Grlrgrnbeit beffer crorti'rn; GUM die Lungrnseuche find drei Wochcn Qnarantanc zu kurz; mmdrftrns vier Wochen würden nötbig srin: Holiaiid selbst [igt srchs Worbrn, Der Bund der Landwiribe bat fick) m der Fragr dcr *Siaffcltarise boil- ständig neutral gesicUt; ganz cntsprrcbrn'dder Aufgabr, welcbe er_fich gestelit bat, die Landwirtbschaft zu rimgrn' 111 den noibwrndmrn Dingen; bei drn zweifrlbasten soi] dagrgen Freiheit berrscben. Staffel- tarife smd nothwendig für die Produkie, die FW in "81116111 Landes- tbeil Produziert werden; aber warnm dic Prddutte, die ch'rail wachsen, im Lande- bin und brriabrkn und dir iandwirtbscbaftiickwii Prodnkic drs Auslandcs dancbrn. Daß die Schu1drn 1111 Osten wemgc'r 51111€[)kx1011 als im Westen, mag darauf zurückzufüdrcn sein, daß die Lrute mi Osten krine SchU1den mehr machen 1151111611. Wenn der Exportdom Osten nach dem Wcstrn sebr gering war, i_o wiirde dgdurck), brwiesen, daß der Staffelfarif dem Ostsn nicht Viel. m_uyt; da wurde (in Sfaffcl- tarif nach Berlin, dem wir allrnfaÜs bewilligewkonntrn, ausreichen, .
Abg. Sieg (nl,): Man hat drn Landwirtbcn drs Ojikns _die Sclbstbiife angeratbcn. Diesen Nail) hat man brfdlgt. Man] hat mb auf den Bau dcr Gerste grworfen, die schlanker) Absgxz fsind. Aber rmt drr AufbebUng der Siaffcltarife [)at fick) die Situation _ganz vcr- ändert. Größere Güter produzierikn 5000-6000'Z1r. (Heritr, die mindestsns um 1 «16 für dén Zentner cntwsrtiwt ist. durch dic Anf- bebung der Staffeltarife; also für ein cinzrgxs Gut ein. "Schadrn 5011 5000-6000 «16 Dafür bictrt die Aufbcbung drs J_d€iiiiiats11acbwcisrs keinen Ersaß; denn diese Maßregel kommt bauptsqrblicb dem'Handel 'der Seeviä e zu gute. Der Vcrkauf drr (Wrstc ist aber nicht aii andere deut che Distrikte gefalirn, sondrrw Böbrircn bat den Vortheil davon gehabt. An den Siaffeltarife'n *sür Viki) miiß fest,;ebqlfcn werdrn, damit später das gefordert wkrdrn kern", was die Landwirt!)- schaft braucht: eine Herabieizung dor TANs? fur (1116 Produkix. Man spricht jetzt dabon, daß der. Wind fur dci] O]ten gunstig/ywebt, natürlich im Finanz'Ministertum. Der Wixid wlitr zuzrr «turm anwachsen. Jn Wkstpreußen braucht man neun Eikrnbabiirn. Diese Fordcrung wird naciydrücklicb vrrireicn werdrn. denrr spricht fick) für den Anxrag dsr Burgrxkomwiiswn aus.
Abg. bon Plox'tz (kons.): Dt? Strüung des Bundes drr Land- wirtbc zu drn Staffeltarifen ist bekannt durch die Presse und die? Vrrsammlungcu; der Bund bält fich vdliiiandig nkutral; rr tritt Ein für alle grmeinsamcn Fragen, abcr 561 entgrgcngescßten thcrsxsii'n bält sich der Bund, namrntiici) dcr Zentralvorstand, nentrai. Der Zwiespalt in sdicben Punkten wird ja bo:1„rms€ren Gesnrrn, bc- sonders Hsrrn Rickert grwünsciyi; “abrr Wr birtrri iins v:*;r_ s01chrn Spaltungen. Rcdnrr verwrist aus irn) Schrrtbrrr ciner (0711221150811- Dirrktion brzüglick) dcr Einführunß direktrr Tczrifs 11:1,Vsrkrnr mit Rußland; cine Ermäßigung drr dcutscchu Tarifs 1011 1114111 ertrirrxcxzi, es so!] aber nur di? bald»: Cxpcditidnsxzrbribr crbovrn mrrdxii. 'Wir." die dcuiscbenLandwirib-z ist auch der kl'cirisie Voribril don, WickyitgkCii. §Wir beriraucn dcm Minister, das; er für die: Landwrrtbsckmst cmtrrtc'n wird. Wir bxbrn iibrrcrli nicht drinztviril Mißtraurn chen die Minister. Wenn das grfolgcrt woricn ist aus einer Llusldsiuirg 0111 der Grneralversammlung dcs Brindxs der Landwrribr, so 111 das nicht richtig. Wir könncn iolrixe Virdcivrydimgcn nur doiikonirxiqir biÜigrn, pardon, )nißbiüigen naiürlici); Wir baden is ja frhon m rmserrmBundrSorgan grmiiibiÜiJi. Die Yrrsammlangen siiid x_a dgzu da, das; jeder frei von der Lebrr wrg sdr1ch1.' Dsr Landwirtbiibasts- Minister bat unsern Wunsch, das; die Kriegswixrwaltungßnur alis deutschem Flachs bergrsrelltcs Leinen kguicn mogx, eriuüt. Die Fabrikantrn babcu (1er dem Krikgs-Mimstxr erklart, daß sie dyn russischen Flachs billigsr beziehen als den deutjcben Flachs. 'Jchbiite den Minister, darüber Auskunft zu gebkn, ob das in Wirklichkeit der
Fail ist. Die Frage der Steinkohlentarife beschäftigt guck) die Land- wirtbscbait; mehrere Bezugsgenoffenschastcn verlangrn einen bilirgeren
„stattgegeben werden, weil noch
Fracbtprei'e des Tbomaömebls vom Weten na dem Osten.
Geb :mer Ob'er-Re ierungsxRatb Mö lbausen: Das vom Vorredner angeführte S reiben einer Eiseiibabn-Direktion wird wohl ng "sein. Ryßland bat direkieTarife nach Inlands tationen ge. Ri 'rt,“ imd, WrLaüki-Grund des ,“nde-l'svartrggs, de'rrsxi m, dazu das
"echt giebt." Diese Tarife biexén k ne'C'rmäßigung, soüdekrßes werden die Tarife, wie sie bestehen fur_das inländische Getreide, einfach an. geWendet. Die halben Expeditionsqebübren fallen, allexzdings weg, weil nur die Arbeit der Empfangsstgtion in Betracht köikiinit. Der Einreibung des Tbomaßmebls in die Tarife für Kali“ 'kör'mte nicht nicht klar war, ob der zwis n den
roduzenten abgeschlossene Ring aufgehoben werden würde. as ist inzwischen geschehen. Es ist auch für weitere Entfernungen eine Vergütung der Yacht eingetreten, urid der Bezirks-Eisenbabnraib Köln hat von der * eraibung der Tarifermäßiguna Abstand enommen,
weil die Frachtvergütung immer noch eine größere Verbillxßung mit
sich brachte, als die Tarife für Kalisalze darstellen. Die rage, ob die oberschlesischen Steinkdblen billiger gefahren werden können, ist jest in Untersuchun? Die Tarife für Fkacbs sind ermäßigt, soweit der Flachs nacb Be gien und Frankret geht, und auch für die Fracht nach dem Westen und nach Oberscbxeien. Aber dieselben Ermäßi- gungen bestebsn au fur den deutschen Flachs. Der Vorredner befand sich also in dieser eziebung in einen) Jrrtbum.
Abg. Klose (Zentr.) tritt" für die Aufrechterhaltung der Staffel- tarife em und wünscht„daß fur Düngernitiel eine Frachtermäßigung auf kürzere Strkcken emtretcn möge, Wie man denn überhaupt die Staffeltarife auf alle Artikel erstrecken sollte.
Abg. don Cznrlinski (Polk) Wendet sich gkgen die Aus- führungen des Abg. von 5306. Der Ostrn produziert einen Ueberscbuß an Getreide. Wenn im Westen die Preise niedriger waren als im Osten, so bezieht sich das au'f Wanken verschiedener Qualität. Will der Westen sicb gegen die Vtkbemfubr aus dem Osten wehren, dann muß er seine Einwohner zu Vegetariern erziehen; denn er roduziert nicht so viel Fleisck), wie seine Einwohner gkbraucben. enn die Schulden im Osten mcht fr) zutiebtxisn, so liegt das daran, daß immer mebr Grund und Bodeü tn dre Hande des Fiskus übergcbt und da- durch dre Gelegenheit vermindert wird, Sckpulden zu machen. Die Roth ist auch eme so große, das; niemand mehr Geld borgen will.
Abg. Bueck (nl.): Wrnn alle Leinwand für die Kriegsverwaltung nur aus deutschem Fbackos hergestellt Werden soll, so werden dadurch die Fabrikanten be u_nsiigt, welche noch, wie in Schlesien, einen Flachsbau in der iabe hubert. Ein? Kontroüe, ob wirklich nur deutscher Flachs verweridrt wird, ist schwer durchführbar; es wird dadurch nur der,m1lautcre Wettbewerb derjenigen begünsiigt, Wel e ein weiteres Gewiffen haben und, obgleich sie deutschen Flachs ni t beschaffen können,_ dessen Verwendung zu ibrkn Fabrikaten versichern. Drr Flacbsbau in Deutschland erfordert höhere Kosten als in Ruß- land., Der'deutscbc Flachsbau müßte, um einen Gewinn zu erzielrn, möglichst frtnrn und tbeuxrrn Ficxcbs ziehen. Mit dem He'rrn don Mendel „bin ich vdllstandig cinderixandcn darüber, daß die deutschen Yiehbsstandc gekcbiijzt Werden xuüsien aegrn jrde Ansteckung. Wenn die vorhandenrn Maßregeln nicbt gcnügen, so müssen ße verstärkt wrrdrn, aber fie s0Ü611 nicht 561111131 wirdcn, um eine Vert ruermtg der Fleiichprciye berbkizaiübren. Es sind brate verschiedene Tarif- crmaßigungen Verlangt: für Vici), Getreide, Kohlen, Düngrmittel u._s; w. Dcr Minister wird dicse? Wünsche nicht mit einem Schlage beirtrdigen können. Wenn der Minister den (“inen Tarif ermäßigen wil], kann kommt eine Jntrrcffentcngrupvr und schreit über Interessen- Verschirbung. Dadurch wird dir Arbeit der Eisrnbabnverwaltung erschwrrt. Schlicfziich bringx doch jade Chaussee, jede Telegrapben- lritmig r-inc Jntcrrsienverjchtrbimg mit sich. WWU dicirnigen, die Vorübergcbrnd gqsckxädigt werdcn, s1ch allsn Ncucrungcn widrrseßien, dgnn müßten wrr stcben bl€ibrn (Ulf dcm altem Standprtnkt, dann kamen wir schli€f31ich auf den Postkutschrnstandpnnkt zurück. Ich wcrde deshalb gi'grn die Ausbebmig rer Stciffcltarife stimmen,
Abg. Gcrlich (frkons.): Dic Vcrirctcr des Osirns und _Wrstrns soUtrn fich dcch nicht immer itrcitkn und etwa gar den Oitrn ma- jorifirren, 1361111 wrstlicky drin Bcrlin lirgt ja der größere Theil der Monarcbir. Landwirtbsrbastliäyc Bciirke giebt_ es in der nachsten iäbe Berlins, in Mecklenburg mid Sacbsrn, wahrend die Enifrrnung von Berlin nach Saarbrückrn 1€br groß ist. Hirt muß durch die Siaffeltarife sine Ansxiieickyimg [)erbeigrfübri ivkrdcn. Berlin würde vom Virbangrbot übcr1chw€inZiU da ist es doch besser, das Angrbot zn drrtbrilr'n auf das ganze_(“:ckt.r.rtsgkbiet. Durch das starke Angrbot wird auch der Wistcn in icinrii Mirbpreiskn bcnmbtbrilixrt. Ebrnso grbt es mit Grtrcidr. Die Stdffcltarise daiür griirn nur für Berlin; das (Hrireidc- wird wriiigstriis bis nach Bcrlin grbracbt und drückt auf die Prcike. Den billigen Wassrtwrg kann das im Osten produzierte Gütrride nicbt bcnußen, wril rs zu naß ist, um drn Waffcrtransport zu vrrtragrn, Redncr wendet fiel) dann gegen die Behauptung des Abg. Hkrold, Welcher don Linkr künstlichen Verschiebung sprach; im Gegcntbsil, dir Siaffcltarisr iind dir naturgrmäßen, und unsrre anze Tarifbilduuz sdilie danach ritigrrickytct werden. Einr. soickoe ** arifbildung würde drn garizrn Rattcnkönig von Svrzial- nnd Diffe- rentialtarifrn bcfritigsn. Wynn drr Minister cinc sdickoe Tarifbildung vornehmen wil], dann mög? Er 7111) nicht drrinrrdenlaffen Von Lcutkri, welcbe gar n_irbt_ uns angehören, dran möge er dafür sorgen, das Wir Herren im Hauje sind. . „
Auf eine Anregung des Abg. Mies (chtr.) erklart der Minister der öffentlichen Arbriten Thielen:
Moine Herren! Jm aügrtneinrn wird die Anlage von Haltestellen auf drn im Betrirb strbcndcn Sticcken sritrris dcr Staats-Cisrnbabn- brrwaltung mit tbunlicbstem Entgrgcnkommcn und fördernd brbandcit. Es sind cine ganze Reibe drn Haltestellen - wrnn ick) nicht irre“, 73 - im dorigrn ngre errichtet worden. Es gebt aus dieser Zahl schon hervor, das; übrrtricbcne Ansprüche iritrns dcr Staats-Eiscnbabn- verwaltung nicbt gemacht 'ivrrdcn. Allein, mcinr Herren, es ist mrinrs Eracbtcns durckxaus gercch1feriigt, daß die Interessenten, die den Wunsch Haben, daß Cine neue Halteftcile auf den in Betrieb stehenden Linien cingrschobrn wird, sich auch an dcnKosir-n eini-germaszrn betb-éiligen. Diésé Kdstrn cntsirbcn für die Staats-Eisrnbabnberwaltnng nichim1r durch den Bau der Haitcstclir, sondern 011ch dadurch, daß auch in Zukunft soicbe Halteste'lirn mit Personal bcseßt wrrdcn müssen. Für die erstrn Jahre ist mristenibeiis cine antabilitär dieser neuen Halt-ZsteUcn nicht zu erwartcn; es wird uns zwar srbr häufig eine solche Bkrecb- mmg Vorgelegt, allein diese Bitschnung 521 meist ein erbcblichcs Loch, wmn man bcdrukt, das; die Transyortk, die uns für neue Halte- strilen in Aucsixiyi grftelit werden, auch bisbsr schon grfabrsn sind“, nur nicht von drr Haltestcsir );, sortdrrn don drn dcmebenlirgenden Stationen 11 und 11.
MLM? HMM- !vas mm ivrzirl] Helsnabrunn anbetrifft, so muß ick) drm Hrrrn Vorrrdner darin R::lxt gcbrn: es ist sckwn rrchf langs über die Einfügung diescr Haiti,“ 18116 Hrlrnabrunn dsrbandcli worden. Es likgt dick; aber daran, daf; nacb dcr Auffassung der Staats-Eiirnbabnverwaljmig die Orferwiiiigkeii der bcirrffcndrn Juicreffcntcn nicht im Vrrbäiimß stand zu drn Kostcn, welchc dir Haitesiriie drrursacht. Nrurrkmgs sind wir mm Lir-ig geworden bis auf die 3000 „16, Welche drr Herr Vorrrdncr moniert, weil sis noch nachträglich gciordcrt werden. Diese 3000 „46. rcpräsrntieren die kapitalisierth Unterbaltringskosten fiir eme Straße, die (“rst ge1aut warden muß, um an die Haltesteiie von dem benaciybartrn Wege herankommen zu können. Ich bin nickrt der Meinung, das; das eine, übertrirbcne Forderung ist, werde mir aber arif Grund der Anregung des Herrn Vorredners die Akten noch em“ mal vorlegen laffcn und seben, ob sich eine Ermäßigung dieser Forde-
rung dom Standpunkt der Eisenbahnverwaltung aus rechtfertigen läßt-
Transport der obersrblesiicbén Steinko ken. Das gleiche gilt für 'die *
* . Rickert (fr. VW.): Es macht aÜerdinas einen s(blecbten Eindku' . daß die, Vertreter des Ostens imd “Westens bier ch über den Notbftand streiten. Damit fördern Sie in keiner eise die *Landr'virtbsckpaft. Wer wird denn heute noch seine Söhne in diesen Beruf schicken, wer wird heute noch wagen, Güter zu pachten oder zu kaufen, wenn er Ihren Schilderungen Glauben schenkt. Neulich wurde in der .Kreuz-Zeitung' ein Gut ausgeboten, welches die vor- züglicbste Rente gehen sollte. Au em solches Geschäft kann man doch ar nicbt beraugeben. Alle Annoncen werden ja ihre Zugkraft ver- iieren. Die Staffeltari e soÜen Erbitierung und Leidenschaft im Westen erregt haben. ind das nicht übertriebene Behauptungen? Die Reden, die bier gebglten werden, die rufen die Erbitterung und Leidens aft bervor. Es ist doch wirklich eine Lappalie, um welche es sich andeit. Ick) möchte einer Legende_ entgegentreten in Bezug „auf die zukunftige Entwicklung der TariXe'. Herr Herold bat die Behauptung gufgestellt, daß die Siaffeltarife für Getreide niemals wieder eingefuhrt werden soUexi. Das ist nicht versprocbrn; weder die Reichs; noch die "preußische Staatsregierung bat eine Ver- pflichtung fur die Dauer ubernommen. Herr von Boetticher antwortete damals auf de11 Versuch,dcr,Festlegung der preußischen Regierung, daß es unmöglich sei, dtsEtfenbabnpolitik reußens überhaupt fest- zulegen oder die Tarife fur Er_treide- und üblenfabrikate fiir die Harzer festzulegen. Diese Erklarung wurde vom Grafen Caprivi bestatigt. Ich möchte auch einmal den Eisknbabn-Minister sehen, der ein Gegnxr der Siaffeltarife wäre. Es war damals ein Opfer, wxlcbxs die Etsenbabnberwaltung bringen mußte. Eine general]: Em ubrung der Staffeliartfe ist_ uns von der Eisenbahnverwaifung in Yssicht gesteÜt. Die Berliner Kaufmannschaft schwärmt nicht für die; Ausdehnung der Staffeltarife; ich halte sie aber für wirth- schaftltch und. finanziell nothwendig; deswegen wurde ich stets dafür einiretxn. Die Rede des Eisenbabn-Ministers über die Personrntarife bat mich etwas ab «kühlt; Vor zwei Jahren nahm er einen anderen Sxandpunkx em. amgls batte der Finanz-Minister noch nicht die kraftige Eiywirkung Wie jetzt. Nothwendiger ist die Reform aller- dings bezuglich der Gütertarife. Wenn man die Leute diirch Vertbeuerung dcr Personentarife an die Scholle binden wil], so sxnd das allerdings_ auch kleine Mittel, aber sie find ' erfolglos., Die Ermaßigung der Tarife ist ein roßes Mittel; es Wirkt kraftiger, als man allgemein annimmt. Jeb iiimpie diejem Wunsche zu, bin auch bereit, die Eisenbgbn zu be- willi en, die Herr Sirg Verlangt. Ich babe den Wunsch nicht, daß der und der Landwirtbe fich spaltet, daß er fich kompromittiert, aber bessern soil er fich! Herr von Plöß hat einen Ausdruck miß- billigt, aberwelcben, weiß ick) nicbt; War es die Erinnerung an Göß von Berlichingen, das „schnuppe“, oder war es drr Zuruf bei der Nennuriq des Namens Caprivi? Wir ncbmen solche Ausdrücke nicht so tragisch; aber sie wurden in der Versammlung mit lautem Hurrai) aufgenommen. Es werden utopische Hoffnungen erweckt, die nicht erfüllt werden können; dadurch wird Viutblosigkeit und Erbiiterung brrv-rrgerufcn; Wenn Sie dem Muti) der Landwirtbe beben wolien, so werden wir Sie untersiüßen, denn die Landwirtbscbaft bedarf dcr Unterstutzung des Staats. Es ist einc (zrofic Neuigkeit! Maßregeln, die der Landwirtbscbaft nüßrn und den Muth brirben, werden wir immrr unterstüßen.
Abg. „Schröder (Polk) spricht fich gegen die Aufbrbunq dcr Staffeltarise aus, weildieselben das beste und finanzirll richtigste Mittrl smd, um die„Absaiz-grbi€te drr Landwirtbicbaft zu erwritern,
Abg. J urg 6 ",s e n (nl.): Als Vertreter der Prdvinz Schicswig- Hoisteiri Halte 111) die Siaffeltarife für durchaus richtig. Von keinrr Seite isi auch nur ein einziger Grund für die Aufhobnng der Staffel- tartfe angeführt worden. _ Wrxm die Konkurrrnz allein eini'n Grund abgebcn solltes, dann mii';1*.* man ja die einzelnen Probinzkn gegen euiandcr absclpltrßen, dadurch kommrn wir in das MiticlalTU zurück. Dic Staats-Eiicnbabnvcrwaltung hat dafür zu sorgen, daß keine Verkehrsbemmnissc eingefiihrt, daß sie vielmehr beseitigt werden. Wir haben Jahre lang gefühlt, daß wir hinter den östlichen Provinzen in Bezug (Ulf die Staffcltarifc zurückgeseßt werden. Das hat jeßt aufgehört, wir bxbrn jeyt auch die Staffeltarife an Stelle der (111- gemeincn Tarife. Daß die Stgffeitarife aliein dem Händler zu gute kommrn, al;:uben wir iiicht. Prrr von Loö bat von der Seuchen- vrrbreitrmg m S_ckyleswig-Hoistcin gesprochen. Das ist unrichtig. Es Xxbt keine Prodmz, welcbe so scuchenfrci ist, wie Schleswig-Holstein.
in'Seucbe-5fall isi allerdingsvorgekommen, aber nicht durch ein- brtmtsches, sondern durch don Pändlsrn irnportirrtks Vieh, und es ist nicht ausgeschlossen, das; die Händler aus dcr Rheinprovinz gekommen sind. Ick _bitte deshalb, dic Staffciiarife' aufrecht zu Erbaltcn.
Abg. Herold (ZLUUL) bleibt dabri, daß die Regierung bersbr0ch€n bgbe, so _lange' die Handelsberträgc dauern, sollten die Staffcltariie fur Getrcide nicht wieder eingeführt wrrden odrr höchstens (216 Aus- nabmczustand,
Minister drr öffentlichen Arbeiten Thielen:
Ich möchte mir nur gestatten, einen Jrrtbum dés Hrrrn Abg. Herold ricblig zu sicslru. Alis die Erklärungen, die sriner Zeit ab- gcgcbrn worden sind im Reichstag, beziehen fich [rdigiich auf dir Getreidestaffrlmrife. (Schr richtig!)
HLN? Hrrold scheint anzuncbmrn, daß sie sich auf die Staffrl- tarife im allgemrinen bczirbcn. Ich kann Herrn Hérold nur sagen: wir haben seit dcr Zrit fast jedkn Tarif, den wir eingriübrt haben, nach dem Staffrléystrm aufgrbaut und find uns dabei bewußt gewesen, daß wir durchaus 11icht im Widerspruch mit den seitens der Staats- regierung abgegrbenrn Erkiärungcn bei Gelegenheit der Aufhebung des Identitätsnacbwcisrs geraiben smd.
Abg. Freiherr von 206 (Zentn) bält seine Ausführungen auf- rrcht; wcnn ailerdings nach dem Vorschlage des Hrrrn von Mrndrl- Steinfcls alle Grenzen rrsdrrrt wiirdt'n, dann würdrn auch wir mit einer allgemrinen Ermäizigung der Tarife einverstandcn sein.
Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen:
Ich möchte nur ganz kurz mittbeiii'n, daß der Landés-Eisenbabn- raib fich gegrn die ailgemeinc Ermäßigung der Virbtarife ausgesprochen bat und daß, wcnn sir. wirkiicky wirksam werdrn würde, sich grnau die- selben VLrbäitniffe wie bei 0611 Staffcltaris'en crgrbrn würdén. Es kommt nicbi auf die Bildung des Tarifs, sondern lcdiglici; darauf an: um wicvicl wird drr Tarif zwiscbrn ». und ]; criiiäszigt. Ob das im Wege des Siaffsltarifs oder im Wege dcr allgrmrinen Ermäßigung geschicbt, ist für Versendcr imd Empfängcr vollständig glciä), aber eine ailgcmcinr Ermäßigung dcr Viebiariic würde 01116 ga11,c Reibe
.don Relaiicncn unnötbig crmäßigcn und cmderrrsriis den Finanzen
dcs Staats große Opfrr auferlczen.
Abg. Frentz (koris.) spricht sich als Vrrtreirr von Swinemünde gegen die Auddrdnung dcr AuSnabmetarife fiir Kobler! bon Obsr- 1chlefien nacb Stritin aiif din Lokaldkrkebr aus. Dadurch wiirde die Einführung drr _cnglifcbxn Kohlen beeinträchtigt, die liaupisächlicb als Ballast Liiigékiühi't ivcrden. Wenn dress Bezirbungrn mit England unicrbrochen werden, so Wird dadurch die gesammte“ Schiffahrt 1150) England geschädigt.
Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen:
Meine Hcrren! Ich komme allmählich in eine etwas wunderbare Lage. Ich werde jrvt angegriffrn, ('in um das andere Mal, wegen Tarifermäßigungcn; in früheren Zeiten War das anders. Die Tarif- ermäßigung, auf welche fick) die Ausführungrn drs Herrn Vorredners beziehen, wird bereits mit Gencbmigung drs Siaais-Ministeriums, [Md zivar auf Anregungen, die bier im Abgeordnetenhaus? im vorigen und diksem Jahre erfolgt smd, am 1. März ins Leben treten. Es soll die Tarifermäßigung, die bisher nur für Kohlen gewährt wurde,
Lokalkonsum für Stettin und darüber hinaus gewährt werden. Es sind die Bedenken, welche der Herr Vorredner gegen eine derartige Ermäßigung angeführt hat, sowohl hier im Hause, wie im Staats- Ministerium und auch in der Budgetkommission dieses hoben Hauses auf das Eingebendste erwogen worden. Man ist aber doch sch1ießlich zu der Ueberzeugung gekommen, daß diejenigen Gründe, welche für eine Ermäßigung sprechen, wesentlich diejenigen überwiegen, die gegen dieselbe sprechen.
Dagegen bin ich in der Lage, den Herrn Vorredner nach einer
Richtung zu beruhigen. Es handelt sich garnicht um eine vollständige Beseitigung der englischen Kohle. Das wird nicht eintreten. Die englische Kobli: wird auch ferner noch nach Stettin und der Provinz Pommern importiert werden, nach meinen Anschauungen vielleicht sogar in größerem Umfange, als es nötbig ist. Also es wird dabei bleiben, das; die englische Kohle in erheblichem Maße auch in Zukunft noch über Swinemünde und Stettin der inländischen Konsumtion zugeführt wird. Die englische Kohle wird für gewisse Zwecke und Verbrauchsstellen auch in Zu- kunft noch billiger sein, und wird es der oberschlesischen Kohle daher nur gelingen, einen gewissen Theil der englischen Kohle zu ver- drängen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß die englische Kohle zum tbeil wegen der ganz außergewöhnlicben Ermäßigung der Seetarife, zum tbeil auch wegen drr zunehmenden Produktion in den englischen Koblengruben die oberschlesrscbe Koble in steigendem Maße von der Küste aus bis ziemlich tief ins Land verdrängt hat. Infolge der Tarifermäßigungen, Welche Vom 1. März eintreten Werden, hoffen wir, daß die oberschlesischr Kohle das ihr naturgemäß zustehende Abfas- gebiet wenigstens zum tbeil wieder gegen die englische Kohle zurück- crobern wird. “ Abg.,ern Heydebrandt und der Lasa Zkons.): Wir wünschen fiir diz: mlandijcben Industrie- und landwirt schaftlichen Produkte dre gleiche Vehandlun . Aber nach der Erklärung des Regierungs- Kommtssars baben wr beinabe das Gefühl, als ob die deutschen Produkte schlechter behandelt würden als die ausländischen.
Damit fchlicßt die Debatte. Der Antrag erold wird gegen die Stimmen der Abgeordneten aus dem esten, zum tdeil einschließlich der Provinz Sachsen, mit AUSnahme der Nationalliberalen, abgelehnt und der Uebergang zur Taaes- ordnung iiber die Petition beschlossen.
Die Einnahmen aus der Ueberlassung von Bahnanlagen, Betriebsmitteln u. s. w. werden ohne Debatte genehmigt.
Bei den „verschiedenen Einnahmen“ wendet fich
„Abg. Busch (kons.) gegen den Versuch der Eisenbahn, für ihr Gelande Tbrilnabme an den Jagdpachigeldern zu verlangrn. Die Jagdgebiete, welche Von der Eisrnbabn durchschnitten werden, sind ohnehin meist minderweribig geworden.
Minister der öffentlichen Arbeiten Thielen:
Meine Herrrn! Der Wandel ist geschaffr'n. Ick Hoffe, daß damit das Mißvrrgnügen aus den bktreffenden Kreisrn börschwinden wird. (Bravo!) Der Wandrl konnte abrr erst geschaffen werden, nachdem die Ermächtigung dafür eingeholt worden ist. Ein einzelnes Ressort kann nicht obne Weiterrs auf Einnahmen Verzichten, die ibm rechtlich zugestanden haben, und daß dics der Fall, darüber war ja kein Zweifrl. Im übrigen möchte' ich mir eine tbalsäch1iche Bemcrkung gestatten. Dic Eisenbahnsn smd nichr diejenigen, die die Jagdpacht beruniergrbracbt haben, sondern die Möglichkeit, mit der Eisenbahn auf die Jagd fabrrn zu könnén, bat die Jagdpacbtrrträge fast überall so gesteigert, daß die Ausübung des Waidwerks allmählich ein kost- spieliges Vergnügcn geworden ist. (Große Heiterkeit.)
Abg. Weycrbuscb (fr. kons.) spricht seine Befriedigung darüber aus, daß in den Durchgangszügen jryt auch eine Frau ihres Amts walten und die Wagen blißblank ballen sol], aber es bcständsn doch noch manche Urbelstände, die beseitigt wrrden könnten; denn es skikein angenehmes Ding, wrim jemand in Gegenwart anderer Reisenden Cin Beefftrak mit Zwiebeln oder einen übrrrrifrn Käse ißt. Die Wagen schaukeanuch manchmal, und zwar scbrint das an drn ausgefahrenen Gleisrn zu licrrn *- z. B. auf der Strecke bon Münstrr nacb OLnabrück, von Osnabrück) nach Münster schaukrln fie nicht. Von München bis Leipzig fäbrt man obne Plaßkartr, erst in Leipzig muß man sie lösen, um nach Brrlin zu kommen. Dadurch wird das erhebende Gefühl, daß die Preußisäße StaatLbabnderwaltung solche Luxuszüge unterhält, sebr berinträcbtigt. Den Durcbgangszügen foliie der Cbaraktcr als SÖanzüge bewahrt bleibcn. Der Zug don Köln über Hildesheim nach Berlin hält aber jest in Holzwickede und in Brandenburg. Dadurch werdrn allerdings nur einige Minuten verloren; aber es könnten schließlich auch andere Stationrn auf ein Anhalten Anspruch machen, und dann würdr die Vrrzögerung eine größere? srin.
Abg. Gerlich (fr. kons.) biilt es für bedenklich, daß die Durch- gangswagen nur an dcn bkidsn Endcn AusJänge Haben, sodaßesscbwer sri, auf Stationen mit kurzrm Aufrufbait mit seiném Gepäck aus dem Wagen zu kommen. erner meint, das; in der Mitte eine Thür angebracht werden sollte, die nur zum Aussteigen benußt wird.
Darauf werden die Einnahmen ohne weitere Debatte be:
wiUiY. _ m 4 Uhr wird die weitere Bcrathung des Eisenbahn: Etats bis Dienstag 11 Uhr vertagt.
Statistik und Volkswirthstbaft.
Dcutschiands Robeiscnproduktion.
Nach den statistischen Ermittelnngen des _Vereins deutscher Eisen: und Stablindustricllrr belics |ck die Roheisen- Urodukiwn des Deutschen Reichs (einschl. Luxemburgs) im Monat Januar 1896 auf 517 988 b; darnnter Puddcirobeiseu und Spirgel- eisen 142 622 r, Vcffcuwrrobeiskn 31 345 r, Thomasrobeisen 263 301 r, Gicßrreirobcisrn 80 720 r. Die Produktion im Januar 1895 betrug 489 575 t., im Drzember 1895 510 405 r.
Zur Statistik dsr Cßinkommrnverbältnisse in Hamburg.
Zu der Fragr, ob, wir virlfacl) behauptet wird, die;)?abl der Reichen und der Armrn immer größer würde, wäbrend der „ ittclstand mehr und _mebr zurückgingc, iisfert im neurstenHefi ()(711') der „Statistik des Hamburgischen “Staats" drr Vorstand dcs Stati tischen Bureaus der Stsurrdeputaiion ])r. (55. Koch cinen beachtenSwertben Beitrag. In rmrm Aufsatz iibcr „Dic Einkommenstrusr im Hamburgisäyen Staat in den Jabre'n 1883 bis 1892" zieht der genannte Statistiker zur brffcrrn Usbcrsicbtlicbkrit die 12 für die Besteuerun festgesetzten Ein- kommcnklaffkn in fünf Gruppen zusammen und ezeichnet ein Ein- kommen Von 600 bis 1000 «46 als „kleines“, ein solches von über 1000 bis 2000 „16 als .mäßigcs“, von über 2000 bis 5000 „Fi: als .mittlcrrs", von über 5000 bis 10000 „46 als .guteS' und endlich ein Einkommen Von über 10 000 „44 als .bobes". Auf diese Gruppen Vrribkilten fich die Steuerzahler dcr Jabra 1883 und
1892, wie folgt: Steuerzahler
H 6 [) e d es Einkommens 1883 1892 Kleines . 56 336 71 838 24 263 44 352
Mäßiges . Mittleres . 12 658 21 979 5 937
Z u n a b m c Anzahl Prozent 15 502 27,50 20 089 82,80 9 321 73,64 1 979 50,00
die von Oberschlesien zur Ausfuhr bestimmt waren, jetzt auch für den
Gutes . . . . 3958 5348
Hohes 3 510 1 838 52,37
.Es folgt hieraus“ - bemerkt Dr. K zu'dkes „ „ „ein anz bedeutendes Anwachi'en der mäF en mrb-m „FUE :- Ein om_me.n, während die guten und oben Einkémmenx M wenig starker als _ die Steuerzahler überhaupt z enommen“ haben. Da egen weisen die kleinen Einkommen eiue vile?z schwächeve Vw; me rung aur, deren Prozentzahl nur ein Drittel von der für mäßiges Einkommen bildet. Obgleich in dem bier betracbteten “.eitraum etn außerordentlirb starker uzug nach Hamburg "kiattfanb der natürlicher erse zum allergr ßten Tbeil aus „kleinen Leuben“ be- fignd, so finden wir doch, daß in dieser Zeit das .Proletariat", wenn wir unter diesem wenig geschmackvollen, aber von mancher Seite mit Vorliebe angewendeten Worte aue ersonen mit weniger als1000cké Einkommen verstehen, relativ viel cbwächer zugenommen hat als der Mittirlsta'itd d bi b ckschi
si a e zu erü 1 igen, daß auf 10000 Einwobner im Jahre 1883 _noch 7905 solche mit einem Einkommen unter 600 „ck: entfielen, wahrend le tere Zabl im Jahre 1892 auf 7665 zurück- gegangenist, und daß ie Zahl der Einkommen von 600 bis 800 „sé entsprechend vori 846 auf 662 sank, wäHrend alle übrigen 10 Ein- kommerzklaffen emen Zuwachs aufwiesen.
Die .boben“ Einkommen -- über 10000 „16 _ spielen in so fern eme bedeutsgme Rolle, als auf diese kleine Anzahl von Steuer- zahlern nahezu die Halfte des Einkommens von sämmtlichen Steuer,- zablern entfiel, und zwar 1881: 44,33 0/0, 1883: 45,57 9/0, 1887: 41,71%, 1890: 47,25 9/0 und 1892: 44,07 0/0. Der Antbeil dieser Einkommenklaffe an dem Gesammtsteueraufkommen war noch beträchtlich hoher, entsprechend dem höheren Steuerfuß der böobsten Einkommenklaffe. Er betrugm den genannten funf Jahren 69,34, 70,45, 67,49, 72,05 und 69,36 0/9 von der von crllen physischen Steuerzahlern entrichteten Steuer. Die Zahl der Einkommen und der Steuerbetrag der nicht- vbysiscben Steuerzahler, d._b. der steuerpflichtigen Aktiengesell- chaften, der Kommandttgesellschaften auf Aktien und der eingetra "ene_n Genoxfenscbafien, stellte sich in den oben genannten runf Iabren, w e folgt:
1881 1883 1887 1890 1892
276 278
„ Anzahl: 175 176 227
Einkommen: «ii „M „16 oki «Fi 15 187 000 19 526 600 16 406 500 27 873 800 33 413 800
Steuerertrag : 526 066,20 678 322,10 568 079,80 968 025,00 1 162 017,50
, Jm Jabre 1891 belief sich, das Einkommen auf 36125400 „sé, es tst also 1892 nicht unerheblich zurückgegangen. Das Einkommen der pbvfiscben Steuerzabli-"r ging Von 1891 zu 1892 von 419 096 300 „lé- aui 415075300 ck zuruck. Die Cholera hat dabei jedenfalls eine bedeutende Rolle gespielt.
Von besonderem Jntereffe ist es, daß ])r. Koch den Versuch ge- macht hat, die Etnkomwepsverbältnisse in den verschiede- nen'erLfsarteti statistisch klar- und gegenüberzustellen. Er bat dgbet die Steuerstattsitk von 1886 zu Grunde gelegt und bei der Aus- zahlung 16 Berufsgruppen unterschieden, in denen theilweise no Untergbtberlungen besonders behandelt find. Wir müssen uns hier darau beschranken, aus den umrangreichen Tabeüen folgendes, auch vom Ver- fasser besonders bervdrgebobene Ergebniß kurz mitzutbeilen. Es ist dies Vor allem derAntheil, dsn de rMittelstand, d. b. die Inhaber von Einkommen von 2000 _bis 5000 „14 nach dem für Hamburg an- genommenen Maßstab m den einzelnen Berungruppen hat. Es kamen von den Éteuerzablrkrn auf den .Mittelstand“: bei den „Berufslosen (Rentnern u. 7. w.)“ 25,53 l)/o, dann folgen die „Lehrer' tmt 25 0/9, die „Handels- und VerficherungSgewerbe' mit 21%, .Krankendienst und Gesundheitsvflege (bauptsächlickx Aerzte)“ mit 17,73 %, „Beamte ailer Art“ mit 17,26 0/9, die „fre en BerufSarten (Hunftlerudrrgly' _mit16,560/0, die „Gruppe derNabrungs- und Genu - nutte! (vor czllem Backer und Schlächter)" mit 12,43 %, „volvgravbis urid kunstlerifcbe Gewerbe“ mit ] 1,810/0, ,Beberber ung und Erquickung' mit 9,710/0, „Verkehr“ mit 8,90 0/0, „übrige ndustriezweige" mit 7,33%, .Landwirtbichafr u. s. w.“ mit 6,97 %, .Baugewerbe" mit 5,08 0/0, endlich .Beiletdmrg und Reinigung“ mit 3,71%. In der Gruppe .bguslicbe_ Dienstleistungen“ und „Arbeiter ohne nähere Ve- zeicbnung' rst naturlich derMittelstand nur sehr schwach vertreten. Man fiebt duch hieraus, in, welchem Maße «mburg Handelstadt ist. Daß dte'Annabme des Etpkommens für den . ittelstand“ mit 2000 bis 5000-,“ „enge, abgesehen, vielleicht Von den Hamburger Verbältniffen, Xrbaitnißmaßig bobs rst, [irgt' auf der Hand und muß bei allgemeineren SchlussLn aus dön mitgetheilten Zablen wobl berücksichtigt werden. Zym'C-cbluß "sei noch, als zum Verständni vorstehender Zahlen wichtig, angefiihrt, daß, von 100 steuerzab enden Bürgern über- haupt kamen: auf die Gruppe Handels- und Versicherun s- Zew'erbe 32,49, Baugewerbe 12,12, obne Beruf 9,38, iibrige, Groß- und Kleinindusirie 7,17, Reichs-, Staats-, Gemrmde-, Krrch_cn- und Priwatbeamte 6,42, Bekleidung und Reini- gung 5,34, Arbeiter obne nahere Bezeichnung 4.76, VerkehrSgewerbe 4.64, Beherbergung und erutckung 4,53, Landwirtbscbaft u. s. w. 4,37, Nahrungs- und Genußm111813,63, Lehrer 1,60,“ polygrapbiscbe und kiinstlerische Gewerbe 1,33“, freie Berufsatten 1,28, Krankendienst und Grsundbcitkpfiege 1,15, bauslicbc Dienstleistungen 0,09.
Zur Arbeiterbewegung.
In Stettin dauert der Schneiderausstand fort. Die Arbeitgeber, welchc zu der Vereinigung der Stettiner Konfektions- firmen zu'satzim'engetreten smd, erklären in der .Ostsee-Ztg.“ öffentliäy, daß sie die ]rxzigrn Löhne nicht erhöhen würden.
Iii Brandenburgck. H. sind die Hutarbeiter einer Woll- buifabrtk, wie der_„Vorwarts' mittbeilt, wegenLobnstreits ausständig.
Aus Konigjce wird 'der „Geraer Ztg.“ berichtet, daÉ in einer vor „kurz'rr Zeit dort rrrrcbteten Wei gerberei die erber die Arbxit eingestelit haben, weil ihnen die geforderten Löhne nicht be- wilimt wurden.
Jr: Berlin babkn der „Boss. Ztg.“ zufolge in der An elegenheit drs Zimmerex-Ausstandes die Arbeitgeber und Ar eitnebmer das Gewerbeger'tcbt als „EinigungSamt angerufen.
' Aus Zürich meldet „W T. B.“: Die Z. Ztg.“ und die „Z. Post" bringen aus Kreisen des Verwaltungsratbs dcr Nord-Osi-Vabn die Mittheilung, daß der Verwaltungs- ra_tb m der Sitzung vom Sonnabend die im öffentlichen Bulletin wiedergegebenen und Von der „Schw, Tel. A.“ weitergegebenen Be- schlüsse übxr die Kündigung des lXckrsrxials und über die Weigerun miftßxkßanentral-Comits der Eienbabnen zu verhandeln, gar ni t_ ge (: a 8.
Literatur.
„Frauen esundbeit - rauenleiden'. Amtlicher Be- ratber für gebi dcte Frauen und 5 iiitter von 131". 1116631. Arnoldi, praktischem Arzt. Düffeldorf, Verlag von Ewald Blasius, 1896. (Pr. elcg. geb. 3 „M) _ Dieses Buch möchte .der deuts 11 Frau gern die Kunst eines gefunden [an cn Lebens lebten, anderer tits auch der. deutschen Mutter helfen, ihre inder, besonders die Töchter o erziehen, „daß sie selbt wieder echte deutsche usfrauen und ck Mütter cmsr zu einer öberen Entwicklung an trebenden weiblichen Blütbe urisercs Volkes werden mögen". Der Verxaffer stebt bei seiner Rathertbetluan auf dem Grund der neuesten pbysio ogi eben Forschungen und arzilicben rfahrungen und Weiß seine Lehren und erbattungßm regeln in so fesselnder, geist- und bumoriwller Form vorzutra en daß das Buck), so ernst auch häufig der Gegenstand ist, eber unteZbaitend trocken belehrend liest. In der eleganten Ausstattung, die der Ver- leger de,m Buche gegeben bat, eignet sich dasselbe gam besonderb alk mutterlicbes Geschenk für erwachsene Töchter.
- „Vor dem Strike", das berühmte l';ozicüe Sitteabild von" Munkaciv, bildet einen beroorra enden am der küulicbeks “" 7 Nr.11 R.Jabrgangs der .Mo ernen unst" Verlag von , Bong, Berlin; Preis pro Heft 60 ,I). Der anier E. A ““ ".*
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ist durch eine eigenartige Scene aus dem spanischen SAMMY _ „ ',“,