1915 / 25 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 30 Jan 1915 18:00:01 GMT) scan diff

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“Ö'icic Vm'clikificn irct-xn mit ihrer“ Vcrksxndmm in K|“Kss,-1111*O zivar die des § 1 mit Wirkung vom 4. August 1914, die der JF 4 bis 10 mit Wirkung vom .']. Dezember 1914 ab. _

Der Bundesrat behält sich vor, den Zeitpunkt des Autxerkraft- treténs der vorstehenden Vorschrirten zu beiximmrn.

Berlin, den 28. Januar 1915. Mr Sieiiriortreier des Rcicdskanziers. Delbriiri.

B2ka111111nachnng,

betreffend Priifnng von Kandidaten der Medizin, Zahnheilkunde, Tierheilkunde und Pharmazie.

Auf Grund des „H 29 der GewerbeordnUng hat der

Vinidesrat beschlosscn: _ 1) Die nach den Bricksiiffen vom 6. Yiuguyt'1914 --- Zeniralblati für MS Tentschs Reick) S. 461 “."“ den arztitcixn, zahnärzilichen, tierärzrlickzen und pharmazeutischen Prniurigd: kommissionsn erteilte Ermächtigung, Kandidaten der Medrzry, der Zahnheilkunde, der TierheiLkunde und der Pkiarmazie, _die sick) zu den Priifungen meiden, zn einst Notprüfung' zuzulaiien, wird aufgehoben. * , , Ausmahmsweiir könnenKandida1en, die» bereits rnit Olbirruf des Sommerbalbjabrs 1914 dis Zixiaffangßbedingungßn'eriuUt haben, vom Reichskanzler im Einvernehmen mit der zmtimdrgen Lanchzeniraidehörde zu einsr Nowrüfung nach Maßgabe der bisherigen Bestimmungen zugslaffen werden, 1a11§ sie durch drsondere, aus der Kriegslirge sich ergebende Umstäride anmder rechtzeitigen Ablugimg dieser Priifung vsrhindert worden Und. 21 Kandidaten der Medizin, die miiAvlqufdeeZ Winterhalv- jahrs 1914/15 (1118 ZulassungßbEdingnnqen ersükli _i)t_1den, 101111611 31: einer außerordmitlichon ärztlichen Prüftmg (Kriegsyrufung) zugelassen werden. Vor der Zulassung Hat der Kandidat den Nachweis zu erbringen, das; er im Fal]? des Bestehens der Prüfung von dsr 9.1iiliiärverwaltimg oder von einer Landed;- Zeniraldehörde zur Lsisrung ärztlicher Dienste angenommen 111 Und diesen Stekleu fiir die DaUcr des Krieges zm“ Ver- fiigung steht. “_ . _ Im iibrigen gelten fiir die Ablegung der PrUfUng die m

der Anlage beigefügtcu „_Brslimmungen Über eine außerordent- liche ärztliche Priifung (Kriegsprüfung)“. Berlin, den 26. Januar 1915.

Der Stellvertreirr des Reichskanzlers. Delbriick'.

BésiimmungM Über ein_e außerordentliche Prüfung (Kriegsprüfung).

Die außerordentürhe ärzt1iche Prüfung (Krisqsprüfung) sokl alle Absckynitie der Prüfungsordnung für Aerzte vom 28. Mai 1901 28) umfaffrn. Die Prüfungsfommisfion wird Von der Landeézentralbedörde nach Anhörung der medizinischen Fakultät der betreffenden Universitat ernannt. Die Prüfungen folien nicht Vor dem 15. Februar beginnßn und müssen bis zum 31. März 1915 abgeschlossen sein. Die ,Pru- fungen 'm den einzelnen Prüfungßabicbnitten smd unmittelbar hinter- einander zu erledigen und so zu besch18uniqen,daß die gesamte Prufung in zehn Woéyentageii abgebairen norrden kann. .

Bei den eiannen Prüfuninächcrn find ZNS, Geschichte u'nd, soweit solche Vorhanden, ihre Bethungerr zur Jerich (“**)-zn Mßdtzin nicht unberück1chttgt zu !aüsn. Auch iir darauf zwai 1en;-*da8 "der Kandidat spra liches Verständnis für die medizinischeü Kimsr-üuxkdrucke besitzt. Die Bestimmungen der » 48, 49, 50 und § 51, Abs. 2 finden mit der Maßgabe Anwendung, dai; Abschnitt 4 ntcht dor AdLauf don Miri Tagkn n1ch Abschnitt 1 begonnen wrrdrn darf.

Ist ein Abschnitt nicht bestandkn, so ist die Prüfung abzubr-Xken, Tie gilt als nicht bsstandsn. (Lins Wiederholung isi nicht z*.11a_1fig. Das Nichtbssixhen der Kriegsvrßjung ist für die späterr Zulafiung zar ordentkcbrn Prüfimg obne Einfluß. "

Dic“ (Gébülnrn fiir die noch nicht LrTSdigik Prüfuna smd zurixck- zuzahlen. Die Britimmungen der ;;) „“)2, 53 Und 53 finden An- wendnnJ. Ebenso findet sinngémäfze Anwendung Ads. 2 des „H 56.

Drr Griamtbrrrag drr. Grdiidr fiir die ganzs .!i'riegsvrüfmrg be- trägt einschließlich ds_r 1ächlichen Kosten 133 „W, die bei drr ZulaffUng entrichtet werden müiirn. _

Für die Abbxlrung drr einzeweri PrMumgsabiäyniitC gilt das Fo1gende:

Die Prüfurig in der Patholoxiiscben Anawmie und in der allgémeinen PatHologie wird von einem Prüfer abgehalten und ist an einem Wochentage zu Lrirdigén. In ihr muß der Prüfsing ßch befähigt zkigen, _ ,

11 (M drr Lcicbe: die VdUiiändxge Sskiion mindestens einer der drr“: HWRHÖHWU zu machrn UUD den Befund sofort zu Prowwll zu bringen:

2) Sin daiho!rriiÖ-Mmdmiscbes Prädarat 311 Erläutern und 0011111211 SML niiirdstodisch? Untersuchung berzustcüen; in der miindlichän Prüiuug stine „Kenntnisse in der Patholo- giickyrn Anatornie_und in drr aUgrmeiuen Pathologie darzutim.

M5 Ekbühr für die PrÜfUng sind 12 „M zu entrichten.

11.

Dir mcdiziniiciys Priifung umfaßt zwei Teile: und isi an zwsi aufeinandkrfolgenden Wochsncagén zu er1edig2n. Der erste: Teck ist von einsm Prüfer in der mrdixiniickxen Adteckimg eines größeren Kcankzndauies oder in einrrUniorrfirätsklinik oder an Kranken in der Poliklinik abznbalirn; und zwar bat drr Prüfling Einen Krcmken in Gegenwart drs Prüfers zU uriteci'uoiyczn, die Anamnsic, Diagnose Und PrognoW des F.“;[lxs sowic dcn Hsiiyian frsiiuiteüen, den Befund sofort in 21118111 von dem Pcüier gegrnzuzriäyncnden Protokoil auf- zxmslimrn uud ndr!) aii dririikißau Tags: Über den Krankheitsfal] einen kritischen BBUÖT änZUfCTUgLU, der, mit Datum und Namenßuntsr- Wrifkveriebrn,ch1m nächsien Morzcn dum Prüfer zu übergeben isi. Am zwsixsn Lags [xai drr Prufiing in (Gegenwart drs Prüfxts den Krankcn zu bejucbrn, mwdxi r': in mündlicder Priifung seine Fäkjiakeit in der Dirdnoie und Prc'gnoie dcr innerrn Kranfdeiraii mit Einschluß der Kinderkrankbeiien und seine Verirambrit mik der gesamten "Behandlungslkbré nacbzuweiscn Hai Dic Prüfung ist aucb auf die Für einen praktischen Arzt ErfordriliÖM Kenntniss in drr Erkennung Und Behandlung der Hals- und Nasrnkrankdcixen einschließlich des Gebrauch des chikovfwiegeiI au-szSDnSn.

In drm zweitsnTcile d-r mcdiziniicven Priifung ddt dsr Piüfiing in einem beiondarun Tsrmin in Gxgsnwart sines besonderen Prüfers einiqs Aufgaben zar Arzneiverordnung schriftlich zu [61811 und mündlich darzutun, das; er in der Pdarmafolsgie und Toxikologie die für einen praktischen Arzt erforderlichn KEnntniffs besitzt.

Ws Prüfungsgebühr ist Für den ersten Teil der Betrag don 12,50 „16 und fiir den zwciien Teil der Betrag Von 8 .16, zusammen der Betrag don 20,50 «;E- zu entrickxtrn.

"111.

_ Dir Öirurgisäze PrüfUng umfaßi vier Teile und isi an zvoei auieinandérfolgrnden Wockxentagrn zu Erledigen. Sie wird in den Usti?" drri Teilen Von einem Prüfer in der chirurgischen Abteilu eines großen Krankenbanies odrr in einer Uniderfiiätskiinik oder an Kranken der Poliklinik, eriorderlichenfaus in der Anatomie, ab- gi'kialteu. Ju drm erstcn Teile der chirurgi'che_n,Prüfung Hat der

ck

Prüfling cinkn Kraiikrn in Gcarnwart des“ rufers zn itnikrsucbkn,

ärztlick)e

"[

die Anamnese, Diagnose und Prognose des Falles sowie den Heilplan fxsk- ] xud'telicn, den Befund soiort in einem von dem Prufer gegenznzetcb- nenden Protokoll aufzunean und noch an demselben Tage zu Haun? über den Krankheiufaü einen kritixcben Bericht ayrnierli en, der, mit Datum uno Namenöunierstbrift versehen, am nachsicn ' orgen dem

Prüfer zu iibergebrn ist. _. Am weiten ci“a e hat der Prüflina in Grgemvart des Yruiers z & a ' " licher Prüfung [eine Fabikzkeit

den Kranken zu besuche _ * . . in der Diagnose und Prognose der chirurgischen Krankheiten und eme

Vertrautheit mit den verschiedenen Meibxden ibrer Bebaudlurig unter bkionderer Berücksichtigung der Antiscpirs u-nd Asrvfis sowie seine Fertigkeit in der Ausführung kleiner (birurgischer Operationen nacb- zunieix'en, auch. die für einen Praktischen Arzt erforderlichen Kcnntniffe in dLZeEÉkÜYULJ uktZdüBobxndlung dcr Iiircnkrankheiten, der Haut- und( 1“ le Uran 8 en arzukun. _

In dem zweiten Teile der chirurgischen Pryfung bat der Yrujling in der Operationslehre und in der Würdigung der ' bezugltchcn Methoden sich einer mündlichen Prüfung_ zu unterziehen, eme Operation, wenn möglich eine Arterienunterbmdung, qn der Leichezu Verrichten und die für einen praktischen Arzt erforderlichen Kenntntffe in der Instrumentenlebre darzutnn. , " _

In dem drittrn Teile der chirurgiicben Priifung bat der Prufling aui Fragen aus der Lehre von den Knochenbrüchen und'Verrenkungert mündlich Auskunft zu eben, in einem Falle das angezeigte Verfahren am Phantom oder an Yrankrn auSzufübren und den Verband kunst- ger? tanzukegcn. . " - "

zn dem vierten Teile der chirurgischen Prufunxx bai der Prizfling in einer Von einem Farbvertrrter abzunedmrnden muydltckyen Prufung seine Vertrautheit mit drm topographrsch-chirurgrschen Terle der Anatomie darzutun. _

Der Vorßizende der Prufungskommisfion kann es bezuglich der Zuteilung der Prüfung in den Hals- und_Nasenkrankb_eiien wwie der- je'nigen in den Ohrenkrankheiten, den Haut- und (Heschlechtskrank- heiten bri der bisherigen Urbung bslaffen. "

Als (Gebühr find zu cnttichten für den ersten Teil 12,50 «Fos, fur drn zweiten und dritten Tri! je 5 „xz und für den vierten Teil 8 „16, zusammen der Betrag Von 3050 ck16.

]K'.

Die geburishilflicb-gynäkologische Prüfung umicxßi zwei Teile: fie wird von einem Prüfer in einer öffentlicbm Gebar- aniialt, mit der eine giinäkologische Abteilung Verbunden ist, oder in LineriUniversitätsfiinik abgebaiten und ist an einem Wochentage zu erled gén. '

In dem ersten Teile hat der Prüfling eine Gebärende m Geaen- Wart drs Prüfch oder eines von demselben beauftragten HiliSKrztes der Anstalt zu untciiuchen, die Geburjsveriode und Kindeslage, die Prognose Und daI einzuschlage'nde Verfahren 'zu bestimmen und auf Erfordern fich an _ den geburtddilfltcben Maßnahmen zu brtriligen sowie zu .Hauis einm kritischen Bericht ar:- zufertigrn und solchen, mit Datum und quensuniersäzttst Versehen , am andern Tage dem Prüfer zu iibcrgrben, oder in Crmang-klung eiiier Gebärrnden eine Wöcbnerin zu untersuchen, die Anamnese, Diagnose "und "Prognoic des Fallks sowie dry Heilpkan fsstzusirilen, den Befund sofort in eiusm von dem Prüfer gegen- zuzeicbnénden Protokoll aufzunehmen und noch an dcmielbcn Tage zu Hausr über den Fall einen kritischen BLÜÖL anziziertigen, der, mit Daium und Namenßuntericbriit versehen, am narhften nge dem Prüfer zu übergeben ist. Zugleich hat der „Prüfling in mundlicher Prüfung srine ähigkeit in der Diagnose, Prognose und Behandlung der Schiwanger (hast und des Wockyenbetts zu befunden und nach- zuweiien, das; er die für eincm praktischen Arzt erforderlichen Kennt- niße in der Erkennung und Behandlung der Frauenkrankbeiten brsißt.

In dem zweitsn Teile hat der Prüiling in GegenWarr deß Prufers seine Bekanntschaft mit denjenigen Oyeraiionen nachzuweisen, die wissenschaftlich anerkannt smd, sodann am Phaniom die_ Diagnoie verichiedener reaelwidriger Kir-deslage'n zu stelxen, die Entbindung bei Wendungen auszyiübren nndxeine Zeriigkeix im Gebrauch-der Zange

darzulegen. „* - . ,

Als Gebühr smd zu knirichten für jeden Teil je 6 „js, zusammen der Betrag Von 12 «xs. 1' -

Die Prüfung in der Augendeilkunde wird yon einem Prüfer in der Nuaknadtrilung 6121821 größersn Krankenhauses oder in 811161“ UmverfitätSflinik Oder an Kranken der Poliklinik abgehalten und ist in einem halben Tage zu Lrlrdigkn. Jn Gegrnwart des Prüfers hat der Pritilin einen Augenkranisn zu unteriuckzen, die Anamnese, Diagnose „und ?Prognose des Falles sowie den Heilplan festzusteüen und der. BMW?) sofort in einem Von dem Prüfer gegenzuzeichnendkn ProtokoU aufzunkdmen. Zugleich hat der Kandidat in mündlicher Priifung nachznwrisen, das; Er die für einen “orakiiickyen Arzt ersordsr- iichen Kenntnisse in dsr AngenbsUkUUde befixzt sowie sich mit dem (Gebrauch des Augenwirgélö vertraut gemacht hat.

Als Gebühr ist zu entrichten der Betrag Von 8 „16.

171.

Die Prüfung in der. Jrrenbeiikunde wird Von einem Prüfer in der Jrrenabteilung eines größsren Krankenbauirs oder in Liner Univrrßtätyklmik abgebaMen und ist in einrm halben Tage zu erLLdigen. Der Prüfiing das in Gegenwart des Prüfers Einen Geistes- krankcn zn untersuchen, die Anamncse, Diaanoie Und Prognose drs FaUes sowir den Heilplan isstzustriien, den Befund sofort in einem von drm Prüfer gegenzuzricbixcnden Proiokoll aufzuneiimrn und Hierbei in einer mu'ndlichrn Prüfung nachzuweiisn, daß er die für einen praktischen Arzt eriorderlicben Kenntnisse in der Jrrenbeilkunde besitzt.

Als Gebühr ist zu entrichten der Betrag Von 8 „16.

711.

_Die hygieniscbePrüfung ist eine müxidliäze, wird Von einem Prüfer abgehaltsn und ist in einem halbrn Tage zu erledigen. Der Prüfling dat nachzuweisen, daß er sich die für einen praktiicben Arzt eriordrrliäxen Kenninisse in der H1*giene errvorden und sick) mit den wichtigeren bvgicni1chen und insdewndere aucb bakteriologiicben Unter- sucbnngßmetddden sowir mit den Grundsäßen und der Technik der SchUiZPockenimpfmig vertraut gemacht hat und auch _dir erforderlichrn Krnnrniffe über die Gewinnung Und Erhnlrung dcr mepbe béfißt.

Ws Gsdirhr ist zu entricbtrn der Betrag von 8 “16.

"Ju Rostock Wird (im 27. Februar 1015 mit einer P1'11s11ng zum Scestrucrmann begonnen werden.

Dir von Heute ab zur AUIgabe gelangende Nummer 10 1125 Rercbkzqeseßblatis enthält unter Nr. 4624 eine Bekanntinacdung, boireffend Aonderimg der Postordmmg vom 20. Mär,", 1000, vom 25. Januar 1915. Berlin 17,9, den 30. Januar 1915. Kaiserlicbes Postzeiiungsamt. Krüer.

Die von heute ab zur NuSgabe gelangende Nummer 11 ch Reickxsgeseßblatis enthält unter Nr. 462511112 Bekanntmachung iiber Krankenvrrsickyernng Und Wochenhrise mäßrend des Krieges, vom 28. Jannar 1915. Berlin W. 9, den :;0. Januar 1915. Kaiserliche?) Vostzriiungsami. Krüer.

Königreich Preußen.“

Seine Majestät der König [zahm Anergnädtgst gerubi:

dcn Oberzoüsekrciären Hentscder itz Münster 1. W., Schulz, Heinze, Claus und Eggers m Altona, Ahle- feldt, Kaißner, Funcke, Günther, Garn, Wegener, Köpke und Paris 111 Berlin, Meinberg und Osterland in Magdeburg, Curti in Posen, Kramer, FrtksckU Bort), Thiede, Kaczmarek, Bartlau, Wesse1 und Timpe in Königsberg i. Pr. und NEUan 11 in Danzig den Charakter als Rechnungörat sowie . " _ den Oderzollinspekiorcn Bertl) m Dusseldorf, Baeckrr m Krossen a. O., Pietsch in Stendal, Voelkel m Ludeck, Albrecht in Kolberg und Thal in Eberswalde (Oberbarmm)

den Charakter als Zoilrat zu verleihen.

Auf Grund Allerhöchster Ermächtigiinq Seiner Majestät des Königs dar das StaatSminiiterium infolge der von der Stadtverordnetenverfammlung zu Gelsenkirchen getroffenen Wahl den Beigeordneten von Wedeistaedt daielbst als ersten bc- soldetcn Beigeordneten (“Zweiten Bürgerrneifter) der, Stadt Gelsenkirchen für eine mit dem 19113111 1915 beginnende Amtsdauer von zwölf Jahren bestätigt.

Bekannimacbung.

Nach Vorschrift des Geseßcs vom 10. April 1872 (Geseßsamml. S. 357) sind bekannt gemacht: _

1) der auf Grund AUerhöcbster Ermachtigung_ vom 16. August 1914 ((Hesrßsamml. S. 153) ergangene Erlaß des Staatsministeriums Vom 28. Nodember 1914, betreffend die Genehmigupg der Von der 32. und 33. Grneralmxrsammlung der Schleswig-Holstrtn11Éen Landschaft am 13. Januar 1914 beschlossenen Aenderungrn der „Satzung dxr Land- schaft, durch das Amtsblatt "cer Königlichen Regierung in Schleswig Nr. 2 S. 11, ausgegeben am 9. Januar _1915;

2) das auf Grund AÜerböchster Ermachgunq vom 16. Augusi 1914 (Geseßsamml. S. 153) am 4. Dezember 1914 Vom Staats- ministerium vollzogene Statut iür die Zollcbower Wassergenoffensxhqii in ZoUckww im Kreise Jerichow 11 durch das Amtsblatt der Konig- lichen1Regierung in Magdeburg Nr. 1 S. 1, ausgegeben am 2. Ja- nuar 915;

3) der auf Grund A*llerdöcbsier Ermächtiguna vom 16. August 1914 (Geießsamml. S. 159) quangene (Erlaß des StaatSmrmsteriums Vom 22. Dezember 1914. betreffend die Verleihung des Enteignunqs- rechts an die Krostißer Kleinbabn-AktiengejeüsShaft in Groß Krostitz. für die Anlage einer Kleinbahn von Kroilnz nach Rackwiß,_ durch das Athblatt der Königlichrn Regierung in Merseburg Nr. 2 S. 12,

angsgrben am 9. Januar 1915; _ Ermächtiguna vom 16. August

4) der auf Grund Allerböchsier 1914 (Geicßsamml. S. 153) ergangene Erlaß des StaalSminisieriums

vom 29. Dezember 1914, betreffend die Verleihung des Enteignungs- rechts an die Rasienburger Kleinbabnen, G. m. b. H. in Rastenburg, für die Anlage einer Kleinbahn don Gerdauen nach Barren, durch das Amtsblatt der Könialicben Reaiernng in Königsberg Nr. 3 S. 18', auögkgeben am 16. Januar 1915.

Yichtamtliche5.

Deutsche,; Reith.) Preußen. Berlin, 30. Januar 19137

Die vereinigten AuSschüffe des Bundesrats für Zuik- und Stensrwesen und fiir Justizweien _wwie der Ausschuß fiir Zoll: und Steuerwesen hielien heute Sißungen.

Tas Ibérkommnndo in den Marken weist nach einer Mil“- ieilUng des „W. T. B.“ darauf hin, daß die Verbreitung falscher Gerüchid iiber die mit nnr"; Verbiiydetsit Armeen durchans unstaiihaft ist Und gegen die: Ver- breiicr solcher Gerüchte ebenso energisch vorgegangen wird, wie gegen diejenigen, die etwa 11er die eigene Armee faliche Gerüchte ausstreuen.

In den [eizien Tagen sind drei Vorsteher friiherer deutscher Berufßkonsulaie in Rußland, ebenso drei friihers deiitiche Wahlkoniuln und mehrere B11rea11d€aniie von Bkrufßkonsulaten, wie „W. T. B.“ meldet, aus Ryßliiiix) iiber SchmedM naci) Deutschland zurückgekehrt. Drees 111 ein erstes) Ergebnis langwieriger Austaitschwerhandlungcn rmx dEr russischen Regierung, die noch fortgcießt werden.

Die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika, die sick) zurzeit in Europa aufhalten, [)aben, wie die „Kölnische Zeitung“ mitteilt, einen Proetest IMU jegliche Wafienausfuhr aus;; Amerika an dre Regierung und an das Volk der Vereinigten Staaten gerichtet. „JU Holland, Dänemark, Schwoden, “Norwegen, SPMULN- Tcsterrsich-Ungarn und der Sch1veiz werden durch desondcre Außschüffc Unterschriften instemaiiich gesammelt, dW drinn an den Präsidenten Wilson gelangen. Das aniraikomi'ee (1111191161111 ])1'01681 (7011111111161?) hat sich sciwn Anfang TL- zemder in Berlin gebildet, und, um dem Einspruch im_ ergerxcn Lande eine möglichst starke Wirkung zu verschaffen, "ck der Aufgabe unterzogen, das Schriftstück selbst in 10000 ardrnckten Exemplaren iiach Amerika zu versenden. Axl] Ms? Weise! gelangt der Protest in 1110 Hände des PréxsxdW?" Wilson, des Staatdsekretärs Bryan, wie an al1e MUIUCÖU' ch SenaieH und des Abgeordnetenhauies, an (1119 (51911927- neure, Büraermeister, Bischöfe, Goistiichen, Univexilmkén- Friedendgeieüichastem Xraucnorganisationen usw., wie aUck) UU zahlreiche Private. 2000 neutral geim1tenc und 500 in demscbks Sprache erscheinende Zeitungen in Amerika erhielten gleichfaUZ' dM Protest mit einer besonderen Bitte, in diesen Blättern selbk Unterschriften zu sammeln und dort im Interesse der Humaniia zu Wirken. Der Protest lautet in der UeberseHung:

Wir Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika richten diescr! Aufruf im Namen der Gerechtigkeit und Menschlichkeit, im Namrn der Nrutralijät und des zmkünfiigen Friedens an unfer Volk, an die gescygrdrnden Kötprrsckaijen ur-d an die Regierungen Unierrs Landes. auf daß die Ausfuhr jedireder Waffen und jedes Loire; Pu1vek aus unserer Heimat verdindert werde, die bestimmt sind, drm I.)?cznicbenmorde in Europa zu dienen. Wir erkennen zwar die Tatsrache an, das; eine solche Ausfuhr seitens privater Firmen nach dem Buchstaben des Geseßes zuläsfig isi, 712111?" abcr deffen unqeaxhtet, daß unsere Exekutive und Geseßgcbuk-ä

einer solchen Ausfuhr Eindalt gkbietcn können, wenn 06 LU“

* ;axsache bekannt “.“

* 00. Verlustliste der

„losen die Bahnen strenger Neutraiität Heireien, einer Neutralität, -, ymchdnmgen ist vdm Gerste der :ßtcbtichaffeubcit und sich stüsr „[ die öffentliche Meinung. Der Prasident der Nsreim ien Staajea „x dlc Gewährung eines _Kciezsrédarlcdns an qufre' verbindkrt, „d hierdurch hat unser Land _ck selbst vorgeschrieben, was recht d billig ist. Diese selbstgeschanene Norm verpfiichtet uns vor dem eseß und vor dem Urteil der ganzen W:!t, eine Neutralität zuhaltexx, die rechtlich wie moralisch unanfechtbar ist. Nie der 0)3schtchte der Völkßr find Aufträge von so riefenbaftem mfangx von irgend „einem _Lande übernommen worden ie die, welcbe" Amerxkg zurzeit anfertigx, um die Fort- übrung des eurovaiscben Krieges zu ermöglichen. Ist Ihnen diese Wo bleiberz unsere FriedenßgeseUfÖaften? Wo leiden urrsere Frayenorganisatwnen? Wo bleiben unsere Kirchen- emeinden :* Gleicbvrel, wem zvir Amerikaner als Individuen oder als kation unsere politiiäoe Zuneigung„entgegenbringen, bisher ist es eine at1achs gewesen, daß wir als Rgtton an erster, führender Stelle die riedensbervegungen der Welt gefordert baben. Sind wir gewillt, auf „sereszorrgng als Friedxnssttfter zu verzichten? Die internationalen eschastsverbxndungen zwischen unserem Vatrrland und Europa find uggedebme, sreundsckpaftliche gamesen. Wir protestieren gegen 1er Ver- jchtung zugunsien einiger weniger. Soüen wir um einks vorüber- xhenden Geschaftspromes willen unauölöickysichen Has; künftiger (He- chjechter auf uns laden".) Menschenalter Werden die Ytakel, mit denen ir uns befiecken, nicht zu tilgen Vermögen! Auf den grauenvollen chlachtfeldern sterben Menschen für ihre Ideale, und wir sollten jcht wirken und Opferkbrinqen können für unsere Ideale, fiir den uten Namen Amerikas.) Gewehre, Kanonen, Patronen, Dynamit nd quben gehen aus unseren Fabriken nicht nur nach Cn land, :ankretcb und Rußland", sondern auch nach Japan! Wir unte tüßen adu„rch nicht nur dre Rustunaen der Europäer gegen einander, wir geben an111f_ aucb fremden VölkernKampimittel gegen uns selbst in die Hand. e1chrrbt das im EanLtslädenls' mit der gesamten amerikanischen kation? Akan mach? sich ein Bild yon den katastrophalen Folgen, je es in einem zukunftigen unserem Lande auigeztmm enen Krieg .aben köxmte, wenn irgendein neutrales Land Europas fi auf einen .euiraiilatssiandpynkt sieüxn sollte wie wir ibn Heute einnehmen! 7111 die aurerikmnsche Nation die, Sicherheit ibrer Bürger für alle „kunft prethebxn_? Wir protestieren gegen diese Vernichtung Von 1merikqs Jntegntat, Amerikas'Geickpäftsinteressen, Amerikas Sicher- xit, dte ficb'aus dieser einsettigxn Neutralität ergeben muß. Wir rotestieren nicht nur tm Interenr Amerikas, sondern Vor allem im iamrn der Meyscbliäpkeit dagegen, daß durch unser Land die Dauer dieses „bschynltchen Krieges verlangert-ivird. Amerikas unbegrenzter Vorrat n todbrmgenden Werkzeugetr Wird eine unabsebbare Hinausdebnung .ieies Menschenmordens bewirken. Wenn fick) die Wetterivolfrn des rieges Verzolg'exn haben, wird unser eigenes Land mit dem Blute niere! europaiicben Bruder besudelt sein! Unsere auf. militärischem ebtet (10 taoto bestehende Teilnahme an diesem Krieg wird Europa wi11gen,seinen leyten Mann emzuseßen. Wir protestieren im Namen der erwandjscbaft und Ehre aller Völker! Wir protéstiercn im Namen erleidenden Frauen ; wir protestieren im Namen der hilflosen Kinder ; wir rqiesjrxrcn im Nanien aller lebenden Wesen gegen die Mitschuw nieres Landes an dieser Menschenschlächterei. Es ist unser Glaube, unsrr Volk nicht aewillt ist, dem Vermächtnis der Reckoticbaffen- eit zu entiagen, das ihm von den i ilorim-Vätem überkam; es ist ser Glaube, daß unser Vo1k den illen hegt, sein politisches An- eben, als Vorkampfer ,des Friedens zu Wahren; es ist unser Glaube, as; ]eyt oder nie die Zeit zum Handeln gekommen ist! In diesem 1xlcxuden ruhten wir unsern Protest und unsern Appell an jeden mexikaner, der sem Vaterland liebt und dem das Wohl der Welt „m .?)erzen liegt. *

_, Unterzeichnet haben den Protest die in Deutschland an- äsyrgeiiYMerikaner, deren Unterschriften an die Bundesbehörden n Washington gesandt werden.

7--

, Der heutigen Nummer des „Reichs- und StaaiSMzeiger6„ iegen dre AUSZaben 345 und 846 der Deutschen Verlust- 1sten bei. Sie enthalten) die 137. Verlustliste der preußischen rmee, die 144. Verluitliste der bayerischen Armee, die " ck ' sächsischen Armee, die 104. Verlustliste der curtremberg1schcn Armee und die 15. Vcriustliste der Kaiser- WHEN Marine.

Oesterreich-Ungarn.

TerWKais er hat gestern vormittag den bulgarischen Ge- Wdirn Toschxw in besonderer Audienz zur Entgrgénnahme .emss BeglaubtgungSschreibens Empfangen.

«_ Der österreichisch-ungarische Gesandte in Viikarest Graf

zjcrander dem „Neuen_Wiener Tageblatt?“ zufolge am )] tttmock) 111 Wien ei'ngéiroffey war, hatte vorgestern eine WMW Besprechung mri dem Minister des; Aeußern Freiherrn rran. _ * Aus Anlaß des Hsurigen Jahrestages des Todes *OJKronprrxizen Rudolf wurden am Sarkophage in der )Jiiergxnft' 1191. don Kapuzinrrn von Mitgliedern der Kaiser: WM ;;amrlxs und von dem deutschen Botschafter vonTschiréZkr) Zilk)? ?Zogsndorff namens des Dentsthen Kaisers Kränze nirder- . xi. Großbritaunien und Irland. Das Kabinextsmitglied Masterman, Kanzler des .“)?kzogiums Lancaster, der seit mehreren Monaten ohne SW m Pgrlameyt war, hat „Reynolds Newx-paper“ zufolge seine Ent[Eiiung eingereicht. Frankreich.

Der Zenak hat gestern die von der Kammer an- Fedonimenen Gesetzentwürfe, die die Regierung zur Erhöhung “FH Bitragecz dsr aquugebenden Staai§sc17a13scheine auf 0 :? Milliardén Franks und zur ;AUéZgabe kurzfristiger Obli- gationen crmachtigen, angenommrn.

Rußland. . DLL" Kaiser; Nikolaus hat den Beschluß des Minister- ;Ikes ubrr die sgiortiae BewiÜigung von 171;-Y1illion€nRubLl sUr alsbaldige „xdersteÜung einer Eisenbahn von Potro- WLdSk nach dem Meerbusen von Sorozkaja am Men Meere genehmigt. 71 F Am Tage der Wafferweiße Hai in dcn Gemächern dees fd" Petersburger Metropoliten Wladimir eine feierliche Vcr- GÜJJUHMJ staitgefundcn, an der sick) viele Bischöfe und hohe „NMMO, Mtigiieder des Heiligen Synod und Universitäts- L-Ofesiorrn beieilrgten. Der Metropolit vertrat, wie „W. T. B.“ ULMER zu einer Rede den StaUdpunkt, das; ex; fiir Rußland H _l,wunschensw2rt _ser, auf die Neutraxisicrung der, ö'ffel KIM Landes [)mzuarbeiteU, für die sick) ein Teil der DFWMP “Meinung in St. Peterstrg a11§gesprochen habe. NU? HUNge Land müsse vieimehr dem Russischen da§lche unterstehen, wobei die übrigen christlich2n Völker RLM haben würden, die heiiigen Orte zu brsUchen.

Spanien.

In der Deputio_rtenkammer richieie am Donnerstag

der Dvpniieric Ursaiz einc Interpellation an die Regie-

mxyg uber die Floiienstüßpunkie, die an der spanischen Kustdöerrichet werden sollen. In miner Auxwor: exkläxtc dcr YLWiErpräiiZ-ent "T* ain lam chricbt des ,.W- "Z.; B.“:

Er 116119 mit Befriedigung seit, das; aUe Kerxgiübrcnch die Neutralitat Spaniens acbmen. Jede Kundgebung iünne als Zeichen der Sympathie für einen der Kriegfübrmden aufgefaßt werden und der Regierung Schwierigkeiten bereiten. Er bedauere, daß ge'iviffe Deputierte ihrer Sympathie für den einen oder den anderen Kriegiabreriden Ausdruck gegeben hätten. .Wir müssen“, fuhr der Mirtinerprasident fort,. „an die Zukunft denkexr und nicht auf die Große des Landexverychten. Wir wollen,_ daß bei dem Frieden- scbluß Syamens Jiimme gehört wird. Daxür beachten wir strengste Neutralitar. Wenn Spanten ein Geschwader besitzen wird, so wird es„kem,Fakxor mehr sein, den man verachten kann. In gewiffan Fallen Ut eme "Isolierung eine Wagbalfiakeit. Wir müßen dCIbalb m Anbetracht kunftiger O.“,reigniffe bereit sein.“

Portugal.

.Die Lissabmicr Blätter drucken ein von den Offizierrn dLr Liixadoner (Hariiison an den General Castro gerichteted Schreiben ab, welches Vier Forderungen enthält": erftens die Regierung so1le amtlich cr iären, daß die leßle Bewegung zu der Armee keine monarchistische gemejen sei, zweitens alle in" andere Regimenter verse ten Offiziere wieder in ihrer fraherrn Tmpps ansteUrn, rittens einr Amnestie erlassen mid, vierteris die im Amtsblatt vyröffenilicht-e Belobigung der Zivilbrvöikerung für dic Untrrstiiizmig dsr Demokraten ngLn dW Militärpartri zuriicknrhmen.

Niederlande.

Wie_ das „Handsisblad“ erfährt, Hat die DampfsckÜffaHriS- LeseÜichast „Nedsrland“ einen Bericht crhaltsn, wonach die Fahrt dUrck) den SUozkanai untcr militärischsr Kon- trolle steht, und do::„Siaats-Couranx“ veröffentlicht eine Mii- teiiung det.?- Miniixexriums de?- Mußern, daß NW) 12 Uhr Mittags feine Schiffe in den Snezkanal einfahrrn können.

q -? Die Erste .Kattimsr hat den Geseßeniimirf rider die Jeriarigerung durDienstzeir derMiliz Und der Land- wehr 12193 zum 31. Ilill debattelos angenommen.

Grieäxenland.

_Aus Ankers; des, Geburtstages des Deutschen Kaisers hat der Körzt'g Konstantin dem deutschen Gesandten (Grafen von Quadt 1eme Glückwünsche a11§ge-sprochen.

Rumänien.

„Jack) eincr Meldimg des „W. T. V.“ Hat der größte Teil der m' den leßien Monaten für Deutschland gekaiiften Getrerdnemengen, wegen Waggonmangels nicht ausgeführt werdeii konnen. Die rumänische Eisenbahnverwaltung hat nun den Borschiag der „deutschen Regierung angenommen, daß sie den dazu notwendigeiiWagenpark selbst nach Rumänien

senden werde. De Amerika.

:: Präsident Wilson hat nach einer Meldun “des

„Rerxterscxien Bureauö“ sein Veto gegen die Eiannde- ru n g s b 1 [[ dquesprochen. D Acht Mitglieder des amerikaniichen Kabinetts baden obiger .».uelle zujoige eme Brratung iiber die beunruhigende Größe YFZ Defizits, daS xxx den Staatszeinnabmen des laufenden suicmzwhres undermeidlich zu sein scheint, abgehalten. Sie berieten ferner uber die dringende Notwendigkeit, den Vor- anschlag des nachsten Jahres zu beschneiden.

, -- Die Einwanderung nach Kanada im "a ' 1914 zeigt eine Abnahme WU fast 60 pCt. I hre

, -- * Ngci)“ einer dom „Nezuterschen Bureau“ verbreiteten ami- l:chen Mitteilung sind die A n () än (( e r d e Ge ne r a l s Carranza am Donnerstag in die Stadt Mexiko ein-

gezogen. Asien.

_Der ißsner*a1goriderneur vom Libanon, OHÜUULS Koxundschnrn,x 13at__seme Entlassung nachges1rchtß Eim'r Meidizrig der „“Frankfurter Zéitung“ zufolge wird die von den europmichen Großmächten auf Grund des Libanonstatuts zu vdüztrhende Wahl des Genxralgouverneurs, die nachher durch die Morte" eme nnr. rein_sormelle Anerkennung erdieit, nicht niehr stattfinden. „Dre Pforte erklärt das Libarionstaint fur nrchttg. , Dre Ve_r_maltung des Libanon wird von jeHi ab im Rahmen einer iiirknchen Provinz erfolgeri.

- Die persische Regierung Hat obi er Quelle u 01 6 das Verlangerx des russicbeu und des engliscth GesandteZ'i friakxl) der Abberuryng dcr s'c1)1vedisck)en Offiziere, gegen die iich der gcmze Hax; der beiden Diplomaten richiei, abgewiesen.

Kriegsnarhrithten.

Westlicher KriegSschauplaZ. Großes Hauptquartier, 30. Januar.

ie franzosriciwn Verlusta 111 den Kämpfen nördlic) Nieuport am 28. Januar waren groß, iibcr ZO0Marokkaner

und Algerier liexxei1_tot in den Dimen. Der Feind wurde dyrck)"unser.,Arii„[„lerieseuer aucb „arsicrn daran geHindert, sich an dux Dunenkzohezi ostlrci) dcs Leuchttiurmch mit Suppen heranzuar- betten. Sudlick) 1122551617]an von La Bassée entriffenheute Nacht unsere Truppsn den “.Zranzofen im Ansch1uß cm die von uns am 25. Jamiar croberte_Stellung zwei weitere Gräben und machten uber (50 Gesangens. Im westlichen Teil der Argynncn untemzahmen unsere Truppen gestern emen Angriff, dEr,11nS einen nicht Unbedsntenden Gelände- gewrnn Zinbrackse. Nn Gefangenen blieben in unfrren Handen: _12 Offiziere 781 Mann, Erbeutet winden: 12 J]1aschmcngewchre, 10 Geschüße kleineren Kaliberts. Tie Verluste dss „Feindes sind schwer, 400 bis 500 the [tegen aur_ dem Kampffelde, das französifche Jnfanterreremmenr" 151 scheint aufgerieben zu sein. Unsere Verluste imd verhältnißmäßig gering. - ranzö- sis e Nachtangrxivaersuche südöstlick Verdun wurchq unter schweren Verlusten fiir en Feind zuruckgeschlagen. Nordöstlich Badonviüer wurden die Franzosen aus dom Dorfe Angomoni auf Bréxménil geworfen. Nngomont wurde von uns beseYt.

Oberste Heereskeiiuug.

_ Vas 91“, 29. Januar. (“W. T. B. Wie di ** Nachrichtcn7m21dem sind von sieben)en lischeen„ÉZYY zeugen, “dia Osiander Und Zeebriigge bksckoFm [“Fair-zii, drei

nicht znriickgvkél)rt. “Sie wurden auf YM Rückflngc von

;aixireiclxn deuisehcn Flugxengen 1tmzinge11 Und auf da?» offene Moor gdjtigr. Umex dcn Uermißecn 2114110113911 Fliegern defindrl siti) :““Famson, *.“ fick) 1115910166) MI- xwzeichnei hat. Oestlicher Kriegsschauplaß.

Berlin, 29. Januar. (W. T. B.) Wie wir erfahren, 1st art! 25. Januar ein denisches Marine-Parseval-Luft- schirr von einem Ostseehafen aus zu einer Unternehmung «egen den ruisiickien Kriegsvafen Liban aufgestieqen und bishsr nicht zuriickgekrlxi. Eine 9319112111111 des russischen Marine: Generalstabes verbreiirt, daß ("im 2). Janna); ein deulichcs Zeppelin-Luftscbiff Liban überflogen und Bombeir ab eworfen l_iqbr. Das Luftschiff sei beichoisen und aetroffen wor en und 121 m die See gestürzt. Von russischen Fahrzeugen isi es wer- mchrxt und die Besaßung gefangen genommen worden. Die russtiche Angabe, daß das angrsifends Luftschiff rin Zepy-zi'm gewesen [ki, wie in der ausländischen Presie weiter Ukrdreitet wurde;! in und auch in die deutichk Preiss Eingang gesimdcn hat, ut hiernach unzutreffend.

_ Großes „Hauptqzxartier, Z0. Januar. (W. T. B.) In" Oßtpreukzen gkissén die Russen erfolglos dM Ymrcken apf öitlixk) Tarkebmen an, descboffén unferr B9- iestigungsmerke östlich d::r Seenplatte und versuchten iiid- Lstltcl) de§_LöWeniinseeS eincn Angriff, der in unirrrm „Heuer zriiadimendräci). NUsiiscL)e Nachtxmariffe iii (98gMd_Bor51)1noW östlich Lowicz wurdsn UUter schWkksan VLL“[1111€11 fiir den Feind znriickgemorfcxi. Oberste Heeresieiiung.

Wirn, 20. Januar. (W. T. B.) Anriiici) wird ge- meldLi: Starker Schneefall ist eingeireien. In Westgalizien 11110 Polen nur Erkundungen, Pairsuikiengefechte und, 1110 LS die S1chiverhältniffe zulassen, Artülericxkämpfe. Ja den Kar- pathen' wurden westlich des Uzsoker-Passes russische Angmfse unter schweren Verlusten dels (Reanrré; zyrxdckgesäilcrgrn. Bei VezerSzallas und VolOVLcZ sind dieKamPfe beendet. Der Feind isi an die Paßhöbeu zurii ("1"- geworfen; neuerdings 400 Gefangene eingebracht. Jil der Bukowina herrscht RUHE.

Der Stererireter des Chefs des Generalstabes: v o u .So efe r , F21dmarschaileutnant.

Der Krieg zur S*ee. Basel, 20. Jmmar. (W. T. T.) Nac!) cincr Mridima aus Tokio hat déi'"__denisc1)e Menzer „Karlsruhe“ in dM amerrkgnßehen Gemeinerzi wieder: zwei englische und cirion franzostschen Dampicr derjenki.

Der Krieg der Türkei gegen den Dreiverband.

Konstdiiiiriopel, 29. Januar, (W.T.B.) Das Große Hauptquartier teilt mri: Auf der kaukasischen Front hat sich nicht?: Nennenswertes ereignet. Unsere Truppsn, die in Fer Richtung auf Olir) die Offensive ergriffen haben, machten 500 Russen zu „Gefangenen und erdeuieten eine Mengr Grmehrx und Kriegßmaterial. Die seit einer Woche in Aserbeidschan mx Gange befindliche Schlacht in der Um:- gegend von Cho: gegen die feindlichen Hauptkräfte wird zu unseren GZnstxn fortgxseßt. Choi ist der [Me Zufkuchts: ort der Runen zn Aserbeidschan. Am 27. Januar nahmc-n ugsxre Truyperi mx Süden von Choi die erste Linie der be- Leysttighten feindlichen SteUungen, welche aus mehreren Linien e e en.

Kunst und Wissenschaft.

(Jm Institut iür Meereskunde (Georgenstr. 34-36) spricht am Z.Zebmar der Professor A. Mcrz-Vcrlin über die SkLUUUß dcs Ykrttelmeerßim" Kamvf_der Völker, am 5. Februar der Dr. H. Bebrenö-Beer uber Küxien als Landssgrenxen und am 6. Februar der Physiker I.:). Pauck-Berlin über Funkenkeiegrapbie im Land-, Luft- und Seekrieaimit Experimenten). Die Vorträge beginnen um 8 Uhr Abends. Eintrittskarten zu 0,25 „M sind 011 den Vortraszs- ???xe Von 7 Uhr an in der Geschäftssteii: (Grorgenstr. Z4-»36)

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DieWWirkung der Käste auf unser Blut. Das BWT nnsxres .Jorpers bat zivar, solange, das Allgemeinbefinden g€1und ist, immer die gleiche Warme, damit ist aber durchaus nicht ,arsagl, da?; dix Tempergtur der umgebenden Luft auf das Blut obne «FinJuf; rvgre. CF_tst'sÖon larige festgestellt worden, daß die Wirkung won Kalte auf emrn großeren Teil der Hautoberfläche zur Vr:- medrung dxr roten und guck) der weiszrn Blutkörperchen in den kleinrn, Gefaiien der Haut fuhrt. Die Vermehrung scheint beide Br- sjandteiledes Bluts m aleicbetp Grade zu betreffen, Und nur nach Tanger Ctnwirkzzng großer Kälte bei den weißen BlUtkörperchkn (Leukdcvtrn) großer zu" sein. Bei kurzdauernden Kältercizen ziehen sich die kleinen Blutgeiqße ddr Haut 3u1ammen, Wodurch die «Haut 131ng und blntleer erscheint, das Blut selbst wird Von der Köxv'wbrr- r1ache nach den inmxren Organen zurückgedrängi. Hört der Kältsreiz bald__aui, so_sirömt Jizch daß Blut sebr i'cbnel] zuruck, indem fich di: Essays der Hautoberisache wwder erweiirrn. Um die Herbeiübrung dreier Ruckwrrkung, (1119 des Blutzufluffes nacb der-Öaut' bin, bandcit es sich bei fast alienJY-kaßrcgelr1 in der Wasserbehandlung, aiio bci Abrerbungsn, Halbbadxrn, Duickocn, kurzen kalten Bädrrn usw. Durck) solche kurzen Kaltereize Vermag daher auch nicht ein Zusiaiid beworgebracxot zu werden, in dem dis Beeinflussung des BMI durch die Kalte riäztig erkannt Werden kann, da die Wirkung zu mich eintritt. Dazu muffsn böbkkL Kältearade in längerer Dauer angr- wandt werden, ivxil sich nur!) solcbsn die Rraktion nicht so scbnrll eiii.- stellt. Unter solchen_l1urstanden wurde im Gegensatz zu friiheren Ansckoauyngen eine aßrmge Abnahme der rotenBlutkörpercben gefunden. Die weißen Bluxkorverchen dagcgen, denen ja nach dm neuerrn Forschungen einc: ubßratzs wichtige Rolle im Vrrlauf von Krankbciten zugeschrieben wird, ichemcn sich nach anhaltendrn und starken Rrizrn stets zu vxrmehren, und zwar bleibt es dabei gleick), ob dur Reiz in einer Abkuhlung oder ciner Erhiyung bestanden [)at.

Nr.4 des „Zentralbkatts für das Deut : Rei ' beraUSgegeben im NeiÖSamt des Innern, Vom 29.s§anuar 1Y1Z hat folgenden Inhalt: Konsixlatwesen; Todesfall. Marine und Schiffahrt: Erstheinen des 5. „Heftes des ZIT. Bandes der „Ent- scheidu§gcn dss Ober-Seeamis "und der Seeämter des Deutschen Reicbsw. Pyst- und Telearaphenwesen: Aenderung der Posiordnung vom 40. Marz 1900. Pkedzzkna1:_und Veterinärwesrn: Prüfung F&Zavdidaten derMedizin, Zabnherlkundc, Tierbe'skunde und PLU-

..:-so::- „;;-425,24.“ ...