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Konzerte.
Die seit vielen Jahren in Berlin nicht mehr ?ebörte Violin“- Virtuosin Fräulein Gabriele Wietroweß ersch en am Sonn- abend zum ersten Mal wieder in einem Konzert mit dem ?Tilbarmoniscben Orchester in der Sing-Akademie. Die 0 begabte Künstlerin spielte zunächst das V-moU-Konzert für zwei Violinen von J. S. Bach in Gemeinschaft mit Herrn Professor ])1'- Josef Joachim und fesselte sowohl in diesem wie auch in den weiter dargebotenen großen Violinwerken : dem 13-11 ur-Konzert Loy. 77) von J. Brahms und dem D-on-Konzert (op. 64) von . U) endelssobn durch ihre unübertreffliche Beherrschung aller techni chen Schwierig- keiten und tiefempsindende Ausdrucksweise. ' Zwischen den beiden Violinkonzerten ließ'sirb Mi Else Hals mit dem ]D-moU-Konzert von Chopin hören. Die usfübrung war korrekt und lobenSwertb, doch wäre ein etwas te eramentvoüerer Vortrag zu wünschen gewesen. Das Philharmonische Or eiter, das im ersten Konzert unter errn ro- feffor Mannstaedt's Lextung stand, während die folgen en erke von Herrn Profexxor 1)1'. Joachim selbst dirigiert wurden, bewährte auch an diesem bend seine anerkannte Tüchtigkeit. Reicher, wobl- verdienter Beifal] lohnte allen Mitwirkenden.
Gesternveranstaltete im Saaledeerilbarmo nieHerrEd ouard Colonne, der bekannte und in Paris sehr beliebte Dirigent der dortigen populären Orchester-Konzerte, ein „französisches Konzert“. In den unter 1einer Leitun von dem Philharmonischen Orchester ausgeführten Werken Französischer Komponisten trat eine große (He- wandtbeit in der Kunst, fein und effektvoll zu instrumentieren, wirkunstvoll hervor. Diesen Vorzug zeigte besonders die erste ummer des Programms: die Ouvertürx zu ..Pbe'zdrx“ von Massenet. Die auch bei uns viel gespielte, tnbaltltcb freilich ziemlich triviale svmvbonische Dichtung „146 toast; 6'01111311816“ von St. Saöns hätte leiser und zarter gespielt_ werden durfen. Als Novität schloß sick) hieran ein aus drei Sasen bestehendes Werk
0011108 1117111“. das, bald den Holzblaseinstrumxnten, bald der Violine dankbare Stellen zuertbeilend, einen großen Retcbtbum schöner FCU]? geZc'zikLiger Melodien darbietet. Der Kompomst deSselben,
Widor, ist hier noch wenig bekannt. Drei Fragmente aus der hier öfter und erst Vor kurzem wieder ur Aufführung gebrachten „])-1111111111011 (10 18.081“ von Hector Berlioz, von denen das .Svlpbkn -Baliet“ und der ungarische Marsch nacb stürmischem Applaus wiederholt wurden, sowie Eduard Lalo's stets gern gehörte „ÜUQP80Ü16 Roryégjgmjs“ und die gleichfalls bier öfter mit arbßem „Erfolge ausgeführte Symphonie .Roma' von Georges Bizet bildeten den Beschluß dieses interessanten Konzertes. Das zahlreich erschienene Publikum spendete der künstlerischen Wiedergabe dieser Werke durch das Phil- barmoniécbe Orchester unter dem energischen Dirigenten die lebhaftesten
Beifalls ezeugungen.
Im Königlichen Opernbause gebt morgen Richard Wagners .Lobcngrin' unter Kapelimeister 1)1*. Muck's Leitung in Scene, Der Königlich bayerische Kammersänger Herr Heinrich Vogl gastiert in der Titelrolle. Im übrigen lautet die Be- seßung: Elsa: Frau Pierson; Ortrud: Frau Götze; Telramund:
err Bulß; König: Herr Stummer; Heerrufer: Herr Fränkel. -
n der heutigen Aufführung 0011 Domzetti's ,Lucia von Lammer- moor“ fingt Fräulein Mary owe aus New-York die Titelrolle; das ursprünglich angekündigte uftreten der Signorina Prebofti als Lucia ist verschoben worden.
Im Königlichen Schauspielhauses findet morgen eine Aufführung von Otto von der fordten's „1812' in folgender Be- feyung statt: Napoléon: Hcrr able, General York: Herr Molenar, Johanna: Frau Seebach, Luise: Frau von Hochenburger, Reichs- freiberr vom Stein: Herr Grube, Rittmeister Hertling: Herr Purschian.
Im Theater Unter den Linden spielt Anne Iudic morgen die „anjabg“; am Donnerstag gelangt „ba 1161111116 11 132133“ zur Darstellung, am Freitag geht wieder „1111110110“ in Scene. .in alien Abenden singt Madame Judic zum Schluß ihre Cbansonnettes. Für Sonsnabend ist die Erstaufführung des Vaudevilles „[48 0175810“ ang? et; .
Jm Konzertbause veranstaltet Kapellmeister Mpydexr 1110111811, Mittwock), den [eßten „Komponisten-Abend“ dieser Sai10n. Die Herren Fink, Kleefeld, Schulz-Schwerin, Wagner und Ziegler wkrden mebrkre eigene Kompositionen untcr persönitcbcr Lsiiuna zur Anf- fübrung b1ingen. Außerdem wird der Tcnorist Hen 0011 Humalba eine Arie aus dem Oratorium „Elias' 0011 Mendelssohn und Herr
Lichtenstein Lieder von Kleefeld singen.
Die Beseßung der.RoUe11 für die diesjährigen Bayreuther Festspiele 11'1 nunmehr bis auf dikjenigen für den Siegmund und
Wexterbericht vom 21.A1)ril, 8 Ubr Moraens.
kraxur 41 R.:
Stationen. Wind. Wetter.
Bar. auf 0 Gr. 11. d. Meeressp red. in Millim T in 9 '»el 53 C. =-
SW 2 bedeckt V"“!-
lberdeen . . W ] bali) bed. Cbristiansund WSW 8Regen Kopenhagen. 775 WNW 2|bedeckt Stockholm . 771 stiliiwolkenlos
Xparanda. 766 stil] beiter oskau. . . 774 WNW wolkenlos
TorkOueens- bekß town . . . 774 OSO halb bed. Cherbourg . 773 O beiter elder . . . . 777 O wolkenlos vlt ..... 776 RM bedecktl) burg . . 776 NNO Nebel winemünde 776 NNO bedeckt Neufabrwaffcr 775 NNW Dunst Memel . . . 773 NNO vedeckxs) Urls . . . . 772 NNO ' wolkenlos 'nster. . . 774 O Nebel KarlSrube . . 772 wolkenlos Wiesbaden . 773 N wolkenlos 770 deSck13) 774 Nebel 775 Nebel“) 771 sti halb bed. . . . 773 NNO bedeckt5) le d'Aix . . 770 1ONO wolkenlos 12 iza . . . . 762 ]O wolkcnlos 9 Triest . . . . 766 :ONO wolkig 10 11 Tbau. ') Reif. 3) Reif. 4) Gestern Regen.
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der Teufel.
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Max Halbe.
Uebersicht der Witteruna. Ganz Europa wird von einem Hochdruckgebiet über-
deckt, dessen Kern über dem südlichen Nordsecgebiet Das Glück im Winkel. Gastwiel von Friedrich Mitterwurzer. von (Gustav Steffens
liegt. Die Luftbewegung ist überall schwach, nur Freitag“.
über der Aivknge'gend weben frische nordöstliche Das Glück im Winkel.
Resdenz - Theater. Mittwochf: Hotel zum Freihafen. ([R-[stel a- l-lbro [“Islam-o.) Schwank in 3 Akten von Georges Feydeau, übersetzt und bearbeitet von Benno Jacobson. Anfang 71 Uhr.
Winde. In Deutschland ist das Wetter theils beiter, tbeils neblig und kalt; in den südlichen Gebtets- Theilen ist aüentbalben Regen gefallen, am meisten, 13 mm, zu Cbemniß; an der Küste liegt die Tem- peratur bis zu 5, im Binnenlande bis zu 7 Grad
unter dem Mittelwertb. Deutsche S'eewa'rte.
Laufenburg.
Üümglccnc Ichausptele. Mittwoch: Opern- baus. 102. Vorstellung. Loben rin. Oper in 3 Akten von Richard Xießt vom Ober-Regiffeur Te laff. Dekorative inrichtung vom Ober-Jnspektor 5 randt. Dirigent: Kapkklmcister 1)1'. Yiuck. Königlich bayerischer Kammersängcr aus München, als Gast.) Anfang 7 Uhr. Schausvielbaus. 108. Vorstellung. 1812. Schau- spiel in 5 Aufzügen 0011 Otto von der Pfordten. In SCCUL gesetzt vom Ober-Regiffeur Max Grube. “Anfang 71 Uhr. Donnerstag: Opernhaus. 103. Vorstellung. Robert Große Opc'r in 5 Akten von Piever- ' " Nach dem Französischen bon Scribe und Delavigne, übertragen von Theodor Heli. Ballet von Paul Taglioni. Schauspielhaus, 109. Vorstellung. Mohr von Venedig. Trauers iel in 5 Aufzügen von WiÜiam Shakespeare. Grai Baudissm (Schlegel-Tieck).
Deutsches Theater. Mittwoch: Hamlet.
Anfang 71 Uhr. Donnerstag: Zum ersten Male: Jugend von
Freitag: Jugend.
rieb. Anfang 7111110 ' Donnerstag: König Heinrich. Freitag 131.
Journalisten.
Wessing - Theater. Mittwoch: (651111301 von “) Nacht“ NW" Friedrich Mitterwurzex. Das Glück im Winkel.
nfang 7x Uhr. Donnerstag: Gastspielvon Friedrich Mitterwurzer. in 3
den Siegfried erfolgt. Dieselbe weist nachstehende Namen auf: Brüxm- bilde: Frau Lebmann-Kaliscb (Berlin), Frau Gylbrandson Cbristtanm), Sieglinde: Frau Rosa Sucher (Berlin)„ Frtcka: Frau rema (Lon- don), Erda und Waltraute: rau Schumann-Heink ( amburg), Gutrune: rau Reuß-Belce ( arlSrub , Freya: Fräu ein _Weed (Berlin), beintöchter: Fräulein von rtner (Hambura), Fraulein remdstad (Köln), Mime: Herr Breuer Bayreuth), Woian: err erron (Dresden), Loge“ Herr Vogel ( üncben), Albertck): err riedrichs (Bayreuth), Hagen: Herr Grengg (Wien), Fafner: err Brkslau), Fasolt: Herr Wachter (Dresden), Gunt er: (Straßburg), Donner: Herr Bachmann (Nürnberg), err Elmblad (Breslau), Herr Wachter (Dresden).
Mannigfaltiges.
Sogleich in die ersten Tage nach Eröffnung der B er [ i n er G ew er b e- Ausstellung 1896 fällt das große Fest der Kunstakademiker zur Feier des 200 jährigen Bestehens der Berliner Akademie der Künste, das, wie schon früher mitgetheilt, durch einen großen Festzug, welcher einem Festspiel im Theater und Volksbelustigunaen in „Alt- Berlin“ vorausgehen wird, auf dem AuSstellungSgelände selbst ver- herrlicht werden soi]. Vertreter aller Schwester-Jnstitute in Deutschland und der befreundQen Hochschulen, von denen zahlreiche Deyuiationen be- reits angemeldet sind, werden in einer Art Blumenkorso den imposanten Zug eröffnen, dem sich dann zunächst Herolde, Mufikkavellen, Fahnen- träaevu. s. w. anschließen werden. Der eigentliche Fcstzu zerfällt in sieben Gruppen; “ede Gruppe hat einen großen aUegorisZJen Fest- wagen, auf welchem ünstlerinnen der ersten hiesigen Bühnen bei der Verkörperung der Zdealgestalten mitwirken werden. Die Maler eröffnen den Zug und bringen in ibm von Apelles bis auf den beuti en Tag die großen Meister der Palette und des insels aus a en kZ-Liten zur Darsteaung. Die Bildhauer folgen in ä nlicber Weise und
üpfen bei raxiteles an. Die dritte Gruppe bringt mit Modellen der grö ten ' auwerke aller Zeiten die Architektur zur Darstellung. Den ittelpunkt der darauf folgenden vierten Abtheilung, eines großartigen Wagenzuges, des „Königszuges“, wird die Gestalt des Kurfürsten Friedrich 111, des ersten Preußischen Königs, mit feinem GefolÉZ bilden, der von den schönen Künsten, denen er in Preußen neue ege geebnet, nach Berlin hinein geleitet wird. Volk aller Art schließt sich diesem Zug als fünfte Gruppe an, rvelcber dann als sechste die .Pbantasie' fol t“ in dieser Gruppe ist, ihrem Titel entsprechend, dem ErfindungsreiiLtbum unserer jungen Künstler voller Spielraum ewährt. Die siebente Gruppe endlich ist dem Humor überlassen. 11 dem Festzug sind mehr als tausend Personen betbeiligt; _nur ein Theil von ihnen wird in dem Festspikl im Theater mitwtrken können, alle aber find dann bei dem großen Volksfest in ,Alt-Bkrlin' betheiligt. Einen glücklichsten Rahmen für ein Spiel, dkffen Zeit 200 Jahre zurückliegt, kann man sich schwerlich wünschen; denn man hat bier als Hintergrund den gewissermaßen wiedererstandenen wirklichen Schauplaß jener Vorgänge. Von dem großen Interesse welches man dem Fest entgegenbringt, zeugt übrigens die Thatsache, da von Kunstfreuriden schon mehr als 8000 „16 zur Verfügung gestellt worden find und daß ein einziger Berliner Förderer der schönen Künxte 300 Karten besteth hat, obwohl de_r Treis der Karte auf 20 «111 fe t- gese t ist. Allerdings weist der Kotenvoranschlag für das Fest aucb bere ts die stattliche Summe 0011 40000 «16 auf. „“Alt-Berlin“ ist an diusem Tage für das Publikum vollständig geschlossen und während des ganzen Tages den Kunstakademikern überlassen. Anmel- dungen zum Eintritt an diesem Tage nimmt der Portier der Kunst- Akademie, sowie der Direktor von .Mi-Berlin', Herr Kaufmann,
Tbiergartenstraße 8 1), entgegen.
Der „Berliner Fröbel-Verein“ hielt gestkrn unter dem Vorfiß des Professors Pappenheim in Keller's Festsälen seine General- versammlunq ab. Dkk Verein bat, dym erstatteten Bericht zufol e, iortgeseßt im Sinne Fröbel's für die Jugend zu wirken gc1ucht. n den 6 Kindergärten wurden im letzikn Jahre 2353 Kinder vsreinigt, 254 davon allein in den 3 Volkskinberqärten, deren Uniexbaltung dem Verein 9000 «ck kostete. Die Stadt Berlin gkwäbrte 4500 „Fi, dsr Staat 900014 Zuschuß. Sehr bswäbrt bat sick) die neue Einrichmng, die Volksktndßrgarten auch während dsr Jeticn gcöffnct zu halten. Um den Lehrerinnen Urlaub gkwäbren zu kö1111111, KWUrden Vértrctkrinnen ein- gestellt. Insgesammt waren in den Kindkrgärtkn 9 Kindergärt- nerinnen und 3 bis 5 Hilfskräfte- il)ätig. Am stärkstln bc'sucbt waren die Gärten im Mai und im Novcmber. Das Kindlrgärtnerinnsn- Seminar ist 0011 50 Schülerinnen besucht w01d1'n, 0011 denkn 38 ihr Examen abgelcgj haben. Am diesjährigc'n OsicriCrmin babkn 20 weitere Säxülkrinnen das C amen bestanden. Die Kindergärtnerinnenscbuie konnte 37 cbülerinm'n ent- lassen, Welche meist sofort bei 50 bis 60 Thaler Lohn Stkliung ge-
lmblad err Gro unding :
Theater.
haken.
Romantische
aqner. Zn Scene
Mittwoch: Mi: großartiger Kostümen,
(Lohengrin: Herr Heinrich
Idee des Mark Twain. Herr Kapeilmsis er Winnö. An
leider.
Anfang 7 Uhr. Theaters.
Othello. der RVbth Misck) feld. Anfang 7-1 Uhr.
Donnkrstaq: Tbeatsrs. Nachruhm.
Ue erse t von Wolf An ang 71; Uhr.
Zweck.
schait.
gesungen 0011 Anne Juoic.
Mr. F. C. Rossnsiec-l.
Abonnements-Voriteilun's): Die Donnerstag: Gastspiel Anne
flotte Berlin.
Direktion : Sigmund
Mittwoch: Gastspiel des
Donnerstag und folgenbeTage: Hotel zum Frei-
Frtedrtch - erhclmstüdttsches Theater. Cbauffeestraße 25-26.
Ausstattung an Dekorationxn und Requisiten: Dcr Hug erleidet. Ausstattungs-Komöwe mit Gesang und YFULÉ in 10 Bildkm von Julius Keller und _ Louis Hsrrmann, mit tbeilweiser Venuyung Liner 110111111111 Musik von Louis Rotb-
rißsche.
Zn Scene 9812 1 10011 Julius x; 711 Ub ang 1,
Donnerstag und folgende Tage:
Mrues Theater. Schiffbauerdamm 41/5. Mittwoch: Ensemble - Gastspiel des Berliner Nachruhm. Lustspiel in 4 Akten 0011 In SOME gesetzt 0011 Carl Schön-
Ensemble-Gastspiel des Berliyer Freitag: Privat-Vorftellung zu wohlthätigem
Thcatcr Unter den Qndcn. Julius Frißscbe. Gastspiel Anne Judic mit ©8181]- Direktion: Theodore de Glaser.
Mittw0ch: Xiviehe. 71111110U11100061'6610 011
Merlinkr Theater. Mit1woch: König Hein- 3 30103 (19 11. 110111»qu 91 11. 1111111111. 154118111116 (10 111. „4. 13011blur(i.- ChansonnctteS,
01181“ (1'01'6110811'0: Anfang 7 Uhr.
schaft, da komme ü kapa. _
Adolph Ernst-Thcatcr. Mijtwocb: Das
Große Ausstattungs-Gesangsposse Akten Von Léon Treptow und Ed. Kuplets und Quodlibets von Gustav Görß. Musik Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlags-
Jn Scene geseßt von Adolph Ernst. 2. Akt: Alt-Berlin. Anfang 711 Uhr. Donnerstag: Das flotte Berlin.
Zrntral-Theater. Alte Jakobstraße Nr. 30.
Ensembles Vom Münchener Gärtnervlatz-Theater. Conrad Dreher 11.63. Zum dritten Male: Schloß
funden haben. An der Berliner Gewerbe-AussienunF wird sich der Verein durch Vorführun Fröbel'scber Arbeiten, der ebxmetbode, der Literatur 11. s. w. bethei gen. In denTaaen vom 6. bis 8. Septemher wird im Cbemiesaale des Ausstellungs ebäudes der Deutsche Fröbel- verband, welcher 16 Vereine umfaßt. ?einen Kongreß abhalten, au dem 11. a. auch das Verhältniß des Kindergartens zur Schule erörtert werden soli. - Schul-Jnsvektor Stier hielt zum Schluß einen Vor-
trag über Goethe's Mutter.
Posen, 21. April. Nach einer der „Posener Zeitung“ aus Filebne zugegangenen amtlichen Mittheilung ist gestern Vormittag 81 Uhr auf der im Bau begriffenen Strecke Roaasen-Draßi ein Arbeiterzug entgleist, wodurch drei Arbeiter getödtet und dre Arbeiter verleßt wurden. Die „Posener Zcitung' fügt hinzu, das Unglück sei infolge falscher Weichensteaung von unberufener Hand erfolgt,
Stuttgart. Die 37. Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure findet in der Zeit vom 8. bis 10. Juni d. J. in Stuttgart statt. Außer den laufenden Vereinsgeschäften stehen (1. a. auf der Tagesordnung des ersten und zweiten Tages: Er- örterungen über das metrische Gewinde, über die Unterrichtsdauer an Werkxneisterscbulen, ein Antrag auf Ausfeßung eines Preises 0011 3000.44 für die beste Arbeit „über die Frage der Gesundheitssckvädlichkeit bes Koblenrauch', ferner ein Antrag zur Betbeiligung des Vereins an der Klarstsüung der Frage, woher es kommt, daß Flußeisen, besonders Thomas-Flußeisen, der Zerstörung durch Rost weit mehr unterlief als Schweißeisen, und ob die Technik über Mittel Verfügt, Wel c das Flußeifen auf die Dauer gegen das Mosten ebenso zuberläf g schüßen, wie sich das Schweißeisen durch seine ibm ei entbümlicbe Zusammenießung dem Roste gcgenüber erhält. Der drtte Tag ist für Vortrage bestimmt. “___"-___
Hamburg, 20. April. Heute Abend fand im hiesigen Hafen ein Zusammenstoß zwischen dem Dampfer „California" der Hamburg-AmerikaxLinie und dem englischen Koblendampfer „Tyne. month“ statt. Ersterer wurde am Bua, lc terer am Hkck schwer beschädigt. Der auf der Ausreise begriffkne ampfer „California" mußte docken, der „Tynemoutb" wurde auf den Strand geseßt.
Triest, 20. April. „W. T. B.“ meldet; Jm Laderaum des Freihafens gerietben Baumwollballen in Brand. DieLösch- arbsiten find im Gange.
London, 20. April. Nach einer bci Lloyds eingetroffenen Nach- richt aus Greenock ist dcr Dampfer „Marsden“ mit ein- gestoßenem Bug dort angekommsn. Derselbe kollidierte gestern unterwegs mit der Bark „Firth of Solray', welche am 16. April nach Dunedin absegelte. Die Bark ging unter; 13 Mann, die rau des Kapitäns und deren Kind erkranken; der Kapitän und acht ann wurden gerettet.
Paris, 20. April. Dcr Gemeinderatb von Paris genehmigte im Prinzip eine Schmalspurbahn durch die Hauptstadt und erbeilte fernér die Konzczision zum Bau einer unterirdischen Tunnelbabn zwischen dem Bois de Vincennes und dem Bois
de Boulogne nach dem System Verlier.
Moskau, 21. April. Als fich der dem Großfürsten Sergius attachicrte General Stepanow beute auf einer Ausfahrt befand, gingen die PfCrde des Wagens DYLÖ. Der Général wurde aus dem ngßetlicheschleudert und am Kop1 erheblich verleyt; sein Zustand ist ge (1 r 1 .
Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.
Amsterdam, 21. April. (W. T. B.) Dem „Handels- blad“ wird aus Batavia telcgrapbicrt: Die drei wichtigsten Posten Toenkoeb, Tjotrang und Glocmpang in der östltchcn Befestigungslinic von Atjin find 21111th worden. Dabei wurden vier Soldaten gctödtct, ein Offizier und 43 Soldaten verwundet.
(Fortskßung dcs Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)
Moutbcliard. -« Hierauf: Zum dritten Male: Die beiden Afrikaner. Anfang 71 Uhr. Donnerstag: Dieselbe Vorstküung.
Konzerte.
Üonzert-Üaus. Karl Mender-Konzeet. Mittwoch: Letzter Berliner Komponisten- Abend. unter freunbiichcr Mitwirkung der Kom- Herrkn: Fink, Kleefeld, Schulz- S_chwerin, Wagner, Ziegler und der Konzert- fangkr Hcrren v. Humalda und Lichtenstein.
Familien- Nachrichten.
Verlobt: Frl. Vera 0011_G0nz8nbach mit Hrn. Lieut. Ewald rbrn. von Kleist (Schloß Buonas, Schweiz-Ber in). - rl. Helene „Krause mlt Hrn. Rittergutsbsfißer Friedrich Schöler (Heyers- rori- inzenborf).
Verehe icht: Hr. Pastor Christian Brodersen mit Frl.H13lene Walbaum (Arrild). , Geboren: Ein Sohn: Hrn. Carl von Hackcwtß (Weilburg). -- Hrn. Prem.:Lieut. von Presentin (Gumbinnen). _ Hrn. Xastor Friedrich arxte (Eggknstekt). _ Eine ochter: Hrn. 'egte- rungs-Asscffor THLOÖN' Lucke (Posen). - Hrn- ngierungs-Affkffor Biescnbcrger (Stuttgart). - Hrn. Benno 11011 Loefe'n ( Brooklyn, Amerika). ““ Hrn.chisrungs-Baumeistcr Brosche (Ratibor)-
Gestvrben: Hr. Asikssor Erich von Lucke (Kap Palmas). -- Frl. Meta von Heydebreck (Berlin)- Zr. Fabrikbesitzer Carl Ruthenberg (Berlin . “-
r. Webeimsr Tiikchnungs-Ratb Tassilo 0011 * ach (Berlin). - Hr. ancnieur Balduin Von-Hkyde“ brand 11. d. Lasa (Bkrlin).
Dirigent :
Der Hunger-
Direktion :
udic mit Gesell- Chansouuettes.
„-
Vcrantwortlicher Redakteur: Siemenroth in Berlin.
Jacobson. Verlag dsr Expkdition ( Scholz) in Berlin.
Anstalt Berlin ZW., Wii elmstraße Nr. 32. Neun Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage),
sowie die Inhaltsangabe zu Nr. 6 des MM“
lichen Anzei ers (Kommanditgeseusthasteu ““
Axtieu und ktieu esellschafteu) fiir die Wotlk vom 13. b s 18. April 1890.
Conrad Dreher-
Grfte Beilage
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger “FF“:„L'Z' Veriin, Dienstag, den 21. April . 1596- M
Deutscher Reichstag.
72, Sißung vom 20. April 1896, 1 Uhr.
Ueber den An ang der Si un wurde in der etri Nummer 0. Bl. berichtet. I g gs gen
Bei der Fortfcßung der_ zweiten Verathung des (HeseH- entwu'rfs, betreffend dte_ Abänderung des Geseßes überdtc'Ermerbs- und Wirtbschafts ebosfen1chaffen sprechen 1111) noch die Abgg. Dr. Hamma er (nl,), reiherr von Stumm (Rp.), „FUch„S (Z.) und ])1'. Osann (nl. gegen den (gestern _bererts mttgxtheilxen) Antrag Schneider, betreffend Fesxseßunq cmer: Strafe 1_n Hohe von Höchstens 30 „M, aus.
§ 1453. Wird unverandert unter Ablehnung des Antrags Schneider angenommen.
Gegen § 1451) xrklärt sich der
Abg. 0011 Podbtelski (dkons.), weil damit übcr das 3181 der Vorlagx b1nausg€§angen werde. Yin" könne den Konsumvereinen vsrbietcn, 1n tbxstn Ladkn (111 Nichtmitglikdekr zu Verkaufkn. Abkr war11111'sollt1n die veriaufte11 Waarkn nicht 1011161 verkauft werden? SOUL, 12111 Konsumberein nicht unmodern (111001111116 Waaren, die ('r 110" sctnoc) Mttgiu'der 1111111 mehr abscßsn könns, anderMitig Verkaufkn
nnen. _
Abg. F11chs (Jenin): Es soll doch 013118111113 bkstraft Werden, der das gewobnbktts- oder ge1rerbsmäßig thut; OFML eine solches Be- stinnnungwürbe die Vorlage gar keine'n Werth babé'n.
Dic '.)ibgg. Freibcrr 0011 Stu mm 11111) 1)1*, Hammachcr er- klärkn sicb'für den Beschluß der K'01111nisfi011, dcn
Abg. 0011 Podbielski nochmals bkkämpft, Weil er bis Mit- gliedkr dsr 3101111111101161116 in dcr Vsrfügung iiber das Vom Konsum- verein cmwrbsnc Eigentbum bkbindkre.
Abg. ]_)1". Schneider (fr. _Volksp.): Wer ngSka- 0061? ge- wobnbe1115111aßig Waaren 00111 Konsumvcrcin cntnimmt und Ver- äußsrt, 111110 1019611 kaerbesteue1k011tra06nti011 bestraft und 1011 hier nochmals bZ-stra11 10110111. Es ist zu berwundern. daß die Régierungs- vertrkter dicser Bsstimmung gegsnübcr sich 10 küHl Verbaltsn.
„H 1451) Wird gchn die Stimmen der Freisinnigen und Soz1aldcm0kratcn sowie emiger Konscrvativcn angenommen. § 14:30 10110 011111: Debatte genehmigt.
_ Nach A1). 2 sollen dinestimmungcn 0111 die Konsum- 011110an großerxchrkc fur ihre Beamten und Arbeiter, FWW anf Veretmgungen, welche 1111011 Mitgliedern beim
czug 0011 Waarcn Vortbsile verschaffen wollen, insbesondere faint?) auf Beamten: und Ofßziervcrcinc sinngemäße Anwendung
11 en.
Aba. Freiherr 0011 Stumm bkantkagi hinzuzufügen: „Jedoch ist Es dcn.11011111111011111111111 nnd Vérsinigungkn dsr b1z11ch11€té11211t gc- stattrt, 111 1111'1'11 Spkissanstalten Waarkn z11111 alsbaldigen PSksö11lichc11 Vérbraacb 1111111 an Dritte abzugébkn.“
_ Dek Antragstellcr cmpfisbit 17111 A11ik€12 mit s€i11€1n Antrags, 111611 _ck 11111 U11g€rechtigk€it wärs, dis 1111001611 Vorsinigungkn, 11111112 dkn Konsunwswinen gl€ichstebk11, andsrs zu [1617111110111 als 01618, 11111 Weil 118 (1111 unsere rechtliche (Hasialtung hätten.
Artikel 2 10110 mit dem Antrags des Abg. Freiherrn 0011 Stumm angenommen.
Auf Antrag des Abg. Frcihcrrn 0011 Stamm wird fcxncr dcr Ausfiihrungstcrmin auf dcn ]. Januar 1897 fest- gc19151. “
“_Oic Kommission hat endlich folgcndc Rcsolntion vorgr1chlagcn :
DCU Reichskanzim' zu 6110111211, A110rd;11111gc11 dahin 111111711 zu 111011111, Das; dic 111111111111111111 0011 1111 Eiskntbmn de's Rkichs 11811110- "ck?!) 15).-bä11d111 odcr Tbmlcn 11'111'1b111 1:11 „60111111111117111118 bder „11111111011.1111'11111111 111111 11111110 (11111)111'211101'1111111111'9 aniknbsrkauis, 7.7" 31.1111- 111173 510111311111111111111 in 10161111 714111111011 11110 2111111111111 111-111 1111 Dii'nst Dks 91111115 1111111171 B:“amic, 1110111111110 1111 1011111111011" 11111 Vc1'a11stalt111111-*11 3111 915113110 0011 qusnsiändön 010 1115001111210 2111010111110 „111 die: 111 Bx'trisbk-ai1la111'n 010 2118111121 bc- 1chä111111111 211111111 111111 B1'1111111'11 bkfclyränkt “0161131.
Tic1c 2111111111011 mird 11111101101111111'11.
Damms 101111 die “1311161111111 dcr folgendsn Inter: pellaiion dcr 2101111. Bachem (5111111) 11. (Hon.:
.)).11 511 Herr Re'ickyskanzicr „1111111111111 von 0511 111 [111111 Zsit 110111131010111111111 *;1111'11'11111111111, bei den?" 1110111011001? Militär- 11111011111 1111111111511 waren? Ist dem Hi'rrn Re'icbskanzli'r bt'kat1111, 0b 111111 wclche “1710131911110 3111 2461111111115] dicser Zweikämpik 11C1Wff. „1 111111111? Wclchc Z).)iaßrcgi'ln 111111111 Dcr 115111 Reiclyst'anzlcr 1.11 1'1,.11*if.11, „11111 111 3111111111 de'n 11csc151vidrigkn und das 0111181116106 21111ht§bc10111§11ei11 sch10kr 06111130001113101061111111" wirksamkr 101? 012311131 6111111111'115111111811 ?
Nachdem dcr Staatssekretär des Znncrn, Staats-Ministcr [)1'. 0011 Voctticbcr erklärt hat, 01113 11“ sofort nach der Be: 111110111111 dic Interpellation bcantmortsn 100101, erhält das
ort zur Begründung dcrsclbcn
_ Abg. 1)1*.Bach1'111 (antr.): Skit langem babcn Ersignifik n1cht 10 113111 die 011111111118 Mcinnng beschäftigt, 1111111 11110 11- bittcrt wic dikjenigc Rcibe 0011D111'l1111, 081111 Zcugßn 1011“ in der 1120511111 Zcit 111111111111 find. Z1111'ikät1111fc' find ja seit aitér Z-xit 1111 d1*11tsch1*11 Vatkrlanbe bskannt. Die Bcrtrcter 0011 Rlcbt und Sitte babkn fick) dagégcn ctkiärt. Gcgknübkr 17611 3108151111pr bat fich absr der Rcichsmg z11111ckg-*b.11t-:11, n1ai)1schsii1lich in de'! H0ff1111ng, das; die Macht der öffentlich?" 211801111111, daß die christlichc Idee rascher zu dcm Ziele 111111011 111112111, 111,41111'ikä1npfe auszurotté'n, gls aufrc'genkc Debatten. 21011 1011111 das [].-[“ck 10 111011 gkwordkn 111, dann hört die Rückficht auf, dann 1111111111 die Vertreter d(s dkutsckycn Volkcs, 1v€lchc nicht bloß an dcr Gsicygkbuna, sondcrn auch (111 der Sorge für die Durchführung 01711le111 betbeiiigt sind, ihrs Mcinung kundgeben. Die Duclle bernbe11aufcine1n Widerspruchgcgcn dle ch11111ichc Rkligion und _auf einem Wid€1111r11ch mit der 0011110811 Gessßgkbung, weil gewisse Kreise bas Rccht zu babcn glaubcn, ihre Standesvorurtbeile durcixzuskßen gegeniibe'r den positchn Vorschrifte'n der Religion und der Gcseßc, wsil sie glauben das Recht zu haben, diese Anschauungen auck) anderen Kreiscn aufzudrängen. Da_gegcn haben sich mehr und niehr die Stimmen ernster
annkr erhoben. Ich will nicht auf Das hinweisen, was aus den.RCibenmei11er Freunde geschehen ist; es mehren sich auch die Sttmmen aus den Kreisen der Protestavtischen Geistlichen, welche Widerspruch erheben gegen die Duclie, Ich weise bin auf die zahl. reiEben 1111111111 Worte, welche an dem Grabe von Männern, die im Duell gefallen find, gesprochen smd. Ick Weise Sie bin auf die Stellungnahme ciner Genox'senschaft, welche für den Kreis solcher Leute bestimmt ist, die sont dem Duell buldi en, auf die Adels- enoljZenschaft. Es soll eine Instanz gescha en werden, welche ik btenbändel schlichtet, eine Instanz, der sich jeder unterwsrfen maß, und wer sich dieker Jnxtanz nicbt unterwirft, soll nicht beAnsprachen dürfen, ene bö ere Ehre zu haben als andere Leute. Ein Mann, der an enscbeinlicb berufen ist, diese Absicht 111 interpretieren, hat sich 111 „Deutschen Adelslatt' dahin aus-
gesprochen, daß die prinzipielle Vérwerfung des Duells als eine an berechtigte chndluxtg zu betrachten ist,. durch Welche die Ehre FZ"? B1111ff9nd€n_1n ketnex WeUe leidet. Selbst das ,Militärwochenblati“ h'at Grundsatze cntwrckelt, welche in ihren Konsequenzen ebenfaÜs zu einer uzib-Zdrngten Verwerfung des Duells führen und zur Anerkennung bes cbr'tstltchen Stttkngxfeßes führen müssen. Diese Entwickelung der Öffentltcben anung ist um so erfreulicher, als Sckywierigkeiten und Hindarnzsfe dezn entgegenstehen. Ich will darauf hinweisen, wie auf 011". U1110ersitat'en v_0n bx'u' m&ßgébkndéil BLOörden nicht dicjénigsn Korporattonen 111 611181211118 111111111131 werdsn, welche auf dem Boden des N?ch1s stehen. Es werden gerade die Korporationen beborzuqt, wslcbe ohne das Duxil mcbt auskommen zu können lauben, welche sogar Ltwas mehr 16111 111011811, weil sie sich dem Duelézwange unter- werfen. Manchmal wird ernsthaft Vorgegangen gegen die Duelle, 11er bald komme'n guck) Rekteoren, Welche nicht 10 ernsthaft vorgeben, 1a, ks wyrdk11d1kxemgen Vexbmdungen offensichtlich zurückgestellt, Welche das 2311111 verwerfen. Es ist erfreulich, Wenn alle jun 1511 Leute, welche dazu 111 der Lage sind, zu „ReserVL-Lieutenants be?ördert Werden; aber aus dem Reserbe-Offizters1vescr1 darf nicht folgen, daß die gksunben ' Anschauungen des bürgerlichen Lkbsns durchsetzt werden 11111 'ungssunden Anschauungen, Welche aus dem Offiziers- leben _hergele1tet Werben. Ich darf auf die Verhandlungen 111 Bayérn hinweisen, 100 es gxkadelt 1110173211 ist, daß jemand nicht zum Resche- Offizier bef0rdert' w1rd, weil er 1111er Verbindung angébört, Welche dle Duellö 061101111. Bei uns ist das nicht in zahlreichen FäUSn bkobachtet worden; Wenn einzelne Regiments-Kommandkure 11111311er Verfahren smd, 10 8111111111111 das nicht den Abfichten der Pkilitär- vsrwaltyng. In dem jüngsten Duell glaubt man einen Rückschlag gegkn dti'sC „Anschauung zu erblicken. Gegen einen solchen Rückschlag muß entsch1cdkn proxéstiert wsrdkn. Die Presse aller Parteien bat Anlaß „11cn01nmjer1. sick) gkgen dic DULÜS auszusprechen. Leider hat 1111 kleiner Theil dsr Presse diese Dinge auf Eine Weise behandelt, welche auf eme Glorifikation der Duelle hinausläuft. Aber dieser Tbétl der Presse'stebt nicht bock) in der Achtuna dsr Oeffkntlichkeit. Dl? Presse" [)(11'461116 JSWiffS Mitschuld an den DULÜLU, wsil sie; die Priyatvexbaltmße, welche zu den DueÜcn fübrkn, in einer Weise bespricht, 111€lche nichts mißt, aber 011101116110 auf das Volk wirken muß. Solche ptkanteange sollten Voiisiändig aus dEr Presse verschwi11dkn. DiSPkeffL 1011 111311211 die DMU? Steliung nehmen, (1er nicht privat? Vök- balt111s1e (1135 Ska11dal1ucht in die Ocffkntlichfkit zerren. DLT? Wider- sVr11ch z1m1ch811 den Anschauungen gewisser 5118112 und 01111 Christen- tbum muß ausdkr W011 geschafft 10210111. Das Erste 161 DueÜe war der Fall Kstclb0dt-anker. WEnn die Ehre des Einen in dem zarxksten Punkte 01116131 ist, 1151111611 dann nicht die Ebrengsrickote 10 Ein- 111211chts1 sem, „bas; für bicsen dis Sühne 611€]th wird, daß Sr nicht zur Waffe 918111? Ich 11106111 es nickit, daß der Mann seine persönliche Ci)1“6 101111 1161116 als das _Cbristxntbum. Christus bat uns dieses Bfetip1el111chtgygcb€10 Die P1lichter1ii1111ng, die wir 0611111111811 müssen, wirs 011111) 016 1111111116 (Hkstaltnng dcr Ebrengßrickytc nicbt 1181111111110 cr1etchtert. Und 111111 dkr 2111911111113 dss Dualis! Dcrjknige, dessen Ehre 11110151 11111101, wirb 1211111011611, und dsr Schluß ist nichts als eine 1191- baltntßmaßm 1181111111 Stra16, die detnjsnigen 111 tbeil wird, dsr an ÜULTU Unrkcht Schuld hat. Das 11013111. DMU ist das Dueii K0 8- Sch1ab€r. Ick) möchte nicbt Vcrléßsnd wirken; wir 111111153811 111111111 111811611, daß nach (1110111131 SÜW dis MeinUng 611111111 10110,„iaß 61116 ALndeUUJ cinticn-n 1111113 In biesks DULÜ babkn dic, Staaisanwaltschast, das Ziviigsrickyt 11110 bcrscbikbene Ebrkn- 1131111116 6111gsz1riffsn, und 1101301111 111111118 die (Sachs durck) dic istolc zum Austrag gebracht WETTEN. Das DMU war 101011 Tage 0011111 bekannt, jeébcr 1111111113, das; bis 1111111111111 Bsdi1111111111€11 géstkllt 10111111. iind 1111121 babcn dis 251110117111 1111111111? Sind- Sik sicbc'r, dFlFJ-OSU'. 00111101311111101110110? JWT 1111151 cs, kr sci 1101111111. 11111119 111“ Staatsamvaitschait nicbt auspasikn 101111111, das; disst'r Man11_111cht dsr (He'rcchtigkcit 1111) 8111516111, 11161111 116 2118111 0011 “3111111 1111111311111011G116chtigksit z111*1*.15ici11'11? Was 1011 „1111111130, 11111 1111911111111 Dmg?" 001z11b111gc11? JU 111111161111“ [1111111111111 die' Organi- 11111011 11110 bis Tbätigkcit dcr Ei11111acrichtc 1110 Ange 111 11111111. S0, 1011110 1111119 191111111811, smd sik nicht 111111111 11110 1111111 011011 [1011111110111 111191111111, Duo:!lc zu 0811111111111. D111111 1111111111 11111816 (?'11111611111111111 1161cha_ff1'11 11110 1111111 (1111 11111111 Maßregeln (1110111111 10111111. 112 111111tar11ch611 Cbrcngkricbtc' 1111161611 Recht, 11111 bis Standkst'brc' dks Emzc'lnsi; 11110 des 1111111111 Standes 311 113001611, abkr 111" 1111111910 nicht Recht 1111161 de11Part€i€11; 118 sind ksin Forum, 001 111111171111 bcidk THEM 1111) zu 08111111100111'11 111111 01111 06101 fich z11 1111111101111" 11.111111. (**-18 1101113111 untcr Umständkn Tic Stankcscbré 1111111 111011 11:11, 11111111 bas kbxci'chRccht 16111 nicht 111111112111111111, 101111111 (111111 1111 1011111514 1111113100 Falle. EM Ebrkngerickyt 1111161118 151111111, 191 Das Dnc'ii 0111001111111, 61116 Vcrwarnnng, (1110 dafür, das; 11 1111 2101111111111" dcs (5,111111111111111115 1011119. Ja, 1111181111, das; 161 Spruch (“11103 11111011- g1'11chts kirskx das DMU .11'0110-Sch1.1d1'r 0010111an 1111111“; dicses (?brkn- 9111611 1111131111111 von „110151 11111 Ebrcmnann bcitebcn, und dadurch 11111111 das Turi] n011ck101nd111 Das ist 8111 2811301111106), 11111111'1'11111111111) sur 1911-11, dsr 111 dEr christiich1*11 5.)1111'1111111111111 0111111111011111'11 ist. Wir 1111111811 c1111' andy») J11stit1tti011 111111111; 110116111111 (Fi)!“CUJLkWÜL siiid 0111111 Kab111ctsoxdrk Scinm“ Majciiät 1101111111111 111011111; 1111 will 111 dlésc Präwgatibs nicht 0111111111111. AW 03 wird 111 111111111 10111, 01) 61110 andkrc (8110111110011 111'1ch11ff1*11 1111111111 1111111, 11111610 dicse EHM]!- stertcbtt' 1111111111. Dcnn dic El)11'11111'1“ichtc sind nicht alie'in 11"1r dic Offizii'rc 1130 LÜUÖÖWWI und dcr Mari:» 11111b1vc11d111, 101116111 anch für d1c Krcisc der Stukcntsn. Unser Str111111'11'13bllck) WMW “MI DMU 111 C11;('11 1191011011111 2711111011111, (23 hält dix" FkstUMWbaik nis Sil'äik für 110111111. 911111" 11111“? Sirail 111111 1111111111111 nicht 0011 dk" D11-*11€11 Nb"- W611]! das “.'l1'1111'rnif; 10 111011 111111010111 111, wic' 10 11131 ist, “0111111 1111111 1.10Stra111111'yb11ci) 1116110311 10810211, 19111111 1111111111 nicht 1111'i)r cine 011511111111 110110513, 101111111 171116 111111111111 Sirafc, ja cs 111111; dic Zuchtbuusstxaic 8111116111011 wcrden, 11111111 [111011131111 bäßiicbe 11111- 11111101: b0rlii'gkn. Die Behandlung des Duells_im Strafacsexxbucky ist 81116 Bkgünstigung, einc Privilcgikrung 1111011161 berkschc11d111 K*rcise. WWU dic Bcstrafung 11101111 ist, 10 hat fill) der Eindruck fühlbar gcmackpt in 10611111 V0lkc-kri'i1111, als ob man das Ducll garnicht als 6111811 R:»cbtsbruch bstrachtct. Man hat voracsckplagen, daß dcr- jknigk, 1vklchcr fich obne weiteres über das Gcch stellt dadurch, daß er Lin Dusli annimmt, drei 0061 fünf Jahre keine 0brigksitliche Stcliung einncbmen, nicbt Offizier 11111, (11111) nicht Parlamcntaricr sein darf. Frcilicb gehört zur Beseitigung der DUL'UL auch ki"? schwer? Bcstrafung für die Beicidigung, Die ;Praxis der Ge- richte bat dahin geführt, das; für Bélcidigungcn Stra en ausgesprochen md, welcbe feiner organisirte Naturen nicbt bcfrikdigen könm'n. ch verstehe? die Praxis der Gcrichxc nicht, daß fie in dieser Be- ziehung nicht bis an die äußerste Grenze dcs Zulässigen Jébt- Selbst_ bei den schwsrsten Vkleidigungc'n urtbeilen die Gerichte ver- bältnißmäßig milde. In England giebt es ja koloffale Strafen für Beleidigungen, daß auch die empfindlichsten Naturen damit zufrieden sein können. Wenn etwas crreicht wsrden soil, so wird der Anstoß von oben kommen müssen, wie der Anstoß in England von oben gekommen ist. Ich will die englischen Vorgänge nicbt eingehend erörtern, weil sie allen Theilen genügend bekannt ein sollten. Damals war in England die Situation dieselbe wie jeßt bei uns ; die DueÜe etre ten durch ihre ?roße Zahl den öffent- lichen Unwillen. (Redner weiit auf Martin's Biographie des Prinz- Gcmabls bin.) Friedrich der Gro 11, ein Mann, der doch auch auf die Mannbaftigkeit und Kriegstü tigkeit seiner Offiziere hielt, bat scharfe Mandate gegen die Duelle erlassen. (Redner verliest einige
SteÜen aus einer Kabinetsordre von 1757, wona Duellante - dingt aus der Anxiee entfernt werden sollten.) Eiée spätere KFW;- 0rdx von 1828 ist zu „stande ekommen unjer der Mitwirkung derjenigen Leute, welche in' den eldzü en 0011 1813 bis 1815 zum Ruhm des Vaterlandes bet etragen ba en. Durch zweckmäßige Be- bandlng 0er Ehrensachen 10 ten die Ebrengerichte die Duelle verbannen. Auch dre Kabmetsbrdre von 1841 bestellt die Ehrengerichte als Schieds- rtchter, w€lche dre Ebrenhandel voliständig erledigen soÜten. Die heute gßltßndeancsttmmungen sind ganz anderer Art. Die Ebrengertchie fallexi heute Urtbeile, welche nicht erkennen lasien, "daß ,es 1bre Aufgabe ,ist, die Duelle zu verhindern. Wir mussen 111 erbizidung mit den verbündeten Regierungen CML Besserxmg berberzufubren versuchen. Eine Besserung auf einem solche11 Gebiet, wo lange etqgewurzelte Standesvorurtheile mitfprechen, 101) ein 116101sser gezseÜschaftltcber wang mitwirkt, kann nur in einem ggningen ngenbiick erfoigen. Sollte der Augenblick nicht günstig sern, wo von €1nem Dtener der protestantischen Kirche an einem Grabx 10 ernste Worte gesprochen find, denen ich mich als Katholik v'ollstand1g anschltkßen kaxm? (Redner verliest die Worte des Geist- 11chen am Grabe des reiberrn von Schrader.) Die Worte haben auf dte 9111116 T_rauergesell chaft, einen gewaltigen Eindruck gemacht: ein Bewe1s bafur, daß auch diese Kreise, die sonst für Duelie eintreten, tbr Gewrsfenjchlagen fubiten. Sie haben gefühlt, daß ein Prinzip, welches 6116511116an811 Eretgniffßn gegenüber nicht aufrecht erhalten Tverden kann, ke,") rtcbtiges' Prinzip sein kann. Da muß man eine Llenbexung hsrbeiiuhren. Nicht der Staat hat zu Verfügen, sondern der Höchste, dsr aber uns steht, der schon auf Sinai das DueU ver- boten bat durcb das qut: Du soUst nicht tödten! Ich hoffe, daß die Interpellation und die Verbandkungen, w€lche sich daran knüpfen werdcn, Veranlassung gkben werden zur Beseitigung der Duelle.
Sxaatssckretar des Innern, Staats:Minister ])1'. von Boetttcber:
Ich habe zunachst dem Bedauern des Herrn Reichskanzlers darubkr Ausdruck zu gkben, daß er durch Unwohlsein verhindert ist, dcr hsutigen Verhandlung beizuwohnen.
Sodann babe ich in seinem Auftrage zur Beantwortung der Jnterpsliatibn folgsnde Erklärung abzugeben:
Der Herr Reichskanzler hat 0011 den in leßtcr Zeit wiederholt yorgskommenen Zweikämpfen, welche er mit dem Herrn Inter- pkllanten auf das lebhafteste bedauert, Kenntnis; genommen. Dafür, das; 1318 Organs der Staathewalt, denen es obliegt, strafbare Handlungen nacb Möglichkkit zu verhüten, gegenüber diesen Zwei- kämpfen ihre Schuldigkeit nicht gethan hätten, fehlt es an jedem Anhalt. (Groß? Hsiterkeit links. Zurufe. Glocke des Präsidenten.) Wenn es auch in den Fällen, in welchen die Abfichi, zum Zwei- ka111p1 zu 111711211811, vor der Ausführung bekannt war, nicht gelungen ist, die Duelle zu Verbindern, so kann daraus ein VorWUrf gegkn jene Organe nicht abgeleitst werden. (Lebhafte Zurufe links.) Es [11,11 auf dsr Hand, das; diejenigen, 10811111 zum Zweikampf schreiten WOULU, ststs Mittel und Wege finden wsrdcn, um ihr Vorhaben aus- zufübrkn. (Zurufe und Heiterkeit links.) Daß auch auf dem Gebiete dss Duckiwssens 08111 Geseße in alien Kréisen der Bevölkerung 011118 Unicrschicd des Standes und Berufs Achtung und Befolgung zu s1chcr11 111, halt der Herr Reichskanzler für Eine selbstverständlicbe und unabwcislicbe Forderung des öffentlichen R€chtsb€111ußtseins (Heiter- k1111111ks.) Er ist 111 Ernstlichk Erwägungbn darüber eingetreten, wclche Z).)iaßrchin zu ergreifen sein Werden, um eine solche Sicherung rmrksamer als bisher zu erreichen. (Hört! hört! rccbts.) Das Ergkbniß dicser Erwägungcn mitzutbeilsn, ist, da dieselbkn noch nicht abgeschlossen find, zur Zcit nicht tbunlich. (Bewegung.)
Auf Antrag des Abg. Rickert (fr. ng.) tritt das aus 111 die Bcspxecbung der Interpellation cin. H , Abg. R1ck€rt_: DLT? Reichstag hat nicht bloß das Recht, sich mit 111111 Fragsßu bc1as1811, sondern er muß auch 6111 Votum abgeben. Deshalb 1191111111 111ach unscrer_Meinung cine Jntcrpcllation nicht; ein 210111111 drs Rx1ch§1ags muß unmittelbar bintkrber erfolgen. Ich hoffe- dabcr, da11 (2218 bereits morgen unseéren Antrag auf dic Tages- 011111111111 11313111 111111111. Wir haben privatim Zusicherungen erhalten, und „kaum ware 'dtc Bksprcchung morgcn gcficbert. In der Erk11111111g dcs ,?)Tktcbskanzlcrs wird gesagt, es wäre nicht nach- z11111111c11, daß 01? Orgaqne dks Staats ibrc Schuldigkeit nicht gethan 11011611, Abcr 10010 11111 _unm cinen Sozialdemokraten handelt, da 1111111 011111 11011 111111 bts 113111 bkobackytet; die Polizei sollte doch 111111) 1111111 Hcrrn 00.11 Koße oder 0011Sch1ader bkobacbten können. Ich b0ff€, wknn 1111111111 eingkscbritten wird, man die Sache bci dsr „Wurzel, anfaßt, nämlich beim Militär. In bürger- 11chcn 3118111311 111110 ja dcn miiitärisäpkn Anschauungen immer noch x_iack111éx11bkn; es 111 11a111e1itlich bcdausrlich, daß Herr 0011 Bennigsen 11ch uber das Dito!] „111 Liner sebr angreifbaren Weise aus- gsßrochen bat. Dthemgcn, welche das Duc-ll vkrtrelen, sind Um- 1111rzlsr, wclchejMoral 11110 Göscß mißachten. Die Gegner des DueUs 1x1d kouscrbaxiv, sin_d_ dtc Crhaiter der Staats- und Rechtsordnung. «011111 2401111111110 111011611 bei den Massen die Meinung herborbringen, daß nicht gleiches R1 1 fur_ Alle gelts. Herr von Bennigsen sprach 01111011, das; 111 1311111 1611 Fallen das Dueil notb1vcndig sei. Ich be- 1111'116 das; das Duel] ist in jedem Fall Unrecht. Wann wird die :,11t fonnncn, daß man das. Duell verurtbcilt, wenn selbst Herr von 2301111111111 das Duell bertbetdigt? ?err von Bennigsen meinte, der gegenwarttge Zustand ist schwer zu er ragen; ich meine, er ist arnicht zu crtjragkn. 'Der Staat muß dafür Sorge tragen, daß nicht emand verpfltchtct wird, fich zu due ieren, der es mit seinem Gew1 en nicht bsrctnbarcn kann. Was „den Duellanten Recht ist, das mü te auch dsm Messerstecher eingeraumt werden. Der Me erstecber at auch kerne ('!t, den Widerspruch abzuwarten. Glei wobl werden die Messer techkr schnzer bestraft. Wer in den leßten 213an Gelegenheit gehabt hat, quner aus dem Volk über diese in e sprechen zu hörcn, dkk wndxrschxeck't gewesen sein. Ueber sol e Zustände kqnn fich ,nur d1e Soztgldemokratie freuen. Wir verlan en nicht," daß dre DueÜanten gebangt werden, wie zur eit des Gro en Kurfursten. Aber eine [ehr hohe Geldstra e von 1 bis 10000 .“ nebkn der Strafbaft .wurde die Duelie s 011 sehr beschränken. Aus den Verhandlungen tm bayeri chen Landtag entnehme ich, daß in Bayern ßin Zwang'zum Due nicht besteht während bei uns ein Offizier, der em Duell vertmi ert, geschädigt wird. (Redner weist auf den Fall des Majors Haze bin, der WM en aus dem Of ziersstand entlassen worden sei.) In gleicher 1 wurde ein kat olischer Offizier exkommuniziert, weil er das Due angenommen hatte. Dieser Zustand ist unhaltbar. Die Verordnung über die Ebrengerichte muß einer Revision unterzogen werden; fie ist ohne Gegenzeicbnung des Reichskanzlers ers ienen, aber wenn die Bestimmun en dieser Verordnun n t vereinbar sind mit unserem Re tSzuftand, dann um eine Aenderung eintreten, mindestens bezüglich der nichtaktiven D im. mich heute hiermit. cb babe die Hoffnun, da wir en haben, die Sache demn chst eingehender zu Das