JWUM-WMWOYYM-«N?a'»- * “.
Bauern. _ Seine Kön' liche Hoheit der .PrinzMegeni hat an Sein; Königlich „Hoheit den Prinzen Ludwig, ., als räsidenten des bayerischen Landea-Cotxtitäs für freiwill : ilfSthätigkeit im Krie, e, ein ayd chre1ben _gerichtei, wor n öchsiderselbe aus Aula der ä rigen , rtedetxsfetcr allen desen, welche sich während des Fel zugs „180/71 in selbstloser Zingebung und mit aufopferndcm PatriottSmus _dcn hohen Üfgaben dcr werkthätigen Liebe gewidmet hahen, mo_besdndxre den zahlreichen Vereinen für freirmlltge Ztlfsthängkett im Kriege, für ihren Opfermuth seine hohe * nerkennung und seinen Dank ausspricht. Sathsen.
Ihre Majestäten der König und die K_önigin find gm, Sonntag Nachmittag von Dresden nach Sibnilenort zuruck- gekehrt.
. Baden.
Der „Karlsr. , tg.“ zu ol e wird am _Groß erzoglich§n Hofe der demnächstgen Ankfunét Seiner KomglicZen Hoheit des Kronprinzen von S weden und Norwe xxx dni- gegengesehen. Voraussicht1ich Wird auch Ihre omgliche Hoheit die Kronprinzessin von Schthden nnd Nor- we en noch in dieser Woche ans Italien M Karlsruhe ein: tre en.
Mecklenburg-Schwerin.
Seine Königliche Hoheit der Großherzog isx mit dem Erbgroßherzog am Sonntag. in Paris cm etro en und da- selbst von Ihrer Kaiserlichen Hoheit dcr ro Herzogin empfangen morden.
Oesterreich-Ungarn.
Dic Fürstin von Bulgarien ist mit den Yrinzen Borisis und Cyrill gestern von Ebenthal nach (90710 ab- ere t. 9 In der Theresianischen Militär-Akadcmic zu Wien wurde gestern die Millenniumsfeicr Unrgarns festlich begangen. Zugegen waren der Minister das_Q «Lern Graf (Holuchowski, der österreichische Minijtcr:5 rä- stdent Graf Badeni, dcr Ministcr 8 101-6124, Baron Josika, der ungarische Untorrichts-Ministcr Wlassics, dcr Sektionschef Zedzeugmcister Freiherr von Merkl, als Vertreter ch eichs-Krichininistcrs, der Statthalter Graf KielmanSegg und andere Würdenträger. Nach der Feier fand zu Ehren des Ministers Wlasfics bei dem österreichischen Unterrichts-Ministsr ])]: Freiherrn von Gautsck) eine Frühstücksmfcl statt. In Erwiderung auf cinen Trinkspruch des Freiherrn von (Hanisch dankte der Minister Wlassics für den liebenswürdigen Empfang und sagte, der todte Buchstabe solle nicht das einzige Band zwischkn beiden Staaten sein, sonderu auch die gcgcnscitige Achtung und Licbe ihrer Bürgcr.
Großbritannien und Irland.
Dcr Staatssekretär fiir Indien Lord Hamilton erklärte Ystern im Unterhause, es sei beschlossen worden, die arnison von Suakin durch indische Truppen zn erseßen; die Garnison von Suakin soilc, mit 211153110510? cincs anantcrie-Batailions, nack dem Nilthal gcbcn,
])1'. Jameson und kajor White hach ein Schre'ibcn an die „Times“ gcri tct, worin sic nachdrücklich in Abrcdc stellen, von Cecil R ddcs am 29. Dczcmbcr 1897) ddsr zu einer anderen “ eit ein Telegramm erhalten zn imbon, wclckirs ste angewiesen äite, ihre Streitkräfte nac!) Zohannckburg in Bewegung zn soßen.
Frankreich.
Nach dem endgültigen Ergebniß drr Gcmcindcraths- wahlen in Frankreich iiach in 23-1 von 351 Arrondissements: Lauptstädtcn die Republikaner, “m 85 die Radikalen odcr
ozialisten, in 20 die Konservativen dic Mchrbcii: in 12 Hayptorten" ist die Mehrheit zweifelhaft.
Die franzosischcn Kricgrscbiffe „ N e p tn 11 “ UNd „ Co 51110 0“ haben den Piräus Verlassen und wcrden sick) Ucrmmlilici) nach Kreta begeben.
Rußland.
Dcr Khan von Khiwa, welchcr sich 511 dcn Kidmmgs: fristlichkeitcn nach Moskau bcgicbt, ist, wie „W. “T. B.“ bc- rtchtei, gestcrti in St_„_ Pstcrsburg cingctroffrn. In der Be: gleitung des Kh971§1 binnch sick) icin Sohn mid vicr I)iinistcr.
„ Der „Rusmschen Tclegraphcn-Agcnirir“ ziifoigc wird dcr Fnrst Ferdinand von Bulgarien, troß aklcr gcgen- tthligen Gerüchte, dcn Krönungsfticriichkeitcn in Moskau bci: wo nen.
Italien.
__ In der_gcstrigeti Zißung dcr Dcputirtcnkammcr be- ?krundetxn dic Deputiric'n Aqnglia UNd Cirmeni cine Nn:
age uder das (Hasuch Rußlands, cincr Abilicilnng des russischen Rothrn Kreuzes den Marsch nach Abrffynirr: iibrr Maffownl) zu _gcstattcn. Dcr Unter=Staatssckrctär dcs Aeußern_ Bonxn warf in feiner Erwiderung zUnäciw rincn ges, lch111chLn Ruckblickx auf dcn Wunsch Rußlands, eins Ab: ther ung did Rothen Kreuzes zur Unterstiißung dcr Jtaiicncr und Abessymcr zu entsenden, und führte dann aus: das Gesuch, der Athcilung den Marsch" über Massowai) zu gestatten, sri aus; Grunden der Humanitat gxstxUt worden UNd hätte im Prinzip angenommcn'wcrden müßen. Sobald aber bekannt geworderrfsxt, daß die Zusammensetzung der Abtheilung ihr einen Militärischru Charakter gebe, habe die italienische Rc: gu'rung, auch in „Anbetracht der von den Abcssynicrn began: genen Grausamkeiten, uber wclche (Henrral Baldisscra gerade damals berichtet habe, es für ihre Pflicht gehalten, die russische Regierung zu bitten, die Abreise der Abtheilun auf: zuschikben, und spater dann die rustische Regierung zu crsguckxn, auf die Landung der Abtheilunq in Massowah zu vcrzichien. Diese Erklärun en der italienischen Regierung seien in dem: X_elbenfreundfchaHtlichen Geist aufgenommen worden, aus wclchcm ie hcrvorgegangen seien, und hätten in keiner Wcisc dic yten, _freundschafilichen Beziehungen beeinträchtigt, welchc tx italienische Regierung mit Rußland aufrecht zu erhalten wunsche. Dcr Deputirte Cirmeni cntge nete hierauf, in der Haltung der italieni chen Regierung, wel 8 Sich auf einen Bc- rrxht deß Geycrals auffmann an das rusfi che Rothe Kreuz stuße,l1ege cm Widerspruch, und dies könne nicht dazu bci- Jctrqgen haben, die wenig herzlichen Be iehunacn zwischen
falten und Rußland zu verbessern. er Ünter-Staats-
ekretär Bonin betonte no mals seine Erklärungen und fugte "a: wenn die guten Bezie un en taliens i_i Rußland jemals ahr liefen .in irxzend wel er eise ge tort zu werden, so wer e das “Kcher n cht durch Handlanger! der Ncgierup welcher diese Be iehungen sehr am Herzen lagen, sondern die'- mehr durch den ehler geschehen, eme solche Diskussion, wre die 'e i e u verlän ern. ' . ' jÖe térr31 Vormiiigag 10 Uhr fand m Rq'm m der Kirche San Lorenzo in Lucina die Todtenmeffe fur dqn Kardinal (Halimbcrti statt. Dcrselben wohnten das. beim, Vatikan accreditierte diplomatische Korps und viele italienische und fremde Gele?rte bsi. Dic GocrrW-Geselif aft und das preußische Hstorische Institut hatten prachtvo e Kränze am Sarge niedergelegt. , Spanien.
Die Cortes wurden gestern von dir Königin-Rxgentin im Beisein des Königs, der die Uniform der MilitäIchulc_ trug eröffnet. In der Thronrede heißtes, wie „W. 2.217 beri tet: Zur HersteUung dcs Gleichgewxchis sci es nöthig, bei dem Entschluss, die Einnalirxzen zit vermxhreir, zu_ verharren, obgleich die Umstände dafur mcht gunstig serrn. Neue Opfer würden von den Stcucrzahlerr) verlangt wcrden, diese Opfer würden aber Fir _ Eniwxckeluyg des Reich: thums bciira en. Die „cgicrung sei entschlossen, energisch dcn HZfenllichen Kred1t_aufxccht zu erhalten, und werde die ein egangcnen Vcrbindiichkcitcn, besqndcrs die mit dem ausländißchen Kapital, gewisjenhaft respektieren, olmr die Entfaltung des nationalen Reichthums zu. vergessen. Bei der Ankündigung von Reformen für Cuba wxrd gesagt: Dcr'Auf: stand auf Cuba sei au-debrochen, nicht 113811 die AuLstandischezr eine lokalc Autonomie, soridcrn weil sie die Una hänYigkcit Cubas wol1tcn. Ein Triumph der Aufständischen wür c dlc Zivilisation zuriickdrängcn und den Wohlstand dcs Lartdss gc: fährden: das könncSpanicn nicht dulden. Spanien reiche den Rcuigen die Hand, sei aber vor keinem Opfer zurückgeschrcckt, um seine Autorität aufrecht zu erhalten, und werde auch vor keinem solchen Opfer zurückschrccken. Dic Reformen würden im geeigneten Augenblick zur Anwendung kommen. Der Aufstand nehm? ab und würde schon unterdrückt sein ohne die Hilfe des über die Lage auf Cuba gctäuschtcn Aus: landcs und ohne die chimärischc Hoffnnng der Auf- ständisckicn, dcn Schuß einer Großmacht zu crlan cn. Dic Enttäuschung, welche den Aufständiychen in diescr cziehung werde zu theil wcrden, werde zur Herstellung des Friedens beitragen. Die Thronrcdc kündigt alSDann cinen Gescßcnt: wnrf cm, betrcffcnd die Schaffung ciner lokalenFinanzver- waltung auf dcn Antillen, in welchcr die Rcchic Spaniens würden aufrkcht erhalten werden. *Die Be: zithmgcn zu dem Auslande seien vortreffliche: in der korrekten und freundschaftlichcn Haltung der amerika- nischcn Rc ubiikcn könne ein enges - and erblickt werdcn, welches dicxciben mit Spanien verbinde. Der 5Kräsidcnt und die Regierung der Vereinigten Staaten von 3 ord-Amcrika hätten, troß der Opposition cines Thciles dcs Landes, sich nicht der Freundschaft begeben, welchc die beiden Länder seit dem Brginn dvr Republik verbinde. Die Tbronrcdc kündi : ferner eine Erklärung brziiglici) der Abgrenzung der Bcrßungen Zwischen Spanicn und Japan an nnd spricht fich obcnd über das Heer und die Marine, welchc in Cuba kämpfen, aus. An Gescßesvorlagcn werden in dcr Thron; rede ang-ckündigt: einc Reform dcs chruticrnngsiiescßcs und der Bestimmungen 1":er dic Munizipal- und Provinzial: verwaltung, dic Vrrvoüständigung dcr Außrüstung Ulid dic Vcrmcbrirng der Flotte, dic Einbringun cines außerordcnt: lichen Budgets „ZXT Erwerbung neuer Schiffe und die' Ni: formicrung der rscnalc.
Si_lv_e1a_ und die konsrrvativcn Dissidenten werden das Ministerium bekämpfen, während Sagasta und die Liberalen dasselbe in den Cuba bcircffcndcn Maßnahmcn Unicrjtiißon wcrden.
. In Madrid glaubt man, daß, wrnn (Hencral Wcu'.cr auf scmcr Absicht zurückzntrctcn beharren sollte, der Gouvcrncur der Philippinen Blanco 11 Arenas Marquis von Penner- Viata an scinc Stcüe treten werde.
Amerika.
_?[US Washington erfährt „W. T. B.“, dic spanische Rigierung werde auf Ersuchen dcr Regiorung der Vereinigten Staaten die Vollziehung dcr TodeSurtheilc der an Bord des „Compcdiior“ festgenommencn Amerikaner vcrschiebrn, bis dic Ansichten der Unionswgicrung über die Anwendbarkeit des Vertra s von 1795 und dcs Protokoüs von 1877, auf dicße Fälle erwogen werden konnten. Der Außtausck) dcr Anschauungen zwischen den beiden Rggtcrimgen 111191“ dic Auslegung der bczüglicbcn Vertrags: bciiimmungcn werde einige Wochen in Anspruch nehmen.
Dcr britische Dampfer „Laurada“ ist am Sonnabond von Nierork mit unbekanntem Bestimmungsort in See ge- gangcn. Dcm „W. T. B.“ zufolqc wird in NewYork vcr- muihct, daß_ci11c l*libusticr-Expedition, bestehend aus 100 Cubqrrern mit Wasch, Munition und Dynamit, in Och11“P_psch1 cn bei Montauk-Point auf Long-Jsland auf den “Dampxcr „„aurada“ iibergefiihrt worden sei.
Afrika.
Die Vcrkimdrin dcs Urthcils in der Angelegenheit der Kasse der ofFi'ntlickMn Schuld ist, wie das„Reuter: schcBurcau“ aus Kairo erfährt, neuerdings bis zum 1.Juni vcrta t worden.
ie Lage in Massowal) ist, der „Agrnzia Stefani“ zu: folge, unverandert; der General Baldissera seßt die Unter- handiungcn „mit Ras Mangas a wegen Austieferunq der in Ttgrc _bcsmdlichcn italicnischen efangencn fort. _An Bord des „Archimedes“ sind gestern die ersten Truppen von Maffowah nach Italien in See gegangen. __ Jacobus de Wet, der britische Vertreter in Prätoria, ist von seincm__Poftcn zurückgetreten.
Dcr Präxtdch Krüger hat in einer Unterredung mit dem Vertreter des „Rcuter'schen Vureaus“ in Prätoria sein Erstauncn_ über die am Freitag im englischen Unterhause von amilrchcr Seite erfolgte Vertheidigung von Cecil Rhodes mißgedruckt 11111) erklärt, er hätte gewünscht, anwesend zu scm, um pcrsonlick) die Ausführungen einiger Redner wider- legen zu können, Transvaal begehre mit Allen in Freund- schaft zu, leben, aber _für das letzte Unternehmen gebe es keine VZrtheidigung. Dicxenigen, welche es aUSgefuhrt hätten, mußten auci) bestraft werden.
Australien.
Der in San FranciSco eingetroffene Da fer „Monowai“ hat die Nachricht überbracht: Eingeborene an dem britischen
eil der Salomons-Jnseln hätten mehrere Kau
Md Missionare ermordet. Die Wilden auf ixefrlexnte= likcben Mel Malaita hättey _die Besatzung einer 11 der eu“. li chen g „Nioioge“ ehortgen Schaluppe get diet, IX Pubiana ?eien mehrere aufleute getodtet worden, darunter zwei Franzo en und ein Amerikaner. - wei englische Misstonäre würden vermißt. Man befürchte, da ste ermordet worden seienö Die Missionsstation auf der Insel Tun an sei verlassen wor en.
Parlamentarische Nachrichten.
Die Bcrichte über die gestrige Sißung des Reichs; tages und über die gestrigen Sißungen des Hauses der Abgeordneten befinden sich in der Ersten Beiiage.
_ In der heutigen (89) Si MY des Reichstags welcher der Staatssckrctär des Rei 2";- cha amis Or. (Gra von Posadowskr) und der Minister für &andwirthsehaft 2c. Xi'eihcrr von Hammerstein beiwohntcn, gab der Präsident Freiherr von Buol zunächst den EinganF3 zweier Re: gierungsworlagcn bekannt und zwar dcs escßcntwurfs betreffend die Abänderung der (Heseßc von 1891 und 1895 Über die Kaiserliche Schußtruppe für Deutsch- Ost: nnd Siidmcst:Afrika und Kamerun, und ferner des Handels: Und Schiffahrtsvertrages Mit Japan. Hierauf wurde die zweite Bcrathung dcs Zucker; steuergescßcs bei H 70, der von den Ausfubrzuschüffcn handelt, fortgescßt.
Das Wort nahm zunächst der Abg. 1)1*. Barth, dessen Node bci Schluß des Blattes noch fortdaucrte.
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_ Das _aus der Abgeordneten Wie in der heutigen (70) "ißuna, in welcher der Finanz-Minister 111: Miquel und der Minister für Landwirthschaki ?(. Freiherr von Hammerstein zugegen waren, zunächt die zweite Berathung des Gcscßcntwurfs, betreffend das Ancrbcn: recht bci Ncnrcn: und AnsicdclungSgiifcrn, fort und wicdsrholic dre Abstimmung Überdcn u F 24 _cstcllten Antrag dcs Abg. Gorke, bei welcher sich gcßtcrn dic eschluß- unfähigkeit dcs Hausc's hcrauögcstcllt hatte.
Dcrßlntrag (Borke wurdc gcgrn die Stimmen dcrbcidcn konsorvajtvcn Partoien und cines Theils des Zentrums an- gcizommcn. Danach [mt § 24 rind. Fassung dahin erhalten, dax; cine Nentcnbarikrcritc, soweit 110 getilgt ist, auf Antrag des Eigcnthümsrs rm Grundbuchs gelöscht wird.
Hicrauf wurden die gestern abgebrochene Erörterung über die Rysolution dcr Abgg. von Arnim (kons.) und Gm. und die dazu gestelltcn Anträge der AHF. Herold, Wille- brand (Zentr) und (5,3611. und der bgg. 1.11“. Arendt (fr. kons.) und Gen. forigcscßt.
Dcr Abg. Freihcrr von Hucnc (chtrZ brachte noch folgenden Antrag dazu ein: “_Dxn Einqang cr Resolution von Arnim folgendermaßen zu 7011011: „Die Regierung zu cx- suck)cn, Gescßrutwürfc vorzulcgcn, wclche für Landgüter da, wo bcrrits cntsprrchcndc provinziclle Gewohnheiten vor: handen sind . . .“
Abg. Frcibcrr Von delix; und Ncakirch (fr. kons.) woilic die Ni'solulion Arnim und das Nmsndcmcnt Hsrold der Regikrrmg zur Erwäzrims. üdrrwrissn: cin writcrrr Mcimtngsaustauscb über dich Matcrir cmpfrbls ("UT) sébl'li deshalb nicht, wdil sich keine Parisi dar- übrr bis jcyt einc fx'stc Mkimmg gsbildi't 13.158.
Abi), 1)r. von Herdkdrand und der Lasa (kons.) widerspracko dieser Ansicht und wiinföotc' dis ZNÜWUU dcr Dkbaitc'.
Dic ngg. Frridcrr von uenc ( Duft.) und Knebkl (ul.) schloffen sicb dcm Antrags chliß an.
Abg. Freiherr von Zedli* und Nrukirch erläutertr skincn Ankrag dahin, das:, cr dcn Schw, der Diskussion wünscbi', und daß darauf üdcr dcn Anima srldst _adgestimrxit werdcn soll.
DU“ Antrag auf Schluß der Bciprcckymg wurde abgclchnt.
Aba. Freibcrr Von (5011011611 (antr.) wandte sich untsr wachsendrr Unruhe des Hauses grgen die einzelncn Punkte der R:- soiution Arnim.
Abg. Loticbius (nl,) sprach sich gegen die weitere Ausdehnung drs? Ancrbrnrcckyis aus. Wenn dasselbe der Landwirtbscbaft besondrrs nüßcn würde“, so müßtlu doch die Landestbcils, wo dassrkbe berciks dnrch provinzieilc (Hrwvbnbcit biste'iyt, in Bézug auf die Landwirti- schaxt Zünftigcr dastehen, und das sei nicht dcr Fall.
A*g. Frsibcrr von Huene (Zliitk.) bemerktc, das; ihm die Fassung in dcr Resolution von 2114-1111 „Unter ngrung der pro- rxinzirürn Girddnchten“ nicbt ZMÜJS; man könne das Ancrbenrccht nur da ge'scslick) ciniübrrn, wo es brrriis aus Provinzielier (stobnbcit bcstrhc. Es sei bcdauerlici), daß nichx cine Eingehende Kommissions- bcrathnng iiattgrfundkn babs. Mit Lidkm Votum nacb derResolutidn könnc rie Régikrmxg gar nichts anfcnacn, wkii sis nicht wissen könne, ob ("19 für die bczügiichrn Grfcßrntwürfs Entgkgrnkommen im Hause findkn werde". DLM Punkte drr Resolution, dk!“ fich auf die Fcststcljang einc'r Verschuldungsgrsnzr beziehe, könne er nicht zustimn'e'n, darin (iinirn dic Ansichten weit auseinander chn dcr Antrag GO: 8 nicht angknommcn wäre, würde jeder Käufrr sines Rentcnguts allkrdings gc'nau wiffrn, unter welchen Bc- dingungcn kl“ das Gut übernrbms, nach diesem Antrag könnten abcr wieder beliebig ncue Hypotdekcn aufgrnommcn W(zrden; die Fsstseßung cincr, V:*rschu1dungs,;renze sei wohl ange'me'ffen, aber in dieser ali- chmen Fassuxig könne cr diéscm Théilder Resolution nichtzustimme'ri.
n Bezug auf den [?Sth Punkt wesen drr Bildung don Fidkl- kommiffen müsse man einkn Mittelweg finden, der die LUTJLJCU“ stehenden Intcreffcn versöhne. Er stimme für diesen Punkt, Wenn dazu der Antrag Herold und sein eigener Antrag angenommrn Werde.
( Schluß des Blattes.)
_ Dxm er'renbause ist der Entwurf Links Geseßes, bs- treffend die rrichtung eines Amtßgerichts in der Stadt Zntn, zugegangen.
Entscheidungen des Ober-Veertuugsgerichts.
_ Nicht jeder Gesangs- und deklamatoriscbe Vortrag in Schantlokdlen, der eines höheren Kunstinteressrs entbrbkt und gerverbßmäßig Veranstaltet wird, fällt, nach eincm Urtbeil des Ober-Verwaltqngszerichts, 11. Senats, vom 16. November 1895, unter den Begriff „Tin eltangel', sondern nur und erst bei dem Vorhandensein eines geivi 1en, vom Publikum des betreßenden Orts sebr)" bei der Namengebung empfundsnen Gesammtcharakters; _ N. ver- anstaltet m seiner: Schanflokalitäten gkwerbStnäßig Singspiele, Gesangs“ und deklamawrtsche Vorträge sowie Schaustellun en von Personen und tbeatralisxbe Aufführun en, obne daZIein hößeres Interesse der Kupstrder Wiffenschczst dabe obwaltet. egen einer solchen unter Mitwirkung von San'gerinnen gebotenen Vorstellung wurde er von der Orthemeinde zu einer Lustbarkeitssteuer von 40 .,“ herangezogen-
und zwar auf Grund der am 1. Mai 1895 in Kraft getretenen
' erordnun , nach welcher zu entrichten sind: . SW für esangSy oder deklamatoriscbe Vorträge (sogenannter-
Tin e[.Tangel) und für Theatervorfteliungen in Schanklokalen .. „sofern Frauenspersonen mitwirken _ 40 „M“, Der Klageantrag, die Steuer auf den für Vorstellungen von Gym-
“ nastikern u. s. w. Vorgesehenen Saß von 15 «. berabzusepen, wurde
vom Bezirkßausschuß abgewiesen, weil „nach dem Mimsterialerlaß vom 13. Januar 1895 als sygsnannter Tingel-Tangel die gewerbs- mäßige VergnstaltunL von Smgspielen, Gesangs- und deklamatori- schen Vortragen, S austeilun en von ,Xersoinen oder 1heatralischen Vorstellungen ohncZ höheres wj „Enschafil! 28 oder Kunstiniercffe anzu- sehen sei, demgengaß auch der kaerbebetrieb des Kläaers.“ Auf die Revision des Klagers bob da§ Ober-Veriralfungs sticht die Vorent- scheidung auf, mdkm es; bkgxundrnd ausführte: , [lerdings mag sich eine bestimmte, allgemein „Kultige Dsfinition dieses Begriffes schon unter dem Gxsicbtspunfte nicht geben laffen, daß mit dem Worte nicht an allen Orten dieselbe Bedrutung Verbunden sein wird; wenn aber der Vorderrtcbtsr annimxr-t, daß allge'mein und überall jeder Gesang“ und deklamatorijche Vortrag in Schanklokalrn, sobald er nur eines höherrn Kupsttnteressss entbehre und gewerbsmäßig ver- anstaltet werde, unier jencn chriff falle, so ist das gewiß zu Wkit gegangé'n. Derartige Darbietungen erhalten dir gedachte Be- zeichnung kxtncSrvkgs allgemein obne writeres, sondern nur und erst bkl dem Vorhandensein Links gewissen, Vom ,ublikum schon bei der Namengebung empfundenen Gesammi arakters, dann "freilich aber auch ohne die vom Kläger gewollte Besckyrankux aufeine besonders niedrige, Etwa gerade sitt- lich ansto ig? Gattung. Lediglich von jsncr falschen Begriffs- bkstimmung ausgebknd, dhne erst zu untersuchen und festzustsilen, ob unter den besonderem bier porhandenxn Umständrn Und nach dem Sprachgebrauchs des „Orts, 7ür drn die Steuerordnung gegeben, und an we'lche'm sis erlanrn ist, die Veranstaltung vom ]2. Mai als .Tinqcl-Tangel' zu gelten habe, hat der Vordsrrichtkr sie als solchen binaesteüt, und das führt zur AufHLiximg séinér Entscheidung. Dabei kaun der Umstand, das; die zu weit reichende Definition sich an cinsn Miniite'rialerlaß anlehnt, die Entscheidung ebensowenig stüßsn, wie jsner Erlaß Etwa'VON bindender Bedrutung für dkn Vorderricbter war.“ (111709) ,
Statistik und Volkswirthschaft.
Zur Arbeitsrbrwegung.
35705 Breslau wird der „Köln. Ztg.“ berichtet: Da viele Maurirmrister arif den Lohntarif, den die ausständigrn Maurer und Bauarbeite'r fordern, rinßrben woüen, bsschlossen die Aus- ständigsn, am gestriiren Montag die Arbeit bei aUen Meistern aufzu- nehmsn, welch: die Forderungen bewilligen.
In Dortmund wurds der Aasstand der Schreinsr für bekndet crklärt, da, wie dies Blätter melden, die Forderungrn der Arbeiter tbkilweise bc'wiiiigt wurden und weitere Erfolgr nicht zu erzi-Zle'n sind.
In Dresden babrn die Hutmach€r der „Voreiniairn Hui- fabrik“, wie im .VorwärtI“ mitgrtbeilt wird, wegrn Lohnstrcits die Arbkit nicdcrgelcgt.
In Leipzig sind drr „Leipz. Ztg.“ zufolgét die Sattl-er- gebilfcn in eine Lohnbe-Mgung ein,".ktréten und haben eine Kom- mission zur Aufstrüung eines Lobntariis Lingsseßt. In einrr Ver- sammlung am Sonntag legte die Kommission ihren Tarifkntwurf vdr. Darnach wird gkfordert: 18-10. Mindrstwockorniobn, 9Fstündige Arbeits- zrit, 15 bis 20 0/0 Zuschlag für Stückarbeiten, 25 bis 50 0/0 ZUschiag für Urbkrsiundkn und SonntUgScrrbeit :c.
In Wien Wurden gestern, wie „,W. T. B.“ mkldet, 12Arbkitsr- versammlungen abgehalten zur Besprechung der Vorcxänge vom 1. Mai sowie der vom Abgrordnrtenbause angenommenen Wablreform. Dir Versammlungkn vxrlieien ruhig.
Ju Rotterdam dehnt fich, einer Meldung des ,W. T. B.“ zufolg€,derAusstand weitrr aus; EinigeScbifstntlader arbeiten unter dem Schuß dsr Polizeéi. Gestern Vormittag ist ("1118 Abtheilung Serfoldatkn rxquiricrt words", um drobendrn Nubestörungen vorzubeugrn. Das Kaiwnknl'oot ,Dufa“ und die Offizic're drr Bürgerkrebr [11111611 sich für 011€ Eykntualitatxzi kcrrit. Der Vürgrrmeistrr bat ciné- Bskanntmackdnng ?rlamen, nacb welcbe'r Ansammiungkn Von mehr als fünf Personen vsrboten werden. Auf Anfrage drr Liga der Schiffseniladrr hat ein Arbeitgeber erklärt, er wrrde die altem Löhne writrr 3051672, wenn die Akbkif (;?stsrn Wikdkr aufgenommcn würde; andrrenx'alls werde er, Und zwar viekllicbt für immrr, die Schiffe nach andsrkn Häfen dirigierkn. Die Schiffs- cnilader von Vlaardingen und Maaßlui; haben fich mit denen don Rotterdam für solidarisch €rk1ä:t.
Aus Stockholm wird der „Boss. Zig.“ Jeschricben: Dcr grßßir Theil der Hafc'narbeiter bat dic Arbeit e_ingestrllt; anstatt wie bisher 35 Orte Verlangen fie ji'Bt 50 Oere für die Stands. Für drn Augenbiick wirkt dieser Ausstand läbmcnd auf d€n_ gxrade jCZt sebr lébbaften SchiffZVSrWr; die: Schiffsbesaßungcn hrlsrn einander jsßt gcgenfeiiig, um nicht zum Feiern gezwungen zu sein. , _
Aus Brüsssl meldet „,W. T. B.“, daß der belgische Sozrakistkr- führer Jean Voldcrs nach langer Krankbrit gesiorbsn ist.
Kunst und Wissenschaft.
Die gegénwärtig in dér N ational-Galkrix angcsieUten Werke des verstorbenenMalers Robkrt Wartbmiillrr ,(s. Nr. 102 d. Bl.) haben durch das im Besitze Scinkr Maj-Istät dss Kaiiérs bk- findlicbe Bild „Prkußiscbe (Henc-rale. Vorposten inspizierrnd“ Joch eine wcrtbvoile Vsrmebruna erfahren Das interesante Gemalde bleibt nur bis zum 20. Mai ausgesisüt. Wir machen_wiederholt darauf aufmerksam, daß ein Thcil d€r Bixdér zu vrrkauken ist und der Erlös aus diesen Verkäufen dem Nachlame zugute kommt.
_ Im Verein für dcutschcs Kunstgerverbe wird am Mitt- wvcb, den 13. Mai, Herr Profcffor E. Doepfer d. J. eine-xt Vortrag übkr „Ziele und Zwecke der Glasmalerei für moderne Proianbauren' Halten. Die Sißunq findet im großkn Saale dcs Architektenbauses, 8-1 Uhr Abends, statt. .
_ Jm Königlichen Palast zu Venedig wurde, wic ,W.T. B.“ meldst, gestern eine Ausstellung Von Bildkrn Tirpdlols, welche aus aücn Theilen Italiens gesammelt worden sind, iéisrlrcb
eröffnet. Land- und Forstwßthschast.
Am Königlichen vomologiscben Jnstidut zu ProZkau findet in diesem Jahre wiederum für praktiicbe Gartner, Landwrrtbk», Forstmänncr und sonstige Intercffenten in dsr Zeit Vom 15. bis 20. Juni ein Kursus" über das Wsscn und die' Bckämdiuria der verbreitcfsten Krankheiten unssrer Kulturgrwachxe statt. Gegenstände der Besprechungen und Dcuwnstrajionen sind: ]. Nichtparasitäre Erkrankungen: Verwundungen, Bkbandlung und Heilung dkrselben, Folgen von Ernährungsstörumzen und Witterungs- etnflüffen ( rost, Dürrk). 11._Parasttäre Krankheiten: Phanerogame Parafiten ( istel. Klecseidc, .Klrcteufcl ec.) und5 ilze. Bau und sten der ilze. Durch ilcveranlaßteKrankbciten dcr bstbäume undReben, des ejreides (No 1,5 rand xc.) und sonstiger gärtnoriscber nndlandwirtb- scha licher Kulturpflanzen (Rosin, Veilchn, Kartoffeln, Erbscn, Bo nen re.), sowie Leben und Entwickelung der Krankheitöerreger, Bekämpfung und Verhütung der Krankheiten. “111. Erkrankungsn Und Be[chädi ungen derselben Kulturpflanzen durcb thieriscbe einde (Blattlause, lutlaus. Reblaus, rothe Spinne, Gctreide-, Obst aum- schädlinge 2c.).- sowie Bekämpfung und Vernichtung dieser Feinde. _ Die Tbeilnahme an diesem Kursus ist unentgeltlich. Die Aufenthalis- kosten in Proskau find bei „mäßigen Ansprüchen mit 3 „M taglich bequem zu bestreiten. Vorherige nmelduug ist erwünscht und an die Direktion des pomologischen Instituts zu richten.
Saatenstand in Ungarn.
Wie der. „Wiener Abendpost“ aus Budapest gemeldet wird, besagen die beim ungarischen Ackerbau-Ministerium einawanßenen Be- richte, daß das Wetter während des ganzen Monats Aprik5 und anfangs dieses Mxnats fur die Vegetation nicht gut gewesen sei; der häufige Regen, kubier Wind und Reif hätten die Entwickelung der P anzen verhindert; besonders langsam entwickelten sich die Frühjahrsßraten, welxhe noch zumeist klein seien. Der Stand des Winter- weizenß sei unt Außnabme einzelner Orte mittel und grit mtttei' steüenweisA sei der Winterweizen infolge der Kalte, vergxfbt; am schwachsten stehe derselbe links der Donau und „rn ernißen Gegenden des Alföld. Der Verlust sei aber im all- qewexnen nicht bedeutend. Beim Roggen werde schon ein größerer Nuckkcblasx beobachtet, da er die Kälte nicht in dem Maße wie der Weizen_ abe extra .“11 können; doch dürfe der Stand desselben im aÜgememen auch a s mittel bezeichnet werdcn. Die Wintergerste keime an vielen Orten erst jeYt empor; wo sie schon aufgegxmgen sei, sei drr Stand tr_oß des kü len Wetters befriedigend; an einigen Orten sei die Wintergerste infolge des starken Regens gelb. EtWas brffer stehe der Hafer, welcher sich heuer gut halte. Raps habe viel gelitten, er stehe kaum mittel.
Sagtensiand in Nord-Amerika.
Nach dem amtlichen Saatenstandsbericht des Ackerbau-Depar- temcntsj bktrug, wie dem „,W. T. B.“ aus Washington qe- Mkldék wird, der Durchschnittsstand des Winterweizens am 1. d. M. 82,7 0/0 gegen 77,10/0 am 1. April 1). I., des Winterroggens 87,7 9/0 gkgen 82,90/0 am 1. April d. I., der Wintergerte 89,2%. Der Dyrckzscbmttsstand des Winterweizens hat sich mit uSnabme einiger Distrikte allgemcin gebqffrrk Die mit Baumwolle bepflanzte Fläche hsirggt 87,99/0' und dre anargebene zu bepflanzende Gesammtfiälhe im Vergleich mri der [WWU Ernie 1144/50/0.
Handel und Gewerbe.
In England bestrht seit längerer * eit die Streitfrage, ob und unter welchen Vorausseßungen aus (indische Firnien, welche durch Agenten in England vertreten sind, für dyn aus ihren englischen Geschäften erzielten Gcwinn zur englischen Einxqmmensteuer herangezogen werden können oder nicht. In d1e1cr Sache ist in einem Spezialfall unlängst eine wici)ti_e Entscheidung grtroffen worden.
Das hampagncrhaus Louis Roedcrer in Reims ist in London . durch die A cntcn Grainger & Son vertreten. Der geschäftliche Verkehr ?pielt sick) derart ab, daß die A enten in England Bestellungcn auf Champagner der irma Roedercr suchen und die von den Kunden ertheilten Aufträge brieflich an die Firma in Reims übermitteln. Hier erfolgt die Prüfung der Bestellungen und die Entscheidung über die Annahme oder Ablehnung derselben. Die Versendung der Weine geschieht ab Reims auf Kosten und Gefahr der Be: steUer und mit einer auf den Namen der le teren _ nicht der Agenten _ lautenden Faktura. Die Zahlung erfol t entweder dirrkt an die Firma Roedercr in eims, oder 16 wird von den Achten in London für Rcchnung der gknannten Firma in Empfang qcnommen.
Die Firma Rocdercr wurde vor einigen Jahren in der Vsrson der genannten Agenten von dem englischen Steuerfiskus ur Einkommensteuer herangezogen. In dem von den Agenten ?)iergegen beschrittcnen gerichtlichen Verfahren wurde in zwei Instanzen zu Gunsten des Sicuerfiskus entschieden, da anf seiten der Firma Louis Roedrrer der Betrieb eines Gewerbes in England für vorliegend erachtet wurde. Die nunmehr in leßter Instanz von dem 1101180 01 1-0rr18, als oberstem Gerichtshof, ge äUte Entscheidung ist jedoch zu Gunsten der klagenden genteu ausgefaUen. Dcr Gerichtshof ging lierbci von der Ansickst aus, daß in dem Hier vorliegenden Fall auf seiten der Firma Noederer von dem Betrieb eines Gewerbe.»? in England nicht die Rede sein könne, da sowohl der Abschluß der Verkaufßgeschäfte, wie die Erfüllung derselben nicht in England, sondern in Frankreich _ in Reims _ er: folge. Man könne hier daher nur von einem andelsbetricb der Firma mit England sprechen, welchcr 1]ach er Englischen Stcuergescßgcbung in England nicht stcucrpxlichtig sei.
Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks
an der Ruhr und in Oberschlesien.
An dsr Ruhr sind am 11. d. M. Jesteilt 11857, nicht rechtzeitig «(**:-3111 keine Wa en. „
In Obers lesien smd am 9. d. M. gkfiellt 3362, nicht recht- zeitig ,;cstékit keine Wagén. Zwangs-Versteigerungen.
Beim „Königlichen Amtsgericht 1 Berlin standen am 11. Mai die nacbbezeichnetmt Grundstücke zur Versteigerung: Kreuzbsrqstraße 23, dem Fuhrizerrn Ernst Voß gehörig; Fläche 14,56 11, Nußungswertl) 23 250 5-6; mit dem Gebot von 360100 „ck blieb die Frau Zimmermrister E. Track) 8 zu Schöneberg, Erdmann- strafid 13, Meistbirtendc. _ Rathenowerstraße 75, dem Schneider- m€istec (Chr. Kupfer gehörig; Fläche 9,28 8; Nußun SWerth 12 320 «;ck; mit dem Gebot von 198400 „sé, blieb der irektor Reini). Solitander, Wilhelmshöhe 8, Meisibietender. _- Quiyowstraßc 117, drm Bauunternchmer AUF]. Kunow ebörig; TYlächxs 3,28 &" Nußungswsrtb 4600 «48; Meiibietcnder bieb der ? entier Ed. Rickmann, Sikmc'nsstraße 4, mrt dem Gebot von 72000 .“ ____
Ausweis über dsn Verkehr auf dem Bsrliner Schlacht- Viehmarkt Vom 9. Mai 1896. Auftrieb und Marktpreise nach Schlachtg€wicht mit AuSnabnie der Schweine, welche nach Lebend- xxewicht gehandelt werden. Rinder. Austrieb 4277 Stück. (Durch- schnittsvreis für 100 kJ.) [. Qualität 108-1131- 5/16, 11. Qualität 96_106 „ckck, 111. Qualitat 84_94 „M, 117. Qualitat 70_80 „ii _ ScbWLine. Auftricb 7301 Stück. (Durckpschnittspreis für 100 1:3.) Mecklenburger 80 “M, Landschwcine: a.. gute 76_78 „FC, 1). e- ringer? 72_74 „16, Galizier _,_ «jk, leichte Ungarn _,_ „sé e 20 % Tara. Bakonyer _,_ „4- bei _ kx Tara pro Stück. _ Kälber. Auftrieb 1377 Stück. (Durchi'kbnittspreis für 1 kg.) 1. Qualität 1,08-1,18 „FC, 11. Qualität 0,90-1,06 „M, 111. Qua- lität 0,78_088 „(ck _ Schafe. Auftrieb 11273 Stück. (Dur - schnittsprkis (ü: 1 rm.) 1. Qualität 0,86_0,94 .“, 11. Qualitt 0,80-0,84 s“, 111. » nalität _,“- «(ck
Verkehrs-Auftalten.
Brsslau, 11. Mai. (W. T. B.) Der seit dem 5. d. M. auf der Stkkckk Deutsch-Wette_Groß-Kunzendorf eingestellte Betrieb wird am 14. d. M. wieder aufgenommen.
Kattowitz, 11. Mai. (W. T. B.) Amtlich wird bekannt ge- macht: Morgen, den 12. Mai, wird um 10 Uhr Vormittags der Vollbetrieb von Ratibor bis Kurbelna wieder aufgenommen werdsn. Wiederaufnahme drs Betriebs auf der ubrigen Strecke bis Troppau ist voraussichtlich am 16. d. M. möglich. _
München, 11. Mai. (W. T. B.) Zwischen dem preußisZen Eissnbabn - Ministerium und der General-Direktion der bayerts en Staatsbabnkn ist nunmehr eine Vereinbarung getroffen, wonach vom 1. Juni ab am ersten und driitrn Sonnabend jeden Monats Ver- günstigungen für denBesuch derAusstellungen in Berlin und Nürnberg gewährt werden. An den genannten "Tagen sollen
Rückfahrtkarten mit zehntägige: Gültigkeit zum einfaiben Fahrpreise nach Nürnberg bezw. Berlin außgegeben werden. '
Bremen, 9. Mai. (W. T. B.) Norddeutseber Lloyd. Der Reichs - Postdampfer . reuÉen" ist am 7. Mai Abends auf der Wes er angekommen. er cbneUdampfer .Werra“ ist am“ 8. Mai Morgens in NeMel angekommen. Der Fostd er .Wittexkind“ hat am 8. ai Mittags Prawle Po ntIZas t. Der Retcbs-Postdampfer .Darmstadt' hat am 8. Mai o:?ens die Reise von Genua nach Soutbam ton fortgesetzt. Der R 12S- Postdamvfer „ Sachsen “ tft am 8. ai Nachmittags in Colom o angekommen. '
_ 12. Mai. (W. T. B.) _ Der Postdampfer .Rosand“ ift
. Abends in Baltimore angekommen. Der Reitho- Yostdampfer „KarlSruhe“ ist am 10. Mai Nacx-mittags in baani axigekommen. DerFostdampfer „H. H. „Neier' ist am 9. at Mittägs von New- ork nach der Weser ab € an en. Der Neichs-(Yostdampfer „Prinz Heinrich“ ist am 11. Ma? or- mittags in uez angekommen.
Hamburg, 9. Mai. (W. T. B.) amburg - Ameri- kanische Packetfabrt-Aktien-Gesells aft. Der Schnell- damptferff ,Normannia“ ist gestern Nachmittag in New - York einge ro en.
Triest,. 11. Mai. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Achilles“ ist heute Abend aus Konstantinopel bier eingetroffen.
London, 9. Mai. (W. T. B.) Der Castle-Dam fer „LiSmore Castle“ ist Donnerstag auf der Heimreise von ap- stadt abgegangen.
London, 11. Mai. (W. T. B.) Der Castle-Dampfer „Garth Castle“ ist Heute auf der Heimreise in London angekommen. Der Castle-Damvfer „Donne Castle“ ist Soun- abend auf der Außreise von Southampton ab egangen. Der Uniondampfer .Gaul“ ist gestern auf der AuSreiJe in Kapstadt angekommen. Der Uniondampfer „Mexican' ist Sonnabend auf der Heimreise in Plymouth angekommen. Der Uniondamvfer ,Atbenian' ist am Sonnabénd auf der AuSreise von Southampton abgegan en. Der Uniondampfér .Guelyb“ ist gestern auf der Heimreiße von den Kanarischen Inseln ab- gegan en. '
otterdam, 10. Mai. (W. T. B.) Niederländisch- Amerikanische Dampfschiffabrts - Gesellschaft. Der Dampfer .Edam' ist Sonnabend Nachmittag in New-York angekommen. Der Dampfer ,Werkendam" ist Sonnabend früh von New-York ab EIMER
_ 11. Mai. ? . . B.) Der Dampfer „Spaarndam' ist gestern früh in New- ork angekommen.
_ 12. Mai. (W. . B, Die Dampfer .Maasdam' und “ .Schiedam“ haben heute früh Lizard passiert.
Konstantinopel, 9. Mai. (W.T.B.) Auf dem (Ergänzungs- netz der Anatolischen Eisen,!)abn Eskifchebir_Konia ist heute die Strecke, Akschebir_Jlgbtn, 57 1200, eröffnet worden. Das gesammte BetriebSneß der anatolischen Bahnen beträgt demnach jeßt 906 km. Die Eröffnung der Cndstrecke bis Konia mit etiva 110 km wird für Monat Juli erwartet.
Theater und Musik.
Königliches Schauspielhaus.
Herr Aloys Weyrautk) er, der als Gast der Königlichen Bühne am Freitag den ,Narciß“ in Brachvogel's gleichnamigem Trauer- sviel erfolgreich dargesteklt hat, „ab gestern den Franz Moor in Schiller's „Räubern“ im anan mit acbtbarem Gelingen; denn auch gestern bewies der Gast, daß er ein viel- séitig beanlagter und überlegender Schauspieler ist. Die Außdrucksfähigkeit feines Mienenfpiels und seiner Stimme kam ihm bei der _Verkörperung des Franz gut zu statten. Die Rolle war einheitlich er aßt, aber nicht überall eigenartig heraus earbeitet. Weise Mäßigung it bei dsr Verkörperun einer excentrißchen BöFwichts- fi ur, wie die des ranzMoor, gewi geboten, aber immerhin ätte die damonische Ruchlo gkeit, Tücke und Hinterlist, die in seiner Seele hausen, äußerlich schärfer gekennzeichnet werdxn können. Sehr glücklich traf der Darsteller den Ton des yerstandcxstnaßiJ3 grübelndsn und philoso bi- renden Bösewichts, und erschütternd war ie Charakteristik des in se ner Gewiffenßnoth Hilflosen nnd Verzweifelnden. _ Herr Matkowskv als Darsteller des Karl Moor und Fräulein Poppe als Amalia ver- diene'n für ihre bedeutenden künstlkrischen Leistungen aufs neue be-
sondere" Anerkennung. _ Schiller-Tbeater.
Franz Von Schöntbarx's yieraktiges Lustspiel „Das letzte
Wort“ schien bei seiner Eritaufiührun im Schiller-Tbeater am
Estrigen Abend dem Publikum vvrtreffli zu Zefallrn. Viel lä t ch uber dicses lediglich dem Unterhaltungsbcdürfntß dienende Stü n cbt sagen, der Faden der Handlung ist recht dünn, und die Figuren sind mehr oder minder nach der Schablone gearbeitet. Aber nach den ansprutbs- voÜeren klassischen Dramcn Verlangt das Publikum einer Volksbühne auck) nach einer leichteren literarischen Kost und solange die e von Fri- dolität fre'i bleibt, dürfte gegen ihre Vcrabrei ung ni ts einzu- wenden sein. Die Sache in dicsem Sinne aufgefaßt, bat die Direk- tion auch bier wieder die rechte Wahl zu treffen gewußt. Die mit- wirkenden Damen Lanius, Ledermann und Kraus lösteti tbreYufgaben aufs beste, Ebenso die erren Laurence, Walden, Felix, Winterstein und Reimann. Cin s _arfumYsene Charakterzeichnung schuf Herr Paul Pauly als Kanzlei-Ratb erlach.
Residenz-Tbeatxr.
Vorgestern Mittag fand die mehrfack) binauSgescbobene fünfte Versa Saufiübrung des .VerétrZSProbebübnc' statt, Welcher, wie der za [reiche Besuch zeigte, großes Interesse entgegeygebracbt wurde. Zur Aufführun gelangte zunachst eine Plauderei in etpem Akt ,Die
eiden Do toren“ yon Edela Rüst, em zwar an sich anspruchsloses Werk, das aber durch die Kunst der Darsteüer Blut und Leben genug ewinnen könnte, um den Zuksckpauer eine Weile recht angenehm zu unter alten. Unter den dazu auSer orenen Darstellern wäre nur dem Fräulein Illing vom Schiller-Tbeater dieß Kunst nacbzurühmen' sie spielte die Rolle des räulein 1)r. dw Nauen, praktischen Äerztin, mit _Anmutb und ewandtbeit un , wo es erforderlich war, mit Herzenswarme. Leider wurde sie von den übri en Mitwirkenden gar nicht unterstüßt. Dem Einakter folgte eine dreiakt ge Studie aus dem Leben der wandernden Schauspieler „Die Faxen- macher', das Erstlingswerk von Kaercrckmeister, einem, wenn wir nicht irren, für das Theater, des Westens verpflichteten jungen Schauspieler. Das Stück, erwies sich als eine Talentvxobe ersten Ranges; wenn nicbt aUe Zeichen trügen, so haben wir s ater von seinem Verfasser noch Bedeutendes zu erwarten. Hier zei nete der Griffel des Realisten mit sicheren Umrissen wirklich einmal Zustände, wie sie tbatsächlicb existieren: das Elend und die Verkommenbeit einer wandernden Schauspielertruppe. Keine künstlich zusammengefügte und mit einem Schein der Wirklich- keit umkleidete Theorie bildet die Grundlage , auf welcher sich die interessante und spannende Handlztng aufbaut, sondern die unübertriebene Wahrheit. Jenes Komödiantentbum ift schon oft Gegenstand literarischer Bearbeitung gervesen, meist aber in humo- ristischer oder karrikierter Form; den tieFen Ernst der in dem Stoffe lirgt, hat noch keiner so wie Wer meister erfaßt, außer Einem, und jener Eine ist - , kein Geringerer als Goethe in seinem Roman „Wilbexm Meister“. Etwas jenem lm- vergleichlicben WerkeVerwandtes *tecktm dieser neuen Arbeit, ja sT:
in den Gestalten die der Diähter uns vor An en führt, o ne daß er sich vieaewöt selbst deffen bewußt wurde. ein jugend!" Liebhaber ns Feyerabend, der aus Liebe zur Kunst und mit ibm dealen er llt zur Bühne ebt trät manche von den MV:- de! oetbe'scben Helden; Mißi is er, d_e Soubrette, ähnelt der [WU?- und selbst Mignon, das in einer luderlichen und _ lastet affen my- ebung unverdorben gebliebene Naturkind, tritt uns in 'der Met der „?Lorgenannten bier entgegen. GEspielt wurde zum größten Theil «uj- gezeichnet. Herr Fricke gab den Hans Feyerabend mit BMW