1896 / 119 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 19 May 1896 18:00:01 GMT) scan diff

*" können. Inden ersten Stunden blieb die Marscbkolonne unbeläftigt. ““ «';-gen Mittag erbkelt die Spi e Feuer, und wurde auch in die'JTräger iueingesrhoffen. Nach dem asüeren eines auf einer Höhe gelegenen

.orfes bekam die Avantgarde heftiges Feuer, welches erwidert wurde.

, Marsch wurde darauf fortgeseßt und wurden Seiten atrouillen vorgenommen. Hierdurch wird bei dem dichten Bus der ormarsch ebe verzö ert, und ich bemerke im voraus, daß teh e_itenpatrouillxn mmer dann entsendet habe, wenn besondere Umstande es nötbtg erscheinen li en. Wir elangten erst um 5 Uhr Abends nacb Bromogx, wo uns an an der afferstelle Feuer empfing. Dort blieben war während der Nacht. _

Am 11. früh erfol te unter feindltchem Feuer der Abmarsch von Bromoge. Gegen 8 U r Vormittags kamen wir in die Nähe des Dorfes von Omb amiffoko. Hier wurde noch im Wald der Zug des Unteroffiziers er aus der Marschkolynne rechts heraußgenommen und gegen die wahrscheinliche Rückzuaslmie de_s eindes _entsendet.

wei andere üge wurden in der Front entwtcke t. Wabrenddem

örten wir, w e die Kriegstrommel des Ombasamiffoko [eine Leute um Kampfe berheirief. Die in der Front vorgehenden Zuge xaqden keinen Widerstand, wohl aber feuerte der Zug des Untero zters Müller auf die Yaündes, die nach kurzer Gegenwehr die Flu t e_r- ariffen. Diesseits hatten sich 2 Soldaten durch Hmeingerathen m FaUgruben verleßt. _ _ _ _

Das Dorf des Ombajamiffoko wurde nunmehr fur em langeres Verweilen eingerichtet und die vorhgndene umfanngi e Fenz, der leichteren Bewachung wegen, verklemert und versta t. Um nun Ombasamiffoko gründlich zu strafen, befchloß ich, mehrere Tage_ hier zu bleiben und durch Patrouiüen, die zu aUen Tangzeiten entjendet wurden und auch uber Nacht ausblieben, detxt Fernde Ahbrucb zu thun. Erst am leßten Ta e stöberte die Patromlle des farbtgen Feld- webels Zampa' das Verteck des Ombasamiffoko auf, der dem Anschein nach bereits Noth gelitten hatte. Es fandsn sich in diesem Versteck keine Nahrungsmatel, _ nur abgenagte Knochen lagt-n herum. Vieh schlachtet bekanntltch der Schwarze nur in gwßec Noth. Dic Davoncilenden gertetbetx ber lbkkr weiteren [ncht in das Feucr einsr anderen PatromÜe, wYLche ihnen Ver uste an Menschen und Vieh beibracbte. Daz? Medrzzn- born des Ombasamissoko wurde bikrbei erbeutet. Jeden Abend lteß ich auf der vorgefundenen Palawertrommel austrommeln, Ombasa- miffoko sei an dem ganzen Kxiege schuld: nun sei [ein ganzer Befiß vernichtet und Keiner solle :bm Unterkuxtft e_wabren._ Da der Häuptling bei seinen Landsleuten nicht beliebt em 1911, 1st ck nicht ausgeschlossen, daß ihm seine eigenen Leute Verlegxnhetten beretten.

Am 15. wurde dor Marsch nach dem Njong angetreten. Die am Njong wohnenden Elamas, die xnit jbren Kanus da_s Uxberseßen besorgen, batten zur Zeit dem Premm-Lteutenant Bart1ch_ tromxpeln lassen, daß fie keinen Krieg wolken. Ick) verschonte daer 1518 Dorfer und fianzungen, obgleich keine Kanus zur Stelle waren, da sie wahr- schein ich gezwun en die Kanus versteckt hatjen.

Als das 111 tgefübrte Faltboot mit vier Soldata-n sich nun dem rechten Njong-Ufer nähert? - der Fluß ist an der Stelle uber 100111 breit -, Wurdc von dort ein überaus heftiges FeZuer abgkgxben. _Dxr am diesseitigen Ufer dazu bereit gest-lete Zug erwidexte 0091611)? 101011, auf den ulverraUÖ zix'lend, und raumte der Fetnd tn Zurzer Zett seine Ste ung am Fluß. Der das Boot fübrxnde farbt e _Unter- offizier Capsteif batte, obschon das Fahrzeug _dretmal von e1choffen durchlöchert wurde, fich vom Weiterfabren mcht abb_alten _laffen u_nd war der Erste am Zenseitigen Uerr. Hier hatten dte_ YaUndes, x_m Busch versteckt, aus tarken Baumstämmen Schüßepstande _erbaut, _m die fie Scharten eingeschnitten hatten; _da fie ]Sdocb bterzu metst trockenks Holz genommen hatten, waren dte Deckungen schon von den Geschossen des 111/71 glatt durchschlagen woxden. _

Da beim weiteren Suchen nur em obendrein schadhaftes Kanu gefunden Wurde, so hielt_ das Ueberssßext lange auf. Erst am späten Abend bsfand fich dre ganze Expedition auf dem rechten Ufer, wo in dem Ort Atenagegaqua das Lager _aufgescblagen wurde. In der Nacht hörten wir wieder überall die Krtegstrommeln.

Beim Vormarsch am 16. wie auch in den nun folgxnkewTagen fanden wir häufig Fußangeln, Fallen und allgruben, drs 1119111 von den Sokdaten entdeckt und unschädli _gema ! Wurden. _

Bei dem Orte Esumbalumu er telt der Awantgaanzug bcfttges Feuer. Ohne dasselbe zu Erwidkrn, wurde der O_rt im Zl'karkch-Macsch genommen. Bei der Verfolgung verlxtzten fich emige Soldatkn Y_urxb die oben erwähnten Fußangeln. Wrr vsrblteben 119.11 :ck; 1-. 111 diesem Dorf. _ _ _

Am 20. erreichten wir ung€stört Abkkensxbama, wo wtr unbelast1gt blieben. Auch unsere Patrouiüew batten mchts gefynden. Abends trommelte uns der Feind aus werter Ferne, daß er kampfen wolle.

Schon früh am 21. bekam die Spiße mehrere Male Feyer. _Als darauf der Avantgardenzug Vor dem rößeren Ort Umhudu em kleines Dorf passiexte, erhielt er heftiges lanénfeuer. Dre so_fort daxauf losgehenden Soldaten wurden d_urch eme un Busch errtcbtete Fenz aufgehalten und einer stürzte in eme Fallgrube, obneiedocb Schaden zu nehmen. Infolgedessen entkam dort der Feind ohne Verlust. Unmitxelbar darauf wurde der Marsch fortgesexzt. Als nun der Weg,nachdem er la_ngere Zeit knietief durch Wasser gin , im dichten Busch steil bngan_fubrte, erhielten wir von der rechten eite aus unmittelbarer _Nahe em recht lebhaftes Feuer. Dasselbe kam nicht unerwartet da 1ede_rmann den Angriff an dieser Stelle ahnte, und Wurde es_ sofoxt erwidert. Vox der unmittelbaren Verfolgun schüyte dM Fexnd em wiederum _im Busch errichteter Zaun. S on am 22. hatte :ck durch eme Patrolee Na richt zur Station Yaünde gesandt. Tags darauf kam _dte Me dung des Stations-Asfistenten Rabisckyon zurßck, daß die Stqtzon wohlbehalten sei, auch zur Zeit, wo das anucken der Expedition bekannt sei, dringende Gefahr nicht mehr vorliege.

Am 26. erreichten wir nach ganz kurzem Marsch dj_e leyxe größere feindliche Ortschaft olitov. Hierhin lteß 1ch_den Hauptlmg Amba bolen, der fich auch cbnell mit ]cinen Kriegern cmfan_d. In Aantraxbt seiner der Station geleisteten Dienste be_schenkte ich 1511 sehr rsrchluh. Am 27. zog die Expedition in der Statton Yaünde em.

Die Station war in der erstey Zeit nach dem Abmarsch des remier-Lieutenants Bartsch nicht belustigt worden. Doch hatte 1731 tations-Asfistent Rabischon durcb Lonu und Amba erfahren, daß d_te

Vogebetschi die Station vernichten wollten. Ende Januar wurde enz zur Station gehöriges Bakokoweib bei der Gartknarbeit von den Vogebetsch1 getödtet. Am 31. kam Amba mit seinen gesammten Kriegern zur St_ation und überfiel dann in der folgenden Nacht die anrückenden Vogebetscbt. Er erbeutete hierbei vier Gewehre. Nach dieser Zei_t versuchten die Vo ebetscbi viermal vergebli des Nachts die Statton in Brand zu ste en. Das Erscheinen der _.xpedition bat größkre Untcrnebmungen, die yon dcn gesammten Aufständischen gegkn die Station beabfichtigt waren, vereitelt. Dieselben soUen schon eingeleitet gewesen sein. Zwei Tage nach Ankunft auf der Station kamen bereits die noch nicht bestraften Häuptlinge der Vogebkla und Jetudes, um Frieden zu

ttten.

Die Vogebetschi hingegen, die sich auf ihre Berge zurückgezogen batten, ließen saFen, daß sie kämpfen wollteq. Um nun die Vogebetschi zu isolieren, bew lligte ic? diesen einen billigen Frieden. Daß ihnen auferle e Vieh ist in urzer Zeit gezahlt worden. Den Hauptling Amba eauftragte ich, bei den bestraften Yaündes Erkundi unJen ein- zuziehen, ob e weiter Krieg haben wollten. Der Unxerh nd__er, der nördlich des jon angefragt batte, kehrte am 4. Marz zuruck mit der NaFricht, da alle nunmehr Frieden haben _wouten. Jch habe daher a e diebe Hauptlinge, fünf an _der Za [, tn MY Tagen_ zur Station beste 1. Der Unterhänder fur das e_biet südli des N1_ong ist noch nicht zurückgekehrt. anWtschen habe tcb am 2. mit m_ner kleineren Abtheilun das Gebiet der _Yo ebetschi rekognoscrert und will in den sten Tagen die militarts e Aktton ge en e _be-

innen. Sie sollen 300 Krieger haben. Ick) glaube, daß d ese ktwn n a t T en beendigt sein wird. Für_ gute dauernde Friedens- abscblüffe ba te ich noch ein längeres Verwnlen der Schußtruppe im Yaünde ebiet für nötbig. _

Un ere Verluste betragen inSgefammt _4 schwer- und 8 letcbtver- wundete Soldaten und 1 1chwera und 2 letcbtverwundete Trägkr. Der

Gsund iWu and der Weißen ist ein guter. Die Verluste des Feixweshixln'vz efrtheblicber.

Oesterreieh-Üngarn.

Der Erzherzog Karl Ludwi , geboren am 30. Juli 1833, dritter Sohn des am 8. ärz 1878 verstorbenen Erzher ogs Franz Karl und_ dessen am 28. _ Mar 1872 verstor enen Gemahlin Sophre, geborxenen PrmZesftn vgn Bayern, der 'üngere Bruder_ des Kaxsers, tst eute fruh 6 Uhr 45 inuten in _Wtetz verschreden. Derselbe war in erster Ehe mit der Prmzessm Margqrethe von Sachsen, in zweiter mit der Pripzessm L_lnnuncrata _von Bourbon: Sizilien und in dritter mtt der Prmzessm Maxta Therefia von Bra an a vermählt. Der zweiten Ehe _smd entsprojxen: der ÉrzZerzog Franz Ferdinand von Oe_fterrerch-_Este, der r_z- erzog Otto Franz Joseph, vermählt mtt her mezessm Marxa oxepha von Sachsen, der Erzherzo F?rdtnand Karl Ludwrg un die Erzherzogin Margaretha ophta, vermählt mßt dem Herzog Albrecht von Württemberg, der dritten (_Hhe dze Ers- herzogm Maria Annunciata und die Erzherzogn) Eltsabxt Der verstorbene Erzherzog war Inhaber des_ dsterretchtsch- ungarischen Ulanen:Regiments Nr. 7, _des pxeußtschen Ulanen- Re iments (Graf zu Dobna_ (ostpreußtsches) Nr. 8 und des rusHischen 24. DragonerRegxmentS. _

Der Erzhexrßog erkrankte, dcm gestern ausgegebenen Bull_ct1n zufolge, im » onat März 11. J. an einem ruhrarttgen Darmkatarrh (1431113111318 1011101113115), welcher, beglettet von intercurriercndcm Fieber, einen schleppenden Verlauf nahm. Troßdem die Darmfunktion anscheinend allmählich wieder normal wurde, trat unter wiederkehrendcm Fieber als Folge- zustand der Darmläsion und mangelhafter NahrungMufsaugupg eine fortschreitende Abma er_ung und Abnahme der Kräfte em, welche sich in der 123th ett zu der bedrohlichen Erscheinung von Herzschwäche steigerten. Nachdem der Kaiser bereits gestern „Vormittag dem Erzherzog cinen Besuch abgestattet Zarte, traf gestern Mittag auch dl? Kais e rin aus Lainz zum

esuch ein. Da sich das Befmdew des Erzherzogs ver- schlimmerte, so wurde Höchstderselbe Mitta s mit den St-erbe- sakramenten versehen. Gestern Abend am die erzogin Albrecht von Württemberg in Wien an und begab fi , sofort in das Palais ihres erkrankten Vaters, öchstwelcher bei vollem Bewußtsein in wenigen ortcn die Freude äußerte, die Tochter wiederzusehen. Um 9 Uhr Abends war dcr Schwächczustand des Erzherzogs etwas geringer, das Befinden jedoch äußerst bcsorgmßcrregend. Unaußgescßt er- schienen Mttglicder dcs Kaiserlichen Hauses, um sich nach dem Be- finden des hohen Patienten uerkundigcn. (HegenJUYr Abends traf der Segen dcs Papßtes ein. Der ErzherzogLudwig Victor, der um 10 Uhr im Palais ankam, brachte die Nacht daselbst 11. Heute früh um 1Uhr fuhr der Kais er vor dem Palais cs Erzherzogs Karl Ludwi vor, begab fich sofort in das Krankenzimmer und verblieb dakzclbst bis 41/2 Uhr Mor ens, worauf Allerhöchstderselbe sick) zurückzog, da der Ausspru dcr Aerzte lautete, die Agonie könne noch viele Stunden dauern. Der Kaiser erschien zwischen 7 und 8 Uhr neuerdings im Palais, wo er die Nachricht von dem soeben erfolgten Hin- scheiden des Erzherzogs erhielt. Der Kaiser suchte die Wittwe und die Hinterbliebenen dcs Verblichencn zu trösten. SeiUe Majestät kshrte um 81/4 Uwr in die Hofburg zurück.

Die Blätter brachten die TodeSnachricht durch Sonder: ausagaben zur Kenntnis; der Bevölkerung, indem sie die auSgezeichneten Eigenschaftcn des _Geistes und Herzens des Vcrblrchcnen hervorheben und dre innige Theilnahmc für den abermals schwer gsprüftcn Monarchen und die Hinter- bliebenen dcs Erzherzogs, insbesondere für dessen hoch- herzige Pflegerin, die ErzherÉgin Maria Theresia aussprechen. Eine SonderauSgabe der „5 jener Zeitung“ betont den that- kräftigen Antheil dcs Vkrblichenen, der vom Kaiser ofx mit der Erledigung von Staathesckzäften betraut worden, an der Entwickwng des Vaterlandes. So oft es sich gezeigt habe, was Oesterreich an Werken des

risdens und der Arbeit zu _leisten vermöge, habe Erzherzog arl Ludwig, der fich selbst scherzend den Ausstellungs- Erzher og genannt, sördernd an erster Stelle gestanden. Die ünste und Wiscnschaften vcrlören an ihm einen be- cisterten Förderer; ein herzlicher Gatte und liebevoller Vater Zei mit ihm dahingcgangen; alLe Völker der Monarchie seien he_ute wie eine Familie geeint im Schmerzc um den Ent- risenen.

An Stelle des Erzherzogs Ludwig Victor wird sich der Erzherzog Eugen zu den Krönungsfeicrlichkciten nach Moskau begeben.

Das ungarische Unterhaus nahm gkstern dieWahlen der zu den Delegationen zu entsendenden Mitglieder vor. Der Wührer dcr Nationalpartet Graf Apponyi erklärte, in diesem "* ahre auf ein Delegationsmandat zu verzichten. Hierauf begann die General-Debatte über den Gcseßentwurf, betreffend die Errichtung von Verwaltungsgerichten. In der heutigen Sißung widmete vor Eintritt in die Tagesordnung der Prä- sident von Szilagyi dem hingeschiedenen Erzherzog Karl Ludwig einen warmen, pietätvollcn Nachruf. Das Haus beschloß, dem allgemeinen Schmerz im Protokoll Aus: druck zu geben, bei der Trauerfeier zu erschemen und über die Art, wie seiner PietätAusdruck zu geben, in der morgigen Sißung zu beschließen. Zum Zeichen der Trauer schloß das Haus damit seine Sitzung. _

Der __Finanzausscbuß hat den Geseßentwurf, betreffend die (Hewä rung der Steuer: und Gebührenfreiheit des Buda- pester 50 000 000-Anlevcns, angenommen.

Großbritannien und Irland.

Jm Oberhaus e beantragte gestern der Premicr-Ministcr Lord Salisbury die Vertagung des auses vom 21. d. M. bis zum 8. Iuni.-JmUnterl)aus e er lärte der Staatssekretär für die Kolonien Chamberlain: der britische diplomatische A ent in Prätoria de Wet habe ewünscht, aus Gesund- heitsrücksichten sofort aller amtli en Arbeiten enthoben zu werden; infol e dessen sei der Advokat Cloete zeitweilig zu de Wels Nach?o_lger ernannt worden. Die Regierung b_e- abfichtige keinen defmitivcn NachfolÖer zu ernennen, bevor ste Gele enheit gehabt habe, mit dem ouverneur der Kapkolonie Sir lHerkules Robinson darüber zu berathen. Die Regierung habe keine Nachricht über ein endgültiges Erkenntnis; gegen die Gefangenen in Prätoria. Howard Vincent fragtx, ob BerickTtLe von den Konsuln aus Deutschland über dte taatliche nterftüßun des Exports werälischer Kohlen nach

ondon eingegangen ?eien. Der Präfi ent des HandelSamts

Ritchie erwiderte, er habe die Berichte der Konsuln in Berlin

„scheinlich sei; auch sei es zweixel

und Düsseldorf erhalten; dara_us ge e nicht hervor, daß in Pxeußen eine staatliche Unterßußun es Kohlextexports wahr-

Faft, ob Letchtecschiffe von 700 1 Gehalt für diesen Berke r auf dem Rhein verwandt

werden könnten. Frankreich.

Am 26. d. M. wird der Finanz-Minister Cochem) der Budgetkommisfion den Steuerxeform-Entwurf vorlegen, Nach dem Entwurf soll das Etnkommcn nach yerschiedenen Kategorien besteuert werden; besonders wird darm das Ein- kommen aus Arbeit geringer belastet, als das_ qus Kapital. Auch die franzöfische Rente_sol1, gleich den ubrtgen Werth: papieren, eincr vierprozenngen Steuer untetworfe__n werden, je_do__ch vom Stempel und der UebertragunJSgebuhr befreit b ei en.

Um den mit dem Rücktritt des Herzogs von Audi ret: Pasauier von seiner Steüe als Präfident des royalistichen Comités in Zusammenhang stehenden (Gerüchten von Zwistig- keiten mit dem berathenden Zentralcomité die _Spiße abzxp brechen, läßt der Herzog von Orléans hen Brte veröffent- lichen, welchen er an den Her og von Y_udtffret- asquier

erichtet hat. In diesem riefe sprtcht der Herzog seine Derwunderung über die schlechte Aufnahme aus, welche der Plan der Arbeiter, dre Anhänger des Prinze_n_ seien, bei dcm Comité gefunden habe, der Plan nämlich, auf den Namen des Prinzen eine Wahlkundgebung in Cholet u veranstaltcn. Man müsse _ wählen zwischcn__ einer Zloßen Andeuiung der Moncxrchte und der_ Vethatigung derselben. Der Prinz spricht s1ch in dem Briefe gcgen cine abwartende Haltung aus und erklärt, er würde glücklich ge: wesen sein, die Wahlstimmcw ayf seinen_ Namen abgeben zu lassen und dadurch die Nichttgkctt Her thorichten Legen_de von der Unvereinbarkeit ch monarchxstischcn Rechts mtt dem Wahlrecht darzuthun. Es würde Lhm nicbt mißfallen, selbst ein Beispiel von Annäherung zu geber) und mit seiner Person den Beschuldigungen, wclche gegen 016 Monarchie ausgeni'xßr würden, den ersten Schlag zu verseßcn. Der Herzog billigt es fcrner, daß der Prinz Heinrich von Orléans Yen Orden der Ehrenlogion angenommen habe, denn er selbst mochte nicht, das;, falls er zur Herrschaft gelangen solltx, gute Bürger srch weigerten, wcgen iHrer republxkanischen (Hesmmmgen dicse Aus: zeichnung aus seiner Hand anzunehmen.

Die konservativsn Blätter billigen cixastixnmig den Brief des Herzogs von Orléans; ste konstattcrcn, daß derselbc cin bsmerkcnswcrther Akt sei, durch welckcn der „Herzog gegenüber der öffentlichen Meinung energisch tellung nchme. Die republikanixchen Zeitungcn_glauben, der Brief könne nicht die gering tc Beunruhigung fur die Zukunft der demokratischen Institutionen cinflößcn. Dcr „Gaulois“ nennt den Brief des Herzogs von Orléans den vollkommensten Ausdruck der nationalen nglcichcnden Monarchie, die alle Franzosmr, ob Royalisten oder Bonapartixtcn odcr Republi- kaner, wünschen könnten. Die bonapartisttschc „Autoxité“ legt dem Brief gleichfaUs eine gewisse Bedeutung bet und wunscht, Prinz Viktor Napoleon wäre von gleichem (Heist bc: scelt. Der „Figaro“ dagegen meint, der Brief _werde viel- leicht die royalistischc Partei, kaum aber das Land 111 Revolu-

tion verfeßen. Rußland.

Der Kaiser und die Kaiserin sind, wie „W. T B," berichtet, gestern Nachmittag 51/2 Uhr in 51120131.! an eingetroffen, Vor Ankunft des Kaiserlichen Zuges hatxcn srck) sämmtliche _in Moskau anwesenden Großfürsten, die fremden FÜr": lichkeitcn, dm Gcncralität und die Spißcn dcr Behorden in der Bahnhofshaüe, welche eigens für den Empfang der Majestätx'n crrichtct war, eingefunden. Nuß den angrenzenden Straßvn nnd Pläßen stand eine dichtgc rängtc Menschen: mcngp, 11131150 troß dcs strömenden Regens ausharrte. Das Herannahcx: des Zuges wurde durch brausendc Hurrahrufe angcktindigt: beim Einlaufen des Zuges trat Stiae ein. Der Kaiskr und die Kaiserin wurden betm _ Ver: [affen dcs Salonwagens von dem Großfursten

"Wladim'.r empfangen. Nach Begrüßung aller Anwesenden

schritt der Kaiser unter den Klängen der Natio_nal ymnc _die Front der Ehremvache ab; hierauf begaben stch er Kmser und die Kaiserin in geschlossenem Wagsn, von einer glänzenden Eskorte be leitet, untcr fortwährenden Hurrahrufen der Menge na dem Petrowsky-Palais, wo die Majestäten yon den Großfürstinnen und den auswärtige_n Prxn: zessinnen begrüßt wurden. Die höchste Hofgeistltchkcit htelt einen kurzen Gottesdienst ab.

Dor Prinz Heinrich von Preußen trafgesternNach: mittag 3 Uhr 111 Moskau ein. Zum Empfange hatten sick) alle dort anwesenden Großfürsten, der deutsche Botschafter Fürst Ra d o [in, der bayerische (Gesandte Freiherr v on (Hass_er, die Spißen der Zivil: und Militärbcbördsn, darunter der Marme- Minister, sowie der 95jäHrigc Admiral Heyden, aufdem Bahnhof eingefunden. Die C'hxenwackw war von dem St.PLtcrsburfger Grenadier-Regimcm „Könia Friedrich Wilhelm111.“,_ de1e_n Uniform der Prinz trag, gcstht worden. Die Musik sptclte dte preußische Nationalhymne. _

Dcr Erbgroßherzog von Oldenburg kam gestern, Nachmittags um 33/4 Uhr, "111 Moskau an und wurde von den Großfürsten empfan en. _ _

Gestern Nachmrxtag ist die britische Yacht „Vtctyrta und Albert“ mit dem Herzog und der Herzo tn von Connaught an Bord in St. Petersburg eingetro cn. Der

„erzog und die erzogin von Connaught stiegen ny nxuen afen von St. etersburg aus Land, wo ein Katserltckzex der die hohen Reisenden direkt nach Moskau ührte. Die beiden britischen Kreuzer, welche die „Victoria und Albert“ begleiteten, sind auf der Rhede von Kronstadt geblieben. __

Aus Anlaß des Namenstages des Kaisers abcn gestern auch die englischen und das amerikanische Kriegs?chiff, welche auf der Rhede von Kronstadt likgen, (Heschüßsalut ab.

Italien.] _

In der Deputirtenkammer erklärte ges1crn auf dre Anfrage des Deputirten Cavallotti, aus welchem ermde der Kammer die Akten, bstrcffend seine Anklage gegen CUSW, ni t vor elegt seien und wann dieselben vorgelogt würden, der Ju t_i_xM1nister Costa: er werde das betreffende Dokument, das

onderzux? wartete

inde en kein 6 entliches sei, der Kammer vorlegen, we_nn dxesslbe hesch ießen so te, d_a 313 vor elegt werde. Der Jui'ttz-Mmtsler betonte die Dringlt kElt der brigen parlamentarischen Fragen und bat Cavallotti und die Kammer, diese bereits erledtch Angelegenheit ruhen 11 lassen. C avallotti besprach m längerer Ausführung ie Art, wie der Prozeß geführt worden

und [ los; mit hem Verlangxn, daß die Prozeßakten im wder ammer medergelegt wurden. Nachdem noch andere rochen, brachte Cavallotti den Antrag 'ein, daß ngen der Kammer über das zu befolgende Ver- fahren fich außern sollten. Der Deputirte Muratori be- antragte der Beschluß des Untxrsuchungsüchters solle im ge- jmen rchiv_ der Kawxner medergelegt werden. Auf Vor- g des Mmi er:§13ras1d_enten di Rudini wurde die Be- rathung dieser nfrage bts nach der Berathung des Budgets . einer gestern in der Kammer ab *ter-Präfidenxen di Rudini wird den General Baratteri auf Grund des Art. 88 des Militär- Strafgeseßes erhoben werden. Dteser Artikel bedroht den Kom- mandanten, der vor dem Feinde unter Umständen, welche die SiFerfYLitf des Heeres gefährden, das Kommando verläßt, mit Tu es ra e. _ _ Der Papst empftng gestern dre Erbgroßherzogin von

gegebenen Erklärung die Anklage gegen

Spanien. In der_ gestrigen Sißung des Senats protestierte R Gtron gcgen dte Verleumdungen Spaniens und die falschen Vcschtxld1gu_nget_1, welche im Senat der Vereinigten Staaten gegen dte Koyigm vorgebracht worden seien. Der Minister d_es AU_SWärt1qen erklärte, er könne sich dem Protest anschlteßen, (1581 im übrigen die Rede Giron's nicht btüigen, denn_dcr_Präs1dent Cleveland und scinc Re: gierung_hatten Bewetse threr Achtung vor dem Prinzip des internationalen Rechts gegeben. hierauf, daß, da_ der Seyat noch nicht konstituiert sei, eine weitere Debatte mcht stattfmden könne.

Amerika.

5031" Schaßsekxetär Carlisle hat, wie „W. T. B.“ aus Washtngton erfährt, dem Senat ein Schreiben Über den eSantrqg, durch welchen der Präsident ermächtigt erdensoU, erenttalzßlle gegenüber dem amerikanischen „Handel zu be_kampfen, zugehen lassen. Der Schaßsekretär lt e:_ne derartrge YZÜßUÜhME für unausfübrbar. - Das _eprasentantenhaus begann gcstern die Debatte über die Emma nderungSgcscße, von denen zwei Prüfungen Über die Schu151ldung der Einwanderer, das dritte: di? AUF Konsuln uber die Einwanderer vorschen.

Der Präsident

Die „Daily News“ e_rfährt aus Tabris, der Schuh 918151119 des britischen und dcs russischen

sei am 18. d. M. in Be Teheran abgereist.

Konsuls von dort nach ruhxg. _chen der Knappheit von Nahrunc-s chc zahle das (Gefolge des Schuhs nur 1000 Personen

Das LaUd sei mitteln auf dem

_ Wie der_„Trihuna“ aus Massotvak) von géstern be: rrchtet wird, smd dre Zelte der italienischen Gefangenen immer noch am Abhange des Col Seta zu sehen. ßch der General Baldissera in Bcglsit _ _ nach dem Fort 11:11 stck) dte _Gefangencn übergeben zu Fuhrer der T1 riner hätten erklärt, mcht auSgelic saßung des habe die Dimsion Del nach Cherseber zurück S9pel1i stehe. T_xgrtnery angegriffen und bc'seßt worden: rtchten daruber WÜL'ÖL'U 1111131131.

Der „Jtalie“ szoLg-k 111111) der Majo? Hauptquarner des Gencrals

Gestexn find in Massomah 1129 nach Ztalten eingc'schifft worden.

Gestern früh habe ung des Generals Adigrat begeben,

die Gefangenen würdcn ert werden, wenn die weiter vor ck nicht _zurückzöge. Mayno thr Lager verlassen und sich gezogen, wo der General-Licnksnant vorgestern von den nähere' Nack)-

erückte Be- olge dessen

“S_alsa 521116 im BKLWMWU CULTUssLn. Mann zur Rückkehr

Parlamentarische Nachrichten.

chlußberichte über die gestrigsn Sißun _errenhausc-s und des nden steh i11 der Ersten beziehungs-

des Reichs de_r Abgeordneten 11 wetse in der Zweiten Beil

heytigen193.)Sißunq chReixfzstags, welchcr retar des Innern, StaatI-Minister ])1'. von _ _ _ ekrctär des Auswärtigen Amts, mrster Freiherr Marschall von Bieberstein ste Bcrathung dcs Nachtrags um und zwar speziell für das Üd- ebtet, auf der Tachordnung.

2 Millionen Mark, welcher ge- an Ausxzaben: . der Schu truppe, die Um 400 Köpfe ; für Farbige 25000 «44; _ 1159 400 35; Beschaffung der inneren 1 dw Ausweise des Ber: 111. Reservcfonds zu un:

tags, des

“Inder der St_aatssek Voettr er und der Staatsf

stand die er Etat der Schußgebi West-afrikanische Schußg

Dem Reichßzuschuß von 11) stehen gegenüber

vxrstärkt werden so , _ _ _1md gemischte AUSgaben U. e_mmaltge: fur Neubauten und Exnrtchtung 2c. 100000 .“; und starkungstranSports 150000 „16; Udrherqesclwnerx Ausgaben 132 061 916

Zur Emlmtung dcr chatte nahm das Wort der Direktor olonial-Abtbetlung im Auswärxigcn Amt 01: Mn Rude bci Schluß dss Blattes noch fortdaucrtc.

* Das Herr_enhaus ehrte in der beutigcn 115.) i_velchex dcr Fmanz-Minister 131". ö entltchen Arbeiten T mrth chaft 2c. Freiherr vo “„S _Andenken des gestern vor tmsters von Camphause

Kayser,

Tagssordnung abzu Eegenstanp der sozialen Gescßgebung und mutbe dem Hause zu, die Staawregterung zu vc'ranlaffen, den Bundesrats) zar Rücknahme einer Verordyung zu de_stimmcn, welche dieser erst Vor kurzem erlassen babe. Uebér emen so wtcbttgen Gexenstand könn? bei einer so schlccht3n Bk- seßung des Hauses mcht Ver andclt werdan.

_ Miquel, dcr Wänistcr htelen und der Minister für Land: ammcrstein zugegen maren, torbenen Mitglieds, des Staats: _ n in der üblichcn Weiss. _Petrtion de_s Dcstillatcurs Mar Radzicj-kwski ten) um Ruckerstattung cincs Étompclbctrags zur Tagosordnung über.

Gegenstand der Tagesordnung folgtc der zum Gescß, betreffend die entralanstalt zur Förderung des _nalkredits (Erhößung dcs tllionen Mark).

UZ Oels (Schief Ong das Haus Als zweiter

sstonsbcricht

ossens aftli ndkapita s von 5 auf 20

über die NoveUc

Nbgg. ])1'. Kruse und Dr.Martens (nZauf Vorle ung edizinalre orm

eines Geseßentwurfs über die zur Berathung.

suchen, dem Landtage mögli st bald einen G zulegen, der eme den jeßigen

Die Kommission beantrcäZTe: die SfaatSree_gierung zu er- e

Instanzen herbeifü. rt.

Abg. von Wa dow (kons.): Meine Freunde le en den Schwer-

_ _ fgation der medi- zinix'chen Bebordxn, msbesondere der Kreispbystci, deren Gehalt zwar erhoht werden konnte, _aber n_icht so hoch bemessen werden sollte, daß sie auf jede rivatpraxrs ver_zrchten und so jeden Zusammenbau mit dem praktis kn Leben verxteren. Wir wünschen keine Scha [oni- fierung; was für große Stadte paßt, eignet fich nicht immer für das klatte Land. Der Landrat!) darf nicht ausszeschloffen werden. Wir

punkt einer Medizinalreform in die Gesammtorgani

timmen für den Antrag der Bad etkommisfion.

Abg. Dr. Krus e (_nl.): Na Lage der Sache und der Geschäfte veJicbte tch darguf, mexnen Antrag zu wiederholen, obwohl derselbe ter durchzufubran ware, als der Antrag der Kommission; ich ziehe

lei meinen Antrag zurück.

Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten 01“. Bosse:

Meine Herren! Dadurch, daf; der Herr Abg. Dr. Kruse seinen Antrag zu Gunsten des Antrags der Budgetkommissim zurückgezogen Hat, wenn ich recht verstanden habe, wird mir meine Auf- Jabe sehr erleichtert und werde ich in die Lage ge- xeßt, mich auf wenige, ganz kurze Worte beschränken zu können. Der Antrag Ihrer Budgetkommisston begegnet fich d_urchaus mit den Arbeiten, mit denen wir bereits befaßt find. Mein Hkrr Kojnmiffarius hat Ihnen früher mitgetheilt, daß wir bereits einen fertigen Gesetzentwurf haben. Dieser ist den bethekligten anderen Ressorts mitgethczilt, ist dort auf materielle Bedenken gestoßen, und diese BedenkM find auch mir zum tbeil so ein- leuchtend, daß ich beschloffsn habe, ihn nicht in Widerspruch mit diesen Ressorts in das Staats-Ministerium zu bringen, sondern ihn noch- mals einer Révifion im Medizinal-Ministerium zu unterziehen. Zu diesem Zweck babe ich eine Kommission gebildet aus praktischen und solchsn Sachverständigkm di? sich literarisch mit der Sache befaßt und dabüi hervvrgethan haben, und diese Kommission wird am 8. Juni dksses Jahres bier zusammkntrstén. Ick hoffe also, in der Lage zu sein, möglichst bald einen fkrtigen Entwurf an die anderén beiden bktbeiligten Ressorts bringen zu können. Ich will auch zur Beruhigung dss Hsrrn Abg. von Waldow noch bemerken, daß es fich ganz von selbst für uns Versteht, daß man dis Thätigkeit der Physiker nicht von der Thätigkeit des Landratbs loslösen darf, und noch weniger, das; man die Thätigkeit der Bézirksinstanz ekwa loslösen könnte von dem Régierungs-Präfidsnékn, Das ist rein unmöglich. Wir müssen auch eine starke staatliche Initialive in diesen Dingen haben, sonst könnten wir mit der bloßen Besserstsüung der Phyfiker, die wir ja auch in_s Auge faffsn, sehr leicht dahin kommen, daß die Saché obne rechts Kontrole von oben und 05118 die Behörden schlimmer wäre nach der Reform als Vorher (ssör richtig!), und das wollen wir

natürlich vermkidkn.

Mkine Herren, ich möchte nur noch auf einen Gkficbtsvunkt auf- m1rksam machen, der mir auch von seiten Links der be- theiligten Ressorts entgegengebracht ist. Wir dürfen die 1121.16 Organisation nicht bloß in Verbindung halten mit den bestehenden Verwaltungsbebörden, sondern wir müffen fis auch in irgend einer Weise in organische Verbindung bringen mit dsn SelbstVCrwaltungs-

behörden. Denn, wknn die Medizinalreform Erfolg Haben soÜ, so müffcn die Selbstwerwaltungsbel)örden, die Kommunen, die Kreise und die Bezirksinstanzen in irgend einer Weise über Maß- rsgeln von größerer Tragweite gehört werden und auch mitzusprecben babsn. Das ist wenigstens meine Meinung. Also auf diesen Grnnd- lagen find wir daran, die Sache zu machen, und Sie wsrden mir ja wohl zutrauen, wenn ich das hier ausdrücklich aussprecbe, das; es mir damit voller Ernst ist. Wir müffen weiter kommen auf diesem Gebiet, die Sache hat schon zu lange gedauert. Ich kann

aber wohl sagen, daß seit der Zeit, Wo ich mit den Dingcn alS'

Minister befaßt bin, keine Zeit versäumt ist, sondern das; wir unaus- geseßt an Mr Arbeit JLWLsLU find, und wir haben wenigstens die

nöthigen Grundlagen für bis weitere Arbxit bereits beschafft.

Also, meine Herren, das Ergebniß dkssen, was ich zu sagen habe,

ist das, daß ich Ihnen nur anheimgeben kann, ob Sie den Antrag der Kommisfion annehmen wollen. Ich 1118156 mich bemühen, soviel an mir ist - und meine Mitarbeiter wcrdsn dasselbc thun _, alles auf- ?_u5ieten, um diese Frage endlich zu einer gedeihlichén Lösung zu rmgkn.

A59.1)1.Lanaerbans (frs. Pp.): Der Antrag Kruse wärc mic

[is_bx'r, indessen MWM wir uns schon mit dem Antrag?. der Kommission _zusrredsn geben.

tn Ausficht gestcllten Reform ckxxe rich1i Lösung finden. Unter rikser Vorausseßung werd.“ auch [ck fur den KommisfionSantrag stimmen.

ie Frage der Kreispbyfici wird hoffentlich bci dcr

Abg. Im Walle (Zentr.): Wir halten den Kommisfionßantcag

für eine Verbesserung dcs Antrages Kruse und mc'rden für ibn stimmen.

Dcr Antrag _dcr Bud ejkommisfion wurde an enommen. Es folgte dre Berat ung des Y_kntragrs dcr Ylb g. ])r.

Arendt (frkons.)_ 11.681311; die StaatSrcgierung zu crsu en, im Bundesrath dahm wrrkcn 2,11 wollen, daß die von demselben unter_ dem 4.11)qu 11.3 crla enen Bestimmungen, betreffend den ZB'ettrtlebt von Ja erctcn und Konditoreien, nicht in Wirksam- er rc en.

Abg. Larocha échtr.) beantragte, diesen Gegenstand Von der ssen. Derselbé betreffe einen 1ebr wichtigen

Dieser Vorschlgg wurde angenommen. Damit war dtc Tagesordnung erschöpft. Der Präsident

beraumte die _näcbste Sißung auf Dienstag, den 9. Juni,

11 Uhr, an m1t der Tagc-Y-ordmmg: Kleinere Vorla en und

_Yttsrag Brockhauscn, betreffend die Besteuerung der ' aaren: 11 er.

Schluß 12 Uhr.

chterstatter 'Herr von Graf; beantragt? die unvor- nnahme der Vorlage. (Schluß des Blattes.)

In der heutigen yeten, welcher d „Mhetterx 1). 01. Bos s e beiw e Bertcht der Budgetkom

_Sivung dcs auses der Ab- mistcr der ge tli en 2c. Ange- nte, stand zunä st der münd-

sfion über den Antrag der

Kunst und Wissenschaft. Wie die „Münchner Neuesten Nachrichten“ mc'lden, hat Seine

Köni liche Hoheit der rinz-Regent Vkrfügungcn etroffen, welche die Bet eiligung der Zezeésion an der alle vier abre statt "denden Jn_ternationalen Kun

Munchen ermöglichen. Ueber die betreffenden Modalitäth

tausstellung im Glasva ast zu

1 “ck d (313??th ZFI“- npru en er eun ets ee entsprechende ReorZamsation der Medizinalbehörden in pallegn

Junekncksmd dsr er Ski "JMS?" Provinz seit dem 20. v. M. 'r rei v . Fkber det??? worden. Vergl. .NuAnz.“ MW.“)? vnomoYZEZZ. ruar . .

schweben noch Verbandlun en zwis n der Se e n und b u - Benotxnsckqut. Le tere 1161171111 er Nußniz fio des GekkaKü silk;

ie_ ezesswn gie t vom 1. März 1898 an 1 r eßgenes Aus ellungs- gebaude_ an der Priyz-Regenten-Straße auf und bezieht das von dem Pnnz-Ne epten uberwtesene Ausstellungs ebäude am Köni éplaß behufs regelm tger Jahresayssteüungen. Naß) den „M. N. achr.“ hat der bayeris e Kultus-Mmister von Landmann die Einigung der-

mittelt. Laud- und Forstwirthschaft. .

Die preußische Staats-Forstverwaltung betra tet es als eine jhrer Aufgaben, im Interesse der Landeskultur auf Jm olzanbau tn den Waldungen der Gemeinden, öffentlichen Ansta en, Privat- grundbefißer u. s. w. anregend und fördernd auch dadurch einzuwirken, daß_ sie gutes leaxtzenmatertal zum Selbstkostenpreise denjenigen Wald es tYern abgiebt, welche nicht Gelegenheit haben, fich dre exforderluhext Pflanzen selbst zu erziehen. In der Zeit vom 1. Aprtl 1895 515 dahin 1896 find auf-diese Weise an

olzpflanzen aus den Staatsforsten abgegeben worden:

_ Laubholz Nadelholz Zusammen I" der Provmz Hunderte Hunderte Hunderte ; (10 ! (10 [ (10

Ostpreußen 1 615 02 58 609 83 60 224 85 Westpreußen ..... 1 144 01 43 353 39 44497 40 Brandenburg ..... 1 319 93 100 865 27 102185 20 ommern ...... 790 69! 7 668 40 8459 09 ofen ........ 768 24 28 520 72 29 288 96 chlefien 546 83 13 746 92 14 293 75 Sachsen_. . . „_ . . . 477 25 13638 51 14115 76 Schleswtg-Holsteln . . 52 40 832 82 885 22 annover ...... 3 358 31 65 307 46 68 665 77 Lstfalkn ...... 386 46 3681 39 4067 85 Keff-Zn-Naffau . . . . 1098 66 9154 44 10 253 10 betnprownz ..... 1 541 58 5 736 69 7 278 27

Im ganzen Staat 13 099]38 351115 84] 364 215132"

Handel und Gewerbe.

In seinen am 7. und 8. Mai abgehaltenen Si un en at der schwedtyche Reichßtag die nachstehenden, aufßAbgänYe- rungen dÉZ ollxartfs be üglichen Beschlüsse gefaßt:

1) Fur extrm und extringummi sol] der Zoll von 17 auf 20 OZre per Kilogramm erhöht werden.

2) Gebraxxchte Manos. _Ptan'mos und Flügel sollen hin- fort nne neue Mustkmstrumente einen Zoll von 150 bezw. 200 Kr_0nen zu tragen haben.

3) Der Z011_ fur zusammqueseßte Regenschirm: und Somxßnschrrmgestelle sol] eme Erhöhung von 50 Oere er Ktlogramm auf 80 Oere per Kilogramm er- a ren.

4) Für geladene Patronen (12 Oere per Kilo ramm soli htnfort d_er nämliche ZoÜsaß wie für unYeladenZ Patronen (30 Oere per Kilogramm) erhoben werden.

Verschiedene auf Herabseßung des Kaffee olls gerichtete Yntrage wurden abgelehnt; dagegen wurde bes [offen, daß die fur _Platma bestehendx Zollfretheit auch für Platina zu techn_1schen wecken, forme für aus Platina gefertigte Maschinen, Geraths a_ten und Maschinentheile gelten soll.

Na emem ferneren Befchluffe endlich sollen die Pofitionen 589, 5. und 591 des Zolltarifs die nachstehende Fassung erhalten:

Steine, nicht spezifiziert: unbearbeitete oder pulvcrisierte . . . . . . frei, bearbeitete: frei,

lithographische frei.

Schleif- und Mühlétxséein'e 115118 Verbinöuäg 11111- anderen Stoffen , . . . . . . . Andere Arbeiten:

polierte..............]*:t?0' andere Arbeiten . . . . . . . . . . . lHML),

Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks

___ __ UTnbdeßTFHubrWundoHF Obechschlesiew

-nerurnam,.. 111" ' ' gestellt 63 Waßsn. _ geste 580, MM MWM“

In Ober chlesten find am 16. 5.271. 981131113915, nichtrocht-

zeitig geftkllt keine Wagen. Gefundheité'tvesen, Thierkrankheiten nud Absperruugs-

Maßregeln.

_ P 0 1 t u g a 1. Durch VerfuZurzg des Königlick) Portugiesischen Ministeriums des asen von Pernambuco sowie (1116 übrigen Häfen

Türkei. _Zufolgs Beschluffes des internationalen GesundbcitSratbs in

Konytantinovél vom 16. d. M. untkrliegen Herkünfte Von der egvpti- schen 21)kittcln1-.'crküste eincr zebntä i en Quarantäne. “L* „31.511115.- Nr. 116 vom 15. d. M.)9 g * Ml" “"ck

. . . _ Gricckpxnland. Dkk ka *Oerkunfte aus EJVPtcn angeordnste btägige Beobachtungs-

quarantäne ist in sim 1015gige Effektivquarantäne um ewandelt worden. Dérsslbxn [395611 fich alle seit dem 10. d. M. von9 Egypten (;_bßefabrcne'n Schrffe tn der Quarantänestation von Delos zu unter- ze

en. (Vkrgl. ,R.-Anz.' Nr. 115 vom 13. d. M.)

Verdinguugen im Auslande.

_ Niederlande. 19. Max, 1015 Uhr. ÄSÜSÜUUÜJCÜS Uanäsl-UaatNUappz',

Rotterdam: Auktion von 26600 Ballen zu Rotterdam Am - dam und Middelburg__ lagernden Java-, Meuado- und 11111121?- Kaffees. Dte Muster jmd an den genannten Pläßcn zu brficbtigen.

22. Mai, 11 Uhr. Die (7011111115510 71311 tossicbt über die

Jrrknansta1t .*.)“erexrenberg'€ in dieser Anstalt (Gemeinde Bloemen- daal): Ltcferung _von 252 Waggons (ca. 10000 113) westfälische BZtZWbelen. Bedmgungen bet der Anstaltöverwaltung zur Einftcht er a t .

26. Mai. 11; Uhr, im antralbabnbof zu Amsterdam (Lokal

nachst_dem Wartefaal_111. Klaffs): Lieferung von Gußeisen für die _Zentxalwerkstattx: zu Haarlem vom 1. Juni 1896 bis Ende Mai 1897 tn funf _Abschmtten; Bedingungsbcft Nr. 659 im Zentral-Verwal- tunasgebach der Hollandifcben Eisenbahn eseascbaft Dro bak in Amsterdam, Bureau: Tractie und Materiaa . Zimmer . 19 Bezahlung von 50 CH. oder bei Frankoaufrage unter Einsendun de! Berra s Der ostanwctsung éVriemoarken nth angenommmÉbe - lich. ufschl sse _vom 20. is 22. Mai d. . durch den ef der Zentralwerkstätte tn Haarlem ertbeilt.

Rumänien. 20. Mai. 11'. Armee-Korps, Jassy: Lieferung von 372000113

Koks. Kaution 10 %. Näheres an Ort und Stelle.

22. Mai. Bürgermeisterei der Stadt JassÉZadYnlagen für die

elektrische Beleuchtung in den Hauptstraßen der

Ohne Datum. Bürgermetfterei der Stadt Jassy: Ert

der Konzession an einen Unternehmer ur Ver Jaffv mit Trinkwasser. * sorgung der Stadt

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