ort der Fall ist, nach Wegfall der Konsulargericbtsbarkeit, sondern jest sofort muß der Ratifikation ins Leben treten soll, und ich meine, gerade diese Bestimmung ist für unsere Interessenten von 'einem “außerordentlieb'großen Werthe. Indem 'wir den Japanern gleichgestellt werden, haben aUHrdinas die Japaner dieselben Rechte bei uns wie wir Mutfäxe; aber ich meine, im Verhältniß des deutschen gewerblichen Eigenibuüiß zu dem japanischen machen wir dabei ein wesentlich befferes Geschäft, namentlich mit Riicksicht darauf, daß bisher in aus- gedehntem Maße von japanischer Seite deutsches gerverblicbes Eigen- ,“thum, ich will nicht sagen mißbraucht, aber doch benny! wurde zum *NaMbeil der Deutschen. Das ist die Sachlage, und ich muß wieder- holen, was ich neulich dargelegt hatte: nach meiner Kenntniß hat diese Bestimmung, weil sie éinem unhaltbaren, einem durchaus schäd- lichen Zustande sofort ein Ende macht, in den interessierten Kreisen ,volie Befriedigung bervorFerufen. (Bravo!)
Art. )(1711 wird genehmigt ebenso die zu dem Vertrage Fhörigen Schlußprotokolle und sonstigen Anlagen, darunter der
onsularvertrag mit Japan.
Es folgt die “ dritte Berathung des Geseßentwurfs,
betreffend Abänderung der Gewerbeordnung. * In der Generaldiskussion führt
Ab . Bassermann (ul.) aus, daß die Bedenken gegen die Vorlage:8 stärker geworden seien durch die Bqschluffe der zweiten Lesung, welche scharfe Eingriffe in das ewerbliche Leben Znthielten, dere-n Tragweite man noch garnicht überse en khnqe, jo bezuglich „des Verkehrs mit Drogen und bezüglich" dez? Detail'retsrns. Es tft, fahrt Redner fort, im Reichstag bauplsachltck") die eine Seite zum Worte gekommen. welche den Gewerbestand schuyen will gegen die großen Geschäfte; ck hat sich aber inzwischen herausgesieklt, daß gerade der kleinere Gewerbestand geschädigt, wird, tiamentlich durch den Art; 8 bezüglich deS Detailreisens. Dre Petitionen gegen dissen Artikel häufen sich von Tag zu Tag. Wenxi dt? Besch1ußfaffimg verschoben würde, würde die Mehrheit fich in eme Minderheit Verwandeln. Die Petenten gehören zu den kleinen Gewerbiretbenden. In einzelnen Kreisen d'crjenigen, welche " bisher „fur das , Verbot drs Detailreiskns eingetreten sind, dammert die "Erkxnnimß, daß fie sich damit ins eigcneÉleisch schneiden. DiE Verhaltnisse find wohl denen, welche für das erbot des Detailreisens ern xtreten sind, nicht ganz klar gewesen. Es hat sich ja bei den versiLZtedenen Untxrsurhungen über die, Handwerkerfrage geJigt, ,wie, wenig bekaxmt die einzelnen Verhältnisse gewesen sind. n die hier beabfichttgthessßgebrzng werden übertriebene Hoffnun en geknüpft; wenn sie n1cht erfulit -werden, wird eine große Er itterung eintreten, zum_al die Maß- regel hauptsächlich die Anfänger, die jüngeren Geschaftsleure trifft, welche nicht bintsr ihrem Ladentisch sitzen blerben, sondern hinaus m das Lkben 9617811 und sich Kundschaft zu erwerben _suchen. Es wird vielfach eradezu ein Schaden aanichtet dureh die Vorlage. Die großen Zersandhäuser werden ihre bätiakeri auIdehnen, die Reisenden werden in den Städten, wo eine gewisse Kundschaft vorhanden „ist, zu Plaßagertten werden, und diese werden viel intensiver, arbertxn für ihr auswärtiges Haus als ein Detailreisender. Wenn die De_tarl- reisenden Linen Hausierschein lösen müssen, dann werden die Hauser ihren Geschäftébetrieb auf einen Bundesstaat beschranken und" dort recht intensiv betreiben. Die Stadtreisxnden m . den großeren Städten wkrden von dieser Vorsährtft garmch„t gctrofferx; "sie könncxr ihre Thätigkeit nach wie v'or ausubenz" Dre Mehrheit der nationalliberalen Partei wird daher fur den Antrag'Haffe stimmen. welcher das Detailreisen „nach ,wie vor gestattet und nur den LandeSregiequen das Recht giebt, ein Verlwt desselben untcr Zustimmung des undeSratbs auszusprechen. Die Einheitlichkeit der Geseßgebung ist dadurch gewaert, daß em snolch'rs Verbot nur eintreten kann, wenn der Bundeßratb das.„Bedurfniß anerkennt. Würde dieser Antrag nicht angenommen,_ so Ware die Bei- bebaltung ders Beschlusses zweiter Lesung erforderlich. DeyAntrag Hiße-Stumm geht davon aus, das; die alten bestehenden Beztßbungen aufrecht erbaitcn wrrden folien. Aber die Faffung des Antrags la t das nicht zu; denn Wenn das Detailreisen gestaettet sein soll auf rund vorgängigcr ausdrücklicher Aufforderung, so ist dabei außer Acht ge- lassen, dciiuß nach einem Urtbeil des Reichsgerichts dazu nicht eme enerelle ufforderung gehört, sondern eine, bestimmte Auffchkrung ür ein bestimmtes einzelnes Geschäft. Die ganze Frage ist noch nicht spruciÉeif; ich möchte deshalb noch heute in leßter Stunde meine ' warnende timme erhsben. , ' Abg. Fischbeck (fr. Volksp.): Ich schließe, nnch dem Vor- redncr an. Die zahlreichen Petitionen, welcbe zwischen der zweiten und dritten Lesung an den R€ichstag gek-meen_sind, ZUJLU, dizi; selten eine Vorlage so mangelhaft und durftig'begrundet war. Es ist eine seltsame Sozialpolitik, eine seltsame Mitteistandépolttik, welche gerade bei den Leuten, für die man sorgen will, dcn lebhaftesten Widerstand findet. Man hat uns Manchesterjhum' u. [. w. vor- eworfen, aber sobald die Sozialpolittker an 016'T311lge selbst erantreten, dann stoßen [ie auf die rößten Schwierigkxiten. Die verbündeten Rrgierungen batten aÜe dicse Verhaltnisse, uber welche wir jeszt in den Petitionen Aufklärung finden, vorher untersuchen müffen, dann würde das Wort des Reichskanzlers zutreffen; Es ist anz unbegreiflich, wie man zu einem Verbot dss Detailreisens ge- an en konnte. Man hat den Petitionen "des, Herrn" Senators SFW in Gifhorn und der Von ihm adhangrgen Kramer nach- gegeben und eine,.Vorlage mit dürftiger Begründung ausgearheitet und es dem Reichstage überlassen- „sich durch die Materie durch- zuarbeiten. Einzelne Krämerkreisc bexschweren sich uber, dre Hausierer, während diese Lrutev die Waaren pon, Firmen vertreiben, die seit 100 Jahren und langer bestehen. Mit nichts wird mehr Unfug getrieben als mit den Interessen des kayfendrn Publi- kums. Ihr eigenes Interesse veranlaßt die Kramer, ihre Konkurrenz durch die Geseßgebung todt zu schlagen. Dre Regierun syorlage ist wohl wdt; für den Antrag affe, troßdem er eine Eins rgnkung der Vorlage ist, können wir ni t stimmen. Der leßtere ist 6111 Eingriff in die Einheitlichkeit der gewerblichen Erseßgehung. Wir können dem Vundeöratl) so weit gebende Außnabmsbesugniffe nicht geb-Zn; mindestens müßte der Reichstag das Recht haben, davon nicht bloß Kenntnis; zu nehmen, sondern auch die verfitgten Außnahmcn wieder außer Kraft zu seßen. Der Antrag thr erleichtert die Umgebun des Geseßes, aber er bringt auch die Gefahr mit sich, da die olizei fich in den Geschäftsverkehr kinmijcht und überall na spürt, ob auch eine AusfordcrunY an den Detailreifenden ergangen ist. Dadurch wird der" aufmanns- stand berabgedrückt. Wenn auch die Vorlage angenommen wird, so werden die Klagen und Agitationen nicht aufhören; dcnn dann wird die Koukurrenz der großén Basare u. s. „w. ndch Zrößer werdkn, und im preußischen Abgeordnetenhause geht man ja gegen dieseliyen schon mit besonderen GeseßeSmaßregein dor. Das Organ des Vereins der Kaufleute, an dessen Spihe der Senator SchuU-thhorn steht, ist mit der Vorlage schon nicht mehr einverstanden. Er verlangt'dte Unterdrückung des Hausierbandels mit alle"" Manufaktur- und Kolonial- waaren. Die Vorlage Werde nicht?; nutzen, sondern nur Schaden ti ten, s f b . 1)r. Schädler (Zentr.): Die Petitionrn, die jeßt ein- eben, ?prechen sich allerdings gegen die Vorlage auß; (1er die etitionen, welche seit Jahren deux aure zugegangen „sind,.spracb'en ich für solche Maßregeln aus, und die e Bittsteller schweigen [ißt sitll, weil die Vorlage Aus cbt auf Annahme Hat. _ Man spricht von Krämergeist, aber es nd aucb Handelskammern fur daß Verbot des Detailrcisens eingetreten, so z. B. die Handelskammer in „Odna- brück. Redner bestreitet, daß durch die Vor age Unzufriedenheit ber- vorgerufen werde. Diesen Kreisen ständen _andere gegeniiber, welche von der Vorlage eine Befferung ihrer Verhaltnisse" erwartetén.
Abg. Prinz zu Hobenlobe-Schillingsfurst(b.k.F.): Der Herr Vorredner bat“ vyrber gesagt, er wäre nicht so biutdürstig, daß er einen Ha usierer umbringen möchte. Ich gehe noch weiter. Ich möchte
an keinen Detailre dm möriitgen. Gestatten Sie mir „daß ich JbYen deshalb mit KMM Worber! mxine Stellung u dem voriie enden Gesehentwurf darlege und m den Abanderun Svors lägen, wel er uns zu diesem Gesetzentwurf zwifiben der zwei en und dritten Lesung und noch in der leßten' Stunde" zugegangen nd. Troß der Dar- legungen des Herrn Vorredners kann ich m ck nicht. dem Eindruck entziehen, daÉ den Mitgliedern dieses Hauses, welche im Anfang mit so großem ntbufiaSmusö für. die;" “drakonifcbe Fassung der Gefes- ebung und Beschränkungen der Beibegungsfreibeit des Einzelnen _ ?ck meine hier speziell ?We das Verbot des Detarlreisens _ ein etreten sind, allmäbl vor ihrem eigenen Werk Angst zu Werden begk1nnt, und dcéß fie in eßter Stunde nun gern wieder gut machen möchten, was ie verbrochen bahen. Ob es ihnen th noch gelin en wird mit ihren Abanderungs- oder Verwa erungs- vors lägen, wie der Herr Vorredner sicb ausdrückte, scheint mir zweifelhaft. Wenn wir die Ankräge ansehen, die uns zur zweiten und dritten Lesung. zugegatFen sind, so geht daran; für mich hervor, namentlich aus denk vielen Laßnabmen, welcbe allmahlich in das Gesey, speziell in den' Art. 8, bineingekommxn sind, wie viele verschiedene Jntereffen durch dieses Gesßß gescbadigt werden, so verschiedenartige, wie ich glaube, die Urheber dieser Novelle, speziell dieser drakoniscben Bestimmungen und Einschrankungewder Gewerbe- freiheit, selbst anfangs nicht geahnt haben, ja slest die Betroffenen nicht eahnt haben. Diese Anträge und Aus-nabmen mm nochmals alle Zier aufzuzählen, scheint mir überstüssi ; 'ich möchte Sie damit nicht aufhalten, da dieselben den Mitgktedern des Hauses sämmtlicb Vorliegen und auch von den beiden Vorrednern fehr eingehend besprochen worden sind. IsdenfaUs ist durch diese vielen Aanabmen allmählich das Geseß, speziel] Art.'8, Herartig nach allen Richtungen durchlöchert wordkn, daß 88 mtr wie ein Sieb erscheint und meiner Ansicht nach nicht mxbr so brauchbar ist. Ich will 11er die einzelnen Anträge mich nicht weitläufig aus- sprechen. Nur den Antrag Von Stumm, Hiße und Jacobskötter möchte ich noch kurz berühren, weil das doch „derjenige ist, der, nach dsr Stimmung des Hauses zu urtbeilen, die meiste Aussicht auf Annahme hat. Dieser Antrag ist für mich, so wie er vorliegt, nicht annehmbar; denn ich halte ihn erstens für unnöthig, namentlich den affus, Welcher hineinYkommen ist, da das Detail- reifen ohne Aufuchen auf vorherige ufforderung ni t erlaubt sein soll. Diesen Passus halte ich für unnötbig, da'nacb der bestehenden Gewerbkordnung jedes bestehende Gewerbe die Möglichkeit Hat, Bc- steklungen auf Waaren aufzusuchen, aiso es eine überflüssige Gnade wäre, die man hiermit dem Gewerbe zuwenden wollte. Ich halte aber auch mit drm Herrn Abg. Bassermam-i diese'n Passus für wirkungslos; das hat Herr Abg. Bassermann sebr eingehend und meiner Ansicht nach schwer widerleglich dargelegt, zu welchen
Schwi2rigk€iten es führen. würde, Wenn der beireffende Reisende erst auf eine Aufforderung seitens des Besteuers warten müßte. ausgeführt, wie [eickyt das zu UMHEHM wäre.
Er hat Der Herr Vorrc-dner hat daraus den Schluß gezogen, da , wsnn diese Bestimmung so leicht zu umgehc'n wäre, auch die Gefu r des R„uins, von dem gesprochen wird, für manche Existenz nicht so groß ware. Damit stimme ich nicht überein; denn wenn ein Geseßzrmgangen erden k-xmn, kann es doch lange vorher noch großen Sabaden anrichten. Auch werden anständige Leute nicht gern Lin (Gesetz umgehen. Also wenn sie der Bestimmung sicb untrrwerfen, werden sie den Schaden davon haben; und dann halte ich diesen Passus auch für bedenkkich da er der Denunziation aller Art Thür und Thor öffnet) und daHer zu großrn Unzuträglichkeiten führen würde. Und cridlich,i)alte 1ch ihn noch für schlechter als die Regierungsvorlage, weil 'der Paffus wea- gelaffen ist, Welcher wsnigstsns dem Bundeßraik) die Möglichkeit gab, die Schäden wieder gut zu machen und Außnabmen für einzelne Waaren und Gegendrn zuzulassen. Din Arztrag Haffe-Krüger, welchen Herr Abg. Bassermann für annrbmbar hielt, halte ich nicht für recht praktisä), da dadurch eine so große Verschiedenheit der Be- handlung der Detailreisenden in den einzelnen Gegenden Deutschlands herbeigeführt würde. während _ und damit stimme ich mit dem Herrn Abg. Fischbeck überein _ cs doch eins nationale Errungen- schaft ist, auf wrlche wir nicht so [sieht Verzichten onen, die Einhkit in der Behandlung von Geweérbegeseßen. Auf die übrigen Anträge einzugehen, möchte ich bei der späten Stunde Verzichten, zumal sie übrigens auch mrnig Aussicht auf Annahme haben. Meinem Geschmacks nach möchte ich den Art. 8 _ denn um diesen handelt es sich in der Hauptsache, troßdcm wir in drr Genrraldidkussion find _ streichen; Solite ,aber _ dazu scheint mir leider bei der Stimmung des Haasis wenig Aussickpt zu sein _ das nicht belisbt werde'n, so möchte ich bitten, „wenigstens die zweite Lssung herzustellen und den Antrag Stumm dahin zu Verbeffrrn, daß wieder die Möglichkeit eingeführt würde, das; der Bundeßrath Aanahmen für gewisse Waarengattungen und Gegenden gestatten kann. SoÜte das nicht angenommen werden, so würde ich schließlich als kleinstes Uebel die RegierungIdorlage apriebmen. Zum Schluß gestatte ich mir noch eini e Worte zur Motivierung meiner Faltung. Im allgemeinen könnt? i ja, wie es die Hrrren Abgg. Ba rrmann und Fischbeck gethan Haben, die Rücksicht auf eine grysze Zahl v0n berechti ten, ehrlichen Existenz?" anführen, welche durch dieAbänderung der GLJWJLbUUJ Schaden leiden; ich könnte die Gefahr anführen, welche ich für blühende Erwerbözwei L darin crblicke. ' Jeb könnte hier noch einmal auf Unseren deutschen 5 einbandel hinweisen, welcher ganz unzweifelhaft durch die Beschränkung des Detailreisens eine erhebliche Beschränkung erleiden würdr; auch auf die Unzufriedenhsit, von der schon gesprochen wurde, welche _in weite Kreise des Mittelstandes e- tragcn würde, dem der Herr Vorredner sympathisch gegenübersteYt, dem er gern helfen möchte und dem auch ich helfen mischte. Doch das aües ist schon oft und viel besser gexagt worden, als ich es hier sagen könnte. Ich will nur bemerken, da ich zu meiner Halxung in dieser Frage dadurch gekommen bin, daß ich es als eine Pflicht jxdes Volks- vertreters ansehe, bei jeder Gelegenheit, und so auch hier, immer wie- der der mehr und mehr um sich greifenden Trudenz entgegenzutreten, die ererbefreibeit und überhaupt die individuelle Bewegungsfreibeit einzuschränken und überall die Hilfe und Einmischung des Staats, der Regierung, der Polizei anzurufen. Dieser Ruf nach dem Schutz durch den Staat ist nach meiner ganz persönlichen Ansicht geradczu eine Krankheit unserer Zeit gsworden. und wir sind weit genug auf dicser schi€fen Ebene gekommen. Désbalb kann meiner Ansicht nach nicht oft genug davvr gewarnt und kann 111icht oft gc'nug betont Werden, daß es nicht die Rolle des Staats ist, in das ökonomische Leben dort einzugreifen, wo es nicht das Interesse der Gesammtheit er'fordcrt, und das jrifft auf den Fail, der uns vorliegt, Vol]- kommen zu; dknn der Staat hat nicht die Verpflis'otung, den Einzelnen Vor Belästigungen, Vor kleinen U11annehmlichkeiten zu ichüßen, und eine solche Belästigung wird gerade in den Petitionen, die uns zugegangen sind, immrr das Detailreisen genannt. Der Staat hat nich! die Verpflichtung, vor solchen Bklästigungen zu schiißen, das muß jeder selbst thun; denn sonst könnte man am Ende wirklich sagkn, was in einer Protestoersammlunq Von Detailreisenden, ich laude in Mainz, gesagt ist, da man [xoffentlich nicht das geflügelte 5 ort des Fürsten BiSmarck: . ir Deutschen fürchten Gott und sonst nich1s in der Welt“ umändern tpüsse durcb Hinzuseyuna der Worie: ,mit Nanabme des Detailreisenden“. Das war nur Scherz, und ich glaube nicht, daß dies nötdig ist; ich möchte nur noch zum Schluß die Mahnung wiederholen: Hütc'n wir uns Vor einem unverständigrn Eingreifen der Giseßgebung in das moderne ökonomische Leben, warten wir damit [ikbk1', bis wir einmal aus in dem großen Zuchthaus des Zukunfts- siaats dcs Herrn Bcbelsßcy. Deshalb möchte ich empfehlen, entweder den ganzen 5Iirt. 8 zu streichen oder aber, wknn wir den Art. 8 an- nehmen, wenigstens die Verbesserungen, die ich eben besprochen babe, aufzunehmen. '
Abg. Reißbaus (Soz.) bespricht die einzelnen Bestimmungen der Vyrlage und wendet sich gegen die Vorsxhrift über die Konzessious- pflicht] keit der Konsummxreine, soweit sie Schankwirtbschaft betreiben. Cr wi dafür, entsprcch€nd dem sozialdemokratiscben Antrags, die Be- stimmung seßen, das; einem Gastwirihe eine Tanzlusibarkeif nicht untersagt werden könne, wenn sie einem anderen Gastwirtbe desselben Orts gestattet werde. Mit der Untersagung der Tanzlustbarkeit
würden immer"“ die Gastwirtbe gsxastx W dm Sozialdemokraiktr ihre Säle zur-Verfügung stellen.. Diasér» viize'millkür soUte man von Reichsweaen einen Riegel vorMebeU. Uf die alten PMtionm 'soÜte man sieb!“ zu Gunxten des"; Art. 8“ nicht berufen, denn die' Schädi unzen, welche der elbe berwvruxm wimd, ließen sich noch'- ar- nicht ber eben.. .Der Antrag Hißa- ges akte eine Umgebung Jes e.. “?ck, Säßließlicb würden von dmr Verbok des Detailreise'us-'- die- O fizier- und BeamtenVereine noch moberrdbeil- haben. Aanicbt bloß das Detailreisen: wolle man Verbieten, sondern auth den usier- handel und namentkicb den Kolportagebarrdel. Redner erkl It:s1ch gegen die ganze Vorlage.
Staatssekretär- des Innern,..- Staats-:Minister ])1'..v:on Boetticber: Der Herr VorredUer hat sich in-*-.seinen- Ausführungen mit (einer
,ganzen Reihe von Dingen beschäftigt, die eigenklicß nicht im unmittel-
baren Zusammenhang; mit der Voange stehen. Ick) bin deshalb auch nicht geneigt, die Zeit dss Hauses dadurch in An- spruch zu nehmen, daß ich auf diese Dinge Weiter eingebe. Ich will auch nicht* auf die einzelnem, heute in der Diskussion». be- mängelten Punkte deruVorlage zurückkommrn. Denn, meine Herren, es ist ja unzweifelhaii, daß diese Vorlage aus einer ganzen Reihe sebr vérschiedenartiger Bestimmungen befieht, die nicht unter einander im inneren Zusammrribang stehen, und." daß man deshalb aUes, was man zu den Einzelnen Artikeln zu fagen bat, besser bei Gelegenheit der Spezialdiskussion Vorbringt als bei der allgemeinen Besprechuvg. ch Halte diesen Nüßlicbkeitßgrund für so durchschlagend, das;; ich mich auch in dieser Béziebung Von ihm werde [Eiten laffcn. Nur eins hat mich bestimmt, um das Work; noch in so später Stunde zu einer kurzen Bemerkung zu bitten, und das ist der Vorwurf, der den verbündeten-Regicrungm dahin gemacht ist, daß sie überhaupt eine solche Vorlage babcn einbringen können.
Nun könnte ich mich ja auf die Defensitoe zurückziehrn und er- klären: es Handelt fich heute garnicht um die Vorlage der Ragierung, sondern es handelt sich heute um die Sanktion “der Beschlüsse, die der Reichstag mit Majorität in zwriter Lesung gefaßt hat, _ um eine Vor- lage, die in ihren wesentlichen Bestimmungen übereinstimmt mit den Beschlüffkn (“iner Reichstagskommiffion, dir ihrs Vorschläge nach sehr eingehender Beratbung mit einer großen Majorität dem Hause zur Annahme empfohlen hat.
Also jeder Angriff, der heute irgendwie zu erheben ist, dürfte sich weniger gegen die Regierungen richten als gegen diejenige StaÜe, wklcbe zuleßt die Majorität bei Aufstelbung der jetzt zur Beratbung stsbknden Bestimmungen gegebru bat, und das ist der Reickystag selber.
Aber, meine Herrsn, ich habe doch das Bedürfnis; auch für die Regierung, soweit auch gegen fie aus der Thatsache, das; sie über- haupt eine solche Vorlage eingebracht hat, rin Vorwurf herzulkitér versucht wird, etwas zur Vertheidigung zu sagen, und ixréibesondsré mit Bezug auf den Vorwurf, daß dis Regierung den Detailbandr'l einzuschränken beabsirhtigi.
Msine Herren, ereits im Jahre 1882 in dEr damals dem Reichstag gemachten Gewerbeordnungsnovclle war das Verbot des Detailreisens schon enjbalten; 69 ist also nicht etwa 1281 eins "kur Idee aufgetaucht, sondern 86 ist eine Idee, die ihre Entstehung ver- dankt den seit langen Jahren gemachten thatsäcblicben Wahrni'b- mungen auf dem Gebiete unseres Erwerbslrbens. (Sehr richtig! rechts.) Damals hat der Reichsjag allerdings die betreffende Bi“.- stimmung drr Griverbc'ordnungsnOVelle abgelehnt. Als abrr im Laufe drr Jahre durch eine große Anzahl don Klagr-n, insbksonderc aus 0611 Kreisen des stLHMden Gewerbes, die Regiernng yon neuem auf die Fraß: geradezu"? binaedrängt ivurdr, ob rs fick) nicbt e*mxfeblk, zum Schuß dcs stébenden Gswcrbes gegenüber dem Umfangc, wrlche das forigeseßt steigends Defailreisen gkwonncn hatte, etwas zu thun, k9nnte die Regicrung garnicht anders, als die Frage Von neuem ihr?: Erörterung zu Unterziehen. (SLH! richtig! rrchts.) Das bat die Reicbsverwaltung in der Weise gethan, daß fie nch dcr Auffordkrung, sich auch noch über andere Fragr'n zu äußern, in denen eine Reform der Gewerbéordnunng als nützlich erscbicn, sich an die Bundesregisrungkn auch mit der Frage wandte, wie fie fich zu einer etwaigen Beschränkung des Detailrcisens strllen würden, und die LandeSregierungen haben in dcr überwiegendrn Mehrzahl damals _ ['I war im Jahre 1890 _ ibre Ueberzeugung dahin ausgesprochen, daß zu Nuß und Frommen unseri'r gswerblichi'nZustände und unscrcs Erwrrbslebkns eine Einschränkung des Detailrciséns vorgcnommkn Werden müsse. Und, meine Hcrren, dir verbündeien Regierungen Haben die Ueberzeugung, daß auf disem Gebiete etwas geschebrn müsse, sich nicht etwa aus den Fingsrn gesogen, sondern sie find zu dieser Ueberzeugung in drr Hauptsache durch ihre eigenen Parlamente
und durch diE Strömungen, dir in diesem Parlamenten dic Oberbank .
gewonnen hatten, gedrängt wordkn, und so babkn fie beim Reick; darauf hingewirkt, daß hier etwas JLschäÖk. Nun, meine Herren. könnkn Sie? uns doch unmöglich einen Vorwurf daraus machen, daß wir, dieser Uederzeugung folgend, im Reich dazu übergegangsn sind. entsprechende Vorschläge zu formuliersn!
Wenn ich mir nun ansehe, wrlche Kriük disse Vorschläge d:“? :“
Verbündetrn Regierungen gefunden Haben und Welche Bestrebun-„ZM auf Abänderung dikfrr Vorscbäge Hier im Hause beworgetreten 11110, so muß ich sagen: das allerbeste erscheint mir unter den vkrscbichnrn Möglichkeiten, die Frage zu lösen, doch immcr noch der Vorschlag- wie ihn die Regisrungßvoriage enthält. Es wird mir dies abkr von rechts und links nicht zugegeben werdcn. Man wird mich hinweisen auf das Odium, Welches dem Bundksratk) aus der ihm darch dem Art. 8 beigelegten Komverenz erwächst. Ich gebe ja 514-- daß dicses Odium für den BundeSrath nicht sehr angenehm ist; aber ich sollte meinen, daß, wenn der Bundrsratb einmal einen solchkn Vorschlag, der ihn nicht unerheblich belastet, selber aufgestellt hat, die Sorge für die Durchführung oder dafür, ob das Odium ihm wirklich lästig werden möcbie, doch am besten dem Bundeßrafb zu überlaffrn skin dürft? und daß sich andere Lsute Eigentlich nicht dk" Kopf darüber zu zerbrechen babsn. (Heiterkeit) Wynn man aber _ und ich entnehme dieses Moment gerade aus dem Wunsch, der im Antrag Richter enthalten ist, dessen Brgründung ich zu mein?!!! Bedauern bis jetzt noch nicht gehört habe (Zuruf links) _ dazu über: geht, zu sagen, daß es außerordentlich schwierig sei, festzusteücn, 0111 welchen Gebieten ein Verbot des Detailbandxls möglich, durchfübkbék und nüylich sei ohne Schädigung anderivcitiger Interessen, die eben!!) der Schonung bedürfen, _ wenn man uns den Vorwurf macht. daß man die Regierungsvorlage nicht mit auSgiebigerkm Material Versehen habe, so möchte ich wohl wissen- auf welche einzelne Rubriken eine solche Enquöte, wie sie der H?"
Abg. Richter in Absicht nimmt, gerichtet sein müßte, und wie man sieh die Durchführung einer solchen EnquSte denkt. Wenn auf einem solchen Gebiete nach dem Maße der Klagen und nach dem Maße des Eindrucks, den die Kenner unseres gewerblichen Lebens von der Be- rechtigung dieser Klagen haben, Regierungen und Reichstag zu der Ueberzeugung kommen, es muß Abhilfe geschaffen Werden, dann braucht man keine EnquSte (sebr richtig!), die außerordent- lich zeitraubend, außerordentlich kostspielig sein würde und die in ihrem Erfolg doch außerordentlich prekär sein muß. Wenn der Vorschlag, wie er in der RegierungEVorlage ent- halten ist, Gesetz wird, dann wird der BundeSratb aller- dings die Aufgabe haben, in jedem einzelnen FalLe für jede einzelne Branche zu prüfen: werden hier berechtigie Interessen durcb die Ausbildung des Detailhandels geschädigt, und kann diese Schädigung durch das Verbot des Detailhandels in dem betreffendsn Zweige ohne Schädigung anderer berechtigter Inter- éffen beseitigt werden? Das kann kein Reichstag, das kann aber sehr wohl der Bundeßratl) machen, und es wird in jedem einzelnen Faile srbr sorgfältig zu untersuchen sein, wie die Dinge draußen im Lande stehen, ob z. B. der Zigarrenbändler, der einen stehenden Betrieb bat, mit Recht verlangen kann, daß ihm der im Detail rei- sende Zigarrenkonkurrent aus dem W896 geschafft wird. So liegt die Sache. Und wenn Sie diesem Gedanken folgen, Werden Sie ihn an sicb als berschtigt anerkennen müffen. Dann mögen Sie, auf
einem Standpunkte stehen, auf welchem Sie woäen, mögen Sie auf der einen Seite nachher sagen: der Bundeératb genügt mir in seiner Aktion nicht, er thut das, was ich wünsche zur Beschränkung des Detailreisendenbandels, nicht in außreicbendem Umfange, oder mögen Sie auf der anderen Seite sagen: er thut zu viel zum Schuß des stehenden Gewerbes, _so werden Sie dock) niemals sagen können, daß man auf diesem Wege nicht zu einer rationellen Entscheidung im einzelnen Falle gelangen könnte. Und das ist die Absicht der verbündeten chie- rungen. Daß der Detailhandel an sich in vielen Fällen ein durchaus nüßlichrr und auch wirthschaftlich gesunder Geschäfts- betrieb ist, das bestreiten ja auch die Herren von der rechten Seite nicht; nur woÜen sie da, wo drr Detailhandel zu einer unberechtigten Schädigung des stehenden Gewerbes übergeht, cinen Schuß für das stehende Gewerbe Haben, und diese Forderung ist an fich durchaus nicht unberechtigt.
Also, meine Herren ich beschränke mich aufdiese wenigen Bemcsrkungsn und behalte mir dor, bei der Beratbung des Art. 8 eingehender über die Sache zu sprechen. Ich hege den Wunsch, daß wir, mag JbreEntscheidurxg fallen wie sie will, jedenfalis zu einem Ergebniß kommen, welches der ehrlichen Arbeit im Lande zu Ruß und Frommen dient. (Bravo!)
. Darauf wird nach 53/4 Uhr die weitere Berathung auf Dienstag 2 Uhr vertagt.
Gesundheitswesen", Thierkraukheiten nud Absperrungs-Maßregeln.
N a ck r i ck t e n über die' Verbreitung von Tbierkrankbeiten im Auslande.
Oesterreich.
7. April.
Kronland _ Orke: Maul: und Klauenseuche . . 19 Rotblauf der Schweine . . 8 Schweinepest(Schweineseuche) 21 Maul- und Klauenseuche . . Rothlauf dcr Schweine . . SchnieinepestiSchweineseuche) Maul- und Klauenseuche . . Maul- und Klauenseuche. Rotblauf der Schweine . . Schweincpeit(S weineseuche) Schweinepest(S weines€uche) Maul- und Klauenseuckye . . Rotblauf der Schweine . . SchWeinepest(Schweineseuche)
1
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_ i . H Maul- und Klauenseuäye *i
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Nieder-Oesterreich
Ober-Oestcrrsich . Salzburg Steiermark . Küstmrland . Tirol-Vorarlbcrg
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Rotblauf der Schwäne . . Schweinrpest ( Schweinefeuche) Maul- Und Klauenseuche . . Rothlauf der Schweine . . SchweincpestiSchweincseuckye) Maul- und Klauenseuche. . Rothlauf der Schweine . . Schweinepest(Schweineseuche) Maul- und Klaucnieuche . . Rotblauf der Schweine . . Schweinepest(Schweineseuche) Maul- und Klauensxuckye . . Schweinepest(Schwemeseuche)
Böhrnsn Mähren Schlesien
(Galizien
Dalmatien .
1. April. 8. April.
Komitate: OkkE: Höfe: Korn.: Orte: Maul: und Klauenseuche . . 28 102 837 21 82 Lungsnscuche . . .. . . . 6 13 13 5 12 Rothlauf dkr Sckpwrme . . 25 93 446 24 83 Schweineseuchr . . . . . 43 941 _ 42 930
Rußland.
Rindcrpsst.
Im Monat Februar. Gouvernement: Stawwpol (Kaukasus) ..... GLbiet: _ Terek (Kaukajus) 142 _
Zahl _ dss gstödtkien gefallenen Viebs: 64 2
1.-15. April. 16:-30- April, Maul- und Klauenxeucbe.
Zahl der verseuchten und verdächtigen
Orts : Stäjile: Orte: Stä1lle : 19 81 St. Gauen ...... 2 Solothurn . . . . . * _ Appenzeü a. Rh. . . . _
' Thurgau ....... 1
Rotblauf der Schweine und Schweineseuche.*) Zahl der verseuchten Kantone: Orte: Kantone: Orte: 8 23 8 23. *) Am stärksten derseuch waren die Kantone Zürich und Waadt. Belgien. 1._15. April. 16._30. April. , Zahl der verseuchten Provinzen: Gemeinden: Provinzen: Gemeinden: Maulseuchc . . . 1 2 3 4.
Handel und Gewerbe.
Täg1ichc Wagengestellung fü: Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberfcblesien. An der Ruhr sind am 8. d. M. gestellt 11804, nicht r*:chtz-ei1ig aefiellt keine- Wagen. In Oberschiesien sind am 6. d.M. gestellt 4570, nicht recht- jeitig gestellt feine Wagen.
Zwangs-Vcrsteigerungen.
Beim Königlichen Amthericht [ Berlin stand am 8. Juni das Grundstück, in der Weißenburgerstraße 33 belegen, dem Kaufmann Max Lebram gehörig, zur Versteigerung. lache 11,66 &; Nutzungswertk) 9450 „M; mit dem Gebot von 1808 „M blieb der Kaufmann Carl Rothe zu Südende Meistbietender. _ Aufgehoben wurde das Verfahren der Zwangöveriteigerung, betreffend das aase' ebe Grundstück Urbanstraßc 55.
Beim öni lichen Amtßgericbt 11 Berlin standen die nachbezeichneten rundstücke zur Verßeigerung: Grundstück zu Schmarßend orf, Kösenerstraße 4, elegen, dem Zimmerpolier Maximi ian Fis ck er gehörig; Flächenraum 7,57 &; Nutzungs-
14. April. 21. April. Zahl der Verseuohten Höfe: Orte:
81. 21
30. April. Höfe :
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15. April. 22. April. 29. April. Zahl der Verseuchtexn _ Korn.: Orte: Hösc: KVM,: Ortéx Höfe: Kom: Orté: Höfe: 17 63 262 15 47 251 17 50 284 6 11 11 5 9 9 4 7 7 21 63 234 21 47 144 25 55 181 41 893 _ 41 912 _ 41 910 _
werth_ 3300 „54; Meistbietender blieb mit 5000 «Fi der Spar- und Vorjcbuß- Verein für Bkamte der deutschen Reichs- ;Yost- und Telegrapben-Berwaltung zu Berlin. _ Grund- tück zu Schöneberg, Bahnstraße 46, 5816 en, dem Rentié'r Otto Abrerxdt gehörig; Flächknraum 5,84 &; J ußungswerth 11500 36; Meistbwtende blieb Fräulein Martha Dinglinger zu Brrlin, Lankwiystraßc 14, mit dem Gebot yon 121080 ck
Beim Königlichen Amtögericbr zu Charlottenburg. Das Verfabrrn dcr Zwangsverstei erun des im Grundbuch der Stadt Charlottenburg Band 106 5 [att * r. 3989 auf den Namen des rcdigers Julius Rohrbach zu Charlottenburg eingetragenen, zu ba_rlottenburg, Krummestra e 28, belegcm-n Grundstücks wird auf Antrag „der brtreibknden läubigerin, der zu Hamburg domizilierenden Aktiengeseliscbaft Hypothekenbank in Hamburg, obne Aufbebun der erfolgtkn VoÜstreckungSrnaßregeln, vorläufig eingestellt. Der Verétei erungöjermin und der Zuschlagstermin am 13. Juni 1896 fallen ort.
_ Preußische Fcuer-Versichernngs-Aktiengescll- schaft. Am 2. d. Vi. fand bei der Prkußiychen Feuer-Verficherungs- Aktiengesellscbaft zu Berlin die 29. ordentlich? Generaliserfammlung statt, in welcher der Rechnungsabscbluß für das Jahr 1895 Vorgelegt wurde. Derselbe weist einen Reingewinn von 28 913,54 „4 aus, von welchem Bcirage 24 000 24 als Dividendr, das find 40,3, zur Vcr- jhkilung gelangen und 4913,54 .,“ der Kavitalrxscrve zugkscbricben werden. Wenngleich nun, wie der Geschäftsbericht ausführt, dieses Resultat als besonders günstig nicht zu bezeichnen ist, so muß es doch als znfriedenstellend um so mehr anerkannt wcrden, .als fast sämmtliche bisher erschienenen Berichte der übrigen Youn- verficherungs-Geselischaften konstatieren, daß der Verlauf dss „abrcs 1895 für das gesammte deutsche Feuerverfickpcrungs-Gesckdäft info! e der zahlreichen Ortsbrände 2c. ein recht ungünstiger war. Die Gkse - schaft richtet nach wie Vor ihr Hauptaugenmerk auf die Enkwickelnng ihres direkten (Ges äfts und bat bierbci auch aufen Erfolg gsbabt. Dic Versicherungs umme bat fich von 802136 091 .*6 auf 871 410 545 24 erhöht, die Zahl drr Versicherungen ist von 140 770 aus 152125 gestiegen und die Prämien-Einnabmc hat einen Zuwachs von 78 484,23 ..“ rrfabrkn. Auch das la_nfc'nde Jahr schcint den vor- angedeuteten Bemühungen der Geseliscbait günstiz zu sein, inivfsrn als in den ersten 4Monaten kin Zugang an Prämre von ca. 69 000 .“ erzielt wuxde.
_ Die Einnahmen dkr Maricnburg-Mlatrkacr Eisen- bahn betrugen im Mai 1896 nach vorläufigrr Feststcüung 177 000 ..,-t egen 179000 .“ nach vorläufiger Feßstcllung im Mai 1895, mit- ßin weniger 2000 „46 _ .Germania', Lkbrns-Versicberun s-Akiicn-Gescüscbast u Stettin. Nach dem Bericht für das Jabr1 95 waren die Ergrbnich des vorjäbrigen Geschäftsbetriebs_ durchqus befriedigende. Es lagen zur Erledigung vor: 13636 Antrage „auf 52 051 298 .“ Kapital und 290147,22 „ja Jabreörente. Davon wurden angenommcn 10 732 An- träge auf 39 061 232 .“ Kapital und 287 882,42.“ Jahresrente; ab- gewiesen odcr zurückgezogen 2793 Anträge an; 12 461 728 .“ Kapital und 1809 80 „46 Jahresrente, als unerledigt an 1896 überm n 111 An- träge über 528 338.46Kapital und 455.“ Jabrekrente. Na Ab ug der durch Tod und bei Lebzeiten Ausizescbiedenen blieben Ende1895im tuen
173190Perfonen durcb 182548 Policen mit 523 94564531Kapital und“ 2001 233,56 „sé IabreSrente ver chert, d. i. 19 425 282 .“ Kapital und 187 817 „M Rente mehr a s Ende 1894. Der freiwilli e Ab- gang durcb unterlassene Prämienzahlun? betrug 0,4 %, durch auf 1,2 0/9 des während des Jahres 1895 nSgefammt versichert gewesenen
Kapitals. _ Der Gesammt-Vetsicherungsbestand Ende 1895 umfaßt:
94 005 Kapitalversitherungen auf den Todesfall, mit Anspruch auf Dividende über 404218886 „ji Kapital; Reinzuwackps gegen das Vorjahr 4798 Versicherungen über 20 990 438 sib Kapital" 41015 Kapitaldersickyerungen auf den Todesfall ohne Anspruch auf Dividende über 63 145 837 „i(- Kapital; 22065 Kapitalversicherungen Mis den Er- lebensfall über 53 226 888 „js. Kapital; 20 781 Be räbn ßgeldver- sicherungen über 3354 034 «M und 4682 Rentenverfi erungen über 200123356 „74 Iabreßrente. In dem Gesammtbestande der Todes- faU-Versicherun en siiid mit 3000 „jk übersteigender V cherungs- summe 35 008 I)ersonen mit 322 539 700.34 Kapital entba Len, sodaß unter diesen Versicherten durchschnittle auf jede Person eine Ver- sieberungssumme von 9213 ..,-6 entfa t. Gegen Krie Sgefabr sind versichert 7276 Personen mit 33 521 663 „ji Kapital. n Deckungs- mitteln für Kriegsschäden stehen der" Geselischaft 6776 734 „ja zur Verfügung. Von den seit 1. Marz 1892 bei der Germania eingeführten Kapitalvsrsicherungen au_f dcn Todesfakl mit" Be- freiung von weiterer Zahlung der Pramie bezw. mit Gewährung einer Rente bis zu 50/0 des versicherten Kapitals bei Eintritt dauernder Erwerböunfäbigkeit durch Körperverle ung oder Erkran- kxmg bliebi'n Ende 1895 versichert auf 3920 Po icen 16 755 560 „M Kapitak. Im Laufe des Jahres 1895 starben in dsn beiden Abthei- lungen der Kapitalversicberung auf den TodesfalL 2138 Personen, durch deren Tod im Ganzen 6655 136 „M Versicherungssumme fäklig wurde. Hiervon Wurden bis zum Schlusse des Jahres für 2087 Sterbefälle 6521409 «jk gezahlt, während für 51 Sterbefäae 133 727 «M in der SchadenreserVL zurückgesteüt find. An Deckungsinitteln zur Be- streitunJ dieser Aus abe standen der Gesellschaft zur Verfügun : 7 937 9 8 «M _ MitJin wurden 1282 781 „54 weniger fälli , Ks der Geseüscbafr zur Bestreitung von Sterbefallzablungen zu ebote standen. Streitigkeiten sind im Berichtsjabre nicbt vorgekommen. Nach Abreckonung der Verlustziffern einiger Abtheilungen belief sich der„Geiammtgewinn aus der Sterblichkeit auf 1152 567 „jk Die Pramien-Einnabme betrug für die Gefammt-Kapitalversickyerun en 20791791 „je., gegen das Vorjahr mehr 939488 „54, für die e- sammt-Rentenversicberungen 2551666 „FH, für die beiden Haupt- abtbeilun en des (Geschäfts zusammsn 23 343 457 ck Die Ertragniffe aus den .,apitalanlagen beliefen fich auf 6474 585 ck Der Durch- schnitts-Ztnsfuß betrug 4,052 0/0. Von der Gesammt-Jahreßeinnabmc an Prämien und Zinsen in Höhe von 29 818 042 „54 wurden ver- wendet 36,2 0/0 mit 10 798 263 .44 für durch Tod und bei Lebzeiten der Versiäyerten fäUig gewordene Kapitalien und Renicn, 3% mit 896 619 «;(. für PrämienrückJwäbr und Ab]6n,§€ntschädigung an ausgksckyiedenr Versicherte. em Prämien -Re§ervefonds wurdsn 38,5 0/0 der Jahreséinnahme mit 11476407 überwiesen, und desen Gesammtsnmme hierdurch auf 153 926 210 «44 erhöht. _ Mit Rück- sicht auf den andauernd niedrigen Stand des Zinsfußes ist die Ge- sel1schaft dazu übergegangsn, vorn 1. chnuar 1894 _ab für alis neu abgeschlossenen Kapitalvi-rsicberungen aus dén Todksiall die ?)tämien- rrserve mit dem Zinsfuß von 3 0/0 (bisher 31%) 'zu erechnen, und wird die Reserveberechnung mit 3 % allmahlich auch auf den Bestand der vor dem 1. Januar 1894 abgeschloffenen Kapital- Vrrficberunchn auf drn Todesfaü nacb d_€r Reihenfolge der Jahrgänge auSdebnen. Der reine Ueberschuß beliés fick) auf 3796 796 „;ck Aus demselben erhalten die Aktionäre eine Dividende von 15 0/0 der Ein- zahlungen mit zusammen 270000 „44 und die mit Gewinnantbeil Verfichertkn eine Prämien-Rückvsrgütung Von 3358 857 .“ Zuzüg- lich der Dividenden-ReserM aus früheren Jahren bleiben 12693 594.44 für Gewährung Von Dividenden an die mit kainnantbeil Ver- sicherten zur Verfügung. Aus diesem Fonds erhalten die nach Divi- dendenplan 11. Versicherten 21 % ihrer 1895 gezahlten Jabresprämie imd die nach Dividendenplan 13. Versicherten 30/9 von der Gesammt- immmx ailsr seit Beginn ihrkr Vsrsicherung gezahlten Jabreérrämien durcb Anr€chnung auf die 1897 fälligen Prämien,
_ Dis Betriebseinnahme der Kölnischen Straßeubaön- Gesellschaft betrug vom 1. biL 31. Mai 1896 17553330 :ié gegen 15175060 „16 im Mai v. J. Vom 1. Januar bis 31. Mai 1896 wurden 717 504,30 24 gkgén 610 469,23 „44 in der gieiÖc-n Période des Vorjabrss Lingenommen.
Stettin, 8. Juni. (W. T. B.) Gkrrsidcmarki. Wkixen hehauptsx, loko _, 57: Juni-Juli 154,00, 7:7, SCHUHE 144 50, Roggen fester, [91-3 _, yr. Juni-Juli 114,50, r: Sevx.-Ok1ober 116,50. Pommerscber Hafer lvko 119 123. 9251-51er unvsrändert. m.Juni-Julr 45,07) _p:. Seyd-Okt. 45,20. Spiritns behauptet, lolo mi: 70 .“ Kowunzürue“ 32.40. Perrolsuw (Olo 10,03
Breslau, 8. Juin. (W. T. B.) Getrside- und Pro- duktenmarkt. Svirttus pr. 100 1 1009/41 Exkl. 50 .“ VerbraucbZ- abgaben dr. Juni 51,90, do. do. 70 „44 Verbraucbsakgaben vr. Juni 32,00.
Breslau, 8. Juni. (W. T. B;) Wollmarkt. Dis Nach- frage richiei fi?) zumeist nach 1911 berieten, minelfeinen und feinen Wollen, die „fur den Bedgrf mcbt ausreichend zuaefübrt sind. Ob- gleich die Stmxmung Cin? Wbt ruhige ist, erhalten sich die Preise und haben _die Umsätze zu din diSbsrigen Preiskrböb-ungm von 12-15 .“ stattgeiundkn._ (Hsgen aii? Erwartung ist die Wäsche zumeist vor- züglich und die Trocknung sine saw **
Magdeburg, 8. Juni. (W. T. B.) Zuckkrberi ' Kom- zucker exkl., wn 92 % _,_, Kornzucksr 2ka. 589.5 . endura! _,_, Nacbpwdukik exkl. 750.7- Readem. 8,20_8,80. GesM'ok. Brotraffmadc ] 25,75. Brxtraiünade 11 _,_. Gem. WWW mit Faß 25_26, Melis [ mit “aß 245005113113. Noözackn 1. Produkt Tranfiw !. „71, B. H; urg vr. Juni 10,50 GB., 1„ Br.,Vr. Juli 11,12? (Hd., 11.17; Nr , dr. Septkmbcr 11,373 GB., 11421232 kr. ijobcr-Dckaékx 11,07F Ed., 11,124 Br., rr. Januar- März 11,27? Gd, 11,32? Br. Rubi .
Essen ;1. d. Ruhr, 8. Jimi. ( . “Q B.) I:: der WIN! Versammlung der dxm RbriuisÖ-Weftiäliscknn K'oklen- svndikat an*ebörigen Zschknbenskr wurde, der „Rb-Westf- Ztg.“ zufolac, mitgct eilt. das; im April die Bctbi'iligungsziäcr 3348190 r., dir Förderung 2952 011 r und somit die Einschränkung 396179 x gleick) 11,85 (* 0 beragan bade. Drr Vcrsand belief fich aui 2207047 :., dodon 2037 846 1 odcr 923203 für Rechnung des Sdadikats. Zur Zeit ist der 2151.15 Jost, bcxondch für da: Export und d'u Juduftrir. Kokskobirn find knarr. DU“ Eichbränkung im Mai därfxe M' lich 11,44 ".'o der BctbeiliYigUMn dcnagcu haken.
L_cirzig, 83qu ( . T. B.)_ Kaamgog-Terwinkaudel La Plata. Gmndmmm 13; v:. Zum 3,324 *, d:. JKU 3,35 .|., m. August 3,35 .“. rr. Ocrtcmdc: 3.374 ax. v:. Oktober 3,40 “. rr. November 3,40-ek pr. Deskmder 3.424 ,x, pr. Januar 3,424 .“, 1'7. Februar 3,45 .“ rr. Mär] 3.47M pr. Avril 3,47€ &, v:. Mai 3,474 .“ Umsas: 35 000 kg. ig.
_ Btrmcn, 8. (W. T„ B.) BörsM-SÖ ' ZK. Ratikmrcrtes Petrgicßw; (ORF:!!! IWW? dcr ,rcmcr thwlcum-Börxx.) STN cht Leko 5,80 Vr, JW. “ckck PW.
ko 5,60 Vr. Schwalz.“ Niedrig“. Wilm BF „5, Armour W 244 6. Cudadv 255 (4405122: Gr::cew 254 „„U, WJA: label BF ;, Fairbanks 23 _„x_. Greek. FM“. SLM?! 413.1: middüxß 1:3!» 231 «&. Reis ?cit, aber ruhig. Kaiser ruhig. Bau-wvlle. Ruhig. Upland middi. Toko 38; .z. Tadack. 83 Fäßkt KMW, 125 Packra Türkei.
Hamdur , 8. Juni. (W T. B.) Getreide-tht. . Weijexr ioio Zcit, holstriniscbct low nenn 155_160. loro ici:, biefwcr _ Warburger lokv mee 1W_1
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