1896 / 143 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 17 Jun 1896 18:00:01 GMT) scan diff

de': «.be-w Loba in dem BMW:- -* vie! größer ist als, die bl derer, denen eine * ** Eo m_ tbeil wurde. m Jahre 1893 er- « „_ e tine buerböbuna von 12 426 Pfd. Gierl- in der Woibe, im _ re 1894 i dagegen eine wöchentliche Lobuverminderun um ,ooooxösr-„S ju verszei en. und die vorläusYen bei ungen überl, eine ol e von-30000 fd. ter. Allen drei Iabrm sind eh: günstige VerbältnYe im gewerbe eigen. Nach der eben et cbienenen amtlirben . boar Gaz.“ ist die Lage des rbeitsmarkts ge euwärtia verhältnißmäßig aM? Soweit Be- richte vorli , d Ende Mai 3,3 MH. unbes gt emsen geßen 3.2 v. H. de ril und 6 v. H. Ende Mai 1895. brend es Monats Mai ielten 58000 Arbeiter Lo nerböbungen, die sich durchschnittlich auf 1 8]!- 9 6. in der Woche eilen, und 2000 Mann wurde der Lohn verkür t. Die im Mai erfolgten Aenderungen der Arbeitth [ind *unerbe lich. , Bezüglcb des allgemeinen Ausstands in Neunkirchen in Nieder-Oesterreicb (vergl. Nr. 132. 133 u. 138 d. Bl.) theilt „W. T. B." unter dem gesirt en Tage Folgendes mit: Der Bezirks- hauptmann von Steindl Kat feine Vermittelungsverbandlungen zwischen den dortigen ausständigen Arbeitern und den Fabrikanten abgebrochen, da die le teren erklärten, sich auf weitere Verhandlungen nicht ein assen zu können , solange nicht eglirber TerroriSmus der Arbeiterschaft aufßehört hätte. Regierungsvertreter bezeichnete als dgs anpt inderniß einer YiedliÖen Beile an des Kon ikts die Thati eit des so ialistiscben itators Verstef. Es sei da er Sache der * rbeiter selb t, auf ihre irrer in friedlichem Sinne einzuwirken. Die Fabrikanten baben esciblofsen, morgen mit einer neuen Kundgebung an die Arbeiterschaft

heranzutreten. * Kunst und Wissenschaft.

Seine Königlicheixobeit der Prinz-Regent von Bayern bat, wie die Münch. . [lg. Ztg.“ meldet, unter dem 8. d. M. der aus Spenden Münchener Bür er und Firmen zur Unterstü un wissen- schaftlicber Forschungen au mathematiscb-naturwiffenscha li em Ge- biet mit einem Kapital don 71200 .“. begründeten „Münchener Bür erstiftung bei der Köni lich bayerischen Akademie der issenschaften' nacb Ma gabe des Statuts unter wobl- efälliger Anerkennung des von den Spendern bekundeten regen &emeinsinns die Allerhöchste landesherrlicbe Bestätigung er- tbeilt und zugleich dem Kommerzien-Ratk) Louis Weinmann, welcher um das Zustandekommen dieser Stiftung cb be- sondere Verdienste erworben bat, den St. icbaels- Orden verliehen. Anlaß zu der Stiftun? war der Wunstb der Bürger- schaft dem derzeitigen Präsidenten der A ademie, Geheimen Rath Max von Pettenkofer, Ehrenbürger der Stadt München und Be ßer der goldenen Bürger-Medaiile, einen bleibenden Beweis der Terehrung und des Dankes für sein gemeinnühigés Wirken zu geben. Ueber die Verwendung der jährlichen Zinsen des Stiftungsvermögens zu dem bezeichneten Zweck wird eine Kommiision entscheiden, welche aus dem Frästdenten der Akademie, dcm Sekretär der mathematisch -pbysika- ikcben Klasse und drei weiteren, auf je drei Jahre gewählten Mit- 9 iedern dieser Klasse besteht.

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.

Der Gesundheitsstand in Berlin blieb in der Woche vom 31, Mai bis 6. Juni ein ziemlich ünsiiger, obwohl die anhaltend höhere Temperatur der Luft, die rend der Woche vorherrscbte, einen das Vorkommen von akuten Darmkrankheiten begünstt enden Ein übte, infolge welcher Krankheitslxormen aucb die Zab der Todes älle besonders bei Kindern unter 2Ja ren eine gxsiei erte war. Es erlagen diesen Darmkrankheiten 43 erfonen.DieSterblicheiiszifferftie auf19,5, pro Mille und Jahr bere net; auch die Beibeiligung des äuglings- alters an der Sterblichkeit war eine größere; von je 10000 Lebenden starben, aufs Iabr berechnet, 65 Säuglinge. -- Akute Entzündungen der AtbmungSorgane haben abgenommen und verliefen milder; Erkrankun en an Grippe kamen selten zur Beobachtun . _ Unter den Inf ionskrankheiten blieben Erkrankungen an Typ us selten. Masern, Scharlach und Diphtherie zeigten in der Zahl der gemeldeten Erkrankungen keine wesentliche Abweichung von der Vorwoche; Erkran- kungen an Ma ern wurden aus der Tempelhofer Vorstadt und aus Moabit, an S arlach aus der Rosenthaler Vorstadt, an Diphtherie aus der Tempelhofer und Rosenthaler Vorstadt und aus dem Stralauer Viertel am häufigsten zur Meldung gebracht. An Kindbettfirber kamen 2 Erkrankunsen zur Kmntniß; fxrner wurde eine weitere tödtlich der- laufende Erkrankung an Genickjiarre bekannt. Rosenartige Entzün- dungen des Zellgcwebes der Haut waren nicht selten; auch Erkran-

, MWBRM.MU185UMW "endeten blieben jak . Rbeum . sche Bestbtverden der Muskeln amen „seltener da- Ygen (; te Gelenkrbeumatin in gesteigerter “Zahl our ärztlichen

ebandlung. W&W

Aus Anlaß der Feier zur Einweihung des Kaiser Wilbelm-Denkmals auf dem Kyffhäuser ist ein sFr re er teleYtapbisckier Verkehr zu erwarten. Zur Bewältigung drsse en nd bei er Te telegrapbendienstli daher namentli

egrazöebenanftalt auf dem Kyffhäuser umfangreich

Einrichtungeuußcetroffen worden. Es wird r die Herren V eier der Presse empfeblen. i re telegrapbischen erlebte bei der Telegrapbenanftalt auf dem Kkabäuser auszuliefern, von wo aus dieselben unmittelbar nach Berlin und anderen größeren Orten Beförderung erhalten. Auch bei den Post- anstalten der umliegenden Orte haben die telegr bendienstlichen Be- trieböeinrichlungen entsprechende Erw-eiterung erfa ren.

Das , entralblatt der Bauverwaltung“ bringt Mittheilungen aus der Ze tscbrift des russischen We ebau-Ministeriums über die le xe Sivungdes Bau-Ausscbuffes der S birischen Eisenbahn im

arz d. I., die unter Vorsiv Seiner Majestät des Kai ers Nikolaus stattfand. Die BetriebSergebniffe der westsibiris en Strecke Tscheljabinsk-Omsk in der eit vom ]. September 1894 bis 1. Januar 1896 mit noch unregelm ßigem VerkeF wurden danach als günxtig bezeichnet, indem (?ck bei einer * eförderung von 231927 et onen, 2793 t. Gepä und 248125 t". (Güter auf einen isomerer Betriebslänge eine Einnahme von 4183 ..ck 56 „3 er ab. - Bet dem Brückxnbau über den thyscqu bei Omsk nd zur Zeit tausend Arbeiter bes äftigt; die im a te 1894 begonnene Brü e wird im Sommer deses Iabres vollendet, ibre Baukosten sind auf 4,4 Miuionen Mark veranschlagt. Die Erdarbeiten der zweiten Tbeilstrecke, der mittelsibirifcben Linie don Krasnojarsk bis nach Irkutsk, werden gleichfalls mit Ablauf des Jahres 1896 zu Ende geführt und die Schienenlegung auf 374 km Lange in Angriff genommen. Des weiteren wurde berichtet, daß bei den Arbeiten auf der Transbqikal-Linie von Myffowskaja bis nach Sfrelensk sich durch eine Verschiebun? eine Verkürzunxz der Linie um 32 1rru er ieien ließ. Die Line verläuft nun n folgender Weise: Von

yffowskajg ab zieht sich die Babu an dem Ufer des Baikalsees bin, biegt dann in das Flußtbal der Selenga ab und erreicht durch das Flu tbal der Uda die Stadt Wercbne-Udinsk. In der Fortse ung dur schneidet die Bahn eine seenreiche Niederung bis zum F u e Domna (zur Lena). Nach Ueberschreitun der Wasserscheide errei t e auf dem Ostabbange des Jablono gebir es ihren höchsten unkt, 1128 w-über dem Meeresspiegel, und t von bier allmählich is Ssrelensk, welches nach Um ebunq des Bergabbanges bei Tscbita erreicht wird. .Die schwierigizte Baustrecke ist dre xuleßt ge- nannte. Nicht gerin eSchn-ierigkeiten verursachen die meteorolo ischen Verhältniss dieser egenden; nach den Beobachtun en unwet der Stadt Tschita, 725 m Meereshöhe, betrug die durcbiibnittli e Tiefe des gefrorenen Erdbodens 7,50 m. Im Sommer drang die onnen- wärme nur bis ungefähr 4 m in die Tiefe, sodaß die übrige Schicht von 3,50 m dauernd gefroren blieb. Im Witimskiscben Gebiet und auf dem Jablonoigebirge dringt die Sonne im Sommer überhaupt nur bis auf 0,60 ru Tiefe in den Erdboden ein. Im März d. J. bestand das gesammte Arbeiterpersonal auf der in Rede stehenden Strecke aus etwa sechstausend Köpfen.

Hamburg, 16. Juni. (W. T. B.) amburH- Ameri- kanixebe Packetfabrt - Aktien - Gesells aft. er Post- damp er .P'ersia' hat, von Ncw-York kommend, brate Mittag 12 Uhr Scilly passiert.

Budapest,16.Juni. Die internationale Telegrapben- kon ferenz Wurde heute von dem Handels-Minister Daniel eröffnet. Das Präsidium wurde der ungarischen Verwaltung übertragen. Nach- dem der Minister seinerseits den Vorfiß dem Präsidenten des Di- rektions-Ausscim es Peter Szalay übertragen hatte, wurden die Tages-

ordnungen festgetellt. Den Hauptgegenstand der Beratbungen bildet,

ein Von dem Staatssekretär des deutschen Reichs-Postamts aus- gegangener Vorschlag aligemeiner Erleichterungen und Vereinfachungen dcs ?esammten europäischen und, wenn möglich, auch des trans- ozean schen telegrapbischen Verkehrs, sowie Beseitigun der ver- wickelten Verhältniss des jeßigen Abrechnun swesens. om Reichs- Postamt sind der Direktor Fritsch und der eheime Postratb Biuig als Abgeordnete zu dieser Konferenz entsendet wvrden. _

Rotterdam, 16. Juni. LW. T. B.) Niederl_ändi7ch' Amerikanixebe Damvfscbi fabrrs - Gesellschaft. Der Dampfer .O dam“, von New-York nach Rotterdam, hat heute Nach- mittag 2 Uhr 15 Minuten Sciiiy passiert.

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Rumigßttigek.

Gestern Abend fand in derVerlinerGewerbe-Ausftekkx ü quIrothrFTftbelßeuck-dtuxlgch statté 1515115 e beiBf 11 en e eneauerorent roe von eu

em Treptower! ark binauSgeloäßl hatte. In M W sa waren die rrangements dieselben wie bei der J umination aber sie waren durch einige sebr 9eschmack. volle Details ergänzt, und außerdem hatte man die Beleuchtunxk auch zum großen Theil auf den Vergnü ungspaxk aus- Fedebnt an bis zum Haaenbeck'schen Tbierpark MTKbr-t. Unter en Neuerungen bewährte sicb namentlich die Um ei ung der den Neuen See umgebenden 64 Bogenlampen mit“ rotben Schleim, durch die nicht nur das grelle Liebt derselben angenehm gedämpft, son: dern auch der Effekt der weißen Lichtbogen in den Gängen wesent- lich gehoben wurde. Auf den beiden Rondels am See hatte man je drei silberfarbi e Obelisken aufgestellt,. die, mit Hunderten von buntfarbigen G äsern geziert, einen vräcbtt en Anblick gewährten, und außerdem waren dieSmal die sammtlicben tufen der Treppen um die Bassins vor dem Hauptgebäude bezw. dem Café Bauer mit mehr als 1200 weißen Lichtern geziert. körper beZZann etwa um 9 Uhr und wurde in „seinen verschiedenen Phasen w ederum durcb Kanonenscbläge angekündigt.

Die große F ontaine wurde gestern (Dienstag) nach VoUendung der Zementarbeiten und Rohrlegungen auf ihre Leistngg„ fähigkeit geprüft und bewährte sich vortrefflich. Sofort nach der ZU- lasßmg des Wassers bob sieh der mächtige Strabl 16 111 boch in die Lu , und in kurzer Zeit tvaren die mächtigen Becken, inmitten deren die Fontaine steht, bis zum Rand gefüllt. Nach dreistündiger Tbätig. keit wurde der Kauptstrabl vorläufig abaestelit.

Auf Wuns Ihrer Majestät der Kaiserin besuchten beute Vor- mittag 70 Damen des Kaiserin Au usta-Stifts unter Füh. rung der Oberin, Fräulein von Grünewa d, die Ausstellung.

Am reita , den 19. Juni (Abends 6 Uhr), wird im wissen. schaftl i en örsßaal drs Chemie ebäudes der Gewerbe-Aus. tellung Herr Profe or [.io. Vr. Fr. ircbn er über „Ermüdung' brechen. Nachdem er das Wesen der Ermüdung, ihre Ursachen und Folgen dargelegt, wird er die Versuche neuerer Forscher, diese Er- cheinung zu messen, betrachten und daran pädagogische Winke und Mahnungen knüpfen. -- Am Sonnabend wird ebendaselbst Pro. fesj Kny einen Vortrag halten: „über die Bedeutung der Pilze im Haushalte der Natur“. Er wird in kurzer Uebersicht den Einfluß besprechen, welchen die Pilze aus die Bildung des Vegetationsbodens, auf die Aufnahme der Nährstoffe aus demselben seitens der Blütbenpflanzen, auf die Herstellung einiger der wichtigsten Nahrungs- und (Genuß. mittel, sowie auf die Erzeugung epidemischer Krankheiten der Pflanzen, der Thiere und des Menschen ausüben.

Die elektrischen Aufzüge in dem Wassertburm des Hauvt-Restaurants sind nunmehr fertiggestellt und funktionieren vortrefflich; eine Fahrt mit denselben auf die Plattform des Tburmes gestaltet fich äußerst interessant und lohnend. Die Auf. züge, deren einer von der Berlin-Anbaltiscben Maschinenbau- Attiengesellscbait, der andere von der Firma Karl Flobr erbaut ist, sind den Anforderungen der modernsten Technik gemäß konstruiert und elegant auSgestattet. Sicher und geräuschlos geht die Fahrt von statten, und in wenigen Sekunden ist man auf der Spiße des Thurms angelangt. Hier bietet sich -- besonders an sonnenflaren Tagen - ein weites Panorama über dkn Ausstellungs- park und die grunen Ufer der Spree, bis zu den Müggelbergen.

“sten

Lorch ZWürttemberg), 17. Juni. Gestern Nachmittag HX Uhr zog vom 9 enstauien her über den Welzheimer Wald und den Mein- hardter ald ein schweres, mit Wolkenbruch und Hagel ver- bundenes Gewitter_bin. Die Hagelschloßen erreichten theilweise die Größe emes (Ganseeies. Die Feuerwehr mußte berbeiaerufeu werden zur Rettung des Viebs aus den Stälien, in welche die Waffer- waffen eindrangen. Der hiesige Bahndamm war hoch überflutbet, ist aber nicht beschädigt. Dagegen ist der an den Häusern und auf den Feldern angerichtete Schaden bedeutend.

Yokohama, 17. Juni. „W. T. B.“ meldet: Die Nord- provinz wurde von einem heftigen Erdbeben und einer mäch- tigen Fluthelle heimgesucht. Fast die ganze Stadt Kamaisbi ist zerstört. An tausend Menschen sind umgekommen. Innerhalb 20 Stunden erfolgten 125 Erdstöße.

(Foriseßung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Wetterberichtvom17. Juni, 8 Uhr Morgens.

baus.

Stationen. Wind. Wettrr.

Trmy-rratixr in " Celsius 5" C.: 40 R

Bar, auf 0Gc. u d Meeressi red. in Millim.

Kind

Regen bedeckt beiter wolkenlos wolkenlos wolkrnlos wolkig

halb bed. bedeckt wolkenlos wolkenlos heiter wolkenlos von wolkenlos Dunst

Leiter alb bed. wolkenl.1) bedeckt beiter wolkenlos wolkenlos beitrr

Brlmullet. . 748 Aberdeen . 750 Cbristlaniund 757 Koprnb en . 760 Stockbo m . 761

paranda . 761

oskau . . . 759

Coerueens- . town . . . 750 Cberbrmrg . 757 [der . . . . 758 ' vlt ..... 758 Lamburg . . 758 winemünde 761 Neufabrwaffer 763 Memel . . . 764 atis . . . . 759 ünster. . . 758 Karlsruhe . . 760 378332 ' ZZ? " . . Chemnitz . . 758 Berlin. . . . 759 Wien . . . . 761 ,Yreslau . . . 762 wolkenlos Ile d'Aix . . 761 bedeckt Nizza . . . . 760 wolki Triest . . . . 760 1) Gewitter. Uebersicht der Witterung ' Ein barometrisches Minimum unter 748 mm lte t westlich von Schottland, seinen Wirkungkreis o - wärts bis nach Ostdeutschland ausbreiteud, während der Luftdruck über Südwestrußland am höchsten ist. Nur auf der Südseite der Depres on weben frische Züblicbe und südwesiliche Winde, _onst ist die Luft- eweßung überall schwach. Bei sudöstlichen bis üd- westl chen Winden ist das Wetter n Deutsch and andauernd warm und beiter, nur in Westdeutschland, wo stellenweise Gewitter stattfanden, herrscht vielfach

wolkige Witterung. Deutsche Seewarte.

fang 71i Uhr.

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Niemann. Max (Grube.

Weise.

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Anfang 8 Ubr.

rich.

baum.

Fiiömgluhe ZchWspiklß Donnxrsmg: Opern- ]56. Vorstellung. vor 75 Jahren stattgebabte erste Aufführung. rcisckjüß. Romantische Oder in 3 Akten von arl Maria von Weber. (nach der gleichnamigen Erzablun Apel's). Dekorative Einrichtun vom Ober- nspektor Brandt. Dirigent: Kaprllmeiier 1)r. Muck. An-

Neues Overn-Tbeater (KroÜ). 113. Vorstellung. Der Trompeter vou Säkkiu en. 4Akten nebst einem Vorspiel von * Dirigent: Musikdirektor Wegener. Anfang 7x Uhr.

Schauspielhaus. Alten sungen. Lustspiel in 4 Aufzügen von Karl ' Zn Scene ges t vom Ober-Regisseur Anfang 7F 11 r. Freitag: 157. Vorstellung. Fra Francesco.

enry Waller. Märchenspiel in 3 Bildern von Engelbert Humper- dinck. Text von Adelheid Wette. Anfang 7x Uhr.

Neues Opern-Tbeater (Kroll). 114. Vorsteuung. Carmen. Oper in 4 Akten von Georges Bizet. Text von Henry Meilbac und Ludovic Halévy, nach einer Novelie des Prosper Mérimée. Emil Graeb. Anfang 7kUbr.

Schauspielhaus. Abonnement 13. 24. Vorstellung. Dramatisches Gedicht in 5 Aufzügen von Gotthold Ephraim Lejsing. Anfang 7x Uhr.

bede Deutsthes Theater. Donnerstag: Jugend.

Freitag: Der Meister von Palmyra. Sonnabend: Die Weber.

Berliner Theater. Donnerstag: König Hein- Anfana 7k Ubr. Freilaa (39 Abonnements - Vorstellung): ersten Male: Krieg im Sonnabend: Soldaten erzeu. - Der Schlag-

Theater. Waldmeister. Davis. Musik bon Johann Zur Erinnerung an die Der als Gästen. Anfang ?ck Uhr. Dichtung von Friedrich Freitag: Waldmeister. August Sonntag: Overette m 3 Aufzügen.

Suppé.

Oper in ictor E. Neßler. Residenz - Thcater. Komylaxavt. Schivmch

Wie die William Busna

164. Vorstellung.

Zum ersten Male: Oper tn 1 Aufzug. Musik - Hänsel und Gretel.

Freitaq : Erlauben Sie, Madame!

Tanz Von

Vorstellung. Sonder- Nathan der

ersten Ran es. der Vorste una 7 Uhr.

165. beit: Feeuhafte Illumination.

Neues Theater.

nacb Bilbaud und Parts. Banés.

Kapellme' ter“ Guiiav anda.

Sonnabend :

ZUM duell.

Ükdem Frauenbataillou.

Carl Der Vorverkauf bat

Ausstattun?

egonnen.

Wessmg-Thrater. Leßte Woche. Donnerstag: Operette in 3 Akten von Gustav Strauß. Ensemble vom Cari Schultze-Tbeater in Hamburg, mit Julie Kovaczv-Karczag und Eduard Steinberger

Sonnabend: Zum 50. Male: Waldmeister. Zum ersten Male: Das Modell.

Musik von Franz von

Direktion :

Laufenburg. Donnerstag: .Der StrUvHrtrcter. (1.9 'n [ und Georges Duval. von Max Schönau. _ Vorher: Erlauben Sie- Madame! Lustspiel in 1 Akt nach dem Französiéchen __,_„__. des Labiche, yon Fr. Lichtrrfeld. Anfang 74“ U

Der Stellvertreter.

Fr1edrrch-thl)elmßüdttscherQonzert-Wark. Cbauffeestra-ße 25-26 Direktion: Julius Fritzsche. Donnerstag: Spezialitäteu-Vorstellnug. Kräfte Anfang des Konzerts 6Ubr. Anfang Bei einbrechender Dunkel-

Scbiffbauerdamm 4 a. / 5.

Donnerstag: Vorleßte Aufführung: Tata-Toto. Vaudeville in ZAkten von Victor Leon und J. Zell, Musik von ntoine

n Scene grfe t von S sLmund Laufenburg.

i 11

Musik von Wilhelm Rosenzweig. - s - Sin spiel von

Somosy. Mu ck von Wlbelm

Theater Unter den Winden. Direktion: Julius Friysche. Donnerstag: Neu rinstudiert: Das Sonntagskiud. Operette in 3 Akten von Wiki- mann und Bauer. Musik Von Miliöcker. Dirigent: Herr Kavenmrisier Jedermann. Anfang i'k Uhr.

Freitag: Das Sonntagskiud.

Adolph Ernü-Theater. Donnerstag: Char- lev's Tante. Schwank in 3 Akten von Brandon Thomas. Rrpertoirestück des Globe-Tbeaters in London. In Scene geseßt yon Adolph Ernst. - Vorbxrs; fJÜPnsesun YusZatstung: iDiT Miami

' aroiie oem rang n von Sigmund Yb. Jacobson und Benno Jacobson. Musik von F. Roth. Anfang 8 Uhr.

Freitag: Charleh's Tante. - Vorher: DU Bajazzi.

Ferenczy-

Akten von Deutsch

...-

r. . .

_ Vorher: Familieu-Nachruhten.

Verlobt: Frl.Harriet Moritz mit Hrn. Lieut.z-S- Arnold Marks (Danzia-deyot). -- Frl. Martha Ahlemann mit Hrn. Oberförster und Lieut. d L- Ludwig Schinz (Jdabof. Kr. Miliisch-Ttchau O.-S.). - Zl. Martba Weiglin mit Hrn. Kassen- Kontroleur ilbelm Zierscb (Berlin).

Verehelicht: Hr. Hauptmann Georg von Jakovw mit Frl. Gertrud Sabartb (Lößen).

Geboren: Ein Sobn: Hrn. Diakonus Spaetb erteösllczu). - Z w ei T 5 ck t e r : Hrn. Pastor GUM

S .

Gestorben: Fr. Pastor Krickau, geb. von Besxcl (Stendal . - Fru. Superintendent Prox Soli Hans ( io de aneiro). - Hr. rediger Dä"ie Edivard (Edinburg). -- Hr. renz-Kommi ar und Lieut. a. D. Oskar von Siegrotb (Joowo)- - Fr. Postratb Martha Maron, geb. W (Breslau). - Verw. Fr. Justiz-Rath August? Vogler, geb. Stockfisch (Berlin).

fang 76 Uhr. Freitag: Zum leßten Male: Tata-Toto. Erstes Gasts iel der Budapester

Operetten- und Bailet-Gesells aft. Das Ausstattungs-Singsviel von Carl Somoffy.

Verantwortlicher Redakteur: S iem enr !) tb in Berlin.

VMM der Expedition (Scholz) in Berlin-

D ck d Norddeu en Buchdruckerei und Verlas- mAnstcexrlt Berlin LA., Wilhelmstraße Nr- 37-

Vier Beilagen "(einschließlich Börsen-Beilage)-

Damen- Vorber: Das ofenzweig.

dem ühequ . der Haupt. .

Das Entzünden der zahlreicheuLicbt. *

M 143.

Deutscher Reichstag.

106. Sißung vom 16. Juni 1896, 1 Uhr.

Die weite Berathung des Entwurfs eines Gese es, be-

tr end d e eststeUrxng eines Nachtra s um eichs- häftftswlts- tat fur das Etatswbr 1806/97z wird bei den Ausgaben für das Reichsheer fortßeseßt.

Gestrichen m_trd, entsprec] end, em Antrag der Kommission, die Forderung fur ein_e Art llerre-Kaserne m Jßehoe. Be- üglich einer Jufanterre-Kaierne in Wiesbaden beantragt Jie Kommission ebenfalls dre _Streichung, während Abg. ])r. Lieber (Zentr.) die Bewrllt ung beantragt.

Ab . Werner (d.Re-'ormp.) w verspricht dem Antra e, da die Stadt iesbadcn kein Inékereffe an der Kaserne zu haben f eine, denn sonst würde der Vertreter von WieSbaden, der Abg. Köpp, wohl das Wort ergriffen haben. Er empfiehlt, die Garnison nacb Rothen- burg zu svéorlegen, dem seine Garnison vor mehreren Jahren genommen worden 8

Abg. Müller-Fulda „(Zentr.) befürwortet die Verlegung der Garnisonanach Fulda, wo dre Stadt den Bauplatz unentgeltlich ber- eben wo 8.

g Abg. Dr. Paasche (nl,) erklärt sich gegen die Bewilligung der Kaserne in Wiesbaden.

Abg. Rickert (fr. Vgg.) entschuldigt seinen abwesenden Freund Köspp,d der_ wahrscheinlich fur Wiesbaden eintreten würde, wenn er an- we en ware.

General-Major Freiherr von Gemm i n en dankt dem Abg. Lieber für seinen Antrag" . der Neubau_ in Wies aden sei dringend noth- wendig" es sei militarisch' vol] tandig ausgeschlossen, ein Bataillon eines eTiments, welches in iesbaden und Homburg garnisoniere, nacb ul (: oder Rothenburg zu verlegen.

bg. von Masfow (d._kons.) erklärt sich für den Antrag Lieber.

Na_chdem Abg. Dr. Lieber darauf aufmerksam gemacht, daß bet Nichtbewilli un der Kaserne in Wiesbaden die Mannschaftxn in unge'un en Ka ernen in Castel uxztergebracht werden mußten, spricht fick) bg. Paasche fur die Be- milligung aus. _ * ' . ,

Die Forderung fur Wiesbaden wrrd bewrllt t.

Für eine KavaÜerie-Kaserne in Darmßadt werden 180000 akk bewrlligt.

Der Berichterstatter von Podbielski weist darauf hin, daß hiermit die Beracher rage endlick) ihre Erledigung finde; denn statt der nach armstad zu verlegenden Schwadron Dragoner Werde Buybacb ein Bataillon Infanterie erhalten. '

Auf eine Anregung des Ab . (Grafen Ortola erklärt der

Gensral-Major Freiherr von emmingen, daß die Verlegung der Infanterie nach Nußbach nicht eine vorübergrbende, sondern eine dauernde Viaßregel sei.

Bei der 'Forderung für St. Avoid tritt F bAbg.i(*§r)lbus (5. k. F.) für die Verlegung einer Garnison nach

or a e n.

A 9. Lidl (nl,) spricht fich ebenfalls für die Verlegmxg der Garnison nacb Forbach statt nach St. Avoid aus. Das Stadtch'en St. Avoid mit 3000 Einwohnern habe schon ein Kavallerie- Regiment und solle nun noch ein ganzes Jnfanteric-Re iment dazu erhalten. Wo sollten in dem kleinen Städtchen die Wo nungen für die Offiziere und die Schulen für ihre Kinder herkommen? Redner beantragt, die Forderung für St. Arold abzulehnen.

General-Major Freiherr von Gemmingen weist darauf hin, daß die Ancrbietungen, welche die Stadt Forbach gemacht babe/erst bei Schluß der Etatsaufstellun bekannt geworden _feien. Aus wirth- schaxtlicben Gründen habe die ntscheidung zu Gunsten von St. Ayold aus alien müssen, weil dort weniger zu bauen gewesen, weil die Schießständr bequem neben denen der Kavallerie angelegt_ werdrn könnten und weil ferner ein Exerzierplatz vorhanden gewesen ser, der m Forbacb'gänzlich fehle." _ ,

Dre AUSgabe fur St. Avoid wrrd genehmigt.

Jm württember ischen Etat beantragt

Abg. Rembold ( entr.), von den verlangten 600 000 «M 229000 ..ck zu streichen. auf den Erweiterun sbau eines Baracken- kasernements auf dcm Festungswerk Wilhelms urg zu Ulm zu, ver- ?)ikcbten und ein Bataillon Infanterie _anderwriiig unterzubringen. Vde'nrr empfiehlt besonders die Unterbringung cines Batailions in

etngarten.

Württembergischer Wirklicber Geheimer Krit: sratb von Hyriop widerspricht dem Anfrage, weil die Stadt eingarten fur die Kasernierung fein Opfer gebracht habe.

Abg. Dr. Lieber glaubt, daß der Antrag Rembold das nicht erreiche. was er beabsichtige; denn es werde fur Württemberg “7"

auschquantum gefordert; es seien keine bestimmten Emzelbautrn m

U§Ücht genommen. Redner meint, daß vielleicht dadurch geholfen werden könnr, daß die Summe, die erspart werde, wenn das Batailion in Weingarten untergebracht werde, von'demféauschZyantum zuruck- erckini't werde, und beantragt eine m dteem Sinne abgefaßte

e o u ton.

, Ab . Gröber (Zentr.) schließt 1ch diesem Anfrage an. Für das bisher Z. Weingarten stehende Halb ataillon bachdie Stadt aller- dings kein Opfer gebracht, aber Ulm bringe auch kein Odier. '

Der Titel wird genehmigt und die Resolution Lieber angenommen. '

Im übrigen werden die Forderungen des Militär-Etats ohne Debatte genehmigt; ebenso ohne Debatte die Summe von 1288000.“ zur Herstellung einer vierten Telrgraphen- verbindung wischen Deutschland und England und dre Forde- thtitg von 000 „44 zur Erweiterung des Bahnhofs m Groß-

e ingen.

Zur Deckun des Nachtrags-Etats soll eine Anleihe von 8805564 .“ an genommen werden.

_ Die Abgg. von Leipziger u. Gen. beantragen,. diese Anleihe nur insoweit auxunehmen, als der Bedarf nicht

eine Infanteriekaserne in

dur Mehrerträge bei den an er den Matrikularbeiträ en zur ZZZ !Skaffe fließenden regelmä igen Einnahmen seine eckung e.

Staatssekretär des Reichs-Schaßamts Vr. Graf von PosUÖOWSky-Wehner;

Meine Herren! Zunächst möchte ich bitten, die Vorlage der ver- bündeten Regierungen wie vorgeschlagen anzunehmen, daß der Fehl- betrag aus der Anleihe gedeckt wird. Der Gedanke, aus der Anleihe einen Zuschuß Mm Ordinarium zu leisten, beruht darauf, daß im Lauf? des Jabres die Regierungen nicht verpflichtet Werden sollten, einen höheren Matrikularbeitraa zu zahlen, als im Anschlag zum

[“Of-Etat Vorgesehen, war. Ich könnte ja namens der Reichs-

Wallung diesen Antrag zunächst mit einem heiteren Auge be-

W; denn es wird dadurch ein Ziel erreicht, was die Rrichs-

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich“ Preußiscken Staats-Anzeiger. . 1

Berlin, Mittumch, den 17. Juni

soo.

Finanzverwaltung wiederholt betont hat, nämlich, daß die Schulden- last des Reichs sicb nicht weiter erböbz, sondern vielmehr die eigenen Einnahmen des Reichs zu diesen Nachtrag ausgaben herangezogen werden; man wird ferner auch zugestehen müssen, daß, "wenn diese Nachtrags- forderungen nicht in einem Nachtrags . Etat geltend ge- macht wären, sondern im ordentlichen Haupt-Etat, der größte Theil derselben allerdings auch aus den Mitteln des ordentlichen Etats zu decken gewesen wäre, und daß trotz- dem der Ausweg einer Anleihe nur gewählt ist, weil man eben im Laufe des Jahres die Matrikularbeiträge zu Ungunsten der Bundes- staaten nicht weiter erhöhen wollte. Würde dagegen der Antrag von Leipziger und Genossen angenommen, so würden sich, da der Ueber- schuß des Jahres 1896/97 im Etat 1898/99 als Einnahme erscheint, in dem Jahre 1898/99 die eigenen Einnahmen des Reichs um den vorgesehenen Anleibebetrag vermindern und die Matrikular- beiträge möglicher Weise um den gleichen Betrag erhöhen müffen.

Ich muß aus diesem Gesichtspunkt bitten, entsprechend der Vor- lage der verbündeten Regierungen, die Anleihe vorbehaltlos zu ge- nehmigen und den Antrag Leipziger und Genossen abzulehnen. Sollte aber die Mehrheit des hohen Hauses jenem Antrag beitreten wollen, so bitte ich, jedenfaÜs die dritte Beratbung des Anleibegeseßes nicht vor drei oder vier Tagen anzuseßen, damit die Gesammtbeit der verbündeten Regierungen bis zur dritten Verathung desselben Stellung zu nehmen in der Lage ist.

Abg. von Leipzikxer (d.kons.) emp'ehlt troßdem den Antra mit dem Hinwe s darauf, daß die egierung denselben Weg ei dem zwerten Nachtrags-Etat eingeschlagen habe.

Nachdem der Abg. Dr. Lieb er (Zentr.) den Antrag eben- falls empfohlen, wird derselbe angenommen und mit ihm das Etats- und Anleihegeseß.

Der zweite Nachtrags:Etat (betreffend einige Etatsüber- schreitungen beim Artilierie; und Waffenwesen) mird ohne De- batte in erster und zweiter Lesun erledigt.

Es folgt die dritte Berat ung der Uebersicht der Reichs-AUSgaben und -Einnahmen für 1894/95.

Auf eine Anregung des Abg. von Gültlingen (Rp.), daß den Unteroffizieren nach zwölfjähriger Dienstzeit die Prämie gewährt werden soll, erklart der

Genrral-Major Freiherr von Falkenhausen, daß die Unter-

offizier-Dienstvrämien gezahlt würden, wenn die Unteroffiziere aus dem -

Dienste ausschieden, um ihnen den Uebergang in das bürgerlickye Leben zu erleichtern. Es liege nicht im Interesse der Heeresverwaltung, die Unteroffiziere über 12 Jahre hinaus im Dienst zu behalten. Vorbehaltli der Rechnungslegung werden in der dritten Lesung die au eretatSmäßi en AUSgaben und Etatsüber- schreitunYn nachträglich ene migt. Zn * ezug auf die a gemeine Nechnung für 1894/95 wird

. in dritter Lesung Entlastung ertheilt.

Darauf wird in dritter BerathunJzz der; Gesexentwurf, enthaltend Aenderungen des eseßes, etreffend die riedenSpräsenzstärke, endgülti genehmi t.

or der nunmehr auf der Tagesor nung fte enden (He- sammtabstimmung über den Geseßentwurf, betreffexxd Abänderung der Gewerbeordnung, werden einige Petitionen berathen. .

Verschiedene Petitionen, betreffend den Befähigungs: nachweis für das Bau ewerbe, sollen der Regierung als Material für die Geseßge ung überwiesen werden.

Abg. Fischbeck (ir. Volksp.) beantra tUebergang zur Tagesord- nung. Abg. Benoit (fr. V 9.) spricht siZ) gexxen den Befähigungs- nachweis aus, während Abg. uier (Zentr.) dafur eintritt.

Damit schließt die Debatte.

Abg. Dr. von Bennigsen (nl,) beantragt, den Gegenstand von der Tagesordnung abzusetzen. ' ' ,

Bei der Abstimmung bezweifelt Abg. Fischbeck dre Be- schluᐄhigkeit des auses.

s wird der amensaufruf vollzogen, welcher die An- we enheit von 176 Mitgliedern ergiebt; das aus ist also ni F beschlußfähig, und die Verhandlung mu abgebrochen wer en.

Schluß gegen 5 Uhr. ste Sißung Mittwoch 11 Uhr. JnterpeUation des Zentrums ü er die beantra te Auf ebung des Jesuitengeseßes; Antrag wegen des Bere ns: un Ver- sammlungSrechts; Gefeß, betreffend die Schußtruppe, und Nachtrags-Etat.)

Der Anregung des Abg. Gamp (Rp.), den Antrag der ReichSpartei we en der Pfandbriefe auf die Tagesordnung zu seßen, giebtder räfident keine Fol e, dagegen fest er die werte Lesung des Depotgesexes au nregun des Abg. rafen Oriola (nl,) und ver chiedener anderer bgeordneten auf die TageSordnung.

Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten.

81. Sihung vom 16. Juni 1896. Ueber den Beginn der Sißung ist gestern berichtet

worden.

Die Berathung des Antrags der NZZg. 1)r. Arendt und Genossen, betreffend die Bestimmungen " er den Betrieb von Bäckereien und Konditoreien, wird fortgeseßt.

Abg. B rütt (fr. kons.) bxftreitet die Ge eßmäßi keit der V??- ordnung und bemän elt die Tbatigkeit der Rei komm ssion für Ar- beiterstatistik. Der, orsivende der Kommission Herr von Rottenburg wisse nicht, wie es im Lande aussebe; das hätten die Verhandlun en über den Achtubrsckkluß der Läden geseigi, die Arbeiten der Rei - kommission seien m nderwertbi und öten nicht die geeignete Grund- lage für einen Ausbau der Ar eit chutzqesetzgebung, den alle wollten.

Abg. Bachem Jena.): Jm rinztp muß man die Verordnung des Bundesratbs als onsequenz der rbeiterscbuv-Gesex bun billigen. Wenn die Kommission nur eine Dilettantenkomm s7ieon (ist, dann hätte Herr Möller an nicht sprechen dürfen, denn man at noch nicht gehört, daß er als äckermeister groß geworden ist. nd wie will man denn den REMUS?! und dieses Haus ier nennen? Das frische Brot können wir des orgens entbebren. enn Möller seiner Frau sagt, es gebe nicht anders, dann wird sie Tem auch ein Brot nehmen, das zwei Stunden älter ist, und so wer en alle ristli

Hausfrauen denken. Das soll denn die Frau des B gese en

sagen, wenn der Mann 18 Stunden arbeiten muß? Dabei doch ein christliches Familienleben ganz unmöglich. Die haben nicht zu prüfen, ob die Verordnung angebracht ist oder nicht, sondern nur, ob der Bundesrat!) die orderlicbe Vollmacht zum Erlaß dieser Verordnung hatte. Diese erordnung ist obne ri terliche Nachprüfun gülti , darüber ist kein weifel. Die Aus- n'a men von der Sonn agSru e sind durch ebenso! » Verordnungen nr stande gekommen, diese ganzen Verhältniss w rden iznterminiert werden, wenn der Richter eine Nachprüfung über die Ge1esmäßigkeit dieser Verordnungen vornäbme. Mit demselben Unt ?: hat man einmal gesagt: Steuern dürfen nur nach dem Bedü i erboben Werden, also habe ,der Richter zu prüfen, ob ein Bedürfn vorliegt. Lachen würde iäx, wenn recht viele Bäckermeister infolge der Rede des

errn von Zedi es auf Prozesse ankommen ließen und dann die

rozeßkosten be a len ten, zu welchen Herr von edliß sie ein- geladen hat. ie eine Ar eiterschuß-Gesevgebung, so m ffen wir auch eine Handwerkerschuß-Geseßgebung machen. tten wir den Arbeiter- scbuß schon vor 50 Jahren gemacht, so btten wir keine Sozial- demokratie. Auch eine Verordnung für das Bachdruckereigewerbe, richti efaßt, würde die sozialen Verbältniffe verbessern können. Wie eine Lo che rt tig zu fassen ist, darüber können wir ja mit einander verhandeln, a er Sie'wollen im Prinzip diese Geseygebung nicht, die ein Segen für das ganze Land ist. _

Abg. v on Bro ckba_us en (kons.) erklärt, er pflirbte den juriitisckaen

Ausführungen des Regierunßskommiffars nicht bei, und meint der Richter die GeseßmäZig eit der Verordnun und deren Anwend-

barkeit_auf den einzelnen all zu prüfen babe. ie Verordnung wolle alles uber einen Kamm (herren, wahrend die Verhältniss im Lande ganz verschieden seien.

Abg. Stöcker: cb tebe auf einem anderen Standpunkt als der Vorredner. Die urü ziehung der Verordnung vierzehn Tage vor _dem Inkrafttreten würde die Autorität der Regierung nur schwg en. Man würde sagen, gewiffe Einflüsse, die fi gegen die Sozta olitik richten, seien durchgedrungen. Auf die em Gebiete stiÜsteben hieße wieder zurückgeben. Die Sozialdemokratie ist durcb die Soziaipolitik nicht beseitigt, aber geändert, urückgedrängt worden. Es war em Fehler, der großen sozialdemokratistben Verve ung so lange Jahre hindurch nichts entgegenzu Xen. Man will die NeiHskommisfion beseitigen. Ist es nicht ein Gli: , daß wir eine Stelle haben, wo Mißstandr vorgebracht werden können? Wollen wir das immer der Sozialdemokratie überla en, die dadurch die Autorität zgr Verzauberung des olkes gewinnt? Um die Ein- fuhrung eines Maximalarbeitstags handelt es ck bier nicht. Ich bin jüngst im Westen gewesen und habe übera nur Zu- stimmung zu der Verordnung efunden, auch bei den Bäckermeistern. Wer nur x_men Schatten von ympatbie ür Sozialreform hat, muß hier zquetsen, w:) eine vierzebn- und se zebnstündige Arbeits eit in

rage ommt. Man hat jetzt keine Luft mehr zur'Sozialpol ' , weil

e auch störend wirkt. Gewiß, das ganze wirtbschaftli e Leben soll gxordner werden. Ick bin auch ein reund patriarchalis er Verhält- nisse, wir müffen aber in die wirtbs aftlicben Verhältnisse eingreifen, wenn wir Ordnung schaffen wollen. Wenn wir auf der einen Seite so scharfe Reformen machen, wie mit dem (Hefe gegen den unlauteren Wettbewerb, so dürfen wir nicht still stehen an der anderen Seite in der _Arbeiterschu?-Geseßgebung; sonst heißt es, man wolle für die arbeitende Bevöl run nichts mehr thun. Die Verordnung entspri t der_r Forderungen der aiserlicben Botschaft, sie ist gesevmaßig, zwe - maßtg und zeitgemäß.

Abg. Schall (kons.) weist die Annahme zurück, daß die Konservativen in der Sozialpolitik lässig geworden seien; sie wollten nur Zmbt einseitig sein und woliten, daß der Arbeitgeber mit"“dem Arbeiter gleichberechtigt sei. Er müsse ferner die Unterstellung des Ministers zurückweisen, daß die Oppo tion der Konservativen erst begonpen habe, als die Bäckermeister rübrten und den politischen MUM" mit Entziehung ihrer Kundf at drohten. Damit tbue der

mister den Konservativen bitter Unrecht, und ein sol er Vorwurf sei nicht staatsmännifcb. Das babe der Minister wo [ Selbst L- füblt und sei heute nicht hierher gekommen, weil er wol se st Fuhr, daß sich eine Reaktion gegen diesen Vorwurf erbeben würde. _arum sqlite die Verordnun nicbt zurückgezogen werden können, die Zurückztebung des Schul eie es sei ein viel bedeutendem Akt eweten. Die Sozialpoliti abe ibren weck nicht erreicht, Fondern nur die Be ebrlicbket der Arbeter erweckt. Diese sagten_ fich. wenn Lie nur ihre Forderungen recht un- verscbamt stelltrn, müffe die Geieüsebaft ibnen Konzes torten machen. Und diese Forderungen ers reckten ck auch an das Wahlre t, und das mache ihn besonders beden lich. Der Aufenthalt 113 der ackstube sei nicht so gesundbeüsscLädlich, auf dem Lande sei die Backstube im Winter ein LieblingSau enthalt der rauen. Das gyte Eitzvernebmen zwischen den Bäckermeistern und i ren Gesellen, die patrrarchalischen Verbältniffe sollten gestört werden, die So inl- demokraten batten diese ganze Agitation an efangen, weil n so wenig "Sozialdemokraten unter den Bäckergese en seien. Nun sollten die Backergeseiien löslich die Arbeit einstellen und sagen können: .N_u, Meester, _ ba en Se man aileene!" Wir treten für die Bäcker- meister ein, Wetl der Mittelstand die Grundlage des Staats ist.

' Unter-Staatssekretär Lohmann theilt mit, daß der Handels- Mmister zu seinem Bedauern verhindert sei, der heutigen Sißung beizuwohnen, Weil er von Seiner Majestat nach Potsdam be-

fohlen sei. [es; (Zentr.) spricht sich für die Verordnun aus und :r-

Abg. bebt aucb einerseits den Vorwurx egen die Konserva en, daß sie m, daß er, Redner,

den Boden der Sozialpolitik der (: en. Abg. Möller Änl.) be treitet dem Abg. Ba

die Kommis on für rbeiter atistik eine dilettanti che genannt abe; er habe nur edauert, daß die Kommission welche aus hoben en und geseßgeberiscben Dilettanten beste e, über den Rahmen ihrer Befugnisse hinauögebend, dem Bundeskatb eine Verordnung unter- br'esistiet babie. sFr Zolls keinesszFliß etwa YnFÖußbcsbiung der ü.Komfth; mton,we e err von e uwn ne;erwn aber, daß sie sich mit Dingen besibäftige, we innerhalb ihrer Komxeteuz en,also mit statistis n Erhebungen berdie Wirkun der rbeiters uv efeve, die Lebens altung und die LohnverbUQtTs-s? der Arbeiter u. s? w. err Bachem habe selbst anerkennen müssen, daß die Verordnung no geändert werden müffe. Es werde hier ein Maximalarbeitsta indirekt eingeführt. ür jugendliche Arbeiter wolle er kelbst eine Be cbränkung der Arbei zeit, aber nur im Wege der

Ge eWebnng. _ _ b rkxrmit schließt dre Debatte. In seinem Schlußwort eme Ab .vonKardorf fr. kous.), daß ihm nichts ferner! , als ein eitkd der Arbeiterschriyéze rkgebung u sein. Bezü ' mäß gkeit der Verordnun s ieüe THW den klaren seines Freundes von Zedl 3 an. Be gierung babe der Richter materiell nicht zu ordnungen drs Bundeöratbs. § 1206 vertan Für das Eingreifen eine Kumulation der U éitSschädÜchk6it derselben. *: und deshalb ratbe er den Böck -- - - zu laffen. Was würde von Berl -- b auptete, seine Au bnmen im ' "- net gewesen, den Ädu ** . - -- Stöcker sei ein gefälzt!