. iausch egän die entsprechenden Zprozentigen Pfandbriefe und erforder- lichen Ja 9 durch Zuzahlung einer Prämie zu beschaffen. Zu diesem Austausch können auch die Ziprozentigen Pfandbriefe mit folgendem darauf zu siempelnden Vermerk: „Gilt für einen Zprozenti en Westpreußisckpen Pfandbrief ]. Serie (bezw. 11. Serie) gle chen Beira es“
bis zur Fertigstellung der leßteren als Inte msscheine verwendet
Werden.
Die séöhe der Prämie ist vorher nach Lage der (Geldmarkt- verbältni : von der General-Direkiion zu bestimmen, welche allein und endgültig darüber zu entscheidet), bat.
Zur Durchführung des Konvertiérungsgescbäfis wird die General-
Direktion ermächtigt:
a. die Guthaben der betbeiligten fandbriefscbuldner am Tilgungs- fonds _ §§ 118_121 Tl). ] rev. andsch.-Regl., K§ 2 und 3 des Regulativs vom 10. Mai 1886 und § 141) des egulativs vom 15. Mar 1868 _ zu verwenden;
1). Vorschüffe aus dem Eiaenibümlicben (§§ 116, 117, 122 Th.] reiß. Landsch.-Regl.) und dem Sicherheitswnds der Landschaft zu ent- ne men;
0. die an Stelie der gekündigten, nicbt konvertierten und daber baar einzulösenden Zi prozentigen Pfandbriefe ausgefertigtkn 3pro- x_enßiigen Pfandbriefe zur Beschaffung der Einlösungsvaluia zu ver- au ern;
(1. endlich zur Ausführung des Konvertierungsgeschästs geeignete Verträge jeder Art für die Landscha8ft abzuschließen.
Stimmtlicbe durch das Konvertierungsgescbäst entstandenen Kosten bezw. die von der General-Direktion zur Dkckung derselben aus den landschaftlichen Fonds geleisteten Vorschüffe sind von den dabei bethei- ligten Besißern nebst Zinsen zu erstatten. “'
Die Gesammisumme derselben wird nach Vcrbälini der einzklnen konvertierten bezw. umgeschrikbcnen Ziprozcntigen Pfand riefs-Anleiben auf die betreffenden Güter vertbczilt.9
§ .
ur Erstattung der hiernach auf das einzelne (Hut treffenden
Vors üffc ist von jedkm der betbkiliqtcn (Hüter das durch die Kon-
vertierung gewonnene ck rozent Zinsen don der anan Anleihe bis
zur vollständigen Ausglei ung seines Kontos zu er eben, soweit sein Guthaben am Tilgungsfonds nicht1ausreicht.
0.
Erst nach Erstattung der auf sein Gut dertbeilten Vorsehüffe nebst Zinsen durch diese Beiträae (§ 9) oder durch ibm 'ederzeit freistehende «_rößere Abschlagszahlungen ist dsr einzelne Besi er be- rechtig't, E'rmqßigung der Zinsen seiner Pfandbriefsscbnld auf3 rozent und die Einwilligung zur Löschung des Mcbrbetrags im Grundbuchs von der Landschaft zu verlangen.
11.
Die General-Dircktion ist berechtigt, nacb Verhältniß der zu konvertierenden bezw. zu kündigenden Summe 3ckproz€ntiger Pfand- briefe für die bcibeiligten Güter 3prozenti € aussertigen zu lassen.
Dieselben sind auf Vorlegung einer escheinigung der General- Direktion,
daß diese Pfandbriefe nur in kaäßbeit dieses Regulaiivs verwendet und daher nur zum Eintausch oder zur Einlösung der zu konvertierenden bszw. zu kündtgenden ZYProzentigen Pfandbriefe Herausgegeben werden sollen, und der Hypothekenurkunde über die ZZprozentigcz Anleihe Von dem Syndikus der Departements-Direkiwn zu beglaubigen, dieses auch von demselben und dem Departemenis-Direktor auf der Hypothekenurkunde zu vermerken_.
Ngch Einlösung der Ziprozcniigen Pfandbriefe sind dieselben dcn vorbezeichneten Beamtcn zur Kassation und Abschreibung auf der Hypothekenurkunde vorzulegen.
§ 12.
Die Form und Wirkung der Kündigung bestimmt sich nach der Allerhöchsten Kabinetsordre Vom 11. Juli 1838 (GeseZ-Samml. S. 365 u. 368), j'edocb bedarf es nicht einer besonderen Bekannt- machung der Kündigung an die Präskntanien der Knpons zu den ge- kündigten Pfandbriexfen.
Marienwerder, den 30. Mai 1896.
Königliche Wesipreußische General-Landschafis-Direktion. (1). .J.) Wehle.
Pfandbrief ]. Serie. 11111; ..... Nr. . . . . . . . M*ark. Dcr Wesipreußischen Landschaft privilegierter Pfandbrief 1. Serie Dirt. . . . Nr, ..... über Mark Deutscher Reichs- wäbrun , dsrzmslich zu drei Prozent jährlich, unkündbar von seiten des In abexs, fundiert auf eine Hypoihkk für einen gleichen Betrag und auf die (Garantie der zu der Westpreußischen Landschaft ver- bundenen Güter.
....... den..ten.......18..
Königliche WxstprxußisÖe Provinzial-Landschafts-Direktion.
Siegel der Direktion.) (Untersckyrist des Direktors.)
5Tach Einsicht der entsprkcbc'nden Hydotbekenurkuude beglaubigt von dem Syndikus der Königlichkn Wesipreußischen Provinzial- Landschafts-Direktion u ...... den . . isn ...... 18 . .
Siegel des Syndikus.) (Unierschri'st des Syndikus.) tngetcmJcn in das Pfandbriefsrcgister fiir die Pfandbrisfe [. Scrie B1att...r....
(Unikrscbrift des Sekretärs.) Nr... ...18.. ...... Mark Von dem Wesipreußischen fandbriefe [„Serie 1.1ib. . . Nr. . . übst. . . Mark Kapitai werden ierauf an halbjährlichen Zinsen gezahlt . . „Mark bei sammtltchen Westpreußischen Landschafiskasien und bei deren Agen- turen vom ., ....... bis 15 ........... 18 . . Weßpreußtsche General-LandschaftsDirektion zu Marienwerder. (Stempel.) (Faksimile dcs ©enstal-Landschafts-Direktors.)
Dieser Kupon wird ungültig, wenn dessen Betrag nicht bis zum 8 . . erhoben wird.
Anlage 1.
T a l 1) n. _ Zu dem Pfandbriefe der Westpreußiscben Landschaft 1. Serie jure. . . . Nr. . . . uber ..... Mark 1011 demPräsenianten dieses Talons die neue Kudons-Serie auf die Jahre von Weihnachten 18 . . bis Iannis 18 . . bei der Westbreußischen General:Landschafts-Direktion zu arienwerder im Johann s-Z nsen-Auszahlungstermin 18 . . aus- gerei täveißdenxpf db fI b b d a s er an rie - n a er agegen vorher Wider ru er ebt,
erfolgt an diesen die Aqsreichung der neuen Kupons-Serip. ck b
Das Porto für die Einsepdunß des Talons und für die Aus- reichung der neuen Kupons-Serte tragt die Landschaft, jedoch nur bei Werthsangaben bis zu 600.24 für sämmtliche sich in Einer Hand be- findende Talons. Kuponssendungen mit höherer Wertbsangabe geschehen mir auf Antraß und Kosten des Talon-anabers. Letzterer Zaßtbin allen Fä en die mit der Uebersendung der Kupons verbundene
: a r.
Wesipreußiscbe General-Landschaiis-Direktion zu Marienwerder. (Stempel.) (Faksimile des (Heneral-Landschaf1s-Direktors.)
Anlage 11. . Pfandbrief11.Serie.
Urt..... r.... ....Mark. Der WésttYreußtsäFil Landschafxbprivilegierter PfaÖdeb ikef 11. Serie
1 . . . . r ..... u er ........ ar Deutscher Reickkswäbrung, verzinslich zu drei Prozent jährlich, un- kündbar von eiten des Inhabers, fundiert auf eine Hypothek für einen gleichen Betrag und auf einen Sicherheitsfonds in Gemäßbeit
der unterm 15. Mai 1868 und 10. Mai 1886 Allerböchst bestätigten Regulative.
........ den..ien.......18..
Köni liebe Westpreußische Provinzial-Landschafts-Direktion.
(Sie e der Direktion. Faksimile des Direktors.)
Nax) Einsi t der entsprechenden Wotbekenurkunde beglaubixéi von dem Synd kus der Königlichen estpreußifchen Provinzia - Landschafts-Direktion ' zu ...... den . . ten ....... 18 . .
(Unterschrift des Syndikus.)
(Siegel des Syndikus.) Cingetra en im Landschaftsregister für Pfandbriefe 11. Serie
Blatt...9r.... (Unterschrift des Sekretärs.) ...... Mark.
Nr.... ...18.. Von dem
Wesipreußisäyen Pfandbriefe 11. Serie 11111. . . . Nr. . . . über
. . . . Mark Kakital werden hierauf an halbjährlichen Zinsen gezahlt
. . . . Mark be sämmtlichen Wisipreußtschen Landschafts-Kaffén und
bei deren Agenturen vom . . . bis ...... 18 . .
Westpreußische General-Landschafts-Direktion zu Marienwerder. (Stempel.) (Faksimile des General-Landschafts-Direktors.) Dieser Kupon wixd ungüliiJ, wenn dessen Betrag nicht bis zum
............ 18 . . erbo en wird.
T a l o n. Zu dem Pfandbriefe der Westpreußijchen Landschaft 11. Serie? 14116 . . . Nr ..... iiber ........ Mark
soll dem Präsentantkn dicses Talons die neue Kupons-Scrie auf di? Jahre Von Weihnachten 18 . . bis Johannis 18 . . bei der Westpreußisckxen General-Landschafts-Direkiion zu Marienwerder im Johannis-Zmskn -Auszablungs-Termin 18 . . ausgercickyi werden. Falis aber der Pfandbrief- Inhaber dagegen Vorher Widerspruch erhebt, erfolgt an diesen die Ausreichung der neuen Kupons-Serie.
Das Porto für die Einsendung dcs Talons und für die Aus- reichung der neuen Kupons-Se'cie trägt die Landschaft, jedoch nur bei Werthsangabcn bis zu 600 «14 für sämmtliche sich in Einer Hand befindendc Talons. Kuponssendun en mit Höherer Werthsangabc gc- scheben nur auf Antrag und Koien dss Talon-anabers. Leßtercr tragt in alien FÜÜLU die mit der Uebersendung der Kupons der- bundene Gefahr.
Westpreußische' Géneral-LandsÖafis*Dirckiion zu Marienboerder.
(Stempe-l.) (Faksimile des Gex.eral-Landschafts-Direktdrs.)
Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizina[:Angclcgcnhciten.
Dem vereidcien Chemiker der (Gerichte und der kammer zu Breslau 1)1'.FranzHu1wa ist das „Professor“ beigelegt wurdcn.
andels- rädikat
Angekommen:
_der Ministerial-„utid Ober:Baudircktor im Ministerium der offentlichen Arbeiten Schroeder, aus Thüringen.
Yiohtamtliches.
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 13.91ugust.
, Gegenüber den Ausführungen der „Sächsischen Arbeitcr- zeitng“, betreffend die Seetüchtigkcit S. M. Kanonenboots „Jltis“, die sick) auf den Brief cines Matrosen stiißen und die vdn einer Reihe von Blättern weiter verbreitet worden sind, ist zu bsmerkcn, daß nach dem Ausfall der terminmäßigen, sm_chcnden Untersuchung des Schiffes das Kommando am 1. ebruar d. Z., wie folgt, berichtete:
„Der Zustand dcs Schiffskörpers, dcr Maschine und, der Kessel läßt vorläufig noch eine weitere zweijährige Indxcnsthaliung des Schiffes zu.“
. Kiss, 12. Augiist. „W. T. B.“ meldet: Amtlich wird mitgetheilt, daß die Schiffahrt durch den Kaiser Wilhelm-Kayal am 13. und 14. d. M, wegen der Durch- fahrt der Manower-Flotic erheblich beschränkt wird.
Metkleuburg-Sthwerin.
Die Stadt WiSmar hat, dem „W. T. B.“ zufolge, 1875000 911: für den Bau des Elbc-Ostsec-Kanals be: willigt.
Sachfen-Meiningen.
' Vom 1. Skptember an wird versuchsweise in Verbindung mrt dcm „Regierungsblatt“ ein uncntgclilichcr Stellen: iind AxbettSnacbweis eingerichtet, und zwar soll wöchent- [lch zweimal, am Montag und Freitag, als besondere Beilage dcs chtexunxsblatts fiir das ÉcrÉogihum Sachscn-Meiningen em Verzeichm sowohl offener te en und Arbeitögelcgenbciten, als von Gesucköcn um Stellen oder Beschäftigung auSgegebcn wcrden. „DLL rtsvorständc (Magistrate, Bürgermeistcrämtcr, Schultheißen) ,haben dieses VeZcichniß an der für öffentliche Anxchsxägc bestimmten Stelle ( emcindctafel) sofort anheften zu (i en.
Reus; ä. L. Ihre Durchlauchtcn dcr Erbprinz und die Prin-
zes inneii sind vor esicrn von Schloß Burgk a. d. Saale na Greiz zurückgekc rt.
Großbritannien und Irland.
Bet der Beraihun der vom Oberhause abgeänderten i ri s ch cn Bodenges'e :Nove le im Unterhause erklärte gestern, einem Bert t "des „W. T. B.“ aus London zufolge, der Chef-Sckretär fur JrlandGerald Balfour nach Bezel nung de_rjenigen Abänderungen, welche für die Re ierung anne mbar seien, das; die Regierung die Vorlage als eine aßregelderBilli - keii eingebracht, während das Oberhaus sie zum Na - thetl der Pächter abgeändert habe. Er hoffe edoch, daß, wenn das Unterhaus ]th dieselbe nach iLrer urkprüngli en Zasung hin abermals abändcre, das O erhaus diese nt- che dung- agne men werde._ Denn sonst würde daraus eine Kalamiiat sfur rland und nicht zum mindesten für die Grund- bestßer selbt erwachsen. Die Lage 111 Irland habe sich in den [exten Jabxeii sehr um Besseren geändert. Die tiefe Bitterkeit xe gegexiwartig im ' erschwinden bcgriffen. Es Lage sich nun: olle dle jeßtge Gelegenheit, die besseren Ge nnungen zu
'
fefti cn, benußt werden, oder soUten dic migen Re t be wel e behaupten, da für ein friedliches Jrlancilz) ni tas"??? schehe, einem _unruh gen und zu Verbrechen [,cbkeiienden leand aber keine Zu esiändnisse verweigert wür en. Das sst die zu entxzcheiden e Frage, und er hoffe zuver- sichtlich, daß as Parlament eine weise Entscheidxmg trexfen werde. Hierauf wurde der Antrag der Regierun da 'das Ltmitum „des Einschäßungswerthes der unter dxé Bestimmungxn dex irischen Bodengese :Novelle fallenden Weide- land-Pachtguicr im Betrage von 1 Pfund beibehalten werde mit 176 gegen 24 Stimmen angenommen. Das Ober; haus _hatte cinem Amendement zugestimmt, nach welchem das Limitum von 100 auf 50 Pfund reduziert werden sollte, Im "weiteren Verlauf der Sißunxé verwarf das Haus auch die ubrigen von der Regierung canstandeien Amendementg des Oberhauscs „zu der irischen Bodengeseß-Noveüe. * Sodann wurde 111 zweiter Losung die Appropriationa: Vill angenommen. _ Zur Lage auf Kreta erklärte der Yarlamcwts-Untcxsekretär Curzon, es sei nicht wahr, daß die
forte jungst vrcr Punkte der kretischen Forderungen nur _ Dcr christliche Statthalter sei ein- geseßt und du: Naiionalversammlung einberufen worden. Die Regierung glaube, daß die türkischen Befehls- bqbcr dcn Wunsch hättkn, dcn Bcfchl, die Feindselig- keiten einzustellen, durch ufübrcn, obwoll bcklagenswcriße AuMahmcnvorgckommcn eien. Freundschaitliche Vorstellungen ernster Natur seien an Griechenland gerichtet worden, um die Waffeyzufubr 1zach Kreta zu verhindern. Er(Curzon) glanbe, daß die griechische chicrnng ihr Möglichstes time. um die Waffenzyfuhr aufzuhalten; die öffentliche Meinung in (Griechen: land sei „natürlicher Wsife höchst erregt, sodaß, ungeachtet der Voxsichtsinaßrcgcln, _noch oft Schiffe in der Nacht durchschiupficn. Die politische und religiöse Fcindscligkeii in den vor; den UUWYLU bktkOffLULU Disirikien sei so groß, daß dxr geringste Zw'is )enfall leicht zur Panik führen könne; that: sachlich gleiche dW ganze Insel eincm Pulvermagazin, das ein Funke leicht zur Explosion bringen könne. In manchenFällin 111th die Mohamedaner ebenso wie dis Christen; das Hans 1on daher vermeiden, sich für die eine oder die andere Seite zu criiärcn. Es sei der Vorschlag gemacht wordcn, daß die scchs Machte die Türksi in der Blockadc Kretas untcrstüßen sollien, um so die Waffcncinfuhr zu verhindern. DicseJdee sci zweifellos in bister Absicht angcrcgi; die britischo Regierung glaube'aber weiter blicken zu müssen. Die Blockade ici jedenfalis schon eine zweifelhafte Operation, wenn cin? Macht oder eine (Gruppe von Mächtm zwischen cim-m Herrscher und seinen Unterthgncn intervenierc; sie sei aber noch zweifelhafter, wenn die Einmischung ausschließlich auf die Unterdrückung cines Aufstandes gcrichtet sei, der einigermaßen zu entschuldigcn wäre. Die Regierung habe Es nicht für ihre Pfticht gehalten, dem Sultan mit der britischen Flotte zu Hilfe zu kommen, ohne Sicher- heit _oder Garautie Fiir Kreta zu erhalten. Der Premier-Minisier SaliShUka habe 1ch,bercii erklärt, die Frage zu erwägen, ob die cgicrung sich den anderen Mächten anschließen konne, um die Beobachtung der zwischcn der Pforte und den Kretcrn abzuschließenden Bedingungen zu garantieren. Er glaubs nicht, daß die Parteien für eine Annkxion durch Griechenland seien. Die Regierung habe die Hoff- nung nicht aufgegeben, daß der Aufstand bald eingestellt werde iind beide Parteien sick) einigen würden. Die wahre Losung der Fraqe crbeischc aber etwas Dauerndcs, und das Probiem, weiches seit Generationen angewachsen söi, lasse fich mchi in wenigen Wochen lösen. Fowlerbczichtigicbicrans die Regierung einer die türkischen Interessen vertretcndcn Politik. Dem gegenüber steiltk Balfour bostimmi in Abrede, das; die Regierung eim: derartigc Politik bcfolgc. Jhr ZW:“.(k bestxbc darin,_ eine 91:16 Regierung für Kreta [)erbci- znfuhrcn, und sic werde ksinc Miihe sparen, um dissen Zweck zu erreichen. Fowler sollte wissen, daß fick) sofort die Gefahr citiesKrit'ch erheben würde, wenn irgend ein Land ohne Rucksicht auf seine Beziehungen zu anderen Mächten Hinaus- gele, um das Problem zu losen, das nicht im Handumdrehen ge öst werden könne. Die Regierung lehne cs durchaus ab, die Vcrwendung der Macht Englands ur Unterdrückung dss Aufstandes zu gestatten, wenn die azifizicrung nicht von etwas Solidercm und Dauerbafiercm begleitet wäre, als von den Versprechungcn der Pforte. Die Regierung habe abcr auch an die Vcrantwortlichkeit gedacht, den Frieden Europas aufrechtzncrhalien und «ine Katastrophe zu Ukkhindern, Miche Zlßxilclch größer sein wiirde als die vorgekdmmcnen Grausam- ct cn.
nominell zugestanden habe.
Rußland.
Gestern fand vor dem Kaiser und der Kaiserin bci FarskojcÉZseio ein großes Kavallerie-Manöver unter der citung des (Großfürsten NikolausNikolajcwiisck) statt. Der Uebung wohiiten anxzsrdcm dcr Großfürst Wladimir mit (Gemahlin, der Großfürt Michael sowie andere Mit iicder dcr KaiserlichenFamilic bsi. An das Manöver schlo sich
ein Paradc-Frühstiick.
Italien.
Dcr Kronprinz ist nach einer Meldung des „W. T. B.“ estern an Bord der Yacht „Gaiola“ von Neapel nach
“ eggio in Calabricn abgereist, um von dort aus eine Fahrt in das Mittelmeer zu unternehmen.
Die „Agenzia Stefani“ veröffentlicht folgende Note: Mehrere Blätter sprechen von Vorbereitungen, welche die RL: ierung im Hinblick auf die Wiederaufnahme dcr (Feindselig- eiten in Afrika treffe, und benußen diese Gelegen kiten, um durchaus falsche Nachrichtenzu veröffentlichen. Wirsind crmäch- 1th, zu erklären, daß die Regierung, obwohl sie thut und thun tp rd, was ihr obliegt, um sicb gcgen etwaige Ucberraschungcn sicherznxtellcn, bisher keine 9.1iaßr-“gcl ergriffen hat, welche neue kriegeri che Ereignisse als wahrscheinlich oder demnächst bevor: stehend erscheinen lassen könnte. Es sind keine Maßnahmen getroffen worden, und es hgbcn keine Aushebungcn statt- qundcn mit AuSna me der1cnigcn fiir den gewöhnlichen
enst. Auch smd keine Lastihicre angekauft worden, da solche über die gewohnlichen Bedürfnisse hinaus vorhanden sind.
Spanien. Die Königin - Regentin hat, wie „W. T. B.“ aus San'Sebastian erfährt, em Dekret, betreffend die E rw e rb u ng zw eier Torpedoxäger, unterzeichnet.
Türkei.
Nach An ab2n der Pforte bat Zichni a cha als Spezialkommisßar fürK r eta , wie das „Wiener K. K. elsegrapZen- Korrespondcn Bureau“ aus Konstantinopel mitiheilt, au er- ordentliche ollmachten erhalten, insbesondere die Er-
“ mit den kretischen Depuiirten bezügli derjenigen laxbxsißiidniffe zu untcrhandeln, welche Zieht rund- "THW gegen den Vertrag von Haleppa yerJtoßen. „„er soll er die Urheber der leßien Vorfälle m Ana- „(jg sowie allxr sonst vorgekommencn Verbrechen __ zur Desiranng ziehen und die aligememe Lage der Insel pru_fen._ , Zwei TransPortschiffe smd zur Abholung eines Kurden - Kavallerie = Re iments vom Stamm _, Mille nach Trapezunt und zwei SZiffc zum Schuß der „Kuste nach dem Golf von Saloniki abgegangen. ,Die YUSrustung der zur Nb ahrt nach Kreta bestimmten Kriegsschiffe und Torpedoboote jstbeendigt; die Schiffe erwarten jeßt den Befehl zur Abfahri,
Unterdessen dauern, nach cincr Meldung 'der „Agenzia Stefani“ aus Canea vom gestrigen Tage, die ß„lande- rungen im östlichen Theil der In el fort. VLS _jeßt . 01211. funf Dörfer und Klöster in Brand gestc twdrdcn. Die Militarischen Maßnahmen, die getroffen murder), seien unzureichend.__ Dor französische Konsul Blanc begab sich von Canea nach Mtrabella, um einen im Innern sick) vereinzelt aufhaltenden Franzoscn abzuholen. Dieser Franzose und dessen Schivkstex wurden unter militärischer Eskorte_ zur Küste gobracht. Dic Eskorte war auf Ersuchsn des Kon1uls gestellt worden. . '
Die Nachricht von Kämpfen vii Demirkapu im"Vzla]ct Monastir und von einer (Hrsnzverlcßgn? seitens, turkiichdr Truppen zwischen Hermanli und H„asfoi oll amtlicher turki- scher Quelle zufolge jeder Begründung entbehren.
Griechenland.
Aus Athen meldet heute die „Agencs Havas“, daß die Vertreter dcr Mächte an die Regierung abermals Borstellixngen wegen der Munitionssendungewnaci) Kreta gerichtet haiien. Die Regierung hab»: erwidert, ste bade, um den Naihschiagcn der Mächte nachzukommen, alle notbmcndigen Maßrcgcln gc- troffcn; die Volksstimmung sei aber infolge der Ereignisse auf Kreta zu sehr errklt, als daß fie noch mehr thun konne; '
Wie „W. T. TLZ.“ erfährt, bai dcr Kriegs - Minister Smolcniß demissioniert: sein Nachfolger werde wahx: scheinlick) Oberst Vas iliades werdcn, _ Mehrere Offiziers, die auf den Verdacht hin, nach Kreta gchen zu wollen, vcrhaftet worden waren, seien als Unschuldig wredcr freigelassen worden. - Das Schiff, welches die Offiziere, dic fick) [)6111111ck), nach Kreta cingeschiffi ixaitcn, verfolgte, habe 131616111811 bei der Insel Ccrigo erreicht. Die Offizicre hättenMsich ]9dock)_ gc: weigert, dem Befehl ziir Rückkehr Folge zu lciiikn, mit Wider- stand gedroht und die Fahrt nach Kreta fortgxwizi. ,
(Hleicbfalls auf der Fahrt nach Kreta yassierten heute zwei türkische Rcdif-Bataillonc aus Epirus Zantc.
Bulgarien.
Der Handcls-Minister Natschowitsch hatte vorgestern eine Audienz bei dem Fürsten. Anläßlich dcr am Frattag staitfindendcn Feier des Jahrestages der Tbronbpstcigqng des Fürsten erwartet man einen Akt, durch welchen in die Lage larbeit gebracht werden werde. ' ' _
Wie dem „W. T. B.“ heute aus Sofia mtigxthetli wird, Haben dcr Ackerbau:Minister und der Kriegs: Minister ihre Demission eingereicht. Es veriaiite, daß persönliche Griinde und andere Motivs die Demission herbeigeführt hätten. Der Ministchrästdent Stotlow beabsichtige infolge dss Austriiis zweier Hervorragender Mit: lieder aus dem Kabinct, dic Portefeuillcs dcs gesammten * inisieriums dem Fürsten zur Verfiigung zu stellen.
Montenegro.
DLL" Erbprinz Danilo ist gesicrn'zym Empfang des Kronprinzen von Italien von Cetinxe nach Antwari abgereist.
Amerika.
Der demokratische Kandidat für die Präsidentschaft dcr Vcroinigte'n Staaten von Amc'rika Bryan hielt gcsteanbend in Ncwx ork eine Ansprache an eine außerordcntlick) große Versamm ung. Bryan bcstritt darin, Wii? „W. T. B.“ be: richtet, das; das demokratische Programm eine Bedrohung der Sicherheit des Einzelnen wie der öffentlichen Sieb-crdeit darstelle. Er hielt den die Einkommensteuer bctrxffcn- dcn Theil des Programms aufrecht nnd vcrihctdigie nachdrücklich dic Doppelwährnng als Nothwendigkeii in dll ]cßiqen Zeitlagc. Die freie, unbegrenzte Silberprägung durch die Vereinigten Staaten allein wiirde, so behauptete Vr an, den Werth des ungemiinzten Silbers in der anch clt auf 1,29 Dollars in Gold per Unze bringen. ic Doppel- währung würde dem 011611 der Preise Einhalt thun und so dcn zunehmenden oldabfluß nach dem Auslande ver- hindern. Redner wandte sick) gegen jede Abänderung des vor- escblagencn Paritätssaßcs von 16:1. Die Goldwährung, ?ühric er aus, zwinge das amerikanische Volk, einen stets wachsenden Tribut an die Gläubigernationcn der Welt zn ent: xichten. Die Vcreinigien Staaten könnten keine Achtung vor ihrer auswärtigen Politik durchfcßen, solange sie fick) unfähig zeigten, eine gute “Finanzpolitik zu schaffen. _
Nach einer Meldung aus Los Angeles (Kaliformctz) hat der dortige Vezirks:Gerichtsbof dahin entschiedsn, daß die Regierung das Recht habe, dicFrachtsäizc fiir denTrans: port von Regierungsscndun§en auf ailcn Eisenbahnen festzuseßen. Diese Entscheidung ürfie die ]c'ihrlichcn Kosten der im Auftrage der Regierung erfolgenden Sendungen von Posisachen, Truppen u. s. w. um fast 50 Millionen Dollars verringern.
Afrika.
Nach einer Meldung des „Reutcr'schcn Buxcaus“ aus Tanger vom cstrigen Tage besuchte der englische Konsul die südlichen HäLcn Marokkos und sielLte die englischen An- spxüche qe_enÜbcr den Mauren im Innern des Landes fest. W162? hZiZU, sei seine Sendun erfolgreich gewesen.
Us Bericht über die e chlagnahme des holländischen Dampfers „Doelwyk“ zugegangen. Derselbe bestätigt, daß der „Doclwyk“ der Aufforderung des „Eina“, an- zyhalten, nicht Folge leistete. Erst nachdem der „Etna“ emen blinden Kanonenschuß abgegeben hatte, stoppte der „Doeiwyk“. Der sodann an Bord des le_ßteren gc- andte italienische Lieutenant Capon theilte diesem mit, aß das Schi beschla nabmt sei. Der Kommandant des „Doelwyk“ er ärte, er Habe Waffen an Bord, um ste nach Kurrqchee zu bringen; er wisse nicht, _an, wen die Waffen adressiert seien; er selber sei nach Djibutl dirigiert worden, um ,dasslbst einen ran ofen Namens Pierre Careitc ab useßer). Der italienische Ofßzier ?iellte fest, daß der Name dieses assagiers in
as s owal iZt dcr „ ribuna“ jest ein ausführlicher
den an Bord befindlichen Papieren nicht verzeichnet war. Ddr Kommandant des „Doelwyk“ äußerte sich entzückt über die Höflichkeit der italienischen Offi iere. _ Der Passagier Carette isi gestern an Bord des „Woodcock “ nach Aden abgereist; er war vor einigen Jahren als GeschäftSmann in Maffowa und giebt an, er sei SportSman und ein Neffe des Admirals eauvais. _Er sei nach Djibuti unterwegs gewesen, wo er Sagen wollte. Viel- leicht ist er Marineofftzier. Der „Doelwy “ hatte 2400 Kisten mit Gewehren an Bord, die mit dem Fabrik eichen „Rapak, Castelneau St. Etienne“ versehen waren. Je 6 Kist? entbie't 13 Gewehre. Außerdem hatte das Schiff 2200 Kisten m1t Munition, sowie einige Hundert Kisten mit Säbeln an Bord. Die Ladung war von Riga nach Rotterdam gesandt worden.“
Auf Madagaskar soll sich, einem Telegramm des General-Residenten Laroche vom 2. August zufoige, die militärische Lage gebessert haben; in der zweiten Halfte des Juli habeÖich nichts Bemerkenswcrihcs ereignet. Der Gineral- Skkrciär ourde wünsche aus GesundheitSrückstchten nach Frankreich zuückzukehren.
Statistik und Volkswirthsthaft.
Arb eitsvermiitelung.
Die „Anstalt für Arbeitsbermittclung' zu Mülhausen i. E., wslcbe im Jahre 1889 Von dortigen Bürgern gsgriind-Zt wurdc: Ve'rse'ndet socbkn ibrczn Jahresbericht über dic: Zeit vom 1. Juli 1895 bis 30. Juni 1896. Danach find in diesem Zkitkaitm die VLrtmttthkn Anfieliungen auf 2878 aesiiegsn (gegen 2406 im dori?en Berichtsjahr). 3243 ArbeitJLber, Vorstände, Meister und Pridaiper Otzen babkn sich einschreiben affen, um die Von ibnen gesuchten Krafte zu finden (gegen 2678). Diese Vertnkbrung ist ein deutlicher Beweis dss Zu- trauens, welches die Anstalt fich erworben hat. Ferner _b'aben 5049 Arbeitnehmer (gegen 4489) fich an die Anstalt gewandi. damit tbnen Arbeit derschafftwerde; auf den Tag kamen somit 17 Anfragyn durchschnittlich. Der die Fabrikarbeitkrinnen bktrkffkndk Zweig batte im leyten Jahre 502 Angebote und 677 Anfragen nach Arbeit zu Verzeichnc-n; 301Yn- siellun Ln konnten direkt von der Anstalt bkforgt wcrden Zw Fruhxabr 1896 Hat das Comité) der Anstalt mit dem landwirtbscbaftlichcsn Kreise von Mülhauicn einc Ucbcreinkunft geiwffsn. damit das Unternehmm auch den Landarbeitern zustatt-Zn komme. Der AnfanY diesxs 11011811 Dienstes wurde jedoch dmc!) das ungenügendk Ang? ot fur Feld- arbciien sshr Erschwsrt.
Zur Arbeiterbcwsgung. " '
In Königsberg i. Pr. Haben, wie? im „Vorwacis“ bsxichtci wird, die Schmiedegesclien der Sikinfuril)'!chen E11811= babn - Waggonfabrik dis Arbeit eiiigesieüt. Als Anlaß wird em Lobnstreii der .Helfer“ angegeben. .
Aus Schwiebus wird der „Boss. Ztg." geschrieben: Das Bau- geschäft, das hier in diesem Jahre ausiiabmswetss recht rege betriebkn werden konnte, hat durch einen schon seit einigkr Sti drohenden und nun eingetretenen Maurerausstand cine zicm iche Stockung er- fahren. Seit Montag rubt die Arbsit auf den Bauten ganz odkr theilweise, da die dem AusstandsVerbande angehörenden Maurer nach Ablehnung ibrer Forderungen die Arbeit niederlegten. _
Jn Melsungen haben nach dym „Vorwärts“ die Weber der Firma A. Rehn, 25 cm der Zahl, die Arbeit eingestcili, weil ihnen ?uö Gründung einer Fabrikkasse wöchcntlich 1,50 516 abgezdgsn werden () ien.
In Nürnberg Haben nach einer Mitibéilungi di'SsLl'bLn, Blattes sämmtliche Tischler der Werkstatt von Haber dteArbcti eingestelii.
Hier in Berlin fand am Dienstag eine Versammlung der in Buchbindereien. Album-, Karton-, Kdntobuch-„Leder- waarén- und Luxuspapierfabriken béscbaftigtcn Arbeiter und Arbeiterinnen statt, in welcher, einer Meldung der „Boss. Ztg." zu- folge, ein Arbeiter Versuchte, für einen Ausstand „sämmtlicher Ge- schäftszweig? Stimmung zu macht?", was ibm auch in Anbetracht des in der Lcdcrwaarsnindusirie ausgebrochenen Ausstandes gelang. (Vgl. Nr. 180 u. 185 d. Bl.) _
Zn Liderpxwl hat der GeWerkdersin dcr (“988181112 und Heizer, der „Alig. Corr.“ zufolge; den Rbedsrn angekundigt, das; dom 28. Sepiamber ab der ncuc_ Lobniarif in Kraft treten. muß. Die atlantischen DambfsÖiffSgßseWckyastcn zahle'n 1th schon die vom Vercin geforderikn Löhne. Die Mittelmecr-Limeu zahlen 5 si). den Monat und andere Linien sogar 12 bis 15 sb. unier der Forderung. Dkk (GewerkVeérein Verlangt, da?: Heizer uchi urid Matrosc'n ncun Stunden täglich arbeiten. Ucberzekit sol] bis Mitternacht mri 9 d. die Stunde, nach Miticrnacbt mit 1 sb. die Stunde: berechnet wcrden. _ Wik: dasselbex Blatt mittbsilt, will der Verband der Eisknfabrikanicn in Bolton seinen Arbxitern vdm 1. DS- zembkr an einc 7-Zprozcx-1tixe Lohnerhöhung geweihten. Die Arbeiter dringen aber darauf, daß 8 schon am ]. Nodember eintritt.
Kunst und Wissenschaft.
Die Königliche Gemälde-Galsrie bai Neuerdings (zus chr Sammlung Brentano in Frankfurt a. M. Lin Wertbvolles Bild 'von dim altfranzösischen 'Maler Jean Fouquet chsrbkn. Dieser Künstler, von dkffen Lebensumständén bisher nur we'ntg bekannt ist, war in Tours kurz dor 1420 geboren und etwa im „Jahre 1480 gestorben, am franzö ischen Hofe tbätig uiid dort als metur- und Porträtmaler angese en. Das oben erwahnte Werk, die sogenannt? „Votivtafel des Estienne Cbedalier" bat Max J. Friedländer im neuesten Heft (3, 17. Bandes, 1896) des „Jahrbuchs der Königlich preußischen. Kunstsamm- lungen" (Berlin, G. Grote) zum Gegexistand einer emgebxndcn
eiswollen Studie gemacht, welcbe zugleich die Bedeutung des bei uns Fisher wenig gewürdigten Meisters innerhalb der französischen imd der allgemeinen Kunstakscbichis fsstziisteüen sucht. Der aui,dem_Btlde dargesteéllte Estienne Cbkvalier fungierte seit 1451 als br880k16r (16 Manas und erfreute sich der Gunst Charles' 711, Agnes Sorel's und LouiS' )(l. Der anscheinend kluge, jedoch schw1_mglose und vdn Geschäften, Würden und Alter schon etwas exmudete Many ist knieenb dargesieüt, mit dem AuSdruck zeremomeller Andachttgkeit, Sein Kopf ist gerötbet in auffäkiigem Kontrast zu, der bellen Farbe der zum Gebet aneinandér gelegten Hände. Das ttefrothe, am Halse und an den Aermeln mit s malem, braunem Pelzbesa vcrbra_mte Sammeikleid bildet steife, gro eßalten; über der linkenS alter bangt cin Gewand aus schwarzem Sto . ur Linken des Donators, dessen Figur bis zu den Hüften sichtbar ist, 1th der bl. Stephan: wre jener in LebenSarö €, aber im Gegensaß "zu dessen Starrbeit stolz bewegt. Die Rechte at er schirmend rückwarts auf die Schulter Cbevalxer's gelegt, während er mit der Linken ein großes, zinnoberrsib ebxxndenes Buch gegen die Küste stemmt. Auf dem Binh liegt. ein tem zuin Gedächtniß an ein Martyrium. Der Leib ersche1nt fast ganz in Vorderansicht, der Kopf von der Seite. Das gupt, mit blutender Wunde auf dem tonsurierten Schädel, ist mdibrdueli, von ro em, edelem Schnitt, asketisch mager und. von iraumertscbeui ie nn beseelt. Das dunkelblaue, weite Diakonengewand init wei em Kragen und goldknen Einsaßstreifen zeigt wenige lange, gerade Falten, welche an dem Punkt, wo das Buch gegen- estemmt ist, sternförmig zusammenlaufen. Die Köpfe des onators wie des Patron»; sind entschieden modelliert. Die wobl- eschloffene Gruppe, in im osanter Breite mit einfachem, stolzem mriß aufgebaut, hebt sich mt den Lokalfarben der Gewänder, die in Rubin- und Saphierlanz leuchten, von dem hellen Grunde einer Marmorwand ?lück ich ab. Diese Wand, im Stil ent- wickelter Rena ance, gegliedert durch Pilaster und legte farbige teinplatien , ziebt si nach rechts spektivisch verjüngt in das Bild tief hinein, wo
einge- per-
auch
ein Stück des musiviscben Fu bodens sichtbar wird. Formal und in-
baltlickk) fordert das Bild na dieser Seite“ eme Ergänzunß; eine
solche ildet dazu, wie der Verfaffer weiier uberzeu end ausfü rt die
Madonna Fou uei's in Antwerpen, welcbe Cheval er nach ewitiener- maßen für die bteikirche zu Melun estiftet bat, und de dadurt? bemerkenswertb ist, daß der Maler i r die Züge der Agnes Sore egeben haben soll. Eine bei egebene, fein ausZefübrie Heliogravüre er ReicHSdruckerei deranschaulic§t ,das neu erwor ene Kunstwerk.
Der General-Direkwr, Wirkliche Geheime Obgr-Regiekunas-Ratb Or. Schöne widmet dem am 12. April d. I. in Smyrna verstorbenen Geheimen Regierungs-Ratb Dr. Carl Hamann, dem Entdecker von Pergamon ,der eme der Hochburgen griechischer Kultur aus dem Schuit der Iabrbunderte bat erstehen [affen und ihre Denk- Yaki? fdeén Museen dEr Hauptstadt zugeführt hat", einen warmen
a ru .
Von dem Direkt:): der Sammlun der antiken Skxldiuren und GiPSabgüssk, Geheimen Regierungs-Rai?) Professor Dr. Kekule von Stradoniß findet man in dem Heir einen Aufsaß über die Statue der tanzenden Mänade, der zugleich als Antwort auf vielfache, durch die Erneuerung der reisaufgabe Seiner Majssiai des Kaisers veranlaßte Anfragen na dem authentischen Zustand des 'Werks dienen soil. Beigegeben nd ibm eins Licht- drucktafel init zwei verschiedcnseitigen Aufnahmen der Figur sowie im Text Abbildungen der kleinen, im (35.511101; 008 111668111851 zu Ygris befindlichen, gleichfalls stark derlcßten Replik, ferner der beiden
(5pr, welche unter der Angabe, daß sie zu der Statue gehörten, dem Muieum zuni Ankcxuf angeboten wurden, und endlich zwsier Pompejani- schen Malxrktcn init tanzenden Frauen garen. Lcßtere nd dazu be- stimmt, die aligcmsine künstlerische orsisllungs- und Empfindungs- wxise nabe zu bringsn innerhalb derer: das so viel starker, Wirkendé und inbalireicbere Kunstwkrk entstanden ist. Nach einer Besprechung des ErhaltunÉszustandes und der Aufstellung der Statue“, wn? sie dLr Bildhauer ürßen bLi der gleich nach der ErWLrbuug im Jahre 1876 Vorgenommcnen Ergänzung der Plintbe uiid des abgebrochenen rechten Fußes bewirkt hat, wird dann WLitLr die Frage der Wiederholungen und des Vorkommens ähnlicher Motive in dcr „antiken Kunst und was aus ihnen für das Verständnis; der Figur zunertnttteln ist, sOWiL endlich das Wie und Wann der Entstehung ?Witekt. Das Ergebnis; in leZterrBezikbm-ig lautet dahin: Ob [sich die Statue 5011 den Künstlern mit Rscht bewundert werde, sei 8sie doch ieme originelle Arbsit im vollen und eigknilicben Sinne, sondern die ubexaus gcichickte und gute Wiederholung eines Vorbildes, das wahr- scheinlich m Bronzü _ausgciübxt war. Bli diesem Bronze-Original habe auch der stützsnde Bauwstanmi Zssébii, der bei der Marmor- figur den Eindruck der freien, lebhaften BLWLJUUJ stört; Vermutblich ser auch,das Gewand am linkén Wein nicht so kurz, hart und scharf abgeschntti€n géweskn, wie! an dEr Wkrl'mer Figur, sondern in retchercn Falten ausgeklungen.
Land: und Forstwirthschaft.
„ Der )(11. allgemeine Vereinstag dcr landwirdscbaft- lichen Genossenschaften wurde gestern in Stettin eröffnet. Im Auftrage des Landwirtbschafts-Ministers war, dem „W. T. B,.“ zufolge, der Geheime Regieru:1;statb Conrad, als Vertretcr des Justtz-Mtniftérs dex Landrichter Friße_erschienen. Auch der Prä- sident der Pxenßischén Zentralgenosseny(haftskaffe Freiherr von Husnß war bk“! der Eröffnung zugkgcn.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.
Cholera.
Egybten. Vom 14. bis 27. Juli wurdcn festgestellt in Kairo 2 Erernkungcn (und 26 Todesfälle), Eisab 22 (120), Sennourcs 78 (181), Ass_uan 5 (6), Wadybalfa 135 (153), vom 19. Juli bis 1. „August in Alexandrien 47 (40), vom 18. bis 31. Juli in den Distrikten Kafr-el-Zayat 126 (134), Meballet-el-Kebir 12 (13), El-Saniak) 56 (52), Defsouf 65 (64), 311181) 20 (19), Borollos 67 (36), Kair-el-Dawar 16 (12), Zagaztg 5 (30), Hebya 31 (53), Fakouß 27 (36 Kafr-el-Cbeikb 91 (56), lecas 47 (45), Galioub 38 (64), Mcnouf 37 (92), Achmoune 27 (49), ferner in den Stadtsn Rosette 3(53),Zagazig18(17), MiiGbamr 41 (46), Dgtritette und Umgegend 17 (44), außkrdem in 49 verscbisdenen Distrikißxi urid Siädten 320 (562). Einer Mittheilung vom 29. Juli zuiolgs 111 die Epidcmie in den Grenzdistriktsn unter der ein- geborenen _Bcvölkerung im Wkiteren Zunehmen begriffen; bei den Expeditionskorps fcbsint sie abzunehmsn. Die Gesammtiabl der bis Ende Juli gemeldeten Cbolerafällg betrug in Egyptcn 15 019 (12 453),_in Alexandrien 915 (7742).
Ostindien. Kalkutta. «yorn 28. Juni bis 4. Juli starben 44 PZsdnezi an Cbolera, 1 an Pocken und 135 an Fiebern.
_Otxatts Settlements. Jn Singapore wurden Vom 15. bis 2). Zum 19, von da bis zum 6. Juli ZTodesiälle festgestcklt.
Verschiedkne Erkrankunqey.
Pocken: Odessa 3, St. Petersburg 4, Warichau 2 Todesfälle; Paris 8, St. Petersburg 2Erkrgnkungen; Flecktyvbus: St. Peters- burg 11 Erkrankungkn; Rücksallfieber: St. Petersburg 35 Er- krankungen; Genickstarre: New - York 4 Todesfäiie; Berlin 2 Eikrankungkn; Keuchhusten: London 47 Todesfälle; Influenza: London 6, Moskau 2 Todesfälie. _ Mehr als ein Zehntel aULr Gestorbencn sind bei Masern nicht vorgekommen _ Erkrankungen gelan ten zur Anzeige in Breslau 99, in dem Regierungsbczir en Arnsberg 340, Düffeldorf 380, Marien- werdsr 145, Wiesbaden 171, in Hamburg 93, Buda est 73, Edinburg 55, St. Pktersburg 84, Wien 98, _ an S arlacb siarbcn mehr als ein Zehntel (Durchschnitt aller deutsch?" Berichtsorte 1881/90: 1,39 0/0): in Flensburg _ Eikrankungeix kamen dor in Edinburg 36, Kopenhagln 30, London 360 (Krankenhauskr), Paris 93, St. Petersburg 77, Wikn 41, _ an Diphtherie und Croup (1881/90: 4,49 0/0): in Kaiskrslauiern _ Erkrankun cn wurden ge- meldx't in Berlin 49, Kopenhagen 23, London 93 ( rankenbäuser), Paris 51, St. Petersburg 71, Wien 38, _ desgl. an Unterleibs- typhus in St. Petersburg 111.
Handel und Gewerbe.
Tägliche Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Ruhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 12. dM. gestellt 12 301, nichtrechtzeitig gesieUt keine Wa en. „ Jn Obers lesien sind am 12. d. M.gesielli 4860, nicht recht- zeitig gestellt keine Wagen.
Stettin, 12. August. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen behauptet, loko _, per September-Oktober 138,00, ver Oktober- Nodember _,_. Roggen behauptet, loko 109-111, pr. Sevt.-Oktober 110,00, per Oktober-Nodember 111,00. Pommerscher fer loko 120_128. Rüböl loko fester, per August 46,70, per evtember- Oktober 46,70. S iritus fester, loko mit 70 .“ Konsumsteuer 33,20. Petroleum lo :) 10,65. - _
Breslau,12.Augusi. (W. T. B.) Getreide- und Pro- duktenmarkt. Spiritus per 100 1 100 % Ik]. 50-ji Verbrambso abgaben pr. August 53,00, do. do. 70 „ja erbrauchSabgabeu pe. August 33,00. _
Ma deburg 12. August. (W. T. B.) Zuckerberi t. .Kont- zucker ex [. von 92 0/0 11,25, Kornzucker exkl. 88 0/9 ' ndeme_nt 10,60-10,75, Nachprodukte exkl. 75 % Rendern. 8,00_8,75. Rubtg. Broiraffinade 1 24,75-25. Brotraffinade ]] 24,50. m. Raffinade mit Laßt 25,00-25,25, Melis 1 mit Faßu23,75. Stetig. Rob ucker [. Pro 1: Transitof. a. B. mburg ver ugufi 9,85 Gb., 9,9 Br., pr. Sept. 9,90 (Hd., 9,9 Br., pr. ijober-Denmbee 9921 Ed., 9,971 Br., pr. Januar-März 10,20 Gb., 10,22k Br., pr. Äpril-Mai 10,40 Gb., 10,47; Br. Ruhig.
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