“__ omités für die Errichtung eines Kaiser Friedrich- “.e-nkmals-in Cronberg statt. Dem-Comits find sofordeine JR Zahl von Notabilitäten der Provinz bei treten. Seine _ Xliche oheit der Großherzog von aden ist um 'die eberna me des Protektorats ersucht worden.
Hessen. Ihre Kaifsrliche und Königliche Hoheit die erzogin von Sachsen-Cobur und (Gotha hat am onnabend Abend Darmstadt verla en und fick) nach London begeben.
Deutsche Kolonien.
Durch Verfügung des, Kaiserlichen Gouver_neurs von Deutsch-Ostafrika smd die Zollämter zur leichteren UnterLcHeidun und Bezeichnung unter Belassung der bisherigen Amts efugni e in nachstehende Klassen eingetheilt und, wie folgt, benannt worden: &. „Hauptzollämter“, wie bisher, 1). „Zollämter 1. Klasse“, die von Zanth-Afitstenten erster Klasse verwalieksxt Anxxsstellen Saadani, Lindi und vom 1. April k“. 3. ab auch Pangani, “6. „_ZolLämter 11. Klasse“, die von . ollamis-Assistenten zweiter Klasse verwalteten Amtsstellen
male, Simba:Uranga, Mohorro und Schule, (1. „Zollämter 111. Klasse“, die übrigen mit farbigen Beamten beseßten
AmtssteUen. _ , _
Ueber eine Expedition nach qugo, Jrangi, Bu- rungi und Ufiomi berichtet Stationscbef, Lieutenant Glaunin aus Mpapua unter dem 21. September d. I. im „Deuts cn Kolonialblatt“ Folgendes:
Da die Besaßung von Mdavua selbst zur Ausführung einkr größeren Expedition zu schwach war, wurdc die Hilfe der Station Kilimatinde erbeten und nach eingetroffsner diesbezüglicher Zusage am 15. Juli mit 1 Untkroffizier, 25 Askaris und 11 Jrregu- Lärm sowie 32 Trägern der Marsch durch die Marenga
Käfer:? nacb Ugogo angltrrtkiz. Dkk aui dkn Karten ver- -zeichnete Name „Marenga 1111110" für das grobe,_boii Nyangallo bis fast zm.“ Ruabafiuß, sicb crstrcckcnde Port isi ein sehr "“wiUkürlichrr 'Die Gegend isi wasssrarm; Biiicrwasier iriit absr nur can cinzelnrn'Stklleii au!“- waYrer-d fiel) an gnderen Steilen, z. B. in einem Wafferloch südöstlich inngagchß ?itßwasser findkt'“ Auf d“ Diesmal Von mir begangenrn Staukry „„ ?" “Y_NZZL' Zul?!) dle sdenannte .BitteWaffei-Wildniß“, fand fich in »..._„ “11,2 Erbseni agerplas Mbuguni) reichlich und gutes Ttinkivaffér. Dis “)*-„FL NFM" "M"?" an nur das bittere Wasser, niemals abkr dsn gaüZén ,.xschkbntsn Bu cbwald Maringa mkali. Usbe'r Kikombo, das gut äüsgébaüxé und etwa 60 Temben zählemde, bon, Wagogos und xmzelnen Viafiais bewobnie Buigiri gelangie 1ch nach Niuxzum. Der Sultan dieses Orts, Madschaka, der schwr tm bergangknrn Jahre von Likutenant Nachtigall wegrn dirichiedcnrr Raubercien bestraft worden rvar, sollte laut Gouvrrnimcnisbefehl vom 11. Januar d. J., falls er sich auf eine Vorladung nicht stellen würds, nochmals heimgesucht und bestraft werden. Troß Aufforderung drr Sration war er nicht ersébicncn. Wie ich ?_rfubr, war Madichaka 1nzw1schrn esiorben. Ick lies; daber deffen Sohn Mnguae borri nabegelrgrnrn ahoma aus nochmals auffordern, zum Schaum zu komuZen, andernfaüs würde ich ihn bekmegrn. Als ick) kurze Zeit nach Abscnduna dss Boten selbst aufgrbroMn war, um 13811 rt im Falle der Weigerung dks Sultans zu überiaiikn, sabcn wrr nicht weit von Ntngini einen Haufen Eingkborrnrr mti Linkin jungen Weibe an der Spitze kcuxhend und im s-i):811sien Lauf auf uns zu- kommen, was bsi den Askaris große Heitrrkrit krrkgie. Es war das W911) des Sultans mit Gefolge, das in icincm Ngmen, da er selbst fußkrank ist, um Frieden bat, dsr naiürlicb Jewabrt wurde._ Der Sultan selbst, sin schlanker noch junger'Mann, wurde iqrcv die Be- handlung“ eines Fußübels und einige kleine Geschsnke vöüig zutraulich gemacht. n Ntuguni wobnen neben den Wagogos zablrcichr WahLsz in fünf gut 9700111611 Trmben. In dem ciiva fünf Stnndxn eni- fcrnten Kitunda wa dede hatte ich rmrn Streit zwischen dem Swimr des Dedr Mcda und cincm Ykannr Naturns Maisrra zu schlichten. Dedx hatte din Vairr drs Maierra grjödiei und ihm zahlreicbés Vieh weggenommen. Drr Aufforderung drr Station Kilimaiinde, zum Schauri zu kqiiinién,«batt_r er, wie auch später sein Sohn Mrda, nicht Folge grlkistst. „Ick,ubeifirl ibi] un- versehrns, nabm ibn géfangrn und 1061116001111 die Vlkbbklde zwischrn ihm und Matcrra aus Ntuguni, worauf ich Meda wicdcr frrilirß, der froh war, so leichten Kaufs dabonzukommrn. Von da marschii'rte ich über dén stark ftkqu€nxierten, mit Unraib bcd-ckte-n Karawanenpiasß Ydi nach Ngomoia. Die Einwobnkr dii-se's Ortrs iicniixn fi angomoias. Jbre Spracbs is! das KiUULMOia, das aber nur don Weriiakn noch verstanden wird. Sie sind ansche'incnd cin im Aussicrbcn brgriffener, den Wadsandanis verwandter Volksstamm. Da ich noch an demselben Tage weitermarscbiiérty, kountL ick) rnicb aus eim: nähere Untersuchung diises VirÜcicyt silindgrabbtsch wichtigen Punktes nicbt einlaffen. Ngomoia bildrt dis Grrnze zwischen Ugogo und Uffandaui und ist von d?msclbkn durcb! kin etwa achisiündigcs Poti getrennt. Den Umweg durch Uff011da1il Haifa ich d.:xhalb ge- wählt, da ich feindlicye Zusammenstöße mxt_dcn Waburungis und Warangis vor Beginn der ci kntlichkn kriégcriickyrn, Aktion dermridrn Wollte. In Uffandaui Wkchs€n groteske Frisbiigc'i und Bergiücksn von mittlerkr Höhe mit sanften, überaus fruchtbaren Tbälcrn. Die Landschaft mit ihrem frischen Grün stand in nicrkwürdigim Gegrnsaß zu dem trockenem Ugogo. Zahlreiche Wanjamwisi wobnkn zwischen der friedlichen Urbevölkerung. Durch die Landschaft Mangasita gr- lan te ich nach drr Wanjamwesi-Niederlaffung Kwa MWM, von hier dur ein zwölisiündiges Pori mit Wasser am Limbo Kikumu nach Kwa Mdoda, einkm Dorfe von Makua Waduabeit und Wanjamwesi- jägern des Wali von Mkondoa. Der Wali, in dcffkn Diexst weit über hundert Jäger stehen, dic sich in Irangi, z. B. in Tandaüa und Kinduri niedergelassen haben und ihre Jagdzüge bis zum Guruiberg und dem Kilimandscharo-Gebict ausdehnten, hat diesen Leuten sofort nach Bckanniwerdsn dcs Jagdgrscyes PillVi'k und Zündbütchen ent- zogen, sodaß sie jeßt Eigentlich brotlos sind, da fir die verlangten Schief: ebübren nicht bezahlen können und auch der Wali nicht in der Lazy: iizi, für jedrr] seiner Leute die Gebühr zu erlegen. Die Hatte, die unzweifelhaft für diese in ihrem Bsruf meist sehr tüchtigen Leute in der plößlichen Entzikbung ihrer bisherigkn Thatigkeit liegt, liiße sich vielleicht dadurch mindern, daß (? sämmtliches Elfenkein nach der Station zu bringen häxtsn, wo- elbft jeder vierte Zahn als Gebühr eingezogen, die wieder freigegebknen Zähne aber gestempelt werden müßtrn. Natürlich müßte disse Kon- trole auf aüen Staiioncn, auch auf der- Grknzstationen, für die aus fremdem Gebiet Eingeführtkn Zähne (bei letzteren ohne Entnabme dcr Schießgebübr) stattfindi'n nnd nngestemprite Zäbnr an der Küste be- schlagnahmt werdcn. - Am 20. Juli lgngte ich in Mkondoa an und vereinigte mich mit der aus zwei EUXOPÜ13111(L1L111?110111 Stadlbaur und Dr. Reinhard), etwa 60 Askaris n111MaUmg€schüJund etwa 20 Irrkgulären brstihendkn Abtheilung drr Staiion Kilimajiude. Mein Plan war ursprünglich, zunächst die Wafiomis zu besirsfen, dkmnächst die Waburungis und Warangis und endlich die Masiais, um dann dur die Stcppe auf kürzestem Wege zurückzumarscbirrc'n. Da ich jedo von Lieutenant Stadlbaur um 1inte111üßung für feinst: vielfach noch ganz unbekannte Gkbiete beruhrenden Zug aegsn dic Wangalurus gebetm wurde, beschloß ich,'dte Bestrafung der Wafiomis zuletzt vorzunebmrn. um von Ufiomi aus „uber Manga1i und Gurniberg das nahe eiegene Suru zu Erreichcn. Am 28; Juli be ann die eigentliche trafexpedition gegen die Vorgenannten Stamme. De Wavurungis von Duma, Mura, Sogoi, Pgmpada, Mtrambo, gkgen die zahlreiche Kla en wegen verübter Raubrreten vorlagen, Wurden bestraft; das Ge iei des deutschfreundsichen Sultans Damaß in Goima dagegen verschont, obwohl er sammt seinen Leuten geftoben 'war. Die Tembe des Sulians war verlassen, aber vom D9ch wehte noch die deutsche Flagge. Aus dem Umstand, daß die kleine schwarz-weiß-rothe Flagge genügte, das Weite Gebiet des Sultans
vo'r Verwüstung und Plünderung zu scbü en, mußte auch seinen Stamme enoffen einVerständniß für den ertb des Vefißes einer solchen F agge erwachsen. Vom 1. bis 8. August wurden die Warangis von Darai, Sandalla, Kinduri, Buzi, Ziwani unter- worfen. Der Iumbe von Arimabu, der als einziger früher auf der Station gewesen war und um Schußbrief und Flagge gebeten hatte, wurde reichlich beschenkt. Die tief in dsn Bergen elegene Landschaft Ziwani, an einem noch unbekannten, etwa 1000111 anger; und 200 m breiten Süßwassersee gelegen, deren Einwohner nach AuSmge der Leute von Mkondoa besonders freche Karawanenräubcr sein souten, wurde zule t unterWorfen. Interessant waren bier die rings um die Felder erri teten niederen Crdwälle zur Regulikrung der Wafferverbältmsfe in der Regenzeit; ferner die von den Eingeborenen verwendeten Pfeile mit Messingspitze. Von Ziwani marschierten wir nach ZNkondoa, um die Kranken und das erbeutete Viel) zurückzulasien und uns neu zu verprovian- Lieren. Meine Absicht, die MYM von M*ridjo zu besirafsn, mußte ich vor- läufig aufgeben, da wir nach ussagr sämmtlicher wkgekundigen Suaheli- jäger mindestens drei bis vier IWF ohne Wasser hätten marschieren müssen. Auch der Aufenthaltsort der 5“ affais, die ibrcKraals in den Serirani- bergen verlassen haben, ist zur Zeit nicht bekannt. Ich habe einige der Suahelijäger beauftragt, d€n dortigen Wobnsiß der Maffais aus- findig zu machen und der Station hierüber Meldur zu e'rstaiten. - Am 11, August rückten wir in Ufiomi kin. Die 1 uldigen Stämme wurden bestraft, ibrc Hüjtrn Vrrbrannt. Viel) konnte mir Wenig er- beutet werden, da die Wafiomis von unserem Anmarsch Nachrichten erhalten und das meiste. Vici) schon vie-le Tage vorher weggeschafft hatten. Der Hauptschuldigc am Morde Henning*s, Sultan (Giso, war mit seinem ganzen Stamm umi“) Kirin-Ufiomi auf drr Westséite dcs Seletnabcrges ausgewandert. Es geiang, ibn mit seinem Sohn und mehreren seinir Leute durch einen nächtlichsn Streifzug gefangrn zu nehmen. Der Sultan Hilo von Haliambe, drr sich schon bei icinem 18131011 Besuch dcutschfrrundlich_ gezeigt, der Sultan Njeibe, der cin Empfehlungsschreiben Tes Hérrn Kötbrr vorwies, und der Haupt-Sulian [ihn, der mich bei (Gefarigknnabmc- drs (Giso unisrstüste, erbielicu Schnßbrirf Und Flagge, sowic (Grstbenke an Viel). Giso und sein Sohn Monde wurden durch ein sofort zu- sammengerufrnrs Kriegsgcriebt, dcm dTe Sultane Hilo, Njeibe und Ulm, ferner die drei Sols der Koxiipagniz', Selim Daust, Margar- Seltm, Ramassan, ,Unterosfizicr Skiba, Dr. Reinhard und Lirntknaut Glaunmg, angehörren, „wädrsnd Liruirnant Si'adlbaur als unter- suchiingssdhrrndcr Offizier „fungisrte, Verurjheilf, ersterrr zum Tode, lrßtrrer zu Kettcnbaft.' Die nacb Virlauf von kaum zehn Wochen ngch Ermordung Herzmrixs eifol ie cnérgische Vksii'aßxng der Auf- Uzbkkk sowie die rélchlich€ Belo nung der treugsblie-enen Sultane du_rften, nunmehr wobl em frird1ichcs Ykrhalten dieses Stammes ge- wgbxlstsien, so lange ein Europark VOF! der Bcionnrnhsit dLÖ Herrn K*otber der aktorei Vorstehi. Von Ufiomi cms sandic-é ich Unter- offizikr Ski a mit den ge-iange-nen Wribirn über Mkondoa nacb Mpapua zurück, mit drm Yiuftrag, das in Mkondoa zurückgklassrne Bkutevieb und die krankc'n Askaris Nach der Station zu sch0ff€n. Am 15. August marschierte ich über den Sklkmadafz nach Klein-Ufiomi zur Bestrafung dcr Waßomis don Babati. Diisi? battrn das der kari'i bon Kötber gehörigc Viki) gcraubi mit den böhmischen - ortrn, drr I.)? ungu sci j.] jstzt todt, und niemand mehr da, um die Fakwrri zu 1691113811. Da sie fich wrigertén, ziim Schauri zu koiximcn und Strafe zu bezahlen, zrrsiörtc ich ihre Dörfe'r, nahm ihnen Visi) wrg und verfolgte sie bis Umbngws. Zn anbiigwe konnte ich mich gleixbzeitig überxeugcn, daß auf der dortigrii Faktorc'i der Firma Kötbcr (111613 in Ordnung und 8111 Einfaii der Maffais “own Ngorongoro vorläufig nicht zu briürlbtcn ist Den Mauvaraics fanden wir bis auf 8111811 schmalen Sumpisircifén cm der Südwestfrite dks Sces, Wo der Kwon cinflwßt, völlig ausgetrocknst. - Von Umbugwi: kehrtkn wir wieder nach Kikin-Ufiomi zurück. Neben den Wafidmis iWhnen hier viels _ Wataiurus, deren Hädptling Hanota sich uns giginüber srbr frrundiick) gezrigt und einkn Eissnbeinzabn ald Gcschlnk xiibrackyt batte. Von bier marschirrten wir an dem Von zablri'icw'n Kibckos und Wasirrvögeln bklrbtrn Baknraser Entlang, dann durch buscbb-“simidcne Tbälrr übcr den Zigädaberg und 0711 an der Ueberganssstills i.:um knirtiefkn Buluflns; nacb Mangaii (OrtMassagaloda). Dcr doitigs Sultan Maldmbc' kam uns 115011 von writbcr c'nigc'ge'n und brachi-.* (inen schönkn Elfrnbkinzabn von 11 Fra- fila Grivicht. Vdn Mang.;11 cms marschisrte ici), dcr quuifitidn des Liluilnaiits Stadibaur fiir die Strnfcxpkdiiidii in Simi Folge l?isi€nd, gcmrinsam mit dirsi'm an denzivifch€n dim Gnrnibcrguiid dcm steil abfallrndkn Platsau dcs ostafrikanischcn Grabsns lirgsnden Ba- langiddasee. Dcr Sre, de'" ich zur (Erkundung des gracnüberlirgsw- dcs Wesiplaieaus zweimaiüb.rschritt, istvöllig anédrikkcknct. Ju s'iiikr Ndrdbäifte ist ('r mit mächtigén Schoiicn von Saizfri) 4.111?" Ökdi'i'ki nnd (][ricbt einer grborstyncn Eisfläckxc. Am Wrstaser likgt (ius Mito Strick?" reinrs wrißes Salz zu Tage, wie? friscbixriallcner Schuss aus- iebcnd. Wir sammrit-xn mc-bri'te klsinc' Säcke dicsc's Salzes und habs" dassribx bis zu Ende der Expedition täglich zum Kock)?" brnuizi. Probe'n dcr Salzkivstali? und des rcixién Salzks babe ich an di? Abtheilmig fiir Liiiidcskuljur ;icsandt. Dic Südhälftr drs SLES enthält rotb- braiiiketx, irrckrnkn Schlammi'ddrn. Das Wesipiaikau sklbst ist Lins weite Grasstcppe) mit aufgescizirn Fslskuppén,'belebt doanmozeroCscn, Straußen und Antilopen. L-idcr gelang es im Lager am Garni LM dZ-n Sohn drs (5,5119, 21110118“, in der Nacht Vom 23. zum 24. August zu eniflirhkn Obwohl drki Posten im Lager standan von drm'n' dsr (1111 nächsten stél)élidi' sofort sckydß, und obwohl zablrctch€ Pairoutlii-n abgesaiidt wurdkn, gklang (313 nicht mehr, seiner habhaft zu wrrdrn. Von birr ons grlangtcn wir durch zkbnstündige wasistlos? Steppe nach Taru, imd nacb Baendigung dEr dortigi'n Siiafirpedition in fünf Tagrn über Saranda nach Kilimajinde, wo ich mrincn crscböpftkn Askaris zWLi Tag? Rubc gönnte: und mich ncu vkrpidvimitisrte. Durch Südngogo und Wüstusagara marschierte ich in zrbn Tagen nach I)ipapua. Vrim Marsch durch Uaogo fand ich fast überal] stark 178511118116 und gut an- gkbauie Ortschast€n bon brdcrite'nder Ausdehnung. Dagk'gi'n machten die an drr äußersten Westgrenze Von Usa-zara gclegkncn Gebirgsdörfer Difa, N;;aiamiro und Berkge einen sehr armlicbc'n Eindruck. Viki) ist winig vorhandcn. Die Ernte hat dmck) Trockx-nbeit und dis en- scknrckkn sebr geliltrn. Am 17. Sevtrmbkr traf ich Wikdik in Mpapua ein, Wo ich alles in bksier Ordnung borsgnd, ]„5 von den 32 angiworbrnen Trägern, zumeist Waijnwcfis, sammtlicb ans dcr Umgegend von Mpapua, haben die n€u11wöchen11iche ansireyaende Expedition bis zu End? mitgemacht. Sie Wurden reich1ich beschenkt und s011en den Stamm fiir die allmählich kinzurichxende Trägerkaste der Station bilden.
Ueber die Lage der Station Bukoba im Juni 1896 berichtet Kompagniefülncr Herrmann Folgendcs:
Der Vertrirbkne Sultan Mukotani ist auf meine Drohungrn bin vom “Sultan Kagkw don Karagwe dock) ausgewiesen wordcn und hat sib in englisches Gébict n.:ch Koki (Uganda) begeben, wo er von Mwanga cinen Va-ianinbain erhalten hat. Diebtrsige Bevölkerung wird fleißig angibalti'n, ibrr abgebackten Bananenbaine wiedc'r anzu- pflanzen. Die infolge dér LandVertbeilung ausgewandmten(Eingeborenen, diksich drn ncuyn Sultam'n iiichtfügen Wollten, babeicb in unbewohnten Gebieten des hiesigen Landcs angcsiedelt, bis 19131 etwa 600 Familien. Ueberal] herrscht Friede. Mehrere kleine Uchergriffe gegen Kara- wanen wurden durch Vermittelxmg der Stationen redressiert und die Schuldigtén bestraft. Zn K*ifumbiro und Kitengule herrscht reger Handel; jkder dieser Pläse batUjiji längst überholt. Die beiden isind- licbxn Sultane Luta'jkwa und Bwama haben sich auf der Mnfion Marienberg im Beisein Von 3000 Unterthemen ein großes Verbrüdr- rungsfest gegeben. Beide sind auf mein * ureden offen zum Christen- tbum übergetretrn. Ein schöner Erfolg. “ ck machte in diesrm Monat blbufs kactograpbiscber Arbiit kleinere Reisen. Mit aklen Wassiba- Sultanen bin ich sehr befraundrt und tauschte mit ihnen den Blut- schwur. Wenn das hier so writer geht, wird dauernd der Friede er- halten bleiben. Diks Jahr ist so trdckrn wie kaum eines früher, in- folge dessen die an staxkxn Regen gewöhnten Bananen stark leiden. Am 16. früh schlug der Blitz 1111; große Euroväerbaus, doch wurde der Dachbrand, dank der herrschenden Windstille, gelöscht. Als
Kuriosum erwähne ick), da? niein Aneroid, troßdem es selber Wi " iy schlug dicht-dabei .durch,ein; Gewehr » .
beschädigt wurde «*»der B von seinem gewöhnlichen Stand 654 rpm auf 752 mm sprang. Nach einem in Soerabaya, den 4. November, aufgegebenen Telegramm smd “die Mitglieder der ForschungSexpedition in Neu-(Huineaör. La.uterbach,1)r. Kersting und Tappen- beck von ihrer Reise ms Innere wohlbehalten Ende Oktober zur, Küste „zurück ekehrt. Die Expedition hat am , uße des groß- artigen BtSmar gebirges einen ansehnlichen [[chi baren Strom entdeckt. Er durchfließt eiiie fruchtbare, star bevölkerte, aus: edrhnte, zur Kultur geeignete Ebene, welche 200 englische erlen weit erforscht worden_ist. Bisher war es noch ni t geglückt, im Innern NewGumeas stark bevölkerte Landstri e aufzuftrtden. Die Entdeckung dürfte daher von großer Bedeu- tung fur die weitere Kolonisation des Schußgebiets sein.
Oefterreich-Ungaru.
Der Kgiser empfing am Sonnabend den Großxürften Georg Michailowitsch von Rußland und gab päter in dessen Hotel Allerhöchstseine Karte ab. Im Laufe des Nachmittags stattete der Kaiser dem König und der Königin von (Griechenland einen Besuch ab, den dsr König Georg bald darauf erwiderte, ohm? jedoch den Kaiser anzutreffen. Am Vormittag hatten der Kömig und die Königin von (Griechen- land ddr Kaiserin einen längeren Besuch abgestattet.
Der König von Griechenland stattete gestern dcm Ministcr dcs Aeußern, Grafen Goluchowski einen etwa ein: stündigen Vxsuch ab.
Dcr KOUW von D(iiiemark isi vorgestern Mittag von Gmunden Rach Kopenhagrn abgereist; die Königin wird noch längere. Zeit in Gmunden verweilen.
Dsr Budgetausschrxß des österreichifchen Ab: aWrdnsienHause-Z 1)th m feiner vorgkstrigen Sißung den Voranschlag des Ministeriums für die Landesvcr: tbcidig ung angenommen. Im Laufe der Debatt? erklärte der Minister Graf von Welsersbciinb, es werde «'in neues Militär-Strafgrfrß vom Kriegß-Minisicrium aus;;carbeitct. Auf eine “ Anfrage des Abg. Baca)= mr_qen der Ver- ivcndaiig osirrreichischcr Truppcnibciir bei den Reichstags- wadlcn in Ungarn bemerkte Graf von Welschheimb: die Vi'ka'iidUUg der Trupprn drr gcmosinsamcn Armce sei eine aussckzliißlick) dir obersten Heercslcitung zukommende An- grlcgcnhcit. Ihre Vcrwsndung außerhalb des territorialen Dislok-iiionsbrrcichs bcwcisc die Nothwrndigkxit einer großen grmcinsamm Armor, Vrireffs drr Sonniagsheiligung habe das Riichs:.§iriegs-Minisirrium ang-c'ordnct, daf; dcn Mann: schaften zur Erfüllung ihrer religiösen Pflichten griindsäßlich an dri: Vorniitiagcii der dem Gottesdicnst vornehmlich gc: weihtin Tage freirr Nitsgang gestattet werde.
N-xck) dem ungarischen Staatskasscnauswris fiir das driltc OUN'tal dicses Jahwe; betrugen die Einnahmen 180700000 Galden, zisgi'n das Vorjahr 15300000 (Huldrn mehr, die Ausgaben 188 100 000 (Huldsn, gcgrn das Vorjahr 14 600000 (Hiiiden mehr. DicBilanzdcs dritten Quartalsisi somit um 8300000 Gulden ungünstiger, alsfiirdir entsprrchknchcitdes Vorjahres. Von diesen Mehrausgaben entfallen Über 9000000 Gaiden anf Bahnbautcn, daruntcr befindrn sich die Szeklcr-Vabnen unddicLinie Hermarmstadi-Rotucnthurmpaß. Wi'jin man diese NUÖJUÖM iii Bstracks zicht, g€s1a11c1 fick) die Bilanz 11111 700000 (531110111 giiiisiigsr.
Frankreich.
31 dcr Depniii'ienkammcr brachte am Sonnabend dcr sozialistische Dcputirte cheante cinrn Antrag auf Ainxicfticrung allcr dcrjenigcn ein, 11)i*[ck)0 wogen politischer odcr bsi (Hclcgcnlxit eincs Strikes begangener Vergehen ver: ttrihciit morden 191611, und dcriangtc die: Dringlichkeit für seinen Antrag. Der Jiisriz:“.1.1iiiiistcr Darlan bckämpfic dic Dring- lichkeit, welche mit 375 gcgen 80 Stimmsn abgelehnt wurde. Hicraiif trat die Kammcr in die (Generaldcbatte iibsr das Birdqct ein.
Dic Zollkommission [)cittc dcn ersicn Artikcl des (Hrfrßsiitmurfs, betreffend die Ausfuhrprämicn für Z 1111 er, abgelehnt, Utiierzog indessen am Sonnabend auf Ersuchcn der chicrimg dcn Gsscßentwurf Liner ncurn Prüfung. Der Ent: wnrf wurde aber nach nochmaliger Beratbung zum zwcitcn Mal abgrlchiit, Die Kommission ist für dic Einführung von Prämien, wünscht aber, das; die Lasten, die fich aus solchen Prämien ergäben, in gcrechtrror Waise verthcilt würden,
Der Dipiitirtc (Hervillc-Ré-achc wird, dcm „W. T. B.“ zufolge, bei der Debatte übxr das Marinc-Budget 'die plößliclw Abberufung des Grncrals Dodds aus Tongkmg zur Sprache bringen.
Rußland.
Ter r11ssischo Botschafter in Konstantinopcl voixNelidom ist, wir „W. “T. B.“ berichtet, am Sonnabend in St. Peters- bnrg angckommen.k _ _ . __ „
Dcr Fiiigcl:Ad]utant dcs Konigs von Serbien Kaitdo [ ay ist in St. Petersbnrg eingetroffen und hat sick) nach Zarskoje: Sirio begebrn.
Italien.
Die: „Agenzia Stefani“ meldet: Die Regierung habe gestern die offizielle Nachricht erhalten, daß am 26. O1- tober der Friede mit Abcssymen abgeschlossen worden sei. Der Ncgus Mcnrlik habe aus diesem Anlaß das nachitebepde Tclcgramm aus Adis Nbcba an denKönig von Italien
cricktct:
g ,)Jcb bin glücklich, zur Kcnniniß Eurer Majestät zu- bringen, daß der Fii-xdensVLrtrag brate unterie'icbnct wurde. Gott erhalte uns immer als Freunde. Da ich wsisi, daß dsr 20. November ein hoher FLsttQJ Ihrer Erhabencn Familie iii, frrur ich micb, daß wir mit dem Königliihen Willen Eurer Majestät und dank drr Einsicht und deni ernsten (Charakter Ihres bewollmäcbtigtcn Gesandten Majors Ncrazzim diefe'n denkwürdigsn Tag zu einem Freudentag für die Väter und Mütie'r der italieniscbrn Grfangrnen macbcn können. Gott erhalte Eurer Majestät ein langes Leben!“
Ferner vrröffentlicht die „Agenzia _Strfani“ das nach: stehendo Telegramm des Maxors Ncrazztni:
.Adis Abeba, 26, Oktobkr. Ich habe heute den Friedensvertrag sowie cine Uebrrcinkunft, betreffend die Freilafiung der Gefangenen, umrrzeicbnc't. Die Unterzeichnung geschah in feierlicher Form. Der Fricdknsvertrag beginnt mit einer allgemeinsn Einleitung, welche den Wunsch nach Wiederbersirliung der ehemaligen Freundschaft ausdrückt. Es folgdn sodann die einzelnen Artikel. Art. 1 bestimuit das Auf- hören des Kriegszustandes' er besagt, daß zwischen den beiden Ländern ewiger Friede und ewige Freundschaft bestehen soll. Art. 11 bestimmt die Abschaffung des Vertrages von Utschiaüi; Art 111 die Anerkennung der boiikommrnen Unabhängigkeit Aethiopiens. Art.1? seßt first: Da
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i 1
die beiden Parteien ficb'über die endgültige 'estseßung der Grenzén nicbt
_ ,_ i 1 haben, wegen dieser Meinungsvers keden eit aber die ide s. ;“ Yßinidlungen nicht unterbrochen zu sehen wüns Fr e n
n, wird vereinbart, “daß innerhalb eines Jahres, vom Tage des Vertragsabschluffes an erecbnes- Sondergesandte der beiden Regierungen die Grenze auf dem dege freundschaftlicher Uebereinkunft festseßen sollen. Inzwischen sol! yer 51.513115 quo unis und die Grenzlinie Mareb-Belesa-Muna in Geltung bleiben. Art. 7 besagt: Bis zur endgültigen Grenz- festsgßung verpflichtet sich die italienische Regierung, keine _Gebietsabtretuxil? an eine andere Macht vorzunehmen, und wenn fiÉ' freiwi „ig einen Gebietsibeil aufgeben wollte, so würde dieser unter die athtopiscbe Herrschaft zurückfallen. Art. 171 vereinbart, daß zur Hebung der kommerziellen und industriellen Beziehungen eine weitere Ueberetnkiznfi abgeschlossen werden könne. Art. 1711 bestimmt, daß der gkgenwaittge Vertrag durch die vertraaschließenden Parteien den Mächten mitgetheilt werden solle. Dem Art 7111 zufolge soll der Vertrag „binnen einem Monat nach dem Datum i'einer Unter- zeichnung rattfiziert werden.“
Das Uebereinkommen, betreffend die Freilassung der Gefangenen, enthält die nachfolgenden Festseßungen:
_1) Jnfolgc des Friedrnsschluffcs werdcn die Gefangenen für frei erklart; drr ngus Mxneltk wird aUe Gefaugenen nach Harrarsenden, um sie vk)" da nach Zelia nieixergebenzulaffen, sobald die telegraphische Raiifikation dcs Y_ertraiies ring-égangen sein wird. 2) Das italienische Rothe Kreuz ddif 181116 Abtheilung den Grfangenen bis Giidksia ent- gegrnscbtcke'n., 3) Da der italtrniscbe BcboUmäch1igie bereitwillig die Hobrn Außgavrn anerkannt hat, w-slche die äthiopische Regieruug für de'n Unierbalt und die Zusammenziehung drr Gefangenen hatté, ist es 1711119, dikselbxn der athiovischrn ngierung zurückziierstaiten; drr Negus krklart, keine bestimmte Summe festseßen zu wollen, indem er fick) i_iöliig auf den BiÜtgkeitsfinn der italienischen Regilrung berlaffe.
SchWeiz.
In verschiedenen Kantonen ?abrn gestern die Nach- wahlen für den Nationalrat!) tatigefundrn. Zn Zürich kam zum zweiten Mal keine Wahl zustande. Greulich (Sozialist) erhielt 8749, Scharppi (Demokrat) 6640, Wille (liberal- konservativ) 6258 Stimmen. Zn Appenzell-Außer- rhodcn siegte der frrifinnige Kandidat iiber den sozialistischrn, in Nidcalden der konservative Kandidat mit 15 Stimmcn über den Demokraten. - In Basel wurde als Stände: ruth ])1'. Paul Scherrer (freisinnig) erählt, dersclbe erhielt rund 1100 Stimmen mehr als der konservative Kandidat Vischer.
Das Volk von Schaffhausen verwarf mit großer Mohrhcit die neue Vrifaffung. - Der Kanton Zug nahm ein ncurs Wahlgcscß mit Einführung des Proportional: snstcms an.
Bulgarien.
Die Ernennung drs Minister-Präiidcnicn Stoilow zUm Timlar drs Ministeriums dcs Aeußercn ist, wie „W. T. B.“ aus Sofia nu1dct, cinitlick) bekaniii emachi worden. Der Grnexal-Sckrrtär dcs M*nistcrratbs HEUER) wurd? ziim Minister des Innern crtmnnt. Die Abreise dcs Ministchräsidcntsn Stoiiow iiach Pixilippopel bat sick) Neuer- dinge."; vcrzögcri.
Amerika.
Das „Rcutcr'sche Bureau“ berichtet aus Washington: Oki“ Präsident ClCVi'lUild habc eincm Mitglicdc des Senats mitgetheilt, das; die' Haltung dcr Vcrcinigtcn Staaten dem kiibanisckxii Aufstands gcgrnübcr dicscibc geblicbcn sei, wie er sie in sciiicr icßicn Botschaft an den Kongreß auseinander- grscßt liabe. Clsdcland habe Wii) hinzugefügt, es seien allcr- dings Vorsichi§nmßrcgcln gcirdffcn morden, damit die Vor- rinigtcn Staaten, wcnn nöthig, ihre Aixsckmmmgcn untcr Anwendung von (Gewalt in Cuba zur (901111113 bringen iiinntcn; dock) dcnkc cr nicht, das; die":- iiötbig scin werds.
Aus Havanna wird grmcidci, dci" Oberst Lara habe die Aiifsiändiscben bci Calabazur gcscblagrn; die Auf: ständischen l)c'ittcn 21 Tadic, die' Spatii-er Z Tools und 8 .Ver- mundcic gehabt. Zur Unterstüßung dcr Stadt Condadd, WCichk von den Aufständischcn bcliigcrt nwrdc, sci einc Abtheilung Truppcn abgegangen.
Ein Tclegramm dcs „Ncutcr'schen BUrccms“ aus SUcrc (Wolivicn) mridc't, daß der Kongreß cine Resolution 511 Gunsten dcr Anerkennung der Cubancr als krieg: iiihrendcr Macht angenommen habs. Jm Sonni sci dlc Annahmc untcr lcbhaftcm Widrrspriick) Link's Theiles der Sitiatorcn erfolgt,
Asien. . Nach cimtlichen, in Madrid iingciioffcncn Nachrichten aus Manila ijt cs dcr Kolonne Vlguiirc grlungcn, die Hödcn von
Zungat) zn bcseßcn und Talisai) zii nehmen. Diese Oprration Werde als schr wichtig für das Gilingcn des Feldzuges erachtet.
Parlamentarische Nachrichten.
„Der Bericht iibcr die vorgrstrigc Sißung dss N01chsta gs befmdct sich in dcr Erstkn Beilage.
- In der houtigcn (125.) (51811719 des Reichstags, wslchcr dcr Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe, der Staats- sckrctär des Innern, Staats-Ministcr 111: von Boettichcr, dcr'Staaisii-krstär des Auswärtigen Amts, Siaats-Minisier Z'rcihcrr Marschall von Bicberstein, der Minister fiir dapdwirthsrhaft ?c. Freiherr von Hammerstein und der Zrirgs-Minister, Gencral-Lieutenant von Goßlrr beiwohnten, itand zunächst anf d::r Tagcsordmmg die Verlesung dcr fol: genden Interpellation dcs Abg. Grafen von .Hom- Pcsch (Jenir):
„Ist der «err Reicbskanzsrr in dcr Lags, Auskunft dar?:bsr zu geben, 1) ob bis zum Jahre 1890 ein *.;cbi-imcr erirag zwischrn ?.Lm Deutschen Reich Wld Rußland besiaiidrn hat; 2) im Fal] ein solcher Vertrag bc-stand, 1vkich€ Vorgängk dazu «führt baby", ihn nicht zu erneuern; 3) welchcn Einfluß di.“ jÜnJsti'n Vrröffsni- 11chungen über dieic Angklcgenkcit m;“s dic Stciiung Deutschlands im Dreibunde und 18111 Verhältnis; zu T*i'U übrigcn europäischen Mächten geübt haben“.)"
_Der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe erklärt sich bereit, die Interpellation sofort zu beantworten.
1, ?arauf erhält das Wort zur Begründung der Intercha- 1on er
Abg. Graf von Hompesch: Eine kürzliebe Veröffentlichung hat in weiten Kreisen lebhafte Benvegung und Beunruhigung hervor- sé'rufen und uns veranlaßt, die Znteipcüaiion einzubringen. Dis .Hamburger Nachrichten" haben Enthüllungen gebracht, welche das Uksßte und wohlberecbtigiste Aufsehen gemacht hab?"; aus diesen Enkbiillungen war' zu eninebmen, daß in den Jahren 1884-90
neben dem Dreibund ein Separatabkommen mit "Ru latid 1)? and welches die Gefahr in sich barg, diejenigen Mächte, welcheßvertragsxäßiä zum Dreibund gehören, mit Mißtrauen zu erfüllen und die Friedens- garantien zu erschutiern und in rage zu stellen. Von diesem Gesichtsvunkt aus hat das deuts e Volk wobl zu verlangen, da Axskunft gegeben wird, ob diese Enthüllungen auf Wahrheit beruhen_und ob ein solches Separatabkommen mit Rußland 1884-1890 tbatsachlich bestanden hat. Der „Reichs-Anzsiger“ hat eix-e Mittheilung gebracht, wonach die Regierung sich nicht für befugt halt, Staatsgebeimmsse öffentlich preiszugrben; indessen wil] ick) an- ne'bmen, daß diese Weigerun sich,auf den Worilaut des betreffenden bkommens, nicbt aoer auf de Existenz desselben bezieht. Ferner er- scheint es anarmrffen, zu erfahren, aus Weisheit Gründen jenes Ab- kommen 1890 nicbt “erneurrt worden ist, ob die sziebungen zu_ dkn auswarttgen Mächten, welch? drm damaligen Letter der deutschen Politik ein solches Separat - Ab- kommen 1884 als grboten erscheinen ließen, 1890 so waren, daß der damalige Reichskanzler das Abkommen, als nicbt mehr im Interesse der deutschen Politik liegend ablehnte. gerinZen Maß von Kenntnissen, die der Reichstag über die ausw rtigen Angeiegenheiicn erhält, und zur Aufklärung und Beruhigung erscheinr es angezeigt, bon maßgrbsndcr Stelle zu erfahren, welchen Einfluß _die Hamburger Enthüllungsn auf die Béziebungen zu den auswartigen, besonders zu dem bsfreundeten Machten hczben. Cs ivurdc uns zu großer Befriedigung (;.-reichen, WEnn uns die' Versicherung zu tbeil würde, daß der jk'ßige Leiter drr deytscbsn Politik entschloffkn ist, unentwegt an drm Vertrage mit den binden Macbtc'n festzuhalten, und daß die Enthüllung-zn der „Ham- burgir Nachrichten“ das beiderseitige Vcrirauen in ksiner Weise altertert haben.
Die hierauf von dem Reichskanzler “Fürsten zu „Hohen: [ohe aqugebcne Erklärung sowie die iich bci Schluß des Blattes ,hioran ansch1ießcnde Rede des Staatssrkretärs des AuSwartigen Amts, Staats-Ministers Freiherrn Marschall ;)on Vieberstetn wrrden wir morgen im Wortlaut nach- ragen,
.“" Bei der Stichwahl zum Reichstage im Wahlkreise Maxnz-Oppenheim wurde, dcm „W. T. B.“ zufolge, 1)1*. Schmitt-Main„ (Zentr) mit 10296 Stimmen zum Abgeordneten gemäß 1. ])1'. David-Mainz (Soz.) erhielt 10 102 Stimmrn.
Land: und Forstwirthsckzast.
Ernteeraebniß Italiens. "Usbrr das dirsjäbrig? Erntkrrgrbniß in Jialic'n liegt folgende SÖaJung bor: Süd-Jiaiie'n,
Weixc'n . . 12768 635 111 Grrste . . 1262495 „ Hairr . . . 4816 958 , 200007 „ “7 846200 , Mais. ,. 4087129 „ 57277 „, 268516371 ,
Die Bearbcitung der Feldrr _und die nsu-e Aussaat ist im nörd- lichrn Jiaiirn durch anbaltenden Rrgcn brrinirächtigi wordrn und di? Aussaat zum tbkil noch nicht bkrndiiit. Auch in Siid - Jiaiicn und Sizilien ist man zur Zeit noch mit der Winteraussaat beschäftigt; dsr Stand der Felder ist dort infolge rcich1ichrr Regéngüsie ein recht guirr.
gan) Italien, 48 637 332 111 Z 124 094 ,
Siiilikxi, 6 386 830 111. 1 223 490 ,
Saatcnstand in dkn Niederlanden.
Die Aussaat dcs WinikrgcirLidrs kanji nunmrbr als bééndki bp- iracbtc't werdcn. Die aitßergcwöbnliÖZ Nasse drs Erdri'ichs wird er Entwickelung dsr 11611011 Saat wenig gunstig sriri.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln. Indien. Wrgrn dss Aasbrucizs dcr Bculsnpcst in Bombay sind für Hkrkünfie von dort in Karachi, Madras, Kalkutta, Goa, nylon und
Rangoon Quardntänrmasiregrlii angrordust wordsn. (V."rgi. auch ..0T.-A11z." Nr. 266 vom 7. d. M.)
Handel und Gewerbe.
Axisw-xis übst den Vrrkebr axif d.“:ii Vrriiiikr Schlachtdiebmarkt vom14.810501nbcr1896. Aniirikb und Markt- wrrise nacb Schlachigrwicht mit Ausnabme dcr Schweine, welche nach Lebrndzcwicbt gkbandelt werdcn. Rindr'r. Auftrirb 3006 Stück. (Durxbsckonittsprkis für 100 irg.) ]. Qualität 116-120 „M, 11. Qualitä1 102-110 MA, 111. Qusiität 88-98 „sl., 17. Qualität 74-84 ck - Schweins. Auftrieb 8867 Stück._ (Durchschnitts- prc'is für 100144.) Meckleriburger 100-102.17», Landnhweine: &. gute 96-98 „14, d. geringere 90-94 „17., Galizirr -,- „zr, leichte: Ungarn -,- “16 011 20 0/0 Tara. Bakonver -,-- .“ bei - kJ Tara pro Stück. - Kälber. Auftrieb 886 Stück, ('DrxrckyiÖnitts- Preis für1 kg.) 1.Qua1itä11,18-1,24 „17, 11. Qualitäk 1,08.- 1,16 „411, 111. QUalität 1,10-1,06 «FQ - Schafe. Auftrieb 9606 Stück. (Durcbschniitspreis für 1 1x .) 1, Qualität 0,94- 1,10 „ja, 11. Qualität 084-090 .“, 111. ualixäi ---,- .“
Theater und Musik,
Residenz-Tbcatcr,
Paul Herbieu, ein Vertreter dé!" jüngeren naturalistischen Dichtersckyule Frankreichs, ivclcher bisbkr in Deutschland so gut wie unbekannt War, kam am Sonnabend mit seinrm drciakiigrn Schau- spic'l .Ebefesseln' (OSZ meiUSZ) zu Wort, obne j€d0ch das Publikum überzeugen zu können, daß es zur Würdigung der modernen franzöiischen Literatur seinrr Brianntscbaft k)?- durfie. Das von Dora Laudéz kkcht unbeholfen übczrseizte Stück bebaudsit obne psyÖologiscbe Vrrtiefung, ohni: sibärfers Cbaraktrrisiik das Thema von der Uniösbaxkcit dcr Che auch bri .*genseitiger Abneigung drr Ebrgattcn, wenn einer von beiden seine Einwilligung zu dirsemSchritte Versagi, - noch dazu in einér Form, dir an GefühlSrobeit und Cynisiims kaum Zn übrrbirien isi. Der kärg- liche Vsifail, drr am Schluß erscholl, galt allein dcm Spiri _des Fräulsin Rosa Birtrns. .Ocrr Schönfeld verdiexit zwar als Regisieur Aiiekkcnnung, mwmochie dagrgrn als Darstelier nicht zu erwärmc-n. Ganz Unzulänglich war Herr Horsky, dem wan 81011211, die eine elisganw Erscheinung fordern, nicht anvxerirauen sollte. - Dem Sibiu]- spiel ging das bekannte einaktige Lustipiel „Ein delikater Au)- trag“ von A. Ascher voraus, das ,in dsr Qarsteüung der Damen Rosa Vsrtens und Frida Brock sowie des Hrrrn Schönfeld recht gut gefisl.
Theater Unter “dcn Linden,
Am Sonnabend fand die erste Llufiübrung dsr dreiaktigeri Ballet- Pbantasie „Unter den Linden“ 11311 Benno Jacobson statt, zu drr Paul Lincke die Musik gcscbricben hat und deren choreogravbifxber Theil bon Hrrrn Greco PdggiblLsi arrangiert und einstudiert wurde. Das schwierige Unternehmen , „eine Handlung nur durch die mimiicbe Kunst des Ballets, obne Zuhilfenahme des gesprochenen oder gesungenkn Wortes zum Ausdruck zu bringen, wird nur, dann ae- lingen , wenn der leitende Gedanke durch eme große
Zahl äußerlich brwegier Scenen veranschaulicht wcrdrn kann.
Der Stoff zu derinéue'n Bakietpbantafie ist aber fo win * zig. daß der
Zuschauer das verkrtiivfende Band in der langen Reihe der bunten, arbenpräcbtigen Bilder, die an seinem Auge vorüberzieben, kaum noch erkennt; eine glänzende Augenweide obne greifbaren Sinn läßt" aber den Zuschauer schnell crmüden. Ane Vorgänge des Baliets - und das 111 in der That, ein scherzbaster Einfall des Verfassers - vielen sicb „Unter den Linden“ ab. Dort, an der „Kranzler- und ,auer-Ecke“ begegnet ein amerikanischer MiUionär mit drei Töchtern, denen von drei juxtgen Männern lebhafte Huldigungen dargebracki Werden, einem scheinbar eleganten Herrn, der aber spiiter als en schlimmer Betruger erkannt wird. Der neue Bekannte verlockt dann den Amerikaner, sich den Freuden und Genüssen der Großstadt btnzugebrn. Der zweite Akt zeigt die Stra e im Mondsckysm. Der Amerikaner schläft auf einer Bank seinen Yiaufcb aus und fikbt in seinxn pbantastisckpén Träumen alle Erei nisse des Tages und Abends voruberzieben: die Denkmalgestasten Verl ns tanzen groteskx Pas, ein ganzer Zirkus wird lebendig, dem Träumenden steigen mrrxwiirdixxyr Wsise Erinnerungen an den entf wundenen Berliner _R-ethnqchtsmarkt auf, und sogar die Zeit vor undert Jahren mit ihren Zli'rlichkn Gavotten und Menueiten läßt der Traum lebendig wrrdcn. .Diese schöne Gelegenheit benust der trügkriscbe Begleiter, um dem reickzlen Amerikaner sein Geld und seine Wertbsachen zu stehlen. Im dritten . kt wird der Dieb mit srinem noch unberührten Raub quer ÖM Lindrn wieder cntdrckt, wo zur guten Stunde auch die tbxrn Va'icr schmerzlich suchenden Töchter erscheinen, die nun auf der StZÜe rnit drzi sie,!)i'gleitenden drsi Vkrsbrern verlobt werden. Die Glucklichrn wissen ihrer Frrude schli-sßlich keinen angemeffeneren Ausdruck zu gcben, ald daß sie den Maskenball besuchen, der gerade imVestibül dss Theatrrs Unter den Linden iiattfindrt. - Am meisten gefiel der erste Aki mit dem lebrnden Straßenbild und dem humoristischen Abschluß; der „_Verlmyr Gassenhauer“ (Fräulein Cornelly) tritt auf „und laßt durch iyviscbe Gestalten die bekann- trsicn Wklsi'n kl'ck zuni Vortrag bringen. Die wortlosen Nachtpbaxiiasieit des zweiten Akts wirkten weniger zündend, und im dritten Aufzug dachte niemand mehr an eine Handlung, foridsrn frcutc', sicb (1116711 der glänzenden choreograpbischen Leistun en. Drm Ballrimetster gebührt aiso an erster Strike n- erk-knnnxig, denn'seinc Arbeit Erzielte die stärkste Wiikung. Der musikßlischr Tbkil des Ballets war nicht bkdeutcnd, aber zumeist gefailig, und die Handlung, wie erwähnt, Verschwand fast untkr der LaFt dcs buntßn Auspußrs. Unter dcn Darstsukrn spielten die Tanzsrnmcn,_ die Damm Poagiolksi, Polednik und Captain) Und dsr Soldiaiizrr Herr Klaß mit Erfolg die Ersten Rollen.
_ Jm Königiicbfen Opernbause gebt morgen, L. ban Bret- 1)dvxii's Opcr „Fldküo' unter Kapeümeister Weingartner's Leitung in Seeds. Dis Biskßung lauiet: Don Fernando: Herr BLZ; Drin Pizarro: Hcrr Mödlinger; Fiorrsian: Hrrr Sylda; Leonore: Frauieiri Hikdler; Rscco: Herr Stammsr; Marze'Üine: Frau (Gradl; Jacqu1iio:_Herr Philipp. ZU nginn wird die Ondrriüré „Leonor? Nr. 3“ geipirli.
Zm'Köntglicb-Zn SÖausYieibause wird morgen Scbiiier's Traurripirl .Waüsnsiein's Tod" in folgender Besetzung gegeben: WaÜen- 116111: Hirr'Molenar; Herzogin Von Friedland: Frau Stoiiberq; Thekla: Fraulxin Lindnkr; Octavio Piccoiomidi: Herr Ludwig; Ma Picco- lomim: Hkrr Purscbian; Graf Terzky: HCN? _Arndt; Gräfin: räulein Poppe; Illo: Herr Kkßirr; Butiler: Hkrr Kahle.
' Das Lesigiq-Thrater bsrritst als nächste Novität Paul Lindaiks ninss Hckyauspici „Dkk Abend“ vor, das im Hof-Tbeater zu Memmgc'ii bersits mit glüik1ich§m Erfolge aufgrfübrt wurde. Die trqgende Rol]e_wtrd boxi GEW] Engels als Gast dar Siieüt werden. Die erste Airffubrung 171 auf Sonnabend, den 21. d. 51911, angesetzt. “ Jin Tbecrtcr drs Westrns iii die Erstaufführung des Schwanks „Schiedsmahn Hembsl“ für Sonnabend angeseßt worden. Der'E-riolg, der) 'Stirlsrés Schwank „Ein blauer Tkufel' in der zißitrigen_Woblthaitgkeits-Maiiné-€ 811009, hat die Dirrktion bewogen, dissen Einaktlr auf drn Abrnd-Svisldlan zu 1913811. Morgen wird 0911611“)? dabsr, „an Stiüe dcs :)iobsrt'scben Sckxauspikis ,Trcue“, in Vékbiiidliiig mti Misch's Schwamk „DFT dritic Mann“ in Scene gs rn.
, Am Bußiage (Miiiwoch, de:! 18. Novrmber) findct im König- lichkn Opsrtibciuse rin Kdnxert des Königlichen Opern- ch0rs unier Mitwirkung drs K'abzlimriste'rs Felix Wéingariner, dsr GroßosrzoZUichn Hof-Oberniangerin Frau Gradl, des Herrn Profssiors Ortni :ck) Barth,; dcs König1ichen Kammersänasrs Herrn BLZ und der Kli “:]-1111“th Kadcile statt. Zur Aufführung ge- langen das VOTFYWl zu „.Parfisal“ mit dem angefügten Lchluß des 3, Aktes, von Richard Wagner, fernrr das Klavier- Kozizrrt in 11411011 von Ncbrrt Schumann (Hérr Professor Heinrich Barth) und „Ein driitschcs Requiem" für Soii, Chor und Orcbczster Von Johannes Brahms (Frau Gradl, Herr BLZ). Billets zu drn brstebsndrn Opérnbausprciikn sind täleich bei Voir und Bock 511 bäben; Aufgéld wird nicht erbdben. Die? öffentliche Haupt- probe findrt an drmselben Tage, Mittags 12 UHr, stati (BiÜets zu 2 und 1 .,“ ebenfalls bsi Bote mid Bock).
Jin Konzertbause vrransialfet Herr Kapellmristcr Mkyder am Ykiiiwoch, den 18. Novrmbkr (Bußtag), unter Mitwirkung der Kozizer'tsangrrinnen Fräulsin Fridrichovicz. Fräulein Kübiich und Fraulein Mayer ein geistliches Konzert. BiÜets sind im Bureau des Hauses käuflich. _
JiidkmnäibstenKonzrrtin derais-IrWilbrlm-Gedächtniß- Kirche, am Donnerstag, Abends 6-7 Uhr, wird Fräulein Clara don SkUfft mitwirken. Die Orgrl spielt «Herr Dr. H8inrich Reimann. Karten zu 50 „& stlld be'i 213018 11. Bock und Libends an dem Haupt-
eingang der Kirch? zu babs",
Jagd.
Morgen, Dienstag, findet Königliche Parforce-Iagd stati. Stolldichcin: 123/4 Uhr Jagdschloß Grunewald, 11/4 Uhr am Saugarten.
Mannigfaltiges.
In drm Bcricht übsr dii' Trauerfeier für den verstorbknen Hofprediger 1). Emil Fromms! in Nr. 270 d. B1. ist den an- geführtrn Vibcliiiaten XULVzUthLn bczd, darin zu vcrbeffern: Evang. Matthäi 18, V. 27 ( „Da jammerte drn Herrn désselben Knechtes' u. s. w.) und 1. Petri, Kap. 1, V..? ff. (.Grlobet sci Gott und der Vater uxiscrss Hirrn Jesu Christi“ u. s. w.).
DLM Magistrat bon Virrlin ist in dsr Z-Zit vom 1. April bis 1. Okiv'x-Z'r d. Z. die Alicrböchstr Genehmigung zur Annalikms drr nachstehend an egebcnen, Von der Stiftungs-Deprztation Verwalie1rn Vermächtnisixe xc. crtbeilt worden: 1) Vermacbtniß der am 17. Mai 1895 bicrsclbst vrrstorbenen WitthDeeg, geb. Hartig, in Höhe bon 352085 „ckck; 2) VermäCbtms; din am 11. August 1895 in Charlottenburg verstorbenen Wiiiwé Ltffauer, geb. Simon, in Höhe Von 20 000 „jü, 3) Zuwenduxig von 20000 „ki, welche am 19. Dezember 1895 von einem Herrn ge'macbt wurde der seinen Namen nicht genannt bab-Zn will, zur Unterstizßung Hilfs- bedürfti er ohne Anssbung des Gsscblecbts und Bekenntm es, 4) Ver- mächtniZ der am 5. Januar cr. hierselbst verstorbknen Wittwe Thieme, geb.'1ckittmar, in Höhe von 100000 „kk zur Verwendung für die Sieckzenanstalten. Ueber die Revenuen dieser Vermächtnisse ist seitens drs Magistrats bereits Verfügung getroffen.
Die städtisa'yc Sparkassk hat aus!) für das VierteljabrFuli-
September 1). J. einen sebr günstigeq Kassenabscbluß zu verzei nen. Von den Interessenten Wurden in dieser Zeit 11 264 663,25 „Fi ein- gezahlt, dagegen abgehoben 8852 882,88 516, sodaß sich eine Mehrein- nahme von 241178037 .“ ergiebt. Hierdurch erhöht sich die Forde-