1896 / 274 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 17 Nov 1896 18:00:01 GMT) scan diff

* . _ ," ein Oratorium für Soli Chor und Or el von , ÖeneFZtFliYYxnaYisteÉYHomtoCart? mkhder WU " eer, _ u ng ne wer en. ann. ,. ' Mitt - „Fd freilich nocéprimitiv aber gerade durch“i_bre “„richte Schönheit 1111-11 “recht wirksam. Die Ausführung „durch Frau erzoZ,r die Letten 1erich und Sistermans, den Chor und n . . eimann Or el) war einwandfrei. Mehr als ein iftoriscbes ntereffe vérmv te' as Werk indessen nicht zu erwecken. Am meisten Anklang- fandan„v1er ernste Lieder mit Klavier- begleitung von Brahms. welcbe Herr ;Skstermans mit_se1ner Zchönen volltönenden Baßstimme und meisterhaftem Vortrag zu Gehör racbte. Die den Liedern zu Grunde liegenden Texte waxen sammtlicb der Bibel entnommen; das dritte derselbenÉJa Jesus S1rczcb,Kap. 41) mußte auf Wunsch wiederholt werden. er würdigerwetsc aber ist dem Komponisten die Cbarakterisierung des schönsten Textes (.Wenn ich mit Menschen- und mit Engelözgngen' redete") am wenigsten gelungen; der Kulminationspunkt mußte m den Worten liegen: „Aber die Liebe ist die gxößeste ,unter ihnen“, statt dessen ftießt die Mufik “111 ' WMHFTW Zeitmaß dahin , ohne die erhabene, zuverficbtliche uhe zu erreichen, Welche die Worte des Apostels doch in sich bergen. Die Klavierbegxeitung zu diesen Gesängen führte Herr Wilhelm Berger verstandnißvokl aus. Den Schluß des unzerts bildete das zum (Gedachtniß1 dcs Yngst Verstorbenen Komponisten aufgefüdrte „T66611111“ von nton ruckner, welches gelegentlich der im Jabxe 1891 111 Berlin abgehaltenen Tonkünstler Verxammlung in Anwesenhett feines Schöpfers zum ersten Mal hier zu Ge ör kam. Außer den bereits genannten Solisten wirkte darin noch die Altißin Fräulein Lula (Gmeiner mit. _ Ebenfalls eftern liLß sich im Saal Bechstein die "1111 e begabte Konzert- xjängerin Elise Rohde zum ersten Mal hier elbflt hören. Mit klang- voller und umfangreicher Mezzosopranstimme begabt, hat ste zugleich eine sorgfältige Ausbildung genossen„ dre sie der Frau Ioachim zu verdanken hat. M11 tadelloser Reinheit der Intonation und Deutlichkekt der Aussprache verband sie zugleich einen warm empfundenkn Vortrag, der in .Ganymed“ von Schubert sowie mehreren Gesängen von Schumann, Brahms, Franz und Anderen trefflich zur Geltung kam, sodaß anhaltender BeifaÜ folgte. An Zugaben und Wiederholungen ließ es die unermüdliche Künstlerin nicht fehlen. Unterstützt wurde das Konzert durch den Violinvirtuoskn Professor Waldemar Meyer, der durch seinen zarten Ton und unfehlbare technixche Sicbkrbeit manchen der in le ter Zeit hier gehörten Geiger ü ertriffj. Die Gesangssckne von Spo r ist selten in solcher Vollendung gehört worden. Auch ihm wurde reicher Und wohlverdienter Beifall zu tbeil. _ An dem- selben Abend gab noch der Ko olt'sche „Gesangverein (13. 01111136118) im Saal der SinÉ-A ademie fernen ersten Lieder- abend unter Leitung des öniglichen Mufikdirekwrs Leo Zellner. Aeltere und neuere Chorwerke wechselten mit olovorträgen ab. Zwei Madrigale machten wie immer den Anfang, und zwar ein vierstimmiges Madrigal von Palestrina (1526) und ein solchs von Michaxl Praetorius (1610). In der Ausführung dießser Gesänge, wie in den folgenden Nummern von P. Kuczynski, de en „Todtenklage“ mit der Begleitung Meier Klarinetten, Fagotte, örner, Tuben und Pauken MUZ) ansprach, in dem sechs- timmigen schönem Cborlied Von 5 kartin Grabert, „An den rübling“, wel es auf Wunsch wiederholt wurde, und in borliedern von QUUUÖ Maicr, C. Löwe, Mendelssohn, Vierling und Schumann war die an diejem Verein stets gerübmte Schönbkit des Stimmenflangs, dic Präzifion in dsr Zusamnwnwitkung, wie in dem feinen Einsaß am Anfang jedes Cborliedes auch an diesem Abend wieder von herrlicher Wirkung. Außerdem trugen die gelungenen Solo- vorträge der Frau Clara Schulz-Lilie (Mezzosopran) und des Königlichen Kammermufifers Hugo Dechert (Violoncell) sebr Wesentlich zum Gelingen des Ganzen bei. Die energische und um- s1chtigk Leitung des Herrn Leo Zellner ist noch ganz besonders lobend herborzubeben.

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1 Ist?""WF“ÉUNK"1511171181116?“WWU“ ' WMW??? ?

des Kö-ni li n Opernchors mit dem 1 on mügetbeiltxn Programm att. _ Am Donnerstadeben Mascqgni's „()-3.73.1101-19. rusbjoaua“ und Lorßing's „Waffen! led" in Scene. S Jm Köni liYenäYchausp Fl. aufe wird am Donnerstag eare's ., n erm t en“ gege en. - bafo'p11fi-.--vcm-« Wildmbruch» bat mix dem. Berlin:.r, T'beaker die Vereinbarung getroffen, daß „Kaxser Heinrich“ zum ersten Mal am 1. Dezember zur Aufführung gelangt. _Bis zu diesetp Zeitpunkt wird, mit AuSnabme dreier Tage, ausscbl1eßlich „Renatssance' den Spielplan beherrschen. Am Sonnabend und Sonnta wird ,Könoig inrich' ge eben. _ Am nächsten Donnerstag gaüert Ludwtg * arnay as König Lear zum Besten dex „Genossenschaft deutscher Bühnenangeböriger'.

„Doktor Schmidt“, ein in Stuttgart „mit gutem Erfolg auf- geführtes Lustspiel von ])1'. Kaereitbrecbt, m welchem _Scbiller unxer dem Namen Schmidt in heiterer Beleuchtung vorgefubrt wird, rst von dem Schiller-Theater zur Aufführung erworben worden. Das Lustspiel ist für die auf die erste Hälfte des Januar angeseßte Mittagsvorstellung zur Feier des Jubiläums der .Genosscnschaft deutscher Bübnenan eböriger“ in Ausficbt genommen. _ In der Serie der vom S iÜer-Theater im Bürgersaale des Rathbauses veranstalteten „Dichter- und Tondichter-Abendx' werden für die nächsten Sonntage e_in „Lenaut-Abend“ und enz „Heme- Abend“ vorbeteitet. Von modernen Drehtern soll dqnznacbft (11111) Gottfried Keller, Felix Dahn und Detlev von Ltltsncron em Abend gewidmet werden. Am Sonntag, den 29. Novembxr, findut zur Feier des bundertstemGeburtstags des Kompontften xm ,qul Löwe-Abend“ statt; später soll der „.Beetbovm-Abend“ mtt gänzltcb neuem Programa: wiederholt und em .Wagner-Abend“ veranstaltet werden.

Das Theater Unter den Linden bleibt morgen des Bußtags wegen geschlossen. Am Donnerstag geht die Vallet-Pbantasie „Unter den Linden“ zum 5. Mal in Scene, und zwar zusammen mi„t Jacques Offenbach's einaktiger Operette .Der Ehemann vor der Thur“. .

Da im Tbalia-Tbeater (vormals Adolf Ernst-Tbeater) dte für heute angeseßt gewesene Premidre des musikalischen Genrebildes ,Das Wetterhäuschen' und des Boucheron'scben Schwanks „Zwei Schwieg€rsöbne' eines plö lich einßetretencn Krankheitsfaües wegen nicht stattfinden konnte, get diesel e nunmehr am Donnerstag in

Scene.

In dem sten Kir enkonzert in der Kaiser Wilhelm- Gedäcbtnißkir e am ( onnerstag, Abends von 6 bis 7 Uhr) werden Fräu ein Clara von Senfft und Herr Albert Seidelmann mit- wirken. Die Orgel spielt Herr Dr. H. Reimann. Auf den)_Programm stehen: (Gesang) Arie aus dem „1101115 braßioaß“ bon Seb. Back); „Litaney“ von Schubert und Arie aus dem „Elias' von Mendelssohn; (Orgel): „111113111133. 17103.“ von S. Lohet; „411,261115“ von Liszt :c. Karten zu 50 find bei Vote 11. Bock und Abends am Haupt- eingang der Kir e zu haben.

Am morgigen Bußtage findet in der Marienkirche kein Or el- vortrag statt. Bei dem Vortrage am Mittwoch, den 25. 810172711 er, Mittags 12 Uhr, Werden Fräulem Helkne Linsener, räulein Emilie Jeschke und Herr Organist Finke aus Spandau mitw rken.

Mannigfaltiges.

In der am 4. d. M. unter dem Vorsiß des Kammerherrn V. von dem Knesebeck abgehaltenen Sißung des Zentralcomitäs der deutschen Vereine vom Rothen Kreuz fand nach Er- ledigung eschäftlicher Mittheilung eine vorläufige Besprechung. der Gegen fände statt. welche auf die TageSordnung der für den Sep- tember 1. J. in Aussicht genommenen internationmen Konferenz der Gesellschaften dom Rothen Kreuz gkseßt Werden sollen. Die weiteren Verhandlungen Wurden einer zu diesem Zweck gewählten Kommission überwiesen. _ Dem Hilfsverein im GroßberzoZbum Hessen wurde für den Alice-Frauenverein zu Darmstadt eine eibilfe von 500 .“ be1v1111111. _ Vize- Admiral Freiherr von Reibnitz berichtete über den Erfolg der Sammlungen für die interbliebenen der mit dem Kanonenboot „IltiS“ Verunglückten. er Erfolg der

Sammlun ift danachxe1n über's s MUM?! M.Msammtér“ beziffert“ TUM ca. 60 5002.44 _ LVU ' _, . ri Behrens er attY als De egirter des Zentralcomijés __ * .* 11 er den in «[in vom 18. bis 20. September d. I. a gebaltenen .Samaritertag-„ Die Ergebniffe der Veratbungen werden vorausßcbtltä) zu Verband- lungen des Samariterbundes mit den Landesvereinen vom Rothen Kreuz führen, da eine organischeA11näberung in Erwägung ge„ en werden so11. _ Stabsarzt ])1'. Pannwth machte Mitjheilun über - ag Ergebnis; der am 24. und 25. Oktober d. J. stattgebabten usammen. kunft der Führer und Aerzte freiwtlliger Sanitatskolonnen in Hof. Die Wirksamkkit derselben wurde als eine exsprießlkche bezei'chnet, Wegen der Bekleidung und Ausküstung dkk Sanitäjskolonnen find Verhandlungen mit dem Kriegs-Ministerium im Gange, deren Weitere Entwickelung abzuwarten sein wird. Dem Landesverein Elsaß-Loth. rin en wurde als Beibilfc zu den Kosten, welche die Betheiliqu verßchisdener Sanitätskolonnen bei dem leyten Manöver verursach? hat, der Betrag von 500 „44 bewilligt. .

In dsr demnächst angbaltenen Stßung des. Preußischen Zentralcomités wurden folgende Béibilfsn 5131117109611: 3. für den Zwei verein des Prodinzialvereins zu Cassel in Höchst ein Bei- trag zur Beschaffung einer fahrbaren Tragbahre; 1). sür das Oberlin. Haus zu NowaWes cin Zufcbuß von 10 000 „46 111m Bau einer massiven Krankenbaracke, 0. für den Vaterländischen Frauenverein zu Breslau der Bettag von 3000 ck zur 11111€ren Ausstattung einer Baracke; 11. für den Probinzialberein zn Schlkswig eine Beihilfe von 200 „;ck zu den Kosten der ersten Außrüstung_der Sanitätékolonne Lägerdorf; 6. für den ProvinziaLVc'rein zu Königsberg 1. Pr. ein Beitrag von 1000 bis zur Ausstattung Eines von dem Vaterländischen Frauenberein des Landkreisss Königbberg erricbtstcn Krankenhauses: 1". für den Provinzialvercin zu Münster 225 „16. als Beihilfe zur An. schaffung von Tragbahren für die von dem Vaterländischen Frauen. verein des Kreises Siegen eingerichteten Hilfsstationkn.

Die „Deutsche Luther-Stiftung“ hält am Donnerstag, Abends 7 Uhr, 111 der Dreifaltigkeitskirche eine usammen- kunft ab. SuperintandLnt Merensky wird an Stelle des uperinten- denten Vorbérg über „Leiden und Siege der Christen auf Madagaskar“ sprechen. Die Gesänge werden Von dem Schöneberger Kirchenchor ausxzxführt. __

Für das Beresina-Panorama wird Vom morgigen Bußtag ab der Eintrittspreis an Sonn- und Fcikrjagen auf 50 „3 ermäßigt.

Memel, 17. Nobember. In der vorigen Woche ging im Kuriscben Haff ein Tilfitkr Reisekabn unter. Wie j-ßt fest- aesteÜt ist, find dabei, dem „W. T. B.“ zufolge, 7 Personen, der Schiffer, seine Frau und 5 Kinder im Alter Von 17 Jahren bis 9 Monaten, ertrunken. Schiff und Ladung sind Vsrlorxn.

Thorn, 16. Novcmber. 511111 désWe'xchse-l ist starker E19- 861159 cdingetreten; der Wassersand beträgt 0,15 111. Die Schiffahrt 1 een et.

Görlitz, 16. November. Wie der .Neue Görlißer Anzeigex' berichtet, verschüttete auf dem Marmorkalkwxrk bon Prommß u. Siegert in Ober-Ka'uffuna eine einstürzende, etwa 10 m hohe Erdwand 4 Arbaitcr. Ein Maurer und ein Schachtmeister sind todt, zwei Arbe1t€r [Sicht 1921111131.

Köln, 17. NOVEMer. ““M“-M

Wik di? „Kölnische: Zkikmm' aus Bonn meldet, kam es dort gestern Abcnd z1vischen drei Mitgliedern der Burschenschaft .,Alemannia“ und einfuen 20 Mitgliedxrn ,der katholischen Studentenverbindung .Alsaiia“ zu Tbaxl1cb- keiten, bei welchen ein Mitglied der .Alemannia“ lcbenL-gefabrlicb verleßt wurde:. Auf Grund Einer Didziplinarunterfuchung ist die ,Alsatia' dumb die akademischs Dibziplinarbebörde suspendisrt worden.

(Fortseßung; des Nichtamtlichcn in der Erstcn Beilng-z.)

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Wetterbericht1151517.Nove1nb€r, 8 Ubr 5111017118116.

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Belmullet . . 763 SSO 21581181:

Aberdeen . . 764 Cbristiansund 763 WSW 5'wolk19 Kopenhagen . 766 OSO Zéwolkknlos Stockholm . 769 SW 2balb bed. Yaparanda . 759 stikl!bedeckt

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märchen.

von Flotow. 7:1 Uhr.

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als Gast.)

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Uebersicht der Witterung.

Eine breite Zone hoben Luftdruckcs erstreckt fich von Irland ostwärts übcr das Nord- und Ostsee- gebiet hinaus nack) dem Innern Rußlands, Wobei der Luftdruck über Westrußland am höchsten ist. Ein tiefes Minimum liegt über Italien. Dem- entsprechend dauert über Zentral-Europa die östliche Luftströmung fort unter deren Einfluß die Tempe- ratur fast übera _noch weiter berabgegangen ist, In Deutschland 111 das Wxtter kalt, heiter und trocken. Ganz Norddeujscbland, das Nordsekgebiet aussxenommen, hat am Morgen Frostwetter, im i?ste-n herrscht strenge Kälte, Königsberg 111111113

Donnerstag :

]. Akts Anfang 711 Ubr.

Auftrag.

schlossen.

Deutsche Seewarte. _- Otto Erich Freitag:

Sonnabend :

Theater.

Kömgluhe Zrhausptele. Mittwoch: Opern- haus. Konzert des Königlichen Operuchors. rogramm: 1) Parsifal, Vorspiel mit angefügtem luß des 3. Aktes, von Richard Wagner. 2) Klavier-Konzert 14411011 von Robert Schumann. (Herr Profeffor Heinrich Barth.) 3) Ein deutsches

Requiem für Soli, Chor und Orchester 5511 Zobanncs Brahms. (Frau Gradl. Hsrr BLZ.) Anfa11g715 Uhr. 911111an 12 Uhr: Oeffentliche Hauptprobe.

“Schauspielhaus: Geschlossen.

s ellung.

Theater des Wrßrns. KanxstrUÜI 12. (Babw btof Zoologischer Garten.) MitTWoch: KLinc Vor-

Fräulcin Kühlich nnd Fräulcin Player. 24111815 :'1 2 „44. 1,50 «14 und 1 „16 im Burkau des DQUWÖ.

DonnerÉtaZ, 1811 19, NobUn'bcr: Gesellschafts- Abend.

artleben.

Tanz von

["auto-1118. Over in 1 Aufzug von Pießro dem gleichnamigen Volksstück bon (G. Berga. _ Der Waffenschmied. Anfanß 71; Uhr. Schauspielhaus. 258. Vorstellung. Das Winter- Schauspiel in 5 Aufzügen von William Shakes eare, nach der Ueberseyung bon Franz von Dmgel ted! und Schlegel-Tieck. Mufik Von Friedrich Emil Graeb.

Donnerstag: Opsrnbxus. 229. Vo1stellung. ()u- Bauern - Ehre.) aßcagni. Text nach

Berliner Tneater.

Donnerstag: Renaissance. Freitag (11. Abonnsm-Vorstküung): Renaissance.

Mittwoch: Geschlossen. AnfaUg 71 Uhr.

(Teja. Anfang 71 Uhr.

Deutsches Theater. Mittwoch: Gsschloffen.

Donnerstag: Uokjtm'j. Das Ewig-Männlichc.)

Freitag: Freiwild.

1?ZMfa

Messmg - Theater. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstaq: Die goldue Eva. Anfang 71 Uhr. Freitag: Madame Sans-Göne. (Jenny Groß.) Sonnabend: Zum erstsn Male: Der Abend. SEauspi-Il in 4 Akten von Paul Lindau.

Reßdenz-Theater. Direktion : SigmundLauten-

burg. Mittwoch: Geschlossen. Ghefeffeln. Schauspiel in 3 Akten Von Paul Herbieu. deutsche Bühne bearbeitet von Dora Vorher: Ein delikater Auftrag. nach dem Französischen von A. Ascher.

(1.65 139111111105.)

Freitag: Ghefeffeln._ Vorher: Ein delikater

Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a./5. Direktion: Sigmund Lautenburg.

Donnerstag: Boäsprüuge. Schwank 111 ZAkten Grad. von Paul Hirschberger und C. Krauß. _

Die sittliche Fordern Komödie in 1 Akt von

ng 711 Uhr.

ockspriiuge. _ Vorher: Die fitt- liche Forderung. Bocksprüuge. _ sitttliche Forderung.

Ithiller-Theater. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag: Zum ersten Male: Der Pfarrer

von Kirchseld. Freitag: Der Pfarrer von Kirrhfeld.

Donnerstag: Der dritte Mann. _ Hierauf: Gin blauer Teufel. Anfang 71 Uhr.

Freitaa: Der dritte Mann. _ Hierauf: Gin blauer Teufel.

Sonnabxnd: Zum erstcn Pkalk: Schiedsmann Zemch. Volksstück mit Gesang in 4 MW von

ulius Kcllcc und Louis errnmnn. Mufik Von Gustav Stcffkns.

Theater Unjcx denQuden. 171331111111. 55/57. Dkxxkktion: Julius Frixxscße. Mittwoch: Gesckowsscn.

Donnerétag: Der Ehemann vor der Thür. Operette in 1 Akt. Musik von Jacques Offenbach. Dtrigsnt: HLN? Kapkümeistex Kor01a11yi._ Hierauf: Mit neuxr Ausstattung an Kostümsn, Dekorationen und chuifitcn: Unter den Linden. Balletpbantafie 111 3 Akten bon Berzno Jacobson. Mafik von Paul Linke. Dixxgcyt: Hcrr Kapßümeistkr Dahms. Dkk chor-oaravbtjche Theil arrangikrt und einstudier! Vom BalletunZistc-x erco Po,1giolcs1. In Scene gcseyt von Julms F11151che. Anfang 75 Uhr.

'Frcitag: Der Ehemann vor der Thür. _ Hterauf; Unter den Linden.

Anfang;

Fritzchen.

Thalta-TUWTUT (11111111. Morph Ernst-Tbeater). DreIdeUetstra-Ze 72./73 Direktion: W. Hasemann. Mittwoch: Geschloffén. '

Donnerstag: Zum ersten Male: Das Wetter- häuschen. (WÜSKUS! 01' 110.) qufikaliscbes (H„enrebild bon Adrian Roß. Deutsch bora Hermann Ltrschel- Mufik von Bertram Luard Selby. _

arauf: Zum ersten Malc: ZWei Schwieger- söhne! (ZUMUWÖkQ-ÜD) Schwank in 4 Akken von M. Boucheron. Deutsch bon Max Schoenau. ArXani-T 71 UY. W h

rk: ag: as * eiter äuschen. _ ZWei Sckjwiegersöhne !

(Gkorg Engels

Für die _Laudéz. _ Lustspiel in

Zentral Theater. Alte Jakobstraße 30. Direktion: Richard Schulß. Mittwoch: Geschlossen.

Donnerstag: (811111 Thomas 11. E. Eine wilde Sache. (Große Ausstattungspoffe mit (Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und Julius Freund. Musbk von Juliuß Einödsbofer. Anfang 71 Uhr.

Mittwoch: Ge-

Vorber :

Konzerte.

Iing-Akademie. Donnerstag, Anfang 8 Uhr: Vorher: Die Kon ert der Pianistin Augusta Cottlow mit dem Phi harmonischen Orchester.

Konzerthaus. Karl Mevber - Konzert.

Mkttwocko, den 18. November, Abends 71- Uhr: Geistliches Konzert, unter freundlicher Mitwirkung der Konzertsängerinnen Fräulein Fridrichowicz-

Baal 111211111131» Mittwoch (Bußtag), Anfang 7 Uhr: Geistliches Konzert Von Weida Mun- schcid 1Ges.1, untcr 1111111111 z11111113111111111 der Herren Paul Ertel (Harmon) und F. Gutdeutsch.

D01111er§tag, A1111111,; 7,3 ' 57: Konzert mit historischcm Programm von César Thomson

F

Verlobt: Marga1etk1e (Gräfin 11911 Keyserling zu Rautenburg mit Hrn. (Hraxxn Alexander von K«ysctl1ng 11. d. Hauxe Pon€111e7ch 1. Rußland (Rautenbura, Oswr.) _ rl. Hclene Braun mit Hrn. Jngsnisur 111811111011) kkumann (Nicolai).

Vcrebelicht: H.“. Prem.-L11ut. Max Vc11 Höch- beim mit Frl. Anna-Lina Waldau (Berlin), _ Hr.S€r.-Li1*nf. Gustav bon Suchtcn mit Frl. Martha Flcisckybammcr (Berlin). _ Hr.L1eut. W181) Knudson mit Frl. 21111111 Obdrboffcr (Berlin). _ Hr. Obcrlkbrcr Ur. OHcar Rkicb mit Frl. Lina Malbtki bon Trzx'béatdwski (Görliß).

Geboren: Ein Sohn: Hrn. Kammergericbts- Rath FliCdbEM (Berlin). _ Hrn. chtcrungs- Baumeister JÜner (Kattowiß). _ Hrn. Jol]- NybisionF-Jnxpkktor und Hauptmann a. D. Labs (Görliy). _ Eine Tochter: ?111. Landratb Joachim 11011 Lattmff (MWM (1.11). _ Hrn. Friedrich Carl von 3113121118 (Muttrin i. Pomm.).

Gestorbe11:_Fr. Maraarctbe von Zi ewiß-Puestow geb. bon Krause (Berlin). _ .r. 1)r. Ern Von Schack (Basthorst). _ Hr. Lsgations-Ratb a. d. (Guido Frbr. von Grabow (Berlin. "“ Hr. Haub-Jnspekwr Rickzard bon Büttner ( aupt- Kadetten-Anstalt Grofx-Lixbterfsldk). -- Majora'ts- [)(-„rr und Rittm-Zister (1. 1). Richard von Schönmg (Succow). _ Hr. Rittergutsbefi *zr Car! von Berg (San kao). _ Hr. Amtsri ter a. D. _Otto Ludwig vonÉyaugxk (Dresden. _ Fr. Burger- meistcr Ida remjer, geb, S umann (Kosel).

Verantwortlicher Redakteur: Siemenroth in Berlin.

Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin.

Druck der Norddeutschen Bu druckerei und VAMED“

Auftakt Berlin ZW., Wi elmstraße Nr. 32.

Sechs Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage), sow1e die Jubaitöaugabe zu Nr. 6 des öffent-i lichen Anzeigers (Kommanditgesellschasten ans

Aktien und Aktiengesellsckjaften) für die Wolke vom 9. bis 14. November 1896.

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Llnzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

„WL? 274.

Liste der Auszeichnungen, “welche von dem Prengericht der Deutschen Fischerei-

Ausstellung (Vinnenfiscberei) gelegentlich der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 bsrliehen Wurden.

1) Kaiser-Preis. 3199. Bayerischr Landes-FisckyerLi-Verein, München.

2) Silberne Staatsmedaille für Fischerei.

C. Arens, Cleyfiqgen bsk (Ellrich a. H

A. Micha, Berlin ()., Mühlenstraßk 72.

(53. von 51-111 Vorne. Beruckucbcn.

W. Y?" D61schau, Ftscbgut Sdewicse bei Gmünden.

A. „Hubner, Tbalmüblk bei Frankfurt a. O.

E. M1bnk0111, Grdßfiscbermcistsr, Spandau.

* thtergutc-bc'stsér (Gropius, Janikow bei Dramburg.

3246. PaulfMatt-x, Lankwiß bsi Vkrlin.

3288. O. Ztegensveck, Berlin Z., Kommandantenstraßß 56.

3222. H1fsrlandt &. Ptppow, Wilmersvorf bei Berlin, Pfa1zburg8r-

3198 3250. 3205. 320T 3230 3245 3219

. straße 84. 3211. 3101161111178 F1fch1uchta11sta[1, Hüningcn 1. Elsaß.

(Von den Preisricbtkm Wurde der Auxstküung ein kkstkk Préis zuerkannt; doch konnte die' filberne S1aatsmxda111€ für Fischerei 111cht dEr1165611 we'rdxn, weil 016 Verleihung an Staatsa:.stalten benimnmngs- (;ck-naß uanlajsig ist.)

3) Bronz-enc Staatsmcdaille für Fischerei.

3225. Graf bon Haugmiß-HardMberg-Rebentlow'säyc Forkllenzucht, Roaau 1. O-Schl.

3242. RPM Link?, Tbaxandt.

3256. F11ch1uch1a11sta1t Ocskde.

8252. 21111 Müißicr, Erfurt.

3203. F11ch-_11ch1ansxalt Bidnsnbüttkl, Königliche Landwirthschafts- 11cse111c§b1sd .Onnnobér.

3278. 13011 Streglrß'sckye Forsslknzucht, Langburksrsdorf 5. Neustadt 1. Sackoskn.

3236. W. Krazy, PaarsteinWsrdCr bei Chorin.

3241. C L_indrnbsrg, Hoflikferamt, Berlin W., Mohrénstraße.

3211U.(Hxa111ch F1a111611b1'1q'sck16 Tbkresiénbüttex zu T1llowiß.

8275. F1|chzuchtansta1t Sclzenlwf bci Frsiburg in Baden.

4) Silberne Vcrdicustmünzc des Deutschen Fischerei-Vcrcins.

3258. Von _Ollecl), Wiksenthal bei Tzschcabeln.

3214. Pronssbr 1)1'. 5111111111 Friksch, Prag.

3229. ])1'. B. Hofer, Z).)ÜÜUÖM.

3283. 111“. E. Walter, Trakdknbcrg 111 Sch1lfien.

3282. (5581113111111 Y11'd13111111-11111111, Profxffbr 1)1'. Frkibe'rr bon la YZlSW-St. 1316011113 Bonn.

3267. Sacks11chkr F1sch1r8:-Vcrc111, (Orksdcn.

3200. E. Ber, Bcrn.

3269. Regierunss- 11111) Baurafk) SÖmidt, Cassél.

3217. 5111“. Glawß, 3115111965111] 1. Pr.

(Dte Vorstkbcndkn 8151211611 auch das Chrknzeugniß der Bkrlinsr Gewcrbc-Audstsnung.)

B6s011d€16 Vrrdiknste baben fich einzelne Heran um das Zustande- kommen der 111181“ Sorge anVLrlraUWn Ausstcüungkn erwwrben, wek- halb'é's angézeigt 6111171811, 11371611 121111? Anszkickanng 1118 Mitarbciser zu vcr1e1bkn, und zwar usbcn dcm Ebrknzéugnisz dkk Bsrlincr (stsrbe- Ausstellung die

5) Silberne Verdienskmünzc des Deutschen Fischcrei=

Vereins (als Mitarbeiter).

Gcbkimcr ng1eru11gs-Ratb E. Fricdsl, Berlin.

Konssrvatdr E. Krause, „'“-11611111.

Professor ])1". Nitsche, Tßarandt.

1)1*. 5011 Brunn, Hamburg;.

A. Schi_111ng?r, Münckx-n. S. „Iafféx, Sandford F. .Fr-3110711111“, Bsrlin. "'““ "*NEU*-"x: ?:

6) Bronzene Vcrdicustmiinze des DéétsäxxyFischcrciÜ (* Vereins (als Mitarbeiter).

Kustos am Vkärkischen Musemn B11chHblz„ Berlin.

Dirkktor 1)r. H:"(k, 25511111. ,

Sch10ßbx1111111111111n V1)" Löngc'rkk, Dßtmold. * *

Fisäycrmkstcr B. Rauck) 111 Bsrnrisd am Starnbergkx Sae.

Fräuch'n Hslsne Hofer, Nordhausen.

(Die 2111111611 Dkk mit dem Edrknzsuaniß der Bérlmer kaerbs- Aussthnng (11191115111511611'11 YUFstUUCr wnrden bercits in Nr. 249 d. Bl., Erst: Bctlags, bkröFéntliäxt.)

7) Bronzene Vcrdicustmijnzc des Deutschen Fischerei-Vereins nebst der Ehrenurkunde desselben. 824911. Profrssor 1)1*. MMW, M*ündkn. 3233. Wilhelm 5181161, F1sch€r111€ister, Kalbe" a. S. 3202. O. Bieler, Büffow bsi Fliedsbcrg 111 der Ncumark. 3215. A. Wasch, Großkaniöw bki Dz18dixz. 3221. J, Hadknfe-ldt, Boringstldt (HOlsti'Ül). 3259. Ostprrußiscbcr F1sck)kréi-Vcrcin, Königsberg 1. Pr. 3281. Bauratb Trsvlin, Trikr. 32548.K11'1 Nietb-x, Lunow béi Angermünde. 3210. Yeibkrr von und zu Ealoffstsin, Wsimar. 3235. amuel Koenigsfeld, Kobicr in Schles1en. 3228. J. Höpfner, Ftscher1neist€r, Stcttin. 5223. Hamburger Pol1zaibebörde, Hamburg. 3276. Sprakt'o Patent, Rumrnelsburg bei Bürki". 3234. I. Klix, Charlottenburg. 8) Ghreu-Urknnde des Deutschen Fischerci-Vereins. 8232. Casse'ler Fischerei-Vercin. 3209. W. Drowin, L111101v bei Angkrmünde. 3240. Karl Lerm &. (Hkbr. Ludewig, Berlin 110, Elisabethstraße 61. 3272. E. Schuste'r, Cbkmniß in Sachsen. Jultus Koch, Eisenach,

3266. J. Rosknbcrger, Plomniß. 3290. Fischernnung, Berlin. 3291. abklberg-Kövcrberaer Fisclper-Gilde. 3292. Zisckoer-Jnnung in Frankfurt a. O. 3293. ischer-(Hsmeinde zu Schwedt_a. O, 8294. Fischer Innung 111 Plaus a. Pavel, 3295. FiWerJ-mung zu Stettin. 3296. Fischer-Jnnung zu A1t-Damm. 3297. ischsr-Jnnung zu Anklam. 3298. 1scher-Innung za Gckifcnbagcn. 8299. . Schaal", Fischermeister, Prenzlau. 3300. Nündsr Fischerzunft 111 Kolbprg. 3301. ischerInnung zu (Harp a. O. 8302. iscbermmel zu Neisse.

täulein Emma chwé-rrs, Trachcnberg.

Die Preisrichtcr: Prinz Heinrich Schönaich-Carolatb, Obmann: Fürst Hatzfeld1-Trachenberg; E. Übles.

Berlin, Dienstag, den 17. November

Deutscher Reichstag. 125. Sißung vom 16. November 1896, 1“'§Uk)r.

Auf ddr Tagesordnung steht die Estern bereits mit- thheélé Interpellation des Abg. Gra?en von Hompesch En r, .

Nach der. ebénfalls im Anfangsbericht schon enthaltenkn Begruwduyg seitens des Interpellanten beantwortete der Reichs: kanz1xr Furst zu .Hohenlobe die Interpellation mit folgender Erklaxung: '

Ick) habe auf die Jnterpeüatkon Folgendes zu erklären:

[18er die Vsrbandlungen, die vom Jahre 1887 bis zum Jahre 1890 zwischen Rußland und dem Deutschen Reiche stattZ-xfunden haben, ist seinkr Zeit unbedingte Gcbeimhaltung Vcrabrcdet wordkn. Dkk Zsitbunkf, bon wslcbem an diese- Verpflichtung aufhört, kann biernack) Von uns nicht einseitig bestimmt Wkrdln. Ich bin daher zur 3611 nicht in dcr Lage, über das Ergebniß diestr Verhandlungen amtliche Auskunft zu 8115211611.

Was; sodann die Ha11ung der deutschen Politik ;]SßkrtübIr Ruß- land ssit dem Frühjahr 1890 [)Ltkifft, so ist auch 5161“ U16111kks6112'3 Line erschöpfende Antwort nicht möglich, so lange jene Vetpfliäptung fort- béstebt. Was in diessr Beziehung gesagt wkrden kann, überlasse ich d€m Höss" Staatsseékretär ÖLÖ AquärtigLn Amts darzulkgen, der da- mals an den Bkrätbungen tbeilgenommen bat.

Nack) sorgfältigster Prüfung des vorhanden?" Materials kann ich 1111111 1111111111, die Gründk, Wölck)? damals diE déutfch Politik 1811e1811, (116 bol11vich1ig anzusrkknnen. Dabki kann ich der Uebcr- zeugUng AuIdruck gsbcn, daß eine ungünstige Veränderung in 1111111611 Bezichungkn zu Rußland als Folge jsner Politik sich nicht fühl- bar gemacht hat. Die L)“?kyaqung, daß damals oder jsxzt Englisch.“ od-kr übsrbaupc auswärtige Einflüsse mitgewirkt 171111611, muß 11!) als jsdéergründ11t1g 6111116616111) zurückweisen. (Hört! hört! und 2311159!) Was die Wirkung bctrifft, 1V81ch€ die jüngsten Vsröffsntlichungkn anf dix SteÜung Dkutsckplands im Dreibundk und sein V;)kbälfäiß zu dkn übrigen e1110päi1ch€11 Mächtcn gehabt babsn, so frkuc ich mich, 611111an zu könnLn, daß die' Wolfé dss Mißtrau-cUI, rve'lkhs sick) 1211 crstsn A11gk11511ck 111 cinzelnkn Schichten dm: Bebblkkrnng j-311-7r Länder 11816191 hat (Hört, Hörtk), wicdsr dcrschMmden ist, und daß 111176? VL!- Hältniß zu 1111181611 Vkrbündeten nach wie vor astragon ist 11011 1111- bedi11511d111 gkgknsoitigcn Vkrtrauc'n! (Bravo!)

De§glkich€11 habs" unsßre Bszisbungkn zu Rnßland 112111811 9311113161?- blick cmsgcbört, gute und freundschaftlich: zu skin. (8855111163 21111110.)

Hierauf nahm das Wort der Staatss-ekcctär des Aus: wärtigen Amts, Staats-Nänistcr Fccihxrr Marschall vo n Bieberstein:

Meine HEWI"! Bsi der Darlc'ßung der Gründe, die 1111 Jahre 1890 d11». deutsche Politik (161161111er bon Rußland bestimmt 111151311, bin 111) mir dcr großen Schwikrigksitxn mséner ".Zufgab: wobl bcwußt. (Ssbr richtig! rcch1I.) SZS [165811 111 dsr S&M, abér nicht nur 111 der Sache. Ich bitte". Von mir 161111! Entbülkungün zu erwartkn. Ick babs dazu kxineEc1näch21,111ng_: sie würden auch bor.111§sichtlich nnr den Stkcit bér111ébrcn, und (111 Strsit Haben wir gknug im 13.111122. (SLH!) richtig! r€chtsU11da1xs dc'r 21111116.) Meins Aufgabx ist die "1111151111- gung, die B61611ch1U11J gewiffkr Angriffs, soweit 561811 sachliche Abwshr 1111 allgcmsinen Jntkkkffé nach Ullßksl und 111111) 11111611 86001611 ist. In dem jüngstsn Streife smd chi ?lnklagén Herbbrgstrkékn, dic fich 111111) diametral Entgegengcseytcr Richtung [INDIEN]: dic 11111, da[; die: 091111ch9P01111k nach 1890 scbwkrc Feblcr bksangcn, (“1116 Wichtige Sici21'ru11g und Frisdénsgarantic 1111111111'11951'11 Habe, und di? 1111d1're 2111le118, die fick.) JLJM dis, PolktZk bor 1890 rich1k1 mit dxr B:“- bc111pt11ng, daf; damals mit cinsm a11d€rkn Staat Dinge Verabrsdkt wordkn scien, d1e im Widkrspruch ständkn 11111 11811 bsstxxbcndcn V."?- trägen.

Von diesen Anklagen wik-Zt die [91318 (1111 sch1:*€rstc11; dknn 17.1? trifft uns an (311111 STLÜC, 111) wir mit 01111111 138111117611 Stolzc 1111111 können, daß wir am €111Pfir1dlichstsn sind (“sebr wabr! in dsr Mtttk), _ und darum 1vcnde ich mich zu11ächst asgsn diss? Anklags und weise mit Mit E111sch101211b§11 d1'11 Gxdanksn zurück, als ob „151113122 von deutscher Skike mit irgMd cinem Staats etwas der- abredkt worden sei, was unbereimbar wärs mit be- stebkndett Verträgen. (Bravo! in dcr Mittc und rkchts.) _ Das ist nicht geschkbkn, nicht dem Wortlaut, aucb 1111191 dLm Gsistk nach; denn was js bon 111113 Verabredst wnrde, sollte dem Friudcn dienc'n, also demsklbkn Zwsck wie u11skr1'. Verträge. (Sehr richtig!) Wo immsr disser Vorwurf scin Haupt crbebt, 111611718 fck) glauben, aUc Deutschen soÜten zusammynstcben, um ihn zurückzuwäskn; dcnn wknn er Boden fassen könnte, 11 würde uns zum Schad?" gcrcichyn und nur unserkn Feinden zur Freude und Génugthuung. (Sehr richtig !)

Weét schwieriger ist die Abwchr der zweiten Anklage. Das Gebiet Miner Ausführungen ist eng begrenzt. Ich kann nur im Wége ciner akademischen Darstellung die Gründe andeuteU, warum die dc'utscbc Politik im Jahre 1890 die bckannten Wege gkgangep ist, und ich knüpfe an die jüngstsn Entbüüungen und an den Grundsay (111, der dabei aufgesteüt Wald?, daß in dcn Vertragsbezühungxu zwcier Länder zu einander der Grundsaß gelte, die Rückversicherung stärke die Sicherung und bekmcbre die FriedenSgarantie. Bci 0,1161" Bewundsrung des staatsmännischen Gedankens, der diese Ziele fich sicht und der in seincn letzten Konscquenzen dahin führen könnte, durch ein ganzes Ney» bon Defknfivverträgen den allgsmsinkn Weltfrieden dausrUd zu fichkrn, so wird doch der Zwsifel gestattxt sein, ob mit dur Mehrzahl der Bündnisse und der Verträge auch der innere Werth jedes einze1nen sich stkigert (sehr gut!), ob 111ch1un1g€kebrtdie Gefahr cntstsben kann, daß unter den 111c111fach1311 Sicbérunzzsn gerade die im entscheidknden Momente" bersagt, auf die 96 (111101111111. (Schr wahr! in de Mitte.)

Die Krit'ge, die scständigsr W811? 1111 Angriff gsfübxt find, g?- börcn der Bergangenhxit, der Geschichte an. Selbst bei dcn Natibncn, die Grund zn haben glauben, mit ibrkm Loos 11icht zufrieden zu sein, besteht heute ein so tiefgkbendes Friddensbedürfniß, gesteigert durch den

1896.

heutigen Verkehr, durch die aÜgemeine Wehrpflicht, durch die Scheu vor den unbekanntey Schrecken der modernen Kriege, daß jede Regie- rung, die zum Kriege entschlossen ist, alles aufbieten wird, schon der eigenen Bevölkerung wegen, um von sich das Odium des Angriffs abzuwehren. (Sehr wahr!) Die Entscheidung der Frage: Wer ist der angreifends, wer ist dsr angegriffene Theil, wird also in der Jkßtzsit dkm freien ErtUc-ssen einen großen Spielraum gswäbren, und daraus folgt, daß ein Bündnißvertrag, der wirksam Werden soÜ im Fall eines fremden Angriffs, doch nur dann eine zuverläsfize Schnßwsbr biet-xt, Wenn bsi dcm Vkrbündeten in jedem Augenblick auf die Gefinnung gerechn€t werden darf, die ihn geneigt macht, uns als die Verfechter der gerschien Sache und den GSgner als Angreifer zu betrÜchten. (Skhr gut!)

Dies? Gkfinnung kann man nicht Verabreden, man kann fie nicht in Paragraphen fassen, ße m11ß Erwoxben, erhalten und ge'pflegt wsrdcn. Sie Entstkbf nicht mit dem Vsrtraq, fie braucht auch mit dsssen Ablauf nicht zu Verschwindkn, 171€ beruht im 18131611 Ende bei Regicrenden und bei Régi-Zrtsn auf 06111 Bkwußtsein, daß die Er- baltung der bsiderseitigßn Mach111111ung ein gkmeinsames Interesse ist. S18 beruht nicht zum mindestkn auf dsr gegenseitigen ver- trausnsbollsn Ueberzeugung, daß das, was d€r Cine verlangt, er un- weigsrlich im entsprecbsnden Fal] auch leisten werde und leisten könne. Disse Faktoren bestimmön dc'n 1111161611 Warth jedes Bündnisses, und Es ist klar, daß diese! Faktorsn bkkinflußt nnd behsrrfcht werden durch 6111 die) Momente, di? an sich geeignet find, auf menschliche Stimmnnscn und 1118111ch11ch€ Béziehungcn Linzuwirken. Hier ist der Punkt, wo die Lcers bcrsagt, daß auf politische Dinge nur 110111111191? Erwägxmgcn cinwirkxn, und die abstrakte Formel bälk ngnüber diefsn Erwägungen nicht stand, daß die Rückberficherung dic: Vérficherung stärke. Es wird stets auf dée konkreten Umstände (1111011011611. Die nächste Frage wird immsr die sein: wi? wirkt die (Fxéstßnz 611160 311021th Bündnisscs auf das Lkftk, und wie umgekehrt? Tus Malaria! zu dikssr Betrachtung und zu 61118111 Beispiel ent- geth ich dkn jüngstkn CntbÜUungxn. Es wird behauptet, daß bis 111111 Jahrs 1890 zwi1ch811 R1'ß1and und Deutsckpland Volles Einber- ständnis; darübcr bsstandsn babs, daß, wsnn Lins Von ihnen ange- ;xriffcn wärc', das andsre woblwoüend nkutrx-l blsiben müsse. Ob “cas zUTrifft, kann ich nicht sagen, abér ick) Weiß, denn das ist 1311131101 1111-13, daß in „61 1111!"er Vsr11ags mit Oesterreich-11ngarn vom J:.brk 1879 wir Osste'rrciä) Z9g€11über verpflichtet sind, wenn es von 11111131de angegriffkn w11d, 111111 m11 1111ssr2r gayzkn KriegSmacbt 116151111211611. Diese Bcstimn1ur1gen find durchaus béréinbar. Aber wenn bis CntbüUungsn 111191111 smd, dann konnten wir 111 die Lage 191111111311, dÜß, 11191111 ein Konflikt aukbrack) zwischen unseren beiden östlich€11 VErbÜUdctkn, 111 dkm bside die RoÜe des Angreifers fich zu- sch0b911, wir bon dsr einen Ssite a11gk§1angk11 wurdcn um wohlwoÜende Neutralität, bon dcr andxren Sew: um U11tkrstüßung mit der ganzen Fk'r1€g§macht. (Sébr 31111!) Wir mußt?" dann dis Frage entscheiden: 11.1.“r ist dcr Angrcifer, wsr ist dsr Angegriffsne? und mußten dann für den Einkn (160611 dun Andsrkn opfiercn. Man sagt: das ist Theorie, so wird fich 111 111“ Praxis der Fall nic gestaltkn. Das gebe ich u::bskingt zn, Für mich hat di€se Betrachtung nur den Werth 611151; Bcispicls, 111111 ich sags: sklbst wknn dsrartigk Vertragswerbältniffe dbllkoann kla: 311 Tags 1169911, dix? bloßa Möglichksit, derartige Fälls zu konstruisrcn _ und sie wird nie auszuschließen sein bei 11119171 XLLLkaQÖLXL Vk'riraßébkrbältniß _ kam! bei aUer Loyalität 1112111511116) 1111? 1101111111) bei kcé11€m dkr Verbündeten die Neigung stärkxn, 11191111 wir (111 das Bündniß (1113811181611, uns jederzeit die Inter- prstation zn gkwäbrcn, dic? uns.:cm Jukerkffe cntspricbt, und obne die d& Vsrtraz, 6111 1110111710168 Blatt Papicr ist. (Skbr wahr!) Und 511“: 361,16 ich auf die sébwacbc Stclle dcr Rückberficherung. Dazu kommt ein Anderes. “11145 1111 Jahre 1879 der deutsche Vertrag mit OssTersiä; Ungarn 1161151911111 Wurde, war in einer besonderen Be- stimmung 501111125111 , daß 111115 1111 Gkbeimbalmng des Vertrages Seiner 3.1.71ajcstät dern Kaisdr 111111 Rußland unter Um- ständm: Vsrtranlicixe Mitlbcilnnm davon gcmackot werden s011s. Dir: Mittheilung 111 mm') erfolgt. (Hört! hört!) Es genügt der Hinweis auf diessn Vorgang und deffen erkennbare Motéva 111111111151111611611,daß dic unbedingte Gebsimbaltung 13011 Vkrbandlungcn doch für bei?“: Theile die Möglichkeit von Scßwisrigkcitcn und I,)kifxberständniffen enthält, die Queue werden kann 11011 Vsrwirrungkn, Von Unruhen, von Faktoren, die auf ganz unbcrscbsnban'n (Ercigniséxn béruben, und üb-Zr die kein Theil eine Kontrole audzuübLn vermag. Wenn ein Staanann, wie Fürst Björnarck, die Zuvchficht batte, QUE dkrartigen Schwierigkciten zu be- herrschen, so bin ichwabr11ch dkk 161311“, dcreinc Kritik vsrsuchen wollte. Aber ich darf es doch freimütbi-z ausspckchen, daß die Staatskunst des Fürstkn 2116111116“ so fe'st stébt 111 der Anerkennung der ganzen ge- bildeten W511, daß fie kciner Bestätigung durch die Glorifizierung einer cinzelnkn Handlung bedarf (ssbr wahr!) und daß der Dank, den jeder Dkutsck)? dem Fürstc'n BiEmarck für das schuldct, was er Deutscha land geleistet, wahrlich nichtdkr Folié bcdaxf von schweren Angriffen auf seinen Nachfolger. (Scbr wabr! links.)

Nach dem, was ich gcsagt habe, wird jsder Unbekangene zugeben, daß die Fragen, um die es fich bandslt, doch eincr sehr verschieden- artigsn Beurtbeilnng fähig find, und er wérd begreifen, daß ein Mann in bcrantwortlécher Stcklung 111 so wichtigen Enjscbcidungen nicht auf eine 2111111111111 11111 bandeük, sondern nur auf seine innere Ueber- zeugung, die' er nach gewiffenbafter Prüfung gefaßt hat. Wenn der Nackpfolgsr des FÜkstM BiEmarck über die Rückbcrficherung und ihren Wkrtb eine andere Auffaffung hatte, wenn er in dcr unbedingten Geheimhaltung gswjsse Gefahren mit Rückficht auf die Beziehungen zu and€r1*11 Mächt€n sal), ja selbst zweifelhaft war, ob nicht die Friedensgarantik dadurch Verringert werden könnte, so mag man diss? Anschauung kritißeren und mag fi: bkkämpfen; aber ich 11161116, 1118 die Usbcrzkugm-kg eines dcrdicn11'n und gewissenhaften Marmcs (“Schr 11chtig1 aus dm: Mitt?) ist sic doch erhaben über dir mannigfaltigen. selbst höhnischen An-

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