1896 / 290 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 07 Dec 1896 18:00:01 GMT) scan diff

“Proteste aus Städten und Dörfern der stküber Di e egen die Wahl des Metropoliten Amer" 1111" an' ** riarchen abgegangen seien, insbesondére* r», este der Geist- ." lichkeit mit uber 70 Unterschriften. In den Profe ien werde die Wähl „für ungültjg erklärt, weil die Diözese vorher nicht befragt worden ser. _Die Uesküber Diözese_ zähle 11000 serbische und nur 50 griechische Häuser, daher set ein griechischer Metropolit ohne Kenntnis; der ethischen Sprache unmöglich.

Der fruhere _Verweser des Bist ums von Mescmbria, Monsignore Anthrmos, welchen die umänen als Exarchen anerkennen wollen, sollte gestern _ein als rumänische Kirche her- Yrichtxtes Haus. in Peru einweihen. Das ökumenische

atrtgrchaf hat Emspruch hiergegen erhoben und will die Untersjußung der Pforte anrufen. -

Der zum bulgarilschen Agenten in Cetinje ernannte Erste Sekretär der bu gariéchen Agentur in Konstantinopel, Konstantinowrtsch, hat ich gestern über Sofia auf seinen Posten begeben. *

. Griechenland.

Der König hqt an den Minister-Präsidenten Delyannis eine B o tschaft gerichtet, in welcher es, dem „W. T. B.“ zufolge, heißt: Die im _vorigen Frubiahre abgehaltenen Manöver hätten die Nothwendrgkeit eracben, dieselben durch stärkere Ein- Heiten abhalten zu lassgn. Der König wünsche, daß das

- AusUesküb rbird gemeldet, daß zahlreiche telegrapth o ,

eer seiner Aufgabe wurdig werde, und halte es deshalb ur erforderlich, das; ein permanentes Lager errichtet werde, in we_lchem das err sich ganz der militärischen Ausbildung wrdmen könne. Um eine Streitmacht von unge- ähr 12000 Mann zu bilden, sei es nöthig, Reserven einzu- erufen; auch für berittene Trupprn müsse gesorgt werden. Ferner müsse ein Ausschuß von höheren Offizieren gabildet werden, der fich mit der_Wahl eines GeweKes für das Heer Zu beschäftigen habe. Die vorgeschlagenen aßregcln würden 06 Heer in den Stand sehen, das seit langen Jahren erstrebte Ziel zu erreichen. Die griechische Armee, welche ihren aupi- weck aus dem Auge orrlorcn babk, fühle das Bcdürfniß, Zick) wieder einer ihrer würdigen Aufgabe und einer Ausbil- dung zuzuwenden, welche eine schnelle, dcn Staatsmitteln entsprechende Hreresfqrmierung gestalte. Der lebhafteste Wunsch des Königs set eine der Auf abe des Heeres würdige Formierun desselben, und die ErHÜUung dicses Wunsches werde dur die Errichtung eines permanenten Lagers, das der König der Sorgfalt seiner Regierung anvertrauc, cin- geleitet werden.

Die Führer der Opposition haben in Brtreff der Botschaft des Königs erklärt, die Ereignisse hätten die Regierung gezwungen,_ ihre Haltung zu ändern und das Programm der Opposition anzunehmen. Die nothwendige

olge der Boischaft Werde sein, daß die Kammer cin neues udget bewillrgc. _ ,

Die Deputirtenkammer nahm gestern um 3Uhr MorgenH mit 115 gegen 29 Stimmen einen Antrag an, worin dre Poliiik der Regierun, in der kretischen Frage ge-

billigt wird. Die Minister enthrelten fich der Abnimmung. Dcr Minister-Prästdent Delyannis hat an Stelle des schwer erkrankten Unterrich1s:Ministers Petridis vorläufig die Leitung des UnterrichiS-Ministeriums übernommen. Das permanente Lager dürfte wahrscheinlich in Theben

errichtet werdrn, Bulgarien. Die Sobranje ist auf den 13. Dezember cinberafen

worden.

Das Journal „Narodni Prada“ berichtet, das; der macedonische Kongreß, welcher in Sofia tagte, am 23. November seine Bcrathungcn beendet Habe. Dcr Kongreß habe beschlossen, seine Organisation dem Einfluß der Regierung gäYlich zu entziehen und einem Zentral-Ausschuß dic efugniß zu ertheilen, je nach den Umständen vorzugehsn. Zum Vorsißenden des Zentral - Comités wurde der Geni-ral in der Reserve

ikolajew wredergewähls. Der Aussthuß besteht jedoch aus rein oppositionellen Elementen. Der Kongreß richtete an den fran öfischen Minister des Aeußeren anotaux, den Leiter des russiéchen Minisikriums des Auswärtigen Schischkin, den Grafen Jgnatiew, Lord Salisbury und Gladstone Depeschen, worin die Durchführung von Reformen und die Einffihrutig der Autonomie in Macedonien gefordert wcrden.

Schweden und Nortvegcu.

Dem „W. T. B,“ ist aus Christiania die Meldung

ugegangen, das „Norsk Telegramm Byran“ berichte, daß die

erhandlunen über die Erneuerung des schmedisch- norwegis en Hatrdelöoertrages gefcheitert seien.

Amerika.

Nach einer Mcldung aus Havanna hat der Oberst Aldea die Aufständischen in der Provinz Matanzas geschlagen; 300 Mann der Aufständischen wurden kampf- unfäbi gemacht. Die spanischen Truppen hatten 24 Todte und 9 Vcrwundete.

Aus Buenos Aires erfährt das „Reuter'sche Bureau“, eine amtliche Meldung aus Montevioeo bcsage, die Auf- ständischen unter Saraiva seien voUständig eschlagcn worden. Saraiva selbst habe fich mit 10 Mann ge_ üchtet. Die Revolution sei beendet.

Afrika.

Der egyptische Minister des Auswärtigen Butros Pascha hat am Sonnabend Lord Cramer seinen Dank für das Anerbieten der britischen Regierung in der Angkleqen- heit der Rückzahlung der aus der Staatsschuldenkasse entnommenen 500000 Pfund aUSgesprochxn und denselben

ebeten, Lord Salisbury den Dank der_Rc terung des Khedive Fr die ihr bewiesene große Freundlichkeitü ermitteln zu wol1en. ie betreffende Summe ist gestern an die Staatsschuldenkaffe Yrückgezahlt worden. Der Betrag wurde aus den vorhandenen taatsmitteln entnommen.

Parlamentarische Nachrichten.

Die Schlußberichte über die vorgestriLen Sißungen des Reichstgges und des Hauses der A geordneten befinden sub m der Ersten Beilage.

“_ Dem Reichstage ist die Uebersicht über den Stand der Bauaußfübrungen und der Bestbakfun von Betriebs- mitteln für dieEisenbabnen in El aß. otbrjn en und für . die im Großberzogtbum Luxemburg be egenen

Strecken der Wilbelm - Luxemburg - Eisenbahnen am'

30. September 1896 1ngegangen._

_ Dem Herkenbause sind die nachstehenden, vom Hause der Abgeordneten in dritter Lesung angenommenen Vorlagen zu- gegangen:

1) der EntKvurf eines Geseßes, betreffend die Kündigung und Zmlwiabndlung der vierprozentigenkonsolidierten Staats-

n e e;

2) der Entwurf eines Gesetzes, betreffend den Erwerb des Hessischen Ludwigs-Eisenbabn-Unternehmens für den preußischen und hessischen Staat, sowie Bildung einer Eisenbabn-Betriebs- und Finanzgemeinsckzaft zwischen Preußen und Hessen;

3) der_ Enthrrf eines Geseßes, betreffend die eststellung eines zweiten Nachtrags zum Staatshausba ts-Etat für das Jahr vom 1. April 1896/97 und die Abänderung des Geseßes vom 30. März 1896 wegen Ergänzung der Einnahmen des erwähnten Staatshaushalts-Etats.

__ Von dem (Grafen von Frankenberg und Ludwigsvorf ist im Herrexnbause nachstehender Antrag eingebracht worden:

Die Königliche Staatsregierun zu ersuében:

1. dem wiederum an vielen rten fühlbar gewordenen Wagen- mangel der Siaatseisenbabnen schleunigst Abhilfe zu gewähren;

1]. die geplante Ermäßigung der Tarife für verschiedene In- dustrie-Crzeugniffe (Koblkn, Erze, Eiskn) auch aufProdukte der Land- und Forstwirtbscbaft auszudehnen;

111. angksicbts der billigen Wasscrfrachten, welche die Eröffnung des Rubr_ Emskanals für die westlichen Provinzen bringen wird, die Einführung von Staffeltarifen auf den Staatsriscnbahnen zu fördern.

_ Die Tagesordnun für die nächste (Z.), am Mittwoch, den 16. Dezember1896, Na mittags 1 Uhr, stattfiridende Plenarsitzung des Herrenhauses lautet, wie folgt: 1) Wahl des Präsidenten; 2) Beratbung des Gesetzentwurfs, betreffend denErwerb des Hessischen LudwigsEisenbabnuntetnehmens für den preußischen und hessischen Staat sowie Bildung einer Eisenbahn-Betriebs- und Finanzgemein- schaft zwischn Preußen und Hessen; 3) Beratbung des Geseßentwurfs, betreffend die Fetsteliung eines 2. Nachtrags zum Staatsbansbalts-Etat für das Jahr vom 1. April 1896/97 und die Abändkrung drs Gesetzes Vom 30. März 1896 wkgen Er- gänzung der Einnahmen des erwähnten Staatshaushalts-Ctats; und 4) Beratbung des Geseßentivurfs, betreffcnd die Kündigung und Um- wandlung der vierprozentigen konsolidierten Staats-Anleibe. Die vorstehend unter 2, 3 und 4 aufgeführten Beratbungen werden auf Grund der Berichte bezw. Anträge, welche von der mit der Vor- beratbung betrauten Kommission für den Staatshaushalts-Etat und für Finanz-Angelsgenbeiten zu erwarten sind, stattfinden.

_ Von den Abgg. Johann sen und Hanssen ist im Hause der Abgeord neten folgender Antrag eingebracht wvrden:

Das Haus der Abgeordneten wokiß b€schließen: die Königliche Staatsregierung zu ersuchen, die Anweisung des Herrn Ober-Prasidenjen zu Schleswig vom 18. Dezembsr 1888, betreffend dé-n Unxerricbt in den nordschleswigscbcn Volks- schulen, dabin abzuandern, daß in den Schulen mit dänischem Religionsuntexricht wenigstens zwei Stunden wöchentlich Unter- richt in der danischcn Sprache gegeben werde.

_DemHausederAbgeordnetenistfcrncrderam16.0kiober d. I. zwischen dem De_utschen Rrici) für das Königreich Preußen und dem Königreich der Niederlande abgeschlossene Vertrag, bctreffcnd die Unterhaltung des Seefeuers auf Borkum so_wie dsr Beleuäytung, Betonnung und Be- bakung der Unter-Ems, zugegangen.

Statistik und Volkswirthschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Aus Hamburg meldet das „Wolff'|che Barsan" zum Ausstande 5in Hafen- und anderen Arbeiter born Sonnabsnd: Dis Vc?!- hgltnissc' dss Ausstandes haben s1ch wenig bxrände'rt. Die Rub? ist nicht gestört. Auf 7 SiaatSquais sind 169 Mann in ihrem Arbeits- Mrbältniß geblieben. Ein Theil der Maschinisten hat die Arbeit wieder aufgenommen. Auf den Schiffen und den Quais der Hamburg - Amerika - Linie arbeiten 1106 Mann; die Gsiellscbaft sucht keine weijeren Arbeiter mehr. _ Zwei von Frauen, Schwestern und Töchtern der Ausständigcn besucbts Versammlungen beriiefen ruhig. In denselben Wurde cin? Resblution angenommen, treu mit dkn Männern auszubarrcn, obne Vorwurf, ohne Murren Noll) und Entbrbrungen mit ihnen zu tragrn und fis zu ermabnen, daß sie nicht nachgeben, um die einzige Kampfeswaffe aUer Arbeiter, die Organiration stark zu erhalten,. _ Auch die Arbeiter der GÜÖWere und dcr Stadt-Wasserwerke hielten am Sonnabend eine zahlreich be- suchte Versammlung ab. Die Gasarbeiter berlangtcn dic: Hérab- seßung drr zwölssiündigen auf eine achtstündigx Arbeitssckpicht, und wo nicht schichtweise gearbeitet wird, eine Erhöhung des Tagelobns bon 3,50 auf 4,50 0“ Die Wafferarbsiter verlangten eine zehn- stündige Arbeitszeit und eine Lohnerhöhung. Die? Ver- waltung dsr Stadt-Waffcrieitung habe auf vier Auffoxderun en zwLimal eine ablehnende, zWeimal keine Antwort ertbéilt. ie Direktion dsr Gaswerke babe Vorläufig die Forderung der Arbeiter abgelehnt, wolle aber bis Moutag Mitta fich endgültig entscheiden. (Nach emc-r andersn Meldung soll die irektion der Gaßwerke sich mit dén Arbeitern Heeinigt haben.) Ein Ausstand werde nicht be- absichtigt, wenn die ussiandskommission diesen nichtverlan e, was nicht zu erwarten ssi. Es Wurde vorläufig beschlossen, eine feste rganisation zu bilden. _ Die Versammlung des Arbeitgeberverbandes vom Sonnabcnd blieb einstimmig der Meinung, mit der Ablehnung dss Schiedsxxericbts das Richtige getroffen zu haben. Der proklamierte allgeme'ine Ausstand im Hafen ändere bis auf dxn Ausstand drr staat- lichen Ouaiarbeiter kaum etwas an der bisherigen Lage. W(nn die Arbciterschafj gegenwärti? infolge der bedauerlicbkn Aufbeßungen ibrer Preffe die Gründe der Ab ebnung des Schiedsgerichts Verkenne, so müsse man hoffen, daß die Zukunft ihnen, wenn der Ausstand niedergewvrfen sei, zeigen Werde, ob der Hamburger Arbeitgeber in der Tbat-kein Vcr- s1ändnif; für die berechtigtxn Wünsche der Hafenarbeiter und Seeleute habe. Wenn es der sozialdemokratiscben Parteileitung wirklich um das Wohl dsr Arbeiter und nicht nur um die Aufwiegelung der Massen und um die eigene Macbtentfaltung zu thun sei, so möge fie den Arbeitern raiben, freiwillig die Arbeit wieder aufzunkbmen; mrt der gegenwärtigen Verbeßung der Massen werde sie bei den Arbeitgebern niehts auSrichten und den Arbeitern und ihren Familien schaden. Eins aber müsse offen angesvrochen werden: wenn in der That sich durch die Ablehnung des Schiedsgerichts die allgemeine Lage verschlechtert habe und der Ausstand Verlängert sei, so müßten die Arbeitgeber die Verant- rvortung dafür abxebnen; die Verantwortung für diese Ver- liingerung des Ausstandes, der nahezu erloschen war, und fur die_ Aufreizung der_ Gemütber liege ausschließlich in dem unglucklrchcn SÖiengertchtsvorsÖlag, mit dem man den Arbeit- ?ebern unzeixgemäß in den Arm g-„faiLen sei und der der Arbeiter- chait erst die Ansicht von einem vermeintlichen Rechte beigebracht babe. _ Wie der .Voff. Zig.“ mitgetheilt wird, nahm die Mehr- zahl der StgatSq-uai-Arbeiter die Arbeit wieder auf, etma 600 blieben noc? ausständig. Die Geldbeiträge für die Ausstandskasse " flie en jest reichlicher vom Ausland. Von Engiand "und Danemark trafen Sendungen ein. Die australischen Hafenarbeiter uberwiesen 40000 ".““ _ “Gestern fanden in Hamburg, wie „W. T. B.“ meldet, 13 Versammlungen statt, die in größter Ordnung verliefen. n allen Versammlungen wurden Resolutionen angenotnmen, in ,wel en entschieden gegen das Verhalten der Arbeit- geber Einspruch erhoben wird.

Aus Christiania wird dem „W. T. B.“ gemeldet, daß am Sonnabend 150 Arbeiter an Bord des “.Kbn Björn“ nach Hamburg abgingen, um dort norwegische Schiffe zu lös en.

In Bremerhaven haben am Sonnabend, einer Wos ' Meldung zufolge, 32 Schifszimmerer auf Wenckes ffIsJY wegen Lobustreits die Arbeit niedergelegt.

Kunst und Wissenschaft.

Nach einem dem „Lei riger Tageblatt“ mitgetheilten Tele. gramm aus Cuyaba in Bra lien, Provinz Matty Grosso, ist die orschunlgs-Expedition des Dr. Hermann Meyer-Le' zig nach _ erfo greicber Reise durch die centralbrasilianis en Judtunergebrete _m Cuvaba angekommen. Dr. Meyer ist gesund, aber sem _Gefabrte "Dr. Karl Ranke-Mün en hat ein Auge verloren. Der dritte europaiscbe Tbeilnebmer, Vida len, war schon bei Beginn der Reife gestorben.

_ Die Kunst- und Alterthums-Denkmäler im König- retch_Württemberg. Im Auftrage des Königlichen Ministeriums des Krrchen- und Schulwesens bearbeitet von Dr. Eduard Paulus, Konservator der Vaterländischen Kunit- und Altertertbums-Denkmäler. 11. bis 15. Lieferung. Stuttgart, Paul Neff. 1896. _ Diese nene Koliektivlteferung des öfter rrwähnten _großen Werks umfaßt die Altertbümer und Kunstdenkmäler des wurttembergisiben Schwarz- ledkreises. Dieser Kreis ist zunächst )ebr ergiebia an Alter- tbumern jeder Art, namentlich Ningwällen , Opferstätten, Grabbügeln, Hochäckern 2c. In den Wäldern und auf den Bergbaiden der Alb findet man noch die gewalti en, S_taunkn erregenden „Hünenringe“, zu deren merkwürdigsten der pf bet Bovfingen und namentlich die Burg bei valamör mit ihren 60 bis 70 Fuß hobxn _Geröllwäixen zäblsn. In der Nähe der letzteren sieht man auch machtlge .Grabbügel“, wie den Hobmicbele 2c. Die Zett der Entstehung dieser Werke datiert zurück bis in das Iabr800 v. Chr.

eburt und borwarts bis in di? römische Zeit. In den sogenannten Reihengräbern aus der alemannischkn Zeit wurde cine große Zahl pracbtiger _ Waffenstücke und Schmucksachen gefunden. _ Nicht minder reich aber ist _ dicses Gebiet an Werken der Baukunst, Btldnerei und Malerei, namentlich aus mittelalterliCber Zeit. Zu den altesien geschichtlichen Drnkmälern in DeutschlandJJebören die aeivaltigen Reste? der weithin sichtbaren Burg Hoben- euffen im Oberamt Nürtinacn. Die Entstehung dieser kolossalen Burganlage ist bis in die Zeiten der Völkerwanderung zurückzndatieren. Die Aehnlichkeit der Struktur mit Banton in Verona und Ravenna hat zu der Annghme geführi, daß Theodorich der Große dicieibe für seine Freunde, die Von dem Frankenkönig schrver bsdränxéten alemannischen

olksbkrzoge aufgerickztet babe. _ Jm Oberamt Balingen ist von berborragendsm Jnterssie das Dorf Burgfelden mit seiner früh- romanrschen Kirche aus dem 11. Jabrbundert, in w-Zlcber im Jahre 1892 kunstgescbichtlich rvertbcoüe Wandgemälde entdeckt wurden. Dieselben babe" großc AeHnlicbk-Iit niit den Wandbildern in der St. Georgskirch _zu Oberzsl] auf der Bodensecinsel Reichenau. Das Hauptgemälde 361,11, wie dort, das Weltge'ricbt, wäbrcnd die Dar- steüungen an der Nord- und der Südwand noch nicht klar gedeutet

nd. Der auf drr eincn Wand dargestellte Uebérfall im Walde soil ck auf die Ermordung der ersten urkundlich génannten Zollern Burkard und szil von drr ngbegelegenen Schaiksburq (1061) be- 51811811; alsdann würde man die Kirche als eine Sübnkirch: aufzufassen baben. DieKtrcby, 1r01che schon dem Abbruch verfaükn war, istinfolge dieser Enideckung born württkmbergisäxe'n Staate angekauft worden. Die Gemälde Wur'dén für das Vaterländische Museum in Stutt- gart kopisri, und Kis Originale wcrdkn sorgfältig Erhalten. _ Aus der Obrramtsstadt (Calw wird bis schöne gotbiscbe Brücken- kapylle auf O_sr Nagoldbrücke bcicbrirbcn; auch die imponierenden Kiostkr- und Kirchenruine'n in Hirsau mit ihren mannigfachen künstleri- schen Resten sind eingebknd untkr Bsigabe bon Abbildungen behandelt. _ Y_Us dem Abschnitt übrr Freudmistadt ist die Schilderung der merk- würdigen ebangilischn Kirche erwäbnknxchrtl). Dieses Goitesbaus ist so angelegt, daß die männlicch und wk'rblichkn Zuhörer rinandernicbt, beide jedoch drn Geistlicbcn sebkn könncu, wsil von den in einem rechten Wink?! zusammkniaufendcn beiden Flügeln drr eine dsm männlichen, der andcie dem nribléckxe'n kachicckt zugkwieskn, die Kanz?! aber in der SPW? dis Wik-köis a:“:«bracht ist. _Di? übertüncht gewesenen re'iäxcn brnamxntalsn Maiercikn im Rcraisianccstil sind jk't wieder auf,;t-frixcbt. Birnerksnswcrtk) find aus die'scr Kirck;r ferm'r er phan- tastische, sehr alte Taufstein und das bölzcrne, bcmalte Evangelien- pult, gétragsn bon den Figurcn der vier Ebangelistcn. «» Alle weiterkn, in dcm Wcrkc béscbrikbcncn und abgebildeten Bau- und Kunstwerke auch nur zu rrwäbnen, bkrbictet die Rücksicht auf den zu Gebote stkbkndkki Raum. Es seien dabsr nur noch einige hervor- gxboben: Eins drr schönsten .Kircknn des Landes ist die frübgotbiscbe Stiftskirche in Hsrrenbkrg. Leider ist durch die Senkung des aus Gips béstlbc'ndsn Bangrundes das Jnncrs und Aeußere des Westbaues bedaux'rlicb Llitstkllt. Auch bsuicnocb, nachdem vielei rer Kunstwerke in die Staatssammlung in Stuttgart gekommen sind, ist das Innere reich an 801011 Wsrkcn der Malerci und Bildbaucrkunst. Besonders schön sind die sté'itlkknk, figurkngksckymücktc Kanzel, der Taufstein und das Chorgestühl. Die Kirche des Klosters Herrenalb im Oberamt Neuenbürg ist interkffant durch die Reste der schönen romanischen Vorhalle und die prächtigen gotbischcn Grabdenkmäler badisxher Markgrafkn. Die Oberamtsstadt Rmxtlingcn aber hat in rbrer Marienkirche ein gotbisches Baudcnkmal aufzuweisen, welchcs s("lbst neben dem Ulmer Münster, der Heiligkrenzkirebe zn Säywäbisch-Gmünd und der Frauen- kirche zu Eßlingen bestehen kann. Das „heilige Grab“ im Innern der Kirche ist das schönste Wrrk dieser Art in Deutschland. Dcr Sarkophag ist bon ("1an prachtbonen fi,;urenbeschten Baldachin brkrönt; bor lcßtrre'm sieht man zwei schlafsnde Wächter, dahinter Job_anxrss mit den dkéi Frauen: aÜe Figuren von großer Freiheit der Auiiasiung, naturwabr und voll Leben und schmerzlicher Bewegung. _ Aucb die illustrative Auxstattung dieser Lieferungen drs Werkes itt außerordentliä) sor-zfältig und reich.

Land: und Forstwirthfthaft.

Die diesjährige Weizencrnte Argentiniens.

Ucber die Aukfichten der diesjährigen Weizenernte Argentiniens (1896/97) lic- en folgeirde Nachrichten vor: Der Stand der Saaten ist im DurchsFnitt als gut zu bezeichnen, wit Ausnahme der rovinz Entre Rios und des Nordens der Provinz Santa F6, woselbt kaum eine Mittglernte zu erwarten steht. Die mit Weizen bestellte Fläche wird geschaßt:

in der Provinz Santa F6 auf . 1300 000 119 . Baenos Aires auf . Cördoba auf . . . Entre Rios auf .

Als Durchschnitts-Ertrag wird gerechnet:

für Santa F6 . . . . 1100 ](J pro Hektar

. Buenos Aires . . . 1400 ,

.. C0rdoba . . . . . 1250 .

., Entre Rios . . . . 750 , ,

Nach diesen Berechnungen würde das diesjährige Ergebniß der TTLeizenernte Argentiniens nahezu drei Millionen Tonnen Weizen be- ragen.

Wenngleich jene Ziffern als durchaus genau nicbt bezeichnet werden können, so dürfte doch anzunehmen sein, daß nach 21sz der täglich Wachsenden ir neren Verbrauchs- und der nicht unbeträcbti en Menßen, welcbe Brasilien und Paraguay von dem argenjinif eu Mar 1 beziehen, Argentinien von seine'r diesjährigen Ernte (1896/97) 1000000 bis 1200000 0 Weizen nach den europäischen Märkten zur Ausfuhr bringen wird.

Trowi scb's Landwirtbscbaftlicher Notizkalender 1897 _(Preis, in Le nwand gebunden, mit Tasche und Bleistift 1 -.“ 50 43, m Lederband 2 .“) zei t ck auch im vorliegénden 34. Jahrgangs dem Bedürfni des pra is en Landwirtbs in jeder*Be,iiebring anae- paßt. Ohne ästigen Umfang bietet er alle dem Landwirtb nötbkgsn Tabellen und Eintrcögslisten und wird ihm in der handlichen Form auch dieSmal ein wi kommener Begleiter sein.

' Handel und Genterbe. .

i e Wagengefte'llun für Kohlen und Koks Tä'l chan der Ruhr und On Oberschlesien. An der Ruhr sind am 5. d. M. gestellt 13 646, nichtrech15eitig gefieUt 31 WaHen. _ * In Ober chlesten find am 5. d. M. gesteüt 4765, nicht recht- zeitig gestellt keine Wagen.

Berlin, 5. Dezember. Marktpreise nacb Ermittelungen des Königlichen Polizei-Präsidiums. (Höchste und niedrigste Preise.) Per 100 kg für: Ricbtstrob 4,66 .“; 3,82 «“. _ Heu 7,50 „“; 4,20 .“. .- Erbsen. gelbe, zum Kochen 40,00 .“; 20,00 0“. _ Speisebobnsn, weiße 50,007“; 25,00 0“. _ Linsen 60,00 .“; 25,00 .“. _Kartoffeln 500,54; ,00 .,“. _ Rindfleisch von der Keule ] kg 1,60,“; 1,10 .“. -“- dito Bauchfleisch ]. kg 1,20 .“; 0,90 0“. _ Schivemeffeisck) 1 14 150,44; 1,00 .“. _ Kalbfteisch 1 ]XJ 1,60 .“; 1,00 0“. _ Hamme . ß'ejsch 1 kg 1,50 ' 0,90 .“. _ Butter 1 kx 2,80 .“ . Eier 60 Stück 5 * 2,40 .,“. _ Karpfen 1 kg 2,40 _ Aa1e 1 ](J 2, ' 1,20 .“. _ Zander 1 kx 2,4 , Hechte 1 RF 1 ; ,00 „“. _ Barsche 1 kx; _ Schleie 1 [TJ . .“; ,20 .“. _ Bleis 1 kg _ Krebse 60 Stü 6,00 .“; 2,00 „“.

Ausweis über den Verkehr auf dem Berliner Schlachtoiebmarkt vom 5. Dezember1896. Auftrieb und Markt- prsise nach Schlachtgewicht mit Ausnahme der Schweine, welche_n§ch Lebendßewicbt gehandelt werden. Rinder. Anitrieb 3737 Stuck. (Durckpscbnittspreis für 100 k .) 1. Qualitat 116_122 _.“, 11. Qualität 100_110 .“, 111. ualitat 84_94 .“, 17. Quaxrtat 72_80 .“ _ Schweine. Auftrieb 7489 Stück. (Durchschnitts- preis für 1001cZ.) Mecklenburger100-"1029“,_Landschwerne: a. ute 94-98 .“, b. geringere 88_92 .“, Galizrer _,_ .“, le chte Ungarn _,_ .“ bfi 20 % Tara. Bakonver _,_ .“ bet _ kg Tara pro Stück. _ Kälber. Aufweb 856 Stuck. (Durchschnitts- vreis für 1 1:3.) 1. Qualität 1,16_1,22 .“, 11. Qualitat 1,04_ 1,12 0“, 111. Qualität 0,90_1,00 .“ _ Schafe. _ Auftrieb 5846 Stück. (Durchschnittspreis für 1 1x .) ]. Qualitat 0,88_ 1,10 .“, 11. Qualität 0,78_0,86 .“, 111. nalität _,_ .“

_ Vom Berliner Pfandbrief-Jnstitut smd bis ultimo Nobember1896 18 788400 .“ 33 0/0, 21609000 .“ 49/0, 45 762 900 .“ 410/0, 9717 900 .“ 59/0 alte Pfandbriefe und 12612 600 .“ 30/0 und 22 758700 .“ 31% neue, zusammen 131249500 .“ Pfandbriefe, aus;;egeben wvrden, wovon noch 12390300 „“ 3,10/0, 9907500 0“ 4%, 9862500 .“ 439/11, 1857 000 .“ 5% alte Pfandbriefe und 12542100 “& 3% und 22 758 700 .“ 3,10/0 neue, zusammen_ 69 318 100 .“ Pfandbriefe, von dcn Grundstückseigentbümern zu verzinsen smd; _ Angemeldet zur Beleibung in Neuen Berliner Pfandbrtefen find bis 30. November 5. J. 167 Grundstücke mit einem Feuerversicherungswertbe von 32 527 350.“ Zugesichert, aber noch nicht abgehoben find 9238 100 „“

_ Die „Be rbandlungen des Vereins zur Beförderung dss Gewerbfleißes 1896“, Welche vom Proerr _1)r._A. Slaby rrdigiert werdkn und im Ve'rlaY von Leonhard union in Berlin ersch0inen, babe'n im 1)(. Heit orember) foiqendcn Inhalt: Urber den Bau von Eisenbahnen in Deutsch-Osiafrtka. _Von Bernhard, Kgl. Eisrnbahn-Bau- und Betrirbs-Znspeiwr. (Mit Tafel 7.) _ Kleinere Mittheilungen. Zuschriften an die Redaktion. Ent kgnung. _ Als Beilage findet man den Sitzungsbericbt vom 2. Nobem er 1896 mii folgendem Inhalt: Vereinsnachricbtcn._ Urbar dasFlugproblém._ Für die' Versammlung des Vereins am 6. Dezrmber 1896 ist folgende tech- nische Tagesordnung festgeskßt worden: 1) Herr _1)r. Tb. Sqmmerfeid: 117er die Gesundheitsschädlichkeit der Staubematbmung m gewerb- 1ich0n Betrieben. 2) Herr Regierungs-Raik) Profiffor K. Hartmann: Uchr Entstaubungsanlagen und Respiratoren. _ 3) Hérr Berg- meister a. D. 1)r. Kosmann: Ucber die Eniivickslung der Kalc- industcie ini Bober- und Kaßbach-Gebicte.

Stettin, 5. Dezember. (W. T. B.) Getreidemarkt. Weizen matt, loko 162-168, per Dezember _. ROHZen matt, 1010 123-126. Pommerscbcr Hafer 105) 128-133. Nuböl loko matt, per Dezember 5650, per April-Mai 56,50. Spiritus fester, loko rnit 700“ Konsumsteuer 36,50. Petroleum loko 10,65.

Breslau, 5. Dezember. (W. T. B.) (Schluß-Kurse.) Bres- lauer Diskonwbank 116,25, Breslaueér Wechslerbank 105,00, Kredit- akticn 229,75, Scbles. Bankberein 130,75, Bresl. Svrttibr. 134,00, Donnersmark 157,50, Bresl. elektr. Straßenbahn 186,00, Kattowixzer 155,20, Oberscbl. Eis. 90,75, Caro Heaenscbeidx Akt. 125,25, Oberscbl. P. Z. 133,00, Ovp. ZLMLnl 149,50, Giékél 38m._125,00, L. Jnd. Kramsta 141,50, Schief Zement 195,00, Schl. Ztnkh.-A. _,_, Laurabütte 158,00, Bresl Oelfbr. 99,50. _

_ Getreide- und Probuktenmarkt. Spiritus ber 100 1 100 0/0 ? kl. 50 .“ Verbrauckysabgaben pr. Dezember 54,50, do. do. 70 .“ erbraucbsabgabcn Pr. Dezember 35,00. _ _

Magdeburg, 5. Dezember. (W. T. B.) Zuckerbertcht. Kornzuckkr exkl. von 92% _,_. Kornzuckcr exkl. 88% Rendern. 9,80_9,92. Nachprodukte exkl. 75% Rendem. 7,30-8,00. Stetig. Broiraifinade ] 23,50. Brotraffinade 11_ 23,25._ (Gem. Raffi- nads mit Faß 23,50_24,00. Gcm. Melis 1 mri Faß 22,50. Ruhig. Robzuckkr [. Produkt Transito fr. a. B. Hamburg pr. Dezembc: 9,10 (Gb., 9,121Br., pr. Januar_9,27ß (Hd., 9,30 Br., vr. März 9,35 Gy., 9,40 Br., pr. April-Mar 9,074 Gb., 9,621 Br., Vk- Juli 980 Gb., 9,871 Br. Behauptet.

Frankfurt a. FN„ 5. Dezc'mber. (W. T. B.) (Scblrtß-Kurfe.) Lond. Wechs. 20,352, Pariser do. 80,675, Wiener do. 169,82, 3 0/0 Reichs-A. 98,10 Unis. Egypter 104,30, Italiener 91,10, 3% port. Anl. 25,60, 5% amort. Rum. 100,10, 4% russ. Konsols 103,50, 49/0 Ruff. 1894 66,80, 4% Spanier 58,50, Mainzer 118.00, Mittelmeerb. 96,20, Darmstädter 155,00, Diskont-Komm. 206 50, Mitteld. Kredit 112,30, Ocst. Kreditakt. 3092, Oest.-Ung. 24an 798,00, Reichsbank 158,30, Laurabütte 158,00, Westeregeln175,20, Privatdiskont 46-

tSämmtliche beeidigte Wlckyslermakler find zu Kursmaklern er- nann . _

_ Effekten-Sozietät. (Schluß.) Oesterr. Kreditaeren 30911- Gottbardbabn 165,30, Diskonto-Komm. 206,75, Laurabutte 158,20, Portugiesen 25 90, Schweizer Nordostbabn 130,50, Italien. Mittelmeerb. 96,50, Mexikaner 93,60, Italiener 91,40. _

_ Leipzig, 5. Dezember. (W. T. B.) (Schlu -Kur &) 39/0 Saryßsckoe Rente 96,70, 31% do. Anleihe 101,00, eißer araffin- und Oolaröl-Fabrik 100,00, Mansfelder Kuxe 748,00, eipziger Kredij- anstalt-Aktien 214,00, Kredit- u. Sparbank zu Lerpzi 119,50- LEipzi er Bankaktien 182,50, Le ziger Hypothekenban 138,00, SW sche Bankaktien 124,00 äcbfiscbe Boden - Kreditgnsial! 119,75, Leipziger Baumwoléspinnerei-Aktien 183,50, Letvziger Kammgarnsvinnerei - Aktien 205,00, Kammgarnfpinverei Stöhr "* Co. 207,00, Wernbausener Kammxarnfpinnerei 93,00, Alten- bUkser Aktienbrauerei 236 00, Zuckerra Queue lle-Aktien 113,00, Große Le ziger StraÉenbaßn 18 ,00, Le ziger (& ektrische Straßenb. 157,00, T ürin ische as esellscha s-Aktien 202,00, Deutsche Spißen- fabrik 22400, eipziger (Zlektrizi swerke 135,75, Böhmische Nord- babn-Aktien 181,00.

_ Kammzug-Terminhandel, La Plata. Grundmuster 13. pr. Detbr. 3,10 .“, pr. Januar 3,121- .“, pr. Februar 3,12k .“, J; März 3,15 .“, lpr. April 3,15 .“, pr. ai 3,17z .“, pr.

143,17 .at, pr. Jui 3,171 .“, pr. August 3,17; .“,vr. Sep- tember31 s.“, pr.Oktober 3,171“ pr.November 3,171 .“, Umsap 5000. Be auptet.

temen, 5. Dezember. (W. T. B.) Börsen-S lußberirht. Yffiniertes P e t r o l e u m. (Offizielle NotiermIsder Bremer etroleum-

'

rss.) _ öber. Loko 5,95 Br. Rus ches Petroleum. Loko "* Sibma z) aa. Wilcox 22:4», rmour sbield 2 45, Cudabvaxz, boice Grocery 23 „5, White label 23 «s, air- banks _. Speck. Niedriger. Short clear middl. 1 143, Dezember- anuar 224- 43. Reis ruhig. Kaffee besser. Baum- wolle. illig. Upland middl. loko 40 43.

_ Kurse des Effekten-Makler-Vereins. 5% Nord- deutsche Wollkämmerei und KammJarnspinnerei - Aktien 172k bez. 75340 GYorddeutscbe Lloyd - Aktien 1 1 Gb., “Bremer Wollkämmer

Hamburg. 5. Dezember. (W. T. B.) (Schw kurse.) Hamb. Kommerzb. 129,85, Bras. Bk. f. D. 167,00, Lübe -Büch. 147,75, 'Es-C. Guano W. 79,50, Privatdiskont 43, Hamb. acketf. 134,30, Nordd. Lloyd 112,50, Trust Dynam. 175,00, 3% H. taatSanl. 97,00, ?ck LonFFFtSr. 104,60, Vereinsbank 152,00, Hamburger Wechsler-

an , .

_ Abendbörs e. Kredit-Aktien 309,50, Italiener 92,10. Ruhig.

_ Getreidemarkt. Weizen loko flau, holsteinischer loko 174-178. Roggen loko klau, mecklenburger loko 135_136, russischer loko rubi 96_98. Mais 100_102. Hafer rubig, (Gerste ruhig. Rübö ruhig, loko 59,1 Br. Spiritus (unverzolit) Yscbäftslos, pr. Dezember-Januar 18T Br., pr. Januar- ebruar 182

r., pr. Februar-März 183 Br., pr. April-Mai 18F r. Kaffee RFV Umsaß _ Sack, Petroleum ruhig, Standard wbite loko

, r.

_ Kaffee. (Nachmittagsberiibt.) Good average Santos pr. Dezember 49, pr. März 50, pr. Mai 501, pr. September 511. Rubig. _ uckermarkt. (Schlußbericht) Rüben-Robzucker 1. Produkt Va 88 % Rendement neue Usauce, fret an Bord Hamburg pr. Dezember 9,10, pr. Januar 9,25, pr. Februar 9,35, pr. März 9,45, pr. Mai 9,65, vr. Juli 9,85. Ruhig.

Wien, 5. Dezember. (W.T.B.) (Schluß-Kurkxe.) Oesterreichische 41/59/c- Pavierrente 101,35, Oesterreichische Sil err. 101,30, do. Goldt. 122,65, do. Kronenr. 100,75, Ungarisckpe Goldrente 122,25, do. Kron.-A. 99,15, Oesterreichische 60er Loose 143,55, Anglo-Austr. _,_, Länderbank 246,75, Oestr. Kredit 365,50, Unionbank 288,00, Ungar. Kreditb. 403,00, Wiener Bk.-V. 255,50 Böhm. Weitb. _,_, do. Nordbahn 271,50, Buschtiebrader 537,50, Vrüxer 233,10, Elbetbalbabn 274,00, Ferd. Nordbahn 3375, Oest. Staatsb. 354,25, Lemb. Czer. 287,00, Lombarden 94,50, Nordwestb. 270,00, Pardubißer 214,50, Alp.-Montan. 86,10, Amsterdam 99,10, Dtsch. Plc": e 58,871, Lond. W(bs. 119,90, Pariser do. 47.52ck,Nap01eons9,533, arknoten 58,871», Ruff. Bankn._ 1,27Z.

Ausweis der öiterr.-ungar. Staatsbahn (österreichisches Netz) vom 1. bis 30. Novsmber 2529 998 Fl., Mebreinnabme gegen den enisprecbcnden Zeitraum des vorigen Jahres 40 086 F1.

_ (Getrei'semarkt. Weizen br. Frühjahr _8,52 Gb.. 8,54 Vr, pr. Mai-Juni _ Gb., _ Br. Rongen pr. Frubjabr 7,18 (Gb., 7,20 Br., pr. Mai-Juni _ Br., __ Gb., Mais vr. Mai-Juni 4,33 Gb.. 4,35 Vr. Hai-r wr. Früöjabr 6,38 Gb., 6,40 Vr. _

_ 7. Dezember. (W. T. B.) Reserviert. Ungarische Kredit- Aktien 402,50, Oesterr. Kredit-Akt. 364,90, Franzosen 354,50, Lom- barden 95,00, Elbetbalbabn 274,00, Oesterreichische Papierrente 101,35, 40/0Ungar. Goldrente122,25, Oesterr. Kronen-Anleibe _,_, Ungar. Kronen-Anleibe 99,15, Marknoten 58,86, Napoleons _,_, Bankverein 255,50, Taback-Aktien _ _, Länderbank 246,50, Buschtie- rader 1111315. 13.-Akiien _,_, TürkisckZe Loose 48,50 Bruxer _,_.

Einnahme derSüdbabn in der Woche Vom 25. Nobember bis 1. Dezember 804 499 Fl., Mindereinnabme 52 685 F1.

Pest, 5. Dezember. (W. TB.) Produktenmarkt. Weizen [019 ruhig, Pr. Frühjahr 8,17 (Gd, 8,18 Br. Roggen pr. Frühjahr 6,82 Ed., 6,84 Br. Hafer pr. Frühjahr 5,96 Gb., 5,98 Br. Mais pr. Mai-Juni 4,00 Ed., 4,02 Br. Koblraps pr. August- September 11,30 Gb., 11,40 Br.

London, 5. Dezember. (W. T. B.) (Schluß-Kurse.) (Engl. 229/0 Kons. 112,1, Preu .49/0 Kons. 104, Ital. 50/0 Rente 91F, 40/9 89 er Ruff. 2. S. 104, onVert. Türken 20, 40/0 Spanier 58:1, 33% Egypt. 100, 40/9 unif. dv. 1031, 41% Trib.-Anl. 923, 60/0 kous. Mex. 94T, Neue 93er Méxik. 91T, Ottomanbank 11, De Beers neue 28k, Rio Tinto 241, 3,10/9 Rupees 63, 60/9 fund. Arg. A. 82), 50/0 Arg. Goldanl. 83-1, 4119/11 äuß. do. 525, 30/0 Reichs-Anl. 97, Brasil. 89er Anl. 65.1, PLaZdiskont 254, Silber MF, 5% Chinesen 98, Anatolier 86.

_ Wollauktion. Preise unberändert, fein; Wollen fest.

_ 96 % Java-Zucker 11F ruhig, stetig, Ruben-Robzucker lolo 911 ruhig, stetig.

_ 7. Dezember. (W. T. B.) Die Getreidezufubxen betrugen in der Woche vom 28.Nobember bis 4. Dezember: Engl. Weizen 3911, fremder 115 166, engl. Gerste 4121, fremde 39 556, engl. Malzgerste 15 564, fremde _, engl. Hafer 991, fremder 86 514 Orts, engl. Mehl 22 950 Sack, fremdes 79 635 Sack und 300 Faß.

" Liberpool 5. Dezember. (W. T. B.) Baumwolle. Umsaß: 10000 B., davon für Spekulation und _Export 150023. Weichend. Amerikaner und indische 1/32 bil1iger. Mrddl. amxrikamsckoe Lieferungen: stetig. Dezember-Januar 4s/s4_49/64 Verkaufer r_eis, Januar-Februar 47/01- 43/04 do., Februar-März _47/04 do., karz- April 47 01 do., Avril-Mai 47/54 Kaufervreis, Mat-Juni 47/54_48/04 Verkäuprreis,bJurxi-JuF/U/sl: Zw., Juli-August 43/sa_49/54 do., Au ust- ebtem er 4 /64_ 64 . o. _

gPcrriiJ, 5. Dezember. (W. T. B.) Von der Börse; wird berichtet: Es herrschte durchweg bessere Stimmung. Italienische Werthe waren beborzugt, Spanier steigend; das Decouvert derselben fcbrint noch immer“ sehr umfangreich, Portugiesen beffer.

' (ScblUß-Kurse.) 30/0 amort. Rente 101,35, 3% Renir 103,171, Jtalienifche 50/9 Rente 93,45, 40/0 ungarische Goldrenn 105,18, 4% Russ. 89 _,_, 30/9 NULL. 1891 93,90, 49/0 unif. Egypt. _ _, 40/9 spaniscbe äußere nleibe 581, B._ ottomane 528,00, 25. 1). Paris 805,00, Debeers 735,00, Credit foncier 655,00, Huanchaca-A. 82,00, Meridional-A. 636,00. Rio Tinto-A. 619,50, Suezkanal-A. 3355, Créd. Lyonn. 768,00, Banque de

rance _, Tab. Ottom. 311,00, Webs. a. dt. Pl. 122F Fondon Wch. k. 25,214, Cbeq. a. London 25,23k, Web. Amit. 1. 206,62, do. Wien k. 208,25, do. Madrid k. 396,50, WQ. a. Italien 41, Portugiesen 25,31, Portu . Taback-Obl. 477,00, 4% 94er Ruff. 67,20, Privatdiskont_, 349/0 uff. A. 100,50, 3% Russen (neue) 92,80.

_ (Getreidemarkt. (Schiußbericht.) Weizen ruhig, pr. Dezember 21,85, yr. Januar 22,10, pr. Januar-April 22,35, pr. März- ni 22,85. Roggen ruhig, pr. Dezember 14,45, pr. März-Jni 14,50. Mebl ruhig, pr. Dezxmber 47,15, pr. Januar 47,35, pr. Ianuar-April 47,85, pr. Marz-Iuni 48,30. Ruböi ruhig, pr. Dezember 561, pr. Januar 57, pr. Januar-Aprü 57k, vr. Mai-August 58. Spiritus "MZ)? kr. Dezember 321, pr. Januar 33, pr. Ianuar-Avril 331, vr. a -August 341:

_ Robzucker (Schluß) matt, 88% lok0 25525k. Weißer Zucker matt auf Verkäufe seitens einer Raffinerie, Nr. 3, 100 kg, vt. Dezember 26ß, pr. Januar 26T, vr. Ianuar-April 27t- pr.

är - uni 27 .

M LSI; Petxrsburg, 5. Dezember. (W. T. B.) Weibsel auf London 93,45, do. Amsterdam _,_, do. Berlin 45,75, do. Paris 37,20, 4% Staatörente von 1894 991, 40/0 Goldanleibe von 94 6. Sek. 1551, 419/11 Gold-Anl. von1894 _, 419/0 Bodenkr.-Pfandbr. 1542 St. Petersburger Diskontobank 735, St._ Petersburger Intern. Ban _,_, do. 1. Emission 654, Ruff. Bank fur auSwärtigen Handel

485, Warschauer Kommerzbank 505.

Verdiugtmgen im Auslande.

28 D 1) Mi ii iEgyxeteßifentlicben Arbeiten“ Konstruk . m r. n er um r . - tion einer e“ersiserteren BrücFe bei Nabaro in der Provinz Gbarbieb. Angebote müssen auf Stempelbo en geschrieben und an den Chef der Verwaltung gerichtet und gefieget mit der Anfscbrift: „()er your 1a oongbruobjon ä'un [)0Ub-16718 mébalquus an 2111? 061'016

ä'jrrszat-iou“ versehen sein. Näheres beim „Reichs-Anzeiger .

Verkehrs-Auftalteu.

* [ amm aus Köln hat die dritte englijche Postz“ a1116erT esZJtrende vom „5. Dezember _in Köln den An- schluß an Zug 3 nach Berlin uber Hannover nicht erreicht.

Grund: Zugverspätung in England.

Das reisende Publikum wird auf die bei der Reichs-Telegrapben-_ Verwaltun bestehende Einrichtun aufmerksam gemacht,“, nach, Welcher. die Ein! eferung von Te earammen auf den in den Eisenbabnzügen fahrenden ostburean etfolken kann, Diese Telegramme können auch auf ostkarten ass kleben: kk!!- WSW? dann an SteUe der auszusireickjenden Ueberschrift .Postkarte“ mit der Bezeichnun .Telegramm' zu versehen, mit'den erforderlichen, der Telegrammgebü r entspreckpenden ostfreimarken zu bekleben und durch den an [FMM ostwagen befind ichen Briefkasten zur Aufgabe F bringen nd. o_ die örtlichen Verhältnisse und die Dauer des ufenibalts auf den Crsenbabnstationen es gestatten, werden auch mit Marken nicht beklebte Telearamme, aeaen Baarzablung durch das Fenster oder die Thür des Eisenbabn-Posiwagens angenommen. Eine Zuschlagsgebübr kommt bierbei nicht zur Erhebung. Es empfiehlt sich, daß der Aufgeber seinen Namen und Wohnort" zur Seite des Telegramms, behufs Erledigung etwaiger Nachfragen, nachrichtlich angiebt.

Bremen, 6. Dezember. (W.T.B.) Norddeutscher Lloyd. Der ostdampfer .,Stutt art“ ist am 3. Dezember Nachmittags von ew-York nach der eser abgeIanen.

Hamburg, 7. Dezember. ( . T. V.) Amerika-Linie. Der Postdampfer ,Persta' ist gestern _ Mor en in Cuxhaben eingetroffen. _

ondon, 5. Dezember. (W. T. B.) Der Union-Dampier .Greek' ist heute auf der Ausreise von den canariscben In- seln abgegangen.

_ 7. Dezember. (W.T.B.) Der Uniondampfer ,Scot“ ist auf der Ausreise am Sonnabend von Southampton abgegangen, der Uniondampfer .Mexican' auf der Hsimreise gestern in Southampton angekommen.

Rotterdam, 6. Dezsmbkr. (M.TB.) Holland-Amerika- Linie. Der Dampfer „Maasdam“ ist gestern Nachmittag in New-York angekommen und der Dampfer „Amsterdam' Vor- mittags bon New-Y ork abgegangen.

Hamburg-

Theater und Mufik.

Königliches Opernhaus.

In der Aufführung von Berlibz' Oper „Benvenuto Cellini“ sang am Sonnabend Herr Sommkr zurn ersten Male die Titelpartie. Die Fssanglichen und musik1lifchen Schwierigkeiten, welcbe dieRoUe bietet, 0 erwand er mit L6ichtigkeitz in Bezug a_1_tf die Dar- stellung und Erscheinuna stand er aber bintkr seinem Vorganger Herrn Kraus zurück. Den Fieramosca fang statt des Herrn Bui err Fränkel, der nur einen bescheidenen Ersaß für seinen größeren oll; en zu bieten Vermochte. Die übrige Beseßung _war die ererts fru ec eingehend gewürdigte; dic Aufführung verlief unter Kapellmeister Weingartneris Leitung vortrefflich. Das Zwischenspiel „()ar110731 romajn“ fand in seiner glänzenden Ausführung durch das Orchester wieder lebhaften Beifai].

Königliches Schauspielhaus.

Das einaktige Lustspiel „Abu Seid“ bon OScar Blumen- thal gelangte am Sonnabynd mit schönem Gelingen zur ersten Aufführung. Das klc-ine Werk reiht sich den Verslustsprelen an, welche gegenwärtig bock) in der (Gunst des Publikums sieben, nachdexn die prosaiscbe Uebertragung nüchterner Wirklichkeit auf die Bühne den Reiz der Neuheit Verloren hat. In leicht fließenden, zierlichen Versen wird ein kleines Abenteuer des orientalischen Dichtrrs und Philosophen Abu Seid mit Geist und Gemüth Vorgeira en. Der Dichter Abu Sxid gewmnt durch die Ueberlegenbeit seines eistes und die Gewandxbert seiner Rede Macht über das Herz eines reichen, geizigen TeppichwrrkersN1mens Ibrahim, dem er einen Tßpvich-Sprucb sinnig deutet. Zum Lbbn _fur_ die Uebersetzung des Spruchs, der in einem Gleicbm auf dre Nichtigkeit aUcr irdischen Güter hinweist, die ihren Eigentbuxner wohl bis zum Grabesrand, aber nicht bis vor Gottes Thron begleiten können, fordert Abu Seid die Hand Fatmeis, der Tochter Jbrabim's; um fie m die ihres Ekliebti-n, dss armen Poetsn Jnffuf, zu learn, wahrend er selbst arm und zufrieden weiter zieht. Dre ernste_Mabnunkx aus dem Munde des wandernden BettlrrbhiWsopbxn und tm Geg-n dazu das lieb- liche Bild aufblühendenLiebesglücks geben der Dichtung tieferen bealt und bilden die Grundlage ihrer starken Bühnenwtrxnng. Herr Klein sprach die klugen Reden dks rastlosen Abu Skid mit Warme und Frohsinn. Herr Voümer charakterificrte treffend und künstlerisch maßha tend den geizigen Ibrahim, desen Hsrz durch das Traumbild des Jenseits erschüttert wird. Das Liebespaar wurde durch Frau von Hochenburger und Herrn Purscbian erfreulich dargestellt. _ Als zweite Gabe des Abends folgte Oscar Blumentbaks dretaktiges Lust- spiel ,Das zweite Gesicht“, w01ches auf der Koniglichen Bühne gleichfal1s zum ersten Mal und Wohl etwas um- gearbeitet erschien , nachdem rs vor mehreren _Jabren bezreits im Lessing-Tbeater zur Aufführung gebracht _worden ist. Der Dichter findet für seine Dramen, wie auch bier wieder, immer emen inter- essanten Titel, der die Neigung weckt, sich um seine Bedeutung zu bemühen, und immer wird man bei ihm auf _einen klugen, aus der Erfahrung gezogenem Grundgedanken stoßen. In diesem Lustspiel Weist der Verfasser auf das verschiedene Aussehen bin, wexckzes die Handlungen und Tbaten der Menscbkn zeigen: einerseits gegenuber der oberflachli en großen Aügemeinbeit und andererseits in dkr Auffassung der er xuscbauenden, das Herz crgründenden Freunde und Beobachxer. Als Beispiel ist die bürgerlich geborene verwittwet_e Grafin von Mengers erkoren, welcbe tr0tz_ eist hartnäckigen Proze es mit ihrem ritterlichen, aber leichtlebtgen Schwager seine 5- neigung gegen sie in lebhafte Bewunderung zu wandeln weiß. Die Charaktere sind zwar nur in leichten Linien gezeichnet; aber 5 e wißige Schlagfertigkeit und scherzhafte Laune des Verfassers, die in dem Dialog glänzend zum Ausdruck kbmxnen, wirkten _auchßin diesem Lustspiel in günstigem Sinne Lnticbetdend auf _dte Stimmung des Hauses. Die Hauptrolle, die des sor los fröbliwen Grafen von Mengers, war, wie in dem ersten Stück errn K_lcin anyertraut, der fie mit vornehmem Anstande durchfübrte. Fraulein Lindner zeigte als Gräfin von Mengxrs kluge Zurückhaltung und eine Empfindun . Herr Hartmann als Kammerdiener und Herr Bleu e a]s der re: gewordene Mühlenbesiser sorgten noch im besonderen fur die Erbei- tetunq der Zuschauer. Das unentbehrliche junge Liebes-paar Wurde von räulein Haustier und Herrn Herßer frisch, schlicht und natürlich

gespie t. Theater des Westens.

Mit der Dramatisierung von Otto Ludwig's Erzählung „Zwischen Himmel und Erde“ hat sick; Herr Otto Franz Gen ichen einer wenig lobnenden Mühe unterzogen, wie die Erst- auffüxrung der Arbeit am Sonnabend zu beweisen schien. Der inner- halb der Schieferdeckerfamilie Nettenmair sicb enttmckelnde tragisée Konflikt, den Ludwig mit feinstem psycholo ischen Versiändn und in volister Absicht in die orm"der Erzä [ung gekleidet , dürfte kaum jemals e 01 rei fur die übne auSqebeutet werden können. Dies hat ar er seinen Grund, daß das Intere e weni er in den Vorgän en, als in der Motivierung derselben und a der &childerungsweise ißres Autors liegt“ entkleidet man die and- lung dieser Reize, so bleibt ein dürftiger Rest, drr, in Akte und eenen eingetbeilt, nur ein schwächliches Schauspiel ab eben kann. Das gilt ganz ail emein von den mei ten guten Erzä lungen; es ist eine alte ErHahrung, die ier nur aufs neue bestätikt _bat. Wennauch das Publikum am Sonnabend mit Aufmerksam eit dem Schauspiel fol te und mit einem gewiffen BeKagen die bekannten Gestalten der udwi "chen Novelle verkö ert sa , wenn es auch den _" verdienstvoUen Bear e'éter mebrmals auf d e Bühne rief, so läßt |ck dennoch von einem wirklichen Erfol e kaum berichten. ie Dar- stellung war im allgemein??? gut. ie beiden indlicben Brüder

wurden -von den Herren ies und Pittstbau m Vuitändui? und„ et esp elt. Als Nettenmair erwies Herr Re [an JfYerskxin gstarkes Talent für ernste Väter-Rollen. Die wenig