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pt 51T- t. (Schloßberi t.) , burg 9“ dement neue Usauce, frei an pr! Mär. ,45, pt. Mai 9,621, pr. Juli 9 85. _" “Wien, 9-D M.T„V. 41/920 ?Wimente 101, , che S 601117. 22,75 do. Kronenr. 100,80 Ungarischéeo 122,30, do. Krom-A. 99,15 Oesterreiäoiscbe 60er ose 143,00, Au . _.-, Länder k , , Oestr. Kredit 367,25,
mban 288,50, UnYar. Kreditb. 403,50, Wiener Bl-V. 255,50. Böhm. West . _,_, o. Nordbahn 270,50, Vuscbtiebrader 536 50, Brüxer 233,75, Elbetbalbabn 273,75, Ferd. Nordbahn 3385, Oest- Staatsb. 354,50, Lemb. (5327. 286,50, Lombarden 94,75, Nordwestb. 269,75 ardubißer 214,50, A . - Montan. 87,60, Amsterdam 99,20 . Plä e 58,80, Lond. s. 119,95, Pariser do. 47,521,Napoieons 9,5315, arknoten 58,88, Ruff. Bankn.1,27k.
-- Getreidemarkt. Weizen m'. Frühjahr 8,40 Gb., 8,42 Br., pr. Mai-Iuni _ Gd, _ Br. Roagen pr. Frühjabr7 11 Ed., 7,13 Br., pr. Mai-Juni _ Br., _ Ed., Mais vr. ai-Iuni 4,28 Ed., 4,30 Br. Hafer Vr. Frühjahr 6,32 Gb., 6,34 Vr.
_ 10. DeSmber. (W. T. B.) Lustlos. Ungarische Kredit- Aktien 402,25, esterr. Kredit-Akt. 366,25. Franzosen 353 50, Lom- burden 94,50, Elbetbalbabn 273,75 Oesterreichische Papierrentx 101,35, 4% UnFr. Goldrente 122,30, Öesterr. Kronen-Anleibe 100,80, Ungar. Kronen- leihe 99,10 Marknoten 58,90, Napoleons _,_, Bankverein 255 50, Taback-Aétien _ -, Länderbank 246,25, Buscbtke- rade: 1.114. 13.311575: -,-, Türkische Loose 48,50, Brüxer 240,00.
Pest, 9. Dezemßer. (W.T.V.) Produktenmarkt. Weizen loko stau, pr. Frubjabr 8,05 (Hd., 8,06 Br. Roggen Fr.
Ikrübjabr 6,74 Ed., 6,75 Br. Hafer pr. rühjabr 5,91 Gb., 5,92 r. ais pr. Mai-Junk 3,95 (Hd., 3,96 r. Koblraps pr. August- September 11,20 Gb., 11,30 Br.
Verkehrs-Austalten.
Husum, 9. Dezember. (W. T. B. Die Damp schiffs- fabrten zwischen Hoyerscbleuse und Éylt sind vonf heute ab wieder planmäßig aufgenommen.
Bremen, 10.Dezember. (W.T.B.) NorddeutMer Lloyd. Der Schnelldampfer „Trave' ist am 8. Dezember itta s von New- ork nqcb der Weser abge angen. Der ostdampfer .. ron - prinz riedrtch Wilbelmki am 8. Dezem er von Bahia nach Bremen abgergen. Der Reichs-Postdampfer .Preußen' ist am 8. Dezember bends in Genua angekommen. Der Schnelldampfer .Havel' ist am 9. „ Dezember Vormittags in Southampton angekommen und bat dre Reise nach Bremen fortgesest; er überbringt 276 Pa agiere und volxe Ladung. Der Schnelldampfer .Lahn“ hat am 9. ezember Vormrttags Dover passiert.
London, 9. Dezember. (W. T. B.) Der Castle-Dampfer „Donne Castle" ist gestern auf der Auéreise in Durban (Ratas) angekommen.
Theater und Musik.
Königliches Opernhaus.
RichardWaqner'sTetralogie „Der Ring des Nibelun 211“, welche tn dtesen Ta e_n in einem besonders vorbereiteten, dur die Mitwirkun einer 6156 hervorragender Gäste außgezeichneten Vor- stellun-JScyk us zur AufführuxF gelanßt, wurde gestern mit dem . Rhe i n - gold eröffnet, das, einem orspie gleich, das aroßartige, umfassendste und mu-[ixaltscb wie dichteriscb tiefste Werk des Meisters einleitet. Eine Muster'etstung bat_ die Königliche Bühne, wie beabsichtigt War, in der That mit der gestrigen Vorsteüun zu stande gebraét wenn auch die Bavreutb-Besucher an manchen tellen eine kün tferisäoe Differenz
«ck55 Good WÉ" SW» '.
„ . NZN pr. eptemb'er 5T. Rüben . Rohxkacckez
. or
pr. Januar 9221,Rprlzi Februar 9,32k, u g.
O errei 2. “131 30333? Éoldreute
lösen bat. Die Jnscenierung war irFends wefentlich verändert, aber alles Einzelne verband sich auch äußer ich zu einer wirkungßvollen Einheit. Das Orchester stand unter der Leitung des Kapeameisiers Wein artnet, der aus den Tonmaffen alle ebeimnißvollen Hinweise an d 9 großen vorgeabnten zukünftigen Ge! bni e klar hervortreten li .Unter den San eskü'nstlern konnten die einbeimif nKräfte neben den E sien überall würi bestehen. Von den leßteren ist die Leistung des Herrn VoÉ als oge in Gesan und S iel als unübertroffen bekannt. An telle des erkrankten Zenn Frie richs llgab Herr Otto Schel er den Alberich charakteristi cb und mit vo kommeuer Ve- berrs un der um kaliächen Aufgabe. Den Wotan san Herr Perron kraft- un eindru svo ,? wie auch Herr Bachmann a s Donner ck) durch sein mä tiges und ympatbisches Organ gut zur Gallun bra te. „Endkich ist as Gast rau Heink zu nennen, die als rda mit tbrer Wunderbaren S mme schöne Wirkungen erzielte. Von den einheimischen Kräften verdienten als Nheintöchter die Damen Zerzog, Rotbauser und Deppe aufs neue besondere Anerkennung. * er „Mime des Herrn Lieban war gesanglich und chau- spielertscb von gewohnter Vollendung. Die Herren öd- linger und Krasa sowie die Damen Hiedler und Götze standen gleich- Flésstnüieder 1911311h atuf deTrzbHöberjerstkäütnstlerkischenKAifoaben. _ Der
reung onen re ae en er er er unddie Kaiserin bis zum Schlusse bei.
Im Königlichen Opernbause elangt morgen,Siegfried“, der dritte Abend von Ri gtd Wagner's Öühnen-Fesispiel .Der Ring des Nibelungen“, zgr'Au ubrung. Die BeseßunZLlautet: Siegfried: err Hermann Grunmg; Mime: Herr Lieban; anderer (Wotan): err Karl Perron; Brünnbilde: Frau Ellen Gulbranson; rda: F„rau Ernestine Heink; Alberich: Herr Schelper" Fafner: Herr Modlinger; Waldvogel : Frau Herzog. KapeÜmeisker Wein- garxner dirigiert. Anfang 63 Uhr. _ ein e Majestät der Kats er ließ nach der gestri en Aufführung des ,Rbeingold“ durch den General-Intendanten Gra?en von Hochberg sämmtlichen Mitwir- kenden Allerböcbst seine große Zufriedenheit und besondere Anerkennung uberthittelxk.ö lick) Sch m_ ni en auspielbause cht beute S iller's Trauerspiel „DJ? Braut von Messina“ an telTe von (H?ckbe's „Torquato Tasso“ in Scene. Fräulein Poppe hatte am Montag das Mißgeschick, gelegentltch „eines Gastpiels am Hamburger Stadt- Tbeater als „Medea“ m der S lyßscene zu stürzen und sich das Gesicht derart zu verle?en, daß die Künstlerin der Bühne einige Tage fern bleiben muß. Jn olge dessen wird der Spielplan des König- 11 en Scha_u pielbauses dabin geändert, da qe the Stu .Der lanße Preuße" auf nä ste Woche verschoben und dafur mdrgen und ubermor'gen Oskar Blumenthal's Lustspiele „Abu Seid" und „Das Wette Gesicht“ gegeben Werden. Die Beseßung des ersteren ist folgende: Abu Seid: Herr Klein; Ibrahim: err Vollmer; Fatme: Frau von Hochenbur er; Iussuf: Herr urscbtan; Achmed: Herr eine. Im zweiten tück lautet die Be- ewzng: Graf von Men ?ks: Herr Klein: Kitty: Fräulein Hausner; Grafin Mengers: Frauem Lindner; Justiz-Ratb von Drontheim: Ze? Molenar; Kobcrstein: Herr Blencke; Hans von Maltiß: Herr er er. ' Imnächsixn(7-)Pkilbarmonischen Konzert unter Arthur Nrkt_sch's Lettuyg am 14. Dezember, wird das Orchester auf 85 Kunstler verstarkt sein. Das Soloquartett für die AuYübrung des .Mggfred' gnd der 11T. Symphonie ist gebildet aus den amen Fran Amslte Gmur-Harloff (SVP.) und Frau Louise Geller Alt), sowie den Herren Karl Dierich (Tem) und Rad. von Milde ( aß); Frau Lucy Lindzter-Orban vom Hoftbegtcr in Weimar und die Herren Vr. Ludw. Wullncr und Woldemar Runge haben den deklamatorischen Theil des SchumanrzYchen Werkes übernommen. Den Chorvart fuhrt, wie schon fru er m1tgetheilt, der Philharmonische Chor (Dirigent: S. Ochs) aus. Frau Anna Goldbach Veranstaltet morgen, Freitag, Abends
das für Sonnabend an-
Iasb- * * *
Am Sonnabend, den 12. d. M. findet die nä Köni liche Parforce-Ia 5 statt. S/iekldi ein:12s e Iagdscßloß Grunewald, 11/4 Urin" am Saugartexé “ Fh!
Maunigfaltiges.
Die Feier des 22Mär 1897 in den Berliner ädti Schulxn ivar gestern Gegen tand der Beratbung der tfjtnter ' LW des Burgermeisters Kirschner ab ehaltenen Sißung der städtischen Schul-Deputation. Man kam vor äufig dabin ü erein für die Aus. schmückuncz der Aulen und zur Herauögabe einer Feslscßri 10000 „45 bei den stadxiécben Behörden zu beantragen. Außerdem it eine Kom. mrs on gewa lt worden, Welche die Feierlichkeiten zum 1001ährigen Ge urtstage Kaiser Wilhelm's 1. vorbereiten und Bericht erstatten sou.
Das neue Männer-Asyl, Wiesenstraße 55-59, oll a 14. d; M. von dem Yorsiande des „Asylvereins für Osbdachnx los 2 demKGebraucb uber eben werden. Die Eröffnun sfeierli keit findet am „Sonntag. den 3. d. M., Mittags 12 Uhr, tatt. ine Vorbeficbtt ung des neuen Asyls durch einen engeren Kreis von
Gästen et mor en reita , Ab ds 7 U , feierlichket voran. g (F g) en & br dcr Eröffnungs.
Jm Verlage von Karl Siegiömund in Berlin erschien "oeben de Armee-„Abreißkalender des Deutschen Soldatenhortes,“ für da; Jahr 189., berausge _eben von dem General-Lieutenant 3. D. H.von 5Below. "Dieser_ ge aÜig ausxzestattete Kalender enthält auf jedem Blatt Angaben uber Geburtstage europäischer Regenten 2c., Erinne- rUnLen an Kriegstbaten der Armee mit Bezeichnun der dabei be- XYFiisi tetÖiTrFth “rn xc. iLYcrbKalenZer efißnet Ih szFglicb für mili-
0 en r ume, wr a er an an em re ti des ' sich nüßlich erWeisen. ck fck Offiziers
Bremen, 10. Dezember. „Voeömann's Tele ra bis es Bureau“ meldet: Die Agentur des „Norddeutschen LgloZd'ckin Coruüa hat soeben dem leßterxn mitgetheilt, daß dort die Befürchtung herrsche, daß; „der nach dem La Plata bestimmte , am 7. Dezember von Coruna nach Villa Garcia abgegangene Dampfer .Salier' in einem schweren Orkan an der Küste verungxückt sei. Nähere Angaben
fehlen zur Zeit noch. Ein Dam e i v ' um die Küste abzusuchen. pf r Con VtÜa Garcia abgegangen,
Graz, 9. Dezemb-rr. Durch eine heute früh erfolgte Kessel- Explosion in der Papierfabrik yon Leykam-Josefstbal wurde eine Mauer durchgeschlag€m foda dcr Dachstuhl dcs .Keffelbauses
einstürzte. Drei Arbei1er find tödtli fünf andere schwer verleyt worden.
. Brüx- 9. TEILMbLT. Die ErdsenkUn [) [' Ik . 290 d 5 [. ist vollständig zum Stillstand gekommen. 9 ( g k B )
Batum, 10. “Dezember. Gestxrn Abend brach bier in der Petroleum-Rafftnerre von _ Grammaticopulo ein großes Feuer aus, das guck) die Raffinerien von Schabbazow und Sch anz ZrTJt'i tLlÜe drei Werke sind niedergebrannt. Das Feuer ist jetzt e g .
, Madrid, „9. Dezember; In Barcelona rief gestern Abend, 11318 „W. T. B. meldet, die Explosion einer Dynamitbombe euxe leleafte Erregung hervor; es wurde "edoch niemand verlevt. Dl? Tbaxer find„1)och nicbt ermrtielt. _ Aus lcoy(Provinz Alicante) erhielt xm Fabrikant, in Barcelona eine Kiste zugesandt, in der sich eme Hollenmaschtne befand.
gefunden haben mögen, die si dem Bayreuther Festspielhause unterscheidet,
Wetterbegri
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1 vom 10. Dezember, r Morgens.
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_ , _nicht nur aus dem Umstande natürlich ergiebt, daß dre Berliner Kunst katie räumlick) und in der Anlage sich yon sondern fast noch mehr daraus, daß unser Opernhaus außer der Pflkgc der Werke Richard Wagner's doch auch noch andere? große Aufgaben zu"
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red. in Millim.
Temperatur in “ Cel
us 50C.==4Ü)R._
Stationen. Wind.
Wetter.
Bar. auf0Gr. u d Me-ress
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WSW 1 bedeckt SO 4 bedeckt stil] Regen stiU bedeckt
2 Dunst ' Regen bedeckt
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Aberdeen . . Cbrifüanfund Kopenba en . ? S o m . “5 MK ' ck 3- . Moskau. . . * Coerueens- wum . . . Cherbourg . lder. . . . ; vlt . . . . Z 760 burg . . * 761 winemünde 762 Keusalkerer 763
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i . . . . 763 2.127: . . . . 765 *1) Nebel. 9) Dunst. 3) rül) Regen. *) Nachts Regen, neblig. 5) Nachts egen. Uebersicht der Witterung.
Eine neue Depression ist westlich von Schottland erschienen, einen Ausläufer nach der südlichen Nord- Lee entsendend, während Hochdruck ebiete über der Balkanhalbinsel sowie über Nordo t-Europa lagern.
n Deutfchland, wo schwache südliche bis Westliche
inde vorherrschend sind, ist das Wetter mild, trübe und zu NiederschläZen geneigt; meistens ist etwas Regen gefallen; 0 e deutschen Stationen, Breslau aus enommen nd am Morgen lfrostfrcei. Der Frost im nnern Ru lands hat erbeb ich nachgelassen.
Deutsche Seewarte.
Theater.
Wigliche Ikhanspjklk. Freitag : Opern-
baus. Mit aufgehobenen Abonnement. Der Ri des Nibelungen. Bühnenfestspiel von Richer
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72 Uhr
welchem Herr Professor
Wagner. 3.Abend: SiegfriedinZAkien. Diri ent.“ KaYeLmeister Weingartner. (Siegfried: Herr Wil elm Grumng, vom Stadt-Tbeater in amburg, Der Wanderer": Herr Karl Perron, Kömglich sächsischer Kammerfan er, aus “Dresdcn, Brünnbilde: Frau Ellen „Gul ranson, aus Christiania, Erda: Frau Ernestine Hemk, vom Stadt-Tbeatcr in Ham urg, Albertch: Herr O_tto Schelper, Vom Stadt-Theater in Leipzig, als Gaste.) Anfansx 63 Uhr.
Schauspielhaus. 280. Vorsteüuna. Abu Seid. Lustspiel in 1 Aufzug vou OScar Blumenthal. In Scene gesetzt vou: Ober-Re isseur Ma Grube. _ Das ziveite Gesicht. Lusißpiel in 3 Hlufxügen von OScar Blumenthal. In Scene geseßt vom Ober- NYffeur Max Grabs. Anfang ?ck Ubr.
onnabend: Opernhausx 247. Vorstellung. Die Hochzeit des , igaro. Komische Oper in 4 Akten von Wolfgang madeus Mozart. Te 1 nach Beau- marchais, don Lorenzo Davonte. Ue erseyung von KnigakrVulpius. Anfang 73 Uhr,
Schauspielhaus. 281. Vorstkllung. Abu Seid. Lustspiel in 1 Auszug von _OScar Blumenthal. _ Das ztveite Gesicht. Lustkpiel in 3 Aufzügen Von OScar Blumenthal. Anfang 71; Uhr.
Sonntag: 4. Abknd: Götterdämmerung. An- fana 6x Uhr.
Neues Königliches Opern-Tbeater(Krol1). Diens- tag, den 15. Dezember. Abknds 8 Uhr: Wohl- thatigkeits-_Vorftelluug zu Gunsten der Volks- Lungen-Heilstatte am Grabow-Sec. Der Ver- schwender. BiÜet-Verkauf täglich in der Zeit von 10 ,bis 2 Uhr tm Oparnbause (MatinHe-Kaffe). Preise der Plätze: 20 „16, 10 „19, 5 016 und 3 „19
Deutsthes Theater. Freitag: Anfang 7 Uhr.
Sonna end: Die versunkene Glocke.
Sonntag, Nachmittags 23 Uhr: Freiwild. _ Abends 75 Uhr: Die versunkene Glocke.
Freimild.
Merliner Theater. Freitag (13. Abonnements- Voxstellung): Kaiser Heinrich. Anfang 73 Uhr. 893333313 3331355. 8. ..» onnag, am ags . r: “11 em: . _ Abends 71 Uhr: Renaissance. g
Lessing - Theater. Freitag: Der Abend. (Georg Engels als Gast.) Aufang 74- Uhr.
Sonnabend: Die goldne Eva. (Georg Engels A
als Gast.) Sonnta , Nachmittags 3 Uhr: Vorstellung zu volksthüm ichen Preisen _ Parquet 2 „si _: Die aubenlerche. _ Abends 73 Uhr: College
ramptou. (Georg Engels als Gast.)
in der Friedrichs-Werdersch zum5 esten des edangelSistch-ßkircblickpen Hilfswereins, zu
ru , 9. capyslla-Gesangverein unter Leitung des Königlichkn Mufit'dérckwrs Herrn Putsch ihre Mitwirkung zugesagt haben.
en Kirckxe ein Konzert
Herr Pfannschmidt und der
, Keßdenz-Theater. Direktion: Sigmund Lauten- hurg. Freitag: Verschwunden. (131898111) Schwank m 3 Akten von Alexandre Biffon und André Syxvane. Deutsch von FranzHofer. Anfang 73,- Uhr.
Sonnabend: Verschwunden. (Ojgparu.)
„Sonntag: Erstes Wikderauftreten des Herrn Richard Alexander nach skinem Urlaub: Fernaud's Ehekontrakt.
Neues Theater. Schiffbauerdamm 4a. ,/ 5. Direktion: Si mund Lautsnburg. Freitag: Bock- xprünge. S wcmk in 3 Akten von Paul Hirsch- eraer und C. Kraaß, mit Benußung einer fran- zösischen Idee. _ Vorher: Die fittli e Forde- rung. Komödie in 1 Akt Von Otto Eri Hartleben. Anfang 72“ Uhr.
Sonnabend: Vocksprünqe. _ Vorher: Die sittliche Forderung.
Sonntag: Vockspriiuge. _ Vorher: Die sitt- lichc Forderung.
Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Zu halben Preisen: Minna von Baruhelm.
Zrhtüer-theater. Ergilia Galotti.
Sonnabend, Avends 8 Uhr: Der Sohn der Wildniß.
Freitag, 521591159 8 Uhr:
Theater des Weßens. Kantstraße 12. (Wahn- hof Zoologischer Garten.) Freitag: Zwischen Himmel und Erde. Anfang “ck Uhr.
Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Bei bedeutend ermaßigten Preisen: Hamlet, Frinz vou Däne- mark. _ Abends 72 Uhr: um ersten Male: Dix Fahnenweihe.
Sonntag, NachmittagSZ Uhr: Bei halben Preisen: Schiedsmann Hempel. _ Abends 78 Uhr: Die Fa pnweihe.
ontag: Die Fahnenweihe. Anfang 73 Uhr.
Theater Unter denktnden. Bebrenstr. 55/57. Direktion: Julius Frißscbe. Freita : Der Lieutenant zur See. Operette in 3 A en nach einer älteren Idee) von E. Schlack und L. err- mann. Musik Von Louis Roth. Regie: HerrZanno. 7éxirögént: Herr Kapellmeister Korolanyi. 5nfang
!"
Sonnabend: Der Mikado, oder: Ein Ta in Titipn. Burleske Operette in 2Akten von .S. Gilbert, deutsch vyn Iulius Frißscbe. Mufik von . Sullivan. _ Hierauf: Unter den Linden. Sonntag, NachmittaTS 3 Uhr: Bei bis zur Hälfte ermäßigten Preisen: D e Fledermaus.
Thalia-Theater (vorm. Adolph Ernft-Tbeater). Dresdenerftraße 72/73. Direktion: W. Husemann.
Freitag: Zum ersten Male: Goldene Herzen.
(Fortseßung des NichtamYckken in der Ersten und Zweitsn e
lage.)
Schwank in 4 Akten von C. Karlweis. 72 Uhr. Sonnabend und folgends Tage: Goldene Herzen.
Zentral - Theater. Alte Jakobstraße 30. Direktion: Richard Schals. Freitag: Emil Thomas a. E. Eine wilde Sache. Große Ausstattungs- poffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern Von W. _Mannstädt und Julius Freund. Musik Von Iulius Einödshofer. Anfang 73 Uhr.
Sonnabend: Eine wilde Sache.
Anfang
Konzerte.
Jing Akademie. Freitag, Anfang 8 Uhr: Kpuzert des Klaviervirtuosen Georg Buddéns, Mit dem Philharmonischen Orchester.
Konzerthaus. Karl Meyder-Kouzert. Freitag: 71. Wagner-Abend. [le Abonnements haben für Sonntag, den 13., und Sonntag, den 20. Dezember, (Gültigkeit.
Baal Lechliein. Freitag, Anfang 71, Uhr: 11. Lieder-Abend von or. Ludw. Müllner.
Jamilien-Nachrichten. **
Geboren: Ein Sohn: Hrn, Lieut. Ulrich Frhrn- Grote (Bückeburg). _ Eine Tochter: Hrn. Carl Grafen von Bredow (Burg Friesack).
Gestorben: Hrn. Major von Knoblauch zu Haß- bacb Sohn Hans Caspar (Wiesbaden,). _ Stifts- dame Agnes Freiin von Hammertein-Equord (Ha_nno1)er). _ Kr. Ober-Landforstmeister Pauline
retfr. von ordenfsycht, geb. Freiin vdn Müffling (Neustreli ). _ Verw. Fr.Hauptkaffen- Nendant Concordia örke, geb. Meyer(LeobschüßZ. _ Hrn. Rektor Pohl Tochter Käthe éBreslau _ Hr. Rittergutébefi er Ernst Krau e (Ober k?(?!)e'rschF). _ Hr. 5 erginspektor a. D. Willi ald Beyer (HirsäibeY i. SMM). _ Verw. Fr. (SBtadlrge)richts-Rath ofie Diettricko, geb. Ebers ' er in .
Verantwortlicher Redakteur: Siemenroth in Berlin.
Verlag der Expedition (Scholz) in Berlin. Druck der Norddeutschen Bu druckerei und Verlags“ Anstalt Berlin ZW., Wi elmstraße Nr. 32. Sechs Beilagen (einschließlich Börsen-Beilage), und die Gewinnliste der [. Abtheilung Serie (7-
der Berliner Geiverbe-Ansftelluugs-Lotterieo
;07293.
Deutscher Reichstag. 142. Sitzung vom 9, Dezember 1896, 1 Uhr.
Ueber den Anfang der Sißung wurde in der gestrigen Nummer d. Bl. berichtet. ..
Weitere TageSordnung: Erste Verathung des Gesek- entwurfs,bctrcffendPoft-Dampfschiffsverbindungen mit überseeischen Ländern.
Die einleitende Rede des Staatssekretärs des Innern, Staats-Ministers 1)1'. von Boetticher hatte folgenden Wortlaut:
Meine Herren, ich werde mich auf wenige Worte bcschränken, um die Veratbung über dic sogenanntc Dampfersubdentions-Vorlage einzuleiten. Ueber das Prinzip dirser Vorlage spreche ich 1111111 mehr. Im Jahre 1885 ist durch übercinstimmenden Beschluß der gesty- gebenden Faktoren des Reichss festgestellt, daß es ein nützliches und den wirtbschaftlichen Juicreffen des Reiches entsprechendes Unicr- nebmen sei, wenn Link vom Reich subVLUtionierte Dampfcrlinic nacb Ost-Asten und Australien eingerichtet würde. Ich glaube, daß, nachdem man diesen Standpunkt innerhalb der Gcseizgebung gewonnen hat, auch hier im Hause kaum noch Veranlassung genommen wird, die Prinzipielle Frage der subvmtionierten Dampfer in die Erörterung zu ziehen.
Dagegen Muß ich annehmen nach den Stimmen, die sich in dcr Preffe haben vernsbmen lassen, das; Hier in dem hohen Hause Zweifel darüber auftauchen Werden, ob 89 angezeigt sei, eine solche ErWeiterung der ostasiatischsn Linie, wie sis Ihnen in der Vorlage Vorgeschlagen wird, vorzunehmen, und ob namsntlich 1981 schon der Zeitpunkt ge- kommen ist, eine solche Erweiterung crnstlich ins Auge zu fassen. Es wird meine Aufgabe sein, Ihnen in Kürze darzulegen, daß sowohl diese Erweiterung nicht über den Rahmen deffen hinausgeht, was der Gesetzgeber im Jahre 1885 beabsächtigte, und daß außerdem der gegenwärtige Zeitpunkt dringsnd dazu auffordert, wenn man überhaupt eine Erweiterung vornehmen wil], die's? (Echiterung jeßt Eintreten zu lasen. -
Was war der Zweck des Snbventionsgeseyes vom Jahre 1885? Man wollte einmal die deutsche Waarcnausfubr nach den großen öft- lichen Gebieten heben und verntcbrcn, und man wollte sodann den deutschen Handel nach diesen Gebieten unabhängig machen dom Aus- lande. Unser Handel und unsere Industrie hatién das Gefühl, daß 86 der deutschen Wirtbscbast nicht förderlich und auch nicht würdig sei, bezüglich der Verkehrsbezikbungcn mit jenen Ländern, um die es fich dabei handelt, auf das Ausland angswiesen zu sein. Diese béiden Zwrckk: sowohl di? Förderung de': Wgarsnanskuhr, als auch die Emanzipation der? de'utschen Handrls rom Yuélamde, 0115 durch die Vorlage Wescntlicb gefördert.
Jch verrveifs, 12.19 die Zahlen über die Entwickelung unserer Aus- fuhr betrifft, auf die statistischen Tabellen, welcbe unserer Vorlage beigegeben sind, und ich kann nur sagen, daß, Wenn die Gcsammt- befördcrung von Waaren auf unseren Linien yon 58 477 Register- tonnen im Wartbe von 74 515000 «18 im Jahre 1888 auf 152415 Neglstertonnen im Werthe Von 139 507 000 015 gestiegen ist, wenn sie sich also, was di? Menge der exportiertcn Waarkn, um das Zwei- einhalbfache, und was den Werth anlangt, um nahezu das Doppelte gesteigert hai, _ daß diss kin außerordentlich crwünscbtcs Er- gebniß ist.
Ebenso wie dis Waarenausfubr fick) entwickelt hat, hat aber auch dsr Paffagierverkebr sicb gehoben. Die Paffagierzabl, welche im Jahre 1887 auf der Linie nach Ost-Asien auf der Außre'cse 3261, auf der Heimreise 1498 betrug, hat sich im Jahrs 1895 auf der Außrsisc bis zu 6958, auf der Heimreise bis zu 3591 gehoben, und die Zahl der Rkisenden der australischen Linie, welche sich im Jahre 1887 auf der AuGreise auf 4269, auf der Heimreise auf 1832 bezifferte, ist im Jahre 1895 auf der Auskeise zwar auf 2658 zurückgegangen, dagegen auf der Heimreise bis zu 3523 Personen gestiegen. Man kann ein- wenden, daß dies noch kein sebr imponierender (Erfolg ist. Inzwischen glaube ich, Sie doch darauf aufmerksam machen zu müssen, daß das Ziel, was wir erstreben, in so kurzer Frist, wie eine zehnjährige Periode, die hinter uns liegt, auch noch nicht vollständig hat erreicht werden können. Man hat _ und darauf will ich ßleich kommen als auf ein Bedsnken, was man schon 1885 erhob und was in einzelnen Preßorganen jest mit Verstärkter Lebhaftigkeit betont wird _ geltend gemacht, daß unsere Linien nicht ausschließlich dem deutschen Handel und der deutschen Produktion zu gute kommen. Das ist gewiß richiig; wir laufen außländische Häfen an und nehmen aus- ländische Güter und ausländische Passagiere auf. Es würde sich auch meines Erachtens schwer rechtfertigen laffen, wenn man eine Linie von dieser Bedeutung etabliert und sie ausschließlich für den deutschen Transport benuven und grundsäßlich alle ausländischen Interessenten ausschließen wollte. Man würde damit den Vortheil verlieren, das; man durch die Zulaffung ausländischer Waaren und ausländischer Passagiere einma! das Unternehmen rentabler und gerade durch diese Beibeiligung auch für den deutschen Handel und die deutsche Industrie nusbar macht, weil den deutschen Waaren billigere Beförderungspreise geßeüt werden könnsn.
Nun, meine Herren, ist in den Anlagen zu der Vorlage anen der Nachweis geführt, um welche Werthe etwa schätzungsweise das deutsche Nationalvermögen durch diese Linien gehoben wäre, und ich weise darauf bin, das;, Wenn diese Schätzung einen Vortheil für das Nationalvetmögen von 59 Millionen auörechnet, die Subvention, welcbe dem Unternehmen von Reichöwegen gewährt wird im Betrage von 40 Millionen, als keine zu hohe erscheint.
Was die von wir vorhin beritbtete Uuabbängigmachung des deutschen Handels vom Auslande anlangt, so hat auch in dieser Beziehung das Dampferunternebmen sehr gute Früchte gezeitigt. - wisse Handelsbeziebungen zwischen Deutschland und den asiatis en Ländern, die bisher enther gar nicht bestanden oder sehr schwach entwickelt . waren, haben sich emanzipiert von der Vermitielung UMS da! Ausland. So ist seit der Zeit, seit. der wir dieses Unter- nehmen elngeritbtet haben, in Hamburg sowybl wie in Bremm ein
» Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Donnersmg, den 10. Dezember
besonderer Tbeemarkt Entstanden, während der deuische Kaufmann bis dahin den Thee lediglich auf dem Londoner Markt bezog. Man kann sonach sagen, daß _'und zwar unter recht schwierigen Umständen, denn der Lloyd hat mit manchen Sehwierigkeiten zu kämpfcn gehabt _ ungeachtet dieser schwierigen Umstände doch die Entwickelung unserer Linien eine erfreuliche gewesen ist.
Aber nicht bloß die unmittelbare Einwirkung auf unseren Handsl, den diese Linie geäußert bai, ist es, worauf ich aufmerksam machen möchte, es ist auck) die Förderung der vaterländiscben Industrie, die infolge diescr Linien cinen ganz besonderen Umfang genommen hat. Der deutsche Schiffsbau hat fich erst seit dem Geseß von 1885 an den Vrrsuch gswagt, so große Dampfer zu bauen, wie fie für eine rentable Außnußung der Verbindungen mit Ost-Afien und Australi-xn hergestellt werden müffcn. Wäbrend frühkr derartige Dampfer nur in England hergestküt wurden, bauen wir jeßt die Schiffe dicser Linien, bcziebungßmeise dic Ersatzscbiffe, die für in diese Linien einzusteüendc Schiffe beschafft werden müssen, ausschließlich in Deutschland, und Wenn der deutsche SÖiffsbau noch im Frühjabre diefes JabrLI Von dem bern fensten Kritiker auf diesem Gebiete, Von ker 1113515051011 01" 113.781 QrabjWCTI, das rühmendsie Zeugniß und das Zeugniß dcr vollständigsten Gleicbwkrtbigkeit seiner Leistungen mitdenen dcr cngliscben Werften erhalten hat, so ist auch dicscs rühmcndc Z-.*17,7,21€s3 wesentlich auf das Konto unserer Subventionsrampfer zu 11611671. Nun hat man den Einwand erhoben, daß, möge dem fcin wir ihm wolle, mit der Entwicklung der Linien ein Bedürfnis; für eine (Erwcitcrung nicht anerkannt werden könne. Es wird mir nicht sowar n'srdsn, dic? Bedürfnißfrage hier dor Ihnen so zu Lütwickklkl, daß Sie mit mir die Ue'berzeugung haben werden, daß, wenn Dsutschland mit diusen Linien auf gleicht Stufe bleiben wil] mit fe'inkn außländiscbcu Konkurrenten, nothwendigerweisc eine ErweiTSrnng vorgenommrn w-xrdcn muß. Das Bedürfnis; der Einrichtung vierzehntägiger Fahrtsn nach Ost-Afien an Stklle der bisherigen vier- wöchcntlichen ist bereits im Jabre1889 sehr lcbhaft'bc'rvorgetretcn. Es kamen murmigiach Klagcn sowohl 0116 dc'm Jnlands, als auch aus China und Japan an uns, wonach der Zustand eir: unleidliciykr sei, daß die: ostafiatische Linie fich außer stande sehe, die angemeldeten Waaren auch wirklich sämmtlicb zu der Zeit zu befördern, zu welcher sn: angs- meldei waren. Wir haben damals Anstand genommen, schon mit dem Antrag einer weiteren SubVention für Einrichtung 14tägiger Fahrten an dcn Reichstag beranzutreten, weil es auf dsr Hand lag, daß die Verhältnißmäßig kurze Zeit, seit Welcher die Linien bestanden, cin völlig zutreffendes Bild Übét dic Nüßlichkeit und Notbwendigkeit der Criveitcrung des Unternehmkns nicht bieten würds, Inzwischen sind die Klagen nicht vcrftummt, sie find icbbaster geworden, und in dem Maße, in welchem überhaupt die Befruchtung dicser Lloydscbiffe zugenommen hat, in dsm Maße smd auch die", Klagen lauter geworden darüber, daß großs Quantitäten von Waaren nicht so zeitig und so schnell , wie 68 im Intereffe des Handels und der Industrie liegt, haben beförderi wcrdkn können; insbksondere sind diese Klagen laut geworden aus Antwc'rpen, und zwar nicht etwa im Jntereffe des belgischen Handels, sondern im Interesse des Handels und der Industrie unserer westlichen Provinzkn, die darauf angewiesen sind, ihren Absatz nach Asien über 2171than zu suchen. Außerdem aber, meine Herren _ und damit komme ich auf cinen sehr wichtigen Gesichtspunkt _ außerdem ist gegenwärtig oder wird gkgenwärtig in Ost-Asien der Wettkampf der Nationen um die Eroberung eines Absavgebicts ein ganz besonders lebhafter. Es besteht die nicht unbegründete Vermuthung, daß die Beendigung des chinesisch-japanifchen Krieges in China immer mehr die Ucbcrzeugung wscksn wird, daß es auf die Dauer unmöglich ist, ohne die Annaömc der modernen Vervollkommnungen auf dem Gebiete der chhnik, auf dem Gebiete des Maschinenwesens, auf dem Gebiete des Militärwesens ferner sich zu erhalten. China wird und muß werden ein Gebiet, auf welchem europäische Industrie und europäische Schaffenskraft je länger desto mehr ihre Betbätigung finden. In ricbiiger Erkenntnis; dieser Dinge haben bereits die Russen und die Franzosen Expeditionen außgerüstet zum Studium der Frage, auf wrlchem Wege, mit welchen Mitteln und zu welchem Zwecke man diese großen Absaygebiete für die heimische Produktion erschließen wird. Und auch wir, meine Herren, dank einer sehr guten und nüylichcn Initiative der Handelskammer in Krefeld, stehen im Begriffe, eine solche Expedition außzurüsten, von der wir wünschen, daß sie auch zur Stelle ist, wenn die anderm Nationen Terrain dorf in China fich erobern.
Auch für den japanischen Markt ist die deutsche Produktion noch in erheblichem Umfange zu engagieren, und wenn wir uns sagen, daß dort ein Gebiet zur Erößnung großer wiribschaftlicber Thätig- keit für uns gegeben ifi, so müffen wir auch auf dem Gebiete dxs Beförderungswesens dahin streben, daß wir nicht zurückbleiben gegen- über den Mitteln, die unsere Konkurrenzländerzur Anwendung bringen; in dieser Beziehung aber sind wir zurück. Unsere subventionierten Dampfer fahren bisher noch nicht mit der Schnelligkeit, mit der die französischen und englischen Dampfer fahren. Unsere Dampfer fahren nicht in so kurzen Zwischenräumen, wie es die französischen und englischen thun. Und in derselben Erkenntniß, von der sich die Franzosen jetzt haben leiten lasen, indem sie mit der 11168- 841.80er 111816511116 einen neuen Vertrag, welcher eine Erhöhung der Leistungen dieser Gesellschaft bedingt, geschlossen hat _ ich sage, in derselben Erkenntniß müssen auch wir dazu übergeben, schnellere, häufigere Verbindungen herzustellen, wenn wir nicht, _ nicht bloß in Bezug auf das Verkehrömittel, sondem auch den Erfolg, den dieses Verkehröminél für unsere vaterländiscbe Wirtbscbaft zu erzeugen im stand: ist _ zurückbleiben sollen hinter den übrigen Nationen. '
DasOpfer, was wir bier dem Reich anfinnen, steht auch keineswegs außer Verhältniß m den Opfern, die die übrigen Nationen bringen. Wenn der Reichstag unserm Vorschlage zustimmt, und wenn er die Subvention, die der Lloyd im Betrage von 1k Millionen für die Verdoppelung derFrachten und für die Vergrößerung der Geschwindig-
keit der Schiffe in dem in §2dchGesesentwurss angegebenen Umfang
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fordert, bewilligt: dann, meine Herren, empfängt für die Verbindung"
Deutschlands mit Ostasien der Norddeutsche Lloyd künftig etwa
ZF MiÜionen Mark. In Frankreich hat die Regierung auf Grund
des neuerdings mit der mSZZQJ-U'js 1118.1'1Y1WS geschloffenen_Ver-
trages einen Saß von 43 Millionen Mark, nach unserem Geld berechnet,
zu zahlen, und die 13-850 0-Linie, die von der englischen Regierung
subventioniert wird, empfängt sogar 53 Miuionen Mark. Also,
wenn wir die Vorlage zum Geseß werden laffen,
so fahrcn wir ebenso schnell wie unsere Konkurrenzländer,
wir bekommen ebenso gute, ja beffete Schiffe, wie
unsere Konkurrenzländer; denn die meisten Schiffe des Lloyd mit einem Tonnengebali von 10000 Registertons übertreffen die größten
Englischen Dampfer der 1)-811c1 0-Linie um 2000 Registertons, und
wir fahren, was die Betbeiligung des Staates anlangt, biüigcr aks alls anderen Nationen. Ich sollte meinkn, daß diese Betrachtungen
ziemlich schlagend wären für die Unterstützung der Vorlage, und wenn
man nun einwendet, daß man, indem man eine solche Liebeßgabe,
wie LZ in einer Zeitung gesagt ist, _ es ist das ja ein beliebter Ausdruck für die Subdentionen irgend eines nütZlichen wiribschaft-
lichen ZWLZFGE _ einem einzcxnen ,Unternebmur zuwendet, damit andere Unicrnebmungcn schädigt, so ist dieser Grund keineswegs zu-
treffénd. Die Ueberficht, welche Sie in den Anlagen zur Vorlage finden, giebt Ihnen ein Bild - darüber, das;, was den Ge- sammtverkehr des deutschen Handels nach Osi-Asien an- langt, für die Privatrhkdcreien noch ein weites Feld der Thätigkeit offen bleibt. Dazu kommt, daß gewisse Frachten, die 'mit Vorliebe gerade die subyentionierten Dampfer wählen, yon den Privajrßedereien gern den subVLntionierten Dampfern überlassen werden. Es ist nicht zuzugeben, und auch namentlich nicht zuzugeben an der Hand der Erfahrungen, daß die Ertveijerung unseres sub- ventioniertcn Dampferunternebmens eine schädigende Konkurrenz für. die Pridatrbedereien sein werde. Das ergiebt fich auch daraus, daß gerade * dCr Norddeutsche Lloyd es fich versagt hat, an solchen Unternehxnungen theilzunebmen, die darauf abzielen, die Frachten zu drücken, und wenn eine der Hamburger Rbedereien in einer an den Reichstag gerichteten Pktition sich darüber bescth, daß der Nord- d€u1sch€ Lloyd zu einem solchen Druck der Frachten mit beigetragen hat, so ist nach den von mir gezogenen Informationen diese Be- hauptung unrichtig. Jm Gegentbeil, der Lloyd ist bemüht gewesen, dem Unicrnebmen, da?) auf den Druck der asiatischen Frachten abzielt, fern zu bleiben und bat ssiner Zeit alles gethan, um dieser Rbederei, um deren Petition es sich handelt, die Existenz auch in Ost-Asien möglich zu'machsn.
Meine Herren, ich habe schon daran erinnert, daß die Sub- vention, wslchs wir don Ihnen begehren, keineswegs zu hoch ge- griffen ist, daß fie den Vergleich mit den Subventionen anderer Länder aushalten kann, und daß es in der That für ein deutsches Unternehmen unmöglich ist, eine solche- Leistung, wie sie im GMB Von ihm gefordert wird, ohne eine so hohe Beibülfe von seiten des Reich zu übernehmen. Es ist in der Begründung der Vorlage darauf hingewiesen, daß mit einer Zulage von 115 Millionen noch keineSwegs dic Kostkn der vierzehntägigen oder 4wöchentlichen Fahrt, in welche die Linien Eingeschaltet werden sollen, gedeckt sind; daß im Gegen- theil der Unternebuwr noch eine halbe Minion für diese Fahrten auf andere Weise decken muß, ehe er einen Gewinn erzielen kann. Nach dem Anschlag, der uns Vorlicgt, kostet der Betrieb 2 Millionen jährlich. Wenn also der Norddeutsche Lloyd nur 13 Millionen empfängt, so muß noch eine halbe Million cxuf anderem Wege ge- deckt werden.
Aber auch was das bisherige finanzieüe Ergebniß des Unter- nehmens anbelangt, auf das ich hier nicht näher eingehen möchte, rücksichtiicb dessen ich aber in der Kommission jede gewünschte Aus- kunft zu geben bereit bin, so ist doch keineSwegs die Unterbilanz, und zwar weitaus nicht gedeckt, welche der Lloyd bei Uebernahme des Unternehmens erzielt hat. Also, meine Herren, wollen wir weiter kommen, wollen wir unserem Handel und unserer Wirtbschaft einen guten Dienst leisten, wollen wir ein Unternehmen, das in erfreu- licher Entwickelung begriffen ist, nicht rücksichtlicb seiner ferneren Entwickelung lahm legen, so bleibt uns gar nichts übrig, als diese Position zu bewilligen. Und wenn bemängelt worden ist, daß die Geschwindigkeit dieser Dampfer, welche wir hier in der Vorlage for- dern, nicht ausreichend sei, so mache ich daran anfmerksam. daß zur Zeit wenigstens keine andere Linie die deutsche in der hier bezeichneten Geschwindigkeit übertrifft.
Mit welcher Sorge und mit welcher Mißgunst man im Auslande das Schicksal dieser Vorlage verfolgt, das, meine Herren, ergiebt sich aus einer ganzen Reihe von Zeitungsftimmen, die mir hier vorliegen und die aus englischen Blättern zusammengetragen sind. Die Eng- länder sehen bekanntlich schon etwas schee! auf die Erfolge, die wir auf dem Gebiet der Industrie bezüglich unserer Leistungsfähigkeit und der Güte unserer Erzeugnisse erreicht haben. Sie haben bisher an- genommcn, daß sie auf dem Meer Wenigstens die Ersten bleibenwürden. Meine Herren, neidlos sehen wir auf die Entwickelung des englischen Schiffsbaues, der englischen Industrie und. d0s englischen Handels; aber uns darf es keiner ver- denken, wenn wir auch auf diesem Gebiet, das, für unsere nationale Wohlfahrt und für unsere. nationale WW- * schaft nußbar gemacht werden muß, wenn nich akkus?- so dock weißte. Erfolge erzielen wollen. Ick kann deshalb den NLWKN UU! dringnd, bitten, die Vorlage wohlwollend zu prüfen, und ich zweifle nicht, Kk, wenn sie Gesch wird, der Norddeutsche Lloyd, der bisher nit Umficbt, mit Hingebung und, soweit es möglich war, mit“ W- * zeichnetem Erfolg das ihm anvertraute Unternehmen geleitet WM ferner es sich entwickeln lassen wird zur Ehre der deutschea F1» und zum Ruhm unserer nationalen Woblfabrt. (Brake!) _
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