* W 1915 («!-.es
, *Vaußeulétbnein seiten“;
Ymm] „ W in weiten Kreisen eiquttmk darüber zu bestehen,
"tri Hülsenfrüchte" ia Sinne der erwähnten Bekanntmachung
PZM ist, obneobl der § 1 Abs 2 unter Nr. 1-7 alle Aus-
Üxea genau aufzählt- Keine dieser Nummern erwähnt etwa] von
en, gespaltenen oder znkle1netten Elbsen, Bohnen und Linsen.
, „ , aus folgt, daß fick die Verordnung auch auf detcntig beatbeitete
Umftütbse erstreckt. Jedoch ist für derartig verbeffexte Produkte bei
dé! Abnahme durch die Zenkal-Einkausßgeseüscbait Die Zubilligung «uu angemessenen SchäUobues usw. nicht außge1chloffen.
t.:s 524) set er-
Der Staatskommissar für das Flüchtlingswesen teilt laut “Meldung des „W. T. B.“, betreffH der Freigabe von Kretsen und Kreisteilen für die Rückkehr von Flüchtlingen, mit:
Von der allgemeinen Freiggbe _sür die Rückkehr der Flüchtlinge waren bisher noch foigende Kreije und Kreisteile außgescbloffen: Neidenburg, Ortelkburg, Jobanniéburg, Lyck, Oleyko, Goldap, Stallu- vöuen, PtUkaUen, Meme1, Landkrsis TUM nörd11ch der Memel und der Teil dks Kreisks Raanit, der (31111 einer von der Memel längs des Szeözuppe über Navjenmgkm zur “ nster gezogenen Linie gelegen
Auch diese Kreise und Kreisteile werden nunmehr allen Flücht-
gen, die ?ck ein Unterkommen in der Heimat beschaffen können, zu der Rückkehr “freigegeben. Zur Klarstellun rer Frage, ob eine Unter- kun t_ für fie vorhanden ist, haben s1ch die Flüchtlinge an den Bürger- v'iei er ihrer Heimatstadt, die vom Lande stammenden Flüchtlinge an die Landxäte ihres Heimatskreises zu wenden. Besonders notwendm ist die Anfrage vor der Rückkehr in die Kreise Piükallen, Johannis- bar;; und Ortewbura, auch ist zu betücksicbrtgen, daß im Kreis? ' Stäüupören die Städte StaUupönen und Cydtkubnxn, lm Krems Neide'nbmg die Städje Neidenburg und Soldan, im Kreis? (Goldov Fkt Yösfer Gr.“ Rominten und Se1guhnen besonders stmk 361- r n .
In der Ersten Beilage zur heutigen Nummer ch „Reichs- und Staatsanzeigers“ ist eine Genehmigungßurkunde, betreffend eine Anleihe der PTVULUz „Hannover,
veröffentlicht.
Der heutigen Nummer des „Reichs- und Staatsanzeigers“ lie en die NuSgaben 671 und 672 der O_ezxtsckyen Verlust- Üßen bei. Sie enthalten die 320. Verlujt111te der preußischep An'nee, die 218. Verlustliste der bayerirckwxz Armee sonne die 256. und 257. Verlustl-iste der württembergtschen Armee.
Oesterreich-Ungarn.
Der Minister am Hoflagcr Baron Errym Noßqer 571-8111 gestern indem durch den Tod des el)9mal1x1cx1 Mtntsterpran- denten, Abgeordneten Koloman SJLU frßxgewordenen Wahl- bezirke St. Gotthard eine Wahlrede, m der er laut Berxcht des W. T. B.“ ausführte:
“Jeb muß darauf hinweisen, daß Deutsckxe und Ungarn, seit Jahrhunderten, man kann sagen, seit dkr Begmnkung desgmgarxsckyen Königreichs, immer m1t1bren Jntereffxn auFemander angewrcjen waren. Schon Stefan der Hsiiige erkannte die thhttgkeit diejes Grundsaßks und, als er die Wahl batte zwischen Morgen1anh nnd Abxndland, [khnte er sich an D81-tkchland an und wurxe romrsch-1a1b0111ch"1md Zieht ortbodcx. Untsr ibm kamen deutsche Rttter und „deutjcbs :).)conche 'ins Land, auch d-uticbe Bürger, die hier Städte 1'17111k1'1611. Der Gedanke, 1117; die Zytkrkssm Unaarns mit Deutxchlanß SN] 581- kn'üpft find, kam sofort nach Wiekstbexsteü'una dcr UUJUUUTZLU BZT- faffung zum praktisch€n Auxdruck. Bereits 111 der ersxsn DAMENM- üßung, die nach Wiedexl)ch-r_stellung unjerer altbéxgcbrachtsn Veryzffung pebalten Wurke, bLWUTL Koloman Ttsza, der Vatcr 111116189 [(*-YUM Minißewräfidentkn, mein 11nrcrq€ß11cher eb-mcxligcr 21161111'1111177511, damals aber Fé-brer "cer Opvofitton, daß OesWnsickJ-Ungarn [UT) nicht mehr danach schncn dürfe, 'm dkn deu11ch€n ÖWUUD'ZULUCN ;utreten, das: es aber aufzicbxig und mit Eynpmbx dxc ncxxe Entwicklung Deutschlands vSrfolgsn müffx, WCM") auch :::cht, mu in einkn Staatknbund mit Dk1tt1ch1and Linzutrejen, n)o1ola1)kr, dajyit beide als freundschaftlickoe Verbündete 1er gßaenssitmßn __Jwtsrxßsn “überall untexstüyen. Es ist das unwergangltcbe VUUMU weiland Graf Julius Andraffys, der ßes) bierdmch ewmch'de,€11118 umeron und Vaterland erw-Uk-kn hat, daß er das 251111811111, mit Deutschland abschloß. Diese Nichjung, dtex s€1n073“11"_'V01l Unsersn ßroßcn Staatsmännem gegen die zur 3:11 dcs 71anzoj1sch- deutschen Krieges im Jahre 1870 WWW: Mrdende franzoscnxreund11che Strömung mannbast Verteid1gt wurde, ist dann zum Bundnis (,e- wvrden. Dieses Bündnis hat j-Bt seine Bluttauxe erba1187, und Blut ist der fes1es1e Kitt. So können _wir auch 135117? und noch in fexne Zeiten mit uner1chültexl1chex Trxne (3117 das Bündnis binblick-N. Wir kämp1en mit _UUleLU „trßuen VU- bündeten den Kampf ums Dasßin. KLM Opxcr War uns zu groß und wird uns zu groß [ein, um einm danern'kcn *Zrieden 'za ctkäman. W113 mussen fikzxcu 01317! stc-roen, denn unsere Nkederloge würde 1chmachVolle Kncclytsckyaft ÖSTEU1€n,-§1_11.d wir werden fiegen! Un18rs Vérbünkettn „Wmccn, 1ck9r€iten Von (MSF zu Séeg und 1131: unwiderstehliches derm-g-en xvtrd nns FMD?“ Und dann die a€fichette Bürgschaft_eincr unaestötten Zukumt bringen. Der Redner schloß: Doch nicht nur die Völker Ungmns, Wmdcrn awc!) xcne de- [)L'dM S'aatkn der Monarchie gkgenseitkg Onken s1ch gcfunkkn
imd verstanden. Großbritannien und Irland. Die vorgestrige Vcrlustliste meist 74 Offiziere und 1550 Mann auf. . Frankreich.
Der HandelSminister Hat dem „Temps“ znfolge ejxxen Ausschuß eingeseßt, der Gesuche auf Erteilung von Crflanbmnen zur Ausbeutung von Patenten während der Kriegsdauer, die Untertanen Deutschlands und Oester1'§ich)-1111garn§ gehören, prüfen soll. Der Ausschuß, dem Mtnijxkrtalbeamtk, Rechtßanmälte , Mitglieder von Handelßkammern gnd Ju- dustriellevngehören, hat darüber zu befmdxn, ob dte Aus- beutung des betreffenden Patents im Interene der Landesver- t'e'idigung liegt.
, - Blättermeldungen zufolge werden die in annßeich
,i'voßnenden Italiener des Jahrgaygeéz 1896 sowie dze bzsber .Züx'ükkgéstellwn des Jahrganges 189.) embexufen, dle btszher Militärfreien der Jahrgänge 1892-1894 müssen, stch zu emer neuen Untersuchung stellen.
- Nach einem Beschluß des Ministerrats ist den Prä- Fe'kten und Bürgerweistery in der inneren Zorze_Frank- *rÜ'chs ,die Ausübung der geseßltchen Mach'thexfugxztsW d'er Pdlizki wieder übertragen worden,. Dre Mtlttarbehordx b1et'bt jed'hä) “berechtigt, . zu jeder Tageözert Haussuchungen bx: sztl- " , kfsn'en vorzunehmen, Vorbestrafte sowie Personen, dtc temen FstméWohnsi in dem betreffenden Gebiete „haben, zu ent- )?“emm, *die A lieferung von Waffen und Mumtwn zz) fordexn
. Arzt!" __ LöffefttlichuU en und Versammlungen zu verbieten, dte * Külz _ *u'ng veranla en könnten,
Unter dem Vorfiß des Kaisers bat vorgesiern die Er- öffnung einer Reihe von hesonderen Besprechungen |M- gefunden, die die Vereinhettlichung der Maßnahmen zu_r nationalen Verteidigung zum Gegxnstand hybey. Die Beratungen sollen sicb" beziehen auf y1e_ Organisattqn der Transportmittel und der “öffentlichen Etnr1chtungen, dre den Bedürfnissen der Landesverte-ldigung dieyen,„_auf Fragen; dk? Lebensmittelversorgung und auf die Herbexsckmnung von KrÉeng: material und Munition. Wie die „St. Petxrsburgexu- ee- arapbenagentur“ mitteilt, hielt der Katser bet der Erosmung dcr Besprechungen folgende Ansprachek
Die Fmae, deten Lösuna Zbren besosnkzeren Bssxreäpunaen anVZk- traut ist, nämlich die nationale Vertetdtxxun€_,c 111 "! B“ „920113- wärtigen Stunde die schwierigste "_sad die n:1chtgw.1&__ Ele betltffx dxe umfatiareicbere Verformung res WITTE mn MUMM" Uk") ;ÖMJt das einzige, Worauf unsere tapferen 2111171181! warten, um dxc „rcr_n„e Invasion anzuhalten und dkn E!?Olg 1311 neue!!! an ."""É'e Waffen zu skffkln- Dic gsscxgébcndkn zxmvyrsckyamen, dxc ich zur geaennänigkn Sißuna zuvaUmxnk-ezu'sk'n ,haxe, b::bkn mtr fest und ohne im genngsten zu zogetn, d": cn'x'gs Uyt-“cpét gcgkbxn, die Rußlands würdig ist undÉie nb exwattct babk, namlxckz, dax; z-cr Krisg bis zum vollständigen Sisge fortgexckztjx*118chnmßfx. Ick zthfle nicht *Das; dies 11? Sx1mme Voq ganz Rußland 111. Indeffen'xrlxgt uns 176! 970131) E:)kkcbluß, den wir gksaßt bqun, aach emen, gwszer'en Eifer in unsxrcn Anstrengunqm auf. Dméx Gsdane 111 bemts nngmxin 9611-0181). Es 1st_indeffen notwLndkg, 1bn ausdsmWneUst-Zn WMC in die Tat umzmkßsn, Und Ihre Bksvrcchxmgen sonen 1167111“? 17511 dienen. DiM- Bctptkcbaugkn ,vkreinen zu (:c- me'lnsatnkr Und Liniaär Arbext die Rxaterupg, Abßesanktk dsr gkskyxxcbsndkn Körvkrscbasten 'und_ offentltchsn (?,:nrkclp tungen und unsers Industrielkn, nut (mem Woxte die'Vex- rrktcr von ganz Rußland. Bki den Axbeitkn, zu denkn ich Ste Z))tt vaem Vertrauen zusammenbkrufxn und mit Vsümacbtkn von mm;??- ordentlicher Ausvebnunq ausgestattet habe, werde ich Ihnen stete; mtl tiefer Aufmerksamkéxt folgen und Were', 111) CI nötig ift, wzrsonltch daran teilnehmen. Wir babkn cine akoß-Z 2111100131" vor uns und Werken darauf alle lxbendigcn Kräsxe des ganz?" LQÖCI rkcbtkn. Laffkn wir für de;: Augenblick j€de akdete Ulber- legung bLisk'iW, und Mnn sie, im Staatsintercße "?ck. so wichtig wäre, wofern ße mch1 W? 2871 «Sgcmvamgen Augenblick" wesenjlicb ist. Nicws solL unserx Gedankcn, unseren WiÜLn und unsere Kräfte von Um 1813! cmz1g vor uns stebkndkn Ziele ablenken, nämlickZ den Jeiud aus 111111516!!! chnde zu Verlagen. In diesem Augenblickmuffcn rrtr vor (111911 Dmxxxn dtepolle militärische Außtüstuna unserer aktivkn Arms? s1chcrn,„ €b€0s0_11*18 816 der zu den Fahnen einberufxnen Mannychaftem ,D1e16'A1-„1gabeth ankn Von jc'Yt ab anwertraut. Meine Herx-sn, lch WKM, Ws; Sw (111€ Jbre Kräfte und alTe Jbre VaterlandSltch'ibrcx VQUendung widmen werden. Darum ans Werk mit Gottes Wfa!
Nach dem Kaiser ergriff der Krichminister Polxwanoxv daS Wort und gab in seiner Rede cinen Uchßrbllck' Üb?!“ dn? von der Sonderkonfcrenz in ihrer früheren Zusammenscxzung getroffenen 9)kaßnahmen. _ & ' "
Diese Konferenz habe die? Mrtesten Krmse dcr Bewolkeruna, die KörVersÖaften wie die Sémstnws und div: GSMÜUÖTVLUTL'WRJM, die Jndusfriellen nnd die kleinen Gewkrbctreibsndxn sowic dte 'VW“- trster der Wissenschaft und dkr chbnik ;ur Texlnabxxe m) 1137911 Arbsitkn einaeladen. Die Konfcrcnz babe s1ch nicht darmtf bsxchrarkf, die bestebknden t€chn1schen Hilfémittsl nulear .zu MC'ÖLK und zu erweitsm, sie habe auch mus YknniüvnIsabykcn crrjcbtet, „den Priwatunternebmunaen JkOßk .Kkékitvvrkcbüffk gewabU, dk): Favr'ksn die Likferung Von Brennmaterial gcwäkrf, für die Verwcbrung fach- männisch ausgebildeter Arbeiter und für *die-7116111111117. koTrawvortks deér erforderlichen sz€ngniffe 9610791 und die- 1:11 milixär11ch6nI11tcr- esse noth-ndkcxc' Rämmuna "ker industxiech“) [[ntkrvebnntnqkn m_dkn Vom Feinde bkdrobtcn (Habietkn VOXJMQMMSU.
S01cker Art 111611 die Fragen, “Schu Lösung die frübere Koannx fest U)-d_c7111ck*10s1111 1" UL HMD ZMVMMM 135119. Dée USUS 510111473115 301111718 1611111111143? und große Aufsabe, di? von ébrxr Voxgängetin ge1rcff€n87122111113- nabmen mögLichst wirksam zu gsstalten.
TTL" Präsident des Neicbczratö 1111191115111 ckkläxw daxmuf, dus; Lin unvollständiger Sikg daS 2111161111115 11111 («;)-:x“ ',)“01'1- sxßnnq dcr wirlschmstlickch NL)!)(TUQJYHT OLYZOMU 111111130, 11)e§[)alb ec?) notwendig sei, Nack) (11101 SLÜ-ZU 1111" 5811 BLOW“ nnd die AUchÜstung der Land; und (chstreitkrä'sw ZU 101-1011. Der Dnmapräsident Rodchznko erhob mit dom 111581011N_(_1ch- druck EinsprUck) 111311211 den (ZöedaUken cincß Fried011§s§l)111ncs, kaevor der Fsind (Wsiegt Und cndgiiUig zersclwwtßrt 191“, 021111 die moralische Kraft der Nalicm ssi durch die 9)k1ßqesc1)xcks 1388 Krieges nicht gebrochen Und bleibc fsst und 11ncr_s_1_"1)111101*1ic1). Der Redner forderte den RUHR" auf, das ganze ruywckw Volk zur Tcilnahms an 1391“ [)ciligcn NkbLiÜ mxfzurufcn. Unter dsr festen und geschickten 891111114"; «iner daS Vcrtrmwnde§_911011arc1)2n 1md der Nation gcniosxndcu RLgierung sei daS rus1tsch2 Volk, indem es sick) 11319 13111 unbcsicgbarsr Fsls um den Horrschcr schoko, unbcgrcnzter Selbstverlcngnung fähig. Tas 111sstsci)e Volk sei fest en1schkoffén, für immer dis vsrbaßrcn dcntschsn KMM zu zcrbrechc11. Nack) Schluß der Vcrsmnmümx] mzn'öen die Mixglikdcr vom 11111791", dar Kaiserin Und dem THronxolger empfangen.
- Der ReichSrat Hat dem von der Duma an- genommenen (Heseßentwurf zugestimmt, durch den die Emissionsbefugniéö der Staatsbank um eine MiÜiarde Rubel erhöht wird.
Die Duma erörterte in dcr Sißung am 30. Augnst, wie „W. T. B.“ berichtet, die Frage der Flüchtlinge.
Der polnische Abg. Swenyißki 185116 gegen Qik acwaltsxme Vertreibung der polnischen Bauern Verwahruna ein. Im“ Kreise Plonsk seiLn Von 25 000 Einwohnern 11er 22 000 gemaltsam ver- trieben worden. Der Redner hob die feindliche Haltung dm: russischen Bevölkerun gegen die Flüchtlings und ihre grausame Bebaudbmq durch die ebörden hervor. Der Abg.Jar1111chkcw11sch (KOWUÖ) führte aus, die Flüchtlinge bäten nicht um (Gnaye, sondem Verlangten ihr Rscbt, da fie qualtsam fortgeffilnt ss1en. Das ganze Land glcickoe Elner Wüste, das Volk sei an den Bettelstab gkbracht. Nicht das Volk sei geflüchtet, sondern nur die (Gouverneure und die Sladtbauptleute. Der jüdisckye Abgeordnete Friedmann erhob g-“gen die rückstcbtsloke Vxhandluna der jüdischen Flüchtlinge (Einspruch, die schon Anfang Mai aus Kowno und Wilna vextxikben, nacb Sibijim geführt und als Verräter gestempelt Von einem Gouvetnement ins andrre abge- schoben worden seien. Die Behörden hätten sogar verboten, ihnen Wasser zu geben.
In den leßten Tagen beschäftigte sich die Duma mit der (Frage der Heereßergänzungen und beschloß, über den
Ürzlick) gefaßten Beschluß der Einberufung der Reichswehr 1. Aufgebots binauWugekxn, Und auch das 2. Aufgebot einzu- berufen, das alle für dienstuntaualick) Erk_lärten umfaßt, deren körperliche Gebrechen aber nicht so groß ?ind, daß sie nicht zu einer gewissen Art von Kriegsdienst verwendet werden könnten. Durch ihre Einberufung oll eine große Anzahl ausgebildeter
anderweitig beschäftigt werden.
* Ein amerikanischer Korrespondent, der das westliche Rußland bereist hat, gibt, wie die „Bexlingske
Tidende“ berichtet, eine interessante Schilderung seiner Er-
Soldaten für den Front ienst freigemacht werden, die jeßt
Unisse. SWW bereißm Gebäck waren,!)uchßäbüä; von F ingen aus den von den Deutschen heseßtetz Gebixtm u ebwemmt. Ueberaü war er Zeug? dusex xtgenarttgm Völkerwanderung, die er in der Geschtch1e emztg d9_stehend nennt. Es wird angenommetx. daß m den Städten Smolensk, Kiew, Moskau, Odeffa, thebsk und thexsburg in der leßten Zeit über anderthalh M'tlltonen Flüchtlinge eingetroffen find', von dexxen dte _nxe1sten alles verloren Haben. Die Verpftegung Weser erstyopften 111113 hungernden Menschen bietet Schwierigketten, von_deren Gxoße man sich keinen Begriff machen kann, wenn man diese traurmcy Scharen nicbtgesehen hat. In einigen Gegxnden kypnten fie mtt Erntearbeiten beschäftigtwerden, das aber ist 1th voxuber. Anrzere Arbeit kann nicht eher beschafft werden, als bis dre Industrzen, die in den großen polnischen Fabrikgehjeten stillgelegt wqrdxn sxnd, anderswo wieder cröffnet worden und. De Sckxtotextgkettßn erhöhen sick) dadurch, daß eine große Anzahl der Fltzchtlmgefd1e russische Sprache nicht beherrscht unh nur _.polnxsch, lettzsck) oder deutsch spricht. Diese Unglßckllclxn komm) nch mcht einmal verständlich machen und nnd ebensoschlnn1n§aram (116 wenn sie sich mittellos in ein_em frempen' Lanye befanden. Die Stadtbebörden zeigen die größteBerexthlltlgkeU zu_hclfxn, aber die Not ist so groß. daß Mrlltonen 11112 Tropfen „tm Meere verschwinden. Alle verfügbaren “C'qenbahnen smy schrecklich 111121111111. Der Korrespondent “111111313 mehrmals dre: Tage warten, um mit einem ane von emer Stadt zur anderen zu gelangen. .
_ Der nach Sibirien verbannte ?)12v01utionär_ Burzkm tclegraphierte dem radikalen Dumamitgliede Karenskt, sr bahx die NUMicht von seiner Begnadigung erhalten und rene sofort nctck) Rußland av.
Belgien.
Tor sioUverirciende Leiter des belgischen Ministeriums dcs Acnßem Baron Beyens ist dem „Journal“ zufolge durch Erlaß des KöUigÖ zum Mitglied des Ministerrats ernannt.
Dänemark. Der achte nordische Friedenskongreß ist gestern in Kopenhagen eröffnex worden.
Schtveiz.
Der „Neuen Zürcher Zeitung“ zufolge haben die in der Sckzxvc-iz stck) a11fhal1enden 9111111611121), die der RLsLkUL oder der aktiven Nrmee angehören, Befehl erhalten, bei ihren Truppenteilen einznriicken. .
Griechenland.
3181118211 den Ententemächten und Griechenland ist (*in Abkommen, betreffend den Handel und die Schiff- fahrt (Zriecbenlands, unterzeichnet worden. Wie die „Agsncs d'AtkWnes“ meldet, Übernimmt danach (53riechenland dio Verpflichtung, durcb gescßgcbcriscde Maßnahmen den Handclx mit Bannware zu verhiUdckn. Die Ententemächte werden der freien Ausfuhr von Tabak und Rosinen innerhalb der Grenzen. der bi§1)er nach den vsrschiedenen Ländern (1116901111)an
Mengen kkin „13815911in in den ch legen und die Ausfuhr '
(11191 (1118188121818) für den innsren Bedarf (Hri-ockwnlond?» be- stimmlkn Waren (1112; England und seinen Kolonien nac!) Griechßnland gestatten. Die Vereinbarung wi1d die Auf:- 11111111111 dsr Durchsuchung griechischer Schiffe auf dsm Weger von einem Hafen zum andern znr Folge Haben,
Serbien.
ML AUtwort Serbiens auf die: Note dpx“ Verbandk- 111é1'c111e ift Überreicht worden. Wie die griechischen Blätter minechn, hätte sick) Serbien grundsäleick) bereit erklärt, auf die ihm VOTILsCÜlÜNLULU deisteantWtungen einzugehen, jkdock) über Die Sicherhoit 1211101“ zukünftigen (Zrenzen mehrsrc Vorbehalte meacbt 11111) die Bedingung gestellt, das; die GebietEabtretnng nicbt soglsick), 1011119111 erst nach Sicherung der nenen serbischen. Grenzen erfolgén solle.
Bulgarien.
Tas russopbiw VlatT „Duma“ meldet, das; der 1111111852 Gesandxe in Sofia Sawinéka) abberufen worden ist. Nucl) 1101111015911 Blajte s011cn dis Diplomaten de?) Vierverchlch in Sofia mit der Antwort SerbicU-x) auf die Vorschläge der Ver- bands111äch18 sehr 1111zt1frieden sein.
Amerika.
AU?) Kanadu wird VLM „Nieuwe Courant“ znfnlgc 112- richtei, daß man mit Riicksicht anf den Kricg die Frage erwäge, ob die chiSla1111*pe1“iode des Parlaments obne Neu: wahWn vsrlängert werden 10112. Eixkige liberale Blätter ver: langen, das; die Wakxlen Wie gcxvöhnlick) stattfinden sollen. Ein (MÖLWL' Vorschlag „aeht 11011111, Lanrier im:: Kabinktt aufzunehmeU und auf diese Weise ein Koalitionskabineit zu bilden. C'?) wixd mtc!) von dcr Aufstellung Liner Neservemiliz neben dem stehonden „Heere gesprochen, zu der alle körpkrlick) Goeignoten im Alter von mehr als 35 Jahren gehören sollen. Die Miliz 1011 ausschließlich gchu feindliche Einfälle oder im Falle von Unruhen im Lande gebraucht werden.
Asien.
Wie die Konstantinopeler Mütter von unterrichteter Seiko erfahren, haben indische Aufständische eine Brücke in. dcr Umgebtmg von Travancore und eine Eisenbahnlinie im Grenz: 96131218 von Beludfcbistan zerstört. Die Afghanen haben die Stadt Lorerß in Beludschistan und die dortige Kaserne zerstört und marschieren gegen Quetta, die Hauptstadt von Britisch- Beludschistan.
Kriegsnachrichten.
Großes Hauptquartier, 5. September. Westlicher Kriegsschauplay. Keine wesentlichen Ereignisse.
Oestlicher Kriegsschauplaß.
_ HeereSgruppe des Generalfeldmarscballs von thdenburg. Jmischen Friedrichstadt und Merecz (am Njemen) ist die Lage unverändert. Ocstlich von Grodn o ist der, Feind hinter den Kotra-Abfchnitt (südlich von Jezmry) zurückgewichen; die Zahl der in den Kämpfen um (erodno gemachten Gefangenen erhöht sich auf über 3600. Von Truppen der Armee des (Generals von GallmZß bei
(W. T. B.)
und südlich von Mscibowo (südwestlich von Wolkowysk) ist "dxr Rexxar erneut geworfen. 520 Gefangene wurden emge ra !.
HeereSgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern, Der Austritt aus der Sumpf- enge bei und südösxltch von Nowydwor (nördlich von Pruzana) ist erkämpft; auch wetter nördlich sind Fortschritte erzielt. Es wurden über 400 Gefangene gemacht und 3 Maschinengewehre erbeutet.
HeereSgruppe des Generalseldmarschallx; von Mackensep. Der Brückenkopf von Bereza-Kartuska ist vom Fernde unter dem Drucke unseres Angriffs geräumt. th der Gegend vonDrohiczyn und südlich leistete der Gegner gestern nochmals Widerstand, er wird weiter angegriffen.
Südöstlicher Kriegsschauplaß. Die Armee des Generale:- Grafen Bothmer 13:11 eine Reihe feindlicher Vorstellungen auf dem Wkstlichen S e re t k) - Use r g 2 st 11 r m t. Oberste Heeresleitung.
Großes Hauptquartier, 6. September. (W. T. B.)
Westlicher Kriegsschauplas.
Es hat sick) nichts Wesentlichess ereignet. Cin feindlicher Tovpc_l_decker wurde an der Straße Menin--Ypern hcrunter- «6141311811.
Oestlicher Kriegsschauplaß,
Heeresgruppe des (Henernlfeldmarschalls von Hindenburg. Von der Tstscc bis östlich von Grodno ist die Lage unperändert. Der rechts Flügel 11111]th sick) dem Njemcn bet Lunno und dem RoH-Abschnitt nördlich von Wolkowysk.
HeereSgruppe des:; Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Die Heeresgruppe ist unter Kämpfen mit feindlichen Nachhuten im Vorgßbert und hat den Ros- ?[bschnrt 11'1dlick) von Wolkomysk bsreits Überschritten. Auel) die Sumpfengen bei Smolanica (nordöstlich von Pruzana) sind Überwunden.
HeeKeSgruppe de?- (Heneralfeldmarschallxö von Mackensen. Der Angriff geht vorwärts.
SüdöstliÖer Kriegsécéxanplaß. Keine besonderen Ereignisse. Oberste Heeresleitung.
Wien, 4. September. (W. T. V.) Amtlich wird gemeldßt: Russischer Kriegsschanplaxz.
Der Feind Hat gestern an der ganzen FroUt Z1Uisck)é11 dem Dnjestr und dem Südrand der großen Pripjat-Süane befkigen Widerstand geleistet und die Stärke seiner Verteidigung wiederholt durch Gegenangriffe zu Erhöbcnversncks. Amrmteren Seretk) und zunächst dsr Mündung haben unsere Truppen 1111181" 3110011 Kämpfsn auf dem Ostufer des Flusses festen Fus; gefaßt. Sie cntriffen dem Gegner di? stark a11§gebcmte SteUung auf der „Höhe Sloteria, nordwestlich von Sinkow, und brachten 2 Offiziere und 1400 Mann 4118 Gefangene ein. Vor .Trombowla und Tarnopol bcrrsck)te verhältnißmäßig Ruhe. Nördléck) ZaloSce und Östlick) Brody durchbrach die Armee dee;- (Henerals von Voehm:Ermolli dic“ feindlichen Linien_an zahl- xeiäWn Punktexx. ES wurden hier 6 russische! Offiziche, Unter ikmen ein Oberst, 11111) 1200 Mann gefangen. In 2280111011101! stehen Unsere Trmppcn im Raumy, westlich von Dnbno und bsi Olvka im Kampf. Dcr Widkrsmnd der .“)kUssen ist nach Nicht gebrochßn. Bei dM K*. und 51. Streit- F*äften'nordöstléch UUU Pruzan :) trat keine Asndemmg dcr «ag? em. _ Italienischer KricgEsckanlaxz.
Seit dem nnßloscn Angriffen chyn die „Hochfläche von Lavaronc und auf den Tolmeincr Brückenkopf hat die Tätigksit der Jtaliencr sichtlich nachgelassen Von den Artillerie- kämpfcn abgesehen, fand qestern nur vor Dcm Südteil des «9- nmmten Briickenkopfes ein UUMLUÖWLTWI Gefecht stat1. Der „Feind wurde wie immer abgßwiesen. Das gleiche Schicksal 11atte einc h_entc zei1lich früh im Dolomitsngebiste von Der Boedenalpe gsgen den Jnichriedl geführte! italienischer Angriff.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von Hoefer, Feldmarschalleutnant.
Wicn, 5. September. (W. T. B.)! Amtlich wird gemeldet: Russischer Krisgssck)aup[aß.
Die Russen saßen unserem Vordringen in Ostgalizien und Wolhynien heftigen Widerstand entgegen. Ein russischer Angriff an der bxssarabischen Grenze brach vor unseren Hindernissen zu7ammen, wobci mehrere “foindliche Bataillone zersprengt wurden. Oestlick) der Sereth- ,“9111'1ndung drang der Feind unler gewohnter Vergeudung feiner “Menschenmassen in einen unserer Schiißengräben ein, wurde aber im Kampf von Mann gegen Mann zurückgeworfen, wobei er zahlreiche Tote und Gefangene in unserer Hand ließ. Westlich von Tarnopol erstürmten österreichisch-ungarisck)e und dexxtsche Truppen auL-gedekmte feindliche Verschanzungen. Auch 1321 Zalozce nahmen wir einen russischen Stüßpunkt. Oestlick) Pon Brody und in Wolhynien gewinnt unser Angriff xlangsam Raum. Die im Festungsbereich kämpfenden K. und K. Streitkräfte haben in den [eßten Gefechtstagen etwa 30 ruf s is che
ffiziere und über 3000 Mann gefangen genommen.
„Auf dem Kloster Budzanow, das sich inmitten der WssMhen Front am unteren Seretb befindet, weht seit einigen Tagen die Fahne mit dem Genfer Kreuz. Wenn schon von „wegus aus nicht angenommen werden kann, daß ein Feldspital mriten in der Kampfsteüung eingerichtet, wird, so ist im vor- 11egenden Fal! überdies fest estellt worden, daß die Russen das Kloster zu einexn starken fgeldmäßigen Stüßpunkt aUSgestaltet Dabxn. ES „mtrd sonach niemand erstaunen, wenn demnächst Wss1sche Ver1chte “erzählen mögen, wir hätten das in Rede stehende Kloster troß des Genfer Kreuzes unter euer ge- nommen. _Der Feind macbt slch hier eines Mißbrau s völker- rech1lxchermeachunaen schuldig, _der unsere Gefechtsführung FemeSwegS beeinträchtigen darf. '
Italienischer Kriegßschauplaß. Gestern evtmickelfen die Italiener auf der Hochfläche von
Dobxrdo_ ein; erhöhte„ aber gänzlich erfolglose Tätigkeit.
Nach hefiiger Beschießung einzelner Räume durch ihre Artillerie i_eden Kalibers versuchten fie schon Vormxttags mehrer e Vor- stöße entlang der “Straße Westlich San Martino. Alle wurden abgewiesen. Unsere Artillerie wirkte verheerend gegen“ hen zurückflutenden Feind. Gegen Abend nahm das Geschuskeuer an Heftigkeit zu. Sodann folgten wieder ver- emzelteJnfanterieangriffe, die sämtlich unter großen Verlunen der Italiener scheiterten. Jn Südtirol wurde)] zwei feindliche Kompagnien, die unsere Posten in Marco angrtsren, in die Flucht geschlagen, Der Stellvertretex des Chefs des Generalstabes. oon Hoefer, Feldmarschalleutnant.
Der Krieg zur See. _* .110])_énk)a_acn, 4. Septemvsr. (W. T. B.) Der cm d'er WÜlÜUDÜÉW Küste untergegangene Dampfer „Sven Rin- strom“ 111, wie gemeldet wiro, wahrscheinlich zwischen Wasa und Mämtwluofo anf einc Mine gestoßen. Der Dampfer 1)a_11c als Ladung Eisen an Bord, das von Gefle nach Finnland 1191111111111 mar. Ueber das Schicksal der Vesaßung [1211971 Nachrichten nicht vor. *
Der Krieg der Türkei gegen den Vierverband.
31011stantinopel, 4. Zeptcmber. (W. T. B.) Bericht ch.„Hauptquartiers: Auf der Dardanellenfront im Ab- schmtt von Anaforta zerstörte unsere Artillerie südlich von szamkdere Lin fcindlichW Maschinengeweßr. Unsere Auf- klawngNolonnen iiberräschten an verschiedenen Stellen feindliche Gra'chn 11110 erbeuteten 21118 Anzahl KriegIgerät und Telephon- Yatexml, Bei Ari Burun nichts von Bedeutung. Bei ;del Vahr beschos; der Feind am 2. Sevtember zu Lande und yon Her Zee aug. während zweier Stundcn ergebnislos A1tch1tcpx Und Umgebung. Auf dem li11kenF1ijgel ver- 1111111511“ mncr Jener eine Exploskon in der Stellung der feind- lichen 2111111enmcrfer. Eine Mine, dis wir zur Explosion brachten, zerstörte: Stacheldrahtanlagen des Feindes, die zum SCHUTZ) gcgcn unsere Bombcnwi'trfe dienen soklten. Sonst nichtS von Bedeutung.
.kéonstantinopel, .'). September. (W. T. B.) DUS Hauptquartier 19111 mit: Am 4. September brachten wir in 0811 Dardanellen ein feindliches Unterseeboot „zum Sinken. Wm“ nahmen drei Offiziere und 25 Mann stiner Besatzmtg gefangen. Im Abschnitt von Anaforta führtcn unsere Erkundung§ab1cilm1gen erfolgreich nächtliche Ueberfällc aus und nahmkn dem Feinde von neuem zahlreiche Beute ab. Azn 4. Sßptember vernrsachtsn unsers Artilleristen auf einem fkl11011ch911 Tranchotschiff an der Küste von Bujak Ke- mckl; emen Brand. Bei Ari Buran feuerte die feind- li_ch6 Artjllérie mit Unterbrechungen und ohne Erfolg gegen die Ufer1r011t_ Altckstepc. Am 4. Septémber bombardierten unsere anatoli1chen Batterién an der Meerenge wirksam feind- liche Bakken des Feindes am Kap Elia?) Bumm, seine gc- deckten SteUnngen bei Mortoliman sowie stine Vatkerien Und Lager bei Sedil Bahr. Infolge unseres Bombarde- meuts vcrsuOlen die_feindlichen Batterien zu erwidern, wurden jedoch zum Schweigen gebracht. Anch wurde der Feind ge- nötigt, skine Lager zu räumen und neue aufzuschlagen. Am Ybend zmanqcn Unfore Batterien feindliche Torpédovootc, die mb dcm Eingayg der Meerenge zu nähern versuchten, zur Rückkehr. Ein feindlicher Dampfer, der längere Zeit unter de1_n Fcucr unserer Artillerie blieb, wurde in dcr :Otttxkelheit (W die hohe See hinachgeschlcppt. Auf den Übrigen Fronten ipt keine Veränderung eingetreten.
Konstantinopel, .'). September. kW. T. B.) Wie aus Erzernm gemeldet wird, versuchte der Feind nördlich vom Araxes einen nächtlichen 11€bsrfall auf die türkischen Truppen. JU kräftigem Gegenangriff wurden die Russen zurück- geschlagen und auf ilssr regellosen F11:c1)t mik Bomben- wiirfen bik- 511 i11ren Verschanznngßn Verfolgt, 11701391 sie große Verlnstc xrlitten. 400 Russen, die kürzlich gcfcmgeU gsnommcn wurden, 11111) in Sivas eimgetroffkn.
Statistik und Volkswirtschaft.
Die Utjfallvsrfickpsrung beim deutschen Bergbau im Jahre 1914.
Dcr jx-Zt erschienen? VerwaltungIbericbt der für d:)s Gybiet des (WWW! kacbs zur Entschädigung aÜer Betrieanfälle im Bergbau gebildete'n Knappschaftsberufsgeno!smschaft für das Jahr 1914 gkbt em übetficbtlicbes M11) Von den bed-utcnden Aufwendungen dc»r_dcutschen Berqwerke auf d:“m Gébiete der UnfaUvUficherung. Der Anfang August 1914 ausgebrochkkne Krieg Hat auch hemmeud auf den Bergbau eingewirkt, da sebr vi-xle Bergleute dem Rufe zur Fahne 1019er) mußtm. Dke Zahl der im Jahre 1914 durch1chn11111ch bc- scbafttgt gewe1enen u_nd gegen die Folgen von Unfällen Versicherten PLrsonen ist Von 918 805 im ijäbxe auf 841118 im Berichts- jabre, also um 77 687 oder um 85 v. V- zurückgegangen. Die an die Vexficberten akzablten Löhne betrugen 1268 MiÜionen Mmk gkgcn 1458 Millionen Mark im Jahre 1913; fie 11211th fich im Bericblsjahre um 190 Miüionen Mark oder um 13 v. H. niedriger. Auf einen Verfiäxertkn entfielen im Durchschnitt 15082894 -1nx Bezirke der 45 0/0 (1914: 376 887) 1111er Bargarbeiter Deutschlands [).-fck)aktigenden Ssktion Bochum 1733,34 „“ *- aegen durch1chnittlich 1587,52 „“ im Vorjahre. Der geringeren Zahl der bkschäftkgten Pér- sonen entsprechend ging auch die Zahl der angemeldeten Unfälle zmück. Im Januar 1914 bktrng die!? 13 268, im August, dem usten KriegStnonat, nur 7005 ;_ in den f-«lgenden Monaten ging die Zahl wechselnd wicder in die Höhe, belief fich aber im Dezembkr doch nur auf 8368. Im ganzén Jahre 1914 kamen 122 982 UnfäUe zur An- meldung, von denen 12 672 entschäbigungspflicbtig wurden. Tödlichen Verlauf batten 1952 UnfälLe; aus diesen binterblieben 1327, Witwen, 3718 Kinder und Enkel und 72 ent- schädtgunq9bßrechtigte Verwandte aufsteigender Linie. Im Vor- jabre 1913 hatte die Zahl der angemeldeten Unkäüe 133 710 und die der entschädigunqsp *cbtk en 13 763 betragen; Unfälle mit tödltcbem Verlauf Waren im otjaLre 2121 gezählt wotden. Die seit Jahren wiederkehrende Erscheinung, daß die rößte Zahl der Unfälle an den Diethagen und die kleinst-x an den ontagen ßkb ereignet, zeigt sicb auch im Berichtöjabre; im Durchschnitt der Jahre 1894 bis 1914 entfallen auf die Dkenöjage 16,880/9, auf die Montage nur 15,48 0/9 der Gesamtzahl. Die Ursache davon liegt in dem Um- stande, da? am Montag eine große Zahl von Bergleuten nicbt arbeitet und desba 5 keinen Betriebéunfall 'erleidet; “die Fol en des Feierns . am Sonntag und Montag kommen in der gtößéren Za [ der Unfälle am Dienstag zum Ausdruck. Die Zahl der dureh die . efäbrliebkeit des Beniebes an' *sich entstandenen entschädigunawftlMgen 111911117, - deren Vameidung nkbt mYW war, ;“beirxug'67,os % «am 68,o7 %
im Vorjuöte. Auf Mänau "ves Uettkebea “ent ",-Uu 1,» %. '*im Vö'r- ?" *
1913 3,23 9/0 und der Säukd d-r BMW USK 28,- 27,» 0/0 im Vosjabce zur Lait. _Von smtliöe- “. die Vetficberscn 31,1-0/9, im Vonaboe steüreßébje. lI;“)ie von xxx ??YFYMMWÉLUU alleinau 33 , * ,_,- - etcug ü 1 onen 4 gen ukw »“ * YIZabire. Der GFruöw für vieE lschädia una versank“? [M n n einem am der :: ungen, anden hab:? von einer Erhöhung des Betriebsfjockx, die im Jahre 191 N Millionen Mark bemessen was, mitRu tauf den Krieg wordenist. Aufje1Arb-iteremfielenanu-1 kast 37,me , im Vorjahre, auf je 1000 .“ Lohnsumme 24,50 & gegen 22,51 a“- Hicr smd also im Vexicbtsjabre Steigexuagen etmetreteu, obwohl die Umlage um über 111 men Mark niedriger war al! 1111 Votjabte. Der Grund hierfür lieat darin, daß infolge des K: ck die ab! ker Verficberten um 8,59%, und die Summe Yer ge: lten bne um 13,0 0/0, die Umlage aber nur um 5,0 0/9 zuruckgegangeu ist- Die „in Betriebsjabre aezablten Un fallentschädiguu en betrugen nahem 30 MiUionen Mark gegen noch nicht ganz LIM! ionen Martin: Vor- jabre 1913. Eln'chließlicb der 1:1! Beriebtsiabre binnx ekommenea 12 671 haben sich seit d-m Inkrafttreten der reicbxqeseßl Unfall- vrrfichsrung, seit 1885/86, im deutsehen Bergbau mogejamt 224147 emscbädigungspflickotige UnfäUe ereignet; davon waren 1914 noch 88 563 zu entjcbädigkn. Wie seit Jahren, wuchs auch 1914 die durchschnittliche Vollrente, und zwar von 840,64 .“ i. J. 1913 auf 861,40 .“, im Bezirk der Sektjon Bochum auf 955.08 .,“ im Bsricbtsjabre. Jm Gesamtdurcbichnut entfielen auf [einen Renten- empfänaer 266,14 „“ (im Bezirk der Sektwn Bochum 294,75 .“) qkakn 258,79 .“ im Vorijre, das find 30,90 0/0 der Vyllcmte gegen 30,78 0/0 im Vorjahre. Der Rücklage, die nun die Hohe von mehr (115 751 MiNionen Mack erreicblbat, wurden 2 Millionen Mark zu- geführt. Einen für die Allgemeinheit noch besonders intereffaztten Ab- 1chnitt des Berichts bildcn die ausführlicbxn Mitteilungen l_kber dke Unfaünervenbeilanstalt „Bergmannswobl' in Schkeudis, uber_dle Ve'rs.tchsstreckch der Knapysckyastsvérxgsgenoffenscbaft zu Derne und uber das Grubenxettungswesen m den Sektionsbezirken.
Zur Arbeiterbekvegung. * ,
Das schottiscb- Munitionßqericbt in GlaSgow “ver- urteiltk, wie W. T. B.“ erfährt, 17 Schiffbauer, die seit dem 26, August ausständiq warc'n, zu je 10 Pfund Sterling oder 30 Tagen Haft Der Ausstand erfoigte wegen Entlassung mehrerer Arbeiter, die bei den im Bau befiktdlichen Schiffen auf der Fairfield-Werft raucbtén, Zeitungen lasen unix, die eit ver- trödelten, anstaxt zu arbcixen. Seitdem streiften 426 Schiff auer. _ Exner Konferenz von 22 Gewerksckoaften in Woolwicb forderte Von Lloyd (Hevrse für sämtliche von der Regierung beschäftigten Ar- beiter des Londoner Bezirks für Stücerbeit eine Kriegs- zulage von 4 Schilling und 10 Pence, die einer Gruppe von Arbeitern bcwilltgt worden war.
Wohlfahrtspflege.
Die Fürsorge für die )interbléebenen gefallener Kriegsteilnebmer wird in 5 erlin seit Monaten von der .Zentrale für pridate Fürsorge“, Flottwellsfra e 4, außgeübt. Ihrer jahrelang gcpflogenen Arbe11Swei1e getreu, su t die Zentrale in enger Verbindung mit ker ,Nattonalsti11ung für die Hinter- blikbenen der im Krieae (Gemüenen' das Schicksal der Krieger- Eltern, -Witwen und -Waisen so zu gestalten, daß eine durchgreikende Hilfe es ihnen ermöglicht, fich eine neue, selbständige Existenz auf g'e- wndcr wirtkcksakxlickzer Grunklage xu schaffen. Es ist ihr bereits in vielen bundertFäÜen gslUngen, die wirtschaftlich nVerbältniffe durcb Verband- 1ungen mit (Gläubiaexn und Hauxwirten zu regeln, kleinere Geschäfts- betriebe nach Möglichkeit zu erhalten oder eme neue, den jeßkgen Umständen der Kriegerwitwen angepa te Berufsausbilduna durchzuführen. Dabei er- gibt fich eine umfaffende „engend-Fürsorge, die besonders auf eine gute Schule und berufliche Ausbildung der Kinder Wert legt und den Müttern in schwéerßaen Erziehunaafragen zur Seite steht. Auch für Linx weitgehende aeßupdbeitliche Fü-sorge an den oft durch die langen Krr-gkmonate erschöpften und nach dem Tode des Mannes gänzlich zu- sammenasbwckxx'nen __Witwen wird durch Beschaffung von Erholungs- aufentbalt oder Kxästigunqsknittxltx Sorge getragen. Die Anbahnung per1önlicher Bezisbnngen zu den 1th sehr bedrückten Kxiegerwitwen er- gibt sicb dabei von selbst und Hilft oft die Durchführung der etfotder- lichen Maßnabmm fördem. Dieser schw1erigen Arbeit kommen natur- gemäß die 1eit 2 Jahrzehnten gesammelten Erxabrungen der Mitarbeiter- 1chaft 'derZyntrale ffn Pxivate Fürsorge sebr zustatten und ermöglichen es ihr, eme wirk1ich umfaysendk, durchgreifende Fürsorge in einer großen Anzahl Voz) Fällen auSzuüben und so dem Volkwlrtsebaftsle en gesund?, ge11cherte Familienvetbältniffe und eine gut er ogene junge (Hkneration 'zu erbaktep. Die Zentralk, die 111 enger üblung mit aÜcn wichtigen Fürsorgkorganifatwnkn arbeitet„ erstrebt einen Zu- sammenschluß aUer in Belracbt kommend": Kreise auf dem anxete dxr Woblfahrtépflege, um fich auf "diese Weise zu einer Zentralsteüe fur die Hinterbliebencnfürsotge in Berlin auSzubauen. Zu diesem chcke veranstaltet die Zen1rale einen Auvbkldunaßkurius für die sich auf dem (Gebieje der Hinterbliebenenfürsorge betätigenden Pkrsonen.
Zur Fürsoxae für die K'riégsblindkn Vsröffentliäot der Leiter der Kön'gltcben Blindcnanstalt in Berlin-Stegliß, Schulrat Matthias, im .Blindcnfrcund' einen Beitrag, in dem er Anregungen da1ür gibt, wie ken Kxiegéblinden 11er das aekeßlicbe Maß hinaus geholfen Werden kann. Er 1Übrt u. a. aus: Nach menschlicher Vor- ausficht wird. die Zahl der nahezu 34000 Blinden Deutschlands durch den Kneg um etwa 500 verwebtt: dieselbe Zahl wie vor [)uudkrt Jabren nach, den Freibeifskämpfen. Für d7ese ist zunächst in „wirtsäoaftlicber Htps1cht zu sorgen. An erster Steue tut das Rmch seine Pflicbk. Nach den Reichsgefeßen vom 31. Mai 1906 hat der erblindete Krieger u. a. eine jährliche lebens1ängliche Rxnte von 1368 „45 zu erhalten, die fich für Unteroffiziere un 60 .)“, für Sergeanten um 181.45, für Feldwebel um 360.“ erhöht. Dkk Krisgspcnfion eines erblindx-ten Osfiriers beläuft sich auf wenigstens 4000 „16. Dazu kommen für viele dk: Ansprüche auf Invalidemeufe. Schwierig können fich jedoch die Vkrbältniffe der äl teren, ver- heirateten und den gebildeten Ständen und'böderen Berufen angehörenden Personen geflohen, da fich die Rente nur nach dem Dienstgrade richtet und das bisherige bürger. 11che Einkommsn bei den-n Festseßung nécbt berücksichtigt wird. Hier ist nun ein weites Betätigungsfeld für bo-Ö- berzige Spenden gegeben. Es kann mit Styl gesagt werden, daß durch freiwluige Gaben bereits ansehnliche ummm zusammenge racbt smd. Ein an erster Sthe vom Oberkomman- djerenden in den Marken unterzxichneter „Aufruf zur Sammlü'na cmes Kapktals zur Unterstüßung ublmdeter Ktieqkr' hat bis AW August allein einen Ertrag von über 2 MWan Mark ckckZ- Eine Dame in Berlin hat im vorigen Sommer mum W 100 000 .“ für Krieakblinde gestiftet. Das Sammelergebv 'du * „Kriegsblindensjiktuna' ergab betens über 500000 ck. Mehr ck ' ' RübrunXAwird man hören, das: eine Sammlun bei den mobilen Trupps des 18. rmeekotpö über 41 000 .“ ckckck 1. HWK"!
zu le1en ist, bemerkt Schulrat Ma 1118, da man WUB ' . Beqründuna der Aufrufe oft bedauerlk ik!
Blinden als den Unglücklitbsten'du Un "kü lesen tedkt," “* Bemfe verloren und völlig K , „ Wan nnd wiesen seien. Das beißt die egsbüuöék WWW W lieb und gesellschaftlich tot erklären, NLV! ,Itüost Arbeit gebe man dem Blinden" ou Mut!, * *"
keit verbelfe man ihm mit allen 1712111111),qu-
jahre 1,» 0/9, der Schuld der Mitarbeiter fie en*3,as 0/9, im Jahre