1915 / 256 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 29 Oct 1915 18:00:01 GMT) scan diff

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Ventus- mid Mrschanastäumeu dürfen

nicht verabfolgt w-rden. botenen Fleijcbes als Ausschnitt auf Brot.

I- .asd-lr , 66mm und Speisewittscbaftea sowie in

1) Mootaaj uad Donnmtag! Fleisö, Wild, Geflügel, FMB und sonstige Speisen, die mit Fett oder Speck gebraten, gebackm oder aeicbmort iind, jowie zerlaffenes FM und

2) Sonnab-nds Schwrinefleisch

Gestartet bleibt die Verabfolqung de:“; nach Nr. 1 oder 2 der-

Q 3 Als Fleisch im Sinne dieser Verordnung gilt Rind-, Kalbo, Schad, Schweipeflciscb sowie [risch vou Gefiüael und Wild aller Art. Als FLeiicbwaren eltsn letschkonserven, Wärsie aller Art und Speck. Als Fett gilt ' utter und Butterkebmakz, Okl, Kunstsveise- mtc aller Art, Rinder-, Schaf- und Schweinesett. .

§ 4

Die Beamten der Polizei und die von der Polizei beauftragten SacbVe-näwigen sind befugt, in die GsichäiWräume der dieser Ver- ordnung unterliegenden Personen, insbesondere in die Räume, in denen Fleisch, Fleischwaren und Felt Kelazert, zubereitet, feikgebalten over verabfolgt werden, jederzeit einzutreten, daselbst Besichtigungen Vorzun-bmen, Geschäftszufzeicbnunaen einzusehen, auch nacb ihrer *aus- wabl Proben zum Zwecke der Untersuehung gegen Empfangßbestätigung zu entnehmen. -

Dre Unrernebmer sowie die von ihnen besteliten Bitriebsleiter und Aufsickotxversonen sind Verpf1*chtlt, de'n Beamten der Poltz-i und den Sachverständigen Auskunft über das Verfahren bei Herstslluna ihrer Erzeugnisse, üßer die zur Verarbeitung gelar-gxnden Stoffe und deren «Herkunft sowie über Art und Umfang des Avfaßes zu erteilen

§ 5 Die S Översiändigen sind, Vorbehaltlich der dienstlichen Bericht- erstat'una und der A:.zetae VOn Geskywidrigkeiten, verpfl-cbtet, über dte (Einrichtungen und GesÖäftSVe-rbältniffe, welche durch die AuffiÖt zu ihrer Kenmms kommen, Ver1chwieakpbett zu beobachten und sick) der '.Uiktteilung und V-rwertung der Geschäfts- und B triebsgkheimmffe zu enrhaljen. Sie sind hierauf zu verewigen.

§ 6 Die Untrrnebmer haben eim-n Abdruck dieser Verordnung in ihren Velkaufs- und Betriebsräumen auszuhäng-n.

„Ö 7 Mit Gsldstrafe bis zu eintausendfünfbundert Mark oder mit Gefäwgnts vis zu drei Monaten wird bestraft:

1) wer drn Vorsckprtftsn des §1 orsr drs § 2 zuwider- handelt;

2) wer den VorsÖriften des § 5 zuwider V-rsrhwieqenbeit nicht beobachtet oder der Mitteixung Von G61chästs- oder Betriebsaebeimnifskn sich nicht enthält;

3) wer den im § 6 Vorgeschrieb-NM Ausvang unterläßt;

4) wer den nach § 10 erlassenen AuSkübrungSoorscbristen zuwiderhandrlt.

In dem Faak der Nr. 2 tritt die Verfolgung nur auf Antrzg des Untsrnehmers ein.

§ 8

Die zuständige Behörde kann Gasiwirjsckvaxten, Schank- und :Spsisewirtschten, Vereims- und Erfäscbunaßräume schlisßen, derkn Unternehmer oder Betriebsniter fich in Befoigunq dsr Pflichten uanVe-rlässiq zeixren, die- ihnen durch diese Verordnung oder die dazu erlassenkn Ausführungsbesttmmungen auferlkgt find Das gleiche gilt tür sonstige G schäfte, in denen Fleisch, Fleischwaren und Speisen, “die ganz oder teilwyise aus Fleisch bestehen, feilgebalten werden.

(He,.en dte Verfügu-na ist Beschwerde zuiä'fig. Ueber die Be- schwerde entscheidet die höhere V2rwaltungsbchörde endgültig. Die Be1chwerde bewirkt keinen Auf!chub.

§ 9 Die Vorschriften dieser Verwdnung finde:: (:*-ck auf Verbraucher- verinigungen Anwendung.

§ 10

Die Landeßxent-alb-bördxn e“:]..fft-n die Bestimmunßk" xu.“ Ans- "fübrung disrcr Vcrordauwa. Sie bsstimmen, w-Zr ala zuständxy B8- 135de und als höhere Verwaltunggbedörde im Sinne diessr Ver- ordnu-tg anzusehen ist.

Die Landeözertralkebördt-n oder die von ihnen bezeichneten Be- hörden sind befugt, an St-Ue drr in 17er §§ 1 und 2 byzeicbneten Tage andere zu bestimmen sowie Außnahmen von den Vorjchriften in den §§ 1 bis 3 zu gestatten.

§ 11 Diese Verordnung tritt mit dem 1 Nodlmber 1915 in Kraft. Der I)ieichskanzler bestimmt den Zeitpunkt des Anßerkrafttretens.

Berlin, den 28. Oktober 1915.

. Der Sterertreter des Reichskanzlers. De [drück

Bekanntmachung über die Regelung der Fisch- und Wildpreise. Vom 28. Oktober 1915.

Der Bundesrat hat auf Grund des F" 3 des (Heseßes über die Ermächtigung des VundeSrats zn wirtschaftlichen Mas;- FasYiLL usw. vom 4. Augrist 1914 (Reichs-(Hesexzbk. S. 327)

e onen:

§ 1 Der Reichskanzler ift ermächtigt, Preise für Fische und Wild im Großhandel am Berlkner Maxkke nach Anhörung don Sachdsrsiän- digen fesjzuseßen ((Grundprxis). Die Grunidreise werden unter Bkrücksicbtigung der (Gestrbunqs- kosten und der Marktlage Von einem Sachvckrständtgenausschussy, deffen Zusammenseßung und Verfahren der Reitbskanzler bestimmt, laufend

nach,;eprüst.

§ 2 Die Grundvreise sind für das Reichögebiet maßgebend, soweit nicht gemäß § 3 abmeichende Bestimmungen getroffen werden.

§ 3 Zur Berücksickotiaung der besonderen Marktderbältniffe in den erschiedenen Wi tscbaftSJ-bieten könnsn die Landesz-ntralbebörden oder die von ihnen bestimmten Bébördkn für ihren Bezirk oder Teile ihres szirks AbweiÖunat-„n von den Grundpreisen anordnen. ' Bxi Verschieder-bkit der Preise am Orte der gewerblichen Nieder- lassung des Käufers und des Verkäufers sind die fur den leyteren Ort

gch118nden Preise maßgend. § 4

Insoweit Grundpreise aemäß § 1 festg-se t smd, sind (Gemeinden mit m.*br als zehntausend Einwohnern dervfli tet, andere (Hememden iowie Kommunalvyrbände berecbriqt und auf Anordnung der Landes- zentralbebörde vexvßicknet, Höchstpreise im Kleinband-“l mit Fischen

.-und Wild unter Berückfichttqunq der besonderen örtlichen Verhältniss festzuskß-n. Der Reichstanzler ist befugt, Vorschriiten über die Grenzen zu erlaff-n, innerhalb deren fick) die Kleinbandelshöässjpreise zu be- wegen haben. Soweit Preikprüfungssteuen bestehen, sind diese vor der Fesjsesung zu hören.

Sind die Höchstpreise am Orte der gewerkxlicben Niederlassung des Verkäufers andere als am Wohnort des Kaufers, so sind die

ersteren maßgebend.

§ 5 Gemeinden können sich miteinander und mitKommunakverbänden

* ur emeinsamen Festre ung von Höchstpreisen (5 4) vereinigen. 5 (IMs LandeSzentralbvebörden können Kommunalverbände und Ge-

werbe", ruht die Verpflitbturg oder dix Be aguis der zu dem Bezirke gehörenden Gemeinden und Kommuzrawerbände.

Höcbswreise im Sinne des Gsieses, betreffmd 4. Augun 1914 in der Fassung der . _ zember 1914 (Neilbs-Gesßbl. S. 516) m„Verb11_1dungkt'nrt der Bekanntmachung vom 23. September 1915 (thcbz-Geiesbl. O. 603).

führung des I' 4. Sie können anoron-n, daß die Fxnseßunqen nacb § 4 anstatt durch die Gemeind-n und Kommunalverbande durch deren

* 6 Seweit die Höcbkivteise ißt einen tößeren Bezirk namen

§ . . Die auf Grund dikser Verordnung feßgese ien Preise find öchstvrexse, vom Bekanntmachung vom 17. De-

? . . Die Landeßzenttalbebörden eclaffen rte Bestimmungen zur Aus-

Vorstand erfolgen Sie hesiimmen, wer a1s Kommunalverband, als (Gemeinde oder als Vorstand im Stnne diem Verordnung anzu- sehen 111. 9

§ Als Kleinbandel im Sinne dieser Verordnung gilt der erkauf an d-n Verbraucher, soweit er nicht Mengen von mehr als zehn

Kilogramm zum Gegenstande daß 10

Diese Verordnung tritt am *1. Novaber 1915 in Kraft. Der Reichskanzler bc'tirnmr den Z-zitvunkc des A.:ßerkrantcetens.

Berlin, den 28. Oktober 1915.

Der Stellvertreter des Reich§kanzler§. D el 5 r 1": ck.

Bekanntmachnng

wegen Aenderung der Bekanntmachung, betreffend Einschränkung der Trinkbrunntweinerzeuguna, vom 81. März 1915 (Reichs-Geseßbl. S. 208).

Vom 28. Oktober 1915.

Der BundeSrcrt hat auf Grund des „8 8 des Gesetzes über die Ermächtigung des BundeSrats zu wirtschaftlichen Maß- nahmen usw. vom 4. August 1914 (ReichS-Geseßbl. S. 2327) folgende Verordmmg erlassen:

Artikel 1 Die Bekanntmachung, betreffend Einschränkung der Trinkbrannt- weinerxeugung, Vom 31. März 1915 (Reiäxs-Gcseßbl. S. 208) wird wie solar geändert: 1) § 2 Abs. 2 erhält folgende Faffanq:

In diesem "Falie dürfen unvérarbeit-“ten Branntwein in dkn freien Verkehr nur Personen überführen, die es im Bctrrebdjabr 191314 getan hasen, und zwar nach Be- stimmung des Reichskanzlers monat1ick b-s zu fünf oder vierte.jäbrlich bis zu fünfzehn Vom Hundert der Von ihnen im Betriebéjahr 1913/14 versteuerten Menge (Versteue- rungdrkcht).

Hinter § 4 ist als § 48- einzurücken:

Wird das Verneuerungörecht 2 Abs. 2) mißbraucht, so kann LS den anadxrn ganz oder teilweise entzo,en werdkn Als Mißbrauch gilt es insbesondere, wenn die Inhaber sich in unbiütger Weiw wriqern, denj-ntgkn Per- sonen, denku sie im Betiicbsjabr 1913/14 irrwerarbeiteten Branntwein enjweder versteuert oder auf Begleitscbein 11 geliefert haben, zu angsmeffenem Preise urwerarbeitetcn Branntwein in einer Menge zu liefern, die den zur Ver- steuyrung freigegebenen Huudetltkklkn der im Betriebsjahr 1913/14 gelieferten Menge entdvricbt.

U hkk die Entzishung entscheidet eine Kommission don drei Mitgliewrn, die vom Reichskanzlkr ernannt werden.

Der Reichskanzler erläßt dic näheren Benimmangen.

Artikel 11 Die Vckanntmachng Vom 28. Juni 1915 1Rk1ch§-G6s?ßbk. S. 409) wegen AC-dkrung der Bikanntmachnng, betrkffcnd Ein- schränkung der Trinkhrannjweinerzkuezrxng, Vom 31. März 1915 wird

ausgx-boben. Artikel 111 Diese Verordnung tritt mit dam Tage der Verkündung inKraft.

Berlin, den 28. Oktober 1915.

Der Stelivertreter des Neichskanzlers. D e l b r 11 ck.

Bekanntmachung,

betreffend AUSnaßme von der Sperre feindlichen Vermögens.

Vom 21. Oktober 1915.

'Auf Grund der §§ 8, 10 der Verordnung iiber die An- meldrmg des im Inland befindlichen VermögenH von An- gehörigén feindlicher Staaten vom 7. Oktober 1915 (Reichs- (Heseßbl. S. 633) werden für natürliche Personen, die in dkn unter deutscher Verwaltung stehenden Gebieten Rußlands ihren Wohnsiiz Und ngenwärtigen Aufenthalt haben, sowie für juristische Personen, die dort ihren Sixz und ihre gegenwärtige Verwaltung haben, folgende AuMahmen zugelassen:

1) Die Veräußerung, Abtretung oder Belastung ihres im Inland befindlichen Vßrmögens zugunsten von Personen der bezeichneten Art odsr von Personen, die im In- land ihren Wobnsiß, Siß oder dauernden Aufenthalt haben, wird gestattet. .

2) Es wird gestattet, Sachen, insbesondere Wertpapiere und Geldstücke, die im Eigentum der bezeichneten Personen stehen, nach den unter deutscher Verwaltung stehenden Gebieten Rußlands abzuführen.

Berlin, den 21. Oktober 1915.

Der Reichskanzler. Im Auftrage: Richter.

Bekanntmachung.

Unter Bezugnahme auf § 1 Abs. 1 der VundeSratsver- ordnung vom 23. September 1915, betreffend Bekanntmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel »" RGBl. S. 603 -, ist heute der nachstehende Beschluß gefaßt:

1) Dem Nahrungßmittelhc'indler Ludwiq Rotter in Lämmerßreut, Gemeinde Karlsback), wird der Handel mit NabrungSmitteln gem. § 1 der BundeSratSverordnung vom 23. September 1915, betreffend die Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel, untersagt.

2) Die Kosten des Verfahrens faUen dem Ludwig Rotter zur Last, wobei für gegenwärtigen Beschluß eine Gebühr von 2 „M in Ansa3„gebracht wird.

Wolfstein, Niederbayern, den 23. Oktober 1915.

Königlich bayerisches BezirkSamt. erz.

dem Rechtöanwalt, Justizrat , _ Charakter als Geheimer Justizrat zu verleihen.

Kknkgeeiz Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst' gerubtr den Geheimen Justizrat und vortragenden Rat im Justiz-

minisjeriu'm Huber in Berlin zum Geheimen Oberjustizcat,l

den OberlandeSgerichtsrat, Geheimen Justizrat S ck im m e -

pfen ni g in Königsberg i. Pr. zum Präfidenten des Landgerichts in Thorn und

den Oberlandeßgerichtörat Wilhelm S chmidt zum Prä-

fidenten des Landgerichts in OSnabrück zu ernennen sowie

eter Landwehr in 66111 nnd

dem Notar u“ti rat " , J 1 z eier Frings in Duffeldorf dcn

Iustizministerium. 1 Der NechtSanwalt Pflanz in Stolp i. Pomm. ist zum

Notar für den Bezirk des O5erlande§gerichts in Stettin mit Anweisun seines Amtsstßes m Stulp 1.Pomm.,

der echtsanwalt Raben in Haderslehen zrrm Notar_ fiir den Bezirk des OberlandeSgerichts in Kiel rnit Anweisung

seines Amtssißes in Hadersleben,

der Rechtsanwalt Dr. Karl Kur; in Wolfhagen zum

Notar für den Bezirk des OberlandeSgerichts 'm (Taffel mit

Anweisung seines Amtssises in Wolfhagen und

der Rechtsanwalt Faßbender _m Bielekeld zum ,NZtar fiir den Bezirk des_ OberlandengrichtS in Hamm 11111 .in: weifung seines Arntsyißes in Bielefeld ernannt worden.

Yiehtamtliehez.

Deutsches Reith.

Preußen. Berlin, 29. Oktober 1915.

In der am 28. Oktobor unter dem-onrsiß des Staatl- ministers, Vizepräsidenten des Staatsmmuterrums, ;taats- sekretär-Z des Innern Dr. Delbrück abgehaltene_n Pienin- sißung dLS Burrdeskats wurde_ dom (Fthurs einer 258x- ordmmg zur Einschränkung deß French: und Mttverbraucbs DLL Znstimmung erteilt. Zur A11nal)me_ gelangten fernerödcr Entwnrf einer Verordnung über dre Regelung der Nici).- und Wildpreise, der Entwurf erner„Veror_dnur_1g, __be- treffend Abänderung der Verordnung iiber die Kartoffel: versorgung, vom 9. Oktober 1915, der Ctrtwyrf einer Verordnung über die Regelung der Karwssel- preise, der Entwurf einer Verordnung wegen Aenderung der Verordnung, betreffend Einschränkungder Trmkbranntwem: erzeugung, vom 31. März 1915 und die Vorlage, d'letreffcnd Verlängsrung der Giiltigkeit der Emfrchrscherne fur aus- ländische Wertpapiere. Demnäch_st wurdeuuver- emx Aenderung des Verzeichnisses der EingangMeUen fur dre_ 51e1schemsubr sowie iiber verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt.

Das Königliche Staatsministerium trat heute zu einer Sißung zusammen.

Der heutigen Nummer des „Reichs- und StaatSqnzetgcrH“ liegen die Aus-gaben 758 und 759 der D_err_tschcn Veri 1111- 1isten bei; sie enthallen die." 866. Verlnjtimte dEr prerrfziscwm Armee Und die 2510. Verlustliste der bayeristhen Armee.

Großbritannien und Irland.

Zu der kiirzlich mitgeteilten offiziöseri Erklärung (ru?- Brmwl über die Angelegenheit Cavell, 1n__der'gesagtwrrd, da); die von der engliscdeu Regierung ver'ömenrlrchten Toknmems die Ereignisse unrichtig darstellten, terir dre englischß 919.- gierung dem „Reutersckxn BUWZU“ zufoldgx m'rt, da[; dll) genannten Doknmontc in dchclben “zz“,orm Ucrosxcntlrchi worden seien, in der sie von der amerikanischen Bot1ch9ft_ uberxxcdsn worden wären, und daß die Veröffentlichurrg naturlich erst gx- schehen sei, nachdem die amerikanische BoUchaft dre Erlrmbméz hierzu gegeben hätte.

- Die Lage dex; Kabinetts bildet mri) immer dvn Mittelpunkt des Interesses.. Nack) dem'_,oberr geriamntcn Telegraphenbureau könns aber von einer Krtsts mchx die Rode sein, es handle sick) aÜein darum, daß das gegenwFquiZ Ka- binett, das größte in der Geschichte: Englarids, zirr (Zrlsdrgmrxr dsr Krichangeiegenbsiken etwas U1151€1ch1ckt ser. „. 5:91) serfdto Ueberzeugung entstanden, daß die Leitung des ..iiurreges einer kleineren Zahl von Ministern anvertrantwerden mune. Dariiber seien sick) alle Parteien einig. Uneinigkeit hsrrsckx nur daruber, wie dieses Ziel zu erreichen wäre.

_- Jm Unterhaus e teilte der ParlamentSuntersekrstar Tennant mit, daß der Generalleutnant Sir Bryan Mahon die britischen Truppen _in Serbien kommandiere und Auftrag habe, mit den franzönschen Truppen zusammxn vorzugehen. Hierauf kamen verschiedene Anf ragen zur Erorterung.

Der Abg. John (liberal) fragte, bezugnehmend aus eine Aeuße- rung Sasonows, daß die Einführung der Wehrpflicht und die zeit- weilige Einführung eines ZoÜtarifs eine gemeimame' wirtsxbafilrche Aktion Englands und Rußlands erleichtern würde, ob die englricbe Re- gierung den Abschluß eines dauernden englisch-russiscben Bündnisses auf der Grandlage des Schußxoll? und d.“:r: Wehr- vflicht plane oder ob die Regierungen der VerbundZten nach drm Kriege eine allgemeine dauernde Beschrankung dec Rüstungöauöqaben, unbedingte Regelung von Strßitig- keiten durch Schiedögerichte und Auibebung der Zoll- grenzen unter einander anstreben würde_n. Lord "Robert CLCll cr- widerte, die§ 011th der Regierung werde ielbsiverktandlicb dahin gxhkn, die Freunds aft und den Handel mit Rußiand zu pflxgen, aber ?9 sei keine ZSÜ gewesen, Pläne zu erwägen, dte erst nach dem Frt-zren wirksam werden würden. Der Abg. Wedgewood fragte, ob die Regierung eine Zollunion nicht im voraus erwägen wolle. Lord Cecil erwiderte, die Regierung bedenke stets jede Frage im Voraus.

Der Abg. Molteno fragte den Kanzler des Perso tums Lan- caster Churckpill, auf welche langen Verzögerungen er n der Rot- schaft an den FlottenVerein am Traser! artage angespielt habe, die dem Feinde das neue Vorgehen im nahen sten ermöqltcht haben souten, wie diese Verzögerungen entstanden seien und wer dafür Verantwort- lich gewesen sei. Churchill, der noch wenige Minuten vorher auf der Ministerbank gesessen batte, war nicht anwesend. Molteno fragte darauf den Sprecher, ob es nicht möglich sei, eine Antwort auf seine Frage zu erlangen. Der Sprecher sagte, eme icbriftUcbe Vin!- wort werde erfolgen. Molteno fragte, ob die Abgeordneten nicht das Recht hätten, von einem im Hause befindlichen Minister Antwvrt zu

meinden zur gemeinsamen Festsevung von Höchstpreisen vereinigen.

erhalten.

Der Mioisier Lloyd George sagte auf eine Anke e, der Premierminister Aequnb werde am DienSrag im Hause Traue Cr- ktäkm'g abgeben. Das Haus werdk, ralls es wünsche, Gelr enbeit

zur Debatte haben. Der Aba. Booth f'aatk, ob die e kerung verlange, daß das Haus den Wunsch auf Debane ausdrücklcb be- kunde. Lloyd G es kxar sein, ob das Haus eine Debatte wünsche. Es solle in diesem alle Gel-genheit dazu baden. Dxr Aba. HUSS? iragte, ob loyd George nicbt wisse, das; große Unzufrieden- bxtt tm_ Hau : betriebe, weil ck die Fragen nicht eiörtern konne, uber die das Oberhaus debattiert babe. Lloyd George sagte, xs set kein (Grund zur Unzufrikdknbeit vorhanden. Volle Ge- !chrnbett zur Debatte werde gegeben werden. Der Abg- Hea1y (Jeationaliyt) fragte, ob die Debane auf Stellung der Vertrauens- frage beruhen 19118. Booth fragte, ob der Wunsch nach einer Debarte nicht daraus erbelie, daß eine große Zahl von Abgemdneten dre Debatte des Oberhauses angehört bitten. Lloyd (George 149784 die Re,:ierung habe gar kerne Abneigung gegen eine Debatte, sie k).“rße sik vtelgiebr willkommen.

' Dre Abg. “Hooper fragtk, 55 Haldane noch an der Re- gierung teilrrebme, worüber der Premierminister die Nation im dunkeln lasse. Paldans babenkürzlicb einen Besuch an der Front ge- chcbt urd sicb nach der Ruckkxbr sofort ins Kriegßamt und Aus- wattiae Amt begeben, wo er sick) lange aufgéhalten babe. Aséxuitb habe dem Parlament und dem Publikum eine irrefüerende Ausrunft ;:JUZÖSU- (119 er faßte, dm; Haldanes Besuch an der Front mit keim'm „Auftrag Verbunden gewesen sei. Der Redner sprach die Hoffnung “7119," daß Adqnttb Haldane endgültig und 561119 Von der Regieru-g „unsycblt-xzkrr oder offen sagen werdk, inwiefern Haldane an dsr Rk- Yierunq'terlnebme und Wklch€ Vérantwortung er in Verbinduna mit «em Kriege babe. “Dillon 1aatc, der Prsxffefkldzug gegen Haldanc ?e'i_ einer dsr 1ch1m5111ch11en Vorgänge wäbrknd des Krikaks qe- wsien. Der R;)dner begrußte es, das; ein Abgeordneter den Mut ge- Funden“ habe, die Verantworiung mr die skandalössn und gemeinén Angriffe zu ubernxbmaxxi, sodaß man darauf antworten könne, .Haldane 181. durck): die (Gonkprcmx Nortdcliffss aus dem Amt getriebcn worden. Dre!€_ Blatter scYen in den letzten Monaten dis benen Freundes YU“17,ch1MÖ„§ gewr1€n und seien tägltck) den der dentscbk'n Pkkffk a1s -" wers daiur zitr:*rt_worden, da?“; (England den Krieg iürcbte und ihn QYYU; sait baia. Oaldane sci die1kn Ervrkffern seovicrt worden. "FEM Verbrechen ski gewesen, daß er England ermahnt habe, das 713118 1269 preußtschen_Sysiems nachzurxbmen, und er habe rkcht. “:ck? Urbervatriojcri erzamnn jkyt im Lande, daß England KLJLU eme Barhzrrennthn kamvfe„ abc-r dicse“ Hunnen seién den Engländern in gewnyrrermstLn dkr thtlisation übsrlegen, namentlich im Unter- *TÜÖTSLVULU, und weil Yaldane dkn Mut gehabt habs, das zu sagen, 141 er rwn dsr Nmtbcltffvrkffß dsrfolgt worden.

Der berale Bryce fragte, ob inoxfiziellk: Verhand- ZZungkn zwischen vxrantwdctltckpxn Perßonkn in London und Berlin wewen Ab'ickyluwes eines baldigen Friedens start- gefundßn dattkn, ob m derielbm Absicht durch eins" oifiziellen VA"- Htretsr trg-ndkiner neutraier Macht Erkundigungen eingezogen worden .eien und ob der Minisierprasrdent noch an der (Erklärmrg in der Gm»- FLZ" fréxstbalt-e. Der Minister Lloyd George antwortgte: ,Die „_.-„vdrte 15.711655 gelten noxb immer. Wir wjrden nicht “daran dknkarr, ;; rirdZnSVLrbandlungen anzuknüan außer im EMVÉTULHMSU mit d-n Ykrbxmd-“tkn und tu U bxreinv'timnmng mit dem Abkomm-n vom O plember 1914. Dies 111 stets ooükomnen dkmlicb gxweskn, und Yb Weiß nicht, wmauf dre Frage thauniÜ.“ Brvcs bemerkte, «OVV (onrge baixe den ersten Teil dcr Frage nicht béfonders braut- wvrtet. Lloyd (Hcorgé LWVZDCL'W, nachdem sr die Punkte der Frage rwchmals durchgesehen watts, emphatiicb: „(GSWLÜ nicbt.“

Tris „Rentersche Bureau“ m9ldet amtlich, 96 verkaufe, das; dsr KrLrtzer „Argill“ Morgens an der Ostküste von (;;-(1101114111) aufgelaufen ist. Es wird angenommen, daß das JAHN „triffolge schkechten Wettsrs vollständig verioren ist. .er :Oxsrziere und 919 Besagung sind gcrettet.

Frankreich.

Nack) der__?)iÜckk-35r des Präsidenten Poincaré? nach Paris _wurdd 119fch1011cn, dms; _nmn keins Kriso Emstekwn lassen woile, "'ondern „daß dar; USUS Kcrbinett das alis Kabine'tt gleichsam rrrrtOtnatzjci) ersyizcn solle. Wie die „Agcncc Öavas“ meldet, 7011 Wrrand dw Minister;präsidentschaft und das Ministerium dec:- Aeußeren rnit Julys Cambon als Genkralsekretär Über-. 1125men,_ Biviarii wiirde die Justiz übernehmen, Ridot dic'_Frn-.rtrzen behalton, dcr (?Zeneral Galliéni wiirde JiriqurUrrstor" erden, der Admircrl Lacazc 5.1)iarincminister. :Unx;erdsm soll "ck Brmnd die Mitwirkung Frer) ( inet 5, 150515865, Jéon Bourgeoixz', Denis .- Cochin§ und “MUMM ge)_rchcrt haben, ckan Mitarbeit der Reqieruna dcn inrrrkker rmttonalcr Einigkeit sichern würde. Die anderen Yrrririwr sércn Scmbat, Guesde,9.11alvr), „anmergue, 611417197119"! Und Painlevé. Die11xrtsrstaatsskkrstariate des Iirwgesf wnrderr aufrciRerkmlth bleiben. Das Unterstaats- sekrémrmr der .PandelSnmrine sol] in ein UnterstaatEsekretariat Y_Zr Marme'mnaewandklt werdeén, dessen Portefeuiüe Nail, &spntrerter tm Departement I)iorvihan, erhalten wiirde.

Rußland.

Nach 91er Meldung der „Berlinxrske Tidende“ hat der fortschrrttl1che „Block beschlossen, das; seine Mitglieder in der Ditmcr und im Reichsratß gcmcinsame Sißungen mit 9211" verschiedenen A11Isch)iissen und parlamentarischen Kom- mtsiwnxn crblmlte'n, damit die politische Arbeit in der Zeit 111cht still [[Lge, m der Duma und ?)ieick)6rat nicht tagen. Die Zrste dieser Srßunqen bat vorgestern unter der Leitung des Barons MsUer-Sakomelskri im Marinepalast in St. Petersburg )tattgefnnden, wo Vlockmitglieder mit dem Wexie- und Verkehrs- Zirsskhiiß vxrhzrndelten. In der Versammlung schlug der frühere «verkehrsmrmjter Nemesschajew vor, ein großes gemeinsames

urearr rn Moskau zu errichten, um die Einkäufe von Maiertrri und Maschinen zu leiten. Im iibrigen war man allseits ?rmq 11er die Notwendigkeit, einen radikalen Personen- wechsel m der Leitung vorzunehmen. In der nächsten Zeit soll die Teuerungsfrage verhandelt werden.

-- Russische B1éitter veröffentlichen den Wortlaut eines Aufrnfs der r11s11schen Sozialistsn an das russische

eorge erwiderte, nach Aéqu tba Rede werde

dre nach den nezresten Ereignissen im Orient entstanden set. Es ltege kem Grund vor:, u glauben, daß die jekt noch neutrale_n Balkanstaaten, GnecZenland und Rumänien, ihre Neutralität aufgeben wollten.

Türkei.

Der Sultan bat vorgestern den apostolischen Delegierten Mgnsrgnore Dolci in Audienz empfangen. Dolci überreichte Vlattermeldungen zufolge dem Sultan ein päp stliches S ck r c i b e n.

Bulgarien.

Da durch die völkerrechtswidrige Be s chießun v on Dedea- ga_t_ich auch sehr bxträchtliches bulgarisches 5LÜZrivateiqentum zernort wurde, beabsichtigt die bulgarische Negierunä, wie „W. T. B.“ wxldet, das gesamte in Bulgarien béfind- liche franzöyische und englische? Eigentum tinter Verwaltung zu stellen, um ein Unterpfand zur Schadlos- haltung der: durch die Beschießung geschädigten Bulqaren in der Hand zu haben. *

Afrika.

, Dcr?) endgültige Wahlergebnis in der Südafrikanischen Urrwn_1_st le_xm Meldung des „Reuterschen Bureaus“ folgendes: Sudasrtkrrmjche Partei 54, Unionisten 40, Unabhänqiqe 5 Nationaltxten 27, Arbeiterpartei 4 Sitze. * * *

Kriegsnachrichten.

Großes Hauptquartier, 29. Oktober. (W. T.B.)

Westlicher Kriegsschauplatz. _Aweinzelrren SteÜen der Front lebhafte Artillerie- fatigk_e__tt, Minsn: und Handgranatenkämpfc. Keine Eretgmme von Bedeutimg.

Oestlicher Kriegsschauplaß. Die Lage ist überall unverändert.

Balkan-KriegHschauplatz.

Bei Drirx s'ko (südlich von Visegrad) wurde der (Hegner geworfen, oktltch davon ist er über die Grenze zuriickaedréingt. Weytlrck) der'Morawa ist die allgemeine Linie Slavkovica---- Rudnik-Qumrc- Batocina erreicht. Südöstlich von Sptlaxnac wurden dix: feindlichen Stellungen beider- [erts 'der Resava gestürmt. Uebor 1800 Gefangene stelerr nr „unser?“ Hand.“ Vor der Front der Armee des Generals Boxad1teff M der Jéiiid im Weichen. Die Armee verfolgt.

Oberste Heeresleitung.

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Wien, 28. Oktober. (W. T. V.) Amtlich wird ge- meldst: Russischer Kriegsschauplas. Die bei Czartordsk kämpfenden verbündeten Kräfte haben gestern das Dor) Rudka erstürm t. Sonst im Nord-

osten nichts: Neues.

Italienischer Kriegsschauplaß.

Das'feindliche Artilleriefeuer war g-estern an dcr Jsonzo: front wißder l_ebh_after. Die italienische Z. Armee erneuerte den Angriff aur dre Hochfläche von Doberdo bisher nicht. Dagegen [exzte dre nördlich anschließende 2. Armee ihre vergeb- 11chen Nnstrengungxn gegen unsere festen Steliungen mehrfach sort imd dehnte sie auch auf das F1itscher Becken aus. YE" eure weitere Armee greift die Dolomitenfront und Yudttr-ol an. Im Abschnitt von Riva sind Einleitung:?- kamrxß rm GarrZe. Auf der Hochfläche von Lafraun geht der (Hemd mrt suppen vor. Em AngriffSversuch gegen unsere Steilrmgen nördlich des, Werkes Lusern scheiterte in unserem Artillerrcfeuer. Vor dem Col di L ana brachen gestern nac!)- mtttag 6 StiirML der Italiener zusammen. Ebenso mer- langen kleinere feindliche Angriffe gegen Tre Sassi, die Faves - Stellung und den Nordausgang dssTravenanzes- Tales; Im Raume von Flitsci) schlugen die Verteidiger am Weithange des Jaqorcek einen Angriff an den Hinderniffxn blutig ab. GégeZn umere Linien südöstlich des Mrzli Vrk) und gegen D 0192 gingen abermais starke Kräste vor. Sie wiirder) gletchfa I abgewiesen. Nur um einzelne Graben: stricke rst der Kampf noch im Gange. Auch ein AbrndS gegen den Raum nördlich Selo angejexzter feindlicher Angriff bruck) zusammen. UebergangSversuck)? der Italiener nördlich Canale wurden vereitelt. Der Görzer Briickßnkopf stand wieder unter schwerem Feuer“. Ein vereinzelter Vorstoß des Feindes gegxn 'dkn Monte Sabotino mißlcmg vollständig. Mehrsre rtalremsckie Batailionc, die gegen den Abschnitt nördlich des Monte Sari Michele vorstiefzen, mußten in unserem Artillerie- und Maschmengewchrfcuer in ihre Deckungen zurückfsüchten.

Südöstlicher Kricgsschauplaß. Die östlich von Visegrad vordringenden K. und K. Truppen haben den Feind beiderseits der Karaula Balvan über die (Menze zurückgeworfen. Zwsi flankierend an- geseßte Gegenangriffe einer montenegrinischen Bri- gade wurden abges ck1agen. Der aus österreichisch:unaarischen Kräften zusammengeseßte rechte Flügel der Armee des Generals von Koepeß hat die obere Kolubara in breiter Front iiberschrrtren. Die Deutschen erstiegen dieGebirgskette nörd- lich vort Rudnik. Oestlici) davon dringen auf gleicher Höhe öster - reichtsch-ungarische Kolonnen beiderseits der Straße Topola--Kragujenac vor. Di? Armee des Generals v on (Haller gewann das (LZelände westlich der Eisenbahnstation

Pro'lxtariat, in dem sie die Arbeiter eindringlich auffordern, sick) [Wer.ßandlung zu enthalten, die unmittelbar oder mittelbar

Sozialdemokraten in der Nuffassnnq einia seien, das; eine - kxxsnsche Niederlage im Kriege gleichbedeutend mit einer Jetederlagc tm R'nsmfpfe für die Freiheit sei und daß die Nieder- lage_ tn erster; Lime das Proletariat treffen werde. Das ardextende rusUsche Volk wolle kämpfen gegen die wirtschaftlichc, Politische? und kulturelle Bedrohung durch Deutschland und gegen dre Skiaverei, die mit dem Vordringen Deutschlands verbunderr sei. Der Aufruf verwirft den Gedanken eines Sonderfrredens, der dre größte Gefahr für die Demokratie

bedeute. Italien.

Der „Corriere della Sera“ meldet, daß der Mini ter d Aliswärtigen Angelegenheiten Sonnino vorgestexn 11er? Ministerrat seinen Konegen die Lage auseinandergeseßt habe,

Lapowo und vertrieb den Gegner unter schweren

'Kc'impfen von den „Höhen südlich und südöstlich von

dem Fcindc m'ißen könne. Es heißt in dem Aufrufe, daß al1e Z Svilajnac. Die bulgarische erste Armee hat Zajecar

und Knjazevac erobert und kämpft erfolgrei an' den Höhen des linken Timokufers. In Knjazevac Iurdetfr vier

' (Heschiiße und sechs Munitionswagen erbeutet.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. von H oefer, Feldmarschaüeutnant.

Sofia, 28. Oktober. (W. TB.) Wie die „Bulgarische Telegraphenagentur“ meldet, ' haben die bulgarischen Truppen nach _langen blutrgerr Kämpfen Pirot ein- genommen, wo sie heute ihren siegreichen Einzug hielten.

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Statißik amd Volkswirts' Saft.

Zur Arbeiterbewegung. ' Laut Meldung des „Hann. Cour.“ aus Kopenhagen, find, wie kt Mostau, nunmehr auch inSt. Petersburg die Straßenbahn:: in den Ausstand getreten.

Kunst und Wiffenf-üaft.

Die Königliche Akademie der Wissenschaften hielt am

21. Oktober eine Gesamtsißung "unter dem Borsig ihres Sekretaes

Herrn Waldeyer. Hérr Helmerx 1415 über neue Formeln für

den Verlauf der Scbwsrkrajt irn MeereSntveau beim

Festlande. Dre Beschleunigung der Schwerkraft nimmt bekanntlich

Vom Aequator nach den de_iden Polen bin etwas xu, eine Abhängiakkk

von der geograpbi!chen Lange tritt nicht auffäüig h-rvor. Dank

dem m den leyten Jahrzehnten infolge der Tätigkeit der. itzternationalen Ervmeffung stark ausgewachsenen Material konnte kurzlich ein in der Schwerxraft Vorbandxnes kleines periodisches Glied, das von der doppe_lten Lange abhängt, ziemlich sicht nachgewiesen werden. Danaxb wurde der Erräquator von der Kreisform ein wenig

abWe1chen und im Radiusvektor Schwankungen von etwas über 100 111

bestyen. Herr Haberlandt legte eine gemeinsam mit dem Prof-

Dr. N. Zuntz in Berlin derfaßte Mitteilung Vor, betitelt: Ueber

dre Verdaulichkeit d-r Zellwände dss olzeS- Um festzu-

steUen, _ob und m welchem Außmaße die Zellwande des Holzes vom

Wredlekauerwerdaut Und verwertet werdsn, rvurde Birkenbolx, dessen

leiwande tm allgkmeinen nur icbwaäo Verbolzt sind, in sebr

skin vkrteiltem Zustande ais „Holzscbliff' zu einem Fütterun

und StoffwechseLversuch ye'rwendet. Jnfoige res naffen MaM: verfabrxns waren die Zellinhalte, Stärke und Fett, vollsiädinq. erausaescbwemmt, nur di.“! zerriffenen ZLUWÜUÖL kamen in Betracht.

Der Versuch wurde aur Schaf anaestellt und hatte das Ergebnis, das; Von der Rohfaser des Holzes, die 823% des lufttrockenen Holiscbliffes betru , 50,06 0/9, yon den stickfioffreisn Extraktfioffen, die 61,56 0/0 des olzichkiffes auswaehlen, 55,78 0/9 verdaut wurden. Der Srä ke- wert deswerfüttcrten Holzlchliffes bxträgt 35,8 und kommt demnach dem Starkewert sehr guten Wiesenheues gleich. Die mikroskopische Untersuchung_ der Exkremente ergab auSgiebige Korrofionen der ver- dicktsn Zerande des Holx-s. C5 bai iomtt eine writaebende Ver- dczuung des Birkenbo1zychliffes stattgefunden. -- Hsrr Rubner sprach

„uber die Verdaulichkeit des Birkenbolxeß“. Die Unter- tuchnung wurde veranlaßt durch die Mixteilung Haberlandts über den Slacke- und Fettgehalt des Birkenbolzes im Frühjahr. Das von seiten der_ Be? örden zur VerÜgung gestellte Material hat nennens- w:tte Nabrswffe nicht enthalten, gad aber doch Veranlaffuna, die Verdaulichkeit “des Holzes überhaupt zu Prüfen. Das Ergebnis der an Hunden nz größ-rer Zahl angesteliken Experimente läßt dartun, daß etwa bis zu 27 0/0 der täglichen Kost an Birkenmebl als Zusaß ertraaen wurdkn. Von dkm Birkéaibolzmebl wurde stets ein erheblicher Teil verdaut, das Optimum 1ag bsi 22 0/0 Gehalt der Kost, dabei war die Resorption 44,16 0/0 des gefütterten Holzes, 3922 0/0 der Zsllulosx und 44,6 0/0 der reichlich vorhandenen Pen- t? en. Eine Beeintracbtiaung d-r Verdauung des gleichzeitig ge- futterten Fleischzs war nicht nachzuweisen. Die Pentosen werden reichlicher resorbiert wre die Hoizfaser. Naa? den Bestimmungen der VYrbrennungswarme ist der optimale Nuß-ffekr durcb gefüttertks Btrkenbolz etwa 9 0/0 des täglichen Energieumsaßes, der für den Stoffwechsel Verwendbare Anteil der Energie ist aber jedenfaÜs er- bebltcb geringer. _ Das korrespondierend: Mitglied Herr Robert in Halle a. S; hatte eine Mitteilung: Der goldene Zweig auf römtschen Sarkophagen überjandt: Die frühere Vermutunq des Verfaffer, der Zvetg auf dem Adonissarkopdage des Lateran bedsute die Ruckkebr ins Leben, wird durch das ähnliche Motiv eines Koresarkophags in Wien (Oderbkck, Kunstmytb All. t. 17, 22) bestätigt.

Folgende Druckscbr iften wurden voraelegt: die 43. Li-ferung des akademischen Unternehmens .Das Tterrkich', enthaltend di.", Penna- tularta, bearbeitet von W. Kükentbal (Berlin 19-5), Band 5 der Ge- sammelten Abhgndlangen zur amerikaniycbe-n Sprach- und Altertums- kunde von E. Skier (“Berlin 1915) und O. Hmße, Die Hohenzoüern und ihr Werk (Berlin 1915).

_ _ Dre physikalisch-matbematiscbe Klasse der Akademie bat fur die von_ den kartellierten deutschem Akademien unternommene Forschungßreixe naÖTeneriffa zum Zw ck Von lichtelektrischen Spektral- urrtersucbungen als zweite Rate 500 „js, die pbilosopbisab- btsiorijche Klafs! für die Bsarbeitung des TUSZQUL'UZ 1111Zua6 [„Wnao uber "den etatömäsxi-«n Beitrag Von 5000 .,“ hinaus noch 1000 „4/16 und fur das Ka-t-11unternebmen der Herauögabe der mitrxl- akterltckpen „Bibliothekskataloge außer den für 1915 bereits bswiUigten 500 «66 wertete 300 «je bewilligt.

Jn'bezug auf, das „Studium der Ausländer an den preußischen Universitatea find, wie „W. T. B.“ hervorhebt, neuerdings mebrkqch unrichtige Auffassungen berdoraetreten. Schon lange vor dem Krieae, yamlich durcb Erlaß vom 24. September 1913, hat das zusjändige erstrrium durch Festseßung von Höchstzahlen für die emzelnen Universitatea dem übermäßigen Andrang«der Ausländer Schrgnken geseyt, und a1s der Krieg ausbrach, find alle studierenden Außlander aus den_ feindlichen Staaten von den Universitäten entfernt wvrden. Hierbei mußte aber die Möglichkeit von Aus- nahmen Vorbehalten Werden, weil es Fälle gibt, in denen, man denke nur an Balten, Buren, Inder, das deutsche Interesse eine solche Außnabkme geradezu erfordert. Jeder Fal] ist daraufhin ebenso wie auch die Persönlichkeit des Studenten genau geprüft worden. Die Gesamtzahl der so bewilligten AuSnabmen ist gering. Es sind näm- lich seit Beginn des Krieges, aÜe preußischen Universitäten zusammkn- gerechnet, nur in 69 Fällen solche jungen Leute zum Studium zu- gelaffen worden. In der Hauptsache handelt es sich dabei um Balten.

Arn Dienstag fand in der Königlicben Bibliothek unter dem Vorfiß des erkl1chen Geheimen Rats, Profeffors 1). Dr. von Harnack eine Srßung des Senats der Kaiser Wilhelm-Gesellscbaft zur Förderung der Wissenschaften- statt. Als Vertreter Seiner Majestät des Kaisers und Königs war der Chef des Zivil- kabinettx von Vglentini zugegen, das KultuSministerium war durch den Mmisterialdtrektor Dr. Schmidt und den RegierungSaffessor T-endelenburg vertreten. An der Beratung nahmen die Senatoren Eduard Arnbo 1), Dr. von Böttinger, Dr. (Emil Fbcber, Dr. Krupp von Bohlen und Halbach, Franz von Mendelssohn, von Passavant- Gontard, Von) Rath, Dr.Ing. von Siemens sowie der General- sekretär Amtötubter Dr. Trendelenburg teil. Der Präsident gedachte deJ Ablevens der Senatoren Graf von Cramer und Ehrlich und wurdigte die hohen Verdienste der Entschlafenen für die Ges llstbaft. Er gedachte ferner des auf dem_ Felde der Ehre aefallenen Affistenten am Kaiser Wilbelm-Instttut fur experimentelle Therapie Dr. Walde. Der Senat erledigte sodann laufende Geschäfte.

Das Neue Museum _ mit der ä ti A til Saqmmlung der Wabgüése antiker Bildw g ev usrcrbdendembéuxWiiTk kabtnett _ wird wegen aulicher Veränderungen auf einige Wochen geschlossen.

Verkehrswesen. Von jth ab sind Pakete von und nach St. Ludwig

Els.) und Hüningen (Oberel, im in “- kehr zar Postbeförderung zugelaffesn? neren deutschen Ver