Datz Verfügung des Ktlegsminisleriums.
Den 22. Oktober. Ernannt: zu Proviautamumspektoren (des ÜWOUZ: dle Proviantamts-Untniaspektoren und Anwärter: BUUL- M blban, Haucke. |plaenstiorff. Grünefeld,
einn, Becker(Otto), PodUus, Hielscher, Witte(Richard),
rudi (Robert), Stuckenbrock, Rahn (Jobanneö), Thal, Krolewski,Gundlach, Wirth, Ibach, Rogaski, Jenner, Neumann (Hermann).
Den 2. November. Versest: als Amtsvorstände: die Garn. Verw. Oberinjpeftoten GeieeraÖ von Saarlouis nacb Magde- burg, Kolbe von Me 1 nach Saarlouis; Diedeting, Garn. Verw. Jusp., von Me uingeu nacb Busdach; als Kontroüefübrcr: Vorwerg, Garn. Verw. Insp, von Mes 1 nach Meiningen; als Verwalter: die Garn. Verw. Inspektoren Rabe von Wesel nacb Siarbura i. L., Traumann von Saarburg 1. L. nach Bonn.
Den 13. November. Bunk, Garn.Verw. Jnsp. in Mörchic-gen, auf seinen Yntrag m. Pens. in d. Ruhestand bers:t;t.
_ Den 21. November. Verlieben: den ZabLMeistern: Olk Vom Kur- R. Nr. 6 Tixsmann dom Inf. R. Nr.21, Goeldner vom Jak R. Nr. 146, Hollbacb vom Inf. R. Nr. 118, Jünger Vom
eldart. R. Nr. 75, Rittin er vom Inf. R. Nr. 169, Valk von d. Kr. Schule in Engers, ribkowski Vom Gren. 91- Nr. 5- Fricke vom Leib-Gren. R. Nr. 109, Kuehn born (Gren. R. Nr. 10, -- d. Titel Oberzablmeister
Den 29. November. Zu Zablmeisjcrn ernannt: die Unterzahl- meister: Spinde für Rechnung 5. Stelle 5. 11. Bat. Inf. Leib- Regts. Nr. 117. Köhn für Rechnung d. Stelle b. Stabe dcs Inf. Rems. Nr. 81, Nelius für Rcckmung 1). Stelle b. d. 1. Abt. Fei»- art. Regts. Nr. 24.
Königreich Preußen.
Auf Grund AUerböchster Ermächtigung S e in c r M aj c stiit des Königs hat das Staatßministermm den bei der Regie- rung in Bromberg beschäftigten Gerichtöaffcssor Krahmer- Moellenbera zum Stellvertreter des Regierimgspräiidentcix im Bezirköauöschuß in Bromberg, abgcsebcn vom Voriiy, 9111 die Dauer seines Hauptamts am Sixzc ch Bezirkxzciusschmjss ernannt.
Justizministerium.
, Dem Notar Noffback in Leisdclmcn ist dcr Amiösiß in Lychen angewiesen worden.
Ministerium der öffentlichen Arbeiten.
Verseßt sind: die Regierungs- und Bauräte Ungor von Essen nach Cassel und Mattern von Breslau nac!) Beeßkow (Verwaltung der Märkischen Wafferstiaßen) sowie die Re- ierungsbaumeister Winkler von Oblau nach Breslau (Ge- ?chäftsbereich der Oderstrombauverwalmng) imd Hemmann von Eberswalde an die WeichseistrombanUci'rvaltimg in Danzig.
Den Regierungsbaumeistern Pfei ffer (Konrad) in
C arnikau, Biermann in V-oriin (Gsschäftsbereick) der
inisterialbaukommission), Brauer in Liogniß _ diesem unter
Verseßung nach Oelö'als Vorstand des Hochbaaamté3 daselbs «,
Bellers in Crefeld und Gelderblom in Gembin sind etats- mäßige Stellen als Regierungsbaumeister verliehen worden.
Ministerium der geiitlicben und Unterrichts-
angeZegenbeiTen.
Der eiatsmäßige Vrbiéiésr 1:21 Ter T'ccbiiiscbcn Hochschule in Danzig Dr. Otto RUTH i!: 4277. 1. April 1910 in gleicher Eigenschaft an die Teckyiiiciw H:..Hiéiuie in Breslau verfaßt worden.
BekanntmaÖUng, betreffend die AuSreickan 52: _„ÜTZN§icheinc Reibe R
;
Nr. 1 biB10 zu den vorma1§_ H.::KWr-erfckyep 4pro- zentrgen Staatsschuldvsr'é- €;?u..;on 911.5.
Die Zinsschcine Reihe I Nr. 1 LZH- ".'-3 :ck»: 5911 vormals Hannoverschen 4prozentigen ZTZITÖ7ÖULOV811chr€1- bungen Lit. 8 fiir die 1 ._.iäbriiÖx-K F.":ngsitHjermine
“ ]. Juli 1916 bis einschließlich 2. Januar 1.92; 7.955 5211 Er- neuernngSscheinen fiir die folgende Reibe WETTEN :“:m 171. De- zember 1915 ab ausgereicht,
Die Zinsscheitie können bei den KönigTiÉZK N;:Tériings; bauytkaffen in Hannover, Hildesheim, LÜULÖUTF, ZTZTZ, TSN::- brück und Aurich in Empfang genommen oder Dori “.I-ck71 52:76) die Post bezogen werden.
Die Empfangnabme bei der bissigeii Regieng-be' ,: » erfolgt in deren GeschäftSraume, Archivstraße ? p., rx. (, -: 12 Uhr Vormittags, mit Aanahme der Sonn: und Fsixrxxé, sowie der Kassenrevisionstage (18. jeden Monats).
Wer die Zinsscheine direkt bei der hiesigen ??€- J gierungshauvtkasse in Empfang nehmen will, bai ::2 .*
Zinsscheinanweisimgen mit einem Verzeichnisse, zu melcbm zzormulare bei der gedachten Kaffe Unentgeltlicb zu haben sind, dort persönlich oder durch einen Beauftragten, abzugebsn. Es erfolgt die AUZreichung der neuen Zinßscbeine dann sofort.
Wer die Zinsscheine durch die Post von einer der obigen sechs Regierungsbauptkassen oder auch per: sönlich bei einer der Regierungshauptkassen in Hildeßheim, Lüneburg, Stade, OSnabriick nnd Aurich beziehen will, hat die alten Zinsicheinanmeiiunqen mit einem doppelt auSgefertigten Vßrzeickmiffe an die bktreffcnde Negiemngsbauptfaffe einzureichen. Die eine Ausfertigung des Verzeichntffes wird, mit Emyfanchbescheinigung versehen, sogleich zurückgegeben oder portopslichtig zurückgesandt (Gegen Rück- lieferung der Empfangßbescheimgung werden die 11euenZinSscheinL binnen 14 Tagen ausgehändigt. Formulare 311 den fraglichen Ver- zeichnisien find auch bei den Regiemngsbauptkaffen in Hilde?.- heim, Lüneburg, Stade, OSnabrück und Aurich sowie bei den Kreiskaffen „Hameln, Nienburg, Göttingen, Goslar, Clausthal, Cekle, Harburg,Uelzen,Gee1“temünde, Verden, Lingen, Meppen, Emden und Leer unentgeltlich zu haben.
Des EinreichenH der Schuldverschreibunaen bedarf es zur Erlcmgung der neuen Zinsscheine nur dann, txenn die aiten ZMsicheinanmeiFungen abhanden gekommen Und. In diesem Falle smd die Schuldveischreibungen an eine der genannten Königlichen RegierungShauptkaffen mittels besonderer Eingabe einzuliesern.
Die Einsendung der Zinßscheinanweisungen sowie _er Schuidverichreibungen an die Königlichen Regierungshauptkanen muß portofrei ("schehen
_ Die neuen „ in21cheine :c. werden dem Gläubiger porto- mii-chxjg unter vo r Wertangabe zugesandt werden, sofern nicht
von ihm die Zusendung unter Bezeichnung eines geringeren genau anzugebenden Wertes erbeten wird. Hannover, den 7. Dezember 1915.
Der Negiemngspräfident. I. V.: Humperdinck.
Bekcinntmachung.
Dem Unteroffizier, Gcflügelhändler Ernst Lauersdorf aus Neu Trebbin, z. Zt. beim Pferdelazarett in Oels, Dragonerkaserne, wird hiermit auf Grund des F“ 1 der Bekannt- machung zm“ Fernbaltung unzuverlässiger Personen vom Handel vom 2:5. September 1915 _- ReichI-Geseßblatt Seite 003 der Handel mit Geflügel wegen Unzuoer- lässigkeit des Handelsbetreibendkn in bezug (mf seinen Hundew- betrieb untersagt.
Freicnwuch (1. O., don 7. Dezember 1917).
Der Königliche Landrat. Freiherr von Miiffling.
Yichtamtliches.
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 11. Dczember 1915.
ZEWO Majestät dcr Kuiser Und König bat, wie „W»._T. B.“ meldet, nac!) k11152111_BLsUch in Lemberg die deutuben "Truppen im der STMPÜ beinhtigt.
Dab Königliche Stantsminisierinm trat heute zu einer SWUUJ zusammen.
Auf Grund dss § :: der Verordnung ch 2111111162?th iiber die Regelung der Buttorprcise vom 22. Oktobsr 1914“) sind, wie durcb „W. T. B.“ mitgetcilt wird, die in der Beka1mtnmchnng ch Noichskauzlerö vom 24. Oktober 1915 fcstacscßtkn (Brundprciic fiir die Provinzen Ostpreußen Um 1 “113, Westpreußen um 55 .11, Schls§wig-Öolstein um 3 „16, Posen und Hannover um 2 (W, für eincn Teil Brandenburgs um 1 «16, fiir dcn Regißrmigsbezirk Köslin um 2 (,s/) und fiir die ?)éegierungsbezirke Stettin mid Stralsund um 1.15 Herab- nescot worden. Fiir die Umgebung (Gros; Berlins, Toile der Provinz Brandenburg sowis die iibrigen Teile Preußens bleiben die durci) die Bekanntmachung des» Reichskanzlers vom 24. Oktober 1915 festgescßtcn Grundpreise einstweilen bestsben. Die abgestuften Grundpreise treten am 15. Dezember 1915 in Kraft.
Nach dem engliscben Poldbiibericht vom 9. Dezember sind zwei amerikanische Oeltankdampfer „ThePetrolite“ nnd „Commneipaw“ am Sonntag im Mitte1n1e2r durch ein 17:21ootangegriffcn worden. Beidc seien wohlbehalten, aber durch das Feiler 1398 dcmicben ['Booteö leicht beschädigt, an- gekommen. Der Bericht fiigt binzu:
„Disse Asii1k1ff€ sind txink VNU'BUUJ der amsrikanksckdkn Neu- tralität und zkiqcn von neuem die dentichk Unebrlickokeii bötreffs der .Fraibil dsr :).)ée-„ére“.
.Hierzn erfährt „W. T. B.“ von zaständiger Seite das Folgende:
Ein Bkricbt Über die gsnanntkn FäUe [ikszt bikr moch nicbi vox. Falis sie nicht überhaupt ernnbkn RUD, um Amerika egen uns (1111- ziibecn, bedeuten si? 1ng nach dsr eng'iiiib-zn Darsik img zwxifeilos keim: NLutralitätSVLrlWima, ka die BLkUZTkUnJ, bside Dampfer 1eien durch das Feuer des [**-Boots leicht bsscbädigt worden, mit boÜer Sicherb€it darauf 1ch11ch8n läßt, das; fis dem Befehl des [,'-Boots, ziir Ausübung dss UNTMWÖUUJIWÖW zu stovpen, nicbt nacbgekommsn sind. Zu diesem Faiis ist aUgsm-xin ansrtanntßs intkrnationales Recht, daß der Kriegsstbiffkommandant Gewalt anwendet, um seinkn
B(fkbl durckszizscßkn.
Was die albcrne Bémarkuna 13er die deutsch? Uncbrlicbke-it bgzüglicb dsr Freiheit der Mékrc b-ktrifft, w ski nur darauf 1111141?- wtkfen, dai“? wir aUkrdings die Freibiéit der Meere ekkämvfkn wollen. Wir bsrstkben daruntsr die Befreiung von der j-dem Vb1kerrcchi§gru11dsatz bobxxsprecbynben Lrigiiicben WiUkürbertsckoait sur See, die alle neutraisn Staaten am eigenen Leibe zur Zeit schmerzlich genug verspüren und die gerade der Präsident Wian in seiner lkßien Note an England scbommxsws (m_den Prangsr 33528111 bat. So1ange diese knqliscbe WiÜküiherrWast daucrt, kömnen wir natüxlkcb auf die Ausübung, der uns nach den jkßigen ::;xxxnaiionalstn Grundsäsen zustehenden Rschte nicbt ber|ichten.
“72-7 112U11§1L11 AuGgabe des „Reickw- und Staatsanzeigers“ *die Äusciciben 928 der Deutschen Verlustlisten bei. ., MQTZLU die 402. Verlustliste der preußischen Armee und :“ “ **“. ?“Zßrlxstliste dEr bayerischen Armee.
Oesterreirh-Ungaru.
Ter TéxxiÉ-L Kaiibr hat am 211.N0vember an den Kommanbxutsn “NH 7. Hiisarenrcgiments als dessen Zn- haber [0111 1119153113, 13923 „W. T. V.“ nachstehendes Tele; grcimm asricbiétx
Mir Zrcß-m “4751217176 babe Ick aus dem Mir übersandten Bericht VON OM 1257er“. Ijiybm-Itatkn Meiner tapferen Husaren Kenntnis genommen, cio. sm Verbands der Vua-Armee mit ZN-“inen Truva treu: WaKeanQ-Ztickiait bislten. Bei Meiner hevtigen Anwsenbeit bei Seiner „K. m-Ir K. Abbstoliickpen Majestät in W1en entbiete Ick dem Regimer-t mit den bestcn Wünschen Meinen Kxiie11ichenGmß uni: biste Six, Heir Oberst, die heute über- fandtyn kaotationen den tapi-„rsn Angeböxigen dks Regiments in Mcinen Namen zu Verleihen. Wilhelm.
Das tapfere Regiment, daS sick) während des ganzsn Kkiegeß immer hervoiragend bewährte, batte sick) im letzten Sommer bei der Verteibigung eins?: Vrückenkopfks kÜleiCk) hervorgetan. Wiederholte Anariffe der Russen scheiterten an dem Heldenmut bxr Siebsner Husaren. Der Kommandant des Korps fühlte 11 bewogen, dem Regimentskommandanten seine besondere Anek enmmg außzusprechen.
» Der Generalseldmarschall von Mackensen, der am
'Montag in Wien weilte, um dem Kaiser Franz Joseph
fiir die Verleihung der Brillanten zum Militärverdienstkreuz 1. chisse, zu dcznken, wurde von diesem im Schönbrunner Schw"? m Audienz empfangen.
["Man-ien ub Irland.
Der Premierminister Asauith wird den „Time“, zufolge nächste Woche dem Parlament eine Vorlage unterbreiten, die Armee auf eine Stärke von vier Millionen Mann zu bringen, und zugleich das Ergebnis der Werbetätigkeit Lord Derbys mitteilen.
- Jm Unterhaus e brachte der Staatssekretär des Innern Simon einen Gesesemwurf zur Verlängerung der Legis- laturperiode des Parlaments bis 31. Januar 1917 ein. Der ParlamentSuntersekretär Lord Cecil erk_lärte, daß die englische Regierung die nunmehr tatsächlich benehende meri- kanische Regierung in akler Form anerkannt habe_.
Am Schluß der vorgestrigen Sißung führte die Weigerung der Regierung, die Bestimmungen des Handelsabkommens mit einigen dänischen Firmen bekannt zu machen, zu einer ziemlich erregten Debatte.
Wie der .,Rottecdamscbe Courant“ berichtet, verlangte dcr Abg. Dalyiel die Veröffentlichung des Abkommens, das nicht gcbzrm gehalten welken könne, und sagte, wie verlaute, seien Exsmplare daVOn in Norwegen, Schweden, Dänemark und Amerika verbreitet worden. Lord Robert ((kcil habe selbst einigen unioniitischen Parlamexts- mitzl=edern den Inhalt mitgeteilt. Er wolle wissen ob in dem Ab- kommen zugestanden werde, ]ewiffe Artikel, die aus England eingeiübxt würden, wieder auszuiübren, und ob das mit der Eifläcung dkS Premierministexs vom 1. März zu Vzreinbaren sei, das: alles getan werden soije, um die Einfuhr und die Ausfuhr aus Deuticbland zu Verbindern. Str A. Ykarkham fragte, ob es rrabr sei, daß Lord Hatvan: kürzlich einer Aborknung amerikanijcper Journalism mit- geteilt baby, daß er gexen die Politik der Auöbungerung Deutschland:“; sei. Lord Cecil bekl-ate sicb in s*iner Amwort, daß man ihn zur Bekannjgabk dieses Abkommens drängen wolle. obwohl er bereits erklärt habe, daß diess mit Rücksicht auf das öffentliche Interesse un- möglich sei. Er erklärt?, das Abkommen fei im öffentlichen Interesse gklegen und stimme mit der Politik der Regiuung bezüglich der Blockade Deutsckplands überein.
- - Der ausführende Ausschuß des Bergarbeiter: verbandetö Großbritannicns gibt bekannt, das; er bei der Be- sprcchmig der Gewerkschaften, die vorige Woche in London stattfand, und wo Asquitb, Mc. Kenna und Runciman Nii- sprachen hielten, nichtvertreten war. Erspricht, wie„W.T.B.“ meldkt, sein Bedauern aus, daß einige Zweigvereine des Ver: bandes vcrtreten waren, und erklärt, das; er gegen jeden Vorschlag entschieden Einspruch erhebt wonach die Arbeitcr keine Lohnerhöhungen fordern solLten. Dcr A11Bsch11ß biUigt den Einsprnch des Nrbeiterfiihrerco Smith, den dieser in einer Besprechng im Schaßamte genen den Vorschlag des SchaHkanzlers erhoben [)cit, daß die Arbeitgeber die Einkommensteuer von den Wochenlöhncn der Arbeiter ab- ziehen nnd der Regierung Überweisen sollten.
--- Die [9312 Verlustliste nennt 21; Offiziere und 408 Mann. Frankreich.
Dßr Präsident Poincaré- bat gestern vormittag dcn Staatsiekretär des Yuöwärtigen Amtes Sir Edward Gre!) und den Kriegßminijter Lord Kitchener, die aus London in Paris eingetroffen sind, empfangen.
Die Vertreter der Verbündeten bqben gestern vorniittag eine neue Besprechung im Ministerium der.“- 919ußern abgehalten, ber Grey und Kitchener beiwobnten. DL)" General Varro ist mit den ihn begleitenden StabD- omzieren in der Nacht nach Rom zuriick'gereist.
--- In dem Bericht des „Matin“ iiber die vorgenrixie SiHUng der Deputiertenkammer, in der beschlossen wurde, die Interpellation Constant wZaen der Ernennung Joffrc-I ziim Oberbefsblshaber aÜer französischen Armeen zn vertagen, beißt 245:
Der Mikiistxrvräsident Briand erklärte, daß nach der Anfickyk dcr chixrm-g Line Erörterung dieser Frage angcnblicklicb höchst un- boitcilbast wäre. Auf kxinkn Fall würde sicb die Regierung darmx bsteiiigen. In seiner Erwiderung betonte Constant, daß die Kammsr die Vkrantwortlicbkeit für die Wahrung der Interessen dss Lauch trage und disbalb auf Beantwortung der Frage dringen müsse.». Er eiinneite ait_ch an die Intexpeüation Painlcvéz wegen des Rück- trittes Delcanés und sagte, baum1s hätten leider die Tatsachen die Regierungßerklärunacn Lügen gestraft. Briand sqgte, Cr crbiicke in der Inte-rvéüation einen Mangsl an VLXÜUUÉU znr Regiermia, wolle aber zur geeigneten Zeit der Kammer die gowétn1chten Aufklärungen gsben. (Zwischenruf: Nack) dym Krieße.) Bcianv wies auf das innige Zusammenarbeiten der. Regierung mit den Ko-Mniffionen [)x-ider Kammern bin und erklärte„ er müsse es auch ablehnen, Auschlüffe vor einem Gebeimauöichuffs- abzugeben, da dies zur Stunde nicht in seiner Macht stehe. Das Parlament könne die Regierung am bestm bMuffiÖtkgm, wenn CZ mit ibr im Gefühle boUen Vertrauens zuiammenarbeite. Die Re- aiemng brauche views Vertrausn, brauche aue Kräfte und ibre ganze Autorijät, um zu regieren. Briand fcbioß mit erhobener Stimme unter lebhafter Bewegung: „Sie müffcn entweder der Regisruna glauben oder fie auffordern, einer anderen Regierung den Platz zu
räumen.“ Rußland.
Bei dem gestern im Kaiserlichen Haitpiquartier begangenen Fest des St. Georgsordcné: richtete der Kaiser Nikolaus cm die Offiziere, die Ritter dieses Ordens sind, eine Ansprache, in der er laut Meldung des „W. T. B.“ saqio, er freue sich, mit ihnen zum zweiten Male daß- St. (LZeorgsfest während dieses Krieges begehen zu können:. Ailen St. GeorgSrittern spreche er soinen beißen Dank aus für ihren eifrigen und außerordentlich schmierigen Dienst. Er wünsche ihnen vollen Erfolg und Vernichtimg der Feinde. Zu den Soldaten, die Inhaber des Ordens sind, sagte der Kaiser,. Lr kenne ihrkn Eifer und ihr?: Tapferkeit und sei daher iiber- zngZ' dcxf; die Feinde vom [)eimatlichanoden vertrieben werden; wm“ en.
- Eine britisch-französische Militärmission ist einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“ zufolge gestern in St. Petersburg eingetroffen.
Spanien.
Der Ministerpräsident Graf Romanones hat nach einer Meldnng des „W. T. V.“ folgende Erklärung abgegeben:
_Das neue Kabinett WLW? die Politik des früheren Kabineits fort'eßen und die strengste Nkutralität gegenüber allen Kriegiübrendkn bsobachten. Es werde alLe Anstrengungen unternehmen, um 1318 Lö'ung des wirlsch1f111chen Problems zu erleichtern, 11111 “cem das Parmment befaßt sei Es nehme die ihm von der gegenwärtigen Mebtbelt angebotme Mithilfe a!» Mükdk jidoch, faÜs er zur Ansickzt qelan en sollte, dieser! Beiktand nicbt benußcn zu können, eine neue ammer einberufen. Das ncue Kabin-tt wüide zunächst die mit der Landeswerteidigung eng verknüpfte militärische R-organisierung und sodann die Frank" be“ züglich der UkaßkUUJSMUtqu Arbei», Ausfubr- und Krcdiischwieria“ keiten in Angriff nehmen. Dabei Werde es keineßwegs die der öffeut“ lichcn Meinung gegenüber übernommenen Verpflichtungen außer achk
7 „; aber die wirtschaftlichen und finamiellen Probleme seien die
v ngkitbst-n. Romanoues schloß mit dex Velsicbetuna, das; die Re- glenmg eine aukgesprochene liberale Politik verfolgen werde.
Schweiz.
JmWNationalrat brachte gestern die sozialdemokra- jjsche xyraition laut Meldung des „W. T. V.“ folgende Anfrage em:
Gedexikt der Bundeskat allein oder zusammen mit den Regierungen anderer Lander dxn Kriegiübrenden 1cine guten Dienste anzubieten zur baloien Herbeiführung eines Waffenstillstandes und zur Ein eitung von Friedensverbandlungen?
Die Anfrage wird von dem Senior der sozialdemokratischen Fraktion, Greulich-Zürich, begründet werden.
Griechenland.
Die Regierung hat nach einer Meldung der „Agence d'UlhesneI“ den freundscha"tlichen Schritt des Bierver- vande's in dem gleichen fsreundschaftlichen Tone beantwortet 11_nd die notwendigen Versicherungen erneuert. Die Antwort ist den Gesandten vorgestern nachmittag übergeben worden.
Rumänien.
"„Mach-einer Pause von einer Woche haben Kammer und Senat die Beratungen wieder aufgenommen.
In_ der Kammer richtete__Take Ioneßcu eine Inter- 11cl1qtion an den Ministerpräyidenten iiber die auswärtige politische Lage Rumäniens.
Nach dem Bericht des „W. T. B." wünschte der Jnteryellant E Wisen, warum Rumänien nicbt eingescbritten sei, als Bixlgarien an Sztbien dm Krieg erklärte. Der Ykinistcxpräfident BratiQnu ant- woxtste, Take Jonexcu wvÜe mit dieier JnleWellation Vor aUem eine politi1che Kundgebung Veranstalten. Es sei sein Rxcht, zu fra en, es (;ck? aber Fragen, auf die zu antivorjcn, er den Véinisjerprä .deuten n1ch1Veranlcxffenfönne. Take JoneScu erwiderte, der Minister- prasident _batte wknigstens die Begründung der Interpellation ab- wzrten mnffen, kkbor er eine Antwort Verweigexte. (Zr bringe dem Paklamcnte nicht die ibm gebührende Achtung entgegen, wenigstens dx'r Form zuliebe müßten die parlamkntarischn Einrichtungkn beachtet wc_rden. Der Ministerpräsident Bratianu erwiderte, die Form wurde zur Nebensache, Wenn es sieh um solche Fragen handle. (Er glaubt», das; er dem Parlamente Und dem ';kntexpyüamen acbtungßboll brgegnet sei, indem er sofort esaqt habe, daß es ibm unmöglich1ei, zu aniworten. „Ihre Anfrage“ fuß? Bratianu fort, „wurde durchsickotig genug 111-1181“, daß das Land und das Parlame'nt cs verstkben, warum ick) nicbt antworte._ Ich kann tubig Hagen, daß in der abgelaufenen Tagung niemand ahnliche Fragen ac Teilt hat, aber dies hängt nicht von mir ab WEnn ich auch die Verpflichtung der Regiernng aeaenü'oer über- nehmen l_ann, ,so kann ich es doch nicht anen gegenüber tun. Des- halb erklare ich mit Bedau-rn, das; ich die Anfrage nicht beantworten kanzt.“ (Die Rede des Ministeiptäsidenten wurde wiederholt Vom Bi'ifall des Hausks unterbrochen.)
N.?ck) Erledigung einiger Formalitäten wurde die Sitzung geschlonen.
Im Senat kündigte: (35rediscbtea1iu eine Anfrago an den Kriegsminister an, betreffend die Spionennester in Rumänien. Tama Ionescu stellte eine Anfrage 11er ausländische Bestecbunqlsveriuche in bei Armee. DobreScu verlangt Angaben iiber Medi- kamentenkäufe. Doktor Sions, friiher (Iencral- direktor des Sanitätsmesens , wiederholte sein Verlangen nack)_ Angaben iiber die Käufe durch das Kriegs- 111ir11steriuxn. Der Präsident Missir und der Ackerbau- mimstex Coittnescu erwiderten, daß die staatlichen Jntereffen dieFreigabe aller auf die Landesverteidigmxg bozüglicbenUnter- lagen verbieten. Sodann wurde die Sixzung geschlossen.
Bulgarien.
Der “Vizepräsident der Sobranje Momtscbilom hat, Wie ,W. T. B.“ meldet, aus Anlaß der großen Erfolge der bul- «aristben Armee über die Engländér und Franzosen nachstehendes Telegramm an den König gerichtet:
Nachdem die bulgariicbe Armee den heimatlichen Boden Von der Gegeanait alikr Uebeltäter geiäUbZtt bat, empfinden wir aufs tiefste das Glück, [wr unseren Txupvsn auch "OiZ stolzen Engländer und Franzojen fliehen zu sehen, die sicb noch acstern die Herren der W111 glaubten. Ick bin stolz, ein Bulaare zu sein, und rufe: „Es lebe dis bulgarische Armee, es lebe der König dcs geeinten Bulgarien!“
Kriegsnachrithten.
Wien, 10. Dezember. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet:
Russischer Krieasichauplas _ , Stellcnwcise unbedeutende Aufklärungskämpfe; sonst Ruhe an der Front,
Italienischer Kriegsschauplaß.
An der kiistenländischen Front berrschte gestern, von Artilleriefeuer und kleineren Unternehmungen abgesehen, Rubex. Die Tätigkeit deö Feindes vor den befestigten Räumen von Lardaro und Niva Hält an. Nachmittags griffitalienische Infanterie unsere SteUungen auf dem Monte Vies und westlich davon (zwischen Chiese- und Conceital) an; ite wurde unter schweren Verlusten vollständig zuriick- Icschlagen,
Südöstlicher Kriegsschauplaß. „ Südlich der montenexrinifckwn Nordgrenze werden die Verfolgungskämpfe Zortgcfiiknt. Der Sterertreter des Chefs des Generalstabes. :) on Hoefer, Feldmarscha11eutnant,
Sofia, 10. Dezember. (W. T. B.) Amtlicher Bericht Vom 8. Dezember. Die Verfolgung der englisch- iranzösischen Truppen hält auf den beiden Ufern des Barbar und des Flusses Kostorino gegen Godrova hin an. Uklsexß Truppen Haben im Laufe dieses Tages wichtige Er- 11Lbnis1e erzielt. Nach der schon gemeldeten Niederlage der französischen Bataillone bei Petrova am 6. Dezember 3011911 ,die Franzosen in der Umgebung von Petrova einen Fßll tbrer Truppen zusammen, die sich aus der *)„Zlchtung Demir Kapu im Rückzuge befunden, und 1Men auch dorthin Truppen aus der Gegend von (Hewgbeli heranholen. Heute früh um 7 Uhr lekde der Kampf auf der Front Petrovo-Mirovca Wkeber aufgenommen. Na einem ungestümen Sturm- ?erffbemächtigten sick) unsere Abteilungen mehrerer )mteremanderliegenden steilen Höhenstellungen und warfen die Franzosen gegen den Vardar zurück, die ihre Stelbmgen preisgaben, die Flucht ergriffen und Tote
unh Gefangene zurückließen, die den 4.1, 188. und 284. fran- zösischen Jnfanterieregimentern angehören. Nur s wnchen “Ilb- teilungen gelang es, sich in dem Riickzuge zuretten. Un ereKolonnc, die durch die Schlucht des Vardar vorrückt, warf die Nacbhuten der Franzosen bei dem Dorfe Klisura zurück, folgte sodann dem Feind auf den Fersen bis zum Dorfe Davibowo, erbeutete dabei zwei Maschinengewehre und machte 100 Mann zu'Gefangenen. Viele Franzosen sind in den Bergen zerstreuf. Die Kolonne, die auf dem linken Vardarufer vorgeht, griff übxrraschend die bei dcr Miindung des Dolna-Wodaflnsses benndlichen Skillungen des Feindes.; an, die die Franzosen mit zthreichen Verschanzunqen und 11121 Trabiverhauen stark e111geklchtkt batten. Die I“ ran ', os en gerieten in Ver: Wirkung und begannen eincn sebr ungeordneten Riick- zug in Richxnng von Gradccz. Unsere Truppen folgteri dicht an] und begannen mit ihnen einen furchtbaren Strgßenkamps in GradecF selbst. Die Franzosen wnrden schließlich um 4' .- Ubr Morgens auI Gradecz vertrieben und auf Udowo in vollständiger Unordnung und unter Zurückiassung zahlrßicher Gefangener zuriick- geworsen. Tie Jubi der in diesem Kampf getöteten "ranzosen ist noch größer als früher, weil es zweimal zu
ajonettangriffen kam. Die Toten und (ZZefangenen gehören den 341, 217 . und 372. französischLn Infanterie- regimentérn m_i. Unsere Abteilungen verfolgtkn die englisch : franzöyischen Triwpen siidiiä) Kosmrino auf Rabrowo Kiri und Valandowo. Nack) einsm hartnäckigen Kampfc, ber den ganzen Tag fortdauerte, ge- lang es unseren Truppen, sich der sehr starken englisch- französiscben Stellnng anf dsr Linie Protan-- L).)ieniicli-Kcijani bei Pletomo zn bemächtigen. Die Engländer und Franzosen batten diess Stellung seit dem ersten Tag ihrer AUSsch1ff1lUg in Saloniki bcfesiiqi uud batten daraus eine Berteidigungölinie ersten ?)iangeI gemacht. Wir machten dort 400 Engländer zu (Zcfanaencn nnd eroberten 10 englische Gesch 11119 mit ibren Munitionswagen. Die ge- fangencii imb wien Franzosen tamen aloRMimentHnumm-Zrn die der 175. und 170“,Jiifa111eriercaiiiißnter und einige unter ibnsn die des zwciisn Ziiabenregimenw. Dic englischFranzösischen Truvpen befinden: sich in schleunigém Riickziige siidlick) der Linie Nabrowo Valandowo jenJLiiI dss KOLUMNE. Zn dissen: Abschnitt der “Front Haben die Engländer und Franzosen a11s;erordentlich schwere Vsrlnste erlitten an Toten sowie Vermunbkten, dic sis in dcr Hast WWS Riick- zuges nicbt mitnehmen konnten. Die Kämpfe dauern noch (111.
Der Krieg der Türkei gegen den Viernerband.
Konstantinopel, 10. Dézzmber. (W. T. V.) Das „Hauptquartier teilt mit: An der Jrakfront drangcsn imscre Truppen im Nordcn und ?!Lestcn noc!) niib-s'k an die feindlichen Stellungen bei „11111 L[ Amara [)LMU, brachten dcm Feinde arosw Verliiste bei und 311101111011d18 Ab- teilungen, bie sick) cim rechten Ufer dees Tigkis befanden, zum Rückzug nach Kitt ei Amarn. Im Osten bemächtixiien wir uns der Brücke iiber den TiqriS, zwangen einige feindliche Abtei- lungen, nacb Kut 21“ Amara ziiriickziigehen, Und feindliche Kanoncnbooto, zu entfliehen.
An der Kaukasnsfront machten wir 111 M (Naend von Milo einige feindliche Patrouillén zu Gefangenen, (111de2 ver- nichtcten wir. Von den andsren Abschniiten nichts NEUES.
An der Dardanellenfront beschossen fciiidliche Panzer- schiffe bei Kémikliliman knrze Zeit nns-xre Steklimgkn. Unsere Artiiierie orwibsrtc und richtet-s sichtlicben Schaden in den fLiUd- lichen SchÜtzengräben Und Artilleriesteliungen cm. “37581 (Vranaten trafsn die Landesteile bei Kemikliliman und vérursach12n dort Verluste und Verwirrung. Von fiinf Minen, die der Fsind QM 8. und 9. Dezember in diesem Abschnitt springen ließ, explodierten drei gcrade untsrhalb seiner Schützengräben. Die beiden anderen, die in ungefährlicbem Abstand explodierten, verursachten nns bloß den Verlust von zcbn Toten und Verwundeten. Bei Ari Buran heftiger Kampf miT Artillerie und mit Bomben. Der Feind schleuderte Lufttorpebos. Ein Kreuzer beschoß in Zwischenpausen imserc SteUungen. Unser FLULr zwang iim, sich 511 entfernen. Ein anderer Krenzsr kam auf Kanonenfcbuß- weite beran. Bei Sedil Bahr bcivirkie unsere ArtiUkric dic: Einstcilimg der Bombemviirfé imd brachte die? feindliche Artiilerie zum Schw2igen, ZWEiKcher beicboffen wirkimgézlos unsere Stelbmgen.
Der Krieg zur See.
London, 10. Dezember. (W. T. B.) Ta?- „Rsuicrscbe Bureau“ meldet: Der dänische Dnmpfsr „Mink“, 1229 Briitwtonnen, wurde versenkt; bie Vesaßimg wnrde gerettet,
London, 10. Tszcmber. (W. T. B!) «Lie „Lloyds“ melden, ist der norwegische Dainpfer „Nercus“ versenkt worden. Der Steuermann isi ertrixxikcn, die iibrige BesUHimg wurde gerettet.
Wohlfahrtspflege.
Die Bedcutunq dcs “wfirntlicbsn Arbeitsnackyircisks fiir die KriegSrvirtisbast.
Elm“, anläß1ich der gegenwäxtigen Tagung ch RcicbZka-ss rom Neicböamt des Innern berauSgegebene Denkschrift übkr Maßnahmen auf dem Gebiete des ArbeitSnacbwech (Reichßtaasdiucksacbe Nr. 151) gibt einen Ucberblick übt: die Tätißkckt und die Eifolge des Arbeitönaäoweiies in den leßten Jahren und. seit Kiie'gsausbruch. Wie dark" festgestellt wiid, haben die gsmeindlicben und öffentiicb unietstüßten Arbeitsnacbweise ibre insiungen seit 1912 nicht nur bx'träcbtlitb i;estci;e't, sondern auch die acwalTißk Yai- gabe, die mit der Umschaltung dss Wirticbgftplebkns bei Kriegßausbruck) an die Arbeitsvermittlung berautrat, in überraschend günstiger Weise zu lösen aew_uf:t. B:- acbtenswert ist aucb die QUE anderm Nachweiswrmcn stark übcr wiegende Ve1mituung wcüéicber Arbeitskrä'te, die nährend kek Krisqxs als Erjaß für die im Felde stehenden Arbkirrr in Frage kommen. Neben der Zunahme der Vetmittxungslcistunaen 111 durch Ver- mehrung der Z,“:bl der gcmcindlicbsn Ve!mittlungNimiQtungcn. bcionders Cnde1914, das Nc dieset Arbeitsn9chweise enger ge- schlossen. Die patitätischcn &achxbsiiönacbweiie babxn fowvbl ihre Zahl wis ibrc Vermittlunpsleistung unter der (Einwirkung des Krieges nicht wesentlich vkräpdert, wäbrsnd kik Täjigkeit dxt Arbeitarber-, der Innung» und der UrbeitnebmrtoUrdeitknaebwei:c seit Kriegßausbrucb anicbeim-nd bctiäckxtlicb ak *ncmmm dai. Die wesentlkckoe Mitbilie dcr ucuacxndligben _ jbiiTkvacbiveikk bxi der Vermittlung landwixticbaktllckder Arbei!!!- kcäfte und bei der L*:"jckpaßung res rvsik11ckeu (?!?.in
landwirtschaftlicbe Arbeiter zur Bergung de! Crnke ergibt fich aus der plösliäen Zunahme „der Besesunße: durcb ivciblichc Arbeitskiätte im dritten Vierteljahr 1914.
der Metall- und Maschinenindustrie' konnte im Jahre 1914 der öffentliche Arbeitsnacbweis für die KriegsbedarfsbetstcUuna eine die Vorjahre erheblich übersteiaenve Vntxiililunao1eisiuna (116000 Ve- sevungen) aufWeisen. Auch bis in die in_nastx Zeit blieb die Vermitt- lungßtäiigkeit in dieier Berungruupe betrachtncb. Besonders ausgeprägt ist die Zunahme der Bestyungen in der Bekleidungöindustrte (bon 50100 im Jahre 1913 auf 117 500 im Jahre 1914), Wo namentlich bei Kriegßausbtuch die auf Erwerb angewiesene weibliche Arbeiterschaft in Besckpäit'gunq gebracht werden konnte. Neben dar 8er- mittlung für gelernte Berufe hat bei dem mit Kriegsausbruch versxätkten Andrang ungelernter Arbeiter die Unterbringung dieser fur den ArbeitSmarkt eine erwünschie Enliastuna geb-acbt. Wabrend 1913 die Hemeindlichen Firbeithßchwase m_it1 YFM 854000 Stellen beseßen onnten, sjieß sie a 1 1 4 aus ' .
Dis Organisation des öffentlichen Ardeitßnacbweises in Deutsch- land verdankt ibre gegenwärliae Höhe zum großen Teil der lang- jährigen, vorbereitenden Tätigkeit des Verbandes _deutscher Arbeitßnacbweise. Di-ser hat Vor aUem die G1undun8, dkk Arbeitßnachweiöbcxbände in den einzeltzen Staaten und Provmzen in die Wege geleitet, sodas; zurzeit ein über aanj_Deulschland fich erstreckendes, gescbioffenes Ney besteht. Dixie Verbande babey, wie die amtliche Denkschrift mitteilt, eine reae Tatigkeit zur Neabemynduna und weiteren Ausgestaltung sowie zur Erböbuvg der Leistungsfabigkeit der öffentlichen Arbeitsnachwei'e enifaltet und „hierbei gute Erfolge mit'n. Die Zahl der Öffentlichen A1beit§nachwciie bat sick) daher seit 1912 nicht unwescntiich erhöht.
für männlirbe
Der Ausschuß zur Versendung bon Liebesgaben an Dozenten und Studenten und Un krieasgefc-inacne Akademiker (Berlin (? 2, Kleine Museumsiraße 5 b) bxaofichligf, allen Studenten zu Weichnachten Buch1iebe§gabcp im und um- 10nst xuzuienden, und zwar eine ins Feld, eine in die Lazareitk und eine in die Krieqsgßfan enfchafi. Er bittet désbalb vm die Ykreffkn der im Hecresdiknst sie enden Studenten, aucb die der iriegkgefangenen Stubsnten. Die Zussndung der Adrkffsn eilt.
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_ Am LZ.NOVL!11ÖW 1915 hat in ?ZHivzig die cinunddreiszigiie (Ocneralversammlung dsr Hilfökasfe fiir deut1che„ Rechts- anwälte stattgefunden. Das Geschä71613br191411915 1ch11€ßt mit einer Véitgiieberzabl Von 6098 geqsn 5898 im ijabre ab. Das Kapitalwnto tinfchiieß1ich deSKriegsionds beträgt 1.469 819515 86 „i. 2319 zum 1. Juli 1915 war für ordent1iche UnterUüJungSzmcke für das (Mickyäxtsjabr 1915/1916 schon über 127 830 „“ kaküqt. „Dem Krikgsforibs sind bis zum 23. November 1915 zuaegavgen 284 802 „15 4 -3- Daraus wnrbkn bis zum genannten Tage bewiÜigt 189 723 5--
50 „5. Kunst und Wissenschaft.
Das Kunstgen'erbemuseum hat ein bißber unbekamt-“s Wérk Gottfried Schadows, eine Statustte der Prinxeifin Frixbetike von Preußen, yrmoxbcn. (Es handelt sicb um eine aus rot- braunem Ton gxbiloete (G;:nzfigur, die mit einer ichwarzen Farbe überzogen ist und zuieyt als Bekrönung eines Ubigybäuiss diente. UrWrünglick) war sie augenscheinlich einem anDcr-Zn w€ck€ benimmt, was aus der trauernden Haltung der niknden Figur und aus “dem Umstand bervoraebj, dus; fich in der Kbmglichén Naiionalgalerie daNeibe Modell in etwas ge- änderter Yaijung befindet“, bier 111 der Kopf aufwärtsblickknb erhoben 21115 der xbexkbrvkr demgemäß zurückgelebnt. Eine unbemalte Terra- kottawiedcrbolung dieixr zweiten Figur ist im Besitz der Loge in der Dorotbkensnaßc: und nach Uxbetlieiermig ein Gxicber'k Schadows an dik- Loge; ein (SiOSaWUß bsfinket sich im Schloß Monbijou. SSM! 11:1 im Hobenon-rnjabtbuch für 1908 naÖg-éwieién, Faß in der Fi-gnr, die Prinzessin Friedxrike bon Preußen, Schwester dxr Könwin Luise, darcesert ist und zwar als Modell für das Grabbxnkmal 186 1796 bxrstorbenen Prinjku Ludwig von PxEUßen. König Fiisxricb Wilkelm 11. batte das Denkma1, das für den Dom bsstinzmt War, cm Scéadow Übertragen, doch wurde es nach b-m bald darum eriolmen Tor? des Könias vickyt aus,;eiübtt. In der Ykadsmie der Künste bkfimden sich zwei Entwürfe für das Der-kmal. bie ÜÖSLCiUsÜMMLND die trauernde WKN 525 Prinzxn mit ihren drei ixnmündigsn Kindexn zeigen, über deven ker Verstorbkvk, dexi Seincn Aksckxixd zuwiner-d, ichkvebt. Dem Meister scbemen schon wäbrénb ssiner Arbeit künstleriickye Be- denxen gcgen bie anbsisvbe Haltung der Prinzekfin aui- gejnegen zu sein; schon dix Statuen: in “cer Nationalgalerie ist (Wen dyn Entwurf insofern Verändert, als die bxtend xrbobcnen Hände dsr Figur in dsn Schoß gesenkt sind. In der Jizur des Knnstgcwerbemuséums ist der Ausdruck der Trauer durcb 9221911179, 182? Haaptsß noob Vers1ärkt. Von dem Entrvmf des Grabmals ix";- daduxcb die!e Statuette noch weiter entfernt. Da fie jedcxb die anmutigen Züge dsr jungkndiicbkn Prinzsifin Friederike unberkernbar träqx, bleibt, wie Gcbkimrat Dr. Ritter Von Falke im Dezember- bxft der „Amtlichen BNicbte «US den König1ichen Kunstsammlun- gsn' bervorbebt, kein Zweifel, daß auch di-ies Werk als HMS- mr-dsll für das Prinzengrab im Jahre 1797 ansgeéübrt !rurde.
Land: und Forstwirtschaft.
Zur briiten Aukgakedcr bomDeutscben Landwirtschaftxrar (BEAM 11". 57, Wintcricldtsnaße 37) veröffentlichen Ueberxtcbt 1":er dic aintlicben Maßnahmen während des Krieges, die für Lankwiriscbgit, VOikSLrnäbrung und Verpfleauag bon Heer op.? Marine bksonderes Interesse haben, casibi-n ein fiinftsr Nachtrag (436 (“"Zeit-n, Preis 3 .“). Er innmsx bis 3911 Vom 11. Juli bis 10. Nebembxr 1915, in dér die iichiigiikn Maßnahmen für Erzeuauvg, Verkébr 117,3 Verbxaucb bon stknsmitteln geticffeii worden find, und- gib? ein ubersiibtlicbes BUD von der aixßcrkrdcntliÖen Fürsorße- käk'ßxékt, die bis ReichVSrkraltur-g und die Rec-ierungxki kzr beixtichcn EimzclstaZtrn ent'altei babän, damit unsers Volkswixt- ?_cbaxt don FSM?! 132 geiübrtcn Vsrniä-tungsfamrf mit Can be- iiebkn ka_nn. Den Handgebrauch des umfangreichcn Bandes CrlkiÖtem 91:1 qukwerÖcs Jubaitévcrzkichnis, in k'éln auch di:? eipzcla;cn lond- wirxkcbaitirihén EkicUgMffL auißefixbrt sink. derrn Verkehr, Preis?, Bekäylagnabms. Cyteignynq usw. eine geisßlicb: Regklung erfabkxn babkn, m'd kin 'viiémakiscb nacb Matericn und innerbaib derie1§95n cbranlogiscb gsordnetcs Verzeichnis der in kem Band: vewiniarm Gsiyßc, Vcrorbauxigcn und Bekanntmachungen. WtUkowmen ckck? yielsn aucb ki; bsiaefügte U:?bersicb: übkr die in Deutich1ank be- Ziebxnrkn wiriicbaitiickcn Kriegkorszanisationcn und deren T.;.rixkkir 18117. Ein Anhang untcriicbtct nsch übkr die aus Anlaß dw Wext- krirgks m T*?tktreich Ungarn und in der Schweiz getrome wirt-
"***Öaitlickxcn *.Nxßnabmen.
Saatcnitand in Rumänien für Oktober 1915- , Ter Berichtsmonat Oktobcr 1915 zeichnen NÖ kund käxx'ixm Wickie! der Witterung aus. Die Verteilung der NiekeriÖläße aui das game Land xvar eine sebr ungleiche. Info1ge dicker Umstände wa: rie lankwirtycbaitlicbe Tätigkeit debt bericdkedeyaw» rege»- axmen (Gegenden. 11“ zum Vcixvlcl in der Moldau, WOMAC: uud in M*untenien, kann!: die Ykaisemte und die Fe1da1deitrn unter zum! Vcdmgu-gen vonmket, beziehungoweisé fortgesetzt werkam i- m mit reichen Jkkerex-“iblä-en dagegen wmd-m das Uumcknn det ! und die Üuöiaat irak! bkndnt. Die Maisetnte weist insbesondere in „der Nicwung eig bestiediaevdek Erträßnis aui: in du QW Tetlen des Landes iti fie weniger güuüia. -- Die Weinlese konte ?ZU'BUÉÖWDKQT übktaü bew??? werken. Das Ertröouü ist düse- mcm béß*kkktzknk, die Wein.:uamät eiue sekt gute. *- Die Zucker-