1915 / 303 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 24 Dec 1915 18:00:01 GMT) scan diff

M|!- Dr. Voißt in Schönebeck, Pieper iu Y:: _ Dr. Mittwea in Solmaen, S öne in Maraonin, r. ulst in Beeskow. Thiele in Nu tadt am Rübenberge. Dr. Bart- man in W.!dern, Dr. Ritter in Wolga", Kolping in Mayen und Dr. Füllner in Eschvege zu Amtsgerichts- raken und . die StaatSanmäkteWellenkamp in Neuwied, Zckmeidxr

bei dem Landgericht in Diffseédoxf und Wertoq dci dxm Laud- gericht in Frankfurt (Main) zn S:aatSaumriu'chaftsräten )u ernennen sowie

den Senatspräx'identen bei dem Oderlandeßgericht Kloer in „Breslag und Quincke in Frankfurt (Main), den Land- aer1cht§prändenten Blanckmeister in Greifswald, Nord- bech m Paderborn, Vollvracht in Neisse Doering in Beuthen (Oberschles), Dr. Graf von Matuschkn in Briea, Fabian in Stargard i. Pomm, Nievki in Glogau und Fkxgmer in Cottbus den Charakter als Geheimer Ober- ]uxttzrat mit dem Range der Räte zweiter Klasse.

dem »rsten Staatdanmalt Figge in Gleiwitz, den Land: gerichtskätcn Schönbrod in Trier, „Banner in St-*1tin„ Spißner in Ztaraaxd i. Bomm, Dies m Diisssidorf, Pauli und Ulbrich bei dem Landgpriäxt [ in Verlm, Tiesler in Bromberg. Offknbc'kg in Cass], Tmmendt in Poi n, Nknjer in 21.160017, Tr *Ukkrsmann in Ki-k 115111119111)er in Mer- bum, L1ßkl in LiMniH, Wolff in Göttingen, den Amtsgerichtßxäten Pflksfer u-d Hofmann in Görlis, Hartmann in Coesfekd, Hummel i:; Berlin-Zchöneberg, Missuweit in Bochum, Kayser in Bad Oeynhausen, Mager in Eisleben, Fraenkel in Vcrlin-Tempeldof, Sprinz, Ludwig, Dr. Köhne, von Jagodzinski, Reich, Genicke, Samter und Wilde bei dem AmtSUericht Berlin-Mitte, Jacobs und Meister in Duderstadt, Wagner in Sagan, Vahle in Harkord, Dr. Reschke in Zoppot, (Hildemeister in Wesel, Dunker und Dr. von Jherinq in Hannover, Küqler in Breslau, Dr. Hardtmutl) in Wiesbaden, von Jablo- nomski in Berlin-Lichterfelde, Sanio in Königsberg 1. Pr., Lemperß in Diisseldorf, Langenau in Gardelegen. Freise in Magdeburg, Etienne und PieSbérgen in Götiingen, Lahde in Sulingen, David in Memel, Lindenberg in Verent, Dr. Schulin in Marburg, Weber in Ehrenbreitstein, Dr. Abt i* Münden (Hann.), Ruhmann in Charlottenburg, Brachvogel in Bromberg, Menzel in Stettin, Dr. Albanus in Dc-lißsck), Weiß in Greiffen- bera (Schief), Glefer in Wißonfels, Reinhard in Melle, Hofmann in Rennerod, Eichen in Frankfurt (Main) und Schindler in Freiburq (Schlef), ferner dem Rechtsanwalt und Notar,Jns1izrat Meißner in Prenzlau, dem Rechtsanwalt, Justizrat Dr. Haaa in Frankfurt (Main) und dem Notar Justizrat Dorst in Cöln den (51)arakter als Geheimer Justizrat, .

den Amtsanwalten von Blok) und Jacobi in Hannover, Lorenz bei der AmtSanwaltschaft Werliu-Milte, Schmidt in Gelsenkirchen, Wenkeback) in Cassel, Wolff in Spandau und Müller in Beuthen (Oberschl.) den Charakter al§ Amts- anwaltschaftsmt sowie

dpn Charakter als Justizrat zu verleihen: im Kammer- aericbtsbezirk: den 912ch1Sanwälten und Notaren D1.B () [ lert, Dr. Lubszynski, Dr. Meidinqer, Maaendanß und Marchand in Berlin, Uhlenbrock in Berlin-Friedennu und Schlesinger in Friedxichsbagen, den Nechtts- anmälten Adolf Lewinsky Dr. Erlinghagen, Pinn, Kurt Iacusiel, Max Schneider, Franz Hahn, Dr. Marmixz, Dr. Hermann Silberstein, Dr. Vielschowskt), Dr. Loo Cohn, Dr. Brok) und Dr. von Veh in Berlin nnd Paul Schulz in Cbarlottenbnrg; im Obeäandeßaerichtsbezirk Breslau: den Recht?:anwälten nnd Notaren Woas in Schmiedeberg, Stams in Görliß, Rossmann in Hirschbera i. Schl., Dr. Patrzek in Beuthen O. S., Brieger in Gleimiß und Kunde in Jauer, den Rechtsanwälten Gerber- in KnttowiH, Sexchs, Mamlok, Müldner und Peiser in Breslau und Jäckel in Görliß; im OberlandeSgLrichtEbczirk Cassel: ()enReMHanwält-Zn und Notaren Dr. Hahn in Cmffel, Fökster in Bad Wildmmen und Dr. Pfeif fer in Fulda, dem RechtHamvaltDr. Malka in Hanau; im Ober1a11de§gericht§bezirk Celle: den Rechtsanwälten und Notaren Garbß in Einbock und Winkelmann in Diepholz, dem Notar LÜtkemann in Hannover, den RechtSamvälten Heinemann in Lüneburg, Busse, Dr. Rathgen, Poppelbaum, Wilhelm Meyer, Steinberg und Dr. Tidow in Hannover: tm Oberlandeßqerichtsbezirk Cöln: dem Recht?:anwalt und Notar Merck in Meisenheim, den Notaren Engländer in Eschweiler, Petermann in Linnich, Niesen in Berg. Gladbach, Zarl'mann in St. Goar und Schäfer in (56111, den Rechtsanwälten Dr. Moriß und Menzen in Bonn, Dr. Clemens Schreiber, Eugsn Court, Peter Weber und Dr. Julia?- Trimborn in 06111 und Dr. Wilden in Aachen: im Oberlandeßgerichtsbezirk Düsseldorf: den Rechtsanwälten und Notaren Dr.SclUnitI und Dr. Becker in Mülheim (Ruhr), Ofszanka und Dr. Wallach in Dyisburg, den Notaren Byns in Kleve, Berenbrok m Düs1eldorf und Dr. Höller in Crefeld, den RkechtSanwälten Bloem, Dr. Sch1111dt-Ernstk)ausen, Dr. Lrerß, Dr. Petermann und Dr. Presser in Diisseldorf, Richen m Neuß, Scheid): in M.-Gladbach, T1“. Deubel und Dr. Wesenfeld in Barmen; im Oberlandes- gericbtsbezirk Frankfurt a. M.: dem Rechtßanwalt und Notar Pannenbecker in St. Goarshausen, den Rechts- anwälten Dr. Fellner und Dr. Heß in Frankfurt a. M.; im OberlandeSgerichtHbezirk Hamm: den Rechtßanmälten und Notaren Dr. Alex:) in Gelsenkirchen, Reißin Herne, Möllmann in Iserlohn, Ellerbeck in Dortmund, Rasfloer in „Hohenlimburg, Schultz in Hasape, Dinger- dis en in Bielefeld, Koop in Bocholt, von Mayer und Erzlardi in Unna, den NechtSanwälten Kohn in Dortmund un Dr. Schieß in Essen; im OberlandeSqerichtsbezirk Kiel: den Rechtsanwälten und NotarenSchUlze in Elmshorn und Dr. Wolff in Altona; im OberlandeSgerichtsbezirk Königsberg i. Pr.: dem NechtSanwalt und Notar Dr. Stremplat in Gumbinnen, den ReckjtSanwälten Dr. Ve- rent, Meyerowiß und Dr. Siehr in Königs- berg 1. Pr.; im OberlandeSgerichtsbez1rk Ma- rienwerder: den Rechtßanwälten und Notaren VaSz- kiet in Pr. Star ard und Goerigk in Strasburg W.:Pr., den Recht5anwäten von Kurzetkowski in Löbau, Dr. von Laczewski in Graudenz und Dr. Lende in Pr.Stargard; im OberlandeSgerichtsbezirk Naum- hnrg a. S.: den Rechtsanwälten und, Notaren Kuhn in)

Hetlüedt. Dr. Bkumb-rzjin t und Biel ,in Mühlhausen 1. Tl.. den ten Geutebrück uod Karlewski in Naumburg a. ., Taferl in Wernigerode und Dr. Schwarze in Hane a. * .; im Oberlandes- gerichtsbezirk Posen: den Nechtsanwälten und Notaren Nartecki 1:1 Neutgmnchel, von Cbelmicki in Adelnau und Goxdschmidt m Ostromo, den Reebtßauwulten Dr. von Pomimt: Dziomdowskt und Koperski in Posen, Mcißncr i:: Koéxen und lebexstmn in Brombprg; lm Oberlandes- gerichtsvcztrk Stettin: den Rechlsanmälten und Notaren BanZolt) m Stargard i. P. und Ehrlich in Swinemünde; Endl!

den Amtherichtssekretären Giese in Posen, Schellack in C902 und Hoppe in Schwelm den Charakter alsRech1nmgsrat zu verleihen.

Kriegsministerium.

Bekanntmachung.

Als Sortierbetriebe, die von der .KrichwoÜbedarfs- Akaiengesslléchaft, Berlin, mit dem Ankaux der ixn § 2 der „Bskanntmachmxg, bstrcffend Betchlagnakjme, Veräußctnna und Verarb-ittmg oon oncnen und halbmoüxnexn WM: und Strick- marenlnmpon und 00?! mal] n-n und baébmoüemn Abfällen der Wmf: 112.0 ZUickxvarexherU-Unmg“ bszr'lch]191L;-, Gegensjäx-de ftir die Zwecke dcs streo- und Mardaebedasfs beauftragt sind, werden gemäß F“ 5 der Bckamxtmach1mg fol- gende Firmen bezeichnet:

]) Bamb u. Sohn m Riesa (1. 1. ("'-[be,

2) Bulsön, Geb-sioer kn Hannov-r

3) Bésgék, Jaaay, in Frankth, ZNain,

4) Ephraim, Cm."! in Greelau,

5) Hr'norl, Alfred 1". Co. in Bkrlin Z()., Oranienslraße 6,

6) Osvmann, W. in IndemRbemlm-d,

7) Hévmann, A. u. Co. in (Jöln-Ebrknfeld,

8) H ymann, (Gottfrjed u. Söhne in Cöln, K1.©c1echenmark166,68, 9) Loeser, H. 11 (7.0. in Tsier,

10) Lerrv u. Strkcp in Nkklitl 81 ck., Kötz nichr Straße 152,

11) Lipvmann W0.ff u Sohn in Schwul» .Mi],

12) Yköller, N. u. Co. in H-sxfurt, Mam,

13) Mxyer, H. u. Co. in Lubeck,

14) Meykr, E, 11. C0. in Biscpwxilsr, Elsaß,

15) OOWfiZZko, Leopold in B*rlin )J. 20, DrontbkimecrstUsZ-z 32,734, 16) Obcrfich), Leovold ln Landsberg, Wattby,

17) Rosenmeyer, Gebrüder in St-aßburg, Enaß,

18) Salomon, S. in Mkinden, WzslfaWn,

]9) Salomon, Gkbrüder in Harburg, EWS, 20) Salomon, “Gkbrijder in Hanwover, 21) Salomon, Felix u. Co. in Hamburg, Albertstraße, 22) Strauß, Wolf, (65, m. b. H. in Dxcmstadt, 23) Noael und Schnurtnann G. m- b T)- in KakkSkuke/Baden, 24) Wolff, Siegfried in Berlin ZZ., Beagstraße 40,

25) Wolff, (Gebrüder ln Ykünchen.

Zulassung weiterer Firmen bleibt vorbehalten. Berlin, den 20. Dezember 1915.

KriegSministerium. Kriegs - Rohstoff - Abteilung. Ko e t k).

A. m. W. l).

Evangelischer Oberkirchenrat.

Dem zum Konsistorialrat ernannten bisherigen Super- intendenten und ersten Pfarrer an der Kreuzkitcye in Posen Johannes Staemmler ist die erledigte, mit der ersten Pfarr- stelle an St. Pauli in Posen verbundene Hauptamtliche geist: liche Natsstelle bei dem Konsistorium der Provinz Posen ver- liehen worden.

Bekanntmachung.

Durcl) Bescheid vom [)erttigen Tags ist dem Kaufmann „Iskmann Brünina, Goetlystraße 82 dem Kaufmann Ernst Noll, Knrtstraßp 29, dem Wkrt Georg Schmerfeld, Klam: straße 60, dem Bildhauer Amon Deymeck, Hmtropstraße ]8, dem Bildhauer Mm? Reimann, Sophionstraße 6, und der Witwe GLkU'Ud Gierse, Witteringstraße 4, der Handel mit Kraft- und Futtermitteln und die Vermxttlertätig- kext hierin unterscxgt wordßn.

Essen, den 4. Dezember 1915. Städtische Polizeivsrwaltung. Der Oberbürgeerister; Holle.

Yichtamtliches. Deutsches Reich.

P rens; en. Berlin, 24. Dezember 1915.

Am 16. Dezember starb hier nach längerem LLiden der frühere Abteilunngirigent im Ministerium der geistlichen und Unter; richt§angelegenheiten, Wirkliche Geheime Rat Dr. Reinhold Köpke im 77. Jahre seines reichg€seg11eten Lebenß. Reinhold Köpke entstammte einer alten märkischen Gelehrtenfamilie, die, von Rathenow ausgehend, seit der Mitte des 16. Jahr- [underts dem brandenburgischen und später dem preußi- s2chcn Staate eine erhebliche Zahl von Geistlichen, Schul- männcrn und GelchrtEn geschenkt tmt. Einer seiner Vorfahren, Balthasar Köpke, 091“ mit Spcner befrcnndet und an der kirch- lickwn Bewemxng jener Zeit lebhaft beteiligtwar, stand als Pfarrer cm der (Hemeinr-e in FehrbeÜin zu der Zeit, als der Große Kurfürst dort die Schweden schlug. Scm Großvater Gunar) Köpke, Doktor der Theologie und Philosophie, war ein hervorragender Schulmcmn in Berlin um die Wende ch achtzehnten Jahrhunderts und gehörte zu dem Kreis bedeutender Männer, die nach der Niederlage des Jahres 1806 an der Wiedererhebung des Vaterlandes gearbeßtet haben. Er starb im Jahre 1837 als Direktor des Verlimschen Gymnasmms zum Grauen Kloster. Dessen Sohn, Ernst Stegfried Köpke, 1813 geboren, der Vater Reinhold Köpkes, war „lange Jahre Lehrer an dem Friedrich Werderschen Gymnasmm 111 Berlin und in weiten “Kreisen derHauptstodt hekannt und beliebt. Als im Jahre 1856 die Ritter-Akademie m'Vrandenburg wieder ins Leben trat, wurde er zu deren Drrektor berufen uud in Gegenwart des Königs und des Prinzen von Preußen, des nachmaligen Großen Kaisers, in sein' Amt eingeführt; er hat es bis zu seinem Tode im Jahce 1883, zu- letzt als Domherr des evangelischen Hochstifts, in hohem Segen verwaltet.

Das Erbe seiner Väter hat Reinhold Köpke durch sein Lebenswerk fortgeführt und bereichert. Am 18. Juli 1839 in

WWW studiekle er von 1857 bis 18621n Berlin und hmm Ph loloqie. n seiner Vaterstadt promovierte er und bestand die Prüfung ür das höhere Lehramt im Jahre 1862. An dem Gymnasium in Guben legte er das Probej hr ab und bneb dort als ordxmlicher Lehrer, bis er im J-rh1e 1869 gls Oberlehrer an das KZ.:ialiche Augusta-Gymnasimn UZ Charlottenburg berufen wmde. Vie'r Zahle war er hier tätig, zunächst als zrvOiter, dann als erster Lehrer der Anstalt, vornehmlich mit dem Unterrtcht d-.*r alt-n Sprachen in den oberen Klassen beschäftigt. Im Jahre 1873, noch nicht 34 Jahre alt, wurde er zum Direktor des städtischen GVMUUsiums in Küstrin gewählt, sieben Jahre später über- nahm xtr die Leitung des Königlichen Gymnasiums und Real- gymnanums in Landsberg a. d W. Im Jahre 1883 erfoigte seine Ernennung zum Vroninzialschulmt, die ihn nac!) Sébleswig führte, im Jahre 1890 seine Berufung in das Ministerium, zunächst als HilfSarbeiter, von 1891 ab ach vortragender Nat. Dieser außerordentlich rasche Aufstieg in der änßeren Beamtenlaufbahn entsprach der inneren Tüchtigkeit seines WLsenS, seiner unaewöhnlichcn Arbeitskraft und Arboits: freudigkeit, seiner Gewandtheit und Sachkonntqis, zualeicj) aber auch der Wärme, mit der er die AUfaWZn seines Berufes erfaßte und bewältigte. Nnr ungsrn salzen Lebrcr und Schiller ihn aus den Stsllnngcn schcicwn, die er innege:»abt hatte, Und übchU list"; er dauernde ZpUWn seiner tiefarpifendcn Tätigkßit zurück. So rübméc von ihm der Dtrektor dcs 411111111111(Hymnasiums in Cbarlottenburg, der bekannte bedcutendo Schulmnnn Ferdümnd Sclmlxz, daf; e*r den KoUegen ein lieber Freund, den Scbijlem cin txener Fijhwr und Berater gewesen sei. Seine a11§gczeichnete Befähigung, seine Tätigkeit 11111) Pflichrtrcue hätten die rcichston F11'1c1)te gc- tragcn. Der von 111m fÜr die Sebule außgearbcitete methodische Grundlebrplan werde spin Andenken unter den Lehrern 0112100 mac!) Halten, wie skin Wirken untcr denSchülcrnnocl) lange zu spüren sein werde an dem Pflichtgkfühl, das cr verstanden habe in ihnen zu wecken und zu stärksn. Bei scinem Scheiden ans Klistr'm war er der Gegenstand zahlreicher hcrzlicbstor KnndgedUngsn dcr Scl 11181“, der Leiser Und der ganzßn Bürger- schaft. Ebynso lebbaét trauerte man ihm nach, als er Lauch- bcrg verließ. Er hatte den Anstalten, die er leiteto, den Stempel sein-sr Persönlichkeit aufgepräat, cr [mite sic go- hoben und mustergiUtigc Ordmmg in ihnen gesckmffcn. Nach mehr als zmanzigjährincr Wirksamkeit im praktischen Lehr- beruf [mt Köpke fast dreißig Jahre im VerwaltunNT-Oicnst ge- standen, davon volle zweiundzwanzig Jahre im M*Litxisterinm, als ein Vorbild echt Preußischer Beumtcntrcue, beharrlichen, unermüdlichen ““leißes und tief eindrjjmender Sachkenntnis, Nicht sick) ULrscbekßicßend gegen notwendige Neuerungen, hielt er dock) unverbriick)lich fest an den alton beerlieferungexx des preußischen höheren Sckwlwescns und an den Grundsäßen, durch die es groß geworden ist: scharfe Zucht der Sittsn und des Gsistes, Bescknänkung auf das Notwendige, Abweisung aller Auf- banschungen und künstlicher Steigerungen, ÜÜLS 17917911, wa?: ihm phrasenbaft und unwahr schien. Bei seiner Abnchnq per- sönlich [)ernorzutreten, ist sein Anteil an wich1igcn Arbvitsn, die während seinkr Tätigkeit im Ministerium angefÜhkt worden simd, weniger nach außen bekmmt ngOden, cr darum nicht minder 090211121113. Mberakl zeichnete er sich aus 51116!) Klar- heit der Gedanken, Veherrschuug des Stoffes, Sichsrbcit dcr Form und Gewandtheit in der geschäftjichkn Behandlung. Sein glückliches, trcucs Gedächtnis unterstüßte ihn dabei aufs beste. Seit er im Jahre 1910 zum Abteilungsdiriantcn befördert worden war, komnte er bei bedentsamen Entschlix'ßnngen einen entscheidenden Einfluß ausüben. Die Geradhcit seines Charakters, die Lanterkeit seines Wesen?- und seine lieben?;xvürdige Ver- sönlichkeit gewannen ihm die Hochnchnmg nnd 91014111xe skiner Untergebenen, seiner M:.tarbeitcr und ssimer Vorgesetzten.

Auch anf andsrcn Gobieten, die mit seiner T1111§1k711_1111 Minist9*inm mir in mittelbarer Bczishmm standen, kmt 91“ Mb reiche We'rdienste erworben. Vom Jahre 1890 bis 1897 war er Direktor der Turniehrcrbildnnqsanstalt, von 189511125 1907 Mit- gliod der Studienkommission des Kadettenkorps 1110 Kommffsar und Vorsißender bei den .*)keifeprüfu-xgen in der Önnptkadctth- anstalt 1:1 Lichterfelde. Mit besondcker Frendinkctt 001011111193 er sich vom Zahre1897 1116 zu scinem [[Shertritt in dsn 9111111"- stand an denArbeiten 021“ Reick)Ischulkommissiot1 ach dcrchit- glied für Prenßen. Skincr Wichkn Erfahrung und ssincm 111€ versagcndon Fléiß und seiner Gründlichkeit hat die Kommission viel zu verdanken. Muck) unter iHren Y]1=tglieder11 bat er 90) alTer Herzen gewonnen. Ein besomderes Vertrauen erwies ibm Seine Majestät der Kaiser, indem er ihm die wisssn- fchaftliche Oberleitung des Unterrichts an dcr in Plön vom Jahre 1896 ab in?: Lebsn gcrufencn Prinzyn- schule und die Abbawmg dsr Reifeprüfunqen an diwscr “Schule übertragen ließ. So Haben alle Söhne Seincr MajLstäk de§.11“aiser§ untsr seiner Oberleitung ihre Schnlbisdung zu eincm erfolgreichen glücklichenAbscbluf; gebracht, und all; die Prinzcgz: schule sich im JAhre 1910 auflöste, wurde ihm bezengk, da[; 116 durch ihn mit dem großen staatlichen Schulorganismus in dauern- der fruchtbarer Verbindung gestanden habe, und das; Schülsr und Lebkcr seiner segenßreichen und anregenden Tätig: keit unsndlick) viel verdanken. So wenig Weyl sr in ssiner Anspruchßlosigkeit auf äußere (ck71)an legt?, so reich wurden sio ihm zuteil. Im Jahre 1894 wurde er zum Geheimen Oberregierungßrat, im Jahre 1904 zum Wirklichen Geheimen Oberregierunasrat mit dem Rang der Räte erster Klasse ernannt. Zn seinem fünfzigjähriaon Amtsjubiläum, dem 24. April 1912, wurde ihm dur des Königs Gnade der Charakter als Wirklicher Ge- heimer Rat mit dem Prädikat ExézoÜcnz verliehcm. Hohe OcdenSauszeicbmmgen erhielt er "111 reichem Maße! von seinem Landesherrn, aber auch von Fürsten anderer Bundesstaaten zum Dank für Beratungen in wichtigen Schul- angelegenheiten. Am 1. Juli 1912 trat er in“ den wohl- verdienten Ruhestand nach einem Leben voll von Arbeit zmd Mühe, aber auch von reicher Ernte, die vielen noch thnr zugute kommt. Nur kurze Zeit hat er sick) der MM? L'k- frenen dürfen, .und auch in diesen Jahren hat er slch Nock) mancher Arbeit im Dienste des Schulwesens unterzogen und mit seinem wertvollen Rate nicht zurückgehalten. Seine [91512 LebenSzeit war leider durch schwere Krankheit get-Ubk- Dazu kamen die Erregungen dieses Krieges und digSorg? um zwei Söhne, die vor dem Feinde stehen, seine cmzigcn Kinder, von denen der eine gleich zu Beginn des Feldzuges schwer verwundet war. Nun ist der treue Diener seines 11011th und seines Vaterlandes beimgeaangen, geliebt von a11en. du: mit ihm zu arbeiten und ihm nahe zu stehen das Glück aehabt haben. Sein Andenken wird in hohen Ehren bleiben. Fried? sei mit ihm.

Berlin geboren und in dem Friedrich Werdexsckzen Gymnasium

Die im amtlicheu,TeUe* der heutigen Nummer d. Bs. mröffmtlichte Bekanntmachung, betreffend das Ver- fahren bei Zustellungen, war dem Bundesrate mit folgender Begründung vorgelegt worden:

Nach § 172 kek Ztvipcozeßorknmg erfolat d1e_ Zusicnunq für

einen Unt-wffizker oder ctn-n Gemeinen des aklivea Heeres O'Lk der -

aknom Manne an dcn Chef der zunächst vorgesxsten Komxanw. bkbörke. Dieser Vorschmt wird vielfach die Bedeutunq einer zwinserden Nechtßno-m beigexegt, somß inabesonoere e*ne !ür soxche P--sonen Voraenommene Ersayz-zsieüung („Q 181 vw 184 der Zivil- p-ozeßordnung) als unwxrfsam em biet wird Von diejer lefaffuuq 5115 hat das Reichsgericht in einem Urteil vom 29. Iman 1915 _ Nr. 1)“. 1115 _ eine Zuktellanq, » für even q!“ Unketo'fixier dem aftivzn Heere angkbörenden Rechtsanwalt zu Händen einer Haul- angestelllen Vorgenommen war, für unwirksam errlärt.

Diese Auslegung des F“ 172 führt dazu, für einen als Unteroffizier oder (Gemeinen einge-osenen RechtSanwalt ein? andere Art der Zu- stsllung zu fordern, als für einen als Offizier dkr Armee oder der Maxine angehörigen RechtSanwaLt, an dsn nach den allgemeinen Vor- schriften zumsteüen ist.

Aus einer je naeh dem militärischen Range verschiedenartigen Behandlung kcr für e_ingszogenx Rechtéanwälte bkstxmmten Zusjellungen yrqxvsn sich aber in 'Ur:bet1acht der durch den Krieg he*vorgerufenen Vs-ÜÜUMÜL erhebliche N1chteile für die allgemeine Slch€kbe1t dgr Rychtayfleqa Nxch den Vymcb ift-n der Proxeßgesese find dix fur W“ PAM?" bsttmmsen Sckpriststücke tkac1mäßig an die Von ihnen bs'1e111en Rechtoanwälte zuzusdllen. DWL Zustkllung klfolgkk lu

[* os-szordnqu) 0-7?" dxtr-b e*imw ZuttkllUnggbek-mtsn an den REMS- ctc-let psrsönltck) 1§170 ODC!" im W841? der Ersaßzustellang an Balsan: oder Hau-avaestelltk odkr aq F1miltcnangchörtge é§§ 183, 1951). Der im „H 182 der Z-svilvrozeßorknung voxgsebene Weg der (?rsaxzusteünng rurch Niederlegung auf der (Gerichtssck) eibexki usw. 19mmt bei Rechtsanwälten nach Lage der Verbältniffe prakxixck) nicht in Betracht.

Auf diese Weise- ist man, wke anaesjeüte ExmiitéunJ-n ergeben Haben, während kcr 51.169900 anch bsi Zastklluva'n an einbkrafene Reckoréauwälte, die dem Offiziersjande nicbt anaebören, rkgxlmäßlg Ostfabrkn. Dies 0;kläkt fich bkreits domus, das; dkm Zasieüenden mein unbekcmnt 10, ob der ZuéjeuunNs-mpfämkr Einberufen ist und ob er gegk'b-xnenfalls Ofiziexsrang bekleidet oder nkcht. Abgeskhen hiervon, bgt man aber gmx üvprwse'g-nd aucb di: recktlicbcn Gedenken Vcr- kannt, die aw?! die Wirkiamk-it 11411171" Zustk-Uungk'n aus der Vor- 7ch1*1'1 dcs § 172 dér Ztvjlprozeßordnapg b-rgsleilet werden Es muÜ (] 10 dchmit g-“rkchnst Werdkn, daß seit Ausßruch des Krieg-s zahlreiche Znst-Üunaen 0017.1ij0" m'n 17015, rie nacb der Vom Re:ch3gkricht ge- b!Uigt-*n YTSÖ'ZanfaffaMg unwttksam sin*: auch1n Zakunfl WLW?" bki unein4eschränkter B ibebalLUUg des § 172 der ZtOiLProzeßcr-Jnung Fälle [“it-ser Art nicht zu ykrmeiven sein.

Auch der Wkrnand des de;!t'cben Anwa1t'v.“rcirs bat untyr Hin- weis auf die in der anwaltdcha7t11ch€n Paxis b.odachtetckn SÖwicrig- k'citen an die R'ichsverwchnng die Bitte nericbt'kt, ein geskylich 9 Vor- gebkn in 1719 Wege zu leiten. Die in Frage kommenden Mißüänke smd in der Tat so schwerwieaend, das: die Stch€sbkit dsr Rechtsvflkgé in erbéblichem Maße gkfäbrdct ksschr'imk. “In weiterer Xoige würdkn skbwere Schädigxmgkn ftir das Wixt*chxftslebén unaukbleiblich sein. Für das ef01deklich3 geselewhe Vorgeken erscheint deshalb der in) § 3 LW Ermächtigungs„eseßcs Vorgesehene ch gc-ngbar und ge- www".

Der Entwurf einer Bundeskatsvkrordnung, betreffend das Ver- fahren [381 ZusteÜuna-en, will den Scbwtcriakciken und Zweifeln ka- dgrch begegnen, das; di? Vorschrift des § 172 der Z vilprozeßotdnung ibrss zwmg-“nden Chambers entkleidét M11“, so et es fick) um Ju- 1191111on an RechTSanwält-' bandel'. Sonack) kömnsn künftia Yu- steÜangen aq einké-uskne R ÖFSanwältk, die nicht Offiziersrma Haben, in der «[WDR Wkise bewirkt werden, wie ZasteUung-n an nick)! ein- b;.rufsne RechtsanwäUe over an einberuferw 916chtSa;-wälte mit Offi- ztersranq. _

Es empfiehlt fich nicht, diese Regelung auf die künftig vorzu- nxbm nds" Zuste'llungen zu bekcbränfen. Wi bereits bemerkk wurde, 111 man scbwn bixbkr bei Zum-Ünngkn fast allgemetn in d'kser Weise Vé'kfäbké'n, ohne daß die zaßlkeichen Fäl]? unmithamsr Zusteüunaen als solche erkannt wordxn wär-'n Dgraus wüxden fich, wenn man nicht der USULU ngelung rückwirkcnve Kraft beilegt, unbaltbaxe Folgen, namemlicb in d?" FäUe-j ergebyn, in denen es fick) um dre Znsteliung rrch1956s1altknder Urtsite handelt. Tft z. B. em auf Ebyscbsidung lautkndea Ultéil dem als Unteroffizier einberufenen RechxSanwalt einer Pa7j€i nur im We.? d-r Ersamustklluna znzemllt worden, so würde dkysss Urteil die Rechtskraft noch nicht bkwbrltic'n haben En Etwa WWW" erteiltes Rechtskraftatten wijrde mithin wixkanqslos und eine von dem go'skbkxdenen Ebkgattkn inznnscbcn 9111116110115] ?ne weiaere Ehe nichtig sein, Obwobl (1118 211-0111an 13194111- s1€11uxa 71'1r wirkxam hielten. Smeerbin s1nd aber auch FäUe“ d?mköar, in denen ein Veteiiigier die Unwirksamkeét einer Znsteüung crkannt nnd scin V.“!)Üten entsprechend eingcrichtct bat. Dcr Entwurf Nägt den fick) biemus ekg-bcndkn Bedknken Rechnung, inrem 97: ein? Wiedereinsetzung in 1911 vorigen Stand vorfiebt und ["?i wixksamer Wiederbommg der „',usiellung eine Handlung als recht- z-xtjq gelten läßt, weZnn die voraeschriebens Frist Von der weiteren _«Zujjelluna an qkrecbnet, eingebalte-n Wotden ist („HZ 2, 3).

B1 Prozeßverikeikm, die nicht Rxch7€anwä118 find, liegen die ?atsäcblicben Verhältnisse wesentlich anders als bei dikssn. Die im § 1VOrgesebene Nkaelunq kann désba1l) auf so1che Pejsonen n1cht krslreckt werden. Um Weiterungen Vorzubyugen, die ficb für Link Partei daraus “geben müßten, das; der P Ozeßbevoümäckztigts der (;Beoenpattei einbemfen ist, empfic-blt es fich, in Ausdehnung “()-'s „B 177 dsr Zkvklvrozeßordnung in Fällen kiefer Axt die Zustellung an 1211 (Hegner sklbst zu ermögliÖkn 4).

Im einzelnen ist zu dem Entwurfs noch zu bemerken:

Zu § ].

Die Vorsckvrifk dks Abs.], die dem „H 172 der Zivilprozeßordnung die zwingende Bedeutung nimmt, gilt für (111€ Zustellunaen an einc'n Recbtßanwalt, nicht nac für solche, die an ihn als Prozeßbeyyll- U1ächtkgten eines anderen bewirkt werden. Der Vovscbrifc diese Aus- dkbnung zu as'ben, empfizbldficb 1chm mlt !)iükkäcbt auf 116 Fälle, in Ynen der N-cbWanwalt zwar nlbst Pwtet ist, aber in dieser Zceaxan fremde Jntereffsn wahrnimmt, wie z B. als Konkurs- ecwa Ter.

Die im Abs. 2 Vorgesehene Rückwkxkanq bezieht sicb auf alle nach _

dém 31. Juli 1914 vorgenomW'nen Zusfeüungxn. Diksxr Zeitvunft ist auch in frübeken Verordnungen als den Beginn des.??riegeö 111aßg€bend angenommen wordkn. Natürltck) Werden die erkunaen einer zwischen den Parteien etwa ergangenen rechtskxäfttgen Ent- sckoeiduna darüber, ob eine ZusteUung wirksam ist, durch die Vor1chr1ft des Abs. 2 nicht besinjräcbtigt. Ist z. B. die Ysrufung gegen ein Urteil mit Rückficbt darauf als unzu- a yerworfen worden, Weil die Zustellung dks Urteils un- W1rk am sei, so kann die auf Grund einer Weiteren Zustellung ein- gslkgte Berufung nicht Heßlsalb verworfen wurde)), Weil numehr die Erste Zustellung als wirkjam erachtet werdon müms. ' Z'! § 2

Die Vorschrift des § 2 1911 Unbilliakeikcn voxbeugen, die sich (1116 der Rückwirkung des § 1 in den Fällen ergeben könnten, in denen ein Beteiligter auf die Unwirksamkeit der Z:!sieJUuna ver- t'aut hat. Ist durch eine nach_ § 1 Abs. 2 als wixkatn aeltenke Z-isteüunq eine Frist in Lauf qe1est worden, aegkn deren V-rsäumung "“ck Jpseßlicber Vorschiff Wi*dere1nseßuna in den voriakn Srand (rteilt we'den kann (zu vwgleichen § 233 der Fisilvkoxeßordnuna, FZ 44, 431, 455, 461 der Sirakaoqeßordnung, § 22 Abs. 2, §_ 29 Abs“ 4, §§ 92. 137 des Geseßes übxr _die Anacleaenbeiten der frei- 1131111qu Gerichtsbarkeit), so ist auf Antrag die Wiedereinsevuna zu erteilen, wenn die Einlegung eines RechtSmlttelI oder eine sonstige

: man ie Wahrung der ? führen. Nzch§ 1 gelten, wcnn dze vor wichtkebene Frist, von der weiteren Zuste ung F S 89246an Entwercx von '!lnwatt zu Anwalt 198 der Zivil- _' an “('r-ck"*,“ erngebaltkn morden ist" ; zugestellt und die Z-zfjeüung dann gemä

! wiyderbolt worden 111, so soll eine am 1 .

' Verlängerte .Hsdemannstrafze Nr. 8-12, eine eiaene Fern-

a .Idm _ _ * ckckck dx fßuj _ „. . . , . Da] Verfobm! über dm nt &

fiö nach den für-das Vasobte -1W« s e moßxedek !ey n Cine Sondernaeluqßakoa "_ 9 '! t. L mit b der Frist vlava'eifm, tuner [ deten ne WWmlnsepnng werden muß. Diese Frist is auf einen Monat M dem mm der Verordnuna bemeffen. Der Antrag ist abweichend von : kommen Fällen der Wieo-rekusxvung (b § 234 Abs. 3 oer_ Zivil- proze otdnuna, § 22 Abs. 2 Gas 4 va sev“! über die freuvtüige Gyr: tobarteit), auö kann noch zuläxsjß, wenn [ett dem Ablauf der Z v:;säumten Frist ein Jahr vergangen !

Zu § 3 .

Die Vorschrift hat den Fall tw .! wäß den bisherigen Vorschriften unwirt amen Zusteüuna eme weitere ZustelluW vorgenommen worden ist, die nach den bisherigen B*rscb tten wirksam is?, und daß auf diese weitere Zu: stellung bin ein Rechtsmittel eingelegt oder eine sonstige .bcmdluna vorgenommen worden ist. In einem solchen Falle muß obne weiteres angenommen werden, daß die Partei, wenn fie die Handlnra, umb der erstenZusnllung aemeffen, vnspätet vorgenommen bat, diese Zusnllnng für unwirksam und nur die nveite Zust-Üuna für maßgebend gebalien bat. ler würde es also ledigliä) unnötige Welterungen vnursachen,wo11te Fust im Wege der Wiedereinsegung herbek- 3 soll deshalb eine Handlung als nicht vers ätet

e, daß nach einer ge-

W-nnz V. ein Urtxil unter Außetaibtlaffung des „S 172 der Z1vilv7ozeswrkn11ng am 1. Avril1915 '. 172 -m 1. Juni 1915 auf 1915 eingelegte Be-

rufung ohne weiteres als rechtzeitig erfolgt gelten.

Zu § 4

Die Vorsbrist enthält tige Ausrebmzna des §177 der Zivil- vrozeßordnung auf den Fa", dax; ein ProzeKbevolimäcbtiqter, der nicht ?)kechjeanwalt 10, dem akxiven Hoere oder der aktiven Marine anaebört. Ob der ProzeßZ-Vollmääotiate Offizier ist oder nicht, soll für die An- wendung des § 4 keinen Unte-srbked b-gtünden, damit Verxö erungen vrrmieden bleiben, die mit der Notwendigkeit vorgängiger Feßsteüung des militärisxhx'n Ranges verbunden jetn würden.

Das Kriegsministerium_ teilt dem „W. T. B.“ mit, daß für die Kriegß-Rohstofs-Abteilung, das Webstoff- meldeamt und das Wollmusterlager in Berlm,

spreckyzentrale mit denAnschlußnummekn Athentrum 6930 bis (5937 eingerichtet ist. Die bisherige Fernsprechzentrale des Webstoffmeldeamts und des Woümusterlagers mit den Anschlußnummcrn Athollendorf 1605W1608 ist aufgehoben.

Das Reich§eisenbabnamt bat unterm 17. d. M. Einige Aenderungen der Nummer 18- in Anlage 0 zur EisenbaZznverkehrsordnun verfügt. Das Nähere geht aus der ekannjmachung in t". 184 des Reichs-Gesesblattes vom 20. d. M. hervor.

Der heutigen Nummer des „Reichs- und StaatSanzeigers“ liegt die Auggabe 840 der Deutschen Verlustlisten bei. Sie enthält die 5. Liste der aus Frankreich zurückgekehrten preußischen Austauschgefangenen, die 413. Verlustliste der preußischen Armee, die 243. Verlustliste der bayerischen Armee und die 239. Verlustliste der sächsischen Armee.

Bayern.

Seine Majestät der König hat L,)[ättermeldnngen zu- folge anläßlich des Weihnachtsfestes auch in diesem Jahre eine Anzahl Gefangene begnadigt, deren sofortige Ent- lUssUUg telegraphisch angeordnet wurde.

Oesterreich-Ungaru.

Die Eimricbtumg dcr richterlichen Stundung, wonach dem Richtor die Wefngnis eingeräumt ist, dem Schnldner, der seiner anlungSpfkiM nicht genügen kann, Stundung 131€, 31. 12. 1915 ZU chéihren, ist, wie „W. T. V.“ meldet, durch eine Kaiserliche Verordnung verlängert worden, der zufolße dic Stundung privatrechtlicber Geldforderungen bis längstens 31. 12. 1916 ganz oder tcilweis e gewährt werden kann. Eine Verordnung des Gcsnmtministeriums verlängert gleichzeitig für Galizien und div Bnkowina die gesetzliche Stundung 1111er bis- her gestundeten Verbindlichksiten um ein Jahr.

-In der gkstern in Wisn abgehaltenen Sitzung des AUS- sclmffes der agrarischen ZentralsteUe wurde die wirtschaft- liche Annäheruna Oesterreich:11ngarns an Deutsch- land eingéhcnd besprochen. Wie „W. T. B.“ mitteilt, kam aUaemein der Wunsch zum AUSOMck'. das; die Annäherung im Interesse der gssamten Volkswirtschaft anznstrcbcn sei und das; die bereits eingoleitctcn Verhundlungcn mit 5911 ungarischen Agrariorn und dem Bunk) der Landwkrte in Berlin 511 de- sch1eunigen ssien.

Großbritannien und Irland.;

In Beantwortung einer Anfrage teilte der Kanzl'er der Schaßkammcr Mc Kenna dem Unterbause, Wie das

_ „Rßutersche Bureau“ moloct, mit, daß der (Hasamtbetrag, der von der Regierung den Firmsn im ganzen Lande vor- gestreck't worden sei, um sie während dsr erste'n Tage des Krieges instand zu sßtzen, ihren Vßrpflicbtnngen nachzu- kommen, zweihundert MiÜionen Pfand Sterling bejragen habe. Am 30. November [)äiten noch1 35500000 Pfund Sterling ausaestanden, sodaß also bereits 82 Proz. der Vorschüsse zurückgezahlt seien.

_, Die neuestc Vcrlustliste weist 672 Mann aus.

46 Offiziere und

Niederlande.

Die ZweiteKammer [mt den außerordentlicbon Kriegs- kredit von 50 Millionen (Gulden für das Jahr 1911; angenommen.

| Luxemburg.

Das Ergebnis der gestrigen Kammerwablen stellt fich laut Meldung des „W. T. V.“ wie folgt: Rechts artei 25 Siße, die Partei gewinnt 7 und verliert 2 Siße; lock- parteien (Libera1e, Sozialisten und Unabhängige) ..7 Siße, was einen Verlust von 7. Sißen und einen Gewinn von 2 Sitzen bedeutet. _Die Mehrheit der Wkockpartoien ist von 12

km = der P orte „Hexan . , Wiz . beiten lm Justizminlßerinm Tabstn .Vet smd gestern von MM! Z Konstantinopel nach Deutschland abgeretst.

“...... “..-“.“»..2 . ' ...... - r _ direktor n age i iar Kerwa! des ßern Respled Bei, der echtsbeismnd ei und der Direktor der Strafanaeleaen-

Min

Wand.

In dem vorgestern nachmittag abgehaltenep, beinahe funf- stündigen Ministerrat „wurden dem „(Totrtere della Sera“ ufol e die durch die Wahlen _netzgescbaffene Lage des

initeriums Und die Ereignisye 111 quxdo_n1_en 11e- Froäxen. Wegen der starken Mehrheit Gunqms er1ch1en eme

eubildung des Kabinetts natürlich. Gunarts selbst aber er_- kennt an, daß dies für den Augenblick night angxbracht se). Der König, der vorgestern Gunaris empnngUsttmmtkmtt diesem überein, das; keine Aenderung_im gegenwärtigen Kabmett eintreten dürfe. infichtlich der äußeren Politik sezen nczck) dem genannten B att unter Berüchxichtigung der 1112- x_eßt em- gegangenen Nachrichten bezüqlick) der Absichten der K_entral- möchte, die Verbündeten auf griechisches Gebiet zu verfolgen, verschiedene Möglichkeiten geprüft worden. Ein Beschluß set noch nicht gefaßt.

Die Anhänger von Venizelos und die Freunde der Entente machen die qößte Anstrengung, um das Ergebnis der

- Wahlen oder richtigsr der Nichtbeteilignna an den Wahlen als

für Venizelos befriedigend auszuleacn, um die Auffassung im Auslande zu verwirren. Der Vertretex von „Wolffs “Tele; qraphischem Bureau“ ist in der Lage, ofmziekl fertzusteklen, Yak; das Gegenteil der "all ist. Die Wahlen waren _ein großsr Erfolg für die Kegierung und bémeisen, dax; die Partsi von Venizelos. wenn sie sick) an den Wuhlen beteiligt hätte, stark in der Minderheit gevlieben wäre.

Rumänien.

Der Senat feste gestern die Adreßdebatte fort.

Nach dem V-kicbl des „W. "T B.“ ist der Sknalor Zenopol (Ankänger Take Jonexcué) der Meinung, daß Rumänien nur elnc Politik ver1olgen könne, die auf die Ecnigung aller Rumänen abziele. 'Die für Beßatabien axbeitende Strömung komme nicht aus der öffentlichen Meinung, 1rnder-1 sei fremden Geldern za ykrdanken. (Zwvcbt'nruf des Senators JSWoranu: Sch1ecbt genug, daß wir uns um V-ßarab'en nicht gskümmert haben!) Als derx [este Redner Senator Palleneanu das Wort ergriff, rief „1 oma Ionescu: „Ich möchte wissen, welch 11 Preis der Redner für den Wechsel skmkk politisckpen *Qnficbten erhalten hat." Es entstand ein großor Tumult, in dessen Verlauf der Senator Palteneanu Tom:; Ionescu amen Underschämten nannte, und ihn daran erinnerte, daß Gregor C ntacuzene ihn im Senat beschuldigt babe, daß er fih für ärztliche Dienste ["e-kahlen 112129, die er Der- pf11chtet gewesen, umsonst zu leisten. Der Senator Palteneanu fxagte weiter, ob sein Brudkr ibn beau-“tragt habe, 8106 solch unperscbamte Frage zu stellen. Toma Jonekcu vxnließ darauf mit seinem Bruder Take Ionescu, der während des Zwischenfalles gleichvam anwesend War, seinen St. Palteneanu exklärte, daß er für die Adresse stimmen werde. ie Anhänger dkr nationalen Aktion müßten wissen, daß eine eimige Aktion möglich sei, und sollten die öffentliche Meinung hierauf vorbereiten. Warum solle Rxmänien nur nach Westen und Norden 'nur'-bieten können, wo es doch leichter sek, Beßarabien zu erhalten? Man müsse die Laas logisch ve-1rteilen und den Umständen Rechaung txagen. Der Augenblick für Ratxänien sei nixbt Verloren, und die Regierung werde sprech n, wenn er gekommen 1em werde.

KriegSnachrithten.

Großeé; Hauptquartier, 24. Dezember.

Westlicher Kriegsschaupla§.

Das feindliche Artilleriefeuer war stellenweiseälcbhast, besonders in den Vogésen. Ein nächtlicher „Pand- granatenangriff gegen unsere Höhonsteüung nordöstlicl) von Sonain wurdo leicht abgewiescn. D'xc Stellung anf dem Hartmannsweilerkopf ist restlos zurückge- wonnen, auch aus den Grabenstücken an dem Nordhange des.“: Berges sim?) die “Franzosen vertricbcn.

Oestlicber und Valkan-K*richschauplaß. Keine besonderen Ersigniffs.

(W. T. B.)

Oberste Heeresleitung.

Wien, 23. Dezsmber. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet:

Russischer Kriegsschauplaß. Keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplaß.

Die allgemeiUe Lage ist unverändert. In den Judicarien kam es auch géstern 311 heftigcren Geschlixz- kämpfen. An der küstsnländisckxen Front wurde auf Yer Podgora der Angriff eimes Ztalicniscysn Bataillons zuruck-

geschlagen. Südöstlicher Kriegsschauplas.

Ein? in der Gkgsnd von Tspca noch in den Felsen des nördlichen Tara-Ufers verborgen gebliebene kleinere monte- negrinisclxc Abteilung wurde nach kurzem Kampf gefangen genommen. Sonst nichts NEUSS.

Der Steüvertreter des Chefs des Géneralstabes. vo n Ho efer, Feldmarschalleumanl.

Der Krieg der Türkei gegen den Viernerband.

Konstantinopel, 23. Dczember. (W. T. B.) Das Hauptquartier teilt mit: An der Jrakfront ist die Lage unverändert. An der Kaufasusfront versuchten im Abschnitt von Milo russische Abteilungen an UnS heranzukommen. Jhre Vorhut wnrde nach zweistiindigcm Kampf verjagt. An den anderen Teilen der Front dauern die Patrouillenkämpfe an.

An der Dardancllenfront versuchten fünf ToWedoboote und ein Kreuzer des Feindes sick) Saros zu nähern, mußten sick) aber, nachdem eins unserer Geschosse den Kveuzer getroffen hatte, wieder entfernen. Bei Sedil Bahr richtete der ("Feind- am 22. Dezcmber anhaltendes Artilleriefeuer gegen uu eren rechten Flügel. Unsere Artillerie zerstörte mehrere Stbü en- qkäben und Vombenlaaer des Feindes und brachte ßurä) 1 Treffer feindliche Haubißenbatterien zum (“;ckmeng- W der nock) nicht aufgezählten Vente von Ari BUZ. - '“

j auf 2 Stimmen gemnken.

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auch mehrere Minenwerfer, Pontons und Dec

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