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Ministerium der„geistl“ichen und. Unterrichts- . , _ angelegenheiten“.
Bekanntmachung,
betreffendepl'amprüfungfür den mittleren Bibliotheks- - “ di-ensi usw.
Die MfiePrüfuug findet Montag, den 9. Oktober 1916, und cm den fxllkeenden Tagen in der Königlichen Bibliothek zu Berlin statt-
Ges mn Zulaßung find nebst den erforderlichen Papieren (Minkfterialerlaß vom “4. März 1916 § 5) spätestens am 11. Sep- tember 1916 dem uutmei neten Votßyenden der Prüfungskommisfion, Berlin 19977 Unter dmLinden 38, einzureichen.
Die Prüfung“ crktüat na'c'b "Ye? -nis1er1aletlaß vom 24.-März 1916; doch werden auch solche Bewer «**-gelassen, die den Bedingungen in 5 4 des Erlafies vom 10. August 1909 genügen. -
Berlin, den 8. Juli 1916.
Der Votfißende der Prüfungskommisfion. P a (: lz o w.
Ministerium des Innern.
Der KreiYassistenzarzf Dr. Max Richter aus Walden- burg :. Schl. rst zum Kreisarzt ernannt und mit der Ver- Ialtdung des Kreisarztbezirks Kreis Münsterberg beauftragt
or en.
Bekanntmachung.
- Auf Grund des „8 1 der Bekanntmachung über die Fern- baltung unzuverlässig“ Personen vom Handel vom 23. September 1915 „baden wir dem Artisten Wilhelm Leipzig, bier, Gobbinsiraße - 1. den Handel mit Lebenßmitteln jeglicher Art;_wegen Unzuverläsßgkeit des Handeltreibenden untersagt.
Görllß, den 8. Juli 1916.
Die PolizeivUWaltung. I. V.: Vikbeg.
Bekanntmachung.
Die ge en den Meßgermeifter Heinrich Töllner, Oester- bokzstra e IZ. 76 in Dortmund, am 25. März d. J. von uns er- laffene * erfugung, betreffend Untersaguna des Handels mit NabrungSmitteln -- Fleisch- und Wurstwaren aller Art sowie Fette -, haben wir wieder aufgehoben. “
Dortmund, den 5. Juli 1916.
Die Polizeiverwaltung. I. A.: Schwarz.
Bekanntmachung.
Dem Kaufmann Karl Cullmann, Herne, Bahnhofstraße, geboren am 11. Augyst 1860, ist auf Grund der Bundeßrats- verordnunÉ'zur Fernbaltung unzuverläßfiger Personen vom Har-del vom 23. eptember 1915 der Handel mit Nahrungömitteln jeder Art untersagt worden.
Herne, den 8. Juli 1916.“
Die Stadtpolizeiverwaltung. Der“ Erße Bürgermeister. I. V. : L a m p e.
,-B_ekaün_“tmachung. ' -
Gemäß § 1,9151: n „2, _.d Verordnung des Bundeörats vom * Wb“; UWYH lxxWFüber *dké"'Fectibaltui1g“ un-
e: P 44mm. “_ . nde! der „E “,e ra-u Bruno * **en'sau, ***EYsabetMeLa'MomWe “ geboxhén'f “am 14. Mai
1 771.1 Dortmukv,zzx'xrzekx-Düssexdorf, Éorneliuöstraüe 90 wobn-
bkft; dle'AüskbUÉW “BU“Händels mit Gegenständen des
täglichen _Bedarfs, insbesondere mit Nahrungs- und Genuß-
mitteln fur das gesamte ReichSgebiet verboten worden. Düsseldorf, den 10.-Ju111916.“ _
- Die Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Thelemannn.
Bekanntmachung.
Gemäß § 1 Abs.) und 2 der Verordnung des Bundesrats zur Fernbaltuna unzuverlassizer.Personen vom Handel vom 23. Sep- tember 191561119231. S. 603) ist der Handeisfrau Frau Peter Belqo, Gertrud geb. Biesgen, geboten am 17. Februar 1879 in. Mülheim-Rubr-Speldorf, zurzeit Dü sseldorf, Marktstraße 11 wohnhaft. die AUSUbung des Handels mit Butter für das gesamte Nelcthebict Verboten worden.
Düsseldorf, den 10. Juli 1916.
" Die Polizeiverwaltung. Der Oberburgermeister. I. V.; Dr. Thelemann.
Bekanntmachung.
Gemäß H 1 Abs. 1 und 2 der Verordnung des Bundeskats zur Fernbaltuna umuverläs ger Pexsonen vom Handel vom 23. Sep- tember 1915 (RGBl. . 603) ist a. der Ehefrau Abraham Kantorowitjcb, Dina geborene Neumann, geboren am 1. Januar 1880 in Lodz in Rußland, zurzeit Düsseldorf, Scharnbotst-
stxaße4 wohnhaft, b. demKaufmann Abraham Kantorowitscb,“
geb„oren am" 30. März 1875 in Gora in Rußland, zurzeit ebenfalls Dusseldorf“, Stbarnhorststraße 4 wohnhaft, die Ausübung des Handels mit Gegenständen des täglichen Bedarfs, ins- besondere mlt Nahrungs- und Genußmitteln sow1e mit Gegenständen des Kriegsbedarfs verboten worden.
Düsseldorf, den 10. Juli 1916.
Die Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Tbelemann.
BekanntmaÜung.
_ Gemäß § 1 Abs. 1 und 2 der Bundeöratsverordnung mr Fern- baltuv unzuvekläsßaer Personen von: Handel vom 23. September 1915 _GBl. S. 603) 111 dem Kaufmann Motiß Frankenbuis, geboren-ani 8, Oktober 1880. in Enschede (Holland), zurzeit Dü ssel- dorf Remscheiderstraße1 wohnhaft, die Ausübun desHandels mit Gegenständen des tägllchen Bedarfs, nsbesonvere mit Nahrungs- und Genußmitteln für das gesammte Reicthebket verboten worden. .
Düffeldorf, den 10. Jun 1916.
Die olijeiverwaltung. Der Oberbürgermeis er. I. V.: Dr. Tbelemann.
Bekannt.mach_u_ng.
6:1 Abs- 1 uyd _2 der Vekordnung des Bundesrats zur . „ ' . !) äYsonen-vom Handel vom 23. September . '“ 6711, ...»... am 16. Qkskobat 1862'1n Düßeldorf, l “Haff _“ddkf, 'Mutktftraße 11 wohnhaft, die Ausübung des Handels mit Butter“ fur dak gesamte Reichßgebiet ver- boten _moxden. - -_ , Düffelkoyfa wu 10. "Juli 1916» - W ,ieivermaltuna - Oer Oberbüraermeins. V.: Dr: Thelemann.
Handelsßäu ._anu Ivsef Graf,-
[
.Békauntmaöurrg.
Umäß4§1 Abs. 1 WO der Verordnung des BUMM" vom 23. September 1915 (RGBÜ' S 603) über die Fernbaitung unzu- verlässtger PerYnen vom Handel ist [er Ehefrau-Slegmund Koopmann, etba geborene Biermann, geboren am 6. Juni 1870 in Mlebelseld, Kreis Ruhrort, zurzeit Düsseldorf, Mittel- straße 3 wohnhaft die Ausübung des Handels mit Genen. ständen des täglichen Bédarfs sowie mit Gegenständen desd Kriegsbedarfs für das gesamte Reichögebiet verboten wor en.
Düsseldorf, ken 10. Juli 1916.
Die Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. T belemann.
Bekanntmachung.
Gemäß § 1 Abs. 1 und 2 der Verordnung des Bundeßrats zur Fernbaltuna unzuverlässtaer Personen vom Handel Yom 23. Sep. jembec 1915 (RGBl. S. 603) st a. 12111 Milcbhandler Adam Reuter, geboren am 25. Febxuar 1869 in Bodenbard, xurxeit Füsseldorf, Mettmannersjraße 61 wohnhaft, b. der Milch- „
ändlerin Adam Reuter, Margarethe geb. _Klumb, aeboren am 18. September 1863 in Budenbach, zurzeit Dusseldorf. Mettmanner- straße 61 wohnhaft, die Ausübung des Handels mit (Gegen- ständen des täglichen Bedarfs, insbesondere mit Nahrungs- und Genußmitteln für das gesamte Reichdgebiet verboten worden.
Düsseldorf, den 10. Juli 1916.
Die Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeifter. I. V,: Dr. T h e l e m a n n.
Bekanntmachung.
Gemäß § 1 Abs. _1 und 2 der Vcrordnung des Bunkesrats zur Fembaltuna unzuverläU'ager Pecsonen Vom Hande1 139111 23. Sevjember 1915 (RGBl- S. 603) ist dem Kaufmann Hetnrich Nacken, geboren am 17. Juli 1863 in Mülheim a. d. Ruhr, zurzeit Düsjel- dorf, Steinstraße 71 wohnhaft, die Ausübung des Handels .mit Gegenständen des täglichen Bedarßs, insbesondere mit Nahrungs- und Genußmitteln 1owi8'mit Gegenstanden des Kriegs- bedarfs für das gesamte Reichßgebret verboten worden.
Düsseldorf, den 10. Juli 1916.
Die Polizéiverwaltung. Der Obutbürgcrmeister. J". V.; Dr. Thelemann.
Bekanntmachung.
Dem am 2. März 1873 zu Richtenbkrg, Kreis Franzkmg in Pommern, geborencn, zmzeit Düsseldorf, Yoxkstraße 11 wohnhaften Kaufmann Hugo Misch ist aemäß F“ 1 der Verordnung des Bundesrais zur Fernbaltung unzuvéeläsfiaer Personen vom Handel vom 23. September 1915 (RGBT. S. 603) durch meine „Verfügung Vom 20. Juni 1916 nicht nur der Handel mit Butter, sondern mit sämtlichen Nahrungs- und Genußmitteln, («besondere mit Butter, untersagt worden. -
Düsseldorf, den 11. Juli 1916.
Die Polizeiverwaltung, Der Oberkürgermelster. I. V.: Dr. Tbelemann.
Aichtaüiilithés. Déu-tsehes Reich.
Preußen. Berlin, 13. Juli 1916.
Der BuudeSrat versammelte sich heute zu einer Voll- sixzung; vorher hielten die vereinigten Ausschüsse für Handel und Verkehr und für ZoÜ- und Steuerwesen, die vereiniaton Ausschüsse für Rechnung swesen und für Handel und Verkehr sowie der AuIschns; für Justizmesen Sißungen.
Der Königlich schwedische Gefandte Graf Taube ist nach Berlin zurückgekehrt uüd hat die Leitung der Gesandtschaft wieder übérnommen.
Der Kubanische Gesandte de Agi'iero r) Betancourt ist nach Berlin zurückgekehrt und hat dre Leitung der Gesandt- schaft wieder übernommen.
(Gestern ist eine neue Bekanntmachung, betreffend Veschlagnabme und VestandSerbebung vonFlachs- und Hanfstrol) Nr. 1.77. 111. 300/6. 16 ](114, er- schienen. Durch diese werden, wie durch „W.T.B.“ mitgeteilt wird, die gesamten Mengen dec“; im Reiche angebauten Flachses und Hanses desIahres 1916 mit der Trennung vom Boden sowie alle vorhandenen alten Bestände und etwa noch zur Ein- !uhr nach Deutschland gelangendes Flachs- und Hanfstrok) be- chlagnahmt. Es bleibt 'edock) das Rösten des Strohs und das AuSarbeiten der Fa ern im eigenen etriebe gestattet. Ein Verkauf der bes lagnahmten (Gegenstande ist nur an die Krie Efsachsbau-Geseüschaft m. b. H., Berlin 117. 56 (MarkgraZenstraße 36), oder an solche Personen gestattet, die einen schriftlichen Ausweis der KriegS-Rohstoff-Abteikung des Königlich Preußischen Kriegsvministeriums zur Berechti- gung des Ankaufs der beschlagnahmten Gegenstände erhalten haben. Die Bekanntmachung enthält gleichzeiiig die Vor- schrift, daß die Besißer von Flachs- und Hanfftcoh ihre Be- stände früherer Ernte am 1. August 1916 der Kriegs-Rohftoff- Abteilung des Königlich Preußischen KriegSmi'nisteriums zu melden haben und daß über die beschlagnahmten Vorräte alter und neuer Ernte ein Lagerbuck) zu führen ist.
Der Wortlaut. der Bekanntmachung, die noch verschiedene EisnZelbestimmungen enthält, ist bei den Polizeibehörden ein- zu e en. * ***,
Gestern ist ferner eine. Bekanntmachung, betreffend Be- schlagnahme und Bestandserhebung der Fahrrad- bereifun en (Einschränkung des Fahrradverkehrß), veröffentli t worden. Durch diese Bekanntmachung werden [gut Mitteilung des „W. T. B.“ die Beweagründe er- ftchtlicb, . die zu dem * in “ fast allen .- Deutschen Reichs vor einiger Zeit ergangenen Verbot der“ Benußung 'der Fahrräder zu Ver nügungSzwecken geführt haben. Denn 'die Bekanntmachung eschlagnahmt alle nicht znr gewerbsmäßi en Weiterveräußeryng vorhandenen FahrradYecken Und Faßrr'adsMäuckxe, 'die „sich imGe- brauch befinden oder für den Gébka bestimmt *slUd-„Nur Ür
bestimmte Fälle wird der zuständixxhMititärbefehlshaber ie „'
' Sißung *die unverrück aten Prinzipien Teilen des .
»erreuenmö e,- d lo f _ 9 ;Fax:?)
Erlaubnis zur weiteren Benn „ung der beschlagnahmten Jabrrabbereifüugenaikilen. Diese rlaubnis wird nur solchen
erfonen“ erteilt werden, die das Fahrrad in "Ermangelung anderer zweckdienlicher Verkehrsmittel als Befoxderung zur Arbeitsstelle oder zur Ausübung ihres im allgemetzten Interesse notwendigen Berufes oder Gewerbes oder ztzr Beförderng von Waren zur Aufrechterhaltung ihres Bemebes. oder mfolge ihres körperlichen Zustandes benötigen. Die Bekanntmaxhung führt bestimmte , älle an, in denen die Vorausseßungen fur dte Erteilung der Er aubnis stets als gegeben angesxhen'werdey, und in denen die Erlaubnis ohne, weiteres zu ertUlen tft. Dte Personen, welchen die Verwendung der Fahrradherexfyngeu weiter gestattet ist, dürfen ste jedoch nur zu dem bet Erterlung der ErlaubniS bestimmten ZWecke gebrauchen.
Um eine Erlaubnis zur weiteren Benußung der thrrad- bereifungen zu erhalten, ist ein Antrag bei der, xur "den Wohnort des Antragsieüers zuständ1gen Poltze1behorde unter Beifügung der vorgeschriebenen Radfabrkarte (zus einem amtlichen Vordruck zu stellen. Dxeser Anxrag Wird von der Polizeibehörde an dieMilitärbehörde wertergxgeben 'werden. Im ?aüe der Genehmigung des Antrages erhalt der Antragüeller eine Radfahrkarte mit einem entsprechexxd§n Vermexk versehen zurück. Falle?- der Antragsteller abschlqgtg beschieden wird, verbleibt die Nadfabrkarte bei der Polxzet- behörde. Es muß dringend empfohlen werden, beabsrchLtgtc: Anträge unverzüglich zu stellen, da die Bekanntmachung bereits mit Beginn des 12. August 1916 in Kraft jritt und nach diesem Tage die Benußung der Fabrradbereifungeu ohrze die besondere Erlaubnis des Militärbefehlshabers strafbar 111.
Für den Ankauf der beschlagnahmten Fahrraddeckkn und Schläuche, die nicht mehr benußt werden dürfen. werden kom- munale Sammelstellen eingex'icbtet und bekanntgegeben werden. Die Veräußerung der be1chlagnahmten Fahrradchkcn ist nur noch an eine derartige Sammelstelle flix Fahrrgd- bereifungen zulässig, die in der Bekanntmachung päher bezetckz- nete Preise für Decken und Schläuche zahlen w1rd. _Some'tk die beschlagnahmten Fahrradbcreisungetx bis zum“ 11). Sep- kember 1916 nicht an eine Sammelstelle abgelxefcrt smd, sind sie, sofern sie nicht weiter benutzt werden dürfen, bis zum 1. Oktober 1916 an die für 1hrcn Lagxrort zuständige Ortsbebörde anzumelden; sie werden sodann entetgyek werden. Es darf aber angenommen werden, daß der gro'xziu Teil der Besißer von beschlaanahmlen Fahrrahberetfyngen diess freiwillig an die“Sammelstel[en veräußern wxrd, „dre 9116) 5111: Entgegennahme von Fahrradbereifungen ermächttgt smd, dre unentgel1lich zur Verfügung gestellt werden. _ '
Durch die getroffenen Maßnahmen wrrdxs mchk um: möglich sein, den Verbrauch von Gummi zur .Hersteüung von Fahrradbereifungen einzuschränken, sondern vor aUsm 'werdcn die ganzen zur Ablieferuna gelangenden Fahrxadheretfuxjgen nach einer entsprcchenden Bearbeitung für diejemgen 113161361“ als neue Bereifungen Verwendung finden können, 0611011 5:2 Erlaubnis zur weiteren Venußung von Fahrradbexcqungcn erteilt ist. „
Die Bekannjntachung enthält eine Anzahl von 0,311le- bestimmungen. Ihre Kenntnis ist für alle Personen zytchUg, die einen_ Antrag auf Weiterbenußung von Fahrrakxbexeislzngcn stellen wollen. Der Wortlaut ist bei den Pvüzetbvhördsn einzusehen.
Immer wieder wird die Wahrnehmung gemacht, daß Deutsche in Gesprächen, Briefen und dgl. Tat- sachen mitteilen oder Urteile aussprechen, de_„rcn, Ver- breitung unsere Kriegsinteressen 'empsmdück) HU schädigen gcßignet ist. Disse Mitteilsamkett berth 311311261 nicht auf böser Abficht oder auf dem Mangel an'vaixrlänytsckwx (Gesinnung, sondern auf unbedachter Sorglosxgkert. melFack) freilich auch auf einer gewiffen Eitelkeit. Es ist vaterläykxtstße Pfkicht eines Jeden, in Neußerungen, die unsere Krtcgs- interessen berühren können, Unbekannten gegenüber, streUQste Zurückhaltung zu Üben. Vor aUem gilt diesLcZ bei emcm Auf- enthalt im Ausland, und zwar gegenüber Jedermann. Der feindliche Nachrichtendienst forscht namentlich deutsche SUMM- angehörige, die sick) auf Reisen vorübergehend im5.)[_u§_1and_cmf- haltenC Über deutsche militärische und wirtschaftliche „Vcr- bältniffe aus. Er 5211th dazu MittelsP-nsonen der verschredcnstxn Nationaliiät, die sich dem A11§zuforschenden g&seUschaftlxcf) nähern und ihm unter Vortäuschung deutsch-frettndltclxr (536- sinnung die ikmen wünschenswerten Mitteilnngen zu ,cnllockxn suchen. So wird gespräch6weise gefragt, ob und smt mmm der Verwandte oder Bekannte, auf den die Rede gekommen war, militärisch einberufen ist. in welchem Alter cr swHZ, welchem Truppenleil er angehört, wo 11ch der T;'Upp0!1§kl[ befindet oder befunden hat u. dgl. Es muß dcöhalh Grundsqß sein, im Ausland über militärische Dinge, die src!) nuf dre Gegenwart oder jüngste Vergangenheit byziehen', überhayxt nicht zu spreckßen, ebensowenig Über wirtschaftliche Vcrhältmzw in Deutschlan, da auch nur die geringste _Klage über 67:- schwerungen, die der Krieg naturgemäß mit ftch brachte, den Feind in feiner irrigen Annahme bestärkt, das; er uns wirt- schaftlich erdrosselt: könne.
Der heutigen Nummer des „Reichs- und StaatsanzeLgerS“ liegt die AuSgabe 1044 der Deutschen Verlustlisten bei. Sie enthält die 21. Verlusllifte der Kaiserlichen Schußtruppcn, die 579. Verlustliste der preußischen Armee, die 301. Verlust- liste der säckxüschen Armee und die 418. Verlustliste der württem- bergischen Armee.
Bayern.
In der Kammer der NeichSräte, die gestern die leßte Sißung der Tagung abhielt, verlas der Minister des Innern, Dr. Freiherr von Soden, die Allerhöchste Botschaft, wonach der gegenwärti e Landtag bis auf weiteres ver- tagt wird. Der räfident Fürst Fugger schloß die mit einer Ansprache, in der er betonte, Rei Sratskammer auch in der Krie stagung einer staatSer altenben Funden Politik auf ri tlich-monarchischer Grundlage fest im 5 T behalten habe- an bestrebt gewesen sei, des Landes bestes
daß die
Wo [ „zu fördern, Er s 'rach die Hoffnung aus. daß beim Wie erzusammentritt“ das. nd sich eines ehrenvollen Friedens
genommenen H eine Majestät den König.
die Sißung. mit einem lebhaft auf-
I ckerslerreith-Ungaru.
m ungaris en Abgeordnetenhanse ergriff im Lezufe d'er_ Debatte Küber die KriegSgeminnsteuer der Fmanzmmxster Te1e6.kt) das Wort, um Mitteilungen über dte btshxngen Knegö osten zu machen. Der Minister sagte laut Bertcht des „W. T. B.“:
Der Krieg kojtete in den abgelaufenen 23 Monaten dem ungarischen Staat monatlich durcbschnlttlixh 450 bis 470 Millionen Kronen. Diese Summe ist natürlich im Laufe dcs Krieges gestiegen. Sie War im Anfang kleiner und bewegt fick) heute zwischen 560 bis 600 Millionen._ Dieses Kricgßerfordernis schließt natürlich in erster Linie die Bedurfniffe der Armee in sich; in zweiter" Linie die in sxbr großem Maßsjabe durcbgeßübrte Uniecstüßung der Xamilrgnmktglieder der im Kriege Befindlichen; drittxys die Unterstu ung der im Auslande befindlichen Landsleute, Was gleicbfa s bedeutende Su'mmen auSmaOt, fe-ner die Deckung des Zinsene'rkoxderniffes der 515356: durchgeführten .Kreditoperationen und schlitßlub die Kriegsunxersmßxxng der im öffkntlkchen Dicnste stehenden Angetteüten. Was dre laufenden Einnahmen und AusZabcn d'eS Staatxs betrifft, so [):-bm s1ch die Einnabmm trotz des Krieges sebr gunstig gestaltet, sy das; aus ihnen die lanfcnden Außgaben, ja sogar die Kriegßunterstußung der Beamtin gkdxkc Werden koante. Die Kciegßaußgaben mußten natürlich durch Kceditcpérajionen aedeckt Werden. Hierzu dienten in exst.r Linie die vier Ktiegöunlelben. D'ie durcb diese Anleihen nicht gedeckten Beträge aber Wurden tetls durch bei einzelnen FmakzknsjituWn aufgxnommxne Konto- korrentanleihkn, teils „durch Sch_ayjch8ine, teils durch Inanspruch- n_9bme dex Oesterreitbtscb-Ungarijcben Bank aedcckt. Diese Daten konnen jedermann davon üb-rzeugen, daß einerssits u.;sere KciegöauSgaben sebr bsdmz'tend sind, andererseits aber, daß. Mun man die sehr bédeutende miliiaxikcbé Krafkkntfaltur-g des Staaxcs in Be- 1rachtnzie'bt, fie 11111 den Kriegßauggaben ch übrigßn Staaten im Verhaltms stehen, 12 daß sie fich geaesüber dxn Ktiéaxausgabxn der Entente, soweit wir darübtr unterxiuktet s1nd, en:?cl) eden Zünstäger gestalten. und das; unkereNuéaabcn auch im LtklsVkTÖLUdkn Vkrbältnis zu den AULgabenpunkeres g19fzen Bundesgsnosssn Deutschland ?teben. Diese Anaahxt1 konnen das Haus übo'rzeuaen, daß wir eine sa-br be- deutende Sistgéjruna Unserer staat1ichsn (Einnahmen in der Zukunft brauchen, um dress Anxgaöen ertragen zu können, und daß die Steuer- v-1rlagen, welch? die-ngiexnng Vorleqte und wslcbe wenigstens die Dk'ckung der Zinserxordkrmffs dsr Krie'gsanlciben im Rahmen der laufenden Einnahmen bczwcchchn, Unbedingt poxtvenng find.
_ Laut Meldung der „Belgrader Nachrichten“ ist der mxlttartsthe Generalaouverncur Serbiens, seincr Stelle enthoben worden und ist bis 511 112Uerlichcr Wiederverwenduag auf Urlaub gegangen. Auch in der Person des Generalstabs- chefs dex; Gouverneurß wird demnächst eine Aenderung ein- treten. T_OeyGouverneur verabschiedete sich von seinen Uklter- geberxen m emem Gouvkrnemcnthbefebl, in dem er erklärt, daß er. 13111 stolzer Befriedigung auf die bisherige Wirksamkeit des mxlttarisch§n Gouvernements und auf die bis jth erreichten 315316 'zurUckbltck'en könne. Die schweren Schäden, di? vier eregZxabxßdcm Lande verursacht hätten, sei-zn zum großen Tetle beser'ttgl. Auf dem „(10113611 Gebiets des Gouvernements gsfbe es keinen Notstand. Die Beoölkernng sei ruhig Und zu- frWen und „gedenke mit Dankbarkcit der Gerochtigkeit und Für- sorge dcr mxlitärischcn Verwaltung.
Großbritannien und Irland.
Die französischen Minister Nibot und THomaH und der“
russische Minister Hark sind gestern in London eingetroffen.
*--- DLT" Pxemierminister ASanitk) teilte gestern im Unterhau'se mtl, daß die Fragen bezüglich des Wahlrechts und der Emtragung der Wähler, *die von dem Kabinett beraten worden „seien und für die eine unbestrittene Lösung nixht gefunden set, an den Angsthus; des Hause?. zurückverwiesen wxxrdext. Er fügte hinzu, das; die Dauer des gegen- warttgen Parlaments, die unter gewöhnlichen UmstäUden azn 30. September beendigt sein würde, selbstverständlick) ver- langert werdén müsse. DLL" Staatssekretär des J.MLM Samuel brachte, zur KLMMÜI, das; dsr Ylussckzuß, der die Ynklagezt gegen dre ixischcen Gefang0nen untsrsucls Hätte, die Fretlajjung von 460 von ilmen empfthlo, wei1 sie verführt worden seren und sckwn drci Monats W) in Haft befänden.
»- Jn Erwidermxg dsr vorgestern imLOerhaUse aLUaltencn Rede Lansdownes [)at Redmond eine Kundgebung erlassen, m der er einer Mßldlmg des „W. T. B.“ zufoige sagt:
_ 5: betrgcbte die Reds als eme grobe Beletdiqung Irlands, Na [gut: auf eme Kricaöetklärunq an das irische Vos und die An- kundjqung einer Politik der Untcrknückunß hinaus. Wknn die Rede die Haltung der Regiemng gegen Irlaud darsjeUe, so würde es mit allen Hoffnungen auf eine Verständigung zu Ende ssin. Er sübc in der Rede die wohlüberlsgte Abficht, dic Vcrhmxdlangen zum Scheite1n zu bringen.
_- DaI unionistisckw Krisgcskomitee Hat nach einer Meldung 526 „Rottcrdamsehen Courant“ vorgestern die Be- dmgungxu besprochen, 1171121" denen die' Soldaten in Meso- potamxen känmfct: mus;19n._ Die Mitteilungen darüber machten großen Eindruck auf das Komikee und es beschloß, von der Regierung zu verlangen, daß in dieser Sache eine Untersuchung eingeleitat oder eine öffentliche Debatte darüber gesta11e1 werde. Die „Times“ untcrstüßen die Haltung 526 Ko'mttees und erhebenEinspxucb dagegen, daß das Los und die Letden der mesopotamischen Armee der Vergangenheit über- antwortet werden sollen.
, _, Die Verlustlisten vom ]_0. und 11. Juli verzeichnen dre Namen von 421 132sz. 179 Offizieren.
Rußland.
Der Kaiser Nikolaus [)at vorgestern im Kaiserlichen anrner de_n Präsidenten der Reichsduma Rodeanko in bemaße dreistündiger Audienz empfangen. .
" "." Nach den Ergebnissen der Wahlen zum ; inn- landtschen Landtag werden, wie die „St. Peters urger Telegraphenagenlur“ meldet, die Sozialdemokraten 103 Sitze, dze Alt-Finnländcr 33, die Jung-Finnländer 22, die Schweden 21, dle Agrarpartei 19 und die Arbeiterpartei 1 erhalten.
„ Italien. Auf Befehl des italienischen KriegSministers ist, wie „W. T. B.“ meldet, die beurlaubte dritte Kategorie des Jahrgangs 1879 auf den 14. Juli wieder unter die
Waffen gerufen. Niederlande.
Die Kammer verhandelte gestern über den Ges eßentwurf, betreffend den Landsturm. "
Laut Beticbt des „W. T. B.“ erklärte der Krieqsminisier Bosbo rn im Laufe der Debatte, je mehr Friedensgedanken bei den krieqfübreuden Parteien an Boden gewönnen, testo vorfiabtiger müsse Holland sein,
"und es müffe seine Armee stets bereit halten, um alle Versuche einer
Verletzung der honändiscben Integrität zurückzuweisen. Der Minister des Jnxtern Dr. Cort van der Linden sagte, der Krieg babe nie so qewutet wu: gerade jxßt, und dieser Umsfanv könne aUexlei Gefahren mit fich bringen. Der wirtschaf11iche Druck, der auf Holland aus-
geübt werde, nehme zu. Er würde es für anveranttvortlicb halten, 1th
zu einer Verminderung der bnvaffneien Macht zu schreiten, und die Regierung würde jede Stimme gegen den Gesehentwurf als ein gegen sie gerichtetes Mißtrauensvotum betrachten.
Ein Antrag auf sofortige Beurlaubung der drei ältesten Jahrgänge der Landwehr wurde mit großer Mehrheit ab- gelehnt. Das Landsturmgeseß wurde sodann ohne Abstimmung
angenommen. Belgien.
Das britische Auswärtige Amt veröffentlicht durch das „Reutersche Bureau“ AuSzüge aus einer Denk christ, in der behauptet wird, daß duxcl) Verordnungen des eneral- gouverneurs Freiherrn von-Bisnng belgisxhe Arbeiter ge- zwungen würden, entgegen den Bestimmungen des Haager Abkommens, für die deutsche Armee zu arbe_iten. Da die Denkschrift nicht in ihrem volLen Inhalte verößentlicht ist, sondern nur einzelne Scheu aus dem Zusammenhanggheraus angefjjhrt werden, so ist ein genaueres Eingehen “auf ste nicht möglich. Es kann sich daher hier nur darum handeln, den Sachverhalt in großen Zügen darzustellen und dre Dinge ins rtchtige Licht zu seßen.
Nach dsm „Woxffycben Telegfapbenbureau' hat der General- gouVerncur in Belgien am 14. und 15.Auaust1915zweiVeroxdnunaen gegen die A1b€tt§vaeYerung erlasjen. Die erste Vermdnnnq sollte die Durchäührung der im öffentbchen Interesse erforderlithen Arbeiten sicherstelien, die andere Verordnung - Verordnung gegen die Arbeits- 1cbeu - sollte kxästkae und arbeitsfähige Personen zwingen, eine Arbeit anzunehmen, ohne die fie der öffentlichen oder privaten Unter- stüßung anbelmficlen. Es ist aber unter den erwähnten Voraus- seßungen nicht em Zwang zur Arbeit schlech1bin eingeführt worden, sondern nur ein Zwang zu solchen Arbeiten, die der beruflichen Tätigkeit des Bctccffendeu oder Leinem Leistungsvermögen entspreckzen, und nur dann, wenn ein hinreichender (Grund zur ArbeitsveLWekgexung nicht vorjieqt. Als hinreichend ist aber aus- drückiich jeder auf dem Völkerrecht beruhende Grund bezeächnet wwrden. In beiden Verordnungen ist auch derjenige mit Strafe bedroht, der wiffentlich der unberechtigten A(beijsVLrweige- run,; Vorschub leistet. Nach diesen Vérordnungeu ist somit nicht nur die Acbeijsverwägerung, die nach völkerrecb-licben Grundsäßen berechtigt ist, sondern auch die Unt-gtsiüßana von Arbeitern, die ein auf dem Völker- recht beruhendes R-cbt zur ArbeitSVerweiaerung haben, strafloßn Die Verordnung, bstteffend die AxbeitNcheu, hat unter dem 15.Mar 1916 eine Abänkexung er1abren. Es sind nämlich die Mllitärgerichte statt der belg1fchen Gsricbte für zuständig erkkä't jvo-ken, und es ist an die SkelTe der in aUen LänNrn als besonders batte Maßregel ange!ehenen Ueberweisung an das Arbeijsbaus die zwanßßweise Abschiebung zur ArbeitssteUe getreten, wo von dem Vemffenden nur eine seinem LeistungWermögen entsprechende Arbeit verlangt wird. '
Man sieht, das; es fich um Verordnungen handelt, die tm öffent- lkchen Jnte-cffe und zur Steuerung der auch von belgischer Seite vielfach auf das lebbafteste beklagten mißbtäuchlicben Jnanspruämabme der Armenunterstüßung durch gesunde und arbeitsfähige Personen erlaffen sind. Aus diesen durchaus sachgemäßen und aus gesunden gesryaebcrischen Erwägungen entsprunaenen Maßnahmen macht die englische Denkschrift eim: schreiende Völketrcckptévaleyung. Die Denk- schri't mus; zugeben, daß der Wottlaut der Verordnungen, däe aus- drücklich jeden auf dem Völkerrecht beruhenden Weigerungsgrund als strafausscbließend anetksnnen, die Beschuldigung wtderleat. Sie hilft fich daher mit der Behauptung, daß die deutschen Militärgerichte die Schuyklauseln der Verordnungen nicht pfli tmäßia anwendeten und das Recht beugtep. Dieser gegen die deut chen Yellitärgerichte erhobene Vorwurl mus; auf das schärfste zurückgewiesen werdet. Er richtet sicb üb: gens oon selbst. Denn er ist begründet auf dem 19. Bericht des belgischen Untersuchungsaus- schusses, aus dem eine Reihe anaeblécher Vorkommniffe anKefübtt wird. Der 19. Belicht der bekgkseben Kommission, die 6 rigens schon aus ihren ftüheren Berichten nicht nut in Deunchland, sondern auch dem netxtralen Ausland sattsam als un laubwürdig bekannt ge- Wordenist,11t aber am 6. Auaust 1915 er?:bienen, also zu einer Zeit, da dia in Rede stehenden „Verordnungen noch garnicht erlassen waren.
EbMso unbegründet wie der von der Denkschrift erhobene Vorwurf der Völkerrecht§verleßung ist dje damit zusammxn- hängende Bkauptung, das; dcujsckxrseits die in dem SchUst- mechsck zwi]ch-:n dem Freiherrn v. d. Bancken und dem Gesandten einer neutralen Macht in Brüssel nieder- gelegten Vereinbarungen _Übcr die ungestörte Betätigung der belgischen Unterstüßungskommission nicht ein- gehaltcn worden seien.
Dänemark.
Die dänische Generalpostdirektwn meldet, das; auf den dänischen Amerikadampfern „Frederic 17111.“ und „OHcar ]]s.“, ersterer auf der Ausfahrt, leßterer auf der Heimrßise, die gesamte Brief- und Paketpost von den Engländern in Kirkwall beschlagnahmt wurde. Von der
norwegischen Postverwalttmg ist Zn Kopenhagen die Nachricht-
einqegangen, das; auf dem norwegischen Paketdampfer „Bergonsfjord“ auf der Reise von New York nach Bergen von den britischen Behörden in Kirkwall 43 nach Dänemark bestimmte Postsäcke beschlagnahmt wurden.
Bulgarien.
In der Sobranje stand gestern die zweite Lesung des Budgets auf der Tages:)rdnung.
Im Laufe der Debatte kritisierte der Agrarler Torlakow , wie „W. T. B.“ berichtet, die gesamte Innenpolitik der Regierung und erklärte, er werde nur ein Budgetzwölftel statt der yon der Regierung geforderten sechs bewiükgen. Er forderte zahlreiche Aenderungen der Wirtsäxaftßmaßnabmen. Der Demokratenfübrer Malinow erklärte, alle Parteien müßten die Regierung unterstüßen. Er Werde deshalb die Kredite bewiüigen, verlange jedoch, daß erst dann die zwskte Lesung des Budgets geschlossen und darüber abgestimmt werde, wenn ein neues (Jessy über die Schaffung einxr Zentralstelle für Leben!;mittelversoraung eingebracht und an- genommen sei. Er forderte dkShalb Aufschub der Budaetberatung. Der Ministerpräfivent Radoslawow dankte Malinow für die Be- reitwiüigkeit, das Budget zu bewilli en, und erklärte, daß auch er die Mängel des bisherigen Gesetzes 1": er Nahrungsmittelversor ung an- erkenne und noch in dieser Session ein Gesch einbringen wer e. Mit einem Aufschub der Budgelberatu-gen sei er nicht einversianden, denn das würde einen Ausdruck des Mißtraueus der Kammer gegen die Regiejung vorstellen. _
Nachdem Tontschew die Kammer aufgefordert hatte, für das Budget zu stimmen, wurde der Antrag Torlakow gegen die Stimmen der Agrarier und Anhänger (Henadiews abge- lehnt, deSgleichen der Antrag Malinow, betreffend Aufschub der Vudgetberatung, gegen einige Demokraten, Narodniakeu und Agrarier. Darauf fand die Abstimmung über die Re- gierungßvvrlage, für die die Regierungßparieien stimmten, statt. Der Präfident erklärte das Budget für angenommen, wogegen die Agrarier und Genadiewisten stürmischen Einspruch - erhohen. Unter .aUgemeinem Lärm wurde die Sißung auf. Frertag vertagt. Die Abspaltung der Genadiewisten macht die Stellun des. Ministexs Apostolow, des Vertreters dieser Gruppe im- „1inist?xiüm,.uymöglich._ Die SleUUng Radoslawows, dessen äußere Politik ,bei der ganzen Debatte außer Spiel blieb, ist mcht “gefährdet. * * “'
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Die brill che und die frauzösi che Botschaft kx Washington habxn nach einer Meldtmadeßchkw M- „ beim Staatsdepartement-we en des, _11n1er_suboots „Deutsch- land“ Vorstellungen erho e'n. Oxe verbündeten Re iernngen sind der Anficbt, daß Unterseeschiffe ! an durch GFA!!! „ und ie sie sich den . ck SWME
Bauart, durex“ !: . Uni: u klugen, liche anin“ ';1 S unterlagen, entzl en können, aus„ der ff: der andelssthi fe ausscheiden und-daß fie,
nicht im Einklang mit den Erfordernissen der völkerréchtlichen Vorschriften ebaut sind, als außerhalb des Völkerrechts stehend und als fein liche Kriegsschiffe bxtrgchtet' werden müssen, die vernichtet werden können, sobald ste m Steht kommen.
Kriegsnachrithten.
Großes Hauptquartier, 12. Juli. (W. T. B.)
Westlicher Kriegsschauplaß.
Die am 10. Juli, Nachmiitags, eingeleiteten Kämpfe beiderseits der Straße Bapaume-Alberx, in Contal- maison und im Walde von Mamey forme neue Gefechte am Wäldchen von Trönes und südllch davon„wexden mit erbitterter Heftigkeit fortgeseyt.' - Sudltck) der Somme haben die Franzosen bet emem gxoß angelegten Angriff auf der Front Bell-oy-Son'ecczur't eme empfind- liche Schlappe erlitten, der Angrtff ist m unserem Feuer vollkommen zusammengebrachen, ebenso fluteten schwächere, gegen La MaisonnetteZBaxleux angeseßte Kräfte unter großen Verlusten m dte AUSgangs- stellung zurück. , . " ,
An mehreren Stellen der Champagxte-Front, so ostlxch und südöstlich von Reims und nordwestltch "yon Mqssiges, ferner nordwestlich von Flirex) wurden franzosxsche Tetlangriffe abgeschlagen, _ _
Jm MaaSgebiet spielten sick) lmks del; Flu es mzr kleinere Kämpfe ab. Rechts des Flusses ha en „mtr unsere Stellungen näher an die Werke_ von Soyv'rlle und Laufée herangescboben und dabet 39Off1ztere und 2106 Mann zu Gefangenen, gemacht. Starke Gegenangriffe wurden glatt abgermesen." '
Deutsche Patrouillenunternehmunaxn suhwestltch „ vzm Dixmude, südwestlich von Cerm) (Atsnegebtet) und ostltch von erttershausen batten Erfola. _ _
Ein englischer Doppeldecker wurde bet Athtes (südlick) von Véronne) in unseren L'mien zur Lar_1_dung Ke? zmungen, ein feindliches Flugzeug sturzte ber Soyecourt, eins in unserem Abryehrfeuer bei Challan- court ab. Bei Dombasle (westlt der Maaß) wurde ein Fesselballon durch unsere Flieger a geschossen.
Oestlicher Kriegsschauplap.
Ein Uebergangsversuch schmäxherer russxséher Krafte über die Düna westlich von Friedxtchstadt und Angriffe, südlich des Narocz-Sees wurden vereitelt. . -* _
An der Stochod-Front.ift die Lage i-m,al'lgemé1nu1 un- verändert. Rusfische Abteilungen, die src? bei Ianowka auf dem linken Ufer festzuseßen ver uchten, mur en angegriffen; kein Mann von ihnen ist auf das Südufer entkommen. Hier" und an der Bahn Kowel-Rowno wurden gestern noch Uher 800 Mann gefangen genommen; die Ausbeute der hetden letzten Tage am Stochod beträgt außer einer Anzahl Offiziere 1932 Mann und 12 Maschinengewehre. _ ' .
Unsere Fliegergeschwader haben ih're „AngriffstäiLJkett östlich des Stochod fortgescHt; ein fetndlxcher Fes el- ballon wurde abgeschossen.
'Balkankriegsschauplay.
Keine wesentlichen Ereignisse. Oberste Heeresleitung.
Großes Hauptquartier, 1.3. Juli. -(W. T. B.)
Westlicher Kriegsschauplaß. .
“Nördlich der Somme gelang es den Epgländern, stch m Contalmaison fxstzuseven. Das Artiüertefeuer wxrd mit großer Heftigkeit fortgesexzt. Südlich der Sommx haben auch gestern die Franzosen mit ihren Angriffen, dre. mehr- mach beiderseits von Barleux, sowie bei und wxftlrch von Estrées angeseßt wurden, keinen Erfolg gehabt; fte mußten meist schon in unserem wirkungsvollen Sperrfeuer unter schwersten Vlutopfern umkehren.
Oestlich der Maas war der Artilleriekampf noch lebhaft. Die gewonnenen JnfanteriesteUungen wurden, per- bessert. Die Gefangenenzahl erhöht stel) um 17 Offtztere 243 Mann auf 56 Offiziere 2349 Mann. *
Bei Frelinqhien, am Kcinal von La Bassée an» der Höhe La Fille Morte, östlich _von Badonvkller und bei Hirzbach gelangen deutsche Patromllenunternehmungen.
Nördliä? von Soissons wurde ein franzöfischer Doppel- decker in un eren Linien zur Landung gezwlmgen. “
Oestlicher Kriegsschauplav. Bei der , Armee des Generals Grafen von Bothmer
wurden durch umfassenden (Hegenstoß deutscher Truppen bei und nördlich von Olesza (nordwestlich von, Vuczac) ein- gedrungene Russen zurückgeworfen und. dabei über 400 Gefangene“gemacht.
Balkankriegsschauplaß. Nichts Neues. . Oberste HuresWS-
Wien, 12. Juli. (W. T.V.) . WWW:.WW Russischer Kriegdßha .: Die Lage erfuhr (: ' _ «V'; “ Auf der Höhe Har ie unsere Truppen sieben kussi «ck“ - k- . Auch " 1 Angriffe des Feindes. Die am SW;
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