1916 / 176 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 28 Jul 1916 18:00:01 GMT) scan diff

An der Kaukasusfront haben auf dem rechten Flügel unsere Aufklärungs-Patrouilien diejenigen des Feindes zurück- getrieben und viele Soldaten, darunter einen Öffizier, getötet; 353113) ri„“*Zzhetnirum und vom linken Flügel keine nennenswerte

a .

In den Gewässern von Smyrna haben zwei feindliche Kriegsschiffe, durch Luftaufkiärung_unterstüßt, ein unwirksames Feuer auf einige Küsten'ounkte eröffnet; fie wurden durch die Gegenwehr unserer ArtiUerie vertrieben.

An den anderen Fronten keine Veränderung.

Der Krieg zur See.

Amsterdam, 27. Juli. (W.T.B.) Die Besaizung des Katwijker Loggers „Toewijding“ sab am 20. Juli in 55 (Grad 20 Minuten nördlicher Breite und 2Grad 10 Minuten östlicher Länge das mit Holz beladene norwegische SegelscbiZf „Vcrta“ 111 havariertem Zustande treiben. Der Logger fu 1? näher an das Segelschiff heran, um Hilfe zu leisten. Da kam ein deutsches U-Boot an die Oberfläche und löste zwölf Schüsse auf den Segler, der ganz verlassen zu sein schien. Als das Schiff noch nicht sinken wollte. begaben sich einige Mann vom [F-Boot an Bord und steckten es in Brand. Später wurde das brennende Schiff von zwei englischen Kreuzern in den Grund geschossen.

Landskrona, 27. Juli. (W. T. B.) Vier deutsche Torpedoboote haben heute vormittag in internationalem Gewässer vor Landskrona zwei englische Lastdampfer beschlagnahmt.

Amsterdam, 27. Juli. (W. T. V.) Dem „Handels- blad“ wird aus Vmuiden über das Seeaeäfecht an der schottischen Küste gemeldet: Das (Fefe )t spielte sich zwischen mehreren [F-Booten _ es steht nicht fest, wie vielen _ und den Patrouillenschiffen „Nelly Nation““, „Onward“ und „Eva“ ab. Das erste Schiff wurde in den Grund gebohrt, wobei drei Mann der Besaßung getötet wurden. Die Übrigen elf Mann wurden von dem Heringslogger „Doggerbank“ aus Scheveningen aufgenommen und in einem schottischen Hafen gelandet. Von den beiden anderen Schiffen mit je 14 Mann Besatzung hat man seitdem nicht§ mehr gehöri und vermutet, daß sie mit Mann und Maus gesunken smd. Von den elf (Hereiteten sind später drei ihren Wunden erlegen.

Berlin, 28.3115. (W. T. B.? Am 27. Juli, 1 Uhr Vormittags, hat ein deutscher Hil skreuzer 15 Seemeilen südöstlich von Arendal den bewaffneten englischen Damvfer „Eskimo“ nach Gefecht genommen. Der Dampfer ift eingebracht.

Parlamentarische Nachrichtem

Bei der gestrigen Präsentationswahl fiir das Herrinimus im Landschafisbezirk Nord-Pommereiien fiir das verstorbene Herrenhauswiiglied Ritterguisbesiizer Robert Heine- Narkau ist, wie „W. T. B.“ aus Danzig meldet, der Land- schaftsdirektor Rittergutsbesißer Paul Meyer-Rottmannsdorf eiUstimmig gewählt worden. ,

Statistik und Volkswirtslhaft.

Ueber die Lage des deutschen Arbeitömarkts im Monat Juni 1916

b911chtet das vom Kaiserlichen Statistischen Amt beraukgegebcne „Reichsarbeiisblatt“, wie folgt;

(Hino wesentliche Aenderung des BMW, Weiches das deuische Wirtschaftslkben im Kriege bisher bot, iii auch im Juni nicht eingetreten. Die für die Kriegswirtschaft arbeitenden Geiverbezweige sind nach wie bor aufs Tebbafteste beschäftigt. Einzelne Abschwächungcn des Geschäfts- gangs, wie sie jährlich in der Regel im Sommer fesizusielien sind, waren auch dieses Mal im Verlaufe des Berichtsmonais, allerdings in nicbt ausschlaggebendem Maße, zu bemerken.

Für den Bergbau wie für die Eisen-, Metall- und Z).)éascbinxnindusirie macht sich keine erhebliehe Veränderun? dem Mai aeaenüber bxmerkbar. Im Vergleich zum Juni 1915 ist v eifach cine Sieiaeruna der Tätigkeit zu erkennen. In der chemischen Industrie ist ieilwäse eine VerbefferunJ der Lage dem Vormonat gegenüber zu vkrzeicbnen, währpnd die ele tris che Industrie eine erändcrunq von besonderer Bedeutung im großen und ganzen nicbt erfahren bat. Jm Webstoffgewerbe machte sick) zum Teil eine weitere Verschlechterung geltend. Das Bekleidungsgewerbe be'ricbiek dagegen vielfach über unverändert befriedigende oder gute Bcicbäfiimmg. Anf dkm Baumarkt ist sieÜemveise eine Befferung zu bemerken.

Die Nachweisungen der Krankenkassen ergeben für die am ]. Juli beschäftigten Mitglicder dem Anfang des vorberaebknden Monats gegenüber eine Abnahme der Beschäftigten um 19 626 oder um 0,22 1). H. In den vorbxrqebenden drei Monaten war eiiie Zu- nahme der Bescbäftigung einaetreten, die sich im BerichtSmonat also nicht fortgese thai. Die Abnahme, die verhältnisinäßig klein ist, beruht auf euer sebr gerinafügiaen Verminderung der männlichen Nefebäitigten um 5190 vier 0,11 1). H., wie auf ein-m etwas siärkerm !)iückgang der weiblichen Beschäftigtknzabl um 14 436 oder 0,34 v. H. Bei der Bemteilung der Bewegung der männlichen BeschäftigtEnzabl isi zu berücksichtigen, das; die Kriegßgefangent'narbeit in den Ergeb- nissen der Krankenkaffeniiatistik nicbt einbegriffen isi.

Nach den Festsieliungen über die Arbeitslosigkeit in 38 Fachverbänden. die im Juni für 826 924 Mitglieder bericbten, wurden 20 583 oder 25 v. H. Arbeitslose fesigesteUt. Die Arbeits- losenziffer ist danach die gleiche wie im Vorhergehenden Ykonat ge. blieben; auch im Vergleich zum Juni der beiden vorhergehenden Jahre ist keinerlei Aenderuna einaeireten. Die Arbeitslosenziffer betrug auch im Juni 1914 und 1915 ebenso wie im Mai 1916 2,5 v. H.

Die Statistik der ArbeitSnacbweisY läßt im ganzen eine aünstigere Gestaltung des Arbeitsmarkts als im Vormonat erkennen. Es hat sowohl eine Abnahme des Andran es der männlichen wie der weiblichen Arbeitsuchenden stattgefunden. „m Juni kommen bei den Männern 80 Arbeitsuchende (gegen 88 im Vormonat), beim weiblichen inFlecht 158 Arbeitsuchende (gegen 162 im Mai) auf je 100 offene

e LU. * Die Berichte der Arbeitsnacbweisverbände zeigen für Mecklenbura-Sebwerin, Köni reich Sachsen, Thüringen wie für Hannover, Braunscbwe g, Oldenburg und Heisen, Hessen-Nassau und Westfalen keine wesentliche Aenderung der allgemeinen Arbeiismarkilage. Auch in der Provinz Sachsen und im Herwaium Anhalt ist im aligemeinen keine erhebliche Ver- schiebung festzustellen; im großen und ganzen hat hier aber die Be- schäft1gun von Arbeiterinnen zugenommen. Demgegenüber xeigt sich in Ham urg, wo sich die Lage des Arbeitsmarkts glkicbsfaUs nur unwesentlich verändert hat für die weibliche Beschäftiauna eine Verschlechtetung, da bei gieicbzeitiger Abnahme der offenen Stellen eine Zunahme der weiblichen Arbeitsuebenden nicht der Industrie, wohl aber der bäuölichen Dienftboten und AufWrtefrauen

eingetreten iii. Einen Rückgang weisi sonst nur noch die Lage im Rheinland auf, obwohl hier auch im Juni Industrie wle Hanicl durchweg auf, teilweise sehr gut beschäftigt waren. Im Geacnfaß zu dem Rück aus im Rheinland ließ der Arbe tSmari't in Berlin und Provinz Brandenburg in der zweiten Hälfte des Juni eine fort- schreitende Belebung erkennen. In Schlesien hat sich die Lage dem Vormonat aegenüber nicht unerheblich gebessert, und in SÖleswig-Holstein ist eine leichte Besserung zu Verzeichnen. In Bayern und Württemberg zeigt die allgemeine Arbeitömatkt- lage im Juni zwar im ganzen daSieibe Bild _wie im Vormonat, doch L?sti Fitch die Beschäftigungömöglickzkeit der Arbeiterschaft vielfach ver- 2 .

Kunst und Wissenschaft.

Die pbysikalisch-matbematische Klasse der König- lichen Akademie der Wissenschaften hielt am 13. Juli unter dem Vorfik ihres Sekretars Herrn Waldever eine Sißung, in der Herr Lie isch über Optische Beobachtungen am Quarz sprach. Zusammengeseßte Kristalie von Quarz, in denen sich Teil- kristalle mit entgegengeseßtem optischm Drehungsvermögen berühren, können im konvergenten polarifierten Licht cbarakterisiiscbe Interferenz- ericbeinun en hervorrufen. Bisher ist nur die Kombination Von zwei Teiikrista en näher untersucht worden. Um Jnterferemersckjeinungen zu gewinnen, die durch eine wachsende Anzahl übereinanderliegender Teilkristaiie entstehen, wurde eine Reihe von lattenkombinationen hergestellt, deren Wirkungen durcb pbotograpbi che Aufnahmen fest- geleqxtl wurden. Durch dasselbe Verfahren konnte der Schichtenbau des metbvstes an Platten aus ungewöhnlich regelmäßig gebildeten Kristallen vollständiger, als es früher möglich ivar, ermittelt werden.

In der an demselben Tage unter dem Vorsiß ihres Sekretars Herrn Dicks abgebaltencn Siizung der philosophiscb-bistori- ichen Klasse las Herr Dicks eine Abhandlung: Ein epikurei- sches Fra ment iiber GötterVerebrung (Oxyrrbynch.-Pap. ][ Nr. 215). ns paläoqrapbiscben, lexikalischen, siiliiiischen und inneren Griinden ryurde die Wabrscbeiniicbkeit, daß das Fragment von Epikur (Leibitsherrußrt, nachgewiesen. Am Schluß wurde eine Ergänzung des

ex e gege en.

In der Gssamtsißung der Akademie am 20. Juli, die unter dem Vorsik ihres Sekretars Herrn Diels stattfand, las Herr bon Harnack über Askese und Vergebungßglaube in der Ge- schichte der christlichen Religion. In der christlichen Askese des "2. und 3. Jahrhunderts laufen aus dem Altertum vier S_trome zusammen: Heiligkeits- (Sakramenisn-), Opfew Er- tucbti ungs- und Erlösunasaskese. Die beiden leizten iind die komp iziertesien und wichtigsten; sie gingen alimäblich „völlig ineinander über. Sie vexcinfacbten sich durch den immer bedeutender werdenden Begriff der Sünde und Schuld. Mit diesem zusammen Wurde aber" nun der VergebungSglaube immer märbtiger, drängte die Yskese zuruck und triumphierte endlich in den Reformationskirchen uber sie. Neben dem VeraebungöxFlauben hat aber auch die im Mittelalter zu gro em Einfiuß qe anqte natürliche Theologie und Mora_l eine Einschrankung der Wiese herbeigeführt (Kompromiß mit der_burgerlichen und Staatsmoral). Doch tritt die ASLese in neuer Gestalt (als Leben des neuen Menschen in der Heiligung) im Kalvi- nismus und im luiherischen Pi-tiSmus wieder hervor. Wesentlich unabhangig Von dieser gamen Entwicklung der Askese, aber mit ihr verschlungen, läuft eine besondere Linie, die aus der Nachfolge und Nachahmung Cbrisii entsprungen ist und in der einerseits das ,Leiden', anderseits das .entsaaende täti 1? Leben' im Dienst des Nächsten zii Lebensprinzipien wurden. Diese rt der Askese in verfeinerter Gestalt iit durch den VergebungSgiauben nicht nur nicbtbetroffen worden, sondern zieht vielmehr aus ihm ihre Kräfte. Bei dem alien haben fich bkdeutende Reste der Heiligkeiis- (Sakramenten-), Opfer- (Verdienst:), Ertüchii- gunßs- und Erlösnvgsaskesc unberwisckot noch in den katholischen Kirchen erhalten, troß der souberänen Bedeutung, welche die Sünden- und Gnadenlebre auch bier gervonnen Hat. _ Herr Diess legte eine Mitteilung vor: Ein neues Fragment aus Antivbons Buch „Ueber die Wahrheit“. (Oxyrrb.-Pap. Kl Nr. 1364.) Das in dem neuen Bande der Oxyrrhynchos-Papyri herausgegebene Brucbsiück, das Herr von Wilamoiriß als Ueberresi von Antipbons Buch „552 ä.?y-Zxéa; erkannt bat, wird hier in einem etwas Verbefferten Textabdruck vorgelegt. Es enthält die Begründung des Naturrechts im Gegensaß zum positiven Recht. _ Herr Planck legte eine zweite Mitteilung der Herren Professor Dr. M. Born und Dr. F. Stumpf in Berlin Vor: Ueber anisotrope Flüssig- keiten. Die Temperaturabbängi keit dür Brechungs- in_dijes senkrecht zur optischen “L?ckpse. Die Formeln der ersten Mitteilung bon Professor Dr. M. Born, weiche die Tempe- raturabbängiakeit der Breckiungsindizss in der anisotropen und der iiotrbpeu Phase fiüiiig-krisialiiniiMr Substanzen darsieiien, Werden an emigen der Vorliegknden M'effungen gepriift und bestätigt gefunden. Ferner wird das Clektrische Moment der in diesen Substanzen anae- nommenen Dipola berechnet und“ die Größe der zu erwartenden elek- trischen Doppelbrechung in der isotropsn Phase: abgeschätzt.

Literatur.

__ Der Krieg und die Seeschiffahrt unter besonderer Bcruckstchiiguna des Norddeutschen Llryd. 11. Teil. (Jahrbuch des Norddeutschen Lloyd 1915/16). Welt-Reise-Verla m. 5.5), Berlin. (Preis 4,50 .lt.) _ In dem ersten Teil des eachtenswerien und interessanten Buches behandelt der (Generaldirektor Pbiitpp Heineken die Kampfmetboden und Aussichten des „Handelskrieg-W gegen Deutsckp land“. Nach seinen kritischen Ausführungen ermangelt der Plan einer chkoitierung Deutschlands jeglicher wirtschaftsvolitiscben Einsicht und Logik; denn _abaeseben von der Unentbehrlichkeit gewiffer deutscher Exportartikel, wurde Deutichland bei einer Unterbindung seiner Aus- fuhr dZUÖ feine passive Hankeisbilanz gezivungen sein, auf die Ein- fuhr ubeiseeischxr Erzeugnisse zu verzichten, dies aber würde die schwersten Schadigungen der betreffenden Exportländer zur Folge baben, da der gerval-tige bisher nach Deutschland gebende (Export ni_cht einfach anderswo unterzubringen wäre. Des weiteren Wurbe England selbst, Turck) dicse Umwälzun der Weltabsqizberhalinisse in seinen Koko11-n empfindlich getro en, an deren Widerstand s'chcn früher die Idee eines 010911111 131115111 im wirtschaftlich imperraliiiisÖen Sinne 113an der Befürchtung scheiterte, ihr außeren911sches,_insbesondere dxuisches Absaßgebiet zu verlie'ren. Der Verfasser" meint daher, dakß der Boyfottierungsvlan unserer (Gegner, dix ulZIr die Zweckloiig eit ihrer ganzen Agitaiion nicbt im unklaren [9111 konnten, lediglich darauf bcrcchnet sei, die'. abaeflaute KriegsbegUsterung durch einen scheinbaren_Ausgleich der militäriicben Miße_rfoige wiedsr zu entstammen und für die FriedenIVerbandiungen ein kunsilicbes KompensationSobiekt zu schaffen. Im Anschluß hieran wird in einem zweiten Artikel ein iiebsrblick über die Entwicklung der .Seefcbiffahrt im Kriegsjahr 1915" auf Grund eines umfangreichen, politisch wie wirtschaftiich wertvollen Materials gegeben und gezeigt, dai"; die Reedereien des feindlickpen Analanies, die Max infolge der zahlreichen Schiffsverlusie unter den Wirkungen des Krieges stark ge- litten haben, durch bedeutende Erhöhung ihrer Frackptraten zum Teil sehr erhebliche Gewinne erzielten, den größten Vorteil aber die Handelsschiffabrt der" Neutralen aus dem Kriege zog, während die der Fentralmäcbte fast ganzlich lahmgelegt war. Von aktuellem Interesse

nd ferner die beiden Artikel .Der Suezkanal im Kriege“ und „Vom Panamakanal'; im ersteren werden hauptsächlich die wirtscha1t11chen und völkerrechtlichen Verhältniss behandelt, im leiztereu tritt die teckZnische Seite in den Vorderarund. Ein Weiterer Aufsa be- schaftigt sieh mit „Jayans ExpansionSbeiirebungen im Fernen Osten und in der Süd ee“ und schildert die Gegensäße zwischen dem aufstrebenden nselreicb einerseits, den Vereinigten Staaten von Amerika und Australien andererseits, die SÖiffabrtS- uni) Auswanderungspolitik sowie die beiderseitigen militärischen Rustungen. Im zweiten Teil des Iabrbuches, der'ausscbließlicb dem Norddeuis en Lloyd gewidmet ist, wird in großen Zügen die allge- meine Ges äftslage und die bauptsächlichsie Betätigun der Reederei geschildert, die ihre Kräfte, Anlagen und Schiffe nach ?Nöglichkeit in

den Dienst des Vaterlandes gestellt bat. Aus dem iibrigen Inh:." seien erwähnt die anschaulich und lebendig geichriebene Skim Oberleutnants z.S. Wellmann „Wie das Landunqökorps der „Emden. in Sicherheit kam“; ferner eine anläßlich des 50jäbrigen Bestehen, der deutschen Geieilfikaft zur Rettung Schiffbrüchiger bearbeitete Zu- sammensteiiung der in diesen fünf Dexennien an Rettuugen „„ Seenot beteili ten Lloydschiffe und Besatzungen sowie eine Be, schreibung der remer Auswandererballen als Lazarett.

_ In einem stattlichen, etwa 400 Seiten umfassenden Band: hat der an der Ostfront tätige Kriegsberickoterstatter Willich„ Conrad Gomoll unter dem Titel „Im Kampf geaen NW land und Serbien“ seine Erlebnisse auf dem östlichen Kriegs. schauplaß im Jahre 1915 geschildert. Die Darstellung zerfälit in fünf Hauptteile, in denen Bilder aus den Kämpfen in Polen, den Kämpfen der Armee Mackensen in Galizien, der HeneSgruppe des Prinzen Leopold von Bayern und in Serbien geboten werden. Der Vu- !asfer hat es verstanden, das Gescbaute lebensvoil darzusteaen odaß der Leser ein fesselndes Bild von den wechselvogeé Kriegshandlungen. die sich im vergangenen Jahr auf den ös111chm Kriegsschaupläßen meist als Bewegungskrieq abspielien, erhält. Zabi- reiche gute, nach Originalaufnahmen bergesieüte Abbildungen tragen noch zur Veranschaulichung des Textes bei. Der Verlag von F, 14 Brockhaus in Leipzig, in dem das Buck) erschienen ist (Preisgeh, 10 .“), bat ibm dieselbe ansprechende äußere Form aegeben, die bereits Sven Hedins „Volk in Waffen“ und . ach Osten" sowie Wegeners „Ein Wall von Eisen und" Feuer“ auSzeicbneten.

Verkehrswesen. Privatpaketsendungen an Marineanaebörige in Bui.

garien können laut Meldung des .W- T. B.“ dem Sammel-

paketamt in Leipzig zur Weiterbeförderun zugeführt werden, Derartige Pakete müssep neben der genauen dresie des Absenders und des Empfängers die Aufschrift tragen: ._Durch das Sammel. paketamt Leipzig." _ Im übrigen finden auf derartige Sendungen die Vorschriften über den Privatpakeiverkebr nach dem Felde sinn. gemäße Anwendun . Diese Vorschriften sind bei den Posianstanen durch Aushang be anntgegeben.

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Pakete an die KriegSgefangenen in Japan treffsn infolge ungeeigneter oder mangelhafter Verpackung iortgeseßi stmk beschädigt ein; der Inhalt war teilweise oder ganz Verloren gegangen, Aufgeklebte oder angebunden: Adreffen wnren beim Versand abgerissen, (Es wird daher durch „W. T. B.“ empfohlen, nur Kisten aus dauer. baftem Holz zu verwenden, fie in Segeltuch oder Sackleinwand ein. zunäben und die Adresse und den Vermerk: „Das Paket enthält keine schriftlichen :Nitteilungen' unmittelbar auf die Umhüliung zu schreiben. Dringend abgeraten wird von der Versendung verderh. licher Eßwaren; selbst die in Zink eingelötetcn Waren bei dcrAn, kunft Volikommen verdorbcn.

Theater und Musik. _

Jm Kleinen Theater wird morgen, Sonnabend, „Ebe- sanatorium“, Lustspiel in drei Akten Von Heinrich Jlgensieiu, zum ersten Male aufgeführt.

Mannigfaltiges.

Bodenleberverteilung an S_ckpubmacbereien, Repa- raturwerkstätten und Bxsoblanitalten im Handwerks. kammerbezirk Berlin. (Hsmäs; der Bestimmungen iür die Ver- teilung der Bodenieder iür 1118 Gruppe Kleinberksbr hat der 211111111111 der Handwerkskammer in Berlin die Bézixkskommisfion fiir den Kammerbezirk _ Geschäftsstelle: Berlin, Teitonwr Str. 1-4 (Hand- werkskammerbausz _ gebildet und diese die Meldestellen errichtet, bei denen die ana er von Schubmacberbetrieben, Reparaturwsrksiätieu und Besoblanstalten bis 29. Juli 1916 unter Angabe von Wohnort, Vor- und Zuname des Betriebsinhabers, Art des Betriebes: ob Schuhmacherei, Reparaturtverksiatt oder Besoblanstalt, Anzahl der am 1. Juli 1916 beschäftiLten Arbeiter einschl. Lehrlinge, ihre Be- triebe anzumelden haben. „Auskünfte erteilt die Bezirksiommiision.

Am 1. August, Abends 81 Uhr, spricht der Wirkliche GebeimeRai 1). Dr. Adolf Von Harnack, (Henkraldirekwr d(rKömgl. Bibliotkkk, zur Erinnerung an die Wiedetkkbr bes L).)iobiimachungstages über das Thema: „An der Schwelle des dkittLU Kriegsjahres“. Der Vortrag findet im großen Saale der Philharmonie iiatt. Karien zu .“ 1 und «xi 0,50 smd in dsn Verkayissteiie'n von A. Wertheim, bei Botc und Bock und an der Abendkasic zu haben.

(3515111, 27. Juli. (WIT. W) 1111111111; wird gemeldct: Heute

nachmittag 2 Uhr 32 Vkinuten entaleiste der Personenzug 4111 Herbestbal_ Cöln bei dcr Durcbiabrt durch den 211111111101 Cöln-Ebrenfeld. Die vier leßten Wagen des Zuges stürzten um. Zwei Rciiende murkexn getötet und ctwa 25 berleßt, unter ihnen einige schwer. Die Ursache ist noch nicht aufgeklärt. Eine Unt€riuchung ist e1ngelcitet. Der ZugVerkebr wird durch eingleisigen Betrieb aufrechterhalten.

Budapest, 28. Jirli. (W. T. V.) Dix deutschen und. öfter- reicbischcn Teilnehmer an der Wiener Zoii- und wirt- schaftspolitiscben Konferenz traien auf ihrem Ausflugs nach Ungarn gestern nachmittog in Grau ein, wo sie die Sehenswürdigkeiten besichtigten. Abends kamen die' (Gäste in der ungarischen Hauptstadt an, Wo fie an der Schiffbrücke von dem Generaldirektor der Ungaiiichcn Ses- und Finßscbiffabrts-Aktiengeseii- schaft, Hofrat Domovy de Domor-y, empfangen wurden. »Wie Werden Verschiedene Industrieanlagen und Sehenswürdigkeiicn von Budapest besucht. Heute mittag findet bei dcm Minisicrpräsidenien Grafen TiSza zu Ehren der (Härte ein Essen statt.

Paris, 27. Juli. (W. T. B.) Die beabsichtigte Aufbxffcrung der finanziellen :].)iittel ier Pariser Kriegsgefangenenfüriorg?“ stelle durch eine Steuer auf GaitbauSrecbnungen begegnet laut ,TemVS“ an böchsikr Stelle verschiedenen Schwierigkeiten. Die staatliche Beihilfe ist Von monatlich 56 500 auf 12 500 Fr. herab- geseßt worden. Daher muß die Gemeindeberwaltung nach neuen Einnahmequellen suchen, falls niébt die Fürsorgesiciie ihre Tätigkeit einstelien ibi].

(Fortsetzung des Nichtamtlich-cn in der Ersten Beilage.)

Familiennachrichten.

G est o r b en : Hr. Wirklicher Geheimer Rat, Regierungspräfident a. D- Heimick) von Brauchitsch (Görliß).

Y_-

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg- Verlag der Expedition (Mengering) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagöansialt, Berlin, Wilhelmstraße 32. Vier Beilagen (einschließlich Warenzeichenbeilage Nr. 59)

sowie die 1069. und 1070. Ausgabe der Deutschen Berluftlißeu.

Bauwesen.

Die Kaibedrnle von St. Quentin. Die Basilika von „Quentin, die, wie s(bk'ki berichtejet wurde, infolge der wiederboiten “„ ,ostschen Fliegerangriffe aufs 1chwerste geiäbrdei ist, aebört nach der * M in der deutschen Etappenbruckerei Von St. O_ue'ntin erschienknen „ischen Studie von Rabuxund Dreiling zum Kretie der burgundisch- Wischen Kathedralen, die in allen möglich ."11 Umbauten vom 12. bis 15.Iabrbundett bin*:in entstanden sind. Im Aeußern ist das ein- cksvoiie Bauwerk ganz mit seiner Umgebung ve“-'wach!"e11, 511111 in kleine zuser eingebkttek- „Ms denkn fich 181116 riefigen Maße zu siärksier 1111111111 en1voreniw1ckein. (Eines dsr aitesie'n Teile isi das noch fast maniicki? Hanvtpoxtai im Unizrbau _des T.:tms, bas bcute [Likkr 1111111 und Wabxscheiniicb _in den Bilderstürmen dkk franzöfiichen 1111111111311 - die so vteicn Kathedralen Frankreichs, und

der Straßburgxr und Meßer, ihren Bilderscbmnkk „„die “““ ski"? Figuren verlor. Der Plan ;cigt zwei QUSrsÖLffL, ,. 1111111 das eine:, den Chor in der Mittß durwbrkchcndc, 11111611“; 7k7ch ausßeiiaitet isi. Dikscbmaien Seitenschiffe», die um den iocbsrilnlialifi'n, «7111811 dem Eintrctknden von 111- enbiicbkr Läuse. 11 521111531101 bocbq-ytiicb, _mit einem in weich€n Formen gabaitkncn 1191111111 über 51311 Haiiptpieiicrn. Von dem Schmuck Veroienkn die 1111911115111", die bis 116 13. Jabrbunbsrt jlliüikk6ich6n und dSkM [weise Zcériiörunq bkricbtei nande, dann die IT'aUe-ilenmalereien nnb

Grabmäler 1191111121: Zeit Herborbcbung. Auf den Chorsibranfsn,

m jiingcreerit wie'der bkrgesieilt Wordxn sind, isi in drastiichen 111118 die (Heicvichte des heiligen Quentinus dargesiklii.

csundlxcitchscn, Ticrkr-mkbcitcu und Absperrungs-

maszrcgcln.

(Heimnbheitssiand und (Hang der Volkskrankheiten.

„ck den .Vkröffkniiixbun11cn he's Kaiseriickyen (Skiundbkixsämts. Nr. 30 vom 26. Juli 1916.) Pei'i.

Nisb-rkändisxb Indisn. Vom 16. bis 29. Jnni 1111115135 1111 2413511111 Proboiiniiaw, Mobjokérto, Lam 1111111111 i:": 1, 1111111112111 (Sight) 2 und 111 Pajokrosan 3, zusammen 8 1651111) 1111111611“: ElankUnJOU 111111e11161.

Cholera.

Msi?rreiäi-Ungnkn._ Laut Miiieiinnq 1311111 15. Fuii 1111115? 5111111111551» 111 811113: Oriichaft des Bezirks (3155511111 (Mährekn) „1171 ..

"Türici. Iq *TIriiiolis (Syrikn) isi zufolge ?).)iiiieikwnq 01:11: 12111111 bie? isbbiem 6111911751015811: dis Zabl dsr Etkrmikuvgeén bi?- (111111 dahin etwa 00. In Jaffa wmdkn Vom 17. bis 20. Juni 111113111111111111 111113 1“! “TZodsSiäiie fi'siixesieiit. In Siwas ist 111- 111 2111181111111] 110111 4.J1111 die Cholera wieder Heftiger auigetreien.

Pocken.

Dkiiisibes 21111115. In dkr W1ckcha 11011116. 5162231111 111111171811 6153111111111 in 17.3611sb11r1; (ch-Bkz. Königsberß) unter Kriegs- 111111811011 und 1. 111 Stuttgart feitaeiielit. Ansierdkm wurden in 111115er 53 Ericankunqön unter Wolhynischkn Nückcvande'rern er-

telt. Genicki'iarre.

Prkußen. In der, _Wocbe pon: 9. bis 15. Juli sind 10 Er- kungen (und 5 Tobsöfalle) in islaenden Regierungsbezirken ZnKreiien] «meldet worden: Landespolizeibexirk_Verlin 2 (1) 1ariot1€nburg ] (1), NLUWÜU ]], Reg.-Vez. Koblenz 1 (1) einan], Diisseldorf 1 [Barmen], Frankfurt _ (1) [Luckaui nnover 1 [HZnnoVLr Stadt!, Köslin 1 (1) [Schlaist 11116111 1 (1) [1711158115111111 Poi'cn 2 [Frauiiabt, Sch111ikgei ];, Potsdam 1 [Spandau].

Spinale Kindsrläbmung.

Prenszen. In der Woehe Vom 9. bis 15. Juli ] Erkrankimg Kreise Luckau, Reg.-Bez. Frankfurt.

Schkveiz. In dcr Woche Vom 2. bis 8Ju1i im Kanton NZZWUJ 1 Erkrankung. (San-demogr. Wchbuli. 1). Schweiz

Rubr-

Prkußen. In der Woche vom 9. bis 15. Juli sind 66 Er- 111111gen (und 11 TodeNäiie) in iolqendcn ngicrungs- mien [und Kkkiséén] gemeidei ivorden: Landkspolizeibczirk 111111 .""; inriin Stadt], ng.-Bez. Aachen 1 (Aachen Stadt], rnsbkrg 6 (2) [Bwihum Lamb _ (2), Dortmund Land, GLÜCK- chen Stadt je 1, (Zielixnkitcben Land 3, Herne 1], Aurich _ (1) i-xdkn), Breslau I (5) (Bresiciu Stadt 1 (2), Breslau 2111?) 1, MM 1 (Z)], onmberg 1 [Wirfiß1, Koblenz 31 [Simmern], 1111151 ] [Puizia], Frankfurt 3 [Frankfurt (1. O. Stadti, 1118111181111] [1535111141811 Skadi], Königsberg Z [Königsberg 1112, Wchiau1], 218911115 5 [Likgniiz Stadt 1, Lüben 41, 111781111131; ] [?RugdCburg), M*arienwerder 7 [“Scbiocbaui, eriebnrg ] [Eckartsberga], O_ppcin 16 (3) [Lubliniiz 1, Nsisze di), Oppeln Land 6 (Z)), Poier! 4 [RicskriH-Z, Posen Stadt 1], 1151111111 1 iTemvlin], Schleswig 2 [K121,Wandsbek je 11- rier 4 [Saarbrücken Stadt 3, Trier Stadt 1].

Verschiedene Krankbsiten.

Rus den im GesundbeitSamt eingeaanqknen Mitteilungen find 1er berborzubeven: Pocken: Budabsii ] Todesfall, Budapest 6, koa und Voroxte 2 Erkrankungen; Varixellsn: Wien 44 Er- 1-i11ngen; Fleckfiebkr: Budapest, Wien je 1 Erkrankung; i vcrleßungen durcb tollwuiberdächtige Tiere: in 1, Reg.-Bezirke Aliensiein 1, Arnsberg 2, Breslau 6 111111: Stadt 4], Köniqsberg- Marienwerder je ]; In- ienza: .vaenbagkn 2 Todssfälie, 46 Erkrankungen; Genick- "kxe: Kopenhagen 1 Todesfall, Augsburg, Stuttgart je 1, Buda- 711, Kopenhagen 2, «mag (28. Juni bis 4. Juli) 1, Wien 3 Er- kungen; Spinale Kinbkrlähmnng: Stockholm 1Erkran- "ii.; Körnerkrankbeif: Rea-Bex. Posen 78 ErkrankUNgen; vid_emisch_e Obripeicbeldriisenentzünduna: Rt-a-Bez- "_"kinrt („Kreis Luckau) 27 Erkrankungen; Kräße: Reg.-Bez- 1111 153 Erkrankungen: Nabrungsmitielvergiftung: Reg.- 1- Magdeburg (Kreis Quedlinburg Land) 70, Reg-Bez. Wies- 1111 1, Augsburg 1 Erkrankung. Mehr als ein Zehntel aller ioriwnen ist an Scharlach (DurÖscbciittalier deutschen Berichts- “11895/19041: 1,040/0) gestorben in Kattowiß _ Erkrankungen ZIM ange1eigt im Landespolizeibezirk Berlin 105 (Betiin «dt 62), im Reg.-Bez. Oppeln 118, in Hamburg 33,

d 8, Budapest 50, Kopenhagen 26, Wien 68; . und R6 te [ 11 (1895/1904: 1,10 0/0) gestorben

Oßerbausen _ Erkxankungen wurden ange-eigt in Nürn- i 35, Hambura 71, Budavest 86, Kopenhagen 137; Dipbtbsrie “' Krupp (1895/1904: 1,62 0/9) geswrben in Bromberg, (Gotha _ .'ankungen wurden angezeit im Landespolizeibezirke Berlin 172 crlin Stadt 116), in Bres au 24, in den Reg.-Bezirken Düssel-

13, Magdeburg 121, Potsdam 137, in Augsburg 29, Stutt-

' 24, Hamburg 86, Budapest 26, Wien 57. Ferner wurden Er- kUngezn gemeldet an: Keuchhusten in Hamburg 23, Budapest 41, "nbagen 56- Typhus in Budapest 21, Wien 22.

_ _ Erste Beilage _ _ “zumDeutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen“Staatsanzeigei.

916.

Berlin, Freitag, den 28. Juli

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Nachweisung

überdenSiaudvonVichseucheninOesterreich-Ungarn am 19. Iu111910.

(Kroatien-Slavonien am 12. Juli 1916.)

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Nr. des Sbmgebikts

)

(Auszug aus den amtlichen Wockzenausweisen.)

( ) Stublricbterbezirke „(St.) Véunizipalsiädte (VZ.)

165 errrgsbisis

K öniareicbe 11111) Länder

Köni reiche und andcr

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11. Ungarn. K.?!bmzi-Torna, MKaschau (Kasia) .......... iiierivkisienburg (MsS- Fsbé-r) - Si. Amd, Borosjenö, Eisl, Kisjciiö, Z).)iagyarbiicska, 7111111 135, 9,11. Arad . . . Lorosicbcs, Miiria- Niigybaitnägy, Tomoba ......... K. Aiwa, Liptau (Lipiéz), Tiiréxcz .......... B:“.cSaimxis, Toboiya, ZCUM, Zombbr, ?).)iagyarianizia, ZFUW, N1.Baja, 213111111 &bcresiopsi (Szabadka), Zombor .......... St. Apatin, .Hödsäg, Kula, ()becse, Palänka, Titel, (Ujvidék, Zsa-

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K.StublMißenburgZFejör); M. Stahlwei enburg _ (Székesfebérvär) . . . . K. ogaras, Hermannstadt zkbeni . . . . . . K. Gömör és Kis-Honi, Sobl (Zölvom) ..... K. Hajdxi, I)i- Debrcczin (_chreczen) ..... . . . K. Hebes ....... . . . K. :Qunyad ......... - K. JIM - Naqvkun- Sxoinok K.Kleinkokel Kis-Küküliö), GroßkokeK Taav-Küküllö) K.Kiausenburg (Koiozs), M. Klaussnbur (Koio svär) St. BMU, BOXER H„nva, acséLdKaréinsL 821,Lugos, Laws, Temss, Siadis Kaxiinsebks, Lugos. . . . Si. Bbzovics, Jiim, Ora- viczabxinva, Orioba, Nc- Üczabänya, Tsrexxova, jmoidoba .

K.Béaws:TorbaUWarbely,

K, Wici'eibUr '(Moion. Osdenburgch “opron),“ é. Sopron ..........

K. Vikbgrad (21611155) . . .

K. NZUim (Nvitra) . . „_ .

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omäz, Waißen (Lich), tädic St.Apdrä (Szen - 1111216, VM, Ujpesi, M*. :5. Udaw-xst ......

Si". AisÖdabas, (355811116, K*isix-Lsi, MMM, Nagy- Yéita, TiiéiczicN, Stäbie Y_iagykörös, Czeglc-Zd, M. Kecsksmézt

St. Abony, DunaVecse, Kalocia, Kiskörös, Kis- kunfédiegybéxza, Kunszcnt- mil115§ Städte Kiskun- 1616135511317, Kisk1111_baias

K. PW 511111 (Poziony). M. i-oziony .......

K. Säros ......... ,

St. Jgas, Lyngycitöt, Marczal, Tab

S1. Barcs, Ciiirch, Ka- posvz-r,5.'im;]1)aixid,Sziget- bär, Stadt Kaposvézr. .

K. Szaiinär, I)i- Szatmär- Némcti .......... K. Lips (stpss) ..... K. 3119111) ......... K“ Szolnbk-Dyboka . . . . St. BUzixisfürdö, Közpbnt, Lippa TmnsSrékas, Uja- rad Äinga, 2)1.Temcsvé.r Si. (451.11, Mita, W111?- kicch€n (Fehértemplqm , Kebsbär, Wkricbxiz (Ver- sccz), Stayt Fehértcm- p[om, M. Vericcz . . . . K. Toltia _ K. Tobicnburg, (Torba- Aranvws) . . _._ ...... Si. (511116, Großkikinda (Nagykikinda),Nagys38ni- mikleös, Pärdéitiy, Per- Yximos, T6rökb€cs€,Török- anizia, Yaizfcld( som- bolva), Stadt 11191)- kikinda .......... Si. Alibunéx. Antal alva, Vänlak, 21116506, ro - becsksrek (Nagvbecske're ), Faxicsova, Stadt Nagy- kcskerck, M.Pa1_icsova K. Trimiscbin (Trxnciézn) . K. Ung, St. Homonna Mszölaborcz, Szinna, Sztropkä ......... St. Bodro köz Gälszécs, Nagvmihä y Särospatak, Sätoraljaujbely, Sze- r€ncs, Tokai, Varannö, Stadt Säioraijaujbeiv . St. Czelidömölk, elsöör, Güns (Köszeg), Smet- ujvär, Särviir, Stein- amanger Szombaibely), Städte öSzeg, Szym- batbely _ G.Körmend OlSnistENu- raSzombat), Szentgott- bärd, Eisenburg (Vasvkr) K. WeSzprim Veßzprém) . St. Balaton üred, _KeSz- tbely, Pac a, Sumeg, Taéolcza, Zalaegersze Ja aSzcntgröt, Stad

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