Unter de Ueberschrift „Unermittelte Heeres- ' angehöri e, achlaß- und Fundsachen“ erschemt etwa aÜmonatli eine Liste als Beilaae zu den deutschen Verlust- listen. IU; _ihx xperden Nachlaßsachen Gefallener und Fund- sachen bestbrieben uudeilder, die mit den Sachen zrzsammen eingegangen sind, 'vexöffentlicbt. Die Liste enthält somtt vieles, wax z1xr§lufklärung Über das Schicksal unbekannt verstorbene; HoéreSanFÜehöriger dienen kann. Sie sol] dazu beitragen, dte Namew von. unbekßuntx-Verstorbenen, deren Erben oder pie Eigentümer von; gndsqqhxn «zu ermitteln. Jedermann wrrd daber gebeten, die je. .Mtezs-«enau zu beachten, da hierdurch noch weit zurückliegendé Sterbefälle nnd Schicksale aufgeklärt werden können. Glaubt jemand“, die beschriebenen Sachen als Eigentum eines verwandten oder bekannt::n Heeres- angehörigew u erkennen. so schreibe er- unter Angabe der mitveröffcnlli ten GeschäftSnummer an die Nachlaßstelle des Kriegsmjnisterichns,.Berlin (Leipziger Play 13). Die Nachlaß- ßelle wird außerdem die Nachlaßsachen von mxbekcumt „Yer- to.rben]en„so hxreit __ legen, daß Interessenten ste bestchttgen können. Hierher sei darauf aufmerksam cZemaclß, „daß eine große Anzahl Ulzxen sich unter dem Na laß befindet. ES empfiehlt sich nach3uforschen, bei welchem Uhrmacher der Ver- mißte seine Uhr__.gekauft oder zur Instandseßgng gegeben bax. Dieser wird, oft in .der Lage sein, aus semen Buchxrn die Nummerwund fvnstine Kennzeichen der verkauften oder mstand- gesetzten Uhren festzustelTeu. Zn beso'ndexcn Fällxn kann der Nachlaß zur Fesistküung der OrtSpoltzerbehörde zugejandt werden.
' 'Geldse_ndungen an Kriegsgefangene in „ der Schweiz. Wegen der Schwierigkeiten bei der Umwfechxlung ist;es nicht ratsam. Geldbeträae an dio in der Schwetz mixk- nisrten deuischen Soldaten in deutschem Papiergeld durch thef nach der Schweiz zu senden. Am besten werden Geldbetrages nach der Schweiz mit .Postanweisung oder durch Vexmittlung eines Bankhauses gesandt. Dann erfolgt ohye wettereI die Umrechnung der Beträge zu fcstgelsgtem Kurs, und dex Empfänger bat gleich schweizerisches (Held in Händen, wom1t er seine Einkäufe besorgen kann ohne erst eine (Hxlegcnhext zum Ummechseln seines deutschen Geldes suchen zu mussen.
Der heutigen Nummer des „Reichs- und SYaatSanzeigers“ liegen die Aus-gaben 1137 und 1138 der Deutscyen Verlust- listen bei, Sie enthalten die 624. preußische, die 295. bayerische und die 324. sächsische Verlustliste.
'- „' » .* -Oesterreich-Ungarn.
Wie “die „Politische Korrespondenz“ erfährt, beruhten bie Be- ziehungenRumnienS zu den Zentralmäcbten bis zum Augenbbck'e der Kriegserklärung Rumäniens an Oesterreicthngarn auf dem Bündnisse, das 1883 zwischen der Moncxrckzre und hem Königreiche unter Bezugnahme auf den österre1ch1sch-un_gar1[ch- „ deutschenkBündnisvertrag geschlossen wurde. Ienem Bundnxffe . „ Zwar o orZF nach seinem Abschluffe Deu1schland bei etreten, Italjßn , XML? a 1888. „Sekt ex xyyxde e?- wixderho t, . zuletzt 1913,
) ' „***;2 W..;diesexéz jbl»: ergibtßch x_nit aller K arbeit, uSsÖeidenF * tCKAWMis-sdem-Dreibqnde- dezn ff? _zxpixschen Oe rjreickx-Ungarn und Rumänien..xchtl1ch ' * ' URL:)
, i *" 'zu; Zypern kvex.
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z_ „““"-«.- ' _ „„..LZYÜÄY] Jak Wort'zu folgenden Ausführungen: "KDie“ xumäniscbe Kriegßerklärunxz reibe fich würdig dem italienischen Treubruch an; es trete darin die elbe zynische Verleugnung der [M- tragsxnäßkaen' Verpflichtungen zu Tage. Gleichzeitig sei dieser Schritt Rumanjens nicht nur eine Versündkgung gegen Treue und Ehre, svnderns quel) eine Verkennung des Ligensten nationalen Jntereffes. Er Wolle sicb nicht im einzelnen mit den Behauptungen bescbäftigen, mix denen in der rumänischsn Note die Kriegßerklärung xu be:- gründen versucht" werde. Dieses Aftenjtück sei ein Gewebe der Vermeffensken. Behauptungen und an den Haaren herbei- gezogener x Voxwänpe. Was solle man dazu sagen, wenn Oester- Uetcb- Unqary ' in "dieser Note Rumänien bedrohende Expansions- bestkebungen zugescbxieben werden. Der Ministerpräfident bestreitet ferner entschieden die Nichtigkeit der Behauptung, das; die Monarchie während des BaTkankcieaes bon 1912/13 nicht in vollem Maße gegen- iiber Rumänien (11166 921611161 babe, was dieses Von einem Freunde und Verbündeten hätte erwarten kö nnen. Im Gegenteil babe dieMonarcbic Numäntetidamals in seinen Bestrebungen ehrlich und andauernd unter- stüßt. Selbßberständlicb habe in diesern Dokument auch die Behauptung bon dcr, Untéldrückung der rumänisch Stammssaenoffen nicht fehlen können. Er wage j-dbcko zn_ behaupten, das; die Y_Tumänen in Ungarn fich njäot nux bcsscr befänden, als die fremdspracbsgkn Unter- tancxn Rumäniens, ,sondern daß die nngarländiscben Rumänen unter dem Schußegder (ungarksshen Krone in jeder Beziehung, wirtschaftl1ch, kultureÜ Und filt!.1ch,*böber stünden und günstiger qejtellt seié-n, a!s das.,-;rumän1sche Volk im Königreich. Die Wahrheit dieser sekner Bchauptnng-werde auch dadurch bewiesen, das; die rumänischcn Mit- bürger wähxenbdes gcznzen Verlaufes des Kriegks nicbt mn: gtößten PattiotiömuQU d Opserwiüigkeit an den Tag gelegt bäiten, sondern daß ihre ,FübteÉ..selbst dixjenigen, die durch volitiscbe Gegensäye Von den Unqafn detrennt seien„ seit der KriegScxchärung ihrem Unwillen und ihrer Entrüstung gkgen Rumänien unbe'rhoblen Ausdruck verlieben hätten. Der Versucb, durch einen meucblerifcheu Uebe1fall die schönsje Perle in "de_r.-ungarischen Krone, SLebenbür-«en, zu entreißen, habe in auen Uaga-rmWLnn möglich,!Üe todeßbxrachteude Entschlossenheit und Kaxnpfbeaier noch gesteigert, und disjenigen, die genötigt gewesen seien, infolge dieses tückischen Ueberfalls Haus und Herd zu verlaüen, köuyten "_vßrsicbert sein, daß Oesterreacb-Unaarn, Vereint mit seinen Baitxdesgenvffen, deren Treue in diesen kritischen Tagen, Wenn möglich, noch“!)eller'erstrablte, ach-s aufbieten werde, um dex! Feind aus dem Lanbde zu" vertreiben und ihnsn die alten Wohnstätten wieder zu
ero „ern. ' Jm-éAnscbluß an die Rede des Ministerpräfidenten sagte Graf Aladar Széchéxnyi (oppofitkonell), er teile die Anschauung des Vor- redners über den abscheulichen Verrat RumänienS, er müsse jedoch bemerken, daß die Heeresleitung fich einer roßen Verantwortung da- durch außgeseßt habe, daß ste keine Borke tungen für die Sicherheit der*„Grenzßebtete und deren Bavölkerung gstroffen habe. Man habe allenthalben mit Gowi beit darauf gerechnet, die Bewohner- scbaft wxrde in entspre endxr Zeit von einer etwaigen Gefahr verständigt- werden, wdaß fie nicbt Hals über ckon vor der Inva- sion, flüäxten-müffe. Er ersuche um Auxkläruna. Der Ministerprästomt Gra? T Im erwiderte, er erwarte mit größter Ungeduld den Zeit- unkt. wo-7von,.a11„ diefen Fra en bis in die kleinste Einzelheit ge- procben werden könne. Er bo e, daß seine Aufklärungen jeden un- voxxin enqmmenen__,Kriti_ker überzeugen würden, daß alles Menschen- ittögli e geleistet worden sei. Den gegenwärtigen Augenblick halte er jedoch nicht für eekanet, diese Angele enbeit eingehend zu erörtern. Er one nur vor äufig feststellenö daß d e öffentliche Meinung vielfach
“41,13; „Coxrkére "d
7, ck ***1 _ , „“x"-»a- Skjkqßa", _" sxn/5-lskagntÜUÜ)“Us.e ? - r.:::-sten
im Irrtum -sei, wenn sie lau e, daß Ungarn an der rumänlcben Grenze eine solche Bergkette eswe, die nur an den Pässen überschritten
werden könne. Nux, ekt verhältnikmä g gerknger Teil der Musk. du 600 „kw sans fei... befise desc Perchaffenbeit. ,Weu keine großen Kräne zur Verfüaung stunden, so seien die Verteidiger der Pässe immer der Gefahr außgesetzt, von einem stärkeren Fcinre umfaßt zu werden. Zur Zeit, als die null- täriscben Vorbereitungen Rumäniens wahrgenommen worden seien, sei es unmöglich gewcsen, schon mit Rücksicht auf_d1e ruxfische Offenfive, nach Siebenbürgen so viel Kräxte zu bungen, daß_ sie einen rumänischen Angriff hätten zurück cblagen können. Wahrend die österreichtsch-unqarischen Truppen die tusfis e Offenfioe aufbleltxu und dort konsoüdierte Zustände schufen, !) tten keine bedeutenden Vkaffen weggenommen werden können. Von dem Zeitpunkt, wo die rusfi1che Offensive aufgehalten sei, bis zum tumänis en Ueberfall sei nicht genügendZeit geWesen, um eine entspretbexxde zabl Truppen nach Siebenbürgen zu dirigieren. Die *Den-sleitung habe nur so viel Mannschaften gehabt, um _das Vordxingen der Rumänen zu verlangsamen, und er musse au9druck11ch ' den Heldenmut der Tsuvpen, den fie in diesem Kampfe entwickelt batten, anerkennen. Auf d:ese Weise sei der rumantscbe Einfall auf eine geWLffe verhältnismäßig geringe Entfernung von der Grenze vorge- drungen, aber eine Aenderung werde in dieser Lage eintreten, wenn dxe ergr'ffenen Maßnahmen mit ihrem Schwergewicbt in die Wag- scbale fallen. Er Wolle nicht auf Einzelheiten eingeben, sondern nur der Hoffnung Anodruck geben, daß die Gegenmaßcegeln in nicht langer Zeit die Wixkung fühlen lassen würden. .
Die Antwort des Ministerprästdenten wurde zur Kenntms genommen.
Großbritannien und Irland.
Die Verlustlisten vom 1. und 2. September enthalten die Namen von 188 Offizieren (19 gefallen) und 3134 Mann und von 106 Offizieren (559 gefallen) und 2750 Mann, außerdem von 320 Australiern.
Rußland.
Der Klub der Anhänger des xzolnischxn' Staats- wesens veranstaltete gestern in der Plxtlharmome1nWarschau eine Versammlung, um zu der_ Emwjrkung der rumä- nischen Krie gserklärung auf die polnische Frage Stellung zu nehmen. Die von mehr als 5000 Persqnen besuchte Ver- sammlung, in der (1112 Schichten dor Bevölkerung vertreten marcn, nahm, wie „W. T. 28.“ berichtet, eine Resolution folgenden Inhalts an: *
Rußland sei der tückfickptsloseste Gegner eines volniscben Staats- wesens und dkr Wiederherstellung des polnischen Staates. Ein Sieg Rußlands bedeute für die nationale Existenz Polens 'die Vernichtung, daher 121 die ruifische Niederlage die notWendige Vorbedingung für die staatliche Wieweckwrsteüung Polens.
Die Resolution ließ erkennen, daß die Wünsche der Polen auf eine baldige Proklamierung eines polnischen Staats ge- richtet sind, um'ibnen eine tätige Beteiligung an dem Kampf gegen Rußland zu ermöglichen. Weiter wurde bßscbloffen, durch Vermittlung des Vertreters des K. und K. Mrmjtertums des Aeußern in Warschau Barons von An'drian an den Grafqn TiSza ein Telegramm zu senden, worm der Sympathte Mit dem durch die rumänische Krisgserklärung zunächst bedrohten Ungarn Ausdruck gegeben und betont wird, daß dex: von Ruß- land den verbündeten Völkern drohenden (Gefahr m gemein- samer Abwehr begegnet werden miiffe.
Italien.
Nach ei„ner Meldung des „W. T_ V.“ kündigte Luzzattj
' -* .. *.ÜÉMZYU _ne_1„l.s Steuermaßnahmen emer. "West?» . . .
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,_'_“ßérbbbxnt11_, e Un osten.
ck“* Niederlande.
Die Dampfer „Hollandia“, von Südamerika nach Amsterdam, und „ Kambangan“, von Ostindien nach Amster- dam, mußten ihre Post in England löschen, ebenso 'der Dampfer „Noorderdijk, von New York nach Rotterdam.
Dänemark.
Dic dänische Generalpostdirektion gibt bekannt, das; die Engländer von den dänischen Dampfcrn „Ceres“ und „Bonia“, die auf der Jnlandfahrt zwischen Island und Kopenhagen verkehren, bei der Durchsuchung der Dampfer in Leith die gesamte Paketpost, von der „Vonia“ auch die Briefpost beschlagnahmt haben. Dieses Vorgehen der «Eng- länder verstößt gegen das früher abgegebene Versprechen, die dänische Jnlandpost unberührt zu lassen.
Schweden.
Die Verhandlungen zwischen der englischen und der schwedischcn Regierung wegen des Herings- fanges bei Island ziehen sich in die Länge, Wie „Berlingske Tideude“ meldel, Hat die schwedische Regierung kiirzlich der englischen Regierunq einen neuen Vorschlag unterbreitet; cr betrifft bedeutende FMHMLUMU, 111111destens 125 000 Fässer im Wert von ungefähr acht Millionen Kronen. '
Schweiz.
In den deutsch-schweizerischen Verhandlunaen fand vorgestern nachmittag die [61th Sißung statt. Wie „W. T. V.“ meldet, wurde folgende amtliche Mitteilung ausgegeben :
Dx Verhandlungen mit den deutschen Delegierten haben einen guten Verlauf genommen. Die Delegierten find abgereist, um in Berlin Bericht zu e1statten. Es soll in Bern wie in Berlin noch eine Reihe yon einzelnen Punkten geregelt werden. Wenn das Ab- kommen die Zustimmung beider Regierungsn gefunden haben ward, werden Mitteilungen über die Einzelheiten erfolgen. Es steht zu hoffen, daß aÜe Schwierigkeiten der lessen Zeit eine die beiderseitigen Interessen befriedigende Lösung finden werden. Insbesondere würde dann auch eine außreichende Versorgung der Schweiz mit Kohle und Eisen eintreten. Vermehrte Lieferungen haben bereits eingesetzt.
- Der BundeSrat hat betreffs der Verwertung von Erfindungen im öffentlichen Interesse folgendes beschlossen:
Der Bundeörat kann über Patente oder zur Patentierupg ange- meldete Erfindungen, die im Inland nicht in genügenden: Umfange ausxzearbeitct oder dem inländucheu Gebrauche vorenthalten werden, in der Weise verfügen, daß diese Erfindungen dmch inländische Be- triebe aUSgearbeltet und die bergesteüten Erzeugnisse in den Verkehr gebracht „werden, ohne daß die Patentinhaber oder Dritte ein Ein- 1pruchßrecht babeu. Personen, die Rechtßansprücbe auf die Patente haben, erhalten eine Entschädi ung, deren Höhe von einer Scbä ungs- kommission bestimmt wird. hr Entscheid kommt dem Urtel des Bundesgerichts aleich. ,
Der Beschluß tritt am heutigen Tage 111 Kraft.
Griechenland.
Eine vorgestern abend der griechischen Regierung über- mittelte englisch-französische Note fordert dem Reuterschen
„Bureau zu gige die Kontrolle über das griechische Post; ?Z-
und Te egrap enwesen mit Einschluß der drahtlosen Tele ra ie, die , _ , land,g diYhder Spionage und der Bestechung schuldtg smd, 791110? die Ergreifung der notwendigen Maßnahmen gegen grzechxjche Untertanen, die der Spionage und Bestechung m11schuldtg smd,
_ Na einer Meldung der „Agence d'AtbS_nes““ ist eine britisch-ernzösische Flotte von 42 Krtegsschjfsen vor dem Piräus angekommen. Dre: der Schiffe fuhren in den Hafen ein und landeten Trypven, die dret beutsche Schiffe escblagnabmten und darauf, dte Flagge der Verbunbetezx hißien. Andere Truppen beseßten dte Funkenstation im grxechx- schen Arsenal.
- Ueber die Vorgänge in Salqniki läßt s1ch _dcr „Secolo“ vom 31. August melden,“ das; stch an delt; 211111115- reoolte bisher 500 kretische Gendarmen und " 100 zxemplljge beteiligten. Der Befehlshaber , der ,r'egularen gxtech11chen Truppen Oberst Tripuchiß hat d1e Betexltgyng ver'wetgext. In der folgenden Nacht wurde von den Aufsiandtscheb em nczttbnales Verteidigungskomitee gegründet bnd sodann_ „bte'Poltzetlokale und Autogaragen beseßt. Ein Teri der Aufstanbrschen besexzte bei TageSUnbrnch die Umgebung der Kaserne, “dle sxch 11) der Nähe "des griechischen Generalkommandocö befindet. ZMWM Aufständischen und regulären Tryppex kam es „zum Kampf, worauf französische Abteilungen emgrtffen und __dth grtechxschc Kaserne umzingelten. Sarrail verhandelte person11ch Unt dLn griechischeu Offizieren, um hen bewaffneten Widerstand zn brechen. Mittags ergaben sich dte griechischen Soldaten m Stärke eines Vataiüons; sie wurden entwaffnet. und nnjer französischem Geleit nach dem Lager von Zetttxnljx verbxx1ch1 Wer von den griechischen Soldaten zu dxn Aqfstgnbtscben uber- ginq, wurde freigelassen und diesen zugexetlt, d1e1zbrmen wnxdcn in Zeitunlik von den Franzosen intermert. Wett-Zre 100 Col- daten von dem kleinen Fort Karaburun mußten slch unter dmx gleichen Bedingungen ergeben.
Wie der „ etit Puristen“ erfährt, sth sick) der Atxssckws; für nationale Vérteidigung aus dxn Obersten Zrmzbrakakts und Mazarakis und einer Anzahl Mrlitär- und Zimlpersonen zu? sammen. Eine provisorische nationale ?),kegterung 1.“ anSgerufen worden. Gendarmerie, Kapaklerte _mxd Llrtt112rte
eien Anhänger der Bewegung und zahlreiche Fretwrlliae batten Zick) ihr angeschlossen. Von den in der Stadt pextxil'ten Yltfrnfen wendet sick) dem „Journal“ zufolge einer an dle melbevolteruyg und sagt, der König habe die Uebxrlleferungen der grtechtschen Rgme vergessen, vertrete die Jntereßen dex; Yuslczndeß und [101011 das Land der Väter einem grausamen Emdrmglmg aus; Dze Griechen dürften nicht mehr Behörden gßborchfen, d'te dxe nationale Ehre verrieten, sie müßtcn_s1chk an die, Selle ber Verbündeten stellen und den Eindrmglmg verxageßk» 'Em anderer an das Militär gerichteter Aufruf sqgt, dle Y_emdc seien unter der Mitschuld desjenigen, der ste emst' zum Sich geführt habe, in da:?) Land eingedrungen. ES set unsjatxbast, denjenigen zu gehorchen, die Ostmazedymen 'prmsxxegeben [)atxtsu. Das Heer gehöre dem Vatérlande, n1cht Expzelnen. Alle Yol- daten *müßten sick) an die Seite der Verbundetcn stellen, Um ihre hehre Aufgabe zu erfiiUen.
Bulgarien.
Der Ministerpräsident und Minister des Aeußerrz Rg- doSlatvow hat an den rumänischen Gesandten in Sofia, WW die Bulgarische Telegraphenagentur meldet, folgende Note gerichtet:
Herr Gesandter!
Ich habe die Ehre gehabt, in den letzten Monaten der Köni.71[ch rumäni1cheu Gesandtschaft, sei es durch Verbalnoten, sei ck 7111111)" an Euere ExzelLenz oder in Ihrer Abwesenheit an den"GeschästNtagcr gerichtete Schreiben, die allzn zahlreichen Zwischenfaüe zu mxldcn, welche unsere mit der Ueberwachung der rumänisckz-bulgatisckzkn (Grenze beauftragten Truppen ununterbrochen in Atenx gehalten bach. Diese sich mehr und mehr bäufcnden Zwischenfälle, div: troZ der mehr als korrekten Haltung der - bulgarischen Bc- börcen und trotz der von der rumänischen Gesandtschcmt vetschwender1sch abgegebenen Versicherungen und Freundschafts- beleuerungen immer von seiten Rumäniens beroorgcrufen wbrdcn, haben schließlich dazu geführt, Absichten ins rechte Licht zu 16759", welche die bulgarische Reblerung ihrem Nachbar zuzutrauen BedsUlm trug, da die noch ganz frtjche Verganmnhcit 1718 nicht ganz und gar die Gefühle lebhatter Sympathie des bulgarischen Volkes gegenübsx Rumänien, vergessen machen konnte. Diete Gefühle? datieren ans ferner Zeit, und die ganz frische Vergangenheit, von der ich sprchk, ist » Euere Exzellenz weiß es skb]: wobl -- der Balkankrikx; bmx! Jahre „1912/13, wo Rumänien die blutigen Prüfungen, die das bulgarische Volk durchmacht13 für fich axxSsrüßtk', 11111Bulaar1xnßzu einer Z-xit, zu der es im Kampf um seine Existenz lac), cin Silit? Feines Gebiets zu raubkn, WUbZi es einen bartnäckjgcn Haß, der 141110 nichts gerechtfertigt War, bekundete. *
Es folgte der Bukarester Friede, dsr Bulgarken dlc schkaflkn Ypfer auferlegte. Nichtsdestowenigcc ergab fich Bulgarien 11111111 Schicksal und woÜte so; ar noch seinem Nachbar Freundlich dix: Hm!) reichen. Es wurde in keinen Hoffnungen getäuscht.
Und seijher folgen die BeWeise bon Feindseligkeit aufeinandyr ohne Unterlaß. Zunächst die Haltung der rumäniscben Pressé, WC1chL Buluarietx und seinen Souvsrän mit Beschimvfunaen überbäusF, die Schwrerigkelten ohne Ende, betreffknd die Durchfuhr von Mr Bulgarien beßimmten Waren, die Weigkrung, Bulgarisn 1er dxr ordnungStnaßigen Verträge die in Rumänien gekauften WW: fur den dringendsten Bedarf wie Salz, Patroleum usw. zu liefert), d1e Plackereien, welchen die Bulgaren, die 1:1 Rumanien wobuen oder die nur Rumänien, pajfierßn, _aus- gesetzt fiyd, die am 3. Juli erfolgte Schließung der rumänischkrl (Grenze fur Waren und Reisende aus und nach Bulgarien, weiter dle Proteste, welche die Königlich rumänische Gesandtschaft in Sofia mit äußerster Energie gegen angeblich von bulgarischen (Grenzwackzen herbei- gefubrte Zwischenfälle erhebt, die niemals stattgefunden haben, 10 der Zwischenfaü bon Rabovo, bezüglich“ dessen ich die Ehre hatte?, Cucrer LÉszÜenx am 15. August zu schreiben, und von RaScano am 21. des- selben MonatS, dem unaukhörlicb aber mehr oder weniger gutartige GreyzzwiscbenfäUe folgten, wixkliche kriegßmäßige Angriffe, die bon rumaniscben Abteilungen e en bulgarische Grenzvosten unternommen wurden. So wurde der o?ten Nummer 9 östlich Kemanlar in W Nacht vom 25. auf den 26.Augu tangegriffen, ebenso die Posten 10 und „13- Wetter kurz nachher wirkli e Kriegöoperationen, welcbe rumäni1che Truppen an der“ Grenze unternahmen; das Bombardement von Kladobo am 28. August und die Beschießung von Russe (Rusjscbuk) am selben Tage. Am 29. August eröffnet die rumänische Wacht“ abteilung Nr. 1 ein lebhaftes Gewebrfeuer ge en die ihr gegenüber- liegenden bulgarischen Posten, bald darauf de nt sich das Feuer an der Grenzlinie bis zum bulgarischen Posten Nr. 17 aus, ebenso greifen nxiscben der Küste des Schwarzen Meeres und der Tfchausch- ij"ruman11che Grenzwachen heftig bulgarische Posten an und Werden zuruckgescblaaen.
Schliekzlich * der bulgarische Gesandte in Bukarest, Rade!!!- wird seit evtem Sonnabend, den 26. Au ust, gehindert, mit seiner Regierung zu verkehren. Es werden ihm iKeine Pässe zugestellt, obne
daß die Königlich bulgarische Regierung ihm auch nur einen Außen“
usweisung feindlicher Agenten aus Griechen. _ *
,slzndern auch darum, weil es offenbar Amerikas
nffruktkonen geaeben kälte, dle fich irgendwie auf einen even- FH-I Abbruch der Beziehungen bezogen hänen.
Und am 30. August waren Sie es, Euer Exzellenz, der seine Pässe vejlcmat und d_en Abbruch der diploma-iscbcn Beziehungen nott- fiziert, eine sehr naiurlicbe Hola: von an dem, was vorhergegangen war. Inzwischen, in der _acht vom 30. auf den 31. August, der- sucbten die rumänischen Armekn,_ obnx laß eine ausdrückliche Kriegs- erklärung erfolgt wäre, eine Brucke uber die Donau bei Kladovo zu schlagen und den Fluß an derselben SteUe zu übersetzen. „
Eure Exzellenz begreift s-1bst, welches seither die Lösung ist,
ewollt von der :umaniscben Regierung und aufgezwungen durch die
ewalt der Tatsachen, daÉa die Lage so ist, wie ße eben diese Re- [erung geschaffen bat. ulgarien ist genöt t, die vollendete Tat- ache hinzunehmen, und ich habe die Ehre, err Gesandter, Eurer Exzellenz zur, Ken„ntnis zu bringen, daß |ck Buloarien von heute früh an als mit Rumanien im KriegSzustand befindlich betrachtet.
Genehmigen Sie, Herr Gesandter, die Verficbetung meiner Hochachtung. R a d o 5 la w ow.
Am Freitagpormiltag nZurde obiger Quelle zufolge nach- stehendes M„antfest an dte bulga'rische Nation durch Anschlag veroffentlicht:
Bulgaren! Im Jahre 1913, nach Bekndigung des bulgariscken Krieges, (115 Bulgarien gxzwungen war, fich mit seinen treuloskn Ver- bündeten zu schlagen, artff uns unser nördlicher Nachbar, Rumänien, unter dem Vorw:md eines Brucheß des Gleickpgewichtes auf dem Balkan Verräterisch an und fiel in die nicht verteidigten Teile umseres Vakerlanbeo Jin, obne dc-selbst Widersjabd zu finden. Durch diesen raubenschen Einfqll in unser Land hinderte es uns nicht nur daran, die betligen Frücbje des Ktieges zu ernten, sondernxs gelang ihm auch, mfoxae des Friedens von Bukarest uns zu demutigm und uns unsere frucklbaten Teile der Dobrudscha, den Mitteipvnkt" unseres ersten Köntgkeicbs, zu enire1ßen. Meinen Be- fehlen gemaß hat unsere tavfere Amtes damals keinen einzigen (Ge- wehx1chuß gegen der) rumänischen So1daten abgeßeben und hat ihn einm traurigen mi1itarischenRubm erwerben lassen, dessen zu rühmen er fick) bksßk'ßt nfcht g-traut. Bulgaren, he'ute, da 95 Bulgarien mit der Untetsmßunq der tapferen Ttuppen unserer Verbündeten gelungen ist, den Augkiff Serbiens gegen unsere (Gebiete abzuweisen, das letztere niederzuscblagen und zu zetsckxmcttern, und die Einheit bes bulgarischen Volkes zu Verwithicbcn, heute, da Bulgarien der Herr beinahe aller Gkbiete is, auf Welche es geschichtliche und völkische Reebke bssÖßt bat dieskr selbe Nachbar Rumänien unserem Ver- bündetsn cÜerreich-Ungarn dkn Krieg exklärt, und nvar wiederum untez dem Vorwand, daß der europäische Krieg wichtige territoriale Veranderuygen auf dem Balkan in s1ch bkrge, die seine Zakunft be- drohen ,wmderx. Ohne irgend eine Kjikqserklärung bon Bulgarien haben N:: rumanisclch Truppen schon am 28. Au ust die bulgarischen Donaustadte Rusttchuk, Swistow usw. bescbo en.
Wegen dieser Herausforderung seitens Rumäniens befehle ich unserer tawferen Aruxee, den Feind aus den Grenzen des Königreichs zu jagkn, den treubruchiaen Narbbar zu vernichten, die um den Preis so vieler Opfer vcrxbirklichte Einheit des bulgarischen Volkes zu fiebern und gnsere Bruder in der Dobrud1cha von der Knechtschaft zu bcsreikn. er werdxn Hand in Hand mit den tapsexen, fiegreichen Truppen unserer macbtmen Verbündeten kämpfsn. Ich rufe die bul- aar1sche Natiotz zu einer neuen, 1ubm1eichen Heldenjar auf, durch die 112 tbr geaenwartiges Befreiungswetk kxönen wixd. Möge der bul- qmijche Soldat weiter Von Sieg zu Sieg eilen. Vorwärts, Gojt jegnc unsere Waffkn! Ferdinand.
_ '- Nach einer Meldung der „Frankfurter Zeitung“ hat der Mxxttsterrat beschlossen, den rnmänischenGesandten in Soma ,und das Gesandtsckmftßpersonal bis zur Rückkehr des bglaartschcxz Gesandten Raden) aus Bukarest zurückzuhalten. Qlcse Verfügupg erfolgte, weil nach Bexichten aus: Bukarest Radom und sem Personal von den Rumänen sehr schlecht be“- handelt wurden. „
Amerika.
Noch emer Meldun des „Reutelschen Bureaus“ aus New York hat Deuts _land im Staatsdcpartxmenf eine Note uberretchen' l_assen, dn: eine unfreundliche Absicht bei dem Unterseebootsangmfs , auf den amerikanischen Dampfer „Omego“ tatsäch11ch in Abrede stelXt und besagt, daS Urxterseeboqt hätte im NLbLl gefeuert. Die Note führt, wie wettor bertchtet wird, darüber Klage, das; der Kapitän des Dmnpfers „On)?go“ dcn Befehlen des Unterseeboots nicht nachgekommen, set, er also nur sick) sslbst Vorwürfe zu machen babe, daß sem mxangebrachtes Verhalten ungünstige Folgen «chabt batxe. Bertebtigend wird bemerkt, das; nicht nebliges, sondert) schones Wetter geherrscht babe.
Hierzu bemerkt daß „W. T. B.“:
2816 wir von zuständmer Stelle e1fabren, bankxlt rs fick) um Eine Rote, bie am 26. b. M. dem hiesigen amerikanischen Bot- schafter auf eme Anfrage vom 18. b. M. übergeben Worden ist. Hier- nach hat der amer1kanische Dampfer .Owego' am 3. August d. I. im Kanal wiederholte Warnunasfcbüffe eines deu11chen Unter- seebobxs unbeachtet gelassen und konnte erst durcb scharfe Sckoüffe ziim chgcn der Flagge und zum Stovpen Veranlaßt Werden. Auch das Signal des 1'-Voots, ein Boot mit den Schiffs- Papieren zu schicken, blieb zunächst Vollkommen unbkachtet, so daß ck der Kommandant des 11-Voots nach längerem Zuwartkn ber- anlaßt sab, einen scharfen Schuf3 nabe vor den Bug zu legen. Als der erste O1s1zler des Damvfkrs .Owego' Jeb endlich beqULMU', mit den Papieren an Bord des "[T-Boots zu kommen, erklärte er zu seiner Entjckyuldiguna, der Kapitän habe das [s-Boot nicht früher bemerkt, Mit djeser Behauptung stkbt rie Tajsacbe in Widcr- Much, dgß nach der amer1kani|chen Note vom 18. August d. J. zebn Schus1e auf den Dampfer ,Owego' abgeaeben Worden sein folien, woraus einwandfrei beworgeht, daß die Warnungss "ffe auf dem Dampfer .Owego“ zwar gehört, aber nicht beachtet Wbt en find. Wenn im Vorliegendem Fal] für den amerikanischen Dampfer keine unangenehmen Fo] en entstanden fir-d, so ist dies lediglich der (Geduld des dLuischen 11=Boot ommandanteu zuzuschreiben, wogegen das Verhalten des amerikanijcben Kapitäns den völkerrechtlicben Votschriften in keiner w eidse ekntjprochen hat und kaum anders als herausfordernd genannt er en ann.
„ “_ Der Präsident Wilson hat vorgestern die demokra- tische AufsteUung zum Präsidentschaftskandidaten für die kom- 1119nd9 Wahl angenommen und diese Förmlichkeit, wie üblich, Mit emer Rede über die politische Lage begleitet. ! Wie die ,Kölmsäoe Zeitung,“ berichtet, sprach Wilson in seiner che zunächst sein vollkommenes Vertrauen dabin aus, daß das Land en Demokraten die Regierung für weitere vier Jahre anbertrauen wetde, und zwar auf Grund der Dienste, die die Partei in den leßten vier Jahren dem Lande geleistet habe. Es sei der Partei gelungen, nicht nur ihre eigenen, sondern auch nahezu alle Programmsäße der progressiven Partei auSzufübren. Dann kam Wilson aus dieauswärtige Politik zu sprechen und führte dabei aus, daß die Vereinigten Staaten Zentral wären, nicht nur, weil es die bergebrache feststehende Xoliük Amerikas sei, fich von den Händeln Europas fäircFu alZen, t w re, dte unbegrenzte Außdebnung der Flammen des Ha es und der Verwüstung zu verhindern. Wilson berührte sodann die Menschheits- kechte und bemerkte anschließend; „Leider waren die Meere n1cht breit genug, um die Infektion unserer eigenen volltiscben Verhältnisse durch die Leidenschaften und Intrigen gewisser tätiger Gruppen fernzuhalten. 'eute unter uns, die unter auswärtigen Flag en geboren waren, ver- Zlfteten unsere eigenen so gespannten Ver ältniffe mlt illcyalem Ierhalten, wurden gewalttäli gegen, viele unserer Jndustxien und setzten uns der Schande eines nat onalen Zwiespaltes aus. Es ist ein Teil der Aufgabe dieses Jahres der Abrechnung und Neuordnung, offen
datüber zu sprechen, un_d zu handeln mit der unmlßversiändlicben A Mt. diese Dinge xmuckzuweisen, sodas: fie hinfort für immer uu-
glich Flnd. Ich bin dex, Kandidat einer Partei, aber vor allem bin"1ch em amerikanischer Bgcger. Ich suche weder die Gunst noch befurcbte ich das Mlßfaüetx jener kleinen Gruppen Gremlo'serunter uus, _ welche die „Loyalitat zu einer fremden Macht uber die Loyalität gegen dre Vereinigten Staaten setzten.“ Im weitxren Verlauf der Rede gab Wilson zu, daß er in der mexkkauischen Frage Fehler gemacht habe. Schließlich wandte er fich dem zukunftigen Frieden zu, der ein gerechter und dauernder Yiede sein müsse, und sagte, die amerikanisckoe Nation müffein vollem * aße dazu beitragen, einen ehrenvollen Frieden ustande zu bringen. Keine Nation dürfe dazu gezwunaen werden, auf-ngend eine Seite zu treten, aber es könne auch keine Nation länger neutral bleiben gegen irgend einx beabsichtigte Störung des Weltfriedens. Alle Nationen der Welt mußten fia: vereinigen zu gemeinsamer Sieherheit dafür, daß, was immer geschehen würde, den Frieden der ganzen Welt zu sjören, zuerst Vor einem Gerichtshof der ganzen Welt geprüft wexden müsse, bebor Ls unternommen werde.
_ * DieNnnabme der Vill über den Achtstundentag,
die zugleich die Eisenbahngesellschaften verhindert, die Löhne unter die des gegenwärtigen Zehnstundenta es herabzuseßen, wird der „Times“ zufolge von den Gewerschaften für den bedeutendsten Sieg der amerikanischen Arbeiterorganisationen erklärt, da durch diesen Präzedenzfall ein Recht des Kongresses geschaffen wird, die Höhe der Löhne festzusetzen. Die Eisen- babndirektionen sagen dagegen, daß dies ein konfiskatorisches Verfahren wäre, und man erwartet, das; sie einen Appell an den obersten Gerichtshof richten werdcn.
Kriegsnachrichten.
Großes Hauptquartier, 3. September. (W. T. V.) Westlicher Kriegsschauplaß.
Die Artillerieschlacht im Sommegebiet hat größte Keftigkeix angenommen. Zwischen MaurepaS Und Cléxrt) md gestern abend starke französische Angriffe zu_- sammengebrochen.
Rechts der Maas sind dem auf die Front Thiau- mont-Yaux ansxxedehnten Vorbereitungsfeuer nur beiderseits der Straße Vaux-Souvillc feindliche Angriffe gefolgt; sie smd abgewiesen.
Oestlicher Kriegsschauplaß. Front des Generalfeldmarschall§ Prinzen Leopold von Bayern.
Nördlich von Zborow setzten erneut starke russische Kräfte zum Angrtff an. 'Die tapferen unter dem Befehl des
Generals von Eben stehenden Truppen haben sie, zum Teil
im Bajonettkampf, restlos zurückgeschlagen.
Front des Generals der Kavallerie Erzherzogs Carl.
Oestlick) und südöstlich von Brzozany entspannen sich örtlich begrenzte Kämpfe. Feindliche Angriffe wurden ab- gewiesen, daS Gefecht ist an einzelnen SteUen no im Gange.
In den Karpathen richteten sich die rusischen Unter- nehmungen gestern hauptsächlich gegen die Nagura und die Höhenstellungen südöstlich davon; sie hatten keinen Erfolg. Dagegen „blieb die Plysfa-Höhe, _(südljch, von Hiesloina) Zachd mehrfachem vergeblichen" Insturm des Gegners n ener an . „**, , .,
Beiderseits der Visit“ im rumxäniFchen Görenzgebiet traten deutsche und österre chisch-ungariscys mit feindlichen Vor- truppen in Gefechtsfühlung.
Balkan-KriegsWauplaß.
Die Dobrudscha-Grenze ist zwischen der Donau und dem Schwarzen Meere von deutschen und bulgarischen Trupyen überschritten. Der rumänische Grenzschuß ist unter Verlnstcn für ihn zurückgeworfen.
An der mazedonischen Front keine Ereignisse von be- sonderer Bcdcutung.
Der Erste (Yeneralquartiermeister: Ludendorff.
Großes Hauptquartier, 4. September. (W. T. B.)
Westlicher Kriegsschauplas.
Die gestern früh einsesenden eng,lisch-französischen Angriffe im Somme-Gebiet haben zu einer Schlacht größter Ausdehnung und Erbit'ter'ung geführt.
Nördlich der Somme spielte ste stck) auf der annähernd 80 km breiten Front von Beaumont bis zur Somme ab. Troß oft wiederholten feindlichen Ansturms beiderseits der An cre und besonders auf Thiepval Und nordmestlich Poziézres haben unsere braven Truppen unter dem Kommando der Generale v. Stein und Frhr. Marschallibre Stellungen behauptet, durch schneüen Gegenstoß vorübergehend verlorenen Boden bei dem Gehöft M ouquet (nordwestlich von Vozibres) zurückerobert und dem Feinde die chmersten Verluste zugefügt. Weiter östlich hielt unsere starke ArtilTerie den Gegner in seinen Sturmstellungen nieder; erst Nachts gelang es ihm, am F o 1: re (: u x- W a l d vorzubrechen ;_ er wurde zurückgeschlagen.
Nach einem allen bisherigen MunitioUSeinsaxz über- stei enden Vorbereitungsfeuer entbrannte der Kampf zmtschen Ginchx) und der Somme und wütete hier bis in die späten Nachtstunden fort. In helden- mütiger Gegenwehr haben die tapferen Truppen der Generale von Kirchbach und von Fgßbendex dem. in die vöüig zerschossene erste SteUung emgedruanenen Feinde jeden Fußbreit Bodens streitig ge_macht und in hrer zweiten Ver- teidigungslinie dem Stoß „Halt geboten. Guillemont und Le Forest sind in der Hand des Gegners.
Südlich der Somme ist es abgesehen vom Abschnitt südwestlich von Barleu unserer Artillerie gelun en, die Durchfübrung der franzö ischen Angriffe zu unterbin en; die bei Bar eux zum Angriff anseßenden Kräfte wurden blutig
abgesKla en. _
ecßts der Maas smd AngriffSUersyche der Franzosen ge en das Werk Thiaumont und südöstlich von Fleury eclkeitert. An der Souville-Schlucht wurde nach sorg- ält ger Vorbereitun, ein in unserer Linie vorfpringender Winkel der französxZZchen Steüung vom Feinde gesäubert; 11 Offiziere, 490 Mann wurden gefangen genommen, mehr- fache feindliche Gegenangriffe abgewiesen.
In der Nacht zum 3. September haben Héé'res- und Marinelujtschiffe mit beobachtetem guten Erfolge
die Festung Londo'nangegriffen. Eins unserer Schiffe ist im feindlichen Feuer abgestürzt, _
* Im Lu tkampf wurden am 2. und 3. September tm Somme: ebiet 13, in der Champagne und an der Ma as je 2 feindliche Flieger abgeschossen. Zauptmann Vo e [ ck'e, der seinen 20. G ner außer
efecht seßte, die Leutnants LefferS, ahl Us MW Rosencran haben an den leßten algen-_ ervor- ragenden nteil. Durch Abwebrfeuer md sert bent 1- September im Somme- und Maasxtxebiet 4 feindl1che FluYeuge heruntergebolt. „ m 2. Se tember Haben französische, Flteger- angri fe im Felungsbereich von Meß unerhebltcben Schaden angeri tet, durch mehrere Bomben auf 1eStadt Schwennmgen wurden fünf Personen verleßt und einiger Gebäudeschaden ver-
ursacht. Oestlicher Kriegsschauplaß. Front des Generalfeldmarfchalls Prinzen Leopold von Bayern.
Mik einem vollen Mißerfolge für die Nussxn cndelen ihre gestern westlich und südwestlich von Luck wrederholten Anstrengungen.
Nördlich von Zborow hielten unsere Truppxn den zur_ück- gewonnenen Boden gegen mehrfache, starke russtsche Augrrffe.
Front des Generals der Kavallerie Erzherzogs Carl.
Oestlick) und südöstlich von Brzezany dauerte der Kampsx an. Oertliche Erfolge der Russen sind ihnen durch Geßejxsto im wesentlichen wieder entriffen, die Säuberung einigerGraben ist im Gange. ,
In den Karparthen wurde das Gefecht südlxch von sielona fortgeseßt. Russische Angriffe südwestltch von “ abie, im Maguraabschnitt und nördlich von Dorma- 5 atra sind gescheitert.
Balkan-Kriegsschauplaß.
Unter erzolgreichen'Kämpfen rückten die deutsch- bulgarixchen räfte zwischen der Donau und dem Schwaxzen Meer we ter vor. Bei Kocmar, nordwestlich von Dobrtcz, warf bulgarische KavaUerie rumänische Infanterie in Unordnung zurück und nahm 10 Offiziere, über 700 Mann gefangen.
1) An der mazedonischen Front ist die Lage unver- än ert. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.
Oesterreichisch-ungarischer Bericht. Wien, 2. September. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet:
Oestlicher Kriegsschauplay. Front gegen Rumänien.
Bei Orsova haben wir gestern unsere Truppen nach fünftägigen heftigen Kämpfen auf das Westufer der Cserna zurückgenommen. Bei Nagy Szeben (Hermannstadß und nördlich von Brass o (Kronstadt) folgt der Gegner, nur zögernd. Jm Gyoxgyc-G ebirge enxwickeln sich neue Kämpfe.
Heeresfront ' *
dxs Generals der Kavallerie ErzberF'k“ “Carl.- k „ !;hder Buskowisna ?Ychi-n déisäIGaliZtLMs ar 1: en wieen öterre unga__ 'é mx ; „ ,_ ," ., krä._'_1xk"“11,xeiche rusfi-sche Vorsstöße ab;“ Auch WWW MéryaMpol scheiterten mehrere Angriffe des'Fejn
Bei Z bovow stelXte “ein G'egeüängrkff “bä- ,ngeéwiedexé-her.
Heeresfront des Generalfeldmarscballs Prinzen Leopold von Bayern.
Die aus deutschen und K. K. Truppen bestehende Armee des Generalobersten von TersZtyan-szx) wurde gestern noxfböstlich und südöstlich von Swimuck) erneut heftig ange- grt sen,
Der Feind drang in das Dorf Koritnica ein, mußte aber vor einem umfassenden Gegenstoß in Unordnung zurück- weichen. Er ließ 10 Offiziere, 1100 Mann, mehxere Maschinengewebre in der Hand der Verbündeten. Some blutigen Verluste sind außerordentlich schwer.
Italienischer Kriegsschauplah.
Die Geschüß- und Mincnwerferkämpfe an der küsten- ländischen Front dauerten in mehreren Abschnitten mit wechselnder Stärke fort und erstreckten sich auch auf den Raum von Plawa.
Im Plöckenabschnitt schritt der Feind nach sehr heftigem Artilleriefeuer zum Angriff auf den Kleinen Pal, drang hier in einen Teil Unserer Stellung ein, wurde aber durch Gegenangriff wieder vollständig binauSgemorfen. .“
An der Tiroler Front scheiterten mehrere Vorstöße schwächerer italienischer Abteilungen am Rufreddo und em zweimaliger Angriff des Gegners auf den Civaron.
Südöstlicher Kriegsschauplaß.
Oestlick) von Vlora (Valona) drang eine italienische Kraftgruppe über die Vojus a vor. Sie wurde in Front und Flanke gefaßt und in zweitägigem kaecht zurückgeworfen. ,
Die Donauflottille versenkte in der unteren Donau em rumäniscbes Kanonenboot.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes. v o n H o e f e r , Feldmarschaüeutnant.
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Wien, 3. September. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet:
Oestlicher Kriegsschauplaß. Front gegen Rumänien.
Feindliche ArtiUerie richtete gestern ihr Feuer gegen Nath) Szeben (Hermannstadt). m Gyorgyogebiete ühl en die Rumänen „gegen unsere tellungeu vor. Unsere
rtilXerie„ trieb „dte femdlichen ErkundungSabteilungen zurück. Sonst bet unveranderter Lage keine besonderen Ereignisse.
Heereskront des Generals der Kaval erie Erzherzogs Carl.
Südwestli von Fundul Moldovi .und westlich von Mgldawa sch ugen unsere Truppen 111 eu russtsche Angriffe zuruck. Der Ver Vloska südwestichvon Nafailowa wurde von den' Nu en nac? erbitterten Kämpfen genommen“. Süböstlich von Brzezan-y (heiterten gestern mehrere starke rurZZsche Vorstöße. Heute seßte der Feind erneut zum An- g an. -