1916 / 210 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 06 Sep 1916 18:00:01 GMT) scan diff

bel schen Gebiet durcb Artilleriefeuer oder M 7 ' m an erer Fekude 31 Männer, 27 Frauen und 17 WM“, 52 Männer, 90 Frauen und 39 Kinder verwundet worden. Von den in den Vormonaten als verwundet gemeldeten Per- sonen find 3 Männer ihren Verleßungen erlegen. Damit ist die Zahl der uns uldigen Opfer der friedlichen Zivilbevölkerung dxr beseßten Geb ete im Westen seit September 1915, also seit emem Jahr, auf iUSgesamt 1963 gestiegen.

Die. Nr. 8 der Amtlichen Nachrichten des Rei'Gj- versicherungsamts vom 15. August 1916 enthält im Amt- lichen Teil unter „4 (Allgemeines ekue Bekanntmachung des Amtes vom 28. Juli 1916 über eistungen der Krankenkassen während der Wartezeit bei UnfaUertrankungen Verlester, die der Gewerbe; und See-Unfalloerficberung unterstehen, leßtere, soweit ste mcht zur Zweiganßalf 1120 der Reichsyersichx

rungSordnung) aehören, und über die Ersa ansprüche der Unter 13 (UnfalLverüchemng) [ ließen sich an ?

Krankenkassen. Entscheidungen über folgende Gegenstände;

§ 129 Abs. 2 der Reichsverfiazerungsordnuna ist auch dann anzu- wenden, wenn das zu entscheiden hat; zu veraleichen §§ 660, 667, 1680 der Reichs- verfiäxerungsordnpnq [2891[.*)

Summaxiscße Lohnnachweise sind unzulässig, wenn die Saßung fie nick)! ausdrücklich vorschreibt [2892].

Ueber den Anjprucb des VerLesten mzf Erstattung von Kosten, die ihm durch seine von der Berufsgenoffemcbaft angeordnete ärztliÖe Untersuchung erwachsen find (Rei1e- und Zebtunaskosten, Verdienst- ausfall usw.), ist im insjanzmäßtgen Besch1ußverfabren zu ent- scheiden“ [2893].

Der nichtamtliche Teil enthält im Abdruck den Erlaß des Königlich preußischen Kriegßministeriums, Allgemeines Kriegs-Departement, vom 17. Mai 1916 Nr. 702/5. 16. 13 5 über die gesesliche Versicherung der zur Bes äftigung in xtivatbetrieben beurlaubten oder kommandierten ersonen des ' oldatenstandes; ferner eine Anzeige der für das Winterhalb- jahr 1916/17 angekündigten Vorlesungen über Versicherungs- wiffenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Universität in Berlin und an der Hochschule für kommunale und soziale Verwaltung in Cöln.

Der Abschnitt () Hinterbliebenenversicherung) süßliche Entscheidungen:

Eine Wötbnerin, deren Ehemann nach ihrer Entbindung zum Leereßdicnst eingezogen worden ist, hat keinen Anspxuch auf den

ntbindungskostenbeitrag oder die an seine Stelle tretenden Sach- leistungen 3 Nr. 1, § 4 Abs. 1 der Bekanntmatbung, betreffend Wockoenbilfe während des Krieges, vom 3. Dezember 1914) 12221).

Nach § 7 Abs.*1 der Bekanntmachung drs Reichskanzlers uber Krankenverficherung und Wochenbilfe während des Krieges Vom 28. Januar 1915 (Reichs-Geseßbl. S. 49) gilt die Zeit einer Be- freiung von der Versicherung auf Grund des § 170 der Reich9- Nrficherungöordnung n1cht wie diejenige auf Grvnd der §§ 418, 435 der ReichsverficherunJSordnung der Zeit des Verfiéoertseins im Sinne des § 1 Nr. 2 und des § 8 der Bekanntmachung vom 3. Dezember 1914 (Netchs-Geseßbl. S. 492) gleicko (2222).

Einem in der wexkten odpr drittan Woche nach däm Ausscb-iden aus der Kaffenmitq iedlcbaft E-kmykten, der die Anzeige der Weiter- verficheruyg erst in einer dieser Wochen gsmackpt haf, steht ein An- spruch aus die Kaffenlyistuugen für diese Erkrankung auf Grund des § 214, ni “[des § 313 der Reickzsvexficbctungsordvuna zu [2223].

Dienjboten, die nach § 440 Ab)- 1 der Reichsverßcherungs- ordnung versicherungsfrel sind, gelten während diesrr Zrit nicht als anf Grund der Reichsverficherung versichert im Sinne des § 195 Abs. 1 der Reickzsverficberzmgwwnun [2224].

1) Bei unsjändia Be1chäftigten at m einem nicht unter § 573 der Reichsverfickperungwrdnung fallenden VerfickperungsmUe, der während der auf Grund des § 451 der Reichswerfiwerunqsordnung [n der Satzung eingeführten Wartezeit eintritt, die KraUkcnkasse nicht aufzukommen. "

2) In einem solchen Falle ist § 212 der Reichsverficberungs- ', ordnung nicbt anzuwrnden 12225).

Einer Krankerökaffe, die einem gegen Krcmkheit verficberten Un- faaverleßten, der Anspruch auf Krankenhilfe bat, wädrend der ersten dreizehn Wochen nach dem Unfall Kratskenbauépflkas und das Haus- ßeld 186 der Reichsvkrs'acherunngnuna) gewährt hat, ist nach

(Kranken-, Jnvaliden- und enthält folgende grund-

576 der Rexcb'v-rficberungswdnunq lediglich der gemäß § 573 da- elbst gezahlte Mebrdet-aa an HauSgelo - der sogenannte Unfall- zuschuß _“ zu er)eßen 22265.

1) Die in einem rechtskrästkgen Bescheide fesfaeseßte Höhe der Rente kann in einem späteren Bkscbside, dsr das Ruhen der Rente sowie Kapitalakfinduna gkmäß § 1313 Nr. 1, § 1316 der Reichs- verficberungkordnung ausspricht, nicbt tmhr abgkäudert werden-

2) Für die Entscheidung der Frage, ob 'Uéinderjäbriae fich „freiwillig“ im AUSland aufhalten G 1313 Nr. 1 der Reichsm-„rsäcbe- rungßorknuna), kommt es auf den Wtuen des Vormundks an 12227].

1) Vereinbarungen allgemeiner Art zwischen Krankenkasssn und Berufsgenossensch fxen w&gen Regelung der Ertaßvfltcht nach § 1513 der Re1chxvckficherunakordnuna (zu v-r,31eichsn ki:- Y'Äekarmtmacbmg des RetQSoethceruname Vom 1. Novxmber 1913, Amxlkcbe Nach- tiÖtM des“ NWA 1913 'S 688) [11117 zukäsfiu-

2) Bei Sfreit über die Höhe des auf Grund einer sochkn Ver- einbarung zu leistenden Ersaßcs is: nacb § 1515 Abs. 2 der Reichs- verficherunJSordnung im Spwcbverfabren zu entscheiden [2228].

_ Für derx Axxsprucb eines Mitßlieds einer Sonderanstalt «uf Ver- ficherungßlei11ungen nach dem Vierten Buche der ReicbsNrficberungs- ordnung besteht nur dcr besondere Recthug, der in der Saßung der Sonderanstalt vorgesehen ist (zu veralcichen aucb §§ 112,1678 Abs. 2 der ReichsverficberungSOrdnung) [2229].

Die Gewährung von Sachleiwungen an Trunksücbtiae (§§ 120, 121 der Reichsverficherungsordnung) kann auf dem Gkbiete der KkankenverfickperW schon vor Eintritt des VerficberungsfaUs ange- ordnet werden [ 01.

1) Als Beschäfti ungSort eines Bücherfolporteurs gilt unter Umständen seine Wohn 'ätte.

2) Hat elke unzußändige Krankenkasse für einen Versicherungs- Kfliäytigen nacb vorschrisTSmäßiger Anmeldung länger als dreiMonate indurch ununterbrocbin und unbeanfjandet die Beiträge angenommen 315 der Reichsverficherungwrdnuvg), so kann rie zuständige Kaffe fu: die gleiche Zeit keine Beiträge veriangen [2231].

Der Grundsatz der Rekursenxscheidung 2877 (Amtliche Nach- richten des NVA. 1916 S. 497) gilt auch für die Krankenvcrßcheru11g. Hiernach sind die während des gegenwärtigen Krieges im beseßten Gebiet angeworbenen rusfisch-poanchen Arbeiter, die freiwillig und mit Genehmigung der zuständigen Behörden nacb [Deutmoland ge- kommen find, um hier zu arbeiten, als freie Arbeiter anzusehen und daher krankenherficbérun pflichtkg [2232].

Für einen Pflaster ebrling, der wegen des Rubens des Pflaster- kewetbes während der Wmtermonate beurlaubt und nur vnpfiicbtet st, nach Ablauf, der Winterpause das Lehrwerbältnks fortzusetzen, find während der Zett der Unterbrechung Beiträge zur Krankenversicherung nicht zu entricbtm [2233 [.

In einem Ortsstatute war besfimmt, daß dsr Gemeindevorstand, wenn nur Behandlungsbedürftigkeit der in Betrieben oder im Dienste

*.) Ds? nekeri dert einzelnen Entscheidungen sfrhenden einge; UMÜM akku geben die Ziffer an, unter weleher diese in den „Amtlichen tachricbten“ Veröffentlicht find.

Ife" "gewä r-Zk “ann.

Rechtsmijtel nicht bei der Stelle einzulegen ifi, die '

'- ne solche Besjiummug genügt nicht _ deu Vorausreyuugm des 169 der Reichsverßäoerungsordnung [2234]. Der in der Dien torrnung enthaltene Besoldungsplan 353 der Reichöversicherungsordnung) darf vom Kaffenvotstand nicht vor der Genehmigung durch das OberVerficherungSamt durchgeführt werden. GehaltReßelungen durch außerordentliche Maßnahmen des Kassen- vorstands sind unzuläsßa [2235x Eine Abmeldung 397 bs. 1 der ReicbéverfiÖerungsordnung) gilt dann erst als bewirkt, wenn fie bei der Krankenkasse ein-

) geht 12236).

E91 von einem Staatsbeamten bes.:bäfügker Kraftwagenfübter, der aut!) als Diener Verwendet wird und dem eine denun in dem aleicben Hause zur Verfügund aesteüt ist, in dym sich die obnung d-s Arbeitgebers befindet, gehört zu den Dienßboten im Sinne der Preußischen *Gesindeordnung Vom 8. Nowember 1810 (§§ 435 ff. der

( Reichsverstkherungwrdnung) „[2237]-_ .

| Die Befreiung eines JFK, _xeu, von der Versicherunasvflkkt ; nacb §§ 418, 435 der Reick; er éthugkvkduavg durch den Vorstand einer Krankenkasse wirkt auä aegeriükkk anFren Kassen [2238].

; Die Frist für die Erkläru'nß'd- ', i en Fortseßuna der VSt- z skeberung 447 Abs. 3 Saß 1 der“ "ver erungßordnung) beainnt [ für die unyändrg Bekcbäftigten frühesjens mit dem Tage der Löschung im Verzeiäonis !2239].

Die Verjährung der Strafverfolgung wrgen Nichtanmeldung Vers1cherungsvflkchtiger znr Krankeokaffe (§§ 530,- 147 der Reichsver- ficbrryngwrdnung) hegiunt Wenn die Anmeldung nicht vorher nYJeYZWZvorden Ut, mik dem Ende des Beschaftigungsverhält- n [ e ' .

Die „auf (Grund des Geseses über 131€ Kriegsleistungen vom 13. Juni 1873 von den Gemeknden der Militärverwaltun'g zur Ver- fügung gesteÜten Befeséiaunasarbeiter find auf dem Gebiete der Jfinthl'idekL-YFW Hiyterbltebedenverficberung nicbt verficherungs- P 10 ' -

Die seit Ausbruch des Krieaks in Deutsäxland zurückgebaltenen rusfisch-polniscben aewerdlicbkn Arbeiter find während des Krieges nicht verscherunasvflicbxia [2242].

Eine beim Vsrein Jugendschutz in Br. beschäftigte AuffiÖtSdame eines Mädchenborts ist als Erzieherin gemäß § 1226 Abs. 1 Nr. 5 der Reichsvetfickperunasordnung vom ReichSVersWerunZSamte für der- ficherunxxsvflichtig erachtet wwrden [2243].

Endlick) folgen die Uebersichten Über Zahlungen uns In- validen-, Kranken-, Alters- und Zusaßrenten der 31 Ver- sicherungSanstalten und über Versicherungsleistungen an Hinter- bliebene im Monat Juni 1916 sowie Über den Erlös aus Beitrag6marken im Monat Juli 1916.

Der heutigen Nummer des „Reichs- und StaatSanzeigers“ lie en die Außgaben 1141 und 1142 der Deutschen Verlust- lisTen bei. Sie enthalten die 22. Verlusxliste der Kaiserlichen Schußtruppen die 626. preu ische, die 325. sächsische und die 455. württemßergische Verlu tliste.

Oesterreich-Ungarn.

Das Ungarische Abgeordnetenhaus hatte gestern eine bewegte Sißung. Als der Ministerpräsident erschien, ertönten seitens der oppositioneüen _Karolyi-Partei stürmische Zurufe: Abdanken! Die drei anderen Fraktionen der Opposrtion verhielten sich jedoch vö'klia ruhig., ALS der erste Zuruf „Abdanken'!“ ertönte, erhob Hic!) die gesqmje Regierungspartei und brachte dem Minfffexpräidemen begeisterte "Kundgebungen dar. Als der Ministerpräsident das Wort-ergriff, wiederholten sich die Zurufe. Er wurde häufig unterbrochen,- und der

Frästdent war genötigt, die Abgeordneten Iulius Justh, ohann Justk) und Martin Lovaßzr) zur" Ordnung zu 'ruFen, worquf dnnn verhältni§mäßige Ruhe eintrat. Der Mmijter- präsrdent Graf TiSza sagte, er woÜe nnr Line kurze Erklärung im Zusammenhang mit dsr rumänischen KriegSerflärung abgeben, und führte laut Bericht des „W. T. B.“ aus:

Das Voraebsn Rumänirps Url)! obne Betspikl in der Welt- gesäxickyte da. Soweit geschichfliche Erinnerungen reichen, pflegte ein Staat, der gegen einen Nachbarn feindselige Absichten hegte, schon um dkn äußeren Schein zu wahren, aewiffe Forderungen zu erheben, Und wenn die darüber gkpfloaenen diplomatischen Verhandlungen kein (Ergebnis batten,-Wurde mit den, Fekndskligkeiten begonnen. Was Rumänien getan hat, ist* unter Kulxurnaliom'n noch niemals VN"- ngQMMSN und dtvlomattkckßen Faktoren Unserer Verbündstrn irrkgxführx. Wir wußten, daß Rumänien kricaerische Vorbereitungen traf, urd für view" Fal] batten auch wir Vorkehrungen getroffen. Der Ueberfall Rumänisns erfolate jedoch, btvor unsere .mGebrungen beendet waren. Ich hoffe, daß unsere Maßregeln in kurzkr Zeit ihre Früchte tragen wkrdcn. Rumänien wird seinem Schickial nicht ent- gehen. Ich hege das Vertrauen, das; die heroischen Tugenden der, ungarischen Na'ion, die fie in den [chmerstxen Prüfunaen dieses K:ieges bewiesen hat, fick) aucb diksmal alätxzend r*ewäbren werdrn. Ick) beße das Verlwvu-n, daß wir diesen Krtég auf aüen Schawpläßen gewinnen werden. Wir müffkn Siebenbürgen am Stockwd ebenso verteidigen wie in Braff»). Die tavkexrc'n ungarischen Truppen die in Weitér Ferne gegcn Rußland fämpfkn, kämpfsn avch ffir Éieb-nbürgen, fie vkrgxeßen auch für Siebenbürgen ihr Blut, so wie die Truppen unserer Verbündelen in Siebenbürgen für das gemeinsame Z=el kämpfen und bkuten- Uns aber liegt dis heiligste Pflicht ob, die Kraft der ungari- schen Natdn wü'dig zu repxäfenneren und die Einheit der Nation in dem für ihre Existenz géfübrten Kampfe underbrüchlick) aufrecht- zuerhasten.

Der Abg. Pop-Csicso (Rumäne) gab darauf die Erklärung ab, daß die Kriegskrklatung Rumäniens (1116 ungarländisckpen Rumänen mit Schmerz erfükle und daß fis in der TUM, die [18 bisher bewiesen hätten, nicht wankend werden würden. Er [üate hinzu, er ebe diese Erklärung ab, obwohl es überstäsüg sei, für die pgtriotische efinyung der ungarlänoischsn Rumänen Zrugnis abzulkgen. Er tze dies nur mit Rücksicht auf die ausländis Zn Fakxoren, rie bierdurcko darüber aufaeklärt we'rden soUten, daß ire Voraussetzung, als würden die urgarländischen Rumänen in dieser Phase des Krtkges in ihrer TUR? war-kend werden, völlig unzntreffend sei, und das; nichts auf der Welt ihre Vaterlandöliebe und Oyferwill'akeit erschüttern könne. Nach der Erklärung Pov-Cficsos ergriff Graf Apponyi (Un- abhängiakeitspartei) das Wort und sagte, er pflichte dem Minister- präfidenten bei, daß für einen Selbstverteidigungskawpf in des Worts höchster Bedeutung die ganze Energie der Nation bis an die äußerste (Grenze angespannt werden müsse. Er könne jedoch nicht verschweigen, daß die Leitung der Staatsgescbäfte, die bißber ohne jede Kritik und Kontrolle, sozusagen auf diktatoriscbem nge erfolgt sei, nach den bpgangenen Fehlern ein Ding der Unmöglichkeit wäre. Der Mangel an Vorauésäcbt, den dle Rrgierung während der Zeit, die drr KrkegSerrläruna vorhergegangen sei und während der ersten Stunde vxs (Einbruchs bewiesen habe, sei offenbar. Daß Rumänien mit großer Perfidke vorgegangkn, daß die diplomatische Vertretura irreqefübrt, daß der Einbruch unerwartet gxxommen sei, sei eine historische Tatsaobe. Albin das könne nichta1§0ntschuldigung dienen für dixjenigen, dpren Pflicht es sei, solche Verwicklungen vor- auszusehen, und derkn Aufgabe es sei, zu vereiteln, daß das Land vor so1che Ueberraicbungen gestrüt n'erde. Graf Iulius Andrasfv (Verfassungkprrtei) stimmte dem Ministerprästrenten in der Ver-

urteilung Rumäniens zu. Es sei eine Unwahrheit, daß

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ermänikn hat nicht nur uns, es hat aUe militärischen,

und Sac! en bewohnte Gebiete. Uebrigens babe Rumänien das Recht verloren, fich auf das Nationalitäten. prinzip zu berufen, denn es babe unter ähnlichen Umständen wn Ungarn aucb Bulgarien angegriffen, um rein buzgariscbes Gebiet den Bulgaren zu entreißen. Dre Erklärung des rumcmiscbeu Abgeordneten Pop Cficso sowie ablrekche Aru erungen hervorragender ungar- 1ändischer Rumänen ewiesen, daß » e rumänischen Bewohner Ungarns von einer Befreiung durch das Königreich Rumänien nichts wissen wolken, die Anrufung des Nationalitätkprinzips sei also eine Phrase, Hinter der nichts anderes stecke, als der nichtswürdige Versuch, Ungarns schwere Lage zum Länderraub au! unu- 11. Der Redner krinfizrte dann das Verbamn der Regierung. ; ge e zu, daß Irrtum daruber babe herrschen können, in welchem Zeitpunkte der rumänische Angnff erfo1gen werde. Regelmäßig pfieÉe man aber dem Feinde nicht zu sagen, wann man losschlagen woÜe. s sei die Aufgabe der Dxplomaten, troß falschxr Zebauptungen des Gegners die Wahrheit festzustellen. Wenn die efabr [o' drohend ski, inüffé mcm Mit allen “Möglichkeiten rechnen, und deshalb fei das Vulkanen zur intung der Anaelegenbeiten, das ohnehin im Wanken, volkßändig erschuttert,.* Andrassy schloß: .Die Verfaffuuxzsvartei bat beschloffen, für dLn Kampf der Nation aUe ihre moralische Kraft zur Verfüguvg zu stellen. Dke L ge ist ernst, alLein absolut nicht kritisch. Ick) vertraue auf den_ Erft» g, nicht nur deshalb, weil meine Natur unter solchen VerbalsnY-xn ein Zggen nicht kennt, sondern ich vertraue auch auf Zahlen. ie Sache 11th nämlich nicht so, daß wir einen neuen Feind mehr haben, daß eine neue kräftige Armee gegen uns kommen wird. Man darf nicht ver. geffen, daß gerade Rumäniens weaen dix bulgarische und die türkische Armee bisher gebunden waren. Diese Kräfte Werden jetzt frei werdsn und „an dem großen-Kamvf teilnehmen, sodaß mit der Zunahme des Feindes auch umere Kraft gewachsen Zst. Ich vertraue auf unsere Kraft, ich Vertraue auf den endgultigen Erfolg, doch müssen wir uns zugleich eine neue üyrung fiebern." Graf Michael Karolvi (Unabhängigkeitspartek bob berbor, daß die Vsrant. wortlichkeit des Mmißerprästdenten noch dadurch erhöht werde, er der Ernennung des (Grafen Czernin zum Gesandte" der * onarchie in Bukarest zugestimmt habe, obwohl die Oppositwn dagegen gewésen ski. (Fr rügte, daß die Bevölkerung nscbt rechtzeitig gewarnt worden sei und dre Räumung des KriegSgeblets Hals! über Kopf habe erfolgen müssen, wobei auch große wirtschaftlkche Werte, an dynen das Grenzaebiet so reich ski, (Gold, (Salz und Koblengrubsn, dem Feinde übsrlaffen worden seien. Der Abgeordnete Stefan Rakovzky (kxerikals Volkspartxi) sagte, die „Mehrheit erweise dem Ministervräfidenten keinen guten Dienst, Wenn sie (![le begangenen Uaterkaffungs. sünden gutbeiße und die schwäcbkiche erteidigung [%;-s Ministky präfidenten beiräÜig aufnehme. Viel stä der wäre die Steüung kes Mi::isic'rprä17tocnten, wenn er a_n entschrwender Stelle darauf bin. weisen könnte, daß alle Unterlaßungen sogar in seinem eigenen Lager Cntrüstang hervorgerufen hätten. Dann ergriff Graf TisZa von neuem das Wort. Er sagts, das Land [üble mit den bart- bedrängten Siebenbürger Mitbürgxrn. Es sei begreifliä), das; Leute, die genötigt wären, Haus und Hof zu Verlaffcn, ln erregte'r Stimmung seien, doch dürfe disses kaübl nicht auf ein Ge- biet übertragen werden, wo größte Besonnenheit und Einigkeit er- forderlich sei. Dkk Mknistervräfident erklärte weiter, daß es infolge der aänzlkcben Unbestimmtheit des Einbruchs unmöglich gewesen 181, die Einwohner zu warnen und auf eine ungewisse Möglichkejt bin Ne zum Verlassen „ihrer Wohnsiätte aufzufordcrn. Dec Irrtum übar den Zeitpunkt des Angriffs sei _ aucb dadurcb bkrbeigefüdrt worden, daß vom Könige Von Rumanien solche Erklärungen ab- Fgeben seien, die den Jrrjum leicht brgrciklich machte". Der * éinistexpräsident, vielfach durch Zwisckdenruxe unkcrbrocben, sagte dann noch: .Wir haben uns bk“ itgltcb der rumänischen Rüstungen nicht in Täukwuäqexk gswisgt. J, muß noch besondsrs betonen, daß den Bukarefjer Gesandtkn der Monaräzte kein Vorwurf treffen kann. Die Klage, die hkkr erbdbrn wurde, daß Graf Czexnin fich ein Versäumnis oder einen Irrtum zujchulden kommen ließ, kann 11110) nicht abbaltrn, daß iäx dem gänzlich grundlos angegrtffkw-xx Mann Gerechtigkeit wtdkrfabren lasse. Das stcbersje diplomatisaoe Mittel «kam die rumänische Gefahr hat in jedem" Fal] in dem bulgarischen Bündnis besjanden, und die kaion, die den Anschluß Bulgariens an die Mitte?)- mächte ergebkn hat, war in Verbindung mit dem Bündnis mit der Türkei ein bedeutsamer und wichtiger Dtknst, dcn unsere Diplomatic: geleistet hat. Ich bitte die Herren Abgeordnetkn, strenge Krijik zu üben. Ick) werde mich allen Pfeilen mit offencr Brust gegenüber- stküen. Aber ich bitte Sie, nicht das 119er Gut, das uns (111511 und der ganzen Nation angehört, das Kapital der fittlickpkn Kraft, anzu- tasten, drffen wir in den großen Augenblicken des Krieges so sehr be-

rfen. ' Großbritannien und Irland.

Ueber die Lage in Irland schreibt das irische Untsr: hausmitglied Dr. Arthur Lynch in einem im „American“ veröffentlichten Aufsaß:

Der Aufßand der Sinn-Fciner bot das irische Volk belebt. Obwohl Dublin äußer11ch rubtg ist, béstkht ein ttkfcs Gefühl der Unzufriedenbrit. Es gibt gefährlycbx Gédanken in Dub:in. Auch cm- gesehene Perwnen find in dsn Polizei- und Gerichtsbexiäztx'n mit dem Vermerk „gefahrltcb' versehen. Bet Br*gknn des Aufstandes war die Volksmenge in Dublin den Sinn-Fcinetn fekndlick) gefinnt. Als absr dann der Aufstayd erstickt war, kamen Tag für Tag Nachrichten Von der Crwhießung der Führer und Vor: Männern, die kein? Führer waren, dann Erzählungsn von Mord, don 1chreck1ichen Hin- richtungen, von Plünderung und Räubkrei. Das Walten ch Generals Maxwel] und M Dummbett der britifckyen Regierung VoUendeten, was einer jabrelangrn Werbetätigkyit mch g€1unaen war. SLC machten aus_Dudlin eine Sradt der Sinn-Feiner. Die (““Sinn-Feiner- Woge ging uber ganz Irland. Ca1rment ist in die beilme Sckoar der irixchen Heroen aufgenommen worden. Wäbrend schlkkßlich bis por kurzem die Sinn-Fein-Vewegung unter den Prtestem fi-Tb haupt- )äcblicb auf wenige junge Priester auf dem Lande beschränkte, scheint xkßt die ganze Priesterschaft von ihr du1chseyt zu skin, und der Mann dus der Straße nimmt Bischöfe und Erzbischöfe für séine Gefinnurtß tn Anspruch. Dicse neue Gesinnung bat die Rekrutierung tatsächlich

erstickt. Frankreich.

Die engljschen Minister Lloyd George und Montagu find 1x» Parts am Montagabend eingetroffen und hatten, wie dre „Agence Havas“ meldet, am Dienstag zwei Be- sprxcbunaen mit ihren französischen KoÜegen, dem Kriegs- mmrs'te'r General Roques und dem Unterstaatssekretär iir Munttwn“ Albert T 1) am a I, um die Artilleriebedürfmffe der Verbgndeten und die Förderung der MunitionH-erzeugung zu den betdey 'Ländern zu prÜfen. Die Besprechungen fanden rm Kriegsmmrsterium unter dem Vorsiß des Generals Roques statt. „Den Ministern standen Generale und höhere Offiziere der berden Armeen, Techniker und eigens von der Front ge- kommene Offiziere zur Seite.

* Der Haushaltßaussrhuß der Deputiertenkammer prufte gestern de'n Ribotschen Geseßentwurf, der für das vierte Vrertelxahr"promsorijche Kredite im Betrage von 8341 Millionen. “Frapcs eroffpen xml]. Der Finanzminister wird am nächsten €ékrertcrg hierüber und über ie aUgemeine finanzieUe Lage prechen.

, ;- Pie „Humqnité“ lenkt die Aufmerksamkeit auf die Zustandx in der französischen kacherflo'tte und sagt, Frankretck) stehe im Begriff, Hunderte von Millionen semes nationalen Wohlstandes und was noch schlimmer sei,

den Broterwerb kommender Gescßlechter zu verlieren. Zu

11 unverminderter Heftigkeit fortgeseßt; 28 ena-

ÜbÉegler ix“) „' _“

xx.“- ' , . „dem,;w ngsten „* * ) „. & F, 1 .- a - kdl: a. rüstigen Mülner sesén Krieg.- Dkk Staat tue UkchlS, um den Verfall dieser einst-

blühenden Industrie au uhelfen. Das Blatt fordert die ?mmg auf, die nötigen _ tel ,zu Wiederixéxndseßung ÖW chexflotte auszuwerfen und den F ck“." [[ck wie den , .arbeitern bEsonderen Urlaub zu vennllrgen.

Niederlande. Monat Au ust wurden 62 Minen an espült, ren 46 engli chen, 10 deutschen und 6 unbe annten . . . Die Gesamtzahl der seit Beginn des Kriege? an- ' ' Minen beträgt 1th 1279, wovon 702 eng11schen,

'pültaexzösische" und 229 deutschen sowie 286 unbekannten

s waren. sprung Dänemark.

Da neue Verhandlungen über die Bildung „eine; a[[tionsministeriums eingeleitet worden sind, Lst dre r andlung im Folketing über das Jnkrafttretexn der neuen ,Zaffung, wie . T. V.“ meldet, vorläufig verschoben

k ““ Türkei.

Das Amtsblatt veröffentlicht ein Geseß, das die Regie- g ermächtigt, die Eisenbahnen Smyrna-Kassaba ' Mudania-Vrus [ a mit ihren Verlängerungen und Ab- [gungen, ferner die Hafenanlagen und den Kai von Smyrna xückzukaufen. Die Konzessionen dieser Unternehmungen rden [ür hinfällig erklärt werden. Die Eisenbahn Smyrna- ffaba und die Hafenanlagen sowie der Kai von Sm rna ren franzöfische Unternehmungen, die Eisenbahn Mudama- fia war eine französtsch-belgische Unternehmung.

Griechenland.

dem die griechische Regierung die englisch-französische UNÖYenommen hat, werden, wie der „Temps“ meldet, die andjen Frankreichs und Englands dem Minisxerptäftdenten mis diejenigen fremden Agenten, die duSgewwsen werden en, ihre griechischen Helker und die feindlrchen Organisationen, -en die Vallma ten ver angt werden, namhaft machen. Nur griechischen ehörden werden Verba tungen vornehmen fen. Keinerlei Kundgebungen oder Ver ammlungen werden

, d t werden. al e Amerika.

Jm amerikanischen Senat brachte der Sendtor mes, einer der führenden Parteigänger W11sons, emen änderungsantrag zu der Schaßamtsbzll em, der cheiner Meldung des „W. T. B.“ den-Prästdentetr er- chtigt, die Einfuhr aus solchen Ländern zu verbreten, die Einfuhr ähnlicher oder anderer Erzeugmffe aus den reinigten Staaten verbieten. Der Abänderungsantrag richtet. ,. gegen die englische Handelssperre.

Asien.

Der- japanische Gesandte in Peking hat der chines if ck 231 egierun am Sonnabend eine Note überretcht, in der, wre sReuterJche “Bureau meldet, die Bestrafung der für dre rfälle in Chengchiatung verantwortlichen Personen und aßreaeln zur Verhütung der Wiederholung emes solchen "ischenfalxes gefordert werden.

- Dem (Heneralgouverneur von Niederlärrdisch- dien ist nach einer amtlichen Meldung telegraphtfck) be- -tet, daß der Kontrolleur Walter mit seinem Personal d die Mann chaften der Poli ei in Soeroelang'eon ahrscheinli ermordet worden Smd. Sonntag nachmrttag d65Mann über Tandjong-Priok nack) „Palembang abge- ngen und gestern 2 Kompagnien Infanterre.

Nach einer Meldung des „Telegraaf“ aus Weltevreden rd aus Moeratebo berichtet, das; die Europäer flüchten. 'nbefestigter Ort wurde in Brady gesteckt. Aus Batavia dTeile des 10. Valaiklong abgegangen, weitere Abteilyngen it ArtilTerie werden folgen. Einer im, niederläpdtsche'n [onialministerium eingetroffenen Depesche zufolge“ smd dle ropäer in Moearatebo in Sicherhett. .

Im

„on WU

Kriegsnathriüjten.

Großes Hauptquartier, 6. September. * (W. T. B.)

Westlicher Kriegsschauplaß.

Schlacht beiderseits der Somme wird

Die [ck)- ranzösische Divisionen greifxn an.“ Nördlich ' omme sind ihre neuen Angmffe blutig ab- wiesen. An kleinen StelLen gewann der Gegner Mm, Clérr) ist in seiner Hand. Südlich des „Flusses ) m hin- und herwogendem Infanteriekampf dre erste teilung gegen den erneuten Anlauf der ranzosen ider Front vonBarleux bis südlich von Chilly ehauptet. rda, wo die vordersten (Gräben völli eingeebnet waren, "sie geräumt. Spätere Angriffe an restlos unter "Wersten Verlusten abgeschlagen. Mecklenburgische, lslemische und sächsische Regimenter zeichneten fich bxsgnders 1- Bis zum Abend waren an Gefangenen aus dem zwettagigen Ws? f[üdltch der Somme 31 Offiziere, 1437 Mann on 10 ranzösischen Divisionen, an Beute LZMaschinen- Wehre eingebracht. ck)er Luftkampf und durch Abwehrfeuer wurden 3 feind-

lugzeuge abgeschossen.

Oeftlicher Kriegsschauplaß. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Russi) e An riffe find nördlich der Bahn Zloczow- arnUpo in un erem Feuer gescheitert. -kont des Generals der Kavallerie Erzherzogs Carl. . ZWischen der lotq Lipa und dem Dnjestr haben die sen ihre Angri e wieder aufgenommen. Naeh vergeblichen “ÜWen drückten te schließlich die Mitte der Front zurück. . U den Karpatben hat der Gegner in dex: berichteten ämPFen südwestlich von Zadie und von Schwall) kleine Werle errungen. An vielen anderen Strllen griff er gestern

"Ueblkch an. Balkankrkegs-södappkaß.

"gestrigen Tages an der nordkurländischen Küste und am

„. , _

ruskü.“ ““'-ru i e Kr“ “_ o'm untreu 111- gaxYchMUYmersasdesnchzurüÉfsQor'fén. s '“ tapferen u * Der Ersfe- ralquartiermeister.

* Ludendorff.

Oesterreichisch-ungarischtr Bericht. Wien, 5. September. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: " Oestlichér Kriegsschaup'laß." Front gegen Rumänien. Bei unveränderter Lage nichts von Belang.

Heeresfront

des Generals der Kavallerie Erzherzogs Carl. Die Angriffe der Russen gegen die Karpathenfrqnt der Verbündeten daueri! an. Bei Fundul Moldowi schlugen unsere Truppen zahlreiche. starke Vorstöße ab. Am oberen Czeremoßz und südlich von Vystrzec wird heftig gekän'wft, Nordwestlich von KöröS-Mezo scheiterten alle Versuche des Feindes, Raum zu gewinnen. Südöstlich von Vrzezany wurde auch das leßte vorgestern verloren gegangene Graben- stück zurückgewonnen.

Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Keine besonderen Ereignisse.

Italienischer Kriegsschauplaß. _ An Tiroler Front ist fteÜenweise eine erhöhte Ar- ttller1e1ätig éit eingetreten.

Jm Ruffreddo-Gebiet kam es u erbitterten Kämpfen um den Sorame-Gipfel, den unsere ruppen vorübergehend verloren, durch kühnen Gegenangriff aber wieder zurück- gewannen. *

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

. Italienische Truppen überschritten gestern früh bei Feras dle VoZusa, Ein Angriff unserer Reserven gegen den eind- licl1en inken FMF warf den Gegner zurück. Das euer unserer schweren rtiUerie begleitete die auf das Südufer des Fluffes weichenden italienischen Kolonnen. Während des Kampjes [ der Feldpilot, Stabsfeldwebel Arigi, einen feind11chen ampfflieger ab. Ein Insasse tot, der zweite gefangen. Der Sterertreter des Chefs des Generalstabes.

v o n H o e f e r , Feldmarschalleutnant.

Der Krieg zur See.

Berlin, 5. September. (W. T. ' B.) Infolge des günstigen Wetters war die Fliegertätigkeit 'im Laufe dss

Eingang des Nigabusens sehr lebhaft. Unter anderem griffen deutsche Seeflugzeuge mitErfolg die russische Flugstation Arensburg auf Oesel an und kehrten troß heftiger Gegen- wehr unbeschädigt zurück.

Angriffe des Gegner?- auf die nordkurländische Küste wurden durch unsere Seeflugzeuge und Adwßhrbatierien ver- eitelt. Einige Bomben fielen ohne Schaden an uricbten in die See oder in das waldige Gelände. Ein ruséisches Flugzeug wurde durch unser Abwehrfeuer beschädigt.

AmLterdam, 5.'September. ( . T. B.) Die Blätter melden, der englische Damp er „Rievaul Abbey“ (1166 Vruttotonneir) der Linie Rotterdam-HUU, der Sony- abendabend von Rotterdam ausfuhr, am Sonntagvormittag m der Nordsee versenkt worden ist.

Berlin, 6. September. (W. T. B.) Gestern nachmittag griffen mehrere russische-Flugzeuge Nngernsee in Kurland ohne Erfolg mit Bomben cm. Unseren Abwehrflugzeugen gelang es, einen feindlichen Doppeldecker zur Landung zu zwingen. Die Besasung ist gefangen genommen.

DerKrieg in den Kolonien.

London, 4. September. [W. T, V.) Amtlich. Am 4. September, Morgens 9 Uhr, istTaressalam beseßt worden. Seestreitkräfte in Verbindung mit Truppen aus Bagamoyo und Saadani sind damit beschäftigt, den“ ehemaligen Sixz der Regierung und die Hauptstadt des deutschen Schuß- ebiets zu beseßen. Südlich von Mroaoro wird unsere Ver- olgung der deutschen Hauptstreitkräfte fortgeseßt. Der Hauptteil der Truppen unter SmutH befindet stch in der Umgebung von Matombo rm Osten_ .der Slopes- und der Uluguru-Berge. Kleinere Streitkräfte stoßen südlich durch das HÜgeUand vor, während 111rWesten berittene Truppen nach Süden auf die_ Uebergänge uber den großen FWT; Ruahu drücken im gemeinsamen Vorgehen mit einer Abteilung von van Deventers zweiter Dimsron, die Kikumi (42 Meilen südlick) von Kiloffa) erreicht hat. Im sud- lichen Gebiet besetzten Abteilungen unter Northey Neu Jringa und wurden von diesem Ort und yon Lupembe nach _MabenJe zu weiter geleitet, in welcher chhtung (1118 noch rm Fel e stehenden deutschen Truppen den Rückzug angetreten haben.

Parlamentarische Nachrichten.

Das Mitglied des Hauses der Abgeordneten Graf Harrach, Landrat a. D. und Rittergutsbestßer, Vertreter deS andkreises Breslau und des Kreises Neumarkt [(konservatw),

einer Mitteilung der „Schlesischen Morgen eitung“ reslau)

Ft nach . __ am 5. d. M. auf [einer Besrßung Groß Sagewiß (Bez. gestorben.

Wohlfahrtspflege.

Der . au taus u der Krie erwitwen- und -waisen- fürsorgeH de? am 12? m?!) 17. Apr! 1915 in Berlin _eine all _e- meine deutfcbe Tagung zur Beratung uber soziale Fursorge ur Kriegerwitwen und Kriegerwaksen und am 27. „em eine weite Ta un zur Erörterun wichtiger Aufgaben der, legs interbllx enen- für or' veranstaltete, Sat, nachdem ein ausfübeÖer Osrléht über die erste Ta ung [Gon früher berausaegeben worden, isi ( ; ks 60-3), je t mH d1e während der [westen Ta urig erstatteten eferaté durch [ nen rbeitsausscbuß veröffentlich affen- Sik “nd als erstes und zweites Heft der „Schriften des Arbeitöausscbuffes er Kriegerwittvén- urid - senfürsorge" in Karl Heymanns Verlag( Berlin, erschienen.

SinktMebenen: Jose bine Levy - Natbenau bebaud-lt bie Benefo- beM _ Cewubérat YU. Syrup die Emerbsmöglicheüm für Keie?- _ wkkw m Großbetrieb, Handwerk und HauSJewerbe trnd" Dr. Kät : den Schuß vor Rentenlobnvruck namentlitk auch in der Heim- arbeit. Ein Anhang enthält Richtlinien zur Berufsberatung und Arbeitwetmittlung bet der Kriegswitwenfürsorge sowie einen Nachweis .der Literatur zur Hinterbliebeneusürsyrge. Das zweite, „Aus der Praxis der Kriegsbjnterbliebenenfürsorae' betitelte Heft Fels 1 .“) brinot Datsiellungen örtlrcher Fürsorßeeinrich ungen.

e ersten drei Verkehre über die Kriegkbinterbliebenenfür orge in ' etlin, Hamburg und Worms find Wiedergaben der bei der zweixten Ta ung des Kauptausscbuffes der Kriegerwitwen- und -waisenfürsorge er attexen

eferate. Daran schlie-ßen sich Berichte aus Charlottenburg, Berlm- Schöneberg, Stettin, Gleiwiß, Magdeburg, Kiel, aunoder, Bielefeld, Wiesbadev, Nürnber , Chemnitz, (Grimma und armen. Alle diese Ber1chte bkkunden tarke örtliche Initiatibe, entschlossenes Vorgehen der Kriegsblnterbliebenenfürscrgs im Zeichen sozialen (Geistes. Sie er- schöpfen natürlich nicht die auf diesem Gebiet in Deutschland geleistete Arbeit; denn auch anderwärts finden sick) vorbildliche Maßnahmen. In einem Anbana ist als Eraebnis mehrerer Umfragen ein Verxelcbms von Fürsorgestellen für bilfx-bedürftige Kriegsbinterbliebene im Reiche abgedruckt. Richtlinien zur Organisation der örtlichen Kriegs- witwen- und -walsenfürsorae, die dann noch mitgeteilt Werden, unterricHt-n auf der Grundlage von Talb-zständen über Möglichkekten erfolgreicher Gestaltung; [16 wollen keine bestimmte Organisation befürworten, sondern nur in bestehende oder zu schaffende Einrickztun on die Einheit des sozialxn Gedavkens tragen, der in Ver- schiedenen ormen Verwirklichung erstrebt. Velde“ Veröffentlichunaen des Arbeitsaussckoussxs der Kriegerwitwen- und -waifenfürsorge find geeiznet, Zweifel und Unficherbeit in der Kriegs!)interbllcbenensürsorge zu beseitigen, ihre Aufgaben ,zu klären und die Grüvdung von Für- sorgestellen in Smdt und Land zu befch1eunigen, [ür deren AuLge- staltung fie neue Geficbtöpunkte bsibringen.

Verkehrswesen.

Beim Papier der amtlichen Postkarten wird neuerdinßs darüber geklaat, daß bei Anwendung yon Tinteusclßift die Buchstaben nicht immer die bisher gewohnte Deutlichkeit zeigen und auch bei Herstellung don Umdrucken mit Kopiertivte gewisse Erschwerniffe auf- 1reten. D*ese Erscheinungen hängen nicht etwa mit Sparsamketts- maßnahmen der Postverwaltung zusammen, sondern sind in Schwierig- keiten begründet, die fick) bei Perstsllung des Papiers in den Papier- fabriken ergeben babkn und die als eine unabwendbare Begleit- erscheinung des Krieges hingenommen werden müssen.

Verdingungen.

Der Zuschlag auf die Von dem VerWaltungerffort dsr Kai?“- licben Werft in WilbklmshaVLn am 2. August 1916 der- dungene Herstellung von 3 Tiefbrunnen mit einer, Tie[e yon nm!) 200 bis 300 m untsr Gelände isi der F?rma Brunnenbau und WaffLr- versorgung Hermann Loxck, Köslin, erteilt worden.

Theater und Mufik.

Im Königlichen Opernbause wird moraen zum 25. Male „Mona Lisa“, und zwmr mit den Damen Kemp, Alfermann, Marherr, Birkensjröm, den Hcrrrn Unkel, Bischoff, Schwegler, Hknke, Funä, Hadith und Krasa in den Hauptwasn, aufgesührt. Dirrgent ist der Kapellmeister yon Strauß.

Morgen wird im Königlichen Schaufpielbause das Lusk- spiel „Wie die Alten [undsn' Jegcben. In dxn HngtroUeq find dre Damen Abich, Conrad, .Hyisler, Tdimig, die errcn Kranßnkck, Boe'Ucber, Eggclina, Eng-ZLS und Vesvermann beschäftigt.

Im Deutschen The_ater findet am Sonnabend die Erst- cmffübrung Von (Gerhart Haupimanns „Rose Bernd" statt. Die HaupjroUen find folgendermaßen besest: Bernd: Werner Kraxß; Rose Bernd: Lucie HMM; Mandel: Roma Babu; Cbxisiopl;

lamm: Eduard Vor! Wintersjein; “Frau Flamm: Rosa Brrtens;

' rthur Strt'ckmann: Emil Jannl-gs ; August Keil : Ykax Gülstocff; Kleinert: Skegmund Nu-bcrg; die aTte Golksckpen: Elise Zachow- Vallentin. Die Bühnenbilder smd nach Eytwürfen Von Gusxav Knkna angefertigt. Spiellc'üer ist Felix Hoüaknder. -

Das „Klassische Theater“ [ür die höheren Lebr- anstalten Berlins und der Vororte Hof für [ein; im Oktober beginnende ackpte Sviklzkit [oldenden Spielplan fßwqeseßt: Jm Deutscha Theatyr (Dirxktkon Max Rsinbardt) SchkUe'rs .KWale *und Liebe“ uud Walter Harlan.“ „,Das Nürrzbergiscb Ei“; im WWW- *tbeater Shakespeares „Julius Caesar“; im Künßlerlbeater [Direktidn Viktor Barnowski) (Hoejbys ,Stsüa', ,Die Geschwiéer“; tm Schillertheater Charlottenburg Kleists „Prinz von Homburg“; 1m Deutschen Opernbause Beethovrns „Fidelio' Kreußers „Nacht- lager won Granada“, Flotows „Marlba', O enbncbs .Hoffmaßns Erzählungen“ und Strau ;" ,Fledsrmaus'. Der zum Besch) don funf Schauspiel- und einer Pernvorsjsllunq berechtigendß Dauerdszug kostet einschließlich Zettel und freier Klzidcrablage 7 «M, der Bszug dar:?!) die dem Klassischen Tbcater [611 anaesckzwffcmn mehr als 200 Großberliner Lehranstalten nur 6,50 .,“. Beßkllungen sowie alle schriftlichen Anfragen one man an die GeschäftssteUe dss „Klosßsrbsn Theaters“, Berlin, Werneuchener Straße 16, 11513151.

Mannigfaltiges.

Um für die am 20. Syptember 1915 Von _Jbrcr Kaijpr- lichen und Königlichen Hoheit _der Frau K*xoxnpriansin ins Leben gerufene „KriegskinderMende de_utjcbcr Frauen" weitere Mittel zu beschaffen, dé“: fie bsi dcr wach1e*nk-n ZW! der !*e- bedü: ftiaen KriegSmüjter dringeUd rötw hat, wird ewa „K r ieg s 13 i l d a r . bogen-Woche“ stattfinden, die am 20. Ssptemder bkginnt und !*15 zum 26. Sxptember dauert. Ju _drr „Kriegsbkld-rbwgrn-WOÖS' werden sechs von namba'ten Künsilcm entwoxsrnse Bilderöogcn in Scbrvarzdruck verkauft werden. Der Vkrkmufxpreis für den einzelm'n Bilderbogen beträgt 10 «1. Ein böHcrcr Betrag darf deer gefordert noch angenommen werden. Dit- Lcitnng dsr Krieaébilkcrboaen-WPÖ: befindet fick) in Berlin &&". 56,*Prknzesfinncnpa1chs. Dorthin find Anfragen und Bestellungen zu rtcbtcn.

Amtlicb wkrd gemeldet: Dir". dritt? [Wim Eisenbabnunfall auf dem Bahnhof Wildpark in drr RWK VOM 3.1um 4. ge- tötete Person ist gestern von ihren Ayg-börlgen (116 Fraulxin Helene Wunlick; aus Ntedersckyönbausen, Kaim: Wriééltmrxaße 20, erkannt worden. Die Aufräumungßarbeiten auf dsr UnfalUteUL waren am 4. d. M., Nachmittags 5 (Wr, beendet.

Die „Ausstellung Mutter und Säugling“ wurde, wie „W. T. B." berichtet, gcsjern Vormittag unter der Lriiunq des Kaiserin Auguste Viktoria-Kauses zur Bekämpfung der Säuglings- sterblkcbkeit im Deutschen eiche im Plenarsißungssaaxe dex Herren- hauses feierlich eröffnet. Im Auftraae Ihrer Majestat der Kaiserin und Königin war die Hofstaatsdame Gräfin von Keller er!ch1enen- Ferrer waren u. a. anwesend der Geheime OberregierunaSrat Dr. Sarrazin vom Rekckysversicberungsamt, der Gebelme Obermedizinalrnt Dr. Krobne aus dem Ministerium des Innern, der Geheime Oberreqierungsrat Dr. Pallat vom Ministerium der geistlichen und UnterrichtSanakleaen- besten und der Präfident des Kaiserlichen GesundbrjtSamts Dr. Bumm.

rau Gräfin von SÖwerin-Löwis, dre GemabTin des räfidenten des Ab eordnetenhauses, eröffnete 1712 Ausstellunßemit eiuer nfpracbe, in der _, e zunächst die Anwesenden wtnkommen !; Jßöund den Staats. und sjädkk eben Behörden, die der AussteUung jede _ rdmma baden zuteil werden lasen, den Dank, ausssracb. Die Rednerkn führte dann etwa fol 'nvek aus: .Dxt funktbgre Weltkrkm, dcr das deutsche Verkerkan nm Won xm drum! Jahn umtobt uyd der uns augen kcklick wieder vor wlanscbwere , Ent- scheidungen stellt, - hat nicht bloß die Volksseele 519 in

Das erste, ,Frauenerwerb und Kriegsw twe' betitelte Heft

Sieben Werke mm Tut-rakan, durundor au Punker- tferjen, „smd erstürmt. Nördlich von Dobrrc fin stär ere

(Preis 50 „_s) vereinigt Vorträge über die Beruföfrage der Kriegs-

lhre tiefsten Tiefen erschüttert, sondern hat auch in ties