1916 / 224 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 22 Sep 1916 18:00:01 GMT) scan diff

Schleien 1zm 4 «46 pro 50 kg. Für die Händler tritt dann natü1l:ch eme entsprechende Erhöhung ekn.

. Diese Syndlkalspreise genen nach der Verordnung .deS Präfidenten des Kriegöemährungßamls vom 9. September 1916 (ReichH-Geseßbk'S. 1008) auch fÜr Karpfen Und Schleien "aus iyländtschen Te1chwirischaften bis drei katar und aus in- länd|schen Wildgezväßern, die mit Genehmigung der Kriegs- geseÜschaZt für Tetchftsch-Vexwernmg m. b. H. verkauft werden.

"Bezuglixv der Mindestgröße ist sich der AufsichtSrat schlusstg geworden, daß nur Katpfen über 1 Pfund als Speise-

sche abgesest wer'den dürfen; bei Schleien wird die (Hesel!- chaft ihre Genehmrgung nur für solche Fische e1teilen, die das in dem betreffenden Bundesstaat maßgebliche geseßliche Mindest- maß haben. Wo em geseßliches Mindestmaß nicht besteht, dürfen Fische unter 1/4 Pfund nicht gehandelt werden.

Berlin, den 16. September 1916.

Krieg?;gefeüschaft für Teicllfisch-Verwertnng m. b. H. ee.

Die von heute ab zur Aus abe gelangende Nummer 218 des ReiY-Geseßblatfs ent ält unter

Nr. 62 eme Allerhöchste Verordnung, betreffend die Meldepfkicht der im Ausland sick) aufhaltenden Wehrpflichtigen, vom 16. September 1916, und unter

Nr. 5463 eine Bekanntmachung, betreffend außerierliiche Musterung und Aushebung für die im Ausland fick) auf- - haltenden wehrpffichtigen Deutschen, vom 20. September 1916.

Berlin W. 9, den 21. September 1916. Kaiserliches Postzeitungsamt. Krüer.

Königreich Preußen.

Seine Majestät der Könkg haben Allergnädigst geruht:

den Staatsanwaltschaftsrat Fippcr in Breslau zum Ersten StaatSanwalt in Ostrowo und

den StaatSanwaltschastSrat .Hepke in Düsseldorf zum Abteilunasvorsteher bei der StaatSanwaltschaft des Land- gerichts 1 in'Berlin mit dem Titel Erster StaatSanwalt zu ernennen samte

den SenatSpräüdenlen Josef Riehl bei dem Kckmmcr- gericht und Professor Dr. Wilhelm Modersohn bei dem OberlandeSgeUcht in Hamm sowie dem Landgerichtsyräsidentcn Akim; Westrrxm in Verden den Charakter als Geheimer iOiZeUustrzrat mtt dem Range der Räte zweiter Klaffe zu ver- e en.

Der Stadtgemeindx Stulp wird hierdurch das Recht verliehen, die zu öffentlichen Anlagen erforderLichen, in dex, Gemarkung Stolp belegenen, auf dem überreichten Plane grun umrandeten Grundfiächen nebst farbig angelegtem, zur Schlawer Chaussee fiihrenden Rundweg, soweit nötig, im Wege der Entei nung auf Grund des (Heseßes vom 11. Juni 1874 (GeseHJamml. S. 221) zu erwerben.

Berlin, den 20. September 1916. Auf Grund AUerhöchster Ermächktigung Seiner Majestät des Königs. Das Staatswinisterium. von Breitenbach.

Ministerium der geistlichen und Unterricht]- angelegenheiten.

Dxr bisherige Vriwatdozent Dr. Albert Coenders in Bonn rst zum außerordentlicben Professor in der rechts- und staatSwtffenschaftlichen Fakultät der Universität in Greifswald ernannt worden.

Bekanntmachung.

_Dkr Händlerin Anna Bier_natb in Allenstein, Obcrquer- straße Nr. 12, wird der durch umere erfügung vom 24. Juli 1916 untetsagte Handel mit Lebenömittcln jeder Art mit (Gc- Zehrxtimtmg des Herrn Regierungspräfidentcn hier wieder ge-

a e. Allensieln, den 16. September 1916.

Die Stadt-PolkzelVerrvaltung. Z ül ch.

Bekanntmachung.

,_ Dem Kaufmann Joseph Weyer in Stadtlohn wurde auf Grund des § 1 der BundeSratSverordnung vom 23. September 1915 (RGVl. S. 603) der Handel mit Düngemitteln aller Art bis auf weiteres untersagt.

Die Untersagung wirkt für das Reichsgebiet.

[ ZOie Kosten dieser Bekanntmachung werden dem Genannten auf- er eg .

Ahaus, den 13. September 1916. .

Der Landrat. Frhr. von Schorlemer-Alst.

Beka'nntmacbung.

Nach Vorschrift des Gescßes vom 10. April 1872 (Gkseßsamml. S. 357) find bekannt gemocbt:

1) der auf Gxund Yüerhöcbster Ermäcbtkaun vom 16. August 1914 (Geseßsammk. S. 153) erganaene Erlaß des «taatSministeriums vom 13. Juli 1916, betrkffend die Verleihung des Entei nungs- rechts an den Br-mer Vulkan, Schiffbau und Masäoinenfa rik in Vegesack, zur Erweiterung seiner Anlagen in der Gemarkung Blumen- thal, durcb das Amtsblatt der Königlichen Regierung in Stade Nr. 33 S. 253, aukgegeben am 12. Auaust 1916;

* 2) der auf Grund A(lerböchster Ermächtigung vom 16. August 1914 (Geseßsamms. S. 153) ergangkne Erlaß des Staatßmknisteriums vom 28. Juli 1916, betreffend die Verleihung des EnteignungSrecbts an die Badische Anilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen a. Rb. zur Anlage einer Ammoniakfabrik nebst Ammonsulsatfabtik, Wafferwerk, Schienenanschluß an die Baanöfe Corbetba und Mersebura, Fabrik- lgxleisen, Rangier- und Uebergabe abnbof, Lagerpläsen. Baracken, Rohr- eitungen sw. in den (Gema'ikungen Lxuna-Ockendorf, Röffen, Göblißscb, Daspig, öUwiß, S er au, Klub abrendorf und Wengelsdorf, durch das Amtsblatt der ön glichen ? kerung in Merskburg Nr. 35 S. 247, außgegeben am 26. August 916.

Yiehtamttiches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 22. September 1916.

In der am 21. September unter dem Vorsiß des Staats- ministers, Staatssekretärs des Innern Dr. Helfferich ab- gehaltenen Plenarsißung des Bundesrats wurde dem Entwurf eines Geseßes über die Verlängerung der Legislatur- periode des Reichstags die Zustimmung erteilt. Zur Annahme gelanaten ferner der Entwurf eines (Hefefßes, betreffend den Landtag für Elsaß-LothrjngeU, der Entwur einer Verordnung

über das Verfahren vor den außerordentlichen Kriegdgerichten .

und der Entwurf einer Verordnung Über de_n Fang von KrammxtSvögeln. Demnächst wurde über verschiedene Eingaben Beschluß gefaßt.

Die amerikanischen Vertretungen in Rumänien haben den Schuß der deutschen Interessen in diesem Lande übernommen.

Zum Vorsitzenden der Reichsfleisckstelle ist laut Meldung des „W. T. B.“ der Direktor im Kaiserlichen Ge- sundheitSatnt, Geheimer Regierungsrat Dr. von Ostertag ernannt worden. Für die Dauer seiner Amtsführung ist ihm der persönliche Rang der Räte 2. Klasse durch AÜerhöchste Kabinettstzrder verliehen worden.

Das Amt als erstes geschäftsfübrendes Vorstandsmitglied der Reichsßeischsteüe ist dem Geheimen Regierungsrat und vortragenden Rat in der Reichskanzlei von Schlieben über- tragen worden.

Jm Anschlns; an die Bekanntmachung, betreffendVesck)1ag- nahme vonSchmiermitteln (Bst. 1.1854/8. 16, KRA), vom 7. September 1916, die im „Deutschen Reichs- und Staats- anzeiger“ Nr. 211 sowie in den Staatsanzeigern von Bauern, Sachsen und Württcmberg vom 7. September 1916 veröffent- licht ist, erscheint Heute laut Meldung des „W.T.B.“ eine ncue Bekanntmachung, betreffsnd „Bestandßerhebung für Schmiermittel“ (Nr.Bst. 1.100/9.16.KNA), vom 22,Sep- tember 1916. Von dieser Bekanntmachung werden die Zleicl)s,enJ Gkgenstände betroffen wie yon der Beschlagnahme,

as 1m:

1) Al]: Mineralöle und Mineranerzeuqnisse, die als Schmieröl oder a1s Svindelöl für sich allein oder in lecbungen v::rwendet wkrdcn können, und zwar Werden fie sowohl für 1111) allein als auch in Mischungen betroffen. JUOÖ-sondkre smd somit auch betroffen: as1e im Vorber- gebenden Sas bxzeichneten Oele, dis zum Schmieren Von Maschinenteilen, zu Härtungs- oder Küblzwycken, oder bei der .Hetstsüung Von T xtilien, bet der Hemelkuna oder Er- baltxxng yon kakl', zur Herstellung you Startschmieren (konsistenten FMM), Von wasserlöSlicben Oslen (Bobköl usw ), von Vaselir-e, von Putzmitteln (auch Schubcrcme) gedraukbt WSden können.

2) Al]? Mineralöxrückstände(Gmtdrov, Pech), die zu Schmier- zw: cken „verwendet werden können, oder aus denen Schmieröle oder Schmiermittel gekommen wexden können.

3) AÜe_der Sxeinkoble, der Vta kohle zmd dyn. bituminx'ésen

' Schiefer, enj-ßammevden .Oelez:„dte --1u-'Schm1etzwecken ver- wendet werden können.

4) Alle Starrscbmieren (konsistenten Fette).

5) Laternenöle (Mineralwischöle).

Meldepflichtig sind alle Personen usw., die die genannten Gegenstände im Gewahrsam haben, Die erste Melduna ist für die bei Beginn des 22.September 1916 (Stichtag) vorhandenen Vorräts bis zum 12. Oktober 1916 zu erstatten, und zwar auf ()x-sonderen Mcldescheinen, die unverzüalich von der Kriege?- schmieröl G. m. b. H. (Abteilung für Beschlagnahme), Berlin W. 8, Kanonierstr. 29/30, anzufordern find; an diese Adresse sind auxb die Meldungen einzusenden. AUSgenommen von der Z)]keldepklicht sind nur“ Mengen von inSgesamt weniger als ;) “L*.

Dio Bekanntmackmng enthält noc!) eine Ikcilje von Einzel- bciten, die für die Meldepflichtigen von Wichtigkeit sind; sie tritt mit dem 22. Séptember 1916 in Kraft. Die Veröffent- lichung erfolgt in der üblichen Weise durch Anschlag und Ab- druck in Zeitungen. Außerdem ist der 'Worjlaut der Bekannt: machung bei den Polizcibehörden einzusehen.

Die Neichsverteiluna§stelle für Eier giebt, wie „W. T. B.“ meldet, bekannt, daß am 12. und 14. d. M. grund- legende Besprechungen zwischen der Reichsverteilungsstelle und den LandeSverteiQmgsstelTen stattgefunden haben, auf Grund deren es möglich sein wird, in nächster Zeit einen Verteilungsplan für das gesamte ReichSgebiet aufzuste en. Inzwischen beginnen die Kommunalverbände und die in der Bildung begriffenen Unterverteilungssteüen mit dem Einsammeln der Eier. Der Erfolg dieser Sammlungen wird wesentlich von chr Geschick- lichkeit und den organisatorischen Maßnahmen der Kommunal- verbände sowie insbesondere dem Eifer und der Hingabe der von diesen mit der Sammeltätigkeit betrauten Organe abhängen.

Infolge des Auftretens vereinzelter Pockenerkrankunaen in den beseßten feindlichen Gebieten hat slch, wie „„-W. T. B.“ meldet, di:: Notwendigkeit ergeben, daß auch aUe Zivilpersonen, die in diese Gebiete reisen, sich vorher einer erneuten Pockenschußimpfung unterzielyen, soweit sie nicht in den [exzten vier Jahren an Pocken erkrankt waren oder mit Erfolg der Pockenschußimpfung unterzogen sind. Die Ausstellung eines Passierscheines zur Reise in die besexzten feindlichen (He- biete muß daher von der Beibringung einer Bescheinigung kzierüber abhän ig gemacht werden. Das gleiche gilt für Reisen nach Bu garien oder der Türkei.

Zur Beschlagnahme macht das Oberkommando in den Mar folgendes bekannt:

Nach der am 12. Juli 5. J. veröffentlichten Verfügung, be- treffend Be chla nahme und VestandSerbebung von Fabrradbereifun en, waren die nix e auf Belaffun der Gummibereifung unverzüg ich 1: stellen. Owabl die erwähnte ekanntmachuna, also auch die Be- ?cblagnabme der Fabrradbereifungen, bereits am 12. August in Kraft getreten ist, eben immer noch Anträge au Genehmigung zur Be- nutzung der (Zumwibereifunq ein. Das O kommando hat in ent- Qgeukommeuder Weise die bis um 15. September eingegangenen * träge und Beschwerden elner Örüfung unterzogen, kann aber die

der Xahrradbereifungen Tken durch „W. T. B.“

di em . l unkt esiemen Anträge_nicht m-br berücküÖtZJ-m V?AntersagsteÜeerwt-eraetiß verspäteter Anfrage und Beschwerden haben

eine Veschejdunz nlcht zu erwarten.

59 euti en Nummer des „Reichs- und Staatsan eigerg“ lie en edriebAnggaben 1169 und 1170 der Deu_tschen Fer'lus- liäen bei. Sie enthalten die 640.„preußische, dte 302. bm)er1schc, die 382. sächsische und dre 466. wurttembergische Verlustliste.

Oefterreich-Ungarn. .

In der vorgestrigen Sißung des ungarxschen Abac- ordnetenhauses brachten die Abgeoxdneten Graxen Andrassy und Apponyi einen Antrag auf Etnbertz'fung, der Tele- gationen ein. Am Schlusse der Debatte uber ste erxxmff der Ministerprästdent (HSK, Tisza daS Wort und sag»! [amt Veri 1 des W. T. .“ :

(Yk wolle„fickp nur mit den wikbtigsien in dieser Debaite "an-

eregten Fragen befassen. Was die Armee und die an ihr geubtc ??rttik betxäfe, so tüxfe man nicht vergessen, daß die österreich1sch. un arische Armee seit mehr als zwei Jahren gegen eine riesige Ueanaäjt beldenmütig und erfolgreich kämpfe; Seiner Ynficbx nacb sei es nicht richtig, einzelne Vorfalle und etnzelne: ungünstige Momente beraußzugreifen und so das Bild der Armee zu entstellen, deten Stimmung im großen und ganzen kurcb- aus auf der Höhe sei. und jenseits ihrer Grenzen der Krieg mit dem berzerbebenden BY wvßtsein abschließen möge, das; die Monarchie in dieiem Kampfe 11er Tod und Leben nicht nur in einzelnen Augenblicken, sondern mehr als zwei Jahre bmduxch nie geahnt: Betveise Von Lebensfäbigkeit, Kxast und jugendlicher Energie geßcben habe. Der Ministervrafident ging sodann zum Kern der Debatte, dkm Antrags auf Einberufung der1Dxle- nation, über und sagte, bei der Behandlung dieser Fraße seien VWFWÖ ösjerreichische Vexbänniffe berührt wcrden; er gedenke jedoch diesem Bei- spiele nicht zu folgen, Weil das ungarische Abgeordnetenhaus, das so ekstr- 1üchtka darüber wache, daß niemand fick) unbesugt_in ungarische V-rbältniffc einmiscbe, und das gegenüber ungünstigen Etorterungxn ln Oetlerrcicv mit Recht empfindlick) se1 ebenso mit größt:r Sorgfalt befliffen sein soÜte, in diesem Puvkte urückbaltuvg zu uben. Scb'kkßljcb erörterte. der Ministervtäfivent eine Bemerkung des Grafen I1ZechgelKa7ow1 über den Dreibund und sagte: „Mu Freuden nebrxte :ck) die Er- kläruna des Grafen Karolyi zur Kenntnis, daß auch er die Vollsßeckxxmx der bestehenden Verträge und Treue und Ayhangltcbkeit an fie fur wun- schmSwert erachtet. Es war sehr richtig, daß-der HerrZUbgeordnete dtxse Er- k1ä7ung abaab und dadurch die tendenziöxen Bemuhungen enkkraftkßlk, welche die Auffassung des Grafen Katolyi und die 1einer Partei 5195 Eine auf einen V::tragsbruch gerichtete Tendenz binsteüen wollten. Wenn jzdock; der Herr Abgeordnete sagt, daß der Dzefbund aufgelöxi sei, so kann ich das in streng formalistnchem Sinne annehmep, in1ofern als durch das Ausscheiden Italiens der Drexbund selbstvexständüch aufgebört hat, ein DreibuLd zu sein. Der Herr Abgeordnete hat in arttbmetiscbem Sinne recht. _ Was jedoch das Wssen der Sache anbelangt, so bildxt das Byndnis zwischen dem Deutschen Reich und der Monarchre das Ruckgraä disses volktchben Gebildcs. Der Anschluß Jiaxiens Uschien nyr (1133 crfréultä)? Kräftevermsbrung, absr das Wesen war das Baxxdnzs zw11chen dem Deutkch'n Netcye und der Monarch*e, und kisses bestsyt unwerändext fort. Ick muß auch der Bcbauptmm d 6" Herrn Ab- geordneten entschikden widersprechen, daß unser Verhaltnis zum Deutschen Reiche fich geändert haben fonte. Wenn in dieseu: Kampfe um Tod und Lesben, in iiyser riefiaen und rubmvollen Kraft-

prpbe Krb etwas-zwiscbe: uns geändelt kot, “so isstse“ YMMÜZSÉZ

“Bündnß tisch viel- t-xßxiger-aéwotden-étfk. Aick _ haben auf das Bündnis keinen Eßfluß. ck bin nicht beruxen, den Gedanken des Deutsch:! Reiches zu vertreten, aber ich bin überzeugt, daß jeder ernste Faktor des Deutschen Reiches LS" ass einks seiner wichtigsten Interessen erachtet, daß unjere Monarchie in ungeschmä1ertchraft fortbFsxebt, und dies gxwabrt mir die Hoffnuvg und fas s'echerc Bewußtsé n, daß dieses Bundnis am!) nach dkm jSYigen Kriege in unVcrändxtter Kraft und sogar noch inniger fortbeneden werde.“ Der Ministerpräfident ging auch auf die' Krikik der öfterreichiscb-ungariscben Vcrwaltu_ng dcr besesten polnischen Gebiete ein und erklärte es „fur sk1bst- Vsrnändltch, daß auf einem Gebiete, wo s1§b wahrend kkks Krieges die verschiedenséen Armeen und dre xbnen bc;- gegebenen administratiVen Organe ablössn, allerlei ReibereiZn unw Unanmbmlichkcitkn Vorkommen. Aber der Abgkordxwtk, Der ?xcb rmx dieser Frage befaßte, babe felbst zugestanden, daß die Verwaltuzyg dsr von önerrcichiscb-Ungarisckpcn Truppen bkse ten polniscH-sz T-xrxtorisn skb]: Weitgehende Beweise ihrer Liebe zur ache, ihrer ““:-„1019211! und ierr SUmpatbie für di? polnischen Angelegenheiten bewxescn haßt» Und cr glaube", es würde mch der Wahrheit entsprechen, Und mgn errveife auch der Sache keinen guten Disnst, wxnn man das BTW schwärzer färbe Und die ungünstigen Seiten mehr erVOlebe als dic günstigen. Er beschränke sich nicht nur darauffcstzusteUcn, daß es keine;: maßgebenden Faktor der Monarchie aebe, der fich mit der polnischen Frage nicht mit der gxösztcn Symvalbie befaff-, der nicht von dsr ganze'n Traszwxite dLr Aufgabe durchdrungen wäre und nicht bestrebt wäre, an einer solchen Lösvng mitzuwirken, die innkrbalb 15er (Bronzen der Möleickkeit die bercbtigten Anspmche und Wunsche xm“ volniscben Nation in Betracht ziebp. Er glaube, daß O€stekkelch- Ungatn der polnisÖen Nation getrost die Vsrubkguna und Hoffnung gewähren könne, daß ihre Bestrebungen von jedem zuständigen Faktor der Monarchie verständnisvou und mit einer Von Sympathie crfnllten Sorgfalt gepficgt würden.

Nack) Schlußbemerkungen der Grafßn Andrasst) und Apponyi wurden ihre Anträge bezüglich der Einberufung der Delegationen von der Mehrheit abgelehnt.

Großbritannien und Irland.

Die Verlustlisten vom 19. und 20.entk)alten die Namen von 214 Offizieren Z6-1 gefaÜcn) und 8051 Mann, bezw. 11011 95 Offizieren (25 ge allen) und 3280 Mann.

Frankreich.

Die Minister des Handels und dor öffentlichen Arbeiten. und die italreniscben Minister des _andels und des Verkehrs Haben ihre Beratungen Über ie künftig dem Warep- verkehr zwischen beiden Ländern zu gewährenden Cr- leichterungen m:!) über die zukünftige Entwicklung ihrer wirtschaftlichen Beziehnngen" abgeschlossen. Wie die „Agence Havas“ meldet, haben 112 _ die wechsel- seitige Anwendunq des Einfuhrverbotes in beiden Ländern und Maßnahmen in Aussicht genommen, die zu einer wirtschaftlichen Annäherung führen sollen. Unter diesen Maßnahmen befinden sich verschiedene Pläne für die industrielle Organisation sowie Mittel zur Verbesserung und Entwicklung aller Verbindungen zwischen beiden Ländern selbst sowie mit England und dem Orient, namentlich mit Südrußland.

- Nach einer Meldung der „A ence Harms“ ist der Divisionegeneral Duport an St'elle es Generals Graziani zum Ckef des General abes derArmee ernanntworden. Genera sziani if( an sein Ansuchen aus Gesundheits- rücksi ten von diesem Posten enthoben und“ zum Kommandeur der E reale ion ernannt worden., Er hat sein Amt als Chef des GeneraÜFabes der Armee zwet Jahre lang geführt.

Er wünsche, daß innerhalb der Monarchie .

-- Der K'ammerausschuß für auSwärtige Ange- [e enhxi_xen 1st_ges1er_n unxex dem Vorjße pon Le gues ammenaetreten und hat dre durch d e Ereignis e in G.-riechenlany„'akscbaffene Lage geprüft. Obiger Quelle zufolge ist er zu dem Hchlyffx gekonzmcn, daß eine entschiedene und feste Politik, wre ste m der m Athen am 24. November 1915 überreichten Nate_ der Entente zqm Ausdruck gebracht worden ist, die einztge 1st,_ die zu „vosttwen Ergebnissen führen kann. Wie auch die Verbmzdeten :xber_die Zukünftige Rolle Griechen- lands dächten, so könnten ste mcht ulden, daß in Athen ein Mittelpunkt" für Ver chwörungen der Feinde bestehen bleibe, und sie hatten die' flieht, dle entchie ensten Maßnahmen zu ergreifep, um die Stcherhett und vo e Bewegungsfreiheit ihrex' Heere stcherzuste11en.

Rußland.

Die'russtschx Regierung hat ihrem Gesandten in Athen, mie „Datlt) Matl“ berichtet, eine Instruktion zugehen lassen, daßRußland a_n Gr:echen_land nicht interessiert sei. (Wörtlich: 1711818111 83375 11 (118111181'85c80 111 ()'!1'6806.)

Niederlande.

Die Erste Kammer hat den Entwurf der Antwort- adresse auf die Thronrede unverändert angenommen. Wie „W. T B.“'meldet, wird darin u. a. erklärt, daß die Kammer .etnstimmtq' urxd mit großer Genugtuung von der festen Abstcht der„Ko'nigm Kenntnis genommen hat, auch in ““Zukunft den Pflichten nachzukommen, die einer neutralen Uation durch dqs Völkerrecht auferlegt sind. Die Antwort- adreffe spricht dle Ueberzeugung aus, daß das ganze nieder- [ändijlbe Polk ebenso „fest wre die Königin entschlossen sei, die Unabhängmkett der Ntederlande zu verteidigen und die Rechte des Landes gcgen jedermann zu wahren.

- Die in Rotterdam angekommenen holländischen Dampfer „Ophtr“ und „Sindoro“ mußten ihre Post in England zurücklassen.

Schweden.

Der Geßeimansschus; d_es Reichstags ist zu einer Sißung etnberufep worden, dre gleich nach der Rückkehr der MZnistesrnHammarskjöld und WaUenberg aus Kristiania statt- fin en o .

Durch die jeßt beendeten Wahlen zur Ersten Kammer

des Neichßtagß werden 24 Sitze beseßt. Wie „W. T. B.“ ' meldet, ist für dxe Rechte keine Veränderung eingetreten. Die

Freisinnigen verloren und die Sozialdemokraten eroberten ZSiße. Unt_er den Neugewäblten befindet sich auch der frühere radikal_e Mzmneminister im Ministcrium Staaff. Larsson, unter den Ntchtmxedergewählten der Sozialdemokrat Professor Steffen.

Türkei.

Das „Amtsblatt“ veröffentlicht ein Gesetz, durch das für die Dauer des Krieges die Gehälter und Pensionen der Beamten um 15 bis 20 und die Bezüge der Offiziere um 25 Prozent erhöht worden. Zu diesem Zwecke sind 1875 000 Pfund nachträglich in den Staatshaushalt eingesteüt.

Amerika.

Einer Melduna des „Reuterschen-Bureaus“habon sick) tausend Mann von den Truppen Carranzas dem General Vil la angeschlossen, als dieser Chihuahua angriff.

Afrika.

. Aus einer Korrespondenz des „Temps“ ist ersichtlich, daß dle Franzosen im Laufe des Sommers zahlreiche militärische Unternehmungen in ganz Marokko, vor allem gegen die längs dcs AtlaSgebirges wohnenden aufständischen Stämme, unternehmen mußten.

Australien.

" Das australischc Repräsentantcnhaus bat nach emcr Meldung des „Rcuterscben Bmeaus“ mit 4-7 gegen 12 Stimmen beschlossen, ein Referendum über die Ein- führung der allgemeinen Dienstpflicht abzuhalten.

Kriegsnathrichten.

Großes Hauptquartier, 22. September. (W. T. B.)

Weftlicher Kriegsschauplaß. Abgesehen von lebhaften Artillerie- und Handgranaten- 1Funzäzften im Somme- und Maasgebiet ist nichts zu ert cn.

Oestlicher Kriegsschauplaß. Front deoGeneraifekdmarschalls Prinz Leopold von Bayern. Westlich von Luck schlugen schwächere ru iscke An ri e Yh'l. Bei Korutnica härt sich der Feind msxscb ,in klZinfefn _, ejlen unserer SteÜung. Bei den Kämpfen des 20. September Fele? 760 Gefangene und mehrere Maschinengewehre in unsere . an . Heftiger Artilleriekampf auf einem Teile der Front wxschoen Sere_t_h und Strypa, nördlich von. Z„borow. emdltche Angriffe wurden durch unser Feuer verhindeét.

Front des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl.

An der Narajowka leb a te -euer- und [l ' Jnfanterietäti kejt. h f F fte enwexse

In den . arpathen ging die Kuppe Smotrec wieder verloren. DW fortgeseyten Anstrengungen der Russen an der B„aba Ludoma blieben dank der Zähigkeit unserer tapferen Iaqeruabe-rmals erfolglos. Angriffe im Tatarca-Absch'nitt und nordltch von Dorma Watra sind abgeschlagen. '

Kriegsschauplaß in Siebenbürgen. Nichts Neues.

Balkan-Kriegsschauplaß,

HeereSgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen. Jex dcr Dobrudscha gingen starke rumänische Kräfte suxnvextnck) von Topraisar zum Angriff über. Durch nm- faffenden Gegenstoß deutscher, bulgarischer und türkis er Trupyßtx gcgen Flanke und Rücken des Fcindes „sind ie Numanen fluchtartig zurückgeworfen.

Mazedonische Frank. _ DieKampftätigkeit im Werken von Florina blieb rege, ste lebte östlich des Vardar wieder auf.

Der Erste Generale]uartiermeister. ' Ludendorff.

Oesterreichisck)-ungarlscher Bericht.

Wien, 21. September. (W. T. B.) Amtlich wird

gemeldet: ' Oestlicher Kriegsschauplaß. " , Front gegen Rumänien.

Sudltch von Petrosenx) haben wir auch die Höhen beiderseits des Vulkan-Passes wieder beseyt. Bei Nagl) - zeben (Hermanstadt) und an der fiebenbürgischen Ostfront nur Vorpostengeplänkel.

Heeresfront des Generals der Kavallerie Erzherzog Carl.

In den Waldkarpathen se_te der Feind seine Angriffe gegen hie Armee deH Generaks arl Freiherrn von Kirch- back) mrt größter Zäknqkeit fort. Bei Bres a und östlich des PaUntNsatlels vrßckte er vorspringende 2 rontstücke etwas zuruck. Sonst schetterten alle Anslürme an der Tapfer- keit der Verteidiger. Unter den „in- den Karpathen fechtenden Truppext der K. und K. Wehrmacht verdienen“ die braven ungamschen Landsturmbataillone des Obersten Papp besondere Erwähnung.

, Auch an der Narajowka blieben aUe Anstrengungen des Ferndes vergeblich.

Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern.

Bei der Armee (Jes Generalobersten von Tersztyansky standen zwischen Vuptomyty und Zatuscx) die verbündeten Streitkräfte des Generals von der Marwitz abermals unter dem Anprall starker russischer Massen. Die Kampfesweise des Gegners gipfelte wie immer in skrupellosem Hinschlachten der in tiefen Kolonnen vorgetricbencn AngriffT-truppen, in deren Mitte sick) auch die Garde bcfindet. Nur östlich von Swini11chy ist der Kampf noch nicht entschieden. Sonst wurde der Feind überall unter den schwersten Ver- lusten geworfen.

Italienischer Kriegsschauplaß. Keine größeren Kämpfe.

Südöstlicher Kriegsschauplaß. Bei unseren Truppen unverändert.

Dcr Steleertreter des Chefs des Generalstabes. :) o n Ho efer, FeldmarschaUeutnaut.

Bulgarischer Bericht.

[) ickéofia, 21. September. (W. T. B.) Amtlicher Heeres: ' er .

MUZEdoniLche-Front: Gestern hat sick) in der Lage der Truppen um Urin (Florinn) und tms der Höhe WU Kajmakcfalan ,nichts verändert. Der Tag verlief ziemlich rahtg- Em russischer Angriff auf die Höhe 1279 nöxdlict) des Doxfes Armenif scheiterte. Die feindlichen Batmüone wurden 111 Unordnung zurückgeworfen. m Moglenicatale und auf beiden Ufern des Wardar s waches Geschüsfeuer. ??tml Strumatale und längs der Küste des Aegäischen Meeres

U)e.

Rumänische Front: Längs der Donau Ruhe. In der Dobrudscha befesngen sich unsere Abteilungen in den er- oberten SteÜungen. Der gestrige Tag kennzeichnete sick) nur durch schnxaxhe Kämpfe auf beiden Seiten. Deutsche Flug- zeuge grtfsen erfolgreich die Eisenbahnlinie bei (Ferna- voda an u_nd ,fügten ihr großen Schaden zu. Ein aus zwanzig Emhetten bestehendes russisches Geschwader bombardterte ohne Erfolg die Höhen nördlich und östxécé) des Dorfe?- P'ervelia. Unsere Wafferflugzeuge brachten einsu Angriff femd11cher Flugzeuge auf Warna zum Scheitern.

Der Krieg zur See.

Berlin, 21. September. (M.TB) Deutschs Sec- flugzeuge haben am 20. September friih zwei russische Flugzeugnxutterfck)iffe, die unter Geleit ciues Kreuzers und mehrerer Zerstörer Flugzeuge zum Angriff anf dio bulgarische Küste bei Warna []eranbringen woÜten, erfol greicl) mit Bomben angegriffen; die feindlichen Seestreitkräfw “wurden zum schleunigen Rückzug gezmangen, verfolgt von unseren Seeflugzeugen. Diese griffen später fetndliche TransPortdampfer in Constanza erfolgreich an und belegten Eisenbahnlinien der Nord-Dobrudscha mit Bomben. Alle Flugzeuge sind trotz stärkster Beschießung un- beschädigt zurückgekehrt.

Berlin, 22. September. (W. T. B.) Amtlich. Eines unserer Unterseeboote hat am 17. September im Mittelmeer einen vollbesexzten feindlichen Truppentraanort- dampfer versenkt. Das Schiff sank innerhalb dreinnd- vierzig Sekunden.

Wohlfahrtspflege.

Die WoblfahrtSeinricbtunaen der deutschen Reichs- postVerwaltung im RechnungSjabre 1915.

Das „Amtsblatt des Rsicbspoßamts“ (Jahrgang 1916, Nr. 59) teilt die Erpebniffe der béi der Reichspost- und Telegtavbenverwaltung bestehknden WoolfobrtseimiÖtungen für das Reckpnuvgsjabr 1915 mit. S1: deuten auf eine :ege Teilnahme dks Personals an den bkwäbrken Woblfabrjseinrixbtungsn und auf eine segensreiche Wirkung_der_ Nr- bältnißmäßig hoben Leistungen dieser Einriebtungen bin, wdaß die Wiedergabe der Haupszablen auch [VL'ÜCU Kreise intekexficcn düMc

Die Einnahmen dLr Postuntersjüßungskasse beliéfen steh im Jahrs 1915 auf 783 488 25, die AUSJaben betrugen 732 275 „!(-, so daß dieser Kasse 51213 .“ werblichen. Die Einnahmen )eßten sich in der Hauptsache aus zwei Possen zusammen: 300000 .“ Beitrag aus der Posikaffe und 332 057 «Fi an ,außerordentlichen' Exnnabmen. Die Zinsen aus dem Vermögen betrugen 33802 .“, det (»éxnnabmx- übetfehuf; aus dkm Vorigen Rechnungsjahr war 32 568 .“. Die Hauptzablen der“ AuSgaben find: 195 302 ckck an Etziebuxgkgkkdxrn, 218 410 „js an laufenden Untexstüßnngen uvd 271240 .“ an “UU“!- ordentlicben Unterstüyungen; ferner wurden an Rabegebältetn für Yostilwne 24162 .“ ausgezahlt. An diesen Zabkuxgen warex in dcr

auptsacbe 810 Unterbeamte, 253 Postkllone, 10 950 Ointetklisbkch M:. Unxerbeamtcn und 462 HinterbliebeUL 13:11 PosjiUOrxen bctkäligzx. T:: Gekamtzabl der beteiligten Personen bejrug 12 753. " D.:? Vsrmög :x der Postuntetstüsungßkaffe betrug am Sch-uße de; 266531;an jahres 1915 990 250 „js.

Die Kaiser W11b81m-Stifmxxg Verwwkct: ihk? F?r:- nabmen in erster Linie als Studienbeihilfe" für Angebörisc rxr [!*.-:M- beamten und ja Unterstüsunaen für Hinterbliebene. Dx: OQUDZL-xl der Einnahmen fließt der Vermögénébüdung zn. VI" Dkk: 01:3- nabmen dks Jahres 1915, 43 994 .“. entstammten" 30 6662 DM Zinsen des Stammvermöaens und 5262 .“ übuwiexcnen GRMNZEY-

am den Außgaben, 43 416 „zz, erbtelrcn 20 Söbnk und 9 Töcbxrr von Unterbeamten Studienbeihilfen km Bstrage von 5700 .“; ac; Unterstüvungen und sonstigen Zuwendungkn erbkeken ZZ BLIND? :.“:td

interbltcbene Von Beamtkn 3558 .“ und 13 UntstbsamT-x 11.75

interblkebene von solchen 1429 .“. Für 3:2 585 .k- maden Méxers Wertpapiere zur Erhöhung des Stammvermöxns an.;ekaWt. Ta:- Vermögen der Stiftung betrug am Sckolnffe dss chbnunßéjabxcs 1915 860 850 „xz; es war um rund 33 000 „16 983311 das Vcrizbr gestieÉen. ehr beachtenswert erscheint die durch Vermittluug_ w:: Lebensverficberungen xür Unterkkamt? auIacübte WEIDEN;- pflege. Daß diefa Tätigkeit gegen daO Vorjahr :txras zurückgsg-xrzxxn

Man kann sein Geld nicht zweckmäßiger und bei gleicher Sicherheit nicht gewinnöringender anlegen als durch BeieiligungWan der Kriegsanleihe. Der eigene Vorieil-verbindef sich hier aufs glücklichste mit dem Vorteile des “Vaterlandes.